Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

27.9.2019

Info aus Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:08

Liebe Leser dieser Seite.

Ja es ist wieder einmal auch eine hektische Zeit denn die Termine lassen kaum Zeit zum Schreiben. Deshalb heute nur einige Info.

Meinen Bericht über die Jugendstilhäuser in Glatz haben hoffentlich alle gesehen. Sonst bitte zurückblättern. Dazu auch der Beitrag im Schlesien Journal. Hier der Link, blau machen und nur anklicken.

https://www.youtube.com/watch?v=8og68aTQL6s

Die nächsten Termine sind Samstag 28.9. ein Treffen mit den Freunden der Wanderdohlen aus Deutschland mit Besichtigung des Wittigmuseums wo noch länger die Ausstellung zu sehen ist. Um 14 Uhr dann die deutsche Messe bei den Schwestern der Klarissen in der Straße wo auch unsere Geschäftsstelle ist.

Sonntag dann ein Hilfstransport der Malteser aus Telgte und Montag ein Transport eines privaten Sponsors, Herrn Pollok mit 40 to. Wir benötigen in unserem Zentrallager nötig Pflegebetten für unsere bedürftigen Kranken. Mit dem Rest unterstützen wir das Krankenhaus, Kinder-und Altenheime.

Am 3.10, Tag der deutschen Einheit, ein Empfang beim Generalkonsul in Breslau und Donnerstag der 10.10. zum Herbstfest des DFK Breslau. Ja und so geht es weiter…..

Wichtige Arbeiten gehen leider nicht voran, wie die Restaurierung der Gräber der Bergleute in Neuode. Drei Steinmetze wollten den Auftrg nicht übernehmen, bzw. waren zu teuer. Der Vierte mit moderatem Kostenvoranschlag meldet sich nun nicht mehr. Ich befürchte eine Verschiebung in das nächste Frühjahr. Zur erneuten Einweihung würden polnische Bergmänner und deutsche Kumpel aus Dresden, sogar mit Bergmannskapelle teilnehmen. Nur der Start der Renovierung kommt nicht voran. Ich gebe mir die größte Mühe.

Das Wittigmuseum ist innen fast komplett renoviert und wir haben es gerade zum Wittig Symposium geschafft. Dort ist nun auch eine Ausstellung über Geschichte Neurode, noch bis Jahresende.

Ein Oktoberfest wird es dieses Jahr nicht geben, unser Budget ist dazu nicht mehr ausreichend und der deutsche Lyrikwettbewerb der Schulen hat Vorrang. Teilnahme im letzten Jahr 26 Schulen mit 51 Kandidaten die teilweise sehr gut vorgetragen haben.

Ja und dann ist es schon Zeit für die Planung der Weihnachtsfest in Glatz, in unserer Ortsgruppe DFK Kudowa und die Nikolausfeier der Jugend.

Eine kurze Information, die Rechenschaftsberichte für die Mitglieder des DFK und des Freundeskreises Wittighaus später per Post.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

25.9.2019

73. Wallfahrt in Telgte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:40

73. Jahreswallfahrt

der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte

am 30. und 31. August 2019

30. August: Eröffnung

Mit einer feierlichen Vesper eröffnete Präses Pfarrer Martin Karras – zusammen mit Pfarrer i. R. Georg Anders und Pfarrer i. R. Christian Pabel – in der Propsteikirche St. Clemens die zweitägige Wallfahrt. Noch hatte die große Schar der Pilger/innen ihr Ziel nicht erreicht, so daß nur eine relativ kleine Gruppe der Einladung zu dieser religiösen Zeremonie folgte.

Vortrag über Leben und Wirken Joseph Wittigs

Anläßlich der diesjährigen Gedenktage (140. Geburtstag und 70. Todestag) sprachen anschließend im Pfarrheim vor etwa 80 Personen Günther Gröger und Manfred über „Joseph Wittig in Schlegel – Breslau – Rom“.

Sie gaben Auskunft über seine familiäre Herkunft, über seine Ausbildung, sein seelsorgliches Wirken, seine Studien in Rom und Nordafrika, über seine Lehrtätigkeit an der Universität in Breslau und sein schriftstellerisches Werk, das ihm schließlich 1926 die Emeritierung, die Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand, und die Exkommunikation, den Ausschluß aus der katholischen Kirche, brachte. Sie berichteten fernerhin über die nachfolgende Rückkehr in sein heimatliches Neusorge, wo er sich auf dem elterlichen Anwesen im Erlengrund ein Wohnhaus erbaute und 1927 eine Familie gründete. Vier Kinder entsprossen der ehelichen Vereinigung mit Bianca Geisler, der Tochter des Habelschwerdter Bürgermeisters, der Schülerin von Edith Stein. Auf vielen Vortragsreisen in größere Städten stellte er dem begeisterten Publikum seine ideenreichen religiösen Erzählungen vor, sein schöpferisches Ziel, Glaubenswahrheiten in neuer Form, der sogenannten „narrativen Theologie“, zu vermitteln. Schließlich kamen auch die schlimmen Zeiten des Nationalsozialismus, der russischen und polnischen Schikanen zur Sprache, bis die Familie in lebensbedrohlicher Situation die Heimat mit einem Vertriebenentransport verließ und in Göhrde am Rande der Lüneburger Heide einen Unterschlupf fand. Nach unsäglichen Schwierigkeiten verblieb er dort mit seiner Familie über drei Jahre, um dann einen Aufenthalt in Meschede anzustreben. Doch er verstarb, erreichte das neue Wohnziel nur mehr als Leichnam, und fand auf dem dortigen Friedhof seine letzte Ruhestätte: „Gestorben in der Fremde!“ Das Grabmal wurde kürzlich nach sieben Jahrzehnten umgestaltet.

Die Vortragenden berichteten in lebendiger Sprache und würzten den umfassenden Bericht mit humorvollen Aussagen Wittigs. Als Kleinkind wurde er gehänselt als „Ambrosseffashannlas Joseph“, weil sein Großvater Ambrosius hieß, sein Vater wie er Joseph („Seffe“) und seine Mutter Johanna, die „Hannla“ gerufen wurde.

Bei seiner Aufnahmeprüfung in das Matthias-Gymnasium in Breslau erdreistete er sich, dem prüfenden Professor „mit gotteingegebener Frechheit“ zu widersprechen, so daß dieser „an meiner Frechheit den richtigen Grafschafter Jungen“ erkannte, über seine Leistung in Mathematik „ein großes, dickes `Gut´ schrieb, woraufhin ihm „die Prüfung in dem verdammten Französisch“ geschenkt wurde, „das ich wegen meiner ganz auf den heimischen Dialekt eingestellten Mundbildung bis heute nicht sprechen gelernt habe.“

Als er sich bereits ab 1903 „Doktor der Theologie“ nennen durfte, freute es ihn aber doch ungemein, als seine Mutter über ihn sagte: „Er bleibt doch halt mein Junge!“ „Ich höre es noch immer, und noch immer klingt es selig!“

Über seine Erfahrungen in Rom berichtete er: „Das Glück war mir über die Maßen hold. Alle Mitglieder des deutschen Campo Santo liebten mich; ich war ein heller und sonniger Gesell. …Nie soll dieses schier alljährlich wechselnde Männerkollegium so harmonisch gewesen sein wie in den zwei Jahren, während derer ich ihm zugehörte.“ „Ich arbeitete tüchtig, schrieb Bücher, Aufsätze und Rezensionen, …. mästete meinen Geist, bis er dicker wurde als Leib und Seele zusammen.“ Nach der Rückkehr und dem Hausbau in Neusorge, spöttelte er, als sein Dach wegen zu lang gelieferter Sparren sehr steil wirkte: „Damit mir die Leute nicht mehr so leicht auf das Dach steigen können wie bisher.“

Josef Wittigs Bücher „Meine `Erlösten´ in Buße, Kampf und Wehr“, „Herrgottswissen von Wegrain und Straße“, „Das allgemeine Priestertum“, „Leben Jesu in Palästina, Schlesien und anderswo“, und „Die Kirche als Auswirkung und Selbstverwirklichung der christlichen Seele“ sowie sein Aufsatz „Die Erlösten“ in der Zeitschrift „Hochland“ wurden auf den Index gesetzt, d. h., sie durften von Katholiken nicht mehr gelesen werden. Wittig gilt als ein Wegbereiter des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965), indem er den Theologen zurief: „Ihr müßt etwas finden, was das Evangelium wieder zu einer Frohbotschaft macht! Erlösungsmittel statt Zuchtmittel!“

Die Ausführungen der beiden Referenten über eineinhalb Stunden fanden beim Zuhörerkreis eine gute Aufnahme und wurden mit Beifall belohnt. Anschließend wandten sich die Anwesenden den auf drei Tischen ausgelegten 62 Büchern von und über Joseph Wittig zu – darunter die Chroniken von Neurode und Schlegel -, und Zusammenfassungen der 6 Symposien in Neurode und mehrerer in Königstein. Einige machten sich Notizen, um sich vielleicht noch das eine oder andere Lesegut zu besorgen.

Den gesamten umfangreichen Nachlaß des Priestertheologen Wittig gab seine Tochter Bianca Maria Prinz in die Obhut der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Bericht  von Günther Gröger.

24.9.2019

Preisvergabe des Wettbewerbs aller Habelschwerdter Schulen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:54

Preisvergabe des Wettbewerbs aller Habelschwerdter Schulen zum Thema des Seligen Gerhard Hirschfelder am 23. September 2019

Schon am nächsten Tag nach der Hirschfelder-Gedenkveranstaltung in Tscherbeney bei Bad Kudowa habe ich am frühen Morgen um 7.30 Uhr den Großdechanten am Hirschfelder-Haus abgeholt, um pünktlich am Schulzentrum in Habelschwerdt zu sein.

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Dort fand ab 9 Uhr die Preisverleihung an die Gewinner des Hirschfelder-Wettbewerbs statt. Die Veranstaltung dort war sehr gut vorbereitet, auch unter der Mitwirkung unseres Vizevorsitzenden des DFK Glatz und Fremdsprachenlehrers an der Habelschwerdter Schule, Herrn Heinz-Peter Keuten. Insgesamt hatten fast 100 Schüler aus allen Habelschwerdter Schulen (zwei Grundschulen, dem Liceum und der Berufsschule) an dem Wettbewerb teilgenommen und die Besten 17 wurden ausgezeichnet.

Die Preise wurden in vier Kategorien vergeben: Klassen 1-4, Klassen 5-6 sowie Klassen 7-8 im Rahmen des Kunstwettbewerbs (Malen und Basteln) sowie Klassen 9-12 im Rahmen eines Wissenswettbewerbs (Verfassen eines Textes sowie Quiz zum Leben und Wirken des Seligen). Gestiftet wurden die Preise durch die Hirschfelder-Stiftung in Deutschland sowie den Großdechanten der Grafschaft Glatz, Prälat Franz Jung, der auch die Ehre hatte, die Preise und Auszeichnungen an die Gewinner des Wettbewerbs zu überreichen.

Aber zunächst, nach der Begrüßung des Schulleiters und des Großdechanten, gab es ein Musikprogramm, das von den Schülern des Liceums vorbereitet worden war. Dazu war die Aula der Schule gut gefüllt. Der Religionslehrer, Herr Dr. Prasał, berichtete auch von einer für das nächste Jahr (dem zehnjährigen Jubiläum der Seligsprechung) geplanten Erweiterung des Wettbewerbes auf die ganze Region, was Hoffnung macht, dass der Selige weiterhin in aller Munde bleibt.

   

Nach der Veranstaltung begaben sich alle zum Gerhard-Hirschfelder-Gedenkstein im Park vor dem Schulzentrum, wo der Ortspfarrer sowie Prälat Franz Jung eine Ansprache hielten und zum Abschluss das Hirschfelder-Gebet auf Deutsch und auf Polnisch sowie das Vater Unser mit allen Teilnehmern gebetet wurde. Der Großdechant bedankte sich herzlich für die große Zahl der Teilnehmer und lud die Preisträger zu einem Ausflug zum Grab des Seligen und der Ausstellung im Hirschfelder-Haus in Tscherbeney ein. Der DFK Glatz wird im November die Organisation dazu übernehmen.

Bericht

Horst Ulbrich

Hirschfelder-Gedenktag am 22.9.2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:46

Zum Hirschfelder-Gedenktag wie immer eine volle Kirche zur Messe und mit Geistlichen aus Polen und Tschechien, sowie unserem Großdechanten Prälat Franz Jung aus Deutschland.

       

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Wieder ein besonderes Ereignis. Zunächst nach der Messe natürlich die Versammlung am Grab des Seligen mit Gebeten. Im Anschluss dann die Einweihung des Denkmals für deutsche und polnische Frauen, die in den Kriegswirren besonders gelitten haben. Frau Elisabeth Kynast war federführend für das Projekt und ihr gilt ein besonderer Dank, dass auf dem Lapidarium mit den deutschen Gräbern ein weiteres Denkmal für die Frauen aufgestellt wurde.

   

Die vielen DFK-Mitglieder gingen dann in das Hirschfelder-Haus der Begegnungsstätte unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, wo es zunächst eine deftige Suppe gab. Alle verfügbaren Räume waren voll und bei Kaffee und Kuchen wurden dann viele private Gespräche geführt.

   

Auch unser Großdechant war natürlich dabei. Eine neue Tafel am Eingang an der Straße der Begegnungsstätte mit Informationen und Öffnungszeiten war zu dem Termin angebracht worden. So können an jedem Wochenende in den Ausstellungsräumen Besichtigungen stattfinden. Ich hatte aus unserem Zentrallager in Glatz gemäß Bestellung unserer Behinderten der Ortsgruppe 2 Rollatoren, Betten und andere Hilfsmittel mitgebracht.

Am Sonntag 29.9. und Montag 1.10. erreichen uns in Glatz weitere Hilfstransporte der Malteser und eines privaten Sponsors, um auch weiterhin helfen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

Wittigsymposium 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:19

Nach langer Abstinenz wieder einmal ein Wittigsymposium, inhaltlich organisiert von der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes, organisatorisch begleitet vom Deutschen Freundschaftskreis aus Glatz und mit finanzieller Hilfe des Konsulats aus Oppeln und des Freundeskreises Wittighaus. Der diesjährige Anlass war der 70. Todestag und der 140. Geburtstag des großen Sohnes des Glatzer Landes.

So versammelten sich um 9 Uhr am Morgen Interessierte des DFK Glatz und der Bevölkerung aus Neurode im Konferenzsaal des Hotels Dwor Gorny in Neurode.

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Auch Konsulin Frau Fisel-Rösle aus Oppeln sowie Mitglieder der Familie Wittig waren gekommen. Frau Bazala, Präsidentin der Stiftung, und Horst Ulbrich als Vorsitzender des DFK Glatz begrüßten als Veranstalter die Gäste. Es folgten Grußworte des Bürgermeisters und der Konsulin. Für die Simultanübersetzung war unser Mitglied Irena Rogowska bereit und wir danken auch ihr für ihren Einsatz. Prof. Koczwin aus Oppeln, ein ausgesprochen guter Kenner der ganzen Wittig-Materie und bekannt aus allen früheren Symposien, begann mit dem ersten Referat über Wittigs Wirken und den Einfluss der Schriften Professor Wittigs auf den Klerus der damaligen Zeit.

Es folgten Referate von Günther Gröger: Joseph Wittig, 140. Gebirtstag / 70. Todestag und Manfred Spata zum Thema „Der junge Grafschafter Theologe und Kirchenhistoriker Joseph Wittig in Rom 1904/06“. In der anschließenden Kaffeepause musste sich die Konsulin wegen anderer Termine leider verabschieden. Sie hat aber mein Angebot sofort angenommen, mit ihr noch zum Wittighaus zu fahren, um ihr die Ausstellung und das Haus zu zeigen.

   

Sie hat sich dort natürlich auch in das Gästebuch eingetragen. Nach der Pause beim Symposium gab es einen Vortrag von Andrzej Behan zum Thema „Tschechische Spuren in der Chronik der Stadt von Professor Joseph Wittig“, gefolgt von einem Beitrag von Julian Golak, der die Entwicklung seit 1986 schilderte, als die ersten Pläne entstanden, Joseph Wittig in der Bevölkerung bekannt zu machen. Auch ich wurde zu einem Bericht des Freundeskreises Wittighaus und dessen Unterstützung zur Erhaltung des Hauses gebeten. Mein Bericht, da er nicht so lang ist, befindet hier im Anhang.

Danach, erst gegen 14.20 Uhr, eine Mittagspause und ein Besuch im Wittighaus, dem nicht mehr alle gefolgt sind, da die Ausstellung einigen schon bekannt war. Dort führte Frau Bazala durch die gut gemachte Ausstellung über die Entwicklung Neurodes, die in den ehemaligen Räumen der Hausmeisterwohnung untergebracht ist. So ging ein weiteres Wittigsymposium gegen 16.30 Uhr zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

Nachsatz:

Nun haben mich, schon vor meinem Bericht, einige kritische E-Mails erreicht, und es gibt bestimmt Gründe dazu. Ich hatte beim DFK Glatz die Teilnehmerzahl begrenzt, da ich mit mehr anderen Gästen gerechnet hatte. Dass nicht alle Referenten selbst erschienen, um Fragen beantworten zu können, gab es früher nicht und ist wohl auch ein Kritikpunkt. Trotzdem bin ich froh wieder bei einem Wittigsymposium gewesen zu sein. Ich denke von Deutschland aus wird eine Organisation nicht mehr möglich sein, also obliegt es der polnischen Seite sich zu engagieren. Organisatorisch werde ich mich allerdings, soweit ein weiteres Symposium geplant wird, mehr beteiligen.

Natürlich könnte der DFK Glatz ein Wittigsymposium von deutscher Seite komplett organisieren, leider fehlen aber dazu jegliche finanziellen Mittel.

Horst Ulbrich

Der Freundeskreis Wittighaus. ( Mein Bericht zur Lage während des Sympoaiums.)

Der Freundeskreis Wittighaus wurde nach einem Wittigsymposium gegründet.

Zitat aus der Satzung:

Der Freundeskreis Wittighaus wurde am 9.9.2004 gegründet, um das Wittighaus vor Schäden an der Bausubstanz zu bewahren und nötige Reparaturen durchführen zu lassen, da die Finanzen der Stiftung dazu nicht ausreichen.

Zum Vorstand wurde gewählt:

Georg Hoffmann, Herr Prof. Leslaw Koczwin und Kaus Wenzel.

Schatzmeister Horst Ulbrich

Schriftführer Herr Andrzey Behan.

Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Es waren 28 Gründungsmitglieder zugegen.

Für Spenden wurde in Deutschland ein Konto eröffnet, dass bis heute besteht und von Herrn Ulbrich, als neuem Vorsitzenden, Schatzmeister und Organisator nötiger Reparaturen seit dem 1.1. 2015 verwaltet wird. Nach der Erkrankung unseres Georg Hoffmann wurde diese Entscheidung durch Anschreiben aller Mitglieder so bestätigt. Als Kassenprüfer wurden gleichfalls Herr Günther Gröger und Frau Bianca Maria Prinz gewählt und bestätigt, die jährlich die Kasse prüfen. Alle in der Liste befindlichen Mitglieder bekommen auch jährlich einen Rechenschaftsbericht.

Nach der konstituierten Sitzung wuchs der Freundeskreis auf 94 Mitglieder und es konnten aus deren Spenden viele wichtige Reparaturen zur Erhaltung des Hauses erledigt werden, wie die Investition einer neuen Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster im Erdgeschoss, Balkon und Fassadenrenovierung, neue Vitrinen und Renovierung des Ausstellungsraumes, sowie immer wieder auftretende Schäden am Dach und Balkon des Hauses, um nur einige Baustellen zu benennen. Ohne diese wichtigen Reparaturen würde das Haus nicht in dem heutigen Zustand sein.

Es wurden seit der Gründung in 2004      108.232,07 Zloty von den Mitgliedern in das Haus investiert. Ich habe dazu mal alle Jahresabschlüsse auf der Ausgabenseite zusammengezählt. Leider haben wir den Mitgliederschwund durch Überalterung und es sind seit dem letzten Rechenschaftsbericht noch 52 Mitglieder auf der Liste. Davon ca. 12 Mitglieder die noch auf meine mitgelieferte Zahlungsanweisung spenden. Da die großen Baumaßnahmen abgeschlossen sind hoffe ich aber noch weiterhin helfen zu können. Langfristig ist, von Seiten der Stiftung, ein konzeptioneller Umbruch zur Finanzierung des Unterhalts und der laufenden Kosten erforderlich.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten:

Die Erhaltung des Wittighauses ist eine wichtige und völkerverbindende Maßnahme zur Erhaltung ehemals deutschen und nun polnischen Kulturgutes. Geben wir uns alle Mühe dieses geschichtsträchtige Haus weiterhin zu erhalten und mit Leben zu erfüllen.

Danke.

17.9.2019

Besuch zum Weinfest des DFK Grünberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:42

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, sagt ein deutsches Sprichwort.

So fuhren Mitglieder des DFK Glatz am 13.9. am frühen Morgen nach Grünberg zu einem Partnerschaftsbesuch beim dortigen DFK. Aber zunächst besuchten wir die Friedenskirche in Jauer und alle waren erstaunt über die Größe der Kirche, in der bis zu 6000 Gläubige Platz haben. Erstaunlich, dass dieses Bauwerk in nur einem Jahr ( 1654 / 1655) fertiggestellt werden konnte.

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Weiter ging es dann in ein kleines Dorf bei Grünberg zu einer Agrartouristik, wo wir Quartier bezogen und die Zimmerverteilung stattfand, denn nach dem Weinfest beim DFK Grünberg sollte jeder wissen, wo er sein müdes Haupt ablegen konnte. Im Festsaal angekommen, wurden wir schon von Waldemar aus Rybnik mit seinen bayrischen Musikanten begrüßt. Der Vorsitzende Bernard Bernaczek begrüßte uns, auch die Konsulin aus Oppeln war wieder dabei, wie schon im letzten Jahr.

   

So nahm ein fröhlicher Abend mit viel Musik und einigen Gläsern Wein seinen Lauf. Leider war um 10 Uhr die Fahrtzeit unseres Busfahrers zu Ende und wir mussten zurück in unser Quartier, damit der Fahrer kein Problem mit der Polizei bekam, wegen der Überschreitung seiner Lenkzeiten. Aber wir hatten vorgesorgt und so feierten wir auf dem Hof der Agrartoristik noch einige Zeit weiter.

      

           

Am anderen Morgen, nach einem ausreichenden Frühstück, zunächst zum Grünberger Festumzug und danach weiter nach Wahlstadt, um das Museum der Schlacht bei Liegnitz und die Basilika der Hl. Hedwig zu besuchen. Eine sehr gut informierte Dame hat uns geführt und es war ein sehr interessanter Besuch. Am frühen Nachmittag noch ein Zwischenstopp zu einem deftigen Mittagessen, das Frau Ulbrich als Projektleiterin im Voraus bestellt hatte, sie hatte auch schon die gesamte Vorbereitung der Reise verantwortungsvoll übernommen. Am frühen Abend erreichten wir dann, schon etwas müde, unsere Heimat Glatz. Alle 22 Teilnehmer waren glücklich in so kurzer Zeit so vieles erlebt zu haben, aber auch froh wieder im eigenen Bett schlafen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

Jugendstilhäuser in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:24

Schon einige Male habe ich darüber berichtet. Es begann mit Jurek Zelaszkiewicz, der sich eingehend mit dem Jugendstil und dem Glatzer Baumeister Andreas Ernst beschäftigt hatte.

   

Dr. Schmack aus Minden in Deutschland bot uns dann ein Referat zu dem Jugendstilhaus in der Zimmerstraße an, in dem er früher gewohnt hat, aber auch zu anderen Objekten des Baumeisters, und viele Glatzer Bürger waren mit Begeisterung im Museum, wo sein Vortrag stattfand. Wir hatten auch sofort eine Interessengruppe mit dem Bürgermeister gegründet, ich hatte dazu unsere Geschäftsstelle als Treffpunkt zur Verfügung gestellt. Leider ist der ganze Komplex in drei Häuser unterteilt und die Nr. 8 gehört der polnischen Bahn. Unser Mitglied Jurek hatte sogar schon einen Kostenvoranschlag zur Renovierung fertigen lassen, aber wegen der verschiedenen Besitzer ist es leider zu einer Rettung der wunderschönen Häuser nicht gekommen. Im Haus Nr.8 der Bahn war dann sogar die obere Decke eingebrochen, weil das Dach darüber defekt war. Das Dach ist nun mit Unterstützung der Schule, die in dem Haus beheimatet ist, repariert worden, aber die Deckenbalken darunter haben gelitten.

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Nun sind wir immer noch hoffnungsvoll, denn auch das Museum hat sich des großen Sohnes der Stadt, Andreas Ernst, angenommen und eine sehr gute Ausstellung seiner Werke finanziert, die immer noch im Museum besichtigt werden kann. Zu der Museumsnacht gab es dann ein Straßentheater zu dem Thema Jugendstil mit mehr als 500 Zuschauern, die mit den Akteuren durch die Stadt zu den verschiedenen Schauplätzen wanderten. Ich hatte darüber berichtet, bitte zurückblättern.

     

Kürzlich war Dr. Schmack wieder in Glatz, um die Ausstellung zu besichtigen. Auch das deutsche Schlesienjournal war zu einem Interview gekommen. So bleibt das Thema Jugendstil und Andreas Ernst in aller Munde und ich hoffe immer noch auf eine Renovierung der einmalig schönen Jugendstilhäuser in Glatz. Besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle unserem Mitglied Jurek Zelaszkiewicz aussprechen, der schon als Kind in der Nähe des Mausoleums von Andreas Ernst und dessen Familie gespielt hatte und daher als einziger wusste, wo dieses zu finden ist. So ist sein Engagement entstanden und ihm ist zu verdanken, dass der berühmte Baumeister der Stadt Glatz wieder im Gespräch ist. Seine Jugendstilhäuser gibt es nicht nur in Glatz und Bad Altheide, sondern auch in anderen Städten bis nach Wien in Österreich.

Bericht

Horst Ulbrich

9.9.2019

Besuch der Wölfelsdorfer in der Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:16

Vom 3. bis 10. August 2019 war wieder einmal ein Bus unter Leitung von Roland Scholz mit Wölfelsdorfern und Gästen aus Wittgenstein im Sauerland zu Besuch in Schlesien. Über 50 Reiselustige hatten sich gefunden, um die Grafschaft Glatz zu besuchen. Schon zu einer Tradition gehört es, dass in Wölfelsdorf, wo viele der Mitreisenden ihre Wurzeln haben, am Sonntag zur Spätmesse ein polnisch-deutscher Gottesdienst stattfindet. Die Messe wurde gefeiert für die Lebenden und Verstorbenen der Gemeinde Wölfelsdorf, und die große St.-Georgskirche von Wölfelsdorf war gut gefüllt. Der Chor des DFK Glatz bereicherte den Gottesdienst mit drei Liedern, zudem sangen die deutschen Gäste die beiden traditionellen Lieder „Großer Gott, wir loben Dich” sowie „Über die Berge schallt”. Das Vater Unser wurde gemeinsam auf Lateinisch gesungen.

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Nach der feierlichen Messe waren, wie in jedem Jahr, von Seiten des Seniorenvereins Wilkanów alle Teilnehmer zum Mittagessen in das Wölfelsdorfer Kulturhaus eingeladen. Der Saal füllte sich mit etwa 120 Gästen, die durch den Ortsvorsteher, Herrn Mariusz Lis, sowie Herrn Roland Scholz begrüßt. Herr Lis wies darauf hin, dass Wölfelsdorf in diesem Jahr sein 725-jähriges Jubiläum feiert, worauf auch ein neuer Gedenkstein in der Dorfmitte hinweist.

Nach dem Essen gab der Chor des DFK Glatz ein kleines Konzert, und danach kam es zu einem gemeinsamen Singen von Volksliedern, die sowohl in Deutschland als auch in Polen bekannt sind und die abwechselnd in beiden Sprachen gesungen wurden. Eine schöne Idee, um das Eis zwischen den beiden Nationen schmelzen zu lassen. Unseren großen Dank sprechen wir an dieser Stelle unserer Freundin Ilse Hirschner aus, die ebenfalls z.Z. zu Besuch in der Grafschaft Glatz ist und als Musiklehrerin bereit war, unseren Chor bei seinen Auftritten in Wölfelsdorf zu begleiten. Alle Chormitglieder waren so begeistert von ihrem Einsatz, dass sie spontan zum Ehrenmitglied dfes Chors ernannt wurde. Ein herzliches „Gott vergelt’s”, liebe Ilse, von Seiten des Chors und des DFK-Vorstands!

                                                              

Am Montag, dem 5. August, besuchte die Reisegruppe die Stadt Glatz. Während der DFK-Vizevorsitzende Heinz-Peter Keuten eine Hälfte der Gäste aus Deutschland durch die Stadt führte, war die andere Hälfte der Gruppe zu einem Kaffee oder einem erfrischenden Getränk in den DFK Glatz in der Nähe des Glatzer Rings eingeladen, wobei der Vorsitzende Horst Ulbrich von der Arbeit des DFK Glatz berichtet und eine Multimedia-Präsentation zum Thema gezeigt hat. Nachmittags erhielt die Gruppe auf Wunsch noch eine Führung durch Habelschwerdt, wo sie neben dem mittelalterlichen Stadtkern und der Michaelskirche auch den Schulbau der ehemaligen Stehr-Aufbauschule aus der Gründerzeit einschließlich der renovierten Aula und des Schulmuseums besucht hat. Ein zünftiger Imbiss mit Kaffee und Kuchen im Park vor der Schule rundete den Besuch bei sonnigem Wetter ab.

                                   

Auch an ihrem „freien Tag”, am Mittwoch, besuchten noch einige Wölfelsdorfer mit ihren Gästen ihren Heimatort, und am Donnerstag wurde noch die Hauptstadt Niederschlesiens, Breslau, besucht, bevor die Gruppe am Samstag wieder die Heimreise antrat. Wieder einmal haben wir vom DFK Glatz uns gefreut, unseren Grafschafter Freunden bei der Gestaltung ihres Besuchs in der alten Heimat helfen und sie in der DFK-Geschäftsstelle in Glatz begrüßen zu können, und würden uns wünschen, dass dies auch bei anderen Reisegruppen immer mehr Schule macht.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

Tag der Heimat am 31.8. in der Konzerthalle Olsberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:09

Als unser DFK Mitglied Josef Engel im Sommer wieder in der Grafschaft Glatz war, sagte er mir, ich müsse unbedingt auch einmal nach Olsberg als Referent kommen. Nachdem ich in den letzten Jahren als Sprecher in Bensheim, Stuttgart, Hannover Heppenheim und anderen Städten unterwegs war, wollte ich diese Reisen eigentlich nicht mehr unternehmen, da die ehrenamtliche Arbeit in Glatz dazu kaum noch Zeit lässt.

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Aber als plötzlich mit der Post ein Plakat, schon mit meinem Namen als Sprecher gedruckt, mich per Post erreichte, konnte ich natürlich nicht mehr absagen. So habe ich mich mit meiner Frau auf den Weg gemacht, um in Olsberg, beim Tag der Heimat am 31.8.2019 über Menschenrechte und Völkerverständigung zu sprechen, wie unser Freund Josef Engel es auf dem Plakat angekündigt hatte.

Wir wurden herzlich empfangen und Josef Engel hat uns die Tage in Olsberg umsorgt.

   

Er eröffnete, als Organisator auch die Veranstaltung. Der Schirmherr Hubert Kleff MDL und Vertreter der Stadt wünschten einen guten Verlauf. Es folgte nach dem Totengedenken das Deutschlandlied und ein Konzert der Bläsergruppe.

   

Zu meinem Referat waren 45 Minuten angedacht, die mir bei einem so wichtigen Thema nicht gereicht haben und es wurden nach den folgenden Tanzgruppen noch einmal Zeit für Fragen anberaumt, denn das Interesse an den Deutschen, die in der Heimat leben war sehr groß. Kaum zu glauben war für viele,dass mein Vorstand, aus nach dem Krieg in Westdeutschland geborenen Rückkehrern in die Heimat unserer Eltern besteht. Ich hatte auch sechs Aufsteller mitgebracht, um einige unserer Aktionen in der Grafschaft zu zeigen.

 

Im Hintergrund die Information des DFK  Glatz.

Unser Dachverband VDG in Oppeln hatte uns diese Aufsteller vor Monaten finanziert. Es traten auch zwei Tanzgruppen auf und ich war erstaunt, mit welcher Begeisterung gerade die Jugend dabei ist. Das lässt für die Zukunft und althergebrachte deutsche Tradition hoffen. Den Abend haben wir dann im Haus von Josef Engel verbracht, der uns, mit den unseren Freunden eingeladen hatte die extra zum Tag der Heimat aus Detern angereist waren.

Schon am 22. Oktober kommt eine Gruppe aus Olsberg mit Josef wieder in die Grafschaft. Er ist einer der wenigen Reiseveranstalter die den Bus nicht nur voll haben, sonder noch sechs Personen auf der Warteliste hat. Josef Engel ist ein engagierter Grafschafter der mit fast 90 Jahren immer noch viele Menschen mit seiner überzeugenden Art begeistern kann.

Josef wir danken Dir für Deine Aktivität um die Heimat Schlesien.

Bericht

Horst Ulbrich

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