Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

19.4.2014

Privater Hilfstransport

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:32


Schon zwei Tage nach dem Hilfstransport der Malteser aus Telgte erreichte und eine private Hilfe von Herrn Pollok aus Münster und wie immer haben sich Frau und Herr Haverkamp als Fahrer zur Verfügung gestellt. So erreichten sie uns am 15.4. 2014 mit wichtigen medizinischen Hilfen, auch mit viel neuer Kleidung für unser Lager, das allerdings schon bis an die Decke gut gefüllt war. Aber die Zeit bis zum nächsten Transport ist lang und so haben wir schnell eine Garage geräumt, um sie als weiteres Lager zu nutzen.

Ja in der Osterzeit gibt es immer sehr viel Arbeit, auch viele Kilometer zu fahren, damit wir alle unsere bedürftigen zu Ostern etwas beschenken können. Dazu waren die Süßigkeiten und Backwaren aus der Kath. Kirchengemeinde Köningswusterhausen ein Segen der Hilfe. Leider geht es unserer „Alterspräsidentin“ wie wir sie liebevoll nennen, nach ihrer schweren Operation am Gehirn und danach Schlaganfall, sehr schlecht und sie liegt nur, auch das Sprachzentrum ist betroffen. Sie ist mit allem versorgt und wird liebevoll von ihrer Tochter und Enkelin gepflegt.

Bericht Horst Ulbrich

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Hier zwei Bilder Mit Fam. Haverkamp und Helfern beim Abladen.

18.4.2014

Grillfest beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:33

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Malteser aus Telgte und Horst Ulbrich                                                                                                                          Viele Helfer beim Abladen der Hilfsgüter.

Angrillen zum Saisonstart des DFK Glatz.

Nun hatte der Vorsitzende den Termin so gewählt, da zu gleichem Termin die Malteser aus Telgte wieder mit einem Hilfstransport zu uns unterwegs waren. So waren auch genügend Helfer zum Abladen vor Ort. Dank den ehrenamtlichen Helfern der Malteser, die mehrmals im Jahr unser extra gebautes Lager füllen, aus dem wir unsere deutschen Mitglieder mit allen benötigten Hilfsmitteln, von Pampers über Rollatoren, Toiletten – und Rollstühle bis zu Pflegebetten versorgen. Mit überschüssigem Material versorgen wir aber auch Kinder – und Altenheime, auch das Krankenhaus Scheibe in Glatz. Der nächste Transport ist für den Juli geplant.

Das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen, daher hatten wir uns in die Reiterstube mit Ofenheizung gesetzt. Nur die zum Grillen abgestellten Männer und die Kinder auf dem Spielplatz  haben sich zunächst im Freien aufgehalten. Doch kam später sogar die Sonne durch die Wolken und viele zog es dann doch hinaus, da die Reitlehrerin mit ihrem besonderen Klopfzeihen auf den Metallzaun die Pferde aufmerksam machte in die Ställe zum abendlichen Futter zu kommen.

Für den musikalischen Rahmen sorgte einer unserer Feriengäste, Wolfgand Stehr, der in Löhne bei Herford eine private Musikschule betreibt. So wurde auch kräftig gesungen, getanzt wurde wegen der Fastenzeit nicht. Aber ein rundum gelungenes Grillfest, unterstützt auch mit einigen Flaschen Sekt, die unser Mitglied, einer der Gefängnisdirektoren in Glatz, Jurek mitbrachte, da er an dem Tag bei uns auch seinen 65. Geburtstag feierte.

Bericht Horst Ulbrich

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Gast bei Ulbrich, W. Stehr macht Musik                              Die Bewacher der Bratwurst                                Den Maltesern zeigen wir unsere Projekte

DSCF1871  DSCF1878  DSCF1892 Bitte Bild anklicken.

Die Kinder hatten ihren Spass, trotz Kälte und  Wolken.                                                                                                           Links Chef der Malteser Heinz Lodenkötter.

Zweite von re. Geschäftsführerin der Malteser Frau Hüser.

Frühlingsfest des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:21

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11 / Frankensteiner Str. 11
E-Mail: hulbrich@op.pl, Tel./Fax: 0048 74-871 4361

An alle Mitglieder, Freunde und Sponsoren des DFK Glatz

Herzliche Einladung zum Frühlingsfest
am 24. Mai 2014 beim DFK Glatz
Anmeldungen bitte per E-Mail oder Telefon

DFK Glatz

Programm Frühlingsfest 24.5.2014

13 Uhr deutsche Messe, Kirche hinter dem DFK.
14.30 Uhr Mittagessen im Restaurant Majowy sen.
15 Uhr Begrüßung der Gäste.
15.15 DFK Jugend mit Programm.
15.45 Chor DFK Waldenburg
16.15 Chor DFK Glatz
Danach Empfang der Wahlzettel für die Vorstandswahl.
Kaffeezeit Musikgruppe der Fam. Jachimczak spielt.
Nach Auszählung der Wahlstimmen Bekanntmachung des Ergebnisses.
17 Uhr Band Adam spielt zum Tanz.
Gemütliches Beisammensein bis ca. 20 Uhr

Ausstellung: Wolfsschmiede Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:08

Am Freitag, dem 11. April 2014, fand im Pressesaal der Städtischen Bibliothek im Glatzer Rathaus die Eröffnung der Ausstellung über die „Wolfschmiede Habelschwerdt“ statt. An der Veranstaltung nahmen auch viele Mitglieder sowie der Vorstand des DFK Glatz teil, die Übersetzung übernahm – soweit notwendig – spontan Herr Keuten vom Vorstand. Begrüßung, Einführung und Kommentierung der Ausstellung wurden von Herrn Heribert Wolf, der eigens dafür aus Deutschland angereist war, zusammen mit Herrn Janusz Kobryń aus Bystrzyca Kłodzka geleistet, die gemeinsam die Ausstellung vorbereitet hatten.

Gegenstand der Ausstellung ist die Geschichte der Habelschwerdter Kunstschmiede, die der Vater von Heribert Wolf (der 1943 in Habelschwerdt geboren wurde, heute in Düsseldorf wohnt und Vorsitzender der Heimatgruppe Habelschwerdt ist) bis Kriegsende führte. Die Schmiede selbst, auf der Glatzer Straße, der heutigen ul. Okrzei, gelegen,existiert nachweislich mindestens seit dem 17. Jh., die Familie Wolf wirkte dort in 5 Generationen seit dem 19. Jh. Nach Kriegsende wurde sie durch den polnischen Kunstschmied Jan Liwacz übernommen, der u.a. dafür bekannt geworden ist, dass er als Häftling des KZ Auschwitz gezwungen wurde, die Inschrift über dem Eingangstor des Lagers mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“ anzufertigen. Die Arbeit zeigt neben Dokumenten zur Familiengeschichte beider Schmiede sowie zur Geschichte der Kunstschmiede selbst auch Aufnahmen und beeindruckende Beispiele für deren kunsthandwerkliches Schaffen. In Habelschwerdt sind bis heute mehrere Werke der beiden Schmiede zu sehen, so z.B. auf dem Ring oder vor der ehemaligen Hermann-Stehr-Aufbauschule, in der auch unser Vorstandsmitglied Herr Keuten als Lehrer tätig ist.

Die Ausstellung wurde bereits im vergangenen Jahr im Philumenistischen Museum in Habelschwerdt gezeigt und fand dort große Resonanz. Nach dem Gastspiel in Glatz wird sie voraussichtlich ab Sommer 2014 im Haus Lerchenfeld (Gottwaldhof Winkeldorf) zu sehen sein, wo der DFK Glatz langfristig ein deutsches Museum plant. Wir empfehlen allen Besuchern der Grafschaft Glatz, einen Blick auf diese Ausstellung über einen interessanten Aspekt der deutsch-polnischen Lokalgeschichte zu werfen!

Heinz-Peter Keuten

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2. von re. Heribert Wolf.             Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

27.3.2014

Sohn des Vizevorsitzenden DFK Glatz wurde am 22. März 2014 getauft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

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Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Eine Taufe ist für das kleine Winkeldorf (78 Einwohner laut Wikipedia) in diesen Zeiten ein seltenes Ereignis. Gelegen unweit von Bad Landeck in einem engen Tal der Kuhberge, verfügt das kleine Dörflein mit der fast 500 Jahre alten, der heiligen Katharina von Alexandria geweihten Kirche über einen Schatz, der in den Jahren nach dem Krieg allerdings sehr vernachlässigt wurde, bis das kleine Gotteshaus in privater Initiative wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt wurde.

Katarzyna Kepa und Joachim Straube, die seit einigen Jahren in Winkeldorf wohnen, das fast vier Jahrhunderte die Heimat der Familie Straube war, hatten deshalb Verwandte, Freunde und Bekannte zur Taufe ihres Erstgeborenen in das bezaubernde Kirchlein eingeladen. Die ankommenden Gäste stellten mit Erstaunen fest, dass auch der die Kirche umgebende Friedhof in gepflegtem Zustand ist und studierten die noch leserlichen, deutschen Grabinschriften auf den Grabsteinen.

Es war der Wunsch von Kasia und Joachim, Taufe und Gottesdienst in deutscher und polnischer Sprache abzuhalten. Außer dem polnischen Kaplan aus Bad Landeck, der für Winkeldorf zuständigen Kirchengemeinde, hatten sie deshalb Pater Karl Schauer (OSB) Superior aus Maria Zell in Österreich und Joachims Freund aus Studienzeiten, gebeten, die Taufe und  Messe gemeinsam in Deutsch und Polnisch zu zelebrieren. Das kam auch der bunt gemischten polnisch-deutschen Gästeschar sehr entgegen, weil dadurch jeder die von Joachim ausgesuchten Lieder in seiner Muttersprache singen und auch die Tauftexte in seiner vertrauten Sprache verfolgen konnte.

Auf Maria Zell geht übrigens unser Wallfahrtsort in der Grafschaft Glatz „Maria Schnee“ zurück. Da die Grafschaft Glatz zu Österreich-Ungarn gehörte, pilgerten viele Bewohner von hier nach Maria Zell. Als dann Schlesien und die Grafschaft Glatz an Preußen fiel, lag Maria Schnee im Ausland.  Im Jahre 1750 brachte der Bauerssohn Christoph Veit eine aus Holz geschnitzte Kopie der Gnadenmutter aus Maria Zell hier her und stellte sie unterhalb des Spitzigen Berges auf eigenem Grund an einen Baum. Bald entwickelte sich hier eine weitere Wallfahrtstradition.

Im Mittelpunkt stand natürlich der zehn Monate alte Täufling Andrzej, Luzius, Werner, der dies auch zu spüren schien und den Taufritus mit Würde absolvierte. Wurde doch seine Taufe an dem Taufstein gefeiert, an dem sein Großvater Alfons Straube vor 84 Jahren getauft wurde.

Pater Karl Schauer erinnerte einleitend an den Taufpatron, den Heiligen Andreas, Bruder von Petrus und einer der ersten Jünger Jesu, der in der orthodoxen Kirche als Protoklitus besondere Verehrung genieße. Er verwies darauf, dass es nunmehr nach dem 1000 jährigen Schisma zwischen katholischer und orthodoxer Kirche Anzeichen für eine Versöhnung gebe. Die Patriarchen von Konstantinopel und die katholischen Päpste, beginnend mit Athenagoras und Paul VI, seien bereit, das gemeinsame Erbe Jesu zu betonen und das Trennende in den Hintergrund der Historie zu verschieben.

Diese Bereitschaft zur Versöhnung wünschte sich Superior Karl Schauer auch für das Leben in den Familien und in größeren Gemeinschaften.

Nach der Taufe in dem doch etwas kühlen Kirchenraum genossen die Gäste die wärmende Frühlingssonne. Die Abordnung des DFK-Glatz saß noch bei Kaffee Kuchen und Plausch im „Derhämte Häusla“. Der gesamte DFK Glatz wünscht dem kleinen Andrzej und seinen Eltern für den weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.

Hermann Handlos

Taufe Anjey 003        Taufe Anjey 025         DSC03458 Bilder bitte anklicken.

6.3.2014

Neues vom DFK Glatz und unserer Ortsgruppe Tscherbebey.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:11

Unsere neu gegründete Ortsgruppe in Tscherbeney hat endlich einen Schaukasten für Bekanntmachungen. Auch die neuen Öffnungszeiten sind dort zu ersehen.

1. und 3. Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr.

Sonstige Öffnungszeiten nach Vereinbarung, auch für besondere Zusammenkünfte der Deutschen auf beiden Seiten der Grenze.

Leider fehlt noch eine Korkwand für Nadeln wie man sieht, um die Zettel gut zu befestigen, die bei Tesastreifen immer noch nicht halten wollen. Leider haben wir durch die Mittelkürzungen der deutschen Stiftung in Oppeln keine finanzielle Unterstützung für den Schaukasten, wie auch ein erforderliches Bücherregal und Reparatur des defekten Rollos in der Geschäftsstelle in Glatz erhalten. Wir dürfen hier nicht auf Spenden aufmerksam machen. Wer unsere Arbeit in Schlesien unterstützen möchte, melde sich bitte unter
der E-Mail hulbrich@op.pl oder Tel.  0048 74 871 4361

Wir grüßen herzlich alle Leser dieser Seite.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

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Der neue Schaukasten.                                               Gesamtansicht des Hirschfelder Hauses.

Vorsitzer DFK Glatz bei der Delediertenversammlung des Landes Baden – Württemberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:20

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.                                                Stuttgart 031

v.l. Herr Rauhut Bundesvorsitzender der landsmannschaft Schlesien,

Hort Ulbrich Vorsitzender DFK Glatz                                                                                                                                                         Horst Ulbrich mit Multi Media Präsentation

Herr Zimmermann Bundesschatzmeister und Vorsitzender  der

Landsmannschaft Baden – Württemberg.

 

Der Vorsitzende des DFK Glatz Horst Ulbrich und seine Frau Renata, zuständig für Sozialarbeit und Hilfsmittel in der Gesellschaft, waren  auf eine Einladung des Landesverbandes der Landsmannschaft Schlesien nach Stuttgart gereist.

Herr Ulbrich war als Referent geladen, um über die Projektarbeit der deutschen sozial – kulturellen Gesellschaft Glatz und die Situation an der Basis der DMI in Polen zu berichten. Mit einer Multi-media Präsentation vermittelte er den interessierten Zuhörern der Delegiertenversammlung einen Überblick der Arbeit.  Nach seinen Ausführungen musste er noch lange Fragen zum Thema beantworten, auch warum er in die Heimat seiner Eltern gezogen ist und wie Familie Ulbrich mit der dort heimisch gewordenen polnischen Bevölkerung lebt.

Der ebenfalls anwesende, neu gewählte Bundesvorsitzende, Herr Rauhut wurde vom Landesvorsitzenden Herrn Zimmermann vorgestellt. Herr Rauhut war zum ersten Mal im größten Landesverband der Landsmannschaft und musste sich ebenfalls vielen Fragen stellen, auch zu seinem Vorgänger Herrn Pawelka.

Abends im Hotel gab es Gelegenheit zu weiterem Informationsaustausch und es wurde bis in die Nacht diskutiert. Vereinbart wurde eine engere Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg, auch Partnerschaften von Ortsgruppen und Kreisverbänden aus beiden Ländern sollen entstehen.

Beim nächsten Treffen in Lubowitz wird konkret mit den Vorsitzenden weiter verhandelt.

Rundum eine hervorragende Organisation der Landesdelegiertenversammlung mit positiven Aussichten für die Zukunft.

Schriftführer DFK Glatz

Hermann handlos

Stuttgart 025                                              Zum Vergrößern aus die Bilder klicken.

Herr Zimmermann bei der Begrüßung der                                  Abschlussfoto mit dem ganzen Vorstand der Landesdelegiertenversammlung.

Gäste und Delegierten.

16.12.2013

Vortrag über Lokalgeschichte der Grafschaft Glatz beim DFK

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:26

Am 14. Dezember 2013 hielt Henryk Grzybowski, Kenner der Militärgeschichte vor gut 30 Zuhörern in der DFK-Geschäftsstelle einen Vortrag über die militärische Sicherung Schlesiens an der Grenze zu Böhmen in der Zeit des Bayerischen Erbfolgekriegs (1778 – 1779)  und danach. Damals wurden auch die Befestigungsanlagen der Grafschaft Glatz weiter ausgebaut, darunter auch das Fort Passendorf  bei der Kleinen Heuscheuer. Unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation berichtete der Referent detailliert über die Entstehung der Batterie, die beteiligten Militärs und Fachleute des Festungsbaus sowie die heute noch verbliebenen Spuren der Anlage. Wer sich genauer informieren möchte, lese den Artikel von Herrn Grzybowski auf Seite 102 ff des Altheider Weihnachtsbriefes, Ausgabe 17/Dezember 2013 (Bezugsquelle: wenzel-lingen@t-online.de).

Nach der etwas trockenen historischen Kost, für die sich Horst Ulbrich herzlich beim Referenten bedankte, mundeten die von den Damen des DFK vorbereiteten vorweihnachtlichen Schmankerl umso mehr. Offenbar so gut, dass zum Ausklang des Beisammenseins auch die gut geschmierten Kehlen der Gäste in Aktion traten und lange über die normalen Öffnungszeiten hinaus wurden Weihnachtslieder gesungen. Vielleicht hat auch der, von der kath. Kirchengemeinde aus Königswusterhausen, gespendete Glühwein dazu beigetragen. Es war die letzte Veranstaltung des DFK Glatz in diesem Jahr, alle verabschiedeten sich in die Weihnachtspause bis zum Neuen Jahr.

Hermann Handlos                                                                                                       Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Jahresabschluss DFK 016   Jahresabschluss DFK 008   Jahresabschluss DFK 003

13.12.2013

Auftritt des Chores DFK Glatz und DFK Glatz Junior bei der Weihnachtsfeier des DFK Waldenburg

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:27

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Theatersaal Bad Salzbrunn                                                                                         Chor DFK Glatz auf der Bühne                           Zum Vergrößern der Bilder anklicken.

Am  zweiten Adventssonntag fuhren  der Chor des DFK Glatz und die Kindergruppe DFK Junior Glatz, auf Einladung  nach Bad Salzbrunn, wo der DFK Waldenburg im  kunstvoll renovierten Theatersaal des Kurbades (einst das 1890 -1892 erbaute  fürstliche Kurtheater mit neoklassischer Fassade und Innenausstattung im Rokokostil)  schon alles für eine besinnliche und stimmungsvolle Weihnachtsfeier vorbereitet hatte.

Leider konnten wir das Kyrie aus der Weihnachtsmesse von Ignaz Reimann nicht vortragen, weil einige unserer Sänger aus Krankheitsgründen  abgesagt hatten. Wir lauschten zunächst den vertrauten Klängen deutscher und polnischer Weihnachtslieder, die der Waldenburger Chor sehr eindrucksvoll vortrug. Als die Moderatorin uns nach verschiedenen  Auftritten engagierter Jugendlicher aus Waldenburg  auf die Bühne bat, war das Lampenfieber schon verflogen und wir sangen unsere Lieblingslieder (Dona nobis, Ihr Kinderlein kommet und O du fröhliche). Danach zeigte unsere Jugend ihr Können mit Gesang und Tanz. Mit freundlichem Beifall belohnt folgten wir dem weiteren reichhaltigen Programm der Waldenburger und stärkten uns mit Kaffee, Tee und schlesischer Mohnbabe. Da auch in diesem Jahr der bestellte Nikolaus nicht zur Verfügung stand, wurde wieder der Ersatz des letzten Jahres gebeten. Ja wer war es wohl? Man möge unter older post ganz unten in 2012 zurückblättern. Der Applaus bestätigte jedoch, dass der Ersatznikolaus seine Sache ganz gut gemacht hat.

Die Heimreise verlief bei munteren Gesprächen wie im Fluge, vielleicht auch dank der geistigen Stärkung, die der Vorsitzende für die Rückreise immer dabei hat.

Ein herzliches Vergelt`s Gott für den schönen Nachmittag sagen wir dem DFK Waldenburg.

Hermann Handlos

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                     Jugend DFK Glatz                                                                                               Der Nikolaus…. wie im letzten Jahr

9.12.2013

Nikolaus bei den Kindern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:37

 

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Nach unserer Adventfeier mit 141 Teilnehmern war wenig Zeit, denn die Termine gerade in der Vorweihnachtszeit liegen eng beieinander.

So gab es keine andere Möglichkeit und der Nikolaus musste schon am Sonntagmorgen nach der Messe um 10 Uhr zu den Kindern kommen.

Wie bekannt haben wir seit geraumer Zeit auch ein Kindergartenprojekt „Spielend Deutsch lernen“ das von AGMO Deutschland gefördert wird.

Erfahrungsgemäß sind dann die ganzen Familien anwesend, also auch die Geschwister und Eltern, die in froher Erwartung schon einmal ein Weihnachtslied sangen. Bis zum Eintreffen des Nilolaus wurden Plätzchen und warmer Tee und Kaffee gereicht, denn es hatte in der Nacht geschneit und es war nasskalt.

Endlich erschien der Nikolaus und die Kinder trugen Gedichte und Lieder vor. Nach einer Ermahnung des Nikolaus, auch im folgenden Jahr so fleißig zu lernen, gab es für alle Kinder kleine Geschenke. Bedürftige Familien mit vielen Kindern bekamen außerdem Hefte Stifte und Bücher für die Schule der größeren Kinder. Das Ende der Feier konnten wir leider nicht abwarten, denn schon um 13 Uhr stand der bestellte Bus am Kloster in Glatz, um den Glatzer Chor und die Jugendgruppe DFK Junior zur Weihnachtsfeier des DFK Waldenburg zu bringen. Aus Kostengründen bestellen wir immer den Schulbus aus Eckersdorf, der aber so schwach motorisiert ist, dass wir lange Fahrtzeiten kalkulieren müssen, gerade wenn es über die Berge geht.

Bericht

Horst Ulbrich

Adventfeier DFK Glatz 30.11.2013

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:24

 

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Der Termin für den deutschen Gottesdienst in Glatz ist immer der letzten Samstag im Monat. Dazu

kommen unsere Mitglieder aus nah und Fern, aus diesem Grund haben wir  unsere Adventfeier auch auf diesen Termin gelegt.

  So trafen wir uns mittags in der Kirche des St. Adalbert und St. Georg, wo  Pater Marian Arndt unter Assistenz des aus Deutschland angereisten Diakons Andreas Klose die Heilige Messe feierte, die wie immer Jochen Straube vorbereitet hatte. Zum Gelingen des Gottesdienstes war auch der Chor des DFK  aus Waldenburg eingeladen. Unser DFK-Chor aus Glatz sang das Kyrie aus der Reimann-Messe und den Kanon Dona nobis pacem.

 Pater Arndt sprach in der Predig über den Sinn des Advents, mit dem das neue Kirchenjahr beginnt. In diesen Wochen erwarten wir die Ankunft des Herrn und besinnen uns auf die frohe Botschaft, die er uns gebracht hat. Dieser geistliche Gehalt macht das Weihnachtsfest aus. Ja, wir dürfen fröhlich feiern mit Weihnachtsbaum, Geschenken und festlichen Mahlzeiten, aber wir sollten diese Äußerlichkeiten nicht in den Vordergrund stellen.

Gestärkt mit der geistlichen Nahrung,  aber allmählich auch schlicht hungrig fuhren wir  danach in das Restaurant Majowy Sen, wo uns schon bald köstlicher Bratenduft in die Nasen stieg. Viele waren wegen des weiten Weges seit dem frühen Morgen unterwegs, deshalb gab es zunächst ein kräftiges Mittagessen. Gut gesättigt ist es bekanntlich leichter, die bei dieser Gelegenheit unvermeidlichen Ansprachen geduldig anzuhören. So lauschten wir dann den wohl gesetzten Worten des DFK-Vorsitzenden, der die Eingeladenen herzlich begrüßte, mit Wohlgefallen. Horst Ulbrich, dankte Allen, die beim Vorbereiten der Weihnachtsfeier geholfen hatten. Mit besonders warmen Worten wandte er sich an Pater Marian, der von Breslau aus auf weiten Wegen seine weiträumige Gemeinde der Deutschen betreut. Besonders herzlich willkommen hieß er die Mitglieder der neu gegründeten DFK-Ortsgruppe Kudowa unter der Leitung von Frau Elisabeth Kynast und die guten alten Bekannten aus Waldenburg.

 Nicht erwartet hatten der Vorsitzende und die meisten Gäste, dass dann das angekündigte Programm  nicht beginnen konnte, denn der Schriftführer des DFK-Glatz und auch Frau Kynast meldeten sich noch zu Wort. Weil wir alle wissen, wie unermüdlich sich der Vorsitzende Horst Ulbrich für den DFK-Glatz einsetzt, war es an der Zeit, dies auch einmal ganz offiziell im Namen aller anderen  Vorstandmitglieder zum Ausdruck zu bringen. Der Redner vergaß auch nicht, der guten Seele des DFK , Renata Ulbrich, für ihre Unterstützung zu danken, denn hinter dem Erfolg eines Mannes steht immer eine kluge Frau. Frau Kynast ließ es sich danach nicht nehmen,  Horst Ulbrich mit einem Geschenk zu erfreuen und herzliche Worte für seine Hilfe bei der Gründung der DFK Ortsgruppe Kudowa zu finden.

Danach konnte das eigentliche Programm beginnen. „Von draus vom Walde komm ich her“ erzählte Dominik Ulbrich, Kinder brachten mit ihren Lichtern Glanz in die Feier,  die Chöre aus Waldenburg und Glatz sangen Weihnachtslieder. Dass in der Weihnachtszeit vor allem fröhliche Kinder das Herz der Erwachsenen rühren, zeigte sich bei den anschließenden Auftritten der Gruppe DFK Junior. Mit Gedichten, Gesang und Tanz der Mädchen als Schneeflocken erfreuten sie uns. Aber auch einige Familien gaben sich mit ihren Kindern besonders Mühe. Die Kinder der Familie Jachimczak spielten weihnachtliche Klänge, vorgetragen mit Keyboard, Trompete und Saxofon, wie schon beim Oktoberfest. Sebastian und Maria Feisst, 3 und 5 Jahre trugen zunächst ein Gedicht vor, danach sang die Kleine O Tannenbaum. Mit dieser Kinder und Jugendgruppe ist es uns um die Zukunft  des DFK Glatz nicht bang.

Danach gab es Kaffee und Kuchen und es war trotz des reichhaltigen Programms noch genügend Zeit für private Unterhaltungen. Es wurden auch weiterhin Weihnachtslieder aus den verteilten Liedermappen gesungen die jeder Gast auch mitnehmen durfte. Wir verbinden damit auch die Hoffnung, dass in der Weihnachtszeit zu Hause deutsche Weihnachtslieder gesungen werden und hatten dazu 100 von uns gedruckte Liedermappen verteilt. Gegen Ende sangen die Chöre und Teilnehmer gemeinsam. Zur Stimmung haben wohl auch die  von Herrn Theisen ( Schlesien Heute) gespendeten Flaschen Kroatzbeere und der vom Vorsitzenden hervor gezauberte Wodka beigetragen. Auf dem Weg nach Hause waren sich alle einig: Wieder ein gelungenes Fest.

Hermann Handlos

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21.11.2013

Helferfete beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:26

Eine kleine Feier für Mitglieder, die übers Jahr immer hilfsbereit den Verein unterstützt haben. Wegen der anstehenden drei Weihnachtsfeiern, Jahresabschluss, Besuche und Verteilung der Hilfsmittel an unsere Rentner und vielen anderen wichtigen Terminen die noch vor dem Fest einzuhalten sind, haben wir die Helferfete an den Anfang der Feiern gestellt.

In diesem Jahr haben wir uns bei unserem DFK Mitglied  Carina Fuglinska getroffen um in gemütlicher Runde beisammen zu sein. Der Vorsitzende bedanke sich bei den Helfern, denn ohne sie wäre eine erfolgreiche Vereinsarbeit nicht möglich. Es gab auch kleine Geschenke mit der Bitte sich weiterhin für die Belange des DFK Glatz zu engagieren.

Am gleichen Tag haben wir noch den Hilfstransport der Malteser aus Telgte entladen, die uns unter anderem auch ein dringend benötigtes Pflegebett geliefert haben.

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Sie waren in diesem Jahr nun das vierte Mal bei uns um das Lager für unsere Kranken und Bedürftigen wieder zu füllen. Wir haben sie in den Kreis der Helfer mit  eingeladen und so einen schönen, gemeinsamen Abend erleben dürfen. Da einige Helfer gleichzeitig Chormitglieder sind wurde auch kräftig gesungen.

Am 30.11. ist unsere erste Weihnachtsfeier, die wir mit einem deutschen Gottesdienst beginnen werden.

 

Horst Ulbrich

11.11.2013

Der Deutsche Freundschaftskreis (DFK) Glatz erinnert an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:50

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Der 9. November ist eines der bemerkenswertesten Daten der deutschen Geschichte. Als Philipp Scheidemann am frühen Nachmittag des 9. November 1918 vom Balkon des Reichstages  die Deutsche Republik ausrief und als am 9. November 1989 fast versehentlich die Berliner Mauer geöffnet wurde, waren dies Ereignisse, die nicht nur viele Deutsche begrüßten.

Die Novemberpogrome vom 9. November 1938 dagegen lösten nahezu in der ganzen Welt Entsetzen aus. Die New York Times schrieb: “Eine Woge der Zerstörung, Plünderung und Brandstiftung, wie sie Deutschland seit dem Dreißigjährigen Krieg , und Europa insgesamt seit der bolschewistischen Revolution nicht erlebt hat, fegte heute über Großdeutschland hinweg, als nationalsozialistische Scharen für die Ermordung von Ernst vom Rat durch einen jungen polnischen Juden Rache an jüdischen Geschäften, Büros und Synagogen übten.“

Die deutsche Bevölkerung, die gezwungenermaßen Zeuge dieses sorgfältig geplanten „Ausbruchs ihrer spontanen Empörung“ war, reagierte nicht auf die entsetzlichen Untaten. Einzelne mögen die Aktion kritisiert haben und dafür verurteilt worden sein. Doch das Schweigen der christlichen Kirchen angesichts   der Zerstörung von Gotteshäusern ist auch heute kaum nachvollziehbar.

Erklären, kaum verstehen, aber wohl nicht verzeihen, kann diese Aktion, wer versucht, den Gründen nachzugehen, die Hitler, er war wohl der höchste Entscheider bei der Planung, in seiner Wut nach der zunächst verschobenen Zerschlagung der Tschechoslowakei, veranlasst haben, die Gelegenheit für einen inszenierten Pogrom an den deutschen Juden zu nutzen. Hitler hat schon in seinen Anfängen den Judenhass, in Deutschland und anderen Ländern lange virulent, zu einem seiner wichtigsten Glaubensartikel gemacht und begann nach der Machtübernahme sofort mit der stufenweisen Umsetzung seines Hasses in die Realität. Aber wie so oft nutzte er die willkommene Gelegenheit auch zu einem ganz und gar nicht ideologischen Zweck. Die gigantische Aufrüstung verursacht  Anfang 1938 ein hohes Haushaltsdefizit und nach den Pogromen mussten die Juden eine Milliarde Reichsmark zahlen, mit der der Beginn des 2. Weltkrieges teilweise finanziert wurde.

Wer sich heute fragt, warum die Deutschen die in ihrem Namen begangenen Verbrechen vom November 1938 ohne Protest hingenommen haben, wird nicht leicht eine überzeugende Antwort finden. Die allgegenwärtige Gestapo, das Fehlen rechtstaatlicher Garantien in einer brutalen Diktatur waren wohl die entscheidenden Gründe. Man muss aber auch vermuten, dass die anfänglichen Erfolge des Regimes das Gewissen der Bürger eingeschläfert haben.

Darum gilt: Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vergangen.

Deshalb hat der DFK Glatz den fünfundsiebzigsten Jahrestag der Reichskristallnacht“ – so nannten die Machthaber später zynisch ihre Untaten – zum Anlass genommen, am Obelisken für die 1884 erbaute und 1938 zerstörte Synagoge im Zentrum der Stadt insbesondere der Glatzer Opfer des Rassenwahns zu gedenken. Der Vorsitzende des DFK Glatz, Horst Ulbrich berichtete in seiner Ansprache über die damaligen Ereignisse in Glatz. So wurde nicht nur die Synagoge entweiht und in Brand gesetzt, sondern auch die jüdischen Geschäfte geplündert. Besonders bewegend berichtete er von der in Israel lebenden, 1929 als Ruth Prager geborenen Ruth Lewin, die als Kind den Pogrom erlebt hat. Er hatte ihr versprochen, am Gedenktag genau um 14.00 Uhr an die Opfer zu erinnern. Sie werde im fernen Israel im Geiste mit uns verbunden sein.

Am Ende seiner Rede betonte Horst Ulbrich, die Gräueltaten dürften nicht in Vergessenheit geraten. Nur so könnten die freien, demokratisch-rechtstaatlichen Länder eine Wiederholung verhindern. Der Vorstand des DFK Glatz legte ein Blumengebinde am Gedenkstein nieder und der Vorsitzende  forderte alle Anwesenden zu einer Schweigeminute auf. Danach kamen die Gespräche nur stockend wieder in Gang.

Hermann Handlos

5.10.2013

Geburtstag beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:28

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Vorsitzender und Schatzmeister wurden zusammen 116 Jahre alt und der Chor vom DFK Glatz hat mit einstudierten Liedern den Jubilaren entsprechende Ständchen gebracht.

Mit 66 Jahren da geht’s erst richtig rund, passend zum Wiegenfeste des Vorsitzenden und der hatte sich mit Wein und Imbiss bedankt. Um diesen Zusammenhalt der Mitglieder beneidet uns so manch anderer DFK. Schöne gemeinsame Stunden die gleichsam eine Probe für die nächsten Auftritte waren, denn am 30.11. ist schon unsere Adventfeier. Wir beginnen mit einem Deutschen Gottesdienst und dazu werden wieder über 100 Mitglieder erwartet, auch eine Abordnung unserer neu gegründeten DFK Ortsgruppe Kudowa. Herr Konsul Eck hat schon beim Treffen im Generalkonsulat Breslau, zum Tag der Deutschen Einheit seine Teilnahme am Fest zugesagt. Es wird unser Chor in Kirche und Festsaal singen, wie auch am 14.12. im Theater Bad Salzbrunn zum Weihnachtsfest des DFK Waldenburg. Aber vorher kommt am 6.12. noch der Nikolaus zu den Kindern. Das Jahr geht dann mit der Helferfete für Mitglieder, die sich über das ganze Jahr engagieren, zu Ende.

3.10.2013

Tag der Deutschen Einheit

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:38

Empfang im deutschen Generalkonsulat Breslau aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2013

Die gefürchteten Morgennebel waren schon verschwunden, als wir vom DFK Glatz, Horst Ulbrich und ich, uns auf den Weg nach Breslau machten. Bald sahen wir „den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen“ (Mörike). Es war ein Tag wie aus dem Bilderbuch oder, wie man in Polen sagt: ein wunderschönerTag im goldenen, polnischen Herbst. Als ehemaliger Münchner sage ich dazu Altweibersommer und denke mit ein wenig Sehnsucht an sonnige Nachmittage auf dem Oktoberfest.

Dr. Zeitz hatte wie jedes Jahr auch Vertreter der deutschen Minderheit in Niederschlesien zum Empfang am Tag der Deutschen Einheit eingeladen. Dem Anlass entsprechend unterstrich der Generalkonsul in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung der polnischen Freiheitsbewegung für die deutsche Wiedervereinigung und erhielt dafür Beifall aller polnischen und deutschen Zuhörer. Es ist ja eine in Deutschland häufig zu wenig gewürdigte Tatsache, dass die polnische Solidarnosc und ihr Erfolg eine wesentliche Ursache für das Ende der kommunistischen Regime und damit auch eine der Vorbedingungen für die Wiedervereinigung war. Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass Herr Dr. Zeitz die anwesenden Vertreter der, wie er sagte vitalen, deutschen Minderheit in Niederschlesien neben Exzellenzen und Magnifizenzen ausdrücklich gesondert begrüßte und Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland nannte, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich in Kultur und Wirtschaft enge, herzliche, ja freundschaftliche Netzwerke zwischen den beiden Völkern gebildet haben.

In ihrer Antwort dankte die Vizemarschallin der Wojewodschaft Niederschlesien für die Einladung und wünschte sich ein starkes Deutschland, das die Europäische Union mit sicherer Hand aus der Krise führen könne und dabei die volle Unterstützung Polens genießen werde. Auch wenn diese Aussage so ähnlich auch vom Außenminister Polens bekannt geworden ist, zweifelten meine Freunde und Bekannten der deutschen Minderheit, ob alle gesellschaftlichen Kräfte in Polen auch so denken.

Wie dem auch sei. Wir haben den Empfang genossen, vor allem weil er Gelegenheit bot, Freunde und Bekannte wiederzusehen und am gut bestückten Buffet miteinander zu plaudern. Übrigens: Ein paar Grad Celsius mehr hätten dem Aufenthalt im Garten des Generalkonsulats gut getan. Aber der bayerische Föhn kommt halt nicht bis Breslau.

Hermann Handlos

Schriftführer DFK Glatz

Tag der Einheit 007   Dr. Zeitz bei seiner Ansprache zum Tag der Deutschen Einheit.  ( Zum Vergrößern das bild anklicken)

Tag der Einheit 002  Geladene Gäste im Generalkonsulat Breslau

27.9.2013

Wieder ein gelungenes Oktoberfest des DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:08

     Octoberfest 2013 069   

Chor Waldenburg                                                                          Oktoberfest 2013                                                                  Lehrerchor

Zum Vergrößern die Bilder anklicken

 

Schon am 14.9. 2013 feierte der DFK Glatz sein traditionelles Oktoberfest und damit waren wir schneller als das Fest in München, da nur ein Restaurant in Glatz die Kapazität für so viele Gäste hat. Leider mussten wir dem Wetter Tribut zollen und die Teilnehmerzahl auf 150 begrenzen, denn für den geräumigen Außenbereich des Restaurantes, den wir in 2012 mit über 250 Teilnehmern nutzen konnten, war es zu kalt. So konnten nur die dabei sein, die sich frühzeitig in die Liste in unseren Geschäftsräumen eingetragen hatten. Das Oktoberfest ist immer auch eine verbindende Veranstaltung, zu der wir den Chor des DFK Waldenburg und den Lehrerchor mit unserem Schatzmeister H.P.Keuten einladen. Eine Abordnung der Partnerstadt Bensheim, die auch an unserem Fest teilnehmen wollten, standen bis in die Abendstunden im Stau auf der Autobahn. Über den Besuch unseres VDG Vorsitzenden Herrn Gaida aus Oppeln und die Vizevorsitzende Frau Zajaczkowska haben wir uns besonders gefreut, war es doch der erste Besuch in Glatz seit unserer Reaktivierung im März 2010. Auch unsere Mitglieder und Sponsoren, Familie Barth und Familie Rolfing waren extra aus Deutschland angereist, um an unserem Fest teil zu nehmen.

Da viele aus Kudowa, Waldenburg und  Habelschwert einen weiten Weg hinter sich hatten, gab es gleich zu Beginn ein kräftiges Mittagessen. Da es beim Essen bekanntlich ruhig ist, nutze der Vorsitzende Horst Ulbrich die Zeit, einige Gäste zu begrüßen. Nach dem Essen begann sofort das Programm, denn es sollte am Ende auch Zeit für Gespräche und Kurzweil bleiben. Der Lehrerchor erfreute die Gäste mit einem internationalen Programm, gefolgt vom DFK Chor Waldenburg.

Unsere musikalischen Kinder spielten mit Klavier, Klarinette und Trompete und der Glatzer Chor trat dann mit  lustigem Gesang auf. Mein kleiner grüner Kaktus und warum ist es in Glatz so schön begeisterte das Publikum, unterbrochen von Glatzer Mundartgedichten, vorgetragen vom Vizevorsitzenden Joachim Straube. Zu Kaffee und Kuchen spielte Clara, zur Freude aller, auf dem Klavier Kaffeehausmusik. Danach wurde dann zum Tanz aufgespielt und bis in die Abendstunden fröhlich gesungen und das Tanzbein geschwungen. Leider vergehen schöne Stunden all zu schnell und gegen 20 Uhr mussten viele den weiten Heimweg antreten. Die Glatzer feierten dann weiter und wir haben noch lange auf den Stadtrat aus Bensheim gewartet, die es aber nicht mehr geschafft haben, zu uns zu kommen. Das Lied, so ein Tag so wunderschön wie heute beendete eine ausgewogene Feier mit viel Gesang, Tanz und Gesprächen zur Förderung der Gemeinsamkeit.

Am anderen Tag sind einige Mitglieder dann mit der Abordnung aus Bensheim weiter nach Warschau gefahren, um in fünf Tagen Sehenswürdigkeite wie Nationalstadion, Parlament, Deutsche Botschaft usw zu besichtigen.

Die Weihnachtsfeiern werden wir wie immer aufteilen müssen und das nächste große Fest wird erst wieder das Sommerfest 2014 in Ulbrichs Reithalle werden, wo endlich alle Mitglieder und Gäste Platz finden können.

    Octoberfest 2013 090   

Chor DFK Glatz                                                        Ausgelassene Stimmung mit der Adam Combo                                         Kindermusikgruppe

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Mundartvortrag mit Jochen Straube                                           Solo von Horst Ulbrich                                                Heinz Peter Keuten mit einer Schülerin

Bericht Horst Ulbrich

 

26.9.2013

Gründung der DFK Ortsgruppe Tscherbeney / Kudowa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 22:13

Bischof Dec und Großdechant Jung

Bischof Dec und Großdechant Jung

Nach langen Vorgesprächen mit der Hirschfelder Stiftung, die dem DFK Kreisverband Glatz das Hirschfelder-Haus
Ul. Bolesława Chrobrego
57-350 Kudowa Zdrój
zur Gründung einer neuen DFK Ortsgruppe vermieten wird und Diskussionen mit den Deutschen im Grenzbereich Polen / Tschechien war es dann endlich soweit.

Zum Jahrestag des seligen Kaplan Hirschfelder, an dem erfahrungsgemäß viele Deutsche teilnehmen, hatte Elisabeth Kynast die Deutschen zu einer Gründungsversammlung in das Hirschfelder Haus geladen. Ca 70 meist ältere Deutsche sind dem Aufruf gefolgt und das Haus war oben und unten voll. Der angebotene Kaffee musste von Vielen im Stehen getrunken werden und die Wahl eines Vorstandes konnte nicht gelingen, weil alle auf mehrere Räume verteilt waren und es draußen regnete.  Aber es gab eine einhellige Willensbekundung und die Gründungsversammlung wurde auf den nächsten Tag verlegt, zudem nur Teilnehmer geladen waren, die auch ein Amt übernehmen wollten, oder durch ehrenamtliches Engagement helfen werden, die DFK Ortsgruppe zu betreuen.

Am nächsten Tag, also nach Absprache mit nur 27 Beteiligten wurde eine ordentliche Gründungsversammlung durchgeführt, was am Tag davor wegen der Masse der Interessierten nicht möglich war.

Ein Protokoll der Gründungsversammlung wurde erstellt und die ersten Wahlen vorgenommen.

Gründungsprotokoll Ortsgruppe DFK Kudowa unter dem Kreisverband der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft Glatz.

1.  Anwesend waren 27 Gründungsmitglieder, die Beschlussfähigkeit wurde festgestellt.

2.  Eine Anwesenheitsliste wurde erstellt.

3.  Wahl:

Erste  Vorsitzende:
Elisabeth Kynast
Ul. Bolesława Chrobrego
57-350 Kudowa Zdrój

Zweiter Vorsitzender:
Jaroslaw Jung
Zatisi 1575
54701 Nachod

Kasse:
Jadwiga Teuber
Jakubowice 1
57-350 Kudowa Zdroj

Schriftführer:
Maria Stwertetschka
Ul. Kosciuszki 118
57-350 Kudowa Zstoj

Die Wahl bei allen Kandidaten war einstimmig. Herr Jung aus Tschechien wurde zum 2. Vorsitzenden gewählt, weil er deutsch, polnisch und tschechisch spricht und ein Ansprechpartner für alle Mitglieder ist. Er wird in nächster Zeit die Adressen der Deutschen auf Tschechischer Seite ermitteln, Frau Kynast auf der polnischen Seite. Nach Aussage der 1. Vorsitzenden sollen es über 280 ältere, in der Heimat verbliebene Deutsche sein.

Nach der Adressenermittlung ist das nächste Treffen auf den 22.11. festgelegt worden. Es soll zu dem Termin eine Weihnachtsfeier geplant werden, eventuell mit dem Kreisverband in Glatz. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Glatz, Herr Ulbrich brachte eine Spende von 200,- PLN für die Kasse mit, die als erste Eintragung in das noch leere Kassenbuch eingetragen wurde. Herr Ulbrich wird die neue Ortsgruppe beim Dachverband VDG in Oppeln am 30.9. 2013 vorstellen. Ein Kostenrahmen ist schon im Voraus an den VDG versendet worden. Man geht von einer positiven finanziellen Unterstützung aus, da die Gründung der Ortsgruppe auch vom  Vorsitzenden VDG Herrn Gaida vor Jahresfrist vorgeschlagen wurde.

Gegen 19 Uhr wurde die Gründungsversammlung beendet.

Großer Andrang im Hirschfelder Haus

Großer Andrang im Hirschfelder-Haus

9.9.2013

67. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatz nach Telgte 2013

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 22:27

Joachim Kardinal Meisner
und Großdechant Franz Jung –
beide geschätzte schlesische Kirchenführer
mit eigenem Vertreibungserleben –
leiteten die

67. Jahreswallfahrt der Grafschaft Glatzer Katholiken
zur Gnadenmutter von Telgte
– 30./31. August 2013 –

 

Bitte auf die Bilder klicken.

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Der Wallfahrtsort für leidgeprüfte Menschen

Telgte, nur gut 10 km von Münster in Westfalen entfernt, bildet das Ziel für die Wallfahrer, die schweres Leid zu tragen haben. In ihrer Not pilgern sie zum Gnadenbild der schmerzhaften Muttergottes, jährlich um die 100 000. Hier finden sie keine Darstellung der Himmelskönigin, der Herrscherin, der Siegerin. Die Statue in Telgte schenkte durch die Jahrhunderte Trost, Linderung des Seelenleids, Seelenfrieden, bewirkt durch den Anblick des aus Pappelholz geschnitzten Bildnisses, das die sitzende Mutter Jesu zeigt, ihren totenstarren Sohn in ihren Armen haltend. Zu ihr steigen die Gebete auf, zu ihr, die selbst unbeschreibliches Leid getragen hat. Bei ihr erfleht man Verständnis und Hilfe in Sorge und Verlassenheit, weil sie aus eigenem Erleben Einsicht und Verstehen erwarten läßt. „Wer hat je umsonst deine Hilfe angefleht? Wann hast du vergessen ein kindlich Gebet?“

So wurde gerade diese Wallfahrtsstätte, seit 1651der Hauptwallfahrtsort des Münsterlandes, auch von den aus der Grafschaft Glatz Vertriebenen sinnvoll ausgewählt, als Zuflucht für die Heimatvertriebenen und Entrechteten. 

Fester Termin im Jahreslauf

Immer am letzten Wochenende im August versammeln sich hier die ehemaligen Bewohner des „Herrgottswinkels“, des „Marienlandes Glatz“. Über die Jahrzehnte hin lädt Großdechant Franz Jung seit 1983 in der Tradition seiner Vorgänger Dr. Franz Monse, Prälat Leo Christoph und Prälat Paul Sommer das Grafschafter Gottesvolk zum gemeinsamen Gebet, zur gemeinsamen Trauer, zum gemeinsamen Kraft-schöpfen ein, wobei sich die Pilger über das Schreckliche des erlittenen Unrechts austauschen, aber zugleich auch den Blick versöhnlich nach vorn richten. So wirkt das Wallfahrtsgeschehen noch lange nach; es gibt Halt und Zuversicht.  

Hoher Besuch

Joachim Kardinal Meisner verlieh in diesem Jahr der Wallfahrt durch seine Teilnahme eine besondere Note. Zu seinem Erzbistum Köln mit rund 8 Millionen Gläubigen gehören neben Köln die Diözesen Aachen, Essen, Limburg, Trier und auch Münster, so daß der Erzbischof bei seinem Besuch innerhalb der Grenzen seines bischöflichen Amtes blieb.

Als gebürtiger Schlesier aus Lissa nahe Breslau pflegt er ein gutes Verhältnis zu den Grafschaft Glatzern; es ist nicht seine erste Begegnung mit ihnen. Es sei hier zum Beispiel an die Einweihung des Wege- und Gedenkkreuzes des Bildschnitzers Alfred Langer (Neuwaltersdorf) am „Haus Schlesien“ in Königswinter-Heisterbacherrott am 26. Mai 1991 erinnert und vor allem an die Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder im Hohen Dom zu Münster am 19. September 2010! Dort sprach er die noch gut im Gedächtnis haftenden Lobesworte aus: „Gerhard Hirschfelder – Christ, Priester und Martyrer – ist einer von euch. Zunächst werden das im engeren Sinne die Grafschafter und Schlesier sagen dürfen.“

Durch die Patenschaft der Stadt Köln über Breslau im Jahre 1950 wurde eine neue Verbindung aufgebaut. Insofern war es eine gute Fügung, daß Bischof Joachim Meisner von Berlin 1989 zum Erzbischof von Köln berufen wurde!

Beide Bischofs- und Domstädte waren im Mittelalter durch die sog. „Hohe Straße“ (über Leipzig und Görlitz) als Messestädte der Hanse direkt miteinander verbunden. Die heutige Straßenführung geht über die A 4 und durchquert Erfurt, Dresden und Görlitz.

Seit 1987 gedenken beide Städte in großer Verehrung der Philosophin Edith Stein, die in Breslau geboren wurde, 1933 als Ordensschwester Teresia Benedicta vom Kreuz in den Kölner Karmel aufgenommen und 1942 von der Hitlerdiktatur in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet wurde. Papst Johannes Paul II. nahm 1987 ihre Selig-, 1998 ihre Heiligsprechung vor. Sie wurde von ihm zur Schutzheiligen Europas erklärt.

Kardinal Meisner pflegt die Beziehungen zu seiner Heimatstadt Breslau, so z. B., als er 1991 bei der Umbettung des Kardinals Bertram vom Friedhof Jauernig (seit 1945 dort bestattet) in den Breslauer Dom sowie 1997 beim Eucharistischen Weltkongreß in Breslau sehr präsent war. Er bekennt sich zum Schlesiertum! Sein Eintritt in den Ruhestand bedeutet einen herben Verlust!

Einzug zum Altar auf dem Zeltpodest

Vor der Propstei nahmen alle Mitwirkenden nach den Anweisungen des Zeremoniars Dieter Schöngart Aufstellung und zogen in Prozession durch das Kirchenschiff zum Zeltaltar auf dem großen Versammlungsplatz zwischen der Kirche und der Baumallee am Schwesternhaus. Messdiener/innen führten den Zug an. Es folgten Fahnenabordnungen – z. B. mit den Bildnissen des Arnestus von Pardubitz und des Seligen Gerhard Hirschfelder sowie des Glatzer Gebirgsvereins -, dann etwa 20 Priester und Diakone sowie eine gleich große Anzahl an Ordensschwestern, vier „Ritter vom Heiligen Grab zu Jerusalem“ in ihren weißen Mänteln mit dem Jerusalemkreuz und dem schwarzen Barett; den Abschluß bildeten Kardinal Meisner, Großdechant Jung und Visitator Dr. Giela.

Propst Heinz Erdbürger fand freundliche Worte zur Begrüßung und hieß alle herzlich willkommen.

Der Festgottesdienst

In Konzelebration mit Großdechant Franz Jung, Visitator Dr. Joachim Giela, Prälat Johannes Adam und Pfarrer Reinhard Gröger feierte Joachim Kardinal Meisner mit etwa anderthalb Tausend Gläubigen das Festhochamt. Ausdrücklich wünschte er sich als Eingangslied „Hier liegt vor deiner Majestät“ aus der „Michael-Haydn-Messe“, aus der weitere Lieder gesungen wurden, ergänzt durch Marienlieder „O Mutter mit dem Himmelskinde“, „Seht die Mutter voller Schmerzen“, „Geleite durch die Welle“ sowie „Uns zum Himmel zu erheben“ und „O höchstes Gut, o Heil der Welt“, die jeweils vom sangeskundigen Dirigenten Georg Jaschke angesagt wurden.

Predigt des Erzbischofs Joachim Kardinal Meisner

In seiner Ansprache wies sich Kardinal Meisner als inniger Marienverehrer aus, tiefgläubig in seiner schlesischen Mentalität und bestrebt, eine geschwisterliche Aussöhnung zwischen den europäischen Völkern zu erreichen. Schon die Anrede „liebe Landsleute aus Nah und Fern“ zeigte seine Heimatverbundenheit, und so stellte er die Mutter Jesu in der Frömmigkeit dar, wie es den Grafschaft Glatzer Katholiken schon immer eigen war.

„Jesus hat für sich eine irdische Mutter gewollt, damit seine Jünger nie mutterlos und damit heimatlos würden. … Das letzte Gleichnis der Heimat ist die Mutter. … Am Kreuz gibt Jesus in der Person des Johannes Maria uns allen zur Mutter: `Siehe, deine Mutter´(Joh. 19,27). Und damit ist das Haus mit Maria das Ur-Zuhause und die Ur-Heimat des Menschen schlechthin geworden. … Maria ist die gemeinsame Mutter aller Gläubigen, aller Italiener, aller Tschechen, Polen und Deutschen, und darum sind wir untereinander als Marienkinder auch wirkliche Geschwister. … Die Hand der Mutter führte uns ins Mutterhaus, auch ins Mutterhaus unseres Heimatortes, nämlich in die Heimatkirche, wo wir Gott zum himmlischen Vater und Maria zur himmlischen Mutter erhielten. Daher mussten wir keine heimatlosen Waisenkinder werden, auch dann nicht, wenn Vater oder Mutter oder beide gestorben sind oder uns die irdische Heimat verloren ging. So kommen wir hier nach Hause, nicht in die Fremde. Denn die Gottesmutter erwartet uns in ihrem stillen Heiligtum in Telgte.“

Dann trat er in eine Meditation und führte über das Gnadenbild aus: „Maria sitzt aufrecht und stellt die vertikale Linie des Kreuzes dar. Auf ihren Armen hält sie den toten Sohn, und er stellt die horizontale Linie des Kreuzes dar. Das Kreuz ist das plus-gewordene Minus der Welt durch den Einsatz Gottes. Und das hat in Maria, der Pieta, menschliche Gestalt angenommen. Beide Linien, die vertikale und die horizontale, kreuzen sich im Herzen der Mutter Jesu. … Maria steht auch – und vergesst das nicht – unter unseren persönlichen Kreuzen. … Auch in der letzten Stunde wird sie dabei sein: wir sterben zwar allein, aber nicht mutterseelenallein.“

Er  wandte auch den Blick hin zu der verlorenen Heimat, indem er erfreut anmerkte:

„Wir danken den Bewohnern unserer alten, lieben Heimat, daß sie unsere – also unsere gemeinsamen – Heiligtümer, Kirchen, Kapellen und Altäre hegen und pflegen, sodaß wir immer wieder nach Hause kommen können: nach Albendorf, auf den Schneeberg, nach Glatz, nach Wartha, auf den St. Annaberg.“

Recht gern vernahmen die Zuhörer/innen aus dem Munde des Predigers, wie er den Grafschaft Glatzer Seligen als Schutzbefohlenen der Gottesmutter vorstellte und erneut ein Lob anbrachte, daß er schon einmal vor drei Jahren aussprach. „Eine solch marianisch geprägte Person aus der alten Heimat ist der unvergeßliche Jugendseelsorger der Grafschaft Glatz, der selige Gerhard Hirschfelder. Ich kann euch Grafschafter nur beglückwünschen, daß ihr außerhalb der Grafschaft Glatz hier in Münster, eifrig, lautlos, tapfer an dem Selisprechungsprozeß gearbeitet habt, sodaß er uns gleichsam wiedergeschenkt wurde bei der Seligsprechung im Dom zu Münster. Er ist und bleibt einer von uns, der gezeichnet ist durch das Kreuz, durch die Pieta, durch die schmerzhafte Muttergottes. Er ist die kostbarste Gabe, die Mitgift, die ihr von zu Hause aus der alten Heimat hierher mitgenommen habt.“  

Fürbitten

Hierbei wurden die großen Anliegen der Kirche vorgetragen –

  • für eine gute Zukunft der Jugendlichen bei der Ausbildung, beim Recht auf Arbeit und Heimat,
  • für eine Überwindung von Grenzen zu Freiheit und Geschwisterlichkeit,
  • für alle in der Missionsarbeit und die Wohltäter an den Heimatvertriebenen,
  • für alle Verstorbenen – stellvertretend für Propst Günther Negwer, Schwester Christiane Schnorr und Anneliese Lechler – zur Aufnahme in die ewige Herrlichkeit,
  • für alle Völker zur Beendigung von Krieg und Feindschaften, besonders in Ägypten und Syrien.

Kreuzwegandacht

Während der Mittagspause, wo sich die Teilnehmer/innen in den verschiedenen Trefflokalen in gemeinsamer Wiedersehensfreude zusammenfanden, die „Glatzer Stube“ oder „Religio“, das Museum für religiöse Kunst besuchten, oder auch sich an den zahlreichen Verkaufswagen mit schlesischen Wurst- oder Backwaren stärkten, lud der treue und immer einsatzbereite Diakon Ewald Pohl zur Kreuzwegandacht in die Wallfahrtskirche, wo sich eine stattliche Anzahl einfand und mit ihm sang und betete.

„Heimatwerk der Grafschaft Glatz e. V.“ in unermüdlichem Einsatz

Rund um die Kirche und in den angrenzenden Straßen waren viele Helfer und Helferinnen eifrig bei der Arbeit, um die Pilger/innen zu betreuen. Es handelte sich vorwiegend – neben vielen zusätzlichen ehrenamtlichen Helfern/innen – um den Personenkreis, der vormals im „Pastoralrat“ mitarbeitete. Als dem Großdechanten das Amt des „Visitators“ 2012 aus Altersgründen aberkannt worden war, mußte sich der „Pastoralrat“ auflösen. Unter dem neuen „Firmennamen“ als „Mitarbeiterkreis des Großdechanten (MAK)“ im „Heimatwerk Grafschaft Glatz e.V.“ bildet die Gruppe ein solides Fundament, auf die sich der Großdechant weiterhin vertrauensvoll und zuverlässig stützen kann.

In großer Dankbarkeit nahm der Großdechant von dem vielseitigen Einsatz der Hilfskräfte Kenntnis, so z. B. im Cafe bei Kaffee und Kuchen, im Basar mit den schönen Bastelarbeiten, am reichhaltigen Büchertisch, beim Verteilen der Erbsensuppe des „Malteser Hilfswerks“ -,  und er führte später auch Kardinal Meisner an den „Tatort“, wo sich  beide persönlich mit einem herzlichen „Vergelt´s Gott“ bedankten.  

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 Marienandacht als Abschluß 

In der vollbesetzten Kirche feierten Großdechant Jung, Prälat Adam, Propst Erdbürger, Pater Galke und weitere Priester und Diakone mit den Pilgern/innen die Abschlußandacht.

Pater Georg Galke aus Dessau nahm als Predigtthema: „Wer glaubt, wird selig“ und wählte als Einstieg Überlegungen der Autorin Bettina Baltschev vom Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) auf ihrer Suche nach einer Beziehung zu Gott, zum Glauben an ihn. Ob sie eine Bindung an ihn, „an einen Gott, der es, wie sie selbst sagt, gut mit ihr meint, der ihr zum Heil ist, der sie also selig macht“,

finden wird, bleibt noch offen. Glauben, so erläutert Pater Galke, heißt, „mehr und mehr überzeugt zu sein, daß Gott uns liebt, daß wir ihm vertrauen können, daß wir ihn liebhaben dürfen und können, daß wir ihn also nie und nimmer fürchten, vor ihm Angst haben müssen, sondern daß er im Gegenteil liebevoll seinen Arm um uns legt“! Maria habe dieses große Vertrauen zu Jesus aufgebracht, „und so steht gerade bei uns Glatzern der Versuch, aus Marias Haltung zu leben, wie sie zu denken, zu urteilen und zu handeln, … voller Verständnis an der Seite der Menschen sein und mit ihnen gehen – in ihren Sorgen, Leiden, Fehlern und Freuden. … Und ich glaube, das war auch immer die Marienfrömmigkeit und die gläubige Sicht der Glatzer gegenüber Maria – es ging uns nicht um irgendwelche Lehrsätze und Dogmen, wir sahen Maria als unsere Begleiterin und Schutzfrau, der wir vertrauen, die wir lieben“. „Wenn ich an Gott, an Gottes Geist, den heilenden Atem Gottes glaube, dann bin ich in der Folge in der Lage, mich zu ändern, gar zu bessern. Das ist fürwahr seligmachend!“

Im Anschluß folgten Gebete und Lieder, wobei Pfarrer Karras mit seiner klangvollen Stimme mit der Gemeinde die „Grüssauer Rufe“ sang und Propst em. Kuschel mit heiterer Miene die Andachtsgegenstände segnete, die dann den Weg zu den Daheimgebliebenen antraten.

Durch ausgewählte Geschenke ehrte der Großdechant im Altarraum Ludwig und Hannelore Adelt, Johannes und Marianne Güttler und Peter Güttler für ihre wertvolle Unterstützung über vier Jahrzehnte bei den Wallfahrten, der Organisation und Betreuung bei Fahrten zu den Gnadenstätten in der Grafschaft Glatz sowie vieler hilfreicher Aktivitäten im ehemaligen Pastoralrat und anderen Grafschafter Gremien. Auch drei Ordensfrauen aus dem Schwesternhaus in Telgte ließ er eine Ehrung zuteil werden, die stetig und zuverlässig die Grafschafter Stelen in ihrem Garten gepflegt und mit Kerzenlicht versehen haben.

Großdechant Jung dankte noch einmal nach allen Seiten und brachte eine große Neuigkeit an die Öffentlichkeit:

Für Bruder Fortunatus Thanhäuser aus Volpersdorf (am 21.11.2005 verstorben in Kattappana) läuft der Selig/Heiligsprechungsprozeß, eingeleitet durch die „Barmherzigen Brüder“ und die indischen Bischöfe. Er wirkte im Urwaldgebiet des Hochgebirges von Kerala, wo er unter anderem für etwa 5000 Familien der Ärmsten ein Obdach geschaffen hat.

25000 Trauernde begleiteten den Sarg zur kleinen Grabkapelle und bewiesen ihm so die Ehre für sein frucht- und segensreiches Wirken durch den Aufbau von Krankenanstalten, Sozialeinrichtungen und die Gründung der Ordensgemeinschaft „Schwestern der Nächstenliebe vom heiligen Johannes von Gott“. 

Daran schloß sich das Gebet zum Seligen Gerhard Hirschfelder an und mit dem Heimatlied „Über die Berge schallt…“ endete das religiöse Großereignis. 

Merke: Es gibt inzwischen zwei Päpste,
aber immer nur einen Großdechanten!  

Günther Gröger, Altgersdorf

22.8.2013

Buchautor Herr Berke beim DFK in Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:58
Diskussionsforum  In der Mitte Dr. Süß mit Buch.

Diskussionsforum
In der Mitte Dr. Süß mit Buch.

Buchautor Herr Berke

Buchautor Herr Berke

Zum Vergrößern der Bilder bitte auf das Bild klicken.

Am 3.8. war der schlesische Buchautor Joachim Berke beim DFK in Glatz

Joachim Berke
Geboren am 18.11.1930 in Bad Landeck/Niederschlesien.
Aufgewachsen von 1932 bis 1941 in Glatz/Schlesien, danach wieder in Bad Landeck wohnhaft. Besuchte das altsprachliche Gymnasium in Glatz. Zu Ostern im Jahr 1946 nach Ostfriesland vertrieben.
Der Autor fotografierte in zahlreichen Ländern auf mehreren Kontinenten und veröffentlichte Erzählungen, Fachliteratur, Bildbände und Bildberichte.

Wie so oft kommen Urlauber der Vertriebenengeneration aus Deutschland zu unseren Öffnungszeiten am Samstag von 11 bis 14 Uhr und manchmal sind es auch berühmte Schlesier. Joachim Berke war mit seiner Familie wieder einmal in Schlesien unterwegs und machte natürlich auch einen Besuch bei den Deutschen in der Grafschaft. Unserer deutschen Bibliothek überließ er dann einige seiner Werke, die sofort großes Interesse weckten und wie es der Zufall bringt, war zu dieser Zeit auch der Buchautor Dr. Süß in unserer DFK Geschäftsstelle zu Gast, der mit seiner Familie auf Ulbrichs Reiterhof seinen Urlaub verbrachte und dem Berkes Werke natürlich gut bekannt waren. So ergab sich sofort eine rege Diskussion, die in unserem wöchentlichen Diskussionsforum weiter geführt wird. Auch Dr. Süß hatte bei seinem letzten Besuch in der Grafschaft einige seiner Bücher zur Verfügung gestellt.
Wir danken noch einmal und sind glücklich immer wieder Gäste begrüßen zu können, die sich in Wort und Schrift um die alte Heimat bemühen.
Herzlichen Dank und ein schlesisches Vergelts Gott
Horst Ulbrich

24.7.2013

Einweihung des historischen Tores in Niederschwedeldorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:52
Nach der Renovierung von Tor und Ramen.

Nach der Renovierung von Tor und Ramen.

Niederschwedeldorf 005

Begrüßung durch die Dorfsprecherin Niederschwedeldorf

Niederschwedeldorf 019

Frau Ulbrich als Dolmetscher für die anwesenden Polen
Helmut Göbel
Großdechant Franz Jung

 

Anmerkungen zu Niederschwedeldorf (Szalejow Dolny) oder Arnost von Pardubitz und Helmut Göbel

Auf den ersten Blick ist Niederschwedeldorf (Szalejow Dolny) ein Dorf in der Grafschaft Glatz wie viele andere. In einem lieblichen Tal strebt ein gut und naturgerecht ausgebautes Flüsschen (Bystrzyca Dusznicka) der Glatzer Neiße zu. Am linken und rechten Ufer des Baches reiht sich Haus an Haus, nicht selten mit Garten und Blütenpracht vor und hinter dem Gebäude. Diese Gestaltung eines Dorfes erinnert an die planmäßige Anlage deutscher Siedlungen im Gebirge und dessen Vorland, die sogenannten Waldhufendörfer.
Auf den zweiten Blick, ergänzt durch die Lektüre der entsprechenden Artikel im Handbuch der historischen Stätten, Band Schlesien, wird klar, dass Niederschwedeldorf (bezeugt 1269 in einer Prager Urkunde und damit eines der ältesten dokumentierten Dörfer in der Grafschaft Glatz) auf eine nahezu 800jährige Geschichte zurückschaut. Arnestus von Pardubitz, der berühmte erste Prager Erzbischof, der erste Kanzler der Prager Universität und enge Berater von Kaiser Karl dem IV. kaufte das Dorf etwa 100 Jahre nach seiner ersten Erwähnung und schenkte den Besitz dem von ihm gegründeten Augustiner – Chorherrenstift in Glatz. Die Augustiner entfalteten insbesondere im 16. Jahrhundert eine rege Bautätigkeit in Niederschwedeldort und bewahrten die Erinnerung an Arnestus , indem sie unter anderem das Wappen seiner Familie in eines der Tore der Mauer um das Kirchengelände anbringen ließen.
Es wird Zeit, auf den eigentlichen Anlass dieser Zeilen einzugehen. Weitere historische Auslassungen würden den Leser vielleicht ermüden oder gar den Ausspruch provozieren: Der Autor möge aufhören, Eulen nach Athen zu tragen.
Wer kümmert sich heute um die steinernen, manchmal auch hölzernen Zeugnisse der Vergangenheit? Da ist zum Beispiel der Erzengel-Michael-Verein in Niederschwedeldorf mit einer ganzen Reihe aktiver Mitglieder, die sich um die Erhaltung der kulturellen Werte der Vergangenheit verdient gemacht haben. Dies ist bemerkenswert , weil es sich nicht um ihre, sondern vor allem um deutsche und böhmische Geschichte geht.
Und nicht zu vergessen: In und um Niederschwedeldorf ist Helmut Göbel seit Jahren unermüdlich tätig. Er hat die Rekonstruktion und Erneuerung von Denkmälern, Kapellen und Wegkreuzen (Straße der Denkmäler) in seinem Heimatdorf zu seinem Lebenswerk gemacht. Angefeuert durch seinen Enthusiasmus und unter seiner Regie haben viele Dorfbewohner mitgeholfen, sein Lebensmotto „Denkmäler sind die geistige Botschaft der Vergangenheit“ in der Realität umzusetzen. Helmut Göbel scheut sich aber auch nicht, seine guten Beziehungen zu polnischen und deutschen Institutionen und Firmen zu nutzen, um seine Ziele zu erreichen.
Eines dieser Ziele war seit langem, das unter Denkmalschutz stehende und seit Jahren nicht begehbare Törchen zur Kirchenmauer wieder in den ursprünglichen Zustand zu versetzen. Dazu mussten einige große Heuscheuer-Platten erneuert , die Wände neu gemauert , verputzt und gestrichen werden. Als Herkulesarbeit erwies sich der Einbau einer neuen Holztüre. Luftgetrocknetes Eichenholz wurde aus Westfalen beschafft, damit das Törchen wieder dem Originalzustand entspricht. Allerdings zeigt das Holz nicht zu tilgende Spuren der neueren Geschichte. Die vom Einmarsch der Amerikaner in Münster zurückgebliebenen Verfärbungen aufgrund eingeschlagener Granaten wurden bewusst nicht beseitigt. Helmut Göbel nahm dies mit Humor und sagte: „Das Holz der neuen Türe hat unter den Amerikanern gelitten, ich habe noch russische Granatsplitter im Leibe. Beide haben das überlebt.“
Im Juli konnten endlich fast alle Arbeiten abgeschlossen werden. Großdechant Jung war gekommen, um das neue Tor einzuweihen. Als symbolische Geste durften alle Teilnehmer an der Feier zum ersten Mal nach langer Zeit durch das Tor gehen. Helmut Göbel dankte in einer bewegenden Ansprache allen Helfern. Die Ortssprecherin Frau Mariola Nakwasinska von Niederschwedeldorf , Frau Elisabeth Kynast, ein Vertreter der Stadt Glatz und Horst Ulbrich DFK Glatz richteten Grußworte an die Versammelten. Die Gruppe der Dorffrauen musizierten zum Ausklang der Feier.
Möge das Tor auch in Zukunft ein kleines Zeichen für die Verbindung zwischen Völkern, für die Öffnung von realen und virtuellen Mauern bleiben!

Glatz, 22.07.2013
Hermann Handlos
Schriftführer DFK Glatz

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