Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

10.6.2015

Minni Euroland in Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:54

 

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Ein weiteres Highlight entsteht zur Zeit an der Kreuzung Kudowa; Breslau in Glatz, gegenüber der großen Kaufhäuser.

Minieuroland ist eine neue Attraktion nach dem Kletterpark in Schlegel am alten Förderturm. Das Unternehmen Minieuroland wird Ende Juni eröffnet, es werden Miniaturen der Festung Glatz, Basilika Albendorf, einige Schlösser und historische Gebäude aus ganz Europa ausgestellt mit einem Bachlauf und ca 80 großen und neu gepflanzten Bäumen, die bis zur Eröffnung noch mit  Abspannung gesichert werden. Eine wasserumspülte Bühne, auf der Konzerte und Theateraufführungen stattfinden, wie auch ein Erlebnispark für Kinder im hinteren Teil der geräumigen Anlage gehören zur Ausstattung. Für das leibliche Wohl wird im neu gebauten Restaurant und der Bar mit Grillstation im Park gesorgt. Bei meiner ersten Begegnung mit dem Besitzer wurden gerade hunderte Blumen und Gartenpflanzen abgeladen. Minieuroland wird eine ganz besondere Attraktion und unterscheidet sich von allem bisher gebotenen.

Bericht Horst Ulbrich

 

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Botanischer Garten in Eibendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:45

 

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Ein Erlebnis für Auge und Nase ist zur Zeit der Botanische Garten in Eibendorf, vor 1936 Woislawitz in der Nähe von Nimptsch.  Ca 20 Km von Glatz in Richtung Breslau gelegen ist die Anlage aus der Zeit um 1870 entstanden, also eine Jahrhundert alte und gepflegte Blütenpracht.

Wer in der Sommerzeit in der Grafschaft ist, sollte unbedingt  dort einen Besuch machen. Tausendfach  wurde uns ein Meer von Blüten in allen Farben und Größen geboten. Exotische und ineinander verwachsene alte Bäume spendeten bei schönstem Wetter Schatten zum Verweilen.

Nun lebe ich seit 20 Jahren in der Heimat meiner Eltern und habe den Botanischen Garten in seiner Blütenpracht noch nicht erlebt.

Bericht und Bilder

Horst Ulbrich

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Einweihung des renovierten Kreuzweges am Kalvarienberg in Albendorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:37

 

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Am Samstag 6. Juni ist der Kreuzweg in Albendorf durch unseren Großdechanten eingeweiht worden.

Die Renovierung entstand auf eine Initiative der Hirschfelder Stiftung unter Federführung von Prof. Pabsch in Zusammenarbeit mit dem Parlamentarier und heimatverbundenem Herrn Helmut Sauer. Gefördert wurde das Projekt dann von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, nach Beschluss des deutschen Bundestages in Zusammenarbeit mit dem polnischen Ministerium für Kultur und Nationalerbe. Soweit mir bekannt wurde sollte auch die Wegstrecke des Kreuzweges erneuert werden, die in einem desolaten Zustand ist. Wir konnten mit den älteren Menschen dadurch leider nur bis zur fünften Station gehen, da die Stufen unterspült und zu steil waren.

Bleibt zu hoffen, dass auch die Erneuerung des Weges bald begonnen wird, um allen Menschen die Begehung des Kreuzweges zu ermöglichen.

Der teilnehmende Pater der Franziskaner aus Albendorf sprach dann auch zur Einweihung in Polnisch, leider hat aber kein Pole daran teilgenommen, was uns enttäuscht hat. Vielleicht wurde die Einweihung in der polnischen Bevölkerung nicht genügend bekannt gemacht. Die sehr schön renovierten Stationen des Kreuzweges sind in drei Sprachen beschriftet. Ein guter Beitrag zur Verständigung der Völker, denn wir können davon ausgehen, dass durch den Bekanntheitsgrad des schlesischen Jerusalems viele Menschen den Kreuzweg in Andacht begehen werden. Der DFK Glatz dankt den Initiatoren und der Bundesrepublik Deutschland für das völkerverbindende Projekt, das auch auf der angebrachten Hinweistafel dokumentiert ist.

Wir haben mit Sponsoren aus Deutschland das Denkmal an der Kapelle in Schwenz, wie auch das Denkmal für den Küster und Einsiedler Heinrich Bender, oberhalb von Eckersdorf renoviert und möchten immer wieder die Heimatgruppen auffordern an Kirchen und Friedhöfen ihrer Gemeinden in Schlesien Hinweistafeln anzubringen, damit spätere Generationen wissen, dass auch Deutsche dort ihre letzte Ruhe fanden. Einige Heimatverbundene haben das schon getan, wir sind gern bei der Realisierung behilflich. Wenn die Generation der Heimatvertriebenen das nicht realisiert, die nächste Generation wird das nicht machen und so gerät die frühere deutsche Anwesenheit in Schlesien in Vergessenheit. Geben wir uns Mühe das zu verhindern!

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

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5.6.2015

Pilgerreise 2015 in die Grafschaft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:52

 

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Nun sind die Pilger mit dem Großdechant viel unterwegs um in der Grafschaft Kirchen und kirchliche Einrichtungen zu besuchen.

Am 3.6. nach der Messe in der Kirche Ebersdorf waren sie dann bei Familie Ulbrich zum Mittagessen. Bei bestem Wetter hatten wir im Garten alles vorbereitet und so war es wieder ein schöner Nachmittag mit der Pilgergruppe. Aber auch Überraschungsgäste kamen hinzu. Hermann Zwerschke hatte, wie immer, seine Trompete dabei und spielte zum Vergnügen aller einige Lieder.

Am 4.6. trafen wir uns alle am Grab des seligen Gerhard Hirschfelder wieder. Auch Mitglieder der Chöre vom DFK aus Waldenburg und vom DFK Glatz waren dabei und sangen zur Messe, wie auch hinterher im Gemeindesaal und bei bestem Wetter draußen auf dem Pfarrhof. Elisabeth Kynast hatte für das leibliche Wohl mit Gulaschsuppe und Berlinern gesorgt. Die Abordnungen der Chöre, viele waren wegen der Brückentage zwischen Fronleichnam und Wochenende im Urlaub, sangen Pfarrer Brudnowski zum Geburtstag ein Ständchen, wie auch weitere heitere Lieder.

Wieder ein schöner Nachmittag mit den Deutschen aus Polen, Tschechien und der Pilgergruppe aus Deutschland. Wünschen wir uns noch viele Jahre der so verbindenden Feste in der Heimat.

Bericht Horst Ulbrich

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Muttertag in Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:26

 

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Eine Show der Kinder zum Muttertag über zwei Stunden im voll besetzten  Kulturhaus in Schlegel.

Dazu hatten verschiedene Gruppen vom Kindergarten bis hin zu den Jugendorganisationen ein abwechslungsreiches und teilweise künstlerisches Programm zum Muttertag eingeübt. Teilweise auch in Trachten, die ihren Ursprung in der hohen Tatra haben. Natürlich waren auch unsere Kinder vom DFK in Glatz dabei, um den Müttern eine Freude zu machen, aber auch allen Besuchern  ihr Können zu zeigen. Der sechsjährige Sebastian Feist spielte auf dem Klavier während seine kleinere Schwester mit Tanz und Gesang das Publikum begeisterte.

Die Sportgruppen zeigten ihre eingeübten Tänze und gegen Ende traten zwei Musikgruppen der Jugend auf.

Alle hatten sich sehr viel Mühe gegeben und wurden mit großem Beifall verabschiedet.

Bericht Horst Ulbrich

 

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23.5.2015

Ein heimattreuer Radfahrer.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 04:36

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Oskar Klar ist 74 Jahre alt und war schon mit dem Fahrrad von Unna in Deutschland den Pilgerweg nach Santiago de Kompostella, über 6000,- Km. gefahren und es war sein Ehrgeiz auch den Rückweg nach Unna mit dem Fahrrad zu meistern.
Im letzten Jahr begann er dann mit der Planung einer Heimreise zu seinem Geburtsort Mittelwalde in Niederschlesien und am 7.5. 2015 ist er dann von seinem heutigen Wohnort in Unna aufgebrochen, um die ersten 90 Kilometer bis nach Paderborn zu fahren. Am zweiten Tag, so berichtet er, sei der Weg gebirgig gewesen und daher waren nur 42 Km zu schaffen. Der weitere Weg führte ihn über Hannoversmünden den Leineradweg entlang über Mühlhausen und weiter nach Naumburg, wo er am 9.5. übernachtete. Immer am Nachmittag schaute er schon auf seiner Karte nach einem größeren Ort auf seiner Route wo es eine Übernachtungsmöglichkeit geben könnte und das ist auch immer gut gelungen, obwohl er für alle Fälle einen Schlafsack dabei hatte. Bei Meißen über die Elbe erreichte er am 15.Mai Bautzen. Die Grenze nach Polen überquerte er in Görlitz mit einer weiteren Übernachtung in Luban am 16.5. Weiter ging es über Hirschberg und Herr Klar kam am 18.5. in dem schönen Ort Bad Salzbrunn an. Von dort mussten am 19.5. noch einmal 56 Km über die Berge und durch Neurode bis zu Ulbrich geschafft werden.
Herr Klar ist Diabetiker und seine Tochter, wie auch wir dann ab der Grenze, hatten täglich telefonischen Kontakt, um bei Komplikationen sofort helfen zu können. Aber der Mann ist sportlich aktiv und seine Heimatreise war gut organisiert.
Auch das gute Wetter hatte ihn begleitet, aber am Abend bei uns in Schwenz begann es stark zu regnen. Gut angekommen gab es auf seinen Wunsch zunächst einen Kaffee und ausgiebige Gespräche bis zum Abendessen. Nach einem gemeinsamen Bierchen machte sich doch die Müdigkeit bemerkbar, denn schon am anderen Tag ging es über seinen Geburtsort Mittelwalde weiter nach Schreibendorf an der tschechischen Grenze. Das Übernachtungsquartier dort war schon vor Reiseantritt bestellt und er gönnte sich 2 Tage Ruhepause. Dort besuchte Herr Klar auch den Ort der alten Mühle die seine Eltern betrieben haben. Leider war sie in den Jahren dem Verfall preisgegeben und es besteht nur noch ein Gemälde des Anwesens im Wohnzimmer der Familie Klar in Unna.

Am 22.5. auf seiner Rückreise, natürlich auch wieder per Fahrrad, war Oskar Klar wieder zu einer Übernachtung bei Familie Ulbrich um von dort weiter über Waldenburg in Richtung Unna Deutschland zu fahren.
Wir sind voll Anerkennung für seine Leistung und wünschen ihm Gesundheit und eine gute Reise.

Bericht Horst Ulbrich

22.5.2015

Deutsch / Polnischer Abend mit deutscher Lyrik und Prosa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:39

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Am 21. Mai trafen sich Mitglieder des Deutsch-Polnischen Freundeskreises in Glatz mit Mitgliedern des DFK Glatz zu einem Abend mit Musik und Vorträgen deutscher Lyrik und Prosa bei Frau Monika Maciejczyk in Bad Altheide.
Die Hausherrin begrüßte herzlich alle Gäste und sofort begann ein, vom Vorsitzenden des Deutsch-polnischen Freundschaftskreises, Herrn Zelaszkiewicz, sehr gut vorbereitetes Programm.
Vorträge und musikalische Einlagen des Chores DFK Glatz und von  Frau Sylvia Biernacka, einer ausgebildeten Sopranistin, gestalteten den Nachmittag. In den Pausen gab es Kaffee und Kuchen, sowie Kostproben eines alten Weines, angeboten von der Dame des Hauses. Auch sie ist Buchautorin und rezitierte aus ihren Werken. Vorgelesen wurden unter anderem Gedichte aus den Werken von Frau Monika Taubitz.
Auch die Völkerverständigung war ein Thema.
Hentyk Grzybowski, Stadtrat in Bad Altheide, sprach über die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem guten deutschen Miteinander. Die beiden Vorsitzenden erläuterten ihre Vereinstätigkeit und die Zusammenarbeit in den Bemühungen zur Verständigung der Völker. Betont wurde von beiden, dass die Aussöhnung zwischen Deutschen und Polen in der Bevölkerung auf bestem Wege ist, es in den Köpfen einiger Politiker aber  wohl noch etwas dauern wird. Wir, die beiden Vereine in Glatz,  sind in der Zusammenarbeit und Verständigung beispielgebend.
Ich als DFK Vorsitzender bin mit meiner Frau auch Mitglied des Freundeskreises, dessen Mitglieder teilweise auch deutscher Abstammung sind und unserem DFK Glatz angehören. Der Abend klang aus mit deutschen und polnischen Liedern unseres DFK Chores, der nur mit einigen Sängern dabei war. Zum Schluss der Veranstaltung wurde noch ein Friedensbaum gepflanzt und mit einem Namensschild versehen.
Ein schönes Bild zum Abschluss, als ich auf glatten Steinen am neu gepflanzten Friedensbaum ausgerutscht bin und der andere Vorsitzende mich aufgefangen hat. Zum Glück ein kräftiger Mann, der auch einer der Gefängnisdirektoren in Glatz ist.

Bericht Horst Ulbrich

 

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17.5.2015

Fest des Hl. Florian in Schwenz bei Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:59

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Immer im Mai gibt es ein Dorffest in Schwenz. Am 4. Mai ist der Tag des Hl.Florian, dem Schutzpatron unserer Kapelle und auch der Feuerwehr.
Also gab es zu Beginn eine hl. Messe mit Beteiligung der Feuerwehr aus Eckersdorf, zelebriert von unserem Pfarrer und Prof. Dr. hab Tomko, der als Schwenzer Bürger immer dabei ist, auch den Pfarrer bei Krankheit und anderen Terminen vertritt.
Danach gingen alle auf den gegenüberliegenden Grillplatz, wo schon Kuchentheke und Küche mit Bigos, Pirogi und Grillwurst vorbereitet waren. Alle Speisen werden von unseren Frauen hergestellt und kostenlos zur Verfügung gestellt. Die Einnahmen kommen dann der Dorfkasse zu Gute und nur so war es auch möglich die Kapelle so schön zu renovieren. Zum Tanz spielte wieder unser Organist und es war eine ausgelassene Stimmung bei schönstem Wetter. Im Jahr davor war das Fest bei einem starken Gewitter buchstäblich ins Wasser gefallen und alle hatten sich in den Gemeindesaal gerettet.
Aber in diesem Jahr hat uns der liebe Gott mit Sonne beschenkt und so ging es lustig zu bis in die Nacht, wo zum Ende das traditionelle Feuer angezündet wurde.

Information: Seit Frau Ulbrich im Gemeinderat tätig ist wird unser Dorf international. Es entsteht eine Ortstafel in vier Sprachen.

„Willkommen in Schwenz“ in Deutsch, Polnisch und Tschechisch wird demnächst zu lesen sein. Auch an einer Dorfchronik wird gearbeitet, wer über das Dorf Schwenz vor 1945 etwas beitragen kann, bitte bei Fam. Ulbrich melden. In dem ehemaligen Gasthaus soll ein kleines Wellnesshotel entstehen.
Ich bin glücklich, als Rückkehrer in der Heimat meiner Eltern wohnen zu dürfen, mit einer intakten Dorfgemeinschaft.

Bericht Horst Ulbrich

 

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15.5.2015

Reise der Bundesheimatgruppe Münsterberg nach Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:08

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Wieder einmal waren die Münsterberger in der Heimat. Die Reise ging über Breslau, wo die erste Übernachtung war. Nach Stadtbesichtigung ging es weiter über Groß Nädlitz und Wartha nach Glatz in das Hotel Metro. Von dort wurden alle weiteren Ausflüge unternommen, natürlich auch in den Heimatort Münsterberg.

Am Mittwoch dann auch ein Treffen beim DFK Glatz. Die Gruppe war mit 58 Personen für unsere Räumlichkeit in der Frankensteiner Str. zu groß. So war ein Teil mit der Stadtbesichtigung unterwegs, der andere mit Informationen in der DFK Geschäftsstelle. Wieder ein interessantes Treffen wie schon Jahre davor. Wir Deutschen in der Heimat würden uns freuen auch andere Reisegruppen begrüßen zu können. Aktuelle Informationen aus Niederschlesien gibt es nur bei uns.
Donnerstagabend dann große Abschiedsfeier im Hotel Metro. Den Wunsch einer Glatzer Rose konnten wir auch noch erfüllen. Die Blumen stehen unter Naturschutz und sind in Geschäften nicht mehr zu kaufen. Auch Händler auf dem Markt haben Bedenken bestraft zu werden, denn jeder muss die Herkunft nachweisen können. Wir haben dann eine Glatzer Rose aus Ulbrichs Garten ausgegraben und die Freude am Abend war groß.
Ein Abend mit Musik, Gesang und Tanz ging erst spät zu Ende, aber am folgenden Morgen war im Bus viel Zeit um ein Nickerchen zu machen.

Bericht
Horst Ulbrich

 

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14.5.2015

Abordnung des DFK beim DFM am 8.5.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:00

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Das Organisationsteam des Niederschlesischen Musikfestivals 2015 hatte uns zur Eröffnung der neuen Niederlassung im Kulturhaus Glatz eingeladen. Wir sind der Einladung gern gefolgt, auch weil über unsere Mitglieder schon seit langer Zeit ein freundschaftlicher Kontakt gepflegt wird. Zu den guten Bekannten zählen Frau Magdalena Kulig, eine in Niederschlesien sehr bekannten Sopranistin, und Frau Magdalena Blum Pianistin. Beide treten auch immer wieder gemeinsam zu Veranstaltungen in Niederschlesien auf und wir durften schon oft dabei sein.
Es wurde zunächst über die erfolgreichen, musikalisch erfüllten drei Jahre seit der Gründung berichtet, dann aber auch um Vorschläge für 2015 und die Zukunft gebeten, was eine rege Beteiligung der geladenen Gäste entfachte.

Beim allgemeinen Umtrunk wurde auch mir gleich eine weitere Aufgabe zuteil, die Werbung der Konzerte in deutschsprachigen Zeitungen und im Internet bekannt zu machen, was ich gern übernommen habe. Besondere Gäste, die sich zukünftig engagieren, durften dann auch je eine Schraube in das Schild am Eingang schrauben, um die Verbundenheit zu dokumentieren. Also werden sich die Schlesienurlauber in Zukunft, hier auf dieser Seite auch für die musikalischen Termine der Saison in der Grafschaft erkundigen können.

Bericht
Horst Ulbrich

 

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10.5.2015

Jazz Ensemble aus Indiana USA im Kurpark Bad Altheide.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

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Im Rahmen des Musikfestivals der Sommersaison 2015 spielte das Jazz Orchester auf einer Rundreise Deutschland und Polen auch in Bad Altheide.
Bei bestem Wetter fand sich eine große Zuhörerschar aus Kurgästen und anderen Musikinteressierten, am good old amerikan Jazz, an der Konzertmuschel im Kurpark ein. Die professionellen Musiker begeisterten die Zuhörer mit bekannten und improvisierten Musikstücken der hervorragenden Solisten.
Eingeladen und organisiert vom Glatzer Niederschlesischen Musikfestival. Eine feste Einrichtung seit 2012. Abends folgten wir der Einladung der Organisatoren, Frau Magdalena Kulig, eine in Niederschlesien sehr bekannten Sopranistin, und Frau Magdalena Blum Pianistin. Beide treten auch immer wieder gemeinsam zu Veranstaltungen in Niederschlesien auf.

Programmtermine folgen.

Bericht
Horst Ulbrich

6.5.2015

70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:38

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Delegation des DFK Glatz/Kudowa mit Großdechant Franz Jung bei der Gedenkfeier zum 70. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers in Dachau.

Bereits vier Tage vor der internationalen Gedenkfeier fand am 29. April 2015, dem eigentlichen Jahrestag der Befreiung des Lagers, die zentrale Gedenkfeier auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Dachau statt, die durch die Polnische Bischofskonferenz organisiert worden war. Anwesend waren 40 polnische Bischöfe, darunter auch unser Schweidnitzer Bischof Ignacy Dec, sowie 700 polnische Geistliche, die an dieser Stelle der über 800 polnischen Geistlichen gedachten, die im KZ Dachau ihr Leben verloren. Die dreisprachige Messe (polnisch/deutsch/lateinisch) wurde zelebriert vom Vorsitzenden der Polnischen Bischofskonferenz, dem Posener Erzbischof Stanisław Gądecki, und dem Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der auch die Predigt hielt. Eingeladen war auch Großdechant Prälat Franz Jung und eine Delegation des DFK Glatz/Kudowa, die gemeinsam mit den polnischen Geistlichen und anderen Teilnehmern aus Polen der Opfer des nationalsozialistischen Terrors im KZ Dachau gedachten, zu denen auch der Selige Gerhard Hirschfelder gehört. Er war zusammen mit polnischen Geistlichen in Dachau interniert und verlor dort 1942 sein Leben. Seit seiner Seligsprechung 2010 wird er von deutschen, polnischen und tschechischen Grafschaftern als Brückenbauer zwischen den Völkern für sein mutiges Eintreten für Glaube, Hoffnung und Versöhnung verehrt.

In seiner Predigt in der Todesangst-Christi-Kapelle auf dem ehemaligen Lagergelände sagte Kardinal Marx, es erfülle ihn mit „tiefer Dankbarkeit”, dass sich so viele Bischöfe und Priester aus Polen zum Gedenken eingefunden hätten. Dachau sei für Deutsche und Polen ein „Ort der beunruhigenden Erinnerung und Vergebung”, hier seien so viele Priester umgebracht worden wie sonst wahrscheinlich an keinem anderen Ort der Welt. Dachau bezeichnete er als „das Konzentrat eines Menschen verachtenden, Menschen quälenden und Menschen ermordenden Regimes”. Dennoch habe der Glaube auch an diesem „Ort des Schreckens und der Niedertracht” nicht ausgelöscht werden können. Kardinal Marx erinnerte in diesem Zusammenhang auch daran, dass polnische und deutsche Bischöfe schon in den 1960er Jahren mit dem Satz „Wir vergeben und bitten um Vergebung” die ersten Schritte zu einer Aussöhnung wagten, die dazu geführt hat, dass sich heute, nach der politischen Wende, der Annäherung und Kooperation beider Staaten sowie insbesondere vieler offizieller und privater Initiativen Polen und Deutsche so nah wie nie zuvor in ihrer gemeinsamen Geschichte sind.

Nach der Messe wurden die Namen der mehr als 50 von der katholischen Kirche seliggesprochenen Häftlinge verlesen, darunter 46 polnische Priester und auch der Glatzer Kaplan Gerhard Hirschfelder. Marx und sein Amtsbruder Gądecki legten Kränze an einer Bronzetafel nieder, die an der Außenwand der katholischen Todesangst-Christi-Kapelle an die polnischen Opfer erinnert.
Das KZ Dachau hat für das Gedenken in Polen eine besondere Bedeutung, vor allem für die katholische Kirche. Mit mehr als 40.000 Inhaftierten waren die Polen die größte Gruppe von Gefangenen in Dachau. 8.332 von ihnen wurden getötet. Als die SS ab Ende 1940 Dachau zum Hauptlager für katholische, evangelische und orthodoxe Pfarrer aus ganz Europa machte, verschleppte sie 1.780 polnische Geistliche hierhin. Knapp die Hälfte von ihnen kamen durch pseudomedizinische Versuche, Hunger, Krankheiten oder auf andere grausame Weise ums Leben. So wurden mehr als 300 polnische Priester aus Dachau nach Österreich gebracht und dort vergast.
Trotz des ernsten Anlasses war aber auch die große Freude der Glatzer Teilnehmer über das Wiedersehen mit vielen Freunden und Bekannten unübersehbar, allen voran mit unserem Großdechant Franz Jung, der durch seine Einladung und Finanzierung der Busreise die Teilnahme der deutschen, polnischen und tschechischen Glatzer erst ermöglicht hatte. Unser Reisebus hatte uns in der Nacht ab 2 Uhr in Glatz, Bad Altheide, Kudowa und Nachod „eingesammelt” und uns bis 11 Uhr sicher nach Dachau gebraucht, damit wir pünktlich um 12 Uhr an der feierlichen Gedenkmesse teilnehmen konnten. Nach einem Gedenken und einer Kranzniederlegung am Ort des Leidens von Kaplan Hirschfelder (Baracke Nr. 26, s. Fotos) und einer gemeinsamen Stärkung fuhren wir weiter mit dem Bus nach Oberammergau. Dort wohnte die Gruppe noch zwei Tage in einer Jugendherberge. Wir erlebten noch ein interessantes Besuchsprogramm, das uns u.a. in die Klöster Ettal und Andechs, die Kirche Wies, Garmisch-Partenkirchen sowie zu einem abschließenden Besuch nach München führte.
Allen Organisatoren und vor allem unserem Großdechanten Franz Jung ein herzliches Dank für die Vorbereitung und Durchführung dieser außergewöhnlichen Reise!

Bericht: Heinz-Peter Keuten

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30.4.2015

VDG Vorstand beim DFK in Glatz am 27.4.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:39

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Sonntag 26.4. nach der Tagung der AGG in Münster bin ich zurück in die Heimat geeilt, um schon am nächsten Morgen den Gesamtvorstand VDG in Glatz begrüßen zu können. Wir waren erfreut den Vorstand für die gesamte deutsche Minderheit in Polen mit dem Vorsitzenden Bernard Gaida bei uns zu haben.

Aber zunächst tagte der Vorstand intern, nach zwei Stunden und einem vorbereiteten Imbiss, kam unser Vorstand dazu und es gab einen regen Austausch über Mitgliederzahlen und die Zukunft der DMI in der mittelfristigen Planung. Herr Gaida gab eine Erklärung zu den ausfallenden Mitteln des Auswärtigen Amtes in Deutschland ab 2017, die uns nicht ganz zufrieden stellte, da die Verhandlungen noch anstehen.
Im Anschluss gingen einige Teilnehmer beider Vorstände zu einem Empfang in das Rathaus zum Glatzer Bürgermeister.
Dort empfing uns zu einer angeregten Diskussion der Vizebürgermeister. Der neu gewählte Bürgermeister, Herr Piszko, war zu dieser Zeit in der deutschen Partnerstadt Bensheim zu seinem Antrittsbesuch.
Es stellte sich heraus, dass der Vizebürgermeister mit einer Frau deutscher Abstammung, gebürtig aus der Region Oppeln stammt. So ergab sich ein zwangloses Gespräch, auch über die Vermittlung der deutschen Sprache und der Finanzierung des Deutschunterrichtes in Kindergärten und Schulen.
Ein vielversprechender Start zukünftiger Zusammenarbeit. Wir werden, wie verabredet, mit dem Bürgermeister weitere Treffen vereinbaren, um in offenen Fragen weiter zu kommen. Ein weiteres Thema ist dann auch die Tafel am Rathaus, die nicht nur deutsche Urlauber ärgert und den Tourismus negativ beeinflusst.

 

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Bericht Horst Ulbrich

14. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Grafschaft Glatz am 25. und 26.4.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:35

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Nun war ich zum ersten Mal zu diesem überaus interessanten Vortragswochenende eingeladen und begeisterter Zuhörer der Beiträge verschiedener Referenten. Die Tagung wurde zum ersten mal von Prof. Dr. Hübner vorbereitet und geleitet.
Ein Spektrum aus wissenschaftlichen Vorträgen, wie der Vortrag von Priv. Doz. Dr. Hirschfeld zum Thema: Grafschafter Geistliche als Geschichtsforscher zwischen Aufklärung und Erstem Weltkrieg, wie auch persönliche Erlebnisse zum Beitrag: Das Waisenhaus in Ebersdorf von Herrn Rudolf Schmidt und einem Herren aus Ebersdorf, der selbst als betroffener Waise dort gewohnt hat.
Herr Karl Heinz Mose aus Hamburg bekam besonderen Applaus nach seinem erheiternden Beitrag: Klotz am Bein Klavier vorm Bauch…. Erinnerungen an viele Wanderungen in den Jahren nach dem Krieg in der geliebten Heimat des Glatzer Landes. Per Multi Media wurden viele alte Bilder zu den verschiedenen Erlebnissen während der Zeit des Kommunismus gezeigt.
Abends nach der Messe und in den Pausen hatte ich dann wichtige Gesprächsrunden mit der Hirschfelder Stiftung und dem Großdechanten zu anstehenden Terminen in der Grafschaft, das leidige Thema Hirschfelder Haus in Tscherbeney und vieles mehr.

Ich habe in meinem Vortrag über die Arbeit unseres DFK Glatz kurz vorstellen können, leider war die Zeit knapp bemessen. Die Teilnahme an der Jahrestagung war auch aus anderem Grund wichtig. Für die Zukunft wäre eine engere Zusammenarbeit der Organisationen in Deutschland mit dem DFK in Glatz von Vorteil. Es ist abzusehen, dass die Mitglieder aller Verbände, Organisationen, der Heimatstuben bis hin zum Glatzer Kreisrat in Deutschland aus Altersgründen immer weniger werden, da sich dort hauptsächlich die Vertriebenen aus Schlesien zusammenfinden.

Im Gegensatz dazu sind die Mitglieder beim DFK in Glatz aus verschiedenen Generationen bei uns beheimatet. Von der Kriegserlebnisgeneration , über die nach dem Krieg geborenen bis zu unserem Projekt „ Spielend lernen im Vorschulalter“ des Kindergartens. Zu unseren Mitgliedern gehört nun die vierte Generation mit wachsenden Mitgliederzahlen. Da die Muttersprache nach dem Krieg in vielen Regionen Polens verboten war, haben wir heute großen Zulauf der jüngeren Menschen deutscher Abstammung in den sieben Deutschkursen, die vom DFK angeboten werden. Das ist eine besondere Herausforderung, auch finanzieller Art, obwohl unsere Deutschlehrer nur gegen Aufwandentschädigung arbeiten. Aber so ist der Fortbestand unserer „Deutschen sozial – kulturellen Gesellschaft, kurz DFK, im Gegensatz zu den Organisationen in Deutschland, über Generationen gesichert.
Ein wichtiges Thema, das wir gern mit den Verantwortlichen diskutieren würden, um Gemeinsamkeiten für die Zukunft zu erarbeiten. Vielleicht ergeben sich in naher Zukunft Gelegenheiten zu Diskussionen und gemeinsamen Projekten.

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Bericht
Horst Ulbrich

14.4.2015

Große Feier in Klein Strehlitz am 12.4.2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:28

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Zum 25 jährigen Bestehen der deutschen Minderheit in der Gemeinde Klein Strehlitz hatte die Vorsitzende und langjährige Freundin des DFK Glatz, Brygida Wiencek eingeladen. Die Feier fand im Schloss Moschen, nahe der Gemeinde statt.

Unter den Ehrengästen waren, die neue Konsulin in Oppeln, Frau Haake, der Sejmabgeordnete Herr Gala, Hubert Beier, ehemaliger VDG Vorstand, Bürgermeister ad. Herr Kurpiela, Pfarrer Peikert, der Jahrzehnte die deutsche Gemeinde betreut hat und Fam. Ulbrich DFK Glatz.

Dazu kamen über 170 DFK Mitglieder der umliegenden Ortsgruppen.
14 Vorsitzende, die sich ehrenamtlich in den Vereinen engagieren, wurden mit Urkunden ausgezeichnet. Zur Einführung der Veranstaltung spielte ein Jugendblasorchester und nach den Auszeichnungen gab es dann leichte Musik, vorgetragen von verschiedenen Gruppen aus der Mitgliederschar der SKGD Klein Strehlitz. Auch für das leibliche Wohl war mit allerlei Kuchen und einer kräftigen Suppe gesorgt. Ich habe mich dann, im Namen aller Anwesenden, bei der Vorsitzenden Brygida Wiencek für die perfekte Organisation bedankt, auch für die Verbindung zwischen dem DFK Glatz in Niederschlesien und der SKGD im Oppelner Schlesien. Wir werden weiterhin, vor allem mit unserer Jugendarbeit gemeinsame Projekte organisieren. Spontan haben sich Vorsitzende einiger DFK Ortsgruppen bei mir gemeldet, die zu uns nach Glatz kommen möchten, um weitere Kontakte in den Strukturen der deutschen Minderheit zu knüpfen. So vergingen die Stunden, am Ende gab es dann noch Zeit mit der Vorsitzenden und Organisatorin Brygida Wiencek und unserem Freund und Mitglied beim DFK Glatz, Hubert Beier einige private Gespräche zu führen.

Bericht
Horst Ulbrich

 

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13.4.2015

Wettbewerb deutscher Lyrik und anderer Vorträge im Lyzeum Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:53

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Es ist schon gute Tradition geworden, die jährlichen Prüfungen im Lyzeum Hableschwerdt. In diesem Jahr mit wesentlich mehr Aktion, konnten die Schüler doch in eigenen Texten, Liedern und schauspielerischen Vorträgen, mehr ihre Qualität zeigen. Es ging deshalb nicht nur um die sprachlichen Fähigkeiten, es wurde gesondert auch Mimik, Gestik und Ausstattung bewertet und da wurde einiges geboten.
Zwei Schülerinnen zeigten Besonderes mit Theatralik, Humor, Gesang und entsprechender Verkleidung, dass am Ende der erste Platz schwer zu entscheiden war.
Die herausragende Vorführung eines traurigen Clowns, der das Publikum mit einbezog, habe ich sofort für unser Frühlingsfest am 23.Mai bestellt und das Mädchen hat auch zugesagt.
Wieder eine Veranstaltung mit Beteiligung des DFK Glatz die auch zur Förderung der deutschen Sprache und des Engagements der Jugend beiträgt.
Die nächsten Prüfungen in deutscher Lyrik finden wieder im Museum Glatz am 9.September, im Rahmen der Wissenschaftswoche der UNI Breslau statt. Auch im letzten Jahr schon vom DFK Glatz organisiert hatten 16 Schulen teilgenommen, in diesem Jahr sollen es noch mehr sein. Wichtige völkerverbindende Veranstaltungen der Jugend, allein die Kosten für Saalmiete und Preise bereiten uns Probleme.

Bericht
Horst Ulbrich

7.4.2015

20. Schlesienseminar

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:33

Info über Autor Horst Ulbrich.

20. Schlesienseminar

Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft –
Modelle zur Geschichtsbewältigung im östlichen Mitteleuropa seit 1989

23. bis 25. September 2015
auf Schloss Kamień Śląski/Groß Stein

Das Haus der Deutsch-Polnischen Zusammenarbeit lädt gemeinsam mit dem Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen, der Seelsorge für die nationalen Minderheiten in der Diözese Oppeln, dem Verein der St.-Karl-Borromäus-Bibliotheken sowie weiteren Partnern zur Teilnahme am 20. Schlesienseminar unter dem Thema: „Vergangenheit in Gegenwart und Zukunft – Modelle zur Geschichtsbewältigung im östlichen Mitteleuropa seit 1989“ ein. Das Seminar findet vom 23. bis 25. September 2015 auf Schloss Groß Stein statt.
Das Jahr 1989 war im östlichen Mitteleuropa der Beginn einer großen Wende, die einen einschneidenden Umbau der Gesellschaftsordnung sowie eine von Wirtschaftsreformen begleitete politische Transformation einleitete. Der Fall der kommunistischen Regime in Osteuropa erfolgte in Ländern mit sehr unterschiedlichen sozialen, kulturellen, geschichtlichen und wirtschaftlichen Erfahrungen und politischen Kulturen. Die neuen demokratischen Regierungen in Polen, der DDR (und des vereinigten Deutschlands), der Tschechoslowakei (und später Tschechiens und der Slowakei), Ungarns, Rumäniens und Bulgariens mussten sich nach dem Jahr 1989 mit der Geschichte ihrer Länder gewissermaßen neu auseinandersetzen. Historische Thematiken, die die kommunistischen Regime absichtlich und konsequent verschwiegen oder zum eigenen Vorteil uminterpretiert oder instrumentalisiert hatten, kamen wieder ans Tageslicht.
Der Eiserne Vorhang, der das östliche Europa fast ein halbes Jahrhundert hermetisch abriegelte, erschwerte den Dialog zwischen Ost und West erheblich. Zwischen der Volksrepublik Polen und Westdeutschland lag nicht nur eine räumliche Distanz –nämlich die von der Bundesrepublik bis Anfang der Siebzigerjahre nicht anerkannte Deutsche Demokratische Republik –, sondern auch eine tiefe wirtschaftliche und soziale Kluft, welche die Abschottung zweier ideologisch geteilter und politisch sich fremd gegenüberstehender Blöcke begünstigte. Die Strategien der Vergangenheitsbewältigung wurden einerseits von den Vereinigten Staaten und Westeuropa dominiert, andererseits von der Sowjetunion festgelegt.
Die Geschichtsbilder in Polen und Deutschland verhalten sich nicht nur asymmetrisch zueinander, sondern orientieren sich hauptsächlich an einer individuellen geschichtlichen Bewältigung. Wie die Orientierung des (west-)deutschen Wegs zur Demokratisierung in ihren Geschichtsauffassungen auf westeuropäischen Diskursen fußt, so hat Polen weder eine kollektive Therapie seiner Kriegstraumata erleben können, noch unter seiner nur begrenzten staatlichen Souveränität eine Möglichkeit besessen, einen inneren Konsens für ein generelles nationales Geschichtsverständnis auszuhandeln und sich in die laufenden westeuropäischen Diskurse einzuschalten. Innerhalb der letzten 25 Jahren war der deutsch-polnische Dialog jedoch ein dynamischer Prozess, der aber noch heute von geschichtlichen Belastungen geprägt ist – dadurch bleibt die Reflexion über Geschichte und ihre Interpretation weiterhin aktuell. Es ist dabei von Bedeutung, dass die politischen Führungsschichten beider Länder gleichermaßen ein gemeinsames Interesse an historischen Diskussionen finden und auch die Gesellschaft an sich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen von Wissenschaft und Kultur – sowohl über staatliche und private Einrichtungen wie auch durch individuelle Kontakte – wahrnimmt.
Unterschiedliche Geschichtsauffassungen bleiben jedoch trotzdem ein die Gesellschaft und die Nationen spaltendes Element. So war und ist es z. B. nicht einfach, das Wissen über die schweren Kriegsschicksale vieler Polen im gesellschaftlichen Gedächtnis der Deutschen zu vermehren. Dieser Wissensmangel über die östlichen Nachbarn ist in der deutschen Bildung weiterhin ein großes Defizit. Ein ähnliches Problem spiegelt sich jedoch auch im Wissensmangel vieler Polen über die schweren Nachkriegsschicksale vieler Deutschen wider. Das Problem der Asymmetrie und der Missverständnisse in dieser Hinsicht betrifft aber nicht nur das deutsch-polnische Verhältnis.
Einen zentralen Platz in der so genannten Gedächtniskonkurrenz innerhalb Europas nehmen bis heute Kontroversen zwischen der geschichtlichen Wissensüberlieferung West- und Osteuropas – vor allem die menschlich verursachten Katastrophen des 20. Jhs. betreffend – ein. Abseits der Bedeutung von Geschichte im öffentlichen Raum und bei politischen Zwistigkeiten zwischen verschiedenen Ländern kämpfen West- und Osteuropa noch heute um die Verbreitung ihrer jeweiligen Gedächtniskultur.
Während des diesjährigen 20. Schlesienseminars möchten wir auch die Frage geschichtlicher Auseinandersetzungen innerhalb der eigenen Familie ansprechen und dabei erörtern, wie Geschichtsüberlieferung im Kreise der Familie aussieht und was im Vergleich dazu in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen gelehrt wurde und wird. Ziel dabei ist es, die Einstellung und Sichtweise von Menschen anderer Nationalitäten auf beide Seiten betreffende geschichtliche Aspekte verstehen zu lernen. Referenten und Seminarbesucher sollen zusammen die polnische und deutsche Gedächtniskultur – wie auch die anderer Länder Ostmitteleuropas – analysieren und eingehend darüber nachdenken, wie die Geschichte beider Länder in eine europäische Gedächtniskultur einfließen kann und wie es mit der heutigen Identität der Einwohner im östlichen Mitteleuropa bestellt ist. Unser Seminar bietet eine sehr gute Gelegenheit, gemeinsam über die historische Gedächtniskultur verschiedener Völker nachzudenken und auf diese Weise zu analysieren, wie ein solches Gedächtnis die Gegenwart beeinflusst, und welchen Einfluss die Gedächtniskultur auf die gegenseitige Wahrnehmung der Vertreter verschiedener Völker besitzt. Im Rahmen des Seminares sollen also Themen besprochen werden, die zwar von der Vergangenheit handeln, aber für die Zukunft relevant sind, da ein zukunftsorientiertes Denken ohne Kenntnis der Vergangenheit nicht möglich scheint.

Während des diesjährigen Schlesienseminars möchten wir folgende Themenbereiche ansprechen:
1. Modelle der Gedächtniskultur im familiären und schulischen Umfeld
Jeder Mensch, der innerhalb einer Gruppe agiert, zeichnet sich einerseits durch seine Individualität, andererseits aber auch durch seine Gruppenzugehörigkeit aus. Auf dieser beruht seine familiäre, ethnische, religiöse, regionale und soziale Vergangenheit. Geschichtliche Ereignisse überdauern im individuellen Gedächtnis und werden von Generation zu Generation überliefert. Doch selbst innerhalb von Familien werden sie oft marginalisiert, wie auch in der Öffentlichkeit für jede Erzählung ein geeigneter Moment und ein interessierter Zuhörer gefunden werden muss.
Die Geschichtskenntnis der jüngeren Generation wird in erster Linie im regionalen und allgemeinen Geschichtsunterricht im Laufe des schulischen und akademischen Werdegangs vermittelt. Dabei stellt sich die Frage, ob entsprechende Lehrbücher für den Geschichtsunterricht verfügbar sind und wie in ihnen wichtige Ereignisse aus der Sicht verschiedener Gesellschaftsgruppen dargestellt werden. Außerdem bleibt festzustellen, ob es Bücher und Publikationen gibt, die sich mit der Thematik der geschichtlichen Schizophrenie befassen und welche Rolle Lehrer und Dozenten auszufüllen haben.
2. Politik
Hier stellen sich Fragen wie: Inwieweit beeinflusst Geschichte die Wahrnehmung unserer selbst und unserer Nachbarn? Spielen geschichtliche Erfahrungen im Rahmen deutsch-polnischer Begegnungen (weiterhin) eine Rolle? Wie sieht Geschichtspolitik, die mit staatlichem Handeln und der Institutionalisierung von Geschichte verbunden ist, in den Ländern Ostmitteleuropas aus? – Zu ihren Merkmalen gehören Aspekte wie das Errichten von Denkmälern, die Gründung von Museen oder die Organisation verschiedener Gedenkfeierlichkeiten.
Und: Welchen Einfluss hat der Staat auf den Umgang mit problematischer Vergangenheit? Inwiefern sollte er in den Schutz der Vergangenheitsbewahrung eingreifen? – Stellen politische Parteien in ihren Wahlprogrammen vor, auf welche Art und Weise sie mit der Vergangenheit umgehen wollen? Welche Rolle spielt in Polen der Rat zur Bewahrung des Gedenkens an Kampf und Martyrium (Rada Ochrony Pamięci Walk i Męczeństwa)? Wie sehen nationale Geschichtsdarstellungen, polnische und deutsche Geschichtspolitik und die Politisierung des Problems des Gedächtnisses, der Zukunftsgestaltung und der geschichtlichen Verantwortlichkeit aus? Und was sind die Meilensteine im deutsch-polnischen Verhältnis?
3. Wirtschaft
Wie zeigt sich Gedächtniskultur: In der Wirtschaftpolitik nach 1989 und während der wirtschaftlichen Transformationen; in Der goldenen Zeit hohen Konsums und wachsender Erwartungen; während einer verhältnismäßig moderaten wirtschaftlichen Stagnation und bei wachsender Unzufriedenheit der Gesellschaft gegenüber dem bestehenden System sowie bei wirtschaftlicher Insuffizienz, wirtschaftlichen Krisen und Migrationen?
4. Kirche und Glauben
Hier lohnt die Betrachtung folgender Bereiche: Die Autonomie in der religiösen Sphäre; die Unterwerfung der Kirche unter die staatliche Regierung; die Zusammenarbeit von Kirche und Parteien (z. B. die Politik der Kirche in Polen nach dem Jahre 1989); die Verhältnisse zwischen Kirche und Staat nach dem Jahr 1989; die Stellung der Kirche in der pluralistischen und demokratischen Gesellschaft.
5. Öffentlicher Raum
Wichtige Bereiche sind: Gedenkstätten wie Denkmäler, Erinnerungstafeln, kulturelle Phänomene und geschichtliche Ereignisse, die eine große Bedeutung für die deutsche Minderheit im östlichen Mitteleuropa besaßen und besitzen, aber aufgrund des politischen und geschichtlichen Wandels aus dem kollektiven und individuellen Gedächtnis verschwanden oder absichtlich verdrängt wurden. – Was ist für die deutsche Minderheit und die Bewohner Ostmitteleuropas eine Gedenkstätte? – Der Streit um die verbliebenen deutschen Denkmäler, Tafeln und religiösen Stätten; das Problem der Symbolik und Bedeutung der Nachkriegsdenkmäler; die Rolle und Bedeutung des Internets als Veröffentlichungsmedium eigener/persönlicher/individueller/subjektiver Meinungen; Differenzen bei der Interpretation von Ereignissen, die von individuellen Standpunkten abhängig gemacht werden; die Generationswende: Das Aussterben der Zeitzeugen; die Privatisierung des Gedächtnisses; die Entpolitisierung des Gedächtnisses; Lücken in der Geschichtsüberlieferung.
6. Lokale Geschichte
Das Interesse an der lokalen Geschichte und die Entdeckung der eigenen Region steigen kontinuierlich. Sollte man sich darum bemühen, diese Geschichte zu bewahren? Wenn ja, auf welche Art und Weise? – Dabei ist eine Tendenz zu beobachten, unangenehme Dingen zu verschweigen und positiv assoziierte Ereignisse zu beschönigen. – Entsprechen symbolische Bedeutungen geschichtlichen Tatsachen? – Wie sieht das emotionelle Verhältnis zu geschichtlichen Ereignissen aus?
7. Museen
Die Gedächtniskultur in Polen und in Deutschland veränderte sich entsprechend der geschichtlichen nationalen Wendepunkte. Das geschichtliche Bewusstsein der jungen Generation entsteht jedoch nicht nur infolge des Geschichtsunterrichts, sondern z. B. auch während des Besuchs von Museen. Doch auch museale Orte ändern sich mit der Zeit, und die dort präsentierten Ereignisse werden nicht selten immer weniger verständlich. Es verändert sich auch die Motivation, Erinnerung an Vergangenes zu kultivieren. Das Wichtigste ist dabei heute weniger die Wiedergabe vergangener Ereignisse, sondern die Reflexion über ihre Wahrnehmung und die Fähigkeit, eventuelle Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart ziehen zu können. Museen sind Gedächtnisorte, wo man die Realität sehen kann, und sie sind auch eine sinnvolle Ergänzung und ein Katalysator für die Gedächtniskultur. – Inwiefern kann ein Gedächtnisort eine so verantwortungsvolle Aufgabe erfüllen? Welche Formen der (Re-)Präsentation der Vergangenheit sollten gewählt werden? Und wie kann sich ein Gedächtnisort in Bezug auf das existierende geschichtliche Bewusstsein hin entwickeln? – Werden problematische Themen in Museen übergangen? – Wie sieht die Situation der deutschen Minderheit in Polen hinsichtlich von Museumspräsentationen und Exponaten für künftige Generationen aus?
Wir laden alle Interessierten herzlich zur Teilnahme an diesem Seminar ein!
Es besteht die Möglichkeit, ein bereits realisiertes Projekt vorzustellen sowie ein Referat oder einer Präsentation vorzutragen.
Sie können auch gerne Ihre kulturellen Aktivitäten im Rahmen des Abendprogramms präsentieren. Für Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung des Abendprogramms sind wir stets offen!
Die Referate und Diskussionen finden in polnischer und deutscher Sprache (mit Simultanübersetzung) statt. Unterbringung, Verpflegung, Honorar sowie ein anteiliger Reisekostenzuschuss für die Referenten werden von den Veranstaltern für den Vortragstag übernommen.
Personen, die einen Vortrag halten möchten, bitten wir, das ausgefüllte Formular zwecks Anmeldung bis zum 30. April 2015 zuzusenden. Der Anmeldung fügen Sie bitte eine Zusammenfassung Ihre Vortrags (max. 1.500 Zeichen) bei.
Das Programm des diesjährigen Schlesienseminars wird bis Ende Mai 2015 zusammengestellt.
Wir planen, wie in den vorangegangenen Jahren, wieder einen Tagungsband des Schlesienseminars herauszugeben. Die schriftliche Ausformung eines Referats im Rahmen der Publikation soll 13.000 Zeichen (mit Leerzeichen) nicht überschreiten. Die schriftlichen Referate sollten eine breite Leserschaft in die jeweiligen Thematiken einführen. Beispiele schriftlicher Referate aus den zurückliegenden Schlesienseminaren (auch für Form und Zitierweise) finden sie auf unserer Internetseite unter der Registerkarte: Publikationen.
Die Anmeldungen bitten wir, an folgende Email-Adresse zu schicken:
patrycja.wiencek@haus.pl
Oder per Post an:
Frau Patrycja Wiencek-Baron
Dom Współpracy Polsko-Niemieckiej
Ul. 1 Maja 13/2
45-068 Opole/Poland
Tel.: +48 77 402 51 05
Fax +48 77 402 51 15

2.4.2015

Krankenbesuche der DFK Mitglieder vor Ostern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:57

Es ist Gründonnerstag, es schneit in Schlesien und alte, kranke und bedürftige DFK-Mitglieder müssen vor dem Fest besucht werden.
Also mache ich mich auf den Weg.
Zum Glück waren die Malteser aus Telgte mit Hilfsmitteln und auch Kleidung in Glatz, wie auch ein privater Transport von Herrn Pollok aus Münster.
Schnell noch warme Kleidung sortiert, und das Auto bis unter das Dach mit Pampers, Lebensmitteln, einigen Süßigkeiten und besagter warmer Kleidung gepackt. Die erste Tour über Schlegel in den Kreis Neurode und auf dem Rückweg über Ober- und Niedersteine. Frau Kühnel bekam endlich einen Wannenlifter, damit sie wieder in die Badewanne kann. Eine Spende der Familie Haverkamp aus Deutschland die mitgebracht wurde.
Karfreitag war dann die Tour Bad Altheide bis Bad Kudowa an der Reihe. Meine Vorstandsvorgängerin, Friedel Weinhold, ist dann die letzte vor der tschechischen Grenze und Frau Hauschke in Straußdörfel, die genau an der Grenze wohnt. Sie hat auch immer eine Geschichte der Grenzer von beiden Seiten zu erzählen, die sich bei ihr gewärmt und so manchen Wodka getrunken haben und welche Schmuggler in der Zeit an ihrem Haus vorbei gezogen sind. Oft sollen es ja sogar die Zöllner gewesen sein, die Waren selbst in ihrem Haus getauscht haben. Aber ich traf sie dieses Mal im Bett an, im ungeheizten Zimmer mit einer Campingtoilette ausgerüstet, auf die sie aber allein nicht mehr kann. Ihre Nichte wohnt ca 300 Meter entfernt und versorgt sie, soweit es geht. Aber da muss sofort etwas geschehen. Leider war sie nicht verheiratet, hat auch keine Kinder. Sie wird wegen ihrer Gebrechen ins Altersheim gehen müssen und hat mich gebeten etwas zu unternehmen. Ihr Lieblingshund, die Mimmi ist im Januar gestorben und in der Wohnung lebt sie nun noch mit ca 8 Katzen. Ich werde mit Elisabeth Kynast sofort versuchen Abhilfe zu schaffen.
Zu den meisten alten Mitgliedern komme ich nur zwei Mal im Jahr vor Ostern und Weihnachten, es sei denn, es erreicht uns ein Hilferuf, oder es werden wichtige Hilfsmittel benötigt. Auf Grund des Alters der Kriegserlebnisgeneration werden die Probleme immer größer und unsere Sozialbetreuung ist daher sehr umfangreich geworden.
Danach führte mich mein Weg nach Jakobsheim auf dem Weg von Bad Kudowa nach Karlberg, wo ich leider die Abfahrt verpasste und wegen des Schneetreibens nicht mehr wenden konnte. Also bis oben auf den Berg gerutscht, es lagen schon drei PKW im Graben, man hatte wohl zu früh auf Sommerreifen gewechselt. Erst dort konnte ich wenden, der Schneepflug hatte alle Querwege mit hohen Schneebergen verstopft. Tatsächlich bin ich dann noch bei Fam. Teuber angekommen, die mich wegen der medizinischen Hilfsmittel schon erwartet hatten. Nach einem wärmenden Kaffee weiter auf der Strecke Kudowa Richtung Altheide zu Wiktoria, dann weiter durch das Höllental. Abends gerade noch zur Kreuzverehrung in die Schwenzer Kapelle geschafft, aber zu spät und ich musste auch da zunächst draußen mit den Jugendlichen stehen, weil innen kein Platz war. Wie immer.
Normalerweise fahre ich in der Karwoche ab Montag, in diesem Jahr kamen die Transporte auch erst in dieser Woche, also bleibt wenig Zeit alle lieben Menschen zu besuchen. Dann muss ich mir immer Zeit für Gespräche nehmen, auch um die Sorgen ein wenig zu lindern. Es werden dann die Quittungen der dringend benötigten Medikamente gezeigt. Bei wenig Rente und wenn auf dem Konto Schlesienhilfe liebe Menschen aus Deutschland etwas eingezahlt haben, kann ich auch finanziell unterstützen.
Heute Samstag nur noch Richtung Habelschwert, aber auch bei uns hat es in der Nacht kräftig geschneit. Dort ist bei zwei alleinlebenden Schwestern die ältere, Elvira gestorben und die andere möchte trotz ihrer Gebrechen nicht ins Altersheim. Aber auch in diesem Fall sehe ich wegen fehlender Verwandtschaft kaum Möglichkeiten.
Das ist mal ein Bericht nur von einigen der Bedürftigen, die unsere Hilfe bitter nötig haben.
Aber es gibt auch positive Erlebnisse, denn andere werden im Alter von ihren Kindern und Verwandten liebevoll gepflegt, freuen sich aber über meinen Besuch und kleine Geschenke aus Deutschland.

In meiner Abwesenheit sind unsere Frauen, zum traditionellen ( Eierweihen) heute früh in der Kirche, dort werden liebevoll zurechtgemachte kleine Zutaten für das Ostersonntagsfrühstück geweiht, wer es nicht kennt. Dann sind sie in Haus und Küche aktiv, um uns am Fest des auferstandenen Herrn wieder mit allerlei Köstlichkeiten zu überraschen. Auch Schwiegermutter ist nach ihrem dritten Herzinfarkt wieder gut genesen und aktiv in der Küche tätig.
Sonntag gibt es dann, nach der Auferstehungsmesse, ein ausgedehntes Frühstück, bevor die ersten Verwandten erscheinen.
Am Montag dann ein Osterfeuer für alle, die dabei sein wollen, verbunden mit einem Resteessen und gemütlichem Beisammensein in der Reiterstube.

Bericht

Horst Ulbrich                                           DSCF3557   Na dann frohe Ostern 2015

Hilfstransporte zu Ostern für den DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:44

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Nach dem Hilfstransport der Malteser aus Telgte kam am Mitwoch, dem 1.4.2015, noch ein privater Hilfstransport, organisiert und finanziert von Herrn Pollok aus Münster. Jedes Jahr ist Familie Haverkamp als Fahrer und Begleiter mit dem Gemeindefahrzeug und großem Anhänger unterwegs zum DFK in Glatz. Leider war Herr Haverkamp aus gesundheitlichen Gründen dieses Mal nicht dabei und seine Frau kam mit einem „Ersatzfahrer“. Das Gemeindefahrzeug finanziert sich durch die Werbung auf dem PKW und jedes Gemeindemitglied kann gegen Benzinkosten das Fahrzeug ausleihen, wobei die Fahrt nach Schlesien wohl eine der weitesten Wege ist.
Auch in diesem Jahr war unter anderem wieder gute und vorsortierte
Kleidung dabei. Die Beschriftung auf den Kartons macht die Arbeit in der Kleiderkammer leichter. Aber schon vor dem Fest, bei den Hausbesuchen, wird vieles verteilt, in diesem Jahr und wegen des Wetters auch warme Kleidung. Viele unserer Behinderten warten schon auf die Lieferung der Pampers, die sich nicht jeder Rentner leisten kann.
Nun kann ab Donnerstag an unsere Bedürftigen ausgeliefert werden, unser Lager war schon seit Jahresbeginn so gut wie leer.
Wir möchten an dieser Stelle noch einmal den Maltesern, den Kirchengemeinden Bukow und Königswusterhausen und den privaten Spendern ganz herzlich für die Schlesienhilfe danken.

DFK Vorstand
Horst Ulbrich

31.3.2015

Ostergrüße vom DFK aus der Grafschaft Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:01

Liebe Mitglieder, Sponsoren und Freunde des DFK Glatz in Deutschland,
wir wünschen Euch zum Fest der Auferstehung unseres Herrn Freude und Glück!
Die Fastenzeit ist dann beendet und so mancher mag sich wundern, warum der Bauch immer noch nicht weg ist.
Aber seien wir glücklich, wenn die Krankheiten uns im Alter nicht zu sehr peinigen, und wer dazu sein finanzielles Auskommen hat, sollte mit Zuversicht in die Zukunft schauen.
Gleiches versuchen wir vom Vorstand des DFK Glatz, denn ab 2017 sollen alle Unterstützungen der Bundesrepublik über das Auswärtige Amt wegfallen und so können wir mittelfristig nicht planen, langfristig unmöglich. Aber zu Gesprächen haben sich im April der Vorstand des VDG aus Oppeln (Dachverband aller DFK in Polen) bei uns angemeldet, im Juli kommt dann eine Delegation des Bundestages mit dem Vorsitzenden der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Herrn Klaus Brähmig MdB, zu uns nach Glatz.
Wir hoffen auf konstruktive Gespräche, um die Arbeit in der Heimat unserer Eltern fortführen zu können.
Bitte schaut im Internet: grafschaft-glatz.de im BLOG

Den Blog hier im Internet habe ich als Autor von Ch. Drescher übernommen und dort werden wir in Zukunft auch mehr über Land und Leute der Grafschaft berichten. Wer uns bei der Arbeit in der Heimat unserer Eltern unterstützen möchte, Konto
DFK Glatz: DE76 4945 0120 111 255 2854

Allen, die uns bisher schon unterstützt haben, ein herzliches „Vergelt’s Gott“.
Horst Ulbrich

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