Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

8.7.2016

70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer nach Telgte am 26. und 27. August 2016

Filed under: Allgemein — admin @ 14:00

Die 70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte findet am Freitag und Sonnabend, den 26. und 27. August 2016, statt.

Am Sonnabend (27. August) treffen sich wieder viele Hundert Heimatfreunde aus der Grafschaft Glatz. Die Predigt des Festgottesdienstes hält dieses Jahr Großdechant Prälat Franz Jung, Münster.

Wir erwarten zur 70. Wallfahrt nach Telgte noch einmal viele Teilnehmer und bitten, die Landsleute mitzubringen, die keine Fahrgelegenheit haben.

Wallfahrtsplakat 2016

Wallfahrtsplakat 2016

Das Wallfahrtsplakat 2016 finden Sie hier als PDF-Dokument (92 kb).

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.
Nähere Auskünfte erteilt das „Glatzer Büro“. Internet: http://heimatwerk.grafschaft-glatz.de

16.6.2016

Termin vormerken: Glatzer Wallfahrt nach Telgte 2016

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: — admin @ 09:00

Gnadenbild in Telgte

Bitte Termin vormerken:

70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer
zur Gnadenmutter von Telgte (Westfalen)
26. und 27. August 2016

 

Veranstalter: Heimatwerk Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur)
Quelle: www.glatzer-visitatur.de

14.6.2016

Termin vormerken: Schlesiertreffen 2017

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: — admin @ 15:00

Termin vormerken:

Das Deutschlandtreffen der Schlesier findet am 24. und 25. Juni 2017 im Hannover Congress Centrum statt.

Deutschlandtreffen der Schlesier Hannover Congress Centrum 24. und 25. Juni 2017

Deutschlandtreffen der Schlesier Hannover Congress Centrum 24. und 25. Juni 2017

Veranstalter: Landsmannschaft Schlesien, Königswinter – www.landsmannschaft-schlesien.de

2.6.2016

Vertriebene aus der Grafschaft Glatz treffen sich in Ankum

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: , — admin @ 09:00

An 70 Jahre Vertreibung aus der Heimat haben die Bewohner der Grafschaft Glatz mit einem Treffen in Ankum (Landkreis Osnabrück) am 4. und 5. Juni erinnert. Hierzu hatte die Zentralstelle Grafschaft Glatz / Schlesien e.V. als Herausgeber der Heimatzeitung Grafschafter Bote eingeladen.

Ausführliche Presseberichte sind in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) erschienen:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, hat zum Symposium „Die Traumata der Kinder der Vertreibung“ ein Grußwort veröffentlicht.

3.5.2016

Großdechant Prälat Franz Jung mit der Ehrenplakette des BdV ausgezeichnet

Filed under: Allgemein — admin @ 10:30

Beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) am 12. April 2016 in Berlin verlieh BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius die Ehrenplakette des BdV an Großdechant Prälat Franz Jung, den ehemaligen Visitator für die Gläubigen und Priester aus der Grafschaft Glatz. Das Leben und Wirken des 79-Jährigen sei seit fast sechs Jahrzehnten darauf ausgerichtet, „den Vertriebenen geistliche und menschliche Stütze zu sein“, lobte der BdV-Präsident und freute sich über das einstimmige Votum des Präsidiums zu dieser höchsten Auszeichnung des Verbandes.
Auch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel würdigte den Großdechanten für dessen deutsch-polnische Verständigungsarbeit im Bewusstsein der eigenen Geschichte.
Großdechant Jung dankte Dr. Fabritius und dem BdV für die hohe Ehrung, die er ausdrücklich als Auszeichnung aller Vertriebenen verstehe. Nach wie vor setze er sich für „ein gemeinsames Europa in geschichtlicher Wahrheit“ ein.

Ehrung von Großdechant Prälat Franz Jung mit der BdV-Ehrenplakette

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius überreicht Großdechant Prälat Franz Jung die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen. (Foto: Bildschön/BdV)

Aus der externer Link öffnet in neuem Fenster Pressemitteilung des BdV vom 15.04.2016

 

Laudatio zur Verleihung der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen an Großdechant Prälat Franz Jung
BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB

Sehr geehrter Großdechant,

es ist mir eine besondere Ehre und große Freude, Ihnen die höchste Auszeichnung unseres Verbands, die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen, überreichen zu dürfen.

Seit nunmehr fast 60 Jahren richtet sich das gesamte Wirken und Streben von Prälat Franz Jung danach aus, den Vertriebenen geistliche und menschliche Stütze zu sein. Geboren 1936 in Neundorf in der Grafschaft Glatz in Schlesien als eines von neun Kindern, wurde Franz Jung bereits als Kind 1946 mit dem schweren Schicksal der Vertreibung konfrontiert. Sein Weg führte ihn dann als Jugendlichen zur Glatzer Jugend, aus deren Mitte heraus er eine aktive, nachhaltige Vertriebenenarbeit aus tiefer Liebe zur Heimat begann, die bis heute fortdauert. Rückblickend betrachtet, hat Prälat Jung sein ganzes Leben der Seelsorge besonders der Menschen aus der Grafschaft Glatz gewidmet. Durch seine Arbeit hat er nachhaltig zur Milderung des harten Vertreibungsschicksals beigetragen.

In das Amt des Großdechanten – das ist ein Titel, den vor ihm nur wenige trugen und vermutlich nach ihm keiner mehr tragen wird – wurde er 1983 als Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung berufen. Bereits 1985 gründete er den Pastoralrat der Grafschaft Glatz. Prälat Jung war bis 1998 Mitglied der Bischofskonferenz und von 1989 bis 1999 noch Pfarrer in St. Aegidii Münster. Als besonderen Höhepunkt seiner Berufung im Dienste der Heimatvertrieben sehe ich die Seligsprechung des Glatzer Jugend-Kaplans Gerhard Hirschfelder, um die er sich lange und letztlich erfolgreich bemüht hat. Im Heimatwerk Grafschaft Glatz wird unter seiner Ägide mit Beharrlichkeit daran gearbeitet, die Identität der Heimatvertriebenen in religiösem Leben, bei Wallfahrten und Treffen kultureller Art zu bewahren. Ich erinnere an die jährlichen Wallfahrten nach Telgte und nach Werl, an denen Tausende Glatzer teilnehmen, aber auch an die Wallfahrten zu den Gnadenorten im Glatzer Land, die für die heimatverbliebenen Schlesier eine besondere Bedeutung haben. Stärkung der Glatzer Identität einerseits, Brückenbau zwischen Heimatvertriebenen und heutigen Bewohnern der ehemaligen Grafschaft andererseits: Diesen Spagat vollbringt die ehemalige Glatzer Visitatur und ihre Nachfolgeorganisation, das Heimatwerk, seit Jahrzehnten. Als Großdechant ist Prälat Franz Jung der „Oberpriester der Glatzer“.

Durch zahllose Fahrten in die Heimat, ebenso wie durch seine Besuche bei Heimattreffen und anderen Grafschafter Veranstaltungen hat Prälat Franz Jung die Verbindung zu den Grafschaftern in der Fremde gefestigt. Menschlich nahbar und geistlich den Vertriebenen ein großer Halt: Diese Eigenschaften zeichnen ihn bis heute aus!

Das Präsidium des BdV hat sich einstimmig entschieden, Sie, Großdechant Prälat Franz Jung, für Ihre jahrzehntelangen Verdienste um die Belange der deutschen Heimatvertriebenen zu ehren.

Dankesworte beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen am 12. April 2016 in der Katholischen Akademie, Berlin
Großdechant Prälat Franz Jung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Dr. Fabritius,

es macht mich schon betroffen eine solche Ehrung anzunehmen. Und ich bin ja in einem Alter, wo man so langsam in den Hintergrund tritt, aber wenn so eine Ehrung kommt, dann spüre ich, du bist für diese Leute da, die aus der Heimat vertrieben worden sind. Und das mache ich inzwischen 33 Jahre und immer noch mit viel Freude und Engagement. Bin also fast dauernd unterwegs. Und darum danke ich herzlich für dies Ehrung.

Das ist eine Ehrung aller Vertriebenen, und deswegen habe ich auch zugesagt. Ich kann nur arbeiten, wenn viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen da sind, und da habe ich eine ganze Reihe meiner Glatzer Landmannschaft in Schlesien. Bin mit den Ermländern gut verbunden, und von daher haben wir ein gutes Team. Und wenn man das nicht hat, kann man nicht arbeiten. Ich bin dankbar dafür, dass damit auch meine Landsleute und all die, die sich um Vertriebene kümmern, geehrt werden. Als ich darüber nachdachte, „Identität bewahren und auch schützen“, da fiel mir ein Wort meiner Kaplanzeit ein, in Wesel am Niederrhein. Da fand ich eine Karte: „Alle Menschen werden als Original geboren, doch die meisten sterben als Kopien.“

Das war ein Schritt, den ich ein Leben lang versucht habe zu verwirklichen, den Menschen klarzumachen, dass sie ein Original sind und nicht als Kopie sterben dürfen. Und ich hab sie gekitzelt, dass sie mit Ihrer Tätigkeit und Originalität unsere Arbeit tragen, und das hat mich selber dann bestärkt.

Ein Zweites: Heimatrecht. Bei jeder Wallfahrt, bei jedem Heimattreffen, und ich bin sehr viel noch unterwegs quer durch Deutschland und habe auch meine Missionare aus der Grafschaft Glatz besuchen dürfen, in vielen Ländern mit zwölf Missionsreisen. Immer wieder habe ich gesagt, wir müssen darauf pochen, dass das Recht auf Menschenrechte und auf Heimatrecht bestehen bleibt, und daran müssen wir arbeiten. Das tun wir auch mit der Versöhnung mit dem polnischen Nachbarvolk.

Wenn ich an die Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder denke, hat das viel Zeit und Arbeit gekostet, aber auch den Brückenschlag zu den Polen bewirkt, und das ist unsere Aufgabe, in Kirche und Gesellschaft unsere Wirklichkeit wahrzunehmen. Dass wir als Christen eine Aufgabe haben, dieses Europa mitzugestalten unter dem Sog der Bundeskanzlerin. Und das ist ja etwas, was uns Freude macht und Zuversicht gibt.

In diesem Sinne danke ich ganz herzlich nochmals für diese Auszeichnung und wünsche uns allen etwas Gutes: in Zukunft ein gemeinsames Europa in geschichtlicher Wahrheit. Daran kommen wir nicht vorbei, und das ist manchmal schmerzhaft, aber da lassen wir einfach nicht locker.

In dem Sinne herzlichen Dank auch Ihnen allen auch für diese Ehrung.

Quelle: externer Link öffnet in neuem Fenster Bericht des BdV zum Jahresempfang in der Katholischen Akademie, Berlin

Besuchen Sie auch die Internetdarstellung des Heimatwerks Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur) unter: externer Link öffnet in neuem Fenster www.glatzer-visitatur.de

Bericht erstellt von Christian Drescher, Webmaster des Heimatwerks Grafschaft Glatz

23.2.2016

Ab sofort sind wieder Kommentare möglich

Filed under: Allgemein,Neues aus Schlesien — Schlagwörter: — admin @ 19:52

Liebe Leser,

Auf Anfrage von Horst Ulbrich habe ich als technischer Betreuer am Sonntag die Kommentarfunktion wieder aktivert. Dadurch sind ab sofort wieder Kommentare von allen (auch nicht-registrierten) Lesern möglich.

Ende 2013 gab es erhebliche Probleme mit einer Unmenge von unseriösen Kommentaren (sog. SPAM) mit Werbung und anderem Unsinn. In der Testphase der ersten beiden Tage seit Sonntag habe ich auch wieder einige SPAM-Kommentare erhalten, die aber erst von mir als Moderator geprüft und freigegeben bzw. gelöscht werden müssen.

Daher kann es bei Euren/Ihren neuen Kommentaren sein, dass die manuelle Freigabe durch mich evt. 1-2 Tage dauert. Andererseits werde ich in nächster Zeit einen automatischen SPAM-Filter testen, der aber je nach Menge und Nutzung ggf. zusätzliche Kosten verursacht.

Neu ist auch die Funktion der „Automatischen Übersetzung“ (rechts oben) durch ein sog. Plugin mit der Technik von WordPress und Google-Translator. Bitte beachten Sie, dass die Texte automatisch durch ein Internetprogramm übersetzt werden und daher nicht fehlerfrei sein können!

Viel Spaß im überarbeiteten Blog der Grafschaft Glatz (Schlesien) und herzlichen Dank an unseren fleißigen „Schreiber“ Horst Ulbrich.

Beste Grüße von
Christian Drescher

25.7.2014

Bilder durch technisches Problem leider verschwunden

Filed under: Allgemein,Neues aus Schlesien — admin @ 17:16

Liebe Leser,

durch ein technisches Problem sind die meisten Bilder (von März 2013 bis Mai 2014) leider aus dem BLOG verschwunden.

Womöglich ist bei einer automatischen Aktualisierung durch den Provider etwas schief gegangen.

Für das BLOG und auch für die Website www.grafschaft-glatz.de sind durch einen alten, günstigen Web-Hosting-Tarif in nächster Zeit vermutlich auch andere Neuerungen erforderlich, weil einige alte Funktionen (z.B. Gästebuch/Forum) in der Website bald nicht mehr angeboten werden, die veraltet und dadurch „unsicher“ geworden sind.

Ich bitte um Verständnis und etwas Geduld!

Christian Drescher
(Tech. Administrator)

16.7.2014

Goldenes Priesterjubiläum unseres Großdechanten.

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 06:57
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Die gut gefüllte Halle in Hiltrup

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Auftritt Glatzer Chor

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Abordnung aus der schlesischen Heimat

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Grafschaft Glatzer Großdechant Prälat Franz Jung beging sein Goldenes Priesterjubiläum

Feier mit dem Grafschafter Gottesvolk am 28. Juni 2014 in Münster-Hiltrup

Die Einladung richtete sich an „alle Landsleute und uns Verbundene“, nahe 600 folgten ihr. Viele stammten offenbar noch von der Erlebnisgeneration der Vertreibung aus dem Jahre 1946. Zum Silberjubiläum reisten vor 25 Jahren etwa 1000 Gratulanten an, jetzt nur mehr gut die Hälfte. Leider leicht erklärbar: Viele wurden bekanntermaßen durch leidvolle Altersgebrechen an der Mitfeier gehindert, aber auch der Tod hielt inzwischen reiche Beute!
Damals mischte sich der polnische Pfarrer Stefan Witczak – „Kruszynka“ – aus Neugersdorf, ein brüderlicher Freund des Großdechanten, unter die Festgäste, von vielen mißtrauisch beäugt. Er verstarb leider bereits vor acht Jahren. Heute ist die Teilnahme eines polnischen Amtsbruders oder anderer polnischer Gäste eine unauffällige Alltäglichkeit. Diesen positiven Wandel darf sich der Jubilar aufgrund seines jahrzehntelangen Bemühens um Vertrauen und Aussöhnung persönlich zurechnen!
Besondere Auszeichnungen
1983 konnte Pfarrer Franz Jung den weltweit einmaligen Titel „Großdechant“ übernehmen.
1984 bekam er die Würdigung als „Päpstlicher Ehrenprälat“ und 1990 als „Apostolischer Protonotar“, die höchste Stufe des Prälatentitels.
Er wurde mit dem „Grafschafter Ehrenteller“, dem „Schlesierkreuz“ und mit der höchsten Ehrung des Stammes, dem „Schlesierschild“, gewürdigt.
Die Bundesrepublik Deutschland verlieh ihm 2001 im Rathaus zu Münster das „Bundesverdienstkreuz am Bande“.
Von polnischer Seite ehrte man ihn mit dem Orden „Pro emeritus“ der „Stiftung zur Erneuerung der Region Neurode“, und Bischof Ignacy Dec überreichte ihm den höchsten kirchlichen Orden der Diözese Schweidnitz, das vergoldete „Stanislaus-Kreuz“ aus Silber.

Die kirchliche Feier

Etwa 600 Festgäste versammelten sich um 10.30 Uhr in der St.-Clemens-Kirche in Münster-Hiltrup zu einem feierlichen Dankgottesdienst. Beim würdevollen Einzug mit einstimmendem festlichem Orgelspiel wurden vier Fahnen vorangetragen: Mit dem Bildnis des Arnestus von Pardubitz, dem des Seligen Gerhard Hirschfelder, eine der „Jungen Grafschaft“ und eine der KAB, der „Katholischen Arbeitnehmerbewegung“. Mehr als 50 Priester, Diakone und Konsistorialräte in schwarz-roten Talaren mit dem roten Zingulum sowie eine größere Zahl an Ordensleuten bildeten mit den Meßdienern/innen einen farbenprächtigen Zug. Besondere Beachtung fanden dabei der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn, der aus der Grafschaft stammende frühere Nuntius Dr. Erwin Ender aus Rom und schließlich Prälat Jung im leuchtend roten Meßgewand, das er vor 50 Jahren zu seiner Primiz von der „Jungen Grafschaft“ geschenkt erhielt!
Der Grafschafter Chor unter dem Dirigat von Georg Jaschke und das Orchester unter der Leitung von Mona Veit intonierten mit spürbarer Begeisterung Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei aus der lateinischen Festmesse in C-Dur von Ignaz Reimann aus Albendorf und das „Ave Maria“ von Josef Güttler aus Hain. Zum Abschluß sangen Chor und Gemeinde im Wechsel das altvertraute Heimatlied „Über die Berge schallt …“!

Die weltliche Feier

Unter den Gratulanten waren viele Ehrengäste aus Politik und Kirche. Grafschafter aus ganz Deutschland kamen zu dem Jubiläum, so wie Mitglieder des DFK Glatz und Gäste aus Schlesien.
Nach einem gemeinsamen Imbiß mit einer schmackhaften Suppe startete in der Hiltruper Stadthalle unter der gekonnten Moderation von Michael Güttler ein buntes Festprogramm. Zu Beginn herzliche Worte der Begrüßung unseres Großdechanten.
Danach spielte das zehnköpfige Streichorchester mit einem Marsch aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Auch die angereiste Familie des Großdechanten, der bekannte Grafschafter Chor und nicht zu vergessen der Grafschafter Poet, Erhard Gertler trugen zu einem bunten Programm bei.

Dankesworte zum Abschluß der Jubiläumsfeier

Michael Güttler beschloß seine Moderation mit einer persönlichen Anmerkung. Er sei bei der Priesterweihe vor 50 Jahren dabei gewesen, und sie habe einen anhaltenden Eindruck bei ihm hinterlassen. „Du warst und bist für uns ein Segen!“ Michael Güttler arbeitet seit Jahrzehnten in verschiedenen Gremien – so im früheren Pastoralrat, jetzt im Vorstand des Heimatwerks – eng und zuverlässig mit dem Großdechanten zusammen.

Blick nach vorn

Der Großdechant steckt noch immer voll und unermüdlich in seinem Tätigkeitsbereich. Seine Leistungsbereitschaft ist nach wie vor – trotz zwischenzeitlicher Erkrankungen – ungebrochen. Er richtet den Blick voll Zuversicht auf sein diamantenes Jubiläum: Wer solch optimistische Gedanken hegt, der wird nicht im Lehnsessel verharren!

Günther Gröger, Altgersdorf

Nachtrag: Der Bericht musste leider auf das Internetmaß gekürzt werden.

Horst Ulbrich

 

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Nach dem Gottesdienst, Treffen am Gemeindehaus

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Viel Spaß beim Auftritt seiner großen Familie

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Viele Gratulanten auch am nächsten Tag

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

15.4.2013

Dieses BLOG wurde leider Opfer von Hacker-Angriffen

Filed under: Allgemein — admin @ 14:44

In den letzten Tagen wurde dieses BLOG der Grafschaft Glatz leider ein Opfer von Hacker-Angriffen mit zahlreichen SPAM-Kommentaren und Trackbacks.

Daher ist leider die automatische Registrierung nicht mehr möglich. Auch mussten die bisher registrierten Leser leider weitgehend gelöscht werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

12.12.2012

Gerhart Hauptmann, schlesischer Nobelpreisträger

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 21:05

Der schlesische Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann wurde im November 1862, also vor 150 Jahren  in Ober Salzbrunn geboren. Dass Hauptmann nicht vergessen ist, beweisen Gedenkfeiern unter anderem im Gasteig München und in der Staatsbibliothek in Berlin . Der deutsche Generalkonsul in Breslau, Dr. Gottfried Zeitz,  und der Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Niederschlesien e.V. haben  aus Anlass des 150. Geburtstages des Schriftstellers zu einer Festveranstaltung eingeladen. Die Festrede hielt Prof. Dr. hab Wojciech Kunicki, ein bekannter polnischer Germanist.  Im Rahmen der Feier wurde zudem der Film „Gerhart Hauptmann – Nobelpreisträger aus dem Riesengebirge“ uraufgeführt. Außerdem hat  das offizielle Deutschland eine Sonderbriefmarke und einer 10 Euro Sondermünze zu Ehren Hauptmanns ausgegeben.

Die Literaturszene in Deutschland hat um den Jahrestag freilich nicht besonders viel Aufhebens gemacht. Hauptmann ist also nicht vergessen, aber ein bisschen aus der Mode gekommen.  Leider war es mir nicht möglich, in Breslau dabei zu sein. Aber die Einladung hat genügt, um meine Erinnerung an den Dichter aufzufrischen. Und so habe ich den „Bahnwärter Thiel“, „Die Weber“ und den „Biberpelz“, Lektüren aus längst vergangenen Zeiten im Gymnasium, aus dem Bücherschrank hervorgekramt und an einigen Abenden mit wachsendem Interesse darin geschmökert.

Nun bin ich kein Experte, kein Germanist, der sich  mit den literarischen Qualitäten des Hauptmannschen Werkes auseinandersetzen oder gar ein Urteil über dessen literarischen Rang erlauben kann. Zu Hauptmann, seinem Leben und der Rezeption seines Oevres haben sich viele kompetente Experten, auch kritisch, geäußert. Mit Schiller („Wallensteins Lager“) könnte man auch von Hauptmann sagen: „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte“. Das mögen einige kontroverse Zitate unter Beweis stellen:

So schreibt Hans von der Hülsen im Nachwort zum „Bahnwärter Thiel“ (Reclam, Stuttgart, 1965, Seite 51, 58): „Es würde unseres Volkes wahrhaft würdig sein, wenn es seine großen Dichter geruhig am sausenden Webstuhl der Zeit der Gottheit lebendiges Kleid weben ließe, ohne sie in das Prokrustesbett einer mehr oder minder künstlichen Beziehung zur „Zeit“ zu zwängen, wie das im Falle Hauptmann in der Ära des kaiserlichen Deutschland und in der nachfolgenden Zeit und auch nach seinem Tod allzu oft versucht wurde.“ Und weiter: „So meinen wir, dass heute, vier Jahrzehnte später, Hauptmanns Werk längst in die Liebe der Nation gebettet ist, in der es sicher ruht, wie die großen Schätze deutscher Dichtung seit ihrem Anbeginn bis auf unsere Tage.“

Differenziert äußern sich andere Autoren, so Golo Mann (Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, S. Fischer Verlag, 19. Auflage der Sonderausgabe, Frankfurt am Main, 1987, Seite, 571)

„…..so durchlebte Gerhart Hauptmann die Periode Wilhelms II. von Anfang bis zu Ende, und dann noch die republikanische, und dann noch eine andere, und fand in jeder wohl oder übel seinen Platz. Unter den Hohenzollern war er Gegner gewesen, jetzt war er der König der Literatur. Und das muss man sagen, dass die imposante Gestalt des Dramatikers dem Volk ungleich näher stand als der französisierende Romancier (Heinrich Mann), der die Deutschen belehrte, ohne sie leiden zu können. Darin, vor allem, heimelte Hauptmann seine Landsleute an, dass er im Grund unpolitisch war, ein Dichter, der seine Sache aufs Fühlen und Gestalten, nicht aufs scharfe Denken gestellt hatte. Das Leid der Armen, Zertretenen hatte sein Mitleid zum Klingen gebracht, mitunter, im historischen Schauspiel, sogar das leidige Schicksal der Nation. Jetzt war er alt und hatte sein bestes Werk getan; ließ sich`s aber gefallen, der Dichterfürst der Republik zu sein und bei ihren Staatsakten sein majestätisches Haupt zu zeigen. Als es mit ihr zur Neige ging, schwieg er; als sie es nicht mehr gab, kam er wohl ohne sie und erträglich aus mit ihren Mördern.“

Noch kritischer schreibt Gordon A. Craig (Deutsche Geschichte 1866 – 1945, C.H. Beck, München, 2. Auflage 1999, Seite 694):

„Aber keine Zwangslage vermag zu erklären, warum Männer wie Gerhart Hauptmann und Carl Schmitt, Martin Heidegger und Gottfried Benn, die eine anerkannte Stellung innehatten und breites Ansehen genossen, freiwillig zum Nationalsozialismus überschwenkten und damit den Propagandisten der Partei ein Argument gegen jene lieferten, die dem Regime vorhielten, es werde von den besten Köpfen und den bedeutendsten Künstlern des Landes abgelehnt…… Man möchte argwöhnen, dass Hauptmann, gleich, welche Regierung 1933 an die Macht gekommen wäre, Anlass gefunden hätte, ihr seine Unterstützung anzubieten. Aus dem hageren jungen Radikalen von 1890, der mit seinem Stück „Die Weber“ das Publikum schockiert und aufgerüttelt hatte, war mit den Jahren eine gewichtige und etablierte gesellschaftliche Figur geworden; stolz auf seine vermeintliche Ähnlichkeit mit dem größten Dichter Deutschlands, die er auf jede erdenkliche Weise herauszustreichen versuchte.“

Ich bin nur ein Amateur, das heißt Liebhaber  der Literatur.  Deshalb scheue ich mich,  die Aussagen der Gelehrten zu kommentieren. Nur so viel: Mir scheint, die Werke der Literatur und anderer Künste sollte man, zumindest gedanklich, von den Urhebern trennen. Ein Gedicht von Bert Brecht, Gottfried Benn oder Stefan George wirkt durch sich selbst. Es gibt nur gute oder schlechte Gedichte. Der sie schrieb, mag was immer gewesen sein. Mir sind gute Gedichte von Autoren, die ich politisch oder persönlich ablehne, lieber als schlechte Gedichte von Dichtern, mit denen ich in Fragen der Politik oder Moral übereinstimme. Jetzt aber Schluss mit „Lieschen Müller“- Literaturkritik. Ich kann im Weiteren nur höchst subjektiv berichten, was Hauptmann und seine Werke für mich bedeuten. Die Tatsache zum Beispiel, dass mir  in der Schule beim damals noch selbstverständlichen Lesen der Novellen und Dramen Gerhart Hauptmanns zum ersten Mal meine schlesische Herkunft richtig bewusst wurde. Mein Vater, der aus Niederschlesien stammt, hat  begeistert reagiert, als ich ihm über die Schullektüre berichtete, was bei meiner sonstigen Lektüre, Karl May und Agatha Christie, nicht unbedingt der Fall war. Er kannte ganze Passagen aus dem Biberpelz auswendig und  erzählte dann viel aus seiner Jugendzeit, über das Riesengebirge, Liegnitz und Breslau. Und dann zählte er alle schlesischen Kurorte auf, die er kannte, darunter natürlich auch Bad Salzbrunn, den Geburtsort von Hauptmann. So hat der Schriftsteller dazu beigetragen, dass ich seit dieser Zeit meine schlesische Herkunft nicht mehr vergessen habe.

Die Geschichte des Bahnwärter Thiel, der seine zweite Frau und das gemeinsame Kind tötete, weil sein geliebter, erster Sohn aus der Ehe mit der verstorbenen ersten Frau wegen der Unachtsamkeit der Frau vom Zug überfahren wurde,  habe ich damals sicher nicht verstanden. Heute weiß ich, zu welchen Verzweiflungstaten Menschen fähig sein können, wenn sie ihrem Leidensdruck nicht mehr gewachsen sind.

Der Biberpelz ist mir vor allem als Hörspiel mit Therese Giehse als Mutter Wolffen in Erinnerung. Meinem damals rebellischen Geist hat besonders gefallen, dass in der Komödie die staatliche Autorität die Eigentumsordnung nicht durchsetzt sondern frecher Mutterwitz siegt. So etwas beeindruckt einen Jugendlichen, der ich damals war, und der Siege über das „Establishment“ gern  gesehen hat.

Der realen Vorkommnissen im Schlesien des 19. Jahrhunderts recht nahe Text  im Drama  „Die Weber“ hat mir in dieser Zeit gefallen, weil ich ihn als Aufruf zum Wiederaufleben der 1848 gescheiterten Revolution interpretiert habe. Das schien mir in die 60ger Jahre des 20. Jahrhunderts zu passen, worin ich mich gründlich geirrt habe. Heute berührt mich vor allem  ein Satz aus diesem Stück: „A jeder Mensch hat halt ne Sehnsucht“, der auch in den Rand der bereits genannten Sondermünze eingeprägt ist.

Wegen dieser Erinnerungen schätze ich Gerhart Hauptmann auch heute noch. Ich bin nach Agnetendorf gefahren, ich war an seinem Grab in Hiddensee. Ich war bestürzt, als ich las (Als die Deutschen weg waren, Rowohlt, Reinbek, 2007), dass polnische Milizionäre schon kurz nach seinem Sterben ihre Genugtuung über seinen Tod auf einer Demonstration kundtaten. Umso mehr freut es mich, dass heute in Bad Salzbrunn ein Platz nach ihm benannt ist. Hauptmann soll unmittelbar vor seinem Tod in Agnetendorf noch gefragt haben: „Bin ich noch in meinem Haus?“ Allen Lesern wünsche ich, dass sie auf diese Frage immer antworten können: „Ja, ich bin in meinem Haus, in meiner Heimat.“

Glatz, den 06.12.2012
Hermann Handlos

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