Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

21.9.2022

Was ist los in der Welt und im Kopf von Putin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:25

 Da hatte ich vor Monaten geschrieben, Putin darf nicht verlieren. Es muss eine diplomatische Lösung geben. Da sah es für die Ukraine noch sehr schlecht aus. Als sich das Blatt gewendet hatte bot der russische Außenminister Gespräche an, die Slenskyj aber verweigerte und seinen Ukrainer erklärte, sie gewinnen den Krieg.

Auch Belarus, zu Beginn des Krieges involviert, weil von dort auch auf Kiew geschossen wurde. Das hatte mit dem Erfolg der Ukrainer plötzlich ein Ende. Lukaschenko wollte sich plötzlich raushalten und wohl das Ergebnis abwarten.

Aber nun, da die Armee der Russen immer schwächer wird zieht Putin die nächste Karte mit unbeschreiblichen Drohungen bis hin zum Atomkrieg. Nun könnte man annehmen er ist nun komplett verrückt geworden. Aber nein er taktiert ganz hervorragend mit einem Referendum in den illegal annektierten Gebieten, das natürlich manipuliert ist und jeder den Ausgang kennt. Aber er wird behaupten, das Volk will heim zu Russland wie zu Zeiten der UDSSR. Man sollte auch bedenken, dass alle Bewohner dieser Gebiete russisch sprechen und viele tatsächlich nicht abgeneigt sind unter russischer Verwaltung zu leben. Viele Rentner haben auch das Angebot, einen russischen Pass zu erhalten, angenommen und sofort Rente bekommen. Gegen das Referendum kann der ganze Westen nichts unternehmen. 300 000 russische Reservisten werden, zur Sicherung an die Front geschickt und so verschiebt er die Grenze, droht bei Verletzung der Grenze bis hin zum Atomkrieg.

Was wird passieren? Kämpfen die Ukrainer weiter in diesen Gebieten hat Putin das Argument, sie sind in Russland eingefallen und reagiert mit ganzer Härte. Wie wird die westliche Welt reagieren? Weiter die Ukraine mit allen Waffen unterstützen und damit eine Ausweitung des Krieges auf Europa riskieren?

Oder wird man auf Selenski einwirken die restlichen, russisch besetzten Gebiete abzuschreiben mit der Garantie beim Wiederaufbau des Landes zu helfen. Dem wird er sich nicht verweigern können und ein Atomkrieg ist vom Tisch.

Wie ich schon vor Monaten geschrieben hatte, und ich bitte das nachzulesen, wird das Ende des ganzen Konfliktes zwischen Biden und Putin ausgehandelt. Danach wir Putin sich hüten so ein Unterfangen noch einmal zu riskieren und der Weltfrieden ist wieder hergestellt. Er hat ja schon lange festgestellt wie schwach und unmotiviert seine Truppen sind bei einem Gegner der seine Heimat verteidigt, und dazu kann man den Ukrainern nur gratulieren. Danach werden sich alle wieder beruhigen, denn auch mit Russland wird man in Zukunft wieder Handel treiben und die vielen abgezogenen Konzerne werden zurückkehren. Geld regiert die Welt.

 

Resümee:

Der Westen gewinnt mehr Stabilität durch den Beitritt einiger Staaten zur Nato wie Schweden, Finnland, Bosnien, Serbien und weitere werden die Mitgliedschaft beantragen. Die Ukraine kommt in die EU, das ist schon beschlossene Sache. Mit dem Beitritt zur Nato wird man bei den Ukrainern vorsichtiger sein, um weitere Provokationen zu vermeiden.

Russland ist am Ende der Verlierer durch einen Rückgang der Wirtschaft durch die Sanktionen. Das wirkt erst später und das Volk wird rebellisch, was zu erwarten ist. Damit ist Russland mit den eigenen Problemen beschäftigt und die Welt hat Ruhe bis der nächste Diktator durchdreht.

Das war mein Senf dazu.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

 

13.9.2022

Kulturfest der Deutschen Minderheit in Polen am 10.9.2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:47

Endlich wieder ein Kulturfest der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau.

Schon am Tag davor hatten meine Frau und ich, eine Einladung beim neuen Generalkonsul Herrn Martin Kremer der die Gelegenheit nutzte, sich vorzustellen. Auch der deutsche Botschafter, Herr Thomas Bagger,  Frau Natalie Pawlik, die neue Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten wie auch Herr Bartek, der neue VDG Vorsitzende wünschten dem Fest einen guten Verlauf.

   

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Zu bemerken ist, dass alle Redner erst kurze Zeit im Amt sind, und man muss sich erst wieder an die Namen gewöhnen und Kontakte aufbauen, wie alle 4 Jahre.

Am Samstagmorgen sind wir dann schon um 8 Uhr in der Jahrhunderthalle gewesen, um unseren großen Infostand aufzubauen.

   

Wieder in guter Position, am Haupteingang zur Halle gab es bei uns auch entsprechend viel interessierte Gäste. Mit einem Glas Rotwein und der schon traditionellen Fettschnitte mit Gurke wurden unsere Gäste und Sponsoren bedient.

                   

Sehr erfreut waren wir über den Besuch unserer Partner aus Österreich, von der schlesischen Landsmannschaft in Wien. Im vorigen Jahr waren wir zu einem großen Fest nach Wien eingeladen. Uns wurde auch wieder die Unterstützung für ein weiteres Jugendprojekt angeboten. Herzlichen Dank, denn das ist unsere Zukunft und wir werden dazu ein Projekt entwerfen. Natürlich waren auch gute Bekannte bei uns, wie der Bundesvorsitzende der Landsmannschaften in Deutschland, Herr Rauhut, auch Bernard Gaida, der viele Jahre unseren Dachverband VDG in Oppeln als Vorsitzender geleitet hat.

Sein Nachfolger ist seit der letzten Delegiertenversammlung nun Herr Rafał Bartek. Hoffen wir weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit dem VDG und den Konsulaten wie bisher, denn die Zeiten werden schlechter für die deutsche Minderheit im heutigen Polen und das von Seiten der deutschen wie auch der polnischen Regierung.

     

Überrascht hat uns Herr Hansjörg Mader, der zu seinem 80. Geburtstag von seinen Gästen, statt Geschenken eine Spende für unsere Kulturarbeit erbeten hatte. Er überreichte uns einen Scheck am Infostand. Eine finanzielle Hilfe in schwierigen Zeiten und es war das erste Mal, das jemand an seinem Geburtstag an den DFK Glatz gedacht hat. Wir können nur ganz herzlich danken und sind glücklich, dass ein Leser meiner Internetseite unsere Kulturarbeit in der Heimat unterstützt.

         

Immer wieder haben unsere Glatzer Sänger deutsche Lieder gesungen, was immer einen Stau vor unserem Stand zur Folge hatte. Auch meinen persönlichen Freund Waldemar Świerczek aus Ratibor hatte ich gebeten, mit seinem Akkordeon bei uns für die richtige Stimmung zu sorgen, und so wurde viel gesungen und auch getanzt.

     

Zum Glück hatten wir wieder den größten Infostand, wo wir die Aufsteller mit unseren Projekten zeigen konnten. Mit Beamer konnten wir unsere Präsentation an der Betonwand hinter uns im Großformat zeigen und viele Interessierte blieben stehen und haben das Programm verfolgt. Wegen der vielen Gäste sind wir leider nicht dazu gekommen, das tolle Programm auf der Bühne in der Halle zu sehen. Nur den Einzug der 3 Blaskapellen zu Beginn habe ich mit Begeisterung angeschaut. Ein gelungener Start zu dem großen Fest mit dem Marsch durch die vielen begeisterten Besucher. Wir waren bis ca 18 Uhr auf den Beinen am DFK Stand, die noch am nächsten Tag schmerzten. Gegen Abend wurde der Andrang weniger, weil in der Halle ein bekanntes Gesangspaar aus Deutschland, Anna Carina Woitschak und Stefan Mross aufgetreten ist. Wir haben die Zeit genutzt, um mit dem Abbau zu beginnen und gegen 19 Uhr war bei strömendem Regen alles wieder im Auto verstaut und wir sind dann total durchnässt in Richtung Glatz aufgebrochen.

Müde, aber glücklich über ein gelungenes Fest waren wir dann gegen 21 Uhr zu Hause. Der Bus, den wir für unsere Mitglieder geordert hatten, war noch später zurück in Glatz. Wieder ein Treffen mit vielen guten Freunden und denen, die unsere Arbeit für die deutsche Kultur, die Jugendarbeit und Unterstützung für die alten und behinderten Mitglieder in Glatz geleistet haben. Leider sind wohl Vertriebene aus der Grafschaft Glatz nicht dabei gewesen, obwohl ich entsprechende Reklame gemacht habe. Andere sehen das als eine Verpflichtung, bei dem Kulturfest der Deutschen im heutigen Polen anwesend zu sein, und so war der große Saal in der Jahrhunderthalle auch wieder gut gefüllt. Zu den vielen privat angereisten Schlesiern wurden auch 170 Busse aus Deutschland und Polen gezählt. Also machen wir weiter so, im Bewusstsein deutsches Kulturgut in der Heimat zu erhalten und die Kontakte untereinander zu pflegen. Schon am Dienstag kommt wieder eine Besuchergruppe  der Oberschlesischen Landsmannschaft aus Kassel in Deutschland zu Besuch in unsere Geschäftsstelle in Glatz. Sie hatten den Besuch bei uns mit dem Kulturfest verbunden.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

19.8.2022

Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:36

Ja, es gibt viele Termine, vieles überschneidet sich und wir können nicht überall dabei sein.

Waren wir doch mit dem Chor auf einer sehr schönen Reise nach Berlin und konnten daher am Stadtfest in Glatz am 6. und 7.8. nicht teilnehmen. Normalerweise hat der DFK Glatz dort einen Infostand zu den Projekten, um der polnischen Bevölkerung unsere Aktivitäten bekannt zu machen. Auch der Großdechant war mit Begleitung seit dem 30.7. in der Grafschaft und wir konnten ihn erst ab Dienstag dem 9.8. unterstützen (bis dahin hatte der stellvertretende Vorsitzende H.-P. Keuten die Aufgabe übernommen). Obwohl der Großdechant gern noch einmal zum Schweizerhaus auf den Schneeberg wollte, haben wir ihm bei 34 Grad am 10.8. dringend von dem langen Fußmarsch abgeraten.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!

Durch die Kontakte zur Forstverwaltung konnten wir stattdessen eine Sondergenehmigung erhalten, mit dem Auto hochzufahren, was eine absolute Ausnahme ist. Wir wurden von Waldarbeitern auch zwei Mal angehalten, aber unser Kennzeichen war beim Förster registriert und so durften wir weiterfahren. Oben haben wir uns ein kaltes Getränk und eine Wurst gegönnt und die herrliche Aussicht genossen. Seine Begleitung aus Deutschland, der Gläsendorfer Alfons Heinsch, ist alleine noch zum neuen Turm aufgestiegen und hat uns Bilder vom Bauzustand mitgebracht. Der Turm soll ja Ende September fertig sein.

       So sieht die originale Kopie aus.

Aber auf einem Berg in Tschechien.

Aber danach sieht im Moment noch nicht aus – es wird weiterhin mit Baugerüst gearbeitet und drinnen geht die Arbeit erst danach weiter. Da waren die Tschechen viel schneller und so steht die originalgetreue Kopie von früher nun auf tschechischer Seite auf einem anderen Berg, was ja fast eine Beleidigung ist. Polen blieb danach nichts anderes übrig als eine Abwandlung mit Glas zu planen, um eine absurde Situation mit zwei gleichen Türmen auf zwei nur wenige Kilometer voneinander entfernten Bergen zu vermeiden.

Am 11.8. war dann das „Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit“ beim DFK in Glatz zu Interviews mit Zeitzeugen, die vertrieben wurden oder in der Heimat verblieben sind. Ich hatte deren Termin extra verschoben, um den Großdechanten und Hilde Zawada (in der Heimat gebliebene Deutsche) interviewen zu lassen. Als Kontrast dazu war auch unser Vorstand ein Thema. Heinz-Peter Keuten und ich sind ja in die Heimat unserer Eltern zurückgekehrt und wir haben hier unsere neue Existenz aufgebaut, auch den DFK vor einer Auflösung bewahren können und wieder zu einem intakten Verein gemacht.

 Samstag ist wie immer unsere Geschäftsstelle in Glatz für alle Besucher geöffnet und auch der Großdechant gab sich die Ehre dabei zu sein. Ich konnte die ersten Bilder von Berlin per Beamer zeigen, und die Teilnehmer der Fahrt zeigten sich begeistert dabei gewesen zu sein.

Am Sonntag, dem 14.8., war die deutsche Wallfahrt in Albendorf wie jedes Jahr und unser Großdechant war der Hauptzelebrant der Pilgermesse.

 

 

 

Zu erwähnen ist seine bewegende Predigt zu Völkerverständigung und unserer Gemeinschaft mit Gott. Er hat den Pilgern auch noch einmal den Seligen Gerhard Hirschfelder nähergebracht und erwähnt, dass die polnische Kirche sich um den Seligen intensiv kümmert und er auch dadurch nicht in Vergessenheit geraten kann.

Nach der Messe waren dann die Wanderdohlen aus Berlin bei uns auf dem Reiterhof zu Gast. Der Großdechant konnte leider daran nicht mehr teilnehmen, da dringende Termine in Münster auf ihn warteten und er sofort die Rückreise antreten musste. So wurden bei uns, bei fast gutem Wetter (es hatte 2x kurz geregnet) schöne Stunden verbracht.

 

Mit dem Elektrogrill konnten wir unter dem Vordach weiter essen und singen. Franz aus Waldsieversdorf bei Berlin war auch dabei und sorgte mit seinem Akkordeon für die richtige Stimmung. So wurde bis in den Abend gesungen und erst spät traten die Gäste die Fahrt ins Derhäämte-Häusla an, wo sie die Unterkunft gebucht hatten. Jetzt sind wir in den Vorbereitungen zum Geburtstag meiner Frau Renia am 23.8. und da weiß man nie, wer so alles kommt. Die ersten Freunde aus Görlitz haben sich schon angemeldet und werden eine Woche bei uns im Ferienhaus bleiben.

Am Samstag, dem 28.8., ist wieder unser deutscher Gottesdienst mit Pater Marian Arndt und unser Chor wird singen. Dann kommen die letzten Vorbereitungen für das „Deutsche Kulturfest“ in Breslau am 10. September und ich hoffe wir sehen uns dort alle wieder. Unser Stand ist am Haupteingang zur Halle rechts. Wie immer!!

So, das war eine Kurzfassung, denn ich komme wegen der Termine und deren Vorbereitungen kaum zum Schreiben. Einige hatten schon per E-Mail angefragt… was in der Grafschaft so los sei und ob ich bald wieder schreibe. Aber liebe Freunde, Berlin war mit allen Kosten eine Mammutaufgabe und alle anderen Termine wollen auch beachtet sein.

Wegen unserer guten Zusammenarbeit und Unterstützung beim Reimann-Festival in Albendorf wurden wir vom Bürgermeister aus Wünschelburg besonders ausgezeichnet. Leider waren wir zu der Zeit wegen anderer wichtiger Termine verhindert und man hat uns Urkunde und Widmung in Kristallglas zur Geschäftsstelle nachgeliefert. Ist jetzt in unserem Schaufenster in Glatz zu sehen.

So bleibt nun alle gesund und auf ein Wiedersehen in Breslau am 10.September.

Euer Horst Ulbrich

17.8.2022

Berlin Berlin! Wir fahren nach Berlin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:07

Am 31.7. war es dann soweit. Dank einer großzügigen Spende und Eigenanteil der Mitglieder der Glatzer Sänger konnten wir eine Fahrt in unsere Bundeshauptstadt Berlin durchführen.

Ich möchte betonen, dass die Mitglieder ganzjährig üben und alle Kosten für Anreise, auch Kleidung für die Auftritte selbst tragen. Es war an der Zeit auch einmal Danke zu sagen, für die Beständigkeit und den Einsatz für unser deutsches Liedgut. Anlass war auch eine Einladung zum Kirchweihfest unserer Freunde aus der Gemeinde Königswusterhausen in  Berlin.

So machten wir uns am 31.7. mit dem Bus ab Glatz auf den Weg, unterbrochen mit einem Stopp im Liegnitzer Dom zu einer kath. Sonntagsmesse. Am späten Nachmittag kamen wir dann im Albertusheim der kath. Kirche in Friedrichshagen bei Berlin an.

     

 

Zunächst Bettenverteilung und Abendessen, dazu hatten wir aus Kostengründen schon in Glatz einen Großeinkauf gemacht, schließlich waren wir die ganze Zeit Selbstversorger. Aber eine große Küche mit Geschirrspüler und Speisesaal trugen zu einem reibungslosen Ablauf der Vorbereitungen bei. Dann gab es den ersten gemütlichen Abend mit viel Gesang.

Der 2. Tag war ausgefüllt mit dem Besuch am Checkpoint Charlie, Besichtigung des Mauermuseums und des Panoramas. Unsere Gruppe hatte von der Tragödie, der Teilung Berlins, in Polen früher nur wenig Information bekommen. Im Mauermuseum verbrachten wir daher einige Stunden und zum Glück gab es ausführliche Erklärungen per Headset in mehreren Sprachen.

     

 

     

Danach noch das Mauerpanorama, wo plastisch die damalige Situation an der Mauer dargestellt wird. Begleitet wurden wir von unserem Freund Ludolf als Fremdenführer. Auf der Rückfahrt noch ein Großeinkauf im Aldi, wir waren ja Stunden unterwegs und das macht hungrig.

Am 3. Tag haben wir uns aufgeteilt. Eine Wandergruppe zum Müggesee und die anderen mit einer Radtour um den See. Dazu hatte ich Fahrräder bei einem Verleih in Friedrichshagen organisieren können. Wir trafen uns dann beim Rübezahl am See zu einem kleinen Imbiss.

   

Am Abend kamen unsere Freunde Ludolf und Andreas zur Übernachtung zu uns, denn am nächsten Tag war die Schiffstour durch Berlin gebucht, an der auch unsere Freunde teilnahmen.

Tag 4. Nach dem Frühstück und mit Butterbroten und Obst ging es auf das Schiff, wo Speisen und Getränke sehr teuer waren. So haben wir mal Berlin, den Bundestag und viele Sehenswürdigkeiten vom Schiff aus sehen können.

   

 

   

Bei 36 Grad Hitze war es auf dem Wasser einigermaßen erträglich. Nach einer langen Schiffsfahrt von über 3 Stunden war noch Zeit, um ein Originalstück stehengelassener Mauer zu sehen. Gegen Abend saßen dann viele noch im Schatten der Bäume auf dem großen Gelände des Albertusheims bei einem gemütlichen Bier.

Bericht der nächsten Tage folgt.

Horst Ulbrich

 

 

 

Berlin 5.bis 8. Tag

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:15

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Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Für den 5. Tag hatten wir uns schon vor Wochen zur Besichtigung des Bundestags angemeldet. Da zu der Zeit keine Sitzung stattfand konnten wir auch in den Plenarsaal mit dem 1,2 to schweren Bundesadler, der bei Sitzungen über den Köpfen unserer Politiker hängt.

       

 

     

 

     

 

Anschließend gab es den Rundgang in der Glaskuppel über dem Bundestag, wieder mit  Erklärung per head set zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Zeit danach haben wir zur Besichtigung des roten Rathauses, des Neptunbrunnens und anderer Sehenswürdigkeiten der Stadt genutzt.

Tag 6 haben wir uns wieder aufgeteilt. Die Frauen wollten auf die Museumsinsel und die Herren in das Technikmuseum. Der nette Busfahrer, ein Kenner Berlins mit allen Parkmöglichkeiten für Busse hat uns pünktlich abgesetzt und am Nachmittag wieder eingesammelt.

   

 

Bei der großen Hitze waren Besuche in den Museen gerade richtig um kein gesundheitliches Risiko einzugehen. Abends war dann eine Abordnung aus den Kirchengemeinden bei uns und überraschten uns mit einem großen Grillangebot.

       

So wurden sogleich Tische und Stühle zusammengestellt, auch der Grill in die Nähe geholt, und zwei Musikanten haben dann für die gute Stimmung gesorgt. Danke für einen wunderschönen Abend mit Musik und netten Freunden.

Tag 7 war zur freien Verfügung und eine Gruppe ist mit dem Bus nach Berlin zum Alexanderplatz gefahren. Die Anderen wurden am Müggesee abgesetzt wo wir noch einmal mit einen kleinen Schiff gefahren sind und den Rübezahl, und andere Orte die wir mit dem Fahrrad schon besucht hatten vom See aus zu fotografieren. Auch hier waren die Temperaturen etwas erträglicher.

 

Am Sonntag, dem 8. Tag der Berlinreise ging es dann pünktlich mit dem Bus zunächst zur kath. Messe nach Königswusterhausen. Danach waren wir zum Kirchweihfest der Gemeinde eingeladen. Dort haben wir mit unseren Liedern für gute Stimmung gesorgt.

   

 

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und gegen Abend ging es, nach der Verabschiedung der vielen Gemeindemitglieder und mit viel Applaus auf den Rückweg ins Albertusheim.

     

Dort wurde nun für die Abreise gepackt und ich musste mit dem Busfahrer noch schnell zum letzten Einkauf fahren, denn für Frühstück und Brote für die Rückfahrt am anderen Morgen fehlte so einiges.

Montag dann früh am Morgen alles im Bus verstaut und mit Wehmut ging es an die Rückreise nach Glatz. Ich danke noch einmal allen die uns bei dieser Reise unterstützt haben. Wir haben sehr schöne Erinnerungen und Kontakte mit Freunden in Deutschland mitgenommen, denn eine so große Reise wird es in den nächsten Jahren wohl nicht mehr geben. Mir persönlich war dabei wichtig den Mitgliedern des DFK Glatz die deutsche  Bundeshauptstatt und unsere Regierung zu zeigen.

Bericht

Horst Ulbrich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.7.2022

Kurze Notizen aus Schlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:30

Nach der Verbandsratssitzung der Deutschen Gesellschaften in Polen gab es mehrere anonyme Anfeindungen per E- Mail und Post.

  Verbandsratssitzung :   Diskussionen über die Zukunft.

Auch der neue Vorsitzende Rafael Bartek bekam persönliche Drohungen. Polizei und Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, ob es hilft ? Herr Bartek ist auch der Vorsitzende des Landtages in Oppeln und daher eine öffentliche Person. 

Der scheidende Vorsitzende Herr Gaida und der neue Herr Bartek in der Mitte.

Die antideutsche Politik, nicht nur die aktuelle, wirkt sich leider immer auch auf die deutsche Minderheit hier selbst aus. ( Schreibt das deutsche Wochenblatt)

Auch der muttersprachliche Deutschunterricht für die deutsche Minderheit in den Schulen wurde vom Bildungsministerium in Polen um 2/3 gekürzt wie auch die Finanzierung.

Aber aus dem deutschen Bundestag, wo die CDU einen Antrag zur Unterstützung der deutschen Minderheit in Polen eingebracht hatte, wurde der Antrag von SPD, Grünen und FDP abgelehnt. Titel: „Deutsche Minderheit in Polen stärken – Diskriminierung beim muttersprachlichen Unterricht beseitigen“      Vom Rest des Hauses abgelehnt…. Bundestagsdrucksache 20/2559 am 5.Juli 2022. Bisher ist aus Deutschland keine finanzielle Unterstützung bei uns angekommen. Aber die Projekte wie Deutschunterricht, Jugendbetreuung und Chor laufen seit Januar und die Ausbilder und Lehrkräfte wollen bezahlt werden.

       

Die Tafel der deutschen Einsiedler am Annaberg haben wir im Rahmen unserer Bemühungen gegen das Vergessen realisieren können. Auch die Unterstützung des Reimann-Festivals in Albendorf haben wir, wie jedes Jahr, unterstützen können, damit unser deutscher Komponist weiterhin bekannt bleibt. In diesem Jahr wieder mit über 1500 Zuschauern auf dem Kalvarienberg, auch die Konzerte in der Basilika waren mit tollen Chören und einem begeisterten Publikum ein voller Erfolg. Wir, als einzige deutsche Gesellschaft, die sich bei der Organisation, Durchführung und Finanzierung beteiligte, bekamen vom Bürgermeister zum Dank für unsere jahrelange Treue eine Tafel aus Christallglas und eine aufwändig gestaltete Dankesurkunde.

 

Aber ohne unsere privaten Sponsoren, die immer wieder unsere Arbeit in der Heimat der vertriebenen Schlesier unterstützen, haben auch wir keine langfristige Perspektive. Deshalb bitte ich unsere Bankverbindung nicht zu vergessen, damit wir weiterhin unser Engagement ausbauen können.

Konto Schlesienhilfe:  DE02 4945 0120 1112 5528 54 ( Hilfe für Kranke und Bedürftige)

Konto DFK Vereinsarbeit  DE76 4945 0120 1112  5528 54 ( Deutschunterricht, Chor u.s.w.)

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

10.7.2022

Wallfart der Deutschen in Wartha am 10.Juli.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:38

Und wieder haben sich viele Deutsche aus Polen zur Wallfahrt in Wartha getroffen.

     

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Eine lange Tradition immer am 2. Sonntag im Juli, wozu auch Besuch aus Deutschland angereist war und so gab es schon vor der Messe auf dem Pfarrhof ein Wiedersehen mit guten Freunden. Zur Messe war ein Blasorchester aus Oberschlesien angereist und die Töchter unseres Freundes Waldemar Swiertzek aus Ratibor spielten mit ihren Violinen zur Kommunion.

   

Hauptzelebrand war Pfr. Dr. Tarlinski, der in seiner Predigt auch auf die staatliche Einschränkung des Deutschunterrichts für die deutschen Kinder in Polen einging. Er mahnte zur Verständigung und einem guten Miteinander der Volksgruppen. Pater Marian, der auch bei uns in Glatz die deutsche Messe an jedem letzten Samstag im Monat hält, sorgte für die weitere Organisation.

               

Leider ist der Altarbereich immer noch eine Baustelle wie im letzten Jahr.

Nach der Messe trafen wir uns mit den Freunden, dem DFK aus Ratibor, der zu einem Partnerbesuch zu uns nach Glatz angereist war. In einem, in der Nähe gelegenen Restaurant gab es zunächst ein deftiges Mittagessen.

         

Danach sorgte Waldemar, der Berufsmusiker ist, für eine tolle Stimmung mit seinen Töchtern. Ein gelungenes Fest, das nach einigen gemeinsamen Stunden zu Ende gehen musste damit die angereisten 65 Gäste aus Ratibor noch vor der Dunkelheit nach Hause kamen.

Bericht

Horst Ulbrich

28.6.2022

Stadtrat der Partnerstadt Bensheim zu Besuch.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:00

Liebe Freunde dieser Seite.

Am Donnerstag 23.6. war eine Abordnung des Stadtrates unserer Partnerstadt mit dem dortigen Deutsch-Polnischen Freundeskreis zu Besuch in Glatz und Bad Altheide. Traditionsgemäß waren auch wir zum Grillabend eingeladen.

    

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In Bensheim besteht dieser Verein seit langer Zeit, in enger Verbindung mit dem Polnisch-Deutschen Verein in Glatz mit dem Vorsitzenden Jurek Zelaszkiewicz, der auch deutscher Abstammung ist und Mitglied unseres DFK Glatz. Zu bemerken ist, dass wir eng miteinander verbunden sind. So sind viele Mitglieder in beiden Vereinen registriert und ehrenamtlich tätig. Jurek, der Vorsitzende dort ist auch in unserem Vorstand und unser Administrator auf kommunaler Ebene wegen seiner guten Kontakte zur Stadtverwaltung. Er war bis zur Pensionierung auch einer der Gefängnisdirektoren in Glatz. Unser Chor ist eine Mischung aus beiden Vereinen.

     

Beim Grillabend im Hotel Panorama wurden wir herzlich begrüßt, hatten wir doch unser letztes Treffen mit einem gemeinsamen Ausflug nach Warschau vor einigen Jahren. Auch unser Glatzer Bürgermeister Herr Piszko kam dazu und bekräftigte die guten Beziehungen der Partnerstädte in seinen Begrüßungsworten.

Wieder ein gelungener Abend, leider mussten wir uns etwas früher verabschieden denn es gibt immer noch viel Arbeit mit der Hilfe der Ukrainer Flüchtlinge und das macht viel Arbeit.

Bericht Horst Ulbrich

22.6.2022

Was lange währt wird endlich gut!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

Wieder ein wichtiges Projekt gegen das Vergessen! Wenn wir in unserer Generation das nicht bewerkstelligen, wird es nach uns Niemanden mehr geben der die deutsche Vergangenheit in Niederschlesien weiterhin bekannt macht.

         

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Nach einem Jahr der Planung und Herstellung des Gedenksteins für die Einsiedler am Annaberg bei Neurode, gab es am Ende noch ein Problem der Befestigung an der Wand der Kapelle. Der Gedenkstein war zu groß und zu schwer. Es wurde ein spezieller Kran benötigt, was weitere Kosten verursachte, um das Gewicht an die Wand zu bringen und endlich konnte die Einweihung am 21.Juni 2022 stattfinden. Leider zu spät für die Pilgergruppe mit dem Großdechanten, für den die Einweihung der wichtigen Erinnerungstafel geplant war.

         

So versammelte sich eine kleine Schar zunächst in der Kapelle zu einer Andacht. Man hatte sogar die Ruhestätte des letzten Einsiedlers ausfindig gemacht und die sterblichen Reste neben dem Altar der Kapelle in eine Steingruft umgebettet.

       

Ich werde dazu eine kleine Gedenktafel fertigen lassen und hoffe auf unsere treuen Sponsoren zur Unterstützung.

                                  Schlesienhilfe DE02 4945 0120 1112 5511 79                                                        

            

Der zuständige Pfarrer hat danach die Tafel eingeweiht und die Mitorganisatorin Frau Bazala hatte danach für alle Anwesenden Kaffee und Torte im Wittighaus vorbereitet. Frau Irena Rogowska verlas schon an der Kapelle die Erzählung über den Annaberg von Prof. Wittig, später im Wittighaus auch eine Erzählung über die Mutter des Professors. Die Gedenktafel ist ein weiteres, von uns Deutschen in Stein gehauenes Zeitzeichen, da bis auf einen, alle Einsiedler zu deutscher Zeit dort gelebt haben.

             

Hinter der Kapelle entsteht ein neues Haus zur Bewirtung der Besucher mit einer wunderbaren Aussicht vom Annaberg.

 

Bericht

Horst Ulbrich

21.6.2022

Monika Taubitz nach dreijähriger Pause wieder im DFK Glatz zu einer Dichterlesung!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:06

Nach der coronabedingten Zwangspause war unser DFK Mitglied, die geschätzte und verehrte Poesie- und Prosadichterin mit Grafschafter Wurzeln, Frau Monika Taubitz aus Meersburg am Bodensee, am Samstag, dem 4. Juni 2022, wieder beim DFK Glatz zu Besuch, um zum ersten Mal seit 2019 wieder in unseren Räumen aus ihren neusten Werken zu lesen.

 

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Herzlich war die Begrüßung wie unter Freunden nach einer langen Abwesenheit. Besonders gefreut hat es uns, dass Monika Taubitz trotz der besonderen Umstände der letzten drei Jahre voller Elan und Schaffenskraft geblieben ist, was auch darin seinen Ausdruck findet, dass seit ihrem letzten Besuch nicht weniger als zwei neue Gedichtsammlungen („Breslau zur Zeit der Pandemie”, „Für einen Lidschlag nur”, beide 2021) sowie ein Prosawerk aus ihrer Feder („Tillmanns Frau und andere Erzählungen”, ebenfalls 2021) erschienen sind, aus denen sie dem neugierigen Publikum von ihr selbst gewählte Auszüge vortrug.

         

Zu Beginn, nach einer kurzen Einführung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des DFK Glatz, H.-P. Keuten, las Frau Taubitz aus aktuellem Anlass ein gerade erst veröffentlichtes Gedicht vor, das den Titel trägt: „Höre, Soldat des Usurpators”. Wer hätte gedacht, dass ein Gedicht, das denselben Themenkreis anspricht, den bereits die 2018 erschienene deutsch-polnisch-tschechische Gedichtsammlung Friedensanthologie behandelt (dessen deutscher Teil aus Gedichten von Monika Taubitz besteht), heute, im Jahre 2022, eine so traurige Aktualität bekommen würde?

Nach diesem ganz neuen Gedicht, das im Original und zwei polnischen Übersetzungen (von Prof. E. Białek sowie dem anwesenden H. Grzybowski) vorgetragen wurde, konnte Monika Taubitz ihr Publikum mit neuen Gedichten und Erzählungen in ihren Bann ziehen, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden.

Während die Gedichte, u.a. über das Breslau der Pandemiezeit, die Zuhörer zum Nachdenken und Meditieren anregten (nicht zuletzt auch in dem Gedicht „Nimm eine Möwenfeder” aus der gleichnamigen Sammlung aus dem Jahre 2018, dessen heraklitische Quintessenz in den Worten kulminiert: „Beständig ist der Wandel, er allein wird bleiben.”), bereitete die Lektüre der autobiographisch gefärbten Erzählung „Onkel Georg kommt zu Besuch” mit viel schlesischem Lokalkolorit (aus der Sammlung Tillmanns Frau) dem Publikum große Freude und Amüsement. Für den der deutschen Sprache nicht mächtigen Teil des Publikums übersetzte die vereidigte Dolmetscherin und DFK-Mitglied Irena Rogowska aus Neurode dankenswerterweise die Texte, und so konnten sich alle anwesenden Glatzer (die deutschen und die polnischen) an den neuen Werken von Monika Taubitz erfreuen. Ob Zufall oder nicht, die Texte, die dem Publikum an diesem Nachmittag zu Gehör kamen, zeichneten auf die ihnen eigene Weise gleichzeitig auch die wichtigsten Stationen des Lebens der Autorin nach – von ihrer Kindheit in der Grafschaft Glatz und Niederschlesien über die Stadt Breslau und die Vertreibung, die sie zunächst an die Nordseeküste führte, bis nach Süddeutschland, wo sie bis heute wohnt und Ehrenbürgerin der Stadt Meersburg wurde, wobei sie gleichzeitig ihrer alten Heimat, der Grafschaft Glatz, treu geblieben ist, in der heute wiederum nicht wenige Menschen eine neue Heimat gefunden haben, die ursprünglich aus der Gegend stammen, in der gegenwärtig die Ukraine durch den russischen Aggressor in einen Krieg gezwungen wurde, dessen Ausgang ungewiss ist.

Das Treffen mit Monika Taubitz wurde abgeschlossen mit einer kleinen Gesprächsrunde, in der alle Anwesenden eingeladen waren, der Autorin Fragen zu stellen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Zum Schluss der Veranstaltung überreichte der DFK-Vorsitzende unserem verehrten Gast einen Blumenstrauß, bedankte sich herzlich im Namen aller Anwesenden und bat Monika Taubitz, uns bei nächster Gelegenheit wieder zu besuchen. Bei Snacks und einem Glas Wein kam man anschließend noch ins Gespräch und konnte die gerade erstandenen Bücher von der Autorin signieren lassen.

Es sei angemerkt, dass Monika Taubitz bei ihrem diesjährigen Besuch, wie immer, nicht nur im DFK Glatz gelesen hat, sondern auch zu Lesungen an der Universität Breslau, in der Stadtbibliothek von Bad Altheide sowie, last but not least, in ihrem Heimatort Eisersdorf eingeladen war.

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal für die Ehre und Freude ihres Besuchs und hoffen, sie bald wieder in Glatz begrüßen zu dürfen – für die Zwischenzeit hat sie uns einiges an neuer lohnenswerter Lektüre dagelassen …

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

3.6.2022

Konferenz der Delegierten am Annaberg am 28.5.2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

Im Vordergrund standen dieses Mal die Wahlen zum Vorstand des VDG und die Abdankung des VDG-Vorsitzenden Bernard Gaida nach drei Kadenzen. Erwartet, aber dennoch für einige überraschend, da vorher nirgends darüber geschrieben wurde, dass der langjährige Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung steht, was mich persönlich etwas erstaunt hatte. Gleichzeitig gab es dann ein Extrablatt zu dem Thema, das verteilt wurde. Zum Glück war ich privat vorher unterrichtet worden, und da auch die Büroleiterin Frau Neumann und gemäß dem normalen Wechsel der Konsuln auch Frau Fisel-Rösle uns verlassen, hatte ich als einziger Blumen zur Verabschiedung besorgt.

                 

Blumen für den scheidenden Vorsitzenden und die Konsulin Frau Fisel-Rösle

   Blumen auch für die gute Zusammenarbeit. Frau Neumann

Ich hoffe, es hat den Beschenkten ein wenig Freude bereitet, nach Jahren der guten Zusammenarbeit.

Bei der Wahl wurden dann die alten acht Vorstandsmitglieder bestätigt, zusätzlich wurde noch ein Kandidat für die Jugend mit in den VDG-Vorstand aufgenommen, der nun aus 9 Personen besteht. Vorsitzender dann erwartungsgemäß Rafał Bartek, der auch für mich der beste Kandidat für den Posten ist, denn die Zukunft der DMI sieht nicht rosig aus.

             

Rafal Bartek, der neue Vorsitzende  3. v. re.

Herr Bartek ist ein erfahrener Politiker und Vorsitzender des Landtages in Oppeln. Ich hoffe nur, es bleibt auch genügend Zeit den weiteren Posten mit Elan auszuführen.

Unsere Probleme in diesem Jahr sind die gleichen wie nach jeder Wahl in Deutschland, wenn Mittel für die Projekte Kulturarbeit, über die Konsulate bewilligt, erst sehr spät im Bundestag behandelt werden. So haben wir für Kulturarbeit bisher noch keinerlei Mittelzusagen und finanzieren soweit wie möglich die Zahlungen für Deutschunterricht, Chor und Jugendbetreuung vor, in der Hoffnung die Finanzen nach Beschluss im Bundestag für die Gelder im Außenministerium im Herbst erstattet zu bekommen. Anträge auf Unterstützung unserer Projekte habe ich geschrieben, eine Mittelzusage gibt es durch die Umstände bisher nicht. Einige DFK-Vorsitzende beginnen deshalb auch erst mit Projekten, wenn die Finanzen zur Verfügung stehen. Aber das ganze Vereinsleben wird durch die erzwungene Untätigkeit und Verzögerung von bis zu 8 Monaten zu einem Risikofaktor. Wir versuchen mit Hilfe unserer Sponsoren die Vereinsarbeit weiterzuführen, um die Zeit zu überbrücken. Schon Corona wurde zu einer Bewährungsprobe und viele kleine Deutsche Freundschaftskreise geben auf.

Info DFK Glatz:

Bei unserer Strategie ist es bisher gelungen, nach Corona mit Versammlungsverbot vor einem Jahr alle wieder an Bord zu haben. Unser Chor hat sich unter der neuen Leitung von Frau Ilse Hirschner gut entwickelt. Am 19.6. haben wir wieder ein Konzert, diesmal im Chopin-Schlösschen im Kurpark von Bad Reinerz, gemeinsam mit dem Lehrerchor aus Habelschwerdt. Unser Chor fährt am 31.7. bis 8.8. nach Berlin und wird in zwei katholischen Kirchengemeinden auftreten. Es soll auch ein Intensivtraining für den Auftritt am 10. September beim Kulturfest der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau sein.

Liebe Leser, ich hoffe, wir sehen uns dort.

Sehr gut läuft auch die Jugendarbeit unter der Leitung von Amelia Patzwald. Sie studiert in Breslau Germanistik und Speditionsmanagement, hat beim VDG in Oppeln Führungskurse für Jugendarbeit besucht und auch den Jugendpunkt Glatz gegründet. Deutschkurs für die Jugend am Mittwoch. Am Samstag, nach unserer Öffnungszeit der Geschäftsstelle von 11 bis 14 Uhr trifft sich die Jugend zu gemeinsamen Spielen, manchmal auch kleinen Ausflügen mit geschichtlichem Hintergrund oder Grillen bei Ulbrich.

Bericht

Horst Ulbrich

24.5.2022

Termine des DFK Glatz:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:48

Vom 1. Bis 7. Juni ist unser DFK-Mitglied, die Dichterin und Buchautorin Frau Monika Taubitz, wieder in der Heimat und mit einer Lesung aus ihren neusten Werken am 4.6.2022 um 16 Uhr auch in unserer Geschäftsstelle Frankensteiner Str. 11.

 

Gleich danach, vom 7. bis 15.6.2022, kommt der Großdechant mit der Pilgergruppe und wir haben Treffen in Glatz und Tscherbeney verabredet. H.-P. Keuten hat für den 7.6.2022 den Besuch der Wallfahrtsstätte Maria Schnee mit Messe sowie die Besichtigung der Kapelle in Steingrund organisiert.

11.6. sind wir zur Seligsprechung der Schwestern von der hl. Elisabeth im Breslauer Dom.

12.6. Andacht und Lichterprozession in Albendorf.

13.6. um 13 Uhr Andacht in der Kirche Tscherbeney und Gedenken am Grab von Kaplan Gerhard Hirschfelder und Elisabeth Kynast. Danach Treffen mit unserer DFK-Ortsgruppe im Hirschfelder-Haus.

16.6. Malteser Hilfstransport aus Telgte, Abladen am Zentrallager.

19.6. Konzert unseres DFK-Chores mit dem Lehrerchor aus Habelschwerdt im Chopinschlösschen im Kurpark Bad Reinerz.

21.6. Treffen mit anderen Organisationen der Ukrainerhilfe.

25.6. Deutscher Gottesdienst um 14 Uhr bei den Klarissen auf der Frankensteiner Straße in Glatz (Gäste jederzeit willkommen!).

Außerdem ist unsere Geschäftsstelle jeden Samstag für Besucher von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Herzliche Einladung zum Kaffee.

 

Der Vorstand des DFK Glatz

23.5.2022

Was ist los in der Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:55

Da gibt es plötzlich ein Rennen der hohen Politiker in die Ukraine wie nie zuvor und der Streit, welche Waffen geliefert werden sollen, geht in der Parteienlandschaft in Deutschland um …

Mit dem von ihm provozierten Krieg hat Putin die Wirtschaft in ganz Europa geschwächt.

Dass Herr Putin allein der Verantwortliche für den Krieg und die vielen Toten ist, bleibt unbestritten. Aber auch Selenski macht den Eindruck, als könne er die ganze EU befehligen.

Erst lädt er unser höchstes Staatsoberhaupt, den Bundespräsidenten, aus und gleichzeitig verlangt er aus Deutschland die neuesten Waffen. Ein dreistes Ding … Zu berücksichtigen ist die Gefahr einer Eskalation und eines Weltkriegs, wenn Angriffswaffen geliefert würden, da dies ein aktives Eintreten in die Kriegshandlung bedeuten könnte.

Deshalb bin ich voll auf der Seite unseres Kanzlers, der mit Besonnenheit reagiert, viel humanitäre Hilfe angeboten hat und nun wegen der Forderungen aus Europa doch schwere Waffen zu liefern bereit ist. Ich denke viele der Leser sind auch der Meinung, daß gerade bei unserer Vergangenheit alles getan werden sollte, auch nicht passiv in die Kriegshandlungen verwickelt zu werden.

Aber warum kann man sich denn nicht einigen? Die Krim ist schon seit dem letzten Konflikt verloren und auch der Donez wird nicht wieder an die Ukraine angeschlossen. Das sind für mich Fakten und auf weniger würde Putin sich nie einlassen, egal wie viele Menschen noch sterben werden. Dabei gab es schon eine Verhandlungsbasis: Putin braucht unbedingt die Krim wegen der Schwarzmeerflotte und einen Zugang vom Land, hat er gesagt. Selenski hatte schon angeboten, man könne darüber verhandeln. Das war doch eine Basis, bis Selenski nach einigen Erfolgen meinte, er könne den Krieg gewinnen, bestärkt von einigen Politikern der EU. Danach sind die diplomatischen Kanäle wieder versiegt. Ich habe schon vor längerer Zeit geschrieben und das ist weiter hinten in meinen Berichten zu lesen, nur Biden und Putin werden das Ende aushandeln. Europa wird am Ende nicht gefragt und die Ukraine erst recht nicht, denn die wird immer schwächer und am Schluss steht kein Stein mehr auf dem anderen. Das scheint Putin egal zu sein, Hauptsache er gewinnt. Auch die hohen Verluste an Menschen werden erst dann bekanntgegeben und auch wie viele Zivilisten getötet wurden. Ein Irrglauben ist meiner Meinung nach die Überzeugung, die Ukraine könne den Krieg gewinnen, der in Russland noch nicht einmal so genannt werden darf. Nach Frankreich hat nun Italien einen Kompromissvorschlag gemacht und Frankreichs Präsident hat meiner Meinung Recht. Wir sollten Putin nicht unterschätzen und ihn zu Verhandlungen bringen, bei denen er nicht als Verlierer dasteht. Was ist nach einem Frieden? Die Ukraine kann doch ein neutraler Staat werden, denn der Beitritt in die Nato wird von Putin als Bedrohung gesehen und das ist angesichts weiterer Beitritte seiner Nachbarländer im Norden auch verständlich. Man sollte die Russen in diesem Fall nicht weiter provozieren und vor allem nicht unterschätzen, denn das Material an Menschen spielt bei Putin keine Rolle. Das hat man schon bei Hitler und Stalin gesehen.

Horst Ulbrich

27.4.2022

Neues von den Kriegsflüchtlingen in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:57

Nun haben wir über 2,8 Mio. Flüchtlinge und es ist kein Ende abzusehen. Außer den Kindern mit ihren Müttern sind aber auch Kinder, die mitgeschickt wurden und deren Eltern beide im Kampf um ihre Heimat sind. So haben wir unter den 112 Kindern mit Betreuern eines Kinderheimes auch die kleine Natalie.  Mutter und Vater sind vor Tagen im Krieg gefallen, während das Kind schon in Bad Reinerz in Sicherheit war. Das kleine Mädchen weiß mit ihren 3 Jahren natürlich davon nichts, man wird es ihr später einmal sagen müssen. Im Moment wird sie mit unserer Unterstützung von den Betreuern liebevoll versorgt.

             

  1. Gruppe die Minis.  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

       

Am 23.4. zum Osterfest der Ukrainer war ich dann mit über 200 Päckchen mit Süßigkeiten unterwegs, um den Kindern eine Freude zu machen.

(more…)

15.4.2022

Flüchtlingsproblem in Niederschlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:41

Liebe Leser dieser Seite.,

heute möchte ich mich ganz besonders bei den Spendern des Boten für deren Überweisungen auf unser Konto Schlesienhilfe bedanken, und dafür, dass Ihr uns vertraut die Gelder sinngemäß auszugeben. Wer Fragen zu Spenden hat möge sich bitte bei mir melden.

hulbrich75@gmail.com

Aber auch andere Hilfe, um die ich gebeten hatte, wurde uns zuteil. So wurde aus Berlin in vier Kirchengemeinden in der Messe gesammelt und uns der Erlös überwiesen. Auch den Generalkonsul in Breslau hatte ich gebeten, uns zu unterstützen. Es war dann eine Sammlung deutscher Firmen aus einem Konzert und 12.000,- Zloty wurden überwiesen.

Nun ist das eine Menge Geld, das aber schnell und zielgerecht ausgegeben werden muss.

Wir konnten damit sofort 10 Etagenbetten für das Kinderheim aus der Ukraine kaufen. Ein ganzes Kinderheim, 101 Kinder mit Betreuern, sind komplett aus der Gegend um Mariupol geflüchtet und in einem Ferienheim in Bad Reinerz untergebracht, das für 40 Gäste ausgelegt war. Hier konnten wir mit den Etagenbetten helfen, damit bald jedes Kind ein eigenes Bett bekommt, und wir hoffen weitere kaufen zu können. Nicht nur in die Nähe von Glatz sind viele Mütter mit Kindern zugewiesen worden. In Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister sind wir in die Koordination der Hilfe für die vielen Menschen eingebunden. Im Stadion Glatz in der Turnhalle sind wechselnd ca. 150 Familien untergebracht, bis eine andere Bleibe gefunden wird. Einige wollen weiterziehen, die meisten aber nahe der Grenze bleiben. Man hofft bis zum Sommer zurück in die Heimat zu können … Aber in welche? Die Bilder aus der Ukraine lassen da wenig Hoffnung aufkommen. Bei den Franziskanern im Kloster wohnen zur Zeit 40 Mütter mit größeren Kindern. Das Sporthotel in Schlegel ist mit 300 Menschen überfüllt. In Bad Reinerz gibt es über 500 Flüchtlinge in Turnhallen und anderen Unterkünften. Auch zwei große Transporte Lebensmittel haben wir dorthin geliefert, denn eine Soforthilfe ist vom Staat nicht möglich und die kommunalen Behörden sind überlastet. Alle müssen zunächst registriert werden, aber das Kinderheim benötigt Lebensmittel, Pampers für die Kleinen, Hygiene für die größeren Mädchen usw. sofort.

So sind wir täglich unterwegs, um Soforthilfe zu leisten, bis eine staatliche Versorgung möglich ist.

Unser Freund und Leiter des Eichendorffzentrums in Lubowitz hat über 30 Ukrainer aufgenommen und kämpft nun wegen der Finanzierung. Eine schwierige Situation.

Auch bei uns wohnt nun eine Flüchtlingsfamilie, die von uns versorgt wird, und die Verständigung ist manchmal lustig. Mit dem Sohn kann ich Englisch sprechen, der dann seine Mutter auf Ukrainisch informiert, die dann mit meiner Frau Renia Russisch spricht, soweit es geht. Das haben ja alle mal lernen müssen. Tochter, 11 Jahre, durch Bombenhagel und den Kontakt mit den Leichen, die in der Stadt herumlagen, ist sie traumatisiert, aber auf einem guten Weg. Sie geht nun auch in den Reitunterricht bei uns, um ein wenig die grausamen Bilder zu vergessen.  Roman, der Sohn steht vor dem Abitur und wird aus der Ukraine online unterrichtet, wenn nicht gerade eine Bombe die Internetverbindung kappt, so wie erst gestern wieder. Die Mutter arbeitet im Home-Office für eine pharmazeutische Firma und ist, wie viele Flüchtlinge gut ausgebildet. Leider blockieren mir Beide am Morgen das schwache Internet. Aber ich bin zu der Zeit sowieso immer unterwegs.

Wer unsere Hilfe weiterhin unterstützen möchte.

Schlesienhilfe   DE 02 4945 0120 1112 5511 79

Wir werden noch lange Hilfe leisten müssen bis der Krieg ein Ende findet.

Liebe Freunde, das war das Neuste aus Schlesien – und beten wir um ein baldiges Ende des Krieges.

 

Herzliche Grüße  und ein gesegnetes Osterfest  allen Lesern.

 

Horst Ulbrich

10.3.2022

Neues aus Schlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:59

Bei all den politischen Themen kommen die Nachrichten des DFK Glatz fast zu kurz.

Unsere Wahl zum Vorstand wurde wegen Corona bereits verschoben, dann online oder per Brief unter den hiesigen Mitglieder durchgeführt. Am Ende gab es keine Gegenstimme und so gilt der Vorschlag als angenommen.

Vorsitzender – Horst Ulbrich

Vizevorsitzender – Heinz-Peter Keuten

Schatzmeisterin – Renata Ulbrich Schriftführer – Jurek Żelaszkiewicz

Jugendabteilung – Amelia Patzwald

Revision – Anna Pfeiffer

Marianne Myszogląd

Olga Kawalec

Lange hatte Heinz-Peter Keuten nach dem Ausscheiden von Jochen Straube aus dem Vorstand als Vizevorsitzender auch die Kasse übernommen. Das hatte sich als nicht satzungsgemäß herausgestellt und es musste ein neuer Vorstand gebildet werden. Nach langer Diskussion konnten wir Renata Ulbrich überzeugen den Posten zu übernehmen und die Nachfrage beim VDG Oppeln ergab, dass dies auch zulässig ist. Also wird in Kürze der neue Vorstand im Breslauer Vereinsregister eingetragen.

Ich hoffe immer noch inständig auf die Weitergabe der Verantwortung und hatte dazu schon an meinem 70-sten Geburtstag angekündigt bei der nächsten Wahl nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Weit gefehlt, nun werde ich halt weitermachen, gebe die Hoffnung auf einen Wechsel an der Spitze aber nicht auf.

Nächstes Thema:

Bei der Neuordnung unserer Bibliothek wurde ein altes Buch von Prof. Wittig gefunden und darin lagen private Briefe von ihm, auch Zeitungsberichte und Briefe von Frau Wittig.

 

Zum Vergrößern Bild anklicken.

Nun hatten wir dazu einen Termin beim Direktor des Museums des Glatzer Landes und die Unterlagen werden zunächst restauriert bzw. konserviert und digitalisiert. Interessenten können später alles auf DVD bei uns beantragen.

 

Ein Fund, der nicht verloren gehen darf, wir werden ihn hüten.

 

Wertvolle historische Bücher über Schlesien übernehmen wir gern in unsere Bibliothek, um sie den nächsten Generationen zugänglich zu machen.

Bericht Horst Ulbich

9.3.2022

Wende in den Verhandlungen Selenskyj und Putin?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:48

Glatz, den 9.3.2022

Da möchte der Präsident der Ukraine plötzlich doch auf einen Beitritt zur Nato verzichten, der doch schon seit langer Zeit unmöglich war. Auch über den Abtritt der Krim und einen Sonderstatus des Donbasie will er nun verhandeln. Ja, sogar über einen neutralen Staat Ukraine würde er diskutieren wollen.

Warum bitte erst jetzt? Hatte er an einen Sieg gegen Putin geglaubt? Hier sind zwei Sturköpfe aneinander geraten, was zum Leid des Volkes wurde. Wie viele Tote es gegeben hat, wird man später erst zählen.

Fakten:

Verlust der Krim und Donbas sind nicht mal mehr zu verhandeln, nur zu bestätigen. Das habe ich in meinem Bericht im Internet Mitte Februar schon geschrieben und jeder Politikinteressierte weiß das. Leider hat das ein hoher General aus Deutschland auch öffentlich gesagt und sofort seinen Job verloren. Aber Recht hatte er, nur sagen durfte er das nicht….

Auch die Ukraine in einen neutralen Staat umzuwandeln, hatte ich in meinem Bericht damals vorgeschlagen und ich könnte ja hochnäsig behaupten:

Auf mich hört ja keiner und jetzt haben wir die schreckliche Situation. Frühe Verhandlungen mit den Themen hätte viel Leid des Volkes und wirtschaftliche Probleme der ganzen Europäischen Union verhindert.

Putin musste man etwas anbieten, sonst verliert er sein Ansehen und da ist ihm der Krieg lieber.

Das ist bei Diktatoren so.

Ich denke die Verhandlungen unter den neuen Gesichtspunkten haben eine Chance auf den Wandel, denn auch Putin weiß: Den Krieg kann er gewinnen, obwohl seine Truppen an Moral verloren haben, weil sie angeblich in ein Manöver geschickt wurden. Aber am Ende bleibt ein Volk voller Hass und das lässt sich schlecht regieren.

Putin ist brutal, aber intelligent, hat die ganze westliche Welt mit allen Konsequenzen gegen sich und der Zustand schmälert sein Ansehen im eigenen Volk und bringt Russland einer Staatspleite näher.

Schauen wir, was die Verhandlungen bringen.

Meine Prognose ist: Sofort Waffenstillstand und weitere Verhandlungen. Abtreten der Gebiete, die sowieso verloren waren und die Ukraine wird ein neutraler Staat als Puffer zwischen Russland und der Nato. Mal sehen, ob auf mich einer hört.

Grüße aus Glatz und bleibt gesund.

4.3.2022

Flüchtlinge der Ukraine.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:55

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300  Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

    E-Mail:  hulbrich75@gmail.com                        Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien.      

 

Da hat sich Polen lange gesträubt Asylanten aufzunehmen und nun diese Reaktion. Obwohl Ukrainer mit weißer Hautfarbe an der Grenze sofort weiterreisen dürfen, werden Andersfarbige besonders kontrolliert. Es sollen sich ja auch keine Terroristen unter die Flüchtlinge mischen. Aber ob die nun farbig sind, sei dahingestellt.

Nun zum Thema:

Polen wird geradezu überrollt von der Flüchtlingskarawane und alle helfen, wo sie nur können. Es kommen hauptsächlich Frauen mit Kindern, weil wehrfähige Männer zurückgehalten werden und in den Krieg ziehen müssen. Das führt immer zu erschütternden Szenen, nicht nur an den Grenzen, wo Männer ihre Familien nicht allein ziehen lassen wollen. Zunächst wurden Unterkünfte in den polnischen Städten gesucht, bei der Masse von über 1 Million Menschen, die bisher nach Polen gekommen sind oder durch Polen weiterreisen wollen, ist das eine logistische Herausforderung.

Auch in unsere Grafschaft werden nun viele Flüchtlinge verlegt und die Bürgermeister müssen für Unterkünfte sorgen. Dazu wurde ich mit meiner Frau als Dolmetscher gestern früh zu einer Lagebesprechung zum Bürgermeister geladen. Wie hoffentlich alle wissen, sind wir im Sozialbereich der Grafschaft mit unseren Hilfstransporten bekannt geworden.

Privat haben wir sofort unser Ferienhaus zur Verfügung gestellt, auch Jochen Straube wird in seiner Pension Wohnraum bereitstellen, weitere Unterkünfte werden bei befreundeten Familien gesucht. Vom Bürgermeister wurden wir allerdings belehrt, nur registrierte Ukrainer aufzunehmen, die uns dann zugewiesen werden. Nur diese Gruppe hat Anspruch auf ärztliche Versorgung und bekommt auch einen vorläufigen Ausweis. Auch auf einen Coronatest und Impfung sei zu achten, um die eigene Gesundheit nicht in Gefahr zu bringen.

Wir sollten schon gestern die erste Familie, 2 Frauen und 3 Kinder, bei uns einquartieren. Noch am Abend haben wir vorbereitet und geheizt, sie sind aber nicht erschienen, die Transportwege sind überlastet.

Ich habe sofort einen Aufruf gestartet, um weitere Hilfe anbieten zu können. Unterkunft und Verpflegung müssen natürlich gesichert sein und dafür sind wir zuständig. Die Lage der Flüchtlinge wird immer schwieriger, denn Polen ist auf solche Menschenmassen nicht vorbereitet und hofft auf die private Hilfe, um die Menschen nicht auf der Straße übernachten zu lassen.

Wir geben uns die allergrößte Mühe, gerade weil es in der Hauptsache Frauen und Kinder sind.

 

Liebe Freunde, deshalb wieder eine große Bitte um Unterstützung auf unser Konto „Schlesienhilfe“.

Verpflegung, Pampers und alles andere können wir hier kaufen. Helfen wir gemeinsam Frauen und Kindern ein Heim auf Zeit zu bieten, denn alle wollen sofort nach dem Krieg wieder nach Hause.

Euer Horst Ulbrich

 Konto Schlesienhilfe      DE02 4945 0120 1112 5511 79

 

1.3.2022

Der neue Hitler kommt aus Russland!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:49

Der neue Hitler kommt aus Russland!

Da habe ich ja mit meinem vorigen Beitrag über die Krise in der Ukraine grundsätzlich danebengelegen. Aber auch Korrespondenten vor Ort haben diese Entwicklung nicht erwartet. Da erlaubt sich Herr Putin doch zu sagen, er befreie die Ukraine von den Nazis und bringe Demokratie….. Sagt ein Diktator!!!! Ja eine frei gewählte Regierung war doch im Amt und die will er vernichten. Das lässt nur einen Schluss zu. Total größenwahnsinnig mit dem Anspruch Europa nach seinem Willen zu gestalten wie es auch ein Herr Hitler wollte. Oder doch Drogen, die auch bei Hitler in seiner letzten Verwirrtheit eine große Rolle spielten? Aber Putins  Sprüche, die drogensüchtigen Neonazis in der Ukraine werde er vertreiben, erhärten den Verdacht des Realitätsverlustes. Zu der Berechtigung seiner Befehle gab es vorher im Kreml ein Schauspiel mit seinen Untergebenen im Fernsehen. Wehe wenn einer von denen nicht seiner Meinung gewesen wäre. Die Konsequenzen sind ja allen bekannt.

Da haben alle westlichen Politiker gedacht, dass im Atomzeitalter solche Machenschaften mit einkalkuliertem Atomkrieg nicht mehr möglich wären.  Aber weit gefehlt und traurig das keiner helfen kann und so hat die Ukraine keine Chance.

Allein die letzte Meldung, er wolle einen neutralen Staat daraus machen lässt eventuell ein wenig hoffen. Aber was ist schon eine Aussage von Herrn Putin?

Das war ja auch meine Idee vor Wochen und bitte dazu meinen  Artikel davor lesen. Eine neutrale Ukraine als Puffer zwischen Russland und den Nato Staaten die natürlich alle anerkennen müssten, wäre zu Beginn der Auseinandersetzungen eine Überlegung wert gewesen. Ich denke aber die Zeiten sind vorbei und das Volk in der Ukraine leidet unter dem Despoten.

Die Ängste der Nachbarstaaten sind nicht ganz unberechtigt und in Polen gibt es schon massive Hamsterkäufe. Auch Diesel war Samstag an vielen Tankstellen nicht mehr zu bekommen. Am Geldautomat sind nur noch 2000,- Zloty zu bekommen. Aber wenn Putin auch mit der ersten Stufe der Vorbereitung seiner Atomraketen begonnen hat, so wird es hoffentlich weitere, nicht verwirrte Personen geben die einen Atomkrieg verhindern wollen.   Viele Mütter mit Kindern sind nach Polen geflohen und auch wir haben das Ferienhaus als Unterkunft bei der Stadt angeboten, da wir darum gebeten wurden. Und schon morgen soll eine Familie, 2 Frauen und 3 Kinder, bei uns wohnen. Allen Männern wurde ja die Ausreise aus der Ukraine verwehrt, um das Land zu verteidigen.

Schauen wir mal wie es weitergeht.

 

 

Horst Ulbrich

11.2.2022

Vorstandswahl beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:57

 Liebe Mitglieder des DFK Glatz e.V.

Wegen der anstehenden Wahl zum Vorstand hatten wir im Dezember 2021 Vorschläge gemacht und um weitere Vorschläge gebeten. Sollte der Vorstand wie vorgeschlagen  akzeptiert werden bitte keine weiteren Nachrichten.

Da keine weiteren Vorschläge gemacht wurden, haben wir die Wahlzeit auf den 1. bis 30. Januar 2022 gelegt und noch einmal über Aushang in unserer Geschäftsstelle und schriftliche Bekanntmachung gebeten, sich zu melden wenn eine andere Zusammensetzung gewünscht wird.

Da sich niemand gemeldet hat verlängern wir noch einmal die Wahlzeit bis zum 28.2.2022.

Danach gilt die Wahl wie vorgeschlagen als angenommen und wir werden beim KRS die Änderung melden.  Leider haben wir wegen Corona keine Möglichkeit einer großen Versammlung mit persönlicher Abstimmung.   Hier noch einmal die Vorstellung des neuen Vorstands.

Vorsitzender                               Horst Ulbrich

 

Vizevorsitzender                        Heinz-Peter Keuten

 

Schatzmeisterin                          Renata Ulbrich

 

Schriftführer                               Jurek Żelaszkiewicz

 

Revision                                     Anna Pfeiffer

Maria Myszogląd

Olga Kawalec

Sollte bis zum 28.2.2022 kein anderer Vorschlag eingehen

ist der, auf diesem Blatt fixierte Vorstand  so beschlossen.

 

Der Vorstand DFK Glatz

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