Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

14.4.2015

Große Feier in Klein Strehlitz am 12.4.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:28

  strehlitz 001   IMG_5002   IMG_5275  Bitte auf die Bilder klicken.

 

Zum 25 jährigen Bestehen der deutschen Minderheit in der Gemeinde Klein Strehlitz hatte die Vorsitzende und langjährige Freundin des DFK Glatz, Brygida Wiencek eingeladen. Die Feier fand im Schloss Moschen, nahe der Gemeinde statt.

Unter den Ehrengästen waren, die neue Konsulin in Oppeln, Frau Haake, der Sejmabgeordnete Herr Gala, Hubert Beier, ehemaliger VDG Vorstand, Bürgermeister ad. Herr Kurpiela, Pfarrer Peikert, der Jahrzehnte die deutsche Gemeinde betreut hat und Fam. Ulbrich DFK Glatz.

Dazu kamen über 170 DFK Mitglieder der umliegenden Ortsgruppen.
14 Vorsitzende, die sich ehrenamtlich in den Vereinen engagieren, wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Zur Einführung der Veranstaltung spielte ein Jugendblasorchester und nach den Auszeichnungen gab es dann leichte Musik, vorgetragen von verschiedenen Gruppen aus der Mitgliederschar der SKGD Klein Strehlitz. Auch für das leibliche Wohl war mit allerlei Kuchen und einer kräftigen Suppe gesorgt. Ich habe mich dann, im Namen aller Anwesenden, bei der Vorsitzenden Brygida Wiencek für die perfekte Organisation bedankt, auch für die Verbindung zwischen dem DFK Glatz in Niederschlesien und der SKGD im Oppelner Schlesien. Wir werden weiterhin, vor allem mit unserer Jugendarbeit gemeinsame Projekte organisieren. Spontan haben sich Vorsitzende einiger DFK Ortsgruppen bei mir gemeldet, die zu uns nach Glatz kommen möchten, um weitere Kontakte in den Strukturen der deutschen Minderheit zu knüpfen. So vergingen die Stunden, am Ende gab es dann noch Zeit mit der Vorsitzenden und Organisatorin Brygida Wiencek und unserem Freund und Mitglied beim DFK Glatz, Hubert Beier einige private Gespräche zu führen.

Bericht
Horst Ulbrich

 

IMG_5169        IMG_5279       strehlitz 044

13.4.2015

Wettbewerb deutscher Lyrik und anderer Vorträge im Lyzeum Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:53

20150410_102536    20150410_125813     20150410_130055 Bitte Bilder anklicken.

Es ist schon gute Tradition geworden, die jährlichen Prüfungen im Lyzeum Hableschwerdt. In diesem Jahr mit wesentlich mehr Aktion, konnten die Schüler doch in eigenen Texten, Liedern und schauspielerischen Vorträgen, mehr ihre Qualität zeigen. Es ging deshalb nicht nur um die sprachlichen Fähigkeiten, es wurde gesondert auch Mimik, Gestik und Ausstattung bewertet und da wurde einiges geboten.
Zwei Schülerinnen zeigten Besonderes mit Theatralik, Humor, Gesang und entsprechender Verkleidung, dass am Ende der erste Platz schwer zu entscheiden war.
Die herausragende Vorführung eines traurigen Clowns, der das Publikum mit einbezog, habe ich sofort für unser Frühlingsfest am 23.Mai bestellt und das Mädchen hat auch zugesagt.
Wieder eine Veranstaltung mit Beteiligung des DFK Glatz die auch zur Förderung der deutschen Sprache und des Engagements der Jugend beiträgt.
Die nächsten Prüfungen in deutscher Lyrik finden wieder im Museum Glatz am 9.September, im Rahmen der Wissenschaftswoche der UNI Breslau statt. Auch im letzten Jahr schon vom DFK Glatz organisiert hatten 16 Schulen teilgenommen, in diesem Jahr sollen es noch mehr sein. Wichtige völkerverbindende Veranstaltungen der Jugend, allein die Kosten für Saalmiete und Preise bereiten uns Probleme.

Bericht
Horst Ulbrich

7.4.2015

20. Schlesienseminar

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:33

Info über Autor Horst Ulbrich.

20. Schlesienseminar

Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft –
Modelle zur Geschichtsbewältigung im östlichen Mitteleuropa seit 1989

23. bis 25. September 2015
auf Schloss Kamień Śląski/Groß Stein

Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit lädt gemeinsam mit dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, der Seelsorge für die nationalen Minderheiten in der Diözese Oppeln, dem Verein der St.-Karl-Borromäus-Bibliotheken sowie weiteren Partnern zur Teilnahme am 20. Schlesienseminar unter dem Thema: „Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft – Modelle zur Geschichtsbewältigung im östlichen Mitteleuropa seit 1989“ ein. Das Seminar findet vom 23. bis 25. September 2015 auf Schloss Groß Stein statt.
Das Jahr 1989 war im östlichen Mitteleuropa der Beginn einer großen Wende, die einen einschneidenden Umbau der Gesellschaftsordnung sowie eine von Wirtschaftsreformen begleitete politische Transformation einleitete. Der Fall der kommunistischen Regime in Osteuropa erfolgte in Ländern mit sehr unterschiedlichen sozialen, kulturellen, geschichtlichen und wirtschaftlichen Erfahrungen und politischen Kulturen. Die neuen demokratischen Regierungen in Polen, der DDR (und des vereinigten Deutschlands), der Tschechoslowakei (und später Tschechiens und der Slowakei), Ungarns, Rumäniens und Bulgariens mussten sich nach dem Jahr 1989 mit der Geschichte ihrer Länder gewissermaßen neu auseinandersetzen. Historische Thematiken, die die kommunistischen Regime absichtlich und konsequent verschwiegen oder zum eigenen Vorteil uminterpretiert oder instrumentalisiert hatten, kamen wieder ans Tageslicht.
Der Eiserne Vorhang, der das östliche Europa fast ein halbes Jahrhundert hermetisch abriegelte, erschwerte den Dialog zwischen Ost und West erheblich. Zwischen der Volksrepublik Polen und Westdeutschland lag nicht nur eine räumliche Distanz –nämlich die von der Bundesrepublik bis Anfang der Siebzigerjahre nicht anerkannte Deutsche Demokratische Republik –, sondern auch eine tiefe wirtschaftliche und soziale Kluft, welche die Abschottung zweier ideologisch geteilter und politisch sich fremd gegenüberstehender Blöcke begünstigte. Die Strategien der Vergangenheitsbewältigung wurden einerseits von den Vereinigten Staaten und Westeuropa dominiert, andererseits von der Sowjetunion festgelegt.
Die Geschichtsbilder in Polen und Deutschland verhalten sich nicht nur asymmetrisch zueinander, sondern orientieren sich hauptsächlich an einer individuellen geschichtlichen Bewältigung. Wie die Orientierung des (west-)deutschen Wegs zur Demokratisierung in ihren Geschichtsauffassungen auf westeuropäischen Diskursen fußt, so hat Polen weder eine kollektive Therapie seiner Kriegstraumata erleben können, noch unter seiner nur begrenzten staatlichen Souveränität eine Möglichkeit besessen, einen inneren Konsens für ein generelles nationales Geschichtsverständnis auszuhandeln und sich in die laufenden westeuropäischen Diskurse einzuschalten. Innerhalb der letzten 25 Jahren war der deutsch-polnische Dialog jedoch ein dynamischer Prozess, der aber noch heute von geschichtlichen Belastungen geprägt ist – dadurch bleibt die Reflexion über Geschichte und ihre Interpretation weiterhin aktuell. Es ist dabei von Bedeutung, dass die politischen Führungsschichten beider Länder gleichermaßen ein gemeinsames Interesse an historischen Diskussionen finden und auch die Gesellschaft an sich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen von Wissenschaft und Kultur – sowohl über staatliche und private Einrichtungen wie auch durch individuelle Kontakte – wahrnimmt.
Unterschiedliche Geschichtsauffassungen bleiben jedoch trotzdem ein die Gesellschaft und die Nationen spaltendes Element. So war und ist es z. B. nicht einfach, das Wissen über die schweren Kriegsschicksale vieler Polen im gesellschaftlichen Gedächtnis der Deutschen zu vermehren. Dieser Wissensmangel über die östlichen Nachbarn ist in der deutschen Bildung weiterhin ein großes Defizit. Ein ähnliches Problem spiegelt sich jedoch auch im Wissensmangel vieler Polen über die schweren Nachkriegsschicksale vieler Deutschen wider. Das Problem der Asymmetrie und der Missverständnisse in dieser Hinsicht betrifft aber nicht nur das deutsch-polnische Verhältnis.
Einen zentralen Platz in der so genannten Gedächtniskonkurrenz innerhalb Europas nehmen bis heute Kontroversen zwischen der geschichtlichen Wissensüberlieferung West- und Osteuropas – vor allem die menschlich verursachten Katastrophen des 20. Jhs. betreffend – ein. Abseits der Bedeutung von Geschichte im öffentlichen Raum und bei politischen Zwistigkeiten zwischen verschiedenen Ländern kämpfen West- und Osteuropa noch heute um die Verbreitung ihrer jeweiligen Gedächtniskultur.
Während des diesjährigen 20. Schlesienseminars möchten wir auch die Frage geschichtlicher Auseinandersetzungen innerhalb der eigenen Familie ansprechen und dabei erörtern, wie Geschichtsüberlieferung im Kreise der Familie aussieht und was im Vergleich dazu in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gelehrt wurde und wird. Ziel dabei ist es, die Einstellung und Sichtweise von Menschen anderer Nationalitäten auf beide Seiten betreffende geschichtliche Aspekte verstehen zu lernen. Referenten und Seminarbesucher sollen zusammen die polnische und deutsche Gedächtniskultur – wie auch die anderer Länder Ostmitteleuropas – analysieren und eingehend darüber nachdenken, wie die Geschichte beider Länder in eine europäische Gedächtniskultur einfließen kann und wie es mit der heutigen Identität der Einwohner im östlichen Mitteleuropa bestellt ist. Unser Seminar bietet eine sehr gute Gelegenheit, gemeinsam über die historische Gedächtniskultur verschiedener Völker nachzudenken und auf diese Weise zu analysieren, wie ein solches Gedächtnis die Gegenwart beeinflusst, und welchen Einfluss die Gedächtniskultur auf die gegenseitige Wahrnehmung der Vertreter verschiedener Völker besitzt. Im Rahmen des Seminares sollen also Themen besprochen werden, die zwar von der Vergangenheit handeln, aber für die Zukunft relevant sind, da ein zukunftsorientiertes Denken ohne Kenntnis der Vergangenheit nicht möglich scheint.

Während des diesjährigen Schlesienseminars möchten wir folgende Themenbereiche ansprechen:
1. Modelle der Gedächtniskultur im familiären und schulischen Umfeld
Jeder Mensch, der innerhalb einer Gruppe agiert, zeichnet sich einerseits durch seine Individualität, andererseits aber auch durch seine Gruppenzugehörigkeit aus. Auf dieser beruht seine familiäre, ethnische, religiöse, regionale und soziale Vergangenheit. Geschichtliche Ereignisse überdauern im individuellen Gedächtnis und werden von Generation zu Generation überliefert. Doch selbst innerhalb von Familien werden sie oft marginalisiert, wie auch in der Öffentlichkeit für jede Erzählung ein geeigneter Moment und ein interessierter Zuhörer gefunden werden muss.
Die Geschichtskenntnis der jüngeren Generation wird in erster Linie im regionalen und allgemeinen Geschichtsunterricht im Laufe des schulischen und akademischen Werdegangs vermittelt. Dabei stellt sich die Frage, ob entsprechende Lehrbücher für den Geschichtsunterricht verfügbar sind und wie in ihnen wichtige Ereignisse aus der Sicht verschiedener Gesellschaftsgruppen dargestellt werden. Außerdem bleibt festzustellen, ob es Bücher und Publikationen gibt, die sich mit der Thematik der geschichtlichen Schizophrenie befassen und welche Rolle Lehrer und Dozenten auszufüllen haben.
2. Politik
Hier stellen sich Fragen wie: Inwieweit beeinflusst Geschichte die Wahrnehmung unserer selbst und unserer Nachbarn? Spielen geschichtliche Erfahrungen im Rahmen deutsch-polnischer Begegnungen (weiterhin) eine Rolle? Wie sieht Geschichtspolitik, die mit staatlichem Handeln und der Institutionalisierung von Geschichte verbunden ist, in den Ländern Ostmitteleuropas aus? – Zu ihren Merkmalen gehören Aspekte wie das Errichten von Denkmälern, die Gründung von Museen oder die Organisation verschiedener Gedenkfeierlichkeiten.
Und: Welchen Einfluss hat der Staat auf den Umgang mit problematischer Vergangenheit? Inwiefern sollte er in den Schutz der Vergangenheitsbewahrung eingreifen? – Stellen politische Parteien in ihren Wahlprogrammen vor, auf welche Art und Weise sie mit der Vergangenheit umgehen wollen? Welche Rolle spielt in Polen der Rat zur Bewahrung des Gedenkens an Kampf und Martyrium (Rada Ochrony Pamięci Walk i Męczeństwa)? Wie sehen nationale Geschichtsdarstellungen, polnische und deutsche Geschichtspolitik und die Politisierung des Problems des Gedächtnisses, der Zukunftsgestaltung und der geschichtlichen Verantwortlichkeit aus? Und was sind die Meilensteine im deutsch-polnischen Verhältnis?
3. Wirtschaft
Wie zeigt sich Gedächtniskultur: In der Wirtschaftpolitik nach 1989 und während der wirtschaftlichen Transformationen; in Der goldenen Zeit hohen Konsums und wachsender Erwartungen; während einer verhältnismäßig moderaten wirtschaftlichen Stagnation und bei wachsender Unzufriedenheit der Gesellschaft gegenüber dem bestehenden System sowie bei wirtschaftlicher Insuffizienz, wirtschaftlichen Krisen und Migrationen?
4. Kirche und Glauben
Hier lohnt die Betrachtung folgender Bereiche: Die Autonomie in der religiösen Sphäre; die Unterwerfung der Kirche unter die staatliche Regierung; die Zusammenarbeit von Kirche und Parteien (z. B. die Politik der Kirche in Polen nach dem Jahre 1989); die Verhältnisse zwischen Kirche und Staat nach dem Jahr 1989; die Stellung der Kirche in der pluralistischen und demokratischen Gesellschaft.
5. Öffentlicher Raum
Wichtige Bereiche sind: Gedenkstätten wie Denkmäler, Erinnerungstafeln, kulturelle Phänomene und geschichtliche Ereignisse, die eine große Bedeutung für die deutsche Minderheit im östlichen Mitteleuropa besaßen und besitzen, aber aufgrund des politischen und geschichtlichen Wandels aus dem kollektiven und individuellen Gedächtnis verschwanden oder absichtlich verdrängt wurden. – Was ist für die deutsche Minderheit und die Bewohner Ostmitteleuropas eine Gedenkstätte? – Der Streit um die verbliebenen deutschen Denkmäler, Tafeln und religiösen Stätten; das Problem der Symbolik und Bedeutung der Nachkriegsdenkmäler; die Rolle und Bedeutung des Internets als Veröffentlichungsmedium eigener/persönlicher/individueller/subjektiver Meinungen; Differenzen bei der Interpretation von Ereignissen, die von individuellen Standpunkten abhängig gemacht werden; die Generationswende: Das Aussterben der Zeitzeugen; die Privatisierung des Gedächtnisses; die Entpolitisierung des Gedächtnisses; Lücken in der Geschichtsüberlieferung.
6. Lokale Geschichte
Das Interesse an der lokalen Geschichte und die Entdeckung der eigenen Region steigen kontinuierlich. Sollte man sich darum bemühen, diese Geschichte zu bewahren? Wenn ja, auf welche Art und Weise? – Dabei ist eine Tendenz zu beobachten, unangenehme Dingen zu verschweigen und positiv assoziierte Ereignisse zu beschönigen. – Entsprechen symbolische Bedeutungen geschichtlichen Tatsachen? – Wie sieht das emotionelle Verhältnis zu geschichtlichen Ereignissen aus?
7. Museen
Die Gedächtniskultur in Polen und in Deutschland veränderte sich entsprechend der geschichtlichen nationalen Wendepunkte. Das geschichtliche Bewusstsein der jungen Generation entsteht jedoch nicht nur infolge des Geschichtsunterrichts, sondern z. B. auch während des Besuchs von Museen. Doch auch museale Orte ändern sich mit der Zeit, und die dort präsentierten Ereignisse werden nicht selten immer weniger verständlich. Es verändert sich auch die Motivation, Erinnerung an Vergangenes zu kultivieren. Das Wichtigste ist dabei heute weniger die Wiedergabe vergangener Ereignisse, sondern die Reflexion über ihre Wahrnehmung und die Fähigkeit, eventuelle Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ziehen zu können. Museen sind Gedächtnisorte, wo man die Realität sehen kann, und sie sind auch eine sinnvolle Ergänzung und ein Katalysator für die Gedächtniskultur. – Inwiefern kann ein Gedächtnisort eine so verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen? Welche Formen der (Re-)Präsentation der Vergangenheit sollten gewählt werden? Und wie kann sich ein Gedächtnisort in Bezug auf das existierende geschichtliche Bewusstsein hin entwickeln? – Werden problematische Themen in Museen übergangen? – Wie sieht die Situation der deutschen Minderheit in Polen hinsichtlich von Museumspräsentationen und Exponaten für künftige Generationen aus?
Wir laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme an diesem Seminar ein!
Es besteht die Möglichkeit, ein bereits realisiertes Projekt vorzustellen sowie ein Referat oder einer Präsentation vorzutragen.
Sie können auch gerne Ihre kulturellen Aktivitäten im Rahmen des Abendprogramms präsentieren. Für Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung des Abendprogramms sind wir stets offen!
Die Referate und Diskussionen finden in polnischer und deutscher Sprache (mit Simultanübersetzung) statt. Unterbringung, Verpflegung, Honorar sowie ein anteiliger Reisekostenzuschuss für die Referenten werden von den Veranstaltern für den Vortragstag übernommen.
Personen, die einen Vortrag halten möchten, bitten wir, das ausgefüllte Formular zwecks Anmeldung bis zum 30. April 2015 zuzusenden. Der Anmeldung fügen Sie bitte eine Zusammenfassung Ihre Vortrags (max. 1.500 Zeichen) bei.
Das Programm des diesjährigen Schlesienseminars wird bis Ende Mai 2015 zusammengestellt.
Wir planen, wie in den vorangegangenen Jahren, wieder einen Tagungsband des Schlesienseminars herauszugeben. Die schriftliche Ausformung eines Referats im Rahmen der Publikation soll 13.000 Zeichen (mit Leerzeichen) nicht überschreiten. Die schriftlichen Referate sollten eine breite Leserschaft in die jeweiligen Thematiken einführen. Beispiele schriftlicher Referate aus den zurückliegenden Schlesienseminaren (auch für Form und Zitierweise) finden sie auf unserer Internetseite unter der Registerkarte: Publikationen.
Die Anmeldungen bitten wir, an folgende Email-Adresse zu schicken:
patrycja.wiencek@haus.pl
Oder per Post an:
Frau Patrycja Wiencek-Baron
Dom Współpracy Polsko-Niemieckiej
Ul. 1 Maja 13/2
45-068 Opole/Poland
Tel.: +48 77 402 51 05
Fax +48 77 402 51 15

2.4.2015

Krankenbesuche der DFK Mitglieder vor Ostern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:57

Es ist Gründonnerstag, es schneit in Schlesien und alte, kranke und bedürftige DFK-Mitglieder müssen vor dem Fest besucht werden.
Also mache ich mich auf den Weg.
Zum Glück waren die Malteser aus Telgte mit Hilfsmitteln und auch Kleidung in Glatz, wie auch ein privater Transport von Herrn Pollok aus Münster.
Schnell noch warme Kleidung sortiert, und das Auto bis unter das Dach mit Pampers, Lebensmitteln, einigen Süßigkeiten und besagter warmer Kleidung gepackt. Die erste Tour über Schlegel in den Kreis Neurode und auf dem Rückweg über Ober- und Niedersteine. Frau Kühnel bekam endlich einen Wannenlifter, damit sie wieder in die Badewanne kann. Eine Spende der Familie Haverkamp aus Deutschland die mitgebracht wurde.
Karfreitag war dann die Tour Bad Altheide bis Bad Kudowa an der Reihe. Meine Vorstandsvorgängerin, Friedel Weinhold, ist dann die letzte vor der tschechischen Grenze und Frau Hauschke in Straußdörfel, die genau an der Grenze wohnt. Sie hat auch immer eine Geschichte der Grenzer von beiden Seiten zu erzählen, die sich bei ihr gewärmt und so manchen Wodka getrunken haben und welche Schmuggler in der Zeit an ihrem Haus vorbei gezogen sind. Oft sollen es ja sogar die Zöllner gewesen sein, die Waren selbst in ihrem Haus getauscht haben. Aber ich traf sie dieses Mal im Bett an, im ungeheizten Zimmer mit einer Campingtoilette ausgerüstet, auf die sie aber allein nicht mehr kann. Ihre Nichte wohnt ca 300 Meter entfernt und versorgt sie, soweit es geht. Aber da muss sofort etwas geschehen. Leider war sie nicht verheiratet, hat auch keine Kinder. Sie wird wegen ihrer Gebrechen ins Altersheim gehen müssen und hat mich gebeten etwas zu unternehmen. Ihr Lieblingshund, die Mimmi ist im Januar gestorben und in der Wohnung lebt sie nun noch mit ca 8 Katzen. Ich werde mit Elisabeth Kynast sofort versuchen Abhilfe zu schaffen.
Zu den meisten alten Mitgliedern komme ich nur zwei Mal im Jahr vor Ostern und Weihnachten, es sei denn, es erreicht uns ein Hilferuf, oder es werden wichtige Hilfsmittel benötigt. Auf Grund des Alters der Kriegserlebnisgeneration werden die Probleme immer größer und unsere Sozialbetreuung ist daher sehr umfangreich geworden.
Danach führte mich mein Weg nach Jakobsheim auf dem Weg von Bad Kudowa nach Karlberg, wo ich leider die Abfahrt verpasste und wegen des Schneetreibens nicht mehr wenden konnte. Also bis oben auf den Berg gerutscht, es lagen schon drei PKW im Graben, man hatte wohl zu früh auf Sommerreifen gewechselt. Erst dort konnte ich wenden, der Schneepflug hatte alle Querwege mit hohen Schneebergen verstopft. Tatsächlich bin ich dann noch bei Fam. Teuber angekommen, die mich wegen der medizinischen Hilfsmittel schon erwartet hatten. Nach einem wärmenden Kaffee weiter auf der Strecke Kudowa Richtung Altheide zu Wiktoria, dann weiter durch das Höllental. Abends gerade noch zur Kreuzverehrung in die Schwenzer Kapelle geschafft, aber zu spät und ich musste auch da zunächst draußen mit den Jugendlichen stehen, weil innen kein Platz war. Wie immer.
Normalerweise fahre ich in der Karwoche ab Montag, in diesem Jahr kamen die Transporte auch erst in dieser Woche, also bleibt wenig Zeit alle lieben Menschen zu besuchen. Dann muss ich mir immer Zeit für Gespräche nehmen, auch um die Sorgen ein wenig zu lindern. Es werden dann die Quittungen der dringend benötigten Medikamente gezeigt. Bei wenig Rente und wenn auf dem Konto Schlesienhilfe liebe Menschen aus Deutschland etwas eingezahlt haben, kann ich auch finanziell unterstützen.
Heute Samstag nur noch Richtung Habelschwert, aber auch bei uns hat es in der Nacht kräftig geschneit. Dort ist bei zwei alleinlebenden Schwestern die ältere, Elvira gestorben und die andere möchte trotz ihrer Gebrechen nicht ins Altersheim. Aber auch in diesem Fall sehe ich wegen fehlender Verwandtschaft kaum Möglichkeiten.
Das ist mal ein Bericht nur von einigen der Bedürftigen, die unsere Hilfe bitter nötig haben.
Aber es gibt auch positive Erlebnisse, denn andere werden im Alter von ihren Kindern und Verwandten liebevoll gepflegt, freuen sich aber über meinen Besuch und kleine Geschenke aus Deutschland.

In meiner Abwesenheit sind unsere Frauen, zum traditionellen ( Eierweihen) heute früh in der Kirche, dort werden liebevoll zurechtgemachte kleine Zutaten für das Ostersonntagsfrühstück geweiht, wer es nicht kennt. Dann sind sie in Haus und Küche aktiv, um uns am Fest des auferstandenen Herrn wieder mit allerlei Köstlichkeiten zu überraschen. Auch Schwiegermutter ist nach ihrem dritten Herzinfarkt wieder gut genesen und aktiv in der Küche tätig.
Sonntag gibt es dann, nach der Auferstehungsmesse, ein ausgedehntes Frühstück, bevor die ersten Verwandten erscheinen.
Am Montag dann ein Osterfeuer für alle, die dabei sein wollen, verbunden mit einem Resteessen und gemütlichem Beisammensein in der Reiterstube.

Bericht

Horst Ulbrich                                           DSCF3557   Na dann frohe Ostern 2015

Hilfstransporte zu Ostern für den DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:44

pollok 004    pollok 007    pollok 009

 

Nach dem Hilfstransport der Malteser aus Telgte kam am Mitwoch, dem 1.4.2015, noch ein privater Hilfstransport, organisiert und finanziert von Herrn Pollok aus Münster. Jedes Jahr ist Familie Haverkamp als Fahrer und Begleiter mit dem Gemeindefahrzeug und großem Anhänger unterwegs zum DFK in Glatz. Leider war Herr Haverkamp aus gesundheitlichen Gründen dieses Mal nicht dabei und seine Frau kam mit einem „Ersatzfahrer“. Das Gemeindefahrzeug finanziert sich durch die Werbung auf dem PKW und jedes Gemeindemitglied kann gegen Benzinkosten das Fahrzeug ausleihen, wobei die Fahrt nach Schlesien wohl eine der weitesten Wege ist.
Auch in diesem Jahr war unter anderem wieder gute und vorsortierte
Kleidung dabei. Die Beschriftung auf den Kartons macht die Arbeit in der Kleiderkammer leichter. Aber schon vor dem Fest, bei den Hausbesuchen, wird vieles verteilt, in diesem Jahr und wegen des Wetters auch warme Kleidung. Viele unserer Behinderten warten schon auf die Lieferung der Pampers, die sich nicht jeder Rentner leisten kann.
Nun kann ab Donnerstag an unsere Bedürftigen ausgeliefert werden, unser Lager war schon seit Jahresbeginn so gut wie leer.
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal den Maltesern, den Kirchengemeinden Bukow und Königswusterhausen und den privaten Spendern ganz herzlich für die Schlesienhilfe danken.

DFK Vorstand
Horst Ulbrich

31.3.2015

Ostergrüße vom DFK aus der Grafschaft Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:01

Liebe Mitglieder, Sponsoren und Freunde des DFK Glatz in Deutschland,
wir wünschen Euch zum Fest der Auferstehung unseres Herrn Freude und Glück!
Die Fastenzeit ist dann beendet und so mancher mag sich wundern, warum der Bauch immer noch nicht weg ist.
Aber seien wir glücklich, wenn die Krankheiten uns im Alter nicht zu sehr peinigen, und wer dazu sein finanzielles Auskommen hat, sollte mit Zuversicht in die Zukunft schauen.
Gleiches versuchen wir vom Vorstand des DFK Glatz, denn ab 2017 sollen alle Unterstützungen der Bundesrepublik über das Auswärtige Amt wegfallen und so können wir mittelfristig nicht planen, langfristig unmöglich. Aber zu Gesprächen haben sich im April der Vorstand des VDG aus Oppeln (Dachverband aller DFK in Polen) bei uns angemeldet, im Juli kommt dann eine Delegation des Bundestages mit dem Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Herrn Klaus Brähmig MdB, zu uns nach Glatz.
Wir hoffen auf konstruktive Gespräche, um die Arbeit in der Heimat unserer Eltern fortführen zu können.
Bitte schaut im Internet: grafschaft-glatz.de im BLOG

Den Blog hier im Internet habe ich als Autor von Ch. Drescher übernommen und dort werden wir in Zukunft auch mehr über Land und Leute der Grafschaft berichten. Wer uns bei der Arbeit in der Heimat unserer Eltern unterstützen möchte, Konto
DFK Glatz: DE76 4945 0120 111 255 2854

Allen, die uns bisher schon unterstützt haben, ein herzliches „Vergelt’s Gott“.
Horst Ulbrich

Erstes Treffen der Malteser aus Telgte mit der Bergwacht Wölfelsgrund in Schlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:45

malteser 020           malteser 023   h1 Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Der Tradition entsprechend waren die Malteser in diesem Jahr in der Osterzeit mit einem Hilfstransport beim DFK in Glatz, um unser Lager für Kranke und Bedürftige zu füllen. Da der Lkw wieder bis unter das Dach beladen war, musste der Geschäftsführer der Malteser, Heinz Lodenkötter, gut planen.
So wurden aus dem hinteren Teil zunächst Toilettenstühle, Gehhilfen, Pampers in allen Größen und vieles mehr abgeladen. In der Mitte kamen dann die Behandlungsstühle zum Vorschein, von denen einer für unsere schwerbehinderte Friedel Weinhold bestimmt war. Also machten wir uns auf den Weg nach Bad Kudowa, wo ich schon Männer zum Transport in den ersten Stock des Hauses organisiert hatte, was dann auch problemlos vonstatten ging. Der sehr wertvolle Behandlungsstuhl lässt sich mit 5 Motoren in jede Lage, vom Sitzen und Liegen und in jeder Höhe elektrisch verstellen. Nun kann die Pflegerin Friedel auf Betthöhe herüberziehen und ihr dann eine andere Lage nach Wunsch einstellen. Nur so hat Friedel die Möglichkeit vom Liegen im Bett einmal eine andere Lage für ihr Wohlbefinden einzunehmen. Wir haben zunächst alles erklärt, aber in der Woche vor Ostern, wenn ich wieder zu den Krankenbesuchen unterwegs bin, werde ich mit der Pflegerin die Technik üben. Frau Kühnel in Mittelsteine bekommt nun auch endlich ihren bestellten Badewannenlifter, damit sie, trotz ihrer Behinderung, wieder einmal baden kann.

Ein Pflegebett, welches auch für unsere Friedel bestimmt war, konnte leider in Bad Kudowa nicht abgeladen werden, weil davor viele andere Hilfsmittel gestapelt waren, die wieder in unser Lager sollten. Das Bett transportieren wir später mit Ulbrichs Pferdeanhänger und der Hilfe unserer DFK-Mitglieder zu Friedel Weinhold.
Nach vorheriger Absprache waren auch Tragen, Einmaldecken und anderes für die Wölfelsdorfer Bergwacht dabei, die bei Ulbrich umgeladen wurden.
Bei den Mitreisenden der Malteser war dieses Mal auch der Referent im Dezernat für Recht und Soziales der Stadt Münster mitgekommen, um mit uns die weitere Planung der Umbauten bei der kleinen Wiktoria voranzubringen. Wie schon einigen Sponsoren bekannt, ist das nun neun Jahre alte Mädchen ohne Beine und nur mit dem linken Arm geboren worden.
Dank helfender Menschen hat sie nun einen Computer, um mit anderen Schülern Kontakt zu haben, auch einen elektrischen Rollstuhl, mit dem sie hoffentlich bald selbstständig zur naheliegenden Schule fahren kann. Leider fehlt noch ein befestigter Weg, den wir im Frühjahr für sie anlegen möchten. Das wird ihrer Mobilität einen großen Fortschritt bringen.

Am Abend, als alles fertig war, hatte Frau Ulbrich für alle Helfer einen Imbiss vorbereitet und nach getaner Arbeit wurde bei Bier und Schinken noch lange diskutiert. So ging ein arbeitsreicher Tag für die 13 ehrenamtlichen Helfer von Maltesern und Bergwacht zu Ende.

Bericht
Horst Ulbrich

1.malteser 032   2.      malteser 030       3. h2

Bild 1. Große Diskussion der Ehrenamtlichen am Abend.

Re. außen der Geschäftsführer der Malteser mit vielen Fragen an die Bergwacht über die Dolmetscherin.

Li. außen der Referent im Dezernat für Recht und Soziales der Stadt Münster Graf von Plettenberg.

 

22.3.2015

Neuer Badespaß im Glatzer Land.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:12

DSCF1191       DSCF1193      DSCF1197 Bilder bitte anklicken.

Durch die ausgeschöpften Kiesgruben in Schwenz und Birkwitz entstehen neue Badeseen. Zunächst musste die Uferböschung, nach Renaturierung fünf Jahre ruhen, damit sich die Erde verdichtet. Seit nun zwei Jahren ist das Gelände als Naherholungsgebiet zugelassen
und ganze Massen von Badegästen tummeln sich in der Saison in und um den See.
Lange war Fam. Ulbrich in Verhandlungen mit der Geschäftsleitung der Kieswerke, um einen Teil des Geländes zu kaufen und es sah lange Zeit auch sehr positiv aus, zumal der Geschäftsführer zum Freundeskreis gehört. Auch 10 Boote hatten wir schon angeschafft, da kam die Nachricht vom Konzern aus Stettin, nur der ganze See sei zu verkaufen und das sprengt jeden finanziellen Rahmen. Da ich zu Konferenzen der Touristig Niederschlesien eingeladen werde, habe ich dann dort das Objekt im Auftrag der Kiesgrube angeboten. Ein Investor aus Indien zeigte tatsächlich Interesse, da er weitere Ferienanlagen in Europa besitzt. Aber das ganze Gebiet würde dann eingezäunt, 120 Ferienhäuser und ein großes Restaurant sollten gebaut werden. Damit wäre die heimische Bevölkerung ausgeschlossen gewesen, deshalb hat auch die Gemeinde Glatz das Bauvorhaben nicht genehmigt, zum Glück. Nun hat die Verwaltung der Kiesgrube das selbst übernommen mit einem riesen Erfolg. Im Sommer gibt es außer der Badeattraktion mit Bootsverleih auch Übertragungen von Fußballspielen auf riesigen Videowänden, Disko mit Lifebands, Cross Ralleys für Motorrad und PKW und vieles mehr.
Bar, Imbiss und Toiletten gegen Bezahlung gibt es natürlich auch.
Wieder eine neue saisonale Attraktion für Glatz.

Bericht
Horst Ulbrich

20.3.2015

Reise der Jugend DFK Glatz nach Berlin vom 28.6. bis 4.7. 2015.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:47

8        33       SONY DSC

Nach langem Termingerangel ist es endlich soweit und wir können der Einladung der Kirchengemeinde Königswusterhausen
Folgen.
Das Problem war, dass in der ersten Ferienwoche einige Schüler der Fachschule ihre Berufsprüfung haben sollten und die Anderen, ohne ihre Freunde, dann auch nicht fahren wollten.
Wir hatten sogar schon einen zweiten Termin vom Hubertusheim bei Berlin bekommen, da stellt sich beim letzten Elternabend heraus, die Berufsprüfung wird in die Schulzeit vorverlegt.
Nun wurde beim Treffen der Jugend am letzten Donnerstag endlich die Fahrt diskutiert und perfekt gemacht.
Eine Planung der Ferienwoche hatte Andreas Klose als Organisator vor Ort schon geschickt und so freuen sich unsere Jugendlichen endlich einmal Berlin kennen zu lernen.
Außer Reichstag, polnischer Botschaft und anderen Sehenswürdigkeiten in Berlin ist auch ein Treffen mit Jugendlichen der dortigen Kirchengemeinde geplant.
Die Übernachtungskosten sind von Sponsoren vor Ort finanziert, die Verpflegung wird teilweise selbst und von der Kirchengemeinde organisiert.

Angemeldet sind 14 Jugendliche von 15 bis 18 Jahren, dazu kommen eine weibliche und eine männliche Betreuung. Für die Fahrtkosten werden noch Sponsoren gesucht und wir suchen gerade nach der günstigsten Verbindung Glatz und Berlin. Leider ist gerade jetzt die direkte Zugverbindung Breslau – Berlin eingestellt worden und ein Bus für 5 Tage ist nicht zu finanzieren. Nun schauen wir ob ein Citybus auf dieser Strecke eingesetzt ist, das wäre wohl die günstigste Variante. In Berlin werden wir dann mit der S-Bahn weiterkommen.

Wer unsere DFK Jugend unterstützen möchte.

Konto Schlesienhilfe: DE02 4945 0120 111 255 2854     Zur richtigen Verbuchung bitte Stichwort Berlin angeben.

Bericht
Horst Ulbrich                                                                                                                                            Zum Vergrößern die Bilder bitte anklicken.

Frühlingsf 030         Frühlingsf 064  Bilder von verschiedenen Festen und Projekten.

17.3.2015

Fahrt auf den Spuren des seligen Gerhard Hirschfelder zum Konzentrationslager Dachau 29.4. bis 1.5.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 06:08

Bekanntmachung:

Leider nur eine kurze Vorbereitungszeit, aber ein Sponsor für die Fahrtkosten ist gefunden. Es bleiben als Selbstkosten 2 Übernachtungen a 30,- € im Mehrbettzimmer der Jugendherberge in Oberammergau und teilweise Verpflegung.
Gesamtkosten 60,- € oder 250,- PLN

Die Reiseleitung ab Kudowa hat Frau Elisabth Kyhnast übernommen.

Für Nachfragen Tel. Frau Kynast.
Für den DFK Glatz und unsere Ortsgruppe DFK Kudowa stehen nach Absprache mit der Reiseleitung jeweils 20 Plätze zur Verfügung. Weitere Plätze der Rundreise sind für den Großdechanten und andere Gäste vorgesehen.
Ich bitte sich beim DFK in die Liste einzutragen. Nur die Bezahlung der Kosten von 250,- PLN sichert einen Platz im Bus, da voraussichtlich reges Interesse besteht.

Horst Ulbrich

Reiseplan:
Fahrt nach Dachau am 29.4. bis 1.5.2015

29.4. Abfahrt Glatz Busbahnhof um 2 Uhr morgens!!!

1. Halt an der ersten Tankstelle hinter der Kreuzung Richtung Grenze in Bad Kudowa um 2 Uhr 45. Nächster Halt in Tschechien am Bahnhof Nochod
Um 3Uhr 10.
2. Ankunft in Dachau 11 Uhr.  ca 570km
3. Hl. Messe auf dem Gelände um 12 Uhr. Danach Begegnung mit dem Großdechanten und Bischof Dec. 16 Uhr Weiterfahrt nach Oberammergau.

Abendplanung vor Ort. 115km

30.4. 1. Frühstück. Tagesplanung.
Fahrt zum Kloster Ettal.
Eins der schönsten Klöster. 4,5km Abschluss in
Garmisch Patenkirchen zu freien Verfügung. 5km.
Abends zurück nach Oberammergau 4.5km

1.5. 8 UhrFrühstück Abfahrt zum Kloster Andechs 62km.
( Kloster und Brauerei)und Rückfahrt über München
Regensburg, Pilzen und Prag nach Glatz. 560km
Ende der Reise.
Komplett 1259 km Bus bezahlt für 1300 km
Änderungen vorbehalten.

16.3.2015

Deutscher Gottesdienst in der Kapelle des Franziskanerklosters.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:05

SAM_2939 SAM_2940 SAM_2941 Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

 
Der Gottesdienst des DFK Glatz musste in diesem Monat in der Kapelle des Glatzer Franziskanerklosters stattfinden, weil in der Kirche bei den Schwestern des Klarissenordens zeitgleich eine große Veranstaltung stattfand.
So wurden schnell alle Teilnehmer vom Ortswechsel unterrichtet, die Mitglieder der Ortsgruppe Kudowa waren wegen der kurzfristigen Verlegung nicht dabei.
Die Kapelle ist für unsere deutsche Messe, dieses Mal musikalisch begleitet von unserer Jugendmusikgruppe, ein sehr geeigneter und schöner Ort.
Jochen Straube und Heinz-Peter Keuten hatten mit den Jugendlichen die modernen Kirchenlieder ausgesucht und einstudiert. So klang unser Gesang, begleitet von Klavier, Klarinette, Trompete und Gitarre, weit durchs ganze Kloster. Wieder eine gut organisierte und vorbereitete Messe, wie wir es von unserem Jochen schon immer gewohnt sind.
Pater Arndt war wieder extra zu unserer monatlichen Messe aus Breslau angereist und wir danken auch ihm für seinen Einsatz. Immerhin nimmt er die fast 100 km weite Anreise in Kauf, um mit uns die Messe auf Deutsch zu feiern. Interessant war zu erfahren, dass für ihn die Kapelle des Franziskanerklosters mit vielen Erinnerungen aus seinen Studienjahren verbunden ist, denn er hat, wie er den Teilnehmern der Messe erzählte, bei den Franziskanern in Glatz seine Priesterausbildung absolviert und hier viele Male den Gottesdienst gefeiert.

Unser deutscher Gottesdienst in Glatz ist nun nach über einem Jahr, regelmäßig am letzten Samstag des Monats, zu einer ständigen Einrichtung geworden.

Bericht

Heinz-Peter Keuten

Herrmann Zwerschke wurde 80 Jahre.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:52

Hermann Geb 007        S7300140     Hermann Geb 009       Bitte auf die Bilder klicken.
Hermann Zwerschke hatte zu seinem 80. Geburtstag geladen und alle kamen. Um 16 Uhr versammelten sich die Gäste zum Gottesdienst in der heimischen Kirche, zelebriert von unserem Großdechanten, der auch extra angereist war, um bei seinem langjährigen Freund zu sein.

Nun ist Hermann ein sehr bekannter Mensch durch sein Engagement, über viele Jahre hinweg in der katholischen Jugend, heute in seiner Kirchengemeinde und dem Posaunenorchester. Das Orchester hat auch während der Messe gespielt und schon dort zu einem guten Gelingen beigetragen. Am Ende nahm Hermann auch seine Trompete und spielte das Lied der Schwarzen Madonna zur Freude aller in der Kirche. Ein wahrlich rüstiger Jubilar.
Nach der Messe wurden die Teilnehmer in das CVJM-Heim zur Geburtstagsfeier eingeladen, es waren wohl 120. Dort erwartete alle zunächst ein opulentes Essen, sogar ein gebackenes Wildschwein, professionell zerteilt von Hermanns Schwiegersohn, erwartete die hungrigen Gäste.
Nachdem alle ausgiebig gestärkt waren, versammelte sich das Blasorchester zur Präsentation professionell vorgetragener Musikstücke, und der Jubilar tanzte sofort mit einer in seiner Nähe stehenden Frau. Auch Hermanns Familie hatte sich vorbereitet und trug selbst gefertigte Gedichte vor.
Wir mussten leider gegen 21 Uhr weiterfahren, denn bis zu unserem Nachtlager bei Andreas Klose in Königswusterhausen hatten wir noch 115 km zu bewältigen. Ein wichtiges Treffen zur Vorbereitung für die Berlinfahrt mit unserer DFK-Jugend im Sommer.
Der DFK Glatz ist Hermann Zwerschke und Andreas Klose zu großem Dank verpflichtet, kommen sie doch jährlich in der Vorweihnachtszeit mit einer Sammlung Süßigkeiten, Backzutaten und auch mit guter Winterbekleidung für unsere bedürftigen Mitglieder. Bei seiner Geburtstagsfeier verzichtete Hermann auf Geschenke und bat um eine Sammlung für die kleine Wiktoria in Schlesien, die ohne Beine und nur mit dem linken Arm geboren wurde, damit weitere Hilfsmittel für sie angeschafft werden können.

Dafür sagen wir vom Vorstand des DFK Glatz ein herzliches Vergelt’s Gott.

Bericht
Horst Ulbrich

S7300143   S7300157   S7300165 Zum Vergrößern Bild anklichen.

 

    S7300150         S7300176     S7300171

2.3.2015

Demokratie im Dorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:32

DSC_0213               DSC_0214             DSC_0216

Zum Vergrößern der Bilder bitt auf das Bild klicken.

 

 

Nun hat es ja lange unter dem Kommunismus wenig Einfluss des Volkes auf die Erungenschaften der damaligen Zeit gegeben. Um so engagierter ist die Schwenzer Dorfgemeinschaft wenn es um die Wahl des Dorfvorstehers „Soltys“ geht, der zu deutscher Zeit wohl noch Bürgermeister genannt wurde.

Nun hatte ich mich wegen dringender Termine beim DFK etwas verspätet, da war der Gemeindesaal schon überfüllt. Auch der Landrat und der Vorsitzende der Gemeinde Glatz waren zugegen und mussten ca. zwei Stunden die Fragen des Volkes beantworten.

Themen wie, wann kommt endlich die zugesagte Kanalisation, die Straßenbeleuchtung der Bushaltestelle und viele andere Themen wurden heiß diskutiert, bis endlich ein neuer Soltys und die Beisitzer für Ober – und Unterdorf gewählt werden konnten.

Nun gab es nur einen Kandidaten für den gehobenen Posten und das war der alte Soltys, der wegen seines herausragenden Engagements unumstritten war.
Deshalb war mein Vorschlag nur mit Handhebung die Wahl zu vereinfachen, aber weit gefehlt, der Demokratie muss Genüge getan werden.

Also wurde zunächst das Wahlgremium mit Vorsitzendem aus der Dorfgemeinschaft gewählt, dann Zettel für die geheime Wahl verteilt, eingesammelt und ausgezählt. Natürlich mit dem voraussehbaren Ergebnis von 100 % für unseren Karol Omachel.
Danach die gleiche Prozedur für das Oberdorf Frau …..
und das Unterdorf Frau Ulbrich, die wegen Krankheit fehlte, aber per Telefon die Wahl annahm.
So zogen sich die Abendstunden dahin mit Kaffee, Tee und Gebäck.
Niemand verließ frühzeitig den Raum bis alles diskutiert und von der Obrigkeit aus der Stadt hinreichend beantwortet war.

So ging erst zu später Stunde der Wahlabend zu Ende, wohl für alle mit zufriedenem Ausgang und dem Bewusstsein, ihrer demokratischen Pflicht gewissenhaft nachgekommen zu sein.

Bericht: Dorfbewohner Horst Ulbrich

20.2.2015

Wir gratulieren der Vorsitzenden des DFK Waldenburg, Doris Stempowska zum 80. Geburtstag.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 00:02

Pktoberf. 2012 008   SONY DSC   Pktoberf. 2012 023 Bitte Bild anklicken.

Eine der engagiertesten deutschen Frauen in Niederschlesien feierte am 17.02.2015 ihren 80. Geburtstag.
Seit der Gründung des DFK Waldenburg 1993 ist sie im Vorstand in unermüdlichem Einsatz für ihre Waldenburger Mitglieder und man kann wohl sagen, sie ist dort die Mutter der deutschen Gesellschaft.
Kümmert sie sich doch um das Wohlergehen aller, organisiert Hilfe für die Schwachen und Kranken, singt im bekannten Waldenburger Chor und organisiert auch dort Fahrten für Auftritte. Unter ihrer Federführung findet auch das jährliche Chortreffen Beati Cantores im Theater Bad Salzbrunn statt.

Als Martin Reichert vom Vorsitz 2014 zurücktrat, wurde sie auch zur Vorsitzenden des DFK Waldenburg gewählt und trägt nun noch mehr Verantwortung. Zum Glück hat auch sie kompetente Mitarbeiter, die sie helfend unterstützen.
Einige Treffen und Veranstaltungen organisieren wir vom DFK Glatz mit dem DFK Waldenburg gemeinsam. So sorgen wir Deutschen in Niederschlesien weiter für einen guten Zusammenhalt, werden wir doch alle nicht jünger.
Liebe Doris, wir Glatzer wünschen Dir zum Geburtstag alles erdenklich Gute, weiterhin viel Kraft und Gesundheit für viele Jahre.
Wir danken Dir für die gute, freundschaftliche Zusammenarbeit zum Wohle der deutschen Minderheit in Niederschlesien.

DFK Glatz
Der Vorstand

 

SONY DSC               ????????    Zum vergrößern auf die Bilder klicken.

19.2.2015

Gedenkfeier zum 108. Geburtstag des Seligen Gerhard Hirschfelder.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:47

Hirschf. 108 Jahre 002         Hirschf. 108 Jahre 005  Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Am 17.2.2015 trafen sich Mitglieder des DFK Glatz mit der Ortsgruppe DFK Kudowa im Hirschfelder – Haus.
Die Vorsitzende Frau Kynast hatte für Kuchen gesorgt und so gab es zunächst eine große Kaffeerunde mit vielen Erzählungen der deutschen Mitglieder von der polnischen und tschechischen Seite der Grenze. Auch die Termine 2015 wurden abgestimmt und weitere gemeinsame Treffen vereinbart.
Um 18 Uhr gab es dann die hl. Messe mit dem Weihbischof und mehreren Pfarrern der Diözese. Auch Professor Fitych, ein besonders aktiver Hirschfelder – Forscher nahm an der Messe teil. Er vermeldete im Anschluss Neuigkeiten zum Tode der Mutter des Seligen. Es gibt Nachforschungen, die nach ihrem Abschluss beweisen könnten, dass sie nicht Selbstmord begangen hat, sondern sie in den Tod getrieben wurde. Scheinbar gibt es aus alten Nazidokumenten Hinweise dafür. Aber die gesamte Sichtung ist noch nicht abgeschlossen.
Im Anschluss an die Messe versammelten sich alle noch einmal am Grab des Seligen Gerhard Hirschfelder zu einem kurzen Gebet.
Danach traten alle den Heimweg an, schließlich hatten viele aus Nachod in Tschechien wie auch aus Neurode und Glatz noch einen weiten Weg.
Wir sehen uns wieder beim Grillfest mit dem Chor vom DFK Waldenburg. Je nach Wetterlage am 12. oder 18. April.

Bericht Horst Ulbrich.

 

Hirschf. 108 Jahre 007          Hirschf. 108 Jahre 013

16.2.2015

Traditionsgemäß Karneval, der in Schlesien früher Fasching genannt wurde.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:29

Karneval 025     Karneval 010     Karneval 043

Zum Vergrößern Bilder anklicken.

Samstag vor Rosenmontag trafen sich die Glatzer Karnevalisten wie jedes Jahr zu einer ausgelassenen Feier in Ulbrichs Reiterstube in Schwenz, dieses Jahr von einem Organisationsteam vorbereitet. Allerdings ohne Kostüme, die bei früheren Karnevalsfeiern des DFK  zwangsweise angeordnet wurden.
Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch und gleich zu Beginn wurden die Damen mit Süßigkeiten und Küsschen begrüßt. Für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt und die Tanzfläche in der Bar immer voll. Ja, ein schon tanzwütiges Publikum hatten wir da wieder beieinander, man kennt sich nun schon seit Jahren und zu solchen Veranstaltungen kommen dann auch nur die lustigen Jecken. Für den Karneval sind halt nicht alle zu begeistern.
So feierten 42 Teilnehmer der Mitglieder des Reitvereins und Freunde ausgelassen bis gegen zwei Uhr am Morgen.

Am Tag danach gab es dann für die freiwilligen Helfer, genannt das Räumkommando, noch einige Arbeiten, um die Reiterstube wieder sauber ihrer Bestimmung zu übergeben.
Nach dem anschließenden Resteessen und vielen Gesprächen machten sich alle auf den Heimweg.

Karneval 053     Karneval 056   Karneval 026

Bericht

Horst Ulbrich

4.2.2015

Ein verdienter Schlesier feiert seinen 90. Geburtstag.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:07

DSC03787 - Kopie               DSC03755-1 - Kopie                DSC03836 - Kopie

Helmut Goebel feierte am 24. Januar 2015 im Hotel Brintrupp in Münster seinen neunzigsten Geburtstag mit über sechzig geladenen Gästen aus 8 Nationen.
Der Jubilar hatte eingeladen und von Nah und Fern waren alle Gäste gekommen. So wusste unser Helmut in seiner Begrüßungsrede von vielen gemeinsamen Erlebnissen mit seinen Gästen zu erzählen. Auch aus Moskau war der Geschäftsführer der Firma Ehrmann angereist, um Helmut noch einmal für die Hilfe bei der Milcherzeugung während seines Russlandaufenthaltes zu danken. Der Jubilar ist der Einzige, den ich kenne, der sowohl in Deutschland für seine Hilfe in der schlesischen Heimat nach dem Krieg mit dem Bundesverdienstorden als auch durch den polnischen Staatspräsidenten Komorowski mit einem polnischen Verdienstorden für die engagierte Arbeit bei der Restaurierung von 32 Denkmälern in seinem Heimatort (Niederschwedeldorf) ausgezeichnet wurde. Durch seine Arbeit – er war schon vor längerer Zeit zum 100. (!) Arbeitseinsatz in Schlesien – wurde das Dorf überregional bekannt und auch ausgezeichnet. Helmut Goebel gründete den Verein „Erzengel Michael“, der mit seinen zahlreichen Mitgliedern sein Werk der Erhaltung und Pflege der Grafschafter Denkmäler weiterführen wird. Wir sind ihm zu großem Dank verpflichtet, hat er doch viele steinerne Zeitzeugen und damit deutsches Kulturgut für viele Generationen vor dem Verfall gerettet und wieder sichtbar gemacht. Bevor die anderen Redner zu Wort kamen, bedankte sich der Jubilar für die Zusammenarbeit mit Fam. Ulbrich und überreichte ein Bild der Landschaft, wo heute der Reiterhof Ulbrich steht. Herr Ulbrich überbrachte auch Grüße und Präsente der Präsidentin der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes, Frau Theresa Bazała, und des Landtagsabgeordneten Herrn Julian Golak. Natürlich war auch sein ständiger Mitarbeiter aus Niederschwedeldorf anwesend und zeigte eine Tafel mit dem Ehrenbürger Helmut Goebel. Diese wird in seinem Heimatdorf sichtbar angebracht. Wir in Schlesien haben Helmut immer gern und mit Bewunderung unterstützt. Ach hätte es doch mehr von seiner Sorte gegeben, die nicht nur aus der Ferne die Heimat beweinen, sondern tatkräftig zupacken, um vor Ort in der Heimat Schlesien Spuren zu hinterlassen. Wir werden uns Mühe geben, in diesem Sinne weiter zu arbeiten in der Heimat unserer Eltern, die auch wieder zu unserer Heimat geworden ist.
Möge Gott unserem lieben Helmut Goebel noch viele Lebensjahre schenken. Seine Werke in der Heimat werden noch viele Generationen überdauern.

Wir alle können nur sagen:

Ein herzliches Vergelt’s Gott, lieber Helmut.

Bericht
Horst Ulbrich

 

DSC03758  DSC03789-1 - Kopie  DSC03842 - Kopie  DSC03850 - Kopie    Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

16.1.2015

Ein verdienter Schlesier gestorben.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:45

      Karl Moszner 005 - Kopie         Anz. Karl 001         Zum Vergrößern auf die Berichte klicken.

 
Karl Moszner ist am 11.1.2015 verstorben
Nachruf auf einen verdienten Schlesier.

Er hat mir einmal gesagt, das Leben währet nicht ewiglich, wir können nur Zeichen hinterlassen, dass man uns und die Heimat nicht vergisst.
Wenn das sein Vermächtnis ist, dann wollen wir es bewahren. Der DFK Glatz ist in seinem Sinne aktiv und wir geben uns Mühe, wenigstens einige deutsche Denkmäler vor dem Verfall zu retten und für viele Generationen zu erhalten.
Karl Moszner hat so viele verbindende Projekte zwischen Polen und Deutschen verwirklicht, die langfristig wirken. Er hat schon gleich nach der Wende mit anderen die Grundsteine für die Völkerverständigung und Aussöhnung zwischen beiden Staaten gelegt. Wir in der Grafschaft Glatz in Schlesien lebende, profitieren heute schon von den Erfolgen die nach 1989 begonnen wurden. Zu einer Zeit, wo viele den Wandel noch nicht erkannt hatten, ist er einer der Ersten gewesen, der die Heimat nicht nur bereist, sondern Kontakte gesucht und Menschen verbunden hat, um einen Prozess der Versöhnung zu beginnen.
Das ist ihm mit der Gründung von Partnerstädten beider Staaten in den ersten Jahren nach der Wende gelungen.

Für sein außerordentliches Engagement in Schlesien, aber auch als Kreisheimatpfleger in Thüringen, wurde er mit dem Bundesverdienstorden am Bande und dem Thüringer Verdienstorden ausgezeichnet.
Geben wir uns Mühe sein Vermächtnis zu einer Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen zu einem guten Abschluss zu bringen.

Gebe Gott ihm die ewige Ruhe.

Horst Ulbrich

22.12.2014

Weihnachten 2014 DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:25

Es war wieder ein turbulentes Jahr, aber auch erfolgreich für den Zusammenhalt der DFK – Mitglieder im Kreisverband Glatz und der neuen Ortsgruppe Kudowa.
Den Blog im Internet hat der DFK Glatz nun fest übernommen und wir werden ab dem kommenden Jahr auch weitergehende Informationen der Region dort platzieren.

Zum Glück haben wir finanziell das Jahr trotz der schlechten finanziellen Hilfe von Konsulat und Deutscher Stiftung in Oppeln gut überstanden. Aber nur, weil die heimatverbundenen Menschen in Deutschland uns mit ihrer Hilfe  so zur Seite gestanden haben.
Dafür allen ein herzliches vergelt`s Gott.

Persönlich hat mich sehr gefreut, dass wir mit den beiden Denkmalrenovierungen Zeichen der deutschen Vergangenheit in der Grafschaft für viele Generationen nach uns hinterlassen.
Auch die Hilfe für die kleine Wiktoria war erfolgreich und nach dem Fest werden wir einen neuen befestigten Weg zum Haus mit Verbundsteinen anlegen, damit sie mit dem neuen E-Rolli auch selbstständig in das Haus fahren kann. Vor Weihnachten habe ich wieder alle Kranken und Bedürftigen mit kleinen Geschenken besucht, auch mit Lebensmitteln und finanzieller Unterstützung für Medikamente, wo es nötig war. Auch wieder bei Friedel Weinhold, unserer Ehrenvorsitzenden gewesen, die nach Kopf – OP leider so schwer behindert ist. Eine Mammutaufgabe über 3 Tage und mit vielen Kilometern von Habelschwerdt bis hinter Kudowa nach Straußeney.

Samstag 20.12. noch 3 Weihnachtsfeiern erledigt, die sogar hintereinander zu bewältigen waren.
Morgens ab 11 Uhr Glühwein in der Geschäftsstelle DFK Glatz mit den Mitgliedern, die übers Jahr geholfen haben.

15 Uhr Jahresabschluss mit einigen Lokalpolitikern und kirchlichen Vertretern, auf Einladung unseres Landtagsabgeordneten Julian Golak, der nach erfolgreicher Wahl im November weiter  einen Sitz im Landtag hat.

Danach entspannt die letzte Feier der Reiter in unserer Reithalle mit Vorführungen der Kinder, die ihren Verwandten zeigen wollten, was sie gelernt haben. Ein verspäteter Nikolaus zu Pferd war auch noch da.

Das war ein bisschen Info aus dem Hause Ulbrich.

Dienstag Tanne anspitzen und aufstellen. Die Frauen sind wie immer in der Küche sooooo… beschäftigt, dass dann 3 Wochen Reste gegessen werden müssen…. wie jedes Jahr.

Allen Lesern dieser Seite ein ruhiges Weihnachtsfest, Gottes Segen und Gesundheit im Neuen Jahr.

Und bleibt der Heimat Schlesien verbunden!

Horst Ulbrich und Familie.

21.12.2014

Der Nikolaus kommt zu den Kindern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:15

DSC_0011             DSC_0015  Zum vergrößern auf die Bilder klicken.
6.12. und der Nikolaus muss zu den Kindern kommen, auch wenn der Vorsitzende des DFK Glatz mit dem Lehrerchor unterwegs in Dresden ist. Wie man sieht ist alles eine Frage der Organisation und der fleißigen Helfer.
So versammelten sich um 17 Uhr die Kinder und sangen zunächst einige Weihnachtslieder, immer wieder mit den Blicken durch das Fenster, ob der Nikolaus nicht schon in der Nähe ist. Dazu gab es Tee und Kakau mit vielen selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen der Mütter, die alle eine Kostprobe ihrer Backkünste mitgebracht hatten.
Und dann war es soweit:: es pochte und klopfte und klingelte. Zwei der Männer hatten im Flur ein ganzes Arsenal von Geräuschwerkzeugen dabei und viele Kinder erschraken doch ein wenig bei dem Getöse.
Die Tür ging auf und der Nikolaus trat ein, mit einem großen Sack und auch einer Rute. Alle Kinder wurden aus dem großen Buch namentlich aufgerufen und bekamen ihre Geschenke. Manche, deren Namen im Buch extra gekennzeichnet waren, erst nachdem sie ein Gedicht oder Lied vorgetragen hatten.
Die Rute kam dann doch nicht zum Einsatz, weil einige kleine Rocker sofort Besserung versprachen und sich wunderten, woher weiß der Nikolaus denn alles?
Ja so ein Buch ist schon eine große Hilfe und nach einem Bild mit fast allen Kindern verabschiedete sich der Nikolaus wieder.
Eine Feier wie diese ist eine Wichtige Veranstaltung, um die ganze Familie zu erreichen und auch die Kinder für den DFK zu interessieren.

Bericht

Jan Langfeld

 

DSC_0037              DSC_0047

« Newer PostsOlder Posts »

Powered by WordPress