Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

31.5.2020

Was ist los in der Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:41

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

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30.5.2020

Nun hört man in Deutschland ja im Fernsehen über Milliarden, ja Billionen Hilfen für die Wirtschaft und auch für alle Bürger. Aber wie geht das? Früher war das Prinzip: Spare in der Zeit, dann hast Du in der Not!

Nun wurden wir in den letzten Jahren zum Ausgeben unserer Ersparnisse ermuntert, weil die Zinsen ja das Sparen unattraktiv machten. Also Schulden war das Wort der Zukunft und so haben sich viele auch in Abenteuer mit Lokalen, Geschäften und vielen, nicht sicheren Kapitalanlagen mit viel Schulden gestürzt.

Und jetzt?

Der Staat war wohl der Einzige, der in den letzten Jahren, mit den vielen Steuern davon profitierte und gespart hatte. Nun soll aus den Mitteln alles finanziert werden und auch der Staat soll sich hoch verschulden. Firmen die nur auf schwacher finanzieller Basis ihren Profit in der Zukunft sahen, der Finanzrahmen bei Minuszinsen war ja per Kredit nicht das Problem. Aber ist das Realistisch? Jetzt haben wir den Salat. Und der Staat, das heißt die Zukunft unserer Kinder spendiert jedem, noch so maroden Unternehmen Hilfe. Warum? Ja gut, es geht nur um die Arbeitsplätze und um sie zu erhalten, bevor ein totaler Wirtschaftskollaps kommt. Viel Spielraum gibt es nicht mehr. Da gibt es auch so merkwürdige Vorstellungen allen Familien 300,-€ zu spendieren, damit sie das Geld sofort wieder ausgeben, egal wie viel sie verdienen, um die Wirtschaft am Rollen zu halten. Auch die Renten sollten erhöht werden und das in der heutigen Situation. Wohin sind wir eigentlich gekommen? Ich habe eine Rente von ca 1000,-€ und kann gern auf weitere Erhöhungen verzichten, wenn die Preise so bleiben. Wer kümmert sich eigentlich darum? In jeder Zeit sind Firmen in die Insolvenz gegangen weil das Management unfähig war auch schwache Zeiten zu kalkulieren. Aber seit Jahren haben viele Unternehmen nur noch auf Wachstum und weiteren Profit gesetzt. Sind wir wirklich so unersättlich? Wachstum, Wachstum? Ich denke nach der Abwicklung der ganzen momentanen wirtschaftlichen Probleme in Europa werden wir eine andere Welt erleben. Zurück zu den Wurzeln einer Wirtschaftspolitik die in ihrer Gesamtheit Krisen übersteht und keine so große Abhängigkeit mehr von anderen Ländern, vor allem China.

Manchmal kann man auch den Eindruck gewinnen, dass auch Familienplanung mit Kindern erst dann beginnt wenn man sicher ist Kinder bald in Kita oder Kindergarten geben zu können. Nun bei home office ist das ein weiteres Problem, für die Kinder und die Eltern. Da ist die staatliche Unterstützung in Polen mit dem Gesetzt 500+ weitaus kinderfreundlicher, ein Kostenrahmen der aber auch finanziert werden muss. Eine Familie mit drei Kindern hat dann also zusätzlich 1500,- Zloty pro Monat und das ist ca. der Nettomindestlohn eines Arbeiters. Da bleiben viele Frauen zu Hause und betreuen ihre Kinder selbst, eben wie es früher normal war.

Das Neueste aus Schlesien:

Ab 30.5.um 24 Uhr, also heute, weitere Lockerung der Verordnung zum Wohle der Wirtschaft: Keine Maskenpflicht mehr in Geschäften und der Stadt. Versammlungen bis 150 Personen sind wieder erlaubt. Die große Freude bricht aus und es gibt schon Verabredungen für Heute um 24 Uhr, um die Freiheit entsprechend zu feiern. Mit Countdown und runterzählen wie zu Sylvester ist das bei einigen Gruppen geplant. Und dann mit Hurra und Küsschen? Aber geht das gut?

Durch unsere Kontakte weiß ich von einer Klinik in Breslau die überfüllt ist und der zuständige Virologe dringend von Lockerungen abrät. Die App des Glatzer Bürgermeisters zeigt einen Anstieg der Infizierten im Glatzer Raum auf 177 und 42 werden im Krankenhaus betreut. Wir, der Vorstand des DFK Glatz werden abwarten wie sich die Situation nach Lockerung der Maßnahmen entwickelt und planen unseren normalen Betrieb mit Öffnungszeiten ab dem nächsten deutschen Gottesdienst am 27.6. Ich werde frühzeitig hier berichten. Hoffen wir zunächst, dass die Befürchtungen des Virologen nicht eintreten und wir den ganzen Horror überleben.

Ich wünsche allen von Herzen, bleibt gesund.

Es grüßt aus Glatz

Horst Ulbrich

30.5.2020

Corona in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:59

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft

Kreisverband Glatz

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

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 Glatz, den 20.5.2020

Die Fallzahlen und deren Auswirkungen:

Nun sehen wir in Glatz ja deutsches Fernsehen und sind bestens über die Zustände in Deutschland informiert. Dazu sind die veröffentlichten Zahlen in Polen moderat mit 18.000 Infizierten und ca. 700 Todesfällen. Wie weit man den Zahlen trauen kann? Schön wäre es, aber wer wenig testet, hat wenig Infizierte. Die Zahlen in unser geliebten Heimat scheinen jedoch noch gering zu sein.

Anders in Oberschlesien. Seit Anfang Mai bildet Ruda Śląska neben anderen Städten im oberschlesischen Ballungsgebiet, in dem 4,5 Millionen Menschen leben, den größten Pandemie-Hotspot Polens. Derzeit gibt es rund 18.000 gemeldete Corona-Fälle im ganzen Land, darunter 5000 in Schlesien und davon etwa1000 Bergarbeiter (Stand vom 15.05.). Die Tendenz ist steigend. Von den täglich neu gemeldeten Fällen kommen derzeit regelmäßig zwei Drittel aus Oberschlesien.

Derzeit wurde die Produktion in drei von den 30 oberschlesischen Gruben eingestellt. Größtes Problem ist die Enge in den Förderkörben, wo 48 bis 120 Arbeiter dicht an dicht einfahren. Ein Weiteres ist die Nähe in der Umkleide und den Duschen. Viele Leser, die im Bergbau Neurode und Schlegel gearbeitet haben, kennen das aus eigener Erfahrung.

Polens Energieversorgung basiert zu 80 Prozent auf Kohle. Im Bergbau arbeiten 90.000 Menschen, weitere 90.000 sind in den Unternehmen beschäftigt, die mit dem Bergbau zusammenarbeiten und wir hoffen, nicht auch noch ein größeres Energieproblem zu bekommen, wenn die Zahlen weiter fortschreiten.

Wirtschaft:

Eine Nachricht des Breslauer Bürgermeisters würde in Deutschland jeden Kleinunternehmer und Restaurantbesitzer erfreuen. Er gab Folgendes bekannt:

Breslau erweitert sein Hilfspaket für Unternehmer. Für einen symbolischen Zloty – Miete für die Anmietung eines Geländes und kostenlos für gastronomische Gärten.

Die Verordnung ist im Zusammenhang mit der Coronavirus-Epidemie bei Dienstleistungen und Handel anzuwenden. Es geht unter anderem um die Eigentümer von Restaurants, Cafés, Schönheitssalons, Buchhandlungen, Bekleidungsgeschäften, Schuhgeschäften und Geschäften mit Haushaltsgeräten. Das Angebot kann von Personen genutzt werden, die keine Zahlungsrückstände bei der Zahlung von Gebühren und Mieten von mehr als zwei Monaten bei der Gemeinde haben – betont Marcin Urban, der Schatzmeister von Breslau, und fügt hinzu, dass diese Form der Unterstützung mindestens bis zur Aufhebung der Epidemie andauern wird, während ihre mögliche Verlängerung davon abhängt, wie sich die Situation entwickelt.

Situation in der Grafschaft:

Ich war erstaunt, wie diszipliniert die Bevölkerung alles befolgt, was gefordert wird. Natürlich in der Innenstadt und den Geschäften Masken und Handschuhe. Da wir privat in der Zeit der Einschränkungen renovieren, bin ich oft im Baumarkt, wo ein Wachmann sofort auf das Desinfektionsgerät hinweist. Ohne Maske kein Einlass und bisher nur doppelt so viele Kunden wie es Kassen gab. Dort auch nur mit Absperrungen auf 2 Meter zur Kasse. Kommt ein Kunde raus, darf der Nächste rein. Von 10 bis 12 Uhr in den Lebensmittelläden haben nur Rentner Einlass. Das war bis zur Lockerung ab 15.5. der Fall. Ein drastisches Beispiel erlebte ich beim Kauf eines Kasten Bier in Eckersdorf, wo ich ohne Handschuhe war und den leeren Kasten in den Händen hielt. Ich wurde sofort des Geschäftes verwiesen, durfte dann am Eingang neue Handschuhe nehmen. Die Besitzerin erzählte, dass die Polizei auch auf den Dörfern kontrolliert und sofort Strafen, 500,- Zloty für den Kunden und 1000,- für den Ladenbesitzer, verhängt. Die Stadt war bis zu den neuesten Lockerungen wie ausgestorben. Nur Lebensmittelgeschäfte und Baumärkte waren offen. Viele unserer Freunde renovieren wie wir ihre Wohnungen und die Baumärkte profitieren davon.

Der DFK Glatz:

Nun hatten wir Ende 2019 den Fäkalienschaden, wo aus der Toilette plötzlich eine meterhohe Fontäne kam und sich ins Büro, die Küche und den Gemeinschaftsraum ergoss und sich plötzlich alle Fäkalien bis aus dem 4. Stock in unseren Räumen verteilten. Bis Februar haben wir mit Entsorgung und Möbelbau verbracht, da auch die Möbel die Jauche angesaugt hatten und entsorgt werden mussten. Und gerade, wo ein normaler Betrieb mit unseren Deutschkursen, Chor, Buchbesprechungen und Treffen der Mitglieder begann, da mussten wir wegen Corona und den Versammlungsbeschränkungen schließen. Ich hatte auf unserer Internetseite Neues aus Schlesien berichtet. Dazu kam jetzt auch noch der Tod unserer geliebten Elisabeth Kynast, Leiterin unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, und ein Haufen Arbeit. Unsere alten und kranken Mitglieder versorgen wir mit wichtigen Medikamenten, auch Hilfsmitteln von Gehstöcken bis Pflegebetten aus unserem Zentrallager. Der nächste Hilfstransport kommt nun auch erst am 1. August, der uns sonst immer in der Karwoche erreichte. Täglich telefonieren wir nun, um auch Einkäufe für unsere älteren, gehbehinderten Mitglieder zu bewerkstelligen. Ein Treffen mit einigen Mitgliedern vom DFK Kudowa in Tscherbeney habe ich dann im Freien organisiert, denn eine Mitgliederversammlung ist ja nicht möglich. Frau Maria Twertetschka wird voraussichtlich den Vorsitz übernehmen, wenn eine ordentliche Wahl der Mitglieder im Grenzbezirk Polen / Tschechien wieder möglich ist. Bis dahin hoffen wir alle gesund zu bleiben.

Das wünsche ich von Herzen auch allen Lesern.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

4.5.2020

Flaggenwegsel zum 1. Mai

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:00

Na was ist denn richtig?

So……..

 

       oder so….. 

und damit meine ich nicht die Richtung rechts oder links.

In Schlesien war es ja nach dem Krieg, bei Androhung von Strafe, Pflicht die polnische Fahne an jedem Haus, möglichst an jedem Fenster zu zeigen. Das ist natürlich seit der Wende in Polen nicht mehr so. Aber an vielen Häusern ist das, nun freiwillig , immer noch Brauch.

Da unsere Fahnen an der Reithalle über den Winter sehr gelitten haben und jedes Jahr erneuert werden, war das auch am 1.Mai wieder fällig.

Aber was ist das denn? Wer hat sich da so vertan? Aber schnell wieder auf das Hallendach und umgedreht.

Beim DFK Glatz immer noch kein normaler Vereinsbetrieb. Ich hoffe aber auf baldige Lockerungen der Versammlungsfreiheit damit wir uns in den Vereinsräumen wieder treffen können. Wir hoffen dann auf einen Neustart unserer Deutschkurse die zur Zeit natürlich auch nicht stattfinden können. Bei der letzten Vorstandssitzung mussten wir einen anderen Finanzierungsrahmen festlegen und hoffen das so realisieren zu können. Die Jugend hat mit dem Unterricht schon online mit Frau Patzwald begonnenen. Von der Uni Breslau gab es dazu ein Programm wo alle Schüler mit dem Lehrer Verbindung haben und Aufgaben übernehmen können. Voraussetzung ist natürlich ein PC und Onlineanschluss für alle. Das werden wir nach Corona neben dem Unterricht in unseren Räumen auch weiter beibehalten.

In Schlesien hat es endlich geregnet und wir hoffen auf weitere Niederschläge denn es ist immer noch viel zu trocken. Vielleicht passt ja mal der Kalenderspruch:

Ist der Mai kühl und nass, füllt es dem Bauern Scheuer und Fass.

Horst Ulbrich

26.4.2020

 Info aus Glatz, den 23.4.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:17

In der Heimat Schlesien immer noch disziplinierter Stillstand. Firmen produzieren mit großen Einschränkungen, teilweise mit halber Besatzung, aber produzieren….

In der Innenstadt sieht man nur Masken. Am Eingang der Geschäfte; nur Lebensmittel und Baumärkte, Kontrollen. Handschuhe und Maske und desinfizieren wer eigene Handschuhe hat.

Wenn ein Kunde rauskommt darf der nächste rein. Aber 24 Stunden geöffnet…..

Aber ich denke das ist sehr gut und vielleicht deshalb gibt es so wenig Infizierte in Polen……. wenn die offiziellen Zahlen stimmen.

Wenn dann die Infizierten, die es noch nicht spüren und wissen, ein Weitergeben des Virus durch die Masken verhindern wird, nichts anderes bewirken ja die Masken, dann steckt man kaum weitere Menschen an und es werden zwangsläufig weniger Kranke.

In Deutschland ist man immer noch uneinig ob Masken und wenn ja, wo und wann? Das ist bei den politischen Verhältnissen hier anders, eventuelle im Moment sogar von Vorteil. Und die Menschen sind sehr diszipliniert!

Wie bekannt ist die Vorsitzende unserer Ortsgruppe DFK Kudowa, Elisabeth Kynast ist gestorben und wir müssen entscheiden wie es dort weitergeht.

Beim DFK in Glatz ist natürlich auch Stillstand. Deutschunterricht der Jugend beginnt online mit Frau Patzwald, Veranstaltungen in der Geschäftsstelle sind abgesagt. Samstag 25.4, kleine Vorstandsitzung zu wichtigen Unterschriften und Entscheidungen für die nahe Zukunft. Die Hilfstransporte vor Ostern sind ja auch ausgefallen, so auch weitere Unterstützung für das Glatzer Krankenhaus, sowie Kinder-und Altenheime. Wir unterstützen im Moment nur unsere Mitglieder.

Bei den ganzen Problemen waren mir meine Betablocker ausgegangen. Früher habe ich sie mal in der Apotheke mit Vorzeigen der Packung kaufen können, aber selbst die hatte ich nicht mehr. Also Krankenhaus, man kennt ja die Direktorin durch die Hilfstransporte. Mit dem Auto durfte ich schon nicht auf das Gelände fahren, obwohl der Pförtner mich kennt und sonst sofort die Schranke aufmacht. Nach Telefonat mit dem Sekretariat kam die Sekretärin maskiert an die Pforte, ich habe ihr auf einen Zettel das Medikament geschrieben, mit dem sie verschwand. Dann brachte sie mir aber ein Rezept von einem Krankenhausarzt für 30 Tabletten. Die liebe Frau in der Apotheke konnte ich bezirzen eine große Packung daraus zu machen und nach weiterem zirzen mir auch eine zweite Packung verkaufte. 21,70 PLN. Da hätte ich in Deutschland mit 5,- € Eigenbeteiligung schon für die erste Packung mehr bezahlt. Das reicht nun für das Jahr 2020. Auch das Privatrezept hat sie mir zurückgegeben, so kann ich die Pillen nun noch oft holen.

Nun hoffe ich liebe Leser, ihr seit alle noch gesund.

Privat renovieren wir immer noch. Man hat ja Zeit bei Corona zum Renovieren.

Wie ich gerade erfahren habe ist unser lieber Diakon, Ewald Pohl aus Spenge NRW gestorben. Er hat viele Jahre die Messe der Eckersdorfer Heimatvertriebenen beim Jahrestreffen in Melle gehalten.

Gott gebe ihm die ewige Ruhe.

Ich wünsche allen Gesundheit in einer schweren Zeit.

Euer Horst

14.4.2020

Glatzer Bahnhof.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:01

Informationen für die Glatzer Freunde.

Der Glatzer Stadtbahnhof wird neu gestaltet. Endlich werden viele sagen, aber es ist ein großes Bauprojekt das auch viel Zeit in Anspruch nimmt, um den laufenden Verkehr aufrecht zu erhalten.

         Drei Bilder zur Planung.    Zum vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Geplant ist die Koppelung mit einem Einkaufszentrum und der Transportlogistik. Zum Glück ist wohl, trotz der Lage in der City, ausreichend Platz vorhanden.

Bilder zum Baufortschritt.

Die Unterführung ist schon erneuert und ein Zugang unter der Brücke zum Bahnhof ist in Angriff genommen worden. Hoffen wir, dass es mit den Baumaßnahmen so weitergeht.

Hier auch einige Bilder aus deutschen Zeiten.

 Bilder aus alten Zeiten.

Bericht

Horst Ulbrich

9.4.2020

Ostern und Corona.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:57

Na das passt ja toll zusammen. Da sitzen viele schon seit längerer Zeit zu Hause und nun auch noch an Ostern.

Leider wird sich das ja nicht verhindern lassen und die Maßnahmen werden noch verschärft….. Ab nächster Woche nur noch mit Mundschutz in allen Läden, sonst alle zu Hause bleiben.

Das mir keiner den Lagerkoller bekommt. Es gibt ja noch die Gesellschaftsspiele, die irgendwo im Schrank rumliegen. Gemeinsam Kochen ist auch wieder inn. Da kann auch keiner meckern wer da wohl die Suppe versalzen hat…. ja und der Staat? Der wirft mit dem Geld rum das unsere Enkel dann mal verdienen müssen. Wohl dem der Rentner ist und damit ein festes Einkommen hat. Lustig war ja die Ankündigung im Fernsehen, es dem Trump nachzumachen und jedem Bürger 1000,-€ zu zahlen, um die Wirtschaft anzukurbeln. Ja toll aber die Geschäfte wurden vorher geschlossen!!!! Man könnte ja den Vorrat an Toilettenpapier noch etwas erhöhen. Man weiß ja nie…

Ja, ja, man sollte in jeder Situation nicht den Humor verlieren und gerade jetzt dürfen wir uns die Stimmung nicht vermiesen lassen. Es gibt auch gute Nachrichten. Keiner hat mehr die Grippe…. nur Corona. Und im Geschäft nur nicht niesen!!!! Das gibt eine Panik und Massenflucht aus dem Laden. In Schlesien von 10 bis 12 Uhr am Morgen Einkauf nur für Rentner. Da habe ich aber heute ein Kompliment vom Wachmann am Eingang bekommen, in der er mich nach dem Alter gefragt hat. Ja…. das hebt die Stimmung beim Einkauf der Lebensmittel. Was anderes gibt es ja nicht mehr.

Bei uns privat ist der Umbau Wohnzimmer tatsächlich noch vor dem Fest fertig geworden. Jeden Tag hatte ich Angst die Arbeiter kommen nicht mehr. Aber sie haben vollendet… Und schön, dass der Bauschutt aus dem Haus ist. So soll es nun Ostern werden. Krankenbesuche in Richtung Neurode und weiter sind erledigt. Samstag noch Wiktoria und Bedürftige beim DFK Kudowa. Wir warten nun alle auf eine langsame Rücknahme der Beschränkungen damit wir beim DFK Glatz und DFK Kudowa weiter aktiv werden können.

Allen Spendern sei herzlich gedankt, die uns immer wieder mit Zahlungen auf unsere Konten die Hilfe für Bedürftige ermöglichen.

Ein herzliches vergelts Gott.

Ko. DFK Glatz Mitgliedsbeiträge im Briefkopf

Ko. Schlesienhilfe für Beddürftige DE 02 4945 0120 111 255 1179

So möchte ich allen Freunden und Bekannten ein

segensreiches und frohes Osterfest wünschen.

Und bleibt mir gesund und zu Hause.

Ihr / Euer

Horst Ulbrich

5.4.2020

Corona…. und ein Ende?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:05

Ende der Welt sagen die Pessimisten. Aber wenn noch lange Zeit bis zu dem erwarteten Höhepunkt verstreicht werden die Probleme irgendwann unhaltbar.

Familien in kleinen Wohnungen sind am Meisten betroffen. Schon jetzt nimmt häusliche Gewalt zu, in Zukunft sind auch vermehrt Diebstähle zu erwarten. Zu Rebellion neigen zumindest wir Deutschen ja nicht gerade, aber die Gewalt wird zunehmen, auch das Verständnis gegenüber der älteren Bevölkerung. „ Wegen denen sollen wir unser Leben einschränken und eingesperrt bleiben“ werden vermehrt die Jungen argumentieren.

Dann könnte es dazu kommen, dass die Jungen wieder arbeiten gehen dürfen, was zwangsläufig dann sein muss, aber auch die Restaurants und Geschäfte geöffnet werden. Menschen ab einem gewissen Alter bleiben dann in Quarantäne, sie sind ja schließlich mehr gefährdet. Bei jungen Menschen sind die Schweren Erkrankungen und Todesfälle ja gering, das zeigen die Zahlen. Eine Vereinsamung der älteren Bevölkerung wäre die Folge.

Also….. alles hängt nur an der Länge der Quarantäne und der Belastbarkeit der Wirtschaft.

Nun gehöre ich ja zu den Optimisten und prognostiziere eine Lockerung der Quarantäne für Ende April. Dann wird der Spuk noch nicht vorbei sein würde aber viele Unternehmen retten. Wobei aber ältere Beschäftigte, so ab 60 Jahren, aus humanitären Erwägungen weiter beurlaubt werden sollten. Weiterhin sollten dann die Einkaufszeiten nur für Rentner von 10 bis 12 Uhr beibehalten werden, wie es in Polen üblich ist,. So werden die Infekt Übertragungen in Grenzen gehalten bis es endlich eine Entwarnung gibt….. Und die hat es ja irgendwann sogar nach jeder Pest gegeben. Also schauen wir mutig in die Zukunft.

Wohl dem der einen Garten hat und sich damit beschäftigen und dort auch sonnen kann. Also üben wir Alten uns in Geduld und bitte vermeidet viele Kontakte zu Eurem Schutz.

Ich werde vor Ostern wieder unsere alten und kranken Deutschen in der Heimat mit kleinen Präsenten und Hilfen zur Medikamentenbeschaffung besuchen. Leider sind auch alle Hilfstransporte, die für Ostern erwartet wurden, ausgefallen. Transport der Malteser, von Herrn Pollock aus Münster und den Kirchengemeinden Königs Wusterhausen und Bukow bei Berlin können uns nicht erreichen. Aus Berlin bekamen wir immer Backzutaten und Süßigkeiten zum Fest geliefert, was sehr geholfen hat und unsere Bedürftigen immer erfreute. Den Maltesern aus Telgte sei Dank für die Postzustellung der Sämereien, die sie sonst jedes Jahr mitgebracht haben.

Meine Besuche bei den Hilfsbedürftigen bestehen leider auch nur mit Übergabe an der Haustür, sonst bleibe ich immer für Gespräche. Das tut weh, ist aber im Moment nicht zu ändern. Allen Spendern die mich dabei mit Einzahlungen auf das Konto Schlesienhilfe unterstützen sei herzlich gedankt.

Hier noch einmal das Konto.

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

Ein frohes und gesegnetes Osterfest allen Lesern dieser Seite.

Horst Ulbrich

Gott hat Elisabeth Kynast zu sich gerufen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:51

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Gott hat Elisabeth Kynast zu sich gerufen

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied und Vorsitzende unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

Mit ihr verlieren die Heimatvertriebenen wie auch wir in der Heimat Lebenden eine der engagiertesten Heimatfreunde der Grafschaft Glatz.

Über viele Jahre hat sie die Deutschen im Grenzgebiet Tschechien und Polen zusammengehalten und ihr Haus in Tscherbeney für den DFK Kudowa zur Verfügung gestellt. Sie organisierte die Treffen zum Jahrestag des Seligen Kaplans Gerhard Hirschfelder und hat in ihrem Haus eine Begegnungsstätte mit einem kleinen Museum zum Gedenken an den Seligen geschaffen. Seit vielen Jahren pflegte sie nicht nur die Gräber der Ordensschwestern auf dem Friedhof in Tscherbeney, sondern auch die vieler anderer verstorbener Deutschen, die sonst in Vergessenheit geraten wären. Ihr letzter Einsatz war der für eine Gedenktafel zu Ehren der Kriegsfrauen aus drei Nationen, aus Deutschland, Tschechien und Polen, auf besagtem Friedhof, die mit dem Großdechanten am Hirschfelder-Tag 2019 geweiht wurde.

Auf dem Lapidarium werden wir nun eine weitere Tafel aufstellen, zu Ehren unserer unermüdlichen Kämpferin Elisabeth Kynast in Dankbarkeit für ihren Einsatz für die ganze Grafschaft Glatz.

Leider kann auch ich nicht an der Beerdigung teilnehmen, da ich mit deutschem Pass bei der Rückreise nach Schlesien zunächst in Quarantäne müsste und zudem die Teilnehmerzahl wegen des Versammlungsverbots auf ein Minimum beschränkt werden muss.

Wir alle vom DFK Kudowa und DFK Glatz trauern um unsere Schmidt Liesel. Ihr vielfacher Einsatz für die Heimat bleibt unvergessen. Der Herr schenke ihr die ewige Ruhe.

Horst Ulbrich

28.3.2020

Hilfe für die Pfarrer in Niederschlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:59

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Pfarrer in Polen leiden unter dem Coronavirus.

Im Gegensatz zu Deutschland haben die Pfarrer in Polen nur die Einnahmen, die sie bei Hochzeiten, Beerdigungen und den Sammlungen der hl. Messen erhalten. Davon renovieren sie vieles in den Kirchen, müssen aber auch ihren Lebensunterhalt bestreiten.

In den Zeiten von Corona sind die Kirchen geschlossen, geheiratet wird zur Zeit auch nicht. Bei Sterbefällen sind nur wenige enge Verwandte. Da kommen viele Pfarrer in finanzielle Bedrängnis.

Um unseren engagierten neuen Pfarrer zu unterstützen haben wir, für die Eckersdorfer Gemeinde eine Sammlung begonnen, die aber wegen eigener Sorgen kaum beachtet wird.

Wer für einen, Euch bekannten Pfarrer eine Spende leisten möchte kann das auf unser Konto

Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179 einen Betrag zahlen.

Ich werde gegen Quittung das Geld weiterreichen und hoffe in den schwierigen Zeiten auf die Unterstützung für die Geistlichen.

Grüße aus der Heimat

Horst Ulbrich

20.3.2020

Corona überall.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:57

Liebe Freunde dieser Seite.

Corona überall.

Da gibt es ja die unterschiedlichsten Meinungen von angeblichen Experten.

Eine der letzten Grippezeiten hat in Europe ca 20 000 Todesfälle gebracht.

Warum so einen Aufstand um Corona.

Herr Johnson aus England meinte zunächst auch man solle alles laufen lassen, hat sich aber eines Besseren besonnen.

Andere meinen: Alte Menschen sterben halt… ob an Corona oder anderen Krankheiten. Warum die Jungen einsperren???

Aber welche Erfahrung hat die Zeit seit dem Ausbruch in China gebracht?

Dort ist man über die brachiale Abschottung großer Städte nun über den Zenit und ich hoffe, dem kann man Glauben schenken. Chinesische Ärzte, die im Einsatz Corona dort nicht mehr benötigt werden helfen sogar auch in Deutschland aus wo das Personal in den Krankenhäusern fehlt. Also nur die Nähe zu anderen Menschen einschränken, um direkte Übertragungswege zu unterbinden. Leider halten sich viele Jugendliche in Deutschland nicht daran und werden so zu Trägern des Virus und eine Gefahr für andere.

Hier in Polen staune ich über die Disziplin der Menschen. Vielleicht ein Überbleibsel der kommunistischen Erziehung aber hilfreich. Wir haben heute in Polen 378 Infizierte Menschen in den Krankenhäusern und 9 Tote wegen vorbelasteter Krankheiten. In Niederschlesien 53 Erkrankte und 2 Verstorbene. Nur Lebensmittelgeschäfte sind geöffnet, auch einige Baumärkte. Beim Betreten der Geschäfte gibt es Kontrolleure die auf das Desinfektionsmittel am Eingang hinweisen, sonst das Betreten des Geschäftes verweigern. Die Kassierer hinter einer Scheibe, Zahlen nur per Karte in fast allen Läden. Alle anderen Läden sind sowieso geschlossen wie auch Schulen, Restaurants und so weiter. Die Skodawerke in Tschechien sind geschlossen wo viele Polen gearbeitet haben. Die Grenzen sind zu. Vielleicht ist so die geringe Anzahl zu erklären, obwohl ich auch in Polen die staatlich kontrollierten Medien etwas skeptisch sehe. Ich hätte Termine in Deutschland, dürfte mit meinem deutschen Pass aber nicht mehr zurück nach Polen.

Die Hilfstransporte aus Deutschland, die uns vor Ostern noch erreichen sollten, fallen aus. Wir versorgen unsere Kranken mit Hilfsmitteln die uns aber bald ausgehen und bei den Maltesern in Telgte ist das Lager wegen des Transportausfalls überfüllt.

Vielleicht lernen wir alle aber aus dieser Situation uns gegenseitig zu helfen und unsere Bedürfnisse zurück zu fahren. Die Welt wird nach Corona eine andere sein, da bin ich sicher.

Meine Prognose ist:

Es wird ein Umdenken bei den Menschen in Bezug auf Konsum, wie auch Reisen geben. Der Onlinehandel boomt gerade in der heutigen Zeit und das wird anhalten. Schulen und Universitäten werden mehr Lehrmaterial per Internet anbieten. Dazu legen wir in der Zeit der Schulschließungen im Moment den Grundstein und liefern damit einen guten Probelauf. Leider leiden viele Kleinbetriebe darunter bis hin zum Konkurs und die angebotenen Hilfen reichen bei Totalausfällen nicht. Wo das Geld für die Hilfen der Wirtschaft herkommen soll ist mir, trotz der guten finanziellen Lage in Deutschland, auch nicht begreifbar. Obwohl wir weltweit am Besten dastehen sollen. Der Wirtschaftsboom seit 6 Jahren und die Sparpolitik mit der sogenannten Schwarzen Null, also ohne Neuverschuldung sind jetzt sehr hilfreich. Andere Länder, wie Italien werden vor dem Zusammenbruch gerettet werden müssen. Kommt nach Staatspleiten der Zusammenbruch der gesamten E U??? Im Moment sind wir am Anfang der Misere. Schauen wir mal nach 6 Monaten….

Wenn wir uns alle…. und da müssen wir auch die Jugend überzeugen….

uns an die Vorgaben halten, kann man großflächige Ausgangssperren verhindern. Sonst ist in den Städten mit kleinen Wohnungen der Lagerkoller nicht mehr auszuschließen. Die Landbevölkerung hat da weniger Probleme wie auch in unserem Dorf. Man kann sich im Garten und mit dem Viehzeug beschäftigen. Die Kontakte, hauptsächlich in den Kirchen am Sonntag, sind ja auch ausgefallen.

Wir alle müssen uns auf diese besondere Situation einstellen, um Schlimmeres zu verhindern.

Ich wünsche Euch weiterhin Gesundheit und bleibt zu Hause.

Euer Horst Ulbrich.

1.3.2020

Wenn einer eine Reise macht dann kann er was erzählen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:11

Nun hatten wir eine Reise nach Teneriffa gebucht und auch bezahlt, aber meine Frau war vor der Abreise stark erkältet, danach auch ich.

Bis zum letzten Tag war nicht klar ob wir fliegen, aber wir hofften auf das schöne Wetter und unser Urlaub begann auch ganz entspannt. Es ging uns tatsächlich besser, aber dann….

Ein Sturm mit Windgeschwindigkeiten bis 163 Km pro Stunde ließ Palmen auf Autos fallen, auch unser Hotel bewegte sich. Danach ein Sandsturm der in den Augen brannte und ein brauner Nebel lag über der Insel. Am letzten Tag vor der Abreise dann die Nachricht, ein Arzt aus Italien sei mit dem Coronavirus aus einem großen Hotel in die Quarantäne ins Krankenhaus abgeholt worden. Zum Glück auf der anderen Seite der Insel. Dort wurde sofort das ganze Hotel mit über 1000 Gästen unter Quarantäne gestellt und von der Polizei bewacht.

Wir waren froh in das kleine, Coronafreie Dorf Schwenz in Polen abreisen zu können.

Aber was war passiert? Eine Frau aus dem Nachbardorf Mittelsteine, war von ihrer Arbeitsstelle aus Italien zurückgekehrt. Durch unsere Kontakte zur Polizei erfuhren wir, sie sei mit Coronaverdacht in Quarantäne nach Breslau in die Klinik eingeliefert worden. Da es immer noch heißt Polen sei Coronafrei, wie die Medien berichten, haben wir selbst nachgefragt. Unser Mitglied des DFK aus aus Mittelsteine, eine Bekannte der betroffenen Familie, hat uns das bestätigt. Aber warum wird das der Öffentlichkeit vorenthalten? Ich habe auf meinem Handy eine Mitteilung wie man sich zur Zeit in der Öffentlichkeit verhalten soll, andere haben das nicht. Nun werden die Nachrichten in Polen kontrolliert, das weiß man. Aber der Schutz der Bevölkerung sollte doch vorgehen. Offiziell ist nichts zu erfahren, aber warum fahren dann die Krankenwagen mit so maskierten Helfern?

   Sollte nur die Frau in Quarantäne sein und die Familie sich normal bewegen dürfen, auch gestern dann zur Kommunion in der Kirche war, gibt es theoretisch ein hohes Risiko für die Kirchengemeinde.

Wie man weiß, wurde vom Bischof befohlen die Kommunion nur zum Mund zu verabreichen, so könnte es passieren den Virus an viele Menschen weiter zu geben.

Wir können nur hoffen, dass die ganze betroffene Familie in Quarantäne ist.  Dazu habe auch ich keine genaue Auskunft erhalten können, aber offiziell gibt es keine Informationen. Wir werden also für uns Vorsorge treffen, manche Kontakte und Händeschütteln zur Begrüßung meiden und warten was die Zeit bringt. Ich bitte alle Leser dieser Seite sich auch so zu verhalten. Warum aber so verfahren wird und die Öffentlichkeit von den Verdachtsfällen nicht unterrichtet wird ist nicht zu begreifen.

Bericht

Horst Ulbrich

7.1.2020

Feier in Lamsdorf am 26.1.2020

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:50

Zum Vergrößern bitte auf das Plakat klicken.

Horst Ulbrich

6.1.2020

Der Chor des DFK Glatz, neu eingekleidet.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:08

Traditionell fand das Weihnachtskonzert der deutschen Minderheit in Niederschlesien im Kurtheater Bad Salzbrunn statt.

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Dank des deutschen Konsulats wurden für unsere Frauen nun einheitliche weiße Blusen angeschafft und wir konnten nun endlich auch in einheitlicher Kleidung auftreten. Nach den traditionellen Weihnachtsliedern hatten sich die Glatzer Sänger wie immer am Schluss – diesmal mit dem Lied „Der Weihnachtsmann hat sich ein Bein gebrochen“ – auch etwas Lustiges einfallen lassen und wir wurden mit viel Beifall belohnt.

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Auch von den anderen Chören gab es Lob, weil wir außer den traditionellen Liedern immer etwas Besonderes vortragen. Und das, obwohl wir wieder einmal a cappella auftreten mussten, da unser Pianist Szymon zur gleichen Zeit in der Glatzer Pfarrkirche die Orgel spielen musste. Andere Chöre wurden mit dem Piano oder von Akkordeonspielern begleitet, was beim Gesang enorm hilfreich ist. Außer uns traten vier Chöre und verschiedene Akkordeonspieler aus Oppeln auf, und am Ende natürlich die Sänger des DFK Waldenburg unter neuer Leitung. Leonard Malcharczyk, die rechte Hand der Konsulin aus Oppeln, aber auch professioneller Entertainer, führte durch das Programm. Der Kursaal war wie immer voll besetzt mit interessiertem Publikum. 

Leider müssen wir immer noch zu allen Auftritten die Buskosten selbst tragen und das leert übers Jahr gerechnet enorm die Vereinskasse. Zum Glück haben wir immer noch unsere Sponsoren aus Deutschland, die über unser Konto dieses möglich machen. So werden wir, so Gott will, noch viele Jahre deutsche Lieder in der Heimat verbreiten.

Bericht

Horst Ulbrich

27.12.2019

Adventsfeier in Kudowa beim Deutschen Freundschaftskreis

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:45

Es war ein unvergesslicher Nachmittag. Mit Hilfe des Deutschen Freundschaftskreises in Glatz und der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen in Oppeln erhielten wir einen finanziellen Zuschuss zur Gestaltung der Feier.

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Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Zum Anfang gab es in der Alten Mühle in Kudowa ein Mittagessen nach schlesischer Art. In der Grafschaft mussten es immer Klöße sein. Beim Kaffeetrinken später durfte der schlesische Mohnkuchen nicht fehlen. Die 50 eingeladenen Gäste, unter ihnen die Älteste mit fast 98 Jahren, die alle in Tscherbeney und Umgebung leben, auch alle Deutschen, die noch da in der Heimat wohnen. Die Freude war sehr groß, unsere alten deutschen Lieder zu singen und über unser Brauchtum aus deutscher Zeit zu sprechen. Es begleitete uns Heinz Peter Keuten vom Deutschen Freundschaftskreis in Glatz auf seiner Gitarre.

Es waren viele junge Leute da, die ich gebeten habe, von unserem Brauchtum weiter zu erzählen, und vor allem unsere alten Weihnachtslieder zu singen. Das war für alle sehr beeindruckend, da es sonst keine Gelegenheit mehr gibt. Viele sprachen ihre Dankbarkeit aus. Einige hatten Tränen in den Augen. Es erschien noch eine Zwei-Mann-Kapelle aus Tschechien, die böhmische Weihnachtsmusik spielte.

Wir haben von der Feier aus den Großdechanten angerufen in Münster und haben ihm sein Lieblingslied gesungen. Er sagte am Schluss: „Das war mein schönstes Geschenk zu Weihnachten aus der Heimat.“

Auch St. Nikolaus war gekommen, wie früher mit einem Engel und hatte eine beeindruckende Geschichte aus der Grafschaft Glatz vorgelesen.

Bericht:

Elisabeth Kynast

Vorsitzende DFK Kudowa.

23.12.2019

Letzte Meldung vor dem Fest

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:29

Liebe Leser dieser Seite,

schon gemerkt? Es wird mit großen Schritten Weihnachten und es ist Zeit sich Ruhe zu gönnen, aber auch etwas demütig zu werden.

Es ist eine Zeit auch Danke zu sagen all denen, die unsere Arbeit zur Erhaltung deutscher Kultur in der Heimat Schlesien und unsere umfangreiche Sozialarbeit in diesem Jahr unterstützt haben.

Es war wieder ein arbeitsreiches, aber auch erfolgreiches Jahr. Vieles ist uns mit der Unterstützung aus Deutschland gelungen, was mit den uns hier zur Verfügung stehenden Mitteln nicht finanzierbar gewesen wäre. Einige Arbeiten wie die zeitraubenden Verhandlungen zur Renovierung der Gräber der Bergleute in Neurode sind bisher noch nicht abgeschlossen.

Am 21.12. die letzte offizielle Einladung vor dem Fest. Das Organisationskomitee der polnisch-tschechischen Tage der Kultur hatte zum jährlichen Treffen vor Weihnachten Menschen aus Politik und Kirche in das Restaurant an der hohen Eule eingeladen und wir treffen dort immer gute Freunde. Organisator ist Julian Golak, der viele Jahre als Mitglied des Niederschlesischen Landtags tätig war. Ein Treffen wieder mit Teilnehmern aus 6 Ländern und ich denke wir haben Deutschland würdig vertreten.

Ein letzter Hilfstransport mit Weihnachtsüßigkeiten und Backzutaten, sowie guter Winterkleidung hat uns aus den Kirchengemeinden Bukow und Königs Wusterhausen bei Berlin erreicht. Ich bin vor Weihnachten viel unterwegs, um unsere alten und kranken Mitglieder zu besuchen und mit kleinen Geschenken zu erfreuen.

Die Malteser aus Telgte waren auch in diesem Jahr wieder mehrfach mit LKW und Hilfsmitteln für unsere Kranken bei uns. Die LKW-Fahrschule Hans Pollok aus Alverdissen war wieder zweimal mit den 40-Tonnern- LKW in Glatz und wir konnten das Krankenhaus sowie Kinder- und Altenheime mit weiteren Pflegebetten und Hilfsmitteln unterstützen.

Danke auch allen fördernden Mitgliedern und Spendern, die auf unsere Konten gespendet haben, um unsere umfangreiche Arbeit hier zu unterstützen. Wir sind glücklich und dankbar für alle Hilfe.

Ein herzliches Vergelt‘s Gott – wie wir Schlesier sagen.

Bald gehen wir in eine neues Jahr und werden sehen, was es uns bereiten wird. Aber wie schon geschrieben, mit unseren Mitgliedern hier und unserer Jugend sind wir für die Zukunft gut aufgestellt und werden noch über Generationen hinweg für deutsche Kultur in der schlesischen Heimat unserer Eltern sorgen. Es kommen auch immer wieder Schlesier im Rentenalter in ihre Heimat zurück, um hier zu wohnen, und so bekommen wir weitere Mitglieder.

Wer noch Mitglied des DFK Glatz werden und unsere Arbeit mit 20,- € Jahresbeitrag unterstützen möchte, ist herzlich willkommen. Bitte meldet Euch unter der E-Mail Adresse hulbrich75@gmail.com

DFK Vereinskonto in Deutschland DE76 4945 0120 111 255 2854

Konto Schlesienhilfe für Bedürftige

Deutsche in der Grafschaft Glatz

und kulturhistorische

Erhaltungsmaßnahmen. DE 02 4945 0120 111 255 1179

Ich wünsche allen Lesern eine frohe Weihnachtszeit, Gottes Segen und Gesundheit im Neuen Jahr.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

22.12.2019

Weihnachten beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:03

Zunächst wurden am 6.12.  die kleinen Kinder  vom Nikolaus besucht und viele sagten auch ein kurzes Gedicht auf. Wegen des schlechten Wetters waren nicht alle gekommen und es blieben einige Präsente übrig die dann bei den Krankenbesuchen mit verteilt wurden. Den fleißigen Helfern sei Dank.

   

Ja wer ist den  der Nikolaus? Jedes Jahr wird gesucht aber kein anderer gefunden.

   

Am 14.12. feierte der DFK sein traditionelles Weihnachtsfest. In diesem Jahr mit wenig Planungszeit wegen unseres Fäkalschadens im DFK Büro.

Aber wir hatten tatsächlich noch ein bezahlbares Restaurant gefunden, die zu dem Datum auch noch Platz für uns hatte. Auf einen Gottesdienst wie sonst immer hatten wir in diesem Jahr verzichtet, da die monatlich stattfindende deutsche Messe in Glatz kurz vor dem Fest war. Da das Restaurant des Metro Hotels am Berg in Richtung Breslau für viele schlecht erreichbar war, hatten wir einen Bus für 14 Uhr zum Kloster bestellt und so waren alle pünktlich um 14,30 Uhr zum deftigen Mittagessen im Restaurant des Hotels wo auch alle Platz fanden. Zu unserer Weihnachtsfeier sind wir dann in den Konferenzsaal gewechselt, um das Restaurant nicht weiter zu blockieren. Dort waren wir dann auch unter uns und konnten unser Programm gestalten.

Schon zum Mittagessen, wo bekanntlich Ruhe ist, hat der Vorsitzende die Anwesenden begrüßt und das weitere Programm vorgestellt.

   

Im Konferenzraum, der festlich geschmückt war, sang auch unser Chor unter der Leitung von Szymon Woloch Weihnachtslieder und viele der Mitglieder sangen begeistert mit. Dazu hatten wir wieder eine kleine Auswahl deutscher Weihnachtslieder kopiert, die auch an alle 69 Teilnehmer verteilt wurde und mitgenommen werden durfte, in der Hoffnung, dass zu Weihnachten in den Familien auch noch deutsche Lieder gesungen werden. So ging es weiter mit Mundartvortrag und lustigen Einlagen des Chores die sich der Vizevorsitzende Heinz-Peter Keuten ausgedacht hatte. Unter den Gästen war auch eine Abordnung unserer Ortsgruppe vom DFK Kudowa, die ihre Feier am nachfolgenden Sonntag durchführten.

   

Gegen 17 Uhr gab es dann Kaffee und Kuchen und kleine Geschenke für alle. Leider konnte der Chor unserer Freunde aus Waldenburg , wie sonst immer, wegen anderer Verpflichtungen nicht teilnehmen. Aber die Gruppe Katarinchen haben die Lücke professionell gefüllt und waren mit ihren Sängern und Musikern die Attraktion der Feier. Für 18,30 Uhr war der Bus bestellt, der viele unserer Mitglieder wieder zum Kloster nach Glatz brachte. So ging wieder eine schöne Feier dem Ende entgegen.

Bericht

Horst Ulbrich

8.12.2019

Rundbrief zum Jahresende 2019

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

Liebe Mitglieder und Sponsoren.

Wie zu Ostern geschrieben verstarb unser Chorleiter im Januar, aber wir haben Ersatz gefunden. Die Kürzung unserer Mittel um 35% hatte alle Vorsitzenden schockiert, aber Dank den Verhandlungen unseres VDG Vorsitzenden Bernhard Gaida und des Bundesvorsitzenden für nationale Minderheiten, Herrn Fabritius, wurde die Kürzung zurückgenommen und die Fördermittel für das nächste Jahr sogar erhöht.

Aber die nächste Katastrophe erfuhr ich am Telefon als ich im November zu einer Augen OP in Deutschland war. Die Stadtwerke hatten mit 30 bar Druck die Abflussrohre gespült und aus unserer Toilette ergossen sich alle Fäkalien des Hauses bis in das Büro und die Küche. Vermieter und die Stadt fühlen sich nicht zuständig und wir haben aus Kostengründen keine Versicherung für unsere Vereinsräume. Ich denke aber auch hier gilt das Verursacherprinzip, leider wird es wohl ein langer Kampf und dazu ist bei uns keine Zeit. Alle Möbel die das Dreckwasser angesaugt hatten und die Teppiche mussten wir entsorgen, um den Gestank los zu werden. Aber improvisiert geht das Vereinsleben mit Deutschkursen, Chor und Jugendarbeit weiter.

Ein Oktoberfest hat es in diesem Jahr aus Kostengründen leider nicht gegeben. Es war mit den letzten Mitteln zu entscheiden, ob wir die Jugend mit dem deutschen Lyrikwettbewerb unterstützen oder feiern. Der Vorstand hat sich für die Jugend entschieden und so wurde das Projekt Deutsche Lyrik der hiesigen Schulen am

28.11. 2019 durchgeführt, zu dem sich 66 Schüler aus Schulen der gesamten Grafschaft Glatz angemeldet hatten – und das sind wieder mehr als in 2018. Wir waren erstaunt so viele Schüler zum Erlernen deutscher Lyrik begeistern zu können. Erfreulicherweise hat die deutsche Konsulin in Oppeln, Frau Fisel-Rösel, die Schirmherrschaft über den vom DFK Glatz organisierten Wettbewerb übernommen.

Wir haben die besten Voraussetzungen für die Zukunft mit unserer Jugend. Viele weitere Mitglieder hier sind noch im berufstätigen Alter. Wir sterben also nicht aus und werden die deutsche Kultur in der Grafschaft noch einige Generationen aufrecht erhalten. Die Weihnachtsfeier wird trotz der Misere in Glatz am 14.12. stattfinden. Unsere Ortsgruppe DFK Kudowa feiert dann am 15.12. in Tscherbeney. Der letzte Hilfstransport erreichte uns an diesem Wochenende aus zwei Kirchengemeinden bei Berlin, die uns jedes Jahr mit Weihnachtssachen und Backutensilien unterstützen sowie guter Winterkleidung. In der nächsten Woche steht also wieder das Öffnen und Sortieren in der Kleiderkammer an. Ich bin dann viel unterwegs, um alte und behinderte Mitglieder mit kleinen Präsenten zum Fest zu versorgen. Viele der alten Mitglieder können leider am Vereinsleben nicht mehr teilnehmen.

Hier noch einmal der Link zu unserem Beitrag im Schlesienjournal.

http://wochenblatt.pl/schlesien-journal-27-11-2018-25-jahre-dfk-glatz-entdeckerclubs-desdeutschen/

Wer unsere Arbeit in der Heimat Schlesien unterstützen möchte ist mit 20,-€ Jahresbeitrag herzlich eingeladen unser förderndes Mitglied zu werden. Jährlich gibt es dann auch einen Rechenschaftsbericht. Dazu bitte die Adresse unter hulbrich75@gmail.com angeben.

Horst Ulbrich

2.12.2019

Ausflug mit den Gewinnern des Hirschfelder-Wettbewerbs 2019 zur Grabstätte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:13

Ausflug mit den Gewinnern des Hirschfelder-Wettbewerbs 2019 zur Grabstätte des Seligen Gerhard Hirschfelder in Tscherbeney

Im September 2019 waren alle Schülerinnen und Schüler der Habelschwerdter Grundschulen und weiterführenden Schulen eingeladen, an einem Kunst- bzw. Wissenswettbewerb über den Seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder teilzunehmen. Über 70 Schüler waren dem Aufruf gefolgt, und 17 von ihnen erhielten am 23. September 2019 aus den Händen von Großdechant Prälat Franz Jung in der Aula des Allgemeinbildenden Schulzentrums in Habelschwerdt die von der Hirschfelderstiftung in Deutschland gestifteten Preise überreicht (s. Foto vor dem Hirschfelder-Gedenkstein an der Habelschwerdter Schule). Damals hatte der Großdechant die spontane Idee, alle Gewinner des Wettbewerbs zu einem Besuch in Tscherbeney einzuladen, wo sie die Möglichkeit bekämen, das Grabmal des Seligen sowie das Hirschfelder-Haus als internationale Begegnungsstätte kennenzulernen.

   

Dies wurde mit Unterstützung des DFK Glatz und seiner Ortsgruppe Tscherbeney in die Tat umgesetzt und am 29. November 2019 fuhren 14 Gewinner zwischen 7 und 18 Jahren zusammen mit den drei den Wettbewerb organisierenden Lehrern (Dr. Andrzej Prasał, Mag. Emilia Idzi-Ważgint sowie dem DFK-Vizevorsitzenden und Fremdsprachenlehrer Heinz-Peter Keuten) von Habelschwerdt in Richtung Kudowa. Um 10 Uhr erwartete uns der wohl in Polen einschlägigste Kenner des Seligen Kaplans Hirschfelder und Autor diverser Publikation über den Seligen, Herr Dr. hab. Tadeusz Fitych. Er zeigte uns die Pfarrkirche von Tscherbeney mit den Reliquien der Seligen Märtyrer Gerhard Hirschfelder und Jerzy Popiełuszko, lud uns dort zu einem gemeinsamen Gebet und Gespräch ein und führte uns anschließend an die Grabstelle des Seligen vor der Kirche, wo alle Teilnehmer gemeinsam das Vater Unser beteten. Nicht fehlen durfte natürlich ein Besuch der beeindruckenden Tscherbeneyer Schädelkapelle, bevor die Gruppe dann eingeladen war, das nahe gelegene Hirschfelder-Haus kennenzulernen. Die Jugendlichen lauschten dort gespannt den Worten von Frau Tereza Bazała, der Vorsitzenden der Stiftung des Neuroder Landes, die den Schülern die Stationen des Lebens des Seligen anhand der Ausstellung in der 1. Etage des Hirschfelder-Hauses erklärte. Auf besonderes Interesse der Habelschwerdter Schüler stießen natürlich die Ereignisse und Fotos, die aus der Habelschwerdter Periode von Hirschfelder stammten. Ein Gruppenfoto vor dem lebensgroßen Abbild des Seligen Kaplans und Jugendseelsorgers schloss den Besuch in dem liebevoll renovierten Begegnungshaus ab.

Alle Teilnehmer bedanken sich bei Großdechant Franz Jung für die Einladung (nicht zuletzt auch zum abschließenden Pizza-Snack in Kudowa) sowie allen Organisatoren, besonders bei Professor Fitych und Frau Bazała und den Freunden des DFK Glatz und Tscherbeney, für die interessanten und lehrreichen Stunden im „böhmischen Winkel“ unserer Heimat.

Noch eine Anmerkung zum Schluss: Falls sich genügend Sponsoren und Mitorganisatoren finden, ist geplant, den Hirschfelder-Wettbewerb 2020 angesichts des zehnjährigen Jubiläums der Seligsprechung Kaplan Hirschfelders auf Diözesanebene auszuweiten. Das wäre bestimmt ein angemessener Akzent zu diesem denkwürdigen, völkerverbindenden Jubiläum!

Bericht: Heinz-Peter Keuten

1.12.2019

Regionaler Wettbewerb zur deutschen Lyrik in der Grafschaft Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:07

Am 28. November 2019 fand zum dritten Male in der historischen Aula des Allgemeinbildenden Schulzentrums in Habelschwerdt der regionale Wettbewerb zur deutschen Lyrik in der Grafschaft Glatz statt. Organisiert wurde diese unter der Ehrenschirmherrschaft der deutschen Konsulin aus Oppeln, Frau Birgit Fisel-Rösle, stehende und durch das deutsche Konsulat geförderte Veranstaltung durch die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft zu Glatz e.V. (DFK Glatz) unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden, Herrn Heinz-Peter Keuten, der gleichzeitig als Fremdsprachenlehrer an der genannten Schule tätig ist (in Vertretung von Mirek Schwate, der in diesem Jahr aus familiären Gründen ausfiel).

         

Li. der Schuldirektor, dahinter nervöse Teilnehmer der Prüfung.                   Die  Schüler führten selbstständig durch die Veranstaltung

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter, Herrn Paweł Popiel, sowie Herrn Horst Ulbrich, den Vorsitzenden des DFK Glatz, eröffnete DFK-Mitglied Frau Irena Rogowska aus Neurode die Veranstaltung durch ein interessantes, einführendes Referat, in dem sie einen kurzen Abriss der deutschen Poesie mit Schwerpunkt auf Schlesien und der Grafschaft Glatz präsentierte, wobei auch Namen wie Hermann Stehr und Joseph Wittig sowie die erst kürzlich mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnete und in Krainsdorf bei Neurode wohnhafte Olga Tokarczuk nicht fehlen durften. Dann eröffneten die durch das Programm führenden Schüler des Habelschwerdter Lizeums den eigentlichen Wettbewerb.

19 Deutschlehrer aus 16 verschiedenen Schulen in der gesamten Region hatten ihre insgesamt fast 70 Kandidaten im Alter zwischen 7 und 18 Jahren zu diesem alljährlich stattfindenden Vortragswettbewerb angemeldet. Über zwei Stunden dauerte der Vortragsmarathon, bei dem die Schülerinnen und Schüler längere und kürzere deutsche Gedichte vortrugen, wofür sie sich z.T. themengerecht kostümiert hatten und ihren Vortrag mit allerlei Accessoires sowie musikalischen und bildlichen Inszenierungen bereicherten. Dementsprechend viel Arbeit hatte die Jury (bestehend aus Irena Rogowska und Sabina Zawada aus Neurode, beide staatliche vereidigte Dolmetscher der deutschen Sprache, der Deutschlehrerin Krystyna Bałon aus Neurode sowie dem DFK-Vorsitzenden Horst Ulbrich). Nach vierzigminütiger Sitzung, während der alle Gäste in die von Schülern und Lehrern der Schule organisierte Cafeteria sowie anschließend zu einem kleinen Schülerkonzert in der Aula eingeladen waren, kam es zur Auszeichnung folgender Gewinner:

     

Die Jury                                                               Übergabe der Preise                                      Jury und alle Gewinner der Prüfung.

Kategorie 1 (Grundschulen, Gedichte in deutscher Sprache, Platz 1-5): Natalia Lasota (Seitenberg) mit „Testament“ von Sara Lesch, Jagoda Proszek (Walditz) mit „Waldesgespräch“ von Joseph von Eichendorff, Martyna Bojko (Gabersdorf) mit „Das Geheimnis der Krokodilstränen“ von Michael Adamitzki, Patryk Aurzadniczek (Seitenberg) mit „In der Schule“ von Peter S., Lena Okoro (ebenfalls Seitenberg) mit „Das Rotkäppchen“ von einem unbekannten Autor.

Kategorie 2 (Grundschulen, Gedichte in polnischer Übersetzung, Platz 1-3): Zuzanna Kozłowska (Walditz) mit einem Heinrich-Heine-Gedicht, Amelia Druciak (Neurode) mit dem Gedicht „Zwei Brüder“ von Heinrich Heine, Malwina Łaba (Hausdorf) mit dem Gedicht „Denk ich an Deutschland in der Nacht“, ebenfalls von Heinrich Heine.

Kategorie 3 (weiterführende Schulen, Gedichte in deutscher Sprache, Platz 1-3): Aneta Klimczak (Habelschwerdt) mit der „Loreley“ von Heinrich Heine, Vanessa Drira (Glatz) mit „Ein Huhn und ein Karpfen“ von Heinrich Seidel, Julia Franaszczyk und Alicja Krowiak (Habelschwerdt) mit dem „Glockenguss zu Breslau“ von Wilhelm Müller.

Kategorie 4 (weiterführende Schulen, Gedichte in polnischer Übersetzung, Platz 1): Paulina Niewiarowska (Glatz) mit „Staub“ von Nadja Küchenmeister.

Bewertet wurden neben dem Schwierigkeitsgrad des ausgewählten Gedichts die passende Intonation, Gestik und Mimik sowie die Inszenisierung des Vortrags. Natürlich bekamen alle Schüler für ihre Mühe ein Diplom, die ausgezeichneten Plätze zusätzlich wertvolle Preise. Die Organisatoren, Sponsoren sowie die einladende Schule bedanken sich bei allen Teilnehmern für das gezeigte Engagement, gratulieren den Gewinnern und freuen sich, damit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Pfege der deutschen Sprache und Kultur in unserer Region geleistet zu haben.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

27.11.2019

Karastrophe beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:45

Kurze Meldung:

Liebe Leser dieser Seite.

Wir hatten einen riesigen Fäkalschaden in unserem Büro des DFK Glatz. Deshalb sind alle Treffen dort abgesagt, das Büro geschlossen.

            zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Die Hauptleitung wurde mit 30 bar gespült und die Fäkalien des ganzen Hauses haben sich als Fontäne durch die Toilette in den Vorraum und weiter in das Büro, die Küche und den Kursraum ergossen.

Teppiche und Möbel müssen entsorgt werden. Eine Versicherung haben wir aus Kostengründen nicht, Vermieter und Wasserwerk, die den Auftrag erteilten fühlen sich nicht zuständig.

Wie es nun weitergeht werden die Verhandlungen zeigen. Im Moment entsorgen wir und hoffen den Gestank los zu werden.

Die Rechenschaftsberichte 2019 werden Euch leider später erreichen. Wir sind im täglichen Einsatz, um die Räume wieder nutzen zu können.

Es grüßt aus Glatz ein genervter

Horst Ulbrich

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