Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

4.7.2020

Wahl zum Präsidenten in Polen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:19

Am Wahltag kam es wie erwartet: Polens Präsidentenwahl geht in eine zweite Runde. Keiner der insgesamt elf Kandidaten konnte die notwendige Mehrheit von 50 Prozent der Stimmen holen. Ein hohe Wahlbeteiligung von über 60% der 30 Millionen Berechtigten. Auch in Schwenz zur Wahl nur mit Maske und am Eingang Hände desinfizieren, viele hatten sogar einen eigenen Kugelschreiber mitgebracht. Die Kommission hinter einer Wand aus Plastik. 

Nach Auszählung aller Wahlkreise setzte sich der, von der Regierungspartei PiS und Amtsinhaber Andrzej Duda mit knapp 44 Prozent durch – vor dem liberalen Warschauer Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski von der Bürgerplattform mit gut 30 Prozent. Andere Kandidaten spielten keine Rolle mehr.

Der Mann des Rechtsaußen-Bündnisses „Konföderation“, Krzystof Bosak, bekam ca. 7% der Stimmen und heizte unmittelbar, nachdem die Wahl-Lokale um 21 Uhr geschlossen hatten, den Kampf für die Stich-Wahl an. Die PiS mit Duda will nun im ultrarechten Lager weitere Stimmen sammeln die zu den 50% noch fehlen. Duda sagte auf einer Wahlparty er habe ähnliche Ziele wie Bosak für ein starkes und sicheres Polen.

Eine zweite Amtszeit des Favoriten Duda würde das Machtmonopol der Pis Partei bis zur nächsten Parlamentswahl 2023 untermauern.

Ein Sieg des Herausforderers, dem Oberbürgermeister von Warschau, Rafal Trzaskowskis dagegen würde ein Regieren der Pis erschweren und demokratisch ausgewogener gestalten. Unter anderem will er nämlich die umstrittene Justizreform rückgängig machen, wegen der gegen Polen mehrere EU-Verfahren laufen.

Es scheint sich ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Duda der Pis Partei und Trzaskowskis von der Bürgerplattform bei der nächsten Wahl abzuzeichnen. Schauen wir wie Polen sich entscheidet.

Bericht

Horst Ulbrich

2.7.2020

Neues vom DFK Glatz und der Ortsgruppe DFK Kudowa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:32

Am 27.6.2020 war zum ersten Mal nach Coronabeschränkungen unsere Geschäftsstelle geöffnet, aber nur einige haben sich vor dem deutschen Gottesdienst getraut zu kommen. Da war der Abstand gut einzuhalten. Die restlichen Teilnehmer an der Messe trafen sich gleich vor der Kirche und wurden dort von Pater Arndt herzlich begrüßt.

Für den musikalischen Rahmen sorgten wieder Jochen Straube und Heinz-Peter Keuten. Im Juli wird unser Gottesdienst, in der Urlaubszeit ausfallen. Wir treffen uns in der Kirche der Klarissen wieder am 29.August.

     

Gleich am nächsten Tag war ich dann wieder bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa in Tscherbeney. Dort traf ich mich mit einigen engagierten Mitgliedern, um die Situation nach Elisabeth Kynast zu besprechen. Zum Haus waren alle sehr skeptisch weil keine Zusage des weiteren Verweilens unserer deutschen Gruppe garantiert werden kann. Aber wir haben Vorgespräche zu neuem Vorstand, Messe für Elisabeth und den Gedenkstein gehabt. Einen Vorstand, der später durch Wahl noch bestätigt werden muss, ist gefunden. Maria spricht mit dem Pfarrer über einen Termin der Totenmesse für Elisabeth, die vor der Hirschfelder Messe sein soll. Im Anschluss dann ein Treffen im Pfarrsaal zur Wahl eines neuen Vorstandes. Ich werde zeitnah zu den Terminen berichten.

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Natürlich hoffen alle, dass die geplante Übertragung auf die Hirschfelder Stiftung und ein Vertrag zu Gunsten des DFK Kudowa bald zustande kommt. Nur so kann mittel-und langfristig geplant werden.

Zu dem Gedenkstein für Elisabeth gab es einen sehr schönen, aber auch teuren Vorschlag der aber so vielleicht nicht angenommen wird. Ich spreche dazu mit der Familie Kynast, dem Großdechanten und den DFK Mitgliedern in Tscherbeney. Sollte Frau Bazala als alleinige Initiatorin die Finanzen für Planung und Herstellung aufbringen können, wäre das eine Lösung. Sollte das nicht der Fall sein, wird der DFK Glatz ein Projekt erstellen, um zuvor eine Planung, Kostenvoranschlag und Finanzierung zu erstelln. Danach den Auftrag zu einem Steinmetz geben.

Es besteht ein weiterer Vorschlag, den Text am Lapidarium kürzer und auf einem Stein zu gestalten, da der Text auch in 3 Sprachen sein soll. Dazu eine Tafel an Elisabeths Haus, und so wollen wir das Haus auch weiterhin nennen, um auf ihre Verdienste mit allen Daten aufmerksam zu machen. Das wird nicht ganz schnell gehen, aber Einweihung war zum Hirschfelder Tag geplant und da ist noch Zeit.

Bericht

Horst Ulbrich

25.6.2020

Corona und kein Ende?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:35

Nun war Deutschland ja auf einem guten Weg und jetzt haben wir in Schlesien eine Reisewarnung für NRW in Deutschland. Auch wir wollten endlich wieder einmal nach Herford unsere Freunde besuchen, werden aber weiter die Entwicklung abwarten.

Aber in unserem geliebten Schlesien sind wir auf einem guten Weg. Der Kreis Glatz ist nur wenig betroffen und es gibt seit dem 23.6. auch keine neuen Infektionen.

Also hat der DFK Glatz beschlossen, ab Samstag 27.6. vor dem deutschen Gottesdienst den normalen Betrieb wieder aufzunehmen. Ab 11 Uhr ist unsere Geschäftsstelle geöffnet, herzliche Einladung zum Kaffee. Ab 14 Uhr dann deutsche Messe mit Pater Marian Arndt bei den Schwestern der Klarissen  in gleicher Straße. Der Deutschunterricht der Jugend bei Frau Patzwald war bisher nur per Internet und hat sehr gut funktioniert. Seit dem 17.6. aber wieder in unseren Räumen mit 1,5 Meter  Abstand. Das lässt sich bis zu 10 Personen gut realisieren. Eigentlich beginnen mit dem 1.7. in Polen ja die Ferien und auch bei uns fällt der Unterricht normalerweise aus. Aber nach Coronazeiten wollten die Kinder sich weiter treffen. So wird der Unterricht bis Ende Juli fortgeführt, um dann für einen Monat zu pausieren. Wegen des Lerneifers habe ich die Gruppe nach dem nächsten Unterricht zur Pizza eingeladen.

Erstes Treffen bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa habe ich für Sonntag 15 Uhr angesetzt. Dort soll geklärt werden, ob wir die Zukunft planen können oder den DFK Kudowa auflösen und die Gruppe in den DFK Glatz integrieren. Leider gibt es aus Deutschland keinerlei Zusagen wie es mit dem Hirschfelder Haus weitergehen kann. Ohne mittelfristige Planung hat alle Mühe keinen Zweck. Die Pflege des Hirschfelder Grabes, sowie der Schwesterngräber und des Lapidariums wird dann von uns in Glatz übernommen.

           Hirschfelder Haus.

Alle hier lebenden deutschen Mitglieder haben die Krise gut überstanden. Wir waren in der Zeit mit Hausbesuchen beschäftigt, um Medikamente, auch Lebensmittel zu bringen. Viele unserer älteren Mitglieder haben sich kaum aus dem Haus getraut und wurden dann per Post von den neuen Ereignissen beim DFK unterrichtet. Die Disziplin ist, vielleicht auch Dank kommunistischer Erziehung, perfekt. Von 10 bis 12 Uhr in den Kaufhäusern, Einlass nur für Rentner und sogar im Park wurde vor den Lockerungen mit Maske spaziert. In den Geschäften Mundschutz und Handschuhe war Pflicht. Nun haben wir fast normale Verhältnisse und hoffen weiterhin, dass die Situation so bleibt. Auch die Grenzen sind offen für Touristen, wie auch Restaurants und Bäder. Dort natürlich immer noch mit den vorgegebenen Abstandsregeln. Also herzliche Einladung. Hier seit ihr sicherer als zu Hause.

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Wie vor langer Zeit geschrieben ist unser Mitglied Hedwig Klopott gestorben. Sie hatte einen Traum. Eine Residenz der gehobenen Klasse nur für deutsche Rentner. Das wäre bei normalen Renten aus Deutschland auch gut zu finanzieren gewesen. Leider fand ihr Traum ein jähes Ende und das wunderschöne Haus steht nun zum Verkauf.

       

Meine Idee:

Wenn sich 10 Rentner mit etwas Kapital zusammentun und das Haus kaufen, können wir für deutsche Betreuung und ärztliche Betreuung sorgen. Die Ausstattung des Hauses ist perfekt. Auch wir waren schon mit elektrischen Pflegebetten und medizinischem Gerät bei der Ausstattung behilflich. Leider sind ältere Menschen in Deutschland nicht mehr so flexibel. Aber bedenkt…. im Sarg nutzt das Kapital nicht mehr. Hier wäre eine außergewöhnliche Chance seinen Lebensabend im Luftkurort Bad Landek mit Blick über die Stadt und bester Betreuung zu genießen. Sollte doch Interesse an einem gemeinsamen Projekt sein, so steht der DFK Glatz mit Rat und Tat zur Seite. Die Pflege selbst ist hier zu einem Bruchteil der deutschen Kosten zu organisieren. Info zum Haus unter pflegeinpolen.com

Schauen wir was die Zeit bringt.

E-Mail hulbrich@75gmail.com

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

21.6.2020

Lauf um das Hufeisen der Reitanlage Glatzer Rose in Schwenz bei Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:35

Wie bekannt haben wir den Reitbetrieb an die Reitlehrerin Dorota verpachtet und seit der Zeit hat sie viel investiert und einen guten nationalen Standard erreicht.

Der Schwiegersohn Michael Wos ist Sportlehrer und Organisator…… beim polnischen Laufverein…… Er hat auch 2020 unter schwierigen Umständen wieder einen Geländelauf beim Reitverein Glatzer Rose in Schwenz organisiert. Leider in diesem Jahr nur mit nationalen Teilnehmern und ohne Zuschauer auch nur in drei Kategorien. 9 Uhr 12 Uhr und 15 Uhr wurde gestartet mit max. 50 Teilnehmern. Natürlich sind trotzdem die Familien dabei gewesen und das wollte auch niemand verhindern.

      Bitte auf die Bilder klicken.

Bis zum nächsten Start mussten alle das Gelände verlassen haben damit die nächste Gruppe erscheinen durfte. Eine logistische Herausforderung in Coronazeiten, die aber bei den Vorgaben gut funktionierte. Um 17 Uhr dann die Preisverleihung der jeweils ersten drei Gewinner. Ich war erstaunt, dass man 10 Kilometer über den Hoberg in weniger als 43 Minuten laufen kann. Natürlich mit vielen Streckenposten unterwegs zur Kontrolle, die per Funk den Durchlauf der Teilnehmer an den Kontrollpunkten melden mussten. Dort wurde den Läufern auch Wasser angeboten. Eine tolle Organisation von Michael Wos, der aber in ganz Polen diese Lauftreffen organisiert. Hoffen wir im nächsten Jahr auf bessere Bedingungen.

   

Trotzdem nur Regen und Gewitter gemeldet waren hat das Wetter bis zum Schuss gehalten und die Gewinner konnten dann wenigstens noch mit Grillwurst und Bier ihren Erfolg mit Abstand, bis auf Familien, feiern.

Bericht

Horst Ulbrich

31.5.2020

Erster deutscher Gottesdienst nach Coronapause.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:29

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                    57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                      E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

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Am 30.5.2020 haben wir zu Pfingsten endlich wieder einen deutschen Gottesdienst mit Pater Marian Arndt feiern können. Ein herzliches Wiedersehen mit einigen, ohne Umarmung. In der Kirche dann mit viel Abstand, bis auf Familien.

   

Ich habe Euch vermisst sagte der Vorsitzende und alle waren der gleichen Meinung. Unserem Aufruf sind dann auch nur einige gefolgt, ein Problem ist für viele ältere der Transport den wir zum nächsten Gottesdienst am 27.6. wieder organisieren wollen. Bisher waren nur 2 Personen im PKW erlaubt, ausgenommen Familien. Musikalisch wurde die Messe wieder mit Heinz Peter Gitarre und Jochen Flöte begleitet.

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Jochen sei Dank, er übernimmt schon seit Jahren Vorbereitung und Ablauf des Gottesdienstes mit Einführung,Gesängen und Fürbitten. Schön einen Religionspädagogen in unseren Reihen zu haben.

Nach der Kirche haben wir uns auf dem Kirchhof versammelt, um wichtiges zu besprechen. Die plötzliche Lockerung der Coronamaßnahmen wollen wir abwarten, denn wie im vorigen Beitrag geschrieben haben wir in Schlesien plötzlich keine Maskenpflicht mehr und Versammlungen bis 150 Personen sind wieder erlaubt. Hoffentlich geht das gut denn auch in Glatz sind die Fallzahlen steigend. Ich werde die Zeit bis zur geplanten Öffnung unserer Geschäftsstelle zum nächsten Gottesdienst am 27.6. nutzen, um den Fortgang unserer Ortsgruppe DFK Kudowa zu organisieren. Durch Wegfall der Maßnahmen können wir jetzt auch dort eine Versammlung abhalten. Ein neuer Vorstand muss gewählt werden, Öffnungszeiten sind fest zu legen, auch die Messe für die verstorbene Vorsitzende Elisabeth, wie auch die Hirschfelder Messe sind zu organisieren.

Es gibt viel zu tun, packen wir es an.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

Was ist los in der Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:41

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

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30.5.2020

Nun hört man in Deutschland ja im Fernsehen über Milliarden, ja Billionen Hilfen für die Wirtschaft und auch für alle Bürger. Aber wie geht das? Früher war das Prinzip: Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not!

Nun wurden wir in den letzten Jahren zum Ausgeben unserer Ersparnisse ermuntert, weil die Zinsen ja das Sparen unattraktiv machten. Also Schulden war das Wort der Zukunft und so haben sich viele auch in Abenteuer mit Lokalen, Geschäften und vielen, nicht sicheren Kapitalanlagen mit viel Schulden gestürzt.

Und jetzt?

Der Staat war wohl der Einzige, der in den letzten Jahren, mit den vielen Steuern davon profitierte und gespart hatte. Nun soll aus den Mitteln alles finanziert werden und auch der Staat soll sich hoch verschulden. Firmen die nur auf schwacher finanzieller Basis ihren Profit in der Zukunft sahen, der Finanzrahmen bei Minuszinsen war ja per Kredit nicht das Problem. Aber ist das Realistisch? Jetzt haben wir den Salat. Und der Staat, das heißt die Zukunft unserer Kinder spendiert jedem, noch so maroden Unternehmen Hilfe. Warum? Ja gut, es geht nur um die Arbeitsplätze und um sie zu erhalten, bevor ein totaler Wirtschaftskollaps kommt. Viel Spielraum gibt es nicht mehr. Da gibt es auch so merkwürdige Vorstellungen allen Familien 300,-€ zu spendieren, damit sie das Geld sofort wieder ausgeben, egal wie viel sie verdienen, um die Wirtschaft am Rollen zu halten. Auch die Renten sollten erhöht werden und das in der heutigen Situation. Wohin sind wir eigentlich gekommen? Ich habe eine Rente von ca 1000,-€ und kann gern auf weitere Erhöhungen verzichten, wenn die Preise so bleiben. Wer kümmert sich eigentlich darum? In jeder Zeit sind Firmen in die Insolvenz gegangen weil das Management unfähig war auch schwache Zeiten zu kalkulieren. Aber seit Jahren haben viele Unternehmen nur noch auf Wachstum und weiteren Profit gesetzt. Sind wir wirklich so unersättlich? Wachstum, Wachstum? Ich denke nach der Abwicklung der ganzen momentanen wirtschaftlichen Probleme in Europa werden wir eine andere Welt erleben. Zurück zu den Wurzeln einer Wirtschaftspolitik die in ihrer Gesamtheit Krisen übersteht und keine so große Abhängigkeit mehr von anderen Ländern, vor allem China.

Manchmal kann man auch den Eindruck gewinnen, dass auch Familienplanung mit Kindern erst dann beginnt wenn man sicher ist Kinder bald in Kita oder Kindergarten geben zu können. Nun bei home office ist das ein weiteres Problem, für die Kinder und die Eltern. Da ist die staatliche Unterstützung in Polen mit dem Gesetzt 500+ weitaus kinderfreundlicher, ein Kostenrahmen der aber auch finanziert werden muss. Eine Familie mit drei Kindern hat dann also zusätzlich 1500,- Zloty pro Monat und das ist ca. der Nettomindestlohn eines Arbeiters. Da bleiben viele Frauen zu Hause und betreuen ihre Kinder selbst, eben wie es früher normal war.

Das Neueste aus Schlesien:

Ab 30.5.um 24 Uhr, also heute, weitere Lockerung der Verordnung zum Wohle der Wirtschaft: Keine Maskenpflicht mehr in Geschäften und der Stadt. Versammlungen bis 150 Personen sind wieder erlaubt. Die große Freude bricht aus und es gibt schon Verabredungen für Heute um 24 Uhr, um die Freiheit entsprechend zu feiern. Mit Countdown und runterzählen wie zu Sylvester ist das bei einigen Gruppen geplant. Und dann mit Hurra und Küsschen? Aber geht das gut?

Durch unsere Kontakte weiß ich von einer Klinik in Breslau die überfüllt ist und der zuständige Virologe dringend von Lockerungen abrät. Die App des Glatzer Bürgermeisters zeigt einen Anstieg der Infizierten im Glatzer Raum auf 177 und 42 werden im Krankenhaus betreut. Wir, der Vorstand des DFK Glatz werden abwarten wie sich die Situation nach Lockerung der Maßnahmen entwickelt und planen unseren normalen Betrieb mit Öffnungszeiten ab dem nächsten deutschen Gottesdienst am 27.6. Ich werde frühzeitig hier berichten. Hoffen wir zunächst, dass die Befürchtungen des Virologen nicht eintreten und wir den ganzen Horror überleben.

Ich wünsche allen von Herzen, bleibt gesund.

Es grüßt aus Glatz

Horst Ulbrich

30.5.2020

Corona in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:59

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                               57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

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 Glatz, den 20.5.2020

Die Fallzahlen und deren Auswirkungen:

Nun sehen wir in Glatz ja deutsches Fernsehen und sind bestens über die Zustände in Deutschland informiert. Dazu sind die veröffentlichten Zahlen in Polen moderat mit 18.000 Infizierten und ca. 700 Todesfällen. Wie weit man den Zahlen trauen kann? Schön wäre es, aber wer wenig testet, hat wenig Infizierte. Die Zahlen in unser geliebten Heimat scheinen jedoch noch gering zu sein.

Anders in Oberschlesien. Seit Anfang Mai bildet Ruda Śląska neben anderen Städten im oberschlesischen Ballungsgebiet, in dem 4,5 Millionen Menschen leben, den größten Pandemie-Hotspot Polens. Derzeit gibt es rund 18.000 gemeldete Corona-Fälle im ganzen Land, darunter 5000 in Schlesien und davon etwa1000 Bergarbeiter (Stand vom 15.05.). Die Tendenz ist steigend. Von den täglich neu gemeldeten Fällen kommen derzeit regelmäßig zwei Drittel aus Oberschlesien.

Derzeit wurde die Produktion in drei von den 30 oberschlesischen Gruben eingestellt. Größtes Problem ist die Enge in den Förderkörben, wo 48 bis 120 Arbeiter dicht an dicht einfahren. Ein Weiteres ist die Nähe in der Umkleide und den Duschen. Viele Leser, die im Bergbau Neurode und Schlegel gearbeitet haben, kennen das aus eigener Erfahrung.

Polens Energieversorgung basiert zu 80 Prozent auf Kohle. Im Bergbau arbeiten 90.000 Menschen, weitere 90.000 sind in den Unternehmen beschäftigt, die mit dem Bergbau zusammenarbeiten und wir hoffen, nicht auch noch ein größeres Energieproblem zu bekommen, wenn die Zahlen weiter fortschreiten.

Wirtschaft:

Eine Nachricht des Breslauer Bürgermeisters würde in Deutschland jeden Kleinunternehmer und Restaurantbesitzer erfreuen. Er gab Folgendes bekannt:

Breslau erweitert sein Hilfspaket für Unternehmer. Für einen symbolischen Zloty – Miete für die Anmietung eines Geländes und kostenlos für gastronomische Gärten.

Die Verordnung ist im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie bei Dienstleistungen und Handel anzuwenden. Es geht unter anderem um die Eigentümer von Restaurants, Cafés, Schönheitssalons, Buchhandlungen, Bekleidungsgeschäften, Schuhgeschäften und Geschäften mit Haushaltsgeräten. Das Angebot kann von Personen genutzt werden, die keine Zahlungsrückstände bei der Zahlung von Gebühren und Mieten von mehr als zwei Monaten bei der Gemeinde haben – betont Marcin Urban, der Schatzmeister von Breslau, und fügt hinzu, dass diese Form der Unterstützung mindestens bis zur Aufhebung der Epidemie andauern wird, während ihre mögliche Verlängerung davon abhängt, wie sich die Situation entwickelt.

Situation in der Grafschaft:

Ich war erstaunt, wie diszipliniert die Bevölkerung alles befolgt, was gefordert wird. Natürlich in der Innenstadt und den Geschäften Masken und Handschuhe. Da wir privat in der Zeit der Einschränkungen renovieren, bin ich oft im Baumarkt, wo ein Wachmann sofort auf das Desinfektionsgerät hinweist. Ohne Maske kein Einlass und bisher nur doppelt so viele Kunden wie es Kassen gab. Dort auch nur mit Absperrungen auf 2 Meter zur Kasse. Kommt ein Kunde raus, darf der Nächste rein. Von 10 bis 12 Uhr in den Lebensmittelläden haben nur Rentner Einlass. Das war bis zur Lockerung ab 15.5. der Fall. Ein drastisches Beispiel erlebte ich beim Kauf eines Kasten Bier in Eckersdorf, wo ich ohne Handschuhe war und den leeren Kasten in den Händen hielt. Ich wurde sofort des Geschäftes verwiesen, durfte dann am Eingang neue Handschuhe nehmen. Die Besitzerin erzählte, dass die Polizei auch auf den Dörfern kontrolliert und sofort Strafen, 500,- Zloty für den Kunden und 1000,- für den Ladenbesitzer, verhängt. Die Stadt war bis zu den neuesten Lockerungen wie ausgestorben. Nur Lebensmittelgeschäfte und Baumärkte waren offen. Viele unserer Freunde renovieren wie wir ihre Wohnungen und die Baumärkte profitieren davon.

Der DFK Glatz:

Nun hatten wir Ende 2019 den Fäkalienschaden, wo aus der Toilette plötzlich eine meterhohe Fontäne kam und sich ins Büro, die Küche und den Gemeinschaftsraum ergoss und sich plötzlich alle Fäkalien bis aus dem 4. Stock in unseren Räumen verteilten. Bis Februar haben wir mit Entsorgung und Möbelbau verbracht, da auch die Möbel die Jauche angesaugt hatten und entsorgt werden mussten. Und gerade, wo ein normaler Betrieb mit unseren Deutschkursen, Chor, Buchbesprechungen und Treffen der Mitglieder begann, da mussten wir wegen Corona und den Versammlungsbeschränkungen schließen. Ich hatte auf unserer Internetseite Neues aus Schlesien berichtet. Dazu kam jetzt auch noch der Tod unserer geliebten Elisabeth Kynast, Leiterin unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, und ein Haufen Arbeit. Unsere alten und kranken Mitglieder versorgen wir mit wichtigen Medikamenten, auch Hilfsmitteln von Gehstöcken bis Pflegebetten aus unserem Zentrallager. Der nächste Hilfstransport kommt nun auch erst am 1. August, der uns sonst immer in der Karwoche erreichte. Täglich telefonieren wir nun, um auch Einkäufe für unsere älteren, gehbehinderten Mitglieder zu bewerkstelligen. Ein Treffen mit einigen Mitgliedern vom DFK Kudowa in Tscherbeney habe ich dann im Freien organisiert, denn eine Mitgliederversammlung ist ja nicht möglich. Frau Maria Twertetschka wird voraussichtlich den Vorsitz übernehmen, wenn eine ordentliche Wahl der Mitglieder im Grenzbezirk Polen / Tschechien wieder möglich ist. Bis dahin hoffen wir alle gesund zu bleiben.

Das wünsche ich von Herzen auch allen Lesern.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

4.5.2020

Flaggenwegsel zum 1. Mai

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:00

Na was ist denn richtig?

So……..

 

       oder so….. 

und damit meine ich nicht die Richtung rechts oder links.

In Schlesien war es ja nach dem Krieg, bei Androhung von Strafe, Pflicht die polnische Fahne an jedem Haus, möglichst an jedem Fenster zu zeigen. Das ist natürlich seit der Wende in Polen nicht mehr so. Aber an vielen Häusern ist das, nun freiwillig , immer noch Brauch.

Da unsere Fahnen an der Reithalle über den Winter sehr gelitten haben und jedes Jahr erneuert werden, war das auch am 1.Mai wieder fällig.

Aber was ist das denn? Wer hat sich da so vertan? Aber schnell wieder auf das Hallendach und umgedreht.

Beim DFK Glatz immer noch kein normaler Vereinsbetrieb. Ich hoffe aber auf baldige Lockerungen der Versammlungsfreiheit damit wir uns in den Vereinsräumen wieder treffen können. Wir hoffen dann auf einen Neustart unserer Deutschkurse die zur Zeit natürlich auch nicht stattfinden können. Bei der letzten Vorstandssitzung mussten wir einen anderen Finanzierungsrahmen festlegen und hoffen das so realisieren zu können. Die Jugend hat mit dem Unterricht schon online mit Frau Patzwald begonnenen. Von der Uni Breslau gab es dazu ein Programm wo alle Schüler mit dem Lehrer Verbindung haben und Aufgaben übernehmen können. Voraussetzung ist natürlich ein PC und Onlineanschluss für alle. Das werden wir nach Corona neben dem Unterricht in unseren Räumen auch weiter beibehalten.

In Schlesien hat es endlich geregnet und wir hoffen auf weitere Niederschläge denn es ist immer noch viel zu trocken. Vielleicht passt ja mal der Kalenderspruch:

Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauern Scheuer und Fass.

Horst Ulbrich

26.4.2020

 Info aus Glatz, den 23.4.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:17

In der Heimat Schlesien immer noch disziplinierter Stillstand. Firmen produzieren mit großen Einschränkungen, teilweise mit halber Besatzung, aber produzieren….

In der Innenstadt sieht man nur Masken. Am Eingang der Geschäfte; nur Lebensmittel und Baumärkte, Kontrollen. Handschuhe und Maske und desinfizieren wer eigene Handschuhe hat.

Wenn ein Kunde rauskommt darf der nächste rein. Aber 24 Stunden geöffnet…..

Aber ich denke das ist sehr gut und vielleicht deshalb gibt es so wenig Infizierte in Polen……. wenn die offiziellen Zahlen stimmen.

Wenn dann die Infizierten, die es noch nicht spüren und wissen, ein Weitergeben des Virus durch die Masken verhindern wird, nichts anderes bewirken ja die Masken, dann steckt man kaum weitere Menschen an und es werden zwangsläufig weniger Kranke.

In Deutschland ist man immer noch uneinig ob Masken und wenn ja, wo und wann? Das ist bei den politischen Verhältnissen hier anders, eventuelle im Moment sogar von Vorteil. Und die Menschen sind sehr diszipliniert!

Wie bekannt ist die Vorsitzende unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, Elisabeth Kynast ist gestorben und wir müssen entscheiden wie es dort weitergeht.

Beim DFK in Glatz ist natürlich auch Stillstand. Deutschunterricht der Jugend beginnt online mit Frau Patzwald, Veranstaltungen in der Geschäftsstelle sind abgesagt. Samstag 25.4, kleine Vorstandsitzung zu wichtigen Unterschriften und Entscheidungen für die nahe Zukunft. Die Hilfstransporte vor Ostern sind ja auch ausgefallen, so auch weitere Unterstützung für das Glatzer Krankenhaus, sowie Kinder-und Altenheime. Wir unterstützen im Moment nur unsere Mitglieder.

Bei den ganzen Problemen waren mir meine Betablocker ausgegangen. Früher habe ich sie mal in der Apotheke mit Vorzeigen der Packung kaufen können, aber selbst die hatte ich nicht mehr. Also Krankenhaus, man kennt ja die Direktorin durch die Hilfstransporte. Mit dem Auto durfte ich schon nicht auf das Gelände fahren, obwohl der Pförtner mich kennt und sonst sofort die Schranke aufmacht. Nach Telefonat mit dem Sekretariat kam die Sekretärin maskiert an die Pforte, ich habe ihr auf einen Zettel das Medikament geschrieben, mit dem sie verschwand. Dann brachte sie mir aber ein Rezept von einem Krankenhausarzt für 30 Tabletten. Die liebe Frau in der Apotheke konnte ich bezirzen eine große Packung daraus zu machen und nach weiterem zirzen mir auch eine zweite Packung verkaufte. 21,70 PLN. Da hätte ich in Deutschland mit 5,- € Eigenbeteiligung schon für die erste Packung mehr bezahlt. Das reicht nun für das Jahr 2020. Auch das Privatrezept hat sie mir zurückgegeben, so kann ich die Pillen nun noch oft holen.

Nun hoffe ich liebe Leser, ihr seit alle noch gesund.

Privat renovieren wir immer noch. Man hat ja Zeit bei Corona zum Renovieren.

Wie ich gerade erfahren habe ist unser lieber Diakon, Ewald Pohl aus Spenge NRW gestorben. Er hat viele Jahre die Messe der Eckersdorfer Heimatvertriebenen beim Jahrestreffen in Melle gehalten.

Gott gebe ihm die ewige Ruhe.

Ich wünsche allen Gesundheit in einer schweren Zeit.

Euer Horst

14.4.2020

Glatzer Bahnhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:01

Informationen für die Glatzer Freunde.

Der Glatzer Stadtbahnhof wird neu gestaltet. Endlich werden viele sagen, aber es ist ein großes Bauprojekt das auch viel Zeit in Anspruch nimmt, um den laufenden Verkehr aufrecht zu erhalten.

         Drei Bilder zur Planung.    Zum vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Geplant ist die Koppelung mit einem Einkaufszentrum und der Transportlogistik. Zum Glück ist wohl, trotz der Lage in der City, ausreichend Platz vorhanden.

Bilder zum Baufortschritt.

Die Unterführung ist schon erneuert und ein Zugang unter der Brücke zum Bahnhof ist in Angriff genommen worden. Hoffen wir, dass es mit den Baumaßnahmen so weitergeht.

Hier auch einige Bilder aus deutschen Zeiten.

 Bilder aus alten Zeiten.

Bericht

Horst Ulbrich

9.4.2020

Ostern und Corona.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:57

Na das passt ja toll zusammen. Da sitzen viele schon seit längerer Zeit zu Hause und nun auch noch an Ostern.

Leider wird sich das ja nicht verhindern lassen und die Maßnahmen werden noch verschärft….. Ab nächster Woche nur noch mit Mundschutz in allen Läden, sonst alle zu Hause bleiben.

Das mir keiner den Lagerkoller bekommt. Es gibt ja noch die Gesellschaftsspiele, die irgendwo im Schrank rumliegen. Gemeinsam Kochen ist auch wieder inn. Da kann auch keiner meckern wer da wohl die Suppe versalzen hat…. ja und der Staat? Der wirft mit dem Geld rum das unsere Enkel dann mal verdienen müssen. Wohl dem der Rentner ist und damit ein festes Einkommen hat. Lustig war ja die Ankündigung im Fernsehen, es dem Trump nachzumachen und jedem Bürger 1000,-€ zu zahlen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Ja toll aber die Geschäfte wurden vorher geschlossen!!!! Man könnte ja den Vorrat an Toilettenpapier noch etwas erhöhen. Man weiß ja nie…

Ja, ja, man sollte in jeder Situation nicht den Humor verlieren und gerade jetzt dürfen wir uns die Stimmung nicht vermiesen lassen. Es gibt auch gute Nachrichten. Keiner hat mehr die Grippe…. nur Corona. Und im Geschäft nur nicht niesen!!!! Das gibt eine Panik und Massenflucht aus dem Laden. In Schlesien von 10 bis 12 Uhr am Morgen Einkauf nur für Rentner. Da habe ich aber heute ein Kompliment vom Wachmann am Eingang bekommen, in der er mich nach dem Alter gefragt hat. Ja…. das hebt die Stimmung beim Einkauf der Lebensmittel. Was anderes gibt es ja nicht mehr.

Bei uns privat ist der Umbau Wohnzimmer tatsächlich noch vor dem Fest fertig geworden. Jeden Tag hatte ich Angst die Arbeiter kommen nicht mehr. Aber sie haben vollendet… Und schön, dass der Bauschutt aus dem Haus ist. So soll es nun Ostern werden. Krankenbesuche in Richtung Neurode und weiter sind erledigt. Samstag noch Wiktoria und Bedürftige beim DFK Kudowa. Wir warten nun alle auf eine langsame Rücknahme der Beschränkungen damit wir beim DFK Glatz und DFK Kudowa weiter aktiv werden können.

Allen Spendern sei herzlich gedankt, die uns immer wieder mit Zahlungen auf unsere Konten die Hilfe für Bedürftige ermöglichen.

Ein herzliches vergelts Gott.

Ko. DFK Glatz Mitgliedsbeiträge im Briefkopf

Ko. Schlesienhilfe für Beddürftige DE 02 4945 0120 111 255 1179

So möchte ich allen Freunden und Bekannten ein

segensreiches und frohes Osterfest wünschen.

Und bleibt mir gesund und zu Hause.

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

5.4.2020

Corona…. und ein Ende?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:05

Ende der Welt sagen die Pessimisten. Aber wenn noch lange Zeit bis zu dem erwarteten Höhepunkt verstreicht werden die Probleme irgendwann unhaltbar.

Familien in kleinen Wohnungen sind am Meisten betroffen. Schon jetzt nimmt häusliche Gewalt zu, in Zukunft sind auch vermehrt Diebstähle zu erwarten. Zu Rebellion neigen zumindest wir Deutschen ja nicht gerade, aber die Gewalt wird zunehmen, auch das Verständnis gegenüber der älteren Bevölkerung. „ Wegen denen sollen wir unser Leben einschränken und eingesperrt bleiben“ werden vermehrt die Jungen argumentieren.

Dann könnte es dazu kommen, dass die Jungen wieder arbeiten gehen dürfen, was zwangsläufig dann sein muss, aber auch die Restaurants und Geschäfte geöffnet werden. Menschen ab einem gewissen Alter bleiben dann in Quarantäne, sie sind ja schließlich mehr gefährdet. Bei jungen Menschen sind die Schweren Erkrankungen und Todesfälle ja gering, das zeigen die Zahlen. Eine Vereinsamung der älteren Bevölkerung wäre die Folge.

Also….. alles hängt nur an der Länge der Quarantäne und der Belastbarkeit der Wirtschaft.

Nun gehöre ich ja zu den Optimisten und prognostiziere eine Lockerung der Quarantäne für Ende April. Dann wird der Spuk noch nicht vorbei sein würde aber viele Unternehmen retten. Wobei aber ältere Beschäftigte, so ab 60 Jahren, aus humanitären Erwägungen weiter beurlaubt werden sollten. Weiterhin sollten dann die Einkaufszeiten nur für Rentner von 10 bis 12 Uhr beibehalten werden, wie es in Polen üblich ist,. So werden die Infekt Übertragungen in Grenzen gehalten bis es endlich eine Entwarnung gibt….. Und die hat es ja irgendwann sogar nach jeder Pest gegeben. Also schauen wir mutig in die Zukunft.

Wohl dem der einen Garten hat und sich damit beschäftigen und dort auch sonnen kann. Also üben wir Alten uns in Geduld und bitte vermeidet viele Kontakte zu Eurem Schutz.

Ich werde vor Ostern wieder unsere alten und kranken Deutschen in der Heimat mit kleinen Präsenten und Hilfen zur Medikamentenbeschaffung besuchen. Leider sind auch alle Hilfstransporte, die für Ostern erwartet wurden, ausgefallen. Transport der Malteser, von Herrn Pollock aus Münster und den Kirchengemeinden Königs Wusterhausen und Bukow bei Berlin können uns nicht erreichen. Aus Berlin bekamen wir immer Backzutaten und Süßigkeiten zum Fest geliefert, was sehr geholfen hat und unsere Bedürftigen immer erfreute. Den Maltesern aus Telgte sei Dank für die Postzustellung der Sämereien, die sie sonst jedes Jahr mitgebracht haben.

Meine Besuche bei den Hilfsbedürftigen bestehen leider auch nur mit Übergabe an der Haustür, sonst bleibe ich immer für Gespräche. Das tut weh, ist aber im Moment nicht zu ändern. Allen Spendern die mich dabei mit Einzahlungen auf das Konto Schlesienhilfe unterstützen sei herzlich gedankt.

Hier noch einmal das Konto.

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

Ein frohes und gesegnetes Osterfest allen Lesern dieser Seite.

Horst Ulbrich

Gott hat Elisabeth Kynast zu sich gerufen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:51

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                                   57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                        E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

                                                                                   Internet: Neues aus Schlesien. NIP 883 184 54 02

                                                                                                            Konto DE76 4945 0120 111 255 2854

Gott hat Elisabeth Kynast zu sich gerufen

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied und Vorsitzende unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

Mit ihr verlieren die Heimatvertriebenen wie auch wir in der Heimat Lebenden eine der engagiertesten Heimatfreunde der Grafschaft Glatz.

Über viele Jahre hat sie die Deutschen im Grenzgebiet Tschechien und Polen zusammengehalten und ihr Haus in Tscherbeney für den DFK Kudowa zur Verfügung gestellt. Sie organisierte die Treffen zum Jahrestag des Seligen Kaplans Gerhard Hirschfelder und hat in ihrem Haus eine Begegnungsstätte mit einem kleinen Museum zum Gedenken an den Seligen geschaffen. Seit vielen Jahren pflegte sie nicht nur die Gräber der Ordensschwestern auf dem Friedhof in Tscherbeney, sondern auch die vieler anderer verstorbener Deutschen, die sonst in Vergessenheit geraten wären. Ihr letzter Einsatz war der für eine Gedenktafel zu Ehren der Kriegsfrauen aus drei Nationen, aus Deutschland, Tschechien und Polen, auf besagtem Friedhof, die mit dem Großdechanten am Hirschfelder-Tag 2019 geweiht wurde.

Auf dem Lapidarium werden wir nun eine weitere Tafel aufstellen, zu Ehren unserer unermüdlichen Kämpferin Elisabeth Kynast in Dankbarkeit für ihren Einsatz für die ganze Grafschaft Glatz.

Leider kann auch ich nicht an der Beerdigung teilnehmen, da ich mit deutschem Pass bei der Rückreise nach Schlesien zunächst in Quarantäne müsste und zudem die Teilnehmerzahl wegen des Versammlungsverbots auf ein Minimum beschränkt werden muss.

Wir alle vom DFK Kudowa und DFK Glatz trauern um unsere Schmidt Liesel. Ihr vielfacher Einsatz für die Heimat bleibt unvergessen. Der Herr schenke ihr die ewige Ruhe.

Horst Ulbrich

28.3.2020

Hilfe für die Pfarrer in Niederschlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:59

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                       57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                   E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

                                                                       Internet: Neues aus Schlesien. NIP 883 184 54 02

Pfarrer in Polen leiden unter dem Coronavirus.

Im Gegensatz zu Deutschland haben die Pfarrer in Polen nur die Einnahmen, die sie bei Hochzeiten, Beerdigungen und den Sammlungen der hl. Messen erhalten. Davon renovieren sie vieles in den Kirchen, müssen aber auch ihren Lebensunterhalt bestreiten.

In den Zeiten von Corona sind die Kirchen geschlossen, geheiratet wird zur Zeit auch nicht. Bei Sterbefällen sind nur wenige enge Verwandte. Da kommen viele Pfarrer in finanzielle Bedrängnis.

Um unseren engagierten neuen Pfarrer zu unterstützen haben wir, für die Eckersdorfer Gemeinde eine Sammlung begonnen, die aber wegen eigener Sorgen kaum beachtet wird.

Wer für einen, Euch bekannten Pfarrer eine Spende leisten möchte kann das auf unser Konto

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179 einen Betrag zahlen.

Ich werde gegen Quittung das Geld weiterreichen und hoffe in den schwierigen Zeiten auf die Unterstützung für die Geistlichen.

Grüße aus der Heimat

Horst Ulbrich

20.3.2020

Corona überall.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:57

Liebe Freunde dieser Seite.

Corona überall.

Da gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen von angeblichen Experten.

Eine der letzten Grippezeiten hat in Europe ca 20 000 Todesfälle gebracht.

Warum so einen Aufstand um Corona.

Herr Johnson aus England meinte zunächst auch man solle alles laufen lassen, hat sich aber eines Besseren besonnen.

Andere meinen: Alte Menschen sterben halt… ob an Corona oder anderen Krankheiten. Warum die Jungen einsperren???

Aber welche Erfahrung hat die Zeit seit dem Ausbruch in China gebracht?

Dort ist man über die brachiale Abschottung großer Städte nun über den Zenit und ich hoffe, dem kann man Glauben schenken. Chinesische Ärzte, die im Einsatz Corona dort nicht mehr benötigt werden helfen sogar auch in Deutschland aus wo das Personal in den Krankenhäusern fehlt. Also nur die Nähe zu anderen Menschen einschränken, um direkte Übertragungswege zu unterbinden. Leider halten sich viele Jugendliche in Deutschland nicht daran und werden so zu Trägern des Virus und eine Gefahr für andere.

Hier in Polen staune ich über die Disziplin der Menschen. Vielleicht ein Überbleibsel der kommunistischen Erziehung aber hilfreich. Wir haben heute in Polen 378 Infizierte Menschen in den Krankenhäusern und 9 Tote wegen vorbelasteter Krankheiten. In Niederschlesien 53 Erkrankte und 2 Verstorbene. Nur Lebensmittelgeschäfte sind geöffnet, auch einige Baumärkte. Beim Betreten der Geschäfte gibt es Kontrolleure die auf das Desinfektionsmittel am Eingang hinweisen, sonst das Betreten des Geschäftes verweigern. Die Kassierer hinter einer Scheibe, Zahlen nur per Karte in fast allen Läden. Alle anderen Läden sind sowieso geschlossen wie auch Schulen, Restaurants und so weiter. Die Skodawerke in Tschechien sind geschlossen wo viele Polen gearbeitet haben. Die Grenzen sind zu. Vielleicht ist so die geringe Anzahl zu erklären, obwohl ich auch in Polen die staatlich kontrollierten Medien etwas skeptisch sehe. Ich hätte Termine in Deutschland, dürfte mit meinem deutschen Pass aber nicht mehr zurück nach Polen.

Die Hilfstransporte aus Deutschland, die uns vor Ostern noch erreichen sollten, fallen aus. Wir versorgen unsere Kranken mit Hilfsmitteln die uns aber bald ausgehen und bei den Maltesern in Telgte ist das Lager wegen des Transportausfalls überfüllt.

Vielleicht lernen wir alle aber aus dieser Situation uns gegenseitig zu helfen und unsere Bedürfnisse zurück zu fahren. Die Welt wird nach Corona eine andere sein, da bin ich sicher.

Meine Prognose ist:

Es wird ein Umdenken bei den Menschen in Bezug auf Konsum, wie auch Reisen geben. Der Onlinehandel boomt gerade in der heutigen Zeit und das wird anhalten. Schulen und Universitäten werden mehr Lehrmaterial per Internet anbieten. Dazu legen wir in der Zeit der Schulschließungen im Moment den Grundstein und liefern damit einen guten Probelauf. Leider leiden viele Kleinbetriebe darunter bis hin zum Konkurs und die angebotenen Hilfen reichen bei Totalausfällen nicht. Wo das Geld für die Hilfen der Wirtschaft herkommen soll ist mir, trotz der guten finanziellen Lage in Deutschland, auch nicht begreifbar. Obwohl wir weltweit am Besten dastehen sollen. Der Wirtschaftsboom seit 6 Jahren und die Sparpolitik mit der sogenannten Schwarzen Null, also ohne Neuverschuldung sind jetzt sehr hilfreich. Andere Länder, wie Italien werden vor dem Zusammenbruch gerettet werden müssen. Kommt nach Staatspleiten der Zusammenbruch der gesamten E U??? Im Moment sind wir am Anfang der Misere. Schauen wir mal nach 6 Monaten….

Wenn wir uns alle…. und da müssen wir auch die Jugend überzeugen….

uns an die Vorgaben halten, kann man großflächige Ausgangssperren verhindern. Sonst ist in den Städten mit kleinen Wohnungen der Lagerkoller nicht mehr auszuschließen. Die Landbevölkerung hat da weniger Probleme wie auch in unserem Dorf. Man kann sich im Garten und mit dem Viehzeug beschäftigen. Die Kontakte, hauptsächlich in den Kirchen am Sonntag, sind ja auch ausgefallen.

Wir alle müssen uns auf diese besondere Situation einstellen, um Schlimmeres zu verhindern.

Ich wünsche Euch weiterhin Gesundheit und bleibt zu Hause.

Euer Horst Ulbrich.

1.3.2020

Wenn einer eine Reise macht dann kann er was erzählen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:11

Nun hatten wir eine Reise nach Teneriffa gebucht und auch bezahlt, aber meine Frau war vor der Abreise stark erkältet, danach auch ich.

Bis zum letzten Tag war nicht klar ob wir fliegen, aber wir hofften auf das schöne Wetter und unser Urlaub begann auch ganz entspannt. Es ging uns tatsächlich besser, aber dann….

Ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 163 Km pro Stunde ließ Palmen auf Autos fallen, auch unser Hotel bewegte sich. Danach ein Sandsturm der in den Augen brannte und ein brauner Nebel lag über der Insel. Am letzten Tag vor der Abreise dann die Nachricht, ein Arzt aus Italien sei mit dem Coronavirus aus einem großen Hotel in die Quarantäne ins Krankenhaus abgeholt worden. Zum Glück auf der anderen Seite der Insel. Dort wurde sofort das ganze Hotel mit über 1000 Gästen unter Quarantäne gestellt und von der Polizei bewacht.

Wir waren froh in das kleine, Coronafreie Dorf Schwenz in Polen abreisen zu können.

Aber was war passiert? Eine Frau aus dem Nachbardorf Mittelsteine, war von ihrer Arbeitsstelle aus Italien zurückgekehrt. Durch unsere Kontakte zur Polizei erfuhren wir, sie sei mit Coronaverdacht in Quarantäne nach Breslau in die Klinik eingeliefert worden. Da es immer noch heißt Polen sei Coronafrei, wie die Medien berichten, haben wir selbst nachgefragt. Unser Mitglied des DFK aus aus Mittelsteine, eine Bekannte der betroffenen Familie, hat uns das bestätigt. Aber warum wird das der Öffentlichkeit vorenthalten? Ich habe auf meinem Handy eine Mitteilung wie man sich zur Zeit in der Öffentlichkeit verhalten soll, andere haben das nicht. Nun werden die Nachrichten in Polen kontrolliert, das weiß man. Aber der Schutz der Bevölkerung sollte doch vorgehen. Offiziell ist nichts zu erfahren, aber warum fahren dann die Krankenwagen mit so maskierten Helfern?

   Sollte nur die Frau in Quarantäne sein und die Familie sich normal bewegen dürfen, auch gestern dann zur Kommunion in der Kirche war, gibt es theoretisch ein hohes Risiko für die Kirchengemeinde.

Wie man weiß, wurde vom Bischof befohlen die Kommunion nur zum Mund zu verabreichen, so könnte es passieren den Virus an viele Menschen weiter zu geben.

Wir können nur hoffen, dass die ganze betroffene Familie in Quarantäne ist.  Dazu habe auch ich keine genaue Auskunft erhalten können, aber offiziell gibt es keine Informationen. Wir werden also für uns Vorsorge treffen, manche Kontakte und Händeschütteln zur Begrüßung meiden und warten was die Zeit bringt. Ich bitte alle Leser dieser Seite sich auch so zu verhalten. Warum aber so verfahren wird und die Öffentlichkeit von den Verdachtsfällen nicht unterrichtet wird ist nicht zu begreifen.

Bericht

Horst Ulbrich

7.1.2020

Feier in Lamsdorf am 26.1.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:50

Zum Vergrößern bitte auf das Plakat klicken.

Horst Ulbrich

6.1.2020

Der Chor des DFK Glatz, neu eingekleidet.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:08

Traditionell fand das Weihnachtskonzert der deutschen Minderheit in Niederschlesien im Kurtheater Bad Salzbrunn statt.

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Dank des deutschen Konsulats wurden für unsere Frauen nun einheitliche weiße Blusen angeschafft und wir konnten nun endlich auch in einheitlicher Kleidung auftreten. Nach den traditionellen Weihnachtsliedern hatten sich die Glatzer Sänger wie immer am Schluss – diesmal mit dem Lied „Der Weihnachtsmann hat sich ein Bein gebrochen“ – auch etwas Lustiges einfallen lassen und wir wurden mit viel Beifall belohnt.

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Auch von den anderen Chören gab es Lob, weil wir außer den traditionellen Liedern immer etwas Besonderes vortragen. Und das, obwohl wir wieder einmal a cappella auftreten mussten, da unser Pianist Szymon zur gleichen Zeit in der Glatzer Pfarrkirche die Orgel spielen musste. Andere Chöre wurden mit dem Piano oder von Akkordeonspielern begleitet, was beim Gesang enorm hilfreich ist. Außer uns traten vier Chöre und verschiedene Akkordeonspieler aus Oppeln auf, und am Ende natürlich die Sänger des DFK Waldenburg unter neuer Leitung. Leonard Malcharczyk, die rechte Hand der Konsulin aus Oppeln, aber auch professioneller Entertainer, führte durch das Programm. Der Kursaal war wie immer voll besetzt mit interessiertem Publikum. 

Leider müssen wir immer noch zu allen Auftritten die Buskosten selbst tragen und das leert übers Jahr gerechnet enorm die Vereinskasse. Zum Glück haben wir immer noch unsere Sponsoren aus Deutschland, die über unser Konto dieses möglich machen. So werden wir, so Gott will, noch viele Jahre deutsche Lieder in der Heimat verbreiten.

Bericht

Horst Ulbrich

27.12.2019

Adventsfeier in Kudowa beim Deutschen Freundschaftskreis

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:45

Es war ein unvergesslicher Nachmittag. Mit Hilfe des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz und der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Oppeln erhielten wir einen finanziellen Zuschuss zur Gestaltung der Feier.

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Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Zum Anfang gab es in der Alten Mühle in Kudowa ein Mittagessen nach schlesischer Art. In der Grafschaft mussten es immer Klöße sein. Beim Kaffeetrinken später durfte der schlesische Mohnkuchen nicht fehlen. Die 50 eingeladenen Gäste, unter ihnen die Älteste mit fast 98 Jahren, die alle in Tscherbeney und Umgebung leben, auch alle Deutschen, die noch da in der Heimat wohnen. Die Freude war sehr groß, unsere alten deutschen Lieder zu singen und über unser Brauchtum aus deutscher Zeit zu sprechen. Es begleitete uns Heinz Peter Keuten vom Deutschen Freundschaftskreis in Glatz auf seiner Gitarre.

Es waren viele junge Leute da, die ich gebeten habe, von unserem Brauchtum weiter zu erzählen, und vor allem unsere alten Weihnachtslieder zu singen. Das war für alle sehr beeindruckend, da es sonst keine Gelegenheit mehr gibt. Viele sprachen ihre Dankbarkeit aus. Einige hatten Tränen in den Augen. Es erschien noch eine Zwei-Mann-Kapelle aus Tschechien, die böhmische Weihnachtsmusik spielte.

Wir haben von der Feier aus den Großdechanten angerufen in Münster und haben ihm sein Lieblingslied gesungen. Er sagte am Schluss: „Das war mein schönstes Geschenk zu Weihnachten aus der Heimat.“

Auch St. Nikolaus war gekommen, wie früher mit einem Engel und hatte eine beeindruckende Geschichte aus der Grafschaft Glatz vorgelesen.

Bericht:

Elisabeth Kynast

Vorsitzende DFK Kudowa.

23.12.2019

Letzte Meldung vor dem Fest

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:29

Liebe Leser dieser Seite,

schon gemerkt? Es wird mit großen Schritten Weihnachten und es ist Zeit sich Ruhe zu gönnen, aber auch etwas demütig zu werden.

Es ist eine Zeit auch Danke zu sagen all denen, die unsere Arbeit zur Erhaltung deutscher Kultur in der Heimat Schlesien und unsere umfangreiche Sozialarbeit in diesem Jahr unterstützt haben.

Es war wieder ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr. Vieles ist uns mit der Unterstützung aus Deutschland gelungen, was mit den uns hier zur Verfügung stehenden Mitteln nicht finanzierbar gewesen wäre. Einige Arbeiten wie die zeitraubenden Verhandlungen zur Renovierung der Gräber der Bergleute in Neurode sind bisher noch nicht abgeschlossen.

Am 21.12. die letzte offizielle Einladung vor dem Fest. Das Organisationskomitee der polnisch-tschechischen Tage der Kultur hatte zum jährlichen Treffen vor Weihnachten Menschen aus Politik und Kirche in das Restaurant an der hohen Eule eingeladen und wir treffen dort immer gute Freunde. Organisator ist Julian Golak, der viele Jahre als Mitglied des Niederschlesischen Landtags tätig war. Ein Treffen wieder mit Teilnehmern aus 6 Ländern und ich denke wir haben Deutschland würdig vertreten.

Ein letzter Hilfstransport mit Weihnachtsüßigkeiten und Backzutaten, sowie guter Winterkleidung hat uns aus den Kirchengemeinden Bukow und Königs Wusterhausen bei Berlin erreicht. Ich bin vor Weihnachten viel unterwegs, um unsere alten und kranken Mitglieder zu besuchen und mit kleinen Geschenken zu erfreuen.

Die Malteser aus Telgte waren auch in diesem Jahr wieder mehrfach mit LKW und Hilfsmitteln für unsere Kranken bei uns. Die LKW-Fahrschule Hans Pollok aus Alverdissen war wieder zweimal mit den 40-Tonnern- LKW in Glatz und wir konnten das Krankenhaus sowie Kinder- und Altenheime mit weiteren Pflegebetten und Hilfsmitteln unterstützen.

Danke auch allen fördernden Mitgliedern und Spendern, die auf unsere Konten gespendet haben, um unsere umfangreiche Arbeit hier zu unterstützen. Wir sind glücklich und dankbar für alle Hilfe.

Ein herzliches Vergelt‘s Gott – wie wir Schlesier sagen.

Bald gehen wir in eine neues Jahr und werden sehen, was es uns bereiten wird. Aber wie schon geschrieben, mit unseren Mitgliedern hier und unserer Jugend sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und werden noch über Generationen hinweg für deutsche Kultur in der schlesischen Heimat unserer Eltern sorgen. Es kommen auch immer wieder Schlesier im Rentenalter in ihre Heimat zurück, um hier zu wohnen, und so bekommen wir weitere Mitglieder.

Wer noch Mitglied des DFK Glatz werden und unsere Arbeit mit 20,- € Jahresbeitrag unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Bitte meldet Euch unter der E-Mail Adresse hulbrich75@gmail.com

DFK Vereinskonto in Deutschland DE76 4945 0120 111 255 2854

Konto Schlesienhilfe für Bedürftige

Deutsche in der Grafschaft Glatz

und kulturhistorische

Erhaltungsmaßnahmen. DE 02 4945 0120 111 255 1179

Ich wünsche allen Lesern eine frohe Weihnachtszeit, Gottes Segen und Gesundheit im Neuen Jahr.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

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