Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

22.6.2022

Was lange währt wird endlich gut!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

Wieder ein wichtiges Projekt gegen das Vergessen! Wenn wir in unserer Generation das nicht bewerkstelligen, wird es nach uns Niemanden mehr geben der die deutsche Vergangenheit in Niederschlesien weiterhin bekannt macht.

         

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Nach einem Jahr der Planung und Herstellung des Gedenksteins für die Einsiedler am Annaberg bei Neurode, gab es am Ende noch ein Problem der Befestigung an der Wand der Kapelle. Der Gedenkstein war zu groß und zu schwer. Es wurde ein spezieller Kran benötigt, was weitere Kosten verursachte, um das Gewicht an die Wand zu bringen und endlich konnte die Einweihung am 21.Juni 2022 stattfinden. Leider zu spät für die Pilgergruppe mit dem Großdechanten, für den die Einweihung der wichtigen Erinnerungstafel geplant war.

         

So versammelte sich eine kleine Schar zunächst in der Kapelle zu einer Andacht. Man hatte sogar die Ruhestätte des letzten Einsiedlers ausfindig gemacht und die sterblichen Reste neben dem Altar der Kapelle in eine Steingruft umgebettet.

       

Ich werde dazu eine kleine Gedenktafel fertigen lassen und hoffe auf unsere treuen Sponsoren zur Unterstützung.

                                  Schlesienhilfe DE02 4945 0120 1112 5511 79                                                        

            

Der zuständige Pfarrer hat danach die Tafel eingeweiht und die Mitorganisatorin Frau Bazala hatte danach für alle Anwesenden Kaffee und Torte im Wittighaus vorbereitet. Frau Irena Rogowska verlas schon an der Kapelle die Erzählung über den Annaberg von Prof. Wittig, später im Wittighaus auch eine Erzählung über die Mutter des Professors. Die Gedenktafel ist ein weiteres, von uns Deutschen in Stein gehauenes Zeitzeichen, da bis auf einen, alle Einsiedler zu deutscher Zeit dort gelebt haben.

             

Hinter der Kapelle entsteht ein neues Haus zur Bewirtung der Besucher mit einer wunderbaren Aussicht vom Annaberg.

 

Bericht

Horst Ulbrich

21.6.2022

Monika Taubitz nach dreijähriger Pause wieder im DFK Glatz zu einer Dichterlesung!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:06

Nach der coronabedingten Zwangspause war unser DFK Mitglied, die geschätzte und verehrte Poesie- und Prosadichterin mit Grafschafter Wurzeln, Frau Monika Taubitz aus Meersburg am Bodensee, am Samstag, dem 4. Juni 2022, wieder beim DFK Glatz zu Besuch, um zum ersten Mal seit 2019 wieder in unseren Räumen aus ihren neusten Werken zu lesen.

 

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Herzlich war die Begrüßung wie unter Freunden nach einer langen Abwesenheit. Besonders gefreut hat es uns, dass Monika Taubitz trotz der besonderen Umstände der letzten drei Jahre voller Elan und Schaffenskraft geblieben ist, was auch darin seinen Ausdruck findet, dass seit ihrem letzten Besuch nicht weniger als zwei neue Gedichtsammlungen („Breslau zur Zeit der Pandemie”, „Für einen Lidschlag nur”, beide 2021) sowie ein Prosawerk aus ihrer Feder („Tillmanns Frau und andere Erzählungen”, ebenfalls 2021) erschienen sind, aus denen sie dem neugierigen Publikum von ihr selbst gewählte Auszüge vortrug.

         

Zu Beginn, nach einer kurzen Einführung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des DFK Glatz, H.-P. Keuten, las Frau Taubitz aus aktuellem Anlass ein gerade erst veröffentlichtes Gedicht vor, das den Titel trägt: „Höre, Soldat des Usurpators”. Wer hätte gedacht, dass ein Gedicht, das denselben Themenkreis anspricht, den bereits die 2018 erschienene deutsch-polnisch-tschechische Gedichtsammlung Friedensanthologie behandelt (dessen deutscher Teil aus Gedichten von Monika Taubitz besteht), heute, im Jahre 2022, eine so traurige Aktualität bekommen würde?

Nach diesem ganz neuen Gedicht, das im Original und zwei polnischen Übersetzungen (von Prof. E. Białek sowie dem anwesenden H. Grzybowski) vorgetragen wurde, konnte Monika Taubitz ihr Publikum mit neuen Gedichten und Erzählungen in ihren Bann ziehen, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden.

Während die Gedichte, u.a. über das Breslau der Pandemiezeit, die Zuhörer zum Nachdenken und Meditieren anregten (nicht zuletzt auch in dem Gedicht „Nimm eine Möwenfeder” aus der gleichnamigen Sammlung aus dem Jahre 2018, dessen heraklitische Quintessenz in den Worten kulminiert: „Beständig ist der Wandel, er allein wird bleiben.”), bereitete die Lektüre der autobiographisch gefärbten Erzählung „Onkel Georg kommt zu Besuch” mit viel schlesischem Lokalkolorit (aus der Sammlung Tillmanns Frau) dem Publikum große Freude und Amüsement. Für den der deutschen Sprache nicht mächtigen Teil des Publikums übersetzte die vereidigte Dolmetscherin und DFK-Mitglied Irena Rogowska aus Neurode dankenswerterweise die Texte, und so konnten sich alle anwesenden Glatzer (die deutschen und die polnischen) an den neuen Werken von Monika Taubitz erfreuen. Ob Zufall oder nicht, die Texte, die dem Publikum an diesem Nachmittag zu Gehör kamen, zeichneten auf die ihnen eigene Weise gleichzeitig auch die wichtigsten Stationen des Lebens der Autorin nach – von ihrer Kindheit in der Grafschaft Glatz und Niederschlesien über die Stadt Breslau und die Vertreibung, die sie zunächst an die Nordseeküste führte, bis nach Süddeutschland, wo sie bis heute wohnt und Ehrenbürgerin der Stadt Meersburg wurde, wobei sie gleichzeitig ihrer alten Heimat, der Grafschaft Glatz, treu geblieben ist, in der heute wiederum nicht wenige Menschen eine neue Heimat gefunden haben, die ursprünglich aus der Gegend stammen, in der gegenwärtig die Ukraine durch den russischen Aggressor in einen Krieg gezwungen wurde, dessen Ausgang ungewiss ist.

Das Treffen mit Monika Taubitz wurde abgeschlossen mit einer kleinen Gesprächsrunde, in der alle Anwesenden eingeladen waren, der Autorin Fragen zu stellen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Zum Schluss der Veranstaltung überreichte der DFK-Vorsitzende unserem verehrten Gast einen Blumenstrauß, bedankte sich herzlich im Namen aller Anwesenden und bat Monika Taubitz, uns bei nächster Gelegenheit wieder zu besuchen. Bei Snacks und einem Glas Wein kam man anschließend noch ins Gespräch und konnte die gerade erstandenen Bücher von der Autorin signieren lassen.

Es sei angemerkt, dass Monika Taubitz bei ihrem diesjährigen Besuch, wie immer, nicht nur im DFK Glatz gelesen hat, sondern auch zu Lesungen an der Universität Breslau, in der Stadtbibliothek von Bad Altheide sowie, last but not least, in ihrem Heimatort Eisersdorf eingeladen war.

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal für die Ehre und Freude ihres Besuchs und hoffen, sie bald wieder in Glatz begrüßen zu dürfen – für die Zwischenzeit hat sie uns einiges an neuer lohnenswerter Lektüre dagelassen …

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

3.6.2022

Konferenz der Delegierten am Annaberg am 28.5.2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

Im Vordergrund standen dieses Mal die Wahlen zum Vorstand des VDG und die Abdankung des VDG-Vorsitzenden Bernard Gaida nach drei Kadenzen. Erwartet, aber dennoch für einige überraschend, da vorher nirgends darüber geschrieben wurde, dass der langjährige Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung steht, was mich persönlich etwas erstaunt hatte. Gleichzeitig gab es dann ein Extrablatt zu dem Thema, das verteilt wurde. Zum Glück war ich privat vorher unterrichtet worden, und da auch die Büroleiterin Frau Neumann und gemäß dem normalen Wechsel der Konsuln auch Frau Fisel-Rösle uns verlassen, hatte ich als einziger Blumen zur Verabschiedung besorgt.

                 

Blumen für den scheidenden Vorsitzenden und die Konsulin Frau Fisel-Rösle

   Blumen auch für die gute Zusammenarbeit. Frau Neumann

Ich hoffe, es hat den Beschenkten ein wenig Freude bereitet, nach Jahren der guten Zusammenarbeit.

Bei der Wahl wurden dann die alten acht Vorstandsmitglieder bestätigt, zusätzlich wurde noch ein Kandidat für die Jugend mit in den VDG-Vorstand aufgenommen, der nun aus 9 Personen besteht. Vorsitzender dann erwartungsgemäß Rafał Bartek, der auch für mich der beste Kandidat für den Posten ist, denn die Zukunft der DMI sieht nicht rosig aus.

             

Rafal Bartek, der neue Vorsitzende  3. v. re.

Herr Bartek ist ein erfahrener Politiker und Vorsitzender des Landtages in Oppeln. Ich hoffe nur, es bleibt auch genügend Zeit den weiteren Posten mit Elan auszuführen.

Unsere Probleme in diesem Jahr sind die gleichen wie nach jeder Wahl in Deutschland, wenn Mittel für die Projekte Kulturarbeit, über die Konsulate bewilligt, erst sehr spät im Bundestag behandelt werden. So haben wir für Kulturarbeit bisher noch keinerlei Mittelzusagen und finanzieren soweit wie möglich die Zahlungen für Deutschunterricht, Chor und Jugendbetreuung vor, in der Hoffnung die Finanzen nach Beschluss im Bundestag für die Gelder im Außenministerium im Herbst erstattet zu bekommen. Anträge auf Unterstützung unserer Projekte habe ich geschrieben, eine Mittelzusage gibt es durch die Umstände bisher nicht. Einige DFK-Vorsitzende beginnen deshalb auch erst mit Projekten, wenn die Finanzen zur Verfügung stehen. Aber das ganze Vereinsleben wird durch die erzwungene Untätigkeit und Verzögerung von bis zu 8 Monaten zu einem Risikofaktor. Wir versuchen mit Hilfe unserer Sponsoren die Vereinsarbeit weiterzuführen, um die Zeit zu überbrücken. Schon Corona wurde zu einer Bewährungsprobe und viele kleine Deutsche Freundschaftskreise geben auf.

Info DFK Glatz:

Bei unserer Strategie ist es bisher gelungen, nach Corona mit Versammlungsverbot vor einem Jahr alle wieder an Bord zu haben. Unser Chor hat sich unter der neuen Leitung von Frau Ilse Hirschner gut entwickelt. Am 19.6. haben wir wieder ein Konzert, diesmal im Chopin-Schlösschen im Kurpark von Bad Reinerz, gemeinsam mit dem Lehrerchor aus Habelschwerdt. Unser Chor fährt am 31.7. bis 8.8. nach Berlin und wird in zwei katholischen Kirchengemeinden auftreten. Es soll auch ein Intensivtraining für den Auftritt am 10. September beim Kulturfest der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau sein.

Liebe Leser, ich hoffe, wir sehen uns dort.

Sehr gut läuft auch die Jugendarbeit unter der Leitung von Amelia Patzwald. Sie studiert in Breslau Germanistik und Speditionsmanagement, hat beim VDG in Oppeln Führungskurse für Jugendarbeit besucht und auch den Jugendpunkt Glatz gegründet. Deutschkurs für die Jugend am Mittwoch. Am Samstag, nach unserer Öffnungszeit der Geschäftsstelle von 11 bis 14 Uhr trifft sich die Jugend zu gemeinsamen Spielen, manchmal auch kleinen Ausflügen mit geschichtlichem Hintergrund oder Grillen bei Ulbrich.

Bericht

Horst Ulbrich

24.5.2022

Termine des DFK Glatz:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:48

Vom 1. Bis 7. Juni ist unser DFK-Mitglied, die Dichterin und Buchautorin Frau Monika Taubitz, wieder in der Heimat und mit einer Lesung aus ihren neusten Werken am 4.6.2022 um 16 Uhr auch in unserer Geschäftsstelle Frankensteiner Str. 11.

 

Gleich danach, vom 7. bis 15.6.2022, kommt der Großdechant mit der Pilgergruppe und wir haben Treffen in Glatz und Tscherbeney verabredet. H.-P. Keuten hat für den 7.6.2022 den Besuch der Wallfahrtsstätte Maria Schnee mit Messe sowie die Besichtigung der Kapelle in Steingrund organisiert.

11.6. sind wir zur Seligsprechung der Schwestern von der hl. Elisabeth im Breslauer Dom.

12.6. Andacht und Lichterprozession in Albendorf.

13.6. um 13 Uhr Andacht in der Kirche Tscherbeney und Gedenken am Grab von Kaplan Gerhard Hirschfelder und Elisabeth Kynast. Danach Treffen mit unserer DFK-Ortsgruppe im Hirschfelder-Haus.

16.6. Malteser Hilfstransport aus Telgte, Abladen am Zentrallager.

19.6. Konzert unseres DFK-Chores mit dem Lehrerchor aus Habelschwerdt im Chopinschlösschen im Kurpark Bad Reinerz.

21.6. Treffen mit anderen Organisationen der Ukrainerhilfe.

25.6. Deutscher Gottesdienst um 14 Uhr bei den Klarissen auf der Frankensteiner Straße in Glatz (Gäste jederzeit willkommen!).

Außerdem ist unsere Geschäftsstelle jeden Samstag für Besucher von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Herzliche Einladung zum Kaffee.

 

Der Vorstand des DFK Glatz

23.5.2022

Was ist los in der Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:55

Da gibt es plötzlich ein Rennen der hohen Politiker in die Ukraine wie nie zuvor und der Streit, welche Waffen geliefert werden sollen, geht in der Parteienlandschaft in Deutschland um …

Mit dem von ihm provozierten Krieg hat Putin die Wirtschaft in ganz Europa geschwächt.

Dass Herr Putin allein der Verantwortliche für den Krieg und die vielen Toten ist, bleibt unbestritten. Aber auch Selenski macht den Eindruck, als könne er die ganze EU befehligen.

Erst lädt er unser höchstes Staatsoberhaupt, den Bundespräsidenten, aus und gleichzeitig verlangt er aus Deutschland die neuesten Waffen. Ein dreistes Ding … Zu berücksichtigen ist die Gefahr einer Eskalation und eines Weltkriegs, wenn Angriffswaffen geliefert würden, da dies ein aktives Eintreten in die Kriegshandlung bedeuten könnte.

Deshalb bin ich voll auf der Seite unseres Kanzlers, der mit Besonnenheit reagiert, viel humanitäre Hilfe angeboten hat und nun wegen der Forderungen aus Europa doch schwere Waffen zu liefern bereit ist. Ich denke viele der Leser sind auch der Meinung, daß gerade bei unserer Vergangenheit alles getan werden sollte, auch nicht passiv in die Kriegshandlungen verwickelt zu werden.

Aber warum kann man sich denn nicht einigen? Die Krim ist schon seit dem letzten Konflikt verloren und auch der Donez wird nicht wieder an die Ukraine angeschlossen. Das sind für mich Fakten und auf weniger würde Putin sich nie einlassen, egal wie viele Menschen noch sterben werden. Dabei gab es schon eine Verhandlungsbasis: Putin braucht unbedingt die Krim wegen der Schwarzmeerflotte und einen Zugang vom Land, hat er gesagt. Selenski hatte schon angeboten, man könne darüber verhandeln. Das war doch eine Basis, bis Selenski nach einigen Erfolgen meinte, er könne den Krieg gewinnen, bestärkt von einigen Politikern der EU. Danach sind die diplomatischen Kanäle wieder versiegt. Ich habe schon vor längerer Zeit geschrieben und das ist weiter hinten in meinen Berichten zu lesen, nur Biden und Putin werden das Ende aushandeln. Europa wird am Ende nicht gefragt und die Ukraine erst recht nicht, denn die wird immer schwächer und am Schluss steht kein Stein mehr auf dem anderen. Das scheint Putin egal zu sein, Hauptsache er gewinnt. Auch die hohen Verluste an Menschen werden erst dann bekanntgegeben und auch wie viele Zivilisten getötet wurden. Ein Irrglauben ist meiner Meinung nach die Überzeugung, die Ukraine könne den Krieg gewinnen, der in Russland noch nicht einmal so genannt werden darf. Nach Frankreich hat nun Italien einen Kompromissvorschlag gemacht und Frankreichs Präsident hat meiner Meinung Recht. Wir sollten Putin nicht unterschätzen und ihn zu Verhandlungen bringen, bei denen er nicht als Verlierer dasteht. Was ist nach einem Frieden? Die Ukraine kann doch ein neutraler Staat werden, denn der Beitritt in die Nato wird von Putin als Bedrohung gesehen und das ist angesichts weiterer Beitritte seiner Nachbarländer im Norden auch verständlich. Man sollte die Russen in diesem Fall nicht weiter provozieren und vor allem nicht unterschätzen, denn das Material an Menschen spielt bei Putin keine Rolle. Das hat man schon bei Hitler und Stalin gesehen.

Horst Ulbrich

27.4.2022

Neues von den Kriegsflüchtlingen in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:57

Nun haben wir über 2,8 Mio. Flüchtlinge und es ist kein Ende abzusehen. Außer den Kindern mit ihren Müttern sind aber auch Kinder, die mitgeschickt wurden und deren Eltern beide im Kampf um ihre Heimat sind. So haben wir unter den 112 Kindern mit Betreuern eines Kinderheimes auch die kleine Natalie.  Mutter und Vater sind vor Tagen im Krieg gefallen, während das Kind schon in Bad Reinerz in Sicherheit war. Das kleine Mädchen weiß mit ihren 3 Jahren natürlich davon nichts, man wird es ihr später einmal sagen müssen. Im Moment wird sie mit unserer Unterstützung von den Betreuern liebevoll versorgt.

             

  1. Gruppe die Minis.  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

       

Am 23.4. zum Osterfest der Ukrainer war ich dann mit über 200 Päckchen mit Süßigkeiten unterwegs, um den Kindern eine Freude zu machen.

(more…)

15.4.2022

Flüchtlingsproblem in Niederschlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:41

Liebe Leser dieser Seite.,

heute möchte ich mich ganz besonders bei den Spendern des Boten für deren Überweisungen auf unser Konto Schlesienhilfe bedanken, und dafür, dass Ihr uns vertraut die Gelder sinngemäß auszugeben. Wer Fragen zu Spenden hat möge sich bitte bei mir melden.

hulbrich75@gmail.com

Aber auch andere Hilfe, um die ich gebeten hatte, wurde uns zuteil. So wurde aus Berlin in vier Kirchengemeinden in der Messe gesammelt und uns der Erlös überwiesen. Auch den Generalkonsul in Breslau hatte ich gebeten, uns zu unterstützen. Es war dann eine Sammlung deutscher Firmen aus einem Konzert und 12.000,- Zloty wurden überwiesen.

Nun ist das eine Menge Geld, das aber schnell und zielgerecht ausgegeben werden muss.

Wir konnten damit sofort 10 Etagenbetten für das Kinderheim aus der Ukraine kaufen. Ein ganzes Kinderheim, 101 Kinder mit Betreuern, sind komplett aus der Gegend um Mariupol geflüchtet und in einem Ferienheim in Bad Reinerz untergebracht, das für 40 Gäste ausgelegt war. Hier konnten wir mit den Etagenbetten helfen, damit bald jedes Kind ein eigenes Bett bekommt, und wir hoffen weitere kaufen zu können. Nicht nur in die Nähe von Glatz sind viele Mütter mit Kindern zugewiesen worden. In Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister sind wir in die Koordination der Hilfe für die vielen Menschen eingebunden. Im Stadion Glatz in der Turnhalle sind wechselnd ca. 150 Familien untergebracht, bis eine andere Bleibe gefunden wird. Einige wollen weiterziehen, die meisten aber nahe der Grenze bleiben. Man hofft bis zum Sommer zurück in die Heimat zu können … Aber in welche? Die Bilder aus der Ukraine lassen da wenig Hoffnung aufkommen. Bei den Franziskanern im Kloster wohnen zur Zeit 40 Mütter mit größeren Kindern. Das Sporthotel in Schlegel ist mit 300 Menschen überfüllt. In Bad Reinerz gibt es über 500 Flüchtlinge in Turnhallen und anderen Unterkünften. Auch zwei große Transporte Lebensmittel haben wir dorthin geliefert, denn eine Soforthilfe ist vom Staat nicht möglich und die kommunalen Behörden sind überlastet. Alle müssen zunächst registriert werden, aber das Kinderheim benötigt Lebensmittel, Pampers für die Kleinen, Hygiene für die größeren Mädchen usw. sofort.

So sind wir täglich unterwegs, um Soforthilfe zu leisten, bis eine staatliche Versorgung möglich ist.

Unser Freund und Leiter des Eichendorffzentrums in Lubowitz hat über 30 Ukrainer aufgenommen und kämpft nun wegen der Finanzierung. Eine schwierige Situation.

Auch bei uns wohnt nun eine Flüchtlingsfamilie, die von uns versorgt wird, und die Verständigung ist manchmal lustig. Mit dem Sohn kann ich Englisch sprechen, der dann seine Mutter auf Ukrainisch informiert, die dann mit meiner Frau Renia Russisch spricht, soweit es geht. Das haben ja alle mal lernen müssen. Tochter, 11 Jahre, durch Bombenhagel und den Kontakt mit den Leichen, die in der Stadt herumlagen, ist sie traumatisiert, aber auf einem guten Weg. Sie geht nun auch in den Reitunterricht bei uns, um ein wenig die grausamen Bilder zu vergessen.  Roman, der Sohn steht vor dem Abitur und wird aus der Ukraine online unterrichtet, wenn nicht gerade eine Bombe die Internetverbindung kappt, so wie erst gestern wieder. Die Mutter arbeitet im Home-Office für eine pharmazeutische Firma und ist, wie viele Flüchtlinge gut ausgebildet. Leider blockieren mir Beide am Morgen das schwache Internet. Aber ich bin zu der Zeit sowieso immer unterwegs.

Wer unsere Hilfe weiterhin unterstützen möchte.

Schlesienhilfe   DE 02 4945 0120 1112 5511 79

Wir werden noch lange Hilfe leisten müssen bis der Krieg ein Ende findet.

Liebe Freunde, das war das Neuste aus Schlesien – und beten wir um ein baldiges Ende des Krieges.

 

Herzliche Grüße  und ein gesegnetes Osterfest  allen Lesern.

 

Horst Ulbrich

10.3.2022

Neues aus Schlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:59

Bei all den politischen Themen kommen die Nachrichten des DFK Glatz fast zu kurz.

Unsere Wahl zum Vorstand wurde wegen Corona bereits verschoben, dann online oder per Brief unter den hiesigen Mitglieder durchgeführt. Am Ende gab es keine Gegenstimme und so gilt der Vorschlag als angenommen.

Vorsitzender – Horst Ulbrich

Vizevorsitzender – Heinz-Peter Keuten

Schatzmeisterin – Renata Ulbrich Schriftführer – Jurek Żelaszkiewicz

Jugendabteilung – Amelia Patzwald

Revision – Anna Pfeiffer

Marianne Myszogląd

Olga Kawalec

Lange hatte Heinz-Peter Keuten nach dem Ausscheiden von Jochen Straube aus dem Vorstand als Vizevorsitzender auch die Kasse übernommen. Das hatte sich als nicht satzungsgemäß herausgestellt und es musste ein neuer Vorstand gebildet werden. Nach langer Diskussion konnten wir Renata Ulbrich überzeugen den Posten zu übernehmen und die Nachfrage beim VDG Oppeln ergab, dass dies auch zulässig ist. Also wird in Kürze der neue Vorstand im Breslauer Vereinsregister eingetragen.

Ich hoffe immer noch inständig auf die Weitergabe der Verantwortung und hatte dazu schon an meinem 70-sten Geburtstag angekündigt bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Weit gefehlt, nun werde ich halt weitermachen, gebe die Hoffnung auf einen Wechsel an der Spitze aber nicht auf.

Nächstes Thema:

Bei der Neuordnung unserer Bibliothek wurde ein altes Buch von Prof. Wittig gefunden und darin lagen private Briefe von ihm, auch Zeitungsberichte und Briefe von Frau Wittig.

 

Zum Vergrößern Bild anklicken.

Nun hatten wir dazu einen Termin beim Direktor des Museums des Glatzer Landes und die Unterlagen werden zunächst restauriert bzw. konserviert und digitalisiert. Interessenten können später alles auf DVD bei uns beantragen.

 

Ein Fund, der nicht verloren gehen darf, wir werden ihn hüten.

 

Wertvolle historische Bücher über Schlesien übernehmen wir gern in unsere Bibliothek, um sie den nächsten Generationen zugänglich zu machen.

Bericht Horst Ulbich

9.3.2022

Wende in den Verhandlungen Selenskyj und Putin?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:48

Glatz, den 9.3.2022

Da möchte der Präsident der Ukraine plötzlich doch auf einen Beitritt zur Nato verzichten, der doch schon seit langer Zeit unmöglich war. Auch über den Abtritt der Krim und einen Sonderstatus des Donbasie will er nun verhandeln. Ja, sogar über einen neutralen Staat Ukraine würde er diskutieren wollen.

Warum bitte erst jetzt? Hatte er an einen Sieg gegen Putin geglaubt? Hier sind zwei Sturköpfe aneinander geraten, was zum Leid des Volkes wurde. Wie viele Tote es gegeben hat, wird man später erst zählen.

Fakten:

Verlust der Krim und Donbas sind nicht mal mehr zu verhandeln, nur zu bestätigen. Das habe ich in meinem Bericht im Internet Mitte Februar schon geschrieben und jeder Politikinteressierte weiß das. Leider hat das ein hoher General aus Deutschland auch öffentlich gesagt und sofort seinen Job verloren. Aber Recht hatte er, nur sagen durfte er das nicht….

Auch die Ukraine in einen neutralen Staat umzuwandeln, hatte ich in meinem Bericht damals vorgeschlagen und ich könnte ja hochnäsig behaupten:

Auf mich hört ja keiner und jetzt haben wir die schreckliche Situation. Frühe Verhandlungen mit den Themen hätte viel Leid des Volkes und wirtschaftliche Probleme der ganzen Europäischen Union verhindert.

Putin musste man etwas anbieten, sonst verliert er sein Ansehen und da ist ihm der Krieg lieber.

Das ist bei Diktatoren so.

Ich denke die Verhandlungen unter den neuen Gesichtspunkten haben eine Chance auf den Wandel, denn auch Putin weiß: Den Krieg kann er gewinnen, obwohl seine Truppen an Moral verloren haben, weil sie angeblich in ein Manöver geschickt wurden. Aber am Ende bleibt ein Volk voller Hass und das lässt sich schlecht regieren.

Putin ist brutal, aber intelligent, hat die ganze westliche Welt mit allen Konsequenzen gegen sich und der Zustand schmälert sein Ansehen im eigenen Volk und bringt Russland einer Staatspleite näher.

Schauen wir, was die Verhandlungen bringen.

Meine Prognose ist: Sofort Waffenstillstand und weitere Verhandlungen. Abtreten der Gebiete, die sowieso verloren waren und die Ukraine wird ein neutraler Staat als Puffer zwischen Russland und der Nato. Mal sehen, ob auf mich einer hört.

Grüße aus Glatz und bleibt gesund.

4.3.2022

Flüchtlinge der Ukraine.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:55

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300  Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

    E-Mail:  hulbrich75@gmail.com                        Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien.      

 

Da hat sich Polen lange gesträubt Asylanten aufzunehmen und nun diese Reaktion. Obwohl Ukrainer mit weißer Hautfarbe an der Grenze sofort weiterreisen dürfen, werden Andersfarbige besonders kontrolliert. Es sollen sich ja auch keine Terroristen unter die Flüchtlinge mischen. Aber ob die nun farbig sind, sei dahingestellt.

Nun zum Thema:

Polen wird geradezu überrollt von der Flüchtlingskarawane und alle helfen, wo sie nur können. Es kommen hauptsächlich Frauen mit Kindern, weil wehrfähige Männer zurückgehalten werden und in den Krieg ziehen müssen. Das führt immer zu erschütternden Szenen, nicht nur an den Grenzen, wo Männer ihre Familien nicht allein ziehen lassen wollen. Zunächst wurden Unterkünfte in den polnischen Städten gesucht, bei der Masse von über 1 Million Menschen, die bisher nach Polen gekommen sind oder durch Polen weiterreisen wollen, ist das eine logistische Herausforderung.

Auch in unsere Grafschaft werden nun viele Flüchtlinge verlegt und die Bürgermeister müssen für Unterkünfte sorgen. Dazu wurde ich mit meiner Frau als Dolmetscher gestern früh zu einer Lagebesprechung zum Bürgermeister geladen. Wie hoffentlich alle wissen, sind wir im Sozialbereich der Grafschaft mit unseren Hilfstransporten bekannt geworden.

Privat haben wir sofort unser Ferienhaus zur Verfügung gestellt, auch Jochen Straube wird in seiner Pension Wohnraum bereitstellen, weitere Unterkünfte werden bei befreundeten Familien gesucht. Vom Bürgermeister wurden wir allerdings belehrt, nur registrierte Ukrainer aufzunehmen, die uns dann zugewiesen werden. Nur diese Gruppe hat Anspruch auf ärztliche Versorgung und bekommt auch einen vorläufigen Ausweis. Auch auf einen Coronatest und Impfung sei zu achten, um die eigene Gesundheit nicht in Gefahr zu bringen.

Wir sollten schon gestern die erste Familie, 2 Frauen und 3 Kinder, bei uns einquartieren. Noch am Abend haben wir vorbereitet und geheizt, sie sind aber nicht erschienen, die Transportwege sind überlastet.

Ich habe sofort einen Aufruf gestartet, um weitere Hilfe anbieten zu können. Unterkunft und Verpflegung müssen natürlich gesichert sein und dafür sind wir zuständig. Die Lage der Flüchtlinge wird immer schwieriger, denn Polen ist auf solche Menschenmassen nicht vorbereitet und hofft auf die private Hilfe, um die Menschen nicht auf der Straße übernachten zu lassen.

Wir geben uns die allergrößte Mühe, gerade weil es in der Hauptsache Frauen und Kinder sind.

 

Liebe Freunde, deshalb wieder eine große Bitte um Unterstützung auf unser Konto „Schlesienhilfe“.

Verpflegung, Pampers und alles andere können wir hier kaufen. Helfen wir gemeinsam Frauen und Kindern ein Heim auf Zeit zu bieten, denn alle wollen sofort nach dem Krieg wieder nach Hause.

Euer Horst Ulbrich

 Konto Schlesienhilfe      DE02 4945 0120 1112 5511 79

 

1.3.2022

Der neue Hitler kommt aus Russland!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:49

Der neue Hitler kommt aus Russland!

Da habe ich ja mit meinem vorigen Beitrag über die Krise in der Ukraine grundsätzlich danebengelegen. Aber auch Korrespondenten vor Ort haben diese Entwicklung nicht erwartet. Da erlaubt sich Herr Putin doch zu sagen, er befreie die Ukraine von den Nazis und bringe Demokratie….. Sagt ein Diktator!!!! Ja eine frei gewählte Regierung war doch im Amt und die will er vernichten. Das lässt nur einen Schluss zu. Total größenwahnsinnig mit dem Anspruch Europa nach seinem Willen zu gestalten wie es auch ein Herr Hitler wollte. Oder doch Drogen, die auch bei Hitler in seiner letzten Verwirrtheit eine große Rolle spielten? Aber Putins  Sprüche, die drogensüchtigen Neonazis in der Ukraine werde er vertreiben, erhärten den Verdacht des Realitätsverlustes. Zu der Berechtigung seiner Befehle gab es vorher im Kreml ein Schauspiel mit seinen Untergebenen im Fernsehen. Wehe wenn einer von denen nicht seiner Meinung gewesen wäre. Die Konsequenzen sind ja allen bekannt.

Da haben alle westlichen Politiker gedacht, dass im Atomzeitalter solche Machenschaften mit einkalkuliertem Atomkrieg nicht mehr möglich wären.  Aber weit gefehlt und traurig das keiner helfen kann und so hat die Ukraine keine Chance.

Allein die letzte Meldung, er wolle einen neutralen Staat daraus machen lässt eventuell ein wenig hoffen. Aber was ist schon eine Aussage von Herrn Putin?

Das war ja auch meine Idee vor Wochen und bitte dazu meinen  Artikel davor lesen. Eine neutrale Ukraine als Puffer zwischen Russland und den Nato Staaten die natürlich alle anerkennen müssten, wäre zu Beginn der Auseinandersetzungen eine Überlegung wert gewesen. Ich denke aber die Zeiten sind vorbei und das Volk in der Ukraine leidet unter dem Despoten.

Die Ängste der Nachbarstaaten sind nicht ganz unberechtigt und in Polen gibt es schon massive Hamsterkäufe. Auch Diesel war Samstag an vielen Tankstellen nicht mehr zu bekommen. Am Geldautomat sind nur noch 2000,- Zloty zu bekommen. Aber wenn Putin auch mit der ersten Stufe der Vorbereitung seiner Atomraketen begonnen hat, so wird es hoffentlich weitere, nicht verwirrte Personen geben die einen Atomkrieg verhindern wollen.   Viele Mütter mit Kindern sind nach Polen geflohen und auch wir haben das Ferienhaus als Unterkunft bei der Stadt angeboten, da wir darum gebeten wurden. Und schon morgen soll eine Familie, 2 Frauen und 3 Kinder, bei uns wohnen. Allen Männern wurde ja die Ausreise aus der Ukraine verwehrt, um das Land zu verteidigen.

Schauen wir mal wie es weitergeht.

 

 

Horst Ulbrich

11.2.2022

Vorstandswahl beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:57

 Liebe Mitglieder des DFK Glatz e.V.

Wegen der anstehenden Wahl zum Vorstand hatten wir im Dezember 2021 Vorschläge gemacht und um weitere Vorschläge gebeten. Sollte der Vorstand wie vorgeschlagen  akzeptiert werden bitte keine weiteren Nachrichten.

Da keine weiteren Vorschläge gemacht wurden, haben wir die Wahlzeit auf den 1. bis 30. Januar 2022 gelegt und noch einmal über Aushang in unserer Geschäftsstelle und schriftliche Bekanntmachung gebeten, sich zu melden wenn eine andere Zusammensetzung gewünscht wird.

Da sich niemand gemeldet hat verlängern wir noch einmal die Wahlzeit bis zum 28.2.2022.

Danach gilt die Wahl wie vorgeschlagen als angenommen und wir werden beim KRS die Änderung melden.  Leider haben wir wegen Corona keine Möglichkeit einer großen Versammlung mit persönlicher Abstimmung.   Hier noch einmal die Vorstellung des neuen Vorstands.

Vorsitzender                               Horst Ulbrich

 

Vizevorsitzender                        Heinz-Peter Keuten

 

Schatzmeisterin                          Renata Ulbrich

 

Schriftführer                               Jurek Żelaszkiewicz

 

Revision                                     Anna Pfeiffer

Maria Myszogląd

Olga Kawalec

Sollte bis zum 28.2.2022 kein anderer Vorschlag eingehen

ist der, auf diesem Blatt fixierte Vorstand  so beschlossen.

 

Der Vorstand DFK Glatz

1.2.2022

Geisterhaus zu verkaufen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:00

Das ist ja eine Geschichte, die in unser Jahrhundert so gar nicht passen will. Aber warum  hat das Haus nun schon seit Jahren ein halbfertiges Dach? Die Arbeiter haben so plötzlich die Baustelle verlassen, dass auf dem Dach noch eine Menge nicht verlegter Dachziegel gestapelt sind.

    Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

Das hat auch mich sehr interessiert, weil es ein sehr schönes Haus mit vielen Erkern und einem Turm ist, das wie ein kleines Schloss aussieht. Meine Recherchen haben dazu aber nur Folgendes ergeben. Zwei Firmen haben nacheinander die Renovierungen wegen merkwürdiger Vorkommnisse im Haus eingestellt. Der Besitzer hat danach weitere Arbeiten nicht mehr in Auftrag gegeben, weil er selbst  Unheilvolles im Haus erlebt hat und es nicht mehr betreten möchte. Soweit die Recherche. Es handelt sich um das Scheff Haus in Nieder Wüstegiersdorf und dort sollen im 2. Weltkrieg grausame Verbrechen stattgefunden haben. Das soll der Grund für die Geister und Merkwürdigkeiten im Haus sein. Oft fahre ich an dem Haus vorbei und hatte immer gehofft, dass wenigstens das Dach fertiggestellt würde.     

So steht das schöne Haus seit Jahren, unvollendet und allen Wettereinflüssen ausgesetzt, da. Also wer traut sich ein solches Haus zu erwerben? Ich denke der Kaufpreis ist wegen der besonderen Umstände günstig und ein Hotel mit der Werbung:::::    Eine Nacht im Geisterhaus wäre vielleicht der Renner.

Vielleicht kann man ja auch interessierte Geisterjäger zunächst in das Haus schicken, um den unheilvollen Ereignissen  auf die Spur zu kommen. Ich wäre dabei. Im Fernsehen habe ich das schon einmal gesehen und wüsste gern, warum sich normale Menschen so beeinflussen lassen. Spannende Geschichte oder doch Wirklichkeit? Näheres ist bestimmt vom Besitzer persönlich zu erfahren.

 

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

27.1.2022

Putin, die Ukraine und die westliche Welt…..

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:24

Nun bin ich zum Glück kein Politiker und kann meine Meinung in einem demokratischen Staat frei äußern. Außerdem möchte ich den Ukrainekonflikt einmal unvoreingenommen beleuchten.

Fakten:

Durch den Zerfall der UdSSR ist der Einfluss der Nato oft bis an die russischen Grenzen erweitert worden, natürlich nach den demokratischen Gesetzen der jeweiligen Länder. Danach kam es zu politischen Auseinandersetzungen mit Russland wegen des Waffenpotenzials, das nahe an dessen Grenze verlegt wurde. Provokation des Westens?

An der ukrainischen Grenze zu Russland sprechen die meisten Menschen Russisch. Viele waren und sind den Russen nicht feindlich gesinnt, deshalb war die Verschiebung der russischen Grenzen kein großer Akt nach der Inbesitznahme der Krim. Russland sicherte sich mit der Krim einen Zugang zum schwarzen Meer für die Flotte. Das hat zwar weltweite Empörung ausgelöst, ist aber weitgehend ohne große Konsequenzen verlaufen.

Russland ist natürlich zu oft negativ aufgetreten. Die Vergiftungen angeblicher Staatsfeinde, die Krim, auch ein großer Teil des Donezbeckens wurden annektiert und jetzt die Provokation mit den russischen Militäraktionen in der Nähe der ukrainischen Grenze. Deshalb ist der Westen jetzt so nervös und erwartet eine Invasion in die Ukraine. Das finde ich weit übertrieben, denn die Konsequenzen wären für Putin fatal. Hier ist sich schließlich die ganze westliche Welt plötzlich einig.

Aber was war der Grund der neuen Provokation eines doch so großen Landes?

Die Forderung Russlands: Keine Osterweiterung der Nato mit einem weiteren Druckmittel, dem russischen Aufmarsch der Truppen nahe der ukrainischen Grenze als Warnung. Aber sie befinden sich auf russischem Boden und behaupten keine Kriegshandlungen gegen die Ukraine zu planen. Jeder Staat darf ja auf seinem Gebiet Manöver durchführen. Also Säbelrasseln und der ganze Westen glaubt schon an Krieg? Die Medien schüren Ängste mit ständigen Berichten.

Weiterer Landgewinn des größten Staates in Europa kann es nicht sein und dem deutschen Marinechef gebe ich Recht bei seiner Aussage:

Glaubt wirklich noch jemand, Russland wäre an einem weiteren Stück ukrainischen Bodens interessiert, oder glaubt jemand an eine Rückgabe der Krim? Natürlich darf man in so hoher Position das öffentlich nicht sagen, auch wenn es Tatsache ist. Deshalb wurde er zum Rücktritt gezwungen. Und Amerika versetzt Truppen in Marschbereitschaft, die Nato plant die Truppenstärke in Osteuropa zu erhöhen und kündigt Militärübungen im Mittelmeer an. Dafür kündigt Russland Militärmanöver im Atlantik an und wie geht es weiter?

Ich sehe bei dem ganzen Blödsinn militärischer Spielereien nur eine Gefahr, und das war bei dem Versuch der Installation von russischen Atomraketen auf Kuba der gleiche Fall. Sollte ein Kommandant durchdrehen und nur einen Schuss wagen, gehen alle auf einander los und Politiker haben dann kaum noch Einfluss. Ein Fehlverhalten eines Einzelnen, wie der Abschuss der Boeing 2014 über ukrainischem Gebiet wäre so ein Anlass und das sollte allen eine Warnung sein.

Fakten:

Russland will Respekt und die Nato nicht an den eigenen Grenzen. Die Nato dürfe keine weiteren Mitglieder aufnehmen. Putin will auch die Gaspipeline öffnen, weil es wirtschaftlich in Russland schlecht geht.

Die ganze westliche Allianz will die Ukraine auch noch in den Bereich der Nato einbeziehen, um eine weitere Bedrohung durch Russland zu minimieren. Es wird ja laufend versichert, dass eine Aufnahme nicht geplant sei, aber das ist doch der logische Ablauf der Planungen der westlichen Allianz bisher gewesen und Herr Putin weiß das auch.

Hier ist Diplomatie gefordert, nicht militärische Aufmärsche, die weitere Eskalationen heraufbeschwören.

Da gibt es doch Verhandlungsspielräume und ich finde es gut, dass Deutschland sich an Waffenlieferungen nicht beteiligt, denn das hätte großes Gewicht und ich hoffe Olaf Scholz handelt da wie früher Frau Merkel. Die Lieferung von einigen 1000 Helmen für die Soldaten der Ukraine sollte wohl ein gut gemeintes Zeichen sein, wirkt aber fast lächerlich.

Hat schon jemand über eine Änderung der Staatsform in der Ukraine zur Deeskalation nachgedacht?

Die Ukraine könnte ein neutraler Staat werden, ähnlich der Schweiz. Sie kann Handel mit allen Staaten der Welt führen. Das würde auch die Spannungen im Land beruhigen und Russland und die Nato bzw. die westlichen Staaten müssten das akzeptieren. Alle hätten mit sofortigen Repressalien bei Verletzung der Grenzen oder ungewollter Einflussnahme in der Ukraine zu rechnen. Jeder der Staaten führt Manöver nur in einem abgesprochenen Abstand zu den jeweiligen gegnerischen Grenzen durch und nicht einmal das ist nötig. Zur Abschreckung haben wir doch weitreichende Raketen. Die Ukraine wird eine solche Entscheidung zunächst nicht wollen, aber selbst die EU wird nicht gefragt, wenn Amerika und Russland weitreichende Vereinbarungen treffen. Aus der bestehenden Zwickmühle kann ein tragbarer Kompromiss für alle entstehen, um die Differenzen langfristig zu beenden. Auch innenpolitisch würde das der Ukraine Beruhigung bescheren, gibt es doch auch einen Teil der Bevölkerung mit pro-russischer Einstellung. Dafür Öffnung der Gaspipeline bis zur Wende der geplanten ökologischen Stromerzeugung im Westen, um Russland etwas anzubieten, und das betrifft nicht nur Deutschland. Die Pipeline bliebe ja auch als Druckmittel für die Zukunft, falls Russland sich an das Wohlverhalten aller doch nicht hält, denn als sicherer Partner ist Putin bisher nicht in Erscheinung getreten. Damit wäre aber die Zeit beendet, den zweitgrößten Staat in Europa, die Ukraine, als Spielball der Mächte zu benutzen.

Bleibt noch die Regelung der neuen Grenze. Dazu sollte man das dort lebende Volk in der Nähe der Grenze befragen denn eine Rückversetzung der Grenze wird Russland nicht akzeptieren. Da in diesem Gebiet sowieso nicht alle Einwohner pro-ukrainisch sind, sollte sich jeder dort wohnende Mensch entscheiden diesseits oder jenseits der Grenze zu siedeln, bei finanziellem Ausgleich seiner Besitztümer. Das ist natürlich auch für die Ukraine ein schwerer Schritt, führt aber zu der Sicherheit, die anders nicht zu bekommen ist. Ich frage mich, was macht eigentlich der 2002 gegründete

Nato-Russlandrat in dieser aufgeheizten Zeit diplomatischer Verwirrung?

So das war mein Senf dazu. Horst Ulbrich

24.1.2022

Problem mit dem Deutschunterricht in polnischen Schulen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:34

Im Sejm, vergleichbar mit dem Bundestag in Deutschland, wurde entschieden, die Förderung für minderheitensprachlichen Unterricht um 40 Mio. PLN zu kürzen, um den Betrag für den Polnischunterricht in Deutschland einzusetzen. Ein Schlag ins Gesicht der deutschen Minderheit, die davon hauptsächlich betroffen ist, und es bleibt offen, ob der Unterricht für die deutsche Minderheit dann überhaupt noch möglich ist.

       Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken. Titelseite Wochenblatt!

Natürlich stößt das auf den Protest der deutschen sowie anderer Minderheiten, aber auch bei Politikern in Polen und Deutschland. Das Argument der Kürzungen war, dass die polnische Sprache in Deutschland nicht genug gefördert würde. Aber der Vergleich hinkt, denn Deutsche leben seit Generationen in ihrer Heimat Schlesien, das nun zu Polen gehört und die Grenzen wurden nach langer Zeit ja auch so akzeptiert. In den Grenzregionen wie der geteilten Stadt Görlitz wird die polnische Sprache besser gefördert, denn durch die gute Zusammenarbeit der beiden Stadtteile und beider Völker in der Region macht das Sinn. Für ganz Deutschland ist dafür bei der normalen Bevölkerung zu wenig Interesse. Allerdings organisieren und finanzieren die Schulbehörden in Städten und Regionen mit einer größeren Zahl polnischer oder polnischstämmiger Familien (wie z.B. im Ruhrgebiet oder in Berlin) durchaus Angebote zum freiwilligen muttersprachlichen Unterricht der Kinder.

Deutsche fragen sich in Polen, was ist das Ziel? Es ist doch erst ca. 30 Jahre her, dass Deutsch in der Öffentlichkeit und im Schulwesen in bestimmten Regionen in  Ober-und Niederschlesien verboten war, bis zum Ende des Kommunismus. Wer keine anderen Sprachen lernen darf ist auch nur noch auf staatliche Medien angewiesen mit einer einseitigen Berichterstattung. Aber das war doch gerade überwunden und Teil der ganzen Revolution in Polen.

Durch diese und andere Aktionen wird ein Trend in Polen sichtbar der regierenden Partei Stimmen  zu sichern, ganz legal. Schauen wir mal, wie sich die Situation nach der kommenden Wahl entwickelt und ob das finanzierbar bleibt.

Bei dem akuten muttersprachlichen Problem gab  es nach den Protesten der jungen Deutschen in Schlesien und anderer zunächst einen Lichtblick.

So schrieb das Wochenblatt:

Die Senatsausschüsse für Wissenschaft, Bildung und Sport haben eine Änderung des Haushaltsgesetzes für 2022 beschlossen.

Letztendlich stimmten 7 Senatoren des Bildungsausschusses sogar dafür die Förderung in gleicher Höhe aufrecht zu erhalten, 2 stimmten dagegen und 2 Senatoren enthielten sich der Stimme. Der Vorsitzende des Senatsausschusses sagte, die Kürzung der Mittel für den minderheitensprachlichen Unterricht sei nicht hinnehmbar. Aber der Änderungsantrag des Senatsausschusses wurde leider schon im Finanzausschuss abgelehnt und geht so zurück an den Sejm. Dort ist der Ausgang schon vorauszusehen und die deutsche Minderheit in Polen kann nur abwarten wie sich die Dinge in Polen weiter entwickeln.

Der DFK Glatz startet mit den Kursen Deutsch für Kinder und Jugendliche, sowie für Erwachsene wie gewohnt, obwohl auch bei uns noch keine Sicherheit der Finanzierung vorhanden ist.

Wer unsere Arbeit in der Heimat unterstützen möchte

                Konten:  Schlesienhilfe   DE02 4945 0120 1112 5511 79

                DFK Glatz Vereinskonto  DE76 4945 0120 1112 5528 54

Titelbild und Auszüge mit Genehmigung vom Wochenblatt entnommen.   22.1.2022

Es grüßt aus Glatz

Horst Ulbrich

 

 

 

20.12.2021

Der schönste Weihnachtsbaum.        

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:37

Der schönste Weihnachtsbaum

von Horst Ulbrich

Es war einmal                     kurz vor Weihnachten

in Schwenz / Niederschlesien und es sollte doch, wie jedes Jahr, einen schönen Christbaum geben. Kein Problem, denn wir haben auch ein Stück Wald, der ausgelichtet werden muss und so holten wir, mein Schwiegervater Bronek und ich, gleich drei Bäume zur Auswahl für die Frauen. Nein, Fichte geht gar nicht, die stechen und lassen zu schnell die Nadeln abfallen war die niederschmetternde Beurteilung. Eine Nordmanntanne aus dem Kaufhaus, wo die Bäume ja schon wochenlang auf das Fest warten und auch am zweiten Feiertag die ersten Nadeln verlieren, nein war die Antwort der Frauen.

Also gesagt, getan, das ist Männersache und irgendwo wird es einen entsprechenden Baum geben. Schwiegervater hatte auch einen Bekannten, der Förster war, und nach kurzem Telefonkontakt konnte es losgehen. Säge und Axt wurden geladen, Platz im Auto für den ach so tollen Baum wurde geschaffen und los ging es.

Man sollte wissen, dass es schon tagelang geschneit hatte, wie so oft in Schlesien, und über einen Meter lag er nun auf der Wiese und auch auf den Bäumen.

Beim Förster angekommen, wurden gerade die Waldarbeiter in die Weihnachtszeit verabschiedet und sie hatten ein Lagerfeuer zum Grillen der Stockwürstchen gemacht und alle saßen auf Baumstämmen um das Feuer und tranken bei ausgelassener Stimmung Wodka. Da Bronek bekannt war, wurden wir vom Förster eingeladen ein wenig am Feuer zu verweilen und darauf hingewiesen, dass es in der Tannenschonung kaum ein Durchkommen sei, wegen der vielen Schneefälle. Aber was tun? Also zunächst Wodka zum Aufwärmen, ja, und die schönsten Bäume ständen in dieser Richtung, worauf ein anderer in die entgegengesetzte Richtung wies. So machten wir uns nach Wodka und Bratwurst auf den Weg und schon hinter dem Parkplatz, der geräumt war, wateten wir durch den hohen Schnee, der mir bis zum Bauch ging. Durch starkes Schütteln der Bäume konnten wir ungefähr die Bäume begutachten und ich hatte sofort den allerschönsten Baum geschüttelt, aber Bronek rief, schau mal der, dann fand ich wieder einen noch schöneren und so weiter. Nach einiger Zeit hatten wir viele Bäume vom Schnee befreit und eine Entscheidung musste her. Nun hatte schon jeder in voller Überzeugung den Schönsten abgeschnitten oder abgehauen und so ging es zurück zum Lagerfeuer. Dort beteiligten sich dann alle: ob nun dieser oder jener schöner sein sollte. Und noch einen Wodka, nachdem sich endlich alle einig waren, eine wirklich kollektive Entscheidung. Der Baum war dann auch kostenlos wegen der alten Zeiten, die ausgiebig besprochen wurden. Im Auto taute der Baum dann langsam auf und der Innenraum war wie bei einem Regen mit offenem Schiebedach.

Zu Hause angekommen, wurde der schöne Baum auch sofort für den Ständer hergerichtet und aufgestellt, um ihn, wegen der Nässe noch in der Garage, den Frauen zu präsentieren.

Die kamen auch zur Begutachtung und der Baum ist viel zu groß. Na ja, das war ja das kleinste Problem. Also Säge und kürzer und neue Begutachtung.

Man möge bedenken, dass auch Nordmanntannen oben etwas lichter werden.  Das geht ja gar nicht, war die nächste Kontrolle und wie sehen dann die Lichter aus bei dem Abstand der Äste?

Ich will es kurz machen, denn es wurden dann noch die Stellen gezeigt, wo Äste fehlten und der liebe Schwiegervater hat tatsächlich mit der Bohrmaschine, Kleister und Ästen vom abgeschnittenen Unterteil einen Baum gezaubert, der dann allen gefallen hat.

In den nächsten Jahren habe ich mich geweigert an der Beschaffung teilzunehmen und seit der Zeit kaufen wir wieder beim Händler am Kaufhaus und gut mit Wasser im Ständer versorgt hält auch der bis zum Ende der Weihnachtszeit an Maria Lichtmess, wie in Schlesien üblich.

 

Frohe Weihnachten!

5.12.2021

Rechenschaftsbericht 2021 für alle Mitglieder und Freunde des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:29

Da sind wir guten Mutes und mit Elan im Frühling gestartet mit Deutschkursen für Anfänger, Fortgeschrittene und Jugend. Auch der Chor hat sich wieder getroffen (jetzt endlich mit unserer neuen Chorleiterin Ilse Hirschner), deutsche Gottesdienste wurden wieder geplant und der Samstagstreff in unserer Geschäftsstelle für alle zum Kaffee wurde wieder geöffnet.

 

 

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Zwar mit Unterbrechungen, aber unter 2-G-Voraussetzungen und neuer Belüftungstechnik in der DFK Geschäftsstelle konnten wir wenigstens die Vorhaben in unseren Räumen realisieren. Karneval, Frühlings-und Sommerfest mussten wir ausfallen lassen. Nach einigen kleineren Grillfesten im Sommer und den traditionellen deutschen Sommerwallfahrten in Wartha und Albendorf kam es zu einem größeren Fest erst im Herbst mit unserem traditionellen Oktoberfest, und das war dann endlich wieder ein Treffen in geselligem Rahmen. Auch den DFK Waldenburg hatten wir mit dessen Chor dazu eingeladen und mit unseren Sängern gab es ein buntes Programm bis in die späten Abendstunden. Unsere Feste planen wir immer zu den Zeiten, wo auch der deutsche Gottesdienst stattfindet. Nach der Messe gibt es dann zunächst ein deftiges Mittagessen, denn viele kommen ja von weit her angereist.

Der DFK Waldenburg, zu dem wir freundschaftlichen Kontakt pflegen, hat auch das Treffen der Chöre „Beati Cantores“ im Kurtheater Bad Salzbrunn wieder durchgeführt und auch unsere Glatzer Sänger haben daran teilgenommen.

 

Aber schon damals gab es zu Corona schlechte Nachrichten und unser jährlicher Wettbewerb in Deutschsprachiger Lyrik im November wurde schon unter erschwerten Voraussetzungen durchgeführt. Vor Corona noch mit der Teilnahme von 26 Schulen mit über 70 Kindern, die deutsche Gedichte vorgetragen hatten, so gab es bei den Befürchtungen nur 26 Kinder aus 7 Schulen. Es ist aber eine wichtige Veranstaltung zur Erhaltung der deutschen Sprache und Kultur in der Region und sogar aus dem entfernten Breslau hat sich eine Schule beteiligt. Wegen der Abstandsregeln war in der Aula des Schulzentrums Habelschwerdt auch nicht mehr Platz für weitere Teilnehmer.

Aber schon überschlugen sich die Meldungen zu Corona mit schlimmen, neuen Infektionen und wir hatten Bedenken, ob wir noch ein Weihnachtsfest organisieren dürfen. So wurde in der Kürze für die Zeit nach dem deutschen Gottesdienst  mit Pater Arndt zum 1. Advent auch ein Adventsfest geplant und durchgeführt. Die mit uns befreundete Solistin Bożena konnten wir mit ihrem Folkloreprogramm mit zwei Gesangseinlagen verpflichten, auch unser Chor hat seinen Beitrag geleistet. Der Vorstand hatte sogar eine Tombola organisiert, die viel Freude machte. Für alle Teilnehmer hatten wir, wie immer, kleine Hefte mit deutschen Weihnachtsliedern gedruckt, die auch alle mit nach Hause nehmen sollten, in der Hoffnung, damit auch dort deutsche Weihnachtslieder gesungen werden.

     

Und schon droht die nächste Bewegungseinschränkung mit der neuen Virusvariante. Wie gut, dass es noch gelungen ist, im Advent mit den Mitgliedern ein Fest zu organisieren. Das wird so bald nicht mehr möglich sein und das macht traurig. Vor dem Fest besuche ich wieder alle alten Mitglieder, die nicht mehr mobil sind und auch an der Feier nicht teilnehmen konnten, mit kleinen Geschenken. Es benötigt viel Kraft und Ausdauer in diesen Zeiten unseren Deutschen Freundschaftskreis beisammen zu halten und überall dort zu helfen, wo es nötig ist. Wir haben auch Mitglieder in Quarantäne, für die wir nach Absprache per Telefon einkaufen und dann die Einkäufe an der Tür übergeben, was manchmal zu Tränen auf beiden Seiten führt, denn umarmen sollte man sich nicht. In solchen Fällen können auch die Kinder in Deutschland nicht helfen, um die allein lebende Mutter zu unterstützen. Ja, wieder eine schlimme Zeit und wir können nur auf bessere Zeiten im neuen Jahr hoffen.

Und eine letzte Meldung:

Unser Großdechant Franz Jung wurde am 3.12.2021  85 Jahre. Wir hatten die Malteser in Telgte gebeten Blumen und unser Glückwunschschreiben an seinem Ehrentag zu überreichen. In  finanziellen Nöten, als uns andere eine Unterstützung  vorenthalten haben, hat er den DFK Glatz vor der Schließung der Geschäftsstelle in Glatz gerettet.  Wir sind ihm unendlich dankbar und nur durch ihn sind wir zu diesem intakten deutschen Verein in der Heimat der Vertriebenen Schlesier geworden.

   

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Allen anderen, die uns immer wieder mit ihrem Mitgliedsbeitrag und Spenden unterstützen sei auch an dieser Stelle ganz herzlich gedankt.

Ich bitte Euch herzlich den Beitrag der Mitlieder auf

DFK Ko. DE76 4945 0120 1112 5528 54  zu überweisen.

Spenden für die Betreuung der Alten und Bedürftigen bitte auf das Konto

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 1112 5511 79

Eure Spenden sichern uns den Fortbestand.

So wünsche ich allen Freunden des DFK Glatz von Herzen Gesundheit und ein segensreiches Weihnachtsfest, auch alles Gute und Gesundheit für ein besseres Jahr 2022.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

 

28.11.2021

Advent beim DFK Glatz 2021.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:38

Ein Fest im Advent mit Hindernissen, denn die Pandemie machte uns Sorgen, ob wir überhaupt noch ein Fest vor Weihnachten organisieren durften.

Deshalb hatten wir uns nach Beratung mit den Mitgliedern schon für den 1. Advent, den 27.11., entschieden. Also musste innerhalb einer Woche ein Restaurant mit separatem Saal gesucht werden, damit wir unter uns sind, dazu natürlich ein Programm, Beköstigung und die Finanzierung. Voraussetzung war außerdem nur unter den 2-G-Kriterien mitfeiern zu dürfen. Alles war innerhalb der Woche organisiert, aber viele ältere Mitglieder haben sich nicht getraut teilzunehmen. Gründe waren die besorgniserregenden Steigerungen der Corona-Infektionen und der plötzliche Wintereinbruch.

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Schade, denn gerade für die Älteren waren die Feste vor Weihnachten immer eine Besonderheit. Der Tag begann dann auch mit einem Unfall wegen der Glätte genau vor unserem Haus in Schwenz und wir konnten viele Stunden nicht nach Glatz fahren, wo die Vorbereitungen in der Kirche und dem Konferenzsaal des Restaurants warteten. Dazu kam auch noch der Umstand, dass Helfer wegen Krankheit plötzlich absagen mussten. Aber es war dann doch gelungen alles bis 14 Uhr zur Messe zu organisieren.

  

Wir begannen also wie jeden letzten Samstag im Monat mit einem deutschen Gottesdienst, um danach sofort zum Restaurant zu fahren, wo alle zunächst ein deftiges Mittagessen erwartete. Auch Pater Arndt hatte die Einladung angenommen und hat mit uns gefeiert. Nach dem Essen und vor dem Kaffee hatte der Vorstand eine Tombola mit abgezählten Losen organisiert und jeder durfte dazu aus dem Korb je ein Los entnehmen. Mit viel Spaß wurden dann die Geschenke entgegengenommen, denn es gab, obwohl ohne Nieten, von T Shirts über Kuscheltiere und Pralinen bis zu Martini große Wertunterschiede. Aber alles waren Überbleibsel von Sponsorenpräsenten für den DFK und jeder freute sich über eine kleine Aufmerksamkeit. Zum Kaffee hatten wir selbst Weihnachtsgebäck eingekauft, um die Kosten gering zu halten.

                         

Danach trat Bożena mit ihrem Programm russischer und polnischer Lieder auf und wurde mit viel Applaus belohnt. Erst gegen Abend gab es endlich die Möglichkeit eines Auftritts unseres Chores mit anschließendem Singen der Weihnachtslieder mit allen Anwesenden, für die wir extra ein kleines Liederheft gedruckt hatten.

        

Es sollten auch alle Teilnehmer die Hefte mit nach Hause nehmen, in der Hoffnung, dass auch dort in der Weihnachtszeit deutsch gesungen wird. So war es unter den widrigen Umständen und mit nur 32 Teilnehmern doch ein erfolgreiches und schönes Fest und wer weiß, wann es dazu wieder eine Möglichkeit geben wird. So haben sich alle gegen 20 Uhr und bei Schneetreiben auf den Heimweg begeben. Unsere älteren Mitglieder werden, wie vor jedem Weihnachtsfest, mit kleinen Geschenken besucht, denn viele sind nicht mehr mobil und bei dem plötzlichen Wintereinbruch war es für viele bestimmt auch die richtige Entscheidung zu Hause zu bleiben.

Geben wir uns der Hoffnung hin uns im Jahr 2022 in besseren Zeiten wieder treffen und feiern zu können wie vor der Pandemie.

Einen herzlichen Gruß aus Glatz und bleibt gesund.

 

Horst Ulbrich

26.11.2021

Neuer Kustos auf Maria Schnee.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:44

Aus der Kirchenzeitung des Bistums Schweidnitz entnommen.

Übersetzung von Heinz Peter Keuten.

Nach dem Rücktritt von Pater Andrzej Adamiak hat der Schweidnitzer Bischof Pater Wojciech Iwanicki auf diese Stelle berufen.

Nach 32 Jahren verlässt Pater Andrzej Adamiak die Stelle des Rektors auf dem Spitzigen Berg. Nach seiner Priesterweihe im Jahre 1986 arbeitete er ein Jahr lang als Kaplan in der Pfarre St. Georg und St. Maria Rosenkranz in Waldenburg und anschließend 2 Jahre in der Pfarre St. Maria Rosenkranz in Radwanitz. 1989 wurde er zum Marienheiligtum Maria Schnee berufen, wo er bis heute tätig war. Über die vielen Jahre hinweg hat er sich für die Wallfahrtsstätte eingesetzt und sich um die Erhaltung des Kircheninneren ebenso wie um die Umgebung der Wallfahrtsstätte bemüht.

– Ich möchte Pater Andrzej meinen ganz herzlichen Dank aussprechen für die Jahre voller Einsatz und Aufopferung. Die Tatsache, dass sich das Objekt heute so prachtvoll und wohl organisiert präsentiert, ist das große Verdienst von Pater Andrzej. So viele Jahre ohne Urlaub, ohne jegliche Privilegien, die andere Priester genießen, die in der Seelsorge tätig sind. Treu ergeben und entschlossen, sich selbst und sein Leben zu opfern, diente er hoch oben auf dem Berg. Ich bin ihm sehr dankbar und bin gewillt dies auch noch vor aller Öffentlichkeit bekunden, sagte Bischof Marek in der Aula der Kurie am 26. November, bevor er dem neuen Rektor der Wallfahrtsstätte die Ernennungsurkunde überreichte.

Es sei hier angefügt, dass es sich um einen ganz besonderen Ort auf der Landkarte unseres Bistums handelt. Seine bezaubernde Lage trägt dazu bei, dass die Wahlfahrer zahlreich an diesen Ort strömen, jährlich bis an die 25.000. Unter ihnen befinden sich auch angehende Geistliche des dritten Studienjahrs am Schweidnitzer Priesterseminar, die zu Maria, Ursache Unserer Freude, kommen, bevor sie die geistlichen Weihen empfangen.

Der Bischof vertraute die Fürsorge für diesen Ort dem jungen Geistlichen Wojciech Iwanicki an, der bisher Kaplan in Frankenstein war.

– Ich vertraue tief darauf, dass der seelsorgerische priesterliche Dienst an Gott und der Kirche, wenn er mit Eifer sowie voller Hingabe und Liebe vollbracht wird, zur Stärkung des Glaubens und der Einheit aller gereicht. In Dankbarkeit für den bisherigen Dienst und die Bereitschaft, die neue Aufgabe zu übernehmen, bitte ich den Barmherzigen Gott inniglich, dass er Ihnen zur Seite stehen möge im heiligen Opferdienst, und erbitte die Fürsprache der Mutter Gottes, Ursache Unserer Freude, fügte der Oberhirte des Bistums hinzu.

Pater Wojciech Iwanicki stammt aus Neurode-Schlegel. Die Priesterweihe empfing er am 23. Mai 2009. Als Motto für seinen priesterlichen Weg wählte er die Worte des Seligen Paters Jerzy Popiełuszko: „Gott hat die meiste Kraft in der Liebe“. Seine erste Priesterstelle war die Pfarre Maria Mutter der Kirche in Reichenbach, von wo aus er 2014 zur Pfarre St. Andreas Bobola in Schweidnitz wechselte. Dort war er ebenfalls 5 Jahre. 2019 wurde er Kaplan an der Pfarre St. Anna in Frankenstein. Während dieser Jahre engagierte er sich in der Kinder- und Jugendarbeit und organisierte u.a. Ausflüge und Sportveranstaltungen, an denen er auch selbst gerne teilnahm. Eine der Leidenschaften, mit der er auch andere gerne ansteckt, sind die Berge, und die zweite das Motorradfahren. Er ist Mitglied im Priestermotorradclub „God‘s guards“. Mit Freude unternimmt er auch Pilgerfahrten nach Tschenstochau, und seit zwei Jahren ist er Vorsitzender des Frankensteiner Ortsvereins.

Am Freitag, dem 26. November, vereidigte Bischof Marek Mendyk den bisherigen Kaplan der Pfarre St. Anna in Frankenstein als Rektor und Kustos des Marienheiligtums auf dem Spitzigen Berg.

[Anm: Das Copyright der Fotos liegt bei der Kirchenzeitung des Bistums Schweidnitz, entnommen dem Internet am 26.11.21 unter https://swidnica.gosc.pl/doc/7236795.Nowy-kustosz-na-Gorze-Iglicznej?fbclid=IwAR2NkBUaQqakkWqu0_8VdINCT6_Aj90adWS23IZHgCK2Cu0_IQd-tK7xrss

 

23.11.2021

Im Einsatz für Europa: Christen aus Deutschland, Polen und Tschechien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:18

Christen aus Deutschland, Polen und Tschechien haben sich in

Görlitz zu einem Gedankenaustausch über ihre grenzüberschreitenden

Aktivitäten im vereinten Europa getroffen.

Am 9. und 10.11. war auch ich zu diesem sehr informativen Christendialog eingeladen und konnte durch den Beitrag der AGG“ Der Kulturkampf zwischen der kath. Kirche und dem Staat in Schlesien im ausgehenden 19. Jahrhundert“ dazu beitragen, wie sich Christen gegen staatliche Willkür beherzt zur Wehr setzten können.

Horst Ulbrich.

Hier nun ein ausführlicher Bericht von Matthias Holluba zum Christendialog in Görlitz.

Europa braucht die Stimme der Christen. Und: Christen haben auch eine Chance, mit ihrem spezifischen Beitrag Europa mitzugestalten. Darin waren sich die Teilnehmer eines trinationalen Dialogtreffens einig.

Zugleich machte das Treffen deutlich, dass über die nationalen Grenzen hinweg weiter ein großer

Informationsbedarf über entsprechende Aktivitäten besteht.

Der deutsch-polnisch-tschechische Christendialog fand Anfang November in Görlitz statt. Daran nahmen rund 30 Frauen und Männer teil, die sich in den drei Ländern für ein grenzüberschreitendes Miteinander einsetzen. Eingeladen hatte die Arbeitsgemeinschaft der katholischen Verbände Mittel- und Osteuropas (AKVMOE) in Kooperation mit dem Görlitzer Bischof Wolfgang Ipolt und dem Erfurter Weihbischof Reinhard Hauke, der als Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge an dem Treffen teilnahm. Themen der Tagung waren der Umgang mit den Wunden der Vergangenheit, das Christsein in einer säkularen Welt sowie das Engagement der Christen für Europa.

Das Wachhalten der Erinnerung an die Wunden der Vergangenheit – insbesondere in der Folge des Zweiten Weltkrieges – bezeichnete Weihbischof Hauke als einen Dienst an Europa: Die Christen seien gefordert, das, was passiert ist, auch an die nachwachsende Generation zu vermitteln mit dem Anliegen, dass so etwas nie wieder passieren darf.

Christen hätten in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wichtig Impulse gegen Haß und Vergeltung und für Versöhnung gesetzt, erinnerte Rainer Bendel, Bundessprecher der AKVMOE. Die Erinnerung daran bezeichnete er als eine wichtige Aufgabe der Gegenwart. Auch wenn die Nachkriegszeit inzwischen Jahrzehnte zurück liegt, wirken die Wunden bis heute, unterstricht Jörg Lüer, Geschäftsführer von Iustitia et Pax. Angesichts dessen sei eine falsche Harmonie „Gift für die Versöhnung“.

Dass die tschechische Gesellschaft sich seit Ende des Kommunismus bemüht, die Wunden der Vergangenheit zum Beispiel mit Blick auf die Vertreibung der Sudentendeutschen, aber auch im Verhältnis von Tschechen und Slowaken aufzuarbeiten, erläuterte Jan Heinzl Direktor der Bildungsstätte Hejnice (Haindorf). Zugleich sprach er von neuen Verwundungen etwa in der aktuellen Auseinandersetzungen im Dreiländereck um den Braunkohletagebau bei Bogatynia. Die Beschäftigung der Tschechen mit dem Schicksal der Sudentendeutschen sei für die Tschechen selbst wichtig, sagte Matthias Dörr von der Ackermann-Gemeinde. Gut sei es allerdings, wenn diese Aufarbeitung gemeinsam geschehe.

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Die Grenznähe erleichtere Begegnung und Austausch, berichtete der Bautzner Kaplan Markus Ruhs. Zugleich stellte er fest, dass die Kirchen in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit noch Nachholbedarf hätten. Statt großer Aufrufe solle es dabei mehr persönliche Begegnungen und einfach Gesten geben, appellierte Pfarrer Krystian Burczek aus Cottbus.

Als gutes Beispiel für grenzüberschreitendes Miteinander nannte der Bischof von Lignica (Liegnitz), Andrzej Siemieniewski, das Maximilian-Kolbe-Gedenken. „Schritt für Schritt wird mit solchen Aktivitäten eine neue Wirklichkeit geschaffen.“ Bischof Ipolt betonte in diesem Zusammenhang, dass „der Schatz des gemeinsamen Glaubens noch mehr gehoben“ werden müsse.

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Vor welchen Herausforderung christliches Engagement in einer säkularen Welt steht, diskutierten die Teilnehmer am Beispiel von Tschechien und Deutschland. Die Christen sollten sich in den gesellschaftlichen Dialog so einbringen, wie alle anderen Bürger auch, appelliert Francesca Šimuniová, Äbtissin des Klosters Weißer Berg in Prag. Die Kirche müsse vor allem bei den Themen glaubwürdig auftreten, bei denen es um den Schutz der Schwachen geht. Dass Kirche sich zum Anwalt der Menschen machen müsse, die von Unrecht betroffen sind, forderte auch der Direktor der Katholischen Akademie Dresden, Thomas Arnold. Er kritisierte, dass die Kirche es bisher ungenügend verstehe, auf die Sehnsüchte der Menschen zu antwortet. Das zeige sich daran, dass sie bei den mit Corona verbundenen existentiellen Themen als Gesprächspartner kaum gefragt sei. Die Vorsitzende des Diözesanrates im Erzbistum Berlin, Karlies Abmaier, forderte von den Christen, sich in die gesellschaftlichen Sachdebatten wie Flüchtlingsfrage oder Klimaschutz einzubringen.

Mit ihrer Forderung nach einer schnellstmöglichen humanitären Lösung für die Flüchtlinge an der belarussisch-polnischen Grenze setzten die Teilnehmer der Tagung ein konkretes Zeichen (TAG DES HERRN berichtete Ausgabe 46, Seite 9).

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