Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

1.6.2017

Buchbesprechung „Neubeginn in der Fremde“

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 16:20

Lesebuch zur Grafschaft Glatz

Horst-Alfons Meißner (Hrsg.): Neubeginn in der Fremde – Vertriebene aus der Grafschaft Glatz in Schlesien nach 1946. Verlag Aschendorff, Münster 2016, 505 S.

Es ist unvergesslich: Ein Bus mit den deutschen Visitatoren der Vertriebenenseelsorge und ihren Mitarbeitern fährt auf den elterlichen Bauernhof des Großdechanten Franz Jung in Gläsendorf/Szklarnia in der ehemaligen Grafschaft Glatz. Aus dem Haus kommt der im Mittagschlaf aufgestörte heutige polnische Besitzer, ein Hüne. Er umarmt den körperlich nicht gerade großen Prälaten. Welch ein Beispiel von langer Bekanntschaft, Versöhnung nach der Vertreibung! Natürlich zeigt der Großdechant die Stätten seiner Kindheit. Im August 1946 hatte seine Familie ihren Hof, auf dem sie seit vielen Generationen ansässig war, den Polen übergeben müssen. Das etwa vier Meter hohe Kreuz in der Nähe des Hofes wurde 2004 vom polnischen Pfarrer und dem Großdechanten gemeinsam eingeweiht.

Den 80. Geburtstag von Franz Jung Ende 2016 nahm der Kirchenhistorische Arbeitskreis der Grafschatz Glatz zum Anlass, in 29 Beiträgen – allein neun hat Horst-Alfons Meißner übernommen – die Geschichte der Glatzer, vor allem ihren Neubeginn nach der Vertreibung vorzustellen. Es versteht sich von selbst, dass der Titel „Großdechant“, der weltweit einmalig in der katholischen Kirche geführt werden darf, erklärt wird: In dem von Deutschen bewohnten östlichsten Teil des Erzbistums Prag trugen die Dechanten seit 1810 den Titel Großdechant und waren zugleich Generalvikare. 1918 wurde das zusätzlich wichtig, weil das Erzbistum nun zugleich in Deutschland und der Tschechoslowakei lag. Prälat Jung ist vermutlich der letzte Träger dieses Ehrentitels.

Das „Lesebuch“ zur Grafschatz Glatz ist mit wissenschaftlicher Gründlichkeit erarbeitet, viele Fußnoten weisen darauf hin. Deutlich wird, wie oft der Großdechant inzwischen in seiner Heimat war und erfolgreich daran mitarbeitete, den Hass zu überwinden. Höfliche Zurückhaltung in Bezug auf die Nachkriegsereignisse kennt das Buch nicht. Nur die Wahrheit konnte den Weg zur Versöhnung freimachen. So wird zitiert, wie auch der polnische Klerus zur Beseitigung von allem, was an die Deutschen erinnerte, ermunterte. Nach der Wende wurden etwa 400 Kirchen und Denkmäler – mit manchem Geld aus Deutschland – von den ehemaligen und den heutigen Bewohnern der Grafschaft, dieses kleinen Teils von Schlesien im Gebirgsbecken der Sudeten, gemeinsam wieder aufgebaut oder restauriert.

Manfred Spata hat Ort für Ort – dabei auch die heutigen polnischen Namen angeführt – aufgelistet, was in deutsch-polnischer Zusammenarbeit dem Untergang entrissen wurde.

In diesen Zusammenhang gehört auch der Bericht von Heinz-Peter Keuten, der als Rückwanderer mit deutschen Examina in die Region seiner Vorfahren ging und dort als polnisch verbeamteter Lehrer tätig ist. Anderthalb Jahre ließ sich die polnische Regierung allerdings Zeit, bis sie dem Antrag auf ständigen Aufenthalt in der Grafschaft und Hauserwerb stattgab.

Der Historiker Michael Hirschfeld – durch knapp zwanzig Publikationen ausgewiesener Kenner der Grafschaft – verdeutlicht mit seinem Artikel über Grafschafter im Oldenburger Land den Neubeginn nach dem Kriege bei zum Teil konfessioneller Verschiedenheit. Die Familie Jung, die sich in Westfalen eine neue Landwirtschaft erarbeitete, ist ein überzeugendes Beispiel für Tatkraft und Arbeitswillen. Selbst die Wiederbelebung des „Glatzer Gebirgs-Vereins“ hat ihren Autor in diesem vielfältigen Geschichtswerk gefunden. Freud und Leid des Deutschen Freundschaftskreis (DFK) haben ebenso ihren Platz wie berühmt gewordene Grafschafter. Zwei deutsch-polnische Stiftungen beantworten mit dem „Haus Glatzer Bergland“ in Lüdenscheid die Frage: „Was soll von uns bleiben?“ Die „Kaplan-Gerhard-Hischfelder-Stiftung“ widmet sich der Pflege des kulturellen und religiösen Erbes der Grafschaft.

Norbert Matern (KK)

Ins Internet gestellt.

Horst Ulbrich

8.7.2016

70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer nach Telgte am 26. und 27. August 2016

Filed under: Allgemein — admin @ 14:00

Die 70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte findet am Freitag und Sonnabend, den 26. und 27. August 2016, statt.

Am Sonnabend (27. August) treffen sich wieder viele Hundert Heimatfreunde aus der Grafschaft Glatz. Die Predigt des Festgottesdienstes hält dieses Jahr Großdechant Prälat Franz Jung, Münster.

Wir erwarten zur 70. Wallfahrt nach Telgte noch einmal viele Teilnehmer und bitten, die Landsleute mitzubringen, die keine Fahrgelegenheit haben.

Wallfahrtsplakat 2016

Wallfahrtsplakat 2016

Das Wallfahrtsplakat 2016 finden Sie hier als PDF-Dokument (92 kb).

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.
Nähere Auskünfte erteilt das „Glatzer Büro“. Internet: http://heimatwerk.grafschaft-glatz.de

16.6.2016

Termin vormerken: Glatzer Wallfahrt nach Telgte 2016

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: — admin @ 09:00

Gnadenbild in Telgte

Bitte Termin vormerken:

70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer
zur Gnadenmutter von Telgte (Westfalen)
26. und 27. August 2016

 

Veranstalter: Heimatwerk Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur)
Quelle: www.glatzer-visitatur.de

14.6.2016

Termin vormerken: Schlesiertreffen 2017

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: — admin @ 15:00

Termin vormerken:

Das Deutschlandtreffen der Schlesier findet am 24. und 25. Juni 2017 im Hannover Congress Centrum statt.

Deutschlandtreffen der Schlesier Hannover Congress Centrum 24. und 25. Juni 2017

Deutschlandtreffen der Schlesier Hannover Congress Centrum 24. und 25. Juni 2017

Veranstalter: Landsmannschaft Schlesien, Königswinter – www.landsmannschaft-schlesien.de

2.6.2016

Vertriebene aus der Grafschaft Glatz treffen sich in Ankum

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: , — admin @ 09:00

An 70 Jahre Vertreibung aus der Heimat haben die Bewohner der Grafschaft Glatz mit einem Treffen in Ankum (Landkreis Osnabrück) am 4. und 5. Juni erinnert. Hierzu hatte die Zentralstelle Grafschaft Glatz / Schlesien e.V. als Herausgeber der Heimatzeitung Grafschafter Bote eingeladen.

Ausführliche Presseberichte sind in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) erschienen:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, hat zum Symposium „Die Traumata der Kinder der Vertreibung“ ein Grußwort veröffentlicht.

3.5.2016

Großdechant Prälat Franz Jung mit der Ehrenplakette des BdV ausgezeichnet

Filed under: Allgemein — admin @ 10:30

Beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) am 12. April 2016 in Berlin verlieh BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius die Ehrenplakette des BdV an Großdechant Prälat Franz Jung, den ehemaligen Visitator für die Gläubigen und Priester aus der Grafschaft Glatz. Das Leben und Wirken des 79-Jährigen sei seit fast sechs Jahrzehnten darauf ausgerichtet, „den Vertriebenen geistliche und menschliche Stütze zu sein“, lobte der BdV-Präsident und freute sich über das einstimmige Votum des Präsidiums zu dieser höchsten Auszeichnung des Verbandes.
Auch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel würdigte den Großdechanten für dessen deutsch-polnische Verständigungsarbeit im Bewusstsein der eigenen Geschichte.
Großdechant Jung dankte Dr. Fabritius und dem BdV für die hohe Ehrung, die er ausdrücklich als Auszeichnung aller Vertriebenen verstehe. Nach wie vor setze er sich für „ein gemeinsames Europa in geschichtlicher Wahrheit“ ein.

Ehrung von Großdechant Prälat Franz Jung mit der BdV-Ehrenplakette

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius überreicht Großdechant Prälat Franz Jung die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen. (Foto: Bildschön/BdV)

Aus der externer Link öffnet in neuem Fenster Pressemitteilung des BdV vom 15.04.2016

 

Laudatio zur Verleihung der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen an Großdechant Prälat Franz Jung
BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB

Sehr geehrter Großdechant,

es ist mir eine besondere Ehre und große Freude, Ihnen die höchste Auszeichnung unseres Verbands, die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen, überreichen zu dürfen.

Seit nunmehr fast 60 Jahren richtet sich das gesamte Wirken und Streben von Prälat Franz Jung danach aus, den Vertriebenen geistliche und menschliche Stütze zu sein. Geboren 1936 in Neundorf in der Grafschaft Glatz in Schlesien als eines von neun Kindern, wurde Franz Jung bereits als Kind 1946 mit dem schweren Schicksal der Vertreibung konfrontiert. Sein Weg führte ihn dann als Jugendlichen zur Glatzer Jugend, aus deren Mitte heraus er eine aktive, nachhaltige Vertriebenenarbeit aus tiefer Liebe zur Heimat begann, die bis heute fortdauert. Rückblickend betrachtet, hat Prälat Jung sein ganzes Leben der Seelsorge besonders der Menschen aus der Grafschaft Glatz gewidmet. Durch seine Arbeit hat er nachhaltig zur Milderung des harten Vertreibungsschicksals beigetragen.

In das Amt des Großdechanten – das ist ein Titel, den vor ihm nur wenige trugen und vermutlich nach ihm keiner mehr tragen wird – wurde er 1983 als Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung berufen. Bereits 1985 gründete er den Pastoralrat der Grafschaft Glatz. Prälat Jung war bis 1998 Mitglied der Bischofskonferenz und von 1989 bis 1999 noch Pfarrer in St. Aegidii Münster. Als besonderen Höhepunkt seiner Berufung im Dienste der Heimatvertrieben sehe ich die Seligsprechung des Glatzer Jugend-Kaplans Gerhard Hirschfelder, um die er sich lange und letztlich erfolgreich bemüht hat. Im Heimatwerk Grafschaft Glatz wird unter seiner Ägide mit Beharrlichkeit daran gearbeitet, die Identität der Heimatvertriebenen in religiösem Leben, bei Wallfahrten und Treffen kultureller Art zu bewahren. Ich erinnere an die jährlichen Wallfahrten nach Telgte und nach Werl, an denen Tausende Glatzer teilnehmen, aber auch an die Wallfahrten zu den Gnadenorten im Glatzer Land, die für die heimatverbliebenen Schlesier eine besondere Bedeutung haben. Stärkung der Glatzer Identität einerseits, Brückenbau zwischen Heimatvertriebenen und heutigen Bewohnern der ehemaligen Grafschaft andererseits: Diesen Spagat vollbringt die ehemalige Glatzer Visitatur und ihre Nachfolgeorganisation, das Heimatwerk, seit Jahrzehnten. Als Großdechant ist Prälat Franz Jung der „Oberpriester der Glatzer“.

Durch zahllose Fahrten in die Heimat, ebenso wie durch seine Besuche bei Heimattreffen und anderen Grafschafter Veranstaltungen hat Prälat Franz Jung die Verbindung zu den Grafschaftern in der Fremde gefestigt. Menschlich nahbar und geistlich den Vertriebenen ein großer Halt: Diese Eigenschaften zeichnen ihn bis heute aus!

Das Präsidium des BdV hat sich einstimmig entschieden, Sie, Großdechant Prälat Franz Jung, für Ihre jahrzehntelangen Verdienste um die Belange der deutschen Heimatvertriebenen zu ehren.

Dankesworte beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen am 12. April 2016 in der Katholischen Akademie, Berlin
Großdechant Prälat Franz Jung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Dr. Fabritius,

es macht mich schon betroffen eine solche Ehrung anzunehmen. Und ich bin ja in einem Alter, wo man so langsam in den Hintergrund tritt, aber wenn so eine Ehrung kommt, dann spüre ich, du bist für diese Leute da, die aus der Heimat vertrieben worden sind. Und das mache ich inzwischen 33 Jahre und immer noch mit viel Freude und Engagement. Bin also fast dauernd unterwegs. Und darum danke ich herzlich für dies Ehrung.

Das ist eine Ehrung aller Vertriebenen, und deswegen habe ich auch zugesagt. Ich kann nur arbeiten, wenn viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen da sind, und da habe ich eine ganze Reihe meiner Glatzer Landmannschaft in Schlesien. Bin mit den Ermländern gut verbunden, und von daher haben wir ein gutes Team. Und wenn man das nicht hat, kann man nicht arbeiten. Ich bin dankbar dafür, dass damit auch meine Landsleute und all die, die sich um Vertriebene kümmern, geehrt werden. Als ich darüber nachdachte, „Identität bewahren und auch schützen“, da fiel mir ein Wort meiner Kaplanzeit ein, in Wesel am Niederrhein. Da fand ich eine Karte: „Alle Menschen werden als Original geboren, doch die meisten sterben als Kopien.“

Das war ein Schritt, den ich ein Leben lang versucht habe zu verwirklichen, den Menschen klarzumachen, dass sie ein Original sind und nicht als Kopie sterben dürfen. Und ich hab sie gekitzelt, dass sie mit Ihrer Tätigkeit und Originalität unsere Arbeit tragen, und das hat mich selber dann bestärkt.

Ein Zweites: Heimatrecht. Bei jeder Wallfahrt, bei jedem Heimattreffen, und ich bin sehr viel noch unterwegs quer durch Deutschland und habe auch meine Missionare aus der Grafschaft Glatz besuchen dürfen, in vielen Ländern mit zwölf Missionsreisen. Immer wieder habe ich gesagt, wir müssen darauf pochen, dass das Recht auf Menschenrechte und auf Heimatrecht bestehen bleibt, und daran müssen wir arbeiten. Das tun wir auch mit der Versöhnung mit dem polnischen Nachbarvolk.

Wenn ich an die Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder denke, hat das viel Zeit und Arbeit gekostet, aber auch den Brückenschlag zu den Polen bewirkt, und das ist unsere Aufgabe, in Kirche und Gesellschaft unsere Wirklichkeit wahrzunehmen. Dass wir als Christen eine Aufgabe haben, dieses Europa mitzugestalten unter dem Sog der Bundeskanzlerin. Und das ist ja etwas, was uns Freude macht und Zuversicht gibt.

In diesem Sinne danke ich ganz herzlich nochmals für diese Auszeichnung und wünsche uns allen etwas Gutes: in Zukunft ein gemeinsames Europa in geschichtlicher Wahrheit. Daran kommen wir nicht vorbei, und das ist manchmal schmerzhaft, aber da lassen wir einfach nicht locker.

In dem Sinne herzlichen Dank auch Ihnen allen auch für diese Ehrung.

Quelle: externer Link öffnet in neuem Fenster Bericht des BdV zum Jahresempfang in der Katholischen Akademie, Berlin

Besuchen Sie auch die Internetdarstellung des Heimatwerks Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur) unter: externer Link öffnet in neuem Fenster www.glatzer-visitatur.de

Bericht erstellt von Christian Drescher, Webmaster des Heimatwerks Grafschaft Glatz

23.2.2016

Ab sofort sind wieder Kommentare möglich

Filed under: Allgemein,Neues aus Schlesien — Schlagwörter: — admin @ 19:52

Liebe Leser,

Auf Anfrage von Horst Ulbrich habe ich als technischer Betreuer am Sonntag die Kommentarfunktion wieder aktivert. Dadurch sind ab sofort wieder Kommentare von allen (auch nicht-registrierten) Lesern möglich.

Ende 2013 gab es erhebliche Probleme mit einer Unmenge von unseriösen Kommentaren (sog. SPAM) mit Werbung und anderem Unsinn. In der Testphase der ersten beiden Tage seit Sonntag habe ich auch wieder einige SPAM-Kommentare erhalten, die aber erst von mir als Moderator geprüft und freigegeben bzw. gelöscht werden müssen.

Daher kann es bei Euren/Ihren neuen Kommentaren sein, dass die manuelle Freigabe durch mich evt. 1-2 Tage dauert. Andererseits werde ich in nächster Zeit einen automatischen SPAM-Filter testen, der aber je nach Menge und Nutzung ggf. zusätzliche Kosten verursacht.

Neu ist auch die Funktion der „Automatischen Übersetzung“ (rechts oben) durch ein sog. Plugin mit der Technik von WordPress und Google-Translator. Bitte beachten Sie, dass die Texte automatisch durch ein Internetprogramm übersetzt werden und daher nicht fehlerfrei sein können!

Viel Spaß im überarbeiteten Blog der Grafschaft Glatz (Schlesien) und herzlichen Dank an unseren fleißigen „Schreiber“ Horst Ulbrich.

Beste Grüße von
Christian Drescher

25.7.2014

Bilder durch technisches Problem leider verschwunden

Filed under: Allgemein,Neues aus Schlesien — admin @ 17:16

Liebe Leser,

durch ein technisches Problem sind die meisten Bilder (von März 2013 bis Mai 2014) leider aus dem BLOG verschwunden.

Womöglich ist bei einer automatischen Aktualisierung durch den Provider etwas schief gegangen.

Für das BLOG und auch für die Website www.grafschaft-glatz.de sind durch einen alten, günstigen Web-Hosting-Tarif in nächster Zeit vermutlich auch andere Neuerungen erforderlich, weil einige alte Funktionen (z.B. Gästebuch/Forum) in der Website bald nicht mehr angeboten werden, die veraltet und dadurch „unsicher“ geworden sind.

Ich bitte um Verständnis und etwas Geduld!

Christian Drescher
(Tech. Administrator)

16.7.2014

Goldenes Priesterjubiläum unseres Großdechanten.

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 06:57
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Die gut gefüllte Halle in Hiltrup

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Auftritt Glatzer Chor

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Abordnung aus der schlesischen Heimat

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Grafschaft Glatzer Großdechant Prälat Franz Jung beging sein Goldenes Priesterjubiläum

Feier mit dem Grafschafter Gottesvolk am 28. Juni 2014 in Münster-Hiltrup

Die Einladung richtete sich an „alle Landsleute und uns Verbundene“, nahe 600 folgten ihr. Viele stammten offenbar noch von der Erlebnisgeneration der Vertreibung aus dem Jahre 1946. Zum Silberjubiläum reisten vor 25 Jahren etwa 1000 Gratulanten an, jetzt nur mehr gut die Hälfte. Leider leicht erklärbar: Viele wurden bekanntermaßen durch leidvolle Altersgebrechen an der Mitfeier gehindert, aber auch der Tod hielt inzwischen reiche Beute!
Damals mischte sich der polnische Pfarrer Stefan Witczak – „Kruszynka“ – aus Neugersdorf, ein brüderlicher Freund des Großdechanten, unter die Festgäste, von vielen mißtrauisch beäugt. Er verstarb leider bereits vor acht Jahren. Heute ist die Teilnahme eines polnischen Amtsbruders oder anderer polnischer Gäste eine unauffällige Alltäglichkeit. Diesen positiven Wandel darf sich der Jubilar aufgrund seines jahrzehntelangen Bemühens um Vertrauen und Aussöhnung persönlich zurechnen!
Besondere Auszeichnungen
1983 konnte Pfarrer Franz Jung den weltweit einmaligen Titel „Großdechant“ übernehmen.
1984 bekam er die Würdigung als „Päpstlicher Ehrenprälat“ und 1990 als „Apostolischer Protonotar“, die höchste Stufe des Prälatentitels.
Er wurde mit dem „Grafschafter Ehrenteller“, dem „Schlesierkreuz“ und mit der höchsten Ehrung des Stammes, dem „Schlesierschild“, gewürdigt.
Die Bundesrepublik Deutschland verlieh ihm 2001 im Rathaus zu Münster das „Bundesverdienstkreuz am Bande“.
Von polnischer Seite ehrte man ihn mit dem Orden „Pro emeritus“ der „Stiftung zur Erneuerung der Region Neurode“, und Bischof Ignacy Dec überreichte ihm den höchsten kirchlichen Orden der Diözese Schweidnitz, das vergoldete „Stanislaus-Kreuz“ aus Silber.

Die kirchliche Feier

Etwa 600 Festgäste versammelten sich um 10.30 Uhr in der St.-Clemens-Kirche in Münster-Hiltrup zu einem feierlichen Dankgottesdienst. Beim würdevollen Einzug mit einstimmendem festlichem Orgelspiel wurden vier Fahnen vorangetragen: Mit dem Bildnis des Arnestus von Pardubitz, dem des Seligen Gerhard Hirschfelder, eine der „Jungen Grafschaft“ und eine der KAB, der „Katholischen Arbeitnehmerbewegung“. Mehr als 50 Priester, Diakone und Konsistorialräte in schwarz-roten Talaren mit dem roten Zingulum sowie eine größere Zahl an Ordensleuten bildeten mit den Meßdienern/innen einen farbenprächtigen Zug. Besondere Beachtung fanden dabei der Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn, der aus der Grafschaft stammende frühere Nuntius Dr. Erwin Ender aus Rom und schließlich Prälat Jung im leuchtend roten Meßgewand, das er vor 50 Jahren zu seiner Primiz von der „Jungen Grafschaft“ geschenkt erhielt!
Der Grafschafter Chor unter dem Dirigat von Georg Jaschke und das Orchester unter der Leitung von Mona Veit intonierten mit spürbarer Begeisterung Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei aus der lateinischen Festmesse in C-Dur von Ignaz Reimann aus Albendorf und das „Ave Maria“ von Josef Güttler aus Hain. Zum Abschluß sangen Chor und Gemeinde im Wechsel das altvertraute Heimatlied „Über die Berge schallt …“!

Die weltliche Feier

Unter den Gratulanten waren viele Ehrengäste aus Politik und Kirche. Grafschafter aus ganz Deutschland kamen zu dem Jubiläum, so wie Mitglieder des DFK Glatz und Gäste aus Schlesien.
Nach einem gemeinsamen Imbiß mit einer schmackhaften Suppe startete in der Hiltruper Stadthalle unter der gekonnten Moderation von Michael Güttler ein buntes Festprogramm. Zu Beginn herzliche Worte der Begrüßung unseres Großdechanten.
Danach spielte das zehnköpfige Streichorchester mit einem Marsch aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet. Auch die angereiste Familie des Großdechanten, der bekannte Grafschafter Chor und nicht zu vergessen der Grafschafter Poet, Erhard Gertler trugen zu einem bunten Programm bei.

Dankesworte zum Abschluß der Jubiläumsfeier

Michael Güttler beschloß seine Moderation mit einer persönlichen Anmerkung. Er sei bei der Priesterweihe vor 50 Jahren dabei gewesen, und sie habe einen anhaltenden Eindruck bei ihm hinterlassen. „Du warst und bist für uns ein Segen!“ Michael Güttler arbeitet seit Jahrzehnten in verschiedenen Gremien – so im früheren Pastoralrat, jetzt im Vorstand des Heimatwerks – eng und zuverlässig mit dem Großdechanten zusammen.

Blick nach vorn

Der Großdechant steckt noch immer voll und unermüdlich in seinem Tätigkeitsbereich. Seine Leistungsbereitschaft ist nach wie vor – trotz zwischenzeitlicher Erkrankungen – ungebrochen. Er richtet den Blick voll Zuversicht auf sein diamantenes Jubiläum: Wer solch optimistische Gedanken hegt, der wird nicht im Lehnsessel verharren!

Günther Gröger, Altgersdorf

Nachtrag: Der Bericht musste leider auf das Internetmaß gekürzt werden.

Horst Ulbrich

 

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Nach dem Gottesdienst, Treffen am Gemeindehaus

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Viel Spaß beim Auftritt seiner großen Familie

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Viele Gratulanten auch am nächsten Tag

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

15.4.2013

Dieses BLOG wurde leider Opfer von Hacker-Angriffen

Filed under: Allgemein — admin @ 14:44

In den letzten Tagen wurde dieses BLOG der Grafschaft Glatz leider ein Opfer von Hacker-Angriffen mit zahlreichen SPAM-Kommentaren und Trackbacks.

Daher ist leider die automatische Registrierung nicht mehr möglich. Auch mussten die bisher registrierten Leser leider weitgehend gelöscht werden.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

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