Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

8.12.2019

Rundbrief zum Jahresende 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

Liebe Mitglieder und Sponsoren.

Wie zu Ostern geschrieben verstarb unser Chorleiter im Januar, aber wir haben Ersatz gefunden. Die Kürzung unserer Mittel um 35% hatte alle Vorsitzenden schockiert, aber Dank den Verhandlungen unseres VDG Vorsitzenden Bernhard Gaida und des Bundesvorsitzenden für nationale Minderheiten, Herrn Fabritius, wurde die Kürzung zurückgenommen und die Fördermittel für das nächste Jahr sogar erhöht.

Aber die nächste Katastrophe erfuhr ich am Telefon als ich im November zu einer Augen OP in Deutschland war. Die Stadtwerke hatten mit 30 bar Druck die Abflussrohre gespült und aus unserer Toilette ergossen sich alle Fäkalien des Hauses bis in das Büro und die Küche. Vermieter und die Stadt fühlen sich nicht zuständig und wir haben aus Kostengründen keine Versicherung für unsere Vereinsräume. Ich denke aber auch hier gilt das Verursacherprinzip, leider wird es wohl ein langer Kampf und dazu ist bei uns keine Zeit. Alle Möbel die das Dreckwasser angesaugt hatten und die Teppiche mussten wir entsorgen, um den Gestank los zu werden. Aber improvisiert geht das Vereinsleben mit Deutschkursen, Chor und Jugendarbeit weiter.

Ein Oktoberfest hat es in diesem Jahr aus Kostengründen leider nicht gegeben. Es war mit den letzten Mitteln zu entscheiden, ob wir die Jugend mit dem deutschen Lyrikwettbewerb unterstützen oder feiern. Der Vorstand hat sich für die Jugend entschieden und so wurde das Projekt Deutsche Lyrik der hiesigen Schulen am

28.11. 2019 durchgeführt, zu dem sich 66 Schüler aus Schulen der gesamten Grafschaft Glatz angemeldet hatten – und das sind wieder mehr als in 2018. Wir waren erstaunt so viele Schüler zum Erlernen deutscher Lyrik begeistern zu können. Erfreulicherweise hat die deutsche Konsulin in Oppeln, Frau Fisel-Rösel, die Schirmherrschaft über den vom DFK Glatz organisierten Wettbewerb übernommen.

Wir haben die besten Voraussetzungen für die Zukunft mit unserer Jugend. Viele weitere Mitglieder hier sind noch im berufstätigen Alter. Wir sterben also nicht aus und werden die deutsche Kultur in der Grafschaft noch einige Generationen aufrecht erhalten. Die Weihnachtsfeier wird trotz der Misere in Glatz am 14.12. stattfinden. Unsere Ortsgruppe DFK Kudowa feiert dann am 15.12. in Tscherbeney. Der letzte Hilfstransport erreichte uns an diesem Wochenende aus zwei Kirchengemeinden bei Berlin, die uns jedes Jahr mit Weihnachtssachen und Backutensilien unterstützen sowie guter Winterkleidung. In der nächsten Woche steht also wieder das Öffnen und Sortieren in der Kleiderkammer an. Ich bin dann viel unterwegs, um alte und behinderte Mitglieder mit kleinen Präsenten zum Fest zu versorgen. Viele der alten Mitglieder können leider am Vereinsleben nicht mehr teilnehmen.

Hier noch einmal der Link zu unserem Beitrag im Schlesienjournal.

http://wochenblatt.pl/schlesien-journal-27-11-2018-25-jahre-dfk-glatz-entdeckerclubs-desdeutschen/

Horst Ulbrich

2.12.2019

Ausflug mit den Gewinnern des Hirschfelder-Wettbewerbs 2019 zur Grabstätte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:13

Ausflug mit den Gewinnern des Hirschfelder-Wettbewerbs 2019 zur Grabstätte des Seligen Gerhard Hirschfelder in Tscherbeney

Im September 2019 waren alle Schülerinnen und Schüler der Habelschwerdter Grundschulen und weiterführenden Schulen eingeladen, an einem Kunst- bzw. Wissenswettbewerb über den Seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder teilzunehmen. Über 70 Schüler waren dem Aufruf gefolgt, und 17 von ihnen erhielten am 23. September 2019 aus den Händen von Großdechant Prälat Franz Jung in der Aula des Allgemeinbildenden Schulzentrums in Habelschwerdt die von der Hirschfelderstiftung in Deutschland gestifteten Preise überreicht (s. Foto vor dem Hirschfelder-Gedenkstein an der Habelschwerdter Schule). Damals hatte der Großdechant die spontane Idee, alle Gewinner des Wettbewerbs zu einem Besuch in Tscherbeney einzuladen, wo sie die Möglichkeit bekämen, das Grabmal des Seligen sowie das Hirschfelder-Haus als internationale Begegnungsstätte kennenzulernen.

   

Dies wurde mit Unterstützung des DFK Glatz und seiner Ortsgruppe Tscherbeney in die Tat umgesetzt und am 29. November 2019 fuhren 14 Gewinner zwischen 7 und 18 Jahren zusammen mit den drei den Wettbewerb organisierenden Lehrern (Dr. Andrzej Prasał, Mag. Emilia Idzi-Ważgint sowie dem DFK-Vizevorsitzenden und Fremdsprachenlehrer Heinz-Peter Keuten) von Habelschwerdt in Richtung Kudowa. Um 10 Uhr erwartete uns der wohl in Polen einschlägigste Kenner des Seligen Kaplans Hirschfelder und Autor diverser Publikation über den Seligen, Herr Dr. hab. Tadeusz Fitych. Er zeigte uns die Pfarrkirche von Tscherbeney mit den Reliquien der Seligen Märtyrer Gerhard Hirschfelder und Jerzy Popiełuszko, lud uns dort zu einem gemeinsamen Gebet und Gespräch ein und führte uns anschließend an die Grabstelle des Seligen vor der Kirche, wo alle Teilnehmer gemeinsam das Vater Unser beteten. Nicht fehlen durfte natürlich ein Besuch der beeindruckenden Tscherbeneyer Schädelkapelle, bevor die Gruppe dann eingeladen war, das nahe gelegene Hirschfelder-Haus kennenzulernen. Die Jugendlichen lauschten dort gespannt den Worten von Frau Tereza Bazała, der Vorsitzenden der Stiftung des Neuroder Landes, die den Schülern die Stationen des Lebens des Seligen anhand der Ausstellung in der 1. Etage des Hirschfelder-Hauses erklärte. Auf besonderes Interesse der Habelschwerdter Schüler stießen natürlich die Ereignisse und Fotos, die aus der Habelschwerdter Periode von Hirschfelder stammten. Ein Gruppenfoto vor dem lebensgroßen Abbild des Seligen Kaplans und Jugendseelsorgers schloss den Besuch in dem liebevoll renovierten Begegnungshaus ab.

Alle Teilnehmer bedanken sich bei Großdechant Franz Jung für die Einladung (nicht zuletzt auch zum abschließenden Pizza-Snack in Kudowa) sowie allen Organisatoren, besonders bei Professor Fitych und Frau Bazała und den Freunden des DFK Glatz und Tscherbeney, für die interessanten und lehrreichen Stunden im „böhmischen Winkel“ unserer Heimat.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Falls sich genügend Sponsoren und Mitorganisatoren finden, ist geplant, den Hirschfelder-Wettbewerb 2020 angesichts des zehnjährigen Jubiläums der Seligsprechung Kaplan Hirschfelders auf Diözesanebene auszuweiten. Das wäre bestimmt ein angemessener Akzent zu diesem denkwürdigen, völkerverbindenden Jubiläum!

Bericht: Heinz-Peter Keuten

1.12.2019

Regionaler Wettbewerb zur deutschen Lyrik in der Grafschaft Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:07

Am 28. November 2019 fand zum dritten Male in der historischen Aula des Allgemeinbildenden Schulzentrums in Habelschwerdt der regionale Wettbewerb zur deutschen Lyrik in der Grafschaft Glatz statt. Organisiert wurde diese unter der Ehrenschirmherrschaft der deutschen Konsulin aus Oppeln, Frau Birgit Fisel-Rösle, stehende und durch das deutsche Konsulat geförderte Veranstaltung durch die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft zu Glatz e.V. (DFK Glatz) unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Heinz-Peter Keuten, der gleichzeitig als Fremdsprachenlehrer an der genannten Schule tätig ist (in Vertretung von Mirek Schwate, der in diesem Jahr aus familiären Gründen ausfiel).

         

Li. der Schuldirektor, dahinter nervöse Teilnehmer der Prüfung.                   Die  Schüler führten selbstständig durch die Veranstaltung

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Paweł Popiel, sowie Herrn Horst Ulbrich, den Vorsitzenden des DFK Glatz, eröffnete DFK-Mitglied Frau Irena Rogowska aus Neurode die Veranstaltung durch ein interessantes, einführendes Referat, in dem sie einen kurzen Abriss der deutschen Poesie mit Schwerpunkt auf Schlesien und der Grafschaft Glatz präsentierte, wobei auch Namen wie Hermann Stehr und Joseph Wittig sowie die erst kürzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete und in Krainsdorf bei Neurode wohnhafte Olga Tokarczuk nicht fehlen durften. Dann eröffneten die durch das Programm führenden Schüler des Habelschwerdter Lizeums den eigentlichen Wettbewerb.

19 Deutschlehrer aus 16 verschiedenen Schulen in der gesamten Region hatten ihre insgesamt fast 70 Kandidaten im Alter zwischen 7 und 18 Jahren zu diesem alljährlich stattfindenden Vortragswettbewerb angemeldet. Über zwei Stunden dauerte der Vortragsmarathon, bei dem die Schülerinnen und Schüler längere und kürzere deutsche Gedichte vortrugen, wofür sie sich z.T. themengerecht kostümiert hatten und ihren Vortrag mit allerlei Accessoires sowie musikalischen und bildlichen Inszenierungen bereicherten. Dementsprechend viel Arbeit hatte die Jury (bestehend aus Irena Rogowska und Sabina Zawada aus Neurode, beide staatliche vereidigte Dolmetscher der deutschen Sprache, der Deutschlehrerin Krystyna Bałon aus Neurode sowie dem DFK-Vorsitzenden Horst Ulbrich). Nach vierzigminütiger Sitzung, während der alle Gäste in die von Schülern und Lehrern der Schule organisierte Cafeteria sowie anschließend zu einem kleinen Schülerkonzert in der Aula eingeladen waren, kam es zur Auszeichnung folgender Gewinner:

     

Die Jury                                                               Übergabe der Preise                                      Jury und alle Gewinner der Prüfung.

Kategorie 1 (Grundschulen, Gedichte in deutscher Sprache, Platz 1-5): Natalia Lasota (Seitenberg) mit „Testament“ von Sara Lesch, Jagoda Proszek (Walditz) mit „Waldesgespräch“ von Joseph von Eichendorff, Martyna Bojko (Gabersdorf) mit „Das Geheimnis der Krokodilstränen“ von Michael Adamitzki, Patryk Aurzadniczek (Seitenberg) mit „In der Schule“ von Peter S., Lena Okoro (ebenfalls Seitenberg) mit „Das Rotkäppchen“ von einem unbekannten Autor.

Kategorie 2 (Grundschulen, Gedichte in polnischer Übersetzung, Platz 1-3): Zuzanna Kozłowska (Walditz) mit einem Heinrich-Heine-Gedicht, Amelia Druciak (Neurode) mit dem Gedicht „Zwei Brüder“ von Heinrich Heine, Malwina Łaba (Hausdorf) mit dem Gedicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht“, ebenfalls von Heinrich Heine.

Kategorie 3 (weiterführende Schulen, Gedichte in deutscher Sprache, Platz 1-3): Aneta Klimczak (Habelschwerdt) mit der „Loreley“ von Heinrich Heine, Vanessa Drira (Glatz) mit „Ein Huhn und ein Karpfen“ von Heinrich Seidel, Julia Franaszczyk und Alicja Krowiak (Habelschwerdt) mit dem „Glockenguss zu Breslau“ von Wilhelm Müller.

Kategorie 4 (weiterführende Schulen, Gedichte in polnischer Übersetzung, Platz 1): Paulina Niewiarowska (Glatz) mit „Staub“ von Nadja Küchenmeister.

Bewertet wurden neben dem Schwierigkeitsgrad des ausgewählten Gedichts die passende Intonation, Gestik und Mimik sowie die Inszenisierung des Vortrags. Natürlich bekamen alle Schüler für ihre Mühe ein Diplom, die ausgezeichneten Plätze zusätzlich wertvolle Preise. Die Organisatoren, Sponsoren sowie die einladende Schule bedanken sich bei allen Teilnehmern für das gezeigte Engagement, gratulieren den Gewinnern und freuen sich, damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Pfege der deutschen Sprache und Kultur in unserer Region geleistet zu haben.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

27.11.2019

Karastrophe beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:45

Kurze Meldung:

Liebe Leser dieser Seite.

Wir hatten einen riesigen Fäkalschaden in unserem Büro des DFK Glatz. Deshalb sind alle Treffen dort abgesagt, das Büro geschlossen.

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Die Hauptleitung wurde mit 30 bar gespült und die Fäkalien des ganzen Hauses haben sich als Fontäne durch die Toilette in den Vorraum und weiter in das Büro, die Küche und den Kursraum ergossen.

Teppiche und Möbel müssen entsorgt werden. Eine Versicherung haben wir aus Kostengründen nicht, Vermieter und Wasserwerk, die den Auftrag erteilten fühlen sich nicht zuständig.

Wie es nun weitergeht werden die Verhandlungen zeigen. Im Moment entsorgen wir und hoffen den Gestank los zu werden.

Die Rechenschaftsberichte 2019 werden Euch leider später erreichen. Wir sind im täglichen Einsatz, um die Räume wieder nutzen zu können.

Es grüßt aus Glatz ein genervter

Horst Ulbrich

30.10.2019

Internationales Chortreffen 2019 in Bad Salzbrunn.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:13

Wie jedes Jahr wurde auch in 2019 ein Chortreffen vom DFK Waldenburg und seiner Vorsitzenden Doris Stampowska organisiert und am 19.10.2019 in einer Kulisse die dem Anlass entsprechend war durchgeführt. Der historische Theatersaal in Bad Salzbrunn war dann auch bis auf den letzten Platz, incl. der oberen Empore, besetzt. Chöre aus Deutschland, Polen und Tschechien zeigten ihr Können und es war wieder eine gelungene Veranstaltung an der auch die Konsulin Frau Fisel-Roesle aus Oppeln teilnahm.

 

Nach der Begrüßung durch Frau Stempowska und der Ansprachen des Bürgermeisters, des Marschalls und der Konsulin begann ein buntes Chorprogramm mit hervorragenden Sängern.

Es traten auf:

Der Europa-Chor

Die Chöre Heimatklang und Glogowia der DFK Gruppen aus Oppeln.

Die Bergsänger

Gemischter Chor Krappnitz

Gesangsgruppe der Heimatsänger vom DFK aus Breslau

Cantate-Pawlow

Cantate Corcontica

Chor Milenium

   

Wie zu sehen ist waren die Glatzer Sänger dieses mal nicht dabei und das lag an unserem Chorleiter, dessen Frau gerade ein Kind bekommen hatte und er uns nicht begleiten konnte. Schade aber beim Weihnachtsfest und zum Weihnachtssingen im Januar in Bad Salzbrunn sind wir wieder dabei.

Eine besondere Überraschung gab es am Ende der Vorträge für die Vorsitzende des DFK Waldenburg, Frau Stempowska. Sie wurde vom Bund der Vertriebenen, für ihre herausragenden Leistungen für die, in der Heimat verbliebenen Deutschen geehrt. Überreicht wurde im Namen des Vorsitzenden Herrn Dr. Fabritius die goldenen Nadel des BDV mit einer Urkunde.

   

Danach gab es auch Urkunden für alle Chöre die teilgenommen haben und vorbereitet war ein Imbiss zur Mittagszeit.

So ging das Chortreffen „ Beati Cantores“ 2019 zu Ende und alle hoffen sich im nächsten Jahr wieder zu sehen.

Bericht

Horst Ulbrich

16.10.2019

Herbstwanderwoche in der Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:22

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Vom 22. bis 29.September fand in diesem Jahr wieder unsere Wanderung im heimatlichen Glatzer Bergland mit 14 Teilnehmern statt. Unterkunft bezogen wir im Haus Lerchenfeld und wurden dort wie immer mit köstlicher schlesischer Küche herzlich bewirtet. Das Wetter war uns wohlgesonnen und konnten bei spätsommerlichen Temperaturen die Wander- als auch Bustouren antreten. Insbesondere dürften uns die Tagestour in den Marienwallfahrtsort Grüssau und die Besichtigung des größten Schlosses in Schlesien die mittelalterliche Burg Fürstenstein in Erinnerung bleiben. Aber auch die Wanderungen nach Heudorf, Lichtenwalde oder hinauf auf den Muttergottesberg in Grulich waren Erlebnisse für unsere Gruppe, welche Eindrücke unsere gemeinsamen Tage prägten. Nicht fehlen durfte der Besuch bei Joseph (Lieferant für Säfte, Gurken, Marmeladen und erlesenen Weinen aus eigener Hausproduktion) in Lichtenwalde bei Imbiss und Verkostung, der Heimatabend im Gottwaldhof in Winkeldorf als auch der Besuch beim DFK Glatz.

   

Am Samstag vor der Abreise erkundeten wir noch das Joseph Wittig Museum in Schlegel und konnten einige interessanten Informationen vom Vortrag des DFK Vorsitzenden Horst Ulbrich mitnehmen, der sich für eine Führung die Zeit für uns genommen hatte, trotz der Vorbereitung des deutschsprachigen Gottesdienstes bei den Klarrissen in Glatz. An diesem Gottesdienst nahmen wir auch teil und fuhren so bestärkt am Sonntagmorgen mit all den Erlebnissen wieder gut gelaunt und gebildet nach Hause zurück. Einen herzlichen Dank an allen Mitwirkenden.

Wer sich den Termin für die Wanderwoche im kommenden Jahr vormerken möchte, es ist der 20. bis 27.September 2020.

Andreas Klose

27.9.2019

Info aus Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:08

Liebe Leser dieser Seite.

Ja es ist wieder einmal auch eine hektische Zeit denn die Termine lassen kaum Zeit zum Schreiben. Deshalb heute nur einige Info.

Meinen Bericht über die Jugendstilhäuser in Glatz haben hoffentlich alle gesehen. Sonst bitte zurückblättern. Dazu auch der Beitrag im Schlesien Journal. Hier der Link, blau machen und nur anklicken.

https://www.youtube.com/watch?v=8og68aTQL6s

Die nächsten Termine sind Samstag 28.9. ein Treffen mit den Freunden der Wanderdohlen aus Deutschland mit Besichtigung des Wittigmuseums wo noch länger die Ausstellung zu sehen ist. Um 14 Uhr dann die deutsche Messe bei den Schwestern der Klarissen in der Straße wo auch unsere Geschäftsstelle ist.

Sonntag dann ein Hilfstransport der Malteser aus Telgte und Montag ein Transport eines privaten Sponsors, Herrn Pollok mit 40 to. Wir benötigen in unserem Zentrallager nötig Pflegebetten für unsere bedürftigen Kranken. Mit dem Rest unterstützen wir das Krankenhaus, Kinder-und Altenheime.

Am 3.10, Tag der deutschen Einheit, ein Empfang beim Generalkonsul in Breslau und Donnerstag der 10.10. zum Herbstfest des DFK Breslau. Ja und so geht es weiter…..

Wichtige Arbeiten gehen leider nicht voran, wie die Restaurierung der Gräber der Bergleute in Neuode. Drei Steinmetze wollten den Auftrg nicht übernehmen, bzw. waren zu teuer. Der Vierte mit moderatem Kostenvoranschlag meldet sich nun nicht mehr. Ich befürchte eine Verschiebung in das nächste Frühjahr. Zur erneuten Einweihung würden polnische Bergmänner und deutsche Kumpel aus Dresden, sogar mit Bergmannskapelle teilnehmen. Nur der Start der Renovierung kommt nicht voran. Ich gebe mir die größte Mühe.

Das Wittigmuseum ist innen fast komplett renoviert und wir haben es gerade zum Wittig Symposium geschafft. Dort ist nun auch eine Ausstellung über Geschichte Neurode, noch bis Jahresende.

Ein Oktoberfest wird es dieses Jahr nicht geben, unser Budget ist dazu nicht mehr ausreichend und der deutsche Lyrikwettbewerb der Schulen hat Vorrang. Teilnahme im letzten Jahr 26 Schulen mit 51 Kandidaten die teilweise sehr gut vorgetragen haben.

Ja und dann ist es schon Zeit für die Planung der Weihnachtsfest in Glatz, in unserer Ortsgruppe DFK Kudowa und die Nikolausfeier der Jugend.

Eine kurze Information, die Rechenschaftsberichte für die Mitglieder des DFK und des Freundeskreises Wittighaus später per Post.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

25.9.2019

73. Wallfahrt in Telgte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:40

73. Jahreswallfahrt

der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte

am 30. und 31. August 2019

30. August: Eröffnung

Mit einer feierlichen Vesper eröffnete Präses Pfarrer Martin Karras – zusammen mit Pfarrer i. R. Georg Anders und Pfarrer i. R. Christian Pabel – in der Propsteikirche St. Clemens die zweitägige Wallfahrt. Noch hatte die große Schar der Pilger/innen ihr Ziel nicht erreicht, so daß nur eine relativ kleine Gruppe der Einladung zu dieser religiösen Zeremonie folgte.

Vortrag über Leben und Wirken Joseph Wittigs

Anläßlich der diesjährigen Gedenktage (140. Geburtstag und 70. Todestag) sprachen anschließend im Pfarrheim vor etwa 80 Personen Günther Gröger und Manfred über „Joseph Wittig in Schlegel – Breslau – Rom“.

Sie gaben Auskunft über seine familiäre Herkunft, über seine Ausbildung, sein seelsorgliches Wirken, seine Studien in Rom und Nordafrika, über seine Lehrtätigkeit an der Universität in Breslau und sein schriftstellerisches Werk, das ihm schließlich 1926 die Emeritierung, die Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand, und die Exkommunikation, den Ausschluß aus der katholischen Kirche, brachte. Sie berichteten fernerhin über die nachfolgende Rückkehr in sein heimatliches Neusorge, wo er sich auf dem elterlichen Anwesen im Erlengrund ein Wohnhaus erbaute und 1927 eine Familie gründete. Vier Kinder entsprossen der ehelichen Vereinigung mit Bianca Geisler, der Tochter des Habelschwerdter Bürgermeisters, der Schülerin von Edith Stein. Auf vielen Vortragsreisen in größere Städten stellte er dem begeisterten Publikum seine ideenreichen religiösen Erzählungen vor, sein schöpferisches Ziel, Glaubenswahrheiten in neuer Form, der sogenannten „narrativen Theologie“, zu vermitteln. Schließlich kamen auch die schlimmen Zeiten des Nationalsozialismus, der russischen und polnischen Schikanen zur Sprache, bis die Familie in lebensbedrohlicher Situation die Heimat mit einem Vertriebenentransport verließ und in Göhrde am Rande der Lüneburger Heide einen Unterschlupf fand. Nach unsäglichen Schwierigkeiten verblieb er dort mit seiner Familie über drei Jahre, um dann einen Aufenthalt in Meschede anzustreben. Doch er verstarb, erreichte das neue Wohnziel nur mehr als Leichnam, und fand auf dem dortigen Friedhof seine letzte Ruhestätte: „Gestorben in der Fremde!“ Das Grabmal wurde kürzlich nach sieben Jahrzehnten umgestaltet.

Die Vortragenden berichteten in lebendiger Sprache und würzten den umfassenden Bericht mit humorvollen Aussagen Wittigs. Als Kleinkind wurde er gehänselt als „Ambrosseffashannlas Joseph“, weil sein Großvater Ambrosius hieß, sein Vater wie er Joseph („Seffe“) und seine Mutter Johanna, die „Hannla“ gerufen wurde.

Bei seiner Aufnahmeprüfung in das Matthias-Gymnasium in Breslau erdreistete er sich, dem prüfenden Professor „mit gotteingegebener Frechheit“ zu widersprechen, so daß dieser „an meiner Frechheit den richtigen Grafschafter Jungen“ erkannte, über seine Leistung in Mathematik „ein großes, dickes `Gut´ schrieb, woraufhin ihm „die Prüfung in dem verdammten Französisch“ geschenkt wurde, „das ich wegen meiner ganz auf den heimischen Dialekt eingestellten Mundbildung bis heute nicht sprechen gelernt habe.“

Als er sich bereits ab 1903 „Doktor der Theologie“ nennen durfte, freute es ihn aber doch ungemein, als seine Mutter über ihn sagte: „Er bleibt doch halt mein Junge!“ „Ich höre es noch immer, und noch immer klingt es selig!“

Über seine Erfahrungen in Rom berichtete er: „Das Glück war mir über die Maßen hold. Alle Mitglieder des deutschen Campo Santo liebten mich; ich war ein heller und sonniger Gesell. …Nie soll dieses schier alljährlich wechselnde Männerkollegium so harmonisch gewesen sein wie in den zwei Jahren, während derer ich ihm zugehörte.“ „Ich arbeitete tüchtig, schrieb Bücher, Aufsätze und Rezensionen, …. mästete meinen Geist, bis er dicker wurde als Leib und Seele zusammen.“ Nach der Rückkehr und dem Hausbau in Neusorge, spöttelte er, als sein Dach wegen zu lang gelieferter Sparren sehr steil wirkte: „Damit mir die Leute nicht mehr so leicht auf das Dach steigen können wie bisher.“

Josef Wittigs Bücher „Meine `Erlösten´ in Buße, Kampf und Wehr“, „Herrgottswissen von Wegrain und Straße“, „Das allgemeine Priestertum“, „Leben Jesu in Palästina, Schlesien und anderswo“, und „Die Kirche als Auswirkung und Selbstverwirklichung der christlichen Seele“ sowie sein Aufsatz „Die Erlösten“ in der Zeitschrift „Hochland“ wurden auf den Index gesetzt, d. h., sie durften von Katholiken nicht mehr gelesen werden. Wittig gilt als ein Wegbereiter des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965), indem er den Theologen zurief: „Ihr müßt etwas finden, was das Evangelium wieder zu einer Frohbotschaft macht! Erlösungsmittel statt Zuchtmittel!“

Die Ausführungen der beiden Referenten über eineinhalb Stunden fanden beim Zuhörerkreis eine gute Aufnahme und wurden mit Beifall belohnt. Anschließend wandten sich die Anwesenden den auf drei Tischen ausgelegten 62 Büchern von und über Joseph Wittig zu – darunter die Chroniken von Neurode und Schlegel -, und Zusammenfassungen der 6 Symposien in Neurode und mehrerer in Königstein. Einige machten sich Notizen, um sich vielleicht noch das eine oder andere Lesegut zu besorgen.

Den gesamten umfangreichen Nachlaß des Priestertheologen Wittig gab seine Tochter Bianca Maria Prinz in die Obhut der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Bericht  von Günther Gröger.

24.9.2019

Preisvergabe des Wettbewerbs aller Habelschwerdter Schulen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:54

Preisvergabe des Wettbewerbs aller Habelschwerdter Schulen zum Thema des Seligen Gerhard Hirschfelder am 23. September 2019

Schon am nächsten Tag nach der Hirschfelder-Gedenkveranstaltung in Tscherbeney bei Bad Kudowa habe ich am frühen Morgen um 7.30 Uhr den Großdechanten am Hirschfelder-Haus abgeholt, um pünktlich am Schulzentrum in Habelschwerdt zu sein.

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Dort fand ab 9 Uhr die Preisverleihung an die Gewinner des Hirschfelder-Wettbewerbs statt. Die Veranstaltung dort war sehr gut vorbereitet, auch unter der Mitwirkung unseres Vizevorsitzenden des DFK Glatz und Fremdsprachenlehrers an der Habelschwerdter Schule, Herrn Heinz-Peter Keuten. Insgesamt hatten fast 100 Schüler aus allen Habelschwerdter Schulen (zwei Grundschulen, dem Liceum und der Berufsschule) an dem Wettbewerb teilgenommen und die Besten 17 wurden ausgezeichnet.

Die Preise wurden in vier Kategorien vergeben: Klassen 1-4, Klassen 5-6 sowie Klassen 7-8 im Rahmen des Kunstwettbewerbs (Malen und Basteln) sowie Klassen 9-12 im Rahmen eines Wissenswettbewerbs (Verfassen eines Textes sowie Quiz zum Leben und Wirken des Seligen). Gestiftet wurden die Preise durch die Hirschfelder-Stiftung in Deutschland sowie den Großdechanten der Grafschaft Glatz, Prälat Franz Jung, der auch die Ehre hatte, die Preise und Auszeichnungen an die Gewinner des Wettbewerbs zu überreichen.

Aber zunächst, nach der Begrüßung des Schulleiters und des Großdechanten, gab es ein Musikprogramm, das von den Schülern des Liceums vorbereitet worden war. Dazu war die Aula der Schule gut gefüllt. Der Religionslehrer, Herr Dr. Prasał, berichtete auch von einer für das nächste Jahr (dem zehnjährigen Jubiläum der Seligsprechung) geplanten Erweiterung des Wettbewerbes auf die ganze Region, was Hoffnung macht, dass der Selige weiterhin in aller Munde bleibt.

   

Nach der Veranstaltung begaben sich alle zum Gerhard-Hirschfelder-Gedenkstein im Park vor dem Schulzentrum, wo der Ortspfarrer sowie Prälat Franz Jung eine Ansprache hielten und zum Abschluss das Hirschfelder-Gebet auf Deutsch und auf Polnisch sowie das Vater Unser mit allen Teilnehmern gebetet wurde. Der Großdechant bedankte sich herzlich für die große Zahl der Teilnehmer und lud die Preisträger zu einem Ausflug zum Grab des Seligen und der Ausstellung im Hirschfelder-Haus in Tscherbeney ein. Der DFK Glatz wird im November die Organisation dazu übernehmen.

Bericht

Horst Ulbrich

Hirschfelder-Gedenktag am 22.9.2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:46

Zum Hirschfelder-Gedenktag wie immer eine volle Kirche zur Messe und mit Geistlichen aus Polen und Tschechien, sowie unserem Großdechanten Prälat Franz Jung aus Deutschland.

       

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Wieder ein besonderes Ereignis. Zunächst nach der Messe natürlich die Versammlung am Grab des Seligen mit Gebeten. Im Anschluss dann die Einweihung des Denkmals für deutsche und polnische Frauen, die in den Kriegswirren besonders gelitten haben. Frau Elisabeth Kynast war federführend für das Projekt und ihr gilt ein besonderer Dank, dass auf dem Lapidarium mit den deutschen Gräbern ein weiteres Denkmal für die Frauen aufgestellt wurde.

   

Die vielen DFK-Mitglieder gingen dann in das Hirschfelder-Haus der Begegnungsstätte unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, wo es zunächst eine deftige Suppe gab. Alle verfügbaren Räume waren voll und bei Kaffee und Kuchen wurden dann viele private Gespräche geführt.

   

Auch unser Großdechant war natürlich dabei. Eine neue Tafel am Eingang an der Straße der Begegnungsstätte mit Informationen und Öffnungszeiten war zu dem Termin angebracht worden. So können an jedem Wochenende in den Ausstellungsräumen Besichtigungen stattfinden. Ich hatte aus unserem Zentrallager in Glatz gemäß Bestellung unserer Behinderten der Ortsgruppe 2 Rollatoren, Betten und andere Hilfsmittel mitgebracht.

Am Sonntag 29.9. und Montag 1.10. erreichen uns in Glatz weitere Hilfstransporte der Malteser und eines privaten Sponsors, um auch weiterhin helfen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

Wittigsymposium 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:19

Nach langer Abstinenz wieder einmal ein Wittigsymposium, inhaltlich organisiert von der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes, organisatorisch begleitet vom Deutschen Freundschaftskreis aus Glatz und mit finanzieller Hilfe des Konsulats aus Oppeln und des Freundeskreises Wittighaus. Der diesjährige Anlass war der 70. Todestag und der 140. Geburtstag des großen Sohnes des Glatzer Landes.

So versammelten sich um 9 Uhr am Morgen Interessierte des DFK Glatz und der Bevölkerung aus Neurode im Konferenzsaal des Hotels Dwor Gorny in Neurode.

                                                                                          Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Auch Konsulin Frau Fisel-Rösle aus Oppeln sowie Mitglieder der Familie Wittig waren gekommen. Frau Bazala, Präsidentin der Stiftung, und Horst Ulbrich als Vorsitzender des DFK Glatz begrüßten als Veranstalter die Gäste. Es folgten Grußworte des Bürgermeisters und der Konsulin. Für die Simultanübersetzung war unser Mitglied Irena Rogowska bereit und wir danken auch ihr für ihren Einsatz. Prof. Koczwin aus Oppeln, ein ausgesprochen guter Kenner der ganzen Wittig-Materie und bekannt aus allen früheren Symposien, begann mit dem ersten Referat über Wittigs Wirken und den Einfluss der Schriften Professor Wittigs auf den Klerus der damaligen Zeit.

Es folgten Referate von Günther Gröger: Joseph Wittig, 140. Gebirtstag / 70. Todestag und Manfred Spata zum Thema „Der junge Grafschafter Theologe und Kirchenhistoriker Joseph Wittig in Rom 1904/06“. In der anschließenden Kaffeepause musste sich die Konsulin wegen anderer Termine leider verabschieden. Sie hat aber mein Angebot sofort angenommen, mit ihr noch zum Wittighaus zu fahren, um ihr die Ausstellung und das Haus zu zeigen.

   

Sie hat sich dort natürlich auch in das Gästebuch eingetragen. Nach der Pause beim Symposium gab es einen Vortrag von Andrzej Behan zum Thema „Tschechische Spuren in der Chronik der Stadt von Professor Joseph Wittig“, gefolgt von einem Beitrag von Julian Golak, der die Entwicklung seit 1986 schilderte, als die ersten Pläne entstanden, Joseph Wittig in der Bevölkerung bekannt zu machen. Auch ich wurde zu einem Bericht des Freundeskreises Wittighaus und dessen Unterstützung zur Erhaltung des Hauses gebeten. Mein Bericht, da er nicht so lang ist, befindet hier im Anhang.

Danach, erst gegen 14.20 Uhr, eine Mittagspause und ein Besuch im Wittighaus, dem nicht mehr alle gefolgt sind, da die Ausstellung einigen schon bekannt war. Dort führte Frau Bazala durch die gut gemachte Ausstellung über die Entwicklung Neurodes, die in den ehemaligen Räumen der Hausmeisterwohnung untergebracht ist. So ging ein weiteres Wittigsymposium gegen 16.30 Uhr zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

Nachsatz:

Nun haben mich, schon vor meinem Bericht, einige kritische E-Mails erreicht, und es gibt bestimmt Gründe dazu. Ich hatte beim DFK Glatz die Teilnehmerzahl begrenzt, da ich mit mehr anderen Gästen gerechnet hatte. Dass nicht alle Referenten selbst erschienen, um Fragen beantworten zu können, gab es früher nicht und ist wohl auch ein Kritikpunkt. Trotzdem bin ich froh wieder bei einem Wittigsymposium gewesen zu sein. Ich denke von Deutschland aus wird eine Organisation nicht mehr möglich sein, also obliegt es der polnischen Seite sich zu engagieren. Organisatorisch werde ich mich allerdings, soweit ein weiteres Symposium geplant wird, mehr beteiligen.

Natürlich könnte der DFK Glatz ein Wittigsymposium von deutscher Seite komplett organisieren, leider fehlen aber dazu jegliche finanziellen Mittel.

Horst Ulbrich

Der Freundeskreis Wittighaus. ( Mein Bericht zur Lage während des Sympoaiums.)

Der Freundeskreis Wittighaus wurde nach einem Wittigsymposium gegründet.

Zitat aus der Satzung:

Der Freundeskreis Wittighaus wurde am 9.9.2004 gegründet, um das Wittighaus vor Schäden an der Bausubstanz zu bewahren und nötige Reparaturen durchführen zu lassen, da die Finanzen der Stiftung dazu nicht ausreichen.

Zum Vorstand wurde gewählt:

Georg Hoffmann, Herr Prof. Leslaw Koczwin und Kaus Wenzel.

Schatzmeister Horst Ulbrich

Schriftführer Herr Andrzey Behan.

Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Es waren 28 Gründungsmitglieder zugegen.

Für Spenden wurde in Deutschland ein Konto eröffnet, dass bis heute besteht und von Herrn Ulbrich, als neuem Vorsitzenden, Schatzmeister und Organisator nötiger Reparaturen seit dem 1.1. 2015 verwaltet wird. Nach der Erkrankung unseres Georg Hoffmann wurde diese Entscheidung durch Anschreiben aller Mitglieder so bestätigt. Als Kassenprüfer wurden gleichfalls Herr Günther Gröger und Frau Bianca Maria Prinz gewählt und bestätigt, die jährlich die Kasse prüfen. Alle in der Liste befindlichen Mitglieder bekommen auch jährlich einen Rechenschaftsbericht.

Nach der konstituierten Sitzung wuchs der Freundeskreis auf 94 Mitglieder und es konnten aus deren Spenden viele wichtige Reparaturen zur Erhaltung des Hauses erledigt werden, wie die Investition einer neuen Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster im Erdgeschoss, Balkon und Fassadenrenovierung, neue Vitrinen und Renovierung des Ausstellungsraumes, sowie immer wieder auftretende Schäden am Dach und Balkon des Hauses, um nur einige Baustellen zu benennen. Ohne diese wichtigen Reparaturen würde das Haus nicht in dem heutigen Zustand sein.

Es wurden seit der Gründung in 2004      108.232,07 Zloty von den Mitgliedern in das Haus investiert. Ich habe dazu mal alle Jahresabschlüsse auf der Ausgabenseite zusammengezählt. Leider haben wir den Mitgliederschwund durch Überalterung und es sind seit dem letzten Rechenschaftsbericht noch 52 Mitglieder auf der Liste. Davon ca. 12 Mitglieder die noch auf meine mitgelieferte Zahlungsanweisung spenden. Da die großen Baumaßnahmen abgeschlossen sind hoffe ich aber noch weiterhin helfen zu können. Langfristig ist, von Seiten der Stiftung, ein konzeptioneller Umbruch zur Finanzierung des Unterhalts und der laufenden Kosten erforderlich.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten:

Die Erhaltung des Wittighauses ist eine wichtige und völkerverbindende Maßnahme zur Erhaltung ehemals deutschen und nun polnischen Kulturgutes. Geben wir uns alle Mühe dieses geschichtsträchtige Haus weiterhin zu erhalten und mit Leben zu erfüllen.

Danke.

17.9.2019

Besuch zum Weinfest des DFK Grünberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:42

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, sagt ein deutsches Sprichwort.

So fuhren Mitglieder des DFK Glatz am 13.9. am frühen Morgen nach Grünberg zu einem Partnerschaftsbesuch beim dortigen DFK. Aber zunächst besuchten wir die Friedenskirche in Jauer und alle waren erstaunt über die Größe der Kirche, in der bis zu 6000 Gläubige Platz haben. Erstaunlich, dass dieses Bauwerk in nur einem Jahr ( 1654 / 1655) fertiggestellt werden konnte.

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Weiter ging es dann in ein kleines Dorf bei Grünberg zu einer Agrartouristik, wo wir Quartier bezogen und die Zimmerverteilung stattfand, denn nach dem Weinfest beim DFK Grünberg sollte jeder wissen, wo er sein müdes Haupt ablegen konnte. Im Festsaal angekommen, wurden wir schon von Waldemar aus Rybnik mit seinen bayrischen Musikanten begrüßt. Der Vorsitzende Bernard Bernaczek begrüßte uns, auch die Konsulin aus Oppeln war wieder dabei, wie schon im letzten Jahr.

   

So nahm ein fröhlicher Abend mit viel Musik und einigen Gläsern Wein seinen Lauf. Leider war um 10 Uhr die Fahrtzeit unseres Busfahrers zu Ende und wir mussten zurück in unser Quartier, damit der Fahrer kein Problem mit der Polizei bekam, wegen der Überschreitung seiner Lenkzeiten. Aber wir hatten vorgesorgt und so feierten wir auf dem Hof der Agrartoristik noch einige Zeit weiter.

      

           

Am anderen Morgen, nach einem ausreichenden Frühstück, zunächst zum Grünberger Festumzug und danach weiter nach Wahlstadt, um das Museum der Schlacht bei Liegnitz und die Basilika der Hl. Hedwig zu besuchen. Eine sehr gut informierte Dame hat uns geführt und es war ein sehr interessanter Besuch. Am frühen Nachmittag noch ein Zwischenstopp zu einem deftigen Mittagessen, das Frau Ulbrich als Projektleiterin im Voraus bestellt hatte, sie hatte auch schon die gesamte Vorbereitung der Reise verantwortungsvoll übernommen. Am frühen Abend erreichten wir dann, schon etwas müde, unsere Heimat Glatz. Alle 22 Teilnehmer waren glücklich in so kurzer Zeit so vieles erlebt zu haben, aber auch froh wieder im eigenen Bett schlafen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

Jugendstilhäuser in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:24

Schon einige Male habe ich darüber berichtet. Es begann mit Jurek Zelaszkiewicz, der sich eingehend mit dem Jugendstil und dem Glatzer Baumeister Andreas Ernst beschäftigt hatte.

   

Dr. Schmack aus Minden in Deutschland bot uns dann ein Referat zu dem Jugendstilhaus in der Zimmerstraße an, in dem er früher gewohnt hat, aber auch zu anderen Objekten des Baumeisters, und viele Glatzer Bürger waren mit Begeisterung im Museum, wo sein Vortrag stattfand. Wir hatten auch sofort eine Interessengruppe mit dem Bürgermeister gegründet, ich hatte dazu unsere Geschäftsstelle als Treffpunkt zur Verfügung gestellt. Leider ist der ganze Komplex in drei Häuser unterteilt und die Nr. 8 gehört der polnischen Bahn. Unser Mitglied Jurek hatte sogar schon einen Kostenvoranschlag zur Renovierung fertigen lassen, aber wegen der verschiedenen Besitzer ist es leider zu einer Rettung der wunderschönen Häuser nicht gekommen. Im Haus Nr.8 der Bahn war dann sogar die obere Decke eingebrochen, weil das Dach darüber defekt war. Das Dach ist nun mit Unterstützung der Schule, die in dem Haus beheimatet ist, repariert worden, aber die Deckenbalken darunter haben gelitten.

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Nun sind wir immer noch hoffnungsvoll, denn auch das Museum hat sich des großen Sohnes der Stadt, Andreas Ernst, angenommen und eine sehr gute Ausstellung seiner Werke finanziert, die immer noch im Museum besichtigt werden kann. Zu der Museumsnacht gab es dann ein Straßentheater zu dem Thema Jugendstil mit mehr als 500 Zuschauern, die mit den Akteuren durch die Stadt zu den verschiedenen Schauplätzen wanderten. Ich hatte darüber berichtet, bitte zurückblättern.

     

Kürzlich war Dr. Schmack wieder in Glatz, um die Ausstellung zu besichtigen. Auch das deutsche Schlesienjournal war zu einem Interview gekommen. So bleibt das Thema Jugendstil und Andreas Ernst in aller Munde und ich hoffe immer noch auf eine Renovierung der einmalig schönen Jugendstilhäuser in Glatz. Besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle unserem Mitglied Jurek Zelaszkiewicz aussprechen, der schon als Kind in der Nähe des Mausoleums von Andreas Ernst und dessen Familie gespielt hatte und daher als einziger wusste, wo dieses zu finden ist. So ist sein Engagement entstanden und ihm ist zu verdanken, dass der berühmte Baumeister der Stadt Glatz wieder im Gespräch ist. Seine Jugendstilhäuser gibt es nicht nur in Glatz und Bad Altheide, sondern auch in anderen Städten bis nach Wien in Österreich.

Bericht

Horst Ulbrich

9.9.2019

Besuch der Wölfelsdorfer in der Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:16

Vom 3. bis 10. August 2019 war wieder einmal ein Bus unter Leitung von Roland Scholz mit Wölfelsdorfern und Gästen aus Wittgenstein im Sauerland zu Besuch in Schlesien. Über 50 Reiselustige hatten sich gefunden, um die Grafschaft Glatz zu besuchen. Schon zu einer Tradition gehört es, dass in Wölfelsdorf, wo viele der Mitreisenden ihre Wurzeln haben, am Sonntag zur Spätmesse ein polnisch-deutscher Gottesdienst stattfindet. Die Messe wurde gefeiert für die Lebenden und Verstorbenen der Gemeinde Wölfelsdorf, und die große St.-Georgskirche von Wölfelsdorf war gut gefüllt. Der Chor des DFK Glatz bereicherte den Gottesdienst mit drei Liedern, zudem sangen die deutschen Gäste die beiden traditionellen Lieder „Großer Gott, wir loben Dich” sowie „Über die Berge schallt”. Das Vater Unser wurde gemeinsam auf Lateinisch gesungen.

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Nach der feierlichen Messe waren, wie in jedem Jahr, von Seiten des Seniorenvereins Wilkanów alle Teilnehmer zum Mittagessen in das Wölfelsdorfer Kulturhaus eingeladen. Der Saal füllte sich mit etwa 120 Gästen, die durch den Ortsvorsteher, Herrn Mariusz Lis, sowie Herrn Roland Scholz begrüßt. Herr Lis wies darauf hin, dass Wölfelsdorf in diesem Jahr sein 725-jähriges Jubiläum feiert, worauf auch ein neuer Gedenkstein in der Dorfmitte hinweist.

Nach dem Essen gab der Chor des DFK Glatz ein kleines Konzert, und danach kam es zu einem gemeinsamen Singen von Volksliedern, die sowohl in Deutschland als auch in Polen bekannt sind und die abwechselnd in beiden Sprachen gesungen wurden. Eine schöne Idee, um das Eis zwischen den beiden Nationen schmelzen zu lassen. Unseren großen Dank sprechen wir an dieser Stelle unserer Freundin Ilse Hirschner aus, die ebenfalls z.Z. zu Besuch in der Grafschaft Glatz ist und als Musiklehrerin bereit war, unseren Chor bei seinen Auftritten in Wölfelsdorf zu begleiten. Alle Chormitglieder waren so begeistert von ihrem Einsatz, dass sie spontan zum Ehrenmitglied dfes Chors ernannt wurde. Ein herzliches „Gott vergelt’s”, liebe Ilse, von Seiten des Chors und des DFK-Vorstands!

                                                              

Am Montag, dem 5. August, besuchte die Reisegruppe die Stadt Glatz. Während der DFK-Vizevorsitzende Heinz-Peter Keuten eine Hälfte der Gäste aus Deutschland durch die Stadt führte, war die andere Hälfte der Gruppe zu einem Kaffee oder einem erfrischenden Getränk in den DFK Glatz in der Nähe des Glatzer Rings eingeladen, wobei der Vorsitzende Horst Ulbrich von der Arbeit des DFK Glatz berichtet und eine Multimedia-Präsentation zum Thema gezeigt hat. Nachmittags erhielt die Gruppe auf Wunsch noch eine Führung durch Habelschwerdt, wo sie neben dem mittelalterlichen Stadtkern und der Michaelskirche auch den Schulbau der ehemaligen Stehr-Aufbauschule aus der Gründerzeit einschließlich der renovierten Aula und des Schulmuseums besucht hat. Ein zünftiger Imbiss mit Kaffee und Kuchen im Park vor der Schule rundete den Besuch bei sonnigem Wetter ab.

                                   

Auch an ihrem „freien Tag”, am Mittwoch, besuchten noch einige Wölfelsdorfer mit ihren Gästen ihren Heimatort, und am Donnerstag wurde noch die Hauptstadt Niederschlesiens, Breslau, besucht, bevor die Gruppe am Samstag wieder die Heimreise antrat. Wieder einmal haben wir vom DFK Glatz uns gefreut, unseren Grafschafter Freunden bei der Gestaltung ihres Besuchs in der alten Heimat helfen und sie in der DFK-Geschäftsstelle in Glatz begrüßen zu können, und würden uns wünschen, dass dies auch bei anderen Reisegruppen immer mehr Schule macht.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

Tag der Heimat am 31.8. in der Konzerthalle Olsberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:09

Als unser DFK Mitglied Josef Engel im Sommer wieder in der Grafschaft Glatz war, sagte er mir, ich müsse unbedingt auch einmal nach Olsberg als Referent kommen. Nachdem ich in den letzten Jahren als Sprecher in Bensheim, Stuttgart, Hannover Heppenheim und anderen Städten unterwegs war, wollte ich diese Reisen eigentlich nicht mehr unternehmen, da die ehrenamtliche Arbeit in Glatz dazu kaum noch Zeit lässt.

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Aber als plötzlich mit der Post ein Plakat, schon mit meinem Namen als Sprecher gedruckt, mich per Post erreichte, konnte ich natürlich nicht mehr absagen. So habe ich mich mit meiner Frau auf den Weg gemacht, um in Olsberg, beim Tag der Heimat am 31.8.2019 über Menschenrechte und Völkerverständigung zu sprechen, wie unser Freund Josef Engel es auf dem Plakat angekündigt hatte.

Wir wurden herzlich empfangen und Josef Engel hat uns die Tage in Olsberg umsorgt.

   

Er eröffnete, als Organisator auch die Veranstaltung. Der Schirmherr Hubert Kleff MDL und Vertreter der Stadt wünschten einen guten Verlauf. Es folgte nach dem Totengedenken das Deutschlandlied und ein Konzert der Bläsergruppe.

   

Zu meinem Referat waren 45 Minuten angedacht, die mir bei einem so wichtigen Thema nicht gereicht haben und es wurden nach den folgenden Tanzgruppen noch einmal Zeit für Fragen anberaumt, denn das Interesse an den Deutschen, die in der Heimat leben war sehr groß. Kaum zu glauben war für viele,dass mein Vorstand, aus nach dem Krieg in Westdeutschland geborenen Rückkehrern in die Heimat unserer Eltern besteht. Ich hatte auch sechs Aufsteller mitgebracht, um einige unserer Aktionen in der Grafschaft zu zeigen.

 

Im Hintergrund die Information des DFK  Glatz.

Unser Dachverband VDG in Oppeln hatte uns diese Aufsteller vor Monaten finanziert. Es traten auch zwei Tanzgruppen auf und ich war erstaunt, mit welcher Begeisterung gerade die Jugend dabei ist. Das lässt für die Zukunft und althergebrachte deutsche Tradition hoffen. Den Abend haben wir dann im Haus von Josef Engel verbracht, der uns, mit den unseren Freunden eingeladen hatte die extra zum Tag der Heimat aus Detern angereist waren.

Schon am 22. Oktober kommt eine Gruppe aus Olsberg mit Josef wieder in die Grafschaft. Er ist einer der wenigen Reiseveranstalter die den Bus nicht nur voll haben, sonder noch sechs Personen auf der Warteliste hat. Josef Engel ist ein engagierter Grafschafter der mit fast 90 Jahren immer noch viele Menschen mit seiner überzeugenden Art begeistern kann.

Josef wir danken Dir für Deine Aktivität um die Heimat Schlesien.

Bericht

Horst Ulbrich

25.8.2019

Versammlung der DFK-Mitglieder im Wittighaus.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:50

Zum 70. Todestag von Professor Wittig trafen sich in seinem Haus, dem heutigen Wittig-Museum, interessierte Mitglieder des DFK Glatz.

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Dort gab es zunächst eine Einführung mit dem Hinweis zu dem bedeutenden und großen Sohn der Grafschaft Glatz von Horst Ulbrich.

Frau Bazala, die Vorsitzende der Stiftung, berichtete dann im Ausstellungsraum des Hauses aus dem Leben des Professors. Danach versammelten sich alle im ehemaligen Arbeitszimmer von Professor Wittig. Herr Ulbrich entzündete eine Kerze auf dem Schreibtisch, an dem Prof. Wittig viele seiner Bücher und Artikel geschrieben hat und bat um einen Moment des Schweigens und Gedenkens zum siebzigsten Todestag seit dem 22.8. 1949, an dem Josef Wittig kurz nach der Vertreibung aus seiner geliebten Grafschaft Glatz in Meschede an Herzversagen gestorben ist.

 

Danach hatten alle Teilnehmer Zeit Fragen zu stellen und sich umzuschauen. Zum Schluss hatte Herr Ulbrich zu einem Imbiss in die oberen Räume des Hauses eingeladen, dem viele gefolgt sind. Nach vielen Diskussionen, auch zur Vertreibung der Deutschen aus ihrer angestammten Heimat, verabschiedeten sich alle nach einem Gruppenfoto der restlichen Teilnehmer vor dem Haus.

 

Die nächste Veranstaltung des DFK Glatz im Wittigmuseum wird ein Informationstreffen von zwei Schulklassen des 9. Schuljahres aus Neurode und Glatz sein, das in der Zeit nach den Ferien geplant ist. Am  20. September dann das Wittigsymposium in Neurode, zu dem auf meine Einladung auch die Konsulin Frau Fisel-Rösle des deutschen Konsulats aus Oppeln ihre Teilnahme zugesagt hat. Wir sind auf einem guten Weg das Museum Wittig wieder mit Leben zu erfüllen.  Bis zum Symposium werden auch die letzten Renovierungsarbeiten im Haus beendet sein.

Bericht

Horst Ulbrich

15.8.2019

Gräber der Bergleute in Neurode.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:48

Eine kurze Nachricht für alle, die auf den Beginn der Grabrenovierung für die Bergmänner in Neurode warten.

Liebe Freunde.

Es liegt nicht am guten Willen und meinem Einsatz, aber nun habe ich den dritten Steinmetz und der hat einen Preis von 40 000,- PLN, also ca. 9600,- €, nur für die Herstellung der beiden großen Tafeln genannt und das ist unrealistisch.

Ein anderer hat abgelehnt, ein weiterer meldet sich mit Kostenvoranschlag nicht mehr, trotz mehrfacher Nachfrage. Ich werde also folgendermaßen verfahren!

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Der rechte große Stein ist zu reinigen und zu konservieren. Das werde ich mit den Mitgliedern des DFK erledigen können. Auch die Trauerweide darüber ist zu stutzen, damit der Stein nicht bald wieder begrünt ist.

Bei der 2. Tafel muss die Schrift erneuert werden. Ich kenne einen tollen Restaurateur, der das sehr gut kann, siehe Denkmal in Schwenz und Heinrich Bender. Aber die stehen nicht unter Denkmalschutz….

Deshalb hat er Bedenken in Neurode an der Tafel zu arbeiten. Vielleicht kann ich ihn überreden, wenn ich die Haftung übernehme, denn die Denkmalschutzbehörde möchte zur Renovierung nicht nur eine Fachfirma, sondern auch einen 2. Fachmann zur Überwachung des Projektes.

Die Arbeiten an den einzelnen Grabsteinen sind dann das kleinere Problem, dazu muss ich aber von den Angehörigen Bilder der Schrift oder die Daten bekommen. Bei dem Sandstein ist teilweise kaum noch etwas zu erkennen. Einiges ist auch im Internet zu recherchieren.

Kein Problem ist dann die neue Einweihung mit Beteiligung der Bergmannskapelle in Neurode und den Bergleuten aus der Görlitzer Gegend, die sich durch meine Bekanntgabe des Vorhabens im Internet schon gemeldet haben.

Bericht

Horst Ulbrich

13.8.2019

Deutsche Wallfahrt in Albendorf am 11.8.2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:38

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Wie jedes Jahr üblich, die deutsche Wallfahrt in Albendorf – und wieder bei bestem Wetter.

Nun hatten wir in Glatz nach Straßentheater am Freitag auch das Festungsfest mit der Erstürmung selbiger, auch wie jedes Jahr mit viel Kanonendonner am Samstag. Dazu war am Samstag, zu unserer Öffnungszeit beim DFK Glatz, großer Ansturm mit Gästen und Beteiligten. Auch eine Dame vom Synagogenverein aus Bensheim war bei uns und besichtigte mit Rembert Böse, der ein guter Kenner der Materie ist und gerade als unser Gast in Glatz weilt, den jüdischen Friedhof. Wir haben zum Glück immer noch den Schlüssel nach unserem Arbeitseinsatz dort und so konnte die Dame den Friedhof besuchen, der normalerweise verschlossen ist.

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Am Sonntag dann schon am Morgen um 11 Uhr ein Konzert einer Brassband aus unserer Partnerstadt Bensheim. Leider war nur für einige Fotos Zeit, denn um 12 Uhr sollten wir zur deutschen Wallfahrtsmesse in Albendorf sein.

   

Dort kamen wir gerade zur letzten Probe des Chores der Waldenburger vor der Messe an. Eine Freude immer wieder so viele Bekannte und Freunde dort zu treffen. In der Basilika wieder zu wenig Platz und viele standen in den Fluren ringsum.

   

Zu unserer Freude war auch der Großdechant plötzlich am Altar anwesend, da er zur Zeit in Bad Landeck zur Kur ist. Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgte ein Blasorchester aus Ostropa bei Gleiwitz und der Chor aus Waldenburg. Nach dem Hochamt und bei bestem Wetter trafen sich viele Gläubige auf den Stufen der Basilika.

Bericht

Horst Ulbrich

Straßenfest in Glatz über drei Tage.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:30

Schon am Freitag Abend ein Straßentheater mit sehr großem Zuspruch der Bevölkerung. Vor ca. 2 Jahren hatte Dr. Schmack mit einer Vorlesung im Museum die Bevölkerung auf den großen Sohn der Stadt aufmerksam gemacht. Der aus Glatz stammende Andreas Ernst, international bekannter Architekt, hat in vielen Ländern seine Jugendstilhäuser gebaut wie auch in seiner Heimatstadt Glatz. Beerdigt ist er in der Familiengruft, die von unserem DFK-Mitglied Jurek Zelaszkiewicz gesucht und wiedergefunden wurde. Eine unserer nächsten Aktionen sollte die Grabrestaurierung sein. Schon im voll besetzten Museum damals, nachdem Dr. Schmack seine Zuhörer mit den Informationen über das Wirken von Andreas Ernst begeistert hatte, wurde vom DFK Glatz unter Beteiligung des Bürgermeisters eine Interessentengruppe gegründet, zur Restaurierung der Häuser in der Zimmerstraße. Das Projekt begann verheißungsvoll, auch die Familie von Dr. Schmack wollte sich finanziell beteiligen. Leider ist das Projekt dann an der Mitarbeit des schlesischen Landtags und weiterer Behörden gescheitert.

   

Aber es hat in diesem Jahr eine Ausstellung mit den Objekten des Architekten im Museum gegeben und am 9.8.2019 dann das Straßentheater mit sehr viel Interesse der Bevölkerung, das für die Zukunft hoffen lässt.

   

Viele in der Zeit um die Jahrhundertwende gekleidete Akteure, die teils als Schauspieler vor und auf den Balkonen der Häuser Szenen aus der Zeit spielten, andere als Moderatoren, die mit Mikrofonen ausgestattet waren. Immer dabei eine Beschallungsanlage, die transportabel weiter an die verschiedenen Orte transportiert wurden, wo alle Zuschauer geduldig hinterdrein marschierten.

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Ein wahrlich großes Spektakel, wie es in der Vorankündigung auch beschrieben wurde. Hoffen wir nun auf weitere Aktionen und vielleicht eine Möglichkeit der Restaurierung einiger Objekte.

Bericht

Horst Ulbrich

9.8.2019

Kulturtagung in Lubowitz vom 4. bis 8. August.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:28

Traditionsgemäß hat auch in diesem Jahr wieder die Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Baden-Württemberg, zum Kulturtreffen nach Lubowitz geladen. Auch viele Vorsitzende der Deutschen Freundschaftskreise aus Ober- und Niederschlesien waren wieder dabei. Auch diesmal erwartete die Teilnehmer ein durch den Ehrenvorsitzenden Günter Zimmermann gut vorbereitetes Programm. Zum Vorsitzenden der Landesgruppe wurde vor einiger Zeit Christian Krause gewählt, der für seinen Vortrag „Die Zuckerrübe stammt aus Schlesien“ großen Beifall erhielt. Auch ich konnte etwas beitragen. Stammt die erste Produktion auch aus dem 17. Jahrhundert, so hat erst die industrielle Herstellung des Zuckers im Heimatdorf meiner Eltern, in Eckersdorf (Krs. Glatz) 1830 stattgefunden und das Verfahren wurde später europaweit kopiert. Die Grafen von Magnis waren zu der Zeit dort die Besitzer und auch treibende Kraft auf dem Weg zur industriellen Fertigung.

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Außer den informativen Beiträgen, die den ganzen Tag füllten, gab es am Abend auch Gelegenheit mit den Vorsitzenden der DFKs über Probleme und Zukunftspläne zu sprechen.

   

Am zweiten Tag eine Exkursion unter dem Titel: Interessantes aus Oberschlesien. Zunächst zum Friedenshort, eine Einrichtung der Diakonie von Mutter Eva.

   

Danach eine Besichtigung des ältesten Kohlebergbaus in Oberschlesien, die Grube Königin Luise 1791. Auf der Rückfahrt noch ein stilles Gedenken auf dem Friedhof in Schönwald wo 1945 120 Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden.

 

Nach weiteren Vorträgen und der Abschlussbesprechung am letzten Tag verabschiedeten sich alle mit etwas Wehmut und der Hoffnung, dass wir uns im nächsten Jahr zu einer weiteren Tagung wiedersehen.

Bericht

Horst Ulbrich

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