Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

2.10.2018

Rückblick einer turbulenten Woche.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:45

Liebe Leser dieser Seite, eine arbeitsreiche Woche liegt hinter uns. Es begann am Montag, dem 17.9. als ich den ganzen Tag mit der Aufnahmeleiterin des MDR aus Dresden zu Motivsuche verbrachte. Filmaufnahmen in der Grafschaft sind in der Woche vom 22. bis 27.10.

Am Dienstag dann unser kleines Jubiläumsfest mit Mitarbeitern und Freunden in der Geschäftsstelle DFK Glatz.

   

In der gleichen Woche auch noch die beiden letzten Hilfstransporte dieses Jahres. Dazu die Logistik mit Abladen am Krankenhaus und Verteilung an Kinder-und Altenheime.

   

Dazwischen kam auch noch die Planungssitzung des VDG in Oppeln am Freitag. Zum ersten Mal seit ich dabei bin, war auch der Generalkonsul aus Breslau dabei. Zuständig ist für die Finanzierung einiger Projekte aber das Konsulat in Oppeln, auch mit einer neuen Konsulin. Beide sind sehr an der deutschen Minderheit interessiert und ich hatte das Vergnügen die Konsulin beim Weinfest des DFK Grünberg und den Generalkonsul beim Empfang am Tag vor dem großen Kulturfestival der Deutschen in der Jahrhunderthalle kennen zu lernen.

      

Am Samstag dann beim DFK das „Projekt Jubiläum“ von Frau Ulbrich und so ist auch unser Schaufenster nun sehr schön geschmückt. Ab 14 Uhr noch der deutsche Gottesdienst. Abends dann die ehrenamtlichen Helfer der Malteser zu Gast.

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Am Sonntag eine Gruppe aus Deutschland beim DFK Glatz zu Gast mit Stadtführung und Bericht unserer Arbeit in der Heimat unserer Eltern.

In der neuen Woche verteilen wir weiter Hilfsmittel, einen Teil behalten wir immer, um über den Winter von Pampers über Rollatoren und Rollstühle bis zu Pflegebetten aus unserem Lager helfen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

25. Jubiläum des DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:55

  Am 18.9.1993 wurde der DFK Glatz gegründet. Damals noch mit einem versteckten Versammlungsraum in einem Hinterhof. Als der Vorstand 2010 aufgeben wollte, haben wir mit neuem Vorstand eine Reaktionsphase begonnen und sind heute wieder eine angesehene Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz e.V. mit 320 Mitgliedern und einer Ortsgruppe DFK Kudowa in Tscherbeney.

   

Grund genug am Jubiläumstag eine kleine Feier in den Räumen des DFK für den sogenannten harten Kern, also die helfenden Hände, die immer bereit sind zu helfen, wenn es nötig ist.

So gab es einen kleinen Rückblick auf die schweren Anfangszeiten des Vorsitzenden. Danach eine kleine Feier mit Rotwein und Imbiss.

   

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Mit dieser Gemeinschaft schaue ich positiv in die Zukunft, auch wenn noch einige Probleme zu bewältigen sind.

Einen Gruß an alle Leser dieser Seite.

Horst Ulbrich

25.9.2018

Das 6. Kulturfestival der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:09

Nach 3 Jahren wieder ein großes Fest der Deutschen im heutigen Polen. Angemeldet hatten sich allein bei unserem Dachverband VDG 100 Busse zu diesem Termin und schon das Parkplatzproblem sollte gemanagt werden. Wir, meine Frau und ich, sind mit voll gepacktem Auto schon am Freitag angereist, um alles am Stand des DFK Glatz aufzustellen.

    

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Nach Voranmeldung hatten wir wieder einen geräumigen Platz am Haupteingang zur Halle. Vielen Freunden hatten wir das kundgetan und so war unser Stand wieder sehr gut besucht. Unsere neuen Aufsteller mit den Projekten 2018 des DFK Glatz waren am Vortag der Abreise erst fertig geworden, in Breslau aber eine gute Präsentation der Arbeit in der Heimat unserer Eltern. Am Freitagabend zunächst eine Einladung des neuen Generalkonsuls und ich hatte Gelegenheit, ca. 30 Minuten mit ihm und dem Honorarkonsul Bulgariens ein Gespräch zur Lage führen zu können. Samstagmorgen wurden dann in den Gängen rund um die Halle weitere 30 Stände von anderen Organisationen aufgebaut.

    

 

      

 Bleibt zu betonen, dass wir die Einzigen waren, die ihre Projektarbeit so demonstrativ zeigen konnten. Eine große, leere Wand hinter unserem Stand bot sich als Projektionsfläche für unsere Multi-Media-Präsentation mittels Beamer an. Auch dort wurde noch einmal mit Text und Bildern auf unsere Aktivitäten aufmerksam gemacht. Natürlich haben wir unsere Freunde und Besucher wieder mit Schmalzbrot und Rotwein bewirtet. Dazu hatten unsere Mitglieder, die am Samstag mit dem Bus aus Glatz anreisten, 15 Brote, 2,5 kg gutes Schmalz, Gurken in Gläsern und 50 Fl. Rotwein mitgebracht. In unserem Auto am Vortag war dafür kein Platz. Das gute Schmalz hat dann aber nur für 13 Brote gereicht und nur 3 Fl. Rotwein blieben am Ende ungeöffnet.

      

 

Wir waren erfreut, dass unser Stand und die Informationen der Arbeit in der Grafschaft-Glatz so großes Interesse fand. Deshalb sind wir kaum bei dem umfangreichen Programm in der Halle gewesen, das seit 12 Uhr Mittag bis in die Abendstunden dort stattgefunden hat.

         

Um 19 Uhr kam dann der Star des Abends auf die Bühne und Stefanie Hertel hat mit Band die Halle begeistert, die bei 5000 Sitzplätzen bis auf den letzten Platz voll war. Mit den vielen Menschen in den Gängen und denen, die in der Halle keinen Platz mehr fanden, können wir von insgesamt ca. 7000 Teilnehmern des Kulturfestes der Deutschen Minderheit in Polen ausgehen.

Was will man mehr…..

Bericht

Horst Ulbrich

16.9.2018

Weinfest in Grünberg mit Beteiligung des DFK Grünberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:27

Der Vorsitzende Boleslaw Bernaczek hatte zunächst zum Fest des dortigen DFK in den Saal der Winzergenossenschaft eingeladen. Auch die neue Konsulin aus Oppeln, Frau Fiesel-Rössler, der Bürgermeister der Stadt und einige DFK-Vorsitzende hatten die Einladung gern angenommen.

      

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Zu Beginn natürlich kurze Ansprachen der Konsulin, des Bürgermeisters und des DFK-Vorsitzenden. Dann ein Musikfestival, das alle in die richtige Stimmung versetzte. Auch Boleslaw, der DFK-Vorsitzende ist ein begnadeter Musiker und hat zur guten Stimmung im Saal beigetragen. So wurde getanzt und geschunkelt, auch so manche Flasche Wein geleert. Natürlich habe ich die Gelegenheit nicht ausgelassen, am Rand auch Gespräche mit der Konsulin und dem VDG zu unseren Projekten zu führen und bin erfreut, dass unsere Jugendarbeit weiter finanziert wird. So sehen wir wieder positiv in die Zukunft und haben die Konsulin als eine aufgeschlossene Person für unsere Probleme kennengelernt.

      

      

Am anderen Tag dann eine Lagebesprechung in der Geschäftsstelle des DFK Grünberg und danach haben wir an dem Straßenfest teilgenommen, auch den Umzug der Vereine, Winzer und der deutschen Minderheit angeschaut. Gegen Abend mussten wir uns aber verabschieden, denn der Weg nach Glatz war weit und am Sonntag begannen schon die Vorbereitungen für unser 25. Jubiläum am 18.9. und das Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen am 22.9.

Im September eine Fülle an Terminen und alles soll gut geplant und vorbereitet sein.

Bericht

Horst Ulbrich

Liebe Leser dieser Seite, liebe Eckersdorfer.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:51

Nun hatte ich ja mit Erhard Gertler abgemacht, dass er einen Bericht vom Treffen der Eckersdorfer schreibt und ich dann Bilder hinzufüge, um alles ins Internet zu übertragen. Gestern Abend bin ich aus Grünberg vom Weinfest mit Beteiligung des dortigen Deutschen Freundschaftskreises zurückgekommen und wollte mich bei Erhard Gertler nach dem Bericht erkundigen.

Aber unser Erhard musste leider ins Krankenhaus, wie ich dann erfahren habe. Zum Glück geht es ihm soweit wieder gut und Erhard hofft in den nächsten Tagen entlassen zu werden. So ist der Auftrag eines Berichtes über Christoph Strangfeld an mich weitergeleitet worden.

     Also los:                      

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Am 8.8. war in Melle Westerhausen das 23. Eckersdorfer Treffen und wieder einmal fanden sich 29 ehemalige Dörfler zu einem Tag der Begegnung ein. Aber zunächst versammelten sich alle zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Petrus in Melle-Gersmold, zelebriert von Pfarrer Hr. Ellinger. Christoph Strangfeld übernahm die Lesung wie auch die Fürbitten. Die kirchlichen Gesänge wurden von Hr. Stühlmeyer an der Orgel begleitet. Nach dem feierlichen Gottesdienst und dem traditionellen Schlusslied „ Über die Berge schallt“ versammelten sich alle zu einem Gruppenbild vor der Kirche. Es gab viele herzliche Umarmungen bei der Begrüßung, alle waren glücklich sich wieder zu sehen.

      

Danach wechselte die Gruppe in das Restaurant Hubertus in Melle-Westerhausen, wo es zunächst ein vorbestelltes Mittagessen gab, bevor der Vorsitzende Christoph Strangfeld noch einmal offiziell alle begrüßte und nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen einen Bericht der Heimatreise gab. Die angereisten Eckersdorfer von Nah und Fern hatten wieder viel zu erzählen. Einen kurzen Bericht aus der Heimat gab es vom angereisten Vorsitzenden des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz über die Projekte vor Ort und die politische Lage im heutigen Schlesien. Nach Kaffee und Kuchen gab es vom allseits beliebten Erhard Gertler wieder einen Mundartvortrag zum Schmunzeln. Zum Glück ist er immer gut vorbereitet, denn wo er auch erscheint, freuen sich die Vertriebenen auf einen Beitrag von ihm.

So ging ein schöner, gemeinsamer Tag mit vielen Gesprächen über die alten Zeiten in der Heimat zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

31.8.2018

Konzert des Niederschlesischen Musikfestivals in Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:31

      

Das Niederschlesische Musikfestival mit Sitz in Glatz organisiert über das Jahr verteilt viele Konzerte und Musikabende in Kirchen, Schlössern und Konzertsälen.

Am 30.8. ein herausragendes Konzert in der Kirche in Wartha / Bardo, wo die Renovierung des Altars und der Orgel abgeschlossen ist. Sie erstrahlen wieder in neuem Glanz.

                                      

Der Chor und Orchester des Gesang und Tanzensemble „Śląsk“ wurden dirigiert von Thomas Cornelius, einem Deutschen, der mit der Sopranistin und Direktorin des Musikfestivals verheiratet ist. Sie ist auch eine ausgebildete Opernsängerin und trat während des Konzertes mit drei anderen Solisten auf. Das sechste Jahr des Festivals trägt den Titel „VIVA LA POLONIA“ da in diesem Jahr auch die 100jährige Unabhängigkeit Polens gefeiert wird. Der deutsche Thomas Cornelius hatte zu diesem besonderen Anlass eine Hymne für die Stadt Bardo komponiert.

                             

Chor und Orchester wurde von dem begeisterten Publikum mit stehendem Applaus verabschiedet. Eine Einladung des Bürgermeisters zu einem Empfang im Kulturhaus haben wir dann aus Zeitgründen nicht annehmen können. Seit Jahren sind wir, unter anderem, Mitglied des Niederschlesischen Musikfestivals und das verpflichtet auch zu Mitarbeit. Als Beitrag haben wir vor einiger Zeit die Konzertreise eines Jugendblasorchesters aus Deutschland mitorganisiert und durchgeführt.

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Nach dem Konzert erfuhr Magdalena Cornelius eine besondere Ehre, als der Bürgermeister seine Amtskette umgelegt bekam. Kraft seines Amtes verlieh er Magdalena Cornelius für ihren besonderen Einsatz und die Organisation der vielen Konzerte die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bardo / Wartha.

Bericht

Horst Ulbrich

Kulturtagung im Eichendorffzentrum Lubowitz vom 27. bis 29.August 2018

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:08

Ein Projekt der Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Baden-Württemberg und wieder eine gut besuchte Kulturtagung mit Gästen der deutschen Minderheit.

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Bestückt war die Tagung mit interessanten Themen der mitgereisten Referenten.

Der Landesvorsitzende Günther Zimmermann und die Landeskulturreferentin Frau Gudrun Lintzel begrüßten zu Beginn der Veranstaltung alle Gäste, die aus dem Oppelner Raum, aber auch bis aus Glatz angereist waren.

Über zwei Tage informierten die Referenten Dr. Schoch, Frau Schuster-Schmah, Frau Lintzel, Herr Zimmermann, Frau Young, Frau Wüst und Herr Lorenz mit Themen aus Theologie, Kunst und Wirtschaft der vergangenen Zeiten in Schlesien. Besonders erfreut hat mich der Beitrag zum Theologen Joseph Wittig und ich konnte als Vorsitzender des Freundeskreises Wittighaus einiges dazu beitragen. Das ehemalige Wohnhaus des Prof. Joseph Wittig wurde zu einem Museum umgestaltet, der Freundeskreis hatte sich zur Erhaltung der Bausubstanz gegründet.

   

Am zweiten Tag eine Exkursion „ Oberschlesien pur“. Wir besuchten unter anderem auch das Mahnmal und das Lager Lambsdorf. Eine bedrückende Erfahrung, an den Listen der dort umgekommenen Menschen zu stehen. Nur schade, dass es auch in dem angrenzenden Museum keine Informationen für die Jahre nach 1945 gab, in denen Polen das Lager in gleicher Weise weitergeführt haben und dort Deutsche inhaftiert waren. Erfreulich, dass wir Deutschen zu den Verbrechen unserer Vergangenheit stehen und das auch öffentlich machen. Der nächste Stopp beim Schloss Moschen war dann ein entspannter Besuch.

      

Auch die Industrieanlagen und die Villa der jüdischen Familien Fränkel und Pinkus in Neustadt haben wir besucht, die im 19ten Jahrhundert schon viele Tausend Arbeiter und Angestellte hatten, im Dritten Reich dann alles an den Staat verloren. Die Söhne waren nach England geflüchtet, wo einer von ihnen in der Armee gegen Deutschland kämpfte.

   

Nach dem Abendbrot im Eichendorffzentrum zeigte ich den Teilnehmern noch den Film „Polen und seine Deutschen“, der unter anderem die Entwicklung nach der Wende in Polen und die Entspannung im Verhältnis der beiden Völker zeigt. Auch unsere DFK-Geschäftsstelle in Glatz und die Deutschkurse mit dem Vizevorsitzenden H.P. Keuten werden in dem Film ausgiebig gezeigt. „Polen und seine Deutschen“ zu sehen bei You Tube.

Nach einem Abschlussgespräch am letzten Tag haben auch wir aus Glatz uns verabschiedet, denn der Weg nach Hause war weit.

Bericht

Horst Ulbrich

25.8.2018

Geburtstag eines engagierten DFK Mitgliedes.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:22

Am 23.8.2018 wurde Renata Ulbrich 50 Jahre. Eigentlich sprechen Frauen ab einem gewissen Alter ja nicht gern über ihr Alter, aber Renia, wie sie von allen liebevoll genannt wird, hat damit keine Probleme.

Sie ist seit vielen Jahren im täglichen Einsatz für unseren DFK Glatz. So verwaltet sie das Zentrallager mit Hilfsmitteln für Bedürftige, ist in vielen Fällen als Dolmetscher tätig, entwickelt Projekte der Konsolidierung der Begegnungsstätten und das nicht nur für uns, sonder auch für andere deutsche Gesellschaften in Niederschlesien. Dazu kommen die immer komplizierter werdenden Anträge, die oft in zwei Sprachen gefertigt werden müssen.

Ohne sie wäre vieles unserer aktiven Gesellschaft nicht möglich. 

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So begann der Geburtstag mit Gästen im Garten des Hauses Ulbrich mit einem Frühstück bei bestem Wetter. Im Restaurant in Neurode traf sich dann die Familie zu einem gemütlichen Abend und natürlich durfte die traditionelle Geburtstagstorte nicht fehlen.

      

   

Am drauf folgenden Samstag, zu den normalen Öffnungszeiten des DFK Glatz, überraschte sie dann der Chor mit einem speziellen Programm. Dazu hatten sich die Chormitglieder am Freitag zu einer Übungsstunde getroffen und auch schon den Raum entsprechend dekoriert.

      

So wurde am Samstag bis in die späten Nachmittagsstunden gesungen und gefeiert. Den musikalischen Rahmen rundete dann am Abend ein Konzert mit Magda und Robert Cornelius in der Kapelle in Niederschwedeldorf ab. Wieder ein Kunstgenuss, organisiert vom Niederschlesischen Kulturfestival in Glatz. Auch dort sind Renia und Horst Ulbrich engagierte Mitglieder.

   

Bericht

Jürgen Zelder

23.8.2018

Voigtsdorfer/Habelschwerdter zur 700-Jahr-Feier in der Heimat

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:08

 

Nach vielen Jahren der Pause fand vom 26. Juli bis zum 3. August 2018 wieder einmal eine Reise der Voigtsdorfer in ihren zur Gemeinde Habelschwerdt gehörigen Heimatort statt. Der besondere Anlass für diese Reise war die erste Erwähnung des Ortes vor 700 Jahren. Wie polnische Historiker herausgefunden haben, wurde im Jahre 1318 eine Mühle im Tal der Weistritz erwähnt, die als Ursprung des Ortes anzusehen ist (die Ersterwähnung des eigentlichen Ortsnamens liegt 50 Jahre später – 1357/8). Dies war der Anlass, dass sich in Wójtowice, wie Voigtsdorf heute heißt, ein Festkomitee gegründet hat, das sich wiederum an die ehemaligen deutschen Bewohner von Voigtsdorf gewandt hat, um diese an der Vorbereitung des Fests zu beteiligen und sie natürlich auch zu selbigem einzuladen.

Über Heribert Wolf von der Heimatgruppe Habelschwerdt wurde der Kontakt zu Rose Marie Heitkamp, der Berichterstatterin für Voigtsdorf, hergestellt, die diese Einladung gerne annahm und für die nötige Werbung sorgte. So traten denn ehemalige Einwohner und deren Nachkommen, verstärkt durch einige Habelschwerdter, die Reise an, und für alle war es ein großartiges Erlebnis.

Voigtsdorf selbst hatte sich fein herausgeputzt und ein tolles Programm über zwei Tage zusammengestellt. Der Festakt am Sonnabend wurde beim ehemaligen „Schrammburg“, dem heutigen Hotel „Pod Dębem“, durchgeführt.

      

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Nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren (wir wurden besonders herzlich begrüßt) und den Grußworten der Dorfvorsteherin, der Habelschwerdter Bürgermeisterin sowie des Glatzer Landrats gab es einen interessanten Vortrag über die abwechslungsreiche Geschichte des Ortes. R. Leszcyński, der sich seit vielen Jahren mit der Geschichte seines Dorfes befasst, hatte Erstaunliches zusammengetragen. Auch von Seiten der deutschen Voigtsdorfer hatten ihn diverse Beiträge in Form von Fotos, Beschreibungen und Abbildungen erreicht, die Aufnahme in den geschichtlichen Überblick fanden. Nächstes Jahr wird voraussichtlich auch ein Buch über die Geschichte von Voigtsdorf erscheinen.

Ein Architekturprofessor der Uni Breslau stellte schließlich in seinem Vortrag Ideen für ein Voigtsdorf vor, in welchem sich Ökologie und Ökonomie, Altes und Neues verbinden und so zu großer Aufenthaltsqualität führen können.

Alle Vorträge wurden von H.-P. Keuten (stellv. Vorsitzender des DFK Glatz und Lehrer am Gymnasium in Habelschwerdt) übersetzt. Herzlichen Dank!

Natürlich zeigte nach diesen geistigen Ansprüchen auch die polnische Küche, was sie zu bieten hatte. Anschließend war noch ausreichend Gelegenheit das Dorf, die gravierenden Änderungen nach der Vertreibung, aber auch nach der politischen Wende in Polen im Jahre 1989, zu besichtigen. Für die Nachkommen sicherlich hoch interessant, einmal das Dorf und die Häuser ihrer Vorfahren kennen zu lernen.

Der nächste Tag begann für viele mit einer Wanderung zur Freirichterbaude an der höchsten Stelle des Dorfes, wobei manch einer an der steilen Straße an seine Grenze stieß.

      

Mittags fand eine Messe in deutscher und polnischer Sprache statt, die von drei Priestern konzelebriert wurde. Unter ihnen Christian Pabel, der in Hüttenguth (oberhalb von Voigtsdorf) geboren wurde und extra zu diesem Jubiläum aus Cottbus gekommen war.

Nach der Enthüllung einer Gedenktafel ging es bei viel Musik, kalten Getränken und viel, viel Essen zum gemütlichen Teil über. Viele neue Verbindungen zwischen den damaligen und heutigen Bewohnern wurden, trotz Sprachschwierigkeiten, geknüpft. Wieder einmal ein gelungenes Beispiel deutsch-polnischen Miteinanders in der gemeinsamen Heimat! Zufrieden und voller guter Erinnerungen ging man nach diesen denkwürdigen Tagen wieder auseinander.

Die übrigen Tage waren ausgefüllt mit einer Rundreise über die Sudetenstraße, Grunwald, Erlitztal, Bärnwald und Grulich. Eine Besichtigung des Grafenorter Schlosses mit seinen Restaurierungsfortschritten, Maria Schnee und Habelschwerdt durften nicht fehlen.

Hatten wir auf der Hinfahrt eine Übernachtung in Görlitz eingeplant, so lernten wir auf der Rückfahrt Dresden bei einer weiteren Übernachtung kennen.

Für alle, besonders die Voigtsdorfer, eine denkwürdige Reise, bei der uns die Schönheit der Grafschaft wieder einmal vor Augen geführt wurde.

Dank gilt besonders Rose Marie Heitkamp, die dies erst möglich gemacht hat. Mit dem Begleitprogramm, vom Verfasser dieser Zeilen zusammengestellt, war man wohl auch einverstanden – es gab keine Klagen!

Bericht: Heribert Wolf

Bilder: Gedenktafel 700 Jahre Voigtsdorf, Reisegruppe vor der Habelschwerdter Kirche (Fotos: H. Wolf)

18.8.2018

800-Jahr-Feier in der Basilika zu Albendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:03

Eine Feier der Superlative am Tag Maria Himmelfahrt in Albendorf. Bei schönstem Wetter versammelten sich mehrere Tausend Gläubige, um die Messe mit Bischof Dec und vielen anwesenden Pfarrern gemeinsam zu feiern. Auch über 100 Soldaten nahmen am Gottesdienst teil und schossen am Ende sogar 3 Mal Salut. Der ganze Berg war voller Menschen, und einige Chöre wie auch eine große Blaskapelle umrahmten den Gottesdienst mit kirchlichen Liedern.

      

Wahrlich eine würdige Feier zum 800-jährigen Bestehen des Wallfahrtsortes. Wir Deutschen hätten das Auftreten des Militärs vielleicht nicht als passend empfunden, aber die Situation in Polen ist nun einmal eine andere.

      

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Nach der Messe kam Bischof Dec auch zu der neuen Hirschfelder-Tafel, vor der Pfarrer R. Brudnowski aus Tscherbeney ein Buch über das Leben und Wirken des Seligen überreicht wurde.

Bericht Horst Ulbrich

Deutsche Wallfahrt 2018 in Albendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 07:55

Wie jeden 2. Sonntag im August trafen sich die Deutschen aus Oppeln, Breslau, Glatz, Waldenburg und in diesem Jahr auch eine Gruppe Pilger mit dem Großdechanten aus Deutschland, um eine gemeinsame Messe zu feiern. Die Messe stand gleichzeitig auch unter dem Zeichen des 800-jährigen Jubiläums von Albendorf.

      

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Begrüßung und Einführung übernahm unser Großdechant.

Hauptzelebrand war der Bischof aus Gleiwitz, Seine Exzellenz Jan Kopiec. Der Chor „Freundschaft“ des DFK Waldenburg sang in der Messe u.a. das Kyrie von Reimann.

Nach dem Gottesdienst versammelten sich viele Kirchenbesucher an der Gedenktafel des Seligen Gerhard Hirschfelder, die neu gestaltet im Rundgang der Basilika angebracht wurde. Großdechant Franz Jung segnete die Tafel und alle Anwesenden sangen das Hirschfelder-Lied.

   

Danach fuhren wir gemeinsam in das Hirschfelder-Haus in Tscherbeney und auch ein Bus aus Oppeln mit Mitgliedern des VDG kamen zur Besichtigung der Begegnungsstätte. Dort wartete schon der Vizepräsident des Niederschlesischen Landtages, Herr Julian Golak. Unsere Vorsitzende der Ortsgruppe DFK Kudowa, Elisabeth Kynast, und Großdechant Franz Jung wurden mit einem Orden für besondere Verdienste ausgezeichnet. Wir beglückwünschen die Ausgezeichneten und wünschen auch weiterhin viel Schaffenskraft.

So ging ein Tag mit vielen Anstrengungen, aber auch zahlreichen Höhepunkten zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

12.8.2018

Treffen der ehemaligen und heutigen Wölfelsdorfer in der gemeinsamen Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:29

Deutsch-polnische Messe, Einweihung einer „Friedenslinde“ sowie tradtionelle deutsch-polnische Feier im Kulturhaus von Wölfelsdorf, diesmal unter Begleitung des DFK-Chores!

Am Sonntag, dem 29. Juli 2018 war es mal wieder soweit: Wie schon in den vergangenen Jahren besuchten die deutschen Wölfelsdorfer ihren Heimatort in der Grafschaft Glatz und feierten dabei zusammen mit den heutigen polnischen Einwohnern des Ortes ein Fest. Der diesjährige Besuch war aber dennoch in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes.

Zunächst ist es in den heutigen Zeiten, in denen immer weniger Deutsche aus der Erlebnisgeneration die weite Reise nach Schlesien antreten können, erstaunlich, dass die Organisatoren Paul Rupprecht und Roland Scholz einen großen Bus mit 53 Grafschaft-Reisenden haben füllen können, darunter auch viele „Neu-Grafschafter“, d.h. Nachbarn und Bekannte aus Westdeutschland, die die alte Heimat ihrer Freunde, welche nach dem Zweiten Weltkrieg die Grafschaft verlassen mussten und in verschiedene Orte im heutigen Deutschland verstreut wurden, kennenlernen wollten. Das spricht auch für die gelungene Integration der Grafschafter Familien an ihren neuen Wohnorten nach der Vertreibung.

      

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Besonders war aber auch, dass die feierliche Messe von drei Priestern gefeiert wurde (zwei aus Wölfelsdorf und einer aus Wölfelsgrund) und mehr deutsche Elemente – insbesondere musikalischer Art – als sonst enthielt. Das hängt damit zusammen, dass sie zum ersten Mal durch den Chor des DFK Glatz mitgestaltet wurde, aber auch damit, dass der Wölfelsdorfer Pfarrer Marian Prochera stets sehr offen für die Zusammenarbeit mit den deutschen Wölfelsdorfern ist. So hat er gerne gemeinsam mit dem in Wölfelsdorf ansässigen stellvertretenden DFK-Vorsitzenden Heinz-Peter Keuten unter Aufnahme von Beiträgen der deutschen Wölfelsdorfer (z.B. Fürbitten) die Messe vorbereitet.

Als besondere Idee von Seiten der deutschen Wölfelsdorfer wurde im Anschluss an die Messe auf dem „Plane“, also dem zentralen Platz vor der Kirche, eine „Friedenslinde“ gepflanzt und durch den Pfarrer sowie Vertreter der deutschen und polnischen Wölfelsdorfer eingeweiht, neben der auf einer Gedenktafel auf Deutsch und Polnisch folgender Text zu lesen ist:

      

Möge unsere Zukunft wie ein Baum gedeihen, der nach und nach seine Zweige entfaltet und uns einen schützenden Schatten wirft.“ – Dorfgemeinschaft Wilkanów und Wölfelsdorf, im Juli 2018

Dankend erwähnt sei in diesem Zusammenhang, dass Paul Rupprecht, der noch in Wölfelsdorf geboren ist und hier sogar noch Messdiener war, extra eine Woche vorher angereist war, um den jungen Baum zu besorgen, zusammen mit Horst Ulbrich und Heinz-Peter Keuten vom DFK Glatz die o.g. Tafel zu montieren und dann mit Sockel am Ufer der Wölfel zu montieren. Außerdem wurde gemeinsam das Lapidarium auf Vordermann gebracht – zerbrochene Grabplatten repariert, Rasen gemäht, Unkraut gejätet und es wurden die schon seit Monaten laufenden, durch den Wölfelsdorfer Heimatverein finanzierten Renovierungsarbeiten an der Lapidariumsmauer abgenommen. Paul Rupprecht und allen anderen Helfern sei an dieser Stelle noch einmal herzlich für ihren Einsatz gedankt. Bereits während der Sonntagsmesse wurde Paul Rupprecht vor versammelter Gemeinde durch den Wölfelsdorfer Pfarrer ein herzliches „Vergelt’s Gott“ ausgesprochen.

Anschließend erfreute nach einem zünftigen Mittagessen im Kulturhaus, zu dem die polnischen Wölfelsdorfer alle Gäste einluden, der Chor des DFK Glatz mit einem Überraschungskonzert die Gäste. Die zahlreichen deutschen Gäste hätten wahrscheinlich nicht damit gerechnet, so viele bekannte deutsche Melodien (zum Teil umgedichtet auf die Grafschaft Glatz!) hier in ihrem heute zu Polen gehörenden Heimatort zu hören. Entsprechend positiv war die Reaktion des Publikums, das begeistert mitsang, mitschunkelte und mitklatschte.

      

Für die deutschen Wölfelsdorfer klang dieser ereignisreiche Tag aus mit einer besinnlichen Andacht in der Wallfahrtskapelle Maria Schnee.

Ein „Nachspiel“ gab es dann noch am darauf folgenden Freitag (3.8.18), an dem die deutschen Wölfelsdorfer ihre polnischen Freunde zu einem Grillen an der Wölfel einluden. Dazu gesellte sich dann auch der polnische Dorfvorsteher Mariusz Lis, der am Sonntag verhindert gewesen war – was sich wiederum gut traf, weil hier auch die deutsche Nachwuchs-Journalistin Sophia Wydra aus Bad Laasphe zugegen war, die mit ihm und H.-P. Keuten ein Interview führte, das wenige Tage später in ihrem in der Siegener Zeitung veröffentlichten Reisebericht über Schlesien Aufnahme fand.

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Damit war der diesjährige Besuch der Wölfelsdorfer Heimatgemeinschaft eine für alle Seiten gelungene Veranstaltung, die hoffentlich noch viele positive Nachwirkungen zeigt und, ganz wie im Motto der Friedenslinde, die „gemeinsame Zukunft wie ein Baum gedeihen“ lässt. Deutsche und Polen, und besonders auch wir Deutsche in Polen (vom DFK), werden uns weiter gemeinsam darum bemühen, dass das zarte Pflänzchen Frieden zwischen Deutschen und Polen weiter wächst und nicht verkümmert.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

2.8.2018

Der DFK aus Ustron zu Besuch beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:55

Da unsere Geschäftsstelle ganzjährig, also auch in den Ferien geöffnet ist, freuen wir uns immer über neuen Besuch der deutschen Minderheit wie auch aus Deutschland. Das Interesse an unserer Arbeit und des DFK Glatz im Allgemeinen ist durch unsere Internetinformationen hier seit langer Zeit gewachsen. So kommen auch Interessierte von weit her, um uns zu besuchen.

Wieder ein Partnerschaftsbesuch eines DFK aus Oberschlesien beim DFK Glatz und es gab einen regen Austausch gemeinsamer Probleme.

Nachdem beide DFK Vorsitzende über ihre Arbeit, aber auch die anstehenden Probleme gesprochen hatten, gab es viele Gespräche der Mitglieder.

      

Die Vorsitzenden stellten fest, dass unter den heutigen politischen Verhältnissen die deutsche Minderheit weiter unter Druck geraten könnte. Scheinbar gibt es nach dem Aufruf des Militärs zu mehr Kontrolle der Personen mit anderer Nationalität als der polnischen, überall weitere Probleme. Aber auch die immer komplizierter werdenden Antrags- und Genehmigungsverfahren der verschiedenen Projektfinanzierungen kamen zur Sprache. Festgestellt wurde aber auch, dass es um so wichtiger ist unseren Zusammenhalt und die gegenseitige Unterstützung zu fördern. Dazu sind die, vom VDG finanzierten Partnerschaftsbesuche eine wichtige Maßnahme, denn hier besteht die Möglichkeit wenigstens einige brennende Probleme in offenen Diskussionen zu behandeln, was in der Delegiertenkonferenz leider nicht möglich war.

Nach einem Stadtrundgang und dem Treffen in unseren Gesellschaftsräumen verabschiedeten sich die Vorsitzenden mit ihren Mitgliedern. Wir haben nun in der Planung einen Gegenbesuch im Herbst zu unternehmen.

Bericht

Horst Ulbrich

21.7.2018

Ein besonderer Nachmittag auf dem Gottwaldhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:25

Schon seit Jahren kommt das Jugendorchester und der Jugendchor aus Zawiercie nach Bad Landek, um dort eine Woche mit viel Musik zu verbringen. Da die Chorleitung mit der Familie Fuglinska befreundet ist geben sie dort auf dem Gottwaldhof seit Jahren eine Sondervorstellung.

      

Bei schönstem Sommerwetter versammelten sich viele Musikliebhaber auf dem Hof und die Musiker boten eine außergewöhnliche Vielfalt mit Chor, vielen jugendlichen Solisten. Das Jugendorchester wurde fachlich unterstützt von einem mitgereisten Streich Quartet. Als Solisten traten nach der Jugend auch zwei Opernsängerinnen auf und begeisterten das Publikum.

        

Moderiert wurde von Frau Anita Maszczyk, in rot mit Zylinder, die aber auch als Solistin auftrat. Das Orchester leitete Herr Leopold Stawarz.

Ein besonderer Nachmittag mit ungezwungenen, musikbegeisterten Jugendlichen und ausgebildeten Opernsängern. Ein Erlebnis, dass man selten unter freiem Himmel erleben darf.

   

Familie Fuglinska hat nach dem Ende des Konzertnachmittags noch alle Teilnehmer und Gäste zu selbstgebackenem Brot und Schmalz eingeladen. Da diese Konzertbesuche auf dem Gottwaldhof schon Tradition sind, können wir begeisterten Zuhörer nur hoffen, einen solchen Nachmittag im nächsten Jahr wieder erleben zu dürfen.

Bericht

Horst Ulbrich

3.7.2018

Josef Wittig und der Herrgotswinkel.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:43

Ein Projekt von Frau Ulbrich mit vielen interessierten Teilnehmern.

Aber zunächst, wie an jedem letzten Samstag im Monat, versammelten wir uns zu einem deutschen Gottesdienst, zelebriert von Pater Dr. Marian Arndt, der im Laufe der Zeit auch ein lieb gewordener Freund geworden ist und zu jeder deutschen Messe extra aus Breslau anreist, um seine kleine, aber aktive Gemeinde in Glatz zu besuchen.

      

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Nach dem Gottesdienst stand ein Bus bereit, der uns zum Wittigmuseum nach Neusorge / Schlegel brachte. Dort empfing uns die Hausherrin, Frau Theresa Bazala, die auch die Vorsitzende der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes ist und somit auch das Wittighaus verwaltet. Alle Teilnehmer versammelten sich zunächst im großen Museumsraum, wo nach der Begrüßung ein Vortrag von Frau Mag. Irena Rogowska über Leben und Wirken des Professors Wittig folgte.

      

Nach der Beantwortung vieler Fragen und einem Rundgang durch die Museumsräume, fachlich begleitet von Frau Bazala, gab es im 2. Stockwerk des Hauses einen Imbiss, auch Kaffee und Kuchen. Waren viele der Teilnehmer doch seit dem frühen Morgen unterwegs und nun auch entsprechend hungrig.

   

Auch während des Essens musste Frau Rogowska weiter berichten und Fragen beantworten, bevor alle wieder den Bus bestiegen, um zum Annaberg zu gelangen. Dort wird zur Zeit die Kapelle aufwendig renoviert, die wir aus diesem Grund leider innen nicht besichtigen konnten.

      

Auch hier wurde über die Kapelle aus dem Buch von Joseph Wittig, „Ausgewählte Erzählungen“ über die Verbundenheit des Professors mit dem Kirchlein berichtet. Einige bestiegen danach auch noch den neu gestalteten Aussichtsturm auf dem Berg, von wo bei besten Wetter eine gute Aussicht zu genießen war.

Gegen 18 Uhr brachte der Bus die Teilnehmer aus Glatz dann wieder zurück in die Stadt.  Andere aus der Nähe Neurode und Schlegel waren mit dem PKW gekommen.

Wieder ein sehr informativer Tag, finanziell unterstützt von der Projektinitiative des VDG.

So halten sich die eigenen Kosten in Grenzen. Wir haben vor, in der nächsten Zeit weitere Projekte im Wittigmuseum stattfinden zu lassen, um dort das Haus auch weiterhin mit Leben zu erfüllen und im Bewusstsein zu halten.

Bericht

Horst Ulbrich

21.6.2018

Zusammenfassung der letzten Tage.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:40

Überraschungsbesuch in einer hektischen Zeit.

Samstag 16.6. stehen Menschen vor unserem Schaufenster und schauen interessiert auf unsere Projekte. Natürlich bitten wir immer zum Kaffee und im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, die Familie Grubert sucht das Geburtshaus der Frau in der Frankensteiner Str. 11. Welche Überraschung, denn gerade in diesem Haus haben wir unsere Geschäftsstelle. Es gab dann viele Gespräche über die damalige Zeit und die Vertreibung, als Frau Grubert noch im Kindesalter war.       

Abends und am nächsten Tag dann das Reimann Festival. Darüber gab es einen eigenen Bericht.

18.6.Besuch der Patschkauer Wanderdohlen. Gemeinsames Grillen mit den Glatzer Sängern bei Ulbrich. Wieder ein gelungener Nachmittag mit lieben Freunden. Auch das Wetter war ideal und so wurde draußen gegessen und viel gesungen.

      

20.6. Einladung der scheidenden Konsulin Frau Haake in Oppeln zum Sommerfest mit vielen Menschen aus Wirtschaft, Politik und deutscher Minderheit. Zum Auftakt spielte ein Orchester der deutschen Bundeswehr.

        Zum Vergrößern bitte aus die Bilder klicken.

Danach stellte Frau Haake die neue Konsulin Frau Friese-Rössler vor, die ab September das Konsulat übernimmt.

      

Im Anschluss gab es ein buntes Programm mit Musik und Vorführungen.

  Wir konnten auch erste Gespräche mit der neuen Konsulin Frau Friese-Rössler führen.

Ich habe sie zu einem baldigen Termin nach Glatz eingeladen.

21.6. Besuch des Stadtrates und des Deutsch-Polnischen Vereins aus der Partnerstadt Bensheim.

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Einladung zum Grillen ins Hotel Panorama in Bad Altheide zum 25- jährigen Bestehen, aber auch ein jährlich stattfindendes Treffen mit Freunden, organisiert vom Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis in Glatz mit dem Vorsitzenden Jurek Zelaszkiewicz. Eingeladen hat der Deutsch-Polnische Verein aus Bensheim. Mit dem Verein in Glatz sind wir eng verbunden. Viele seiner Mitglieder singen in unserem Chor, auch wir sind bei ihnen Mitglied in harmonischem Zusammenleben, da wir die gleichen völkerverbindenden Ziele verfolgen. Leider begann das Fest mit einem Platzregen, der zum Glück nicht lange dauerte, später zum Tanz war sogar die Sonne zu sehen. Der Vorsitzende aus Glatz, Herr Zelaszkiewicz, überreichte zum Jubiläum Blumen und eine Tafel mit Worten der Verbundenheit beider Vereine. 

   

Wieder ein gelungener Abend mit viel Musik, denn auch unsere Sänger hatten natürlich vorsorglich ihre Noten und deutschen Texte dabei.

Bericht

Horst Ulbrich

19.6.2018

Reimann Festival am 16. / 17. Juni 2018

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:07

Wie jedes Jahr wieder ein musikalischer Höhepunkt im „schlesischen Jerusalem“ Albendorf.

In der Eröffnungsrede des Abtes wurde zunächst allen Sponsoren gedankt, die das Festival ermöglicht hatten. Der DFK Glatz ist seit Jahren Mitorganisator, hatte unser Mitglied Werner Niesel doch bei der Wiederbeschaffung der Reimann-Noten entscheidend mitgewirkt. In diesem Jahr konnten wir leider nur die Kosten für die Plakatwerbung und Einladungen übernehmen. Ein Antrag auf Kostenerstattung über Mittel des A. A. wurde von deutscher Seite abgelehnt bzw. mit nicht zu erfüllenden Auflagen belegt, die wir nicht beibringen konnten. So mussten wir letztendlich die Kosten aus Eigenmitteln übernehmen, um die Mitorganisatoren nicht zu enttäuschen. Die Schirmherrschaft hat dann aber doch die deutsche Konsulin aus Oppeln, Frau Haake, zusammen mit Bischof Dec und Senator RP Alexander Swed übernommen.

Zum Auftakt gab es ein Orgelkonzert von Frau Dr. hab. Hanna Dys, einer weltweit bekannten Organistin mit Auftritten in Europa und Übersee.

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Danach versammelten sich alle Zuschauer auf dem gegenüber der Basilika liegenden Kalvarienberg.

Dort gaben zwei der angereisten Chöre aus Polen und Tschechien ein einstündiges Konzert. Inzwischen wurde es dunkel und nach dem Segen des Abtes der Basilika schallte von dort das Ave Maria zu uns herüber mit der bekannten Beleuchtung. Ein wunderbarer Abschluss des ersten Tages.

         

Der zweite Tag begann mit einer hl. Messe für die drei Völker, Polen, Tschechien und Deutschland, und auch dort traten Chöre auf. Ich hoffe inständig wieder einmal einen deutschen Chor beim Reimann Festival erleben zu dürfen.

Beim Konzert am Nachmittag zeigte zunächst der Nachwuchs sein Können. Unter anderen trat ein Mädchen aus der Grundschule mit einem Jungen, 14 Jahre, aus dem Gymnasium auf.

Das Mädchen sang das Ave Maria, begleitet von Alexander auf der Orgel. 

Danach traten die Chöre mit Werken von Bach und Reimann auf. Zunächst der Chor Cantus aus Albendorf mit musikalischer Begleitung. Danach ein tschechischer Chor, der für mich eine Besonderheit war. Zu Beginn nur ein Ton zur Orientierung und ohne Dirigent wurde in hoher Präzision vierstimmig vorgetragen. Jeder Einzelne ein Könner seines Faches. So trugen sie Teile der Reimann Messe und Werke von Bach vor. Zum Schluss wurde es eng und wir in den vorderen Reihen saßen nah an den Musikern. Der Chor aus Neisse, deren Leiter auch Professor an der Neisser Musikhochschule ist, war mit 38 Sängern und 18 Musikern angereist. Ihr musikalischer Vortrag wurde mit vielen Mikrofonen in der Basilika aufgenommen, weil diese über eine ganz besondere Akustik verfügt (so wurde mir berichtet).

      

Nach einer Zusammenfassung und Verabschiedung beendete der Abt das 17. Reimann-Festival mit dem Segen für alle Akteure und Zuschauer.

Bericht

Horst Ulbrich

13.6.2018

Heimatreisende!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:32

Hermann Zwerschke läd in die Heimat ein und der Bus ist voll. Wieder einmal… zum letzten Mal…. wie er jedes Mal behauptet, hat Hermann zur Reise in die Heimat geworben und wie immer sind ihm viele gefolgt.

                                                                                            Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Wir vom DFK Glatz haben einen polnischen Bus organisiert, der trotz der Fahrten zum Abholen und bringen der Gruppe, aus und nach Berlin viel günstiger war, als ein Bus aus Deutschland. Dazu hatte die Gruppe noch das Glück einen ganz neuen Reisebus zu bekommen. So ging es zunächst über Görlitz und andere Orte, die besichtigt wurden, zur Pension Emilie im Wilhelmstal.

Von dort waren Tagestouren organisiert und jeden Abend war man wieder zu Hause bei Freunden, denn seit vielen Jahren ist es das feste Domizil der Reisen mit unserem Hermann.

       

Am letzten Abend waren auch meine Frau und ich geladen, um an der Abschlussfeier teilzunehmen. Ich wurde auch gebeten über die vielfältige Arbeit des DFK Glatz zu berichten, auch für fördernde Mitglieder zu werben, die mit einem Jahresbeitrag von 20 € unser Engagement in der Heimat unterstützen. Das machen nicht viele Gruppenreisen und so ist vielen Grafschaftern bis heute nicht bekannt, mit welchem Aufwand wir deutsche Kultur, Sprache und Denkmalpflege in der Grafschaft erhalten.

   

Nach meinem Vortrag spielte Edward vom Derhämtehäusla mit seinen Musikerkollegen zum Tanz auf und so wurde, bis in die späten Abendstunden getanzt und gesungen. Wir haben uns etwas früher verabschiedet.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Bericht Horst Ulbrich

Hirschfelder Gedenktag 2018.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

Wie in jedem Jahr trafen sich am 10.6. 2018 wieder die deutschen Mitglieder aus dem Grenzbereich Polen / Tschechien.

           

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

zum Gedenken an den ersten Seligen der Grafschaft Glatz, Kaplan Gerhard Hirschfelder.

Um 10 Uhr versammelten sich alle in der Kirche zu einem deutschen Gottesdienst. Unser Chor des DFK Glatz war auch angereist und hat in der Messe gesungen. Der Gottesdienst wurde zelebriert vom Großdechant Prälat Franz Jung. Anschließend trafen sich alle auf dem Pfarrhof zu einer kräftigen Suppe. Es wurde auch ein Film über das Wirken des Kaplans gezeigt. Zur Kaffeezeit sang dann der Chor einige Lieder aus seinem Repertoire.

       

Anschließend gingen alle Teilnehmer zum nahegelegenen Hirschfelderhaus. Seit einigen Jahren wird unserer Ortsgruppe DFK Kudowa das Hirschfelder Haus zu deutschen Treffen und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Dort konnte dann, nach Veränderung des Gemeinschafts – und Vortragsraumes die neue Ausstellung besichtigt werden. Auch in der ehemaligen Garage gibt es weitere Exponate,die nun der Öffentlichkeit gezeigt werden. Umbau und Erweiterung machen das Haus zu einem attraktiven Gesamtobjekt Hirschfelder.

   

Die Ausstellung wird bestimmt auch viele Besucher interessieren, die tausendfach jedes Jahr zur Schädelkapelle an der Kirche kommen.

Bericht

Horst Ulbrich

26.5.2018

Aufruf gegen das Vergessen!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:51

Liebe Leser dieser Seite.

Vielleicht ist nur wenigen bekannt, dass der DFK Glatz sich auch um Grabpflege und Denkmäler bemüht.

So ist das Denkmal an der Kapelle in Schwenz und die Gedenkstätte Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf renoviert worden. Auch Dank der finanziellen Hilfe einiger Heimatvertriebener. 

        Denkmal an der Kapelle in Schwenz.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Denkmal Heinrich Bender auf dem Platz der ehemaligen Lorettokapelle Eckersdorf.

Heinz – Peter Keuten pflegt mit seinen Schülern das Grab von Herrmann Stehr in Habelschwerdt. Ich habe für die Familie Graf Magnis die Gräber in Eckersdorf renovieren lassen. An mehreren Friedhöfen sind Tafeln in Deutsch und Polnisch angebracht worden. Dort wird darauf hingewiesen, dass auf diesem Friedhof vor 1945 auch Deutsche ihre letzte Ruhe fanden.

    

Tafel am Kirchhof Eckersdorf.

Einige Vertriebene meinten die Tafeln würden zerstört.

Nein, im katholischen, nun polnischen Schlesien geschieht das nicht, es werden von Polen immer wieder Kerzen an den Tafeln aufgestellt.

Aber nun zu einem neuen Projekt:

Am 10.Mai 1941 kamen in der Rubengrube in Kohlendorf-Volpersdorf 186 deutsche Bergleute und ein englischer Kriegsgefangener ums Leben. Viele sind auf dem Friedhof in Neurode beerdigt und werden mit einem Denkmal gewürdigt. Dieses Gräberfeld ist nun in schlechtem Zustand und sollte gegen das Vergessen restauriert werden. Einige Inschriften sind kaum noch lesbar.

                 Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

Deshalb rufe ich wieder zu einer gemeinsamen Aktion auf und bitte alle, denen „Zeichen gegen das Vergessen“ am Herzen liegen unser Vorhaben zu unterstützen.

Spenden bitte mit dem Stichwort „Bergmannsgräber“ auf unser

DFK Konto.

DE 76 4945 0120 111 255 2854

Zur richtigen Verbuchung Stichwort bitte nicht vergessen. Unsere Revision kontrolliert die Konten regelmäßig.

Mit heimatlichen Grüßen

Horst Ulbrich

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