Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

26.8.2016

Kulturtagung der Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Baden-Württemberg, im Eichendorffzentrum Lubowitz.

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Es ist nicht nur eine Kulturtagung, sondern jedes Jahr auch ein Wiedersehen mit guten Freunden, und wir freuen uns immer dabei sein zu dürfen.

Auch in diesem Jahr war die Tagung mit interessanten Vorträgen gefüllt und die Referenten vermittelten einen Einblick in das Lebenswerk bedeutender schlesischer Persönlichkeiten.

Zu Beginn des ersten Tages stellten sich alle Teilnehmer vor, denn aus Nah und Fern waren die geladenen Gäste aus verschiedenen Deutschen Freundschaftskreisen angereist. Der Tag war dann gefüllt mit Vorträgen und Diskussionen. Dr. Schoch begann mit seinen Betrachtungen der Geschichte der Juden in Schlesien, es folgte der Vortrag des Vorsitzenden der Landsmannschaft, Herrn Zimmermann, über zehn bedeutende schlesische Erfinder und Entdecker. Am Abend wurde noch der sehr interessante Film, „Gloria und Exodus“ über die Geschichte des schlesischen Adels gezeigt.

Am zweiten Tag eine Exkursion und Frau Barbara Grzegorczyk führte uns sachkundig durch ihre Stadt. Weiter ging es nach Friedersdorf, wo die DFK-Vorsitzende, Frau Rosa Zgorzelka, uns durch das bemerkenswerte deutsche Museum führte. Es ist immer wieder erstaunlich, was engagierte Menschen bewerkstelligen können. Es ist ihr nicht nur gelungen die alte sehr große Scheune vor dem Verfall zu retten und in einen guten Zustand zu versetzen, sie hat auch die Exponate aus dem ganzen Umland gesammelt und die Scheune zu einem sehr interessanten deutschen Museum umgestaltet.

Am Abend bei einem gemütlichen Beisammensein bot sich einer der Teilnehmer an, den Abend musikalisch zu gestalten, und so wurde sogar auch noch getanzt. Da meine Frau an dem Tag Geburtstag hatte und wir einige Flaschen Wein mitgebracht hatten, wurde es doch ein wenig später als so mancher Gast es vielleicht vorhatte.

Aber am nächsten Morgen, zum Vortrag von Helga Wüst über „Sophie von Hatzfeld“, waren alle wieder aufmerksam dabei. Gudrun Linzel stellte den verwegenen, intelligenten und zwiespältigen Zeitgenossen „Franz Jung“ in ihrem Beitrag vor. Erst gegen 18 Uhr kamen wir zur Auswertung des Seminars, bevor wir den Heimweg nach Glatz antreten konnten.

Wieder eine erfolgreiche Kulturtagung, und wir hoffen alle im nächsten Jahr gesund wiederzusehen. Ein gutes Beispiel der Landesgruppe Baden-Württemberg, Tagungen zusammen mit den in der Heimat verbliebenen Deutschen durchzuführen. Hoffen wir, dass andere Landsmannschaften auch den Weg der Zusammenarbeit suchen, denn nur darin liegt die Zukunft unserer deutschen Traditionen in den ehemaligen deutschen Gebieten.

Zu bemerken bleibt, dass auch mit dem Landesverband der Vertriebenen im Freistaat Sachsen gute Kontakte gepflegt werden. Schon am nächsten Wochenende haben wir eine gemeinsame Tagung in Liegnitz.

Bericht

Horst Ulbrich

 

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21.8.2016

Deutsche Wallfahrt in Albendorf

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Wie jedes Jahr am zweiten Sonntag im August sind auch am 14. August 2016 wieder Wallfahrer aus dem In- und Ausland zur deutschen Wallfahrt nach Albendorf, unserem „Glätzischen Jerusalem“, gepilgert. Im Vorgespräch mit Pater Arndt konnte festgestellt werden, dass zu diesem Anlass Wallfahrer aus Paderborn, Wiesbaden, Berlin und München aus Deutschland angereist waren, ebenso wie aus Oppeln, Waldenburg und Glatz im heutigen Polen. Der VDG-Vorsitzende Bernhard Gaida begrüßte die Gäste aus Nah und Fern, ein Chor aus Oppeln und der Chor des DFK Waldenburg begleiteten die Hl. Messe mit Gesang. Der Hauptzelebrant, Pfarrer aus Ratibor  wurde am Altar durch unseren Franziskanerpater und Seelsorger für die Deutsche Minderheit in Niederschlesien, Dr. Marian Arndt aus Breslau, unterstützt.

Noch lange wurden nach der Messe Marienlieder gesungen, während alle die Möglichkeit hatten, die Marienstatue von Nahem zu verehren.

Nach der Messe wurde ich zum Mittagessen eingeladen, denn wir hatten noch das Programm unseres Oktoberfestes zu besprechen, das die Waldenburger mit ihrem Chor immer unterstützen. Leider hatte Pater Arndt zu unserem traditionellen Fest keinen Termin mehr frei, weil er bereits bei einer anderen Einladung zur Feier einer polnisch-deutschen Trauung zugesagt hatte. Er wird zu unserem deutschen Gottesdienst in Glatz einen anderen, deutschsprachigen Priester bitten. Es gab auch wieder viele Gespräche mit Freunden wie dem singenden Tierarzt aus München, den ich lange nicht gesehen hatte. Die Wallfahrt ist eben auch immer ein Treffen mit Freunden – und gebe Gott, dass dies noch lange so bleibt.

Bericht

Horst Ulbrich

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15.8.2016

Jugendchor und Orchester auf dem Gottwaldhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:26

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Ja, da wurde uns ein Kunstgenuss geboten. Von den Chören und dem Orchester wohl auch als Generalprobe für das nächste Konzert in Bad Flinsberg im Riesengebirge gedacht, erlebten wir bei bestem Wetter auf dem Gottwaldhof Musik und Gesang der Jugend aus dem oberschlesischen Zawiercie (Kreis Kattowitz).

Der Orchesterleiter, Herr Stawarza, gab auch immer wieder Informationen in Deutsch zu den einzelnen Solisten und den Orchesterstücken. Die Gruppe kommt jährlich auf den Gottwaldhof und Leopold Stawarza ist ein Freund der Familie Fuglinska, die uns Gäste auch mit selbst gebackenem Brot und allerlei Zutaten verwöhnte. Erstaunlich, dass Jugend in solch großer Zahl noch für Chorgesang und Orchesterproben zu begeistern sind. Gesamt waren es über vierzig Sänger und Musikanten, in gleicher Anzahl wohl auch die begeisterten Zuschauer. Die Gruppe sucht Kontakte zu deutschen Musikgruppen und ich denke da helfen zu können. Das Telgter Jugendblasorchester des Gymnasiums war vor Jahresfrist in Glatz und wir hatten Werbung und Auftritte organisiert. Vielleicht können wir ein gemeinsames Orchestertreffen organisieren und damit einen weiteren Beitrag zur Verständigung zwischen den Völkern leisten.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

Jugendorchester 007     Jugendorchester 021  Jugend aus Telgte vor Jahresfrist in Glatz.

4.8.2016

Vorläufige Termine DFK Glatz ab August:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:05

 

 

 

5.8. Konzert zum 25 jährigen Freundsch. Vertrag mit Polen.

13.8. Ifa beim DFK und Stdtfest Glatz.

14.8. 13 Uhr Altlomnitz Messe mit Bisch. Dec/

12 Uhr Albendorf deutsche Wallfahrt.

20.8. DFK Projekt Trachten ( Konsolidierung Renia)

  1. – 24.8. Lubowitz. Kulturtagung im Eichendorfzentrum.

27.8. Buchauthor Magerski beim DFK Glatz.

  1. – 28. 8.Landesverb. der Vertriebenen Hotel im

Gwarna Liegnitz.

3.9. Philharmonie Oppeln Konzert zu 25. Freundschaftsvertr.

4.9. VDG Tag der offenen Tür ( DFK Glatz mit Infostand)

10.9. Hochzeit Dr.Süß in Erfuhrt.

15.9. Zentralstelle Grafsch. Glatz 13 Uhr Herford.

16.9. Hirschfelder Tafel aus Detern Abholung.

17.9. DFK Breslau 25 jähriges Bestehen. Einladung.

19.9. Habelschwerdt Einweihung Hirschfelder Gedenkstein.

  1. – 21.9. Altwaltersdorfer Heimreise.

(Villa Polanica)Einladung.

24.9. Oktoberfest DFK Glatz.  ( Bitte frühzeitig anmelden.)

29.9. Malteser Telgte Hilfstransport. Anreise.

30.9. Hilfstransport mit Herrn  Pollok.

Ca. 12 bis 15 Uhr Abladen am Krankenhaus Glatz.

  1. – 7.10. Wissenschaftsfestival DFK Glatz mit Uni Breslau.

Referate und deutscher Lyrikwettbewerb.

26.11. Erste DFK Weihnachtsfeier und Hilfstransport aus Berlin.

6.12. Nikolaus bei den Kindern.

 

Horst Ulbrich

28.7.2016

  Bericht eines Kurzurlaubes in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:13

 

Eine Reise mit unserem Wohnmobil nach Polen zum Deutschen Freundschaftskreis und zur Silberhochzeitsfeier von Renata und Horst Ulbrich in Schwenz / Eckersdorf bei Glatz.

Dank der Einladung unser Freunde Renia und Horst zu der Silberhochzeitsfeier sind wir am 13.7. auf dem Reiterhof sehr freundschaftlich empfangen worden. Dann wurde unser Wohnmobil mit vielen Kleidern – Brillen und Hörgeräte, alles Spenden aus unserem Dorf in Detern, erst einmal entladen. Wir hatten alle Stauräume im Mobil voll, um bedürftigen Menschen zu helfen.

 In den Tagen bis zur Feier haben wir oft gemütlich zusammen gesessen und über die Arbeit der Ulbrichs im sozialen Bereich und Gedenken an die alte Heimat geklönt. Am 14. bekam Horst einen Hilferuf aus dem Krankenhaus Glatz, die benötigten Rollstühle haben wir dann mit seinem Transporter in die Ambulanz gebracht. 

Wir haben einige Touren mit dem Fahrrad unternommen und sind auch nach Eckersdorf gefahren, dem Geburtsort meiner Frau Stefanie, deren Familie ja aus der Heimat vertrieben wurde.

Wir sind ja fast jedes Jahr bei unseren Freunden und somit sehen wir auch die Veränderungen in und um Eckerdorf. Wir stellten fest, dass im Ortskern nach Kanalerneuerung auch die Straße mit neuem Asphalt versehen wurde, auch ein neuer Fußweg ist angelegt worden. Die Kirche ist ja nach wie schön, lediglich das Denkmal St. Peter u Paul vor der Kirche ist in sehr schlechtem Zustand. Horst sieht aber eine Möglichkeit über eine deutsche Stiftung auch das Denkmal renovieren zu lassen. In Schwenz an der Kapelle und bei Heinrich Bender ist das auf privater Basis schon gelungen. Eine Tafel über die Geschichte der Eckersdorfer Kirche im Garten wäre auch zu erneuern.

Verbessert haben sich die alten deutschen Grabsteine an der Friedhofsmauer, wurden scheinbar renoviert. Horst hat die defekte Mauer an den Kindergräbern und einigen Grabstellen der Grafenfamilie, in Absprache mit Graf Constantin von Magnis, in einen besseren Stand versetzt. Die Gräber sollen neue Grabplatten mit neuer Inschrift bekommen, die Arbeiten sind beim Steinmetz schon in Auftrag gegeben.  

Am Schloss sieht es nach wie vor nicht gut aus und ein Schandfleck ist gegenüber die Bauruine. Der Vordergiebel fällt bald auf die Straße. Horst hatte vor zwei Jahren einen Investor aus Österreich für das Schloss, zur Bedingung wurde aber die Erneuerung der Dorfstraße und Abriss der Ruine gemacht und das scheint eine fatale Angelegenheit zu sein, da dort im hinteren Teil immer noch der verwirrte Besitzer wohnt und zu keinen Verhandlungen bereit ist. Ob in weiterer Zukunft der Investor noch zur Verfügung steht wird von Horst bezweifelt. Auch im Ortskern ist keine Verbesserung zu sehen, lediglich das Rondell mit den schönen Blumen und dem Hinweisschild auf den Rundweg von Professor Wittig ist in Ordnung. Insgesamt ist im Ort eine weitere Bebauung und Renovierung der Häuser zu sehen. Unverändert und gut erhalten ist die große Eiche in Eckersdorf, ich habe mal die Astweite  in etwa ausgemessen und kam auf über 40 Meter. Das ist wirklich sehenswert.

Erstmals haben wir an manchen Häusern Schilder mit deutscher Aufschrift „Zimmer frei „ gesehen.

Dank der Elektroräder haben wir den Doktorberg geschafft und sind zum Heinrich Bender Gedenkplatz gefahren. Auch die Hauptstraße von Ulbrich bis nach Schlegel ist komplett neu, mit neu angelegter Bushaltestelle und neuer Einfahrt zur Bender- Gedenkstätte. Dort ist alles in Ordnung und auch die Bank die wir ja letztes Jahr aufgestellt haben ist an einem schönen Platz mit der Aussicht nach Eckersdorf und dem Heuscheuer Gebirge. Super Blick.

Eines ist uns noch erwähnenswert. Wir hören oft von Reisenden nach Eckerdorf oder Schlesien, sie können dort nicht Parken. Das ist komplett falsch, einmal ist in der Nähe der Gedenkstätte die Bushaltestelle zum Parken großer Fahrzeuge und es sind nur einige wenige Schritte auf festem Untergrund neben der Straße. Für PKW und auch etwas größere Fahrzeuge ist extra eine Auffahrt zum Parken am Gedenkplatz. Horst ärgert sich nur immer über den Müll den die Menschen hinterlassen und er wird dort einen Müllkasten aufstellen.

 Also der Platz ist sehr gut zu erreichen.

 Ja und dann kam der 16.7. die Feier der Silberhochzeit von Renia und Horst. Am Frühen Vormittag kam erst noch ein schwerer LKW vom Malteserdienst Telgte, voll beladen mit Hilfsgüter für den DFK und Rollstühle – Betten – Bettbezüge – elektr. Rollstühle usw wurden entladen. Alles Hilfsmittel die dringend benötigt werden und es gab keinen anderen Liefertermin. Im Oktober kommt noch ein großer Transport mit zwei Sattelschleppern für das Krankenheus in Glatz und Neurode, berichtete Horst. In diesem Jahr schon der zweite Großtransport, gesponsert von Herrn Pollok aus Alversloh. Wir selber haben schon insgesamt 4 Transporte in den letzten Jahren mit Abladen können, ein großer Dank an alle die Horst und Renia in ihrem Engagement unterstützen. 

Danach wurde es  etwas hektisch, die Zeit lief davon und die Beiden mussten sich zu ihrer Silberhochzeit noch hübsch machen.  Vor der Kirche gab es dann auch etwas Unruhe und Horst musste erst einmal alles in geordneten Bahnen bringen. In der schönen Eckersdorfer Kirche dann die Messe, davon hat ja im Blog schon H. P. Keuten geschrieben. Renia und Horst ergriffen vor der Messe das Wort und Horst erklärte den Anwesenden, es sei die Kirche seiner Ahnen, denn  seine Eltern wurden dort getraut und seine Geschwister gingen vor der Vertreibung in Eckersdorf noch zur Kommunion. Beim Ave Maria, vorgetragen vom Organisten und  Chorleiter des DFK Glatz kamen wirklich vielen die Tränen. Der DFK Chor hat gesungen und mit der Gemeinde unser Heimatlied „ Über die Berge schallts“ Auch da hatte meine Frau mit Tränen zu kämpfen, denn es ist Ihr Lieblingslied.

Nach der Kirche wurde das Silberpaar mit Küssen und Geschenken bedacht. Es gab auch Überaschungsgäste aus Prag und Köln und es dauerte lange bis alle in den bereitgestellten Bus gestiegen sind, der die geladenen Gäste ins Restaurant zur Feier brachte. Mehre Gäste wollten von Stefanie  wissen, wie es vor und während der Vertreibung war, denn die jüngeren Polen, die ja dort geboren sind, können sich das nicht so richtig vorstellen. Der Kontakt mit den Polen war sehr freundlich, es stimmt nicht wie uns vorher von Deutschen berichtet wurde, dass die Polen nach dem Regierungswechsel unfreundlich gegenüber Deutsche wären, wir haben das Gegenteil erlebt. Auch Horst hat das bestätigt. Politik und das Volk sind zweierlei Ding hat er gesagt.

Nach dem Essen gab es mehrere musikalische Darbietungen, Renia und Horst zeigten per Multimedia Bilder ihrer Jugend und wie sie sich kennengelernt haben. Eine sehr schöne Feier, auch der Rücktransport war organisiert, da  wohl alle von dem guten deutschen Wein getrunken hatten.

Mit Tränen bei der Verabschiedung sind wir dann am folgenden Mittwoch mit unserem WOMO wieder zurück gefahren. Wir danken dem Ehepaar Ulbrich, dem Sohn Dominik und den Eltern von Renia für die wunderschönen Tage auf dem Reiterhof.

Klaus Barth

 

21.7.2016

Deutscher Gottesdienst des DFK und Silberhochzeit.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:45

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Am 16.7. 2016 haben wir den monatlichen deutschen Gottesdienst mit der Jubiläumsfeier zur Silbernen Hochzeit unseres Vorsitzenden Horst Ulbrich und seiner Ehefrau Renata verbunden. Dazu waren auch Gäste und Verwandte aus Deutschland, Tschechien und Polen angereist. Dazu kam am gleichen Tag der Feier noch ein Hilfstransport der Malteser aus Telgte, der am Morgen noch abgeladen werden musste, da ein anderer Termin nicht möglich war. Aber auf Ulbrichs Reiterhof waren schon genügend Gäste, die tatkräftig am dortigen Zentrallager geholfen haben. Erst danach ging es weiter zur Kirche.

Das Silberpaar hat zu Beginn der Messe einige Worte an die aus diesem freudigen Anlass in der Kirche von Eckersdorf versammelte Gemeinde gerichtet und darauf hingewiesen, dass die Eltern von Horst Ulbrich hier getraut wurden, seine Geschwister vor der Vertreibung noch hier zur Kommunion gegangen sind und viele seiner Ahnen bis 1945 auf dem Friedhof ihre letzte Ruhe fanden.

Pater Marian Arndt aus Breslau und der Ortspfarrer Jan Ordowski haben den Gottesdienst auf Deutsch und Polnisch gehalten, Sohn Dominik Ulbrich war als Messdiener mit am Altar und hat die erste Lesung übernommen. Der Chor des DFK Glatz hat noch am Mittwoch davor die letzte Probe vor den Ferien genutzt und den Gottesdienst mit Gesang begleitet. Da unser Chorleiter während der Messe auch die Orgel in der Eckersdorfer Kirche spielte, hat der Jubilar, wie schon so oft und trotz Jubiläumsfeier, auch den Chor dirigiert. Mit Flöte und Gitarre haben die Vorstandsmitglieder Heinz-Peter Keuten und Jochen Straube Lieder der Messe begleitet, und als dann zur Kommunion von der Orgel her unser Marek das „Ave Maria“ gesungen hat, kamen doch einigen die Tränen. Nach den Glückwünschen der beiden Geistlichen wurde dem Silberpaar noch ein Bild für die Hauskapelle und die persönliche Gratulation des Bischofs überreicht.

Vor der Kirche wurde das Paar dann mit Küssen und Geschenken umlagert, später fuhren die Verwandten mit einem bestellten Bus nach Glatz in das Restaurant Nota Bene, wo bis in die Morgenstunden gefeiert wurde.

Bericht

H.-P. Keuten

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12.7.2016

Beitrag zur Enthüllung der Gedenktafel Zimmerstraße in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:22

Es wurde eine Gedenktafel neben der ehemaligen Folterkammer des „Amtes für Sicherheit“ enthüllt

Die Glatzer „Kleine Wiese“

Wir müssen wissen, was geschehen ist, damit es in der Zukunft keiner wagt, die Opfer mit den Henkern gleichzusetzen.

Dank der Initiative der ehemaligen deutschen Gemeinschaften wurde am 18. Juni auf dem Grundstück in der ul. Grunwaldzka  [Horst-Wessel-Straße, Wiesenstraße] in Glatz eine Tafel enthüllt. Eingraviert wurde auf der Tafel ein Text in Polnisch und Deutsch: Wir gedenken der Polen und Deutschen, die von 1945 bis 1948 hier an diesem Ort von dem polnischen „Amt für Sicherheit“ in Glatz grausam gequält und ermordet wurden. Wir gedenken ihrer. Ihre Schicksale mahnen uns zur Versöhnung. Die Hinterbliebenen. Die Einwohner von Glatz. An der Feier nahmen u.a. Söhne von zwei dort ermordeten Deutschen teil.

Der erste Gedenkstein wurde an diesem Ort erst in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts aufgestellt. Früher hatten die Menschen Angst, es zu erwähnen wegen der Brutalität und der Straflosigkeit der Täter. Laut den deutschen Archiven wurden dort ca. 70 Deutsche ermordet. Die Zahl der Polen ist nicht genau bekannt, aber es wird geschätzt, dass sie noch höher sein könnte.

Einer der Gefangenen war Marian Bazała, der im Jahre 1946 ins Glatzer Bergland kam. – „Es ist schwer, in Worte zu fassen, was die dort gefangenen Menschen erlebt haben“, sagt seine Tochter Teresa Bazała. Der Vater verbrachte mehrere Monate in einer Zelle mit den Vernommenen und Gefolterten. Aus dem, was er sagte, kann man entnehmen, dass dort die gleichen grausamen Methoden verwendet wurden, die wir aus Beschreibungen von anderen kommunistischen Gefängnissen kennen. Er sagte auch, dass rund um das Gebäude Löcher gegraben wurden. Es wurden dort die Leichen der Ermordeten hineingeworfen. Die Angehörigen dieser Menschen sollten nie herausfinden, was mit ihren Nächsten geschehen ist. „Mein Vater konnte wie durch ein Wunder das Gefängnis verlassen – wie er sagte – mit Hilfe einer Ärztin, die dort arbeitete. Heute bedaure ich, dass ich seine Erinnerungen im Detail nicht niedergeschrieben habe, als er noch bei vollem Bewusstsein war. Jetzt ist er fast 89 Jahre. Er kann sich an die meisten Dinge nicht mehr erinnern“, gibt Frau Teresa zu.

Die Worte auf der Tafel über Versöhnung und Vergebung sind sehr wichtig. Aus den Erinnerungen der deutschen Bevölkerung entsteht nämlich ein Bild der bestialischen Polen, von denen sie in diesem Gefängnis gefoltert waren. Sie vergessen nur, dass die UB-Funktionäre [des Amtes für Staatsicherheit] Kollaborateure der kommunistischen Regierung waren und mit der gleichen Grausamkeit auch Polen, Gegner des neuen Regimes, ermordeten.

Zur Zeit wird darüber diskutiert, ob die Exhumierung der Opfer der Glatzer Folterkammer durchgeführt werden soll. Die Befürworter sind überzeugt von der Notwendigkeit, die Wahrheit zu erfahren, und von einer würdigen Bestattung der Opfer der Folterkammer. Die Gegner sprechen von einem unnötigen Aufreißen der geheilten Wunden. Seit vielen Jahren ist an diesem Ort ein Kindergarten eingerichtet. Im Gebäude selbst gibt es auch keine Spuren mehr. Sie wurden bei der Sanierung entfernt, die nach dem großen Hochwasser 1997 stattgefunden hat.  Außerdem sind viele materielle Beweise für immer vernichtet worden, auch während des Baus eines nahegelegenen Ladens. Es bleibt nur die Erinnerung.

Mirosław Jarosz  [übersetzt von Irena Rogowska)

Internet Horst Ulbrich

8.7.2016

70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer nach Telgte am 26. und 27. August 2016

Filed under: Allgemein — admin @ 14:00

Die 70. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer zur Gnadenmutter von Telgte findet am Freitag und Sonnabend, den 26. und 27. August 2016, statt.

Am Sonnabend (27. August) treffen sich wieder viele Hundert Heimatfreunde aus der Grafschaft Glatz. Die Predigt des Festgottesdienstes hält dieses Jahr Großdechant Prälat Franz Jung, Münster.

Wir erwarten zur 70. Wallfahrt nach Telgte noch einmal viele Teilnehmer und bitten, die Landsleute mitzubringen, die keine Fahrgelegenheit haben.

Wallfahrtsplakat 2016

Wallfahrtsplakat 2016

Das Wallfahrtsplakat 2016 finden Sie hier als PDF-Dokument (92 kb).

Alle Angaben erfolgen ohne Gewähr für Richtigkeit und Vollständigkeit.
Nähere Auskünfte erteilt das „Glatzer Büro“. Internet: http://heimatwerk.grafschaft-glatz.de

6.7.2016

Nachtrag zum Goldzug.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:17

Andreas Richter, professioneller Ahnenforscher und ein guter Bekannter von mir, hat durch seine Forschungen einen deutschen Mann ausfindig gemacht, der es wissen müsste …

Dass dort ein Zug durch Sprengung der Zugänge unterirdisch vergraben ist, hat viel Wirbel um das Schloss Fürstenstein und die Stadt Waldenburg gebracht. Auch meine Freundin und Vorsitzende des DFK Waldenburg, die lange in der geologischen Station im Schloss gearbeitet hat, wurde schon von Fernsehstationen aus aller Welt zu dem Thema befragt. Staatliche Messungen ergaben allerdings weder durch Metallsuchgeräte noch Röntgen irgendein Ergebnis.

Bei letzten Diskussionen der Fachleute im Fernsehen sagte Andreas, gebt mir nur die Erlaubnis zum Graben. Er habe Sponsoren, die alle Finanzierungen übernehmen. Nun ist die Genehmigung erteilt, schauen wir, was ausgegraben wird. Sollte es tatsächlich stimmen, wird es einen beträchtlichen Finderlohn geben, aber fragwürdig ist das ganze Unternehmen durch die Behauptungen der zwei Lager.

Ich werde für Euch Andreas weiterhin zum Stand der Dinge befragen und berichten.

Euer

Horst Ulbrich

5.7.2016

Behörden erlauben Grabung nach Goldzug

Filed under: Neues aus Schlesien — admin @ 09:00

Breslau/Waldenburg. Das Rätsel um den angeblichen deutschen Panzerzug in einem Tunnel im niederschlesischen Waldenburg (Wałbrzych) könnte bald gelöst werden. Die regionale Denkmalschutzbehörde in Breslau (Wojewódzki Urząd Ochrony Zabytków we Wrocławiu) genehmigte Grabungsarbeiten. Zwei Hobbyschatzsucher behaupten, mit einem Bodenradar einen deutschen Zug entdeckt zu haben.

Darüber berichten auch die folgenden Internetportale:

Die schriftliche Genehmigung kann eingesehen werden unter: http://zloty-pociag.com/

Schriftliche Genehmigung

Schriftliche Genehmigung für die Ausgrabungen. Quelle: http://zloty-pociag.com/maja-zgode-garsci-wykopia-zloty-pociag/

 

 

 

 

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