Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

16.2.2019

Holocaust Denkmal in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:34

Ein Thema, dass auch hier die Zeitungen füllt. In der Übersetzung ein Beitrag einer Abgeordneten des Sejm.

Im Rahmen der Völkerverständigung wird der DFK Glatz, in Kooperation mit der Stadt Glatz, eine neue Tafel mit dem bestehenden Text fertigen und anbringen lassen.

   Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.

Siehe schwarzen Beitrag.

Beitrag aus der Zeitung:

Hassreden sind der Anfang allen Übels. Bleiben sie unbestraft und toleriert, so bestärkt man sie noch. Bei Antisemitismus und Fremdenhass handelt es sich nicht um eine Frage von Ansichten. Sie müssen vielmehr mit aller Kraft bekämpft werden. Jemand hat des Nachts die Gedenktafel abgerissen, die an der Stelle der früheren Glatzer Synagoge an deren Zerstörung während des Pogroms im November 1938 erinnerte. Am 27. Januar war der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Ich habe geschrieben, dass dieser Tag uns ermahnen und daran erinnern soll, wozu Hassreden führen.

Wir alle haben die gemeinsame Aufgabe und Verantwortung, an die Verbrechen und Opfer des Zweiten Weltkriegs zu erinnern und die junge Generation in diesem Sinne zu erziehen. Wir haben die Pflicht, Hass zu bekämpfen und davor zu warnen sowie Antisemitismus, Fremdenhass, Rassismus und Homophobie zu bekämpfen.

In besonderer Verantwortung stehen dabei die Regierenden, deren Schweigen und Unterlassung angemessener Reaktionen dazu führen, dass diese höchst negativen Erscheinungen und Vorgänge sich immer weiter ausbreiten und unbehindert die Straßen unserer Städte erobern. Und die Regierenden tragen hier eine Mitverantwortung. Eine Tolerierung von Hassreden endet nämlich stets in gefährlichen Aktionen.

So liegt die Mitverantwortung auf Seiten der PiS in der Tolerierung des wegen öffentlichen Verbrennens des Judensterns gerichtlich verurteilten Antisemiten Rybak sowie der Nationalisten, die gestern mit antisemitistischen Parolen durch Auschwitz marschierten. Unglaublich, dass die PiS-Regierung dies zulässt! Ich kann nur hoffen, dass die Glatzer Polizei den oder die Täter fasst und diese sich vor Gericht verantworten müssen.

Antisemitismus ist nicht eine Frage von Ansichten. Antisemitismus ist ein Übel, das es zu brandmarken gilt!

Ich bin während eines Gesprächs mit Herrn Michał Piszko, dem Glatzer Bürgermeister, übereingekommen, dass wir mit Hilfe aller Bürger des Glatzer Landes das zerstörte Denkmal wieder aufbauen wollen.

Monika Wielichowska

Abgeordnete des Sejm Republik Polen

Übersetzt aus der polnischen Zeitung. Siehe schwarzen Beitrag.

12.2.2019

Wer kennt Paul Kaupert?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:19

Was lange währt, wird endlich gut. Vor ca. einem Jahr kamen unsere älteren Frauen zu mir und haben geweint. Am Glatzer Friedhof werden die Grabstellen knapp und Gräber mit abgelaufener Zeit werden abgeräumt. Das Grab von Paul Kaupert, Organist, Komponist und Chorleiter in der Stadtpfarrkirche Glatz, sei auch schon gekennzeichnet.

Horst, das musst Du verhindern…. So habe ich dann sofort die Friedhofsverwaltung aufgesucht und um lange Diskussionen zu vermeiden und sicher zu sein, die Grabstelle sofort neu gekauft.

  Der Name war auf dem eisernen Kreuz kaum noch zu erkennen.  Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Am nächsten Tag dann mit den Frauen die Grabstelle aufgesucht und sie in einem erbärmlichen Zustand angetroffen. Nun hatte ich die Grabstelle erworben, aber in dem Zustand konnte sie auch nicht bleiben. Wie bekannt, kümmern wir uns auch um alte deutsche Denkmäler, wie bei Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf oder dem schönen Denkmal in Schwenz, wo uns die Restaurierung mit der finanziellen Hilfe einiger heimattreuer Sponsoren gelungen ist.

  Nach der Restaurierung.                  Denkmal in Schwenz.

Nun eine neue und notgedrungen spontane Herausforderung mit dem Grab eines verdienten Glatzers. Der neue Organist der Kirche, Szymon Woloch, hat sich sofort verpflichtet, sich langfristig um einen guten Zustand der Grabstelle zu kümmern. Nun hatte ich einen Plan und mit der Friedhofsverwaltung die Neuordnung geplant. Leider wurde es in der Zwischenzeit Winter und die Steinmetze stellen dann immer ihre Produktion ein. Aber nun im Frühjahr war der Stein für Paul Kaupert die erste Maßnahme und die Grabstelle ist wieder in einem guten Zustand. Wir werden uns am kommenden Samstag zu seinen Ehren mit dem Chor dort versammeln und seiner gedenken.

Wer unsere Arbeit in der Heimat und die Renovierung der Grabstelle unterstützen möchte.

Die Ko. Nr. Schlesienhilfe in Deutschland ist                 DE02 4945 0120 111 255 1179.

Unsere nächste Aufgabe gegen das Vergessen sind die Gräber der Bergmänner in Neurode. Auch dort werden wir bald mit der Arbeit beginnen können.

Bericht

Horst Ulbrich

11.2.2019

Besuch bei Sponsoren unserer Hilfsaktion für Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:59

Wie schon mehrfach geschrieben, erreicht uns immer vor Weihnachten eine Spendensammlung aus den Kirchengemeinden Bukow und Königs Wusterhausen bei Berlin mit Süßigkeiten, Backzutaten, auch guter Winterkleidung für unsere Bedürftigen. Aber es gibt auch finanzielle Unterstützung für unser Sozialprojekt, wie die Unterstützung des Mädchens Wiktoria, der nach der Geburt drei Gliedmaßen amputiert werden mussten. ( Ich habe mehrfach darüber berichtet.)

      Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.

Eine Einladung zu einem Schlesierabend mit der Präsentation unserer Arbeit in der Grafschaft Glatz habe ich gern angenommen. Nach der Abendmesse versammelten sich dann viele Interessierte im Gemeindesaal und ich konnte mich dort persönlich für die geleistete Hilfe über Jahre bedanken. Natürlich haben wir auch Werbung für die schlesische Heimat und unsere Projekte mit den Rollups gemacht, die viele Interessierte anlockte. Meinen Vortrag habe ich dann mit Bildern unserer Präsentation und per Beamer anschaulich machen können.

   

Die Organisatoren des Abends bedankten sich dafür mit einem außergewöhnlichem Geschenk. Der Abend klang aus mit Heimatliedern und vielen Gesprächen mit Freunden, auch für das leibliche Wohl war sehr gut gesorgt. So kamen wir erst nach Mitternacht bei Andreas Klose, einem der Organisatoren, an. Ich möchte nicht vergessen Ludolf Sonntag zu erwähnen, denn er hat mit seiner Frau und Helfern wohl die größte Vorarbeit des Abends geleistet.

      

Wieder ein wunderbarer Abend mit Freunden, die unsere Arbeit im Glatzer Land unterstützen. Ohne Euch wäre vieles in der Heimat nicht zu realisieren.

Bericht

Horst Ulbrich

30.1.2019

Neues aus Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:39

Liebe Freunde Schlesiens.

Es gibt wieder Neues aus der Grafschaft. Von Samstag auf Sonntag, den 27.1.2019, wurde die Tafel am Holocaust- Denkmal in Glatz gestohlen.

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Eine Begutachtung mit Polizei, Staatsanwaltschaft und einem Steinmetz hat eine professionelle Entfernung festgestellt. Die Tafel sei nicht einfach zerschlagen und abtransportiert, sondern fachlich abmontiert worden.

Wir werden nun, in deutsch – polnischer Kooperation mit der Stadt Glatz für eine neue Tafel sorgen. Dazu werde ich später einen Spendenaufruf schreiben.

Natürlich kocht gleich wieder die Gerüchteküche, welche Radikalen hüben oder drüben für den Diebstahl in Frage kommen könnten. Vielleicht wäre eine Prämie für die Wiederbeschaffung angebracht, um die Diebe zu finden. Es könnte sogar sein, dass eine Überwachungskamera an der Kreuzung den Abtransport gefilmt hat.

Warten wir die Ermittlungen ab.

In Sachen Gräber der Bergleute in Neurode wird in der nächsten Woche ein Gremium des Kulturamtes beraten. Ich hatte auch auf Unterstützung der Botenleser gehofft, warum an vielen Gräbern keine Tafeln sind. Aber man hat mir jetzt glaubhaft versichert, nur die Bergleute, deren Gräber mit Tafeln versehen sind, wurden auch dort begraben. Die anderen Gräber sind symbolisch, da viele Kumpel nicht zu bergen waren. Das wäre eine plausible Erklärung. Nach der Beurteilung des Kulturamts Neurode werde ich die Renovierung mit dem Denkmalschutz absprechen und hoffe im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

18.1.2019

Heimgang eines regional bekannten Musikers.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 22:09

 

Erst bei der Beerdigung wurde mir bewusst welch begnadeten Musiker wir als Lehrer in unserem DFK Glatz hatten. Wir haben ihn immer nur als unseren Marek erlebt, dem man einen deutschen Schlager vorsingen konnte, er sich sofort die Noten dazu selbst geschrieben hat und an unsere sängerischen Qualitäten in der Dur anpasste. So sind unsere Potpourris aus Rheinliedern entstanden.

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Bei der Totenmesse haben 4 Pfarrer ihm die letzte Ehre erwiesen. Auf dem Friedhof wie schon in der Kirche musizierten seine Schüler der Musikschule, Chöre in der Kirche, in der Friedhofskapelle und am Grab. Ein Trompeter spielte am Friedhof und weit über 300 Menschen begleiteten unseren Marek zu seiner letzten Ruhestätte. Auch die Feuerwehr in Uniform und Fahnen und mehrere Gruppen der Landfrauen waren in ihren Trachten gekommen. Von überall dort wo der Verstorbene mit seiner Musik Freude gebracht hatte.

   

Marek war in der Region weit bekannt und spielte auf allen Kirchenorgeln der Gegend. So auch für uns bei der Beerdigung des Vaters unseres Schatzmeisters Heinz Peter Keuten in Wölfelsdorf, oder bei der Silberhochzeit der Familie Ulbrich in Eckersdorf.

Er wird kaum zu ersetzen sein. Wir sind nun auf der Suche nach Ersatz, den wir aber kaum bezahlen können. Gute Chorleiter sind teuer. Marek hatte bei uns für die Stunde Unterricht 40,- PLN erhalten. Mehr konnten wir nicht zahlen und haben daher Probleme unseren Chor weiterhin qualitativ zu fördern.

Wir werden sehen was die Zukunft bringt.

Bericht

Horst Ulbrich

17.1.2019

Bekanntmachung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:56

 

Am Montag, dem 14.1.2019, ist unser lieber Chorleiter Marek Knopinski nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Er hinterlässt eine nicht zu füllende Lücke in unserem Vereinsleben. Er hat aus uns unerfahrenen Mitgliedern einen Chor geformt, der nun auch überregional bekannt ist.

Als bekannter Organist hat er uns zu jedem deutschen Gottesdienst und unseren Chorauftritten musikalisch begleitet. Er spielte auf allen Kirchenorgeln der Umgegend, auch zur Silberhochzeit der Familie Ulbrich in der Eckersdorfer Kirche, wo er zur Freude des Brautpaares auch das „Ave Maria“ gesungen hat, sowie zum Begräbnis des Vaters von H.-P. Keuten in Wölfelsdorf.

Ein begnadeter Musiker, der uns mit 66 Jahren viel zu früh verlassen hat. Sein Frohsinn und sein musikalisches Talent werden uns fehlen.

Wir sind unendlich traurig und werden ihn am Donnerstag 17.1.2019 in Glatz zu seiner letzten Ruhestätte begleiten.


Gütiger Gott, in deine Hände empfehlen wir unseren Verstorbenen Marek (K.).
Wir danken dir für alles Gute, mit dem du ihn in seinem irdischen Leben
beschenkt hast und für das Gute, das wir durch ihn erfahren durften.
Du hast ihn aufgenommen und Wohnung und Heimat bei dir gegeben.
Uns aber, die zurückbleiben,
gib die Kraft einander zu trösten
bis wir alle vereint sind bei dir,
durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Horst Ulbrich

16.1.2019

Letztes Weihnachtskonzert im Kinderheim Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

 

Zu fast allen Kinder-und Altenheimen der Umgegend liefern wir aus unserem Zentrallager Hilfsmittel von Pampers über Rollstühle bis Pflegebetten. Nächster Transport aus Deutschland kommt in der Karwoche mit 46 Pflegebetten und vielen anderen Hilfsmitteln für Kranke und Behinderte.

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Natürlich werden wir, vornehmlich in der Weihnachtszeit dann auch zu Feiern eingeladen. So war der Vorstand mit vielen anderen Sponsoren, Politikern und kirchlichen Würdenträgern in der Vorweihnachtszeit schon geladen und wir wurden auch immer wieder gebeten mit dem Chor ein wenig Freude zu bringen.

        

So waren wir am 16.1. 2019 zu unserem letzten Weihnachtskonzert im Kinderheim Wartha. Der DFK Chor sang zunächst bekannte deutsche Weihnachtslieder. Auch die Jugendlichen beteiligten sich mit Liedern an dem Konzert. Beim gemeinsamen Singen der polnischen Lieder danach, haben dann alle auch begeistert mitgesungen. Wir hoffen im Alltag der Heimkinder ein wenig Freude gebracht zu haben.

Bericht

Horst Ulbrich

13.1.2019

Weihnachten in Schlesien der Neuzeit.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:39

 

Immer wieder schön zu erleben wie Weihnachten mit aufwendiger Dekoration zu einem besonderen Fest gestaltet wird.

Auch in den kleinen Dörfern wie unserem Schwenz bei Glatz wird die Dorfgemeinschaft besonders aktiv. Bäume stellen die Bauern aus ihren Wäldern zur Verfügung und viele ehrenamtlichen Helfer, das Wort kennt hier niemand, sind dann dabei die Kapelle mit Tannen und Lichtern zu schmücken und außen die Krippe aufzubauen. In diesem Jahr hat sie wieder unter der Schneelast gelitten und die Kirchgänger wurden immer wieder aktiv, um den schweren Schnee über der Krippe zu entfernen.

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Auch in der Kirche des Klosters der Klarissen, wie in allen Gotteshäusern im Glatzer Land eine sehr schön gestaltete Krippe. In dieser Kirche bei den Ordensschwestern feiern wir auch jeden letzten Samstag im Monat unseren deutschen Gottesdienst mit Pater Marian Arndt aus Breslau, der immer extra zur Messe zu uns nach Glatz kommt.

   

Persönlich ein kleines Missgeschick ist mit bei der deutschen Weihnachtsmesse passiert denn bei Glatteis ist mein Auto an die Kirche gerutscht wobei ein großes Stück Mauerwerk herausgefallen ist. Das war wohl nicht das erste mal denn es war ein großer Gipsklumpen, das Auto kaum beschädigt. Der Maurer war schon tätig, nun suchen wir einen Klecks der Originalfarbe. Also liebe Freunde seid vorsichtig bei Glatteis….

      

Grüße aus Glatz

Ihr / Euer

Horst

1.1.2019

Letztes Konzert in 2018.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:17

 

Am28.12.2018 war das letzte Weihnachtskonzert in Bad Salzbrunn, organisiert vom DFK Waldenburg. Pünktlich zum letzten Konzert waren auch unsere bestellten Krawatten für die Männer eingetroffen.

V.li.  Herr Gaida, Präses der deutschen Minderheit in Plolen und Chormitglieder DFK Glatz.

Leider war das Konzert an einem Freitag und so konnten nicht alle unserer Sänger, aus beruflichen Gründend, dabei sein. Wegen der Kurgäste begann die Veranstaltung schon um 15 Uhr und so mussten wir mit dem georderten Bus schon um 12 Uhr in Glatz starten, sind aber wegen einer Straßensperrung nicht weit gekommen. Wir mussten einen großen Umweg fahren und so war für die bestellte Suppe unterwegs nur wenig Zeit. Aber wir kamen pünktlich im Theatersaal an und waren auch gleich die Ersten auf der Bühne.

    

Zunächst begrüßte die Vorsitzende des DFK Waldenburg die Gäste. Durch das Programm führte wieder der bekannte Leonard Malharczyk vom deutschen Konsulat. Wir begannen mit bekannten Weihnachtsliedern, gefolgt von unserer Eigenkomposition und zum Abschluss dann „ Sierra Madre del Sur“, und wurden mit viel Applaus bedacht.

 

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Nach uns hatte dann ein bekannter deutscher Schlagersänger seinen Auftritt. Am Ende sang der Chor „Freundschaft“ des DFK Waldenburg sein hervorragendes Weihnachtsprogramm. Nach einem hastigen Schluck Kaffee im Vorraum des Theaters mussten wir schnell zum bestellten Bus zurück, denn einige unserer Sänger sollten gegen 19 Uhr im Krankenhaus ihren Dienst antreten.

Unsere Gesellschaftsräume sind erst wieder ab dem 5. 1.2019 geöffnet, die Kurse beginnen am 7.1. und 10.1. mit den Planungen für das Jahr.

Ich bitte schon heute alle uns verbundenen Vereine und Organisationen Termine möglichst bald zu nennen, um Überschneidungen zu vermeiden. Auch wir werden unsere Planung ab dem 6.1. veröffentlichen.

Ich hoffe alle sind gut in das Neue Jahr gestartet.

Horst Ulbrich

22.12.2018

Frohe Weihnachten.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:22

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich@op.pl Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien Konto In Deutschland DE76 4945 0120 111 255 2854

Liebe Leser dieser Seite.

Der Vorstand des DFK Glatz wünscht allen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und

für das Neue Jahr vor allem Gesundheit.

Zum Jahresende möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Mitgliedern und Unterstützern bedanken.

Ohne die Mitgliedsbeiträge und Spenden könnten wir viele Projekte in der schlesischen Heimat nicht durchführen. Wir helfen damit natürlich auch unseren bedürftigen Mitgliedern, die mit einer Minimalrente sich teilweise die Winterkohle nicht kaufen können. Oft sind es Frauen aus der Landwirtschaft deren Männer verstorben sind. Aber auch Kinder wie unsere Wiktoria, die mit nur einem Arm und einem Stumpf Bein zur Welt kam werden unterstützt.

Unser neuestes Projekt sind die Gräber der Bergmänner aus dem Grubenunglück der Rubengrube 1941. Die Gräber sind in einem desolaten Zustand, einige Namen sind kaum noch lesbar. Verhandlungen mit der Stadt Neurode, dem Friedhofsamt und der Denkmalbehörde laufen und ich bin sicher im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen zu können.

Nach einem arbeitsreichen und erfolgreichen 2018 hoffen auch wir zum bevorstehenden Fest auf ein wenig Ruhe und Zeit zur Besinnung, aber der nächste Chortermin ist schon am 28.12. Das Weihnachtskonzert in Bad Salzbrunn mit Chören aus Deutschland, Oppeln und Glatz.

Bleiben Sie uns und der schlesischen Heimat treu.

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

11.12.2018

Zum Nikolaustag Einladung im Kinderheim Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:42

Bei meinen vielen Terminen am Nikolaustag eine Einladung schon um 12 Uhr in das Kinderheim in Wartha. Geladen waren viele Unterstützer des Heimes, wie auch Politiker des Stadtrates und der Oberkreisdirektor aus Glatz. Wir unterstützen mehrere Kinderheime mit Hilfsgütern unserer Sponsoren aus Deutschland, wie auch das Kinderheim in Wartha. Auch hier hatten wir einige Süßigkeiten im Gepäck.

      

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Alle Gäste wurden von der Direktorin des Heimes begrüßt. Danach kam der Nikolaus, hier zu den Erwachsenen und verteilte, von der Bastelgruppe des Heimes hergestellte Engel aus gebrannten Ton. Kinder und Erwachsene des Heimes sorgten für ein buntes Programm mit Tanz und Gesang. Auch für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt, denn es gab ein gutes Mittagessen, sofort gefolgt von Kaffee und Kuchen.

      

Das war uns ganz recht, denn so konnten wir gegen 15 Uhr zum nächsten Termin eilen. Wir unterstützen übers Jahr mehrere Kinder- wie auch Altenheime, sowie das Krankenhaus in Glatz und die Schule für behinderte Kinder. Immer wieder eine logistische Herausforderung bei der Verteilung. Zum Fest dann die vielen Einladungen für die Unterstützung über das ganze Jahr.

Bericht

Horst Ulbrich

Weihnachten beim DFK Waldenburg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:13

Wie jedes Jahr sind auch die Glatzer Sänger beim Fest des DFK Waldenburg.

In festlichem Ambiente im Theater Bad Salzbrunn fand die Feier statt.

      

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Nach der Ansprache und Begrüßung der Vorsitzenden Frau Stempowska trat zunächst der Chor Freundschaft des DFK Waldenburg auf. Danach Bühne frei für die Glatzer Sänger, die außer Weihnachtsliedern auch Außergewöhnliches zeigten. Ein Kauderwelsch aus Deutsch, Polnisch und Englisch zu der Melodie, Frohe Weihnacht überall. Dazu kam erstmalig unsere neue Musikanlage zum Einsatz die erforderlich wurde, da unser Chorleiter Marek wegen Krankheit uns nicht mehr begleiten kann.

Nach den Glatzer Sängern brachten die Vorsitzenden des DFK Glatz auch ein Schmankerl in Pauersch, wie der deutsche Dialekt in Schlesien bezeichnet wird.

                  

Kinder und Jugendliche zeigten danach ein buntes Programm mit Tanz und Gesang, bevor der Nikolaus auf der Bühne erschien und alle Kinder mit Süßigkeiten beschenkte.

      

Aber wer hatte sich denn da unter die Kinder gemischt?

Allerdings ohne Erfolg denn es gab vom Nikolaus kein Geschenk an Erwachsene.

Nach Kaffee und Kuchen wurde noch gemeinsam gesungen. Aber auch alle Gäste bekamen dann doch ein Geschenk. Langsam mussten wir auch an den langen Heimweg nach Glatz denken und bestellten den gemieteten Bus näher an das Theater.

Auf der Rückfahrt wurde, wie immer weiter gesungen bis wir bei Schneetreiben endlich in Glatz angekommen waren. Eine stressige Zeit, aber so ist es zu Weihnachten in der Grafschaft immer.

Bericht

Horst Ulbrich

Adventsfeier bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:32

 

Nach dem Termin in Bad Salzbrunn am 8.12, gleich am nächsten Tag die Feier unserer Ortsgruppe und hier kommt traditionsgemäß auch der Nikolaus.

      

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Schon zu Beginn war der untere Raum mehr als voll und es gab Platzprobleme, sogar in der 2. Reihe. Auch dort habe ich viele Freunde und es ist immer wieder schön viele gesund anzutreffen. Eine besondere Freude ist immer Frau Duchacova wieder zu sehen. Sie ist 96 Jahre alt, bei bester Gesundheit und spricht immer noch drei Sprachen. Sie war als Deutsche wohl zunächst lange in Polen, ist aber über die Grenze in der Nähe von Tscherbeney nach Tschechien umgezogen. Sie läuft immer noch ohne jegliche Hilfe und sogar der behandelnde Doktor, zu dem sie als Gesunde nicht mehr gehen will, hat ihr mindestens 100 Jahre garantiert. Na das ist doch wohl auch erstrebenswert. Es freut mich immer wieder meine Freundin, wie ich sie bezeichnen darf, gesund wieder zu treffen.

   

Die Feier war sehr gut vorbereitet von Maria und Jaroslav. Die Nachbarin hatte schon vorher den Ofen geheizt und einige Vorbereitungen getroffen. Maria hatte auch in drei Sprachen Weihnachtslieder für alle kopiert und so wurde international gesungen. Nach Kaffee und Kuchen kam, wie jedes Jahr der Nikolaus und dank der Spenden aus den Kirchengemeinden bei Berlin und unseren Beiträgen kam er auch mit kleinen Geschenken für jeden. Jaroslav und seine Nichte als Engel waren wieder überzeugend.

Ich hatte nach den Informationen von Elisabeth Kynast, die erstmalig wegen Krankheit nicht dabei war, auch Briefe mit finanzieller Hilfe für ganz bedürftige dabei, die mit den Tüten verteilt wurden.

      

Wieder ein schönes Treffen der Deutschen im Grenzbereich Polen und Tschechien.

Bericht

Horst Ulbrich

Heute, 11.12. eine Einladung bei der Gruppe der MS Betroffenen im Kloster Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:54

 Leider konnten nicht alle kommen denn das Wetter war sehr schlecht, andere fehlten wegen der Verschlechterung der Krankheit. Bewundernswert sind immer wieder die Kranken, die wissen was sie erwartet, trotzdem fröhlich singen und mir immer wieder zeigen, wie glücklich wir sein sollten, weil wir gesund sind. Ein Gut, das man als nicht Betroffener nicht einordnen kann.

Wir waren eingeladen, weil wir übers Jahr immer wieder mit Hilfsmitteln unterstützen können, wo es nötig ist wie auch bei dem Fest. Ein bedürftiger Mann benötigt eine Knieorthese, weil die Beine ihn kaum noch tragen können und er bald einen Rollstuhl benötigt. Die Knieorthese muss er selbst bezahlen und die kostet 700,- Zloty die er kaum aufbringen kann.

Zum Glück haben wir genau das Passende am Lager und morgen bekommt er seine Hilfe.

      

Bemerkenswert ist: Das Kreuz der Deckenmalerei schaut jeden an, egal in welchem Winkel des Raumes man sich befindet. Eine besondere Kunst aus dem 17. Jahrhundert.     Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Die Weihnachtsfeier begann zunächst mit einem Gebet und der Verteilung der Oblaten. In Polen eine Tradition. Man geht herum wünscht jedem eine frohe Adventszeit und jeder bricht ein Stück der Oblate ab die man verzehrt.

Danach gab es ein sehr üppiges Essen mit Bartszcz, eine rote Rübensuppe, scharf gewürzt. Danach Fisch und Kraut und allerlei Beilagen. Im Anschluss dann Kuchen und Kaffee. An Abnehmen ist da nicht zu denken.

Immer wieder eine Freude die Menschen mit Gottvertrauen und zufrieden zu erleben. Auch ein Pater des Klosters ist betroffen mit einem Schicksal dass nicht zu ändern ist, dessen sind sich alle bewusst.

                 

Einen weiteren Termin im Neuroder Kulturhaus zu einer Ausstellung haben wir nicht mehr geschafft. Diese Menschen waren uns wichtiger.

Bericht

Horst Ulbrich

6.12.2018

Der polnisch-deutsche verein in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:47

Am 5.12. hatte der polnisch-deutsche Verein in Glatz zu einem Referat über die Geschichte des Dorfes Droschkau geladen. Auch dort in dem kleinen Dorf gibt es einen sehr aktiven Verein. Herr Fischer aus Texas und Deutschland hat die Dorfchronik in zwei Büchern festgehalten und ist sehr verbunden mit seinem Heimatdorf. 

      

Zur Kenntnis:

Es gibt außer unserem DFK Glatz auch den polnisch-deutschen Verein in Glatz / Klodzko. Ein kleiner aber sehr aktiver Verein. Dieser ist eng verbunden mit dem deutsch-polnischen Verein in der Partnerstadt Bensheim. Es finden jährliche Treffen der Verbindung mit Bensheim statt, zu denen auch wir eingeladen werden. Aber auch wir in Glatz pflegen untereinander gute Kontakte. Einige von dort sind auch unsere Mitglieder und singen in unserem Chor, meine Frau und ich sind dort Mitglied und so sind wir gemeinsam eine sehr gute Verbindung zwischen den Völkern.

    Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Wie wir kümmert sich unser Partnerverein um die Geschichte vor 1945. Einige Beispiele sind das Mausoleum des Glatzer Baumeisters Andreas Ernst, oder die Historie der Stadt Glatz. Wir bemühen uns zur Zeit um die Gräber der Bergmänner in Neurode, die bei einem Grubenunglück zu Tode kamen. Der Vorsitzende Jurek Zelaszkiewicz des anderen Vereins kümmert ich um die deutschen Gräber an der historischen Holzkirche in Steinbach, in der Nähe der Grenze zu Tschechien. Dort sind noch alle deutschen Gräber vorhanden, aber in schlechtem Zustand. Bei all unseren Erfolgen des DFK Glatz in diesem Jahr möchte ich hier auch einmal den polnischen Verein bekannt machen, der sich sehr um deutsche Gebäude, Denkmäler, den jüdischen Friedhof und wie hier beschrieben, sich den deutschen Gräbern in Steinbach widmet.

Allen Freunden des polnisch-deutschen Vereins für die Mühen deutsches Kulturgut zu erhalten und der Bevölkerung bekannt zu machen, einen herzlichen Dank.

Bericht

Horst Ulbrich

3.12.2018

Weihnachtsfeier des DFK Glatz am 1.12.2018

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:54

In diesem Jahr leider so früh, um mit anderen Terminen keinen Konflikt zu haben. Am 8.12. sind wir schon zur nächsten Feier in Waldenburg unterwegs und am 9.12. feiert unsere Ortsgruppe DFK Kudowa.

Zu unserer Feier haben wir uns zunächst zu einem Gottesdienst um 13 Uhr in der Kirche der Klarissen eingefunden. Zelebriert von unserem Pater Dr. Marian Arndt, der auch später an unserem Fest teilgenommen hat.

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Danach ging es mit bestellten Bussen zum Restaurant Na Slaku in Bad Altheide. Nur dort haben wir noch die Möglichkeit einen Saal mit bis zu 100 Personen für unsere Feiern zu mieten.

   

Zunächst gab es ein kräftiges Mittagessen, denn viele waren seit dem frühen Morgen von weit her angereist und ich hatte schon Bedenken wegen der schlechten Straßenverhältnisse. Es hatte auf gefrorenen Boden geregnet.

Aber fast alle waren pünktlich und so konnten wir außer unseren Mitgliedern auch den Chor aus Waldenburg und eine Abordnung unserer Ortsgruppe begrüßen. Besonders gefreut hat uns die Anwesenheit der Abordnung aus zwei Kirchengemeinden bei Berlin. In den Kirchengemeinden Buckow und Königswusterhausen wurde auch in diesem Jahr für unsere Bedürftigen gesammelt. So können wir zum Fest wieder Backzutaten und kleine Geschenke bei unseren Krankenbesuchen verteilen.

   

Nach dem Essen gab es ein buntes Programm der Chöre, wir konnten dabei unsere neue Verstärkeranlage zum ersten Mal einsetzen. Leider ist unser Chorleiter Marek schon wieder im Krankenhaus. Ein lustiger Mundartvortrag zur Gitarre wurde von Heinz-Peter Keuten und Horst Ulbrich vorgetragen.

   

Nach der Kaffeepause gab es, der Tradition entsprechend, kleine Geschenke für alle. Besonders geehrt wurden vom Vorsitzenden Frau Stempowska für ihren ständigen Einsatz für die Gemeinschaft, der Kassierer und Vizevorsitzende H.-P. Keuten, der sich das ganze Jahr mit den immer komplizierter werdenden Abrechnungen befassen muss, Frau Ulbrich für ihren Einsatz in der Sozialarbeit des Vereins, aber auch mit Übersetzungen und Organisationen der Projekte anderer DFKs hilfreich ist. Natürlich wurde auch unsere Olga mit Blumen geehrt, die jeden Samstag im Jahr zur Verfügung steht, putzt, kocht und für die Ordnung in der Geschäftsstelle sorgt. Mirek Schwate organisiert selbst Projekte wie den Deutschen Lyrikwettbewerb, er sorgt außerdem für die Technik im Hause. Alle bekamen Blumen und kleine Präsente. Der Vorsitzende Horst Ulbrich bekam dann von den Mitgliedern einen Pokal und einen Panamahut. Hatte doch das MDR Fernsehen aus Sachsen/Deutschland und das Schlesienjournal aus Oppeln ausführlich über Glatz berichtet. Und die Zeitung „Das Wochenblatt“ schrieb sogar auf der Titelseite: Der DFK Glatz ist einer der aktivsten in ganz Polen.

Danach wurde gemeinsam gesungen, denn es waren über 80 kleine Liederhefte gedruckt worden, die auch jeder mit nach Hause nehmen durfte. Wir hoffen, dass dann auch dort ein deutsches Weihnachtslied gesungen wird.

Der Rest des Nachmittags wurde zu Gesprächen und Kontakten untereinander genutzt, da viele der älteren Mitglieder nur noch selten am Vereinsleben teilnehmen können. Viele werden von uns auch zur Weihnachtsfeier abgeholt und nach Hause begleitet.

Am frühen Abend traten dann alle den Heimweg an, denn das Wetter war der Jahreszeit entsprechend.

Bericht

Horst Ulbrich

23.11.2018

DFK im Schlesienjournal.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:26

Achtung Ankündigung!

Nach unserem DFK Beitrag  im  Wochenblatt auf der Titelseite war nun auch das Fersehteam des Schlesienjournals bei uns. Gesendet wird in ca. einer Woche, eventuell auch eine Woche später.          Wen es interessiert:

Schlesienjournal                im Internet.

Eine stressige Zeit mit dem Filmleuten und dazu der Wettbewerb deutsche Lyrik. Auch die drei Weihnachtsfeiern sind in der Planung.

Wir sind aber erfreut, dass die Öffentlichkeit sich für unsere Arbeit interessiert.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

Wettbewerb Deutsche Lyrik in Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:10

Ziel des Projektes ist, unter völkerverbindenden Aspekten deutsche Lyrik in den polnischen Schulen weiterhin zu verbreiten, damit sich deutsche und polnische Schüler mit deutscher Dichtkunst beschäftigen. Ein zusätzlicher Beitrag zu unseren Deutschkursen für deutsche Mitglieder. Dazu wurde in 31 Schulen mit einem Plakat Werbung gemacht, auch viele Schulen zu Kontaktgesprächen besucht, denn nicht alle Direktoren waren von vornherein positiv gestimmt. Nachdem alle Meldungen mit den geplanten Vorträgen bei uns eingetroffen waren, mussten von allen Vorträgen Kopien für jedes Jurymitglied zur Kontrolle gefertigt werden.

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Zu Beginn sprach der Schuldirektor und Professor hab. Dr. Dr. Piotr Chruszczewski der Uni Breslau. Herr Ulbrich DFK Glatz begrüßte danach alle Teilnehmer und wünschte einen guten Verlauf. Es wurde das Grußwort der Konsulin Frau Fisel-Rösle vorgelesen, die auch die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen hatte. Herr Schwate hielt zunächst ein Referat zu deutscher Lyrik und deren Bedeutung und leitete danach auch die Durchführung der Veranstaltung. Der DFK Vizevorsitzende, Herr Keuten, selbst Lehrer an der Schule, hatte für den Austragungsort die schöne Aula der Schule gesorgt,  für die Bewirtung der Jury durch die Schule gesorgt.

      

56 zum Test angemeldete Schüler zeigten dann ihr Können in 4 Kategorien. Es nahmen Schüler der Grundschulen, Fachschulen und Lyzeen teil und zeigten teilweise ein hohes Niveau ihrer Vorträge. Auch dieses Mal gab es Paare, die im Wechsel mit guter Betonung und Mimik, teilweise sogar mit entsprechenden Kostümen vortrugen.

Bwertet wurde von der Jury

  1. leichter oder schwieriger Vortrag

  2. flüssig oder mit Hilfe vorgetragen

  3. Mimik, Gestik

  4. Extras wie Kostüme, Bewegung.

Bewertet wurde nach einem 10 Punkte System. So gab es dann bei einer Kategorie 2 zweite Plätze und wir mussten einen weiteren Preis ausgeben.

      

In der Pause, als die Jury sich zur Bewertung zurückzog, hatte die Schule ein Musikprogramm der Schüler vorbereitet.

Alle Teilnehmer, auch die Musiker, bekamen eine Urkunde, um sich weiterhin zu motivieren. Wieder ein voller Erfolg nach monatelanger Vorbereitung.

    Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Aber der Erfolg zeigt, dass es sich lohnt solche Projekte in der heutigen Zeit zu planen und durchzuführen.

Bericht

Horst Ulbrich

11.11.2018

Präsentation zum Gedenktag des Brandanschlags der Synagoge in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:02

 

Ein voller Saal interessierter Bürger im Museum zur Präsentation der Reichskristallnacht von Gerhard Roese.

      

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Gerhard Roese (geb. 14. Februar 1962 in Darmstadt) – deutscher Bildhauer, Kunsthistoriker und Architekt berichtete in seiner spannenden Präsentation über den Brandanschlag, aber auch über den mutigen jungen Mann aus Glatz, der trotz absolutem Dokumentationsverbot viele Bilder vom Brand der Synagoge gemacht hat.
Die Präsentationen erinnerte an das Schicksal der Synagoge in Glatz und die beginnende Judenverfolgung. Das Objekt, das 1938 aus dem Panorama der Stadt verschwand. Die Synagoge wurde nach Plänen des Breslauer Architekten Albert Grau (1837–1900) in den Jahren 1884 / 1885 im Stil des Historismus erbaut.

      

Am 9. November 1938 wurde die Synagoge durch einen Brandanschlag der Nazis zerstört. Die Geschichte von Ruth Prager und Shoshana Efrati, die während der Präsentation diskutiert wurde, ist die Geschichte der Frauen aus Glatz, die sich noch an die Synagoge erinnern.
Der im Jahre 1995 aufgestellte Gedenkstein mit einer Bronzetafel erinnert in mehreren Sprachen an die zerstörte Synagoge. Die Inschrift lautet: „Hier stand die Glatzer Synagoge, entweiht und verbrannt durch die Nationalsozialisten in der Pogromnacht des 9. November 1938.“   

Eine umfassende Dokumentation der beginnenden Judenverfolgung durch die Nazis. Der Bürgermeister und Vertreter der jüdischen Gemeinde bedankten sich bei dem Referenten.

Das Modell der Synagoge aus Aluminiumguss verbleibt im Museum mit der gesamten Ausstellung.

      

Nach der Veranstaltung trafen wir uns noch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde im Hotel Korona zu einem Abschlussgespräch.

Bericht

Horst Ulbrich

9.11.2018

Gräber der Bergmänner nach Grubenunglück in Hausdorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:32

Es sind zum Glück weitere Spenden für das Projekt eingegangen und nun bin ich in den Vorbereitungen für die Restaurierung.

Die erste Besichtigung auf dem Friedhof bremste meine Euphorie ein wenig, denn ich wurde nach meiner Erkundigung sofort auch auf die anderen deutschen Grabmale angesprochen. Aber dazu später.

      

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Nach ersten Gesprächen mit dem Friedhofsamt ist die Prozedur folgende:  Ich versuche so schnell wie möglich einen Termin beim Bürgermeister zu bekommen, denn scheinbar gab es ein Abkommen mit der Stadt Castrop-Rauxel zu dem Gräberfeld der Bergmänner. Ich denke nicht, dass die Gräber vor einer Renovierung neu zu erwerben sind. Das ergeben die Verhandlungen mit dem Bürgermeister, das Friedhofsamt hält sich da raus. Danach muss das Denkmalamt informiert werden was geplant wird. Haben wir auch die Zustimmung können wir im Frühjahr beginnen. Zu Klären bleibt noch, wo sind die Grabplatten geblieben.

      

Wer letztendlich die Grabplatten entfernt hat wird sich schwer herausfinden lassen. Viele Grabsteine, wie in Eckersdorf wurden, zu kommunistischen Zeiten, zum Straßenbau verwendet. Später haben auch Deutsche bei ihren Besuchen transportable Inschriften und Grabplatten mitgenommen. Wer kann da zur Aufklärung beitragen? Auch den Bürgermeister in Castropp-Rauxel werde ich dazu befragen.

Ein weiteres Problem auf dem Friedhof sind die beiden großen Grabmale der Familien Rose und Nave. Letzter Name ist schlecht zu erkennen. Wer kann mir dazu Angaben machen, eventuell auch den Kontakt zu den Familien herstellen. Die Familien können das Grab weiterhin nutzen, wenn jemand in der Heimaterde begraben werden möchte. Hier wird man nicht vergessen wie am Blumenschmuck der deutschen Grabmale zu sehen ist. Beide sind gut erhalten aber total verdreckt vom damaligen Kohlenstaub. Mit einem Sandstrahler ist das in einem Tag erledigt und alles ist wie neu. Wir haben das am Denkmal in Schwenz und bei Heinrich Bender mit Erfolg praktiziert.

      

Nun muss man wissen, dass der Totenkult in Polen ein ganz besonderer ist und an Allerheiligen kommen die Menschen aus ganz Europa, um zum Grab ihrer Lieben zu gehen und in stillem Gebet zu verharren. Alle Gräber werden ganzjährig gepflegt und besucht. Dazu passen unsere alten, noch erhaltenen deutschen Grabmale überhaupt nicht mehr und das ärgert die vielen Besucher des Friedhofs. Schauen wir mal ob wir das ändern können.

Nach Renovierung wird  der Bergmannsverein Neurode und Schlegel mit Uniform an der neuen Einweihung teilnehmen. Auch die Bergmannskapelle wird spielen. Zusage unseres Onkels der 2. Direktor der Grube Neurode bis zum Ende war.

Ich bitte alle Leser dabei zu helfen.

Bericht

Horst Ulbrich

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