Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

20.8.2017

Tag der offenen Tür im Schloss Pischkowitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:42

Auch in diesem Jahr konnte die Bevölkerung sich vom Fortschritt der Arbeiten am Schloss erkundigen und es waren so viele Interessierte gekommen, dass es kaum einen Parkplatz gab. Die beiden obersten Stockwerke sind fertig und bewohnbar, die Außenarbeiten am Schloss so gut wie abgeschlossen. 

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Das untere Stockwerk ist nun total entkernt und die Decken mit teilweise neuen Balken gesichert. Im ersten Stock wurde auch die Stuckdecke im Büro schon ganz fertig gestellt und somit ist dieser Raum nun komplett im alten Stil wieder hergestellt.  

      

Wir wurden von Herrn Schoenberg zum Kaffee eingeladen und er hat uns die Neuerungen im Außenbereich gezeigt, die weit fortgeschritten sind. Auch eine neue Zufahrt wurde mit schwerem Gerät hergestellt.

      

Die Terrassen des Gartens waren vorher nicht einmal sichtbar. Sie sind nun von Brennnesseln, Unrat und Gehölz freigelegt, die Natursteinwände zum großen Teil und nach alten Vorlagen erneuert, auch neuer Rasen und Blumenbeete sind schon angelegt. Das hat sehr zur Verschönerung des Bereiches um das Schloss beigetragen.

Nun werden auch die beiden unteren Stockwerke des Schlossen in Angriff genommen denn dort kann dann auch in der Kälteperiode weiter gearbeitet werden.     

Schön, dass ein Schlossbesitzer die Bevölkerung an der Rettung alten Kulturgutes teilhaben lässt.

Siehe auch Facebook : Palac Piszkowice

Bericht

Horst Ulbrich

Stadtfest in Glatz mit Erstürmung der Festung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:50

Der Tradition folgend auch in diesem Jahr das Glatzer Stadtfest und die Erstürmung der Festung.

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Das ganze Spektakel begann unter der Brücktorbrücke zu Lande und zu Wasser, ja und mit einem Höllenlärm aus vielen Musketen.         

Da die Truppen von Napoleon sich bis zum Rathaus vorkämpften, zogen die Verteidiger auf die Festung. Von dort wurde mit allen verfügbaren Waffen, auch mit Kanonen geschossen, dass so manchem Zuschauer die Ohren schmerzten.                

Aber letztendlich wurde der Angriff abgewehrt, wie jedes Jahr.

Ein Spektakel, das nach Folklore, Triadenballet der Kinder und allerlei anderen Attraktionen, bei endlich schönem Wetter stattgefunden hat. Am Sonntagabend mit einem Konzert ging das Stadtfest dem Ende entgegen. Na dann bis zum nächsten Jahr.

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Horst Ulbrich

14.8.2017

Triadisches Ballet, ein Kindertheater in Glatz mit Hindernissen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:31

Nun haben wir seit März 2017 mit den Vorbereitungen begonnen und immer wieder Termine verschieben müssen. Dazu gab es mit dem Kulturamt und der Leitung der Kindergruppe viele Treffen und Gespräche, auch Ortsbesichtigung, da genügend Platz für die Aufführung gefunden werden musste.

Geplant war der Auftritt der Kinder auf der neuen Freilichtbühne unter der Brücktorbrücke in Glatz. Dort haben auch Hunderte Zuschauer Platz, auf und unter der Brücke. Ein idealer Ort, auch das Datum in der Zeit des Stadtfestes war sehr gut.

Aber dann hat leider das Wetter nicht mitgespielt und so musste am Morgen der Aufführung alles geändert werden. Die Kinder mit vielen Betreuern waren angereist, die Plakate gedruckt, was nun??

Krisentreffen im Kulturamt. Das Theater im Kulturhaus war zum Glück nicht anderweitig belegt und so konnte die Veranstaltung sofort dorthin verlegt werden. Natürlich musste die Kindergruppe verständigt werden, aber sie konnten dann auch schon ab 14 Uhr unter den neuen Gegebenheiten dort üben. Als Vorteil wurden die einsetzbaren Lichteffekte gesehen, die im Freien nicht möglich waren. Aber auch die neuen Zeiten und der Ort auf den Plakaten musste schnellstens geändert werden. Also wurden sofort Aufkleber mit der Information gedruckt und in der Stadt auf die bisherigen Plakate geklebt.

 

Unsere Mitglieder wurden, so weit es ging, telefonisch benachrichtigt und waren im Theater dann auch die ersten Zuschauer, wo die Kinder und Beleuchter noch in der Probe waren.

Zum Glück ein voller Saal und die Veranstaltung begann, wie auf den Aufklebern bekannt gemacht, 30 Minuten später. Die Akteure der aufführenden Gruppe waren im Alter von 4 bis 16 Jahren, sie beeindruckten die Zuschauer mit einer tollen Show und wurden am Ende mit großem Applaus bedacht.

 

Wir waren glücklich, dass die Veranstaltung nicht sprichwörtlich ins Wasser gefallen war. Das wäre hier zutreffend gewesen, denn es gab in der Zwischenzeit ein großes Gewitter. Der Kostenaufwand für eine Verlegung auf ein anderes Datum wäre zu groß gewesen, da alles neu geplant werden müsste, auch Plakatwerbung und Kosten der Kindergruppe wären dann neu anfallen.

So ist es gelungen, auf die Schnelle und in konzertierter Aktion die Vorstellung zu retten. Ein großer Dank allen Beteiligten und Helfern, die teilweise total durchnässt, an der Veranstaltung nicht einmal mehr teilnehmen konnten und nach getaner Arbeit den Weg nach Hause zu einer warmen Dusche angetreten hatten.

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Horst Ulbrich

6.8.2017

Treffen einer Gruppe Rollstuhlfahrer bei Ulbrich

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:06

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Schon lange Tradition ist ein Treffen der MS Kranken und der Menschen mit Muskelschwund auf dem Reiterhof bei Ulbrich.

Nach einem Jahr Pause traf man sich bei bestem Wetter wieder, um einen gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und einem Grillabend zu verbringen.

Leider ist die Gruppe von ehemals fast 50 Teilnehmern wieder kleiner geworden, die schlimme Krankheit Muskelschwund forderte wieder einige Opfer. Erstaunlich ist aber mit welcher guten Stimmung man beieinander saß, natürlich auch pflegerische und therapeutische Probleme besprach. Aber bald begannen wir gemeinsame Lieder zu singen und die Stimmung hellte auf. Nach dem Kaffee machten wir eine Hofbesichtigung und die mitgekommenen Kinder und Geschwister nahmen den ersten Kontakt zu den Pferden auf.

 

So führte ich die Gruppe auch in unser Lager für Hilfsmittel und einigen konnten wir sofort helfen. Auch einen elektrischen Rollstuhl können wir zur Verfügung stellen. Zu erwähnen bleibt, bei dem Krankheitsbild ist eine Komplettpflege erforderlich.

   

Das heißt, nicht nur bei der Hygiene und Toilettengängen, auch bei der Essensaufnahme ist Hilfe nötig. Deshalb sind solche Treffen nur mit entsprechend vielen Helfern, sowie behindertengerechten Fahrzeugen zu realisieren, was immer eine besondere Planung erfordert. Mit Wehmut und vielen Küsschen bei der Verabschiedung traten am Abend alle den Heimweg an.

Zurück bleiben mir immer die großen Probleme dieser Menschen im Kopf und welches Glück wir haben, keine Hilfe bei allen täglichen Verrichtungen zu benötigen, auch selbstständig laufen und essen zu können, ohne ständige Hilfe. Nichtbehinderte sehen das immer als eine Selbstverständlichkeit an.

Diesen Menschen mit ihrem schlimmen Schicksal möchte ich mehr als nur ein einmaliges Treffen im Jahr ermöglichen. Ein Nachmittag bei uns ist noch relativ gut zu organisieren, die Fahrtkosten mit Spezialfahrzeugen sind da die größten Ausgaben. Wir hatten schon beim Bau der Reithalle eine behindertengerechte Toilette mit eingeplant, deshalb sind wir für die Gruppe eine gute Adresse .

Ein anderer Ausflug, zum Beispiel ein Besuch im Minieuroland in Glatz ist nur mit weiterer finanzieller Hilfe zu bewerkstelligen.

Liebe Freunde dieser Seite.

Wer diesen Menschen mit wenig Zukunft eine Freude machen möchte, bitte ich zur Deckung der Kosten, für einen Ausflug zum Minieuroland, um eine Spende auf unser Konto Schlesienhilfe.

Konto: Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

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Horst Ulbrich

30.7.2017

Wie hoch sind die Berge der Heimat?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:21

Wieder in der Grafschaft Glatz unterwegs, die Wandergruppe mit Michael Güttler. Schon eine lange Tradition und Herr Güttler ist ein Kenner der Glatzer Berge.

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Schon auf dem Himweg zur gemeinsamen Unterkunft im Haus Lerchenfeld war unser Mitglied Manfred Spata in unserer Glatzer Geschäftsstelle mit einer Spende historischer Bücher für unsere Biblothek. Er ist wohl der einzige, verbleibende Fachmann und Kenner der alten Kartographie des Schlesierlandes. Schon mehrfach war er im Museum Glatz und anderen niederschlesischen Städten mit seinem Vortrag über über die Hellwigkarte, Mutter aller schlesischen Landkarten, wie sie auch bezeichnet wird.

  Er bot an, dieses Mal ein Referat mit dem Titel „ Wie hoch sind die Berge der Heimat“ zu halten, was wir mit Begeisterung angenommen haben. Der DFK hat dann für die technische Ausrüstung gesorgt, denn mit Beamer und Computer fährt man nicht zum Wandern, aber zur Veranschaulichung der Lage waren Bilder auf eine Leinwand projektiert ein wichtiges Hilfsmittel. So konnten wir Wissenswertes über die 25 Berge über 1000 Meter in der Grafschaft Glatz erfahren und waren erstaunt, dass es so viele sind.

                                     

Michael Güttler hat aus seiner Praxis zu dem Referat beitragen können und so verbrachten wir im Haus Lerchenfeld, Freunde und Mitglieder des DFK Glatz, einen lehrreichen Abend.

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Horst Ulbrich

27.7.2017

Rettung der Fassade des Jugendstilhauses in der Zimmerstraße in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:24

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz e.V.

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich@op.pl       Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: blog.grafschaft-glatz.de

 

Kurze Info für Interessierte:

Schon am 26.7. 2017 traf sich die Organisationsgruppe in den Geschäftsräumen des DFK Glatz, um eine Strategie zur Rettung des Jugendstilhauses in der Zimmerstr. 8 bis 12 . zu erarbeiten.

Schon im Museum Glatz, wo Dr. Schmack am 16.7. sein Referat über den Jugendstil in Glatz gehalten hatte, habe ich im Anschluss für eine Arbeitsgruppe interessierter und kompetenter Menschen aus der großen Gruppe der Zuhörer geworben, die sich auch spontan gefunden hatte.

So kam es heute zu dem ersten Treffen mit Materialsammlung in unseren Räumen. Auch der Glatzer Bürgermeister war wieder dabei und wird, von Seiten der Verwaltung, hilfreich unterstützen.

Zum Projektleiter hatte ich schon unseren Administrator auf kommunaler Ebene, unser Mitglied Jurek Zelaszkiewicz, gewinnen können, da er über weitreichende Kontakte zu den Verwaltungen von Stadt und Gemeinde verfügt.

Nun hoffen alle auch Sponsoren zu finden, die Aussichten sind zumindest vielversprechend.

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Horst Ulbrich

17.7.2017

Referate zum Thema Jugendstil in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:36

Das Projekt „Jugendstilhäuser in Glatz“ hatte einen guten Start mit dem Referat von Dr. Schmack aus Minden (Deutschland) und einem weiteren Vortrag von Frau Jakubowicz über die bestehende Bausubstanz.

Der DFK Glatz hatte dazu den polnisch-deutschen Verein, mit dem wir in kommunalen Angelegenheiten eng zusammenarbeiten, den Bürgermeister und weitere Politiker sowie die Glatzer Bevölkerung durch Plakatwerbung zu diesem Thema eingeladen.

Nun hatten wir das deutsche Referat übersetzt und in polnischer Sprache 50 Mal kopiert, aber nicht mit einem solchen Ansturm an interessierten Bürgern gerechnet. Es waren weit über 100, die Übersetzung wurde aber problemlos bei den polnischen Zuhörern weitergereicht. Natürlich waren auch der Bürgermeister und andere Politiker gekommen.

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Nach der Begrüßung durch den Direktor des Museums habe ich die gute Zusammenarbeit hervorgehoben und betont, dass es gelingen könnte, in konzertierter Aktion mit Stadt, Land Niederschlesien, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Simonstiftung in Deutschland und einem Teilbetrag der Bewohner die historische Fassade der Häuser Zimmerstr. 8 bis 10 zu renovieren. Die Brücktorbrücke in Glatz war auch schon mit Mitteln der deutsch-polnischen Stiftung renoviert worden, wie in der Zeitschrift „Schlesien Heute“ zu lesen war.

Dr. Schmack, auch bekannt durch seine vielen Referate über die Sixtinische Kapelle in Rom und seine Publikation über die Glatzer Madonnen, hielt danach sein sehr interessantes Referat und musste in der anschließenden Diskussion noch viele Fragen beantworten.

Frau Jakubowicz hatte in ihren Ausführungen noch einige Details bzgl. der Bausubstanz beigetragen, damit ist die vorläufige Bestandsaufnahme der Schäden per Bildmaterial komplett.

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Wir hatten gebeten, dass einige an der Gründung einer Kommission Interessierte sich nach den Referaten zusammensetzen. Auch der Bürgermeister kam dazu und es besteht die Aussicht, auch die Straße an den historischen Gebäuden zu sanieren.

 

Das nächste Treffen ist am 26.7. in unserer Geschäftsstelle vorgesehen, an dem dann auch ein Vertreter des Bauamts teilnehmen wird. Dort werden dann alle weiteren Schritte besprochen, auch ein Kostenvoranschlag wird dann erforderlich sein. Dazu muss ein Ingenieurbüro beauftragt werden, das mit historischen Sanierungen Erfahrung hat, aber da gibt es in Polen viele Spezialisten.

Jurek Zelaszkiewicz unseren Koordinator auf kommunaler Ebene, habe ich gebeten die weiteren Verhandlungen zu übernehmen und weitere Treffen zu organisieren. Ich werde mich um Sponsoren bemühen.

So waren wir mit Dr. Schmack am Ende der Meinung, dass wir heute einen großen Stein ins Rollen gebracht haben, um die historischen Glatzer Gebäude vor dem weiteren Verfall zu retten.

Auch einen Dank an das Konsulat in Oppeln, das diese Veranstaltung finanziell unterstützt hat.

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Horst Ulbrich

Doppelfest in Wölfelsdorf/Wilkanów – 20 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser 1997

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:50

 

Seit Monaten hatte die Dorfgemeinschaft von Wilkanów/Wölfelsdorf auf dieses Fest hingearbeitet, und am 9. Juli 2017 fand es statt: Das alljährliche Wölfelsdorfer Dorffest, in diesem Jahr als Gedenktag an das Jahrhunderthochwasser, das vor 20 Jahren den Ort bei Habelschwerdt heimgesucht hatte, vor allem als Anlass zu einer Danksagung an alle Helfer aus dem In- und Ausland, dank derer der Ort wieder aufgebaut werden konnte. Zu diesem Fest hatte der Dorfvorstand ausdrücklich auch Vertreter aus Deutschland, insbesondere den Wölfelsdorfer Heimatverein, eingeladen, und drei noch in Wölfelsdorf geborene Herren hatten die Einladung angenommen. Auch die ebenfalls aus Wölfelsdorf gebürtige Mutter des DFK-Schatzmeisters nahm die Einladung gerne an. Die Übersetzung der Begrüßungsrede des Dorfvorstehers übernahm Heinz-Peter Keuten, die Grußworte des Wölfelsdorfer Heimatvereins aus Deutschland wurden von DFK-Mitglied Agnieszka Ianakiev, ebensfalls in Wölfelsdorf/Wilkanów geboren, ins Polnische übersetzt (s. Fotos).

Die Feierlichkeiten begannen mit einer feierlichen Messe in der Georgskirche, während derer die beiden Ortsgeistlichen mehrmals allen Helfern aus dem In- und Ausland dankten, die vor 20 Jahren großzügige christliche Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt haben, um den von einem Schicksalsschlag getroffenen Wölfelsdorfern „aus der Patsche“ zu helfen, immer verbunden mit einem Appell, man möge dies zum Anlass nehmen, auch heute allen Hilfsbedürftigen und Flüchtlingen in christlichem Sinne zu helfen, wann immer diese sich in einer verzweifelten Lage befinden. An der Messe nahmen auch viele ehemalige Bürgermeister und Stadträte von Habelschwerdt, den Nachbargemeinden und der Kreisstadt Glatz sowie die Vertreter des Wölfelsdorfer Ortsvorstands teil.

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Anschließend fand auf einer hinter dem Dorfgemeindehaus aufgebauten Freilichtbühne der offizielle Teil der Feierlichkeiten statt: Nach der simultan ins Deutsche übersetzten Begrüßungsansprache des Dorfvorstehers Mariusz Lis sprachen die heutigen sowie die ehemaligen Bürgermeister und Stadträte, die zur Zeit des Hochwassers im Amt waren, von ihren Erinnerungen, dankten allen Helfern und lobten die Fortschritte, die Wölfelsdorf seit dem Hochwasser machen konnte: Neue Schule, neue Sporthalle, neue Dorfstraßen, Regulierung des Baches (zumindest im oberen Dorfteil), neue Straßenbeleuchtung sowie Renovierung und Ausstattung der Kirche und des Pfarrhauses mit einer Bodenheizung (noch im Gange).  Zum Schluss verlas der aus Deutschland angereiste Paul Rupprecht das Grußwort des Wölfelsdorfer Heimatvereins, das simultan ins Polnische übersetzt wurde und dem die polnischen Wölfelsdorfer und die anwesende lokalpolitische Prominenz gespannt zuhörte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde im Gemeindehaus ein Film über das Hochwasser 1997 mit dem Titel „Bei uns fing alles an“ gezeigt, mit beeindruckenden, teils auch bedrückenden Bildern von der damaligen Katastrophe. Dann begann der unterhaltsame Teil, zuerst mit einer musikalischen Vorführung der Wölfelsdorfer Folkloregruppe „Die Wölfchen“. Dann fanden diverse Musik- und Tanzvorführungen statt, bei denen das Publikum begeistert mitmachte. Nebenan gab es den ganzen Nachmittag und Abend einen Grillstand und einen Bierstand sowie für die Kinder einen Stand mit Zuckerwatte und Popcorn sowie Spielzeug, daneben Spiele und Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr. Am Abend fand auf und vor der Bühne noch eine Tanzveranstaltung statt, bevor die Feierlichkeiten ihren offiziellen Abschluss mit einem Feuerwerk fanden, das auf dem Plane gezündet wurde. Das Wetter war den ganzen Tag lang ausgezeichnet – Petrus hat die Organisatoren des Fests großzügig für ihre Arbeit belohnt.

Sozusagen eine Fortsetzung des Festes fand am darauffolgenden Wochenende, am 16. Juli, statt, als eine Reisegruppe von gut 35 Teilnehmern mit dem Bus aus Deutschland anreiste, um ihre alte Heimat zu besuchen. Vormittags wurde eine deutsch-polnische Messe in der Wölfelsdorfer Kirche gefeiert, und anschließend empfing, wie es inzwischen schon zur Tradition geworden ist, der polnische Rentnerverein die deutschen Wölfelsdorfer im Gemeindehaus zum Mittagessen und einem Kulturprogramm – diesmal mit einem beeindruckenden Konzert, das der Schulleiter des Wölfelsdorfer Gymnasiums auf seinem klassischen Akkordeon zu besten gab.

      

Der Kontakt zwischen den deutschen und den polnischen Wölfelsdorfern ist inzwischen schon zu einer schönen Tradition geworden. Gemeinsames Essen und Singen tun das Übrige, um die Barrieren zwischen den Nationalitäten abzubauen. Dass sich außerdem drei deutsche Wölfelsdorfer in der Woche zuvor engagiert und das Lapidarium an der Wölfelsdorfer Kirche „auf Vordermann“ gebracht haben, wurde von der Gemeinde und dem Ortspfarrer besonders gelobt und trägt zur Völkerverständigung bei. Insgesamt eine sehr erfreuliche Doppelveranstaltung, die geholfen hat, dass sich polnische und ehemalige deutsche Einwohner desselben Ortes in unserer schönen Grafschaft Glatz näher kommen.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

20.6.2017

Niederschlesisches Kulturfest in Kreisau am 17.6.2017

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:12

Wieder eine sehr gut vorbereitete Veranstaltung vom DFK in Breslau und pünktlich um 11 Uhr waren auch alle Gruppen mit Bussen angereist. Die Grußworte sprach die Vorsitzende Frau Sajazkowska, bevor ein buntes Programm mit Sängern und Tänzern begann. Begonnen hatte der Chor Freundschaft vom DFK in Waldenburg, gefolgt von den Breslauer Heimatsängern und der Liegnitzer Tanzgruppe.

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Gegen 13 Uhr gab es dann für die auftretenden Gemeinschaften ein Mittagessen, waren viele Gruppen doch von weit her angereist. Danach ging das Programm weiter mit dem Chor aus Schneidemühl und den Grünberger Musikanten.

   

Als letzte Gruppe war der Glatzer Sängerkreis eingeplant da unser Programm sich von den anderen Chören sehr unterscheidet, mit unseren Einlagen aber immer zur guten Stimmung beiträgt. Also saß ich zunächst allein auf der

Bühne mit der Aufforderung des Kellners und dem Lied „ Gebense dem Mann am Klavier noch ein Bier“. Zum Zwischengesang tanzte eines unserer Paare Walzer, bevor der Chor komplett auf die Bühne kam. Unsere selbstgemachten Lieder „ Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen“ die Glatzer Hymne und andere Lieder brachten uns die volle Sympathie des Publikums und großen Applaus.

Nach der Verleihung der Diplome sang noch einmal der Schönwälder Trachtenchor. Leider mussten wir bald an die Rückfahrt denken, denn viele unserer Mitglieder sind berufstätig und Schwestern mit Nachtwache im Krankenhaus sollten um 19 Uhr ihren Dienst antreten.  

Eine unverständliche Reaktion bleibt allerdings. Unser Vorsitzender Herr Gaida, wie auch Mitarbeiter vom Konsulat in Breslau oder Oppeln waren zum ersten Mal nicht gekommen. Nicht einmal ein Grußwort aus einem der Konsulate wurde verlesen. Das macht traurig bei dem Engagement an der Basis in Niederschlesien und ist vielleicht auch ein Gradmesser,

welchen Stellenwert wir bei unserem Dachverband und den Konsulaten, im Gegensatz zu Oberschlesien, einnehmen. Schauen wir mal, ob es dazu wenigstens einen Bericht im Wochenblatt geben wird, denn auch von dort habe ich keinen Mitarbeiter gesehen.

Bericht

Horst Ulbrich

16.6.2017

Chortreffen auf dem Reiterhof Ulbrich.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:11

Bei bestem Wetter trafen sich auf Ulbrichs Reiterhof die Sänger vom DFK Glatz und die Patschkauer Wanderdolen.

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Auf dem sonnigen Grillplatz war es aber zu heiß und so versammelte man sich in Grillgarten des Ferienhauses, das an diesem Wochenende nicht vermietet war. So war der Kühlschrank für Getränke und eine Küche für Kuchen und Grillgut nicht so weit. Dort konnten die Sänger auch unter dem Vordach im Schatten sitzen.

Schon am Vormittag waren fleißige Helfer mit den Vorbereitungen und dem Schmücken mit Birkenlaub beschäftigt. Auch Tische und Bänke wurden aus der Reiterstube unter Dach aufgestellt. Zwischen Grillen und Kaffee wurde dann natürlich auch kräftig gesungen. Ein Nachmittag unter dem Motto „ Wo man singt da lass Dich ruhig nieder“ voller verschiedener Gesangsvorführungen, unterbrochen von markigen Darbietungen des begnadeten Geschichtenerzählers, Hans Siegert.

     

Die Patschkauer Wanderdolen sind in Glatz beständige Gäste und wir treffen uns jedes Jahr.

Möge es noch viele Treffen mit den lustigen Sängern geben.

Bericht Horst Ulbrich

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