Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

19.9.2020

Termine DFK Glatz: September und Oktober.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:15

20.9.Hirschfelder Messe Tscherbeney 12 Uhr. Danach Einladung vom neuen Bischof.

20.–27.9. Andreas Klose Berlin. Wandergruppe in der Grafschaft..

Grünberg Chortreffen 25.9.

Deutsch. Messe. 26.9.

H.Pollok Hilfstransport aus Münster abladen. 30.9.

Geburtstage und 10 Jahre DFK Reaktivierung am 3.10.

Malteser Hilfstransport abladen am 4.10.

Annaberg Verbandsratssitzung 9. bis 11. 10.

Großdechent mit Herrn Pabsch 9. bis 16.10. in der Grafschaft

Beati Cantoris: Chor DFK Glatz im Kurtheater Waldenburg

am 17. oder 24.10.

Deutsch. Messe 31.10.

Planung:

November deutsche Lyrik. Wettbewrb der hiesigen Schulen.

Organisator DFK Glatz.

Chor Intensivkurs in Berlin oder Kloster Annaberg.

Weihnachten DFK Glatz am 5.12. DFK Kudowa 12.12.

Kurz gefasst:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:27

Ja über mangelnde Kontakte brauchen wir uns zum Glück nicht beschweren und ich kann nicht alle Treffen ausführlich behandeln.

Mit meiner Frau kamen wir gerade aus Deutschland am Freitag 11.9. zurück. Samstag dann normale Öffnungszeit der Geschäftsstelle des DFK. Planung Chor und ein kleines Fest zu unserem 10jährigen Bestehen nach Reaktivierung des DFK Glatz durch das Trio Jochen Straube, Heunz Peter Keuten, Vizevorsitzender und Horst Ulbrich, Vorsitzender seit Reaktivierung. Plötzlich ging die Tür auf und singende Kinder mit einem deutschen Lied kamen zu uns mit dem Leiter der jüdischen Gemeinde in Glatz. Mit den Mitgliedern haben wir immer wieder gute Kontakte.

  Kinder der jüdischen Gemeinde.  Bitte auf die Bilder klicken.

Nachmittags dann schnell zum Gottwaldhof. Dort waren Prof. Ruchniewicz mit seiner Frau und unser Mitglied Prof. Arno Herzig und sprachen über ihre langjährige Zusammenarbeit der kulturellen Pflege Niederschlesiens. Wir hatten danach gute Gespräche einer zukünftigen Zusammenarbeit bei den Autorentreffen die bei uns jedes Jahr stattfinden. Auch mit dem Schriftführer des Boten habe ich über eine gute und weiterführende Zusammenarbeit gesprochen. Ich danke, dass nun auch endlich der DFK Glatz repräsentiert wird und nicht alle auf meine Seite im Internet Neues aus Schlesien angewiesen sind. Viele ältere Grafschafter haben keinen Zugang zu PC und Internet.

 

 

Am Montag kam plötzlicher Besuch mit dem singenden Tierarzt Alois aus Bayern und Herrn Hoffmann vom Freundschafts und Hilfswerk Ost mit seinem Bruder. Der Verein unterstützt uns immer wieder finanziell bei unserer Jugendarbeit. Ja und weil es so gemütlich wurde sind sie mit dem Wohnmobil auch bei uns über Nacht geblieben. Alois hat uns mit seinen Vorführungen erfreut, er ist wirklich ein schlesisches Urgestein.

   

Und noch nicht genug der verdienten Schlesier, da kam am anderen Morgen genau zur Frühstückszeit Josef Engel. Josef 90 Jahre ist bekannt durch seine Engel Reisen in die Grafschaft. Er erkundet immer zuvor alles privat und seine Reise in die Heimat 2021 ist schon ausgebucht. Natürlich auch immer beim DFK Glatz.

 

Heute 19.9. wieder normaler Betrieb beim DFK. Planung der deutschen Messe am kommenden Samstag mit Pater Arndt, auch Andreas Klose mit seiner Wandergruppe aus Berlin wird dann dabei sein. Schade das die Wandergruppe mit Michael Güttler, zu gleicher Zeit der Buchbesprechung im Derhämtehäusla, den Weg zu uns nicht gefunden hat. Wie zu erfahren war, soll es die letzte Reise gewesen sein? Wir hätten gern zu Kaffee und Kuchen beim DFK in Glatz geladen. Bei Büroschluss kam noch eine ganze DFK Gruppe aus Oppeln zu einem Partnerschaftsbesuch. Meine Frau hatte in meiner Abwesenheit die Vorstellung unserer Projekte übernommen.

 

So geht es weiter mit vielen Terminen nach der Lockerung seit Coronabeginn. Zu unserem geplanten Fest „ 10 Jahre Reaktivierung“ am 3. Oktober wird auch endlich unsere Ilse nach Beendigung ihrer Lehrertätigkeit in Deutschland, als neue Chorleiterin in die Grafschaft ziehen. Ich bin glücklich die Chorleitung endlich wieder in professionelle Hände übergeben zu können.

Bericht Horst Ulbrich

13.9.2020

Eine andere Nachkriegsgeschichte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:46

Nachdem der Beitrag im Grafschafter Boten erschienen ist, möchte ich auch die Lesern dieser Seite, die keine Botenleser sind, informieren.

Nun ist ja zumindest vielen bekannt, dass der Vorstand des DFK Glatz, also Heinz-Peter Keuten, Jochen Straube und Horst Ulbrich, zurück in die Heimat ihrer Eltern nach Niederschlesien gezogen sind. Heinz Peter ist Fremdsprachenlehrer am Gymnasium in Habelschwerdt, Jochen hat eine polnische Ärztin geheiratet und sie haben 2 Kinder. Sie betreiben nebenbei auch eine kleine Pension für Urlauber. Ich habe mit meiner Frau gleich nach der Wende Land gekauft und eine Reithalle gebaut. Auch ein Ferienhaus für Urlauber. Bei den heutigen Preisen wäre das nicht mehr möglich und gleich nach der Wende waren wir so etwas wie die deutschen Pioniere. Wir sind glücklich in der Heimat unserer Eltern angekommen zu sein. Aber einigen Grafschaftern ist das befremdlich und sie meiden unsere Kontakte, was wir nicht verstehen. Vielleicht hilft mein Beitrag zu mehr Verständnis, denn wir waren mutig zurückzukommen, ohne voreingenommen zu sein.

Ich war das erste Mal 1987 mit meinem Cousin in der Grafschaft Glatz. Er war Spätaussiedler und hatte als junger Mann nach dem Krieg in Eckersdorf seine polnische Frau kennengelernt und in deren Familie war nun eine Hochzeit. Ich bin, nach der Vertreibung meiner Mutter aus Eckersdorf im Januar 1946, dann 1947 in Herford NRW geboren. Vater kam aus der Kriegsgefangenschaft auch 1946 und über das Rote Kreuz haben sie sich gefunden. Da meine Familie immer wieder von der Heimat erzählten, auch oft geweint haben, beschloss ich 1987 mit in das heutige Polen zu fahren. Dort lernte ich meine spätere Frau Renia kennen, die deutsch sprach und von ihrer Familie beauftragt wurde, mir zu zeigen, wo meine Familie gewohnt und gearbeitet hat. Ihre Oma war Deutsche, ist in der Heimat geblieben und hat später den polnischen Bahnhofsvorsteher aus Mölten Kr. Glatz geheiratet.

Durch meine, durch Heirat erworbene polnisch-deutsche Verwandtschaft habe ich nun auch viel von dem Leid der hier verbliebenen Deutschen, aber auch der zwangsmäßig hier angesiedelten Polen erfahren.

Da wurde mir erzählt von einem alten Mann, der vor der Panzersperre (ca. 50 Meter vor unserem heutigen Haus) auf die ankommenden Panzer zulief. Er hatte geglaubt, die Deutschen kommen zurück und rief mit dem Arm in die Höhe „ Heil Hitler“. Der erste Panzer fuhr ohne Probleme über die Balken und sonstiges der improvisierten Panzersperre, hielt an und richtete die große Kanone auf den Mann. Die Oma meiner Frau und alle anderen, die das am Fenster mit Schrecken verfolgten, sahen aber dann, dass die Einstiegsluke des Panzers geöffnet wurde. Der Kommandant rief: Hitler kaputt, geh nach Hause! Es waren die ersten russischen Panzer, die das Dorf erreichten. Oma Gerda musste später, trotz ihres polnischen Mannes, mit ihm ihr eigenes Haus verlassen, ein polnischer Offizier hatte sich das Haus ausgesucht, was damals möglich war. Sie haben dann Jahre in dem maroden Nachbarhaus gewohnt, bis sie ihr eigenes Haus zurückkaufen konnte. Die Nichte, also meine Frau Renia, entschloss sich nach einigen Besuchen 1995 bei mir in Herford zu bleiben und wir haben geheiratet. Schon nach der Wende 1989 haben wir zunächst über die Schwiegereltern Land gekauft, Haus und Grundstück haben sie dann auch auf meine Frau übertragen. Schlesien ist wunderschön und so entschloss ich mich in die Heimat meiner Ahnen zu ziehen. Als auch Ausländer Grundbesitz erwerben konnten, haben wir weiteres Land gekauft, damals noch zu sehr günstigen Preisen.

Wir sind heute schon jenseits der Silberhochzeit und glücklich in Schwenz, dem Nachbardorf, wo meine Eltern und die ganze deutsche Verwandtschaft gewohnt hat. Ich habe nie Probleme mit den Polen gehabt, sonst wäre der Entschluss hier zu siedeln nicht gekommen. Das als Vorgeschichte.

Nun hört man ja bei Familienfesten und anderen Treffen auch die Erlebnisse der hier verbliebenen Deutschen und auch der zwangsmäßig neu zugezogenen Polen. Deutsche haben auch vor der Vertreibung Schlimmes erlebt, hauptsächlich mit den Russen. Die ersten ankommenden Russen, ohne Kultur und voller Hass, haben gemordet und vergewaltigt. Auch meine Mutter und ihre Schwester mussten das erleiden. Eine andere Tante wurde geschlagen und bei dem Verhör der Russen mit dem Stiefel mehrfach auf die Brust getreten, so dass später eine Brust amputiert werden musste. Als die Polen kamen, wurde es etwas besser, aber die Häuser wurden besetzt, die Bauern mussten als Arbeiter auf dem eigenen Hof weiter arbeiten, weil die Polen keine Ahnung von der Landwirtschaft mit Maschinen hatten.

Wie war die Lage nach der Besetzung:

Deutsche mussten teilweise in ihrem eigenen Haus in einem Zimmer wohnen, den Rest bewohnten nun die neuen Herren. Polen nahmen sich alles, was ihnen gefiel. Meiner Schwester nahm ein polnischer Junge mitten im Dorf das Fahrrad weg und da er damit nicht umgehen konnte und immer wieder hingefallen war, warf er das Fahrrad in die Bache, den Dorfbach.

Aber auch viele Polen hatten schweres Leid in ihren angestammten Gebieten beim Einmarsch der deutschen Wehrmacht erlitten und einige rächten sich nun an wehrlosen Zivilisten. Andere hatten durch die eigene Vertreibung aus Lemberg und der Ukraine durch die Russen Verständnis. So ein gebildeter Pole, der auch etwas Deutsch konnte und für dessen Familie meine Mutter Gardinen und anderes genäht hatte, um Milch für die Kinder zu bekommen. Der kam eines Tages mit fünf Broten und der Meldung: Heute Nacht warm anziehen, alle Deutschen müssen raus – und so kam es dann auch. Meine Mutter konnte nur noch die Nachbarn warnen, aber allein auf dem Weg zu Fuß zum Bahnhof nach Glatz sind einige, die keine Warnung bekommen hatten, bei minus 20 Grad im Januar erfroren.

Viele der zwangsmäßig angesiedelten Polen wollten auch wieder zurück in ihre Heimat und waren überzeugt, das politische Durcheinander würde sich legen. So legten sie keinen Wert auf die Erhaltung der Gebäude, ja einige verheizten im Winter sogar die Holztreppen, um später feststellen zu müssen, dass sie keine Chance hatten, in ihre alte Heimat zurückzukommen. Auch die Tante meiner Frau, Mariechen, war aus der Ukraine vertrieben worden, aber mit einem besonderen Schicksal. Ihr Vater hatte sich dort massiv gegen die Vertreibung gewehrt. So wurde die ganze Familie samt Kindern nach Sibirien verschleppt, um dort bei Mangelernährung in den Wäldern zu arbeiten. Tante Mariechen war damals 16 Jahre, und was sie sonst mit den Russen erlebte, hat sie nur angedeutet.

Erst nach fünf Jahren wurden sie entlassen und nach Schwenz bei Glatz transportiert. Ihr Vater war in der Zeit in Sibirien verhungert. Andere Polen erzählten mir von den Gräueltaten der SS beim Vormarsch durch Polen, die ich hier auslassen möchte. Das ganze Thema der Deutschen und Polen in und nach dem Krieg sollte in einem Buch zusammengefasst werden. Das würde zu einem besseren Verständnis der Völker mit ihren verschiedenen Kulturen führen.

Aber warum schreibe ich das überhaupt?

Wir leben heute in einem vereinten Europa, Polen sind überall als willige und gut ausgebildete Arbeiter gefragt. Deutsche in Polen als Touristen und Investoren beliebt und willkommen. Eine andere Zeit, die Verständnis auf beiden Seiten, vor allem der älteren Generation verlangt, junge Menschen haben da keine Probleme. Wir können nur verzeihen und um Verzeihung bitten, so haben es die katholischen Bischöfe beider Länder uns vorgemacht. Aber verdrängen dürfen wir die Geschichte nicht, auch die Verdrehung der Tatsachen der Vergangenheit nicht zulassen, in Polen und in Deutschland. Eins habe ich gelernt. Zu schnell geben wir die Verantwortung an ein ganzes Volk….. Die Polen sind an unserer Vertreibung schuld. Dort sagen viele, die Deutschen waren an allem schuld…. Ich denke, alle waren einem brutalen System unterworfen. Unter Hitler durfte niemand eine andere Meinung haben, und im Kommunismus war das nicht anders. Und wenn jemand seine andere Meinung sagte, waren die Konsequenzen zu tragen und das haben nur wenige gewagt.

Auf eine Resonanz wäre ich den Lesern dankbar. Auch gern per

E-Mail hulbrich75@gmail.com und schaut auf meine Seite im Internet Neues aus Schlesien

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

25.8.2020

Gedenkgottesdienst für Elisabeth Kynast am 22.8.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:46

                                 

Letzte Absprache mit dem Pfarrer.                                                        Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Da mit ihren Tod unsere Ortsgruppe DFK Kudowa führungslos wurde, gab es in Sachen Terminierung des Gedenkgottesdienstes und Gestaltung des Gedenksteins zunächst ein gewisses Durcheinander. Da eine gleichzeitige Umsetzung der verschiedenen Vorstellungen nicht möglich war, haben wir vom DFK Glatz als übergeordnete Organisation die Planung und Ausstattung übernommen und so wurde zunächst der Termin für die kath. Messe auf den 22.8.2220 festgelegt. Um den Text auf dem Gedenkstein haben sich viele bemüht. Da dieser auch in drei Sprachen verfasst sein sollte, was hohe Kosten mit sich gebracht hat, habe ich mich zunächst zurückgehalten, denn eine Finanzierung hatte ich für nicht realisierbar gehalten. Da aber auch Familie Kynast den Text so gestaltet haben wollte, habe ich mich an unsere Freunde und Förderer des DFK Glatz gewandt und tatsächlich die 13.000,- PLN sammeln können. Auch das Konsulat in Oppeln und das Heimatwerk haben sich zusätzlich zu den privaten Spendern beteiligt. Ein herzliches Vergelt‘s Gott allen Spendern, die bei der Realisierung des Projekts mitgeholfen haben.

   Jaroslaw Jung sang für Elisabeth in Tschechisch ein Marienlied.

Am 22.8. trafen sich dann zum Gottesdienst trotz verschärfter Coronavorschriften über 50 Personen. Zu Beginn der Messe wurde ein Nachruf für die Verstorbene in drei Sprachen verlesen, auch eine Grußbotschaft des Großdechanten Franz Jung. In der Predigt wurde ausführlich über Elisabeths Verdienste um den seligen Gerhard Hirschfelder und die Völkerverständigung zwischen Deutschen, Polen und Tschechen gesprochen.

           

                                         Horst Ulbrich und Theresa Bazala mit einem Nachruf.

      Pfarrer Brudnowski mit Gitarre.

Pfarrer Brudnowski berichtete auch über ihre Fürsorge, um den Friedhof und das von ihr geschaffene Lapidarium. Die Verstorbene verehnem Nachruf für Elisabeth.rte besonders Maria, deshalb nahm der Pfarrer am Ambo kurzerhand seine Gitarre und sang für unsere Elisabeth in der Messe ihre geliebten Marienlieder. Ein herausragender Pfarrer und eine ebenso gestaltete Messe. Schade, dass weder die Familie noch der Großdechant aus Deutschland teilnehmen konnte.

 

Julian Golak mit dem Pfarrer am Gedenkstein.    Weihung des Gedenksteins.

Nach der Messe versammelten sich alle am Lapidarium, wo der Gedenkstein für unsere Lisa eingeweiht wurde. Julian Golak, ehemaliger Vizevorsitzender des Niederschlesischen Landtages, sprach dann am Gedenkstein über die Zusammenarbeit und den Einsatz unserer Lisa für die Erhaltung der Zeitung „Glatzer Bergland“. Weiter ging es mit den DFK-Mitgliedern und Freunden zum Pfarrsaal. Am Eingang stand Maria, die jedem die Hände mit Desinfektion einsprühte, bevor der Saal betreten wurde. Leider gab es einen unschönen Vorfall mit einer uns bekannten Ärztin, die eine Desinfektion der Hände ablehnte und somit keinen Einlass bekam.

 

Die Gäste wurden zunächst mit Bigos, danach mit Kaffee mit Kuchen bewirtet. Während der Zeit, wo gegessen wurde und es im Saal ruhiger war, hat das Vorstandsmitglied Maria Stwerteschka eine vorbereitete Präsentation per Beamer über das Leben und Wirken der Verstorbenen gezeigt.

                  

                                                           Vorstellung des Vorstands

Im Anschluss haben wir den neuen Vorstand vorgeschlagen. Dazu hatten wir schon während der Treffen bei den Vorbereitungen engagierte Mitglieder gefunden, die als Vorstand in Frage kämen. Mit der Zustimmung der anwesenden Mitglieder und ohne Gegenstimmen wurde das auch per Wahl bestätigt, damit die umfangreiche Arbeit weitergeht.

Durch Wahl wurden bestätigt:

Frau Danuta Skalska : Vorsitzende

Frau Maria Stwertetschka : Schriftführung

Frau Jadwiga Teuber: Kassenwart

Herr Jaroslaw Jung: zuständig für die tschechischen Mitglieder.

   Besuch des Pfarrers.

Wir bedankten uns bei Pfarrer Brudnowski für die besondere Messe für eine außergewöhnliche Frau. Gegen 17 Uhr haben wir die Veranstaltung beendet. Ich bin durch die Bestätigung des neuen Vorstands unserer Ortsgruppe in Zukunft wieder entlastet und wünsche Erfolg für die Weiterführung aller Aufgaben, die unsere verstorbene Elisabeth nun nicht mehr leisten kann.

Bericht

Horst Ulbrich

11.8.2020

Stadtfest in Glatz 2020.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:30

Schon am Freitag begann das Fest mit einer Aufführung zur Pest in der Stadt im 17. Jahrhundert.

   

Nach dem erfolgreichen Spektakel über den Glatzer Architekten Andreas Ernst im letzten Jahr nun passend zu Corona-Pandemie eine gruselige Darstellung der Pestzeit. Mit vielen Darstellern an wechselnden Orten wurde bei Einbruch der Dunkelheit gespielt, was die Dramatik der Handlung förderte.

   

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Leider waren viele Zuschauer ohne Maske, obwohl das bei so vielen Menschen angeordnet ist. Deshalb habe ich auch nur von Weitem Bilder gemacht. Mein Freund Rembert Böse, der zum Stadtfest immer aus Deutschland anreist wird später ausgiebig über das gesamte Fest berichten.

Aber noch eine Bemerkung: Wie Dr. Jäschke vom Grafschafter Boten recherchiert hat, gab es einen hundertjährigen Rhythmus der Pandemien, von dem die Welt betroffen wurde. 1720 die Pest,1820 die Cholera, 1920 die Spanische Grippe und 2020 die Corona-Pandemie. Was für ein Zufall???

Kurzbericht

Horst Ulbrich

Pilgermesse in Albendorf 2020.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:45

Wie in jedem Jahr einen Monat nach der deutschen Pilgermesse in Wartha nun in Albendorf am 9. August.

     

Auch hier bei bestem Wetter und der Aufenthalt in der kühlen Basilika war angenehm, den Pandemie Regeln entsprechend auch mit Abstand und Masken. Viele Pilger aus der Oppelner Gegend waren angereist. Auch die Konsulin Frau Fisel-Rösle und der Vorsitzende der deutschen Gesellschaften Herr Gaida waren gekommen.

 

Frau Wittek vom VDG war schon vor der Messe aktiv um die Aufgaben für die Lesungen und Fürbitten zu verteilen. Frau Konsulin und Frau Ulbrich erklärten sich bereit die Lesungen zu übernehmen, Frau Wittek dann die Fürbitten. Als Hauptzelebrand war Bischof Wolfgang Ipold aus Görlitz gekommen, die weitere Organisation übernahm wie immer Pater Dr.Arndt aus Breslau. Nach der Messe wurden in der Andacht Marienlieder gesungen bevor man wieder auseinanderging.

             

Mit dem Bischof wurden wir dann noch ins Refektorium zum Mittagessen geladen, wo ich endlich auch einmal die Problematik der Mundkommunion in Polen ansprechen konnte. Das war eine anregende Diskussion.

Die Bewirtung und das Mittagessen bei den Franziskaner war wieder sehr gut und so verabschiedeten wir uns mit dem Segen des Bischofs, um bald aus der Hitze nach Hause zu kommen.

Bericht

Horst Ulbrich

2.8.2020

Messe für die verstorbene Elisabeth Kynast.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:07

Liebe Leser dieser Seite.

Nach langer Zeit der Planung mit Unterbrechung durch die Einschränkungen wegen Korona haben wir nun einen Termin für die Messe am 22.8. um 12 Uhr in Tscherbeney.

Auch der Gedenkstein wird zu dem Termin fertig und aufgestellt sein. Die Gesamtkosten für den Gedenkstein in drei Sprachen belaufen sich auf ca 13 000,- Zloty, ca 3200,- € und sind noch nicht beisammen. Da der Termin zur Messe nun fest ist habe ich auf mein Risiko den Gedenkstein in Auftrag gegeben.

Spenden bitte auf das Konto Schlesienhilfe, Stichwort Elisabeth.

Ko. Nr. DE02 4945 0120 111 255 1179

Es ist in der Zeit nach unserer geliebten Elisabeth vieles neu zu organisieren.

Horst Ulbrich

  Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

 

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                                                   Ortsgruppe Bad Kudowa

                                                     E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Herzliche Einladung zur hl.Messe für unsere verstorbene Vorsitzende der DFK Ortsgruppe Bad Kudowa, Elisabeth Kynast.

Die hl. Messe ist am 22. August um 12 Uhr in der Ortskirche Kudowa Zdroj Tscherbeney.

Anschließend wird der Gedenkstein für Elisabeth Kynast auf dem Lapidarium am Friedhof eingeweiht. Wir bitten danach zu einem Imbiss in den Pfarrsaal. Dort wird auch eine Versammlung der Mitglieder stattfinden. Es ist ein neuer Vorstand zu wählen damit die Kultur-und Vereinsarbeit im Sinn unserer Elisabeth weitergeführt wird.

Wir bitten daher um rege Beteiligung trotz Korona.

Für die Einhaltung der Bestimmungen wird gesorgt. Bitte Masken nicht vergessen.

Wer aus Deutschland anreist bitte bei mir melden, damit wir planen können.

DFK Ortsgruppe Bad Kudowa

Im Auftrag

Horst Ulbrich

 

15.7.2020

Gedenkstein für Elisabeth Kynast.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:39

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                            57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                         E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

                                                                         Internet: Neues aus Schlesien. NIP 883 184 54 02

Liebe Leser dieser Seite.

Nun hat es viel Zeit in Anspruch genommen bis eine entsprechende Würdigung für unsere engagierte, verstorbene Elisabeth Kynast gefunden wurde. Jetzt gab es eine Fotomontage wie das Projekt aussehen soll. Den mittleren Stein zur Würdigung der Frauen im Krieg hatte noch Elisabeth organisiert und aufstellen lassen. Die Schriftzüge ihrer Würdigung rahmen nun den Stein für die Kriegsfrauen ein und es entstand ein harmonisches Gesamtbild. Nun sind wir in der Phase der Umsetzung die natürlich Kosten verursachen. Es entstehen Gesamtkosten von 12.000,- PLN ca. 3000,- € bei einem günstigen und qualifizierten Steinmetz.

 zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.              Der Text auf dem Stein in drei Sprachen.

Nun bitte ich alle, Familie, Freunde und Institutionen um Spenden, um den Gedenkstein für eine außergewöhnlich engagierte Frau in die Tat umzusetzen.

Spenden bitte auf das Konto

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

Bitte Überweisungen immer mit dem Vermerk Elisabeth damit der Zahlungseingang zugeordnet werden kann.

Bei Spenden ab 100,- € kann eine Spendenbescheinigung für das Finanzamt erstellt werden. Ich werde das Projekt leiten und mit dem Großdechanten als Kontrollperson die Abrechnung erstellen.

Und schaut auch in das       Schlesienjournal VDG   im Internet. Dort jede Woche ein neuer Film zu aktuellen Themen.

Nun bitte ich alle um ihre Mithilfe und verbleibe mit Grüßen aus der Heimat

Horst Ulbrich

14.7.2020

Wallfahrt der Deutschen in Wartha 2020.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:48

Wie in jedem Jahr und trotz Korona trafen sich wieder viele Teilnehmer aus Nah und Fern zur Wallfahrt in Wartha. Auch aus Deutschland waren wieder Teilnehmer mit Herrn Damian Spielvogel von der Bundesgeschäftsstelle der Landsmannschaft Schlesien angereist. Ja man hatte sich lange nicht treffen können und so gab es schon vor der Messe auf dem Kirchplatz viele Gespräche.

   

In der Kirche dann alle mit dem bekannten Mundschutz, bis auf die Chordamen und denen sei es erlaubt.

Hauptzelebrant war Dr. Karl-Heinz Drobner aus dem Odenwald in Deutschland.

Die Festpredigt hielt sein jüngerer Bruder, Dr. Hubertus Drobner, Professor für Kirchengeschichte.

Im weiteren Altardienst der uns allen bekannte Dr. Peter Tarlinski, Diözesan Seelsorger der Minderheiten aus Oppeln.

Natürlich auch Pater Dr. Arndt, Seelsorger der Deutschen Minderheit aus Breslau, der auch monatlich zu uns nach Glatz zum Gottesdienst anreist.

           

V.li. Dr. Hubertus Drobner Festrede               Fürbitten: Berard Gaida Vorsitzender VDG                         Frau Ulbrich DFK Glatz

Musikalische Untermalung zur Kommunion von Waldemar Sgierczek und seinen Chordamen.

Die Verehrung der Mutter Gottes wurde in diesem Jahr ohne Berührung im Kirchenraum angeordnet und alles in bekanntem Abstand. Nach der Messe traf man sich wieder auf dem Kirchplatz und es hatte den Anschein eines großen Familientreffens.

   

Als bekannt wurde, dass Familie Ulbrich an dem Tag auch noch ihren Hochzeitstag hatten, gab es ein Ständchen aller Beteiligten mit vielen Segenswünschen. Am Ende noch ein Abschiedsfoto und auf ein Wiedersehen zur Wallfahrt in Albendorf am 9.August 2020.

Bericht

Horst Ulbrich

13.7.2020

Antwort aus dem Vatikan.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:03

Da hatte ich schon vor der Seligsprechung des Kaplans Gerhard Hirschfelder in 2010 dem Papst geschrieben. Da der Seligsprechungsprozess sehr lange Zeit in Anspruch nahm hatte ich dem damaligen deutschen Papst Benedigt geschrieben, dass die Vertriebenen im hohen Alter sind und darauf hoffen und dafür beten die Seligsprechung noch zu erleben.

Und tatsächlich bekam so ein unbedeutender Mensch wie ich eine Antwort aus dem Vatikan, vom Papst selbst unterschrieben. Er schrieb, die Seligsprechung sei auf einem guten Weg und bald darauf wurde auch der Termin bekannt. Nun hat das bestimmt nichts mit meinem Brief zu tun, die Antwort aber haben wir im Büro des DFK Glatz eingerahmt an der Wand hängen. Zum darauffolgenden Ostern bekam ich noch ein Bild vom Papst zugeschickt was mich sehr gefreut hat.

Ich hatte mich wieder einmal getraut und nun an Papst Franziskus zum Thema Priestermangel und Zölibat geschrieben. Ein heikles Thema und der Auslöser dazu war eigentlich die Veröffentlichung von Prof. Fittich, der sehr negativ über Schule und Lesben geschrieben hatte, ohne zu hinterfragen welche sexuelle Probleme junge Vikare und Priester haben können. Ich hatte das mit Chancen zu Veränderungen verbunden und beim Papst nachgefragt. Auch ob bei dem Priestermangel nicht Laien eingesetzt werden könnten, um einen normalen kirchlichen Ablauf zu gewährleisten. Da es mir ein wenig provokativ erschien hatte ich nicht mit einer Antwort gerechnet. Aber ein Brief vom Vatikan am 11.5.2020 abgestempelt erreichte mich in Glatz am 10.7.2020 durch die polnische Post mit der Bestätigung des Erhaltes und meinen persönlichen Überlegungen zum Wirken der Kirche in der Welt von heute……

Man kann also doch seine Sorgen um unsere kath. Kirche dem Papst schreiben und jemand befasst sich dann auch mit brisanten Themen die den Gläubigen auf der Seele liegen. Das lässt hoffen.

Bericht

Horst Ulbrich

                                                 

4.7.2020

Wahl zum Präsidenten in Polen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:19

Am Wahltag kam es wie erwartet: Polens Präsidentenwahl geht in eine zweite Runde. Keiner der insgesamt elf Kandidaten konnte die notwendige Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen holen. Ein hohe Wahlbeteiligung von über 60% der 30 Millionen Berechtigten. Auch in Schwenz zur Wahl nur mit Maske und am Eingang Hände desinfizieren, viele hatten sogar einen eigenen Kugelschreiber mitgebracht. Die Kommission hinter einer Wand aus Plastik. 

Nach Auszählung aller Wahlkreise setzte sich der, von der Regierungspartei PiS und Amtsinhaber Andrzej Duda mit knapp 44 Prozent durch – vor dem liberalen Warschauer Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski von der Bürgerplattform mit gut 30 Prozent. Andere Kandidaten spielten keine Rolle mehr.

Der Mann des Rechtsaußen-Bündnisses „Konföderation“, Krzystof Bosak, bekam ca. 7% der Stimmen und heizte unmittelbar, nachdem die Wahl-Lokale um 21 Uhr geschlossen hatten, den Kampf für die Stich-Wahl an. Die PiS mit Duda will nun im ultrarechten Lager weitere Stimmen sammeln die zu den 50% noch fehlen. Duda sagte auf einer Wahlparty er habe ähnliche Ziele wie Bosak für ein starkes und sicheres Polen.

Eine zweite Amtszeit des Favoriten Duda würde das Machtmonopol der Pis Partei bis zur nächsten Parlamentswahl 2023 untermauern.

Ein Sieg des Herausforderers, dem Oberbürgermeister von Warschau, Rafal Trzaskowskis dagegen würde ein Regieren der Pis erschweren und demokratisch ausgewogener gestalten. Unter anderem will er nämlich die umstrittene Justizreform rückgängig machen, wegen der gegen Polen mehrere EU-Verfahren laufen.

Es scheint sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Duda der Pis Partei und Trzaskowskis von der Bürgerplattform bei der nächsten Wahl abzuzeichnen. Schauen wir wie Polen sich entscheidet.

Bericht

Horst Ulbrich

2.7.2020

Neues vom DFK Glatz und der Ortsgruppe DFK Kudowa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:32

Am 27.6.2020 war zum ersten Mal nach Coronabeschränkungen unsere Geschäftsstelle geöffnet, aber nur einige haben sich vor dem deutschen Gottesdienst getraut zu kommen. Da war der Abstand gut einzuhalten. Die restlichen Teilnehmer an der Messe trafen sich gleich vor der Kirche und wurden dort von Pater Arndt herzlich begrüßt.

Für den musikalischen Rahmen sorgten wieder Jochen Straube und Heinz-Peter Keuten. Im Juli wird unser Gottesdienst, in der Urlaubszeit ausfallen. Wir treffen uns in der Kirche der Klarissen wieder am 29.August.

     

Gleich am nächsten Tag war ich dann wieder bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa in Tscherbeney. Dort traf ich mich mit einigen engagierten Mitgliedern, um die Situation nach Elisabeth Kynast zu besprechen. Zum Haus waren alle sehr skeptisch weil keine Zusage des weiteren Verweilens unserer deutschen Gruppe garantiert werden kann. Aber wir haben Vorgespräche zu neuem Vorstand, Messe für Elisabeth und den Gedenkstein gehabt. Einen Vorstand, der später durch Wahl noch bestätigt werden muss, ist gefunden. Maria spricht mit dem Pfarrer über einen Termin der Totenmesse für Elisabeth, die vor der Hirschfelder Messe sein soll. Im Anschluss dann ein Treffen im Pfarrsaal zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ich werde zeitnah zu den Terminen berichten.

    zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Natürlich hoffen alle, dass die geplante Übertragung auf die Hirschfelder Stiftung und ein Vertrag zu Gunsten des DFK Kudowa bald zustande kommt. Nur so kann mittel-und langfristig geplant werden.

Zu dem Gedenkstein für Elisabeth gab es einen sehr schönen, aber auch teuren Vorschlag der aber so vielleicht nicht angenommen wird. Ich spreche dazu mit der Familie Kynast, dem Großdechanten und den DFK Mitgliedern in Tscherbeney. Sollte Frau Bazala als alleinige Initiatorin die Finanzen für Planung und Herstellung aufbringen können, wäre das eine Lösung. Sollte das nicht der Fall sein, wird der DFK Glatz ein Projekt erstellen, um zuvor eine Planung, Kostenvoranschlag und Finanzierung zu erstelln. Danach den Auftrag zu einem Steinmetz geben.

Es besteht ein weiterer Vorschlag, den Text am Lapidarium kürzer und auf einem Stein zu gestalten, da der Text auch in 3 Sprachen sein soll. Dazu eine Tafel an Elisabeths Haus, und so wollen wir das Haus auch weiterhin nennen, um auf ihre Verdienste mit allen Daten aufmerksam zu machen. Das wird nicht ganz schnell gehen, aber Einweihung war zum Hirschfelder Tag geplant und da ist noch Zeit.

Bericht

Horst Ulbrich

25.6.2020

Corona und kein Ende?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:35

Nun war Deutschland ja auf einem guten Weg und jetzt haben wir in Schlesien eine Reisewarnung für NRW in Deutschland. Auch wir wollten endlich wieder einmal nach Herford unsere Freunde besuchen, werden aber weiter die Entwicklung abwarten.

Aber in unserem geliebten Schlesien sind wir auf einem guten Weg. Der Kreis Glatz ist nur wenig betroffen und es gibt seit dem 23.6. auch keine neuen Infektionen.

Also hat der DFK Glatz beschlossen, ab Samstag 27.6. vor dem deutschen Gottesdienst den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Ab 11 Uhr ist unsere Geschäftsstelle geöffnet, herzliche Einladung zum Kaffee. Ab 14 Uhr dann deutsche Messe mit Pater Marian Arndt bei den Schwestern der Klarissen  in gleicher Straße. Der Deutschunterricht der Jugend bei Frau Patzwald war bisher nur per Internet und hat sehr gut funktioniert. Seit dem 17.6. aber wieder in unseren Räumen mit 1,5 Meter  Abstand. Das lässt sich bis zu 10 Personen gut realisieren. Eigentlich beginnen mit dem 1.7. in Polen ja die Ferien und auch bei uns fällt der Unterricht normalerweise aus. Aber nach Coronazeiten wollten die Kinder sich weiter treffen. So wird der Unterricht bis Ende Juli fortgeführt, um dann für einen Monat zu pausieren. Wegen des Lerneifers habe ich die Gruppe nach dem nächsten Unterricht zur Pizza eingeladen.

Erstes Treffen bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa habe ich für Sonntag 15 Uhr angesetzt. Dort soll geklärt werden, ob wir die Zukunft planen können oder den DFK Kudowa auflösen und die Gruppe in den DFK Glatz integrieren. Leider gibt es aus Deutschland keinerlei Zusagen wie es mit dem Hirschfelder Haus weitergehen kann. Ohne mittelfristige Planung hat alle Mühe keinen Zweck. Die Pflege des Hirschfelder Grabes, sowie der Schwesterngräber und des Lapidariums wird dann von uns in Glatz übernommen.

           Hirschfelder Haus.

Alle hier lebenden deutschen Mitglieder haben die Krise gut überstanden. Wir waren in der Zeit mit Hausbesuchen beschäftigt, um Medikamente, auch Lebensmittel zu bringen. Viele unserer älteren Mitglieder haben sich kaum aus dem Haus getraut und wurden dann per Post von den neuen Ereignissen beim DFK unterrichtet. Die Disziplin ist, vielleicht auch Dank kommunistischer Erziehung, perfekt. Von 10 bis 12 Uhr in den Kaufhäusern, Einlass nur für Rentner und sogar im Park wurde vor den Lockerungen mit Maske spaziert. In den Geschäften Mundschutz und Handschuhe war Pflicht. Nun haben wir fast normale Verhältnisse und hoffen weiterhin, dass die Situation so bleibt. Auch die Grenzen sind offen für Touristen, wie auch Restaurants und Bäder. Dort natürlich immer noch mit den vorgegebenen Abstandsregeln. Also herzliche Einladung. Hier seit ihr sicherer als zu Hause.

    Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Wie vor langer Zeit geschrieben ist unser Mitglied Hedwig Klopott gestorben. Sie hatte einen Traum. Eine Residenz der gehobenen Klasse nur für deutsche Rentner. Das wäre bei normalen Renten aus Deutschland auch gut zu finanzieren gewesen. Leider fand ihr Traum ein jähes Ende und das wunderschöne Haus steht nun zum Verkauf.

       

Meine Idee:

Wenn sich 10 Rentner mit etwas Kapital zusammentun und das Haus kaufen, können wir für deutsche Betreuung und ärztliche Betreuung sorgen. Die Ausstattung des Hauses ist perfekt. Auch wir waren schon mit elektrischen Pflegebetten und medizinischem Gerät bei der Ausstattung behilflich. Leider sind ältere Menschen in Deutschland nicht mehr so flexibel. Aber bedenkt…. im Sarg nutzt das Kapital nicht mehr. Hier wäre eine außergewöhnliche Chance seinen Lebensabend im Luftkurort Bad Landek mit Blick über die Stadt und bester Betreuung zu genießen. Sollte doch Interesse an einem gemeinsamen Projekt sein, so steht der DFK Glatz mit Rat und Tat zur Seite. Die Pflege selbst ist hier zu einem Bruchteil der deutschen Kosten zu organisieren. Info zum Haus unter pflegeinpolen.com

Schauen wir was die Zeit bringt.

E-Mail hulbrich@75gmail.com

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

21.6.2020

Lauf um das Hufeisen der Reitanlage Glatzer Rose in Schwenz bei Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:35

Wie bekannt haben wir den Reitbetrieb an die Reitlehrerin Dorota verpachtet und seit der Zeit hat sie viel investiert und einen guten nationalen Standard erreicht.

Der Schwiegersohn Michael Wos ist Sportlehrer und Organisator…… beim polnischen Laufverein…… Er hat auch 2020 unter schwierigen Umständen wieder einen Geländelauf beim Reitverein Glatzer Rose in Schwenz organisiert. Leider in diesem Jahr nur mit nationalen Teilnehmern und ohne Zuschauer auch nur in drei Kategorien. 9 Uhr 12 Uhr und 15 Uhr wurde gestartet mit max. 50 Teilnehmern. Natürlich sind trotzdem die Familien dabei gewesen und das wollte auch niemand verhindern.

      Bitte auf die Bilder klicken.

Bis zum nächsten Start mussten alle das Gelände verlassen haben damit die nächste Gruppe erscheinen durfte. Eine logistische Herausforderung in Coronazeiten, die aber bei den Vorgaben gut funktionierte. Um 17 Uhr dann die Preisverleihung der jeweils ersten drei Gewinner. Ich war erstaunt, dass man 10 Kilometer über den Hoberg in weniger als 43 Minuten laufen kann. Natürlich mit vielen Streckenposten unterwegs zur Kontrolle, die per Funk den Durchlauf der Teilnehmer an den Kontrollpunkten melden mussten. Dort wurde den Läufern auch Wasser angeboten. Eine tolle Organisation von Michael Wos, der aber in ganz Polen diese Lauftreffen organisiert. Hoffen wir im nächsten Jahr auf bessere Bedingungen.

   

Trotzdem nur Regen und Gewitter gemeldet waren hat das Wetter bis zum Schuss gehalten und die Gewinner konnten dann wenigstens noch mit Grillwurst und Bier ihren Erfolg mit Abstand, bis auf Familien, feiern.

Bericht

Horst Ulbrich

31.5.2020

Erster deutscher Gottesdienst nach Coronapause.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:29

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                    57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                      E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

                                                                   Internet: Neues aus Schlesien.                   NIP 883 184 54 02

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Am 30.5.2020 haben wir zu Pfingsten endlich wieder einen deutschen Gottesdienst mit Pater Marian Arndt feiern können. Ein herzliches Wiedersehen mit einigen, ohne Umarmung. In der Kirche dann mit viel Abstand, bis auf Familien.

   

Ich habe Euch vermisst sagte der Vorsitzende und alle waren der gleichen Meinung. Unserem Aufruf sind dann auch nur einige gefolgt, ein Problem ist für viele ältere der Transport den wir zum nächsten Gottesdienst am 27.6. wieder organisieren wollen. Bisher waren nur 2 Personen im PKW erlaubt, ausgenommen Familien. Musikalisch wurde die Messe wieder mit Heinz Peter Gitarre und Jochen Flöte begleitet.

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Jochen sei Dank, er übernimmt schon seit Jahren Vorbereitung und Ablauf des Gottesdienstes mit Einführung,Gesängen und Fürbitten. Schön einen Religionspädagogen in unseren Reihen zu haben.

Nach der Kirche haben wir uns auf dem Kirchhof versammelt, um wichtiges zu besprechen. Die plötzliche Lockerung der Coronamaßnahmen wollen wir abwarten, denn wie im vorigen Beitrag geschrieben haben wir in Schlesien plötzlich keine Maskenpflicht mehr und Versammlungen bis 150 Personen sind wieder erlaubt. Hoffentlich geht das gut denn auch in Glatz sind die Fallzahlen steigend. Ich werde die Zeit bis zur geplanten Öffnung unserer Geschäftsstelle zum nächsten Gottesdienst am 27.6. nutzen, um den Fortgang unserer Ortsgruppe DFK Kudowa zu organisieren. Durch Wegfall der Maßnahmen können wir jetzt auch dort eine Versammlung abhalten. Ein neuer Vorstand muss gewählt werden, Öffnungszeiten sind fest zu legen, auch die Messe für die verstorbene Vorsitzende Elisabeth, wie auch die Hirschfelder Messe sind zu organisieren.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

Was ist los in der Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:41

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

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30.5.2020

Nun hört man in Deutschland ja im Fernsehen über Milliarden, ja Billionen Hilfen für die Wirtschaft und auch für alle Bürger. Aber wie geht das? Früher war das Prinzip: Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not!

Nun wurden wir in den letzten Jahren zum Ausgeben unserer Ersparnisse ermuntert, weil die Zinsen ja das Sparen unattraktiv machten. Also Schulden war das Wort der Zukunft und so haben sich viele auch in Abenteuer mit Lokalen, Geschäften und vielen, nicht sicheren Kapitalanlagen mit viel Schulden gestürzt.

Und jetzt?

Der Staat war wohl der Einzige, der in den letzten Jahren, mit den vielen Steuern davon profitierte und gespart hatte. Nun soll aus den Mitteln alles finanziert werden und auch der Staat soll sich hoch verschulden. Firmen die nur auf schwacher finanzieller Basis ihren Profit in der Zukunft sahen, der Finanzrahmen bei Minuszinsen war ja per Kredit nicht das Problem. Aber ist das Realistisch? Jetzt haben wir den Salat. Und der Staat, das heißt die Zukunft unserer Kinder spendiert jedem, noch so maroden Unternehmen Hilfe. Warum? Ja gut, es geht nur um die Arbeitsplätze und um sie zu erhalten, bevor ein totaler Wirtschaftskollaps kommt. Viel Spielraum gibt es nicht mehr. Da gibt es auch so merkwürdige Vorstellungen allen Familien 300,-€ zu spendieren, damit sie das Geld sofort wieder ausgeben, egal wie viel sie verdienen, um die Wirtschaft am Rollen zu halten. Auch die Renten sollten erhöht werden und das in der heutigen Situation. Wohin sind wir eigentlich gekommen? Ich habe eine Rente von ca 1000,-€ und kann gern auf weitere Erhöhungen verzichten, wenn die Preise so bleiben. Wer kümmert sich eigentlich darum? In jeder Zeit sind Firmen in die Insolvenz gegangen weil das Management unfähig war auch schwache Zeiten zu kalkulieren. Aber seit Jahren haben viele Unternehmen nur noch auf Wachstum und weiteren Profit gesetzt. Sind wir wirklich so unersättlich? Wachstum, Wachstum? Ich denke nach der Abwicklung der ganzen momentanen wirtschaftlichen Probleme in Europa werden wir eine andere Welt erleben. Zurück zu den Wurzeln einer Wirtschaftspolitik die in ihrer Gesamtheit Krisen übersteht und keine so große Abhängigkeit mehr von anderen Ländern, vor allem China.

Manchmal kann man auch den Eindruck gewinnen, dass auch Familienplanung mit Kindern erst dann beginnt wenn man sicher ist Kinder bald in Kita oder Kindergarten geben zu können. Nun bei home office ist das ein weiteres Problem, für die Kinder und die Eltern. Da ist die staatliche Unterstützung in Polen mit dem Gesetzt 500+ weitaus kinderfreundlicher, ein Kostenrahmen der aber auch finanziert werden muss. Eine Familie mit drei Kindern hat dann also zusätzlich 1500,- Zloty pro Monat und das ist ca. der Nettomindestlohn eines Arbeiters. Da bleiben viele Frauen zu Hause und betreuen ihre Kinder selbst, eben wie es früher normal war.

Das Neueste aus Schlesien:

Ab 30.5.um 24 Uhr, also heute, weitere Lockerung der Verordnung zum Wohle der Wirtschaft: Keine Maskenpflicht mehr in Geschäften und der Stadt. Versammlungen bis 150 Personen sind wieder erlaubt. Die große Freude bricht aus und es gibt schon Verabredungen für Heute um 24 Uhr, um die Freiheit entsprechend zu feiern. Mit Countdown und runterzählen wie zu Sylvester ist das bei einigen Gruppen geplant. Und dann mit Hurra und Küsschen? Aber geht das gut?

Durch unsere Kontakte weiß ich von einer Klinik in Breslau die überfüllt ist und der zuständige Virologe dringend von Lockerungen abrät. Die App des Glatzer Bürgermeisters zeigt einen Anstieg der Infizierten im Glatzer Raum auf 177 und 42 werden im Krankenhaus betreut. Wir, der Vorstand des DFK Glatz werden abwarten wie sich die Situation nach Lockerung der Maßnahmen entwickelt und planen unseren normalen Betrieb mit Öffnungszeiten ab dem nächsten deutschen Gottesdienst am 27.6. Ich werde frühzeitig hier berichten. Hoffen wir zunächst, dass die Befürchtungen des Virologen nicht eintreten und wir den ganzen Horror überleben.

Ich wünsche allen von Herzen, bleibt gesund.

Es grüßt aus Glatz

Horst Ulbrich

30.5.2020

Corona in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:59

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

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 Glatz, den 20.5.2020

Die Fallzahlen und deren Auswirkungen:

Nun sehen wir in Glatz ja deutsches Fernsehen und sind bestens über die Zustände in Deutschland informiert. Dazu sind die veröffentlichten Zahlen in Polen moderat mit 18.000 Infizierten und ca. 700 Todesfällen. Wie weit man den Zahlen trauen kann? Schön wäre es, aber wer wenig testet, hat wenig Infizierte. Die Zahlen in unser geliebten Heimat scheinen jedoch noch gering zu sein.

Anders in Oberschlesien. Seit Anfang Mai bildet Ruda Śląska neben anderen Städten im oberschlesischen Ballungsgebiet, in dem 4,5 Millionen Menschen leben, den größten Pandemie-Hotspot Polens. Derzeit gibt es rund 18.000 gemeldete Corona-Fälle im ganzen Land, darunter 5000 in Schlesien und davon etwa1000 Bergarbeiter (Stand vom 15.05.). Die Tendenz ist steigend. Von den täglich neu gemeldeten Fällen kommen derzeit regelmäßig zwei Drittel aus Oberschlesien.

Derzeit wurde die Produktion in drei von den 30 oberschlesischen Gruben eingestellt. Größtes Problem ist die Enge in den Förderkörben, wo 48 bis 120 Arbeiter dicht an dicht einfahren. Ein Weiteres ist die Nähe in der Umkleide und den Duschen. Viele Leser, die im Bergbau Neurode und Schlegel gearbeitet haben, kennen das aus eigener Erfahrung.

Polens Energieversorgung basiert zu 80 Prozent auf Kohle. Im Bergbau arbeiten 90.000 Menschen, weitere 90.000 sind in den Unternehmen beschäftigt, die mit dem Bergbau zusammenarbeiten und wir hoffen, nicht auch noch ein größeres Energieproblem zu bekommen, wenn die Zahlen weiter fortschreiten.

Wirtschaft:

Eine Nachricht des Breslauer Bürgermeisters würde in Deutschland jeden Kleinunternehmer und Restaurantbesitzer erfreuen. Er gab Folgendes bekannt:

Breslau erweitert sein Hilfspaket für Unternehmer. Für einen symbolischen Zloty – Miete für die Anmietung eines Geländes und kostenlos für gastronomische Gärten.

Die Verordnung ist im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie bei Dienstleistungen und Handel anzuwenden. Es geht unter anderem um die Eigentümer von Restaurants, Cafés, Schönheitssalons, Buchhandlungen, Bekleidungsgeschäften, Schuhgeschäften und Geschäften mit Haushaltsgeräten. Das Angebot kann von Personen genutzt werden, die keine Zahlungsrückstände bei der Zahlung von Gebühren und Mieten von mehr als zwei Monaten bei der Gemeinde haben – betont Marcin Urban, der Schatzmeister von Breslau, und fügt hinzu, dass diese Form der Unterstützung mindestens bis zur Aufhebung der Epidemie andauern wird, während ihre mögliche Verlängerung davon abhängt, wie sich die Situation entwickelt.

Situation in der Grafschaft:

Ich war erstaunt, wie diszipliniert die Bevölkerung alles befolgt, was gefordert wird. Natürlich in der Innenstadt und den Geschäften Masken und Handschuhe. Da wir privat in der Zeit der Einschränkungen renovieren, bin ich oft im Baumarkt, wo ein Wachmann sofort auf das Desinfektionsgerät hinweist. Ohne Maske kein Einlass und bisher nur doppelt so viele Kunden wie es Kassen gab. Dort auch nur mit Absperrungen auf 2 Meter zur Kasse. Kommt ein Kunde raus, darf der Nächste rein. Von 10 bis 12 Uhr in den Lebensmittelläden haben nur Rentner Einlass. Das war bis zur Lockerung ab 15.5. der Fall. Ein drastisches Beispiel erlebte ich beim Kauf eines Kasten Bier in Eckersdorf, wo ich ohne Handschuhe war und den leeren Kasten in den Händen hielt. Ich wurde sofort des Geschäftes verwiesen, durfte dann am Eingang neue Handschuhe nehmen. Die Besitzerin erzählte, dass die Polizei auch auf den Dörfern kontrolliert und sofort Strafen, 500,- Zloty für den Kunden und 1000,- für den Ladenbesitzer, verhängt. Die Stadt war bis zu den neuesten Lockerungen wie ausgestorben. Nur Lebensmittelgeschäfte und Baumärkte waren offen. Viele unserer Freunde renovieren wie wir ihre Wohnungen und die Baumärkte profitieren davon.

Der DFK Glatz:

Nun hatten wir Ende 2019 den Fäkalienschaden, wo aus der Toilette plötzlich eine meterhohe Fontäne kam und sich ins Büro, die Küche und den Gemeinschaftsraum ergoss und sich plötzlich alle Fäkalien bis aus dem 4. Stock in unseren Räumen verteilten. Bis Februar haben wir mit Entsorgung und Möbelbau verbracht, da auch die Möbel die Jauche angesaugt hatten und entsorgt werden mussten. Und gerade, wo ein normaler Betrieb mit unseren Deutschkursen, Chor, Buchbesprechungen und Treffen der Mitglieder begann, da mussten wir wegen Corona und den Versammlungsbeschränkungen schließen. Ich hatte auf unserer Internetseite Neues aus Schlesien berichtet. Dazu kam jetzt auch noch der Tod unserer geliebten Elisabeth Kynast, Leiterin unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, und ein Haufen Arbeit. Unsere alten und kranken Mitglieder versorgen wir mit wichtigen Medikamenten, auch Hilfsmitteln von Gehstöcken bis Pflegebetten aus unserem Zentrallager. Der nächste Hilfstransport kommt nun auch erst am 1. August, der uns sonst immer in der Karwoche erreichte. Täglich telefonieren wir nun, um auch Einkäufe für unsere älteren, gehbehinderten Mitglieder zu bewerkstelligen. Ein Treffen mit einigen Mitgliedern vom DFK Kudowa in Tscherbeney habe ich dann im Freien organisiert, denn eine Mitgliederversammlung ist ja nicht möglich. Frau Maria Twertetschka wird voraussichtlich den Vorsitz übernehmen, wenn eine ordentliche Wahl der Mitglieder im Grenzbezirk Polen / Tschechien wieder möglich ist. Bis dahin hoffen wir alle gesund zu bleiben.

Das wünsche ich von Herzen auch allen Lesern.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

4.5.2020

Flaggenwegsel zum 1. Mai

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:00

Na was ist denn richtig?

So……..

 

       oder so….. 

und damit meine ich nicht die Richtung rechts oder links.

In Schlesien war es ja nach dem Krieg, bei Androhung von Strafe, Pflicht die polnische Fahne an jedem Haus, möglichst an jedem Fenster zu zeigen. Das ist natürlich seit der Wende in Polen nicht mehr so. Aber an vielen Häusern ist das, nun freiwillig , immer noch Brauch.

Da unsere Fahnen an der Reithalle über den Winter sehr gelitten haben und jedes Jahr erneuert werden, war das auch am 1.Mai wieder fällig.

Aber was ist das denn? Wer hat sich da so vertan? Aber schnell wieder auf das Hallendach und umgedreht.

Beim DFK Glatz immer noch kein normaler Vereinsbetrieb. Ich hoffe aber auf baldige Lockerungen der Versammlungsfreiheit damit wir uns in den Vereinsräumen wieder treffen können. Wir hoffen dann auf einen Neustart unserer Deutschkurse die zur Zeit natürlich auch nicht stattfinden können. Bei der letzten Vorstandssitzung mussten wir einen anderen Finanzierungsrahmen festlegen und hoffen das so realisieren zu können. Die Jugend hat mit dem Unterricht schon online mit Frau Patzwald begonnenen. Von der Uni Breslau gab es dazu ein Programm wo alle Schüler mit dem Lehrer Verbindung haben und Aufgaben übernehmen können. Voraussetzung ist natürlich ein PC und Onlineanschluss für alle. Das werden wir nach Corona neben dem Unterricht in unseren Räumen auch weiter beibehalten.

In Schlesien hat es endlich geregnet und wir hoffen auf weitere Niederschläge denn es ist immer noch viel zu trocken. Vielleicht passt ja mal der Kalenderspruch:

Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauern Scheuer und Fass.

Horst Ulbrich

26.4.2020

 Info aus Glatz, den 23.4.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:17

In der Heimat Schlesien immer noch disziplinierter Stillstand. Firmen produzieren mit großen Einschränkungen, teilweise mit halber Besatzung, aber produzieren….

In der Innenstadt sieht man nur Masken. Am Eingang der Geschäfte; nur Lebensmittel und Baumärkte, Kontrollen. Handschuhe und Maske und desinfizieren wer eigene Handschuhe hat.

Wenn ein Kunde rauskommt darf der nächste rein. Aber 24 Stunden geöffnet…..

Aber ich denke das ist sehr gut und vielleicht deshalb gibt es so wenig Infizierte in Polen……. wenn die offiziellen Zahlen stimmen.

Wenn dann die Infizierten, die es noch nicht spüren und wissen, ein Weitergeben des Virus durch die Masken verhindern wird, nichts anderes bewirken ja die Masken, dann steckt man kaum weitere Menschen an und es werden zwangsläufig weniger Kranke.

In Deutschland ist man immer noch uneinig ob Masken und wenn ja, wo und wann? Das ist bei den politischen Verhältnissen hier anders, eventuelle im Moment sogar von Vorteil. Und die Menschen sind sehr diszipliniert!

Wie bekannt ist die Vorsitzende unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, Elisabeth Kynast ist gestorben und wir müssen entscheiden wie es dort weitergeht.

Beim DFK in Glatz ist natürlich auch Stillstand. Deutschunterricht der Jugend beginnt online mit Frau Patzwald, Veranstaltungen in der Geschäftsstelle sind abgesagt. Samstag 25.4, kleine Vorstandsitzung zu wichtigen Unterschriften und Entscheidungen für die nahe Zukunft. Die Hilfstransporte vor Ostern sind ja auch ausgefallen, so auch weitere Unterstützung für das Glatzer Krankenhaus, sowie Kinder-und Altenheime. Wir unterstützen im Moment nur unsere Mitglieder.

Bei den ganzen Problemen waren mir meine Betablocker ausgegangen. Früher habe ich sie mal in der Apotheke mit Vorzeigen der Packung kaufen können, aber selbst die hatte ich nicht mehr. Also Krankenhaus, man kennt ja die Direktorin durch die Hilfstransporte. Mit dem Auto durfte ich schon nicht auf das Gelände fahren, obwohl der Pförtner mich kennt und sonst sofort die Schranke aufmacht. Nach Telefonat mit dem Sekretariat kam die Sekretärin maskiert an die Pforte, ich habe ihr auf einen Zettel das Medikament geschrieben, mit dem sie verschwand. Dann brachte sie mir aber ein Rezept von einem Krankenhausarzt für 30 Tabletten. Die liebe Frau in der Apotheke konnte ich bezirzen eine große Packung daraus zu machen und nach weiterem zirzen mir auch eine zweite Packung verkaufte. 21,70 PLN. Da hätte ich in Deutschland mit 5,- € Eigenbeteiligung schon für die erste Packung mehr bezahlt. Das reicht nun für das Jahr 2020. Auch das Privatrezept hat sie mir zurückgegeben, so kann ich die Pillen nun noch oft holen.

Nun hoffe ich liebe Leser, ihr seit alle noch gesund.

Privat renovieren wir immer noch. Man hat ja Zeit bei Corona zum Renovieren.

Wie ich gerade erfahren habe ist unser lieber Diakon, Ewald Pohl aus Spenge NRW gestorben. Er hat viele Jahre die Messe der Eckersdorfer Heimatvertriebenen beim Jahrestreffen in Melle gehalten.

Gott gebe ihm die ewige Ruhe.

Ich wünsche allen Gesundheit in einer schweren Zeit.

Euer Horst

14.4.2020

Glatzer Bahnhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:01

Informationen für die Glatzer Freunde.

Der Glatzer Stadtbahnhof wird neu gestaltet. Endlich werden viele sagen, aber es ist ein großes Bauprojekt das auch viel Zeit in Anspruch nimmt, um den laufenden Verkehr aufrecht zu erhalten.

         Drei Bilder zur Planung.    Zum vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Geplant ist die Koppelung mit einem Einkaufszentrum und der Transportlogistik. Zum Glück ist wohl, trotz der Lage in der City, ausreichend Platz vorhanden.

Bilder zum Baufortschritt.

Die Unterführung ist schon erneuert und ein Zugang unter der Brücke zum Bahnhof ist in Angriff genommen worden. Hoffen wir, dass es mit den Baumaßnahmen so weitergeht.

Hier auch einige Bilder aus deutschen Zeiten.

 Bilder aus alten Zeiten.

Bericht

Horst Ulbrich

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