Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

11.11.2018

Präsentation zum Gedenktag des Brandanschlags der Synagoge in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:02

 

Ein voller Saal interessierter Bürger im Museum zur Präsentation der Reichskristallnacht von Gerhard Roese.

      

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Gerhard Roese (geb. 14. Februar 1962 in Darmstadt) – deutscher Bildhauer, Kunsthistoriker und Architekt berichtete in seiner spannenden Präsentation über den Brandanschlag, aber auch über den mutigen jungen Mann aus Glatz, der trotz absolutem Dokumentationsverbot viele Bilder vom Brand der Synagoge gemacht hat.
Die Präsentationen erinnerte an das Schicksal der Synagoge in Glatz und die beginnende Judenverfolgung. Das Objekt, das 1938 aus dem Panorama der Stadt verschwand. Die Synagoge wurde nach Plänen des Breslauer Architekten Albert Grau (1837–1900) in den Jahren 1884 / 1885 im Stil des Historismus erbaut.

      

Am 9. November 1938 wurde die Synagoge durch einen Brandanschlag der Nazis zerstört. Die Geschichte von Ruth Prager und Shoshana Efrati, die während der Präsentation diskutiert wurde, ist die Geschichte der Frauen aus Glatz, die sich noch an die Synagoge erinnern.
Der im Jahre 1995 aufgestellte Gedenkstein mit einer Bronzetafel erinnert in mehreren Sprachen an die zerstörte Synagoge. Die Inschrift lautet: „Hier stand die Glatzer Synagoge, entweiht und verbrannt durch die Nationalsozialisten in der Pogromnacht des 9. November 1938.“   

Eine umfassende Dokumentation der beginnenden Judenverfolgung durch die Nazis. Der Bürgermeister und Vertreter der jüdischen Gemeinde bedankten sich bei dem Referenten.

Das Modell der Synagoge aus Aluminiumguss verbleibt im Museum mit der gesamten Ausstellung.

      

Nach der Veranstaltung trafen wir uns noch mit Vertretern der jüdischen Gemeinde im Hotel Korona zu einem Abschlussgespräch.

Bericht

Horst Ulbrich

9.11.2018

Gräber der Bergmänner nach Grubenunglück in Hausdorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:32

Es sind zum Glück weitere Spenden für das Projekt eingegangen und nun bin ich in den Vorbereitungen für die Restaurierung.

Die erste Besichtigung auf dem Friedhof bremste meine Euphorie ein wenig, denn ich wurde nach meiner Erkundigung sofort auch auf die anderen deutschen Grabmale angesprochen. Aber dazu später.

      

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Nach ersten Gesprächen mit dem Friedhofsamt ist die Prozedur folgende:  Ich versuche so schnell wie möglich einen Termin beim Bürgermeister zu bekommen, denn scheinbar gab es ein Abkommen mit der Stadt Castrop-Rauxel zu dem Gräberfeld der Bergmänner. Ich denke nicht, dass die Gräber vor einer Renovierung neu zu erwerben sind. Das ergeben die Verhandlungen mit dem Bürgermeister, das Friedhofsamt hält sich da raus. Danach muss das Denkmalamt informiert werden was geplant wird. Haben wir auch die Zustimmung können wir im Frühjahr beginnen. Zu Klären bleibt noch, wo sind die Grabplatten geblieben.

      

Wer letztendlich die Grabplatten entfernt hat wird sich schwer herausfinden lassen. Viele Grabsteine, wie in Eckersdorf wurden, zu kommunistischen Zeiten, zum Straßenbau verwendet. Später haben auch Deutsche bei ihren Besuchen transportable Inschriften und Grabplatten mitgenommen. Wer kann da zur Aufklärung beitragen? Auch den Bürgermeister in Castropp-Rauxel werde ich dazu befragen.

Ein weiteres Problem auf dem Friedhof sind die beiden großen Grabmale der Familien Rose und Nave. Letzter Name ist schlecht zu erkennen. Wer kann mir dazu Angaben machen, eventuell auch den Kontakt zu den Familien herstellen. Die Familien können das Grab weiterhin nutzen, wenn jemand in der Heimaterde begraben werden möchte. Hier wird man nicht vergessen wie am Blumenschmuck der deutschen Grabmale zu sehen ist. Beide sind gut erhalten aber total verdreckt vom damaligen Kohlenstaub. Mit einem Sandstrahler ist das in einem Tag erledigt und alles ist wie neu. Wir haben das am Denkmal in Schwenz und bei Heinrich Bender mit Erfolg praktiziert.

      

Nun muss man wissen, dass der Totenkult in Polen ein ganz besonderer ist und an Allerheiligen kommen die Menschen aus ganz Europa, um zum Grab ihrer Lieben zu gehen und in stillem Gebet zu verharren. Alle Gräber werden ganzjährig gepflegt und besucht. Dazu passen unsere alten, noch erhaltenen deutschen Grabmale überhaupt nicht mehr und das ärgert die vielen Besucher des Friedhofs. Schauen wir mal ob wir das ändern können.

Nach Renovierung wird  der Bergmannsverein Neurode und Schlegel mit Uniform an der neuen Einweihung teilnehmen. Auch die Bergmannskapelle wird spielen. Zusage unseres Onkels der 2. Direktor der Grube Neurode bis zum Ende war.

Ich bitte alle Leser dabei zu helfen.

Bericht

Horst Ulbrich

5.11.2018

Filed under: Allgemein — admin @ 15:13

Liebe Leser!

Diese Website BLOG „Grafschaft Glatz (Schlesien) – Neues aus Schlesien“ erreichen Sie unter der Internetadresse:

http://blog.grafschaft-glatz.de/

Bitte diese Internetadresse komplett in die Adresszeile des Browsers (z.B. Edge, Firefox, Chrome oder Opera) eingeben.

Beste Grüße
Christian Drescher

3.11.2018

Liebe Freunde dieser Internetseite.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:56

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz e.V.

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich@op.pl Tel./Fax: 0048 74-871 4361

 

Liebe Freunde der Grafschaft Glatz.

Ja, es ist eine hektische Zeit. Nach dem großen Aufwand, der für unser Jubiläumsfest 25 Jahre DFK Glatz nötig war, und weil ich fast gleichzeitig mit dem Filmteam MDR die ganze Woche unterwegs war, ist zu Hause vieles liegengeblieben.

Sendezeit 24.11. um 18.15 Uhr beim MDR Sachsen.

Wir danken dem Vorstand unseres Dachverbandes VDG, dass sie unsere Vorhaben unterstützen und wir zur Präsentation unserer Projekte in der Öffentlichkeit einen neuem Beamer finanziert bekamen. Zur Weiterentwicklung unseres Chores nun auch eine Gesangsanlage. Unser alter Bandrecorder hat damit endlich ausgedient.

Am Samstag, dem 17.11. kommt ein weiteres Filmteam vom Schlesien Journal in unsere DFK-Geschäftsstelle nach Glatz.

Auch sie wollen über unsere Arbeit berichten und es freut uns, dass man unsere Bemühungen für die deutsche Minderheit, aber auch für die Verständigung der Völker einem größeren Publikum vermitteln wird. Leider ist aus Deutschland immer noch wenig Resonanz, obwohl wir über 40 Einträge auf unserer Internetseite mit den Aktivitäten des DFK Glatz in der Heimat unserer Eltern publizieren, aber in der hiesigen Presse wird über uns berichtet. Das nächste, große Projekt werden die Bergmannsgräber in Neurode sein. Bisher sind 750,- € zusammengekommen und ich bin dabei die Modalitäten der Renovierung zu erkunden. Zu beachten ist, nach dem Kommunismus gibt es neue Verordnungen, auch zu den Besitzverhältnissen. Da wir vor einiger Zeit mit der Unterstützung von Fam. Sich ein ganzes Haus in der Friedhofstraße renoviert haben, wird die Stadt sich voraussichtlich wohlwollend zeigen. Einen guten Restaurateur habe ich ausfindig gemacht, die Arbeiten werden allerdings erst im Frühjahr beginnen können. Die bisher gespendeten Gelder werden für die 53 Gräber auch nicht ausreichen. Wer das Vorhaben unterstützen möchte, bitte Spende mit Stichwort Bergmannsgräber.

Wir geben uns trotz minimaler finanzieller Ausstattung viel Mühe deutsche Kultur in der Heimat unserer Eltern zu erhalten und zu zeigen. Natürlich kümmern wir uns um die Erhaltung der Muttersprache in 5 Deutschkursen für die Generationen, die nach dem Krieg geboren wurden. Danke allen Spendern, die uns immer wieder finanziell unterstützen. Ohne Euch wäre vieles nicht möglich in politisch schwierigen Zeiten. Leider sterben viele Grafschafter, die uns jahrelang geholfen haben. Deshalb erlauben wir uns um Unterstützung zu bitten.

Ko. DFK in Deutschland:

DE76 4945 0120 111 255 4349

Allen ein Vergelt`s Gott

Horst Ulbrich

Allerheiligen in Schlesien 2018.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:27

Der Totenkult im heutigen Polen ist wirklich ein ganz besonderer und, da ich im Westen Deutschlands geboren bin, habe ich das früher so nie erlebt.

In Eckersdorf, Kreis Glatz wurden viele meiner Familienmitglieder vor 1945 begraben. Seit über 20 Jahren wohne ich nun im Nachbardorf Schwenz und als Rückkehrer in die Heimat meiner Eltern erlebe ich dort jedes Jahr an Allerheiligen den gleichen Ablauf.

      Denkmal  Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf.

Zunächst eine kath. Messe in der Kirche um 12 Uhr, dann die Prozession mit 5 Stationen auf dem Friedhof. Alle Menschen stehen in stillem Gedenken am Grab ihrer Lieben und werden am Ende der Prozession vom Ortspfarrer gesegnet. Am Abend kommen alle Besucher noch einmal, wenn die Dunkelheit anbricht, um weitere Kerzen für die Nacht aufzustellen und dann gibt es immer viel zu erzählen, denn Polen kommen zu Allerheiligen aus ganz Europa nach Hause.

      

Für mich immer wieder ein bewegendes Erlebnis, hier werden die Verstorbenen nicht vergessen.

Noch eine Bemerkung:

Auch meine Schwester und meine Cousine wollten in der Heimaterde begraben werden. Ihre Urne ist aus Deutschland an den Bestatter in Eckersdorf geschickt worden und sie sind in ihrem Heimatdorf auf unserem Familiengrab beerdigt worden. Wer in der Heimaterde seine letzte Ruhe finden möchte, wir können das organisieren.

Bericht

Horst Ulbrich

Hier möchte ich noch ein Gedicht von Erhard Gertler zu Allerheiligen einfügen.

 

Gedanken beim Heimattreffen

Wer weiß noch was? – Wie sieht es aus,

Im Heimatdorf, um’s Vaterhaus?

Denn wissen möcht‘, bevor ich geh‘,

Was da, – was neu, – ich nicht mehr seh‘?

Wir alle gehen den Weg zurück,

In’s Vaterhaus, oh, welch ein Glück.

Des Lebenslauf, kein Einerlei,

War’s gut, – war’s schlecht, – es ging vorbei.

War nötig alles, was geschah?

Gedanklich ist es wieder da.

Gedanklich bäumt sich alles auf!

Nur Ohnmacht heißt der Lebenslauf.

Doch nun zu der Zufriedenheit,

Gesellt sich die Bescheidenheit.

Mögen Wege wir verschieden gehn,

Am Ende‘ … nur ein Weg….. der zu geh’n.

Erhard Gertler

29.10.2018

Eine Woche unterwegs mit dem Aufnahmeteam des Fernsehsenders MDR Dresden.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:43

Schon vor Jahren hatte man mich gebeten, als Berater bei einem Film über die Grafschaft Glatz zu helfen.

Bevor das Kamerateam am 22.10. angereist ist, war ich dieses Mal mit der Autorin Frau Riedel schon einen Tag auf Motivsuche unterwegs. Ich habe das gern gemacht, denn ich bin natürlich daran interessiert, dass die Heimat ins rechte Bild gesetzt wird.    

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Mit der Anreise des gesamten Teams wurde es dann hektisch. Das Wetter war teilweise schlecht und mit viel Nebel sind Außenaufnahmen kaum möglich, also musste oft morgens alles umgestellt werden und meine Aufgabe war es dann Drehtermine neu zu verhandeln oder zu einem festen Termin wieder abzusagen. Die bekannte Moderatorin Frau Beate Werner stand auch nur 3 Tage zur Verfügung, da sollte alles gut geplant sein. Gedreht wurde auf meinen Vorschlag auch am Wittigmuseum. Papiermuseum, Wölfelsgrund, die letzte Glashütte mit der Herstellung von Kristallglas waren die nächsten Termine.

         

Die Bergwacht ist mit der Moderatorin auch auf den Schneeberg gefahren, wo es tatsächlich zu schneien begann. Annaberg, die Kuranlage in Bad Reinerz und anderes wurde aufgenommen. Auch an unserem 25. Jubiläumsfest des DFK am 27.10. war das Team bei uns und die beiden Chöre haben das Lied „ Und in dem Schneegebirge“ gesungen. Ich denke genug Material, um daraus wieder einen schönen Heimatfilm zu fertigen. Nun sind noch gut 2 Wochen zum Zurechtschneiden und vertonen, denn Sendetermin ist am 24.11.2018 gegen 18 Uhr beim MDR Sachsen.

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Bitte nicht verpassen. Was am Ende zu sehen sein wird? Lassen wir uns überraschen.

Bericht

Horst Ulbrich

Jubiläumsfest des DFK Glatz 2018.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:52

Am 27.10.2018 feierte der DFK sein 25-jähriges Jubiläumsfest, gemeinsam mit dem jährlich stattfindenden Oktoberfest.

Dieses Mal hatten wir auch wichtige Persönlichkeiten eingeladen und so gaben sich der Vizebürgermeister von Bad Altheide Herr Kupiec, vom Vorstand VDG in Oppeln Herr Stefaniak , begleitet von Frau Wittek VDG die Ehre. Eingeladen hatten wir auch die Vorsitzenden der DFK`s aus Niederschlesien, die sich schon am Vormittag zu einer Sitzung in unserem Büro trafen, um engere Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung zu planen. Aber auch Themen, wie die immer komplizierter werdenden Antragsverfahren und die finanzielle Ausstattung unserer Gesellschaften waren ein Thema. Am Fest nahmen außer unseren Mitgliedern aus Glatz auch eine Abordnung unserer Ortsgruppe DFK Kudowa und der Chor Freundschaft vom DFK Waldenburg teil und mit über 90 Teilnehmern war der Saal gut gefüllt.

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Wir begannen traditionsgemäß mit einem deutschen Gottesdienst schon um 12 Uhr in der Kirche der Klarissen in der Nähe unserer Gesellschaft, zelebriert von einem Franziskanerpater aus Glatz.

Mit bereitgestellten Bussen ging es dann weiter in das Restaurant unserer Freunde, „Na Slaku“ nach Bad Altheide. Zu Beginn dann sofort ein kräftiges Mittagessen, da viele Gäste einen weiten Weg zu uns hatten und seit dem frühen Morgen unterwegs waren.

      

Nach der Begrüßung der Gäste ergriff Frau Wittek das Wort mit einer Grußbotschaft des Vorsitzenden VDG, Herrn Gaida, und überreichte eine Urkunde zu unserem Jubiläum mit dem Wunsch, der DFK Glatz möge auch in Zukunft so aktiv sein und sich weiter entwickeln. Auch der Bürgermeister wünschte in einem Grußwort unserer Veranstaltung ein gutes Gelingen. Für eine kurze Unterbrechung sorgte ein deutsches Fernsehteam vom MDR aus Dresden und bat die Chöre vor das Haus, das im bayrischen Stil gebaut ist und als gute Kulisse diente. Dort sangen wir das Lied „Und in dem Schneegebirge“. Die Ansage mit der Moderatorin Frau Werner vom MDR hatte mit mir schon Tage vorher am Wasserfall in Wölfelsgrund stattgefunden. 

Sendezeit: MDR Fernsehen am 24.11. gegen 18 Uhr.

Nach mehrmaligen Singen mit verschiedenen Kameraeinstellungen war dann auch das Kamerateam mit dieser Aufnahme zufrieden und die Sänger konnten zurück zur Feier, wo in der Zwischenzeit die bekannte Schlagersängerin

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Frau Eleonora Bouje die Gäste unterhalten hatte. Nach dem Auftritt des Chores Freundschaft aus Waldenburg haben auch die Glatzer Sänger einen Teil ihres Repertoires vortragen können. Leider ist unser Chortrainer sehr krank und wird voraussichtlich in Zukunft nicht mehr zur Verfügung stehen.

      

Wir mussten mit einem alten Bandgerät als Playback vorliebnehmen, aber der Applaus der Gäste hat uns gezeigt, dass unser Vortrag improvisiert, aber doch gelungen war. Wegen der kurzfristigen Erkrankung unseres Mareks, der immer den Chor auf dem Keybord begleitet hat, waren wir ganz ohne Vorbereitung in diese Situation geraten. Eine  Zweimannband spielte, nach Kaffee und Kuchen, abwechselnd mit der Sängerin Eleonora zum Tanz, und so begann der gemütliche Teil.

   

Gefeiert wurde bis ca. 23 Uhr, als der Wirt wegen der Übernachtungsgäste um etwas mehr Ruhe gebeten hatte. Mit den Gästen, die wegen der Entfernung übernachtet hatten, haben wir am nächsten Morgen noch gemeinsam gefrühstückt, um sie danach zu verabschieden. Nach den Aufräumarbeiten konnten auch wir endlich nach Hause, um nach einem gelungenen Fest endlich etwas Ruhe zu finden.

Bericht

Horst Ulbrich

23.10.2018

16. deutsch-polnisches Chortreffen „Beati Cantores“ in Waldenburg/Niederschlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 04:28

      

Wie jedes Jahr um diese Zeit, fand am 20.10.2018 zum mittlerweile 16. Mal das vom DFK Waldenburg organisierte Treffen von Chören aus Polen und Deutschland statt. Leider war in diesem Jahr das Kurtheater in Bad Salzbrunn mit einer anderen Veranstaltung belegt und so hatte die Vorsitzende Doris Stempowska in die evangelische Kirche von Waldenburg eingeladen.

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Der dortige Pfarrer war sofort mit dem Austragungsort in seiner Kirche einverstanden und es kamen Chöre aus Magdeburg, dem Erzgebirge, Krappitz, Breslau, Glatz und Waldenburg (Kirchenchor „Millenium“), um in seinem Gotteshaus ihre Sangeskünste zum Besten zu geben. Gastgeber war erneut der älteste DFK Niederschlesiens, der DFK Waldenburg, mit seinem Chor „Freundschaft“. 

   

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  Angesichts des ungewohnten Austragungsortes mussten wir kurzfristig das Repertoire der Glatzer Sänger umstellen und an das kirchliche Ambiente anpassen. So sangen wir zunächst das Kyrie unseres Glatzer Komponisten Ignaz Reimann, gefolgt von „Ein schöner Tag“ (deutsche Version des Gospels „Amazing Grace“) und dem allseits bekannten Kanon „Dona Nobis“ von Mozart. Zum Schluss dann noch etwas anderes mit „ Sierra Madre del Sur“, das den Zuschauern aber wohl besonders gefallen hat, was am Applaus und den Gesprächen nach dem Konzert zu erkennen war.

In der Pause wurde noch ein Film präsentiert, ein deutsch-polnisches Schülerprojekt, der über das Leben und den tragischen Tod des Priesters Josef Sikora aus Görbersdorf im Waldenburger Land berichtet, der am Weihnachtsfest 1945 ermordet wurde und zu dessen Ehren erst jetzt dank des Engagements der ehemaligen deutschen und der heutigen polnischen Dorfbewohner ein Denkmal errichtet wurde.

Da es während des Konzerts in der unbeheizten Kirche recht kalt war, hat uns die warme Suppe, die danach im Pfarrhaus gereicht wurde, sehr gut getan. Nach Kaffee und Kuchen und Gesprächen mit vielen Freunden bestiegen wir unseren Bus für die Heimfahrt und kamen pünktlich in Glatz an, denn einige unserer Frauen, die als Krankenschwestern tätig sind, mussten sofort weiter zum Dienst.

Bericht

Horst Ulbrich

19.10.2018

Liebe Freunde dieser Seite.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:36

Eilmeldung:

Am 18.10. erreichte mich ein Telefonat aus Deutschland. Angeblich die Tochter von Helmut Goebel und sie teilte mir mit Helmut Goebel sei verstorben und die Beerdigung am Mittwoch den 24.10.

Das war eine ganz gemeine Falschmeldung….. zum Glück.

Leider bin ich darauf reingefallen und bitte alle Leser, aber vor allem meinen Freund Helmut um Verzeihung.

Seit einiger Zeit werden in meinem Namen an Bekannte Rechnungen verschickt, auch ich bekomme solche, angeblich von den Maltesern oder anderen Organisationen. Bitte schaut immer genau auf den Absender. Aus diesem Grund habe ich ab dem 1.11. eine andere E-mail Adresse.

hulbrich75@gmail.com die alte bleibt noch eine Weile weiter bestehen.

Aber es ist das erste Mal, dass ich ein solches Telefonat als Falschmeldung erhielt. Leider war auch die Telefonnummer des Anrufers unterdrückt und so kann ich nicht kontrollieren von wem der Anruf kam.

In meinem ersten Schock habe ich natürlich viele meiner Freunde und Bekannte informiert. Ich bitte alle zu informieren, Helmut ist wohlauf und ich bin nach dem ersten Schock einen guten Freund verloren zu haben, nun unendlich froh. Aber wer bitte verbreitet so einen Wahnsinn.

Mir bleibt nur zu schreiben:

Lieber Helmut, Totgesagte leben länger und so sollte das nächste Ziel Dein 100tster Geburtstag sein.

Mit Grüßen aus der Heimat Glatz.

Horst Ulbrich

8.10.2018

XXI. Niederschlesisches Wissenschaftsfestival in Habelschwerdt und Umgebung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:01

 

Ein kleines Jubiläum für die Grafschaft Glatz: Zum mittlerweile bereits 10. Mal fand am 4./5.10.2018 in Habelschwerdt und Umgebung das Niederschlesische Wissenschaftsfestival statt, das alljährlich von der Universität Breslau organisiert wird und neben vielen Veranstaltungen in der schlesischen Landeshauptstadt auch zahlreiche Angebote in ganz Niederschlesien beinhaltet, u.a. in Görlitz, Bunzlau, Hirschberg, Glogau, Liegnitz, Waldenburg, Reichenbach, Frankenstein und eben in Habelschwerdt. Die Veranstaltungen – meist Vorträge, aber auch Konzerte und Workshops für alle Altergruppen – sind offen für alle Mitbürger und sollen dazu beitragen, dass die Wissenschaft ihren „Elfenbeinturm“ verlässt und sich der breiten Öffentlichkeit öffnet.

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Organisatorin auf lokaler Ebene ist von Beginn an Frau Dr. M. Żochowska, Geographielehrerin am Allgemeinbildenden Schulzentrum Habelschwerdt, das am 4. und 5. Oktober als Zentrum des Wissenschaftsfestivals in der Grafschaft Glatz fungierte. Frau Dr. M. Żochowska ist auch Mitglied im DFK Glatz. Am Morgen des 4. Oktober wurde das Festival u.a. zum Klang der Europahymne und im Beisein vieler bekannter Persönlichkeiten aus Politik, Bildung und Wissenschaft feierlich eröffnet (u.a. mehrerer Professoren der Universität Breslau, der Bürgermeisterin von Habelschwerdt, verschiedener Abgeordneter des polnischen Parlaments, des polnischen Senats und des Niederschlesischen Landtags, Vertreter des Land- und Stadtrats sowie Schuldirektoren aus Habelschwerdt und Umgebung, Geistlicher und Vertreter der lokalen Bürgergesellschaft – darunter auch der Vorstand des DFK Glatz).

      

Nach dem Festakt wurde traditionsgemäß gemeinsam die „Wissenschaftstorte“ angeschnitten und das Festival offiziell eröffnet.Die zahlreichen Veranstaltungen fanden schwerpunktmäßig in Habelschwerdt und in Mittelwalde statt, darüber hinaus auch in Bad Kudowa, Rückers und Grafenort. Zu den Mitwirkenden gehörten auch Mitglieder des DFK Glatz, u.a. der stellvertretende DFK-Vorsitzende Heinz-Peter Keuten (der in seiner Funktion als Fremdsprachenlehrer zusammen mit Kollegen die Veranstaltung „Sprachenuniversum“ anbot, eine Art Workshop für Schüler mit Aktivitäten in nicht weniger als 5 Fremdsprachen – Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch) sowie Sylwia und Henryk Grzybowski, letzterer mit einem besonders interessanten Vortrag über die Herkunft des deutschen Namens von Bystrzyca Kłodzka – Habelschwerdt.

      

Anmerkung zum Schluss: Angesichts der Vielzahl von Veranstaltungsangeboten hatte der DFK Glatz entschieden, seine Veranstaltung „Deutscher Lyrikwettbewerb“ dieses Mal nicht im Rahmen des Niederschlesischen Wissenschaftsfestivals stattfinden zu lassen, sondern es auf den 15. November zu verschieben, in der Hoffnung, dass dies den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern (im letzten Jahr aus über 25 Schulen der Grafschaft Glatz) ermöglicht, sich besser auf ihre Vorträge vorzubereiten, und dazu beiträgt, die Veranstaltung in „ruhigere Fahrwasser“ zu verlegen und ihr so die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

2.10.2018

Rückblick einer turbulenten Woche.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:45

Liebe Leser dieser Seite, eine arbeitsreiche Woche liegt hinter uns. Es begann am Montag, dem 17.9. als ich den ganzen Tag mit der Aufnahmeleiterin des MDR aus Dresden zu Motivsuche verbrachte. Filmaufnahmen in der Grafschaft sind in der Woche vom 22. bis 27.10.

Am Dienstag dann unser kleines Jubiläumsfest mit Mitarbeitern und Freunden in der Geschäftsstelle DFK Glatz.

   

In der gleichen Woche auch noch die beiden letzten Hilfstransporte dieses Jahres. Dazu die Logistik mit Abladen am Krankenhaus und Verteilung an Kinder-und Altenheime.

   

Dazwischen kam auch noch die Planungssitzung des VDG in Oppeln am Freitag. Zum ersten Mal seit ich dabei bin, war auch der Generalkonsul aus Breslau dabei. Zuständig ist für die Finanzierung einiger Projekte aber das Konsulat in Oppeln, auch mit einer neuen Konsulin. Beide sind sehr an der deutschen Minderheit interessiert und ich hatte das Vergnügen die Konsulin beim Weinfest des DFK Grünberg und den Generalkonsul beim Empfang am Tag vor dem großen Kulturfestival der Deutschen in der Jahrhunderthalle kennen zu lernen.

      

Am Samstag dann beim DFK das „Projekt Jubiläum“ von Frau Ulbrich und so ist auch unser Schaufenster nun sehr schön geschmückt. Ab 14 Uhr noch der deutsche Gottesdienst. Abends dann die ehrenamtlichen Helfer der Malteser zu Gast.

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Am Sonntag eine Gruppe aus Deutschland beim DFK Glatz zu Gast mit Stadtführung und Bericht unserer Arbeit in der Heimat unserer Eltern.

In der neuen Woche verteilen wir weiter Hilfsmittel, einen Teil behalten wir immer, um über den Winter von Pampers über Rollatoren und Rollstühle bis zu Pflegebetten aus unserem Lager helfen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

25. Jubiläum des DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:55

  Am 18.9.1993 wurde der DFK Glatz gegründet. Damals noch mit einem versteckten Versammlungsraum in einem Hinterhof. Als der Vorstand 2010 aufgeben wollte, haben wir mit neuem Vorstand eine Reaktionsphase begonnen und sind heute wieder eine angesehene Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz e.V. mit 320 Mitgliedern und einer Ortsgruppe DFK Kudowa in Tscherbeney.

   

Grund genug am Jubiläumstag eine kleine Feier in den Räumen des DFK für den sogenannten harten Kern, also die helfenden Hände, die immer bereit sind zu helfen, wenn es nötig ist.

So gab es einen kleinen Rückblick auf die schweren Anfangszeiten des Vorsitzenden. Danach eine kleine Feier mit Rotwein und Imbiss.

   

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Mit dieser Gemeinschaft schaue ich positiv in die Zukunft, auch wenn noch einige Probleme zu bewältigen sind.

Einen Gruß an alle Leser dieser Seite.

Horst Ulbrich

25.9.2018

Das 6. Kulturfestival der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:09

Nach 3 Jahren wieder ein großes Fest der Deutschen im heutigen Polen. Angemeldet hatten sich allein bei unserem Dachverband VDG 100 Busse zu diesem Termin und schon das Parkplatzproblem sollte gemanagt werden. Wir, meine Frau und ich, sind mit voll gepacktem Auto schon am Freitag angereist, um alles am Stand des DFK Glatz aufzustellen.

    

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Nach Voranmeldung hatten wir wieder einen geräumigen Platz am Haupteingang zur Halle. Vielen Freunden hatten wir das kundgetan und so war unser Stand wieder sehr gut besucht. Unsere neuen Aufsteller mit den Projekten 2018 des DFK Glatz waren am Vortag der Abreise erst fertig geworden, in Breslau aber eine gute Präsentation der Arbeit in der Heimat unserer Eltern. Am Freitagabend zunächst eine Einladung des neuen Generalkonsuls und ich hatte Gelegenheit, ca. 30 Minuten mit ihm und dem Honorarkonsul Bulgariens ein Gespräch zur Lage führen zu können. Samstagmorgen wurden dann in den Gängen rund um die Halle weitere 30 Stände von anderen Organisationen aufgebaut.

    

 

      

 Bleibt zu betonen, dass wir die Einzigen waren, die ihre Projektarbeit so demonstrativ zeigen konnten. Eine große, leere Wand hinter unserem Stand bot sich als Projektionsfläche für unsere Multi-Media-Präsentation mittels Beamer an. Auch dort wurde noch einmal mit Text und Bildern auf unsere Aktivitäten aufmerksam gemacht. Natürlich haben wir unsere Freunde und Besucher wieder mit Schmalzbrot und Rotwein bewirtet. Dazu hatten unsere Mitglieder, die am Samstag mit dem Bus aus Glatz anreisten, 15 Brote, 2,5 kg gutes Schmalz, Gurken in Gläsern und 50 Fl. Rotwein mitgebracht. In unserem Auto am Vortag war dafür kein Platz. Das gute Schmalz hat dann aber nur für 13 Brote gereicht und nur 3 Fl. Rotwein blieben am Ende ungeöffnet.

      

 

Wir waren erfreut, dass unser Stand und die Informationen der Arbeit in der Grafschaft-Glatz so großes Interesse fand. Deshalb sind wir kaum bei dem umfangreichen Programm in der Halle gewesen, das seit 12 Uhr Mittag bis in die Abendstunden dort stattgefunden hat.

         

Um 19 Uhr kam dann der Star des Abends auf die Bühne und Stefanie Hertel hat mit Band die Halle begeistert, die bei 5000 Sitzplätzen bis auf den letzten Platz voll war. Mit den vielen Menschen in den Gängen und denen, die in der Halle keinen Platz mehr fanden, können wir von insgesamt ca. 7000 Teilnehmern des Kulturfestes der Deutschen Minderheit in Polen ausgehen.

Was will man mehr…..

Bericht

Horst Ulbrich

16.9.2018

Weinfest in Grünberg mit Beteiligung des DFK Grünberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:27

Der Vorsitzende Boleslaw Bernaczek hatte zunächst zum Fest des dortigen DFK in den Saal der Winzergenossenschaft eingeladen. Auch die neue Konsulin aus Oppeln, Frau Fiesel-Rössler, der Bürgermeister der Stadt und einige DFK-Vorsitzende hatten die Einladung gern angenommen.

      

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Zu Beginn natürlich kurze Ansprachen der Konsulin, des Bürgermeisters und des DFK-Vorsitzenden. Dann ein Musikfestival, das alle in die richtige Stimmung versetzte. Auch Boleslaw, der DFK-Vorsitzende ist ein begnadeter Musiker und hat zur guten Stimmung im Saal beigetragen. So wurde getanzt und geschunkelt, auch so manche Flasche Wein geleert. Natürlich habe ich die Gelegenheit nicht ausgelassen, am Rand auch Gespräche mit der Konsulin und dem VDG zu unseren Projekten zu führen und bin erfreut, dass unsere Jugendarbeit weiter finanziert wird. So sehen wir wieder positiv in die Zukunft und haben die Konsulin als eine aufgeschlossene Person für unsere Probleme kennengelernt.

      

      

Am anderen Tag dann eine Lagebesprechung in der Geschäftsstelle des DFK Grünberg und danach haben wir an dem Straßenfest teilgenommen, auch den Umzug der Vereine, Winzer und der deutschen Minderheit angeschaut. Gegen Abend mussten wir uns aber verabschieden, denn der Weg nach Glatz war weit und am Sonntag begannen schon die Vorbereitungen für unser 25. Jubiläum am 18.9. und das Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen am 22.9.

Im September eine Fülle an Terminen und alles soll gut geplant und vorbereitet sein.

Bericht

Horst Ulbrich

Liebe Leser dieser Seite, liebe Eckersdorfer.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:51

Nun hatte ich ja mit Erhard Gertler abgemacht, dass er einen Bericht vom Treffen der Eckersdorfer schreibt und ich dann Bilder hinzufüge, um alles ins Internet zu übertragen. Gestern Abend bin ich aus Grünberg vom Weinfest mit Beteiligung des dortigen Deutschen Freundschaftskreises zurückgekommen und wollte mich bei Erhard Gertler nach dem Bericht erkundigen.

Aber unser Erhard musste leider ins Krankenhaus, wie ich dann erfahren habe. Zum Glück geht es ihm soweit wieder gut und Erhard hofft in den nächsten Tagen entlassen zu werden. So ist der Auftrag eines Berichtes über Christoph Strangfeld an mich weitergeleitet worden.

     Also los:                      

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Am 8.8. war in Melle Westerhausen das 23. Eckersdorfer Treffen und wieder einmal fanden sich 29 ehemalige Dörfler zu einem Tag der Begegnung ein. Aber zunächst versammelten sich alle zu einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Petrus in Melle-Gersmold, zelebriert von Pfarrer Hr. Ellinger. Christoph Strangfeld übernahm die Lesung wie auch die Fürbitten. Die kirchlichen Gesänge wurden von Hr. Stühlmeyer an der Orgel begleitet. Nach dem feierlichen Gottesdienst und dem traditionellen Schlusslied „ Über die Berge schallt“ versammelten sich alle zu einem Gruppenbild vor der Kirche. Es gab viele herzliche Umarmungen bei der Begrüßung, alle waren glücklich sich wieder zu sehen.

      

Danach wechselte die Gruppe in das Restaurant Hubertus in Melle-Westerhausen, wo es zunächst ein vorbestelltes Mittagessen gab, bevor der Vorsitzende Christoph Strangfeld noch einmal offiziell alle begrüßte und nach einer Gedenkminute für die Verstorbenen einen Bericht der Heimatreise gab. Die angereisten Eckersdorfer von Nah und Fern hatten wieder viel zu erzählen. Einen kurzen Bericht aus der Heimat gab es vom angereisten Vorsitzenden des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz über die Projekte vor Ort und die politische Lage im heutigen Schlesien. Nach Kaffee und Kuchen gab es vom allseits beliebten Erhard Gertler wieder einen Mundartvortrag zum Schmunzeln. Zum Glück ist er immer gut vorbereitet, denn wo er auch erscheint, freuen sich die Vertriebenen auf einen Beitrag von ihm.

So ging ein schöner, gemeinsamer Tag mit vielen Gesprächen über die alten Zeiten in der Heimat zu Ende.

Bericht

Horst Ulbrich

31.8.2018

Konzert des Niederschlesischen Musikfestivals in Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:31

      

Das Niederschlesische Musikfestival mit Sitz in Glatz organisiert über das Jahr verteilt viele Konzerte und Musikabende in Kirchen, Schlössern und Konzertsälen.

Am 30.8. ein herausragendes Konzert in der Kirche in Wartha / Bardo, wo die Renovierung des Altars und der Orgel abgeschlossen ist. Sie erstrahlen wieder in neuem Glanz.

                                      

Der Chor und Orchester des Gesang und Tanzensemble „Śląsk“ wurden dirigiert von Thomas Cornelius, einem Deutschen, der mit der Sopranistin und Direktorin des Musikfestivals verheiratet ist. Sie ist auch eine ausgebildete Opernsängerin und trat während des Konzertes mit drei anderen Solisten auf. Das sechste Jahr des Festivals trägt den Titel „VIVA LA POLONIA“ da in diesem Jahr auch die 100jährige Unabhängigkeit Polens gefeiert wird. Der deutsche Thomas Cornelius hatte zu diesem besonderen Anlass eine Hymne für die Stadt Bardo komponiert.

                             

Chor und Orchester wurde von dem begeisterten Publikum mit stehendem Applaus verabschiedet. Eine Einladung des Bürgermeisters zu einem Empfang im Kulturhaus haben wir dann aus Zeitgründen nicht annehmen können. Seit Jahren sind wir, unter anderem, Mitglied des Niederschlesischen Musikfestivals und das verpflichtet auch zu Mitarbeit. Als Beitrag haben wir vor einiger Zeit die Konzertreise eines Jugendblasorchesters aus Deutschland mitorganisiert und durchgeführt.

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Nach dem Konzert erfuhr Magdalena Cornelius eine besondere Ehre, als der Bürgermeister seine Amtskette umgelegt bekam. Kraft seines Amtes verlieh er Magdalena Cornelius für ihren besonderen Einsatz und die Organisation der vielen Konzerte die Ehrenbürgerschaft der Stadt Bardo / Wartha.

Bericht

Horst Ulbrich

Kulturtagung im Eichendorffzentrum Lubowitz vom 27. bis 29.August 2018

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:08

Ein Projekt der Landsmannschaft Schlesien, Landesgruppe Baden-Württemberg und wieder eine gut besuchte Kulturtagung mit Gästen der deutschen Minderheit.

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Bestückt war die Tagung mit interessanten Themen der mitgereisten Referenten.

Der Landesvorsitzende Günther Zimmermann und die Landeskulturreferentin Frau Gudrun Lintzel begrüßten zu Beginn der Veranstaltung alle Gäste, die aus dem Oppelner Raum, aber auch bis aus Glatz angereist waren.

Über zwei Tage informierten die Referenten Dr. Schoch, Frau Schuster-Schmah, Frau Lintzel, Herr Zimmermann, Frau Young, Frau Wüst und Herr Lorenz mit Themen aus Theologie, Kunst und Wirtschaft der vergangenen Zeiten in Schlesien. Besonders erfreut hat mich der Beitrag zum Theologen Joseph Wittig und ich konnte als Vorsitzender des Freundeskreises Wittighaus einiges dazu beitragen. Das ehemalige Wohnhaus des Prof. Joseph Wittig wurde zu einem Museum umgestaltet, der Freundeskreis hatte sich zur Erhaltung der Bausubstanz gegründet.

   

Am zweiten Tag eine Exkursion „ Oberschlesien pur“. Wir besuchten unter anderem auch das Mahnmal und das Lager Lambsdorf. Eine bedrückende Erfahrung, an den Listen der dort umgekommenen Menschen zu stehen. Nur schade, dass es auch in dem angrenzenden Museum keine Informationen für die Jahre nach 1945 gab, in denen Polen das Lager in gleicher Weise weitergeführt haben und dort Deutsche inhaftiert waren. Erfreulich, dass wir Deutschen zu den Verbrechen unserer Vergangenheit stehen und das auch öffentlich machen. Der nächste Stopp beim Schloss Moschen war dann ein entspannter Besuch.

      

Auch die Industrieanlagen und die Villa der jüdischen Familien Fränkel und Pinkus in Neustadt haben wir besucht, die im 19ten Jahrhundert schon viele Tausend Arbeiter und Angestellte hatten, im Dritten Reich dann alles an den Staat verloren. Die Söhne waren nach England geflüchtet, wo einer von ihnen in der Armee gegen Deutschland kämpfte.

   

Nach dem Abendbrot im Eichendorffzentrum zeigte ich den Teilnehmern noch den Film „Polen und seine Deutschen“, der unter anderem die Entwicklung nach der Wende in Polen und die Entspannung im Verhältnis der beiden Völker zeigt. Auch unsere DFK-Geschäftsstelle in Glatz und die Deutschkurse mit dem Vizevorsitzenden H.P. Keuten werden in dem Film ausgiebig gezeigt. „Polen und seine Deutschen“ zu sehen bei You Tube.

Nach einem Abschlussgespräch am letzten Tag haben auch wir aus Glatz uns verabschiedet, denn der Weg nach Hause war weit.

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Horst Ulbrich

25.8.2018

Geburtstag eines engagierten DFK Mitgliedes.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:22

Am 23.8.2018 wurde Renata Ulbrich 50 Jahre. Eigentlich sprechen Frauen ab einem gewissen Alter ja nicht gern über ihr Alter, aber Renia, wie sie von allen liebevoll genannt wird, hat damit keine Probleme.

Sie ist seit vielen Jahren im täglichen Einsatz für unseren DFK Glatz. So verwaltet sie das Zentrallager mit Hilfsmitteln für Bedürftige, ist in vielen Fällen als Dolmetscher tätig, entwickelt Projekte der Konsolidierung der Begegnungsstätten und das nicht nur für uns, sonder auch für andere deutsche Gesellschaften in Niederschlesien. Dazu kommen die immer komplizierter werdenden Anträge, die oft in zwei Sprachen gefertigt werden müssen.

Ohne sie wäre vieles unserer aktiven Gesellschaft nicht möglich. 

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So begann der Geburtstag mit Gästen im Garten des Hauses Ulbrich mit einem Frühstück bei bestem Wetter. Im Restaurant in Neurode traf sich dann die Familie zu einem gemütlichen Abend und natürlich durfte die traditionelle Geburtstagstorte nicht fehlen.

      

   

Am drauf folgenden Samstag, zu den normalen Öffnungszeiten des DFK Glatz, überraschte sie dann der Chor mit einem speziellen Programm. Dazu hatten sich die Chormitglieder am Freitag zu einer Übungsstunde getroffen und auch schon den Raum entsprechend dekoriert.

      

So wurde am Samstag bis in die späten Nachmittagsstunden gesungen und gefeiert. Den musikalischen Rahmen rundete dann am Abend ein Konzert mit Magda und Robert Cornelius in der Kapelle in Niederschwedeldorf ab. Wieder ein Kunstgenuss, organisiert vom Niederschlesischen Kulturfestival in Glatz. Auch dort sind Renia und Horst Ulbrich engagierte Mitglieder.

   

Bericht

Jürgen Zelder

23.8.2018

Voigtsdorfer/Habelschwerdter zur 700-Jahr-Feier in der Heimat

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:08

 

Nach vielen Jahren der Pause fand vom 26. Juli bis zum 3. August 2018 wieder einmal eine Reise der Voigtsdorfer in ihren zur Gemeinde Habelschwerdt gehörigen Heimatort statt. Der besondere Anlass für diese Reise war die erste Erwähnung des Ortes vor 700 Jahren. Wie polnische Historiker herausgefunden haben, wurde im Jahre 1318 eine Mühle im Tal der Weistritz erwähnt, die als Ursprung des Ortes anzusehen ist (die Ersterwähnung des eigentlichen Ortsnamens liegt 50 Jahre später – 1357/8). Dies war der Anlass, dass sich in Wójtowice, wie Voigtsdorf heute heißt, ein Festkomitee gegründet hat, das sich wiederum an die ehemaligen deutschen Bewohner von Voigtsdorf gewandt hat, um diese an der Vorbereitung des Fests zu beteiligen und sie natürlich auch zu selbigem einzuladen.

Über Heribert Wolf von der Heimatgruppe Habelschwerdt wurde der Kontakt zu Rose Marie Heitkamp, der Berichterstatterin für Voigtsdorf, hergestellt, die diese Einladung gerne annahm und für die nötige Werbung sorgte. So traten denn ehemalige Einwohner und deren Nachkommen, verstärkt durch einige Habelschwerdter, die Reise an, und für alle war es ein großartiges Erlebnis.

Voigtsdorf selbst hatte sich fein herausgeputzt und ein tolles Programm über zwei Tage zusammengestellt. Der Festakt am Sonnabend wurde beim ehemaligen „Schrammburg“, dem heutigen Hotel „Pod Dębem“, durchgeführt.

      

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Nach der offiziellen Begrüßung durch die Organisatoren (wir wurden besonders herzlich begrüßt) und den Grußworten der Dorfvorsteherin, der Habelschwerdter Bürgermeisterin sowie des Glatzer Landrats gab es einen interessanten Vortrag über die abwechslungsreiche Geschichte des Ortes. R. Leszcyński, der sich seit vielen Jahren mit der Geschichte seines Dorfes befasst, hatte Erstaunliches zusammengetragen. Auch von Seiten der deutschen Voigtsdorfer hatten ihn diverse Beiträge in Form von Fotos, Beschreibungen und Abbildungen erreicht, die Aufnahme in den geschichtlichen Überblick fanden. Nächstes Jahr wird voraussichtlich auch ein Buch über die Geschichte von Voigtsdorf erscheinen.

Ein Architekturprofessor der Uni Breslau stellte schließlich in seinem Vortrag Ideen für ein Voigtsdorf vor, in welchem sich Ökologie und Ökonomie, Altes und Neues verbinden und so zu großer Aufenthaltsqualität führen können.

Alle Vorträge wurden von H.-P. Keuten (stellv. Vorsitzender des DFK Glatz und Lehrer am Gymnasium in Habelschwerdt) übersetzt. Herzlichen Dank!

Natürlich zeigte nach diesen geistigen Ansprüchen auch die polnische Küche, was sie zu bieten hatte. Anschließend war noch ausreichend Gelegenheit das Dorf, die gravierenden Änderungen nach der Vertreibung, aber auch nach der politischen Wende in Polen im Jahre 1989, zu besichtigen. Für die Nachkommen sicherlich hoch interessant, einmal das Dorf und die Häuser ihrer Vorfahren kennen zu lernen.

Der nächste Tag begann für viele mit einer Wanderung zur Freirichterbaude an der höchsten Stelle des Dorfes, wobei manch einer an der steilen Straße an seine Grenze stieß.

      

Mittags fand eine Messe in deutscher und polnischer Sprache statt, die von drei Priestern konzelebriert wurde. Unter ihnen Christian Pabel, der in Hüttenguth (oberhalb von Voigtsdorf) geboren wurde und extra zu diesem Jubiläum aus Cottbus gekommen war.

Nach der Enthüllung einer Gedenktafel ging es bei viel Musik, kalten Getränken und viel, viel Essen zum gemütlichen Teil über. Viele neue Verbindungen zwischen den damaligen und heutigen Bewohnern wurden, trotz Sprachschwierigkeiten, geknüpft. Wieder einmal ein gelungenes Beispiel deutsch-polnischen Miteinanders in der gemeinsamen Heimat! Zufrieden und voller guter Erinnerungen ging man nach diesen denkwürdigen Tagen wieder auseinander.

Die übrigen Tage waren ausgefüllt mit einer Rundreise über die Sudetenstraße, Grunwald, Erlitztal, Bärnwald und Grulich. Eine Besichtigung des Grafenorter Schlosses mit seinen Restaurierungsfortschritten, Maria Schnee und Habelschwerdt durften nicht fehlen.

Hatten wir auf der Hinfahrt eine Übernachtung in Görlitz eingeplant, so lernten wir auf der Rückfahrt Dresden bei einer weiteren Übernachtung kennen.

Für alle, besonders die Voigtsdorfer, eine denkwürdige Reise, bei der uns die Schönheit der Grafschaft wieder einmal vor Augen geführt wurde.

Dank gilt besonders Rose Marie Heitkamp, die dies erst möglich gemacht hat. Mit dem Begleitprogramm, vom Verfasser dieser Zeilen zusammengestellt, war man wohl auch einverstanden – es gab keine Klagen!

Bericht: Heribert Wolf

Bilder: Gedenktafel 700 Jahre Voigtsdorf, Reisegruppe vor der Habelschwerdter Kirche (Fotos: H. Wolf)

18.8.2018

800-Jahr-Feier in der Basilika zu Albendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:03

Eine Feier der Superlative am Tag Maria Himmelfahrt in Albendorf. Bei schönstem Wetter versammelten sich mehrere Tausend Gläubige, um die Messe mit Bischof Dec und vielen anwesenden Pfarrern gemeinsam zu feiern. Auch über 100 Soldaten nahmen am Gottesdienst teil und schossen am Ende sogar 3 Mal Salut. Der ganze Berg war voller Menschen, und einige Chöre wie auch eine große Blaskapelle umrahmten den Gottesdienst mit kirchlichen Liedern.

      

Wahrlich eine würdige Feier zum 800-jährigen Bestehen des Wallfahrtsortes. Wir Deutschen hätten das Auftreten des Militärs vielleicht nicht als passend empfunden, aber die Situation in Polen ist nun einmal eine andere.

      

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Nach der Messe kam Bischof Dec auch zu der neuen Hirschfelder-Tafel, vor der Pfarrer R. Brudnowski aus Tscherbeney ein Buch über das Leben und Wirken des Seligen überreicht wurde.

Bericht Horst Ulbrich

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