Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

22.5.2017

Präsentation des Hirschfelder-Altares

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:18

 

Was lange währt wird endlich gut, so sagt ein deutsches Sprichwort.

Nach fast zwei Jahren künstlerischer Arbeit ist nun endlich der Altar fertig geworden und er wurde von allen anwesenden Gästen bewundert.

Zur ersten öffentlichen Präsentation fanden wir uns auf Schloss Scharfeneck ein, das sich im Zustand einer aufwendigen Renovierung befindet.

      

Die Veranstaltung fand im Rahmen der polnisch-tschechischen Tage der christlichen Kultur statt, ein Projekt, das übers Jahr verteilt viele Veranstaltungen in beiden Ländern umfasst. Nach der Begrüßung der Gäste durch einen der drei neuen Besitzer gab es ein kurzes Konzert. Enthüllt wurde der Altar von einem Senator aus Warschau und dem Vizepräsidenten des Niederschlesischen Landtages, Julian Golak.

      

In den anschließenden Ansprachen wurden wir Deutsche besonders erwähnt, waren wir doch die Ersten mit der Bezahlung der Figur für unseren Seligen Gerhard Hirschfelder. Bei der ersten Planung des Altares vor ca. zwei Jahren, bei der weihnachtlichen Abschlussfeier der christlichen Tage, hatte ich spontan – um einen Platz für den Seligen Hirschfelder zu sichern – die Zahlung zugesagt und zunächst übernommen. Von unserem Großdechanten wurde mir später aus Deutschland der Betrag erstattet.

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Insgesamt sind sieben Nischen in dem Altar. Von links, der Selige Gerhard Hirschfelder, der Hl. Johannes Nepomuk, der hl. Melchior Grodziecki, Mittig Patron der Stadt Glatz der hl. Georg, Hl. Franz Xaver, der Hl. Wenzel und der Hl. Florian.

Ich bin persönlich glücklich über die Fertigstellung, hat es doch lange und viele Diskussionen in der Zeit gegeben. Der Künstler hat mir in seiner Dankesrede eine weitere Kopie des Gerhard Hirschfelder geschenkt.

Natürlich werde ich sie gern dem Großdechanten oder der Kirche in Tscherbeney zur Verfügung stellen. Wir werden zunächst die Figur mit Bildmaterial des Altares in unserem DFK-Schaufenster präsentieren.

Der Altar verbleibt zunächst 2 Wochen in der Kapelle des Schlosses. Der Künstler wird in der Zwischenzeit zum DFK Glatz kommen und wir werden, nach Voranmeldung, an verschiedene Kirchen den Altar ausleihen. Als großer Dank an die Klarissen, in deren Kirche in der Frankensteiner Straße wir regelmäßig unseren deutschen Gottesdienst feiern dürfen, wird diese der erste Ort der nächsten Präsentation sein. Voranmeldungen sollen vorliegen, aber auch nach Deutschland kann der Altar ausgeliehen werden.

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Bericht Horst Ulbrich

21.5.2017

Frühjahrsputz bei Heinrich Bender.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:57

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Nun wurde es aber auch Zeit für einen Frühjahrsputz bei unserem Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf.

Außerdem war wohl ein Urlauber beim Wenden mit dem Auto an die Tafel gefahren und hatte sie zur Hälfte aus dem Boden gerissen. Kurzum, das ganze Gestell in unsere Werkstatt zum Richten und neuer Unterbodenplatte. Wir haben danach in einem Arbeitsgang auch die großen Steine gegen Betonplatte und Füllsteine getauscht. Vorher ist uns immer das Unkraut bis an das Gestell gewachsen und musste mühselig mit der Hand abgerissen werden. Mein Sohn hatte nach den Abiturarbeiten nun auch Zeit kräftig mit zu arbeiten. So waren wir mit Anhänger, Aufsitzmäher und allerlei Werkzeug im Einsatz. Auch neue Blumen haben wir gepflanzt und hoffen nun, dass die Hasen sie nicht wieder vernichten.  

                                                                                                          

Bekanntmachung:

Jeder, der bei Heinrich Bender Pause macht und die herrliche Aussicht auf Eckersdorf und die Heuscheuer genießt, ist auch eingeladen etwas Unkraut zu zupfen. Das wäre eine Hilfe. Danach läd die Verweilbank zum Ausruhen und Genießen der Aussicht ein.

                                                          

Es grüßt das Bender Arbeitsteam

Dominik und Horst Ulbrich

19.5.2017

Die Glatzer Sänger im Seniorenheim am 19.5.2017

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

 

Trotz der vielen Termine im Mai konnten wir den Auftritt zur Einweihung einer Kapelle im Seniorenheim in Bad Altheide  nicht absagen. Der Mutter eines unserer Chormitglieder, die im dem Haus untergebracht ist, wurde von der, im Hause befindliche Reha, vorbildlich geholfen und sie ist wieder in der Lage selbstständig zu laufen.

                                                                

Es war natürlich problematisch an einem Freitag Morgen um 11 Uhr genügend Sänger zur Verfügung zu haben.

Aber einige haben sich extra Zeit genommen und so haben wir mit unserem Repertoire der Kirchenlieder zum guten Verlauf beitragen können. Wir waren danach zu Kaffee und Kuchen und später zum Mittagessen eingeladen, leider war dazu aber keine Zeit mehr. Marek unser Pianist und Chorleiter hatte noch in der Glatzer Musikschule zu unterrichten, auch ich hatte am gleichen Tag noch zwei weitere Termine.

                                                                                           Zum Vergrößern das Bild anklicken.

So ging es bei einigen unserer DFK Mitglieder am Nachmittag mit Beiträgen im Museum weiter. Dazu aber ein eigener Bericht.

Horst Ulbrich

16.5.2017

Buchautorin Monika Taubitz zu Besuch.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:06


      

Die vielfach ausgezeichnete Buchautorin Monika Taubitz mit Grafschafter Wurzeln wieder in Schlesien zu Besuch.

Immer wieder können wir liebe Gäste aus Deutschland begrüßen. Bereits zum wiederholten Male war die aus Breslau gebürtige, aber aufs Engste mit Eisersdorf in der Grafschaft Glatz verbundene Monika Taubitz auch im Jahr ihres achtzigsten Geburtstags wieder im Ort ihrer Kindheit, in Eisersdorf, wo ihr zu Ehren am 7.5.2017 eine kath. Messe gehalten wurde. Der Pfarrer von Eisersdorf begrüßte den Ehrengast und die Kirchengemeinde beschenkte Frau Taubitz mit Blumen und einer durch den Pfarrer geweihten Jubiläumskerze. Den Anstoß zu Organisation und Durchführung dieser gelungenen Ehrung kam von unserem DFK-Mitglied Magda Basińska, die in Eisersdorf wohnt und eine enge Freundin von Monika Taubitz ist.

Nach der Messe wurden die Gäste ins Pfarrhaus zu einem sehr üppigen Mittagessen eingeladen und anschließend gab es anregende Gespräche mit den geladenen Gästen, u.a. Germanistikprofessor Edward Białek und seinen Mitarbeitern aus Breslau. Nach Kaffee und Kuchen mussten alle noch die hausgemachten Honiggurken des Pfarrers probieren, der als Hobby auch noch Imker ist. Er verteilte an die Gäste auch einige selbst verfasste Anekdoten und Verse. Ein überaus liebenswerter und weltoffener Pfarrer, wie man sie in Polen nicht überall antrifft.

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Weiter ging es am Dienstag in der Bibliothek in Bad Altheide mit einer Autorenlesung von Frau Taubitz, organisiert und vorbereitet durch unser DFK-Mitglied Henryk Grzybowski, der auch zu Beginn die Begrüßung übernahm und eine Biographie der Autorin in polnischer Sprache vortrug. Frau Taubitz las aus ihrem neusten Gedichtband „Lob der Ebene“ (2016), der bereits durch Germanisten der Uni Breslau übersetzt wurde und im Anschluss an das durch die Verfasserin in deutscher Sprache vorgetragene Original durch drei junge Damen aus Bad Altheide auch auf Polnisch gekonnt rezitiert wurde. In der Bibliothek wurde nach der Veranstaltung auch die deutsche und die polnische Ausgabe zum Kauf angeboten (auf Wunsch mit persönlicher Widmung der anwesenden Autorin). Aus dem sehr interessierten Publikum gab es nach dem Vortrag viele Fragen zur Entstehung des Werkes, aber auch zum Verhältnis der Autorin zu ihrer alten Heimat Schlesien. Besonders hervorzuheben ist, dass Frau Taubitz wiederholt von den polnischen Gastgebern als Brückenbauerin zwischen Deutschen und Polen, insbesondere den ehemaligen deutschen und den jetzigen polnischen Einwohnern der Grafschaft Glatz bezeichnet wurde, wofür ihr ja bekanntlich bereits hohe Auszeichnungen von beiden Staaten verliehen wurden.

               

Der DFK Glatz bedankte sich bei der Autorin mit Blumen und einem kleinen Geschenk. Herr Ulbrich sprach auch die Hoffnung aus, Frau Taubitz dieses Jahr noch einmal in den Räumen des DFK begrüßen zu können. Leider sind wir räumlich sehr beengt und müssen dann die Teilnehmerzahl auf ca. 30 begrenzen.

            

Es war wieder ein erhebendes Erlebnis bei der Dichterlesung von Frau Taubitz dabei gewesen zu sein.

Bericht:  Heinz-Peter Keuten

7.5.2017

Schenkung an die Stadt Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:24

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Vor ca 5 Monaten kam eine polnische Familie zum DFK mit der Bitte um Hilfe bei einer Schenkung für die Stadt Glatz. Es waren Bekannte der Familie Fleischer aus Würzburg mit einer außergewöhnlichen Geschichte.

Ein Madonnenbild, das aus Anlass der drohenden Pestgefahr in Glatz 1680 gemalt und erstmalig1919 restauriert war, wurde in den Kriegswirren von Familie Fleischer bei der Flucht nach Deutschland gerettet, wo es viele Jahre im Schlafzimmer der Familie seinen Platz hatte.

Herr Prof. Dr. Fleischer ließ das Bild 2013 in Deutschland aufwendig restaurieren, um es nun als Zeichen der Aussöhnung zwischen den Völkern der Stadt Glatz zu schenken.

Dazu war ich zunächst mit dem Bürgermeister und dem Direktor des Museums im Gespräch und wir hatten vereinbart, das Bild solle zunächst zu den Fachleuten in das Museum geliefert werden, um später einen würdigen Platz zu suchen.

Dazu wurde das wertvolle Bild in Würzburg fachmännisch zum Transport in einem Holzkasten verpackt und am 3.5.2017 kam es am Museum in Glatz an. Ich hatte ein Messingschild fertigen lassen um ein wenig Dokumentation am späteren Präsentationsort zu hinterlassen.

Am 5.5.2017 war dann Familie Fleischer in der Grafschaft und zu einem Empfang in das Museum geladen, wo die Formalitäten der Übergabe erledigt wurden.

Wieder ein schönes Beispiel der Verständigung der Völker nach dem Ende eines alles zerstörenden Weltkrieges. Möge es doch weitere so gute Beispiele der Versöhnung geben.

Text der Schenkungsurkunde:

Wir, die Eheleute Klaus und Luitgard Fleischer, freuen uns der Stadt Glatz, das Andachtsbild „ Die Gottesmutter Maria, umgeben von den Heiligen St. Stephanus und Franciskus Xaverius“, als Zeichen der Verständigung zu schenken.

Unterschriften.

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Text auf der Rückseite des Bildes:

Gefundene Schriften auf der Rückseite des Bildes bei der Restaurierung ab 16.4.2013: Text wurde in den Vorkriegsjahren aufgeklebt.

Text eines Zeitungsartikels aus Glatz und Umgebung und Hagerwörelis?     Schlecht lesbar.

Text original, Datum ca 1919:

An einem, dem jetzt Dr. Fleischer gehörenden Gebäude auf der Feldstraße befindet sich seit dem Jahre 1680 ein Bildstock, welcher einem Gelöbnis aus Anlass der damals drohenden Pestgefahr entsprechend angebracht worden war.

Im Laufe der Jahrhunderte, wie dieses Madonnenbild fast unkenntlich geworden war, weshalb es Herr Dr. Karl Fleischer erneuern ließ.

Das neugeschaffene Bildnis ist ein prächtiges Oelgemälde in künstlerischer Weise ausgeführt von Herrn J. Giesel eventuell Eisel? 

Hierselbst; z.Z. Ist dasselbe im Schaufenster des Herrn G. Vinibel ?

Frankensteiner Str ausgestellt.

Bericht

Horst Ulbrich

26.4.2017

Das ist Völkerverständigung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:47

      

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Ein Gemeinschaftswerk der alten und neuen Hausbesitzer eines Hauses in Neurode in der Friedhofstraße Nr. 10.

75% der Kosten für die Renovierung der Fassade wurden durch das Testament des deutschen Besitzers vor 1945 finanziert.

Das Haus war vor der Vertreibung 1945 im Besitz der Familie Riedel. In der Nachkriegszeit wurden viele Gebäude im heutigen Polen nicht mehr gepflegt und dem Verfall überlassen. In seinem Testament hatte Herr Riedel festgelegt, von seinem Geld die Fassade seines ehemaligen Hauses renovieren zu lassen.

So bekam ich den Auftrag drei Angebote für die Realisierung einzuholen und mit der Hausgemeinschaft einen kompromissfähige Vertrag zu fertigen. So begannen die Arbeiten im Oktober 2016, unterbrochen durch die Winterzeit war Ende April das Projekt endlich beendet. So konnte, pünktlich zur Bauabnahme, die Schwester von Herrn Riedel, Anna Sich am 24.4.2017 endlich das fertige Gebäude besichtigen. Natürlich wurde die Familie von den Hausbewohnern zum Kaffee gebeten und alle haben sich herzlich bedankt. Allein hätte die Hausgemeinschaft das Projekt nicht finanzieren können, zumal noch 28% des Hauses der Stadt Neurode gehört. Die Eigentümerversammlung hatte eine Kommission eingesetzt, das war dann für die weiteren Verhandlungen von Vorteil.

      

Auch ich war froh das Projekt zu aller Zufriedenheit nun endlich beenden zu können. Ich habe dann ein Messingschild anbringen lassen, das die gemeinschaftliche Renovierung dokumentiert.

Möge das Beispiel doch Früchte in der Verständigung zwischen den Völkern tragen. Wahrscheinlich hat die Renovierung aber schon die Nachbarn beflügelt, denn plötzlich wird auch am gegenüber liegenden Haus an der Fassade gearbeitet.

Da bleibt mir nur noch zu schreiben, weiter so!

Bericht

Horst Ulbrich

11.4.2017

Kurze Mitteilung zu Ostern 2017.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:26

Liebe Freunde dieser Seite.

Gerade aus Deutschland mit Stress und Arbeit zurück hat mich die Influenza besucht und ich liege, was für mich ganz ungewöhnlich ist. Aber mit dem PC im Arm kann wenigstens die Büroarbeit etwas entlastet werden.

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Am letzten Samstag haben die emsigen Helfer den Osterputz und neue Dekoration des Schaufensters in unserer DFK Geschäftsstelle erledigt.                                          

Das Schaufenster ist wichtig, um der Glatzer Bevölkerung unsere Arbeit in der Heimat zu zeigen. Gleich nach unserer Rückkehr waren auch die Malteser am 9.4. mit dem ersten Transport in diesem Jahr bei uns und haben das Lager wieder mit wichtigen Hilfsmitteln gefüllt. Morgen 12.4. kommt ein weiterer Transport, von Herrn Pollok organisiert und Familie Haferkamp ist wie alle Helfer ehrenamtlich mit dem Gemeindefahrzeug unterwegs und sie werden, wieder eine Nacht bei uns bleiben. Er selbst fährt dieses Mal mit seinen 40 tonner LKW gleich weiter nach Oberschlesien. Allen ehrenamtlichen Helfern hier wieder einmal ganz herzlichen Dank.

                                                                 

Ja der April und Mai sind mit Terminen voll und wir freuen uns wenn immer noch so viele Gruppen nach Glatz kommen und auch den DFK in der Frankensteinerstr. 11 besuchen. Herzlich willkommen. Leider muss unser Frühlingsfest, mangels Finanzen in diesem Jahr ausfallen. Wir haben einige Male einen Bus für unsere Chorauftritte zu finanzieren, die wir leider privat finanzieren müssen. Bei allen Projekten, die durch Konsulat oder Stiftung bezuschusst werden, müssen wir auch einen hohen Eigenanteil finanzieren, der durch die Mitgliedsbeiträge nicht zu decken ist. Es sind in diesem Monat noch 12 öffentliche Termine verschiedenster Art wahrzunehmen. Es kommt, unter anderem, ein Bild zurück in die Heimat, das bei der Flucht mit nach Würzburg gerettet wurde und nun einen Platz im Museum findet. Dazu hat es Treffen mit dem Bürgermeister und dem Kulturausschuss gegeben, wo nun ein würdiger Platz zu finden sei. Die Hausrenovierung, im Auftrag der ehemaligen deutschen Besitzer, geht in Neurode nun endlich, nach einem doch harten Winter, dem Ende entgegen. Auch die Gräber der Grafenfamilie von Magnis sollen nun fertig gestellt werden. Dort habe ich die neue Beschriftung und Grabplatten im Auftrag. Im Mai kommen dann mehrere Besuchergruppen aus Deutschland in die Heimat und wir organisieren alles was gewünscht wird.

Aber zunächst wollen wir das Ostern und die Auferstehung des Herrn feiern. Dazu wünsche ich von ganzem Herzen allen ein friedvolles und gesegnetes Osterfest.

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, hier unsere Konten in Deutschland.

DFK Vereinsarbeit DE76 4945 0120 111 255 2854

Hilfe unserer Sozialarbeit DE02 4945 0120 111 255 1179

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

23.3.2017

Lauf um das Hufeisen auf dem Reiterhof in Schwenz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:30


      

Erstmalig eine Sportveranstaltung ganz ohne Pferde. Vor einiger Zeit hatte der Schwiegersohn und die Tochter der Reitlehrerin Dorota Czyz Fronska die Idee einen Geländelauf auf dem Gelände des Reiterhofes und dem angrenzenden Hoberg zu organisieren. Michal Wos, Sportlehrer mit den guten Kontakten zu Sportvereinen begann mit den Vorbereitungen und schon in kurzer Zeit musste er, wegen des großen Interesses, die Teilnehmerzahl begrenzen.

Am Vortag des geplanten „ Lauf um das Hufeisen“ hat es nur geregnet, was die Vorbereitungen erschwerte und man hatte wenig Hoffnung den normalen Ablauf der Veranstaltung am Tag danach gewährleisten zu können.

      

Aber der liebe Gott hatte wohl ein Einsehen, denn am nächsten Morgen schien plötzlich die Sonne, obwohl schlechtes Wetter gemeldet war. So waren schon um 11 Uhr am Vormittag alle Parkplätze an der Reithalle belegt wie auch die Zufahrt und die Parkplätze am Badesee in der Nähe die, die eingeteilten Parkordner fast zur Verzweiflung brachte. Gezählt wurden weit über 300 Sportler und Zuschauer. Vor dem ersten Start um 12 Uhr begrüßte die Vizevorsitzende der Gemeinde Glatz alle Teilnehmer und Besucher und wünschte der Veranstaltung einen unfallfreien Verlauf. Gestartet wurde in insgesamt 6 Kategorien für Kinder, Jugend und Erwachsene mit kurzen und längeren Strecken. Allein bei den Erwachsenen zum Lauf über 10 Kilometer gab es über 150 internationale Teilnehmer aus Polen, Tschechien und Deutschland, die bei bestem Wetter zunächst das Gelände umrunden mussten, bevor es durch den Bach auf den Hoberg ging.

      

      

Nach 38,6 Minuten lief der erste Gewinner durch das Zieltor, eine erstaunliche Leistung bei dem schwierigen Gelände. Zur Siegerehrung kam auch der Vorsitzende der Gemeinde Glatz, Herr Longawa, und die Sponsoren wurden aufgefordert die Preise zu übergeben.

      

Für das leibliche Wohl war ausreichend gesorgt mit großem Grill und in der Reiterstube gab es auch eine warme Suppe, Pierogi sowie Kaffee und Kuchen. Gegen 16 Uhr kam dann ein kalter Wind auf und pünktlich zum Abschluss der Veranstaltung begann es zu regnen. So leerte sich das Gelände rasch nach einer gelungenen Sportveranstaltung, perfekt organisiert von Michal Wos, der Familie und den vielen ehrenamtlichen Helfern, die auf dem Gelände und im Wald als Streckenposten ihren Dienst taten.

Ein einmaliges Sportevent in der Region das aber im Sommer wiederholt werden sollte, damit auch die Sportler teilnehmen können, die dieses Mal wegen der großen Beteiligung keine Chance hatten.

      

Bericht

Horst Ulbrich

7.3.2017

Großdechant Franz Jung wird 80 Jahre.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:09



       

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Am 3.März 2017 hatte der Großdechant zu seinem Geburtstag die Halle Hiltrup gemietet und eine große Anzahl der Vertriebenen aus der Grafschaft Glatz folgten seiner Einladung.

Es begann mit der Festmesse in C Dur von Ignatz Reimann, gesungen vom Grafschafter Chor und dem Orchester in der Kirche St. Clemens in Münster Hiltrup.

Zelebriert wurde der Gottesdienst von Bischof Dr. Josef Ender, der aus Rom extra angereist war. Außerdem Probst Michael Langenfeld aus Telgte, der em. Visitator von Ermland, Dr. Lothar Schlegel und weitere 20 Geistliche. Die Kirche war bis auf den letzten Platz gefüllt mit den geladenen Grafschaftern und der Familie des Großdechanten.

Weiter ging es dann in der Halle Hiltrup mit der Begrüßung der Gäste. Durch den Nachmittag führte traditionsgemäß Michael Güttler. Zu Beginn wurde das Buch „ Neubeginn in der Fremde“ vorgestellt, gewidmet dem Großdechant zu seinem 80gsten Geburtstag.

      

In dem Buch wird auch, ab Seite 423 über den Dfk Glatz mit seinen Projekten in der Heimat, ausführlich berichtet. Der DFK hatte am Festtag auch die Möglichkeit seine umfangreiche Tätigkeit in einer Ausstellung im Vorraum der Halle zu präsentieren denn vielen der Vertriebenen waren unsere Aktivitäten nicht bekannt. Auch Redezeit wurde mir als Vorsitzender reserviert, um Glückwünsche unserer Mitglieder aus der Heitmat in Schlesien zu überbringen, aber auch über die wichtigen Aufgaben in der Grafschaft zu berichten. In der Vorhalle waren dazu auch Anträge zu fördernder Mitgliedschaft beim DFK ausgelegt, die leider keine große Beachtung fanden. Der Grund war, viele Anwesende glaubten, die in großer Anzahl verteilten Anträge zur Mitgliedschaft des Heimatwerkes, und die damit bekanntgegebene Kontonummer seien für den DFK Glatz bestimmt. Ja viele übergaben mir die ausgefüllten Anträge mit der Bemerkung unsere Arbeit in der Heimat damit unterstützen zu wollen. Ich habe die Anträge dann an Mitarbeiter des Heimatwerkes weitergereicht.

      

Wichtig aber war, dass viele Grafschafter zum ersten Mal von unserer ehrenamtlichen Arbeit Kenntnis bekamen. Ich hoffe , dass darüber doch noch Unterstützer zu werben sind, die zur Finanzierung der Projekte in Glatz unbedingt erforderlich sind.

Weiter im Programm hatte dann unser beliebter Erhard Gertler mit einem Mundartvortrag den Saal in seinen Bann gezogen. Zum Abschluss motivierte er auch alle Gäste zum Mitsingen seines selbst verfassten Geburtstagsliedes für den Großdechanten. Erhard ist ein nicht zu ersetzender Entertainer bei jeder Veranstaltung.

Bei Kaffee und Kuchen war dann Zeit sich mit vielen Freunden zu unterhalten, die man nicht so oft im Jahr trifft. Auch ich habe die Zeit genutzt, mit den Maltesern aus Telgte den nächsten Hilfstransport im April diesen Jahres zu besprechen. Das ist eine Jubiläumsfahrt, denn sie kommen seit 35 Jahren nach Nieder – und Oberschlesien mit Hilfstransporten. Am 9. April dann mit dem 170sten Transport seit Beginn. Zu uns kommen die wichtigen Helfer seit unserer Neugründung in 2010 und haben geholfen, die Not bei alten und kranken Menschen zu lindern. Viele unserer alten Mitglieder, hauptsächlich die aus der Landwirtschaft, haben eine Rente von weniger als 800,- Zloty, das sind ungefähr 180,- Euro und damit kann man auch in Schlesien nicht überleben. Dort unterstützen wir mit Hilfsmitteln von Rollstühlen bis Pflegebetten, helfen bei der Zuzahlung wichtiger Medikamente bis zu Winterkohle, soweit es unser Spendenkonto erlaubt.

Dazu möchte ich hier noch einmal unsere Spendenkonten in Deutschland bekanntgeben.

Schlesienhilfe für Sozialarbeit und Bedürftige Mitglieder:

DE02 4945 0120 111 255 1179

Vereinsarbeit des DFK Glatz e.V.

DE76 4945 0120 111 255 2854

Bericht

Horst Ulbrich

 

26.2.2017

Das Fest der Landfrauen in der Zeit des Karnevals.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:08

      

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Am 25.2. 2017 hatte der Landrat, wie jedes Jahr, zu einem Gemeindefest geladen. Aus jedem Dorf konnte der Dorfvorsteher 6 Personen einladen, die sich besonders um ihr Dorf verdient gemacht hatten. Bei ca 200 Gästen kann man sich ausrechnen wie viele Dörfer zur Gemeinde Glatz gehören und für mehr Personen gab es in dem großen Saal auch keinen Platz.

Pünktlich um 16 Uhr füllte sich der Saal und jeder suchte auf den Schildern, wo die Abgesandten seines Dorfes Platz nehmen konnten. Wir hatten einen Tisch zusammen mit Pischkowitz, wo auch der neue Schlossbesitzer eingeladen war.

      

Der Landrat begann mit einer kurzen Begrüßung und danach wurden besonders engagierte Dörfer mit Geldpreisen ausgezeichnet, um dort weitere Verbesserungen zu finanzieren. Wir Schwenzer waren erfreut mit dem ersten Platz ausgezeichnet zu werden, hatten das aber im Stillen auch erwartet denn unser Dorfvorsteher Karol hatte in der letzten Zeit nicht nur eine neue Grillhütte in Eigenleistung gebaut, sondern auch verschiedene Turngeräte für den Spielplatz gesorgt. Mit deutscher Hilfe wurde das Denkmal vor der Schwenzer Kapelle renoviert, Gemeindemitglieder haben in Eigenleistung auch für einen neuen Zaun um die Kapelle gesorgt.

Besonders erwähnt wurde die Weihnachtsdekoration in Schwenz und dass sie aus umweltschonenden Materialien hergestellt wurde.

Nach den Auszeichnungen gab es ein abwechslungsreiches Programm. Viele Chöre der Landfrauen aus verschiedenen Dörfern erfreuten uns mit ihren Liedern, eine besondere Attraktion war dann eine Violinvirtuosin aus Tschechien. Sie tanzte und lief zwischen den langen Tischreihen hin und her während sie mit ihrer elektronischen Violine eine perfekte Show ablieferte. Eine Tanzkapelle sorgte dann weiter für gute Musik, leider war die Tanzfläche zu klein, um den vielen tanzbegeisterten Menschen Platz zu lassen. Aber im Laufe des Abends regelte sich das auch von allein, denn wer hat schon die Kondition stundenlang durch zu tanzen.

      

Für 24 Uhr waren dann Busse bestellt und alle verbliebenen Gäste wurden zurück in ihre Dörfer gefahren.

So ging eine schönes Fest zu Karneval, mal ohne Pappnase und Kostüm zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

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