Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

8.6.2021

Neues aus der Grafschaft Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:29

Ja das normale Vereinsleben kommt zurück.

Als Vorsitzender hatte ich große Bedenken einer Wiederbelebung nach ca. 8 Monaten Pause durch Corona. Nur die Jugend hatte schon zu Beginn des neuen Jahres die Deutschkurse besucht. Allerdings mussten wir auch hier auf 5 Teilnehmer pro Kurs begrenzen, mehr waren wegen unseres mangelnden Platzangebotes nicht erlaubt. Und bei zwei Kursen allein bei den Kindern sind die Kosten hoch wegen der Stunden für die Kursleiter. Zum Glück haben wir die Unterstützung des Konsulats in Oppeln.

Ab dem 1.Juni haben wir wieder einen normalen Geschäftsbetrieb beim DFK Glatz und alle sind zurück. Große Freude und es gab, nach der langen Zeit der Abstinenz, viel zu erzählen. Zum ersten deutschen Gottesdienst vor einem Monat kamen schon über 30 Mitglieder. Die Jugend hat nun eine Sportabteilung mit 18 Kindern. Amelia, die Tochter einer der Deutschlehrer hat nach einer Fortbildung bei unserem Dachverband VDG in Oppeln die Jugendabteilung übernommen. Am Dienstag trainiert die Sportgruppe im Stadion, Mittwoch Deutschkurs und am Samstag wenn wir nach der DFK Öffnungszeit von 11 bis 14 Uhr nach Hause gehen kommt die Jugend zum Basteln und Spielen.

 

           

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Auch extra T-Shirts für die Sportgruppe mit DFK Aufschrift habe ich sofort bewilligt. Leider haben sie dann unbewusst DFK Klodzko drucken lassen. Wir sind natürlich der DFK Glatz aber das lässt sich jetzt nicht ändern. Es ist halt für die Kids, ohne das Verständnis der Vergangenheit, ganz normal in Klodzko zu leben.

Wir werden nun zum Verständnis der Heimatkunde, die in den Schulen viel zu kurz kommt, mit den Kindern einen Film vorbereiten die ihnen die Vergangenheit historischer Bauten und Denkmäler der Stadt näherbringen soll.

Montag den 7.Juni wollte sich unbedingt der DFK Chor treffen, obwohl unsere Chorleiterin, Ilse Hirschner, ihre zweite Impfung abwarten möchte, bevor sie mit den vielen Menschen, in unserem beengten Platzangebot, mit den Übungsstunden beginnt.

   

Allerdings sind alle Chormitglieder schon geimpft und das erste Treffen nach 8 Monaten Pause war ein freudiges Wiedersehen. Die Beteiligung lässt auch auf einen Intensivkurs für Chormitglieder über drei Tage im Pilgerheim am Annaberg hoffen.

Neue Projekte sind auch beantragt und in Arbeit.

Ein Buch zum 10, Jahrestag der Seligsprechung des Gerhard Hirschfelder, erster Seliger der Grafschaft Glatz, ist fertig. Eine Zusammenarbeit mit dem Verein zur Erneuerung des Neuroder Landes und des Bischofsamts. Mit einer Auflage von 500 Stück wird an Bibliotheken und an die Religionslehrer der hiesigen Schulen kostenlos verteilt damit der deutsche Gerhard Hirschfelder weiterhin bekannt wird. Die Bücher sind auf Anfrage auch bei uns zu bekommen. Für Privatpersonen allerdings nicht kostenlos.

Den Gedenkstein für die deutschen Einsiedler an der neu renovierten Kapelle am Annaberg bei Neurode habe ich in Auftrag gegeben. Ein weiteres, steinernes Zeichen gegen das Vergessen.

Unser Mitglied Julian Golak schreibt an einem Buch über die Nachkriegszeit und die Zeit nach der politischen Wende in der Grafschaft. Zeitzeugen von Prof. Wittig und unserem Großdechant bis zu Elisabeth Kynast, sowie engagierte Polen kommen darin vor. Für die Übersetzung in die deutsche Sprache und den Druck suche ich nun Sponsoren. Einen Teil der Kosten übernimmt das Konsulat in Oppeln.

Und zu dem Wunder bei den Gräbern der Bergmänner in Neurode auf dem Friedhof, wie ich geschrieben hatte, gibt es weiterhin totales Schweigen. Ich hatte damals in der Vorbereitung Kontakte zum Bürgermeister in Neurode, dem Denkmalamt und des Bergmannsvereins. Aber niemand hat Kenntnis von einer Renovierung. Also bleibt mir nur ein herzliches „Vergelts Gott“ an den oder die guten Menschen, die es gewagt haben, ohne Genehmigung und die Querelen mit dem Denkmalschutz einfach zu handeln, was wir als Verein natürlich nicht gewagt hätten. Wenn es nun noch gelingt an der Tafel links neben dem großen Gedenkstein die Schrift auch noch lesbar zu machen, werde ich mit dem Bergmannsverein in Görlitz und Neurode, und deren Blaskapellen eine neue Einweihung der Gedenkstätte organisieren. Die Zusagen der Vereine habe ich schon und hoffe der Großdechant wird die erneute Einweihung nach Renovierung vornehmen können. Aber zunächst die Erneuerung der Schrift des kleinen Gedenksteins.

Auch die ersten Besucher aus Deutschland kommen wieder zu uns und wir verbrachten einen Grillabend mit Musik am Lagerfeuer bei Ulbrich.

   

Liebe Leser, wie man sieht ist die Zukunft der Deutschen in der Heimat durch den DFK Glatz gesichert und wir arbeiten weiterhin für unsere gemeinsame Heimat. Wer unsere Arbeit unterstützen möchte hier die beiden Konnten.

DFK Vereinskonto

DE76 4945 0120 1112 5528 54

Schlesienhilfe für alle Aufgaben der Heimatpflege

DE02 4945 0120 1112 5511 79

Bericht

Horst Ulbrich

14.5.2021

Gedenken zum 80. Jahrestag des Grubenunglücks am 10.Mai 1945

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:46

Zum schwärzesten Tag der Gemeinden um die Stadt Neurode wurde der 10. Mai 1941. Beim Schichtwechsel gegen 22 Uhr kam es zu der größten Katastrophe im Kohlendorfer Steinkohlebergbau, bei dem auf einmal 187 Bergleute grausam ihr Leben verloren. Was war passiert? Eine ungeheure Kohlensäureexplosion hatte Unmengen an Gestein und Gas freigesetzt, Bergleute wurden erschlagen oder erstickten qualvoll. Es war die größte Kohlensäure-Katastrophe, die sich bis zu dieser Zeit in Europa ereignet hatte. Von den Nachrichtenagenturen im 3. Reich verschwiegen, selbst die Traueranzeigen über die verunfallten Bergmänner durften das Unglück nicht erwähnen.

Aber das war schon der zweite große Kohlendioxidausbruch nach der Katastrophe am 9.Juli 1930 auf der Grube in Hausdorf. Eine gefährliche Gegend für Bergleute wo von 1930 bis 1941 insgesamt über 300 Männer bei Unfällen untertage gestorben sind. Auch nach dem Krieg gab es bei weiteren fünf Unfällen 18 Tote. Heute sind alle Gruben der Region geschlossen. Die letzte war Neurode im Jahr 1995.

Am 10.5.2021 trafen sich zum 80. Jahrestag des größten Unglücks im Bergbau Europas, an der Gedenkstelle auf dem Friedhof in Neurode die Präsidentin zur Erneuerung des Neuroder Landes, Frau Theresa Bazala und der Vorsitzende der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft Glatz, Horst Ulbrich zu einem stillen Gedenken für alle Opfer die in den Gruben ihr Leben verloren haben. 

                                                                                                                  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Schon 2018 hatte sich der DFK Glatz für eine Renovierung der Gedenkstelle eingesetzt, auch Gespräche mit dem Bürgermeister der Stadt wie auch dem Denkmalschutz geführt. Ein langer Prozess der durch Covid 19 ein jähes Ende fand.

Aber es geschehen noch Wunder! Als im April diesen Jahres die Verhandlungen wieder aufgenommen werden sollten haben wir festgestellt, dass die Steine der Gräber renoviert sind und die Namen wieder lesbar sind. Gräber ohne Steine sind symbolisch, denn viele Opfer sind auf den Familiengräbern der Region bestattet worden.

   

Eine tolle Leistung die fachlich gut ausgeführt wurde und wir würden uns gern bedanken. Aber bei wem? Da manche Namen auf den Steinen nicht mehr lesbar waren ist zu der Kenntlichmachung ein Insiderwissen erforderlich. Also ein Hinweis auf deutsche Helfer? Oder hat sich die Stadt Neurode nach unserem Kontakt von früher das veranlasst? Eventuell auch der Bergmannsverein in Neurode? 

Bisher haben wir keine Erkenntnisse. Aber am Gedenkstein sind neue Grablichter aufgestellt worden, am Gedenktag wurden auch rote Blumen dort abgelegt.

 

Der DFK Glatz würde nun gern auch die Schrift am zweiten Gedenkstein für die Kumpel der Katastrophe 1930 wieder sichtbar machen lassen. Dazu wäre die Erfahrung der Menschen wichtig, die für die neuen Schriftzüge an den Grabsteinen gesorgt hatten. Schön wäre eine Zusammenarbeit, wer kann da weiterhelfen?

Bericht

Horst Ulbrich

15.4.2021

Arbeit auf den Friedhöfen vor Ostern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:34

Es war wieder viel Arbeit auf den Friedhöfen und Helfer hatten teilweise Angst dabei zu sein. So waren wir zunächst in Eckersdorf bei den Kindergräbern und der Grafen Magnis und oberhalb des Dorfes bei dem ehemaligen Einsiedler Heinrich Bender. Bei trockenem Wetter müssen wir mal versuchen auch dort das Grün vom Denkmal zu entfernen wie bei den Kindergräbern der Fam. Magnis. Ich werde mich zu geeigneten Mitteln erkundigen.

            In Glatz danach bei unseren verstorbenen Chorleiter des DFK, dem Komponisten Paul Kaupert und anderen.

 

Samstag noch nach Tscherbeney zu unserer Ortsgruppe DFK Kudowa und Kontrolle auf dem Friedhof. Dort hat uns Elisabeth wichtige Aufgaben hinterlassen wie die Gräber der Nonnen, das Grab des seligen Gerhard Hirschfelder, das Lapidarium und natürlich das Grab unserer Elisabeth.

 

Der neuen Vorsitzenden hatte ich schon vorher Geld für Grabschmuck überwiesen und sie hat alles sehr gut organisiert.

Dort gab es auch eine Messe zum Geburtstag unserer Lisa.

Aus Zeitgründen leider nur ein Kurzbericht weil neue Planungen und Corona Informationen im nächsten Bericht auch sehr wichtig sind.

Ich wünsche Euch von Herzen alles Gute und bleibt gesund.

Euer Horst

Neues aus Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:30

Liebe Leser dieser Seite,

Corona in Polen habe ich ja schon oft behandelt, aber die Katastrophe zieht immer größere Kreise mit Inzidenzwerten von über 500 vor Tagen, jetzt spricht man von ca. 800 wie in Tschechien. Aber wer weiß das schon.

Ich war gestern wieder bei der Beerdigung eines guten Freundes aus Eckersdorf. Sein Bruder verstarb schon vor 3 Wochen an Corona. Ein Pfleger und Fahrer eines Rettungswagens hat uns berichtet, sie seien 17 Stunden mit einem Coronapatienten von Glatz über Waldenburg, Breslau und dann nach Bad Altheide gefahren und die haben nur wegen der langen Fahrtzeit den Patienten aufgenommen. Alle Kliniken der Gegend sind überfüllt.

Ich hatte, wie schon berichtet, zweimal den Bischof angeschrieben und gebeten die Hostie bei der Kommunion nicht weiter zum Mund zu geben, weil so die Gefahr einer schnellen Verbreitung des Virus besteht. Auch Jesus hat gesagt: Nehmet und esset alle davon … auch dort wurde das Brot nicht zum Mund gereicht. Aber keine Reaktion und weiter wird so verfahren. Die Diskussion mit einem sehr gläubigen Mann aus unserem Bekanntenkreis ergab, was ihm der Pfarrer gesagt habe. Während der Wandlung entsteht eine Art Aura und schützt die Hostien wie auch die Empfänger vor allen Viren. Warum desinfizieren die Pfarrer dann die Hände vor der Kommunion? Was soll man da diskutieren? Nur die Infektionszahlen wie auch die Sterberaten zeigen ein anderes Bild, vor allem hier in Schlesien.

Die Bischöfe in Polen sind päpstlicher als der Papst, hieß es heute am Morgen in den Radionachrichten, denn sie raten von der Impfung mit Astra und Johnson ab, weil der Impfstoff aus den Zellen abgetriebener menschlicher Föten hergestellt würde. Andere werden sich über einen früheren Impftermin freuen, denn wer absagt, hat erst ganz zum Ende der Impfperiode wieder eine Chance, sagte der Gesundheitsminister im Fernsehen.

Nach meinen Recherchen ist die Nutzung der abgetriebenen Föten tatsächlich so und es lässt sich zurückverfolgen. Im Jahr 2016 haben 2 Frauen irgendwo auf der Welt die abgetriebenen Föten zur Verfügung gestellt. Daraus gewonnene Zellen werden seit der Zeit in Laboren weltweit weiter vermehrt und zu medizinischen Zwecken und damit zum Wohle der Menschheit eingesetzt. Wenn man bedenkt, wie viele Abtreibungen seit dieser Zeit überall vorgenommen wurden, ohne zum Wohl der Menschheit eingesetzt zu werden. Davon hat sich wohl auch der Papst überzeugen lassen, der zur Impfung der Völker aufgerufen hatte.

Deshalb gibt es nur die Impfmöglichkeit, um sich zu schützen, und ich hoffe, alle meine Freunde lassen sich auch davon überzeugen. Übrig bleibt am Ende eine geteilte Gesellschaft. Die Geimpften mit allen Freiheiten und die Unverbesserlichen, denen eventuell der Einlass in öffentliche Einrichtungen oder Restaurants dann später verwehrt wird. Wir werden sehen, was die Zukunft bringt. In unserer Heimat wird sich das Coronavirus weiter austoben, nur die Impfstrategie hier ist wesentlich besser organisiert. Ich wurde schon im Februar das 2. Mal mit Biontech geimpft. Meine Schwiegereltern hatten letzte Woche ihren ersten Termin. Ab Montag werden, nach den Lehrern und anderen Staatsdienern, schon die Jahrgänge 1968 geimpft und meine Frau Renia ist auch registriert. Danach können wir wieder an Urlaub und Fahrten nach Deutschland denken und das lässt hoffen.

Auch beim DFK sind viele unserer Mitglieder schon geimpft und wir werden ab Mai den normalen Betrieb weiterführen, auch wieder regelmäßige deutsche Messen mit Pater Arndt organisieren. Ilse Hirschner, unsere neue Chorleitung, hat schon online ihre Ideen vorgesungen und alle sind begeistert.

Planungen für das Reimannkonzert und eine Publikation über den Komponisten wie auch über herausragende Menschen aus Niederschlesien und eine Biografie des Seligen Gerhard Hirschfelder für den Religionsunterricht der Schulen sind in Planung. Am Annaberg, wo es nach der Renovierung der Kapelle eine neue Einsiedlerin gibt, planen wir einen Gedenkstein für alle Einsiedler, die dort gelebt haben, im Gedenken und gegen das Vergessen. Was wir jetzt nicht realisieren, wird die nächste Generation nicht beginnen. Allein die Finanzierung ist noch vakant und damit steht und fällt jedes Projekt. Aber lassen wir den Kopf nicht hängen und schauen positiv in die Zukunft, obwohl es in der Heimat der Schlesien noch heftig zugeht. Leider ist hier die Zahl der Betroffenen, trotz der vielen Menschen, die schon durch Impfung immun sind, wegen der begangenen Fehler stark gestiegen.

Bericht Horst Ulbrich

28.3.2021

   Ostern 2021 DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:07

 

Liebe Freunde,

ja, es ist eine schlimme Zeit und die Krankenhäuser in Glatz und Bad Altheide sind voll und geschlossen. Die Patienten wurden bisher 50 km bis nach Waldenburg gefahren, aber auch dort ist man am Limit. Wir sind noch gesund, das heißt ich bin schon im Februar mit Biontech 2 Mal geimpft worden, mein Stellvertreter Heinz-Peter Keuten im Rahmen der Lehrerimpfungen auch schon. Meine Schwiegereltern haben den Impftermin nach Ostern. Meine Frau Renia ist zu jung und bekommt wohl erst im Herbst einen Termin. Ich habe mir viel Mühe gegeben, sie früher impfen zu lassen, weil wir bisher immer noch die Ausgabe der Hilfsmittel bis zu Pflegebetten aus unserem Lager geleistet haben und laufend mit Kranken oder deren Familienangehörigen in Kontakt sind. Wir haben leider den Service für bedürftige Menschen wegen der hohen Infektionsgefahr nun einstellen müssen.

Unsere DFK-Geschäftsstelle in Glatz ist bis nach Ostern geschlossen, wir werden dann eventuell mit den geimpften älteren Mitgliedern wieder Treffen vereinbaren können. Ab Mai soll auch unser Chor endlich wieder proben können.

Zurzeit sind wir auf den Friedhöfen der Region unterwegs, um die Gräber für Ostern in Ordnung zu bringen. Einsiedler Heinrich Bender und die Kindergräber der Grafenfamilie Magnis in Eckersdorf, in Glatz dann Paul Kaupert, der ehemalige Organist und Komponist der Stadtkirche, und einige verstorbene Mitglieder. In Tscherbeney organisieren wir mit der Ortsgruppe die Pflege des Hirschfelder-Grabes, die Schwesterngräber und den Gedenkstein unserer Elisabeth Kynast.

Am Dienstag nach Ostern, zu ihrem Geburtstag, ist eine Messe für Elisabeth bestellt und alle ihre Freunde werden dabei sein. Ich hoffe es gibt genügend Platz in der Kirche, einige werden vielleicht auch Bedenken wegen der Coronalage in der Region haben. Ich fahre noch vor dem Fest, um letzte Vorbereitungen zu organisieren, Geld für Ordnung und Blumenschmuck zu bezahlen und den Bedürftigen wieder Hilfe für Medikamente auszahlen. Alles wieder im Freien und mit Abstand zur Sicherheit.

Liebe Freunde, am Annaberg bei Neurode ist die Kapelle fast fertig renoviert, auch eine Einsiedlerin (Ordensschwester der Franziskaner) ist schon eingezogen und kümmert sich um Besucher der Kapelle. Wir planen dort einen Gedenkstein gegen das Vergessen mit einer Inschrift aller Einsiedler bisher, in Polnisch und Deutsch. Geschätzte Kosten sind ca. 2000,- €.

Ein zweites Projekt ist zum zehnten Jahrestag der Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder. Schon seit Jahren organisieren wir mit unserem Vizevorsitzenden Heinz-Peter Keuten einen jährlichen Malwettbewerb für Grundschul- und Kommunionkinder in den Schulen zum Leben des Seligen und Kaplans. Hirschfelder ist auch fester Bestandteil des Religionsunterrichts.

Geplant sind kolorierte Bücher, die an Schulen in Polen und Bibliotheken kostenlos abgegeben werden sollen.

Die Bücher sollen zweisprachig gedruckt werden.

Bei 500 Büchern (ca. 100 Seiten) belaufen sich die Kosten für Schriftsteller, Übersetzer und Druck auf ca. 4500,- €.

Ich hoffe dabei auch auf die Unterstützung der Hirschfelder-Stiftung. Beide Projekte sind eine wichtige Maßnahme gegen das Vergessen in den nächsten Generationen und Material im Religionsunterricht.

Wir bitten für die Grabpflege und beide Projekte wieder um Eure Unterstützung. Dazu bitte das Konto Schlesienhilfe in Deutschland:

                             DE02 4945 0120 1112 5511 79

 Der Vorstand des DFK Glatz wünscht Euch allen ein gesegnetes Osterfest und bleibt gesund.

 

Bericht

Horst Ulbrich

3.3.2021

Ist die Epidemie außer Kontrolle? Virus-Infektionen im Kreis Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:11

ES GIBT EINEN MANGEL AN PLÄTZEN IN KRANKENHÄUSERN. ENDE DER WOCHE WIRD HÖCHSTWAHRSCHEINLICH EIN PROVISORISCHES KRANKENHAUS IN BRESLAU ERÖFFNET

Nichts deutete auf eine derart signifikante Verschlechterung der epidemiologischen Situation im Glatzer Kreis hin. In den letzten zwei Wochen im Februar – vom 14. bis 28. Februar – erreichte die Zahl der Neuinfizierten im Kreis Glatz einen Rekordzuwachs von 918 Personen. Zum Vergleich: Im Januar unterschied sich diese Region nicht vom nationalen Durchschnitt.   Im Februar erkrankten im gesamten Monat im Kreis Glatz insgesamt 1.246 Personen. Die Inzidenzraten pro 10 Tausend Menschen steigen ebenfalls. Diese Zahlen führen auch zu einer Zunahme der Todesfälle, dass bereits jetzt Menschen, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden müssen, wegen Platzmangels nach Breslau und Waldenburg geschickt werden.  Die schwierige Situation im Krankenhaus in Glatz wurde auch in einem Interview mit unserer Redaktion vom Landrat in Kłodzko, bestätigt.

Wir haben 74 Covid-Betten, von denen 4 mit einem Beatmungsgerät ausgestattet sind, aber wir mussten auch von der Intensivstation die restliche Betten belegen und im Moment haben wir 9 Personen mit Covid unter einem Beatmungsgerät sagt M. Awiżeń.

Aus den Medien übernommen!

Meine Meinung dazu:

Wie schon im letzten Bericht geschrieben rechnete ich zwei Wochen  nach der Öffnung der Skigebiete mit höheren Infektzahlen. Mit dem großen Schneefall vor ca. 2 Wochen wurden die Skigebiete in der Nähe geöffnet und Gäste der Region und viele aus Deutschland bevölkerten die Region. Alle Geschäfte waren schon vorher ganz normal geöffnet. Schließungen gab es nur nach dem Weihnachtsgeschäft am 27.12.2020, wohl um die heimische Wirtschaft nicht zu schädigen, bis in die erste Woche im neuen Jahr. Wer in der katholischen Messe zur Kommunion geht bekommt auch immer noch die Hostie zum Mund gereicht.

Das sind, meiner Meinung nach, die drei Beschleuniger der Verbreitung der Viren. Vielleicht haben auch die vielen Arbeiter, die aus Glatz mit Bussen täglich nach Tschechien zu den Skoda Werken fahren, dazu beigetragen.

Der Vorstand des DFK Glatz hatte beschlossen, langsam wieder Kurse anzubieten, auch Samstags zu öffnen. Das war am letzten Samstag nach dem ersten deutschen Gottesdienst bekannt gemacht worden…… Jetzt werden wir zunächst wieder in den alten Modus mit Telefonaten, Internet und Hausbesuchen gehen müssen. Das kostet viel Zeit, Nerven und Geld.

Zum Glück wird in Polen schneller geimpft als es in Deutschland der Fall ist und nur das lässt uns auf ein normales Leben im späten Frühjahr hoffen.

Liebe Leser dieser Seite. Herzliche Grüße und bleibt gesund.

Horst Ulbrich

28.2.2021

Endlich wieder deutscher Gottesdienst.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

 

Nach ca. sechs Monaten haben wir endlich wieder einen deutschen Gottesdienst bei den Klarissen-Schwestern in Glatz organisiert. Der Vorstand hatte eigentlich Bedenken, ob wegen der Pandemie überhaupt jemand kommen würde. Lange Zeit waren die Bedenken einer Ansteckung zu groß, zumal in den polnischen Messen immer noch die Kommunion zum Mund gereicht wird und sich nur wenige Menschen die Hostie in die Hand geben lassen. Das hat sich aber geändert und ist nun auch von der Kirchenführung erlaubt.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Vorbereitung der hl.Messe J.Straube und H.P.Keuten.     Re. Pater Marian Arndt.

Vor längerer Zeit wurde der Frau unseres VDG-Vorsitzenden im Rahmen  eines Besuchs des DFK Glatz bei den Franziskanern sogar die Gabe der Hostie verweigert, mit dem Argument, der Bischof erlaube das nicht.

Bei uns wurde schon vor Jahresfrist bei der Begrüßung vor der Messe darauf aufmerksam gemacht, wer die Hostie zum Mund bekommen möchte, solle sich wegen der Infektionsgefahr bitte am Ende anstellen. Und außerdem, so unser Pater Dr. Arndt, hat Christus beim letzten Abendmahl ja selbst gesagt: „Nehmet und esset alle davon“ – und das Nehmen geschieht doch in der Regel mit der Hand!

     

Bei unserem ersten Gottesdienst in diesem Jahr haben sich dann doch  25 unserer Vereinsmitglieder getraut und das lässt für die Zukunft hoffen. Nach der Messe trafen wir uns noch vor der Kirche und alle waren glücklich sich wieder zu sehen. Wir werden also wie früher jeden letzten Samstag im Monat einen deutschen Gottesdienst mit Pater Marian organisieren und hoffen auf weitere Bereitschaft der Mitglieder. Natürlich hätten wir auch gern wieder den Chor dabei, wo doch mit Frau Ilse Hirschner, die aus Deutschland nach Altwilmsdorf in der Nähe von Bad Altheide gezogen ist, endlich auch wieder eine professionelle Chorleitung zur Verfügung steht. Bei dem Gespräch vor der Kirche ergab sich sogar eine Lösung für unsere beengten Probenbedingungen in der DFK-Geschäftsstelle. Ganz in der Nähe steht nach Renovierung eines großen Hauses ein Saal zur Verfügung, der wohl auch zeitweise zu mieten ist, damit die Abstände der Chorteilnehmer gewährleistet werden kann. Das ist evtl. eine Möglichkeit mit den Übungsstunden zu beginnen, damit endlich wieder ein Stück Normalität in unser Vereinsleben kommt. Ich werde mich nach dem Preis der Miete für eine begrenzte Zeit erkundigen, in der Hoffnung auf spätere Lockerung der Personenzahl bei Versammlungen, um dann in den Vereinsräumen weiter zu üben.

Den Kontakt zu unseren Mitgliedern haben wir bisher mit Meldungen über WhatsApp, Telefon und E-Mails aufrechterhalten. Bei den Älteren mit Hausbesuchen und Telefonaten, damit alle informiert und versorgt waren.

Möge mit baldigen Impfterminen die Zeit wieder normal werden. In Polen scheint das besser zu funktionieren als in Deutschland. Einige unserer älteren Mitglieder sind schon geimpft, andere haben Termine im März. Nach Ü80 und Ü70 sind nun auch die Lehrer an der Reihe und bis zum Sommer soll ein großer Teil der Bevölkerung endlich gegen das Virus immun sein.                                                            Also schauen wir zuversichtlich in die Zukunft .

Allen Lesern wünsche ich von Herzen Gesundheit.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

16.2.2021

Corona und kein Ende.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

 

Ja, in Deutschland gibt es offenbar kaum noch ein anderes Thema. Bei der Politik meckert jeder über jeden, statt bessere Vorschläge zu machen. Aber nur damit könnte man sich vor den Wahlen positionieren.

In Polen geht alles viel ruhiger zu. Geimpft werden nun die Ü70. Über 80-jährige und das Krankenhauspersonal sind wohl schon versorgt. Wichtig ist aber, man muss selbst agieren, sich melden und eintragen lassen, sonst bekommt man eben einen späteren Termin. Eingekauft hat der polnische Staat wohl genug für alle, die sich impfen lassen wollen, nur die Durchführung geht nicht sehr gut voran. Es gibt auch keine großen Impfzentren wie in Deutschland. In Glatz ist im Krankenhauskeller der Kardiologie wenig Platz, aber die Terminvergabe dafür im Minutentakt. Gleiches im Ärztehaus und anderen Einrichtungen. Gekauft wurden lt. Veröffentlichung:

Biontech / Pizer           16,7 Mio. Dosierungen

Moderna                       6,7 Mio.

Cure Vac                       5,7 Mio.

Astra Zeneca                16 Mio.

Johnson und Johnson   16,98 Mio.

Das sind 32 Mio. Dosen-bei ca. 40 Mio. Einwohnern sollten das für Impfwillige zunächst reichen. Wenn es mit den Terminen so weitergeht, ist man wohl wenigstens auf diesem Gebiet der medizinischen Versorgung auf einem guten Weg.

In den Krankenhäusern  immer noch teilweise schlimme Zustände. So ist zum Beispiel eine Bekannte mit akutem Blinddarm zur OP in das Krankenhaus in Reichenbach eingeliefert worden. In dem Zimmer mit fünf Betten ist in der Nacht eine Frau verstorben und blieb bis zum anderen Morgen dort liegen. Das Bett hatte wohl keine Rollen und für die Nachtschwester war damit ein Transport unmöglich. Gestern wurde die Frau eines Freundes beerdigt und an dem Tag ist auch er an Corona verstorben. Da gäbe es noch viele solcher Geschichten. Die Deutschlehrerin unseres DFK hatte einen Sturz und das Armgelenk war angebrochen sowie 2 Sehnen verletzt. Nach der Diagnose bekam sie einen OP-Termin für März 2021. Aber der Arm ließ sich nicht mehr bewegen. Es gab nur eine Option, sich privat operieren zu lassen, was in Oppeln dann auch sofort möglich war. Allerdings mit 20 000,- PLN nicht gerade günstig und auch die Nachsorge musste dann privat bezahlt werden. Das muss eine Frau als Verwaltungsangestellte erst mal verdienen. Ein Problem in der Diaspora in Schlesien ist, es gibt zu wenig Fachärzte. Viele Ärzte, zu denen natürlich Doktor gesagt wird, wären in Deutschland Assistenten. Nur wenige haben ihren Doktor gemacht und damit gibt es hier nur eingeschränkt fachliche Betreuung. Gute Ärzte sind in Deutschland wo mehr verdient wird.

Die Geschäfte sind bis auf wenige geöffnet, die Rentnerzeiten von 10 bis 12 Uhr wurden teils mit Wachpersonal kontrolliert und das hat in der Pandemie geholfen.  Ab dem 15.2. ist wieder alles geöffnet und so funktioniert der Handel mit nur kleinen Einschränkungen, aber die Umsätze stimmen, wie die Wirtschaftsmeldungen bestätigen.

Bei unserer Geschäftsstelle des DFK Glatz haben wir gestern die dritte Renovierung nach Wassereinbruch abgeschlossen und hoffen in Zukunft von solchen Ereignissen verschont zu bleiben. Aber mit viel Eigenleistung und günstigem Materialeinsatz wurde auch diese Hürde gemeistert. Drei Deutschkurse wurden in diesem Jahr neu gestartet, mit der Einschränkung der 5 Personen, die als Teilnehmer nur gestattet sind. Die Jugend wird im Frühjahr mit einem Projekt zur Glatzer Stadterkundung beginnen und ich hoffe auf die Unterstützung des MDR Sachsen bei der Umsetzung. Nach der Zusammenarbeit mit den zwei Filmen über die Grafschaft Glatz haben wir gute Kontakte. Der Plan ist, Kinder und Jugendliche suchen sich historische Gebäude oder Denkmäler aus, über die sie in einem virtuellen Stadtrundgang berichten, das Ganze dann filmtechnisch umgesetzt.

Auch ein Buch über herausragende Schlesier ist in Vorbereitung. Wir nutzen dazu den guten Kontakt zu Julian Golak, der lange Jahre Vizevorsitzender des schlesischen Landtags war. Wie ich gerade erfahre, wird er nach der Pandemie für sein Bemühen um die Zeitung Grafschafter Bergland ausgezeichnet. Er wird sich mit uns auch für die Gestaltung des Buches einsetzen, das wir  dann zweisprachig, in Deutsch und Polnisch, präsentieren werden.

So gibt es weiterhin viel zu tun, also packen wir es an und hoffen inständig auf bessere Zeiten, denn auch unser schlesischer Fasching muss wegen Covid 19 zum zweiten Mal ausfallen.

Grüße aus der Heimat und bleibt alle gesund.

Horst Ulbrich

 

24.1.2021

Liebe Freunde dieser Seite.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:34

Ja viele haben neue Einträge hier vermisst und mir geschrieben. Aber ich wollte nicht immer die negativen Entwicklungen dokumentieren.

Leider sind die Zeiten nicht so positiv und ich schreibe Euch mal einige Situationen die wir so erleben.

  1. Wie viele wissen sind wir fast pausenlos und gerade in diesen Zeiten mit der medizinisch-technischen Hilfe für alle Bedürftigen der Gemeinde Glatz im Einsatz. Da wir auch das Krankenhaus mit über 230 Pflegebetten und anderen Hilfsmitteln unterstützen konnten, hatten wir gehofft auch in das Impfprogramm der Klinik mit aufgenommen zu werden, da wir bei  der Ausleihe aus unseren Zentrallager mit Corona Patienten in Kontakt kommen. Wir konnten uns auch in dem Programm registrieren lassen und bekamen sogar einen Impftermin für den          22.1. 2021. Aber nein….. am 21,1, ein Anruf und wir gehören nicht zu dem Personenkreis. Schweren Herzens werden wir zu unserem Schutz nun den Service aufgeben müssen, denn die Gefahr ist mit den vielen Kontakten zu groß und das gibt Tränen bei den Betroffenen.

  2. Wir haben Verstorbene nun auch in unserer Familie. Ein Onkel meiner Frau ist verstorben, nachdem die Tochter aus ihrer Arbeitsstelle den Virus in die Familie gebracht hatte. Die Tante nach Beatmung im Krankenhaus nun als Pflegefall wieder zu Hause.

  3. Eine Schwester der Coronastation hatte sich infiziert. Der Vater auch schon verstorben, die Mutter nach Beatmung zu Hause. Sie ist aber zu schwach und hat von uns sofort ein Pflegebett und Toilettenstuhl bekommen weil sie zu schwach für den Gang zur Toilette ist.

  4. Ein guter Freund aus Eckersdorf, der kürzlich noch Fliesen in unserer DFK Geschäftsstelle verlegt hatte ist noch vor der Einlieferung auf die Coronastation gestorben.  Viele wollen nicht in das Krankenhaus und warten zu lange. Bei seiner Totenmesse waren ca. 100 Menschen aus dem Dorf in der Kirche mit Kommunion zum Mund und nun haben wir auch in dem Dorf Corona Infizierte. Aber auch bei uns in Schwenz. Leider hat die Kirche zugelassen, dass sich viele Menschen über die Kommunion zum Mund infiziert haben. Meine Bitte an den Bischof war leider vergebens.

  5. Ein Cousin meiner Frau war nach Krebsoperation zur Reha wo er sich mit Covid 19 angesteckt hatte. Er ist nach Aufenthalt im Krankenhaus jetzt wieder zu Hause, benötigte aber sofort ein Sauerstoffgerät aus unserem Lager.

So könnte ich noch einiges berichten, aber was soll das in einer verfahrenen Situation. Vielleicht fällt meinen Lesern etwas ein wie wir, meine Frau und ich, einen Impfschutz bekommen können, um unseren sozialen Dienst weiterführen zu führen zu dürfen. Wir fahren egal wohin wenn es eine Chance gibt.

Positiv zu bemerken ist die Unterstützung unseres Dachverbandes VDG und des Konsulats in Oppeln. Wir konnten unsere Geschäftsstelle in der Zeit des Stillstands renovieren und auch ein elektrisches Klavier anschaffen, um mit unserem Chor und der neuen professionellen Leitung neu beginnen zu können…… ja wenn Treffen über 5 Personen wieder erlaubt sind.

Lediglich die Jugend wird ab 01. 02. 2021 mit dem Deutschunterricht wieder beginnen. Aber auch da gab es ein Problem. Unsere Deutschlehrerin war gefallen und hatte einen Bruch des Ellenbogens mit Sehneneinriss, den hier in der Provinz keiner operieren wollte oder konnte. Einen OP Termin in der Orthopädie bei Oppeln gab es für den März 2022. Ursula hat sich dort nun privat für 20 000,- PLN operieren lassen und dazu einen Kredit aufgenommen. Soviel zu dem Gesundheitssystem in Polen und wir hoffen sie mit Eurer Hilfe unterstützen zu können.

Ja und positiv…… wir sind merkwürdiger Weise und trotz vieler Kontakte mit Kranken noch gesund. Benötigte Hilfsmittel vermitteln wir nun per Telefon wo Pflegebetten oder anderes nicht mehr gebraucht wird. Desinfizieren und Transport müssen die Menschen dann selbst organisieren, was bei alten Menschen oft große Probleme macht.

Wir haben in der Region die Hühnergrippe…… auch nicht gerade positiv….

Meine Hühner sind nun im geschlossenen Treibhaus in Quarantäne und vernichten dort alles was da noch grün war. Die Tiere der großen Eierproduzenten in der Region wurden gekeult wenn sie nicht frühzeitig geschlachtet wurden. Meine werden nun überleben und ich hoffe ab März, wenn sie hoffentlich wieder ins Freie dürfen, auch etwas säen zu können.

Nun hoffe ich bald etwas positives berichten zu können.

Horst Ulbrich

28.12.2020

Deutscher Lyrikwettbewerb in der Grafschaft Glatz 2020 – trotz aller Widrigkeiten!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:32

Über 70 Schüler zwischen 7 und 18 Jahren aus fast 20 verschiedenen Schulen der gesamten Region kommen zusammen, um deutsche Gedichte vorzutragen und in festlichem Rahmen die besten „Rezitatoren” zu ermitteln. So war es im November 2019. Und im Jahre 2020? Ein Ding der Unmöglichkeit zu Corona-Zeiten, wo öffentliche Ansammlungen von mehr als fünf Personen streng untersagt sind.

Und doch – es ist uns gelungen, dank der finanziellen Unterstützung des Deutschen Konsulats Oppeln den seit 2014 durch den DFK Glatz organisierten regionalen „Rezitationswettwerb deutschsprachiger Lyrik” (so der offizielle Titel) doch stattfinden zu lassen, und zwar erstmals in digitaler Form!

Viele Schulen der Region, in der Grafschaft Glatz und darüber hinaus, waren aufgerufen, ihre Kandidatinnen und Kandidaten Filmaufnahmen machen zu lassen, in denen die Schülerinnen und Schüler selbst ausgewählte deutschsprachige Gedichte vortragen sollten. Zu diesem Zweck wurden den Schulen bereits im Oktober 2020 Datensticks zugeschickt, die sie bis Ende November mit den Aufführungen der Kandidaten bespielen und an die Adresse des DFK Glatz zurücksenden sollten.

Und nicht wenige Schulen sind unserer Einladung gefolgt, obwohl seit Ende Oktober alle Schulen in Polen praktisch geschlossen waren und der Unterricht nur noch online stattfand. Teilweise wurden auch in unseren DFK-Räumen Aufnahmen gemacht und die dazu notwendige Kamera durch das Deutsche Konsulat zur Verfügung gestellt. Nicht weniger als 37 Kandidatinnen und Kandidaten aller Schulformen, von der Grundschule (1. Klasse) bis zur Abiturklasse, haben Filme mit ihren Gedichten aufgenommen und sie uns zugeschickt, darunter sogar erstmals Schulen aus Breslau. Eine fachkundige Jury hat sich dann am 12. Dezember 2020 in der Geschäftsstelle des DFK Glatz versammelt, um alle Aufnahmen anzuschauen und nach den Kategorien Originalität und Schwierigkeitsgrad des Gedichts, Aussprache, Flüssigkeit und Lebendigkeit des Vortrags, Mimik und Gestik sowie Inszenierung und Accessoires zu bewerten. Die Preise wurden in drei Alterskategorien verliehen: Grundschule 1 (untere Klassen, Altersgruppen A/B), Grundschule 2 (höhere Klassen bis Kl. 8; Altersgruppe C) sowie weiterführende Schulen (meist Liceum, Altersgruppe D). Und hier sind die Namen der Gewinner mit Angabe ihres Alters, ihrer Schulen sowie der vorgetragenen Gedichte:

 

Kategorie 1:

  1. Letycja Bernat (7 Jahre, Grundschule Niederlangenau/Długopole Dolne) mit dem Gedicht „Der Herbst steht auf der Leiter“ von Peter Hacks
  2. Pola Sibilska (11 Jahre, Grundschule Nr. 81 Breslau/Wrocław) mit dem Gedicht „Tiere im Winter“ von Elke Bräunling
  3. Antonina Skorupska (11 Jahre, Grundschule Nr. 81 Breslau/Wrocław) mit dem Gedicht „Kind bleiben“ von Norbert van Tiggelen

 

Kategorie 2:

  1. Jakub Łabędź (11 Jahre, Grundschule Zespół Szkół Społecznych Glatz/Kłodzko) mit dem Gedicht „Lügengedicht“ von Regina Meier
  2. Martyna Bojko (13 Jahre, Grundschule Gabersdorf/Wojbórz) mit dem Gedicht „Flugangst“ von Renate Eggert-Schwarten
  3. Julia Łopusiewicz (13 Jahre, Grundschule Nr. 1, Zespół Szkół Ogólnokształcących Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka) mit dem Gedicht „Herbstlied“ von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

 

Kategorie 3:

  1. Julia Franaszczyk und Alicja Krowiak, begleitet von Julia Rycyk an der Gitarre (17 Jahre, Allgemeinbildendes Liceum, Zespół Szkół Ogólnokształcących Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka) mit dem Gedicht „Pidder Lüng“ von Detlev von Liliencron
  2. Marlena Kwiatkowska (18 Jahre, Allgemeinbildendes Liceum B. Chrobrego Glatz/Kłodzko) mit dem Gedicht „Glückliche Liebe“ von Wisława Szymborska in der Übersetzung von Karl Dedecius
  3. Aleksandra Łabędź (18 Jahre, Allgemeinbildendes Liceum, Zespół Szkół Społecznych Glatz/Kłodzko) mit dem Gedicht „Kleines Solo“ von Erich Kästner.

 

Da wegen des Lockdowns auch die geplante Feier zur Preisübergabe an die Gewinner ausfallen musste, wurden die Urkunden sowie die Preise auf dem Postwege an die Schulen der Gewinner versandt. Wir gratulieren allen Gewinnern und bedanken uns recht herzlich bei allen teilnehmenden Schülern und Lehrern, denn in diesem Jahr war die Teilnahme mit einem besonderen Aufwand verbunden. Und die Jury hatte es nicht einfach, die besten Aufnahmen auszuwählen!

Wir alle hoffen, dass im Jahre 2021 wieder ein Präsenzfestival mit der besonderen Atmosphäre des Auftritts vor großem Publikum möglich sein wird, und danken allen, die mitgeholfen haben, den diesjährigen Wettbewerb vorzubereiten, zu finanzieren und zu unterstützen (von Seiten des DFK Glatz lag die Vorbereitung und Durchführung wieder einmal in den Händen des bewährten Teams aus Renia und Horst Ulbrich, Barbara Nitecka und H.-P. Keuten). Trotz der besonderen Umstände konnten wir so erneut dazu beitragen, das Erlernen der deutschen Sprache zu fördern, zum Entdecken der Schätze der deutschsprachigen Lyrik zu motivieren und das Interesse der Jugendlichen unserer Region an der deutschen Sprache und Kultur zu wecken.

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

 

 

25.12.2020

Reimann Festival in Albendorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:14

Liebe Leser dieser Seite.

Ja in diesem Jahr ist nichts mehr normal. Aber manches kann man doch noch online organisieren.

Für Oktober waren die Plakate mit Datum schon gedruckt, dann musste alles abgesagt werden. Keine Versammlungen mehr. So gibt es als Ersatz jetzt einen Zusammenschnitt des geplanten Festivals auf facebook.

   Zum Vergrößern bitte anklicken.

facebook.com/sankzuariumwambierzyce  

Bitte anschauen ab 26.12. um 15 Uhr Chorkonzert und am 27.12. um 19 Uhr das Orgelkonzert.

Das kann aber auch später noch unter dem Link aufgerufen  werden denn es gab Probleme bei der pünktlichen Übertragung.

Grüße aus der Heimat und bleibt gesund.

Horst Ulbrich

22.12.2020

Weihnachtsbrief DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 06:07

 Deutscher Freundschaftskreis

 Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Kreisverband Glatz

 Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300  Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail:  hulbrich75@gmail.com  Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien.        NIP 883 184 54 02

Bankverbindung:    D76 4945 0120 1112 5528 54

 

Liebe Freunde des DFK Glatz.

Das Weihnachtsfest ist nicht mehr weit.

Ein schlimmes Jahr geht zu Ende und es ist wieder einmal Zeit Danke zu sagen. All denen die uns jährlich mit vielen Hilfstransporten und finanzieller Unterstützung geholfen haben.

Seit Jahren sind die Malteser aus Telgte mit Hilfstransporten per LKW und bis zu vier Mal im Jahr  bei uns gewesen. Mit den  Großtransporten der 40to LKW von Herrn Pollok und dem Material aus den Unikliniken in Deutschland konnten wir der ganzen Region Glatz helfen. Auch zwei Kirchengemeinden aus dem Raum Berlin sind zu Ostern und Weihnachten mit Transporten immer bei uns gewesen. Nicht zu vergessen die Freunde und Mitglieder in Deutschland, die mit Zahlungen auf unser Konto geholfen haben.

Wir konnten damit nicht nur unseren Mitgliedern in Not helfen, sondern das Krankenhaus Scheibe in Glatz mit über 220 Pflegebetten und weiterem Pflegematerial unterstützen, auch Kinder-und Altenheime beliefern.

Durch die Coronapandemie haben die Transporte ein jähes Ende gefunden. Wir haben, gerade in diesen schweren Zeiten aber noch über 50 Pflegebetten aus unserem Zentrallager, wie auch Rollstühle, Toilettenstühle, Beatmungsgeräte und vieles mehr an alte und kranke Menschen  ausgeliehen. Ein ständiger Wechsel mit Desinfizieren und kleinen Reparaturen. Das macht viel ehrenamtliche Arbeit erforderlich die wir gern leisten, um Kranken und Bedürftigen zu helfen.

Auch unsere Vereinsarbeit hat natürlich unter den hohen Infektionszahlen und den Einschränkungen gelitten. Unsere DFK  Geschäftsstelle in Glatz  musste wegen der Infektionsgefahr  immer wieder geschlossen werden. Chortreffen und Deutschkurse, wie auch die Versammlungen unserer Mitglieder hier in Glatz und unserer Ortsgruppe in Tscherbeney waren über lange Zeit  nicht möglich. Nur der online Unterricht unserer Jugend konnte fast ganzjährig durchgeführt werden. Auch das jährlich stattfindende Projekt „ Deutsche Lyrik der hiesigen Schulen“ haben wir noch vor dem Fest  online beenden können. Dazu hatte die Jury 37 Filme der Kinder mit Gedichten zu bewerten. Sogar aus Breslau haben Schulen teilgenommen und wir hoffen nun die Prüfungen in 2021 wieder in der Gesamtschule in Habelschwerdt durchführen zu können, wie es in den letzten Jahren mit großer Beteiligung möglich war. Statt einer  Abschlussveranstaltung und Preisverleihung in größerem Rahmen konnten wir in diesem Jahr nur Einkaufsgutscheine per Post versenden.

Wir alle hoffen nun inständig auf bessere Zeiten, die bevorstehenden Impfungen gegen Covit 19 und wünschen allen Unterstützern und Freunden des DFK Glatz.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest in kleinem Familienkreis.

Und bleibt gesund im Neuen Jahr.

Horst Ulbrich

18.12.2020

Polen und die Coronaprognosen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:35

Nun hatte man ja in Deutschland die Zuwächse an Neuinfizierten und auch den Todesfällen mit einem Teillockdown nicht eindämmen können und es wurde nun der totale Lockdown  beschlossen. Allerdings mit der Ankündigung ab Mittwoch dem 16. 12. und damit provozierte man natürlich  das Gedränge der Weihnachtseinkäufe auf 2 Tage. Aber auch sehr mutig wer meint sich da unbedingt beteiligen zu müssen.

Nun hatte ich noch vor kurzem die Planung in Polen gelobt, wo ja noch alle Geschäfte, wohl mit genauen Regeln aber  geöffnet blieben. Eine gute Idee war bestimmt, die Öffnung der Geschäfte von 10 bis 12 Uhr an den Werktagen nur für Rentner festzulegen und das wurde jeweils von einem Wachmann am Eingang streng kontrolliert . Das hat auch gut funktioniert, um die ältere Bevölkerung vor den Maskenmuffeln zu schützen. So hat man die anfälligeren Menschen beim Einkauf separat bedient und die Wirtschaft benötigte keine staatliche Milliardenhilfe.

Aber plötzlich, heute am 17.12. wurde in den Medien doch der harte Lockdown bekannt gegeben. Allerdings auch erst ab 28.12. bis 17.1. bleiben alle Geschäfte geschlossen, natürlich bis auf Lebensmittel und Apotheken wie in Deutschland. Warum jetzt die Entscheidung und  warum erst nach dem Weihnachtsgeschäft fragen sich viele?

Nun waren die amtlich bekannt gemachten Angeben am 26.11. plötzlich auf     32 000 Neuinfekten an einem Tag ein Schock, aber schon in den nächsten Tagen sanken die Zahlen auf 12.455 heute  am 17.12.20

Ist die Wirtschaft wichtiger als das Leben der Menschen fragen sich viele meiner Bekannten Polen.  Auch den veröffentlichten Zahlen traut niemand mehr und es kursieren die schlimmsten Gerüchte weil die Krankenhäuser der Region überlastet sind. Man sagt die polnische Wirtschaft  kommt an erster Stelle, Rentner sind ein Kostenfaktor mit Medikamenten und Rentenzahlungen…….

Zu den überlasteten Krankenhäusern kam die Nachricht des Vorzeigehospitals im Warschauer Stadion mit vielen Hundert freien Plätzen, bei 27 Patienten. Ein Student,  der sich dort freiwillig zur Hilfe angeboten hatte, sprach von mehr medizinischem Personal wie Patienten und die Plätze seien wohl für die Seim Mitglieder reserviert falls sie erkranken……

Aber auch Gerüchte wie, Gottes Strafe, das Ende der Menschheit steht bevor und andere Prophezeiungen kursieren.  Wieder andere sprechen von natürlicher Auslese….

Was ich aber nicht verstehe, es wird immer noch die Hostie bei der Kommunion zum Mund gereicht. Ich hatte dazu dem neuen Bischof geschrieben, dass die katholische Kirche der größte Verbreiter der Viren in Polen sei. Leider geht das so weiter. Auch zu der Beerdigung eines Freundes aus dem Nachbardorf  kamen über 100 Personen in die Eckersdorfer Kirche zur Messe und natürlich gab es auch die Kommunion. Alle Mönche der Franziskaner waren in Quarantäne wie auch die Nonnen der Klarissen, die ja bekanntlich hinter Gittern leben und keinen Kontakt zur Außenwelt haben. Aber zur Messe kommt dort natürlich ein Pfarrer der Franziskaner und so entsteht das Dilemma. Unverständlich aber so kommt es in dem katholischen Land Polen nun auch, nach anfänglichen guten Ansätzen, zu dem totalen Lockdown mit den Schließungen der Geschäfte nach Weihnachten. Mit welchen Zahlen dann nach dem Fest zu rechnen ist kann sich jeder denken. Gerade wieder ein Anruf einer Krankenschwester aus Glatz. Sie möchte aus unserem Zentrallager ein Pflegebett und einen Toilettenstuhl für die Mutter. Die Krankenschwester hatte sich in der Klinik mit Corona angesteckt und den Virus mit nach Hause gebracht. Der Vater ist daran gestorben, die alte Mutter war auch schon im Koma, wird es aber überleben. Sie ist nun pflegebedürftig und  zu Hause. Aus unserem Lager sind über 50 Pflegebetten ausgeliehen, dazu viele Rollstühle, Toilettenstühle und anderes Hilfsmaterial.

Hoffen wir alle nun auf ein schnelles Impfverfahren und genügend Impfdosen, um baldmöglichst die Herdenimmunität zu erreichen. Und auf weiteres Glück, trotz der vielen, unvermeidbaren Kontakte verschont zu bleiben. Wir verzichten auf Geschenke und werden ein ruhiges und friedliches Weihnachten im engen Familienkreis  verleben.

Bericht                                                                                                                                                                                  Horst Ulbrich

 

5.12.2020

Eckersdorfer Heimatgemeinschaft

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:30

Rundbrief des Jahres 2020…,

zum Ende eines nicht ganz einfachen, Jahres!

 

Wir müssen wohl nicht erwähnen, dass sich das zum Ende neigende Jahr uns Eckersdorfer, unser Land und die Welt nicht verwöhnt hat. Einschränkungen und schwierige Endscheidungen wurden uns abverlangt, oder werden eventuell noch für unbestimmte Zeit abverlangt werden.

Unser geplantes Eckersdorfer-Treffen im September, haben wir ja auf Grund von -CORONA- abgesagt. Wir glauben aber, Jenes war sicher die richtige Endscheidung! Wir wurden von Euch, bei Telefonaten und auf anderem Wege, darin auch bestärkt. Danke!

Aber nicht nur -CORONA- hat uns bis heute beschäftigt, sondern auch traurige Nachrichten um Eckersdorf gab es!

Euch Allen, die den Verlust eines geliebten Menschen erleiden mussten, gilt unser Mitgefühl.

Ab dem letzten Treffen im Jahre 2019, verstarben aus der Eckersdorfer- Heimatgemeinschaft nach unserer Kenntnis, acht Frauen und Männer.

Ihre Namen: Josefa, Freifrau von Loe/von Magnis; Hr. Johannes Janas;

Fr. Maria Rohrberg/Wenzel; Hr. Ewald Pohl; Fr. Andrea Hölz/Schössler;

Fr. Martha Elsner/Oehl; Fr. Anna-Elisabeth Naumann/Weiser; Fr. Helga Wenzel (Ehefrau von Walter Wenzel, eine Niedersächsin);

Diakon Ewald Pohl, verstarb am 19. April 2020, mit 84 Jahren. Er rief im Jahre 1994 die Eckersdorfer Heimatgemeinschaft ins Leben.

Wir gedenken Ihrer!

All Jenen von Euch, die momentan mit Gesundheit nicht überhäuft sind und

die mit anderen Nöten oder Sorgen zu kämpfen haben, wünschen wir gute

Genesung und Erholung, sowie die Kraft den Kampf zu gewinnen! 

Soviel, zum Vorwort!                 

 Liebe Eckersdorferinnen und Eckersdorfer, eure Ehemänner/Ehefrauen, Lebenspartner, Töchter, Söhne, deren Familie, liebe Heimatfreunde!

 Die Adventszeit hat begonnen, das Weihnachtsfest naht und das Jahr 2020

nähert sich dem Ende.

Wir hoffen, dass Euch diese Zeilen bei bester Gesundheit erreichen!

Schade, dass wir uns im September nicht treffen konnten. Aber unser aller Gesundheit hat Vorrang!

Es ist „Stubenarrest“ oder „Ausgangssperre“ verordnet worden. Hoffentlich musstet und müsst Ihr nicht, so sehr darunter leiden!!! Wie lang wird uns wohl „CORONA“ noch im Griff haben? Keiner, weiß es wohl bestimmt!

Neues aus Eckersdorf?  Was könnten wir Euch berichten?

Ja doch! Die Fassade des „Schössler-Gasthauses“ liegt danieder, Habe ein Foto

davon im Internet gefunden. Falls Ihr interessiert sein solltet; „Es werden

Investoren in diesem Netz, für das Eckersdorfer Schloß gesucht“! Wollen wir uns diesen Ort denn nicht als Altersruhesitz sichern??? Oder???

Nach einer Info von Horst Ulbrich, aus Schwenz! Es sollen wieder weitere

Schlesier (Rentner) in die Heimat zurückgekehrt sein. Nach Glatz, Schlegel und Neurode.   

Gedenkstätte, von Heinrich Bender!

Im Jahre 2014/15 wurde diese Stätte ja restauriert und Ihr habt mit eurer

Spende dazu beigetragen!

Unser Gedanke; „Diese Stätte, bedarf ja auch einer gewissen Pflege“.

Von welcher Seite wird Jene geleistet und sollten wir wohl Diese auch wieder einmal würdigen“? Was meint Ihr!

Eure Meinung dazu, würde uns sehr interessieren!

Soweit bekannt, wird diese Pflege von Horst Ulbrich, seinem Team und freiwilligen Helfern geleistet. Wäre ein „kleines DANKESCHÖN“ wohl

angebracht?

Wir möchten in 2020, auch an Wolfgang Pfeiffer erinnern!

Sein Ableben im Jahre 2010, hat uns wohl Alle getroffen.

  Wolfgang hat viele Jahre die Geschicke der Heimatgemeinschaft und noch

Vieles mehr, für uns Eckersdorfer und viele Grafschafter, geleitet.

Dies trifft ebenso, auf das Ableben von Ewald Pohl in diesem Jahr zu. 

Wie im Vorwort schon genannt, war Ewald einer der Mitbegründer unserer

Gemeinschaft und hat sich um Diese, hohe Verdienste erworben.

Für sein Wirken als Diakon und Mensch, bei unseren Treffen und anderen

Zusammenkünften, sei Ewald gedankt.

„Beide, sowie Alle von uns Gegangenen, sollen nicht vergessen sein“.

 Nun zu uns Allen, die sich noch des Lebens erfreuen!

Zu Erhard Gertler, unserem „Mundart-Papst“. Auch Ihm gilt unser Dank!

Seine Art und seine Worte, auf „pauersch“, mit Dehnen er uns bei zurückliegenden Treffen zum Schmunzeln brachte und uns sicher bei den noch folgenden Treffen, wieder damit erfreut wird!!! Nicht zu vergessen, seine Gedichte und Wortspiele im Grafschafter Boten.

 Ein Dank auch an Horst Ulbrich und seine Familie, für das Wirken in der

Heimat, der Grafschaft Glatz.

Weiterhin viel Erfolg!

  Wir bedanken uns bei euch Eckersdorfern, die uns um die Belange der Heimatgemeinschaft mit einer Geld- oder Sachspende, auch im Jahre 2020, unterstützt haben! Dieser Dank, gilt ebenso allen Spendern der vergangenen Jahre.          

 Aventszeit, Weihnachtsfest und Jahreswende!

Es gibt wohl dafür bei uns Allen, so Einiges vorzubereiten…!!!

Geht diese Aufgaben und Vorbereitungen mit Ruhe und bedächtig an.

Adventskranz, Tannenbaum und so weiter! Feuerwerk zum Jahreswechsel???

Wird wohl aus Gründen des Umweltschutzes ausfallen. Oder?  

Lasst den Weihnachtsbraten nicht verschmoren und vergesst nicht den Champagner zum Jahreswechsel kalt zu stellen. Oder ist es die „Kroatzbeere“ und der „Schüttboden“…?                            

  Wir wünschen Euch eine besinnliche Adventszeit, Frohe Weihnacht, „Guten Rutsch“ und einen guten Start in das Jahr 2021!

 Lasst in dieser Zeit, der Jetzigen, nicht den Kopf sinken.   Viele aus unseren Reihen, haben schon wesentlich Schwereres durchleben müssen!

         Wir sehen uns, in 2021 wieder!

   Denn die Hoffnung, stirbt zuletzt…

Bis dahin, bleibt Alle recht gesund und munter.

Wir halten Verbindung mit Euch!

 Mit lieben und heimatlichen Grüßen, an euch Eckersdorfer, eure Lieben und die Familien, 

Bis zum Wiedersehen, in besserer Zeit!                                             

                                                                          Bericht von Christoph Strangfeld und Joachim Grüger

                                                                                                     Eckersdorfer Heimatbetreuer.

11.11.2020

Feiern bis der Arzt kommt!!!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:49

Ja heute in der Grafschaft Glatz gleich drei Feiern an einem Tag.

In Polen feiert man heute den Unabhängigkeitstag, wir Deutschen Sankt Martin mit den Kindern, ja und heute ist auch noch der Beginn der 5 Jahreszeit im Karneval.

Aber: Normalerweise sind wir zum Unabhängigkeitstag bei Freunden eingeladen. Fehlanzeige wegen Corona. St. Martin mit Umzügen finden wegen Corona auch nicht statt. Ja unsere beliebten Karnevalsfeiern die immer von unseren Mitgliedern mit Freuden vorbereitet wurden und die Frauen sich viel Mühe der Kostümierung, auch für ihre Männer, gaben. Wegen Corona abgesagt. Da soll man nicht depressiv werden.

Aber liebe Freunde ein Impfstoff ist kurz vor der Freigabe und wir hoffen auf baldigen Impfschutz. Wie im Fernsehen ein Virologe kundtat, soll auch die Desinfektion im Mund-und Rachenraum die weitere Ausbreitung der Viren einschränken, da sie sich zunächst dort ansiedeln und vermehren, sich erst danach weiter in Hals und Lunge ausbreiten. Na dem können wir abhelfen und das ist endlich eine gute Nachricht zum Karnevalsstart. Für die lustigen Beiträge sorgt in dieser Zeit Amerika mit dem scheidenden, aber renitenten Präsident Trump. Das kann man nur mit Humor ertragen.

     Karneval 2019 DFK Glatz

  Zum Vergrößern Bild anklicken.

So werde auch ich im home office heute meine Viren in Hals und Rachen bekämpfen und wünsche allen Karnevalisten: Nicht traurig sein, lieber gut desinfizieren. Geeignet sind wohl alle alkoholischen Getränke über 50 %. Und das gurgeln nicht vergessen!!!

 

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Prost Horst Ulbrich

9.11.2020

Es ist vollbracht!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:46

Da wurde man schon in der Wahlnacht der USA wach gehalten und auch ich wartete auf ein Ergebnis wie in Deutschland üblich, aber Fehlanzeige. Nun sind die USA ja ein riesiges Land mit verschiedenen Zeitzonen und einem komplizierten Wahlsystem über Wahlmänner oder -frauen, die dann endlich den Präsidenten bestimmen.

Nach vier Tagen und 290 zu 214 Wahlstimmen sollte der nächste Präsident wohl doch Joe Biden sein. Dass es aber doch so eng ausgegangen ist, hat uns Deutsche mit unserem Demokratieverständnis gewundert. Wohl gerade bei der Landbevölkerung in Amerika hat man die Lügen und Beleidigungen gegen alle, die nicht der Meinung des scheidenden Präsidenten waren, nicht negativ gesehen. Es wird noch einige Zeit dauern, bis das Trumplager die Wahl anerkennt und die angedrohten Gerichtsverfahren sich als haltlos und reine Geldverschwendung erweisen. Schauen wir, ob Herr Trump am Ende noch als Hausbesetzer aus dem Weißen Haus entfernt werden muss. Beunruhigend waren aber die massiven privaten Waffenkäufe vor der Wahl und auch die Aussagen seiner Söhne. Da fielen Worte wie „der totale Krieg“ und auch „Kämpfen bis zum letzten Blutstropfen“…..

Woher die Rhetorik? Kennen wir Deutsche diese Worte doch noch aus vergangenen Zeiten des Dritten Reichs. Man kann nur hoffen, dass sich das – durch Donald Trump bewusst in Kauf genommene – zerstrittene Land mit den beruhigenden Worten des Joe Biden wieder vereinen lässt. So schauen wir alle positiv in die Zukunft, auch im Verhältnis zu Europa und unserem Deutschland, denn schlimmer konnte es nicht mehr kommen mit einem Präsidenten, der wissentlich lügt und Reporter, die nicht seiner Meinung sind, als Verbreiter von „Fake News“ beschuldigt. Aber sogar seine beleidigenden und haltlosen Twittergeschichten wurden dann nicht mehr veröffentlicht. Bei seiner Rede nach der Wahl, wo Donald Trump sich trotz der Niederlage als Sieger bezeichnete, sogar die Auszählung der Stimmzettel dort stoppen wollte, wo er gerade mal in Front lag, andere Wahllokale, wo es für ihn weniger positiv gelaufen war, sollten aber weiter zählen. Viele Reporter wollten dem Unsinn nicht weiter folgen und haben den Raum mitten in seiner Rede verlassen. Zum Glück bestimmen die Wahlgesetze und deren Durchführung immer noch die einzelnen Bundesstaaten. Nur dort, wo der Unterschied des Wahlausgangs weniger als ½ Prozent ist, muss neu ausgezählt werden. So haben auch die meisten Gerichte schnell reagiert und Klagen des Trumplagers abgewiesen. Aber vorbei ist der Streit noch nicht und man kann nur hoffen, dass es bei den vielen privaten Waffen im Volk keine Toten gibt. Joe Biden versucht aber die Wogen zu glätten mit seiner Aussage, der Präsident aller zu sein, auch der Republikaner. Zu erwähnen bleibt, Amerika hat einen ziemlich alten Herrn mit 78 Jahren gewählt, der zum Ende der ersten Amtsperiode dann 82 Jahre alt ist. Im Zweifel, dass er gesundheitliche Probleme bekäme und sein Amt nicht mehr ausführen kann, werden alle Amtsgeschäfte von der Vizepräsidentin Kamala Harris übernommen. Sie könnte sich dann profilieren, um bei der nächsten Wahl die erste Präsidentin in Amerika zu werden. Schauen wir, was die Zukunft bringt, es kann im interkontinentalen Verhältnis nur besser werden und Donald Trump erwarten nun einige Prozesse wegen Steuerhinterziehung und anderer Vergehen, vor denen er wegen seiner Immunität als Präsident bisher geschützt war. Joe Biden war als Vizepräsident unter Barack Obama auch schon einmal in Deutschland und gilt als besonnener Politiker.

Schauen wir im transatlantischen Verhältnis also positiv in die Zukunft.

Bericht Horst Ulbrich

Meinen Senf dazu…

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:40

Nachdem sich nun auch die Gerichte mit den Auswirkungen auf die Wirtschaft in Corona-Zeiten beschäftigen und das Volk rebelliert.
Leider bin ich am Sonntag zum Presseclub im Fernsehen nicht durchgedrungen, weil Telefonnummern, die mit 800 beginnen, vom Ausland aus nicht anwählbar sind. Deshalb hier meine Meinung.
Fakten:
Covid 19 überträgt sich durch Tröpfcheninfektion! Also Maske und Abstand, das wurde gut erkannt und als Wellenbrecher diskutiert. Im Fernsehen wurde diskutiert, es soll auch eine Mundspülung die Ausbreitung der Viren in Hals und Lunge zumindest einschränken. Das machen wir in der Heimat mit Wodka. Aber mehr können wir nicht tun, denn weder eine Schutzimpfung noch spezielle Medikamente stehen zur Verfügung.
Aber auch die psychische Komponente spielt zunehmend eine große Rolle bei der Volksgesundheit. Das äußert sich in Gewalt oder Depressionen. Mit der Schließung kleiner Unternehmen, Geschäfte und Restaurants machen wir einen ganzen Wirtschaftszweig kaputt und schaffen zusätzliche Konflikte. Die Nachverfolgung des Virus macht doch wegen der vielen täglichen Kontakte schon nach Tagen keinen Sinn mehr. Vorschlag:
Kirchen, Sportstätten und bei Restaurants, dann aber auch mit festgelegten Öffnungszeiten, um Ausschweifungen wegen „Alkoholverbrüderungen“ vorzubeugen, wieder öffnen. Wer ein funktionierendes Hygienekonzept vorlegt, kann probeweise öffnen. Danach wird man sehen, bei wem die Beschränkungen nicht greifen. Komplette Schließungen treffen auch die Einrichtungen mit gutem Konzept und die EU druckt nur so das Geld für die Ausfälle. Wie lange soll das, bei geschätzten zwei Jahren Pandemie, gut gehen? Wie weit wir von einer Herdenimmunität entfernt sind, weiß auch niemand. Dann wäre das Thema wie bei jeder Grippe erledigt. Wer war infiziert und hatte keine Symptome oder nur Beschwerden wie bei einer Erkältung? Die Dunkelziffer geht ins Uferlose. Auch unsere gesamte Familie hatte schon im Januar diese Symptome, auch mit hohem Fieber. Da war Corona noch kein Thema.
Also rüstet lieber die Krankenhäuser auf und schützt Vorgeschädigte und die ältere Generation, die nach bisheriger Erkenntnis im Infektionsfall schwerer betroffen sind. Die Situation soll ja noch zwei Jahre so sein, da lohnt es sich auch einen Versuch bei Unternehmen mit Hygienekonzept zu starten. Vergessen wir nicht den weiteren Fortschritt der psychischen Erkrankungen durch Isolation und Vereinsamung. Auch die Überbelastung vieler Familien mit Kindern muss man im Auge behalten.
Situation in der Grafschaft:
In der Grafschaft Glatz sind die Zahlen der Infizierten sprunghaft in die Höhe gegangen. Kirchen sind geschlossen. Franziskaner und das Kloster der Klarissen in Glatz infiziert und in Quarantäne. In Habelschwerdt sind 5 Pfarrer krank und wie viele Menschen durch die Gabe der Kommunion zum Mund angesteckt wurden, ist nicht bekannt. Mein Brief an den Bischof, wie schon geschrieben, war wohl schon zu spät, um die Situation zu ändern. Alle Corona-Patienten, die stationär aufgenommen werden müssen, kommen nach Glatz und dort gibt es ein Beatmungsbett. Andere werden aus dem Krankenhaus nach Neurode verlegt. Neue Corona-Erkrankte am 7.11. in Polen über 27 000 und das bei der Hälfte Bevölkerung wie in Deutschland.
Auch den DFK haben wir zunächst für 2 Wochen wieder geschlossen.

       
Krankenbesuche wie in der letzten Zeit mit Lebensmitteleinkauf und Medikamenten habe ich bis auf akute Notfälle eingestellt und bin hoffentlich bisher gut davon gekommen. Aber ich kann alleinstehende Bedürftige nicht ganz ohne Hilfe lassen. Wir telefonieren auch viel, um ein wenig Mut zu machen.
Da meine Eindrücke auch in der Presse und hier veröffentlicht werden, bekomme ich immer mehr Reaktionen, die mir zeigen, wo in der Welt man sich für die Grafschaft Glatz interessiert. Die letzten waren aus der Schweiz, Holland und den USA. Allerdings gibt es da auch Meinungen wie „ Das ist die Apokalypse“ oder „Der Weltuntergang ist nahe“, „Gottes Strafe“ und andere Bewertungen. Aber ich versuche alles zu beantworten, auch Ängste zu nehmen.

Lasst Euch nicht beeinflussen!!!
Das war ein kurzer Überblick.

Grüße aus der Heimat und bleibt alle gesund.
Horst Ulbrich

24.10.2020

Was ist los mit unserer Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:52

Polen nun auch rote Zone bei den Coronainfektionen.

Lange war Polen beispielgebend aber……

Bald droht in Polen der medizinische Notstand. Die Fallzahlen mit über 13.000 und steigender Tendenz sind sehr beunruhigend. Nach unserem Rat haben viele unserer Freunde aus Deutschland Fahrten nach Polen angesagt.

Warschau: Das Fußballstadion wird zu einem Corona Feldlazarett. Breslau: Die Jahrhunderthalle soll Coronazentrum werden. Die Krankenhäuser sind in vielen Regionen am Limit und Krankenwagen stehen vor Kliniken Schlange oder suchen anderweitig freie Plätze, weil sie ihre Patienten nicht los werden. Die marode medizinische Versorgung in Polen macht nun große Probleme. Im Umfeld unseres kleinen Dorfes Schwenz sind drei Pfarrer an Corona erkrankt. Wie viele Menschen sie mit der, in den Gottesdiensten immer noch üblichen Gabe der Hostie zum Mund angesteckt haben ist unbekannt. Mein Schreiben dazu an den Bischof, mit der Bitte die Pfarrer besser zu instruieren war ein Fehlschlag. Bei einer Familienfeier in unserem Dorf, an der einer der infizierten Pfarrer teilgenommen hatte war die Folge, dass eine Frau sogar stationär im Krankenhaus behandelt werden musste. Unser Dorfvorsteher aus Schwenz hatte wegen der Quarantäne Rat beim Gesundheitsamt gesucht und was er nun machen solle. Auskunft:: Achten Sie auf ihre Gesundheit und Ende der Beratung. Auch in den Restaurants wurden, zumindest in unserer Region keine Adressen der Gäste festgehalten und damit eine Nachverfolgung nicht möglich. Bei der heutigen Situation ist das, bei der Vielzahl sowieso nicht mehr möglich. Die neuen Regeln für die nächsten zwei Wochen sind.

Treffen von Personen außer den Familien: Maximal 5

Menschen über 70 Jahre sollen nur wichtige Besorgungen machen, sonst zu Hause bleiben.

Geschäfte und Apotheken sind von 10 bis 12 Uhr an Werktagen nur für Rentner geöffnet.

Schulen ab der 4. Klasse zunächst für 2 Wochen geschlossen.

Auch wir werden uns nun mehr zurückhalten. Aber Planungsgremien mit dem Konsulat für 2021 oder die Verbandsratssitzung am Annaberg mit Vertretern aus ganz Polen ließen sich nicht verhindern.

Siehe dazu auch Neues aus Schlesien im Internet.

Unsere Geschäftsstelle in Glatz haben wir nun auch wieder schließen müssen. Aber der deutsche Gottesdienst am letzten Samstag im Monat wird mit viel Abstand, auch in den schweren Zeiten mit Pater Marian aus Breslau, beibehalten. Wir benötigen nun alle Gottes Beistand.

In diesem Sinn wünsche ich allen Lesern:

Bleibt gesund und der Heimat treu.

Bericht

Horst Ulbrich

13.10.2020

Wettbewerb der Schulen zu Gerhard Hirschfelder.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 05:28

Den pandemiebedingten Schwierigkeiten zum Trotz fand auch in diesem Jahr in Habelschwerdt wieder ein Hirschfelder-Wettbewerb für die Schüler des dortigen Schulzentrums statt. Die Hirschfelder-Stiftung und Großdechant Franz Jung sowie der DFK Glatz hatten sich dafür eingesetzt, um trotz aller Einschränkungen auch im Jahr des 10-jährigen Jubiläums der Seligsprechung von Kaplan Hirschfelder einen solchen Wettbewerb stattfinden zu lassen.

   

Bitte auf die Bilder klicken.

Somit haben sich im September 2020 über einhundert (!) Habelschwerdter Grundschüler des 4. bis 8. Schuljahrs damit beschäftigt, Porträts und Bilder zum Leben des Seligen anzufertigen. Organisiert wurde der Wettbewerb durch den stellvertretenden DFK-Vorsitzenden und Fremdsprachenlehrer Heinz-Peter Keuten in Zusammenarbeit mit der Habelschwerdter Kunstlehrerin Emilia Idzi-Ważgint. Die besten acht „Kunstwerke“ der jungen Künstler wurden in einer kleinen Feierstunde am 12. Oktober 2020 mit Preisen ausgezeichnet, die in der Aula der Habelschwerdter Grundschule (ehem. Volksschule an der Gartenstraße) stattfand.

 

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Neben zwei kurzen Ansprachen und einem durch Grundschüler dargebotenen Musikprogramm trugen zwei Schülerinnen einen Überblick über das Leben des Seligen auf Polnisch und auf Deutsch vor, bevor dann der DFK-Vorsitzende Horst Ulbrich in Vertretung von Großdechant Franz Jung zusammen mit dem Schulleiter des Habelschwerdter Schulzentrums, Herrn Paweł Popiel, den Gewinnern eine Urkunde und die durch die Hirschfelderstiftung gestifteten Preise überreichten.

                         

Wir freuen uns, dass wir durch die Veranstaltung dieses Wettbewerbs trotz Pandemie auch im 10. Jahr nach der Seligsprechung dafür sorgen konnten, dass Gerhard Hirschfelder in der Grafschaft Glatz im Bewusstsein auch der nachwachsenden Generation lebendig bleibt, wozu sicherlich beiträgt, dass der Schulleiter in seiner Ansprache den anwesenden Schülern gegenüber erneut die Bedeutung des Seligen als Brückenbauer zwischen Deutschen, Polen und Tschechen hervorhob.

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

12.10.2020

Auszeichnung der Deutschen Botschaft in Warschau für Horst Ulbrich.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:44

Schon am Morgen vor der Abreise zur Verbandsratssitzung am 8.10. fand um 9 Uhr in der Franziskanerkirche in Glatz für Renate und Horst Ulbrich eine Dankesmesse statt. Der Abt des Klosters hatte dazu geladen weil Familie Ulbrich über die Malteser aus Deutschland einen E-Rollstuhl für den MS-kranken Klosterbruder organisiert hatte. Danach Anreise zum Annaberg zur Sitzung der Delegierten.

             

Die Auszeichnung für die völkerverbindende Kultur-und Sozialarbeit für unseren DFK-Vorsitzenden Horst Ulbrich sollte schon im April stattfinden, wurde aber wegen der Coronapandemie verschoben, wie die Konsulin aus Oppeln bei der Verleihung betonte.

                                     

Glückwünsche in Coronazeiten nicht per Handschlag.    Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Es sollte ein würdiger Rahmen gefunden werden, der mit dem Treffen der Delegierten aus ganz Polen zur Verbandsratssitzung am Annaberg gegeben war. Herr Ulbrich war total überrascht, als er nach der Begrüßung der Gäste auf die Bühne gebeten wurde, um dort die Auszeichnung entgegenzunehmen. Auch der Vorsitzende des VDG Bernard Gaida schloss sich mit einem weiteren Geschenk den Glückwünschen an.

 

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Herr Ulbrich betonte in seiner kurzen Dankesrede aber auch, dass ohne die Sponsoren wie die Malteser aus Telgte, die bis zu der Coronazeit mit mehreren Transporten den DFK Glatz unterstützt haben, wie auch den privaten Sponsor Herr Pollok, der mehrfach mit seinen 40t-LKW Hilfsgüter transportiert hat, eine so umfangreiche Hilfe nicht möglich gewesen wäre. Zu erwähnen sind auch die beiden Kirchengemeinden aus Buko und Königswusterhausen bei Berlin, die zwei mal jährlich zu den Festen Backwaren und Süßigkeiten sowie Kleidung für unsere Bedürftigen bringen. All denen sei Dank, denn nur so konnten wir unsere deutschen Bedürftigen, aber darüber hinaus auch das Krankenhaus in Glatz sowie Kinder- und Altenheime unterstützen. Wir machen bei Kranken und Bedürftigen keine Unterschiede der Volkszugehörigkeit, sagte Herr Ulbrich.

Er wurde zu einem kurzem Interview der Presse und Internetfernsehen gebeten, um danach weiterhin am Tagesprogramm der Delegierten teilzunehmen.

Bericht Heinz Peter Keuten.

Wer die Sozialarbeit des DFK Glatz unterstützen möchte.

Konto: Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

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