Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

19.4.2019

Neues aus Schlesien, Ostern 2019.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:54

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

                                                                                                       57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

                                                                  E-Mail: hulbrich@op.pl Tel./Fax: 0048 74-871 4361

                                                                                            Internet: Neues aus Schlesien.

Liebe Leser meiner Seite.

Vor dem Osterfest gab es noch viel Arbeit beim DFK in Glatz. Palmsonntag waren die Malteser aus Telgte wieder mit einem Hilfstransport bei uns. Wir waren dann gemeinsam auch bei unserer Wiktoria, über deren Schicksal mit 3 abgetrennten Gliedmaßen ich schon mehrfach berichtet habe. Eine Sammlung bei den Maltesern, die Einnahmen aus einem Jugendkonzert und die Sammlung der Stadtverwaltung in Telgte ergaben eine Hilfe von 3500,- €, die zum weiteren behindertengerechten Umbau der Wohnung eine große Hilfe sind.

      

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Nach dem Abladen des LKW an unserem Zentrallager in Schwenz waren alle Helfer von Familie Ulbrich zum Abendessen und Bier eingeladen.

Schon am Montag wurden dann einige von den Heimen vorbestellten Hilfsgüter weitergeleitet, bevor uns am Dienstag ein Großtransport der LKW-Fahrschule bei Münster erreichte.

 

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken

Herr Pollok war wieder mit 2 großen LKW bei uns und hat allein für das Krankenhaus 50 dringend benötigte Pflegebetten geliefert, das damit nun über insgesamt 200 gelieferte Pflegebetten verfügt. Aber weitere 100 Betten wären erforderlich, um die alten – viele sind noch aus deutscher Zeit –  zu ersetzen. Abladen und Weitertransport weiteren Materials sind immer wieder eine logistische Herausforderung, die mir aber bisher gut gelungen ist. Genügend Helfer und Stapler, um die vierfach gestapelten Betten zu entladen, sowie Fahrzeuge für den Transport in Kinder-und Altenheime sind immer erforderlich. Wieder eine große Hilfe für die kommunalen Einrichtungen im Rahmen der Völkerverständigung und wir sind dankbar für das Engagement unserer Sponsoren.

   

Zum ersten Mal war auch die polnische Presse geladen, damit unsere seit Jahren ehrenamtliche Arbeit endlich einmal der Bevölkerung bekannt wird. Auch die beiden Kirchengemeinden aus Berlin möchte ich in diesem Zusammenhang erwähnen. Sie liefern uns in der Oster- und Weihnachtszeit immer Süßigkeiten und gute Kleidung für unsere bedürftigen deutschen Mitglieder.

Natürlich war auch noch die Grab- und Denkmalpflege vor Ostern zu erledigen. Mit Putzmitteln und Lichtern in der Zimmerstraße angekommen, war leider das Tor am Samstag Mittag schon verschlossen.

 Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Allerdings war eine große Laterne am Gedenkstein schon mit einer Kerze versehen, so bin ich zum Glatzer Friedhof weitergefahren. Am Grab unseres ehemaligen Chorleiters Marek, der im Januar verstorben ist, traf ich seine Frau weinend auf der Bank sitzend. Dort werden wir einen Beitrag zu einem Grabstein leisten müssen. Nach langen Gesprächen war ich dann noch bei Paul Kaupert, dessen Grab ich vor ca. einem Jahr gekauft habe, weil unsere älteren Damen geweint haben.

                              

Das Grab des Glatzer Komponisten und Organisten der Stadtkirche sollte damals abgeräumt werden, wie viele sehr alte Gräber vor 1945. Der Friedhof hat zu wenig Platz. Nun sieht das Grab mit neuem Stein und Grabplatte wieder sehr gut aus und wird für die nächsten Generationen Zeugnis der Deutschen in der Grafschaft ablegen.

   Zum Vergrößern die Bilder anklicken.

Weiter ging es nach Eckersdorf, wo ich die Grabpflege der Grafen von Magnis übernommen habe.

Als letzter Termin dann zum ehemaligen Küster der Lorettokapelle, Heinrich Bender, oberhalb von Eckersdorf. Rasenmähen und Ordnung um den Stein und die Infotafel waren zu erledigen. Immer noch für alle Heimreisenden ein lohnenswerter Aussichtspunkt auf Eckersdorf und die Heuscheuer.

Aber auch alle kranken und alten deutschen Mitglieder sind vor dem Fest zu besuchen. Ich muss mir dann immer genügend Zeit nehmen, um alte Geschichten zu hören, auch, um weitere Hilfe zu organisieren. Ich denke, meinen Lesern ist die Lage der alten und kranken Menschen in Polen bei dem hiesigen Sozialsystem bekannt. Leider habe ich nicht alle besuchen können und habe auf die Zeit nach Ostern vertrösten müssen.

Nach Ostern hoffe ich auch die letzten Probleme mit dem Denkmalschutz wegen der Renovierung der Bergmanngräber in Neurode klären zu können, damit es auch dort endlich vorangeht.

So ist die Zeit von morgens bis abends ausgelastet und ich freue mich ab Samstag Nachmittag nach der Messe um 16 Uhr in der Kapelle in Schwenz endlich Zeit für ein Privatleben zu bekommen.

Allen, die mit Spenden auf unser Konto Schlesienhilfe

DE02 4945 0120 111 255 1179 unsere Sozialarbeit unterstützt haben oder für unsere Vereinstätigkeit in der Heimat unter De76 4945 0120 111 255 2854 einen Beitrag geleistet haben,

ein herzliches „Vergelt´s Gott“, wie wir Schlesier sagen.

Ich wünsche allen Lesern ein besinnliches und frohes Osterfest.

Bericht

Horst Ulbrich

11.4.2019

Joseph Wittig: 140. Geburtstag / 70. Todestag

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:18

 

Diese beiden diesjährigen Gedenktage sollen die Erinnerung an den Breslauer Theologen und Priesterdichter wachhalten, sein Werk der Nachwelt aufzeigen und näherbringen.

Der schlesische Joseph Wittig aus Neusorge in der Grafschaft Glatz erhielt aufgrund seines umfangreichen Lebenswerkes mannigfache ehrenvolle, aussagekräftige Titel wie Theologe, Volkslehrer, Pädagoge, Professor, Heimatpfleger, Volkskundler, Volkserzieher, schlesischer Denker und Schreiber, Chronist usw. Der Grafschafter emotional ausgeprägter Volksglaube schätzt vor allem seine ihm eigene dichterische Kunst, den Menschen in erzählender Form Glaubenswahrheiten zu erhellen, seine sog. „narrative Theologie“. Er sah sich als „Schreiber des Herrgotts“ in der Verpflichtung, „Verkünder der Frohbotschaft“ zu sein. Sein Versuch, „das Irrationale im ganzen Leben aufleuchten zu lassen“, um dadurch „ein Tröster der Trostlosen zu werden“, „daheim in Schlesien, in der Grafschaft Glatz, dem Lande der Wunder, dem Lande Gottes“. „Alles in meinem Hause und um mein Haus war voll Wahrheit und Liebe.“ „Gott hat mir die Feder in die Hand gegeben, damit ich der Welt seine Ehre und die Erkenntnis seiner Liebe verkünde.“

Titel seiner Werke deuten bereits seine Zielvorgabe an, wenn er sie zum Beispiel überschreibt mit „Getröst, getröst, wir sind erlöst“, „Tröst mir mein Gemüte“, „Leben Jesu in Palästina, Schlesien und anderswo“, „Die Kirche im Waldwinkel“, „Vom Warten und Kommen.“

Mir persönlich, der ich gebürtig aus Altgersdorf stamme, steht eine Erzählung besonders nahe: „Der Schulmeister aus Altgersdorf“. Dazu muß man ferner wissen, daß Joseph Wittig als Schüler zur Vorbereitung auf den Besuch des Matthiasgymnasiums in Breslau durch Pfarrer Heinrich May im Nachbarort Neugersdorf Unterricht erhielt und Altgersdorf ebenfalls gut kannte. Der Zufall wollte es, daß der Sohn Alfred des Lehrers Paul Rosenberg, der über 40 Jahre die Lehrerstelle in Altgersdorf inne hatte, von 1902-1908 als Kaplan in Schlegel eingesetzt wurde. Dort wuchs eine Freundschaft mit Joseph Wittig heran, die zu einem Besuch im Schulhaus in Altgersdorf führte, der als Aufhänger für die Erzählung dient.

Dabei erinnert sich Joseph Wittig an ein früheres Gespräch mit dem Dorfschulzen, bei dem jener über „ die Schönheit seines Dorfes und über die geistige und sittliche Haltung der Dorfleute“ äußerte: „Das hat alles der Schulmeister mit seinem lieben Wort gemacht“.

Das nimmt nun Joseph Wittig zur Grundlage seines Exkurses über die Wirkmächtigkeit des Wortes und geht der Sache auf den Grund, indem er auf das Johannesevangelium zurückgreift und nach Joh. 1, 1-3 frei zitiert:

Der Urgrund der Welt ist das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Und alles, was geschaffen worden ist, ist durch das Wort geschaffen, und ohne das Wort kann nichts geschaffen werden.“ Er grenzt die Aussage ein, indem er sagt, daß sie „nur von dem sogenannten Worte Gottes gilt, und von diesem auch nur in der Einschränkung auf das fleischgewordene Wort, auf die zweite Person in der Gottheit, …“. So beten wir gläubig täglich dreimal beim „Angelus“-Gebet: „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt!“

Schließlich betonen wir die Macht und Gewalt des Wortes bei der Anrufung vor dem Empfang der Hl. Kommunion, indem wir bereuen und analog mit der Formulierung des römischen Hauptmanns (Mt 8,8) um Vergebung unserer Schuld bitten: „Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund!“ und so wie der königliche Beamte (Joh 4,46) dem Wort Jesu Glauben schenken.

Joseph Wittig verbindet diese religiösen Gedankengänge anschließend nach der Rede des Schulmeisters: „Ach, unsereiner hat halt bloß das armselige tägliche Wort!“ mit Überlegungen folgender Art: „Das Wort ist schöpferisch, es kann aber auch –zerstörerisch sein!“ Er läßt den Lehrer anmerken, dieser habe „jahrelang von der Ohnmacht seines Wortes gewußt und sei in diesen Jahren an seinem Beruf ganz verzweifelt.“

Der Dichter weitet die Gedankengänge noch aus: „Es ist in meiner Heimat Gesetz, daß man sich sowohl vor selbstrühmerischen Aussprüchen wie auch vor besonders lobender Erhebung leiblicher oder geistiger Güter eines anderen hütet, bei deren Verlust dann leicht gesagt wird: `Der oder jener hat mir`s beredet!´ Ich selber mag da nicht von Aberglauben reden. Zu deutlich sprechen die Erfahrungen. Lieber gebe ich das wissenschaftliche Dogma von der absoluten Neutralität und Harmlosigkeit des Wortes auf.“

Und er setzt letztendlich sein Urteil darunter:

Es kann in der vernünftigen Welt freilich kaum ein Wort ohne bestimmte Absicht gesprochen werden; aber die Absicht darf es nicht beherrschen wollen; sie muß es als freies Geschöpf in die Welt schicken, wo es das wirkt, was ein anderer will – ich darf … wohl sagen: was Gott will, das große, allmächtige und allein wahrhaft Wirkende.

Ich bitte, dem täglichen Wort zuzuerkennen, daß es nur eine kleine Strecke Weges unser ist, und daß wir es dann entlassen müssen in das von nahem kleine, von weitem große Werk des Lebens, oder – in der religiösen Sprache – daß wir es dem Herrgott befehlen müssen.“

Joseph Wittig erblickte das Leben am 22. Januar 1879 in Neusorge und verstarb am 22. August 1949 im niedersächsischen Göhrde-Forst.

Günther Gröger, Altgersdorf

24.3.2019

Neue Tafel am Standort der ehemaligen Synagoge in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:59

Wie schon geschrieben, wurde die Tafel am Denkmal professionell abgesägt und gestohlen. Die Anzeige bei der Polizei hatte leider keinen Erfolg, daher war es wichtig, sich Gedanken um die Finanzierung einer neuen zu machen. Dazu hatte ich dem Bürgermeister geschrieben, dass der DFK und die Stadt Glatz zu gleichen Teilen die Kosten übernehmen könnten. Leider ist das Gelände Eigentum der Jüdischen Gemeinde und die besteht wohl nur noch auf dem Papier. Daher war eine Unterstützung auf privatem Gelände von Seiten der Stadt nicht möglich. Der Bürgermeister erwägt eine Übernahme des Geländes durch die Stadt, aber das kann dauern.

Danach sollte eine Bürgerinitiative gegründet werden und der DFK ein Spendenkonto zur Verfügung stellen. Das war wegen der Probleme bei der Bank nicht möglich. Wohl wegen unserer Steuerfreiheit. Am Ende hatte ich beschlossen: Die Tafel wird gefertigt und angebracht, ich suche Sponsoren in Deutschland.

                                  

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.  In der Mitte die gestohlene Tafel aus Metall.

Henryk Grzybowski und Michael Cyprys hatten schon bei privaten Bürgern der Stadt etwas gesammelt und waren dann auch bereit die Organisation zu übernehmen. In Absprachen mit Herrn Roese –  er hatte vor Monaten ein Referat zum Jahrestag der Synagoge gehalten –  und einer Korrektur von H-P. Keuten, unserem Germanisten, ist nun auch ein verständlicher Text entstanden, der auch gut in die polnische Sprache zu übersetzen war. Ein Steinmetz, der auch die hebräischen Buchstaben setzen konnte, wurde gefunden und so gelang es am 22.3. 2019 die neue Tafel zu enthüllen. Zu der Zeremonie wurde noch einmal an die Zerstörung der Synagoge erinnert. Michael Cyprys, ein Kenner Israels, wo er schon viele Male gewesen ist, sang auch ein Lied in hebräischer Sprache und zur Enthüllung wurde auf einem Horn geblasen.

 

Ein gelungenes und überaus wichtiges Projekt, für das ich Euch um Spenden zur Finanzierung bitte.

Konto: Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

Ein herzliches Vergelts Gott.

Bericht: Horst Ulbrich

20.3.2019

Neues aus Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:10

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich75@gmail.com Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien.
Konto in Deutschland: DE76 4945 0120 111 255 2854

Glatz / Kłodzko, den 15.3.2019

Öffentlicher Brief zum Thema Mittelkürzung 25% der DMI.

Am 13.2.2019 wurde bekanntgegeben, dass die Fördermittel des Auswärtigen Amtes für die deutschen Minderheit schon in diesem Jahr um 25% gekürzt werden. Durch eine weitere Kürzung wurden dem Konsulat so wenig Finanzmittel zur Verfügung gestellt, dass sogar eine Kürzung für unsere Kulturarbeit von 35% wirksam wurde.

Ja bitte wer hat sich diese Provokation nur ausgedacht. Es ist eine Beleidigung unserer ehrenamtlichen Arbeit im Ausland, um unsere deutsche Gesellschaft hier zusammen zu halten und die Verständigung zwischen den Völkern zu fördern. Nicht mehr oder weniger ist das unsere wichtigste Aufgabe für unser Heimatland, die Bundesrepublik Deutschland.

Man hat nicht einmal die Ankündigung für das nächste Jahr gemacht, nein man durchkreuzt wohl wissend unsere gesamte Planung für 2019 die bekanntlich am Ende des Vorjahres zu fertigen und auch an die Konsulate, den VDG und die Stiftung in Polen zu melden ist.

Seit Jahren ist zu bemerken, dass zu jedem neuen Jahr auch Anträge geändert und komplizierter werden, teilweise auch in zwei Sprachen gefertigt werden müssen. Viele ältere Vorsitzende beherrschen die extra komplizierte Verfahrensweise nicht mehr. Hat das nicht an Provokation gereicht? Die kleinen deutschen Gesellschaften haben kaum noch Möglichkeiten ihre Projekte in förderungswürdigen Verfahren finanziert zu bekommen. Große Vereine wie um Oppeln oder im Norden Polens mit vielen tausend deutschen Mitgliedern haben bezahlte Buchhalter. Wir, der DFK Glatz in Niederschlesien sind einer der aktivsten in ganz Polen, wie das Schlesien Journal nach Interview und der Bekanntgabe unserer Aktivitäten berichtet hat. Das hat nun leider eine Ende und das tut weh, nach jahrelanger ehrenamtlicher und aufopfernder Arbeit zum Wohle unserer Gesellschaft und der Völkerverständigung.

Aber was ist der Hintergrund solcher Entscheidungen? Bemerkt unser Außenminister nicht, dass man die Wähler von Landsmannschaften in Deutschland und deutscher Minderheit im Ausland in die Arme der AFD treibt?

Zur Klärung, wir sind politisch nie in Erscheinung getreten. Aber wie reagiert das Volk nach dem Umbau zu einem Vielvölkerstaat in Deutschland. Gibt es da nicht schon genug Probleme, will man auch noch die treuen Wähler an radikale Parteien verlieren?

Die Generation der Heimatvertriebenen in Deutschland und auch die Kriegserlebnisgeneration in der Heimat, die nun in Polen ist, stirbt uns weg und so lange hätte man mit solch gravierenden Entscheidungen warten können.

Wer glaubt, das wir so gut wie ausgestorben sind hat sich geirrt. Wir Deutschen in Schlesien haben die Nachkriegsgeneration zu deutscher Tradition begeistern können, unterhalten 5 Deutschkurse zur Erhaltung der Muttersprache. Auch die Jugend ist im BDJ organisiert. Also sind wir weit weg vom Aussterben der Deutschen im Ausland, nur die radikalen Kürzungen für unsere wichtigen Projekte können unsere Gesellschaften gefährden und das ist von der Politik in Deutschland wohl so gewollt.

Bericht

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz.

12.3.2019

Kurznachrichten März 2019.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:53

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich@op.pl Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Nach einer, wieder gut vorbereiteten und schönen Faschingsfeier am 2.3. bekam ich die Meldung der Familie Welyczko, das eines unser Gründungsmitglieder des DFK Glatz in 1993, nach langer und schwerer Krankheit verstorben ist. Wir hatten Barbara aus dem Konto Schlesienhilfe immer wieder mit Medikamentenhilfe unterstützt, da sie über 600,- PLN pro Monat für wichtige Tabletten und Spritzen selbst nicht aufbringen konnte. Am Dienstag 5.3. waren wir nun zu ihrer Beerdigung in Neugersdorf bei Sturm und Schneetreiben.

Gott gebe ihr die ewige Ruhe.

Durch meine Hilfe für einen polnischen Transporteur, der eine zu hohe Strafe in Deutschland bezahlen sollte und sich, wie viele, bei uns um Rat gemeldet hatte, ist er nun auch bereit bei Leerfahrten aus Deutschland Transporte für den DFK Glatz kostenlos zu übernehmen. Die Strafe konnte von 1486,- € auf 128,- reduziert werden. Der erste Transport aus dem Lager der Malteser in Telgte war am 6.3. Dem Transporteur herzlichen Dank.

Hilfe für das schwerbehinderte Mädchen Wiktoria das wir mit Spendenaufrufen und vor allem dem Einsatz der Malteser in Telgte unterstützen. Für den sehr teuren behindertengerechten Umbau der Wohnung sind aus Sammlung 750,- € eingegangen. Außerdem waren die Malteser sehr erfolgreich mit einem Wettbewerb zu Gunsten des Mädchens 1500,- € , die Musikschule in Telgte spendete die Einnahmen eines Konzertes 1562,- € und die Stadtwerke Telgte 500,- €. Eine große Hilfe bei der Abzahlung des hohen Kredites. Zur Info: Wiktoria, mit W da ich immer wieder gefragt werde, wurde ohne Beine und nur mit einem Arm geboren und von ihrer deutschen Mutter im Krankenhaus verlassen. Die betreuende polnische Krankenschwester hat das Kind adoptiert, kann die Finanzen aber nicht aufbringen. Weitere Spenden für Wiktoria bitte auf unser Konto in Deutschland. Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179 Stichwort Wiktoria zur Verbuchung.

In Gesprächen mit dem Vorsitzenden VDG aus Oppeln, Herrn Gaida am Tag nach unserer Faschingsfeier, erfuhr ich von den plötzlichen Kürzungen für unsere Kulturarbeit aus dem deutschen Außenministerium um 25 %. Das ist ein Schlag ins Gesicht unserer engagierten Arbeit in der Heimat der vertriebenen Deutschen und das wurde plötzlich im Februar schon für 2019 beschlossen. Warum dieses im laufenden Jahr unsere Planungen durchkreuzt ist nicht zu akzeptieren. Bernard Gaida war schon in Berlin, um zu protestieren, ich werde noch in dieser Woche an den Außenminister und die Vergabekommission schreiben.

Wer betreibt hier den Niedergang der „Deutschen Minderheit in Polen“ aus Deutschland??? Allein die AFD, mit der wir nichts zu tun haben wollen, hat dagegen protestiert. Ich hatte schon bei den jährlich komplizierter werdenden Anträgen protestiert und gefragt, wer zieht die Daumenschrauben für die Deutschen in Polen an? Aber wir Schlesier sind ein wehrhaftes Volk, hoffen aber auch auf Proteste der Landsmannschaften und Vertriebenenverbände, von denen bisher wenig Unterstützung war. Sollen wir uns zwischen den polnischen Interessen und den neuen deutschen Ideen zerreiben lassen? Wir müssen unsere Interessen gemeinsam vertreten, um weiter bestehen zu können.

Es grüßt aus Glatz

Horst Ulbrich

4.3.2019

Karneval 2019 beim DFK in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:43

      

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Ein traditionell wiederkehrendes Fest im Jahr ist unser Karneval oder auch Fasching wie die alten Schlesier das Fest nannten. In diesem Jahr zunächst mit Hindernissen, denn am Karnevalssamstag ist es schwierig ein Lokal zu bekommen.

Die meisten Lokale organisieren selbst Feiern mit horrenden Preisen. Auch eine passende Musik zu finden war nicht leicht, aber unser Adam hat dann doch bei uns zugesagt. Erst danach hatten wir durch Einladung des Vorstandes DFK aus Grünberg eine weitere Chance, denn mein Freund Bolek sagte sofort zu und auch mit seinem Freund musikalisch zur Stimmung beizutragen. So ist auch noch die uns gut bekannte deutsche Schlagersängerin ist aus Grünberg mitgekommen. Der Vorstand VDG aus Oppeln war unserer Einladung gefolgt wie auch eine Abordnung aus Waldenburg.

   

Natürlich macht sich der Vorstand aus Glatz immer Gedanken zu guten Einlagen und auch in diesem Jahr ist uns wieder was Neues eingefallen.

Als Überraschung hatten wir uns in diesem Jahr den Heino für Arme ausgedacht, es gab auch eine Büttenrede und wie im Karneval üblich haben wir uns über die komplizierten Antragsverfahren und die mangelnde Finanzierung lustig gemacht. Für das leibliche Wohl und passenden Wein zum Fest haben wir gesorgt und so war es wieder ein rauschendes Fest.

 

In vorgerückter Stunde trat der Vorsitzende VDG, Bernard Gaida als Herr Goethe in die Bütt und begeisterte das Publikum. Mit zwei Mal Tanzmusik und Eleonoras Schlagern wurde dann auch bis nach Mitternacht getanzt.

     

 

Am anderen Morgen haben wir mit den Übernachtungsgästen im Lokal gefrühstückt, auch bei den Franziskanern in Glatz noch den Sonntagsgottesdienst besucht. Gegen Mittag sind die Gäste aus Oppeln und Grünberg dann abgereist.

Wir danken allen, die kostümiert und mit guter Stimmung zum Gelingen beigetragen haben. Ganz besonders natürlich den Musikern und denen, die mit Hilfe und lustigen Einlagen zum Fest beigetragen haben.

Bericht

Horst Ulbrich

24.2.2019

Fasching in Polen???

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:19

Man glaubt es kaum.

Meine ersten Erfahrungen mit Fasching in Polen waren schön. Es wurde viele getanzt, aber alle Herren im Anzug mit Krawatte, die Damen in entsprechender Kleidung. Im Laufe der Zeit ist es mir gelungen Fasching des DFK Glatz zu einem Kostümfest umzuwandeln und unsere Mitglieder geben sich große Mühe. Unsere nächste Veranstaltung ist am 2. März.

Letzten Samstag, 23.2. waren meine Frau und ich, wie schon oft zu einer privaten Familienfeier eingeladen und wurden um entsprechende Verkleidung gebeten. Na gut, Cowboy geht immer und so sind wir mit Speisen und Getränken für uns zwei gestartet, denn alle Gäste wurden aus Kostengründen gebeten alles selbst mitzubringen.

Schon beim Eintritt hörten wir großes Gelächter und sahen auch bald woran das lag. Alle hatten sich zu meiner Überraschung große Mühe gegeben und der Beginn glich einer Foto Show.

      

Zum vergrößern die Bilder anklicken.

Ein D J mit zusätzlichem Entertainer der auch gesanglich talentiert war sorgte für gute Stimmung. Über 70 Mitglieder einer Familie hatten das organisiert und um 21 Uhr wurde das älteste Familienmitglied abgeholt, prämiert und alle tanzten um die Großmutter herum.

      

Danach Musik für das junge Volk unterbrochen von lustigen Tanzspielen die der Entertainer zelebrierte. Natürlich und wie üblich bei Festen mit Polen waren auch hier die Tische überladen mit unterschiedlichen Salaten und Speisen, ja natürlich auch mit viel Wodka. Zu bemerken bleibt aber, die ganze Nacht habe ich keinen richtig Betrunkenen gesehen, nur lustige Menschen in Feierlaune.

      

Kleiner Tipp von mir, Vodka als Drink mit Apfelsaft verträgt sich gut, ist nicht so aggressiv und schmeckt auch. So habe auch ich die Nacht durchgehalten und nach einem Superfest kamen wir dann erst in den Morgenstunden nach Hause.

Bericht

Horst Ulbrich

16.2.2019

Denkmal am Standort der zerstörten Synagoge in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:34

Ein Thema, dass auch hier die Zeitungen füllt. In der Übersetzung ein Beitrag einer Abgeordneten des Sejm.

Im Rahmen der Völkerverständigung wird der DFK Glatz, in Kooperation mit der Stadt Glatz, eine neue Tafel mit dem bestehenden Text fertigen und anbringen lassen.

   Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.

Siehe schwarzen Beitrag.

Beitrag aus der Zeitung:

Hassreden sind der Anfang allen Übels. Bleiben sie unbestraft und toleriert, so bestärkt man sie noch. Bei Antisemitismus und Fremdenhass handelt es sich nicht um eine Frage von Ansichten. Sie müssen vielmehr mit aller Kraft bekämpft werden. Jemand hat des Nachts die Gedenktafel abgerissen, die an der Stelle der früheren Glatzer Synagoge an deren Zerstörung während des Pogroms im November 1938 erinnerte. Am 27. Januar war der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Ich habe geschrieben, dass dieser Tag uns ermahnen und daran erinnern soll, wozu Hassreden führen.

Wir alle haben die gemeinsame Aufgabe und Verantwortung, an die Verbrechen und Opfer des Zweiten Weltkriegs zu erinnern und die junge Generation in diesem Sinne zu erziehen. Wir haben die Pflicht, Hass zu bekämpfen und davor zu warnen sowie Antisemitismus, Fremdenhass, Rassismus und Homophobie zu bekämpfen.

In besonderer Verantwortung stehen dabei die Regierenden, deren Schweigen und Unterlassung angemessener Reaktionen dazu führen, dass diese höchst negativen Erscheinungen und Vorgänge sich immer weiter ausbreiten und unbehindert die Straßen unserer Städte erobern. Und die Regierenden tragen hier eine Mitverantwortung. Eine Tolerierung von Hassreden endet nämlich stets in gefährlichen Aktionen.

So liegt die Mitverantwortung auf Seiten der PiS in der Tolerierung des wegen öffentlichen Verbrennens des Judensterns gerichtlich verurteilten Antisemiten Rybak sowie der Nationalisten, die gestern mit antisemitistischen Parolen durch Auschwitz marschierten. Unglaublich, dass die PiS-Regierung dies zulässt! Ich kann nur hoffen, dass die Glatzer Polizei den oder die Täter fasst und diese sich vor Gericht verantworten müssen.

Antisemitismus ist nicht eine Frage von Ansichten. Antisemitismus ist ein Übel, das es zu brandmarken gilt!

Ich bin während eines Gesprächs mit Herrn Michał Piszko, dem Glatzer Bürgermeister, übereingekommen, dass wir mit Hilfe aller Bürger des Glatzer Landes das zerstörte Denkmal wieder aufbauen wollen.

Monika Wielichowska

Abgeordnete des Sejm Republik Polen

Übersetzung aus dem Polnischen von H.-P. Keuten, Originalartikel in der „Gazeta Kłodzka“ von 08.02.2019, auch im Internet nachzulesen unter http://klodzko24.eu/448404159/rasizm-w-klodzku.

12.2.2019

Wer kennt Paul Kaupert?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:19

Was lange währt, wird endlich gut. Vor ca. einem Jahr kamen unsere älteren Frauen zu mir und haben geweint. Am Glatzer Friedhof werden die Grabstellen knapp und Gräber mit abgelaufener Zeit werden abgeräumt. Das Grab von Paul Kaupert, Organist, Komponist und Chorleiter in der Stadtpfarrkirche Glatz, sei auch schon gekennzeichnet.

Horst, das musst Du verhindern…. So habe ich dann sofort die Friedhofsverwaltung aufgesucht und um lange Diskussionen zu vermeiden und sicher zu sein, die Grabstelle sofort neu gekauft.

  Der Name war auf dem eisernen Kreuz kaum noch zu erkennen.  Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Am nächsten Tag dann mit den Frauen die Grabstelle aufgesucht und sie in einem erbärmlichen Zustand angetroffen. Nun hatte ich die Grabstelle erworben, aber in dem Zustand konnte sie auch nicht bleiben. Wie bekannt, kümmern wir uns auch um alte deutsche Denkmäler, wie bei Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf oder dem schönen Denkmal in Schwenz, wo uns die Restaurierung mit der finanziellen Hilfe einiger heimattreuer Sponsoren gelungen ist.

  Nach der Restaurierung.                  Denkmal in Schwenz.

Nun eine neue und notgedrungen spontane Herausforderung mit dem Grab eines verdienten Glatzers. Der neue Organist der Kirche, Szymon Woloch, hat sich sofort verpflichtet, sich langfristig um einen guten Zustand der Grabstelle zu kümmern. Nun hatte ich einen Plan und mit der Friedhofsverwaltung die Neuordnung geplant. Leider wurde es in der Zwischenzeit Winter und die Steinmetze stellen dann immer ihre Produktion ein. Aber nun im Frühjahr war der Stein für Paul Kaupert die erste Maßnahme und die Grabstelle ist wieder in einem guten Zustand. Wir werden uns am kommenden Samstag zu seinen Ehren mit dem Chor dort versammeln und seiner gedenken.

Wer unsere Arbeit in der Heimat und die Renovierung der Grabstelle unterstützen möchte.

Die Ko. Nr. Schlesienhilfe in Deutschland ist                 DE02 4945 0120 111 255 1179.

Unsere nächste Aufgabe gegen das Vergessen sind die Gräber der Bergmänner in Neurode. Auch dort werden wir bald mit der Arbeit beginnen können.

Bericht

Horst Ulbrich

11.2.2019

Besuch bei Sponsoren unserer Hilfsaktion für Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:59

Wie schon mehrfach geschrieben, erreicht uns immer vor Weihnachten eine Spendensammlung aus den Kirchengemeinden Bukow und Königs Wusterhausen bei Berlin mit Süßigkeiten, Backzutaten, auch guter Winterkleidung für unsere Bedürftigen. Aber es gibt auch finanzielle Unterstützung für unser Sozialprojekt, wie die Unterstützung des Mädchens Wiktoria, der nach der Geburt drei Gliedmaßen amputiert werden mussten. ( Ich habe mehrfach darüber berichtet.)

      Zum Vergrößern bitte das Bild anklicken.

Eine Einladung zu einem Schlesierabend mit der Präsentation unserer Arbeit in der Grafschaft Glatz habe ich gern angenommen. Nach der Abendmesse versammelten sich dann viele Interessierte im Gemeindesaal und ich konnte mich dort persönlich für die geleistete Hilfe über Jahre bedanken. Natürlich haben wir auch Werbung für die schlesische Heimat und unsere Projekte mit den Rollups gemacht, die viele Interessierte anlockte. Meinen Vortrag habe ich dann mit Bildern unserer Präsentation und per Beamer anschaulich machen können.

   

Die Organisatoren des Abends bedankten sich dafür mit einem außergewöhnlichem Geschenk. Der Abend klang aus mit Heimatliedern und vielen Gesprächen mit Freunden, auch für das leibliche Wohl war sehr gut gesorgt. So kamen wir erst nach Mitternacht bei Andreas Klose, einem der Organisatoren, an. Ich möchte nicht vergessen Ludolf Sonntag zu erwähnen, denn er hat mit seiner Frau und Helfern wohl die größte Vorarbeit des Abends geleistet.

      

Wieder ein wunderbarer Abend mit Freunden, die unsere Arbeit im Glatzer Land unterstützen. Ohne Euch wäre vieles in der Heimat nicht zu realisieren.

Bericht

Horst Ulbrich

30.1.2019

Neues aus Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:39

Liebe Freunde Schlesiens.

Es gibt wieder Neues aus der Grafschaft. Von Samstag auf Sonntag, den 27.1.2019, wurde die Tafel am Holocaust- Denkmal in Glatz gestohlen.

   Zum Vergrößern das Bild anklicken.

Eine Begutachtung mit Polizei, Staatsanwaltschaft und einem Steinmetz hat eine professionelle Entfernung festgestellt. Die Tafel sei nicht einfach zerschlagen und abtransportiert, sondern fachlich abmontiert worden.

Wir werden nun, in deutsch – polnischer Kooperation mit der Stadt Glatz für eine neue Tafel sorgen. Dazu werde ich später einen Spendenaufruf schreiben.

Natürlich kocht gleich wieder die Gerüchteküche, welche Radikalen hüben oder drüben für den Diebstahl in Frage kommen könnten. Vielleicht wäre eine Prämie für die Wiederbeschaffung angebracht, um die Diebe zu finden. Es könnte sogar sein, dass eine Überwachungskamera an der Kreuzung den Abtransport gefilmt hat.

Warten wir die Ermittlungen ab.

In Sachen Gräber der Bergleute in Neurode wird in der nächsten Woche ein Gremium des Kulturamtes beraten. Ich hatte auch auf Unterstützung der Botenleser gehofft, warum an vielen Gräbern keine Tafeln sind. Aber man hat mir jetzt glaubhaft versichert, nur die Bergleute, deren Gräber mit Tafeln versehen sind, wurden auch dort begraben. Die anderen Gräber sind symbolisch, da viele Kumpel nicht zu bergen waren. Das wäre eine plausible Erklärung. Nach der Beurteilung des Kulturamts Neurode werde ich die Renovierung mit dem Denkmalschutz absprechen und hoffe im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen zu können.

Bericht

Horst Ulbrich

18.1.2019

Heimgang eines regional bekannten Musikers.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 22:09

 

Erst bei der Beerdigung wurde mir bewusst welch begnadeten Musiker wir als Lehrer in unserem DFK Glatz hatten. Wir haben ihn immer nur als unseren Marek erlebt, dem man einen deutschen Schlager vorsingen konnte, er sich sofort die Noten dazu selbst geschrieben hat und an unsere sängerischen Qualitäten in der Dur anpasste. So sind unsere Potpourris aus Rheinliedern entstanden.

     Zum Vergrößern die Bilder anklicken.

Bei der Totenmesse haben 4 Pfarrer ihm die letzte Ehre erwiesen. Auf dem Friedhof wie schon in der Kirche musizierten seine Schüler der Musikschule, Chöre in der Kirche, in der Friedhofskapelle und am Grab. Ein Trompeter spielte am Friedhof und weit über 300 Menschen begleiteten unseren Marek zu seiner letzten Ruhestätte. Auch die Feuerwehr in Uniform und Fahnen und mehrere Gruppen der Landfrauen waren in ihren Trachten gekommen. Von überall dort wo der Verstorbene mit seiner Musik Freude gebracht hatte.

   

Marek war in der Region weit bekannt und spielte auf allen Kirchenorgeln der Gegend. So auch für uns bei der Beerdigung des Vaters unseres Schatzmeisters Heinz Peter Keuten in Wölfelsdorf, oder bei der Silberhochzeit der Familie Ulbrich in Eckersdorf.

Er wird kaum zu ersetzen sein. Wir sind nun auf der Suche nach Ersatz, den wir aber kaum bezahlen können. Gute Chorleiter sind teuer. Marek hatte bei uns für die Stunde Unterricht 40,- PLN erhalten. Mehr konnten wir nicht zahlen und haben daher Probleme unseren Chor weiterhin qualitativ zu fördern.

Wir werden sehen was die Zukunft bringt.

Bericht

Horst Ulbrich

17.1.2019

Bekanntmachung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:56

 

Am Montag, dem 14.1.2019, ist unser lieber Chorleiter Marek Knopinski nach kurzer schwerer Krankheit gestorben.

Er hinterlässt eine nicht zu füllende Lücke in unserem Vereinsleben. Er hat aus uns unerfahrenen Mitgliedern einen Chor geformt, der nun auch überregional bekannt ist.

Als bekannter Organist hat er uns zu jedem deutschen Gottesdienst und unseren Chorauftritten musikalisch begleitet. Er spielte auf allen Kirchenorgeln der Umgegend, auch zur Silberhochzeit der Familie Ulbrich in der Eckersdorfer Kirche, wo er zur Freude des Brautpaares auch das „Ave Maria“ gesungen hat, sowie zum Begräbnis des Vaters von H.-P. Keuten in Wölfelsdorf.

Ein begnadeter Musiker, der uns mit 66 Jahren viel zu früh verlassen hat. Sein Frohsinn und sein musikalisches Talent werden uns fehlen.

Wir sind unendlich traurig und werden ihn am Donnerstag 17.1.2019 in Glatz zu seiner letzten Ruhestätte begleiten.


Gütiger Gott, in deine Hände empfehlen wir unseren Verstorbenen Marek (K.).
Wir danken dir für alles Gute, mit dem du ihn in seinem irdischen Leben
beschenkt hast und für das Gute, das wir durch ihn erfahren durften.
Du hast ihn aufgenommen und Wohnung und Heimat bei dir gegeben.
Uns aber, die zurückbleiben,
gib die Kraft einander zu trösten
bis wir alle vereint sind bei dir,
durch Christus, unsern Herrn. Amen.

Horst Ulbrich

16.1.2019

Letztes Weihnachtskonzert im Kinderheim Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

 

Zu fast allen Kinder-und Altenheimen der Umgegend liefern wir aus unserem Zentrallager Hilfsmittel von Pampers über Rollstühle bis Pflegebetten. Nächster Transport aus Deutschland kommt in der Karwoche mit 46 Pflegebetten und vielen anderen Hilfsmitteln für Kranke und Behinderte.

  Zum vergrößern die Bilder anklicken.

Natürlich werden wir, vornehmlich in der Weihnachtszeit dann auch zu Feiern eingeladen. So war der Vorstand mit vielen anderen Sponsoren, Politikern und kirchlichen Würdenträgern in der Vorweihnachtszeit schon geladen und wir wurden auch immer wieder gebeten mit dem Chor ein wenig Freude zu bringen.

        

So waren wir am 16.1. 2019 zu unserem letzten Weihnachtskonzert im Kinderheim Wartha. Der DFK Chor sang zunächst bekannte deutsche Weihnachtslieder. Auch die Jugendlichen beteiligten sich mit Liedern an dem Konzert. Beim gemeinsamen Singen der polnischen Lieder danach, haben dann alle auch begeistert mitgesungen. Wir hoffen im Alltag der Heimkinder ein wenig Freude gebracht zu haben.

Bericht

Horst Ulbrich

13.1.2019

Weihnachten in Schlesien der Neuzeit.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:39

 

Immer wieder schön zu erleben wie Weihnachten mit aufwendiger Dekoration zu einem besonderen Fest gestaltet wird.

Auch in den kleinen Dörfern wie unserem Schwenz bei Glatz wird die Dorfgemeinschaft besonders aktiv. Bäume stellen die Bauern aus ihren Wäldern zur Verfügung und viele ehrenamtlichen Helfer, das Wort kennt hier niemand, sind dann dabei die Kapelle mit Tannen und Lichtern zu schmücken und außen die Krippe aufzubauen. In diesem Jahr hat sie wieder unter der Schneelast gelitten und die Kirchgänger wurden immer wieder aktiv, um den schweren Schnee über der Krippe zu entfernen.

    Zum Vergrößer auf die Bilder klicken.

Auch in der Kirche des Klosters der Klarissen, wie in allen Gotteshäusern im Glatzer Land eine sehr schön gestaltete Krippe. In dieser Kirche bei den Ordensschwestern feiern wir auch jeden letzten Samstag im Monat unseren deutschen Gottesdienst mit Pater Marian Arndt aus Breslau, der immer extra zur Messe zu uns nach Glatz kommt.

   

Persönlich ein kleines Missgeschick ist mit bei der deutschen Weihnachtsmesse passiert denn bei Glatteis ist mein Auto an die Kirche gerutscht wobei ein großes Stück Mauerwerk herausgefallen ist. Das war wohl nicht das erste mal denn es war ein großer Gipsklumpen, das Auto kaum beschädigt. Der Maurer war schon tätig, nun suchen wir einen Klecks der Originalfarbe. Also liebe Freunde seid vorsichtig bei Glatteis….

      

Grüße aus Glatz

Ihr / Euer

Horst

1.1.2019

Letztes Konzert in 2018.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:17

 

Am28.12.2018 war das letzte Weihnachtskonzert in Bad Salzbrunn, organisiert vom DFK Waldenburg. Pünktlich zum letzten Konzert waren auch unsere bestellten Krawatten für die Männer eingetroffen.

V.li.  Herr Gaida, Präses der deutschen Minderheit in Plolen und Chormitglieder DFK Glatz.

Leider war das Konzert an einem Freitag und so konnten nicht alle unserer Sänger, aus beruflichen Gründend, dabei sein. Wegen der Kurgäste begann die Veranstaltung schon um 15 Uhr und so mussten wir mit dem georderten Bus schon um 12 Uhr in Glatz starten, sind aber wegen einer Straßensperrung nicht weit gekommen. Wir mussten einen großen Umweg fahren und so war für die bestellte Suppe unterwegs nur wenig Zeit. Aber wir kamen pünktlich im Theatersaal an und waren auch gleich die Ersten auf der Bühne.

    

Zunächst begrüßte die Vorsitzende des DFK Waldenburg die Gäste. Durch das Programm führte wieder der bekannte Leonard Malharczyk vom deutschen Konsulat. Wir begannen mit bekannten Weihnachtsliedern, gefolgt von unserer Eigenkomposition und zum Abschluss dann „ Sierra Madre del Sur“, und wurden mit viel Applaus bedacht.

 

       Zum Vergrößern Bilder anklicken.

Nach uns hatte dann ein bekannter deutscher Schlagersänger seinen Auftritt. Am Ende sang der Chor „Freundschaft“ des DFK Waldenburg sein hervorragendes Weihnachtsprogramm. Nach einem hastigen Schluck Kaffee im Vorraum des Theaters mussten wir schnell zum bestellten Bus zurück, denn einige unserer Sänger sollten gegen 19 Uhr im Krankenhaus ihren Dienst antreten.

Unsere Gesellschaftsräume sind erst wieder ab dem 5. 1.2019 geöffnet, die Kurse beginnen am 7.1. und 10.1. mit den Planungen für das Jahr.

Ich bitte schon heute alle uns verbundenen Vereine und Organisationen Termine möglichst bald zu nennen, um Überschneidungen zu vermeiden. Auch wir werden unsere Planung ab dem 6.1. veröffentlichen.

Ich hoffe alle sind gut in das Neue Jahr gestartet.

Horst Ulbrich

22.12.2018

Frohe Weihnachten.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:22

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich@op.pl Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: Neues aus Schlesien Konto In Deutschland DE76 4945 0120 111 255 2854

Liebe Leser dieser Seite.

Der Vorstand des DFK Glatz wünscht allen ein friedvolles und gesegnetes Weihnachtsfest und

für das Neue Jahr vor allem Gesundheit.

Zum Jahresende möchten wir uns ganz herzlich bei unseren Mitgliedern und Unterstützern bedanken.

Ohne die Mitgliedsbeiträge und Spenden könnten wir viele Projekte in der schlesischen Heimat nicht durchführen. Wir helfen damit natürlich auch unseren bedürftigen Mitgliedern, die mit einer Minimalrente sich teilweise die Winterkohle nicht kaufen können. Oft sind es Frauen aus der Landwirtschaft deren Männer verstorben sind. Aber auch Kinder wie unsere Wiktoria, die mit nur einem Arm und einem Stumpf Bein zur Welt kam werden unterstützt.

Unser neuestes Projekt sind die Gräber der Bergmänner aus dem Grubenunglück der Rubengrube 1941. Die Gräber sind in einem desolaten Zustand, einige Namen sind kaum noch lesbar. Verhandlungen mit der Stadt Neurode, dem Friedhofsamt und der Denkmalbehörde laufen und ich bin sicher im Frühjahr mit den Arbeiten beginnen zu können.

Nach einem arbeitsreichen und erfolgreichen 2018 hoffen auch wir zum bevorstehenden Fest auf ein wenig Ruhe und Zeit zur Besinnung, aber der nächste Chortermin ist schon am 28.12. Das Weihnachtskonzert in Bad Salzbrunn mit Chören aus Deutschland, Oppeln und Glatz.

Bleiben Sie uns und der schlesischen Heimat treu.

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

11.12.2018

Zum Nikolaustag Einladung im Kinderheim Wartha.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:42

Bei meinen vielen Terminen am Nikolaustag eine Einladung schon um 12 Uhr in das Kinderheim in Wartha. Geladen waren viele Unterstützer des Heimes, wie auch Politiker des Stadtrates und der Oberkreisdirektor aus Glatz. Wir unterstützen mehrere Kinderheime mit Hilfsgütern unserer Sponsoren aus Deutschland, wie auch das Kinderheim in Wartha. Auch hier hatten wir einige Süßigkeiten im Gepäck.

      

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Alle Gäste wurden von der Direktorin des Heimes begrüßt. Danach kam der Nikolaus, hier zu den Erwachsenen und verteilte, von der Bastelgruppe des Heimes hergestellte Engel aus gebrannten Ton. Kinder und Erwachsene des Heimes sorgten für ein buntes Programm mit Tanz und Gesang. Auch für das leibliche Wohl der Gäste war gesorgt, denn es gab ein gutes Mittagessen, sofort gefolgt von Kaffee und Kuchen.

      

Das war uns ganz recht, denn so konnten wir gegen 15 Uhr zum nächsten Termin eilen. Wir unterstützen übers Jahr mehrere Kinder- wie auch Altenheime, sowie das Krankenhaus in Glatz und die Schule für behinderte Kinder. Immer wieder eine logistische Herausforderung bei der Verteilung. Zum Fest dann die vielen Einladungen für die Unterstützung über das ganze Jahr.

Bericht

Horst Ulbrich

Weihnachten beim DFK Waldenburg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:13

Wie jedes Jahr sind auch die Glatzer Sänger beim Fest des DFK Waldenburg.

In festlichem Ambiente im Theater Bad Salzbrunn fand die Feier statt.

      

Zum Vergrößern die Bilder anklicken.

Nach der Ansprache und Begrüßung der Vorsitzenden Frau Stempowska trat zunächst der Chor Freundschaft des DFK Waldenburg auf. Danach Bühne frei für die Glatzer Sänger, die außer Weihnachtsliedern auch Außergewöhnliches zeigten. Ein Kauderwelsch aus Deutsch, Polnisch und Englisch zu der Melodie, Frohe Weihnacht überall. Dazu kam erstmalig unsere neue Musikanlage zum Einsatz die erforderlich wurde, da unser Chorleiter Marek wegen Krankheit uns nicht mehr begleiten kann.

Nach den Glatzer Sängern brachten die Vorsitzenden des DFK Glatz auch ein Schmankerl in Pauersch, wie der deutsche Dialekt in Schlesien bezeichnet wird.

                  

Kinder und Jugendliche zeigten danach ein buntes Programm mit Tanz und Gesang, bevor der Nikolaus auf der Bühne erschien und alle Kinder mit Süßigkeiten beschenkte.

      

Aber wer hatte sich denn da unter die Kinder gemischt?

Allerdings ohne Erfolg denn es gab vom Nikolaus kein Geschenk an Erwachsene.

Nach Kaffee und Kuchen wurde noch gemeinsam gesungen. Aber auch alle Gäste bekamen dann doch ein Geschenk. Langsam mussten wir auch an den langen Heimweg nach Glatz denken und bestellten den gemieteten Bus näher an das Theater.

Auf der Rückfahrt wurde, wie immer weiter gesungen bis wir bei Schneetreiben endlich in Glatz angekommen waren. Eine stressige Zeit, aber so ist es zu Weihnachten in der Grafschaft immer.

Bericht

Horst Ulbrich

Adventsfeier bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:32

 

Nach dem Termin in Bad Salzbrunn am 8.12, gleich am nächsten Tag die Feier unserer Ortsgruppe und hier kommt traditionsgemäß auch der Nikolaus.

      

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Schon zu Beginn war der untere Raum mehr als voll und es gab Platzprobleme, sogar in der 2. Reihe. Auch dort habe ich viele Freunde und es ist immer wieder schön viele gesund anzutreffen. Eine besondere Freude ist immer Frau Duchacova wieder zu sehen. Sie ist 96 Jahre alt, bei bester Gesundheit und spricht immer noch drei Sprachen. Sie war als Deutsche wohl zunächst lange in Polen, ist aber über die Grenze in der Nähe von Tscherbeney nach Tschechien umgezogen. Sie läuft immer noch ohne jegliche Hilfe und sogar der behandelnde Doktor, zu dem sie als Gesunde nicht mehr gehen will, hat ihr mindestens 100 Jahre garantiert. Na das ist doch wohl auch erstrebenswert. Es freut mich immer wieder meine Freundin, wie ich sie bezeichnen darf, gesund wieder zu treffen.

   

Die Feier war sehr gut vorbereitet von Maria und Jaroslav. Die Nachbarin hatte schon vorher den Ofen geheizt und einige Vorbereitungen getroffen. Maria hatte auch in drei Sprachen Weihnachtslieder für alle kopiert und so wurde international gesungen. Nach Kaffee und Kuchen kam, wie jedes Jahr der Nikolaus und dank der Spenden aus den Kirchengemeinden bei Berlin und unseren Beiträgen kam er auch mit kleinen Geschenken für jeden. Jaroslav und seine Nichte als Engel waren wieder überzeugend.

Ich hatte nach den Informationen von Elisabeth Kynast, die erstmalig wegen Krankheit nicht dabei war, auch Briefe mit finanzieller Hilfe für ganz bedürftige dabei, die mit den Tüten verteilt wurden.

      

Wieder ein schönes Treffen der Deutschen im Grenzbereich Polen und Tschechien.

Bericht

Horst Ulbrich

« Newer PostsOlder Posts »

Powered by WordPress