Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

5.4.2020

Gott hat Elisabeth Kynast zu sich gerufen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:51

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                                   57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                        E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

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Gott hat Elisabeth Kynast zu sich gerufen

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied und Vorsitzende unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

Mit ihr verlieren die Heimatvertriebenen wie auch wir in der Heimat Lebenden eine der engagiertesten Heimatfreunde der Grafschaft Glatz.

Über viele Jahre hat sie die Deutschen im Grenzgebiet Tschechien und Polen zusammengehalten und ihr Haus in Tscherbeney für den DFK Kudowa zur Verfügung gestellt. Sie organisierte die Treffen zum Jahrestag des Seligen Kaplans Gerhard Hirschfelder und hat in ihrem Haus eine Begegnungsstätte mit einem kleinen Museum zum Gedenken an den Seligen geschaffen. Seit vielen Jahren pflegte sie nicht nur die Gräber der Ordensschwestern auf dem Friedhof in Tscherbeney, sondern auch die vieler anderer verstorbener Deutschen, die sonst in Vergessenheit geraten wären. Ihr letzter Einsatz war der für eine Gedenktafel zu Ehren der Kriegsfrauen aus drei Nationen, aus Deutschland, Tschechien und Polen, auf besagtem Friedhof, die mit dem Großdechanten am Hirschfelder-Tag 2019 geweiht wurde.

Auf dem Lapidarium werden wir nun eine weitere Tafel aufstellen, zu Ehren unserer unermüdlichen Kämpferin Elisabeth Kynast in Dankbarkeit für ihren Einsatz für die ganze Grafschaft Glatz.

Leider kann auch ich nicht an der Beerdigung teilnehmen, da ich mit deutschem Pass bei der Rückreise nach Schlesien zunächst in Quarantäne müsste und zudem die Teilnehmerzahl wegen des Versammlungsverbots auf ein Minimum beschränkt werden muss.

Wir alle vom DFK Kudowa und DFK Glatz trauern um unsere Schmidt Liesel. Ihr vielfacher Einsatz für die Heimat bleibt unvergessen. Der Herr schenke ihr die ewige Ruhe.

Horst Ulbrich

28.3.2020

Hilfe für die Pfarrer in Niederschlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:59

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

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Pfarrer in Polen leiden unter dem Coronavirus.

Im Gegensatz zu Deutschland haben die Pfarrer in Polen nur die Einnahmen, die sie bei Hochzeiten, Beerdigungen und den Sammlungen der hl. Messen erhalten. Davon renovieren sie vieles in den Kirchen, müssen aber auch ihren Lebensunterhalt bestreiten.

In den Zeiten von Corona sind die Kirchen geschlossen, geheiratet wird zur Zeit auch nicht. Bei Sterbefällen sind nur wenige enge Verwandte. Da kommen viele Pfarrer in finanzielle Bedrängnis.

Um unseren engagierten neuen Pfarrer zu unterstützen haben wir, für die Eckersdorfer Gemeinde eine Sammlung begonnen, die aber wegen eigener Sorgen kaum beachtet wird.

Wer für einen, Euch bekannten Pfarrer eine Spende leisten möchte kann das auf unser Konto

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179 einen Betrag zahlen.

Ich werde gegen Quittung das Geld weiterreichen und hoffe in den schwierigen Zeiten auf die Unterstützung für die Geistlichen.

Grüße aus der Heimat

Horst Ulbrich

20.3.2020

Corona überall.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:57

Liebe Freunde dieser Seite.

Corona überall.

Da gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen von angeblichen Experten.

Eine der letzten Grippezeiten hat in Europe ca 20 000 Todesfälle gebracht.

Warum so einen Aufstand um Corona.

Herr Johnson aus England meinte zunächst auch man solle alles laufen lassen, hat sich aber eines Besseren besonnen.

Andere meinen: Alte Menschen sterben halt… ob an Corona oder anderen Krankheiten. Warum die Jungen einsperren???

Aber welche Erfahrung hat die Zeit seit dem Ausbruch in China gebracht?

Dort ist man über die brachiale Abschottung großer Städte nun über den Zenit und ich hoffe, dem kann man Glauben schenken. Chinesische Ärzte, die im Einsatz Corona dort nicht mehr benötigt werden helfen sogar auch in Deutschland aus wo das Personal in den Krankenhäusern fehlt. Also nur die Nähe zu anderen Menschen einschränken, um direkte Übertragungswege zu unterbinden. Leider halten sich viele Jugendliche in Deutschland nicht daran und werden so zu Trägern des Virus und eine Gefahr für andere.

Hier in Polen staune ich über die Disziplin der Menschen. Vielleicht ein Überbleibsel der kommunistischen Erziehung aber hilfreich. Wir haben heute in Polen 378 Infizierte Menschen in den Krankenhäusern und 9 Tote wegen vorbelasteter Krankheiten. In Niederschlesien 53 Erkrankte und 2 Verstorbene. Nur Lebensmittelgeschäfte sind geöffnet, auch einige Baumärkte. Beim Betreten der Geschäfte gibt es Kontrolleure die auf das Desinfektionsmittel am Eingang hinweisen, sonst das Betreten des Geschäftes verweigern. Die Kassierer hinter einer Scheibe, Zahlen nur per Karte in fast allen Läden. Alle anderen Läden sind sowieso geschlossen wie auch Schulen, Restaurants und so weiter. Die Skodawerke in Tschechien sind geschlossen wo viele Polen gearbeitet haben. Die Grenzen sind zu. Vielleicht ist so die geringe Anzahl zu erklären, obwohl ich auch in Polen die staatlich kontrollierten Medien etwas skeptisch sehe. Ich hätte Termine in Deutschland, dürfte mit meinem deutschen Pass aber nicht mehr zurück nach Polen.

Die Hilfstransporte aus Deutschland, die uns vor Ostern noch erreichen sollten, fallen aus. Wir versorgen unsere Kranken mit Hilfsmitteln die uns aber bald ausgehen und bei den Maltesern in Telgte ist das Lager wegen des Transportausfalls überfüllt.

Vielleicht lernen wir alle aber aus dieser Situation uns gegenseitig zu helfen und unsere Bedürfnisse zurück zu fahren. Die Welt wird nach Corona eine andere sein, da bin ich sicher.

Meine Prognose ist:

Es wird ein Umdenken bei den Menschen in Bezug auf Konsum, wie auch Reisen geben. Der Onlinehandel boomt gerade in der heutigen Zeit und das wird anhalten. Schulen und Universitäten werden mehr Lehrmaterial per Internet anbieten. Dazu legen wir in der Zeit der Schulschließungen im Moment den Grundstein und liefern damit einen guten Probelauf. Leider leiden viele Kleinbetriebe darunter bis hin zum Konkurs und die angebotenen Hilfen reichen bei Totalausfällen nicht. Wo das Geld für die Hilfen der Wirtschaft herkommen soll ist mir, trotz der guten finanziellen Lage in Deutschland, auch nicht begreifbar. Obwohl wir weltweit am Besten dastehen sollen. Der Wirtschaftsboom seit 6 Jahren und die Sparpolitik mit der sogenannten Schwarzen Null, also ohne Neuverschuldung sind jetzt sehr hilfreich. Andere Länder, wie Italien werden vor dem Zusammenbruch gerettet werden müssen. Kommt nach Staatspleiten der Zusammenbruch der gesamten E U??? Im Moment sind wir am Anfang der Misere. Schauen wir mal nach 6 Monaten….

Wenn wir uns alle…. und da müssen wir auch die Jugend überzeugen….

uns an die Vorgaben halten, kann man großflächige Ausgangssperren verhindern. Sonst ist in den Städten mit kleinen Wohnungen der Lagerkoller nicht mehr auszuschließen. Die Landbevölkerung hat da weniger Probleme wie auch in unserem Dorf. Man kann sich im Garten und mit dem Viehzeug beschäftigen. Die Kontakte, hauptsächlich in den Kirchen am Sonntag, sind ja auch ausgefallen.

Wir alle müssen uns auf diese besondere Situation einstellen, um Schlimmeres zu verhindern.

Ich wünsche Euch weiterhin Gesundheit und bleibt zu Hause.

Euer Horst Ulbrich.

1.3.2020

Wenn einer eine Reise macht dann kann er was erzählen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:11

Nun hatten wir eine Reise nach Teneriffa gebucht und auch bezahlt, aber meine Frau war vor der Abreise stark erkältet, danach auch ich.

Bis zum letzten Tag war nicht klar ob wir fliegen, aber wir hofften auf das schöne Wetter und unser Urlaub begann auch ganz entspannt. Es ging uns tatsächlich besser, aber dann….

Ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 163 Km pro Stunde ließ Palmen auf Autos fallen, auch unser Hotel bewegte sich. Danach ein Sandsturm der in den Augen brannte und ein brauner Nebel lag über der Insel. Am letzten Tag vor der Abreise dann die Nachricht, ein Arzt aus Italien sei mit dem Coronavirus aus einem großen Hotel in die Quarantäne ins Krankenhaus abgeholt worden. Zum Glück auf der anderen Seite der Insel. Dort wurde sofort das ganze Hotel mit über 1000 Gästen unter Quarantäne gestellt und von der Polizei bewacht.

Wir waren froh in das kleine, Coronafreie Dorf Schwenz in Polen abreisen zu können.

Aber was war passiert? Eine Frau aus dem Nachbardorf Mittelsteine, war von ihrer Arbeitsstelle aus Italien zurückgekehrt. Durch unsere Kontakte zur Polizei erfuhren wir, sie sei mit Coronaverdacht in Quarantäne nach Breslau in die Klinik eingeliefert worden. Da es immer noch heißt Polen sei Coronafrei, wie die Medien berichten, haben wir selbst nachgefragt. Unser Mitglied des DFK aus aus Mittelsteine, eine Bekannte der betroffenen Familie, hat uns das bestätigt. Aber warum wird das der Öffentlichkeit vorenthalten? Ich habe auf meinem Handy eine Mitteilung wie man sich zur Zeit in der Öffentlichkeit verhalten soll, andere haben das nicht. Nun werden die Nachrichten in Polen kontrolliert, das weiß man. Aber der Schutz der Bevölkerung sollte doch vorgehen. Offiziell ist nichts zu erfahren, aber warum fahren dann die Krankenwagen mit so maskierten Helfern?

   Sollte nur die Frau in Quarantäne sein und die Familie sich normal bewegen dürfen, auch gestern dann zur Kommunion in der Kirche war, gibt es theoretisch ein hohes Risiko für die Kirchengemeinde.

Wie man weiß, wurde vom Bischof befohlen die Kommunion nur zum Mund zu verabreichen, so könnte es passieren den Virus an viele Menschen weiter zu geben.

Wir können nur hoffen, dass die ganze betroffene Familie in Quarantäne ist.  Dazu habe auch ich keine genaue Auskunft erhalten können, aber offiziell gibt es keine Informationen. Wir werden also für uns Vorsorge treffen, manche Kontakte und Händeschütteln zur Begrüßung meiden und warten was die Zeit bringt. Ich bitte alle Leser dieser Seite sich auch so zu verhalten. Warum aber so verfahren wird und die Öffentlichkeit von den Verdachtsfällen nicht unterrichtet wird ist nicht zu begreifen.

Bericht

Horst Ulbrich

7.1.2020

Feier in Lamsdorf am 26.1.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:50

Zum Vergrößern bitte auf das Plakat klicken.

Horst Ulbrich

6.1.2020

Der Chor des DFK Glatz, neu eingekleidet.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:08

Traditionell fand das Weihnachtskonzert der deutschen Minderheit in Niederschlesien im Kurtheater Bad Salzbrunn statt.

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Dank des deutschen Konsulats wurden für unsere Frauen nun einheitliche weiße Blusen angeschafft und wir konnten nun endlich auch in einheitlicher Kleidung auftreten. Nach den traditionellen Weihnachtsliedern hatten sich die Glatzer Sänger wie immer am Schluss – diesmal mit dem Lied „Der Weihnachtsmann hat sich ein Bein gebrochen“ – auch etwas Lustiges einfallen lassen und wir wurden mit viel Beifall belohnt.

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Auch von den anderen Chören gab es Lob, weil wir außer den traditionellen Liedern immer etwas Besonderes vortragen. Und das, obwohl wir wieder einmal a cappella auftreten mussten, da unser Pianist Szymon zur gleichen Zeit in der Glatzer Pfarrkirche die Orgel spielen musste. Andere Chöre wurden mit dem Piano oder von Akkordeonspielern begleitet, was beim Gesang enorm hilfreich ist. Außer uns traten vier Chöre und verschiedene Akkordeonspieler aus Oppeln auf, und am Ende natürlich die Sänger des DFK Waldenburg unter neuer Leitung. Leonard Malcharczyk, die rechte Hand der Konsulin aus Oppeln, aber auch professioneller Entertainer, führte durch das Programm. Der Kursaal war wie immer voll besetzt mit interessiertem Publikum. 

Leider müssen wir immer noch zu allen Auftritten die Buskosten selbst tragen und das leert übers Jahr gerechnet enorm die Vereinskasse. Zum Glück haben wir immer noch unsere Sponsoren aus Deutschland, die über unser Konto dieses möglich machen. So werden wir, so Gott will, noch viele Jahre deutsche Lieder in der Heimat verbreiten.

Bericht

Horst Ulbrich

27.12.2019

Adventsfeier in Kudowa beim Deutschen Freundschaftskreis

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:45

Es war ein unvergesslicher Nachmittag. Mit Hilfe des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz und der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Oppeln erhielten wir einen finanziellen Zuschuss zur Gestaltung der Feier.

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Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Zum Anfang gab es in der Alten Mühle in Kudowa ein Mittagessen nach schlesischer Art. In der Grafschaft mussten es immer Klöße sein. Beim Kaffeetrinken später durfte der schlesische Mohnkuchen nicht fehlen. Die 50 eingeladenen Gäste, unter ihnen die Älteste mit fast 98 Jahren, die alle in Tscherbeney und Umgebung leben, auch alle Deutschen, die noch da in der Heimat wohnen. Die Freude war sehr groß, unsere alten deutschen Lieder zu singen und über unser Brauchtum aus deutscher Zeit zu sprechen. Es begleitete uns Heinz Peter Keuten vom Deutschen Freundschaftskreis in Glatz auf seiner Gitarre.

Es waren viele junge Leute da, die ich gebeten habe, von unserem Brauchtum weiter zu erzählen, und vor allem unsere alten Weihnachtslieder zu singen. Das war für alle sehr beeindruckend, da es sonst keine Gelegenheit mehr gibt. Viele sprachen ihre Dankbarkeit aus. Einige hatten Tränen in den Augen. Es erschien noch eine Zwei-Mann-Kapelle aus Tschechien, die böhmische Weihnachtsmusik spielte.

Wir haben von der Feier aus den Großdechanten angerufen in Münster und haben ihm sein Lieblingslied gesungen. Er sagte am Schluss: „Das war mein schönstes Geschenk zu Weihnachten aus der Heimat.“

Auch St. Nikolaus war gekommen, wie früher mit einem Engel und hatte eine beeindruckende Geschichte aus der Grafschaft Glatz vorgelesen.

Bericht:

Elisabeth Kynast

Vorsitzende DFK Kudowa.

23.12.2019

Letzte Meldung vor dem Fest

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:29

Liebe Leser dieser Seite,

schon gemerkt? Es wird mit großen Schritten Weihnachten und es ist Zeit sich Ruhe zu gönnen, aber auch etwas demütig zu werden.

Es ist eine Zeit auch Danke zu sagen all denen, die unsere Arbeit zur Erhaltung deutscher Kultur in der Heimat Schlesien und unsere umfangreiche Sozialarbeit in diesem Jahr unterstützt haben.

Es war wieder ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr. Vieles ist uns mit der Unterstützung aus Deutschland gelungen, was mit den uns hier zur Verfügung stehenden Mitteln nicht finanzierbar gewesen wäre. Einige Arbeiten wie die zeitraubenden Verhandlungen zur Renovierung der Gräber der Bergleute in Neurode sind bisher noch nicht abgeschlossen.

Am 21.12. die letzte offizielle Einladung vor dem Fest. Das Organisationskomitee der polnisch-tschechischen Tage der Kultur hatte zum jährlichen Treffen vor Weihnachten Menschen aus Politik und Kirche in das Restaurant an der hohen Eule eingeladen und wir treffen dort immer gute Freunde. Organisator ist Julian Golak, der viele Jahre als Mitglied des Niederschlesischen Landtags tätig war. Ein Treffen wieder mit Teilnehmern aus 6 Ländern und ich denke wir haben Deutschland würdig vertreten.

Ein letzter Hilfstransport mit Weihnachtsüßigkeiten und Backzutaten, sowie guter Winterkleidung hat uns aus den Kirchengemeinden Bukow und Königs Wusterhausen bei Berlin erreicht. Ich bin vor Weihnachten viel unterwegs, um unsere alten und kranken Mitglieder zu besuchen und mit kleinen Geschenken zu erfreuen.

Die Malteser aus Telgte waren auch in diesem Jahr wieder mehrfach mit LKW und Hilfsmitteln für unsere Kranken bei uns. Die LKW-Fahrschule Hans Pollok aus Alverdissen war wieder zweimal mit den 40-Tonnern- LKW in Glatz und wir konnten das Krankenhaus sowie Kinder- und Altenheime mit weiteren Pflegebetten und Hilfsmitteln unterstützen.

Danke auch allen fördernden Mitgliedern und Spendern, die auf unsere Konten gespendet haben, um unsere umfangreiche Arbeit hier zu unterstützen. Wir sind glücklich und dankbar für alle Hilfe.

Ein herzliches Vergelt‘s Gott – wie wir Schlesier sagen.

Bald gehen wir in eine neues Jahr und werden sehen, was es uns bereiten wird. Aber wie schon geschrieben, mit unseren Mitgliedern hier und unserer Jugend sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und werden noch über Generationen hinweg für deutsche Kultur in der schlesischen Heimat unserer Eltern sorgen. Es kommen auch immer wieder Schlesier im Rentenalter in ihre Heimat zurück, um hier zu wohnen, und so bekommen wir weitere Mitglieder.

Wer noch Mitglied des DFK Glatz werden und unsere Arbeit mit 20,- € Jahresbeitrag unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Bitte meldet Euch unter der E-Mail Adresse hulbrich75@gmail.com

DFK Vereinskonto in Deutschland DE76 4945 0120 111 255 2854

Konto Schlesienhilfe für Bedürftige

Deutsche in der Grafschaft Glatz

und kulturhistorische

Erhaltungsmaßnahmen. DE 02 4945 0120 111 255 1179

Ich wünsche allen Lesern eine frohe Weihnachtszeit, Gottes Segen und Gesundheit im Neuen Jahr.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

22.12.2019

Weihnachten beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:03

Zunächst wurden am 6.12.  die kleinen Kinder  vom Nikolaus besucht und viele sagten auch ein kurzes Gedicht auf. Wegen des schlechten Wetters waren nicht alle gekommen und es blieben einige Präsente übrig die dann bei den Krankenbesuchen mit verteilt wurden. Den fleißigen Helfern sei Dank.

   

Ja wer ist den  der Nikolaus? Jedes Jahr wird gesucht aber kein anderer gefunden.

   

Am 14.12. feierte der DFK sein traditionelles Weihnachtsfest. In diesem Jahr mit wenig Planungszeit wegen unseres Fäkalschadens im DFK Büro.

Aber wir hatten tatsächlich noch ein bezahlbares Restaurant gefunden, die zu dem Datum auch noch Platz für uns hatte. Auf einen Gottesdienst wie sonst immer hatten wir in diesem Jahr verzichtet, da die monatlich stattfindende deutsche Messe in Glatz kurz vor dem Fest war. Da das Restaurant des Metro Hotels am Berg in Richtung Breslau für viele schlecht erreichbar war, hatten wir einen Bus für 14 Uhr zum Kloster bestellt und so waren alle pünktlich um 14,30 Uhr zum deftigen Mittagessen im Restaurant des Hotels wo auch alle Platz fanden. Zu unserer Weihnachtsfeier sind wir dann in den Konferenzsaal gewechselt, um das Restaurant nicht weiter zu blockieren. Dort waren wir dann auch unter uns und konnten unser Programm gestalten.

Schon zum Mittagessen, wo bekanntlich Ruhe ist, hat der Vorsitzende die Anwesenden begrüßt und das weitere Programm vorgestellt.

   

Im Konferenzraum, der festlich geschmückt war, sang auch unser Chor unter der Leitung von Szymon Woloch Weihnachtslieder und viele der Mitglieder sangen begeistert mit. Dazu hatten wir wieder eine kleine Auswahl deutscher Weihnachtslieder kopiert, die auch an alle 69 Teilnehmer verteilt wurde und mitgenommen werden durfte, in der Hoffnung, dass zu Weihnachten in den Familien auch noch deutsche Lieder gesungen werden. So ging es weiter mit Mundartvortrag und lustigen Einlagen des Chores die sich der Vizevorsitzende Heinz-Peter Keuten ausgedacht hatte. Unter den Gästen war auch eine Abordnung unserer Ortsgruppe vom DFK Kudowa, die ihre Feier am nachfolgenden Sonntag durchführten.

   

Gegen 17 Uhr gab es dann Kaffee und Kuchen und kleine Geschenke für alle. Leider konnte der Chor unserer Freunde aus Waldenburg , wie sonst immer, wegen anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen. Aber die Gruppe Katarinchen haben die Lücke professionell gefüllt und waren mit ihren Sängern und Musikern die Attraktion der Feier. Für 18,30 Uhr war der Bus bestellt, der viele unserer Mitglieder wieder zum Kloster nach Glatz brachte. So ging wieder eine schöne Feier dem Ende entgegen.

Bericht

Horst Ulbrich

8.12.2019

Rundbrief zum Jahresende 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

Liebe Mitglieder und Sponsoren.

Wie zu Ostern geschrieben verstarb unser Chorleiter im Januar, aber wir haben Ersatz gefunden. Die Kürzung unserer Mittel um 35% hatte alle Vorsitzenden schockiert, aber Dank den Verhandlungen unseres VDG Vorsitzenden Bernhard Gaida und des Bundesvorsitzenden für nationale Minderheiten, Herrn Fabritius, wurde die Kürzung zurückgenommen und die Fördermittel für das nächste Jahr sogar erhöht.

Aber die nächste Katastrophe erfuhr ich am Telefon als ich im November zu einer Augen OP in Deutschland war. Die Stadtwerke hatten mit 30 bar Druck die Abflussrohre gespült und aus unserer Toilette ergossen sich alle Fäkalien des Hauses bis in das Büro und die Küche. Vermieter und die Stadt fühlen sich nicht zuständig und wir haben aus Kostengründen keine Versicherung für unsere Vereinsräume. Ich denke aber auch hier gilt das Verursacherprinzip, leider wird es wohl ein langer Kampf und dazu ist bei uns keine Zeit. Alle Möbel die das Dreckwasser angesaugt hatten und die Teppiche mussten wir entsorgen, um den Gestank los zu werden. Aber improvisiert geht das Vereinsleben mit Deutschkursen, Chor und Jugendarbeit weiter.

Ein Oktoberfest hat es in diesem Jahr aus Kostengründen leider nicht gegeben. Es war mit den letzten Mitteln zu entscheiden, ob wir die Jugend mit dem deutschen Lyrikwettbewerb unterstützen oder feiern. Der Vorstand hat sich für die Jugend entschieden und so wurde das Projekt Deutsche Lyrik der hiesigen Schulen am

28.11. 2019 durchgeführt, zu dem sich 66 Schüler aus Schulen der gesamten Grafschaft Glatz angemeldet hatten – und das sind wieder mehr als in 2018. Wir waren erstaunt so viele Schüler zum Erlernen deutscher Lyrik begeistern zu können. Erfreulicherweise hat die deutsche Konsulin in Oppeln, Frau Fisel-Rösel, die Schirmherrschaft über den vom DFK Glatz organisierten Wettbewerb übernommen.

Wir haben die besten Voraussetzungen für die Zukunft mit unserer Jugend. Viele weitere Mitglieder hier sind noch im berufstätigen Alter. Wir sterben also nicht aus und werden die deutsche Kultur in der Grafschaft noch einige Generationen aufrecht erhalten. Die Weihnachtsfeier wird trotz der Misere in Glatz am 14.12. stattfinden. Unsere Ortsgruppe DFK Kudowa feiert dann am 15.12. in Tscherbeney. Der letzte Hilfstransport erreichte uns an diesem Wochenende aus zwei Kirchengemeinden bei Berlin, die uns jedes Jahr mit Weihnachtssachen und Backutensilien unterstützen sowie guter Winterkleidung. In der nächsten Woche steht also wieder das Öffnen und Sortieren in der Kleiderkammer an. Ich bin dann viel unterwegs, um alte und behinderte Mitglieder mit kleinen Präsenten zum Fest zu versorgen. Viele der alten Mitglieder können leider am Vereinsleben nicht mehr teilnehmen.

Hier noch einmal der Link zu unserem Beitrag im Schlesienjournal.

http://wochenblatt.pl/schlesien-journal-27-11-2018-25-jahre-dfk-glatz-entdeckerclubs-desdeutschen/

Wer unsere Arbeit in der Heimat Schlesien unterstützen möchte ist mit 20,-€ Jahresbeitrag herzlich eingeladen unser förderndes Mitglied zu werden. Jährlich gibt es dann auch einen Rechenschaftsbericht. Dazu bitte die Adresse unter hulbrich75@gmail.com angeben.

Horst Ulbrich

2.12.2019

Ausflug mit den Gewinnern des Hirschfelder-Wettbewerbs 2019 zur Grabstätte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:13

Ausflug mit den Gewinnern des Hirschfelder-Wettbewerbs 2019 zur Grabstätte des Seligen Gerhard Hirschfelder in Tscherbeney

Im September 2019 waren alle Schülerinnen und Schüler der Habelschwerdter Grundschulen und weiterführenden Schulen eingeladen, an einem Kunst- bzw. Wissenswettbewerb über den Seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder teilzunehmen. Über 70 Schüler waren dem Aufruf gefolgt, und 17 von ihnen erhielten am 23. September 2019 aus den Händen von Großdechant Prälat Franz Jung in der Aula des Allgemeinbildenden Schulzentrums in Habelschwerdt die von der Hirschfelderstiftung in Deutschland gestifteten Preise überreicht (s. Foto vor dem Hirschfelder-Gedenkstein an der Habelschwerdter Schule). Damals hatte der Großdechant die spontane Idee, alle Gewinner des Wettbewerbs zu einem Besuch in Tscherbeney einzuladen, wo sie die Möglichkeit bekämen, das Grabmal des Seligen sowie das Hirschfelder-Haus als internationale Begegnungsstätte kennenzulernen.

   

Dies wurde mit Unterstützung des DFK Glatz und seiner Ortsgruppe Tscherbeney in die Tat umgesetzt und am 29. November 2019 fuhren 14 Gewinner zwischen 7 und 18 Jahren zusammen mit den drei den Wettbewerb organisierenden Lehrern (Dr. Andrzej Prasał, Mag. Emilia Idzi-Ważgint sowie dem DFK-Vizevorsitzenden und Fremdsprachenlehrer Heinz-Peter Keuten) von Habelschwerdt in Richtung Kudowa. Um 10 Uhr erwartete uns der wohl in Polen einschlägigste Kenner des Seligen Kaplans Hirschfelder und Autor diverser Publikation über den Seligen, Herr Dr. hab. Tadeusz Fitych. Er zeigte uns die Pfarrkirche von Tscherbeney mit den Reliquien der Seligen Märtyrer Gerhard Hirschfelder und Jerzy Popiełuszko, lud uns dort zu einem gemeinsamen Gebet und Gespräch ein und führte uns anschließend an die Grabstelle des Seligen vor der Kirche, wo alle Teilnehmer gemeinsam das Vater Unser beteten. Nicht fehlen durfte natürlich ein Besuch der beeindruckenden Tscherbeneyer Schädelkapelle, bevor die Gruppe dann eingeladen war, das nahe gelegene Hirschfelder-Haus kennenzulernen. Die Jugendlichen lauschten dort gespannt den Worten von Frau Tereza Bazała, der Vorsitzenden der Stiftung des Neuroder Landes, die den Schülern die Stationen des Lebens des Seligen anhand der Ausstellung in der 1. Etage des Hirschfelder-Hauses erklärte. Auf besonderes Interesse der Habelschwerdter Schüler stießen natürlich die Ereignisse und Fotos, die aus der Habelschwerdter Periode von Hirschfelder stammten. Ein Gruppenfoto vor dem lebensgroßen Abbild des Seligen Kaplans und Jugendseelsorgers schloss den Besuch in dem liebevoll renovierten Begegnungshaus ab.

Alle Teilnehmer bedanken sich bei Großdechant Franz Jung für die Einladung (nicht zuletzt auch zum abschließenden Pizza-Snack in Kudowa) sowie allen Organisatoren, besonders bei Professor Fitych und Frau Bazała und den Freunden des DFK Glatz und Tscherbeney, für die interessanten und lehrreichen Stunden im „böhmischen Winkel“ unserer Heimat.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Falls sich genügend Sponsoren und Mitorganisatoren finden, ist geplant, den Hirschfelder-Wettbewerb 2020 angesichts des zehnjährigen Jubiläums der Seligsprechung Kaplan Hirschfelders auf Diözesanebene auszuweiten. Das wäre bestimmt ein angemessener Akzent zu diesem denkwürdigen, völkerverbindenden Jubiläum!

Bericht: Heinz-Peter Keuten

1.12.2019

Regionaler Wettbewerb zur deutschen Lyrik in der Grafschaft Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:07

Am 28. November 2019 fand zum dritten Male in der historischen Aula des Allgemeinbildenden Schulzentrums in Habelschwerdt der regionale Wettbewerb zur deutschen Lyrik in der Grafschaft Glatz statt. Organisiert wurde diese unter der Ehrenschirmherrschaft der deutschen Konsulin aus Oppeln, Frau Birgit Fisel-Rösle, stehende und durch das deutsche Konsulat geförderte Veranstaltung durch die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft zu Glatz e.V. (DFK Glatz) unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Heinz-Peter Keuten, der gleichzeitig als Fremdsprachenlehrer an der genannten Schule tätig ist (in Vertretung von Mirek Schwate, der in diesem Jahr aus familiären Gründen ausfiel).

         

Li. der Schuldirektor, dahinter nervöse Teilnehmer der Prüfung.                   Die  Schüler führten selbstständig durch die Veranstaltung

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Paweł Popiel, sowie Herrn Horst Ulbrich, den Vorsitzenden des DFK Glatz, eröffnete DFK-Mitglied Frau Irena Rogowska aus Neurode die Veranstaltung durch ein interessantes, einführendes Referat, in dem sie einen kurzen Abriss der deutschen Poesie mit Schwerpunkt auf Schlesien und der Grafschaft Glatz präsentierte, wobei auch Namen wie Hermann Stehr und Joseph Wittig sowie die erst kürzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete und in Krainsdorf bei Neurode wohnhafte Olga Tokarczuk nicht fehlen durften. Dann eröffneten die durch das Programm führenden Schüler des Habelschwerdter Lizeums den eigentlichen Wettbewerb.

19 Deutschlehrer aus 16 verschiedenen Schulen in der gesamten Region hatten ihre insgesamt fast 70 Kandidaten im Alter zwischen 7 und 18 Jahren zu diesem alljährlich stattfindenden Vortragswettbewerb angemeldet. Über zwei Stunden dauerte der Vortragsmarathon, bei dem die Schülerinnen und Schüler längere und kürzere deutsche Gedichte vortrugen, wofür sie sich z.T. themengerecht kostümiert hatten und ihren Vortrag mit allerlei Accessoires sowie musikalischen und bildlichen Inszenierungen bereicherten. Dementsprechend viel Arbeit hatte die Jury (bestehend aus Irena Rogowska und Sabina Zawada aus Neurode, beide staatliche vereidigte Dolmetscher der deutschen Sprache, der Deutschlehrerin Krystyna Bałon aus Neurode sowie dem DFK-Vorsitzenden Horst Ulbrich). Nach vierzigminütiger Sitzung, während der alle Gäste in die von Schülern und Lehrern der Schule organisierte Cafeteria sowie anschließend zu einem kleinen Schülerkonzert in der Aula eingeladen waren, kam es zur Auszeichnung folgender Gewinner:

     

Die Jury                                                               Übergabe der Preise                                      Jury und alle Gewinner der Prüfung.

Kategorie 1 (Grundschulen, Gedichte in deutscher Sprache, Platz 1-5): Natalia Lasota (Seitenberg) mit „Testament“ von Sara Lesch, Jagoda Proszek (Walditz) mit „Waldesgespräch“ von Joseph von Eichendorff, Martyna Bojko (Gabersdorf) mit „Das Geheimnis der Krokodilstränen“ von Michael Adamitzki, Patryk Aurzadniczek (Seitenberg) mit „In der Schule“ von Peter S., Lena Okoro (ebenfalls Seitenberg) mit „Das Rotkäppchen“ von einem unbekannten Autor.

Kategorie 2 (Grundschulen, Gedichte in polnischer Übersetzung, Platz 1-3): Zuzanna Kozłowska (Walditz) mit einem Heinrich-Heine-Gedicht, Amelia Druciak (Neurode) mit dem Gedicht „Zwei Brüder“ von Heinrich Heine, Malwina Łaba (Hausdorf) mit dem Gedicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht“, ebenfalls von Heinrich Heine.

Kategorie 3 (weiterführende Schulen, Gedichte in deutscher Sprache, Platz 1-3): Aneta Klimczak (Habelschwerdt) mit der „Loreley“ von Heinrich Heine, Vanessa Drira (Glatz) mit „Ein Huhn und ein Karpfen“ von Heinrich Seidel, Julia Franaszczyk und Alicja Krowiak (Habelschwerdt) mit dem „Glockenguss zu Breslau“ von Wilhelm Müller.

Kategorie 4 (weiterführende Schulen, Gedichte in polnischer Übersetzung, Platz 1): Paulina Niewiarowska (Glatz) mit „Staub“ von Nadja Küchenmeister.

Bewertet wurden neben dem Schwierigkeitsgrad des ausgewählten Gedichts die passende Intonation, Gestik und Mimik sowie die Inszenisierung des Vortrags. Natürlich bekamen alle Schüler für ihre Mühe ein Diplom, die ausgezeichneten Plätze zusätzlich wertvolle Preise. Die Organisatoren, Sponsoren sowie die einladende Schule bedanken sich bei allen Teilnehmern für das gezeigte Engagement, gratulieren den Gewinnern und freuen sich, damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Pfege der deutschen Sprache und Kultur in unserer Region geleistet zu haben.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

27.11.2019

Karastrophe beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:45

Kurze Meldung:

Liebe Leser dieser Seite.

Wir hatten einen riesigen Fäkalschaden in unserem Büro des DFK Glatz. Deshalb sind alle Treffen dort abgesagt, das Büro geschlossen.

            zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Die Hauptleitung wurde mit 30 bar gespült und die Fäkalien des ganzen Hauses haben sich als Fontäne durch die Toilette in den Vorraum und weiter in das Büro, die Küche und den Kursraum ergossen.

Teppiche und Möbel müssen entsorgt werden. Eine Versicherung haben wir aus Kostengründen nicht, Vermieter und Wasserwerk, die den Auftrag erteilten fühlen sich nicht zuständig.

Wie es nun weitergeht werden die Verhandlungen zeigen. Im Moment entsorgen wir und hoffen den Gestank los zu werden.

Die Rechenschaftsberichte 2019 werden Euch leider später erreichen. Wir sind im täglichen Einsatz, um die Räume wieder nutzen zu können.

Es grüßt aus Glatz ein genervter

Horst Ulbrich

30.10.2019

Internationales Chortreffen 2019 in Bad Salzbrunn.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:13

Wie jedes Jahr wurde auch in 2019 ein Chortreffen vom DFK Waldenburg und seiner Vorsitzenden Doris Stampowska organisiert und am 19.10.2019 in einer Kulisse die dem Anlass entsprechend war durchgeführt. Der historische Theatersaal in Bad Salzbrunn war dann auch bis auf den letzten Platz, incl. der oberen Empore, besetzt. Chöre aus Deutschland, Polen und Tschechien zeigten ihr Können und es war wieder eine gelungene Veranstaltung an der auch die Konsulin Frau Fisel-Roesle aus Oppeln teilnahm.

 

Nach der Begrüßung durch Frau Stempowska und der Ansprachen des Bürgermeisters, des Marschalls und der Konsulin begann ein buntes Chorprogramm mit hervorragenden Sängern.

Es traten auf:

Der Europa-Chor

Die Chöre Heimatklang und Glogowia der DFK Gruppen aus Oppeln.

Die Bergsänger

Gemischter Chor Krappnitz

Gesangsgruppe der Heimatsänger vom DFK aus Breslau

Cantate-Pawlow

Cantate Corcontica

Chor Milenium

   

Wie zu sehen ist waren die Glatzer Sänger dieses mal nicht dabei und das lag an unserem Chorleiter, dessen Frau gerade ein Kind bekommen hatte und er uns nicht begleiten konnte. Schade aber beim Weihnachtsfest und zum Weihnachtssingen im Januar in Bad Salzbrunn sind wir wieder dabei.

Eine besondere Überraschung gab es am Ende der Vorträge für die Vorsitzende des DFK Waldenburg, Frau Stempowska. Sie wurde vom Bund der Vertriebenen, für ihre herausragenden Leistungen für die, in der Heimat verbliebenen Deutschen geehrt. Überreicht wurde im Namen des Vorsitzenden Herrn Dr. Fabritius die goldenen Nadel des BDV mit einer Urkunde.

   

Danach gab es auch Urkunden für alle Chöre die teilgenommen haben und vorbereitet war ein Imbiss zur Mittagszeit.

So ging das Chortreffen „ Beati Cantores“ 2019 zu Ende und alle hoffen sich im nächsten Jahr wieder zu sehen.

Bericht

Horst Ulbrich

16.10.2019

Herbstwanderwoche in der Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:22

         Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Vom 22. bis 29.September fand in diesem Jahr wieder unsere Wanderung im heimatlichen Glatzer Bergland mit 14 Teilnehmern statt. Unterkunft bezogen wir im Haus Lerchenfeld und wurden dort wie immer mit köstlicher schlesischer Küche herzlich bewirtet. Das Wetter war uns wohlgesonnen und konnten bei spätsommerlichen Temperaturen die Wander- als auch Bustouren antreten. Insbesondere dürften uns die Tagestour in den Marienwallfahrtsort Grüssau und die Besichtigung des größten Schlosses in Schlesien die mittelalterliche Burg Fürstenstein in Erinnerung bleiben. Aber auch die Wanderungen nach Heudorf, Lichtenwalde oder hinauf auf den Muttergottesberg in Grulich waren Erlebnisse für unsere Gruppe, welche Eindrücke unsere gemeinsamen Tage prägten. Nicht fehlen durfte der Besuch bei Joseph (Lieferant für Säfte, Gurken, Marmeladen und erlesenen Weinen aus eigener Hausproduktion) in Lichtenwalde bei Imbiss und Verkostung, der Heimatabend im Gottwaldhof in Winkeldorf als auch der Besuch beim DFK Glatz.

   

Am Samstag vor der Abreise erkundeten wir noch das Joseph Wittig Museum in Schlegel und konnten einige interessanten Informationen vom Vortrag des DFK Vorsitzenden Horst Ulbrich mitnehmen, der sich für eine Führung die Zeit für uns genommen hatte, trotz der Vorbereitung des deutschsprachigen Gottesdienstes bei den Klarrissen in Glatz. An diesem Gottesdienst nahmen wir auch teil und fuhren so bestärkt am Sonntagmorgen mit all den Erlebnissen wieder gut gelaunt und gebildet nach Hause zurück. Einen herzlichen Dank an allen Mitwirkenden.

Wer sich den Termin für die Wanderwoche im kommenden Jahr vormerken möchte, es ist der 20. bis 27.September 2020.

Andreas Klose

27.9.2019

Info aus Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:08

Liebe Leser dieser Seite.

Ja es ist wieder einmal auch eine hektische Zeit denn die Termine lassen kaum Zeit zum Schreiben. Deshalb heute nur einige Info.

Meinen Bericht über die Jugendstilhäuser in Glatz haben hoffentlich alle gesehen. Sonst bitte zurückblättern. Dazu auch der Beitrag im Schlesien Journal. Hier der Link, blau machen und nur anklicken.

https://www.youtube.com/watch?v=8og68aTQL6s

Die nächsten Termine sind Samstag 28.9. ein Treffen mit den Freunden der Wanderdohlen aus Deutschland mit Besichtigung des Wittigmuseums wo noch länger die Ausstellung zu sehen ist. Um 14 Uhr dann die deutsche Messe bei den Schwestern der Klarissen in der Straße wo auch unsere Geschäftsstelle ist.

Sonntag dann ein Hilfstransport der Malteser aus Telgte und Montag ein Transport eines privaten Sponsors, Herrn Pollok mit 40 to. Wir benötigen in unserem Zentrallager nötig Pflegebetten für unsere bedürftigen Kranken. Mit dem Rest unterstützen wir das Krankenhaus, Kinder-und Altenheime.

Am 3.10, Tag der deutschen Einheit, ein Empfang beim Generalkonsul in Breslau und Donnerstag der 10.10. zum Herbstfest des DFK Breslau. Ja und so geht es weiter…..

Wichtige Arbeiten gehen leider nicht voran, wie die Restaurierung der Gräber der Bergleute in Neuode. Drei Steinmetze wollten den Auftrg nicht übernehmen, bzw. waren zu teuer. Der Vierte mit moderatem Kostenvoranschlag meldet sich nun nicht mehr. Ich befürchte eine Verschiebung in das nächste Frühjahr. Zur erneuten Einweihung würden polnische Bergmänner und deutsche Kumpel aus Dresden, sogar mit Bergmannskapelle teilnehmen. Nur der Start der Renovierung kommt nicht voran. Ich gebe mir die größte Mühe.

Das Wittigmuseum ist innen fast komplett renoviert und wir haben es gerade zum Wittig Symposium geschafft. Dort ist nun auch eine Ausstellung über Geschichte Neurode, noch bis Jahresende.

Ein Oktoberfest wird es dieses Jahr nicht geben, unser Budget ist dazu nicht mehr ausreichend und der deutsche Lyrikwettbewerb der Schulen hat Vorrang. Teilnahme im letzten Jahr 26 Schulen mit 51 Kandidaten die teilweise sehr gut vorgetragen haben.

Ja und dann ist es schon Zeit für die Planung der Weihnachtsfeier in Glatz, in unserer Ortsgruppe DFK Kudowa und die Nikolausfeier der Jugend.

Eine kurze Information, die Rechenschaftsberichte für die Mitglieder des DFK und des Freundeskreises Wittighaus später per Post.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

25.9.2019

73. Wallfahrt in Telgte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:40

73. Jahreswallfahrt

der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte

am 30. und 31. August 2019

30. August: Eröffnung

Mit einer feierlichen Vesper eröffnete Präses Pfarrer Martin Karras – zusammen mit Pfarrer i. R. Georg Anders und Pfarrer i. R. Christian Pabel – in der Propsteikirche St. Clemens die zweitägige Wallfahrt. Noch hatte die große Schar der Pilger/innen ihr Ziel nicht erreicht, so daß nur eine relativ kleine Gruppe der Einladung zu dieser religiösen Zeremonie folgte.

Vortrag über Leben und Wirken Joseph Wittigs

Anläßlich der diesjährigen Gedenktage (140. Geburtstag und 70. Todestag) sprachen anschließend im Pfarrheim vor etwa 80 Personen Günther Gröger und Manfred über „Joseph Wittig in Schlegel – Breslau – Rom“.

Sie gaben Auskunft über seine familiäre Herkunft, über seine Ausbildung, sein seelsorgliches Wirken, seine Studien in Rom und Nordafrika, über seine Lehrtätigkeit an der Universität in Breslau und sein schriftstellerisches Werk, das ihm schließlich 1926 die Emeritierung, die Versetzung in den vorzeitigen Ruhestand, und die Exkommunikation, den Ausschluß aus der katholischen Kirche, brachte. Sie berichteten fernerhin über die nachfolgende Rückkehr in sein heimatliches Neusorge, wo er sich auf dem elterlichen Anwesen im Erlengrund ein Wohnhaus erbaute und 1927 eine Familie gründete. Vier Kinder entsprossen der ehelichen Vereinigung mit Bianca Geisler, der Tochter des Habelschwerdter Bürgermeisters, der Schülerin von Edith Stein. Auf vielen Vortragsreisen in größere Städten stellte er dem begeisterten Publikum seine ideenreichen religiösen Erzählungen vor, sein schöpferisches Ziel, Glaubenswahrheiten in neuer Form, der sogenannten „narrativen Theologie“, zu vermitteln. Schließlich kamen auch die schlimmen Zeiten des Nationalsozialismus, der russischen und polnischen Schikanen zur Sprache, bis die Familie in lebensbedrohlicher Situation die Heimat mit einem Vertriebenentransport verließ und in Göhrde am Rande der Lüneburger Heide einen Unterschlupf fand. Nach unsäglichen Schwierigkeiten verblieb er dort mit seiner Familie über drei Jahre, um dann einen Aufenthalt in Meschede anzustreben. Doch er verstarb, erreichte das neue Wohnziel nur mehr als Leichnam, und fand auf dem dortigen Friedhof seine letzte Ruhestätte: „Gestorben in der Fremde!“ Das Grabmal wurde kürzlich nach sieben Jahrzehnten umgestaltet.

Die Vortragenden berichteten in lebendiger Sprache und würzten den umfassenden Bericht mit humorvollen Aussagen Wittigs. Als Kleinkind wurde er gehänselt als „Ambrosseffashannlas Joseph“, weil sein Großvater Ambrosius hieß, sein Vater wie er Joseph („Seffe“) und seine Mutter Johanna, die „Hannla“ gerufen wurde.

Bei seiner Aufnahmeprüfung in das Matthias-Gymnasium in Breslau erdreistete er sich, dem prüfenden Professor „mit gotteingegebener Frechheit“ zu widersprechen, so daß dieser „an meiner Frechheit den richtigen Grafschafter Jungen“ erkannte, über seine Leistung in Mathematik „ein großes, dickes `Gut´ schrieb, woraufhin ihm „die Prüfung in dem verdammten Französisch“ geschenkt wurde, „das ich wegen meiner ganz auf den heimischen Dialekt eingestellten Mundbildung bis heute nicht sprechen gelernt habe.“

Als er sich bereits ab 1903 „Doktor der Theologie“ nennen durfte, freute es ihn aber doch ungemein, als seine Mutter über ihn sagte: „Er bleibt doch halt mein Junge!“ „Ich höre es noch immer, und noch immer klingt es selig!“

Über seine Erfahrungen in Rom berichtete er: „Das Glück war mir über die Maßen hold. Alle Mitglieder des deutschen Campo Santo liebten mich; ich war ein heller und sonniger Gesell. …Nie soll dieses schier alljährlich wechselnde Männerkollegium so harmonisch gewesen sein wie in den zwei Jahren, während derer ich ihm zugehörte.“ „Ich arbeitete tüchtig, schrieb Bücher, Aufsätze und Rezensionen, …. mästete meinen Geist, bis er dicker wurde als Leib und Seele zusammen.“ Nach der Rückkehr und dem Hausbau in Neusorge, spöttelte er, als sein Dach wegen zu lang gelieferter Sparren sehr steil wirkte: „Damit mir die Leute nicht mehr so leicht auf das Dach steigen können wie bisher.“

Josef Wittigs Bücher „Meine `Erlösten´ in Buße, Kampf und Wehr“, „Herrgottswissen von Wegrain und Straße“, „Das allgemeine Priestertum“, „Leben Jesu in Palästina, Schlesien und anderswo“, und „Die Kirche als Auswirkung und Selbstverwirklichung der christlichen Seele“ sowie sein Aufsatz „Die Erlösten“ in der Zeitschrift „Hochland“ wurden auf den Index gesetzt, d. h., sie durften von Katholiken nicht mehr gelesen werden. Wittig gilt als ein Wegbereiter des II. Vatikanischen Konzils (1962-1965), indem er den Theologen zurief: „Ihr müßt etwas finden, was das Evangelium wieder zu einer Frohbotschaft macht! Erlösungsmittel statt Zuchtmittel!“

Die Ausführungen der beiden Referenten über eineinhalb Stunden fanden beim Zuhörerkreis eine gute Aufnahme und wurden mit Beifall belohnt. Anschließend wandten sich die Anwesenden den auf drei Tischen ausgelegten 62 Büchern von und über Joseph Wittig zu – darunter die Chroniken von Neurode und Schlegel -, und Zusammenfassungen der 6 Symposien in Neurode und mehrerer in Königstein. Einige machten sich Notizen, um sich vielleicht noch das eine oder andere Lesegut zu besorgen.

Den gesamten umfangreichen Nachlaß des Priestertheologen Wittig gab seine Tochter Bianca Maria Prinz in die Obhut der Goethe-Universität Frankfurt a. M.

Bericht  von Günther Gröger.

24.9.2019

Preisvergabe des Wettbewerbs aller Habelschwerdter Schulen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:54

Preisvergabe des Wettbewerbs aller Habelschwerdter Schulen zum Thema des Seligen Gerhard Hirschfelder am 23. September 2019

Schon am nächsten Tag nach der Hirschfelder-Gedenkveranstaltung in Tscherbeney bei Bad Kudowa habe ich am frühen Morgen um 7.30 Uhr den Großdechanten am Hirschfelder-Haus abgeholt, um pünktlich am Schulzentrum in Habelschwerdt zu sein.

     Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Dort fand ab 9 Uhr die Preisverleihung an die Gewinner des Hirschfelder-Wettbewerbs statt. Die Veranstaltung dort war sehr gut vorbereitet, auch unter der Mitwirkung unseres Vizevorsitzenden des DFK Glatz und Fremdsprachenlehrers an der Habelschwerdter Schule, Herrn Heinz-Peter Keuten. Insgesamt hatten fast 100 Schüler aus allen Habelschwerdter Schulen (zwei Grundschulen, dem Liceum und der Berufsschule) an dem Wettbewerb teilgenommen und die Besten 17 wurden ausgezeichnet.

Die Preise wurden in vier Kategorien vergeben: Klassen 1-4, Klassen 5-6 sowie Klassen 7-8 im Rahmen des Kunstwettbewerbs (Malen und Basteln) sowie Klassen 9-12 im Rahmen eines Wissenswettbewerbs (Verfassen eines Textes sowie Quiz zum Leben und Wirken des Seligen). Gestiftet wurden die Preise durch die Hirschfelder-Stiftung in Deutschland sowie den Großdechanten der Grafschaft Glatz, Prälat Franz Jung, der auch die Ehre hatte, die Preise und Auszeichnungen an die Gewinner des Wettbewerbs zu überreichen.

Aber zunächst, nach der Begrüßung des Schulleiters und des Großdechanten, gab es ein Musikprogramm, das von den Schülern des Liceums vorbereitet worden war. Dazu war die Aula der Schule gut gefüllt. Der Religionslehrer, Herr Dr. Prasał, berichtete auch von einer für das nächste Jahr (dem zehnjährigen Jubiläum der Seligsprechung) geplanten Erweiterung des Wettbewerbes auf die ganze Region, was Hoffnung macht, dass der Selige weiterhin in aller Munde bleibt.

   

Nach der Veranstaltung begaben sich alle zum Gerhard-Hirschfelder-Gedenkstein im Park vor dem Schulzentrum, wo der Ortspfarrer sowie Prälat Franz Jung eine Ansprache hielten und zum Abschluss das Hirschfelder-Gebet auf Deutsch und auf Polnisch sowie das Vater Unser mit allen Teilnehmern gebetet wurde. Der Großdechant bedankte sich herzlich für die große Zahl der Teilnehmer und lud die Preisträger zu einem Ausflug zum Grab des Seligen und der Ausstellung im Hirschfelder-Haus in Tscherbeney ein. Der DFK Glatz wird im November die Organisation dazu übernehmen.

Bericht

Horst Ulbrich

Hirschfelder-Gedenktag am 22.9.2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:46

Zum Hirschfelder-Gedenktag wie immer eine volle Kirche zur Messe und mit Geistlichen aus Polen und Tschechien, sowie unserem Großdechanten Prälat Franz Jung aus Deutschland.

       

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Wieder ein besonderes Ereignis. Zunächst nach der Messe natürlich die Versammlung am Grab des Seligen mit Gebeten. Im Anschluss dann die Einweihung des Denkmals für deutsche und polnische Frauen, die in den Kriegswirren besonders gelitten haben. Frau Elisabeth Kynast war federführend für das Projekt und ihr gilt ein besonderer Dank, dass auf dem Lapidarium mit den deutschen Gräbern ein weiteres Denkmal für die Frauen aufgestellt wurde.

   

Die vielen DFK-Mitglieder gingen dann in das Hirschfelder-Haus der Begegnungsstätte unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, wo es zunächst eine deftige Suppe gab. Alle verfügbaren Räume waren voll und bei Kaffee und Kuchen wurden dann viele private Gespräche geführt.

   

Auch unser Großdechant war natürlich dabei. Eine neue Tafel am Eingang an der Straße der Begegnungsstätte mit Informationen und Öffnungszeiten war zu dem Termin angebracht worden. So können an jedem Wochenende in den Ausstellungsräumen Besichtigungen stattfinden. Ich hatte aus unserem Zentrallager in Glatz gemäß Bestellung unserer Behinderten der Ortsgruppe 2 Rollatoren, Betten und andere Hilfsmittel mitgebracht.

Am Sonntag 29.9. und Montag 1.10. erreichen uns in Glatz weitere Hilfstransporte der Malteser und eines privaten Sponsors, um auch weiterhin helfen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

Wittigsymposium 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:19

Nach langer Abstinenz wieder einmal ein Wittigsymposium, inhaltlich organisiert von der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes, organisatorisch begleitet vom Deutschen Freundschaftskreis aus Glatz und mit finanzieller Hilfe des Konsulats aus Oppeln und des Freundeskreises Wittighaus. Der diesjährige Anlass war der 70. Todestag und der 140. Geburtstag des großen Sohnes des Glatzer Landes.

So versammelten sich um 9 Uhr am Morgen Interessierte des DFK Glatz und der Bevölkerung aus Neurode im Konferenzsaal des Hotels Dwor Gorny in Neurode.

                                                                                          Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Auch Konsulin Frau Fisel-Rösle aus Oppeln sowie Mitglieder der Familie Wittig waren gekommen. Frau Bazala, Präsidentin der Stiftung, und Horst Ulbrich als Vorsitzender des DFK Glatz begrüßten als Veranstalter die Gäste. Es folgten Grußworte des Bürgermeisters und der Konsulin. Für die Simultanübersetzung war unser Mitglied Irena Rogowska bereit und wir danken auch ihr für ihren Einsatz. Prof. Koczwin aus Oppeln, ein ausgesprochen guter Kenner der ganzen Wittig-Materie und bekannt aus allen früheren Symposien, begann mit dem ersten Referat über Wittigs Wirken und den Einfluss der Schriften Professor Wittigs auf den Klerus der damaligen Zeit.

Es folgten Referate von Günther Gröger: Joseph Wittig, 140. Gebirtstag / 70. Todestag und Manfred Spata zum Thema „Der junge Grafschafter Theologe und Kirchenhistoriker Joseph Wittig in Rom 1904/06“. In der anschließenden Kaffeepause musste sich die Konsulin wegen anderer Termine leider verabschieden. Sie hat aber mein Angebot sofort angenommen, mit ihr noch zum Wittighaus zu fahren, um ihr die Ausstellung und das Haus zu zeigen.

   

Sie hat sich dort natürlich auch in das Gästebuch eingetragen. Nach der Pause beim Symposium gab es einen Vortrag von Andrzej Behan zum Thema „Tschechische Spuren in der Chronik der Stadt von Professor Joseph Wittig“, gefolgt von einem Beitrag von Julian Golak, der die Entwicklung seit 1986 schilderte, als die ersten Pläne entstanden, Joseph Wittig in der Bevölkerung bekannt zu machen. Auch ich wurde zu einem Bericht des Freundeskreises Wittighaus und dessen Unterstützung zur Erhaltung des Hauses gebeten. Mein Bericht, da er nicht so lang ist, befindet hier im Anhang.

Danach, erst gegen 14.20 Uhr, eine Mittagspause und ein Besuch im Wittighaus, dem nicht mehr alle gefolgt sind, da die Ausstellung einigen schon bekannt war. Dort führte Frau Bazala durch die gut gemachte Ausstellung über die Entwicklung Neurodes, die in den ehemaligen Räumen der Hausmeisterwohnung untergebracht ist. So ging ein weiteres Wittigsymposium gegen 16.30 Uhr zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

Nachsatz:

Nun haben mich, schon vor meinem Bericht, einige kritische E-Mails erreicht, und es gibt bestimmt Gründe dazu. Ich hatte beim DFK Glatz die Teilnehmerzahl begrenzt, da ich mit mehr anderen Gästen gerechnet hatte. Dass nicht alle Referenten selbst erschienen, um Fragen beantworten zu können, gab es früher nicht und ist wohl auch ein Kritikpunkt. Trotzdem bin ich froh wieder bei einem Wittigsymposium gewesen zu sein. Ich denke von Deutschland aus wird eine Organisation nicht mehr möglich sein, also obliegt es der polnischen Seite sich zu engagieren. Organisatorisch werde ich mich allerdings, soweit ein weiteres Symposium geplant wird, mehr beteiligen.

Natürlich könnte der DFK Glatz ein Wittigsymposium von deutscher Seite komplett organisieren, leider fehlen aber dazu jegliche finanziellen Mittel.

Horst Ulbrich

Der Freundeskreis Wittighaus. ( Mein Bericht zur Lage während des Sympoaiums.)

Der Freundeskreis Wittighaus wurde nach einem Wittigsymposium gegründet.

Zitat aus der Satzung:

Der Freundeskreis Wittighaus wurde am 9.9.2004 gegründet, um das Wittighaus vor Schäden an der Bausubstanz zu bewahren und nötige Reparaturen durchführen zu lassen, da die Finanzen der Stiftung dazu nicht ausreichen.

Zum Vorstand wurde gewählt:

Georg Hoffmann, Herr Prof. Leslaw Koczwin und Kaus Wenzel.

Schatzmeister Horst Ulbrich

Schriftführer Herr Andrzey Behan.

Alle Gewählten nahmen die Wahl an.

Es waren 28 Gründungsmitglieder zugegen.

Für Spenden wurde in Deutschland ein Konto eröffnet, dass bis heute besteht und von Herrn Ulbrich, als neuem Vorsitzenden, Schatzmeister und Organisator nötiger Reparaturen seit dem 1.1. 2015 verwaltet wird. Nach der Erkrankung unseres Georg Hoffmann wurde diese Entscheidung durch Anschreiben aller Mitglieder so bestätigt. Als Kassenprüfer wurden gleichfalls Herr Günther Gröger und Frau Bianca Maria Prinz gewählt und bestätigt, die jährlich die Kasse prüfen. Alle in der Liste befindlichen Mitglieder bekommen auch jährlich einen Rechenschaftsbericht.

Nach der konstituierten Sitzung wuchs der Freundeskreis auf 94 Mitglieder und es konnten aus deren Spenden viele wichtige Reparaturen zur Erhaltung des Hauses erledigt werden, wie die Investition einer neuen Heizungsanlage, Erneuerung der Fenster im Erdgeschoss, Balkon und Fassadenrenovierung, neue Vitrinen und Renovierung des Ausstellungsraumes, sowie immer wieder auftretende Schäden am Dach und Balkon des Hauses, um nur einige Baustellen zu benennen. Ohne diese wichtigen Reparaturen würde das Haus nicht in dem heutigen Zustand sein.

Es wurden seit der Gründung in 2004      108.232,07 Zloty von den Mitgliedern in das Haus investiert. Ich habe dazu mal alle Jahresabschlüsse auf der Ausgabenseite zusammengezählt. Leider haben wir den Mitgliederschwund durch Überalterung und es sind seit dem letzten Rechenschaftsbericht noch 52 Mitglieder auf der Liste. Davon ca. 12 Mitglieder die noch auf meine mitgelieferte Zahlungsanweisung spenden. Da die großen Baumaßnahmen abgeschlossen sind hoffe ich aber noch weiterhin helfen zu können. Langfristig ist, von Seiten der Stiftung, ein konzeptioneller Umbruch zur Finanzierung des Unterhalts und der laufenden Kosten erforderlich.

Grundsätzlich bleibt festzuhalten:

Die Erhaltung des Wittighauses ist eine wichtige und völkerverbindende Maßnahme zur Erhaltung ehemals deutschen und nun polnischen Kulturgutes. Geben wir uns alle Mühe dieses geschichtsträchtige Haus weiterhin zu erhalten und mit Leben zu erfüllen.

Danke.

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