Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

24.8.2021

Wahl zum Bundestag 2021!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:36

Ach was für Diskussionen. Natürlich will keiner die Nichtgeimpften als Wähler verlieren, deshalb werden drastische Einschränkungen erst nach der Wahl bekannt gegeben und bis dahin wird das Thema möglichst nicht behandelt. Aber 3G oder sogar 2G kommt bestimmt und nur das ist der Weg zu alten Zeiten zurück zu kehren.

Außerdem ist das eine Personenwahl und die Frage ist nur

Wer kann Kanzler!!!

Meine Voraussage ist Olav Scholz. Der Dame von den Grünen fehlt einfach die Erfahrung und Charisma und Herr Laschet verspielt mit jedem Auftritt mehr Chancen. Auch ihm fehlt es an Durchsetzungskraft um in schweren Zeiten richtige Entscheidungen im Kabinett herbeizuführen. Olav Scholz lässt es auf sich zukommen und was soll er auch machen? Sitzt in der Regierung mit der CDU als SPD Kanzlerkandidat und kann doch nicht alte Entscheidungen bemängeln die er selbst mit getroffen hat….. In diesem Wahlkampf wird wohl wenig schmutzige Wäsche gewaschen, zumindest zwischen den „Noch Regierungsparteien“. So hoffe ich wenigstens.

Nach der Superfrau Merkel ist für mich die beste Konstellation wenn Olav Scholz Kanzler würde, denn der hat als Einziger das Zeug dazu. Und dann wünsche ich mir eine Regierung mit der CDU denn die wird nach der SPD die meisten Stimmen bekommen. Alles andere wird ein Debakel Kabinett…. Und das ist nicht Zielführend in den schwierigen Zeiten die uns bevorstehen. Bleibt noch zu hoffen, dass die AFD sich weiter im Streit zerlegt und an Einfluss verliert.

Mal sehen ob meine Prognose stimmt?

Grüße aus Schlesien

Horst Ulbrich

 

10.8.2021

Deutsche Wallfahrt in der Basilika Albendorf und alle sind wieder da.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:22

Waren wir im letzten Jahr noch mit etwas reduzierter Teilnehmerzahl wegen der Pandemie beisammen, so war am zweiten Sonntag im August, wie in jedem Jahr die Basilika überfüllt und viele standen auf den Gängen wohin der Gottesdienst per Lautsprecher übertragen wurde. Musikalisch begleitet wurde die Pilgermesse vom Chor Freundschaft aus Waldenburg.

      

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Meine Frau und ich waren vom DFK in Ratibor zum Mittagessen eingeladen, dass wegen des großen Andrangs auch schon vor dem Gottesdienst um 11 Uhr 30 stattfinden musste. Aber es gab genügend Zeit mit unserem Freund und Vorsitzenden Waldemar Świerczek und den Mitgliedern zu Gesprächen und Terminen. Mit unserem Glatzer Chor treffen wir die Gruppe wieder in Grünberg zum Weinfest des dortigen DFK und unserem Freund und Vorsitzenden Bolesław Bernaczek.

                        

Überrascht war ich plötzlich unseren Besuch aus Berlin, Andreas Klose am Altar zur Lesung und Kommunionhelfer zu sehen. Und als es am Ende der Messe auch  noch ein Trompetensolo von der Empore gab, da wusste ich, dass auch unser Freund Hermann Zwerschke aus Berlin gekommen war. Große Freude und am Nachmittag kam die ganze Gruppe der Wanderdolen zu uns zum Kaffee und dabei haben wir gleich einen Grillabend am kommenden Freitag verabredet.

So sind die Pilgermessen immer ein Treffen lieber Freunde auch aus weit entfernten Orten und das macht Hoffnung auf eine gemeinsame und traditionsreiche Zukunft der Deutschen in der Heimat Schlesien.

 

Bericht: Horst Ulbrich

1.8.2021

Bekanntmachung:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:45

Wie immer trafen sich zunächst einige Mitglieder zum Kaffee in den Räumen des DFK Glatz, aber am 30.Juli 2021 war auch wieder unser deutscher Gottesdienst mit Pater Marian Arndt.

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Zum Anlass des Todestages des seligen Gerhard Hirschfelder am 1.August, hatte unser Vorbereitungsteam eine Einführung in Deutsch und Polnisch vorgetragen da auch oft einige polnische Einwohner aus Glatz an unserem deutschen Gottesdienst teilnehmen.

       

Wir begannen und endeten den Gottesdienst auch mit dem Hirschfelder Lied. Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit des Vaters von Jochen Straube, der mit 90 Jahren noch einmal, mit der Hilfe seines Sohnes, die geliebte Heimat besuchte und natürlich auch an unserem Gottesdienst teilnahm.

Nach dem, sonst monatlich stattfindenden deutschen Gottesdienst an jedem letzten Samstag des Monats, machen wir nun eine Urlaubspause im August, da schon viele Mitglieder in den Urlaub abgereist sind. Unsere Geschäftsstelle hinter dem Rathaus in Glatz bleibt weiterhin jeden Samstag von 11 bis 14 Uhr für Freunde und Besucher geöffnet.

Allen Lesern dieser Seite wünsche ich auch einen erholsamen Urlaub und ein Wiedersehen in der Grafschaft Glatz.

Horst Ulbrich

28.7.2021

Erster Hilfstransport nach Corona für den DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:00

Lange ist es her, dass uns ein Hilfstransport aus Deutschland erreichte. Corona hatte uns große Sorgen in der Sozialhilfe beschert. Aber nun sieht es besser aus und am 24.Juli waren die Malteser aus Telgte wieder mit wichtigen Hilfsmitteln, von Pampers, Rollatoren, Rollstühlen bis zum Elektrobett, bei uns. Ein Segen das es immer noch die ehrenamtlichen Helfer gibt.

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Ein herzliches „Vergelts Gott“ wie wir Schlesier sagen. Nun können wir wieder den Bedürftigen Hilfe anbieten.

   

Der DFK Glatz hat sich nach der langen Coronapause wieder neu aufgestellt. Wie ich schon geschrieben habe.

Der Chor übt fleißig mit der neuen Chorleitung denn am 10. September singen wir beim Weinfest in Grünberg. Danach Beati Cantoris wie jedes Jahr am 24.10. Dazu kommen dann Weihnachtsfeste in Waldenburg und bei uns sowie Auftritte in den Seniorenhäusern und Kinderheimen.

Wer in Schlesien unterwegs ist:

Samstag 31.7. wieder deutscher Gottesdienst um 14 Uhr im Kloster der Klarissen in unserer Straße und herzliche Einladung zum Kaffee in unserer Geschäftsstelle von 11 bis 14 Uhr.

Und noch ein Hinweis:

Durch unsere Arbeit in der Heimat der Schlesier habe ich viele Anfragen zu Renovierungen der Denkmäler in der Grafschaft. Eine wichtige Arbeit gegen das Vergessen, aber leider fehlen uns dazu die finanziellen Mittel. Gäbe es zu den Projekten Sponsoren könnte vieles realisiert werden. In der momentanen Situation ist das leider nicht zu schaffen. Aber hier noch einmal unsere Bankverbindungen. Vielleicht gibt es mal eine Erbschaft oder große Spende. Dann werden wir sofort aktiv und werden die Denkmäler aus deutscher Zeit für die nächsten Generationen renovieren und erhalten.

Schlesienhilfe: DE 02 4945  0120 1112 5511 79

DFK Vereinskonto DE76 4945 0120 1112 5528 54

Bericht

Horst Ulbrich

14.7.2021

Bericht über die Renovierung des Hirschfelder-Denkmals in Habelschwerdt

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:13

Im Jahre 2016 wurde in Habelschwerdt, im Park vor dem Schulzentrum, in Anwesenheit von Großdechant Franz Jung sowie Professor T. Fitych aus Tscherbeney ein Denkmal in deutscher und polnischer Sprache zu Ehren des ersten Seligen der Diözese Schweidnitz, Kaplan Gerhard Hirschfelders, eingeweiht, welcher am 19.9.2010 in Münster seliggesprochen wurde. Die Errichtung des Denkmals wurde seinerzeit durch Mittel der Hirschfelderstiftung und des Heimatwerkes Grafschaft Glatz finanziert.

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Das Denkmal ist konzipiert als marmorne Gedenktafel mit der Aufschrift „Im Gedenken an Gerhard Hirschfelder * 18.2.1907 Glatz + 1.8.1943 KZ Dachau – Jugendseelsorger der Grafschaft Glatz und Kaplan in Habelschwerdt 1939-1941 – Erster Seliger der Diözese Schweidnitz – SELIGER GERHARD HIRSCHFELDER, BITTE FÜR UNS!”. Diese Tafel aus schwarzem Marmor ist auf einen Sandstein montiert, der aus dem Steinbruch in Oberlangenau stammt und auf einem Granitsockel steht. Daneben befindet sich eine Informationstafel mit Einzelheiten über das Leben des Seligen in deutscher und polnischer Sprache.

Leider mussten wir feststellen, dass bereits nach fünf Jahren der Sandstein und der Granitsockel immer mehr Moos- und Algenbewuchs aufwies und zusehends dunkler wurde, sicherlich dadurch bedingt, dass das Denkmal im Schulpark in der Nähe einer Eiche steht, der Witterung ausgesetzt ist und zudem Sandstein sowieso relativ schnell verwittert. Deswegen haben wir uns entschieden, in diesem Jahr eine Renovierung und Imprägnierung vorzunehmen, um das Denkmal wieder ansehnlicher zu machen und es gegen weitere Verwitterung dauerhaft zu schützen.

     

Zwischen dem 16. Juni und dem 13. Juli 2021 fanden, organisiert durch Heinz-Peter Keuten, den stellvertretenden Vorsitzenden des DFK Glatz und zugleich Fremdsprachenlehrer an der Habelschwerdter Schule, die Instandsetzungsarbeiten statt, die durch die gleiche Oberhannsdorfer Firma geleitet wurden, die das Denkmal 2016 errichtet hatte. Zunächst wurde das gesamte Denkmal einschließlich Sockel mit einem Wassersandstrahl unter Druck gereinigt. Nach gründlicher Trocknung wurde der Sandstein dann in einem zweiten Schritt mit einem in der Baubranche von Fachleuten anerkannten Spezialmittel imprägniert, sodass er kein Wasser mehr annimmt (bei Regen perlen die Wassertropfen sichtbar ab) und sich auch keine neuen Algen und kein Moos mehr auf dem Sandstein ansiedeln. Der Hersteller garantiert eine Mindestwirksamkeitsdauer von 15 Jahren. Die einzelnen Arbeitsschritte und das Endergebnis sind auf den beigefügten Fotos zu erkennen.

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Finanziert wurden die Renovierungsarbeiten durch Großdechant Franz Jung aus Mitteln des Heimatwerkes Grafschaft Glatz, denen hiermit herzlich für die Unterstützung gedankt sei. Schön wäre es, wenn die Preisverleihung des diesjährigen Hirschfelderwettbewerbs der Habelschwerdter Schulen im Oktober in Anwesenheit von Großdechant Franz Jung vor dem in neuem Glanz erstrahlenden Denkmal stattfinden könnte, sofern die epidemiologische Situation eine solche Veranstaltung und den Besuch in der Grafschaft ermöglicht.

 

Heinz-Peter Keuten

 

9.7.2021

9.Juli 2021. Anmerkung vor dem Endspiel zur Fußballeuropameisterschaft morgen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:00

Was ist los im internationalen Fußball.

Nun gönnt man ja den Engländern den Titel Europameister, den sie morgen wohl bekommen werden. Aber ein wenig merkwürdigen Beigeschmack hat das für mich und das liegt nicht an den Spielern sonder am Verhalten der Fifa.

Da gab es immer Auswärtsspiele und Heimspiele und das auch im internationalen Bereich. Aber schon gegen Deutschland, die sich wirklich nicht gerade ausgezeichnet haben, war der Austragungsort England. Warum nicht  München? Dort wäre es vielleicht doch anders ausgegangen. Oder besser noch auf neutralem Boden?

Aber ein Heimspiel als Geschenk der Fifa in England wie auch die letzten Spiele bis zum Endspiel. Dazu ein fragwürdiger Elfmeter gegen Dänemark wo auch noch ein zweiter Ball auf dem Spielfeld lag, was normalerweise den Schiedsrichten zur Pfeife greifen lässt, um ein Spiel mit zwei Bällen zu verhindern. Von den Buhrufen, sogar während der deutschen Nationalhymne bis zur Hilfe der englischen Regierung, das heimische Stadion ganz zu füllen, um den Gegnern verbal heim zu helfen….  Und das bei den hohen Inzidenzzahlen in Great Briten, die noch ihre Nachwirkungen zeigen werden. Ein wenig viel Hilfe und da fragt man sich, welche Gelder könnten da geflossen sein?

Ein großer Fußballerfolg wird den Engländern, nach langer internationaler Abstinenz, also morgen beschert.

Ein kritischer Fußballnarr.

Horst Ulbrich

Bundesverdienstkreuz am Bande für Doris Stempowska.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:26

Am 30. Juni 2021 wurde die Vorsitzende des DFK Waldenburg durch den deutschen Generalkonsul in Breslau mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland für ihr Jahrzehnte langes, ehrenamtliches Engagement für die deutsche Minderheit in Polen ausgezeichnet.

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Besonders gewürdigt wurden in der Laudatio des Generalkonsuls Herrn Neumann auch ihre Verdienste zur Völkerverständigung zwischen Polen und Deutschen.

  

Danach sprach Herr Gaida, Vorstand des VDG in Oppeln, und auch ich hatte die Möglichkeit einige Dankesworte zu unserer guten Zusammenarbeit mit dem DFK Waldenburg und deren Vorsitzenden zu sagen.

 

Für mich persönlich war es eine große Freude miterleben zu dürfen, wie eine wirklich herausragende Person, und meine persönliche Freundin, diese große Ehre bekam. Verbinden den DFK Glatz doch viele Zeiten der gemeinsamen Arbeit mit dem DFK Waldenburg, deren Ortsgruppe wir vor unserer Neuordnung im Jahre 2010 einmal waren.

Auch nach unserer Trennung von Waldenburg durch die Anmeldung als selbstständiger Verein in der deutschen Minderheit Niederschlesiens sind wir weiterhin kollegial verbunden. Zu Vereinsfesten in Glatz und Waldenburg laden wir immer unsere Freunde ein, auch zu Treffen der Chöre. Als Bestandteil einer guten Freundschaft werden wir auch weiterhin unseren Beitrag leisten, zum Wohle unserer deutschen Mitglieder und zur Verständigung zwischen den Völkern.

 

Bericht Horst Ulbrich

16.6.2021

Rückblick und Zukunft des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:34

Die Probleme des Vorstands der Zentralstelle Glatz.e.V. nehme ich zum Anlass, auch über unsere Startproblematik in der Heimat nach Neustart in 2010 zu Papier zu bringen. Bei uns ist es nach schweren Zeiten zum Glück gelungen.

Nachfolgend ein Bericht unserer Startproblematik und Kurzbericht unserer Aktivitäten in der Heimat.

Der DFK Glatz wurde 1993 gegründet und sollte 2010 vom alten Vorstand, aus Altersgründen und mangelnder Beteiligung, aufgegeben werden. Wir, Heinz Peter Keuten, Jochen Straube und Horst Ulbrich, alle in Deutschland geboren und aufgewachsen, sind in die Heimat unserer Eltern gezogen. Wir waren schon länger Mitglieder des DFK Glatz und wollten die Aufgabe verhindern. Aber es war ein Neustart  mit Hindernissen beim DFK Glatz. Als Ortsgruppe unter dem DFK Waldenburg  war  die Gemeinschaft auf 7 alte Damen geschrumpft, die sich im Winter ein Mal im Monat zum Kaffee in den Vereinsräumen trafen, im Sommer 2X im Monat. Die Jugend hatte einen eigenen Verein gegründet und es gab den Mitgliederschwund mangels Angeboten. Auch der Vorstand war dann verstorben bis auf die Kassiererin Frau Weinhold die nun ganz schließen wollte. Heinz Peter Keuten, Jochen Straube und ich wollten das verhindern.

Wahl war im März 2010. Ca 70 Teilnehmer hatten wir angeschrieben, die auch kamen. Was uns gewundert hat…..

Plötzlich war auch Herr Gaida, Vorsitzender VDG gekommen, den wir natürlich nicht kannten. Es gab auch nur einen Vorschlag zum Vorsitz in Glatz. Plötzlich die Frage einer Frau…ist Ulbrich in Deutschland geboren überhaupt wählbar?  Großes Durcheinander. Martin Reichert, damaliger Vorsitzender DFK Waldenburg  hatte deren Satzung dabei. Es war die 1. Satzung eines DFK in Polen, wohl von vielen kopiert und die auch für unseren Ortsverein gültig war. Danach war ich wählbar. Herr Gaida hat sich aber noch bei einem Anwalt in Oppeln per Telefon kundig gemacht, ob das rechtens sei. Wir hatten angenommen, das wir nach Vertreibung unserer Eltern und unseren Rückzug in deren Heimat willkommen sind… Das war eine schwere Geburt…

Erste Amtshandlung:::: raus aus dem Hinterhof wo sich die DFK Räume in einem Hinterhof, im 2. Stock und über einem Fleischgroßhandel für Besucher kaum zu finden waren. Durch meine guten Kontakte zu Julian Golak, damals noch Oberkreisdirektor in Glatzbe, bekamen wir eine Möglichkeit bei der Zeitung „Glatzer Bergland“,  wo wir ungenutzte Räume mieten konnten. Große Freude das Haus gehörte der Stadt Glatz und die Fassade wurde renoviert. Als es fertig war bekamen alle die Kündigung, weil ein weiterer Umbau zu Eigentumswohnungen anstand. Wir hatten bis zur letzten Frist keine Möglichkeit in Glatz etwas Gleichwertiges  zu mieten. Mietpreise pro Monat in der Stadt waren 2 bis 3000,- PLN für kleine Ladenlokale. Wir wurden vorstellig beim Bürgermeister Herrn Szpytma von der PIS Partei und wurden dort an die Verwaltung kommunaler Gebäude verwiesen. Großes Glück, die entscheidende Sachbearbeiterin war Ulbrichs Nachbarin aus dem kleinen Dorf  Schwenz, die uns auch auf den sozialen Status aufmerksam machte. Allen sozialen Vereinen muss der polnische Staat Räume für 2,- PLN pro m² vermieten…. Die liegen allerdings meist weit außerhalb der Stadt wie man bei vielen DFK Geschäftsstellen sehen kann. Wir hatten das Glück in der City hinter dem Rathaus ein Ladenlokal mit nur 58 m² aber für 128,- PLN Kaltmiete pro Monat übernehmen zu können. Ein ehemaliges Versicherungsbüro, ebenerdig mit Schaufenster. Dort können wir Bekanntmachungen und unsere Projekte der Öffentlichkeit präsentieren. Allein durch die Lage und unsere Angebote  kamen im 1. Jahr ca. 100 Mitglieder zurück.

Die Finanzierung unserer Projekte als Ortsgruppe unter dem DFK Waldenburg machte uns große Probleme und ich weiß bis heute nicht, warum man uns nicht gewollt hat. Unsere Anträge auf finanzielle Unterstützung wurden  zum DFK Waldenburg  geschickt mit denen wir immer gut ausgekommen sind. Von da weiter zum Bezirksverband nach Breslau und weiter zum VDG nach Oppeln. Dann erst zum Geldgeber deutsches Konsulat für Kulturarbeit, oder für Miete und Bürokosten zur deutschen Stiftung. Auf diesem Weg ist immer alles verloren gegangen, der Papierkorb war wohl zu nahe und heute wissen wir, dass der damalige Vorstand in Breslau schuld war. Gleichzeitig hatte ich Kopien dem Konsulat oder der Stiftung geschickt, die aber die Zustimmung des VDG benötigten. Das brachte uns große finanzielle Probleme.

Wir beschlossen, um den Weg über Breslau zu vermeiden, beim Vereinsregister in Breslau einen eigenen Verein anzumelden, aber der VDG hatte uns mehrfach davon abgeraten. Als eigenständiger Verein konnten wir nun unsere Fördermittel direkt beim VDG beantragen. Das führte leider dazu, dass uns ab Januar 2011 jegliche Fördermittel gestrichen wurden, auch die Miete hat man uns 5 Monate vorenthalten. Das sollte wohl eine Strafaktion unserer Eigenwilligkeit sein und das wäre auch fast gelungen. Nur der Großdechant aus Deutschland hat uns zunächst finanziell gerettet. In der Not erinnerte ich mich an ein Treffen 2009 in Kreisau mit Herrn Wulff, der zu damaliger Zeit noch Ministerpräsident in Niedersachsen war und Ministerpräsident  HerrnTillich aus  Sachsen. Wir hatten in einer Kaffeepause beim Forum für Wirtschaft und Politik damals ein anregendes Gespräch über die deutsche Minderheit in Polen. Herr Wulff war in der Zeit bis zu unseren Problemen Bundespräsident geworden und so schrieb ich ihm meine Sorgen im Mai 2011. Was ich nicht erwartet hatte, innerhalb einer Woche bekamen wir die beantragten Fördermittel und die Miete auf unser Konto. Bei einem späteren Treffen mit dem Generalkonsul aus Breslau, damals noch Herr Brassak, sagte er mir….. Herr Ulbrich, der Brief an den Bundespräsidenten musste aber nicht sein….. Später erfuhr ich, dass es Anweisungen an die Botschaft in Warschau, die Konsulate in Breslau und Oppeln, den VDG und die deutsche Stiftung gab. Herrn Wulff sei Dank.

Seit dieser Zeit haben sich auch die Kontakte zu unserer  deutschen Administration in Polen sehr verbessert, die Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz e.V. hat sich reaktiviert, wir haben heute über 320 Mitglieder in Glatz, im Januar 2014 noch eine Ortsgruppe im Hirschfelderhaus bei Kudowa gegründet, wo wir die Deutschen aus dem Grenzgebiet Polen / Tschechien zusammenhalten, mit zur Zeit über 50 Mitgliedern.

Die Kontakte zum Dachverband VDG sind jetzt  freundschaftlich, ich habe auch einen Sitz in der  Delegiertenversammlung und wir haben im November 2018 den Vorstand VDG neu gewählt. Die finanzielle Lage ist bei unseren Aktivitäten immer noch nicht ausreichend, aber mit den fördernden Mitgliedern und Sponsoren aus Deutschland können wir einiges in der Grafschaft Glatz bewegen, wo wir auch bei der polnischen Bevölkerung, durch unser soziales Engagement  ein angesehener Verein sind. Wir werden sogar zu Konferenzen der Stadtentwicklung eingeladen, leider müssen wir politisch sehr klug taktieren, denn Landrat und der Bürgermeister  hegen nicht gerade ein freundschaftliches Verhältnis zueinander. Um nicht zwischen die politischen Mühlen zu geraten, aber mitreden zu können, haben wir unser Mitglied Jurek Zelaszkiewicz, einer der Gefängnisdirektoren in Glatz als Administrator auf kommunaler Ebene eingesetzt. Er ist überall bekannt  und ihm ist die Balance bisher sehr gut gelungen.

Die Malteser aus Telgte waren wieder  5 Mal mit Hilfstransporten in der Grafschaft. Wir haben aus eigenen Mitteln ein Lager für Hilfsmittel gebaut und verleihen kostenlos Gehhilfen, Roll- und Toilettenstühle bis zu Pflegebetten. Überschüssiges Material geben wir an Kinder und Altenheime weiter, unterstützen aber auch das Krankenhaus in Scheibe bisher mit über 230 Pflegebetten.

Aber wieder erwartete uns eine neue Situation, denn 2017 sollten alle A.A. Mittel,  ( Auswärtiges Amt) über die Konsulate verteilt, wegfallen. Die Mittel sind für unsere Projekte wie die  Deutschkurse und die müssten wir einstellen, viele andere Projekte auch.…

Deshalb hatte ich an den Konsul aus Breslau besucht und am 15 Juli 2017 kamen aus dem deutschen Bundestag Herr Brämig und weitere 3 Abgeordnete  zu uns nach Glatz und schon einen Monat später der Gesamtvorstand VDG. Dort konnten wir endlich alle Probleme besprechen und seit der Zeit ist der DFK Glatz bekannt und wir können in der Grafschaft in Eigenverantwortung, uns für die Erhaltung deutscher Kultur und Hilfe unserer Bedürftigen Deutschen einsetzen.

Es ist uns, mit Sponsoren aus Deutschland gelungen, das Denkmal an der Kapelle in Schwenz und der Gedenkstein bei Heinrich Bender, oberhalb Eckersdorf zu renovieren und zu konservieren. Der Hirschfelder Gedenkstein in Habelschwerdt, Lapidarium in Tscherbeney, Gedenkstein für die erschlagenen Deutschen in der Zimmerstraße in Glatz wurden von uns neu geplant und realisiert wie auch der Hirschfelder Gedenkstein an der Schule in Habelschwerdt. Wichtige Gräber in Glatz und Umgebung werden im Rahmen unserer Tätigkeit gegen das Vergessen gepflegt und erhalten. Allen Unterstützern ein vergelts Gott.

Wir müssen jetzt Zeichen setzen in der Heimat, später macht das niemand mehr und die deutsche Zeit hier gerät sonst in Vergessenheit. Viele Polen sind interessiert zu erfahren wer vor ihnen hier gelebt hat. Unsere Dorfgemeinschaft hat mit der Hilfe meiner Frau eine Dorfchronik Schwenz geschrieben. Eine Infotafel am Ortseingang ist in Deutsch, Polnisch und Tschechisch aufgestellt worden.

Leider ist das Verständnis für unsere Arbeit bei den Grafschaftern wenig bekannt, aber nur wir sind die Zukunft der Heimatbetreuung. In Deutschland ist die nachfolgende Generation wenig interessiert und die emotionale Verbindung der Kriegserlebnisgeneration, geht durch Überalterung, dem Ende entgegen. Viel Geld geht in eine Stiftung ohne Zukunft und bei uns können Projekte gegen das Vergessen, aus finanziellen Gründen  nicht umgesetzt werden.

Unsere Konten für die Vereinsarbeit:  DE76 4945 0120 1112 5528 54

Konto Schlesienhilfe:    Für Sozialarbeit, Denkmalpflege u.s.w.    DE02 4945 0120 1112 5511 79

Nachfolgend einige unserer Aktionen in der Heimat.

Grüße aus der Heimat

Horst Ulbrich

 

Projekte und Aktionen des DFK Glatz e.V.

1.Regelmäßige Treffen in den Geschäftsräumen.

Öffnungszeiten jeden Samstag 11 bis 14 Uhr.

  1. Errichtung neuer Gedenksteine und Denkmalpflege
  2. Sozialarbeit geleitet von Frau Ulbrich.

Besuche bei allen alten und bedürftigen Deutschen.           Versorgung mit Hilfsmitteln von Pampers, Rolatoren, Rollstühle bis zu Pflegebetten. Transporte der Malteser aus Telgte  mit LKW für unser extra gebautes Lager. Dazu kommen private Hilfstransporte von Herrn Pollok Münstermit seinen 40to LKW. Aus den Kirchengemeinden Königswusterhausen und Bukow kommen Hilfstransporte vor Ostern und Weihnachten.

  1. Regelmäßiger, deutscher Gottesdienst, organisiert von Jochen Straube mit Pater Arndt aus Breslau.

5.Jugendgruppe : Unsere Jugend hat eine neue Sportabteilung gegründet und trainiert Dienstags in der Halle im Stadion. Mitwoch Deutschkurs. Samstags ab 14 Uhr treffen sie sich zum Basteln, Malen und Spielen in unserer Geschäftsstelle. Durch Sponsoren konnten wir einmalig mit der Gruppe einen Ausflug nach Berlin unternehmen, um dort den Bundestag, das Mauermuseum und anderes zu besichtigen. Dazu hatten wir finanzielle sowie logistische Unterstützung und das wird wohl nicht mehr möglich sein.

6.Chor: Der Chor DFK Glatz hat endlich mit Ilse Hirschner wieder eine professionelle Leitung und damit bin ich entlastet. Wie auch andere deutsche Rentner die in die Grafschaft Glatz ziehen, ist auch sie aus Deutschland gekommen und wohnt in die Nähe von Bad Altheide. Sie hat keine schlesischen Eltern wie viele, die in der Grafschaft Glatz ihren Lebensabend verbringen wollen. Nur bei den echten Grafschafter ist das nicht der Fall. Unser Chor ist bei vielen Veranstaltungen der Stadt, natürlich bei unseren Festen sowie der DFK Feste in Waldenburg, Grünberg u.s.w. aufgetreten. Letzter Auftritt vor der Pandemie war im Theater Bad Salzbrunn.

7.Deutschkurse für unsere Mitglieder, die nach dem Krieg keine Möglichkeit der Pflege der Muttersprache hatten, die zeitweise ganz verboten war. Die Deutschkurse für die Jugend bis zu den Erwachsenen werden von drei ausgebildeten Deutschlehrern, die natürlich auch unsere Mitglieder sind, unterrichtet.

  1. Frühlings, Sommer und Oktoberfest des DFK. Letztes Sommerfest mit 250 Teilnehmern natürlich vor Corona. Seit der Zeit konnte kein Fest mehr stattfinden.
  2. Zusammenarbeit mit den Sozialverbänden Glatz, Rotes Kreuz, Org. Adalbert, Karitas, Krankenhaus, Blindenverein, Sozialamt usw. Sitzungen finden oft beim DFK Glatz statt.
  3. Politik: Administrator Jurek hält weiterhin den Kontakt zum Stadtrat. Gemeinsame Planungen der Sozialfürsorge. Beim Stadtfest 2014 wurde der deutsche Tag vom DFK mit der Partnerstadt Bensheim organisiert wie auch andere Veranstaltungen.
  4. Hilfe für Heimatreisende bei Problemen mit der Polizei, bei Unfall, Krankheit usw.
  5. Förderung Touristik mit regelmäßigen Konferenzen des Forums für Wirtschaft in Breslau. ( Ein wichtiges Thema für die Zukunft.)

Das ist ein kleiner Abriss unserer Tätigkeiten, vielleicht kommen ihr wieder einmal in die Grafschaft. Nach Terminabsprache berichte ich gern über unsere Arbeit. Jetzt bei den anstehenden Wallfahrten in Wartha und Albendorf kommen viele Deutsche der anderen DFK`s aus Oppeln und anderen Regionen nach der Messe auch zu uns, zum Austausch der Erfahrungen und gegenseitiger Unterstützung. Bitte schaut im Internet unter grafschaft-glatz.de  blog. Dort sind einige unserer Aktionen auch mit Bildern. Wer keinen Computer hat, Eure Kinder werden helfen.

Horst Ulbrich

8.6.2021

Neues aus der Grafschaft Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:29

Ja das normale Vereinsleben kommt zurück.

Als Vorsitzender hatte ich große Bedenken einer Wiederbelebung nach ca. 8 Monaten Pause durch Corona. Nur die Jugend hatte schon zu Beginn des neuen Jahres die Deutschkurse besucht. Allerdings mussten wir auch hier auf 5 Teilnehmer pro Kurs begrenzen, mehr waren wegen unseres mangelnden Platzangebotes nicht erlaubt. Und bei zwei Kursen allein bei den Kindern sind die Kosten hoch wegen der Stunden für die Kursleiter. Zum Glück haben wir die Unterstützung des Konsulats in Oppeln.

Ab dem 1.Juni haben wir wieder einen normalen Geschäftsbetrieb beim DFK Glatz und alle sind zurück. Große Freude und es gab, nach der langen Zeit der Abstinenz, viel zu erzählen. Zum ersten deutschen Gottesdienst vor einem Monat kamen schon über 30 Mitglieder. Die Jugend hat nun eine Sportabteilung mit 18 Kindern. Amelia, die Tochter einer der Deutschlehrer hat nach einer Fortbildung bei unserem Dachverband VDG in Oppeln die Jugendabteilung übernommen. Am Dienstag trainiert die Sportgruppe im Stadion, Mittwoch Deutschkurs und am Samstag wenn wir nach der DFK Öffnungszeit von 11 bis 14 Uhr nach Hause gehen kommt die Jugend zum Basteln und Spielen.

 

           

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Auch extra T-Shirts für die Sportgruppe mit DFK Aufschrift habe ich sofort bewilligt. Leider haben sie dann unbewusst DFK Klodzko drucken lassen. Wir sind natürlich der DFK Glatz aber das lässt sich jetzt nicht ändern. Es ist halt für die Kids, ohne das Verständnis der Vergangenheit, ganz normal in Klodzko zu leben.

Wir werden nun zum Verständnis der Heimatkunde, die in den Schulen viel zu kurz kommt, mit den Kindern einen Film vorbereiten die ihnen die Vergangenheit historischer Bauten und Denkmäler der Stadt näherbringen soll.

Montag den 7.Juni wollte sich unbedingt der DFK Chor treffen, obwohl unsere Chorleiterin, Ilse Hirschner, ihre zweite Impfung abwarten möchte, bevor sie mit den vielen Menschen, in unserem beengten Platzangebot, mit den Übungsstunden beginnt.

   

Allerdings sind alle Chormitglieder schon geimpft und das erste Treffen nach 8 Monaten Pause war ein freudiges Wiedersehen. Die Beteiligung lässt auch auf einen Intensivkurs für Chormitglieder über drei Tage im Pilgerheim am Annaberg hoffen.

Neue Projekte sind auch beantragt und in Arbeit.

Ein Buch zum 10, Jahrestag der Seligsprechung des Gerhard Hirschfelder, erster Seliger der Grafschaft Glatz, ist fertig. Eine Zusammenarbeit mit dem Verein zur Erneuerung des Neuroder Landes und des Bischofsamts. Mit einer Auflage von 500 Stück wird an Bibliotheken und an die Religionslehrer der hiesigen Schulen kostenlos verteilt damit der deutsche Gerhard Hirschfelder weiterhin bekannt wird. Die Bücher sind auf Anfrage auch bei uns zu bekommen. Für Privatpersonen allerdings nicht kostenlos.

Den Gedenkstein für die deutschen Einsiedler an der neu renovierten Kapelle am Annaberg bei Neurode habe ich in Auftrag gegeben. Ein weiteres, steinernes Zeichen gegen das Vergessen.

Unser Mitglied Julian Golak schreibt an einem Buch über die Nachkriegszeit und die Zeit nach der politischen Wende in der Grafschaft. Zeitzeugen von Prof. Wittig und unserem Großdechant bis zu Elisabeth Kynast, sowie engagierte Polen kommen darin vor. Für die Übersetzung in die deutsche Sprache und den Druck suche ich nun Sponsoren. Einen Teil der Kosten übernimmt das Konsulat in Oppeln.

Und zu dem Wunder bei den Gräbern der Bergmänner in Neurode auf dem Friedhof, wie ich geschrieben hatte, gibt es weiterhin totales Schweigen. Ich hatte damals in der Vorbereitung Kontakte zum Bürgermeister in Neurode, dem Denkmalamt und des Bergmannsvereins. Aber niemand hat Kenntnis von einer Renovierung. Also bleibt mir nur ein herzliches „Vergelts Gott“ an den oder die guten Menschen, die es gewagt haben, ohne Genehmigung und die Querelen mit dem Denkmalschutz einfach zu handeln, was wir als Verein natürlich nicht gewagt hätten. Wenn es nun noch gelingt an der Tafel links neben dem großen Gedenkstein die Schrift auch noch lesbar zu machen, werde ich mit dem Bergmannsverein in Görlitz und Neurode, und deren Blaskapellen eine neue Einweihung der Gedenkstätte organisieren. Die Zusagen der Vereine habe ich schon und hoffe der Großdechant wird die erneute Einweihung nach Renovierung vornehmen können. Aber zunächst die Erneuerung der Schrift des kleinen Gedenksteins.

Auch die ersten Besucher aus Deutschland kommen wieder zu uns und wir verbrachten einen Grillabend mit Musik am Lagerfeuer bei Ulbrich.

   

Liebe Leser, wie man sieht ist die Zukunft der Deutschen in der Heimat durch den DFK Glatz gesichert und wir arbeiten weiterhin für unsere gemeinsame Heimat. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte hier die beiden Konnten.

DFK Vereinskonto

DE76 4945 0120 1112 5528 54

Schlesienhilfe für alle Aufgaben der Heimatpflege

DE02 4945 0120 1112 5511 79

Bericht

Horst Ulbrich

14.5.2021

Gedenken zum 80. Jahrestag des Grubenunglücks am 10.Mai 1945

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:46

Zum schwärzesten Tag der Gemeinden um die Stadt Neurode wurde der 10. Mai 1941. Beim Schichtwechsel gegen 22 Uhr kam es zu der größten Katastrophe im Kohlendorfer Steinkohlebergbau, bei dem auf einmal 187 Bergleute grausam ihr Leben verloren. Was war passiert? Eine ungeheure Kohlensäureexplosion hatte Unmengen an Gestein und Gas freigesetzt, Bergleute wurden erschlagen oder erstickten qualvoll. Es war die größte Kohlensäure-Katastrophe, die sich bis zu dieser Zeit in Europa ereignet hatte. Von den Nachrichtenagenturen im 3. Reich verschwiegen, selbst die Traueranzeigen über die verunfallten Bergmänner durften das Unglück nicht erwähnen.

Aber das war schon der zweite große Kohlendioxidausbruch nach der Katastrophe am 9.Juli 1930 auf der Grube in Hausdorf. Eine gefährliche Gegend für Bergleute wo von 1930 bis 1941 insgesamt über 300 Männer bei Unfällen untertage gestorben sind. Auch nach dem Krieg gab es bei weiteren fünf Unfällen 18 Tote. Heute sind alle Gruben der Region geschlossen. Die letzte war Neurode im Jahr 1995.

Am 10.5.2021 trafen sich zum 80. Jahrestag des größten Unglücks im Bergbau Europas, an der Gedenkstelle auf dem Friedhof in Neurode die Präsidentin zur Erneuerung des Neuroder Landes, Frau Theresa Bazala und der Vorsitzende der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft Glatz, Horst Ulbrich zu einem stillen Gedenken für alle Opfer die in den Gruben ihr Leben verloren haben. 

                                                                                                                  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Schon 2018 hatte sich der DFK Glatz für eine Renovierung der Gedenkstelle eingesetzt, auch Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt wie auch dem Denkmalschutz geführt. Ein langer Prozess der durch Covid 19 ein jähes Ende fand.

Aber es geschehen noch Wunder! Als im April diesen Jahres die Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollten haben wir festgestellt, dass die Steine der Gräber renoviert sind und die Namen wieder lesbar sind. Gräber ohne Steine sind symbolisch, denn viele Opfer sind auf den Familiengräbern der Region bestattet worden.

   

Eine tolle Leistung die fachlich gut ausgeführt wurde und wir würden uns gern bedanken. Aber bei wem? Da manche Namen auf den Steinen nicht mehr lesbar waren ist zu der Kenntlichmachung ein Insiderwissen erforderlich. Also ein Hinweis auf deutsche Helfer? Oder hat sich die Stadt Neurode nach unserem Kontakt von früher das veranlasst? Eventuell auch der Bergmannsverein in Neurode? 

Bisher haben wir keine Erkenntnisse. Aber am Gedenkstein sind neue Grablichter aufgestellt worden, am Gedenktag wurden auch rote Blumen dort abgelegt.

 

Der DFK Glatz würde nun gern auch die Schrift am zweiten Gedenkstein für die Kumpel der Katastrophe 1930 wieder sichtbar machen lassen. Dazu wäre die Erfahrung der Menschen wichtig, die für die neuen Schriftzüge an den Grabsteinen gesorgt hatten. Schön wäre eine Zusammenarbeit, wer kann da weiterhelfen?

Bericht

Horst Ulbrich

15.4.2021

Arbeit auf den Friedhöfen vor Ostern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:34

Es war wieder viel Arbeit auf den Friedhöfen und Helfer hatten teilweise Angst dabei zu sein. So waren wir zunächst in Eckersdorf bei den Kindergräbern und der Grafen Magnis und oberhalb des Dorfes bei dem ehemaligen Einsiedler Heinrich Bender. Bei trockenem Wetter müssen wir mal versuchen auch dort das Grün vom Denkmal zu entfernen wie bei den Kindergräbern der Fam. Magnis. Ich werde mich zu geeigneten Mitteln erkundigen.

            In Glatz danach bei unseren verstorbenen Chorleiter des DFK, dem Komponisten Paul Kaupert und anderen.

 

Samstag noch nach Tscherbeney zu unserer Ortsgruppe DFK Kudowa und Kontrolle auf dem Friedhof. Dort hat uns Elisabeth wichtige Aufgaben hinterlassen wie die Gräber der Nonnen, das Grab des seligen Gerhard Hirschfelder, das Lapidarium und natürlich das Grab unserer Elisabeth.

 

Der neuen Vorsitzenden hatte ich schon vorher Geld für Grabschmuck überwiesen und sie hat alles sehr gut organisiert.

Dort gab es auch eine Messe zum Geburtstag unserer Lisa.

Aus Zeitgründen leider nur ein Kurzbericht weil neue Planungen und Corona Informationen im nächsten Bericht auch sehr wichtig sind.

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und bleibt gesund.

Euer Horst

Neues aus Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:30

Liebe Leser dieser Seite,

Corona in Polen habe ich ja schon oft behandelt, aber die Katastrophe zieht immer größere Kreise mit Inzidenzwerten von über 500 vor Tagen, jetzt spricht man von ca. 800 wie in Tschechien. Aber wer weiß das schon.

Ich war gestern wieder bei der Beerdigung eines guten Freundes aus Eckersdorf. Sein Bruder verstarb schon vor 3 Wochen an Corona. Ein Pfleger und Fahrer eines Rettungswagens hat uns berichtet, sie seien 17 Stunden mit einem Coronapatienten von Glatz über Waldenburg, Breslau und dann nach Bad Altheide gefahren und die haben nur wegen der langen Fahrtzeit den Patienten aufgenommen. Alle Kliniken der Gegend sind überfüllt.

Ich hatte, wie schon berichtet, zweimal den Bischof angeschrieben und gebeten die Hostie bei der Kommunion nicht weiter zum Mund zu geben, weil so die Gefahr einer schnellen Verbreitung des Virus besteht. Auch Jesus hat gesagt: Nehmet und esset alle davon … auch dort wurde das Brot nicht zum Mund gereicht. Aber keine Reaktion und weiter wird so verfahren. Die Diskussion mit einem sehr gläubigen Mann aus unserem Bekanntenkreis ergab, was ihm der Pfarrer gesagt habe. Während der Wandlung entsteht eine Art Aura und schützt die Hostien wie auch die Empfänger vor allen Viren. Warum desinfizieren die Pfarrer dann die Hände vor der Kommunion? Was soll man da diskutieren? Nur die Infektionszahlen wie auch die Sterberaten zeigen ein anderes Bild, vor allem hier in Schlesien.

Die Bischöfe in Polen sind päpstlicher als der Papst, hieß es heute am Morgen in den Radionachrichten, denn sie raten von der Impfung mit Astra und Johnson ab, weil der Impfstoff aus den Zellen abgetriebener menschlicher Föten hergestellt würde. Andere werden sich über einen früheren Impftermin freuen, denn wer absagt, hat erst ganz zum Ende der Impfperiode wieder eine Chance, sagte der Gesundheitsminister im Fernsehen.

Nach meinen Recherchen ist die Nutzung der abgetriebenen Föten tatsächlich so und es lässt sich zurückverfolgen. Im Jahr 2016 haben 2 Frauen irgendwo auf der Welt die abgetriebenen Föten zur Verfügung gestellt. Daraus gewonnene Zellen werden seit der Zeit in Laboren weltweit weiter vermehrt und zu medizinischen Zwecken und damit zum Wohle der Menschheit eingesetzt. Wenn man bedenkt, wie viele Abtreibungen seit dieser Zeit überall vorgenommen wurden, ohne zum Wohl der Menschheit eingesetzt zu werden. Davon hat sich wohl auch der Papst überzeugen lassen, der zur Impfung der Völker aufgerufen hatte.

Deshalb gibt es nur die Impfmöglichkeit, um sich zu schützen, und ich hoffe, alle meine Freunde lassen sich auch davon überzeugen. Übrig bleibt am Ende eine geteilte Gesellschaft. Die Geimpften mit allen Freiheiten und die Unverbesserlichen, denen eventuell der Einlass in öffentliche Einrichtungen oder Restaurants dann später verwehrt wird. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. In unserer Heimat wird sich das Coronavirus weiter austoben, nur die Impfstrategie hier ist wesentlich besser organisiert. Ich wurde schon im Februar das 2. Mal mit Biontech geimpft. Meine Schwiegereltern hatten letzte Woche ihren ersten Termin. Ab Montag werden, nach den Lehrern und anderen Staatsdienern, schon die Jahrgänge 1968 geimpft und meine Frau Renia ist auch registriert. Danach können wir wieder an Urlaub und Fahrten nach Deutschland denken und das lässt hoffen.

Auch beim DFK sind viele unserer Mitglieder schon geimpft und wir werden ab Mai den normalen Betrieb weiterführen, auch wieder regelmäßige deutsche Messen mit Pater Arndt organisieren. Ilse Hirschner, unsere neue Chorleitung, hat schon online ihre Ideen vorgesungen und alle sind begeistert.

Planungen für das Reimannkonzert und eine Publikation über den Komponisten wie auch über herausragende Menschen aus Niederschlesien und eine Biografie des Seligen Gerhard Hirschfelder für den Religionsunterricht der Schulen sind in Planung. Am Annaberg, wo es nach der Renovierung der Kapelle eine neue Einsiedlerin gibt, planen wir einen Gedenkstein für alle Einsiedler, die dort gelebt haben, im Gedenken und gegen das Vergessen. Was wir jetzt nicht realisieren, wird die nächste Generation nicht beginnen. Allein die Finanzierung ist noch vakant und damit steht und fällt jedes Projekt. Aber lassen wir den Kopf nicht hängen und schauen positiv in die Zukunft, obwohl es in der Heimat der Schlesien noch heftig zugeht. Leider ist hier die Zahl der Betroffenen, trotz der vielen Menschen, die schon durch Impfung immun sind, wegen der begangenen Fehler stark gestiegen.

Bericht Horst Ulbrich

28.3.2021

   Ostern 2021 DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:07

 

Liebe Freunde,

ja, es ist eine schlimme Zeit und die Krankenhäuser in Glatz und Bad Altheide sind voll und geschlossen. Die Patienten wurden bisher 50 km bis nach Waldenburg gefahren, aber auch dort ist man am Limit. Wir sind noch gesund, das heißt ich bin schon im Februar mit Biontech 2 Mal geimpft worden, mein Stellvertreter Heinz-Peter Keuten im Rahmen der Lehrerimpfungen auch schon. Meine Schwiegereltern haben den Impftermin nach Ostern. Meine Frau Renia ist zu jung und bekommt wohl erst im Herbst einen Termin. Ich habe mir viel Mühe gegeben, sie früher impfen zu lassen, weil wir bisher immer noch die Ausgabe der Hilfsmittel bis zu Pflegebetten aus unserem Lager geleistet haben und laufend mit Kranken oder deren Familienangehörigen in Kontakt sind. Wir haben leider den Service für bedürftige Menschen wegen der hohen Infektionsgefahr nun einstellen müssen.

Unsere DFK-Geschäftsstelle in Glatz ist bis nach Ostern geschlossen, wir werden dann eventuell mit den geimpften älteren Mitgliedern wieder Treffen vereinbaren können. Ab Mai soll auch unser Chor endlich wieder proben können.

Zurzeit sind wir auf den Friedhöfen der Region unterwegs, um die Gräber für Ostern in Ordnung zu bringen. Einsiedler Heinrich Bender und die Kindergräber der Grafenfamilie Magnis in Eckersdorf, in Glatz dann Paul Kaupert, der ehemalige Organist und Komponist der Stadtkirche, und einige verstorbene Mitglieder. In Tscherbeney organisieren wir mit der Ortsgruppe die Pflege des Hirschfelder-Grabes, die Schwesterngräber und den Gedenkstein unserer Elisabeth Kynast.

Am Dienstag nach Ostern, zu ihrem Geburtstag, ist eine Messe für Elisabeth bestellt und alle ihre Freunde werden dabei sein. Ich hoffe es gibt genügend Platz in der Kirche, einige werden vielleicht auch Bedenken wegen der Coronalage in der Region haben. Ich fahre noch vor dem Fest, um letzte Vorbereitungen zu organisieren, Geld für Ordnung und Blumenschmuck zu bezahlen und den Bedürftigen wieder Hilfe für Medikamente auszahlen. Alles wieder im Freien und mit Abstand zur Sicherheit.

Liebe Freunde, am Annaberg bei Neurode ist die Kapelle fast fertig renoviert, auch eine Einsiedlerin (Ordensschwester der Franziskaner) ist schon eingezogen und kümmert sich um Besucher der Kapelle. Wir planen dort einen Gedenkstein gegen das Vergessen mit einer Inschrift aller Einsiedler bisher, in Polnisch und Deutsch. Geschätzte Kosten sind ca. 2000,- €.

Ein zweites Projekt ist zum zehnten Jahrestag der Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder. Schon seit Jahren organisieren wir mit unserem Vizevorsitzenden Heinz-Peter Keuten einen jährlichen Malwettbewerb für Grundschul- und Kommunionkinder in den Schulen zum Leben des Seligen und Kaplans. Hirschfelder ist auch fester Bestandteil des Religionsunterrichts.

Geplant sind kolorierte Bücher, die an Schulen in Polen und Bibliotheken kostenlos abgegeben werden sollen.

Die Bücher sollen zweisprachig gedruckt werden.

Bei 500 Büchern (ca. 100 Seiten) belaufen sich die Kosten für Schriftsteller, Übersetzer und Druck auf ca. 4500,- €.

Ich hoffe dabei auch auf die Unterstützung der Hirschfelder-Stiftung. Beide Projekte sind eine wichtige Maßnahme gegen das Vergessen in den nächsten Generationen und Material im Religionsunterricht.

Wir bitten für die Grabpflege und beide Projekte wieder um Eure Unterstützung. Dazu bitte das Konto Schlesienhilfe in Deutschland:

                             DE02 4945 0120 1112 5511 79

 Der Vorstand des DFK Glatz wünscht Euch allen ein gesegnetes Osterfest und bleibt gesund.

 

Bericht

Horst Ulbrich

3.3.2021

Ist die Epidemie außer Kontrolle? Virus-Infektionen im Kreis Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:11

ES GIBT EINEN MANGEL AN PLÄTZEN IN KRANKENHÄUSERN. ENDE DER WOCHE WIRD HÖCHSTWAHRSCHEINLICH EIN PROVISORISCHES KRANKENHAUS IN BRESLAU ERÖFFNET

Nichts deutete auf eine derart signifikante Verschlechterung der epidemiologischen Situation im Glatzer Kreis hin. In den letzten zwei Wochen im Februar – vom 14. bis 28. Februar – erreichte die Zahl der Neuinfizierten im Kreis Glatz einen Rekordzuwachs von 918 Personen. Zum Vergleich: Im Januar unterschied sich diese Region nicht vom nationalen Durchschnitt.   Im Februar erkrankten im gesamten Monat im Kreis Glatz insgesamt 1.246 Personen. Die Inzidenzraten pro 10 Tausend Menschen steigen ebenfalls. Diese Zahlen führen auch zu einer Zunahme der Todesfälle, dass bereits jetzt Menschen, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, wegen Platzmangels nach Breslau und Waldenburg geschickt werden.  Die schwierige Situation im Krankenhaus in Glatz wurde auch in einem Interview mit unserer Redaktion vom Landrat in Kłodzko, bestätigt.

Wir haben 74 Covid-Betten, von denen 4 mit einem Beatmungsgerät ausgestattet sind, aber wir mussten auch von der Intensivstation die restliche Betten belegen und im Moment haben wir 9 Personen mit Covid unter einem Beatmungsgerät sagt M. Awiżeń.

Aus den Medien übernommen!

Meine Meinung dazu:

Wie schon im letzten Bericht geschrieben rechnete ich zwei Wochen  nach der Öffnung der Skigebiete mit höheren Infektzahlen. Mit dem großen Schneefall vor ca. 2 Wochen wurden die Skigebiete in der Nähe geöffnet und Gäste der Region und viele aus Deutschland bevölkerten die Region. Alle Geschäfte waren schon vorher ganz normal geöffnet. Schließungen gab es nur nach dem Weihnachtsgeschäft am 27.12.2020, wohl um die heimische Wirtschaft nicht zu schädigen, bis in die erste Woche im neuen Jahr. Wer in der katholischen Messe zur Kommunion geht bekommt auch immer noch die Hostie zum Mund gereicht.

Das sind, meiner Meinung nach, die drei Beschleuniger der Verbreitung der Viren. Vielleicht haben auch die vielen Arbeiter, die aus Glatz mit Bussen täglich nach Tschechien zu den Skoda Werken fahren, dazu beigetragen.

Der Vorstand des DFK Glatz hatte beschlossen, langsam wieder Kurse anzubieten, auch Samstags zu öffnen. Das war am letzten Samstag nach dem ersten deutschen Gottesdienst bekannt gemacht worden…… Jetzt werden wir zunächst wieder in den alten Modus mit Telefonaten, Internet und Hausbesuchen gehen müssen. Das kostet viel Zeit, Nerven und Geld.

Zum Glück wird in Polen schneller geimpft als es in Deutschland der Fall ist und nur das lässt uns auf ein normales Leben im späten Frühjahr hoffen.

Liebe Leser dieser Seite. Herzliche Grüße und bleibt gesund.

Horst Ulbrich

28.2.2021

Endlich wieder deutscher Gottesdienst.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

 

Nach ca. sechs Monaten haben wir endlich wieder einen deutschen Gottesdienst bei den Klarissen-Schwestern in Glatz organisiert. Der Vorstand hatte eigentlich Bedenken, ob wegen der Pandemie überhaupt jemand kommen würde. Lange Zeit waren die Bedenken einer Ansteckung zu groß, zumal in den polnischen Messen immer noch die Kommunion zum Mund gereicht wird und sich nur wenige Menschen die Hostie in die Hand geben lassen. Das hat sich aber geändert und ist nun auch von der Kirchenführung erlaubt.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Vorbereitung der hl.Messe J.Straube und H.P.Keuten.     Re. Pater Marian Arndt.

Vor längerer Zeit wurde der Frau unseres VDG-Vorsitzenden im Rahmen  eines Besuchs des DFK Glatz bei den Franziskanern sogar die Gabe der Hostie verweigert, mit dem Argument, der Bischof erlaube das nicht.

Bei uns wurde schon vor Jahresfrist bei der Begrüßung vor der Messe darauf aufmerksam gemacht, wer die Hostie zum Mund bekommen möchte, solle sich wegen der Infektionsgefahr bitte am Ende anstellen. Und außerdem, so unser Pater Dr. Arndt, hat Christus beim letzten Abendmahl ja selbst gesagt: „Nehmet und esset alle davon“ – und das Nehmen geschieht doch in der Regel mit der Hand!

     

Bei unserem ersten Gottesdienst in diesem Jahr haben sich dann doch  25 unserer Vereinsmitglieder getraut und das lässt für die Zukunft hoffen. Nach der Messe trafen wir uns noch vor der Kirche und alle waren glücklich sich wieder zu sehen. Wir werden also wie früher jeden letzten Samstag im Monat einen deutschen Gottesdienst mit Pater Marian organisieren und hoffen auf weitere Bereitschaft der Mitglieder. Natürlich hätten wir auch gern wieder den Chor dabei, wo doch mit Frau Ilse Hirschner, die aus Deutschland nach Altwilmsdorf in der Nähe von Bad Altheide gezogen ist, endlich auch wieder eine professionelle Chorleitung zur Verfügung steht. Bei dem Gespräch vor der Kirche ergab sich sogar eine Lösung für unsere beengten Probenbedingungen in der DFK-Geschäftsstelle. Ganz in der Nähe steht nach Renovierung eines großen Hauses ein Saal zur Verfügung, der wohl auch zeitweise zu mieten ist, damit die Abstände der Chorteilnehmer gewährleistet werden kann. Das ist evtl. eine Möglichkeit mit den Übungsstunden zu beginnen, damit endlich wieder ein Stück Normalität in unser Vereinsleben kommt. Ich werde mich nach dem Preis der Miete für eine begrenzte Zeit erkundigen, in der Hoffnung auf spätere Lockerung der Personenzahl bei Versammlungen, um dann in den Vereinsräumen weiter zu üben.

Den Kontakt zu unseren Mitgliedern haben wir bisher mit Meldungen über WhatsApp, Telefon und E-Mails aufrechterhalten. Bei den Älteren mit Hausbesuchen und Telefonaten, damit alle informiert und versorgt waren.

Möge mit baldigen Impfterminen die Zeit wieder normal werden. In Polen scheint das besser zu funktionieren als in Deutschland. Einige unserer älteren Mitglieder sind schon geimpft, andere haben Termine im März. Nach Ü80 und Ü70 sind nun auch die Lehrer an der Reihe und bis zum Sommer soll ein großer Teil der Bevölkerung endlich gegen das Virus immun sein.                                                            Also schauen wir zuversichtlich in die Zukunft .

Allen Lesern wünsche ich von Herzen Gesundheit.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

16.2.2021

Corona und kein Ende.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

 

Ja, in Deutschland gibt es offenbar kaum noch ein anderes Thema. Bei der Politik meckert jeder über jeden, statt bessere Vorschläge zu machen. Aber nur damit könnte man sich vor den Wahlen positionieren.

In Polen geht alles viel ruhiger zu. Geimpft werden nun die Ü70. Über 80-jährige und das Krankenhauspersonal sind wohl schon versorgt. Wichtig ist aber, man muss selbst agieren, sich melden und eintragen lassen, sonst bekommt man eben einen späteren Termin. Eingekauft hat der polnische Staat wohl genug für alle, die sich impfen lassen wollen, nur die Durchführung geht nicht sehr gut voran. Es gibt auch keine großen Impfzentren wie in Deutschland. In Glatz ist im Krankenhauskeller der Kardiologie wenig Platz, aber die Terminvergabe dafür im Minutentakt. Gleiches im Ärztehaus und anderen Einrichtungen. Gekauft wurden lt. Veröffentlichung:

Biontech / Pizer           16,7 Mio. Dosierungen

Moderna                       6,7 Mio.

Cure Vac                       5,7 Mio.

Astra Zeneca                16 Mio.

Johnson und Johnson   16,98 Mio.

Das sind 32 Mio. Dosen-bei ca. 40 Mio. Einwohnern sollten das für Impfwillige zunächst reichen. Wenn es mit den Terminen so weitergeht, ist man wohl wenigstens auf diesem Gebiet der medizinischen Versorgung auf einem guten Weg.

In den Krankenhäusern  immer noch teilweise schlimme Zustände. So ist zum Beispiel eine Bekannte mit akutem Blinddarm zur OP in das Krankenhaus in Reichenbach eingeliefert worden. In dem Zimmer mit fünf Betten ist in der Nacht eine Frau verstorben und blieb bis zum anderen Morgen dort liegen. Das Bett hatte wohl keine Rollen und für die Nachtschwester war damit ein Transport unmöglich. Gestern wurde die Frau eines Freundes beerdigt und an dem Tag ist auch er an Corona verstorben. Da gäbe es noch viele solcher Geschichten. Die Deutschlehrerin unseres DFK hatte einen Sturz und das Armgelenk war angebrochen sowie 2 Sehnen verletzt. Nach der Diagnose bekam sie einen OP-Termin für März 2021. Aber der Arm ließ sich nicht mehr bewegen. Es gab nur eine Option, sich privat operieren zu lassen, was in Oppeln dann auch sofort möglich war. Allerdings mit 20 000,- PLN nicht gerade günstig und auch die Nachsorge musste dann privat bezahlt werden. Das muss eine Frau als Verwaltungsangestellte erst mal verdienen. Ein Problem in der Diaspora in Schlesien ist, es gibt zu wenig Fachärzte. Viele Ärzte, zu denen natürlich Doktor gesagt wird, wären in Deutschland Assistenten. Nur wenige haben ihren Doktor gemacht und damit gibt es hier nur eingeschränkt fachliche Betreuung. Gute Ärzte sind in Deutschland wo mehr verdient wird.

Die Geschäfte sind bis auf wenige geöffnet, die Rentnerzeiten von 10 bis 12 Uhr wurden teils mit Wachpersonal kontrolliert und das hat in der Pandemie geholfen.  Ab dem 15.2. ist wieder alles geöffnet und so funktioniert der Handel mit nur kleinen Einschränkungen, aber die Umsätze stimmen, wie die Wirtschaftsmeldungen bestätigen.

Bei unserer Geschäftsstelle des DFK Glatz haben wir gestern die dritte Renovierung nach Wassereinbruch abgeschlossen und hoffen in Zukunft von solchen Ereignissen verschont zu bleiben. Aber mit viel Eigenleistung und günstigem Materialeinsatz wurde auch diese Hürde gemeistert. Drei Deutschkurse wurden in diesem Jahr neu gestartet, mit der Einschränkung der 5 Personen, die als Teilnehmer nur gestattet sind. Die Jugend wird im Frühjahr mit einem Projekt zur Glatzer Stadterkundung beginnen und ich hoffe auf die Unterstützung des MDR Sachsen bei der Umsetzung. Nach der Zusammenarbeit mit den zwei Filmen über die Grafschaft Glatz haben wir gute Kontakte. Der Plan ist, Kinder und Jugendliche suchen sich historische Gebäude oder Denkmäler aus, über die sie in einem virtuellen Stadtrundgang berichten, das Ganze dann filmtechnisch umgesetzt.

Auch ein Buch über herausragende Schlesier ist in Vorbereitung. Wir nutzen dazu den guten Kontakt zu Julian Golak, der lange Jahre Vizevorsitzender des schlesischen Landtags war. Wie ich gerade erfahre, wird er nach der Pandemie für sein Bemühen um die Zeitung Grafschafter Bergland ausgezeichnet. Er wird sich mit uns auch für die Gestaltung des Buches einsetzen, das wir  dann zweisprachig, in Deutsch und Polnisch, präsentieren werden.

So gibt es weiterhin viel zu tun, also packen wir es an und hoffen inständig auf bessere Zeiten, denn auch unser schlesischer Fasching muss wegen Covid 19 zum zweiten Mal ausfallen.

Grüße aus der Heimat und bleibt alle gesund.

Horst Ulbrich

 

24.1.2021

Liebe Freunde dieser Seite.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:34

Ja viele haben neue Einträge hier vermisst und mir geschrieben. Aber ich wollte nicht immer die negativen Entwicklungen dokumentieren.

Leider sind die Zeiten nicht so positiv und ich schreibe Euch mal einige Situationen die wir so erleben.

  1. Wie viele wissen sind wir fast pausenlos und gerade in diesen Zeiten mit der medizinisch-technischen Hilfe für alle Bedürftigen der Gemeinde Glatz im Einsatz. Da wir auch das Krankenhaus mit über 230 Pflegebetten und anderen Hilfsmitteln unterstützen konnten, hatten wir gehofft auch in das Impfprogramm der Klinik mit aufgenommen zu werden, da wir bei  der Ausleihe aus unseren Zentrallager mit Corona Patienten in Kontakt kommen. Wir konnten uns auch in dem Programm registrieren lassen und bekamen sogar einen Impftermin für den          22.1. 2021. Aber nein….. am 21,1, ein Anruf und wir gehören nicht zu dem Personenkreis. Schweren Herzens werden wir zu unserem Schutz nun den Service aufgeben müssen, denn die Gefahr ist mit den vielen Kontakten zu groß und das gibt Tränen bei den Betroffenen.

  2. Wir haben Verstorbene nun auch in unserer Familie. Ein Onkel meiner Frau ist verstorben, nachdem die Tochter aus ihrer Arbeitsstelle den Virus in die Familie gebracht hatte. Die Tante nach Beatmung im Krankenhaus nun als Pflegefall wieder zu Hause.

  3. Eine Schwester der Coronastation hatte sich infiziert. Der Vater auch schon verstorben, die Mutter nach Beatmung zu Hause. Sie ist aber zu schwach und hat von uns sofort ein Pflegebett und Toilettenstuhl bekommen weil sie zu schwach für den Gang zur Toilette ist.

  4. Ein guter Freund aus Eckersdorf, der kürzlich noch Fliesen in unserer DFK Geschäftsstelle verlegt hatte ist noch vor der Einlieferung auf die Coronastation gestorben.  Viele wollen nicht in das Krankenhaus und warten zu lange. Bei seiner Totenmesse waren ca. 100 Menschen aus dem Dorf in der Kirche mit Kommunion zum Mund und nun haben wir auch in dem Dorf Corona Infizierte. Aber auch bei uns in Schwenz. Leider hat die Kirche zugelassen, dass sich viele Menschen über die Kommunion zum Mund infiziert haben. Meine Bitte an den Bischof war leider vergebens.

  5. Ein Cousin meiner Frau war nach Krebsoperation zur Reha wo er sich mit Covid 19 angesteckt hatte. Er ist nach Aufenthalt im Krankenhaus jetzt wieder zu Hause, benötigte aber sofort ein Sauerstoffgerät aus unserem Lager.

So könnte ich noch einiges berichten, aber was soll das in einer verfahrenen Situation. Vielleicht fällt meinen Lesern etwas ein wie wir, meine Frau und ich, einen Impfschutz bekommen können, um unseren sozialen Dienst weiterführen zu führen zu dürfen. Wir fahren egal wohin wenn es eine Chance gibt.

Positiv zu bemerken ist die Unterstützung unseres Dachverbandes VDG und des Konsulats in Oppeln. Wir konnten unsere Geschäftsstelle in der Zeit des Stillstands renovieren und auch ein elektrisches Klavier anschaffen, um mit unserem Chor und der neuen professionellen Leitung neu beginnen zu können…… ja wenn Treffen über 5 Personen wieder erlaubt sind.

Lediglich die Jugend wird ab 01. 02. 2021 mit dem Deutschunterricht wieder beginnen. Aber auch da gab es ein Problem. Unsere Deutschlehrerin war gefallen und hatte einen Bruch des Ellenbogens mit Sehneneinriss, den hier in der Provinz keiner operieren wollte oder konnte. Einen OP Termin in der Orthopädie bei Oppeln gab es für den März 2022. Ursula hat sich dort nun privat für 20 000,- PLN operieren lassen und dazu einen Kredit aufgenommen. Soviel zu dem Gesundheitssystem in Polen und wir hoffen sie mit Eurer Hilfe unterstützen zu können.

Ja und positiv…… wir sind merkwürdiger Weise und trotz vieler Kontakte mit Kranken noch gesund. Benötigte Hilfsmittel vermitteln wir nun per Telefon wo Pflegebetten oder anderes nicht mehr gebraucht wird. Desinfizieren und Transport müssen die Menschen dann selbst organisieren, was bei alten Menschen oft große Probleme macht.

Wir haben in der Region die Hühnergrippe…… auch nicht gerade positiv….

Meine Hühner sind nun im geschlossenen Treibhaus in Quarantäne und vernichten dort alles was da noch grün war. Die Tiere der großen Eierproduzenten in der Region wurden gekeult wenn sie nicht frühzeitig geschlachtet wurden. Meine werden nun überleben und ich hoffe ab März, wenn sie hoffentlich wieder ins Freie dürfen, auch etwas säen zu können.

Nun hoffe ich bald etwas positives berichten zu können.

Horst Ulbrich

28.12.2020

Deutscher Lyrikwettbewerb in der Grafschaft Glatz 2020 – trotz aller Widrigkeiten!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:32

Über 70 Schüler zwischen 7 und 18 Jahren aus fast 20 verschiedenen Schulen der gesamten Region kommen zusammen, um deutsche Gedichte vorzutragen und in festlichem Rahmen die besten „Rezitatoren” zu ermitteln. So war es im November 2019. Und im Jahre 2020? Ein Ding der Unmöglichkeit zu Corona-Zeiten, wo öffentliche Ansammlungen von mehr als fünf Personen streng untersagt sind.

Und doch – es ist uns gelungen, dank der finanziellen Unterstützung des Deutschen Konsulats Oppeln den seit 2014 durch den DFK Glatz organisierten regionalen „Rezitationswettwerb deutschsprachiger Lyrik” (so der offizielle Titel) doch stattfinden zu lassen, und zwar erstmals in digitaler Form!

Viele Schulen der Region, in der Grafschaft Glatz und darüber hinaus, waren aufgerufen, ihre Kandidatinnen und Kandidaten Filmaufnahmen machen zu lassen, in denen die Schülerinnen und Schüler selbst ausgewählte deutschsprachige Gedichte vortragen sollten. Zu diesem Zweck wurden den Schulen bereits im Oktober 2020 Datensticks zugeschickt, die sie bis Ende November mit den Aufführungen der Kandidaten bespielen und an die Adresse des DFK Glatz zurücksenden sollten.

Und nicht wenige Schulen sind unserer Einladung gefolgt, obwohl seit Ende Oktober alle Schulen in Polen praktisch geschlossen waren und der Unterricht nur noch online stattfand. Teilweise wurden auch in unseren DFK-Räumen Aufnahmen gemacht und die dazu notwendige Kamera durch das Deutsche Konsulat zur Verfügung gestellt. Nicht weniger als 37 Kandidatinnen und Kandidaten aller Schulformen, von der Grundschule (1. Klasse) bis zur Abiturklasse, haben Filme mit ihren Gedichten aufgenommen und sie uns zugeschickt, darunter sogar erstmals Schulen aus Breslau. Eine fachkundige Jury hat sich dann am 12. Dezember 2020 in der Geschäftsstelle des DFK Glatz versammelt, um alle Aufnahmen anzuschauen und nach den Kategorien Originalität und Schwierigkeitsgrad des Gedichts, Aussprache, Flüssigkeit und Lebendigkeit des Vortrags, Mimik und Gestik sowie Inszenierung und Accessoires zu bewerten. Die Preise wurden in drei Alterskategorien verliehen: Grundschule 1 (untere Klassen, Altersgruppen A/B), Grundschule 2 (höhere Klassen bis Kl. 8; Altersgruppe C) sowie weiterführende Schulen (meist Liceum, Altersgruppe D). Und hier sind die Namen der Gewinner mit Angabe ihres Alters, ihrer Schulen sowie der vorgetragenen Gedichte:

 

Kategorie 1:

  1. Letycja Bernat (7 Jahre, Grundschule Niederlangenau/Długopole Dolne) mit dem Gedicht „Der Herbst steht auf der Leiter“ von Peter Hacks
  2. Pola Sibilska (11 Jahre, Grundschule Nr. 81 Breslau/Wrocław) mit dem Gedicht „Tiere im Winter“ von Elke Bräunling
  3. Antonina Skorupska (11 Jahre, Grundschule Nr. 81 Breslau/Wrocław) mit dem Gedicht „Kind bleiben“ von Norbert van Tiggelen

 

Kategorie 2:

  1. Jakub Łabędź (11 Jahre, Grundschule Zespół Szkół Społecznych Glatz/Kłodzko) mit dem Gedicht „Lügengedicht“ von Regina Meier
  2. Martyna Bojko (13 Jahre, Grundschule Gabersdorf/Wojbórz) mit dem Gedicht „Flugangst“ von Renate Eggert-Schwarten
  3. Julia Łopusiewicz (13 Jahre, Grundschule Nr. 1, Zespół Szkół Ogólnokształcących Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka) mit dem Gedicht „Herbstlied“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Kategorie 3:

  1. Julia Franaszczyk und Alicja Krowiak, begleitet von Julia Rycyk an der Gitarre (17 Jahre, Allgemeinbildendes Liceum, Zespół Szkół Ogólnokształcących Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka) mit dem Gedicht „Pidder Lüng“ von Detlev von Liliencron
  2. Marlena Kwiatkowska (18 Jahre, Allgemeinbildendes Liceum B. Chrobrego Glatz/Kłodzko) mit dem Gedicht „Glückliche Liebe“ von Wisława Szymborska in der Übersetzung von Karl Dedecius
  3. Aleksandra Łabędź (18 Jahre, Allgemeinbildendes Liceum, Zespół Szkół Społecznych Glatz/Kłodzko) mit dem Gedicht „Kleines Solo“ von Erich Kästner.

 

Da wegen des Lockdowns auch die geplante Feier zur Preisübergabe an die Gewinner ausfallen musste, wurden die Urkunden sowie die Preise auf dem Postwege an die Schulen der Gewinner versandt. Wir gratulieren allen Gewinnern und bedanken uns recht herzlich bei allen teilnehmenden Schülern und Lehrern, denn in diesem Jahr war die Teilnahme mit einem besonderen Aufwand verbunden. Und die Jury hatte es nicht einfach, die besten Aufnahmen auszuwählen!

Wir alle hoffen, dass im Jahre 2021 wieder ein Präsenzfestival mit der besonderen Atmosphäre des Auftritts vor großem Publikum möglich sein wird, und danken allen, die mitgeholfen haben, den diesjährigen Wettbewerb vorzubereiten, zu finanzieren und zu unterstützen (von Seiten des DFK Glatz lag die Vorbereitung und Durchführung wieder einmal in den Händen des bewährten Teams aus Renia und Horst Ulbrich, Barbara Nitecka und H.-P. Keuten). Trotz der besonderen Umstände konnten wir so erneut dazu beitragen, das Erlernen der deutschen Sprache zu fördern, zum Entdecken der Schätze der deutschsprachigen Lyrik zu motivieren und das Interesse der Jugendlichen unserer Region an der deutschen Sprache und Kultur zu wecken.

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

 

 

25.12.2020

Reimann Festival in Albendorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:14

Liebe Leser dieser Seite.

Ja in diesem Jahr ist nichts mehr normal. Aber manches kann man doch noch online organisieren.

Für Oktober waren die Plakate mit Datum schon gedruckt, dann musste alles abgesagt werden. Keine Versammlungen mehr. So gibt es als Ersatz jetzt einen Zusammenschnitt des geplanten Festivals auf facebook.

   Zum Vergrößern bitte anklicken.

facebook.com/sankzuariumwambierzyce  

Bitte anschauen ab 26.12. um 15 Uhr Chorkonzert und am 27.12. um 19 Uhr das Orgelkonzert.

Das kann aber auch später noch unter dem Link aufgerufen  werden denn es gab Probleme bei der pünktlichen Übertragung.

Grüße aus der Heimat und bleibt gesund.

Horst Ulbrich

22.12.2020

Weihnachtsbrief DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 06:07

 Deutscher Freundschaftskreis

 Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Kreisverband Glatz

 Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300  Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail:  hulbrich75@gmail.com  Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien.        NIP 883 184 54 02

Bankverbindung:    D76 4945 0120 1112 5528 54

 

Liebe Freunde des DFK Glatz.

Das Weihnachtsfest ist nicht mehr weit.

Ein schlimmes Jahr geht zu Ende und es ist wieder einmal Zeit Danke zu sagen. All denen die uns jährlich mit vielen Hilfstransporten und finanzieller Unterstützung geholfen haben.

Seit Jahren sind die Malteser aus Telgte mit Hilfstransporten per LKW und bis zu vier Mal im Jahr  bei uns gewesen. Mit den  Großtransporten der 40to LKW von Herrn Pollok und dem Material aus den Unikliniken in Deutschland konnten wir der ganzen Region Glatz helfen. Auch zwei Kirchengemeinden aus dem Raum Berlin sind zu Ostern und Weihnachten mit Transporten immer bei uns gewesen. Nicht zu vergessen die Freunde und Mitglieder in Deutschland, die mit Zahlungen auf unser Konto geholfen haben.

Wir konnten damit nicht nur unseren Mitgliedern in Not helfen, sondern das Krankenhaus Scheibe in Glatz mit über 220 Pflegebetten und weiterem Pflegematerial unterstützen, auch Kinder-und Altenheime beliefern.

Durch die Coronapandemie haben die Transporte ein jähes Ende gefunden. Wir haben, gerade in diesen schweren Zeiten aber noch über 50 Pflegebetten aus unserem Zentrallager, wie auch Rollstühle, Toilettenstühle, Beatmungsgeräte und vieles mehr an alte und kranke Menschen  ausgeliehen. Ein ständiger Wechsel mit Desinfizieren und kleinen Reparaturen. Das macht viel ehrenamtliche Arbeit erforderlich die wir gern leisten, um Kranken und Bedürftigen zu helfen.

Auch unsere Vereinsarbeit hat natürlich unter den hohen Infektionszahlen und den Einschränkungen gelitten. Unsere DFK  Geschäftsstelle in Glatz  musste wegen der Infektionsgefahr  immer wieder geschlossen werden. Chortreffen und Deutschkurse, wie auch die Versammlungen unserer Mitglieder hier in Glatz und unserer Ortsgruppe in Tscherbeney waren über lange Zeit  nicht möglich. Nur der online Unterricht unserer Jugend konnte fast ganzjährig durchgeführt werden. Auch das jährlich stattfindende Projekt „ Deutsche Lyrik der hiesigen Schulen“ haben wir noch vor dem Fest  online beenden können. Dazu hatte die Jury 37 Filme der Kinder mit Gedichten zu bewerten. Sogar aus Breslau haben Schulen teilgenommen und wir hoffen nun die Prüfungen in 2021 wieder in der Gesamtschule in Habelschwerdt durchführen zu können, wie es in den letzten Jahren mit großer Beteiligung möglich war. Statt einer  Abschlussveranstaltung und Preisverleihung in größerem Rahmen konnten wir in diesem Jahr nur Einkaufsgutscheine per Post versenden.

Wir alle hoffen nun inständig auf bessere Zeiten, die bevorstehenden Impfungen gegen Covit 19 und wünschen allen Unterstützern und Freunden des DFK Glatz.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest in kleinem Familienkreis.

Und bleibt gesund im Neuen Jahr.

Horst Ulbrich

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