Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

17.9.2019

Besuch zum Weinfest des DFK Grünberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:42

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen, sagt ein deutsches Sprichwort.

So fuhren Mitglieder des DFK Glatz am 13.9. am frühen Morgen nach Grünberg zu einem Partnerschaftsbesuch beim dortigen DFK. Aber zunächst besuchten wir die Friedenskirche in Jauer und alle waren erstaunt über die Größe der Kirche, in der bis zu 6000 Gläubige Platz haben. Erstaunlich, dass dieses Bauwerk in nur einem Jahr ( 1654 / 1655) fertiggestellt werden konnte.

     Bitte zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Weiter ging es dann in ein kleines Dorf bei Grünberg zu einer Agrartouristik, wo wir Quartier bezogen und die Zimmerverteilung stattfand, denn nach dem Weinfest beim DFK Grünberg sollte jeder wissen, wo er sein müdes Haupt ablegen konnte. Im Festsaal angekommen, wurden wir schon von Waldemar aus Rybnik mit seinen bayrischen Musikanten begrüßt. Der Vorsitzende Bernard Bernaczek begrüßte uns, auch die Konsulin aus Oppeln war wieder dabei, wie schon im letzten Jahr.

   

So nahm ein fröhlicher Abend mit viel Musik und einigen Gläsern Wein seinen Lauf. Leider war um 10 Uhr die Fahrtzeit unseres Busfahrers zu Ende und wir mussten zurück in unser Quartier, damit der Fahrer kein Problem mit der Polizei bekam, wegen der Überschreitung seiner Lenkzeiten. Aber wir hatten vorgesorgt und so feierten wir auf dem Hof der Agrartoristik noch einige Zeit weiter.

      

           

Am anderen Morgen, nach einem ausreichenden Frühstück, zunächst zum Grünberger Festumzug und danach weiter nach Wahlstadt, um das Museum der Schlacht bei Liegnitz und die Basilika der Hl. Hedwig zu besuchen. Eine sehr gut informierte Dame hat uns geführt und es war ein sehr interessanter Besuch. Am frühen Nachmittag noch ein Zwischenstopp zu einem deftigen Mittagessen, das Frau Ulbrich als Projektleiterin im Voraus bestellt hatte, sie hatte auch schon die gesamte Vorbereitung der Reise verantwortungsvoll übernommen. Am frühen Abend erreichten wir dann, schon etwas müde, unsere Heimat Glatz. Alle 22 Teilnehmer waren glücklich in so kurzer Zeit so vieles erlebt zu haben, aber auch froh wieder im eigenen Bett schlafen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

Jugendstilhäuser in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:24

Schon einige Male habe ich darüber berichtet. Es begann mit Jurek Zelaszkiewicz, der sich eingehend mit dem Jugendstil und dem Glatzer Baumeister Andreas Ernst beschäftigt hatte.

   

Dr. Schmack aus Minden in Deutschland bot uns dann ein Referat zu dem Jugendstilhaus in der Zimmerstraße an, in dem er früher gewohnt hat, aber auch zu anderen Objekten des Baumeisters, und viele Glatzer Bürger waren mit Begeisterung im Museum, wo sein Vortrag stattfand. Wir hatten auch sofort eine Interessengruppe mit dem Bürgermeister gegründet, ich hatte dazu unsere Geschäftsstelle als Treffpunkt zur Verfügung gestellt. Leider ist der ganze Komplex in drei Häuser unterteilt und die Nr. 8 gehört der polnischen Bahn. Unser Mitglied Jurek hatte sogar schon einen Kostenvoranschlag zur Renovierung fertigen lassen, aber wegen der verschiedenen Besitzer ist es leider zu einer Rettung der wunderschönen Häuser nicht gekommen. Im Haus Nr.8 der Bahn war dann sogar die obere Decke eingebrochen, weil das Dach darüber defekt war. Das Dach ist nun mit Unterstützung der Schule, die in dem Haus beheimatet ist, repariert worden, aber die Deckenbalken darunter haben gelitten.

                Zum Vergrößern bitte uf die Bilder klicken.

Nun sind wir immer noch hoffnungsvoll, denn auch das Museum hat sich des großen Sohnes der Stadt, Andreas Ernst, angenommen und eine sehr gute Ausstellung seiner Werke finanziert, die immer noch im Museum besichtigt werden kann. Zu der Museumsnacht gab es dann ein Straßentheater zu dem Thema Jugendstil mit mehr als 500 Zuschauern, die mit den Akteuren durch die Stadt zu den verschiedenen Schauplätzen wanderten. Ich hatte darüber berichtet, bitte zurückblättern.

     

Kürzlich war Dr. Schmack wieder in Glatz, um die Ausstellung zu besichtigen. Auch das deutsche Schlesienjournal war zu einem Interview gekommen. So bleibt das Thema Jugendstil und Andreas Ernst in aller Munde und ich hoffe immer noch auf eine Renovierung der einmalig schönen Jugendstilhäuser in Glatz. Besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle unserem Mitglied Jurek Zelaszkiewicz aussprechen, der schon als Kind in der Nähe des Mausoleums von Andreas Ernst und dessen Familie gespielt hatte und daher als einziger wusste, wo dieses zu finden ist. So ist sein Engagement entstanden und ihm ist zu verdanken, dass der berühmte Baumeister der Stadt Glatz wieder im Gespräch ist. Seine Jugendstilhäuser gibt es nicht nur in Glatz und Bad Altheide, sondern auch in anderen Städten bis nach Wien in Österreich.

Bericht

Horst Ulbrich

9.9.2019

Besuch der Wölfelsdorfer in der Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:16

Vom 3. bis 10. August 2019 war wieder einmal ein Bus unter Leitung von Roland Scholz mit Wölfelsdorfern und Gästen aus Wittgenstein im Sauerland zu Besuch in Schlesien. Über 50 Reiselustige hatten sich gefunden, um die Grafschaft Glatz zu besuchen. Schon zu einer Tradition gehört es, dass in Wölfelsdorf, wo viele der Mitreisenden ihre Wurzeln haben, am Sonntag zur Spätmesse ein polnisch-deutscher Gottesdienst stattfindet. Die Messe wurde gefeiert für die Lebenden und Verstorbenen der Gemeinde Wölfelsdorf, und die große St.-Georgskirche von Wölfelsdorf war gut gefüllt. Der Chor des DFK Glatz bereicherte den Gottesdienst mit drei Liedern, zudem sangen die deutschen Gäste die beiden traditionellen Lieder „Großer Gott, wir loben Dich” sowie „Über die Berge schallt”. Das Vater Unser wurde gemeinsam auf Lateinisch gesungen.

    Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Nach der feierlichen Messe waren, wie in jedem Jahr, von Seiten des Seniorenvereins Wilkanów alle Teilnehmer zum Mittagessen in das Wölfelsdorfer Kulturhaus eingeladen. Der Saal füllte sich mit etwa 120 Gästen, die durch den Ortsvorsteher, Herrn Mariusz Lis, sowie Herrn Roland Scholz begrüßt. Herr Lis wies darauf hin, dass Wölfelsdorf in diesem Jahr sein 725-jähriges Jubiläum feiert, worauf auch ein neuer Gedenkstein in der Dorfmitte hinweist.

Nach dem Essen gab der Chor des DFK Glatz ein kleines Konzert, und danach kam es zu einem gemeinsamen Singen von Volksliedern, die sowohl in Deutschland als auch in Polen bekannt sind und die abwechselnd in beiden Sprachen gesungen wurden. Eine schöne Idee, um das Eis zwischen den beiden Nationen schmelzen zu lassen. Unseren großen Dank sprechen wir an dieser Stelle unserer Freundin Ilse Hirschner aus, die ebenfalls z.Z. zu Besuch in der Grafschaft Glatz ist und als Musiklehrerin bereit war, unseren Chor bei seinen Auftritten in Wölfelsdorf zu begleiten. Alle Chormitglieder waren so begeistert von ihrem Einsatz, dass sie spontan zum Ehrenmitglied dfes Chors ernannt wurde. Ein herzliches „Gott vergelt’s”, liebe Ilse, von Seiten des Chors und des DFK-Vorstands!

                                                              

Am Montag, dem 5. August, besuchte die Reisegruppe die Stadt Glatz. Während der DFK-Vizevorsitzende Heinz-Peter Keuten eine Hälfte der Gäste aus Deutschland durch die Stadt führte, war die andere Hälfte der Gruppe zu einem Kaffee oder einem erfrischenden Getränk in den DFK Glatz in der Nähe des Glatzer Rings eingeladen, wobei der Vorsitzende Horst Ulbrich von der Arbeit des DFK Glatz berichtet und eine Multimedia-Präsentation zum Thema gezeigt hat. Nachmittags erhielt die Gruppe auf Wunsch noch eine Führung durch Habelschwerdt, wo sie neben dem mittelalterlichen Stadtkern und der Michaelskirche auch den Schulbau der ehemaligen Stehr-Aufbauschule aus der Gründerzeit einschließlich der renovierten Aula und des Schulmuseums besucht hat. Ein zünftiger Imbiss mit Kaffee und Kuchen im Park vor der Schule rundete den Besuch bei sonnigem Wetter ab.

                                   

Auch an ihrem „freien Tag”, am Mittwoch, besuchten noch einige Wölfelsdorfer mit ihren Gästen ihren Heimatort, und am Donnerstag wurde noch die Hauptstadt Niederschlesiens, Breslau, besucht, bevor die Gruppe am Samstag wieder die Heimreise antrat. Wieder einmal haben wir vom DFK Glatz uns gefreut, unseren Grafschafter Freunden bei der Gestaltung ihres Besuchs in der alten Heimat helfen und sie in der DFK-Geschäftsstelle in Glatz begrüßen zu können, und würden uns wünschen, dass dies auch bei anderen Reisegruppen immer mehr Schule macht.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

Tag der Heimat am 31.8. in der Konzerthalle Olsberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:09

Als unser DFK Mitglied Josef Engel im Sommer wieder in der Grafschaft Glatz war, sagte er mir, ich müsse unbedingt auch einmal nach Olsberg als Referent kommen. Nachdem ich in den letzten Jahren als Sprecher in Bensheim, Stuttgart, Hannover Heppenheim und anderen Städten unterwegs war, wollte ich diese Reisen eigentlich nicht mehr unternehmen, da die ehrenamtliche Arbeit in Glatz dazu kaum noch Zeit lässt.

         Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Aber als plötzlich mit der Post ein Plakat, schon mit meinem Namen als Sprecher gedruckt, mich per Post erreichte, konnte ich natürlich nicht mehr absagen. So habe ich mich mit meiner Frau auf den Weg gemacht, um in Olsberg, beim Tag der Heimat am 31.8.2019 über Menschenrechte und Völkerverständigung zu sprechen, wie unser Freund Josef Engel es auf dem Plakat angekündigt hatte.

Wir wurden herzlich empfangen und Josef Engel hat uns die Tage in Olsberg umsorgt.

   

Er eröffnete, als Organisator auch die Veranstaltung. Der Schirmherr Hubert Kleff MDL und Vertreter der Stadt wünschten einen guten Verlauf. Es folgte nach dem Totengedenken das Deutschlandlied und ein Konzert der Bläsergruppe.

   

Zu meinem Referat waren 45 Minuten angedacht, die mir bei einem so wichtigen Thema nicht gereicht haben und es wurden nach den folgenden Tanzgruppen noch einmal Zeit für Fragen anberaumt, denn das Interesse an den Deutschen, die in der Heimat leben war sehr groß. Kaum zu glauben war für viele,dass mein Vorstand, aus nach dem Krieg in Westdeutschland geborenen Rückkehrern in die Heimat unserer Eltern besteht. Ich hatte auch sechs Aufsteller mitgebracht, um einige unserer Aktionen in der Grafschaft zu zeigen.

 

Im Hintergrund die Information des DFK  Glatz.

Unser Dachverband VDG in Oppeln hatte uns diese Aufsteller vor Monaten finanziert. Es traten auch zwei Tanzgruppen auf und ich war erstaunt, mit welcher Begeisterung gerade die Jugend dabei ist. Das lässt für die Zukunft und althergebrachte deutsche Tradition hoffen. Den Abend haben wir dann im Haus von Josef Engel verbracht, der uns, mit den unseren Freunden eingeladen hatte die extra zum Tag der Heimat aus Detern angereist waren.

Schon am 22. Oktober kommt eine Gruppe aus Olsberg mit Josef wieder in die Grafschaft. Er ist einer der wenigen Reiseveranstalter die den Bus nicht nur voll haben, sonder noch sechs Personen auf der Warteliste hat. Josef Engel ist ein engagierter Grafschafter der mit fast 90 Jahren immer noch viele Menschen mit seiner überzeugenden Art begeistern kann.

Josef wir danken Dir für Deine Aktivität um die Heimat Schlesien.

Bericht

Horst Ulbrich

25.8.2019

Versammlung der DFK-Mitglieder im Wittighaus.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:50

Zum 70. Todestag von Professor Wittig trafen sich in seinem Haus, dem heutigen Wittig-Museum, interessierte Mitglieder des DFK Glatz.

    Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Dort gab es zunächst eine Einführung mit dem Hinweis zu dem bedeutenden und großen Sohn der Grafschaft Glatz von Horst Ulbrich.

Frau Bazala, die Vorsitzende der Stiftung, berichtete dann im Ausstellungsraum des Hauses aus dem Leben des Professors. Danach versammelten sich alle im ehemaligen Arbeitszimmer von Professor Wittig. Herr Ulbrich entzündete eine Kerze auf dem Schreibtisch, an dem Prof. Wittig viele seiner Bücher und Artikel geschrieben hat und bat um einen Moment des Schweigens und Gedenkens zum siebzigsten Todestag seit dem 22.8. 1949, an dem Josef Wittig kurz nach der Vertreibung aus seiner geliebten Grafschaft Glatz in Meschede an Herzversagen gestorben ist.

 

Danach hatten alle Teilnehmer Zeit Fragen zu stellen und sich umzuschauen. Zum Schluss hatte Herr Ulbrich zu einem Imbiss in die oberen Räume des Hauses eingeladen, dem viele gefolgt sind. Nach vielen Diskussionen, auch zur Vertreibung der Deutschen aus ihrer angestammten Heimat, verabschiedeten sich alle nach einem Gruppenfoto der restlichen Teilnehmer vor dem Haus.

 

Die nächste Veranstaltung des DFK Glatz im Wittigmuseum wird ein Informationstreffen von zwei Schulklassen des 9. Schuljahres aus Neurode und Glatz sein, das in der Zeit nach den Ferien geplant ist. Am  20. September dann das Wittigsymposium in Neurode, zu dem auf meine Einladung auch die Konsulin Frau Fisel-Rösle des deutschen Konsulats aus Oppeln ihre Teilnahme zugesagt hat. Wir sind auf einem guten Weg das Museum Wittig wieder mit Leben zu erfüllen.  Bis zum Symposium werden auch die letzten Renovierungsarbeiten im Haus beendet sein.

Bericht

Horst Ulbrich

15.8.2019

Gräber der Bergleute in Neurode.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:48

Eine kurze Nachricht für alle, die auf den Beginn der Grabrenovierung für die Bergmänner in Neurode warten.

Liebe Freunde.

Es liegt nicht am guten Willen und meinem Einsatz, aber nun habe ich den dritten Steinmetz und der hat einen Preis von 40 000,- PLN, also ca. 9600,- €, nur für die Herstellung der beiden großen Tafeln genannt und das ist unrealistisch.

Ein anderer hat abgelehnt, ein weiterer meldet sich mit Kostenvoranschlag nicht mehr, trotz mehrfacher Nachfrage. Ich werde also folgendermaßen verfahren!

           Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Der rechte große Stein ist zu reinigen und zu konservieren. Das werde ich mit den Mitgliedern des DFK erledigen können. Auch die Trauerweide darüber ist zu stutzen, damit der Stein nicht bald wieder begrünt ist.

Bei der 2. Tafel muss die Schrift erneuert werden. Ich kenne einen tollen Restaurateur, der das sehr gut kann, siehe Denkmal in Schwenz und Heinrich Bender. Aber die stehen nicht unter Denkmalschutz….

Deshalb hat er Bedenken in Neurode an der Tafel zu arbeiten. Vielleicht kann ich ihn überreden, wenn ich die Haftung übernehme, denn die Denkmalschutzbehörde möchte zur Renovierung nicht nur eine Fachfirma, sondern auch einen 2. Fachmann zur Überwachung des Projektes.

Die Arbeiten an den einzelnen Grabsteinen sind dann das kleinere Problem, dazu muss ich aber von den Angehörigen Bilder der Schrift oder die Daten bekommen. Bei dem Sandstein ist teilweise kaum noch etwas zu erkennen. Einiges ist auch im Internet zu recherchieren.

Kein Problem ist dann die neue Einweihung mit Beteiligung der Bergmannskapelle in Neurode und den Bergleuten aus der Görlitzer Gegend, die sich durch meine Bekanntgabe des Vorhabens im Internet schon gemeldet haben.

Bericht

Horst Ulbrich

13.8.2019

Deutsche Wallfahrt in Albendorf am 11.8.2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:38

.

Wie jedes Jahr üblich, die deutsche Wallfahrt in Albendorf – und wieder bei bestem Wetter.

Nun hatten wir in Glatz nach Straßentheater am Freitag auch das Festungsfest mit der Erstürmung selbiger, auch wie jedes Jahr mit viel Kanonendonner am Samstag. Dazu war am Samstag, zu unserer Öffnungszeit beim DFK Glatz, großer Ansturm mit Gästen und Beteiligten. Auch eine Dame vom Synagogenverein aus Bensheim war bei uns und besichtigte mit Rembert Böse, der ein guter Kenner der Materie ist und gerade als unser Gast in Glatz weilt, den jüdischen Friedhof. Wir haben zum Glück immer noch den Schlüssel nach unserem Arbeitseinsatz dort und so konnte die Dame den Friedhof besuchen, der normalerweise verschlossen ist.

  Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Am Sonntag dann schon am Morgen um 11 Uhr ein Konzert einer Brassband aus unserer Partnerstadt Bensheim. Leider war nur für einige Fotos Zeit, denn um 12 Uhr sollten wir zur deutschen Wallfahrtsmesse in Albendorf sein.

   

Dort kamen wir gerade zur letzten Probe des Chores der Waldenburger vor der Messe an. Eine Freude immer wieder so viele Bekannte und Freunde dort zu treffen. In der Basilika wieder zu wenig Platz und viele standen in den Fluren ringsum.

   

Zu unserer Freude war auch der Großdechant plötzlich am Altar anwesend, da er zur Zeit in Bad Landeck zur Kur ist. Für die musikalische Begleitung des Gottesdienstes sorgte ein Blasorchester aus Ostropa bei Gleiwitz und der Chor aus Waldenburg. Nach dem Hochamt und bei bestem Wetter trafen sich viele Gläubige auf den Stufen der Basilika.

Bericht

Horst Ulbrich

Straßenfest in Glatz über drei Tage.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:30

Schon am Freitag Abend ein Straßentheater mit sehr großem Zuspruch der Bevölkerung. Vor ca. 2 Jahren hatte Dr. Schmack mit einer Vorlesung im Museum die Bevölkerung auf den großen Sohn der Stadt aufmerksam gemacht. Der aus Glatz stammende Andreas Ernst, international bekannter Architekt, hat in vielen Ländern seine Jugendstilhäuser gebaut wie auch in seiner Heimatstadt Glatz. Beerdigt ist er in der Familiengruft, die von unserem DFK-Mitglied Jurek Zelaszkiewicz gesucht und wiedergefunden wurde. Eine unserer nächsten Aktionen sollte die Grabrestaurierung sein. Schon im voll besetzten Museum damals, nachdem Dr. Schmack seine Zuhörer mit den Informationen über das Wirken von Andreas Ernst begeistert hatte, wurde vom DFK Glatz unter Beteiligung des Bürgermeisters eine Interessentengruppe gegründet, zur Restaurierung der Häuser in der Zimmerstraße. Das Projekt begann verheißungsvoll, auch die Familie von Dr. Schmack wollte sich finanziell beteiligen. Leider ist das Projekt dann an der Mitarbeit des schlesischen Landtags und weiterer Behörden gescheitert.

   

Aber es hat in diesem Jahr eine Ausstellung mit den Objekten des Architekten im Museum gegeben und am 9.8.2019 dann das Straßentheater mit sehr viel Interesse der Bevölkerung, das für die Zukunft hoffen lässt.

   

Viele in der Zeit um die Jahrhundertwende gekleidete Akteure, die teils als Schauspieler vor und auf den Balkonen der Häuser Szenen aus der Zeit spielten, andere als Moderatoren, die mit Mikrofonen ausgestattet waren. Immer dabei eine Beschallungsanlage, die transportabel weiter an die verschiedenen Orte transportiert wurden, wo alle Zuschauer geduldig hinterdrein marschierten.

     Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Ein wahrlich großes Spektakel, wie es in der Vorankündigung auch beschrieben wurde. Hoffen wir nun auf weitere Aktionen und vielleicht eine Möglichkeit der Restaurierung einiger Objekte.

Bericht

Horst Ulbrich

9.8.2019

Kulturtagung in Lubowitz vom 4. bis 8. August.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:28

Traditionsgemäß hat auch in diesem Jahr wieder die Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Baden-Württemberg, zum Kulturtreffen nach Lubowitz geladen. Auch viele Vorsitzende der Deutschen Freundschaftskreise aus Ober- und Niederschlesien waren wieder dabei. Auch diesmal erwartete die Teilnehmer ein durch den Ehrenvorsitzenden Günter Zimmermann gut vorbereitetes Programm. Zum Vorsitzenden der Landesgruppe wurde vor einiger Zeit Christian Krause gewählt, der für seinen Vortrag „Die Zuckerrübe stammt aus Schlesien“ großen Beifall erhielt. Auch ich konnte etwas beitragen. Stammt die erste Produktion auch aus dem 17. Jahrhundert, so hat erst die industrielle Herstellung des Zuckers im Heimatdorf meiner Eltern, in Eckersdorf (Krs. Glatz) 1830 stattgefunden und das Verfahren wurde später europaweit kopiert. Die Grafen von Magnis waren zu der Zeit dort die Besitzer und auch treibende Kraft auf dem Weg zur industriellen Fertigung.

   Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Außer den informativen Beiträgen, die den ganzen Tag füllten, gab es am Abend auch Gelegenheit mit den Vorsitzenden der DFKs über Probleme und Zukunftspläne zu sprechen.

   

Am zweiten Tag eine Exkursion unter dem Titel: Interessantes aus Oberschlesien. Zunächst zum Friedenshort, eine Einrichtung der Diakonie von Mutter Eva.

   

Danach eine Besichtigung des ältesten Kohlebergbaus in Oberschlesien, die Grube Königin Luise 1791. Auf der Rückfahrt noch ein stilles Gedenken auf dem Friedhof in Schönwald wo 1945 120 Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden.

 

Nach weiteren Vorträgen und der Abschlussbesprechung am letzten Tag verabschiedeten sich alle mit etwas Wehmut und der Hoffnung, dass wir uns im nächsten Jahr zu einer weiteren Tagung wiedersehen.

Bericht

Horst Ulbrich

28.7.2019

Treffen aller DFK Vorstände aus Niederschlesien in Liegnitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:05

Ein erstes Treffen der Vorstände aus Niederschlesien nach langer Abstinenz des Breslauer DFK.

Beim DFK in Breslau wurde vor geraumer Zeit gewählt und ein neuer Vorstand ist nun im Amt. Schon zum Sommerfest der DFK Glatz hatte ich eingeladen und war über die ersten Kontakte mit dem neuen Vorstand dort erfreut. Nach kurzer Zeit hatte der VDG zu einem gemeinsamen Treffen zum DFK in Liegnitz geladen, wo der dortige Vorsitzende auch unsere Interessen im Vorstand des VDG vertritt. Wir, die Vorstände von Grünberg, Waldenburg, Liegnitz und Glatz waren alle gut vorbereitet und natürlich auch bereit Hilfestellung bei der Reaktivierung des Breslauer DFK anzubieten.

   

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Die Ausführungen der neuen Vorsitzenden zeigten uns allerdings ein anderes Bild des derzeitigen Zustandes beim DFK Breslau und man bot uns Hilfe an, die wir in gewissen Situationen natürlich gern annehmen, sind aber gespannt wie die Hilfe für unsere Geschäftsbereiche aussehen könnte. Das wird nun ein weiteres Treffen beim DFK Breslau am 16.9.2019 ergeben.

Positiv bleibt festzuhalten, dass schon allein ein gemeinsames Treffen stattgefunden hat, denn bisher wurde jegliche Zusammenarbeit unter dem alten Vorstand in Breslau vehement abgelehnt. Also kann es, bei allseits gutem Willen, nur besser werden.

Bericht

Horst Ulbrich

Deutsche Wallfahrt in Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:30

14. Juli Deutsche Wallfahrt in Wartha und viele Deutsche aus Ober- und Niederschlesien sind unterwegs. So war es auch in diesem Jahr wieder eine gut vorbereitete Pilgermesse mit Chören und Blasorchester. Die Kirche wie immer bis auf den letzten Platz voll.

 

Auch Herr Spielvogel von der Landsmannschaft aus Deutschland war gekommen und ich hatte mit ihm noch über das Bundestreffen der Schlesier in Hannover gesprochen, bei dem der DFK Glatz auch mit einem Infostand dabei war.

  Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Zu diesem Anlass hatten sich auch zwei Vereine aus Oberschlesien zum Partnerschaftsbesuch beim DFK Glatz angemeldet. So waren wir schon am Samstag mit einer Gruppe in Glatz unterwegs und zum Empfang in unserer Geschäftsstelle in der Nähe des Rathauses. Das ist immer ein guter Treffpunkt für eine Stadtführung und den anschließenden Kontaktgesprächen. Natürlich immer mit dem Problem behaftet, dass wir nicht soviel Platz haben, um alle 50 Gäste zu beherbergen und zwangsläufig findet dann das Treffen in zwei Gruppen statt, während die anderen mit unseren Stadtführern unterwegs sind.

 

Die gleiche Prozedur dann am Sonntag nach der Messe und bei der sangesfreudigen Gruppe wurde schon nach dem Mittagessen im Restaurant das Keyboard aufgestellt und der Vorsitzende sorgte für eine tolle Stimmung. Erst danach kam der Bus zu uns zu dem üblichen Treffen, das immer in einem harmonischen Kontext verläuft, bei dem jeder etwas beiträgt und man von den anderen und deren Projekte etwas lernen kann. So verlief die Zeit wie im Fluge und gegen 17 Uhr musste sich dann auch die Gruppe aus Ratibor wieder auf den Heimweg begeben. Wir Glatzer freuen uns über die vielen Besuche anderer DFK, die uns übers Jahr besuchen kommen. Wir planen unseren Besuch in diesem Jahr beim DFK in Grünberg und dort zu der Zeit des Weinfestes, bei dem der dortige Vorsitzende maßgeblich beteiligt ist.

Bericht

Horst Ulbrich

4.7.2019

Sommerfest des DFK Glatz 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:29

Wir begannen unser Fest wie immer mit einem deutschen Gottesdienst bei den Klarissenschwestern in der Frankensteiner Straße in Glatz, wo auch unsere Geschäftsstelle zu finden ist.

Zur festlichen Ausgestaltung sangen der Chor des DFK Waldenburg, die Glatzer Sänger und der Chor der Klarissen.

      Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Zum Eingang sang der Chor des DFK Waldenburg, zelebriert wurde der Gottesdienst von unserem Großdechanten Franz Jung in Begleitung dreier Mitbrüder. Jochen Straube, der immer unsere Gottesdienste vorbereitet, hatte zur Eröffnung ein altes Bild mitgebracht, das er vor Jahren bei der Renovierung seines Hauses in Winkeldorf unter den Dielen versteckt gefunden hatte und das sich exzellent als meditativer Anstoß zur Liturgie des Herz-Jesu-Freitags eignete.

Die Glatzer Sänger folgten mit dem Kyrie von Ignatz Reimann und zur Kommunion sang der Schwesternchor der Klarissen. Auch die Pilger aus Deutschland nahmen am Gottesdienst teil und so war die Kirche wieder wie immer bei unseren Festen voll.

Nach der Kirche standen drei Busse bereit, um alle Gäste zu dem Gartenlokal Romano in Niedersteine zu bringen und dort starteten wir bei bestem Wetter unser Sommerfest. Während des Essens, weil es dann erfahrungsgemäß etwas ruhiger ist, begrüßte der Vorsitzende alle Gäste und ganz besonders die Abordnung aus Breslau, die seit langer Abstinenz wieder dabei sind. Unser Programm mussten wir bei den vielen Auftritten etwas zusammenstreichen, denn es sollte ja auch zum Sommer getanzt werden.

   

So gab sofort der Chor „Freundschaft“ des DFK Waldenburg sein Können zum Besten und wurde mit großem Applaus bedacht, bevor „Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen“ und andere Lieder, deren Texte wir zu uns passend umgeschrieben haben, von den Glatzer Sängern vorgetragen wurden, unterbrochen nur von einer Mundarteinlage des DFK-Vorstands, von Herrn Keuten und Herrn Ulbrich.

   

Aber schon wurden die Kinder von Jochen Straube unruhig, denn auch sie wollten ihren Beitrag leisten und gaben ein Lied zum Besten, mit dem Andrzej bei einem Wettbewerb der Kindergärten den ersten Platz gewonnen hatte. Erst jetzt gab es Zeit für Kaffee und Kuchen, und Eleonora, die deutsche Schlagersängerin aus Grünberg und neuerdings „Ehrenmitglied“ im DFK Glatz, sang dazu aus ihrem reichhaltigen Repertoire deutsche Schlager.

   

Zwischendurch habe ich die Zeit genutzt, den Kontakt zum neuen Vorstand des DFK Breslau zu vertiefen und wir haben weitere Treffen vereinbart. Da gibt es Hoffnung, dass vielleicht in Kürze das lang ersehnte gemeinsame Treffen aller niederschlesischen DFK-Vorsitzenden nun doch endlich einmal stattfindet.

                                                                                 

Zum Schluss spielte Alleinunterhalter Adam zum Tanz auf, und als sich die Gäste mit weiter Anreise schon verabschiedet hatten, tanzten und sangen die Glatzer noch bis in die späten Abendstunden.

Bericht

Horst Ulbrich

Bundestreffen der Schlesier in Hannover vom 14. bis 16. Juni

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:57

Ja liebe Leser wir haben lange überlegt, ob wir die lange Reise aus Glatz, dazu noch 2 Übernachtungen finanzieren können. Aber in Zeiten wo die Heimatvertriebenen in Deutschland rapide abnehmen wollten wir doch einmal zeigen, dass die Betreuung der Heimat damit kein Ende findet. Wir in der Heimat lebenden Deutschen werden noch Generationen mit unseren Kindern und Kindeskindern deutsche Kulturarbeit gegen das Vergessen leisten was leider in Deutschland wenig bekannt ist.

   

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

   

Also frisch ans Werk. Am Freitag schon unseren großen Infostand aufgebaut, damit zur Öffnung der Hallen alles fertig ist. Am Samstag dann Eröffnung mit Blasorchester in der Niedersachsenhalle und vielen Rednern aus den Verbänden und der Politik. Gegen 10 Uhr dann Öffnung der Eulenrieder  Halle wo alle angegeben Orte auch ihre Freunde treffen konnten und wo es auch die Info-und Verkaufsstände gab. Zugegeben hatten wir mehr Interesse an unserem wohl größten und auffäligsten Stand erhofft. Natürlich kamen zu uns wieder die guten Freunde, auch uns schon bekannte Politiker. Zu einem konkreten Gespräch kam es aber nur in seltenen Fällen.

   

   

Auch Herr Rauhut machte seine Runde und war bei uns.  Wir hatten gehofft einige Vorgespräche zur Zusammenarbeit mit den Verbänden in Deutschland zu haben. Vielleicht hat man die Möglichkeit der Zusammenarbeit noch nicht erkannt,  leider läuft uns die Zeit weg. Auch unsere Freunde aus Oberschlesien mit Herrn Lippa waren mit Bussen gekommen, mussten am Abend leider wieder abreisen und die ganze Nacht auf der Autobahn verbringen.

   

Auf der Bühne trat die oberschlesische Jugendtanzgruppe auf, die vor Jahren auch bei unserem Sommerfest in Glatz das Publikum erfreute, so wie der singende Tierarzt aus Bayern. Der Abend wurde musikalisch von Norbert Rasch, selbst Vorsitzender eines DFK in Oberschlesien, mit seiner Partnerin gestaltet und die Massen waren begeistert. Festzustellen bleibt, dass wir aus der Heimat einen wesentlichen Beitrag zum Bundestreffen beigetragen haben und das macht Hoffnung für die Zukunft.

Bericht

Horst Ulbrich

4.6.2019

Ein guter Freund und aktiver Grafschafter ist von Gott abgerufen worden.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

 

Georg Hoffmann, Initiator der Wittig Symposien und Gründer der Vereinigung „ Freunde des Wittighauses“ dessen Vorsitzender er viele Jahre gewesen ist, hat Gott zu sich gerufen. Ich hatte die Ehre, lt. Mitgliederbeschluss von ihm den Vorsitz zu übernehmen, als es unserem Georg gesundheitlich nicht mehr gut ging und er die weite Reise in die Heimat nicht mehr wagte.

                Eine Bildauswahl die mir zugesendet wurde. Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Wir alle trauern mit der hinterbliebenen Familie um einen aktiven Grafschafter, der Prof. Wittig noch kannte, dessen Haus und Museum ich als Nachfolger von Georg Hoffmann  mit den Sponsoren aus Deutschland immer noch in einem ordentlichen Zustand erhalten kann.

Gott gebe ihm die ewige Ruhe.

Horst Ulbrich

Vorsitzender des Freundeskreises Wittighaus.

 

2.6.2019

Prof. Dr. Bernd Fabrizius zu Gast in Niederschlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:21

Am 1.6.2019 war Prof. Dr. Fabrizius, der Beauftragte für Aussiedler und Minderheiten der CSU, zu Gast bei unseren Freunden, dem DFK Waldenburg und da wir Glatzer 2010 als Ortsgruppe der Waldenburger unsere Reaktivierung begonnen hatten, wurde ich von der Vorsitzenden Frau Doris Stempowska auch zu dem Treffen eingeladen.

      Zum vergrößern auf die Bilder klicken.

Zu dem Termin kam Herr Fabrizius mit der Konsulin aus Oppeln was mich gewundert hatte, da sie eigentlich im wohlverdienten Urlaub war. Nach einem Rundgang durch die Räume des DFK Waldenburg, die ja im Gegensatz zu uns in Glatz über sehr viel Raum verfügen, saßen wir bei Kaffee und Kuchen beisammen, wo die Vorsitzende Doris Stempowska zunächst über ihre Vereinstätigkeit berichtete. Es folgten kleine Mundarterklärungen der Niederschlesier und auch ich konnte meine Geschichte mit dem Opa aus Eckersdorf zum Besten geben. Ich bin wie bekannt in Herford NRW geboren und als Opa und Oma dort zu uns zogen hatte ich als Junge mit 5 Jahren große Probleme mit der Verständigung, denn die Beiden sprachen nur ihren Dialekt aus ihrer Heimat und das war für mich zunächst eine Fremdsprache. Aber Kinder lernen schnell und so kann ich Dank dem Opa heute auch ……a bissla pauern…

                                                      

Es ergab sich eine rege Diskussion mit den geladenen Gästen und wegen der gemütlichen Atmosphäre habe ich meine Fragen zu den Kürzungen der Fördermittel im März und einer mittelfristigen Prognose unserer Finanzierung, nicht gestellt. Das werde ich bei anderer Gelegenheit nachholen, sehe aber mit Sorgen in die Zukunft unserer Projektfinanzierung. Nach ca 2 Stunden haben sich die Gäste verabschiedet und auch ich musste mich sputen, denn nach den Maltesern mit LKW und Hilfsmitteln für unser Zentrallager am Vortag warteten zu Hause schon neue Gäste aus München. Auch die Vorbereitungen zum Bundestreffen der Schlesier in Hannover laufen auf vollen Touren wie man so sagt.

Also auf ein Wiedersehen in Hannover am 14. bis 16.Juni.

Bericht

Horst Ulbrich

29.5.2019

Autorenlesung mit Frau Monika Taubitz beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:14

Es ist schon fast so etwas wie eine Tradition, dass die aus Breslau gebürtige deutsche Schriftstellerin mit Grafschafter Wurzeln, Frau Monika Taubitz, uns im Frühjahr jedes Jahres im DFK Glatz besucht und aus ihren Werken liest. In diesem Jahr fand dieser literarische Höhepunkt des Jahres am Freitag, dem 24. Mai 2019, in Glatz statt.

     Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

Wie immer, hatte sich wieder eine kleine Gemeinde aus treuen „Fans” und Interessierten versammelt, um den Worten der Autorin zu lauschen und ihre Werke aus dem Mund der Dichterin selbst zu hören. Und wie immer war es ein Genuss für Ohr, Herz und Verstand. Nach einer kurzen Einleitung las Frau Taubitz zuerst aus ihrer schon klassischen Gedichtesammlung „Ein Land gab mir sein Wort” (2007), dann aber auch aus der neueren Sammlung „Flußleben” (2014). Als Überraschung hatte die Autorin allerdings diesmal zwei Werke einer ganz anderen Art und auch anderen Gattung mitgebracht, nämlich zwei kurze amüsante Erzählungen, die bisher nur im Rahmen des Volkskalenders für Schlesier veröffentlicht wurden – „Der Umzug” sowie „Der Nachtwächter”. Bei beiden handelt es sich um wahre Geschichten, die Frau Taubitz nacherzählt, wie sie ihr im Kreis ihrer Familie zu Ohren gekommen sind. Das Publikum war recht amüsiert und angetan von diesen Erzählungen mit schlesischem Lokalkolorit – und da Frau Taubitz erklärte, noch einige Erzählungen ähnlicher Art zu besitzen und sie uns zur Verfügung stellen zu wollen, wird sich der DFK-Konversationskreis wohl in den kommenden Monaten noch öfters mit Texten dieser Art beschäftigen.

                                                

Den Abschluss der Veranstaltung, die durch den DFK-Vizevorsitzenden Heinz-Peter Keuten und unsere versierte Übersetzerin Irena Rogowska geleitet wurde und die unter dem Titel „Literatur, die die Herzen bewegt” durch Mittel zur Förderung des Zusammenhalts der Deutschen Minderheit in Polen gefördert wurde, bildete eine Frage- und Diskussionsrunde, in der es zu angeregten Gesprächen über Werk und Leben der Autorin kam. Im Anschluss war bei Wein und einem kleinen Imbiss noch Zeit für Autogramme sowie private Gespräche.

                                 

Es sei noch hinzugefügt, dass sich der DFK Glatz und die Schriftstellerin Monika Taubitz in diesem Jahr nicht weniger als drei Mal in einer Woche zu gemeinsamen Veranstaltungen in der Grafschaft Glatz trafen: Zur Feier des 700-jährigen Stadtrechts der Stadt Habelschwerdt am 22.5.19, zur oben beschriebenen Autorenlesung am 24.5.19 sowie zur Ausstellungseröffnung über die Besiedelung der Grafschaft Glatz im Gottwaldhof zu Winkeldorf am 25.5.19. Wie bemerkte doch Jurek Żelaszkiewicz, der Vorsitzende des Deutsch-Polnischen Freundschaftskreises zu Glatz, treffend während der Gesprächsrunde mit Frau Taubitz bezüglich der Frage, wo denn ihre Heimat liege: „Wenn Sie zu Besuch in der Grafschaft sind, dann sind sie unsere!”

Bericht: Heinz-Peter Keuten

Festakt zur 700-Jahr-Feier der Verleihung der Stadtrechte an die Stadt Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:04

      Zum Vergrößern bitte aus die Bilder klicken.

In diesem Jahr jährt sich zum 700. Male das denkwürdige Ereignis, dass der böhmische König Johann als Dank für die Verdienste des Stadtvogts Jakob Rücker im Jahre 1319 die ihm unterstehende Stadt Habelschwerdt in den Rang einer „selbstständigen königlichen Stadt“ erhob. Aus diesem Anlass hat die Stadt Habelschwerdt (auf polnisch Bystrzyca Kłodzka) am Wochenende des 18./19. Mai 2019 ein großes Stadtfest veranstaltet, zu dem auch viele Gäste aus den europäischen Partnerstädten sowie Vertreter der ehemaligen deutschen Bewohner Habelschwerdts eingeladen waren.

Herrn Heribert Wolf, dem Vorsitzenden der Heimatgruppe Habelschwerdt, der schon seit Jahren freundschaftlich mit dem DFK Glatz verbunden ist, ist es erneut gelungen, einen großen Reisebus zu füllen, so dass die Heimatgruppe Habelschwerdt als Vertreter der ehemaligen deutschen Einwohner der Stadt zahlreich zu diesem besonderen Fest vertreten war. Die Stadt hatte das Allgemeinbildende Schulzentrum, an dem der stellvertretende DFK-Vorsitzende Heinz-Peter Keuten als Fremdsprachenlehrer tätig ist, beauftragt, sich besonders um die Gäste der Heimatgruppe Habelschwerdt zu kümmern, und so hatte die Schulleitung zusammen mit den Lehrern und Schülern der Schule am 22. Mai 2019 zu einem Festakt nach Habelschwerdt in die Historische Schulaula eingeladen.

Die Veranstaltung war für alle Interessierten offen, so dass neben der Heimatgruppe Habelschwerdt auch Bürger und Vertreter der Stadt, andere Gäste aus Deutschland und Polen, aber natürlich auch die Lehrer und Schüler der Schule teilnahmen und die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt war.

   

Überraschungsgast war die deutsche und schlesische Schriftstellerin Monika Taubitz, die die Gäste darauf aufmerksam machte, dass sie sogar familiär mit diesem Ort verbunden ist, da einer ihrer Vorfahren hier (am ehemaligen königlichen Lehrerseminar) seine Lehramtsausbildung absolviert und sein Diplom wahrscheinlich in dieser Aula überreicht bekommen hat – und zudem ihr Onkel Felix Taubitz der letzte deutsche Direktor der Schule gewesen war.

Durch die Veranstaltung führten zwei Schüler der Schule: Die Ansagen wurden zur Freude der deutschen Gäste immer auf Deutsch und dann auf Polnisch gemacht. Das Programm wurde feierlich eröffnet mit der Europahymne und einer Fanfare, die der Direktor der Habelschwerdter Musikschule speziell aus Anlass der 700-Jahr-Feier komponiert hat. Das zweistündige Programm war sehr abwechslungsreich und umfasste Begrüßungsreden, Musikeinlagen (Trompetenmusik, Solovorträge mit Liedern auf Russisch, Englisch und Französisch sowie Volks- und Kunstlieder, die durch ein Mitglied der Heimatgruppe Habelschwerdt, Herrn Ralf Lehmkühler, vorgetragen und spontan von einer polnischen Pianistin der Musikschule begleitet wurden) sowie drei Multi-Media-Vorträge über das frühere Habelschwerdt (Heribert Wolf), das heutige Habelschwerdt (vorbereitet von der polnischen Schule) sowie ein Kurzfilm über den deutschen Habelschwerdter und Ehrenbürger der heutigen polnischen Stadt, Karl-Heinz Ludwig, der zahlreiche Denkmäler in der Stadt auf eigene Kosten und mit eigener Hand renoviert hat.

Zum Schluss der Veranstaltung hatte der Chor des DFK Glatz unter seinem neuen Leiter Szymon Wołoch die Ehre, das Publikum mit vier Liedern aus seinem abwechslungsreichen Repertoire zu unterhalten. Besonders das Lied „Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen“ (eine umgetextete Version des Karnevalsschlagers „Kölsche Mädcher, kölsche Junge, sin dem Herrjott jot jelunge“) ist gut angekommen und hat die Stimmung aufgelockert.

Es ist erfreulich, dass – trotz mancherlei politischer Irritationen im heutigen politischen Europa – eine solche gemeinsame deutsch-polnische Feier so harmonisch stattfinden kann und alle Anwesenden die Veranstaltung mit einem guten und freudigen Gefühl verlassen haben. Wir vom DFK freuen uns, dass wir einen kleinen Teil dazu haben beitragen dürfen.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

27.5.2019

Große Aktion auf dem Gottwaldhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:27

Einer Einladung zur Eröffnung der Ausstellung auf dem Gottwaldhof in Winkeldorf sind wir gern gefolgt und so fuhren die interessierten Mitglieder des DFK Glatz mit einem extra bestellten Bus ab Kloster Glatz um 10 Uhr am Morgen ab.

Am Tag davor war unser Mitglied, die bekannte Buchautorin Monika Taubitz in unserer Geschäftsstelle zu einer Autorenlesung die wieder mit Begeisterung besucht wurde. Am gleichen Abend hatte ich auch noch einen zweiten Termin mit einer Gruppe Geschichtsforscher aus Dresden, die mich gebeten hatten etwas über die Situation der Deutschen in Niederschlesien zu berichten. Da das Thema Gottwaldhof gut zu dem Thema passte habe ich sie gleich darauf aufmerksam gemacht. Auch Frau Taubitz habe ich am nächsten Tag aus Bad Altheide nach Winkeldorf abgeholt, wo unser Bus und die Gruppe aus Dresden gerade eingetroffen war.

   

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Dort empfing uns sogleich Renate Fuglinska mit ihrer Tochter, der Vorsitzenden der Familienstiftung Gottwaldhof. Weitere Gäste aus der Umgegend sowie der Großdechant Franz Jung mit einer deutschen Abordnung waren auch dabei. Nach der Begrüßung der Gäste und einiger Grußworte war dann dem Großdechant die Ehre zuteil geworden, die Ausstellung zu eröffnen.

   

Eine sehr gut gemachte Information zur Geschichte Niederschlesiens und natürlich des Gottwaldhofs. Aber der ganze, ehemalige Bauernhof ist ein Museum und jedem zu einem Besuch zu empfehlen. Gruppen sollten sich bei Familie Fuglinska unter der Tel. Nr. 0048 748 147 802 oder per E-mail: info@gottwadowka.pl vorher anmelden.

     

Der Tag der Eröffnung wurde mit Musik begleitet, da der Ehemann der Vorsitzenden Musiker ist und in einer Band spielt . Aber auch die mitgefahrenen Chormitglieder des DFK Glatz hatten ihre Unterlagen dabei und haben die Gäste mit Gesangseinlagen unterhalten. Für das leibliche Wohl hatte wieder die Familie gesorgt und so ging ein sehr schöner und informativer Tag, bei bestem Sonnenschein am späten Nachmittag zu Ende.

Der Familienstiftung sei gedankt, dass hier ein Ort gegen das Vergessen der deutschen Vergangenheit in Niederschlesien entstanden ist.

Bericht

Horst Ulbrich

22.5.2019

Ein berühmter Sohn der Stadt Glatz wird geehrt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:38

      Zum Vergrößern die Bilder anklicken.

Am 12. Juni 2019 jährt sich der Todestag von Andreas Ernst, einem Glatzer Architekten, zum neunzigsten Mal. Aus diesem Anlass wurde im Museum in Glatz eine Ausstellung über sein Leben und seine herausragenden Arbeiten eröffnet. Er lebte von 1891 bis 1929 in Glatz und Bad Altheide und hat in der Region zahlreiche Jugendstilbauten erschaffen.

                 

Hier nur einige Bilder und der Entwürfe des Architekten Andreas Ernst.

Mit der Ausstellung würdigt die Stadt seinen großen Sohn und präsentiert einige Arbeiten die sein Schaffen, aber auch die Innenausstattung der Glatzer Häuser um die Jahrhundertwende veranschaulichen. Die Ausstellung zeigt deutlich die architektonischen Stile vom Historismus über den Jugendstil bis hin zur Moderne. Eine sehr gute und präzise Präsentation. Geweckt wurde das öffentliche Interesse nach einem Vortrag von Dr. Schmack über den Architekten Ernst, im Museum vor zwei Jahren. Dr. Schmack hat in einem der Jugendstilhäuser in der ehemaligen Zimmerstraße gewohnt, wo er auch seine Arztpraxis hatte. Unser Mitglied Jurek Czelaskiewitcz hat maßgeblichen Anteil daran, dass diese Ehrung zustande kam. Auch die überwucherte Grabstätte hat er gefunden und mit Kollegen wieder zugänglich gemacht. Ihm sei hiermit ausdrücklich gedankt.

 

Einen Dank aber auch der Stadt Glatz und den Museumsdirektor, der mit Sponsoren diese Ausstellung erst möglich gemacht hat. Die Grabstelle wird wohl wieder eine Arbeit unserer Denkmalpflege werden, um einen guten Zustand wieder herzustellen.

Bericht Horst Ulbrich

17.5.2019

Verbandsratssitzung des SKGD am Annaberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:51

Am 13.5.2019 trafen sich die Delegierten zur jährlichen Sitzung, um

Tätigkeitsbericht, Finanzbericht und Bericht der Revisionskommission des Dachverbandes VDG zu diskutieren und neue Beschlüsse zu fassen.

   Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Auch in diesem Jahr waren wieder viele Gäste eingeladen. So waren eine Abordnung des BDV aus Thüringen, die Konsulin aus Oppeln, der Marschall der Region, unser Mitglied im Seim Herr Gala, der Vorsitzende des Seymik und andere anwesend. Mir ist die Verfahrensweise immer noch fremd, aus meiner Tätigkeit in anderen Organisationen in Deutschland gab es immer einen internen und danach öffentlichen Teil mit Gästen. Mein Vorschlag im letzten Jahr dazu wurde aber fast einstimmig abgelehnt.

                         

So verlief eine harmonische und gut vorbereitete Veranstaltung von Morgens 9 Uhr bis in die Abendstunden, denn es gab auch folgenschwere Entscheidungen zu treffen. So beendeten drei Organisationen ihre Tätigkeit, zwei neue wurden nach Vorstellung ihrer Tätigkeit und Diskussion in einen Bewährungszustand von zwei Jahren aufgenommen, um dann eventuell fest übernommen zu werden.

Auch über Resolutionen zur Europawahl in Polen, zur Lage der deutschen Sprache der DMI in Polen, zu den Gesprächen am deutsch-polnischen runden Tisch, zum Jahr der schlesischen Aufstände und zwei weiteren wurde abgestimmt.

Gefeiert wurde am Abend die Zusammenarbeit mit dem BDV über 25 Jahre, mit einem Konzert und Empfang mit kaltem Buffet zur Entspannung nach getaner Arbeit. Nach einigen deutschen Vorträgen der Kinder aus verschiedenen Schulen spielte das Orchester der Oppelner Philharmonie.

Während des Konzertes gab es einige Auszeichnungen, auch Geschenke wurden ausgetauscht.

     

Die Übernachtungsgäste trafen sich später noch im Speisesaal, um bei einem gemütlichen Bier sich besser kennen zu lernen. Unser Bernard, Vorsitzender des DFK Grünberg hatte auch seine Gitarre dabei und so gab es weitere musikalische Unterhaltung und auch sachliche Gespräche nach einem arbeitsreichen Tag.

Sonntagmorgen, nach einer hl. Messe in der Bsilika traten die letzten Teilnehmer dann ihre teils weite Heimreise an. Die Teilnehmer der Organisation kamen ja aus ganz Polen. Von Breslau und Glatz ganz im Süden bis zum Norden aus der Danziger Gegend.

Bericht

Horst Ulbrich

Older Posts »

Powered by WordPress