Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

9.7.2015

4. und letzter Tag in Berlin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:03

 

 

 

 

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Geplant war zunächst eine Wanderung zum Müggendorfer Seebad. Es stellte sich aber heraus, dass wir bei größter Hitze, so gegen 38 Grad einige Kilometer laufen mussten. Da war es wieder sehr schön den Bus dabei zu haben und den jungen Busfahrer muss ich hier auch einmal loben. Sportlich, auch wenn seine Figur das nicht vermuten ließ, hat er immer wieder Mannschaften zusammengestellt um Fußball, oder Korbball mit den Jugendlichen zu spielen. Wahrlich ein dritter Betreuer während der Zeit.

Also alle in den Bus und zum Strandbad wo wir einige Stunden verbracht haben. Ein Rettungsschwimmer wurde nicht benötigt, denn man musste zunächst 200 Meter laufen, um überhaupt bis zum Bauchnabel gekühlt zu werden.

Gegen 17 Uhr die Rückfahrt denn es war ein Abschlußgrillen mit Sponsoren und den netten Damen geplant, die uns in der Zeit so gut versorgt haben. Angekommen im Albertusheim wurden Tische Bänke, Geschirr und so weiter vorbereitet. Andreas Klose übernahm das Grillen, die Damen hatten schmackhafte Salate vorbereitet und auch ein Bier aus der Kühltasche für die Betreuer und Gäste hatten sie mitgebracht. Leider war der Hunger bei der Hitze nicht so groß wie man geplant hatte. Die Jugendlichen bedankten sich mit einigen Liedern, die wir während der Zeit geübt haben. Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen wurde unter anderen Lieder dargebracht und von den Helfern mit großem Applaus bedacht. Erst gegen 23 Uhr ging das gemeinsame Grillfest zu Ende und es wurde notdürftig aufgeräumt bis alle im Bettenhaus verschwanden.

Bericht Horst Ulbrich

Berl. Jug 012   Berl. Jug 008   Berl. Jug 055 Badetag bei 38 Grad.

Grillabend mit Freunden.

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Berl. Jug 073 Die Jugend bedankt sich mit dem Lied „Glatzer Mädchen Glatzer Jungen von Horst Ulbrich.

 

5. Tag und Abreise aus Berlin nach Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:23

5t9 Letzter Tag und großes Aufräumen.  5t7 Betreuerin und Busfahrer helfen.

 

Morgens zum Frühstück hatten wir einige Helfer mehr eingeteilt, da alles wieder in sauberem Zustand verlassen werden musste. Nach dem Frühstück Betten abziehen, Zimmer aufräumen, Müll entsorgen und dann saßen alle schon erwartungsvoll im Bus. Meine Endkontrolle fand dann doch noch einige herumliegende Sachen, auch einen Mülleimer, der noch auf seine Entleerung wartete und so mussten alle noch einmal antreten, was aber ohne Murren geschah. Danach nur noch Schlüsselübergabe und los geht’s auf die Autobahn. Für einen Freitag sind wir auch gut und staufrei bis nach Glatz gekommen, wo die, per Handy informierten Eltern ihre Kinder wieder abgeholt haben.

Ich muss zum Schluss  einmal die Jugendlichen loben, die in der Gruppe gut zu einander passten und sich auch ohne Murren meinen Anordnungen gefügt haben. Es gab nicht die geringsten Probleme, die ich aus meiner langjährigen Jugendarbeit in Deutschland nur zu gut kenne.

Natürlich kam sofort die Frage auf, ob im nächsten Jahr wieder so eine Reise möglich sei. Aber ob noch einmal so hilfsbereite Sponsoren und helfende Hände vor Ort möglich werden? Das war schon eine Ausnahme und ich kann mich bei allen, wie schon am Anfang des Berichtes geschehen, nur ganz herzlich bedanken. Einen Dank auch an die Betreuerin Ursula Patzwald, die mit Geschick nicht nur seit langer Zeit den Deutschunterricht für unsere Jugend leitet, sondern ehrenamtlich in der Freizeit mit weiblichem Feingefühl geleitet hat. Mir liegt mehr der etwas militärische Ton, aber auch das wurde von der Jugend akzeptiert.

Ich beende diesen Bericht mit einem großen Dank an alle die engagiert waren mit einem schlesischen    ….. vergelts Gott….

Bericht Horst Ulbrich

 

5t2 Schlafabteil bei der Rückfahrt.  5t3

Und auch dieses Jahr war die bekannte schlesische Buchautorin Frau Taubitz wieder zu Gast in Glatz und beim DFK.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 06:37

 

Frau Taubitz 022  Begrüßung durch die Direktorin der Bibliothek in Glatz

 

Dieses Mal hatten wir die Veranstaltung am 7.7.2015 in die Bibliothek im Rathaus verlegt, um allen Interessierten die Möglichkeit der Teilnahme zu bieten. Trotz der Ferienzeit kamen viele interessierte Glatzer Bürger um Frau Taubitz zu erleben. Vorbereitet vom DFK Schatzmeister Heinz Peter Keuten, der immer als Moderator die Veranstaltung geleitet hat, musste er plötzlich nach Deutschland zu seinem sehr kranken Vater. Aber Jochen Straube, der Vizevorsitzende des DFK hat ihn sehr gut vertreten.

Zunächst begrüßte die Direktorin der Bibliothek alle  Gäste und wünschte uns erlebnisreiche zwei Stunden mit der Buchautorin. Frau Taubitz kam aus Breslau von einer wissenschaftlichen Konferenz der dortigen Universität. Sie rezitierte aus ihren neuesten Werken, die auch in polnischer Sprache erschienen sind. Mit der Unterstützung einer polnischen Dame, die den, von Frau Taubitz vorgetragenen Text dann auch aus der polnischen Version des Buches vortrug wurde es für alle Anwesenden verständlich.  In der Diskussion, unterstützt durch die Dolmetscherin Frau Ulbrich, gab es viele Fragen zu beantworten.

So tragen die Veranstaltungen der Frau Taubitz auch zur Verständigung der Völker bei, indem ihre Erlebnisse der Kindheit in Schlesien und die Vertreibung zweisprachig vorgetragen und diskutiert werden.

Wieder eine gelungene deutsch / polnische Veranstaltung und wir freuen uns auf weitere Begegnungen mit der Buchautorin Frau Taubitz.

 

Bericht Horst Ulbrich

Frau Taubitz 023                                                                            Frau Taubitz 026

Viele Interessierte in der Bibliothek.                                                                                       Von li. 2. Vorsitzender des DFK Glatz und Moderator Jochen Straube,                                                                                                                                                                                  Buchautorin Frau Taubitz, Dolmetscherin Frau Ulbrich und Vorleserin.

Auszeichnung der Niederschlesischen Bauernhöfe.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 05:56

 

 

Frau Taubitz 004  Der Landrat bei seiner Ansprache zur Sicherheit der  landwirtschaftlichen Betriebe.  ( Zum Vergrößer Bitte Bild anklicken)

 

Turnusmäßig gibt es alle zwei Jahre Überprüfungen der landwirtschaftlichen Betriebe auf ihre Sicherheit und Unfallschutz.

In den ersten Jahren nach der Wende war unser Reiterhof konkurrenzlos, da wir im Gegensatz der alten Höfe neu gebaut hatten.

Aber andere Landwirte haben aufgerüstet und so hatten wir bei der Begutachtung von Feuerwehr und einer Kommission von Fachleuten die Maschinen, Fahrzeuge und elektrische Anlage untersuchten zwei Mal den dritten Platz in der Glatzer Region belegt. Auch der touristische Eindruck wurde wie immer mitbewertet.

Zur Preis – und Urkundenübergabe wurden dann die Preisträger in das Haus der Landwirtschaftsversicherung in Waldenburg eingeladen. Landrat, Bürgermeister und der Versicherungsdirektor  unterstrichen in ihren Ansprachen noch einmal wie wichtig diese Kontrollen sind um Unfälle zu verhindern. Die Sponsoren der Preise aus Finanzwesen und Wirtschaft, wie auch die überregionale Presse   waren anwesend. Die Veranstaltung soll auch andere Landwirte inspirieren ihre Höfe in Sicherheit und Aussehen dem europäischen Stand anzugleichen.

Bericht

Horst Ulbrich

Frau Taubitz 006                                                                          Frau Taubitz 011

Frau Ulbrich bei der Preisverleihung                                                                                     Preisträger, Sponsoren und Vertreter aus Politik und Technik.

24.6.2015

Mit dem Chor des DFK Waldenburg on tour zum Bundestreffen der Landsmannschaften in Hannover.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:25

 

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Schon um 6 Uhr am Morgen mussten wir in Glatz aufbrechen, um pünktlich in Waldenburg den Bus zu erreichen, der  von Frau Stempowski vom DFK Vorstand bestellt worden war. Der Chor des DFK Waldenburg war per Vertrag verpflichtet worden in den drei Tagen vom 19. bis 21.6. in mehreren Auftritten die Messen musikalisch zu begleiten, dazu kamen auch mehrere Bühnenauftritte im großen Saal.

Während der achtstündigen Busfahrt hatten wir dann Gelegenheit uns gesanglich auf den ersten Auftritt beim ökumenischen Gottesdienst am späten Nachmittag in der Kirche vorzubereiten.

 

Gut angekommen und auch die richtige Kirche gefunden, standen wir pünktlich 3 Minuten vor Beginn der Messe auf dem richtigen Platz in der Kirche. Der Pfarrer begann die Begrüßung mit den Worten, er habe nicht geglaubt, dass bei dem Berufsverkehr am Freitag der Waldenburger Chor rechtzeitig kommt, und so  bekamen wir das erste Kompliment.

Nach der Messe ist auf dem Kirchplatz eine Trachtentanzgruppe aufgetreten, die wegen eines Platzregens leider nur zwei Tänze zeigen konnte.

10Wir sind auch in den Bus geflüchtet und zum Hotel gefahren, wo nach der Zimmerbelegung und Abendessen weitere Proben für die Auftritte am Samstag stattfanden.

Samstag nach dem Frühstück Warmsingen und mit dem Bus zur Niedersachsenhalle, wo ab 11 Uhr die offizielle Eröffnung mit einer festlichen Stunde begonnen wurde.

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zum Vergrößern auf das Bild klicken. SONY DSC

Nach zwei Auftritten war dann Pause bis 17 Uhr, um sich mit Bekannten und Freunden zu treffen. Mit Peter Großpietsch haben wir die obligatorische Festwurst mit schlesischem Kartoffelsalat gegessen, später konnte ich auch kurz mit dem Bundesvorsitzenden Herrn Rauhut sprechen, den ich vor Jahresfrist schon im Hotel in Stuttgart bei dem Landesvorsitzenden Herrn Zimmermann zu Gesprächen getroffen hatte. Ein Nachmittag, an dem ich auch viele Grafschafter und oberschlesische Freunde wiedergesehen habe. Auch Marie aus Tschechien vom Radio Hultschin habe ich wiedergetroffen.

8   3   1 P. Großpietsch bedankte sich nach der Auszeichnung.

Leider vergeht die Zeit wie im Fluge und um 17 Uhr waren wir wieder auf der Bühne im großen Festsaal. nach 20 Uhr dann zum Entspannungsbier zurück ins Hotel, wo sich alle bald in die Zimmer zur Ruhe begeben haben. Ein letztes Bier haben wir dann mit der Leiterin , Frau Stempowska getrunken und die Marschroute für den nächsten Tag erfahren. Um die Gäste im Hotel nicht zu stören, war morgens um 8 Uhr eine Probe im Bus angeordnet worden, der sich auch bald danach in Bewegung sezte, damit wir zum katholischen Gottesdienst pünktlich wieder in der Festhalle waren.  Nach drei weiteren Auftritten war wieder etwas Zeit für die vielen Kontakte. Auch Familie Pabsch habe ich getroffen, deren Kinder schöne Trachtenkleider getragen haben. Siehe Bild.

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Der professionelle Akkordeonspieler, der uns teilweise begleitet hat, kam zur Verabschiedung mit seinem Instrument zum Bus und wir haben noch auf dem Parkplatz gesungen, nun aber ganz entspannt und nur für uns. 7

Auf der Heimfahrt habe ich den mitgebrachten Wodka ausgegeben und wir Glatzer haben uns dafür bedankt, dass wir bei dem so gut organisierten Waldenburger Chor mitsingen durften. Die Vorsitzende bedankte sich wiederum bei uns, dass wir so kurzfristig für die wegen Krankheit fehlenden Chormitglieder eingesprungen waren und sie so gut ersetzt hatten. Erst spät am Sonntagabend sind wir dann wieder in Glatz angekommen.

Eine Fahrt zum Bundestreffen der Landsmannschaften, die uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

 

23.6.2015

Schuljahrsabschluss beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:16

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Jeden Montag ab 16 Uhr trifft sich im Vereinsraum des DFK Glatz ein treues, fleißiges und lustiges Trüppchen aus Vereinsmitgliedern im Alter zwischen 13 und 83 Jahren, um gemeinsam Deutsch zu lernen bzw. alte Sprachkenntnisse wieder aufzufrischen – und das nun schon seit vier Jahren! Und da es eine schöne Tradition in Polen ist, sich am Schuljahrsende beim Lehrer mit einer kleinen Überraschung in Form von Blumen oder Süßigkeiten für die „pädagogischen Mühen“ zu bedanken, so haben auch die DFK-Schüler am 22. Juni 2015 ihren „Dozenten“ Heinz-Peter Keuten, der zugleich Schatzmeister des DFK ist, überrascht – mit einer roten Rose, einer selbst (natürlich auf Deutsch!) verfassten Karte und einem süßen Dankeschön. Immerhin hat das muntere Trüppchen schon eine gewisse Berühmtheit erreicht, indem es einen Auftritt in der WDR-Fernsehreportage „Polen und seine Deutschen“ hatte, die im Mai 2014 u.a. in Glatz gedreht, im August 2014 erstausgestrahlt und erst am vorangangenen Freitag, dem 19.6.2015, aus Anlass des ersten bundesweiten Gedenktags für die Vetriebenen und Flüchtlinge auf ARD-Alpha wiederholt worden war. Im Übrigen organisiert der Konversationskreis am 8. Juli 2015, inzwischen schon zum dritten Mal, einen Literaturabend mit der „Glatzer“ Schriftstellerin Monika Taubitz, der diesmal in Zusammenarbeit mit der Stadt Glatz in den Räumen der Stadtbibliothek im Glatzer Rathaus stattfindet und allen Interessierten offensteht.

Der so Beehrte bedankt sich auf diesem Wege noch einmal herzlich für die nette Überraschung und freut sich schon jetzt auf den „ersten Schultag“ nach den Sommerferien!

Heinz-Peter Keuten

10.6.2015

Minni Euroland in Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:54

 

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Ein weiteres Highlight entsteht zur Zeit an der Kreuzung Kudowa; Breslau in Glatz, gegenüber der großen Kaufhäuser.

Minieuroland ist eine neue Attraktion nach dem Kletterpark in Schlegel am alten Förderturm. Das Unternehmen Minieuroland wird Ende Juni eröffnet, es werden Miniaturen der Festung Glatz, Basilika Albendorf, einige Schlösser und historische Gebäude aus ganz Europa ausgestellt mit einem Bachlauf und ca 80 großen und neu gepflanzten Bäumen, die bis zur Eröffnung noch mit  Abspannung gesichert werden. Eine wasserumspülte Bühne, auf der Konzerte und Theateraufführungen stattfinden, wie auch ein Erlebnispark für Kinder im hinteren Teil der geräumigen Anlage gehören zur Ausstattung. Für das leibliche Wohl wird im neu gebauten Restaurant und der Bar mit Grillstation im Park gesorgt. Bei meiner ersten Begegnung mit dem Besitzer wurden gerade hunderte Blumen und Gartenpflanzen abgeladen. Minieuroland wird eine ganz besondere Attraktion und unterscheidet sich von allem bisher gebotenen.

Bericht Horst Ulbrich

 

Park 025   Park 021   Park 011 Vergrößern, Bilder anklicken…

Botanischer Garten in Eibendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:45

 

Botanik 056 Botanik 057 Botanik 067 Bitte Bilder anklicken.

Ein Erlebnis für Auge und Nase ist zur Zeit der Botanische Garten in Eibendorf, vor 1936 Woislawitz in der Nähe von Nimptsch.  Ca 20 Km von Glatz in Richtung Breslau gelegen ist die Anlage aus der Zeit um 1870 entstanden, also eine Jahrhundert alte und gepflegte Blütenpracht.

Wer in der Sommerzeit in der Grafschaft ist, sollte unbedingt  dort einen Besuch machen. Tausendfach  wurde uns ein Meer von Blüten in allen Farben und Größen geboten. Exotische und ineinander verwachsene alte Bäume spendeten bei schönstem Wetter Schatten zum Verweilen.

Nun lebe ich seit 20 Jahren in der Heimat meiner Eltern und habe den Botanischen Garten in seiner Blütenpracht noch nicht erlebt.

Bericht und Bilder

Horst Ulbrich

Botanik 070    Botanik 080  Bitte zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Einweihung des renovierten Kreuzweges am Kalvarienberg in Albendorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:37

 

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Am Samstag 6. Juni ist der Kreuzweg in Albendorf durch unseren Großdechanten eingeweiht worden.

Die Renovierung entstand auf eine Initiative der Hirschfelder Stiftung unter Federführung von Prof. Pabsch in Zusammenarbeit mit dem Parlamentarier und heimatverbundenem Herrn Helmut Sauer. Gefördert wurde das Projekt dann von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, nach Beschluss des deutschen Bundestages in Zusammenarbeit mit dem polnischen Ministerium für Kultur und Nationalerbe. Soweit mir bekannt wurde sollte auch die Wegstrecke des Kreuzweges erneuert werden, die in einem desolaten Zustand ist. Wir konnten mit den älteren Menschen dadurch leider nur bis zur fünften Station gehen, da die Stufen unterspült und zu steil waren.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Erneuerung des Weges bald begonnen wird, um allen Menschen die Begehung des Kreuzweges zu ermöglichen.

Der teilnehmende Pater der Franziskaner aus Albendorf sprach dann auch zur Einweihung in Polnisch, leider hat aber kein Pole daran teilgenommen, was uns enttäuscht hat. Vielleicht wurde die Einweihung in der polnischen Bevölkerung nicht genügend bekannt gemacht. Die sehr schön renovierten Stationen des Kreuzweges sind in drei Sprachen beschriftet. Ein guter Beitrag zur Verständigung der Völker, denn wir können davon ausgehen, dass durch den Bekanntheitsgrad des schlesischen Jerusalems viele Menschen den Kreuzweg in Andacht begehen werden. Der DFK Glatz dankt den Initiatoren und der Bundesrepublik Deutschland für das völkerverbindende Projekt, das auch auf der angebrachten Hinweistafel dokumentiert ist.

Wir haben mit Sponsoren aus Deutschland das Denkmal an der Kapelle in Schwenz, wie auch das Denkmal für den Küster und Einsiedler Heinrich Bender, oberhalb von Eckersdorf renoviert und möchten immer wieder die Heimatgruppen auffordern an Kirchen und Friedhöfen ihrer Gemeinden in Schlesien Hinweistafeln anzubringen, damit spätere Generationen wissen, dass auch Deutsche dort ihre letzte Ruhe fanden. Einige Heimatverbundene haben das schon getan, wir sind gern bei der Realisierung behilflich. Wenn die Generation der Heimatvertriebenen das nicht realisiert, die nächste Generation wird das nicht machen und so gerät die frühere deutsche Anwesenheit in Schlesien in Vergessenheit. Geben wir uns Mühe das zu verhindern!

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

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5.6.2015

Pilgerreise 2015 in die Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:52

 

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Nun sind die Pilger mit dem Großdechant viel unterwegs um in der Grafschaft Kirchen und kirchliche Einrichtungen zu besuchen.

Am 3.6. nach der Messe in der Kirche Ebersdorf waren sie dann bei Familie Ulbrich zum Mittagessen. Bei bestem Wetter hatten wir im Garten alles vorbereitet und so war es wieder ein schöner Nachmittag mit der Pilgergruppe. Aber auch Überraschungsgäste kamen hinzu. Hermann Zwerschke hatte, wie immer, seine Trompete dabei und spielte zum Vergnügen aller einige Lieder.

Am 4.6. trafen wir uns alle am Grab des seligen Gerhard Hirschfelder wieder. Auch Mitglieder der Chöre vom DFK aus Waldenburg und vom DFK Glatz waren dabei und sangen zur Messe, wie auch hinterher im Gemeindesaal und bei bestem Wetter draußen auf dem Pfarrhof. Elisabeth Kynast hatte für das leibliche Wohl mit Gulaschsuppe und Berlinern gesorgt. Die Abordnungen der Chöre, viele waren wegen der Brückentage zwischen Fronleichnam und Wochenende im Urlaub, sangen Pfarrer Brudnowski zum Geburtstag ein Ständchen, wie auch weitere heitere Lieder.

Wieder ein schöner Nachmittag mit den Deutschen aus Polen, Tschechien und der Pilgergruppe aus Deutschland. Wünschen wir uns noch viele Jahre der so verbindenden Feste in der Heimat.

Bericht Horst Ulbrich

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Muttertag in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:26

 

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Eine Show der Kinder zum Muttertag über zwei Stunden im voll besetzten  Kulturhaus in Schlegel.

Dazu hatten verschiedene Gruppen vom Kindergarten bis hin zu den Jugendorganisationen ein abwechslungsreiches und teilweise künstlerisches Programm zum Muttertag eingeübt. Teilweise auch in Trachten, die ihren Ursprung in der hohen Tatra haben. Natürlich waren auch unsere Kinder vom DFK in Glatz dabei, um den Müttern eine Freude zu machen, aber auch allen Besuchern  ihr Können zu zeigen. Der sechsjährige Sebastian Feist spielte auf dem Klavier während seine kleinere Schwester mit Tanz und Gesang das Publikum begeisterte.

Die Sportgruppen zeigten ihre eingeübten Tänze und gegen Ende traten zwei Musikgruppen der Jugend auf.

Alle hatten sich sehr viel Mühe gegeben und wurden mit großem Beifall verabschiedet.

Bericht Horst Ulbrich

 

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23.5.2015

Ein heimattreuer Radfahrer.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 04:36

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Oskar Klar ist 74 Jahre alt und war schon mit dem Fahrrad von Unna in Deutschland den Pilgerweg nach Santiago de Kompostella, über 6000,- Km. gefahren und es war sein Ehrgeiz auch den Rückweg nach Unna mit dem Fahrrad zu meistern.
Im letzten Jahr begann er dann mit der Planung einer Heimreise zu seinem Geburtsort Mittelwalde in Niederschlesien und am 7.5. 2015 ist er dann von seinem heutigen Wohnort in Unna aufgebrochen, um die ersten 90 Kilometer bis nach Paderborn zu fahren. Am zweiten Tag, so berichtet er, sei der Weg gebirgig gewesen und daher waren nur 42 Km zu schaffen. Der weitere Weg führte ihn über Hannoversmünden den Leineradweg entlang über Mühlhausen und weiter nach Naumburg, wo er am 9.5. übernachtete. Immer am Nachmittag schaute er schon auf seiner Karte nach einem größeren Ort auf seiner Route wo es eine Übernachtungsmöglichkeit geben könnte und das ist auch immer gut gelungen, obwohl er für alle Fälle einen Schlafsack dabei hatte. Bei Meißen über die Elbe erreichte er am 15.Mai Bautzen. Die Grenze nach Polen überquerte er in Görlitz mit einer weiteren Übernachtung in Luban am 16.5. Weiter ging es über Hirschberg und Herr Klar kam am 18.5. in dem schönen Ort Bad Salzbrunn an. Von dort mussten am 19.5. noch einmal 56 Km über die Berge und durch Neurode bis zu Ulbrich geschafft werden.
Herr Klar ist Diabetiker und seine Tochter, wie auch wir dann ab der Grenze, hatten täglich telefonischen Kontakt, um bei Komplikationen sofort helfen zu können. Aber der Mann ist sportlich aktiv und seine Heimatreise war gut organisiert.
Auch das gute Wetter hatte ihn begleitet, aber am Abend bei uns in Schwenz begann es stark zu regnen. Gut angekommen gab es auf seinen Wunsch zunächst einen Kaffee und ausgiebige Gespräche bis zum Abendessen. Nach einem gemeinsamen Bierchen machte sich doch die Müdigkeit bemerkbar, denn schon am anderen Tag ging es über seinen Geburtsort Mittelwalde weiter nach Schreibendorf an der tschechischen Grenze. Das Übernachtungsquartier dort war schon vor Reiseantritt bestellt und er gönnte sich 2 Tage Ruhepause. Dort besuchte Herr Klar auch den Ort der alten Mühle die seine Eltern betrieben haben. Leider war sie in den Jahren dem Verfall preisgegeben und es besteht nur noch ein Gemälde des Anwesens im Wohnzimmer der Familie Klar in Unna.

Am 22.5. auf seiner Rückreise, natürlich auch wieder per Fahrrad, war Oskar Klar wieder zu einer Übernachtung bei Familie Ulbrich um von dort weiter über Waldenburg in Richtung Unna Deutschland zu fahren.
Wir sind voll Anerkennung für seine Leistung und wünschen ihm Gesundheit und eine gute Reise.

Bericht Horst Ulbrich

22.5.2015

Deutsch / Polnischer Abend mit deutscher Lyrik und Prosa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:39

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Am 21. Mai trafen sich Mitglieder des Deutsch-Polnischen Freundeskreises in Glatz mit Mitgliedern des DFK Glatz zu einem Abend mit Musik und Vorträgen deutscher Lyrik und Prosa bei Frau Monika Maciejczyk in Bad Altheide.
Die Hausherrin begrüßte herzlich alle Gäste und sofort begann ein, vom Vorsitzenden des Deutsch-polnischen Freundschaftskreises, Herrn Zelaszkiewicz, sehr gut vorbereitetes Programm.
Vorträge und musikalische Einlagen des Chores DFK Glatz und von  Frau Sylvia Biernacka, einer ausgebildeten Sopranistin, gestalteten den Nachmittag. In den Pausen gab es Kaffee und Kuchen, sowie Kostproben eines alten Weines, angeboten von der Dame des Hauses. Auch sie ist Buchautorin und rezitierte aus ihren Werken. Vorgelesen wurden unter anderem Gedichte aus den Werken von Frau Monika Taubitz.
Auch die Völkerverständigung war ein Thema.
Hentyk Grzybowski, Stadtrat in Bad Altheide, sprach über die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem guten deutschen Miteinander. Die beiden Vorsitzenden erläuterten ihre Vereinstätigkeit und die Zusammenarbeit in den Bemühungen zur Verständigung der Völker. Betont wurde von beiden, dass die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen in der Bevölkerung auf bestem Wege ist, es in den Köpfen einiger Politiker aber  wohl noch etwas dauern wird. Wir, die beiden Vereine in Glatz,  sind in der Zusammenarbeit und Verständigung beispielgebend.
Ich als DFK Vorsitzender bin mit meiner Frau auch Mitglied des Freundeskreises, dessen Mitglieder teilweise auch deutscher Abstammung sind und unserem DFK Glatz angehören. Der Abend klang aus mit deutschen und polnischen Liedern unseres DFK Chores, der nur mit einigen Sängern dabei war. Zum Schluss der Veranstaltung wurde noch ein Friedensbaum gepflanzt und mit einem Namensschild versehen.
Ein schönes Bild zum Abschluss, als ich auf glatten Steinen am neu gepflanzten Friedensbaum ausgerutscht bin und der andere Vorsitzende mich aufgefangen hat. Zum Glück ein kräftiger Mann, der auch einer der Gefängnisdirektoren in Glatz ist.

Bericht Horst Ulbrich

 

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17.5.2015

Fest des Hl. Florian in Schwenz bei Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:59

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Immer im Mai gibt es ein Dorffest in Schwenz. Am 4. Mai ist der Tag des Hl.Florian, dem Schutzpatron unserer Kapelle und auch der Feuerwehr.
Also gab es zu Beginn eine hl. Messe mit Beteiligung der Feuerwehr aus Eckersdorf, zelebriert von unserem Pfarrer und Prof. Dr. hab Tomko, der als Schwenzer Bürger immer dabei ist, auch den Pfarrer bei Krankheit und anderen Terminen vertritt.
Danach gingen alle auf den gegenüberliegenden Grillplatz, wo schon Kuchentheke und Küche mit Bigos, Pirogi und Grillwurst vorbereitet waren. Alle Speisen werden von unseren Frauen hergestellt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Einnahmen kommen dann der Dorfkasse zu Gute und nur so war es auch möglich die Kapelle so schön zu renovieren. Zum Tanz spielte wieder unser Organist und es war eine ausgelassene Stimmung bei schönstem Wetter. Im Jahr davor war das Fest bei einem starken Gewitter buchstäblich ins Wasser gefallen und alle hatten sich in den Gemeindesaal gerettet.
Aber in diesem Jahr hat uns der liebe Gott mit Sonne beschenkt und so ging es lustig zu bis in die Nacht, wo zum Ende das traditionelle Feuer angezündet wurde.

Information: Seit Frau Ulbrich im Gemeinderat tätig ist wird unser Dorf international. Es entsteht eine Ortstafel in vier Sprachen.

„Willkommen in Schwenz“ in Deutsch, Polnisch und Tschechisch wird demnächst zu lesen sein. Auch an einer Dorfchronik wird gearbeitet, wer über das Dorf Schwenz vor 1945 etwas beitragen kann, bitte bei Fam. Ulbrich melden. In dem ehemaligen Gasthaus soll ein kleines Wellnesshotel entstehen.
Ich bin glücklich, als Rückkehrer in der Heimat meiner Eltern wohnen zu dürfen, mit einer intakten Dorfgemeinschaft.

Bericht Horst Ulbrich

 

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15.5.2015

Reise der Bundesheimatgruppe Münsterberg nach Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:08

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Wieder einmal waren die Münsterberger in der Heimat. Die Reise ging über Breslau, wo die erste Übernachtung war. Nach Stadtbesichtigung ging es weiter über Groß Nädlitz und Wartha nach Glatz in das Hotel Metro. Von dort wurden alle weiteren Ausflüge unternommen, natürlich auch in den Heimatort Münsterberg.

Am Mittwoch dann auch ein Treffen beim DFK Glatz. Die Gruppe war mit 58 Personen für unsere Räumlichkeit in der Frankensteiner Str. zu groß. So war ein Teil mit der Stadtbesichtigung unterwegs, der andere mit Informationen in der DFK Geschäftsstelle. Wieder ein interessantes Treffen wie schon Jahre davor. Wir Deutschen in der Heimat würden uns freuen auch andere Reisegruppen begrüßen zu können. Aktuelle Informationen aus Niederschlesien gibt es nur bei uns.
Donnerstagabend dann große Abschiedsfeier im Hotel Metro. Den Wunsch einer Glatzer Rose konnten wir auch noch erfüllen. Die Blumen stehen unter Naturschutz und sind in Geschäften nicht mehr zu kaufen. Auch Händler auf dem Markt haben Bedenken bestraft zu werden, denn jeder muss die Herkunft nachweisen können. Wir haben dann eine Glatzer Rose aus Ulbrichs Garten ausgegraben und die Freude am Abend war groß.
Ein Abend mit Musik, Gesang und Tanz ging erst spät zu Ende, aber am folgenden Morgen war im Bus viel Zeit um ein Nickerchen zu machen.

Bericht
Horst Ulbrich

 

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14.5.2015

Abordnung des DFK beim DFM am 8.5.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:00

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Das Organisationsteam des Niederschlesischen Musikfestivals 2015 hatte uns zur Eröffnung der neuen Niederlassung im Kulturhaus Glatz eingeladen. Wir sind der Einladung gern gefolgt, auch weil über unsere Mitglieder schon seit langer Zeit ein freundschaftlicher Kontakt gepflegt wird. Zu den guten Bekannten zählen Frau Magdalena Kulig, eine in Niederschlesien sehr bekannten Sopranistin, und Frau Magdalena Blum Pianistin. Beide treten auch immer wieder gemeinsam zu Veranstaltungen in Niederschlesien auf und wir durften schon oft dabei sein.
Es wurde zunächst über die erfolgreichen, musikalisch erfüllten drei Jahre seit der Gründung berichtet, dann aber auch um Vorschläge für 2015 und die Zukunft gebeten, was eine rege Beteiligung der geladenen Gäste entfachte.

Beim allgemeinen Umtrunk wurde auch mir gleich eine weitere Aufgabe zuteil, die Werbung der Konzerte in deutschsprachigen Zeitungen und im Internet bekannt zu machen, was ich gern übernommen habe. Besondere Gäste, die sich zukünftig engagieren, durften dann auch je eine Schraube in das Schild am Eingang schrauben, um die Verbundenheit zu dokumentieren. Also werden sich die Schlesienurlauber in Zukunft, hier auf dieser Seite auch für die musikalischen Termine der Saison in der Grafschaft erkundigen können.

Bericht
Horst Ulbrich

 

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10.5.2015

Jazz Ensemble aus Indiana USA im Kurpark Bad Altheide.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

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Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.  Unten li. unter     „older posts“     kann man weiterbättern zu anderen Informationen.

 

Im Rahmen des Musikfestivals der Sommersaison 2015 spielte das Jazz Orchester auf einer Rundreise Deutschland und Polen auch in Bad Altheide.
Bei bestem Wetter fand sich eine große Zuhörerschar aus Kurgästen und anderen Musikinteressierten, am good old amerikan Jazz, an der Konzertmuschel im Kurpark ein. Die professionellen Musiker begeisterten die Zuhörer mit bekannten und improvisierten Musikstücken der hervorragenden Solisten.
Eingeladen und organisiert vom Glatzer Niederschlesischen Musikfestival. Eine feste Einrichtung seit 2012. Abends folgten wir der Einladung der Organisatoren, Frau Magdalena Kulig, eine in Niederschlesien sehr bekannten Sopranistin, und Frau Magdalena Blum Pianistin. Beide treten auch immer wieder gemeinsam zu Veranstaltungen in Niederschlesien auf.

Programmtermine folgen.

Bericht
Horst Ulbrich

6.5.2015

70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:38

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Delegation des DFK Glatz/Kudowa mit Großdechant Franz Jung bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Dachau.

Bereits vier Tage vor der internationalen Gedenkfeier fand am 29. April 2015, dem eigentlichen Jahrestag der Befreiung des Lagers, die zentrale Gedenkfeier auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau statt, die durch die Polnische Bischofskonferenz organisiert worden war. Anwesend waren 40 polnische Bischöfe, darunter auch unser Schweidnitzer Bischof Ignacy Dec, sowie 700 polnische Geistliche, die an dieser Stelle der über 800 polnischen Geistlichen gedachten, die im KZ Dachau ihr Leben verloren. Die dreisprachige Messe (polnisch/deutsch/lateinisch) wurde zelebriert vom Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, dem Posener Erzbischof Stanisław Gądecki, und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der auch die Predigt hielt. Eingeladen war auch Großdechant Prälat Franz Jung und eine Delegation des DFK Glatz/Kudowa, die gemeinsam mit den polnischen Geistlichen und anderen Teilnehmern aus Polen der Opfer des nationalsozialistischen Terrors im KZ Dachau gedachten, zu denen auch der Selige Gerhard Hirschfelder gehört. Er war zusammen mit polnischen Geistlichen in Dachau interniert und verlor dort 1942 sein Leben. Seit seiner Seligsprechung 2010 wird er von deutschen, polnischen und tschechischen Grafschaftern als Brückenbauer zwischen den Völkern für sein mutiges Eintreten für Glaube, Hoffnung und Versöhnung verehrt.

In seiner Predigt in der Todesangst-Christi-Kapelle auf dem ehemaligen Lagergelände sagte Kardinal Marx, es erfülle ihn mit „tiefer Dankbarkeit”, dass sich so viele Bischöfe und Priester aus Polen zum Gedenken eingefunden hätten. Dachau sei für Deutsche und Polen ein „Ort der beunruhigenden Erinnerung und Vergebung”, hier seien so viele Priester umgebracht worden wie sonst wahrscheinlich an keinem anderen Ort der Welt. Dachau bezeichnete er als „das Konzentrat eines Menschen verachtenden, Menschen quälenden und Menschen ermordenden Regimes”. Dennoch habe der Glaube auch an diesem „Ort des Schreckens und der Niedertracht” nicht ausgelöscht werden können. Kardinal Marx erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass polnische und deutsche Bischöfe schon in den 1960er Jahren mit dem Satz „Wir vergeben und bitten um Vergebung” die ersten Schritte zu einer Aussöhnung wagten, die dazu geführt hat, dass sich heute, nach der politischen Wende, der Annäherung und Kooperation beider Staaten sowie insbesondere vieler offizieller und privater Initiativen Polen und Deutsche so nah wie nie zuvor in ihrer gemeinsamen Geschichte sind.

Nach der Messe wurden die Namen der mehr als 50 von der katholischen Kirche seliggesprochenen Häftlinge verlesen, darunter 46 polnische Priester und auch der Glatzer Kaplan Gerhard Hirschfelder. Marx und sein Amtsbruder Gądecki legten Kränze an einer Bronzetafel nieder, die an der Außenwand der katholischen Todesangst-Christi-Kapelle an die polnischen Opfer erinnert.
Das KZ Dachau hat für das Gedenken in Polen eine besondere Bedeutung, vor allem für die katholische Kirche. Mit mehr als 40.000 Inhaftierten waren die Polen die größte Gruppe von Gefangenen in Dachau. 8.332 von ihnen wurden getötet. Als die SS ab Ende 1940 Dachau zum Hauptlager für katholische, evangelische und orthodoxe Pfarrer aus ganz Europa machte, verschleppte sie 1.780 polnische Geistliche hierhin. Knapp die Hälfte von ihnen kamen durch pseudomedizinische Versuche, Hunger, Krankheiten oder auf andere grausame Weise ums Leben. So wurden mehr als 300 polnische Priester aus Dachau nach Österreich gebracht und dort vergast.
Trotz des ernsten Anlasses war aber auch die große Freude der Glatzer Teilnehmer über das Wiedersehen mit vielen Freunden und Bekannten unübersehbar, allen voran mit unserem Großdechant Franz Jung, der durch seine Einladung und Finanzierung der Busreise die Teilnahme der deutschen, polnischen und tschechischen Glatzer erst ermöglicht hatte. Unser Reisebus hatte uns in der Nacht ab 2 Uhr in Glatz, Bad Altheide, Kudowa und Nachod „eingesammelt” und uns bis 11 Uhr sicher nach Dachau gebraucht, damit wir pünktlich um 12 Uhr an der feierlichen Gedenkmesse teilnehmen konnten. Nach einem Gedenken und einer Kranzniederlegung am Ort des Leidens von Kaplan Hirschfelder (Baracke Nr. 26, s. Fotos) und einer gemeinsamen Stärkung fuhren wir weiter mit dem Bus nach Oberammergau. Dort wohnte die Gruppe noch zwei Tage in einer Jugendherberge. Wir erlebten noch ein interessantes Besuchsprogramm, das uns u.a. in die Klöster Ettal und Andechs, die Kirche Wies, Garmisch-Partenkirchen sowie zu einem abschließenden Besuch nach München führte.
Allen Organisatoren und vor allem unserem Großdechanten Franz Jung ein herzliches Dank für die Vorbereitung und Durchführung dieser außergewöhnlichen Reise!

Bericht: Heinz-Peter Keuten

1      Foto 11 - Franz Jung und H.-P. Keuten  Foto 13 - Führung Kloster Ettal, mit Pater Marian Arndt

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30.4.2015

VDG Vorstand beim DFK in Glatz am 27.4.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:39

Münster  VDG 071      Münster  VDG 072  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

 

Sonntag 26.4. nach der Tagung der AGG in Münster bin ich zurück in die Heimat geeilt, um schon am nächsten Morgen den Gesamtvorstand VDG in Glatz begrüßen zu können. Wir waren erfreut den Vorstand für die gesamte deutsche Minderheit in Polen mit dem Vorsitzenden Bernard Gaida bei uns zu haben.

Aber zunächst tagte der Vorstand intern, nach zwei Stunden und einem vorbereiteten Imbiss, kam unser Vorstand dazu und es gab einen regen Austausch über Mitgliederzahlen und die Zukunft der DMI in der mittelfristigen Planung. Herr Gaida gab eine Erklärung zu den ausfallenden Mitteln des Auswärtigen Amtes in Deutschland ab 2017, die uns nicht ganz zufrieden stellte, da die Verhandlungen noch anstehen.
Im Anschluss gingen einige Teilnehmer beider Vorstände zu einem Empfang in das Rathaus zum Glatzer Bürgermeister.
Dort empfing uns zu einer angeregten Diskussion der Vizebürgermeister. Der neu gewählte Bürgermeister, Herr Piszko, war zu dieser Zeit in der deutschen Partnerstadt Bensheim zu seinem Antrittsbesuch.
Es stellte sich heraus, dass der Vizebürgermeister mit einer Frau deutscher Abstammung, gebürtig aus der Region Oppeln stammt. So ergab sich ein zwangloses Gespräch, auch über die Vermittlung der deutschen Sprache und der Finanzierung des Deutschunterrichtes in Kindergärten und Schulen.
Ein vielversprechender Start zukünftiger Zusammenarbeit. Wir werden, wie verabredet, mit dem Bürgermeister weitere Treffen vereinbaren, um in offenen Fragen weiter zu kommen. Ein weiteres Thema ist dann auch die Tafel am Rathaus, die nicht nur deutsche Urlauber ärgert und den Tourismus negativ beeinflusst.

 

Münster  VDG 075   Münster  VDG 077

Bericht Horst Ulbrich

14. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Grafschaft Glatz am 25. und 26.4.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:35

Münster  VDG 065   Münster  VDG 052   Münster  VDG 064

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Nun war ich zum ersten Mal zu diesem überaus interessanten Vortragswochenende eingeladen und begeisterter Zuhörer der Beiträge verschiedener Referenten. Die Tagung wurde zum ersten mal von Prof. Dr. Hübner vorbereitet und geleitet.
Ein Spektrum aus wissenschaftlichen Vorträgen, wie der Vortrag von Priv. Doz. Dr. Hirschfeld zum Thema: Grafschafter Geistliche als Geschichtsforscher zwischen Aufklärung und Erstem Weltkrieg, wie auch persönliche Erlebnisse zum Beitrag: Das Waisenhaus in Ebersdorf von Herrn Rudolf Schmidt und einem Herren aus Ebersdorf, der selbst als betroffener Waise dort gewohnt hat.
Herr Karl Heinz Mose aus Hamburg bekam besonderen Applaus nach seinem erheiternden Beitrag: Klotz am Bein Klavier vorm Bauch…. Erinnerungen an viele Wanderungen in den Jahren nach dem Krieg in der geliebten Heimat des Glatzer Landes. Per Multi Media wurden viele alte Bilder zu den verschiedenen Erlebnissen während der Zeit des Kommunismus gezeigt.
Abends nach der Messe und in den Pausen hatte ich dann wichtige Gesprächsrunden mit der Hirschfelder Stiftung und dem Großdechanten zu anstehenden Terminen in der Grafschaft, das leidige Thema Hirschfelder Haus in Tscherbeney und vieles mehr.

Ich habe in meinem Vortrag über die Arbeit unseres DFK Glatz kurz vorstellen können, leider war die Zeit knapp bemessen. Die Teilnahme an der Jahrestagung war auch aus anderem Grund wichtig. Für die Zukunft wäre eine engere Zusammenarbeit der Organisationen in Deutschland mit dem DFK in Glatz von Vorteil. Es ist abzusehen, dass die Mitglieder aller Verbände, Organisationen, der Heimatstuben bis hin zum Glatzer Kreisrat in Deutschland aus Altersgründen immer weniger werden, da sich dort hauptsächlich die Vertriebenen aus Schlesien zusammenfinden.

Im Gegensatz dazu sind die Mitglieder beim DFK in Glatz aus verschiedenen Generationen bei uns beheimatet. Von der Kriegserlebnisgeneration , über die nach dem Krieg geborenen bis zu unserem Projekt „ Spielend lernen im Vorschulalter“ des Kindergartens. Zu unseren Mitgliedern gehört nun die vierte Generation mit wachsenden Mitgliederzahlen. Da die Muttersprache nach dem Krieg in vielen Regionen Polens verboten war, haben wir heute großen Zulauf der jüngeren Menschen deutscher Abstammung in den sieben Deutschkursen, die vom DFK angeboten werden. Das ist eine besondere Herausforderung, auch finanzieller Art, obwohl unsere Deutschlehrer nur gegen Aufwandentschädigung arbeiten. Aber so ist der Fortbestand unserer „Deutschen sozial – kulturellen Gesellschaft, kurz DFK, im Gegensatz zu den Organisationen in Deutschland, über Generationen gesichert.
Ein wichtiges Thema, das wir gern mit den Verantwortlichen diskutieren würden, um Gemeinsamkeiten für die Zukunft zu erarbeiten. Vielleicht ergeben sich in naher Zukunft Gelegenheiten zu Diskussionen und gemeinsamen Projekten.

Münster  VDG 056   Münster  VDG 037   Münster  VDG 041

Bericht
Horst Ulbrich

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