Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

6.12.2016

Weihnachten bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa am 4.12.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:09

 

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Am nächsten Tag nach der Feier beim DFK Glatz, Weihnachten in Tscherbeney bei unserer Ortsgruppe im Hirschfelder Haus.

Auch hier wurde mit einem Gottesdienst um 12 Uhr begonnen und es trafen sich die DFK Mitglieder aus dem Grenzgebiet Polen / Tschechien zu ihrer Feier.

Da es inzwischen sehr kalt geworden war gab es nach der Kirche zunächst eine warme Suppe. Es gab wieder viel zu erzählen, treffen sich die Deutschen beiderseits der Grenze nicht so oft und die Vorsitzende Frau Kynast musste immer wieder zur Ruhe mahnen, um einiges bekannt zu geben. Die Schriftführerin Frau Stwertetschka hielt einen Vortrag über alte deutsche Weihnachtstradition, danach gab es Kaffee und Mohnkuchen. Auch dort habe ich wieder, die von uns gedruckten  Liederhefte verteilt, aus denen dann auch kräftig gesungen wurde. Es haben auch alle die Hefte mit nach Hause nehmen dürfen, wie am Vortag in Glatz.

Nachdem, Nikolaus komm in unser Haus, gesungen wurde, kam er tatsächlich und beschenkte die Menschen mit kleinen Süßigkeiten.

Ich habe später die Gelegenheit genutzt, Lebensmittelpackete und finanzielle Unterstützung für wichtige Medikamente an unsere Bedürftigen zu verteilen. So habe ich mir wenigstens einige weite Wege erspart, die ich jedes Jahr vor Weihnachten unternehme, denn wer weniger als 800,- PLN Rente hat, das sind zur Zeit ca. 180,- Euro, kann auch in Polen nicht ohne Unterstützung Miete, Lebensmittel und wichtige Medikamente bezahlen, dazu Winterkohle kaufen, die oft auf Kredit geliefert wird.

Wer unsere Sozialarbeit für bedürftigen, alten deutschen Menschen unterstützen möchte, der möge sich unseres Spendenkontos

DE02 4945 0120 111 255 1179  (Schlesienhilfe) erinnern.

Allen Spendern die immer wieder mit einer Überweisung Hilfe leisten, im Namen der Betroffenen, ein herzliches „Vergelts Gott“. Leider werden es immer weniger.

Ich habe mich dann etwas früher verabschiedet, um einen Besuch bei unserer Wiktoria zu machen. Aber dazu ein anderer Bericht.

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Bericht

Horst Ulbrich

Endlich Baubeginn bei Wiktoria.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:05

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Auf dem Weg nach Tscherbeney war ich auch wieder bei unserem Sorgenkind Wiktoria. Wem das Schicksal noch nicht bekannt ist, sie wurde ohne Beine und rechten Arm geboren und im Krankenhaus zurückgelassen. Die betreuende Krankenschwester hat sie adoptiert. Da Wiktoria langsam zu scher wird, um sie zu tragen, ist ein kapitaler Umbau erforderlich. Mit der Hilfe unserer tollen Sponsoren und der Malteser aus Telgte,haben wir schon eine Zufahrt zum Haus und einen E-Rollstuhl  als erste Hilfe beitragen können.

Das Mädchen bewegt sich in der Wohnung ohne Rollstuhl und hauptsächlich auf dem Boden, wo sie eine Schnelligkeit erlangt, was mich immer wieder in Erstaunen versetzt. Dazu ist eine Fußbodenheizung  wichtig, auch die Badewanne ist für sie in den Boden eingelassen, aus der sie selbstständig ein – und aussteigt. (Bild) Wiktoria sitzt an der Stelle auf dem Stuhl wo später eine ebenerdige Dusche verbaut werden soll. Auch ein höhenverstellbares und unterfahrbares Waschbecken ist erforderlich, um eine gewisse Selbstständigkeit zu erlangen. Aber allein das spezielle Waschbecken ist sehr teuer und kann im Moment nicht finanziert werden. Die Mutter hat als Krankenschwester einen hohen Kredid aufgenommen um den Umbau bisher zu finanzieren. Vom Staat bekommt sie lediglich 8000,- PLN = ca 2000,- Euro für den gesamten behindertengerechten Ausbau.

Zum Glück konnte ich aus unseren Spenden bei Schlesienhilfe

Ko. DE02 4945 9129 111 255 1179

auch 8000,- PLN übergeben und hoffe für das behinderte Kind auf weitere Unterstützung. In Deutschland wäre ihre Situation eine ganz andere, hier hat sich  ihre Adoptivmutter hoch verschuldet.

Wer helfen möchte, möge sich des angegebenen Kontos erinnern. Stichwort Wiktoria.

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Bericht Horst Ulbrich

Weihnachten 2016 beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:42

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Ein Start mit Hindernissen, aber wir sind es gewohnt improvisieren zu müssen.

Schon zur letzten Chorprobe am Vortag konnte unser Chorleiter wegen Krankheit nicht kommen. So fehlte er auch am Festtag in der Kirche als Organist, um unseren Chor zu unterstützen und ich musste wieder die Aufgabe des Dirigenten übernehmen.

Aber auch Pater Arndt, der sonst mit uns den deutschen Gottesdienst feiert war verhindert, aber er hatte für einen deutschsprachigen Ersatz aus dem Kloster der Franziskaner gesorgt. Der Gottesdienst war auch als Totenmesse für unsere Verstorbenen geplant und nach den Fürbitten wurden alle Namen aus den abgegebenen Zetteln verlesen.

Danach trafen wir uns alle im Kulturhaus wo es zunächst ein gutes Mittagessen gab, waren doch viele unserer Mitglieder seit dem Morgen unterwegs. Auch eine Abordnung unserer Ortsgruppe DFK Kudowa aus Tschbeney war gekommen. Nach dem Essen gab der Vorsitzende einen Rechenschaftsbericht des Jahres 2016 und sprach über die Zukunftsaussichten. Danach ein buntes Programm, wobei der Chor Katarina mit Akkordeon und Violinen unterstützt etwas Besonderes  war. Sie trugen nach den Weihnachtsliedern auch zu einer ausgelassenen Stimmung bei und wir werden sie wieder einmal einladen. Eigentlich waren sie als Ersatz für den Chor  vom DFK Waldenburg geplant, mit denen wir gut zusammen arbeiten. Wir laden uns gegenseitig ein, aber leider hatten sie in diesem Jahr ihr Weihnachtsfest zum gleichen Termin geplant. Wir singen bei ihnen wieder am 29.12. im Kurtheater in Bad Salzbrunn.

Aber die Großfamilie des Chores Katarina war ein sehr guter Ersatz. Gegen 16 Uhr gab es Kaffee und Kuchen und danach Zeit für Gespräche und gemeinsames Singen. Jedes Jahr drucken wir über 100 kleine Liederhefte mit deutschen Weihnachtsliedern, die auch mitgenommen werden sollen, mit dem Versprechen, dass zu Weihnachten in den Familien wieder deutsch gesungen wird. Dazu gab es für die Kinder und die älteren Mitglieder auch kleine Geschenke.

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Gegen 18 Uhr mussten viele schon wieder aufbrechen, um den Bus für die Heimfahrt zu erreichen.

Meine Frau und ich haben noch am Abend für die Weihnachtsfeier unserer Ortsgruppe in Tscherbeney, kleine Geschenke gepackt, die schon am nächsten Tag im Hirschfelder Haus stattgefunden hat.

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Bericht

Horst Ulbrich

26.11.2016

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:19

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In der Zeit der Abwesenheit des Vorsitzenden waren unsere Mitglieder wieder aktiv. Ich war zu Verhandlungen mit der Hirschfelder Stiftung in Deutschland, um eine langfristige Kostenübernahme für unsere Ortsgruppe DFK Kudowa zu gewährleisten, da die sogenannten Zuwendungen aus Oppeln nicht ausreichen. Erst gegen drei Uhr am Samstagmorgen war ich zurück, konnte aber nicht lange schlafen, denn ab 11 Uhr begann der Dienst beim DFK Glatz.

Es wurde in der Zeit meiner Abwesenheit für unser Schaufenster eine neue Weihnachtsdekoration gebastelt. Im Oktober hatte Frau Ulbrich ihr Projekt „ Trachten nur noch Geschichte?“ beim DFK Glatz. Seit einem Monat waren die Trachten dort ausgestellt und wir freuten uns über die vielen interessierten Bürger. Nun wurde es Zeit zum 1. Advent die gebastelten Exponate in Holz, Keramik und Tanne für die Adventskränze dort zu zeigen. Es gibt viel zu tun, also packen wir es an. Das Ergebnis kann sich in unserem Schaufenster sehen lassen und wird wieder viele Interessierte anlocken.

dsc_0444   dsc_0446  Sehr werbewirksam ist unser Schaufenster beim DFK Glatz in der Innenstadt.

Wie jeden Samstag wurde gearbeitet, gesungen und nach getaner Arbeit gemeinsam gegessen und geplant, haben wir doch am nächsten Samstag 3.12. unser erstes Weihnachtsfest. Danach kommt der Nikolaus und vorher, schon am 4.12. die Weihnachtsfeier bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

Weihnachtstransport für den DFK Glatz am 24.11.2016.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:22

dsc_0418      dsc_0419 Bitte die Bilder zum Vergrößern anklicken.

Wieder eine große Hilfe aus den kath. Kirchengemeinden Königswusterhausen und Bukow bei Berlin.

Der nun letzte Hilfstransport für dieses Jahr kam am 19.11.2016 bei uns an. Andreas Klose und Hermann Zwerschke hatten in ihren Gemeinden wieder für unsere bedürftigen deutschen Mitglieder gesammelt und brachten gute Winterbekleidung, Kindersachen, Backwaren und Süßigkeiten für die Kinder mit.

Schon seit Jahren sind sie in der Weihnachtszeit und vor dem Nikolaustag bei uns und es ist eine große Freude Kranke und Bedürftige zu beschenken zu können. Zur Verteilung in der Weihnachtszeit fahre ich von Habelschwerdt bis Tscherbeney an der tschechischen Grenze, um unsere Lieben zu besuchen und ich muss immer einige Zeit zu Gesprächen bleiben, auch gerade bei den allein lebenden Mitgliedern, die an unseren Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können.

Allen die sich an der Spendenaktion beteiligt haben ein herzliches „Vergelts Gott“ wie wir Schlesier sagen.

Der Vorstand DFK Glatz

12.11.2016

Eine Lebensgeschichte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:27

02-panorama   foto-8   09 Zum Vergrößern die Bilder anklicken.

Am 9.11.2016 hat in unseren Gesellschaftsräumen eine Veranstaltung des polnisch – deutschen Vereins Glatz stattgefunden. Wir sind mit dem Verein sehr verbunden, deren  Mitglieder sind in unserem Chor, meine Frau und ich sind dort Mitglied geworden und wir waren auch schon gemeinsam in der Partnerstadt Bensheim. Der Verein besteht in Glatz und als deutsch – polnischen Verein in Bensheim.

Ein gutes Beispiel völkerverbindender Gemeinschaft. Schon seit langer Zeit lädt der Verein Zeitzeugen  der Kriegserlebnisgeneration zu Diskussionen ein, um deren Schicksale kennenzulernen. So wurde auch schon Familie Ulbrich mit Vertreibungsproblemen und Rückzug von Horst Ulbrich in nächster Generation behandelt, wie auch das Schicksal der Familie Keuten mit ähnlichem Verlauf.

Olga Kawalec, unsere gute Seele beim DFK Glatz, die jeden Samstag unsere Räume reinigt, den Einkauf tätigt, Kaffee kocht und vieles mehr, war an diesem Tag mit ihrer einzigartigen Geschichte das Thema.

Sie wurde als Säugling mit einem Monat am Bach in Altwilmsdorf   1943 ausgesetzt. Auf einem beigelegten Zettel stand die Information, ihr Name sei Olga und sie wäre noch nicht getauft. So wurde sie von einem Ehepaar, einem Mann aus Litauen mit deutscher Frau gefunden. Allein die Geschichte der Eltern ist bemerkenswert.

Der Vater, aus einer litauischen Adelsfamilie, kam in den ersten Kriegsjahren als deutscher Kriegsgefangener nach Schlesien. Er sprach Russisch, Tschechisch und Deutsch, wurde bald entlassen und hat zunächst in Tschechien gearbeitet, danach dann in einer Konditorei in Glatz. Auch Olga kann nicht mehr berichten, wie es dazu gekommen ist. Er heiratete Hedwig, eine deutsche Frau  und sie hatten zwei leibliche Kinder, Paul und Annelis. 1943 fanden sie Olga am Bach und nahmen sie auf. Kurz danach nahmen sie einen drei Wochen alten Jungen mit dem Namen Hans in Pflege, weil die deutsche Mutter ihn nicht wollte, später auch die Gretel, ein Mädchen deren Mutter bei der Geburt gestorben war.  Das Leben der Familie war in den Kriegsjahren nicht leicht. Trotzdem adoptierten sie Olga als nun fünftes Kind. Die Behörden waren damals scheinbar froh wenn sich jemand für Findelkinder interessierte, Hans wurde allerdings mit vier Jahren von seiner entfernten Familie nach Deutschlands geholt.

Der Vater arbeitete weiterhin in der Konditorei, die Mutter nähte neben Haushalt und Kindern Kleidung und Gardinen für die Menschen im Dorf.

Mit 16 Jahren beschloss Olga nach Glatz zu fahren, um Arbeit zu suchen. Sie wollte ihre Eltern entlasten, aber es fehlte das Geld für den Zug. So verkaufte sie einige Eier aus dem Stall, damit konnte die Fahrkarte bezahlt werden. In Glatz stellte man fest, dass sie noch nicht 18 Jahre alt war und man wollte ihr keine Arbeit geben. Aber der Beamte hatte einen Freund in einer Tischlerei, der sie aufnehmen wollte. So bekam sie einen Ausweis und durfte als Praktikant beginnen, bekam auch eine Unterkunft mit Beköstigung. So blieb sie in der Firma 32 Jahre.

1960, also mit 17 Jahren, lernte sie beim Tanz ihren späteren Mann Bolek kennen, den sie 1961 heiratete. Sie sind bis heute beisammen und haben eine erwachsene Tochter.

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Wahrlich ein ereignisreiches Leben. Als Frau mit deutschen Wurzeln kam Olga 2002 zum DFK Glatz,  wo ihre Schwester Annelis schon seit 1997 Mitglied war. Schwester Annelis bekam durch Heirat den Namen Grabiec, ihr Sohn war Piotr, der Maler des Bildes unseres seligen Gerhard Hirschfelder. Leider ist er mit jungen Jahren verstorben.

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Wir danken Olga Kawalec für die vielen Jahre ihrer Vereinstätigkeit und wir sind froh sie bei uns zu haben.

Ein denkwürdiger und interessanter Abend beim DFK Glatz mit Olgas einzigartiger Lebensgeschichte, unterlegt mit alten Bildern.

 

Beitrag von Horst Ulbrich

3.11.2016

Wandergruppe aus zwei Kirchengemeinden im Raum Berlin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:22

Liebe Freunde dieser Seite.

Die Kontakte zu den Kirchengemeinden Bukow und Königswusterhausen bestehen schon seit einigen Jahren und wir sind dankbar wie sie mit Sach – und Geldspenden unsere Arbeit unterstützen. Wir sind  auch immer wieder erfreut diese Wandergruppe im Glatzer land begrüßen zu können, wo ich zur Berichterstattung immer eingeladen bin. Ach würden das doch auch andere Heimatfreunde übernehmen, die mit Bussen durch die Grafschaft fahren, aber nicht den Kontakt zu uns verbliebenen Deutschen hier suchen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dafür zu werben. Die Pflege schlesischen Brauchtums der ehemaligen Grafschafter, sowie Denkmalpflege und vielem mehr, ist in der Zukunft hier bei uns in Schlesien. Die Kriegserlebnisgeneration stirbt leider weg und die nächste Generation ist in Deutschland fern der alten Heimat und unter anderen Verhältnissen aufgewachsen. Daher fehlt die Bindung an die alte Heimat, bis auf einige Ausnahmen. Man sehe meinen gesamten Vorstand und mich. Wir alle sind Rückkehrer in die Heimat unserer Eltern.

Ich wurde gebeten den nachfolgenden Beitrag hier zu veröffentlichen, was ich mit Freute getan habe. Er wird hoffentlich auch andere Gruppen animieren die Kontakte zu uns verbliebenen Deutschen hier zu suchen. Unsere Geschäftsstelle ist in der Frankensteiner Str. ( Lukasinskiego) Nr. 11 gleich hinter dem Rathaus.

Öffnungszeiten für Besucher jeden Samstag 11 bis 14 Uhr oder nach Voranmeldung.

Herzliche Grüße aus der Grafschaft Glatz.

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Horst Ulbrich

DFK Besuch bei unserer Wandergruppe

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:56

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Vom 23.09. – 02.10.2017 weilten wir, 15 Heimat- und Wanderfreunde unter Leitung von Andreas Klose, zu einer Herbstwanderung in der Grafschaft Glatz.

Die Unterkunft und Verpflegung im “Gästehaus Lerchenfeld” waren ausgezeichnet. Auch das Wetter spielte mit. Fast jeden Tag Sonnenschein zu den interessanten

Erlebnissen bei den Wanderungen u.a. im Heuscheuergebirge, zum Glatzer Schneeberg, aber auch zu den Wallfahrtsorten Albendorf und Wartha.

Ein besonderer Höhepunkt unserer Tage war an einem Abend der Besuch von Horst Ulbrich, dem Vorsitzenden des “Deutschen Freundeskreis Glatz”.

Zunächst staunten wir über die vielfältigen Initiativen, um die Vorhaben des DFK praktisch umzusetzen. Dabei ging es nicht nur, um die Bewahrung des kulturellen

Erbes unserer früheren Heimat, sondern vor allem, die deutsche Minderheit in Polen, aber auch  hilfsbedürftige polnische Menschen zu unterstützen.

Nur ein Beispiel soll an dieser Stelle genannt sein. Es ist die materielle und finanzielle Hilfe für “WIKTORIA”, einem schwerbehinderten Mädchen (keine Beine und nur ein Arm).

Auch in diesem Jahr wird wieder in den kath. Pfarrgemeinden Königs Wusterhausen und Buckow-Müncheberg zu einer Weihnachtssammelaktion aufgerufen.

Diese Zuwendungen werden persönlich dem DFK am 20. November übergeben.

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Wir danken Horst Ulbrich für seine aufopferungsvolle Arbeit im DFK Glatz und wünschen ihm Gesundheit, Schaffenskraft für die kommende Zeit.

Allen, die dem DFK Glatz wohlgesonnen sind, um mit einer Spende die laufenden Kosten für die anstehenden sozialen Projekte und Programme zu unterstützen

hier die entsprechende Bankverbindung:

DFK Glatz                   IBAN:  DE76 4945 0120 111 255 2854

Ludolf Sonnabend

29.10.2016

Nachruf für Jürgen Gretschel.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:12

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Ein schlesisches Urgestein ist von uns gegangen.

Es macht uns unsäglich traurig einen besonders engagierten Kollegen und Vorsitzenden aus der deutschen Minderheit zu verlieren. Jürgen Gretschel  wurde am 28.10 2016 auf dem Kommunalfriedhof in seiner Heimatstadt Liegnitz zur letzten Ruhe gebettet.

Eine Heerschar seiner Weggefährten, viele Vorsitzende der deutschen Minderheit in Polen und unseres Dachverbandes aus Oppeln mit dem Vorsitzenden Bernhard Gaida haben ihn auf dem letzten Gang begleitet.

Wieder ein großer Verlust, der nicht zu ersetzen ist. Ein begnadeter Kenner der schlesischen Geschichte, dessen Vorträgen jeder mit Begeisterung gelauscht hat. Seine schlesische Tanzgruppe, die er in den Jahren als Vorsitzender zu internationalem Standard trainiert hat, wird nur schwerlich einen Ersatz finden.

Er ist nach kurzer schwerer Krankheit plötzlich verstorben und hinterlässt ein Vakuum, das nicht mehr zu füllen ist.

Bericht

Horst Ulbrich

28.10.2016

„Trachten – nur noch Geschichte?“.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:44

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Das Ziel dieses Projekts im Rahmen des Programms Konsolidierung der Begegnungsstätten  war war die Suche nach der Antwort auf die Frage ob das Tragen einer Tracht noch zeitgemäß ist und welche Bedeutung sie in der heutigen Zeit noch hat.

 

Die Projektleiterin Frau Maria Myszogląd und die Projektbetreuerin Renata Ulbrich fanden schnell willige Helfer, die bei der Vorbereitung des Projektes mitarbeiten wollten. Es wurde ein Laden gefunden, wo Schaufensterpuppen ausgeliehen werden konnten und es wurden Kontakte geknüpft mit dem kleinen Freilichtmuseum „Gottwaldhof“ in Winkeldorf , das eine komplette Glatzer Tracht besitzt und bereit war sie für die Ausstellung auszuleihen.

Ein DFK-Mitglied brachte eine Hessische Tracht mit, ein anderes die Kopie einer Waldenburger Tracht. Für die Ausstellung fanden sich noch andere Exponate wie z.B. die Trachten der Tanz- und Gesangsgruppe „Glatzer Bergland“, eine moderne Tracht, sowie einzelne Ausstellungsstücke. Aus Platzmangel wurde nicht nur das Schaufenster genutzt, sondern der ganze Raum des DFK in Glatz wurde in Beschlag genommen und dekoriert.

Während der Vorbereitungen haben schon etliche Passanten sich für die Ausstellung im Schaufenster interessiert und wir wurden mehrmals angesprochen. Auf diese Weise wird der Sitz des DFK Glatz von den Bewohnern Der Stadt und Besuchern noch mehr wahrgenommen und bekannt gemacht.

 

Die Hauptveranstaltung begann um 16.00 Uhr. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden und die Projektleiterin mit dem Hinweis auf die Finanzierungsquelle des Projektes d.h. Bundesministerium des Inneren, wurden die Teilnehmer über die Geschichte der Trachten durch einen Vortrag der Frau Maria Myszogląd informiert,  unterstützt durch Bilder und die ausgestellten Exponate. Die für das Glatzer Land typische Weißstickerei konnten die Teilnehmer am Beispiel der ausgestellten Tracht in Augenschein nehmen.

Da das Projekt  zwei Tage nach dem Oktoberfest der DSKG in Glatz statt fand, entwickelte sich eine rege Diskussion über die Bedeutung und Zukunft der Tracht mit dem Fazit, dass die Geschichte der Tracht noch nicht zu Ende geschrieben ist. Im Glatzer Land gibt es einige Pioniere, die den “Mut“ zur Tracht haben und sich damit wohl fühlen und akzeptiert werden. Auch die Veranstaltung von jährlichen Oktoberfesten durch den DSKG Glatz trägt zu einer neuen Akzeptanz und Interesse bei.

Bei dem vorbereiteten Imbiss hatten die Teilnehmer noch Zeit zu Gesprächen und natürlich nutzten sie die Gelegenheit  zum Anschauen  der Exponate.

dsc_0455   1r   dsc_0389 zum Vergrößern das Bild anklicken.

Die Ausstellung im Schaufenster wird für die Dauer von einem Monat mit wechselnden Exponaten bestückt, denn alle auf einmal haben dort keinen Platz. Die Teilnehmer und die Helfer, die schon im Vorfeld mit dem Projekt zu tun hatten, waren sehr mit dem Ergebnis ihrer Bemühungen zufrieden. Auf positive Art und Weise lenken die Mitglieder der Deutschen Minderheit die Aufmerksamkeit der Bewohner auf ihre Tätigkeit in der Stadt.

 

Projektbetreuerin:

Renata Ulbrich

 

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