Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

21.7.2018

Ein besonderer Nachmittag auf dem Gottwaldhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:25

Schon seit Jahren kommt das Jugendorchester und der Jugendchor aus Zawiercie nach Bad Landek, um dort eine Woche mit viel Musik zu verbringen. Da die Chorleitung mit der Familie Fuglinska befreundet ist geben sie dort auf dem Gottwaldhof seit Jahren eine Sondervorstellung.

      

Bei schönstem Sommerwetter versammelten sich viele Musikliebhaber auf dem Hof und die Musiker boten eine außergewöhnliche Vielfalt mit Chor, vielen jugendlichen Solisten. Das Jugendorchester wurde fachlich unterstützt von einem mitgereisten Streich Quartet. Als Solisten traten nach der Jugend auch zwei Opernsängerinnen auf und begeisterten das Publikum.

        

Moderiert wurde von Frau Anita Maszczyk, in rot mit Zylinder, die aber auch als Solistin auftrat. Das Orchester leitete Herr Leopold Stawarz.

Ein besonderer Nachmittag mit ungezwungenen, musikbegeisterten Jugendlichen und ausgebildeten Opernsängern. Ein Erlebnis, dass man selten unter freiem Himmel erleben darf.

   

Familie Fuglinska hat nach dem Ende des Konzertnachmittags noch alle Teilnehmer und Gäste zu selbstgebackenem Brot und Schmalz eingeladen. Da diese Konzertbesuche auf dem Gottwaldhof schon Tradition sind, können wir begeisterten Zuhörer nur hoffen, einen solchen Nachmittag im nächsten Jahr wieder erleben zu dürfen.

Bericht

Horst Ulbrich

3.7.2018

Josef Wittig und der Herrgotswinkel.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:43

Ein Projekt von Frau Ulbrich mit vielen interessierten Teilnehmern.

Aber zunächst, wie an jedem letzten Samstag im Monat, versammelten wir uns zu einem deutschen Gottesdienst, zelebriert von Pater Dr. Marian Arndt, der im Laufe der Zeit auch ein lieb gewordener Freund geworden ist und zu jeder deutschen Messe extra aus Breslau anreist, um seine kleine, aber aktive Gemeinde in Glatz zu besuchen.

      

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Nach dem Gottesdienst stand ein Bus bereit, der uns zum Wittigmuseum nach Neusorge / Schlegel brachte. Dort empfing uns die Hausherrin, Frau Theresa Bazala, die auch die Vorsitzende der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes ist und somit auch das Wittighaus verwaltet. Alle Teilnehmer versammelten sich zunächst im großen Museumsraum, wo nach der Begrüßung ein Vortrag von Frau Mag. Irena Rogowska über Leben und Wirken des Professors Wittig folgte.

      

Nach der Beantwortung vieler Fragen und einem Rundgang durch die Museumsräume, fachlich begleitet von Frau Bazala, gab es im 2. Stockwerk des Hauses einen Imbiss, auch Kaffee und Kuchen. Waren viele der Teilnehmer doch seit dem frühen Morgen unterwegs und nun auch entsprechend hungrig.

   

Auch während des Essens musste Frau Rogowska weiter berichten und Fragen beantworten, bevor alle wieder den Bus bestiegen, um zum Annaberg zu gelangen. Dort wird zur Zeit die Kapelle aufwendig renoviert, die wir aus diesem Grund leider innen nicht besichtigen konnten.

      

Auch hier wurde über die Kapelle aus dem Buch von Joseph Wittig, „Ausgewählte Erzählungen“ über die Verbundenheit des Professors mit dem Kirchlein berichtet. Einige bestiegen danach auch noch den neu gestalteten Aussichtsturm auf dem Berg, von wo bei besten Wetter eine gute Aussicht zu genießen war.

Gegen 18 Uhr brachte der Bus die Teilnehmer aus Glatz dann wieder zurück in die Stadt.  Andere aus der Nähe Neurode und Schlegel waren mit dem PKW gekommen.

Wieder ein sehr informativer Tag, finanziell unterstützt von der Projektinitiative des VDG.

So halten sich die eigenen Kosten in Grenzen. Wir haben vor, in der nächsten Zeit weitere Projekte im Wittigmuseum stattfinden zu lassen, um dort das Haus auch weiterhin mit Leben zu erfüllen und im Bewusstsein zu halten.

Bericht

Horst Ulbrich

21.6.2018

Zusammenfassung der letzten Tage.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:40

Überraschungsbesuch in einer hektischen Zeit.

Samstag 16.6. stehen Menschen vor unserem Schaufenster und schauen interessiert auf unsere Projekte. Natürlich bitten wir immer zum Kaffee und im Laufe des Gesprächs stellt sich heraus, die Familie Grubert sucht das Geburtshaus der Frau in der Frankensteiner Str. 11. Welche Überraschung, denn gerade in diesem Haus haben wir unsere Geschäftsstelle. Es gab dann viele Gespräche über die damalige Zeit und die Vertreibung, als Frau Grubert noch im Kindesalter war.       

Abends und am nächsten Tag dann das Reimann Festival. Darüber gab es einen eigenen Bericht.

18.6.Besuch der Patschkauer Wanderdohlen. Gemeinsames Grillen mit den Glatzer Sängern bei Ulbrich. Wieder ein gelungener Nachmittag mit lieben Freunden. Auch das Wetter war ideal und so wurde draußen gegessen und viel gesungen.

      

20.6. Einladung der scheidenden Konsulin Frau Haake in Oppeln zum Sommerfest mit vielen Menschen aus Wirtschaft, Politik und deutscher Minderheit. Zum Auftakt spielte ein Orchester der deutschen Bundeswehr.

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Danach stellte Frau Haake die neue Konsulin Frau Friese-Rössler vor, die ab September das Konsulat übernimmt.

      

Im Anschluss gab es ein buntes Programm mit Musik und Vorführungen.

  Wir konnten auch erste Gespräche mit der neuen Konsulin Frau Friese-Rössler führen.

Ich habe sie zu einem baldigen Termin nach Glatz eingeladen.

21.6. Besuch des Stadtrates und des Deutsch-Polnischen Vereins aus der Partnerstadt Bensheim.

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Einladung zum Grillen ins Hotel Panorama in Bad Altheide zum 25- jährigen Bestehen, aber auch ein jährlich stattfindendes Treffen mit Freunden, organisiert vom Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis in Glatz mit dem Vorsitzenden Jurek Zelaszkiewicz. Eingeladen hat der Deutsch-Polnische Verein aus Bensheim. Mit dem Verein in Glatz sind wir eng verbunden. Viele seiner Mitglieder singen in unserem Chor, auch wir sind bei ihnen Mitglied in harmonischem Zusammenleben, da wir die gleichen völkerverbindenden Ziele verfolgen. Leider begann das Fest mit einem Platzregen, der zum Glück nicht lange dauerte, später zum Tanz war sogar die Sonne zu sehen. Der Vorsitzende aus Glatz, Herr Zelaszkiewicz, überreichte zum Jubiläum Blumen und eine Tafel mit Worten der Verbundenheit beider Vereine. 

   

Wieder ein gelungener Abend mit viel Musik, denn auch unsere Sänger hatten natürlich vorsorglich ihre Noten und deutschen Texte dabei.

Bericht

Horst Ulbrich

19.6.2018

Reimann Festival am 16. / 17. Juni 2018

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:07

Wie jedes Jahr wieder ein musikalischer Höhepunkt im „schlesischen Jerusalem“ Albendorf.

In der Eröffnungsrede des Abtes wurde zunächst allen Sponsoren gedankt, die das Festival ermöglicht hatten. Der DFK Glatz ist seit Jahren Mitorganisator, hatte unser Mitglied Werner Niesel doch bei der Wiederbeschaffung der Reimann-Noten entscheidend mitgewirkt. In diesem Jahr konnten wir leider nur die Kosten für die Plakatwerbung und Einladungen übernehmen. Ein Antrag auf Kostenerstattung über Mittel des A. A. wurde von deutscher Seite abgelehnt bzw. mit nicht zu erfüllenden Auflagen belegt, die wir nicht beibringen konnten. So mussten wir letztendlich die Kosten aus Eigenmitteln übernehmen, um die Mitorganisatoren nicht zu enttäuschen. Die Schirmherrschaft hat dann aber doch die deutsche Konsulin aus Oppeln, Frau Haake, zusammen mit Bischof Dec und Senator RP Alexander Swed übernommen.

Zum Auftakt gab es ein Orgelkonzert von Frau Dr. hab. Hanna Dys, einer weltweit bekannten Organistin mit Auftritten in Europa und Übersee.

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Danach versammelten sich alle Zuschauer auf dem gegenüber der Basilika liegenden Kalvarienberg.

Dort gaben zwei der angereisten Chöre aus Polen und Tschechien ein einstündiges Konzert. Inzwischen wurde es dunkel und nach dem Segen des Abtes der Basilika schallte von dort das Ave Maria zu uns herüber mit der bekannten Beleuchtung. Ein wunderbarer Abschluss des ersten Tages.

         

Der zweite Tag begann mit einer hl. Messe für die drei Völker, Polen, Tschechien und Deutschland, und auch dort traten Chöre auf. Ich hoffe inständig wieder einmal einen deutschen Chor beim Reimann Festival erleben zu dürfen.

Beim Konzert am Nachmittag zeigte zunächst der Nachwuchs sein Können. Unter anderen trat ein Mädchen aus der Grundschule mit einem Jungen, 14 Jahre, aus dem Gymnasium auf.

Das Mädchen sang das Ave Maria, begleitet von Alexander auf der Orgel. 

Danach traten die Chöre mit Werken von Bach und Reimann auf. Zunächst der Chor Cantus aus Albendorf mit musikalischer Begleitung. Danach ein tschechischer Chor, der für mich eine Besonderheit war. Zu Beginn nur ein Ton zur Orientierung und ohne Dirigent wurde in hoher Präzision vierstimmig vorgetragen. Jeder Einzelne ein Könner seines Faches. So trugen sie Teile der Reimann Messe und Werke von Bach vor. Zum Schluss wurde es eng und wir in den vorderen Reihen saßen nah an den Musikern. Der Chor aus Neisse, deren Leiter auch Professor an der Neisser Musikhochschule ist, war mit 38 Sängern und 18 Musikern angereist. Ihr musikalischer Vortrag wurde mit vielen Mikrofonen in der Basilika aufgenommen, weil diese über eine ganz besondere Akustik verfügt (so wurde mir berichtet).

      

Nach einer Zusammenfassung und Verabschiedung beendete der Abt das 17. Reimann-Festival mit dem Segen für alle Akteure und Zuschauer.

Bericht

Horst Ulbrich

13.6.2018

Heimatreisende!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:32

Hermann Zwerschke läd in die Heimat ein und der Bus ist voll. Wieder einmal… zum letzten Mal…. wie er jedes Mal behauptet, hat Hermann zur Reise in die Heimat geworben und wie immer sind ihm viele gefolgt.

                                                                                            Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Wir vom DFK Glatz haben einen polnischen Bus organisiert, der trotz der Fahrten zum Abholen und bringen der Gruppe, aus und nach Berlin viel günstiger war, als ein Bus aus Deutschland. Dazu hatte die Gruppe noch das Glück einen ganz neuen Reisebus zu bekommen. So ging es zunächst über Görlitz und andere Orte, die besichtigt wurden, zur Pension Emilie im Wilhelmstal.

Von dort waren Tagestouren organisiert und jeden Abend war man wieder zu Hause bei Freunden, denn seit vielen Jahren ist es das feste Domizil der Reisen mit unserem Hermann.

       

Am letzten Abend waren auch meine Frau und ich geladen, um an der Abschlussfeier teilzunehmen. Ich wurde auch gebeten über die vielfältige Arbeit des DFK Glatz zu berichten, auch für fördernde Mitglieder zu werben, die mit einem Jahresbeitrag von 20 € unser Engagement in der Heimat unterstützen. Das machen nicht viele Gruppenreisen und so ist vielen Grafschaftern bis heute nicht bekannt, mit welchem Aufwand wir deutsche Kultur, Sprache und Denkmalpflege in der Grafschaft erhalten.

   

Nach meinem Vortrag spielte Edward vom Derhämtehäusla mit seinen Musikerkollegen zum Tanz auf und so wurde, bis in die späten Abendstunden getanzt und gesungen. Wir haben uns etwas früher verabschiedet.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Bericht Horst Ulbrich

Hirschfelder Gedenktag 2018.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

Wie in jedem Jahr trafen sich am 10.6. 2018 wieder die deutschen Mitglieder aus dem Grenzbereich Polen / Tschechien.

           

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zum Gedenken an den ersten Seligen der Grafschaft Glatz, Kaplan Gerhard Hirschfelder.

Um 10 Uhr versammelten sich alle in der Kirche zu einem deutschen Gottesdienst. Unser Chor des DFK Glatz war auch angereist und hat in der Messe gesungen. Der Gottesdienst wurde zelebriert vom Großdechant Prälat Franz Jung. Anschließend trafen sich alle auf dem Pfarrhof zu einer kräftigen Suppe. Es wurde auch ein Film über das Wirken des Kaplans gezeigt. Zur Kaffeezeit sang dann der Chor einige Lieder aus seinem Repertoire.

       

Anschließend gingen alle Teilnehmer zum nahegelegenen Hirschfelderhaus. Seit einigen Jahren wird unserer Ortsgruppe DFK Kudowa das Hirschfelder Haus zu deutschen Treffen und Veranstaltungen zur Verfügung gestellt. Dort konnte dann, nach Veränderung des Gemeinschafts – und Vortragsraumes die neue Ausstellung besichtigt werden. Auch in der ehemaligen Garage gibt es weitere Exponate,die nun der Öffentlichkeit gezeigt werden. Umbau und Erweiterung machen das Haus zu einem attraktiven Gesamtobjekt Hirschfelder.

   

Die Ausstellung wird bestimmt auch viele Besucher interessieren, die tausendfach jedes Jahr zur Schädelkapelle an der Kirche kommen.

Bericht

Horst Ulbrich

26.5.2018

Aufruf gegen das Vergessen!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:51

Liebe Leser dieser Seite.

Vielleicht ist nur wenigen bekannt, dass der DFK Glatz sich auch um Grabpflege und Denkmäler bemüht.

So ist das Denkmal an der Kapelle in Schwenz und die Gedenkstätte Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf renoviert worden. Auch Dank der finanziellen Hilfe einiger Heimatvertriebener. 

        Denkmal an der Kapelle in Schwenz.

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Denkmal Heinrich Bender auf dem Platz der ehemaligen Lorettokapelle Eckersdorf.

Heinz – Peter Keuten pflegt mit seinen Schülern das Grab von Herrmann Stehr in Habelschwerdt. Ich habe für die Familie Graf Magnis die Gräber in Eckersdorf renovieren lassen. An mehreren Friedhöfen sind Tafeln in Deutsch und Polnisch angebracht worden. Dort wird darauf hingewiesen, dass auf diesem Friedhof vor 1945 auch Deutsche ihre letzte Ruhe fanden.

    

Tafel am Kirchhof Eckersdorf.

Einige Vertriebene meinten die Tafeln würden zerstört.

Nein, im katholischen, nun polnischen Schlesien geschieht das nicht, es werden von Polen immer wieder Kerzen an den Tafeln aufgestellt.

Aber nun zu einem neuen Projekt:

Am 10.Mai 1941 kamen in der Rubengrube in Kohlendorf-Volpersdorf 186 deutsche Bergleute und ein englischer Kriegsgefangener ums Leben. Viele sind auf dem Friedhof in Neurode beerdigt und werden mit einem Denkmal gewürdigt. Dieses Gräberfeld ist nun in schlechtem Zustand und sollte gegen das Vergessen restauriert werden. Einige Inschriften sind kaum noch lesbar.

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Deshalb rufe ich wieder zu einer gemeinsamen Aktion auf und bitte alle, denen „Zeichen gegen das Vergessen“ am Herzen liegen unser Vorhaben zu unterstützen.

Spenden bitte mit dem Stichwort „Bergmannsgräber“ auf unser

DFK Konto.

DE 76 4945 0120 111 255 2854

Zur richtigen Verbuchung Stichwort bitte nicht vergessen. Unsere Revision kontrolliert die Konten regelmäßig.

Mit heimatlichen Grüßen

Horst Ulbrich

22.5.2018

Verbandsratssitzung des VDG am Annaberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:58

Am 19.5.2018 trafen sich alle zu unserem Dachverband VDG gehörenden Delegierten zu der 49. Verbandsratssitzung.

Nach vier Jahren auch wieder mit der Wahl zum Gesamtvorstand.

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Dazu hatte ich zwei Vorschläge eingebracht.

  1. Die Sitzung wieder mit dem Termin der Deutschen Wallfahrt zu verbinden und zum Annaberg zu verlegen, wie es früher der Fall war. Also trafen wir uns auch im Pilgerheim auf dem Annaberg, leider zu einem anderen Datum und eine neue Anreise der weit entfernten Delegierten aus Danzig und Südpolen ist eher unwahrscheinlich.

  2. Ich hatte auch um eine Aussprache ohne Publikum gebeten, damit endlich auch kritische Fragen geklärt werden können. Wir sind keine Nestbeschmutzer und werden öffentlich keine Kritik an unserem Verband äußern. Das ist eigentlich in allen Verbänden, in denen ich früher tätig war, so üblich gewesen. Leider haben das wohl viele der Delegierten nicht verstanden und haben eine interne Diskussion per Abstimmung abgelehnt.

Fragen und Erklärungen waren dann auf 2 Minuten beschränkt worden und so blieb aus meiner Sicht vieles ungeklärt. Ich werde mich nun an den neu gewählten Vorstand wenden.

Es gab in allen Regionen neue Vorschläge zum Vorstand. Zwei Mitglieder sind aus dem Vorstand ausgeschieden. Für Niederschlesien wurde aus drei Kandidaten Herr Damian Stefaniak vom DFK Liegnitz gewählt. Endlich ein Generationswechsel und wir werden ihn bitten baldmöglichst ein Treffen der Deutschen Gesellschaften aus Niederschlesien zu organisieren.

   

Eine gerechtere Verteilung der Fördergelder für 2019 sollte dabei im Vordergrund stehen. Ich möchte hier noch einmal wegen der vielen Ratschläge betonen, dass ich nicht gewillt war, mich als Kandidat für Niederschlesien zur Verfügung zu stellen. Glatz ist ein full time job und lässt ein weiteres Engagement in Oppeln nicht zu.

Ich bin glücklich, dass die geplante Satzungsänderung beschlossen wurde, die eine Entlastung für den Vorsitzenden Herrn Bernard Gaida bedeutet, der nun mit drei Stellvertretern mehr Freiraum bekommt. Wie bekannt, wurde er als Sprecher der Arbeitsgemeinschaft aller Deutschen Minderheiten in Europa weggelobt und wir hatten Bedenken ihn als unseren VDG-Vorsitzenden zu verlieren. Er ist bei allen Verantwortlichen in Deutschland und Polen bekannt und der beste Repräsentant der Deutschen Minderheit in Polen.

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Die Sitzung war nach 9 Stunden um 18 Uhr beendet. Ein Stress für weit angereiste Teilnehmer, für die eine Übernachtung ohne weiteren Sitzungstag dann doch nicht in Frage kam. So blieben viele Fragen ungeklärt und ich hoffe nun, dass der neue Vorstand ein offenes Ohr für unsere Probleme hat. Gleichfalls hoffe ich mit Damian Stefaniak auf einen engagierten Vertreter für Niederschlesien im VDG-Vorstand.

Bericht

Horst Ulbrich

20.5.2018

Schriftstellerinnen aus drei Ländern zu Besuch beim DFK Glatz!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:56

Kurze Vorbemerkung des Vorsitzenden für alle, die keinen Platz fanden. Veranstaltungen wie diese müssen wir immer wieder in das Museum auslagern, weil unser Gesellschaftsraum wenig Platz bietet. Da uns Frau Taubitz mit ihren Schriftstellerkolleginnen überrascht hatte, wäre das um so wichtiger gewesen. Auch bei der Veranstaltung mussten einige auf Tischen sitzen oder im Büro Platz nehmen. Unsere Bestuhlung reicht für max. 35 Personen und  leider hatten wir wenig Vorbereitungszeit. Danken möchte ich hier noch einmal Frau Irena Rogowska für die Übersetzung und dem DFK -Vizevorsitzenden Heinz -Peter Keuten für die professionelle Moderation.

Horst Ulbrich

Schriftstellerinnen aus drei Ländern zu Besuch beim DFK Glatz!

Seit 2013 dürfen wir uns in Glatz in jedem Frühjahr über einen Besuch der bekanntesten Grafschafter Schriftstellerin und Dichterin, Frau Monika Taubitz, freuen, bei dem sie aus ihren neusten Werken liest und zu einem persönlichen Gespräch mit ihren Freunden und „Fans“ vom DFK bereit ist. So ist sie uns mittlerweile zu einer lieben Bekannten geworden, und wir haben uns immer wieder gefreut, wenn wir ihr in den vergangenen Monaten und Jahren zu einer neuen Ehrung gratulieren konnten wie z.B. zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande, des Niederschlesischen Kulturpreises, der Ehrenbürgerschaft der Stadt Meersburg (2018) sowie natürlich zu ihrem 80. Geburtstag im vergangenen Jahr.

      

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In diesem Jahr hat uns Monika Taubitz jedoch eine freudige Überraschung bereitet, indem sie zu ihrer Lesung am 14. Mai 2018 in den Räumen des DFK Glatz noch zwei weitere Freundinnen aus ihrer „Zunft“ mitgebracht hat, nämlich die polnischsprachige Dichterin Frau Monika Maciejczyk aus Bad Altheide sowie die tschechischsprachige Dichterin Frau Věra Kopecká aus Braunau. Anlass dieses trinationalen Dichtertreffens war die Vorstellung eines gemeinsamen Projektes der drei Schriftstellerinnen, nämlich einer druckfrischen neuen Gedichtesammlung mit dem Titel „Antologia Pokoju“, zu Deutsch „Friedensanthologie“. Es handelt sich hierbei um eine Sammlung sehr unterschiedlicher Gedichte, die aber alle ein gemeinsames Thema haben – den Frieden. Die Gedichte, die die drei Damen selbst aus ihrer Anthologie ausgesucht haben, um sie dem Glatzer Publikum vorzustellen – und zwar jeweils in der Originalsprache und dann in der deutschen bzw. polnischen Übersetzung – beleuchteten dieses Thema von höchst unterschiedlichen Gesichtspunkten: Monika Taubitz las u.a. ihr neues programmatisches Gedicht „Wo Frieden beginnt“, in dem sie in klaren Worten ausdrückt, was die Grundlage von Frieden ist, u.a. die „Redlichkeit unserer Taten“, das Offensein für das Andere sowie das Zugehen auf den Fremden. Vielleicht auch ein Echo auf die vielseitigen Bemühungen um die deutsch-polnische Verständigung stellt der Vers am Ende dieses Gedichts dar: „Frieden wird, / wenn wir Fehler verzeihen, / von uns Verletzte / um Vergebung bitten.“

    

Die polnische Dichterin Monika Maciejczyk, die in Bad Altheide unter anderem den Dichtertreff „Rosenhof“ leitet, hat mit ihrem Gedicht „Im Osten nichts Neues“ ein besonders beeindruckendes Antikriegsgedicht zu Gehör gebracht, das die Glatzer Zuhörerschaft in ihren Bann zog, wobei sie, wie schon der Titel verrät, auch Elemente der Antikriegsdichtung des frühen 20. Jahrhunderts verarbeitet (Erich Maria Remarque, Bertolt Brecht) . In ergreifender Weise malt sie das Bild der unschuldigen Söhne, die in den Krieg ziehen und offenbar sinnlos ihr Leben verlieren. Als Mutter trauert das Ich des Gedichts um die toten Kinder, egal auf welcher Seite (!): „und ich möchte unsichtbar sein / um mit mütterlichen Händen / die Köpfe aller Söhne zart umfassen / auf dieser / und der anderen Seite // Denn wenn ein Kind stirbt / ruft es noch leise / Mutter“.

Die tschechische Dichterin Věra Kopecká schließlich bezauberte mit Gedichten über den Frieden, den sie aufs Engste mit ihrer böhmischen Heimat und Muttersprache verbindet. Eine besondere Freude war es deswegen auch, dem Gedicht „Můj domov“ (etwa: Meine Heimat) in der Originalversion in der klangreichen tschechischen Sprache aus dem Munde seiner Autorin zu lauschen.

Vor und nach der Dichterlesung erzählten die drei Autorinnen u.a. vom Entstehen der neu erschienenen Anthologie. So wusste Monika Maciejczyk zu berichten, dass sie noch vor der politischen Wende in Polen als Taxifahrerin mitgeholfen hat, die ersten Brücken zwischen den ehemaligen deutschen und heutigen polnischen Einwohnern der Grafschaft Glatz zu bauen, indem sie Berührungsängste zwischen den Menschen beider Nationalitäten überwinden half, den deutschen Heimattouristen mit Verständnis auf ihrer Suche nach der verloren gegangenen Heimat begegnete und sich so bereits damals für den Bau von Brücken zwischen Deutschen und Polen und damit im Kleinen für den Frieden einsetzte.

   

Durch die denkwürdige literarische Veranstaltung leitete der stellvertretende DFK-Vorsitzende und -Deutschlehrer Heinz-Peter Keuten, unterstützt durch den fachkundigen Kenner und Freund der drei Dichterinnen, Herrn Henryk Grzybowski aus Bad Altheide. Dafür, dass die Verständigung zwischen den anwesenden deutsch- und polnischsprachigen Teilnehmern gut funktionierte, sorgte die professionelle Unterstützung der Übersetzerin Frau Irena Rogowska, die mit ihrer Familie aus Neurode zu dieser Veranstaltung gekommen war. Zum Abschluss der Veranstaltung offenbarte Monika Taubitz, dass sie aus ihrem Kontingent der neu gedruckten Anthologie jedem anwesenden Teilnehmer ein Exemplar schenkt. Die Spenden, die die erfreuten Teilnehmer hinterließen, wurden für die Deckung der Druckkosten verwendet.

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Zum Schluss sei angemerkt, dass diese „trinationale“ Veranstaltung (5 Jahre nach der ersten Dichterlesung von Monika Taubitz im DFK Glatz!) praktisch auch als deutscher Teil einer „trinationalen Buchneuvorstellung“ zu verstehen ist, denn am Sonntag zuvor war die Anthologie bereits dem polnischen Publikum in Bad Altheide vorgestellt worden, und am Dienstag, dem 15.5.2018 war die Vorstellung im Rahmen eines literarischen Freiluft-Festivals im Braunauer Ländchen.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

16.5.2018

Polnisch – Tschechische Tage der christlichen Kultur.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 04:57

      

Start der „XXIX Polnisch-Tschechischen Tage der christlichen Kultur 2018 in Dzierżoniów / Reichenbach.

Mit einem feierlichen Gottesdienst und der Beteiligung von zwei Trachten und Musikgruppen begann der Tag in der St.Georg Kirche in Dzierżoniów/ Reichenbach.

Zelebriert mit dem Weihbischof Adam Bałabuch und vielen kirchlichen Würdenträgern. Der tschechische Botschafter Ivan Jestřáb und Julian Golak, Vizepräsident des niederschlesischen Landtages begrüßten als Organisatoren die Gäste. Der DFK Glatz wird regelmäßig über das Jahr zu den Veranstaltungen eingeladen.

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Vor der Kirche wurde später eine Informationstafel über den Wanderweg des heiligen Adalberts enthüllt.

   

Danach gab es ein weiteres Programm auf den Kirchplatz für die Bevölkerung. Die geladenen Gäste begaben sich zunächst in das Kulturhaus zu einem Mittagessen, um später auch das weitere Musikprogramm mit Chören zu verfolgen.

So ging bei schönstem Wetter der Eröffnungstag der XXIX polnisch – tschechischen Tage der christlichen Kultur zu Ende. Kurz vor Weihnachten gibt es dann, nach den vielen Veranstaltungen über das Jahr in beiden Ländern, ein Abschlussfest auf der Hohen Eule. Ein Bericht dazu aus 2017 findet man am Ende dieser Seite unter  „older posts“

Kurzbericht

Horst Ulbrich

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