Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

23.8.2018

Voigtsdorfer/Habelschwerdter zur 700-Jahr-Feier in der Heimat

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:08

 

Nach vielen Jahren der Pause fand vom 26. Juli bis zum 3. August 2018 wieder einmal eine Reise der Voigtsdorfer in ihren zur Gemeinde Habelschwerdt gehörigen Heimatort statt. Der besondere Anlass für diese Reise war die erste Erwähnung des Ortes vor 700 Jahren. Wie polnische Historiker herausgefunden haben, wurde im Jahre 1318 eine Mühle im Tal der Weistritz erwähnt, die als Ursprung des Ortes anzusehen ist (die Ersterwähnung des eigentlichen Ortsnamens liegt 50 Jahre später – 1357/8). Dies war der Anlass, dass sich in Wójtowice, wie Voigtsdorf heute heißt, ein Festkomitee gegründet hat, das sich wiederum an die ehemaligen deutschen Bewohner von Voigtsdorf gewandt hat, um diese an der Vorbereitung des Fests zu beteiligen und sie natürlich auch zu selbigem einzuladen.

Über Heribert Wolf von der Heimatgruppe Habelschwerdt wurde der Kontakt zu Rose Marie Heitkamp, der Berichterstatterin für Voigtsdorf, hergestellt, die diese Einladung gerne annahm und für die nötige Werbung sorgte. So traten denn ehemalige Einwohner und deren Nachkommen, verstärkt durch einige Habelschwerdter, die Reise an, und für alle war es ein großartiges Erlebnis.

Voigtsdorf selbst hatte sich fein herausgeputzt und ein tolles Programm über zwei Tage zusammengestellt. Der Festakt am Sonnabend wurde beim ehemaligen „Schrammburg“, dem heutigen Hotel „Pod Dębem“, durchgeführt.

      

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Nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren (wir wurden besonders herzlich begrüßt) und den Grußworten der Dorfvorsteherin, der Habelschwerdter Bürgermeisterin sowie des Glatzer Landrats gab es einen interessanten Vortrag über die abwechslungsreiche Geschichte des Ortes. R. Leszcyński, der sich seit vielen Jahren mit der Geschichte seines Dorfes befasst, hatte Erstaunliches zusammengetragen. Auch von Seiten der deutschen Voigtsdorfer hatten ihn diverse Beiträge in Form von Fotos, Beschreibungen und Abbildungen erreicht, die Aufnahme in den geschichtlichen Überblick fanden. Nächstes Jahr wird voraussichtlich auch ein Buch über die Geschichte von Voigtsdorf erscheinen.

Ein Architekturprofessor der Uni Breslau stellte schließlich in seinem Vortrag Ideen für ein Voigtsdorf vor, in welchem sich Ökologie und Ökonomie, Altes und Neues verbinden und so zu großer Aufenthaltsqualität führen können.

Alle Vorträge wurden von H.-P. Keuten (stellv. Vorsitzender des DFK Glatz und Lehrer am Gymnasium in Habelschwerdt) übersetzt. Herzlichen Dank!

Natürlich zeigte nach diesen geistigen Ansprüchen auch die polnische Küche, was sie zu bieten hatte. Anschließend war noch ausreichend Gelegenheit das Dorf, die gravierenden Änderungen nach der Vertreibung, aber auch nach der politischen Wende in Polen im Jahre 1989, zu besichtigen. Für die Nachkommen sicherlich hoch interessant, einmal das Dorf und die Häuser ihrer Vorfahren kennen zu lernen.

Der nächste Tag begann für viele mit einer Wanderung zur Freirichterbaude an der höchsten Stelle des Dorfes, wobei manch einer an der steilen Straße an seine Grenze stieß.

      

Mittags fand eine Messe in deutscher und polnischer Sprache statt, die von drei Priestern konzelebriert wurde. Unter ihnen Christian Pabel, der in Hüttenguth (oberhalb von Voigtsdorf) geboren wurde und extra zu diesem Jubiläum aus Cottbus gekommen war.

Nach der Enthüllung einer Gedenktafel ging es bei viel Musik, kalten Getränken und viel, viel Essen zum gemütlichen Teil über. Viele neue Verbindungen zwischen den damaligen und heutigen Bewohnern wurden, trotz Sprachschwierigkeiten, geknüpft. Wieder einmal ein gelungenes Beispiel deutsch-polnischen Miteinanders in der gemeinsamen Heimat! Zufrieden und voller guter Erinnerungen ging man nach diesen denkwürdigen Tagen wieder auseinander.

Die übrigen Tage waren ausgefüllt mit einer Rundreise über die Sudetenstraße, Grunwald, Erlitztal, Bärnwald und Grulich. Eine Besichtigung des Grafenorter Schlosses mit seinen Restaurierungsfortschritten, Maria Schnee und Habelschwerdt durften nicht fehlen.

Hatten wir auf der Hinfahrt eine Übernachtung in Görlitz eingeplant, so lernten wir auf der Rückfahrt Dresden bei einer weiteren Übernachtung kennen.

Für alle, besonders die Voigtsdorfer, eine denkwürdige Reise, bei der uns die Schönheit der Grafschaft wieder einmal vor Augen geführt wurde.

Dank gilt besonders Rose Marie Heitkamp, die dies erst möglich gemacht hat. Mit dem Begleitprogramm, vom Verfasser dieser Zeilen zusammengestellt, war man wohl auch einverstanden – es gab keine Klagen!

Bericht: Heribert Wolf

Bilder: Gedenktafel 700 Jahre Voigtsdorf, Reisegruppe vor der Habelschwerdter Kirche (Fotos: H. Wolf)

18.8.2018

800-Jahr-Feier in der Basilika zu Albendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:03

Eine Feier der Superlative am Tag Maria Himmelfahrt in Albendorf. Bei schönstem Wetter versammelten sich mehrere Tausend Gläubige, um die Messe mit Bischof Dec und vielen anwesenden Pfarrern gemeinsam zu feiern. Auch über 100 Soldaten nahmen am Gottesdienst teil und schossen am Ende sogar 3 Mal Salut. Der ganze Berg war voller Menschen, und einige Chöre wie auch eine große Blaskapelle umrahmten den Gottesdienst mit kirchlichen Liedern.

      

Wahrlich eine würdige Feier zum 800-jährigen Bestehen des Wallfahrtsortes. Wir Deutschen hätten das Auftreten des Militärs vielleicht nicht als passend empfunden, aber die Situation in Polen ist nun einmal eine andere.

      

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Nach der Messe kam Bischof Dec auch zu der neuen Hirschfelder-Tafel, vor der Pfarrer R. Brudnowski aus Tscherbeney ein Buch über das Leben und Wirken des Seligen überreicht wurde.

Bericht Horst Ulbrich

Deutsche Wallfahrt 2018 in Albendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 07:55

Wie jeden 2. Sonntag im August trafen sich die Deutschen aus Oppeln, Breslau, Glatz, Waldenburg und in diesem Jahr auch eine Gruppe Pilger mit dem Großdechanten aus Deutschland, um eine gemeinsame Messe zu feiern. Die Messe stand gleichzeitig auch unter dem Zeichen des 800-jährigen Jubiläums von Albendorf.

      

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Begrüßung und Einführung übernahm unser Großdechant.

Hauptzelebrand war der Bischof aus Gleiwitz, Seine Exzellenz Jan Kopiec. Der Chor „Freundschaft“ des DFK Waldenburg sang in der Messe u.a. das Kyrie von Reimann.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich viele Kirchenbesucher an der Gedenktafel des Seligen Gerhard Hirschfelder, die neu gestaltet im Rundgang der Basilika angebracht wurde. Großdechant Franz Jung segnete die Tafel und alle Anwesenden sangen das Hirschfelder-Lied.

   

Danach fuhren wir gemeinsam in das Hirschfelder-Haus in Tscherbeney und auch ein Bus aus Oppeln mit Mitgliedern des VDG kamen zur Besichtigung der Begegnungsstätte. Dort wartete schon der Vizepräsident des Niederschlesischen Landtages, Herr Julian Golak. Unsere Vorsitzende der Ortsgruppe DFK Kudowa, Elisabeth Kynast, und Großdechant Franz Jung wurden mit einem Orden für besondere Verdienste ausgezeichnet. Wir beglückwünschen die Ausgezeichneten und wünschen auch weiterhin viel Schaffenskraft.

So ging ein Tag mit vielen Anstrengungen, aber auch zahlreichen Höhepunkten zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

12.8.2018

Treffen der ehemaligen und heutigen Wölfelsdorfer in der gemeinsamen Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:29

Deutsch-polnische Messe, Einweihung einer „Friedenslinde“ sowie tradtionelle deutsch-polnische Feier im Kulturhaus von Wölfelsdorf, diesmal unter Begleitung des DFK-Chores!

Am Sonntag, dem 29. Juli 2018 war es mal wieder soweit: Wie schon in den vergangenen Jahren besuchten die deutschen Wölfelsdorfer ihren Heimatort in der Grafschaft Glatz und feierten dabei zusammen mit den heutigen polnischen Einwohnern des Ortes ein Fest. Der diesjährige Besuch war aber dennoch in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes.

Zunächst ist es in den heutigen Zeiten, in denen immer weniger Deutsche aus der Erlebnisgeneration die weite Reise nach Schlesien antreten können, erstaunlich, dass die Organisatoren Paul Rupprecht und Roland Scholz einen großen Bus mit 53 Grafschaft-Reisenden haben füllen können, darunter auch viele „Neu-Grafschafter“, d.h. Nachbarn und Bekannte aus Westdeutschland, die die alte Heimat ihrer Freunde, welche nach dem Zweiten Weltkrieg die Grafschaft verlassen mussten und in verschiedene Orte im heutigen Deutschland verstreut wurden, kennenlernen wollten. Das spricht auch für die gelungene Integration der Grafschafter Familien an ihren neuen Wohnorten nach der Vertreibung.

      

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Besonders war aber auch, dass die feierliche Messe von drei Priestern gefeiert wurde (zwei aus Wölfelsdorf und einer aus Wölfelsgrund) und mehr deutsche Elemente – insbesondere musikalischer Art – als sonst enthielt. Das hängt damit zusammen, dass sie zum ersten Mal durch den Chor des DFK Glatz mitgestaltet wurde, aber auch damit, dass der Wölfelsdorfer Pfarrer Marian Prochera stets sehr offen für die Zusammenarbeit mit den deutschen Wölfelsdorfern ist. So hat er gerne gemeinsam mit dem in Wölfelsdorf ansässigen stellvertretenden DFK-Vorsitzenden Heinz-Peter Keuten unter Aufnahme von Beiträgen der deutschen Wölfelsdorfer (z.B. Fürbitten) die Messe vorbereitet.

Als besondere Idee von Seiten der deutschen Wölfelsdorfer wurde im Anschluss an die Messe auf dem „Plane“, also dem zentralen Platz vor der Kirche, eine „Friedenslinde“ gepflanzt und durch den Pfarrer sowie Vertreter der deutschen und polnischen Wölfelsdorfer eingeweiht, neben der auf einer Gedenktafel auf Deutsch und Polnisch folgender Text zu lesen ist:

      

Möge unsere Zukunft wie ein Baum gedeihen, der nach und nach seine Zweige entfaltet und uns einen schützenden Schatten wirft.“ – Dorfgemeinschaft Wilkanów und Wölfelsdorf, im Juli 2018

Dankend erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass Paul Rupprecht, der noch in Wölfelsdorf geboren ist und hier sogar noch Messdiener war, extra eine Woche vorher angereist war, um den jungen Baum zu besorgen, zusammen mit Horst Ulbrich und Heinz-Peter Keuten vom DFK Glatz die o.g. Tafel zu montieren und dann mit Sockel am Ufer der Wölfel zu montieren. Außerdem wurde gemeinsam das Lapidarium auf Vordermann gebracht – zerbrochene Grabplatten repariert, Rasen gemäht, Unkraut gejätet und es wurden die schon seit Monaten laufenden, durch den Wölfelsdorfer Heimatverein finanzierten Renovierungsarbeiten an der Lapidariumsmauer abgenommen. Paul Rupprecht und allen anderen Helfern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihren Einsatz gedankt. Bereits während der Sonntagsmesse wurde Paul Rupprecht vor versammelter Gemeinde durch den Wölfelsdorfer Pfarrer ein herzliches „Vergelt’s Gott“ ausgesprochen.

Anschließend erfreute nach einem zünftigen Mittagessen im Kulturhaus, zu dem die polnischen Wölfelsdorfer alle Gäste einluden, der Chor des DFK Glatz mit einem Überraschungskonzert die Gäste. Die zahlreichen deutschen Gäste hätten wahrscheinlich nicht damit gerechnet, so viele bekannte deutsche Melodien (zum Teil umgedichtet auf die Grafschaft Glatz!) hier in ihrem heute zu Polen gehörenden Heimatort zu hören. Entsprechend positiv war die Reaktion des Publikums, das begeistert mitsang, mitschunkelte und mitklatschte.

      

Für die deutschen Wölfelsdorfer klang dieser ereignisreiche Tag aus mit einer besinnlichen Andacht in der Wallfahrtskapelle Maria Schnee.

Ein „Nachspiel“ gab es dann noch am darauf folgenden Freitag (3.8.18), an dem die deutschen Wölfelsdorfer ihre polnischen Freunde zu einem Grillen an der Wölfel einluden. Dazu gesellte sich dann auch der polnische Dorfvorsteher Mariusz Lis, der am Sonntag verhindert gewesen war – was sich wiederum gut traf, weil hier auch die deutsche Nachwuchs-Journalistin Sophia Wydra aus Bad Laasphe zugegen war, die mit ihm und H.-P. Keuten ein Interview führte, das wenige Tage später in ihrem in der Siegener Zeitung veröffentlichten Reisebericht über Schlesien Aufnahme fand.

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Damit war der diesjährige Besuch der Wölfelsdorfer Heimatgemeinschaft eine für alle Seiten gelungene Veranstaltung, die hoffentlich noch viele positive Nachwirkungen zeigt und, ganz wie im Motto der Friedenslinde, die „gemeinsame Zukunft wie ein Baum gedeihen“ lässt. Deutsche und Polen, und besonders auch wir Deutsche in Polen (vom DFK), werden uns weiter gemeinsam darum bemühen, dass das zarte Pflänzchen Frieden zwischen Deutschen und Polen weiter wächst und nicht verkümmert.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

2.8.2018

Der DFK aus Ustron zu Besuch beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:55

Da unsere Geschäftsstelle ganzjährig, also auch in den Ferien geöffnet ist, freuen wir uns immer über neuen Besuch der deutschen Minderheit wie auch aus Deutschland. Das Interesse an unserer Arbeit und des DFK Glatz im Allgemeinen ist durch unsere Internetinformationen hier seit langer Zeit gewachsen. So kommen auch Interessierte von weit her, um uns zu besuchen.

Wieder ein Partnerschaftsbesuch eines DFK aus Oberschlesien beim DFK Glatz und es gab einen regen Austausch gemeinsamer Probleme.

Nachdem beide DFK Vorsitzende über ihre Arbeit, aber auch die anstehenden Probleme gesprochen hatten, gab es viele Gespräche der Mitglieder.

      

Die Vorsitzenden stellten fest, dass unter den heutigen politischen Verhältnissen die deutsche Minderheit weiter unter Druck geraten könnte. Scheinbar gibt es nach dem Aufruf des Militärs zu mehr Kontrolle der Personen mit anderer Nationalität als der polnischen, überall weitere Probleme. Aber auch die immer komplizierter werdenden Antrags- und Genehmigungsverfahren der verschiedenen Projektfinanzierungen kamen zur Sprache. Festgestellt wurde aber auch, dass es um so wichtiger ist unseren Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung zu fördern. Dazu sind die, vom VDG finanzierten Partnerschaftsbesuche eine wichtige Maßnahme, denn hier besteht die Möglichkeit wenigstens einige brennende Probleme in offenen Diskussionen zu behandeln, was in der Delegiertenkonferenz leider nicht möglich war.

Nach einem Stadtrundgang und dem Treffen in unseren Gesellschaftsräumen verabschiedeten sich die Vorsitzenden mit ihren Mitgliedern. Wir haben nun in der Planung einen Gegenbesuch im Herbst zu unternehmen.

Bericht

Horst Ulbrich

21.7.2018

Ein besonderer Nachmittag auf dem Gottwaldhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:25

Schon seit Jahren kommt das Jugendorchester und der Jugendchor aus Zawiercie nach Bad Landek, um dort eine Woche mit viel Musik zu verbringen. Da die Chorleitung mit der Familie Fuglinska befreundet ist geben sie dort auf dem Gottwaldhof seit Jahren eine Sondervorstellung.

      

Bei schönstem Sommerwetter versammelten sich viele Musikliebhaber auf dem Hof und die Musiker boten eine außergewöhnliche Vielfalt mit Chor, vielen jugendlichen Solisten. Das Jugendorchester wurde fachlich unterstützt von einem mitgereisten Streich Quartet. Als Solisten traten nach der Jugend auch zwei Opernsängerinnen auf und begeisterten das Publikum.

        

Moderiert wurde von Frau Anita Maszczyk, in rot mit Zylinder, die aber auch als Solistin auftrat. Das Orchester leitete Herr Leopold Stawarz.

Ein besonderer Nachmittag mit ungezwungenen, musikbegeisterten Jugendlichen und ausgebildeten Opernsängern. Ein Erlebnis, dass man selten unter freiem Himmel erleben darf.

   

Familie Fuglinska hat nach dem Ende des Konzertnachmittags noch alle Teilnehmer und Gäste zu selbstgebackenem Brot und Schmalz eingeladen. Da diese Konzertbesuche auf dem Gottwaldhof schon Tradition sind, können wir begeisterten Zuhörer nur hoffen, einen solchen Nachmittag im nächsten Jahr wieder erleben zu dürfen.

Bericht

Horst Ulbrich

3.7.2018

Josef Wittig und der Herrgotswinkel.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:43

Ein Projekt von Frau Ulbrich mit vielen interessierten Teilnehmern.

Aber zunächst, wie an jedem letzten Samstag im Monat, versammelten wir uns zu einem deutschen Gottesdienst, zelebriert von Pater Dr. Marian Arndt, der im Laufe der Zeit auch ein lieb gewordener Freund geworden ist und zu jeder deutschen Messe extra aus Breslau anreist, um seine kleine, aber aktive Gemeinde in Glatz zu besuchen.

      

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Nach dem Gottesdienst stand ein Bus bereit, der uns zum Wittigmuseum nach Neusorge / Schlegel brachte. Dort empfing uns die Hausherrin, Frau Theresa Bazala, die auch die Vorsitzende der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes ist und somit auch das Wittighaus verwaltet. Alle Teilnehmer versammelten sich zunächst im großen Museumsraum, wo nach der Begrüßung ein Vortrag von Frau Mag. Irena Rogowska über Leben und Wirken des Professors Wittig folgte.

      

Nach der Beantwortung vieler Fragen und einem Rundgang durch die Museumsräume, fachlich begleitet von Frau Bazala, gab es im 2. Stockwerk des Hauses einen Imbiss, auch Kaffee und Kuchen. Waren viele der Teilnehmer doch seit dem frühen Morgen unterwegs und nun auch entsprechend hungrig.

   

Auch während des Essens musste Frau Rogowska weiter berichten und Fragen beantworten, bevor alle wieder den Bus bestiegen, um zum Annaberg zu gelangen. Dort wird zur Zeit die Kapelle aufwendig renoviert, die wir aus diesem Grund leider innen nicht besichtigen konnten.

      

Auch hier wurde über die Kapelle aus dem Buch von Joseph Wittig, „Ausgewählte Erzählungen“ über die Verbundenheit des Professors mit dem Kirchlein berichtet. Einige bestiegen danach auch noch den neu gestalteten Aussichtsturm auf dem Berg, von wo bei besten Wetter eine gute Aussicht zu genießen war.

Gegen 18 Uhr brachte der Bus die Teilnehmer aus Glatz dann wieder zurück in die Stadt.  Andere aus der Nähe Neurode und Schlegel waren mit dem PKW gekommen.

Wieder ein sehr informativer Tag, finanziell unterstützt von der Projektinitiative des VDG.

So halten sich die eigenen Kosten in Grenzen. Wir haben vor, in der nächsten Zeit weitere Projekte im Wittigmuseum stattfinden zu lassen, um dort das Haus auch weiterhin mit Leben zu erfüllen und im Bewusstsein zu halten.

Bericht

Horst Ulbrich

21.6.2018

Zusammenfassung der letzten Tage.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:40

Überraschungsbesuch in einer hektischen Zeit.

Samstag 16.6. stehen Menschen vor unserem Schaufenster und schauen interessiert auf unsere Projekte. Natürlich bitten wir immer zum Kaffee und im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, die Familie Grubert sucht das Geburtshaus der Frau in der Frankensteiner Str. 11. Welche Überraschung, denn gerade in diesem Haus haben wir unsere Geschäftsstelle. Es gab dann viele Gespräche über die damalige Zeit und die Vertreibung, als Frau Grubert noch im Kindesalter war.       

Abends und am nächsten Tag dann das Reimann Festival. Darüber gab es einen eigenen Bericht.

18.6.Besuch der Patschkauer Wanderdohlen. Gemeinsames Grillen mit den Glatzer Sängern bei Ulbrich. Wieder ein gelungener Nachmittag mit lieben Freunden. Auch das Wetter war ideal und so wurde draußen gegessen und viel gesungen.

      

20.6. Einladung der scheidenden Konsulin Frau Haake in Oppeln zum Sommerfest mit vielen Menschen aus Wirtschaft, Politik und deutscher Minderheit. Zum Auftakt spielte ein Orchester der deutschen Bundeswehr.

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Danach stellte Frau Haake die neue Konsulin Frau Friese-Rössler vor, die ab September das Konsulat übernimmt.

      

Im Anschluss gab es ein buntes Programm mit Musik und Vorführungen.

  Wir konnten auch erste Gespräche mit der neuen Konsulin Frau Friese-Rössler führen.

Ich habe sie zu einem baldigen Termin nach Glatz eingeladen.

21.6. Besuch des Stadtrates und des Deutsch-Polnischen Vereins aus der Partnerstadt Bensheim.

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Einladung zum Grillen ins Hotel Panorama in Bad Altheide zum 25- jährigen Bestehen, aber auch ein jährlich stattfindendes Treffen mit Freunden, organisiert vom Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis in Glatz mit dem Vorsitzenden Jurek Zelaszkiewicz. Eingeladen hat der Deutsch-Polnische Verein aus Bensheim. Mit dem Verein in Glatz sind wir eng verbunden. Viele seiner Mitglieder singen in unserem Chor, auch wir sind bei ihnen Mitglied in harmonischem Zusammenleben, da wir die gleichen völkerverbindenden Ziele verfolgen. Leider begann das Fest mit einem Platzregen, der zum Glück nicht lange dauerte, später zum Tanz war sogar die Sonne zu sehen. Der Vorsitzende aus Glatz, Herr Zelaszkiewicz, überreichte zum Jubiläum Blumen und eine Tafel mit Worten der Verbundenheit beider Vereine. 

   

Wieder ein gelungener Abend mit viel Musik, denn auch unsere Sänger hatten natürlich vorsorglich ihre Noten und deutschen Texte dabei.

Bericht

Horst Ulbrich

19.6.2018

Reimann Festival am 16. / 17. Juni 2018

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:07

Wie jedes Jahr wieder ein musikalischer Höhepunkt im „schlesischen Jerusalem“ Albendorf.

In der Eröffnungsrede des Abtes wurde zunächst allen Sponsoren gedankt, die das Festival ermöglicht hatten. Der DFK Glatz ist seit Jahren Mitorganisator, hatte unser Mitglied Werner Niesel doch bei der Wiederbeschaffung der Reimann-Noten entscheidend mitgewirkt. In diesem Jahr konnten wir leider nur die Kosten für die Plakatwerbung und Einladungen übernehmen. Ein Antrag auf Kostenerstattung über Mittel des A. A. wurde von deutscher Seite abgelehnt bzw. mit nicht zu erfüllenden Auflagen belegt, die wir nicht beibringen konnten. So mussten wir letztendlich die Kosten aus Eigenmitteln übernehmen, um die Mitorganisatoren nicht zu enttäuschen. Die Schirmherrschaft hat dann aber doch die deutsche Konsulin aus Oppeln, Frau Haake, zusammen mit Bischof Dec und Senator RP Alexander Swed übernommen.

Zum Auftakt gab es ein Orgelkonzert von Frau Dr. hab. Hanna Dys, einer weltweit bekannten Organistin mit Auftritten in Europa und Übersee.

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Danach versammelten sich alle Zuschauer auf dem gegenüber der Basilika liegenden Kalvarienberg.

Dort gaben zwei der angereisten Chöre aus Polen und Tschechien ein einstündiges Konzert. Inzwischen wurde es dunkel und nach dem Segen des Abtes der Basilika schallte von dort das Ave Maria zu uns herüber mit der bekannten Beleuchtung. Ein wunderbarer Abschluss des ersten Tages.

         

Der zweite Tag begann mit einer hl. Messe für die drei Völker, Polen, Tschechien und Deutschland, und auch dort traten Chöre auf. Ich hoffe inständig wieder einmal einen deutschen Chor beim Reimann Festival erleben zu dürfen.

Beim Konzert am Nachmittag zeigte zunächst der Nachwuchs sein Können. Unter anderen trat ein Mädchen aus der Grundschule mit einem Jungen, 14 Jahre, aus dem Gymnasium auf.

Das Mädchen sang das Ave Maria, begleitet von Alexander auf der Orgel. 

Danach traten die Chöre mit Werken von Bach und Reimann auf. Zunächst der Chor Cantus aus Albendorf mit musikalischer Begleitung. Danach ein tschechischer Chor, der für mich eine Besonderheit war. Zu Beginn nur ein Ton zur Orientierung und ohne Dirigent wurde in hoher Präzision vierstimmig vorgetragen. Jeder Einzelne ein Könner seines Faches. So trugen sie Teile der Reimann Messe und Werke von Bach vor. Zum Schluss wurde es eng und wir in den vorderen Reihen saßen nah an den Musikern. Der Chor aus Neisse, deren Leiter auch Professor an der Neisser Musikhochschule ist, war mit 38 Sängern und 18 Musikern angereist. Ihr musikalischer Vortrag wurde mit vielen Mikrofonen in der Basilika aufgenommen, weil diese über eine ganz besondere Akustik verfügt (so wurde mir berichtet).

      

Nach einer Zusammenfassung und Verabschiedung beendete der Abt das 17. Reimann-Festival mit dem Segen für alle Akteure und Zuschauer.

Bericht

Horst Ulbrich

13.6.2018

Heimatreisende!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:32

Hermann Zwerschke läd in die Heimat ein und der Bus ist voll. Wieder einmal… zum letzten Mal…. wie er jedes Mal behauptet, hat Hermann zur Reise in die Heimat geworben und wie immer sind ihm viele gefolgt.

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Wir vom DFK Glatz haben einen polnischen Bus organisiert, der trotz der Fahrten zum Abholen und bringen der Gruppe, aus und nach Berlin viel günstiger war, als ein Bus aus Deutschland. Dazu hatte die Gruppe noch das Glück einen ganz neuen Reisebus zu bekommen. So ging es zunächst über Görlitz und andere Orte, die besichtigt wurden, zur Pension Emilie im Wilhelmstal.

Von dort waren Tagestouren organisiert und jeden Abend war man wieder zu Hause bei Freunden, denn seit vielen Jahren ist es das feste Domizil der Reisen mit unserem Hermann.

       

Am letzten Abend waren auch meine Frau und ich geladen, um an der Abschlussfeier teilzunehmen. Ich wurde auch gebeten über die vielfältige Arbeit des DFK Glatz zu berichten, auch für fördernde Mitglieder zu werben, die mit einem Jahresbeitrag von 20 € unser Engagement in der Heimat unterstützen. Das machen nicht viele Gruppenreisen und so ist vielen Grafschaftern bis heute nicht bekannt, mit welchem Aufwand wir deutsche Kultur, Sprache und Denkmalpflege in der Grafschaft erhalten.

   

Nach meinem Vortrag spielte Edward vom Derhämtehäusla mit seinen Musikerkollegen zum Tanz auf und so wurde, bis in die späten Abendstunden getanzt und gesungen. Wir haben uns etwas früher verabschiedet.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Bericht Horst Ulbrich

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