Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

3.12.2015

Adventworkshop beim DFK in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:27

 

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Am 02.12.2015 wurde beim DSKG in Glatz/ Kłodzko  ein Adventworkshop organisiert, der mit der finanziellen Unterstützung des Innenministeriums der Bundesrepublik Deutschland durchgeführt wurde.  Das Ziel dieses Projekts im Rahmen des Programms Konsolidierung der Begegnungsstätten  war in erster Linie das Auffrischen der alten Traditionen, damit sie weitergetragen werden und nicht in die Vergessenheit geraten.

Am Anfang der Veranstaltung wurden die Teilnehmer von dem Vorsitzenden Herrn Horst Ulbrich und der Projektbetreuerin begrüßt. Da die im Vorfeld vorbereiteten und mitgebrachten Bastelmaterialien schon im Raum waren, erübrigte sich eine große Einführung, denn auch durch die entsprechende Werbung war den Teilnehmern klar, was nun folgte.

Eine multimediale Begleitung zu dem Projekt, die verschiedene Sitten und Gebräuche in der Adventszeit  vorstellte, brachte die Teilnehmer in die richtige, schon fast festliche, Stimmung. So konnten wir mit der Herstellung der Adventskränze beginnen. Als Unterlage wurden fertige Strohkränze genutzt, die dann mit den mitgebrachten Tannenzweigen bestückt und mit Kerzen, Schleifen, sowie anderen Schmuckstücken fertig dekoriert wurden.                               Einige Teilenehmer haben sich entschieden, statt Adventskranz, lieber einen Kranz als Türdekoration herzustellen, den man mit einer hübschen Schleife aufhängen kann.

Es ist uns gelungen ein paar Mitglieder zu animieren, die eigene Begabung den anderen zu zeigen und Arbeitsweisen zu vermitteln. Und so konnten wir Ernst Weidenauer bei einer Demonstration seiner Laubsägearbeiten zuschauen.  Mit dem Schraubstock und verschiedenen Laubsägen zeigte er uns, wie man aus Balsaholz oder Sperrholz vorher eingezeichnete Figuren ausschneiden kann. Sein Hobby brachte sehr schöne  Arbeiten zu Tage, wie z.B. Adventsleuchter, Fensterbögen, kleine und große Krippen. Einige dieser Kunstwerke  wurden dem DFK als Leihgabe für die Schaufensterausstellung zur Verfügung gestellt.

Zu den alten und fast vergessenen Spiel- bzw. Arbeitsgeräten, die man als ein originelles Weihnachtsgeschenk nutzen kann, gehört die Strickliesel. Auch hier hat Herr Weidenauer tolle Vorarbeit geleistet und uns einige selbst gedrechselte mitgebracht. So galt es sich zu erinnern, wie diese Technik funktioniert. Unsere Senioren konnten hier als Lehrer tätig werden. Aus den gestrickten Kordeln kann man verschiedenartige kleine und größere Sachen herstellen, wie z.B. Deckchen, Kopfbänder und vieles mehr.

Die Projektbetreuerin stellte den Teilenehmern einige Origamisterne zum Nachmachen vor. Die  Arbeitsschritte wurden als einzelne Elemente der Falttechnik dargestellt. Mit etwas Unterstützung gelang es einige Sterne zu basteln. Zu den Papierarbeiten zählten auch selbstgemachte Weihnachtskarten, die mit Glitzerkleber und ausgestanzten Schneeflocken verziert wurden.

Frau Stanisława Kuźmińska zeigte den Teilenehmern, wie man sehr schöne Engel aus Tortenpapier basteln kann.

Einige der selbstgebastelten Schmuckstücke wurden als Ausstellungsgegenstände genutzt, damit sich das Schaufenster unserer Gesellschaft in neuer Dekoration präsentiert. Die vorbeigehenden Menschen können jetzt Adventskränze, Tür- bzw. Fensterkränze, Papiersterne und Engel, sowie Weihnachtskarten und natürlich die Fensterbögen, Krippen und Adventskerzenständer bewundern.

In unserer heutigen sehr kommerziell gerichteten Welt, haben wir die eigene kreative Kraft geweckt und die Gemeinsamkeit der Gruppe gestärkt durch das gemeinsame Basteln und Zusammensein.

Wir konnten mit Zufriedenheit feststellen, dass auch dieses  Angebot wieder auf ein großes Interesse gestoßen ist und mehr Teilnehmer als angekündigt gekommen waren. So mussten aus Platzmangel einige das Büro in Beschlag nehmen.

Nach der aktiven Betätigung wurde es Zeit für die Bewirtung der Teilnehmer, die inzwischen etwas hungrig geworden waren. In dieser kalten Jahreszeit sind heiße Würstchen sehr willkommen. Frau Kowalczuk sorgte für einen leckeren Kuchen aus eigener Herstellung und so konnten wir noch gemütlich beisammen sitzen.

Alle sind mit neuen Ideen für selbst gebastelte Dekorationen und Geschenken  nach Hause gegangen. Einige von ihnen berichteten, dass sie bis dahin zwar Kränze gekauft haben, aber noch nie einen selbst gebunden hatten und sie waren mit dem Ergebnis ihrer  Arbeit sehr zufrieden. Viele fragten, wann es das nächste Bastelprojekt geben wird.

Nach der Veranstaltung waren noch einige fleißige Helfer mit Aufräumen, Abwasch und Entsorgung der restlichen Tannenzweige beschäftigt.

 

Projektbetreuerin:

Renata Ulbrich          Projekt Renia 038   Projekt Renia 072   20151223_155750

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3.11.2015

Allerheiligen in Schlesien 2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:44

 

 

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Allerheiligen in der Grafschaft und alle sind da. Polen sind, wie bekannt in ganz Europa als gute Arbeiter bekannt, aber Allerheiligen sind alle wieder zurück bei ihren Verstorbenen und der Familie. Das ist auch immer ein großes Familienfest, sind sie doch oft in verschiedenen Ländern tätig und sehen sich nur zu bestimmten Zeiten wieder.

Schon am Tag davor ist ein reges Kommen und Gehen auf dem Friedhof, da ist auch endlich wieder Zeit für ein Gespräch mit den Nachbarn. Ja man trifft dort viele Bekannte, die übers Jahr weit weg ihrer Tätigkeit nachgehen. Die Gräber werden gepflegt und Berge von Blumen stehen bereit. Auch bei uns wurde einiges am Familiengrab verändert. Es starb meine Cousine in Deutschland, die in Eckersdorf geboren, dort auch begraben werden wollte. Auch der Opa meiner Frau, an anderer Stelle des Friedhofes begraben, wurde exhumiert und  auf unser Familiengrab geholt. So sind die Verstorbenen der Familie wieder beisammen, was auch die Grabpflege erleichtert. Vorausschauend habe ich vor Jahren eine große Grabstelle erworben und es ist noch genügend Platz.

An Allerheiligen, nach der hl. Messe ist dann die Prozession von der Kirche bis auf den Friedhof am Bach mit vier Verweilstellen. Von dort werden alle Gräber und die dort stehenden Menschen gesegnet. Ein Totenkult, den ich so noch nicht erlebt habe und es mich immer wieder in Staunen versetzt. Die Chrysanthemen, die in Massen zum Friedhof gebracht wurden, sind oft am nächsten Tag durch den Frost geschädigt. Aber an Allerheiligen blüht es dort wie in einer großen Gärtnerei. Nach der Prozession und dem Segen steht man noch lange am Grab, spricht über die Zeiten mit den Verstorbenen und trifft sich auch mit vielen Freunden und Bekannten, um sich dann zu Kaffee und Kuchen zu verabreden. Abends wenn es dunkel wird leuchtet der Friedhof schon von Ferne. Alle kommen dann wieder mit vielen Grablichtern und auf manchen Gräbern stehen dann, bei großen Familien bis zu 50 Lichter, denn jeder bringt seine Grablichter mit. Da hat so mancher Mann auch ein Fläschchen in der Tasche mit meist nur einem Schnapsglas, das dann die Runde macht und auf den Verstorbenen angestoßen wird.

Ja liebe Leser, so gerät man nicht in Vergessenheit. Auch ein Grund wieder in der Heimat der Eltern zu sein, Schlesien war und ist eben anders.

Bericht

Horst Ulbrich

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Das Blasorchester Bukow zu Gast in der Grafschaft Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:43

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Am 31.10. war das Blasorchester aus Bukow bei Berlin in Seitenberg zu Gast. Unter der Leitung von Torsten Bade verzauberten über 30 Musiker das Publikum mit ganz verschiedenen Musikstücken von Oper und Operette bis zu modernen Rhythmen. Auch Walzer, Charleston und Marsch wurden in dem fast zweistündigen Konzert dem Publikum geboten, dass mit tosendem Applaus und Jubelrufen sich bedankte.

Der Seitenberger Bürgermeister hat das Konzert mit Plakatwerbung unterstützt, der Deutsche Freundschaftskreis aus Glatz hatte auch bei seinen Mitgliedern geworben und der DFK war mit ca 30 Mitgliedern dabei.

Beim Geburtstag unseres DFK Mitgliedes HermannTwerschke, konnte ich das Blasorchester  in Bukow kennengelernt, da er auch  Mitglied des Blasorchesters ist und sie natürlich zu seinem 80gsten Geburtstag die Feier musikalisch begleitet haben.

Schon damals waren wir begeistert von der musikalischen Vielfalt die vorgetragen wurde und ich hatte sofort Kontakte aufgenommen und sie gebeten, doch auch einmal in der Grafschaft Glatz ihr Können zu zeigen.

Geplant war ein Auftritt im Theatersaal des Kulturhauses in Glatz. Leider hatten wir zunächst Probleme gutes Bildmaterial und eine Demo CD rechtzeitig zu bekommen, die zu Auftritten dort gefordert werden und waren dann mit dem Termin zu spät. So spielten sie in Seitenberg vor vollem Haus und alle Zuhörer waren begeistert. Am Ende wurden dem Leiter des Blasorchesters und Dirigent Torsten Bade mit Blumen für ein wunderbares Konzert gedankt. Er nahm den Dank und die Blumen stellvertretend für das ganze Orchester an.

Vielleicht können wir, bei einem nächsten Besuch der Bläsergruppe in Schlesien, sie auch im Kulturhaus in Glatz begrüßen.

Bericht

Horst Ulbrich   DSC_1869         DSC_1873 Zum vergrößern bitte das Bild anklicken.

29.10.2015

Zum Geburtstag bei Frau Likus.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:29

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Im Rahmen der Betreuung unserer Mitglieder ist der Vorsitzende immer häufiger unterwegs, runde und vor allem ältere Menschen zu besuchen, die nicht mehr an unseren vielen Veranstaltungen teilnehmen können, wie auch in diesem Fall bei Frau Likus.

Sie ist 92 Jahre alt geworden, eine intelligente Frau und nach ihrer Aussage, dem Alter entsprechend gesund. Leider, und wie bei vielen alten Menschen, fällt ihr das Laufen schwer und da sie im vierten Stock eines Wohnblocks wohnt, kann sie nicht mehr aus der Wohnung, wo sie aber immer noch ihren Haushalt allein schafft.

Bei den Besuchen muss man immer viel Zeit mitbringen und die alten Geschichten sind auch sehr interessant.

Sie war im Krieg im Fernmeldewesen an der Ostfront und sie sind mit drei Frauen bei Kriegsende in Richtung Westen gelaufen. Von einem Auto mit zwei tschechischen Offizieren angehalten, wurden sie höflich darauf hingewiesen, die deutschen Rangabzeichen besser zu entfernen. Außerdem sollten sie nicht allein laufen, könnten aber mit nach Prag fahren, was sie auch getan haben. Noch lange Zeit haben sie dann im besetzten Schloss in der Küche gearbeitet, wo es genug zu essen gab. Irgendwann wurde ihnen dann erlaubt in die Heimat zurückzukehren.

Dort hat sie ihren polnischen Mann kennengelernt, der aber vor Jahren gestorben ist.

Das war einmal eine positive Geschichte, von all den Gräueltaten, die mir sonst berichtet werden. Die Besuche bei den alten Menschen sind eine wichtige Aufgabe die ich gern mache, da es auch immer wieder interessante Gespräche sind, die ich im nächsten Jahr gern in einem Buch zusammenfassen möchte, wenn es die Kosten erlauben.

Bericht

Horst Ulbrich

 

27.10.2015

Flüchtlinge und kein Ende.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:21

Kommentar:

Zur Zeit weiter weg von Deutschland erreichen mich über TV und E-Mail Kontakte immer wieder die Schreckensnachrichten aus Deutschland.

Das hat mich bewegt, wie mein Heimatland langsam in  kräftezehrende Auseinandersetzungen gerät. Aber warum hat man denn kein Konzept, das unter den bekannten Umständen doch zu weniger Asylanten und bei aller Humanität auch zu Abschiebung der Wirtschaftsflüchtlingen führen kann.

  1. In den Durchreiseländern liegen tausende Pässe, warum? Prämie von 1,-€ für jeden der sie einsammelt und nach Deutschland sendet. In der Hoffnung, dass bei der Erfassung in Deutschland auch Bilder gemacht werden, so kann man per PC Technik diese Wirtschaftsflüchtlinge sofort wieder ausweisen. Asylanten aus Kriegsgebieten sollten gerade wegen der Anerkennung und Identifizierung  ihren Pass dabei haben.
  1. Wer mit Winken begrüßt wird und sein Gesicht verbirgt, wie im TV zu sehen ist, macht sich verdächtig. Wer hinterfragt das?
  2. Passkontrollen an den Grenzen? Gibt es das überhaupt noch? Wer aus sicheren Ländern kommt, sollte dort zurückgeschickt werden. Wer ohne Pass ist, aber Serbisch spricht sollte in ein Extraauffanglager zur baldigen Abschiebung und nicht erst nach 6 Monaten.
  3. Zu-und Nachzug von ganzen Familien sollte per Unterschrift ausgeschlossen werden, denn wer als junger Mann wirklich aus Kriegsgebieten flüchtet lässt nicht seine Familie dort allein zurück.
  4. Was ist mit dem Schengener Abkommen? Außer Kraft gesetzt nur weil Frau Merkel, immer noch unsere Grand Dame, sie angeblich eingeladen hat? Das tat sie aber auch nur in der Annahme, dass Europa zusammensteht, was ein Trugschluss war.

 

Fazit: Bei aller Humanität können wir, auch als reichstes Land Europas, nicht die ganze Flüchtlingsproblematik stemmen, da muss man Herrn Seehofer Recht geben, denn andere Länder entziehen sich ihrer Verantwortung. Die ersten Flüchtlinge waren, wie auch nach dem Krieg, die Gebildeten und im heutigen Fall auch mit dem nötigen Kapital für die Schleuser ausgestattet. Die Wirtschaft freute sich über den Zuzug qualifizierter Menschen wegen mangelnder Fachkräfte in Deutschland und das tut unserem Wohlstand gut, das sollten wir auch nicht vergessen, bei rapide rückläufigen Geburtszahlen in Deutschland. Aber die glückliche Ankunft bei Mamma Merkel hat dann alle auf den Plan gerufen und nun leeren wir die südlichen Kriegsgebiete?  Das ist nicht zu schaffen und es ist dringend notwendig Maßnahmen vor Ort zu schaffen, die eine weitere Landflucht zumindest eindämmen. Wenn wir dann unsere sehr gut funktionierende Organisation der Unterbringung schon an den Grenzen einsetzen würden und mit den entsprechenden Auswahlkriterien dort beginnen zu sortieren, sind wir auf einem machbaren Weg. Da müssten wir vielleicht nicht und auch noch vor seiner Wahl, mit Herrn Erdugan kooperieren. Wie seine Maßnahmen der Rückführung und Blockierung aussehen werden, kann man doch voraussehen. Brutalität und bessere Sortierung, wenn das Wort erlaubt ist, könnten später in der Türkei verhindert werden. Wer vor Überfremdung Angst hat, wie es Pegida unter das Volk streut, hat die Zeit nicht begriffen. Ohne Zuwanderung wird Deutschland aussterben, egal welche Hautfarbe unsere deutsche Bevölkerung einmal haben wird und jeder „ Muselmane“,  wie Asylanten oft bezeichnet werden, der sich integriert und sich konform unserer deutschen Verfassung verhält, sollte willkommen sein. Natürlich sind Anschläge wie die in Frankreich in näherer Zukunft vorauszusehen und nur eine Frage der Zeit. Aber daran sind nicht die Flüchtlinge schuld, was dann garantiert behauptet wird. Anschläge auf die westliche Zivilisation sind nicht zu verhindern, und es ist nur unseren polizeilichen Ermittlungen zu verdanken, dass es bisher gut gegangen ist.

Die politischen Verhältnisse in Europa werden einen Rechtsruck erhalten wie in der Schweiz und demnächst in Polen, das ist abzusehen. Aber eine Hilfe ist das nicht, es wird nur zu weiteren politischen Auseinandersetzungen führen, in den Ländern und der Europäischen Union bis zum Bruch Europas. Der Mensch kann langfristig nicht in Frieden leben, das ist leider eine Tatsache.

Anmerkungen erwarte ich gern unter    hulbrich@op.pl

 

Horst Ulbrich

13.10.2015

Oktoberfest des DFK Glatz 2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:18

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Liebe Freunde dieser Seite, was für eine hektische Zeit.

Nach dem Niederschlesischen Kulturfest in der Jahrhunderthalle Breslau, zwei großen Hilfstransporten für Glatz, die logistisch gemeistert werden mussten, und danach das Niederschlesische Wissenschaftsfestival, bei dem der DFK Glatz immer mit eigenen Beiträgen  dabei ist, in einer Abfolge hintereinander zu managen, das ist schon viel Arbeit.

Aber das macht der Vorstand mit seinen Helfern gern und danach darf auch beim Oktoberfest gefeiert werden. Wir begannen, traditionell mit einem deutschen Gottesdienst in der Kapelle des Franziskanerklosters, die mit allen Notsitzen am Altar voll belegt war.

Um 14 Uhr wartete zunächst ein kräftiges Mittagessen im Restaurant des Kulturhauses Glatz auf uns. Der Chef ist ausgebildeter Koch und überrascht uns immer mit köstlichen Speisen zu günstigem Preis. Natürlich müssen wir auch Saalmiete bezahlen, denn wir belegen das Gasthaus auch bis in die Abendstunden.

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Der Vorsitzende begrüßte alle und gab einige Neuigkeiten bekannt. Er sprach auch über die unklare Situation der Fördermittel ab 2017, wo noch keine Entscheidung abzusehen ist. Auch die Mittel aus Oppeln für Miete und Bürokosten sollen wohl zum gleichen Zeitpunkt enden, was eine drastische Reduzierung unserer Projekte zur Folge hat. Zu allen Projekten müssen schon jetzt 25% Eigenleistung erbracht werden, in diesem Jahr wurden außerdem 10 % vom Gesamtbudget, wegen des Niederschlesischen Kulturfestes, abgezogen und mit diesen Voraussetzungen können wir nur mit Hilfe von Sponsoren und Spenden den Rahmen unserer Aktivitäten aufrecht erhalten. Näheres hofft er bei der Konferenz zur Mittelvergabe am 22. 10. beim VDG zu erfahren.

Aber wir wollen nicht den Mut verlieren und heute feiern, waren seine Worte. Danach sang der Chor „ Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen“ und unsere Glatzer Hymne, „Warum ist es in Glatz so schön“. Auch die Kinder traten wieder mit Gedichten und Liedern auf. Adam sorgte nach dem Kaffee wieder für die richtige Stimmung und so wurde getanzt bis in den Abend. Ein schönes und wichtiges Fest zum Zusammenhalt der deutschen Gemeinschaft in Schlesien. Mit Pater Arndt haben wir schon den Termin für das Weihnachtsfest vorgeplant. Der Chor wird ab der nächsten Woche mit den Liedern zum Weihnachtsfest beginnen, damit kath. Messe und Weihnachtsfest wieder musikalisch gut begleitet werden.

 

Bericht Horst Ulbrich       Oktober 2015 065      4     Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

 Niederschlesisches Wissenschaftsfestival 2015.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:58

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Nach langer Planungs- und Vorbereitungszeit wurde am  8.10. 2015 das Wissenschaftsfestival feierlich eröffnet. Eingeladen waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft und Militär sowie Sponsoren und Institutionen, die sich mit Beiträgen und Veranstaltungen in verschiedenen Städten beteiligen. Die Veranstaltung wurde eröffnet und geleitet von der Moderatorin und unserem DFK-Mitglied Frau Dr. Malgorzata Zochowska.  Es gab einige Auszeichnungen für besonders aktive Unterstützung wie auch für den DFK Glatz, der mit finanzieller Hilfe des deutschen Konsulates seit Jahren im Rahmen des Festivals  Projekte in Glatz organisiert. Nach den Grußworten von Senator Herrn Jurcewicz und dem Leiter des Festivals aus der Uni Breslau, Prof. Orzechoweski, gab es ein buntes Programm mit Musik und Tanz.

Zum Abschluss wurden wir zur obligatorischen Wissenschaftstorte eingeladen und Herr Professor Orzechowski hatte die Ehre, sie anschneiden zu dürfen, mit den Wünschen zu einem erfolgreichen Verlauf. Wissenschaft 025

Für die Region Glatz hatte der DFK drei Referenten mit Beiträgen angemeldet, außerdem einen Wettbewerb deutscher Lyrik in den Gymnasien und Lyzeen ausgeschrieben. So hatten im letzten Jahr vierzehn Schulen teilgenommen und die Begeisterung zur deutschen Lyrik war so groß, dass wir in diesem Jahr 27 Schulen mit den besten Schülern im Saal des Museums in Glatz begrüßen konnten. In der Prüfungskommission waren Germanisten der Uni Breslau wie auch Herr Ulbrich vom DFK Glatz. Die Veranstaltung im Museum wurde vorbereitet, moderiert und geleitet von Herrn Mag. Mirek Schwarte, Mitglied im Vorstand des DFK Glatz. Den ersten Preis in der Kategorie “ Vortrag von Gedichten im Original durch Schüler der Oberstufe“ gewann die Schülerin Marta Lampasiak aus Habelschwerdt mit dem Gedicht  “ „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe, eine Schülerin des DFK Mitgliedes Heinz-Peter Keuten. Weiter ging es am Nachmittag ab 16 Uhr mit Vorträgen von Herrn Grzybowski, und Herrn Mag. Schwate in der Bibliothek des Museums. Um 18 Uhr der abschließende Vortrag von Herrn Prof. Klaus Fischer aus Texas USA, der in der Bibliothek im Rathauses gehalten wurde. Er ist in Texas ein regelmäßiger Leser unserer Internetseite, wie er erzählte, und er freute sich den Autor Horst Ulbrich endlich persönlich kennen zu lernen. Herr Fischer ist gebürtig aus Droschkau und hat über die Historie des Dorfes und die Rettung der deutschen Denkmäler dort referiert. Dankenswerterweise hat er auch eine Stiftung mit den heutigen Dorfbewohnern gegründet, um ein langfristiges Engagement zu sichern.

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Für den Vorstand des DFK Glatz und unsere Helfer waren es arbeitsreiche, aber auch erfolgreiche Tage im Rahmen des Niederschlesischen Wissenschaftsfestivals.

 

Bericht

Horst Ulbrich

4.10.2015

Rettung für das Schloss in Pischkowitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:37

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Seit ca 15 Jahren habe ich bei den Spaziergängen den Verfall des Schlosses mit ansehen müssen. Zunächst sind kleine Bäume in den Regenrinnen gewachsen, bei einem Sturm gab es die ersten Löcher im Dach und bald war es zum Teil eingestürzt. Die Stahlträger der Zwischenwände wurden abgeschnitten und gestohlen und somit stürzte ein Teil der Innenwände ein. Als niemand mehr eine Chance der Rettung gesehen hat, kam Herr Schoenberg aus Kanada, kaufte die Ruine vor drei Monaten und die Renovierung geht mit großen Schritten voran. Heute 4.10.2015 war ein Tag der offenen Tür und der rasende Reporter Ulbrich war natürlich dabei. Auch das Interesse der Bevölkerung war beachtlich. Der neue Besitzer übernahm selbst die Führung im Schloss, während sein Vater uns die Außenanlagen zeigte.

Zur Person: Herr Schoenberg ca 35 Jahre jung, hat eine Großmutter aus Ostpreußen und von ihr hat er seine deutsche Sprache gelernt. Sein Vater ist Pole und so spricht er Deutsch, Polnisch und natürlich Englisch. Von seinen Immobilienfirmen in Kanada hat er eine verkauft und wird von dem Erlös das Schloss retten. Es soll für ihn ein weiterer Wohnsitz in Schlesien werden und ein Bauabschluss ist für Juli 2017 geplant. Eine realistische Planung wenn man den Baufortschritt der drei       Monate sieht. Außer seinem privaten Wohnbereich möchte er ca. 10 Zimmer als Agrartourismus vermieten, auch ein Restaurant mit Biergarten soll gebaut werden.

Nach unserem intensiven Gespräch, Herr Schoenberg spricht sehr gut Deutsch, haben wir weitere Kontakte vereinbart. Es ist eine Freude zu sehen, dass wieder ein Schloss vor dem Verfall gerettet wird.

Bericht

Horst Ulbrich

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Letzter Hilfstransport der Malteser aus Telgte in diesem Jahr.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:20

 

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Ja liebe Leser, das Thema passt gerade zum letzten Beitrag, aber wenn die Malteser aus Telgte unsere Sozialarbeit nicht unterstützen würden, so wären unsere Hilfsaktionen sehr beschränkt.

Tage nach dem großen Transport von Herrn Pollok für das Krankenhaus in Glatz waren unsere Freunde der Malteser wieder bei uns, um das leere Zentrallager zu füllen. Auch eine Wunschliste der Kinderstation aus Neuroder Krankenhaus und der Schule für geistig Behinderte in Glatz hatten wir nach Telgte geschickt. So konnten wir nun den erwarteten Elektroherd für die Kinderstation mit einer großen Pampersspende  ins Krankenhaus liefern. Die größte Freude war in der Schule, als wir dort Kartons mit Papier und Malstiften, ein großes Trampolin, Kaspertheater und andere Spielzeuge liefern konnten. Weitere Hilfsmittel haben wir dann in unser DFK Lager verbracht.

Am Abend waren die Helfer der Malteser wieder bei Ulbrich zu Imbiss und Bier. Ein kleines Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz übers Jahr, denn sie werden erst im nächsten Jahr wieder nach Glatz kommen können. Wir haben auch die Planung für die weitere Zusammenarbeit in 2016 besprochen. Der Umfang der gemeinsamen Hilfe für unsere deutschen Bedürftigen, aber auch für Krankenhäuser, Alten- und Kinderheime, sowie Schulen für Behinderte, die regional immer noch schlecht ausgestattet sind und von der Kommune wenig unterstützt werden können, hat jährlich zugenommen. Dank der Sponsoren konnte auch der Weg bei der kleinen Wiktoria, sie wurde ohne Beine und nur mit dem linken Arm geboren, gepflastert werden. Endlich kann sie mit ihrem neuen E-Rolli fahren. (Bericht Wiktoria siehe weiter unten unter older posts). Wir machen bei Behinderten und Bedürftigen keinen nationalen Unterschied und im Rahmen der  Völkerverständigung und regionaler Not in Niederschlesien helfen wir dort, wo es nötig ist, soweit es unsere Mittel erlauben.

Das ist das Grundprinzip unserer Sozialbetreuung.

Leider fehlt es oft an den finanziellen Mitteln und wer uns in Schlesien dabei unterstützen möchte, möge sich unseres Kontos Schlesienhilfe erinnern.

Ko. DE02 4945  0120 111 255 1179

Stichwort Schlesienhilfe

Danke und vergelts Gott

Bericht

Horst Ulbrich

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Der aufwändigste Hilfstransport seit Beginn unserem sozialen Engagements.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:27

 

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Nach langer Vorbereitung und vielen Telefonaten und E-Mail- Kontakten war eine Möglichkeit gefunden worden, das Krankenhaus in Glatz mit einem Hilfstransport zu unterstützen.

Durch das Gespräch mit der Direktorin des Krankenhauses war zu erfahren, dass unter der dortigen Verwaltung auch das Krankenhaus in Neurode steht. In beiden Häusern waren Pflegebetten sehr nötig, um die alten zu ersetzen. Im Glatzer Krankenhaus sind 320 Patientenbetten und in Neurode noch einmal 280, die zum großen Teil zu ersetzen sind. Es wurde ein Bedarfsplan erstellt und der Kontakt zur Uniklinik in Münster hergestellt, wo ca. 4000 Betten abzugeben sind.

Nun gab es das große Problem eines geeigneten Transportes. Die LKW der Malteser aus Telgte waren für diese Transporte zu klein, da immer nur maximal 6 Betten geladen werden konnten und dadurch die Diesel und Transportkosten zu hoch sind. Aber es wurde ein privater Sponsor gefunden und wir sind Herrn Pollok aus ….. sehr dankbar, dass er mit seinen Fahrschul- LKW sich bereit erklärte, den Transport zu übernehmen. Am 29.9. war es dann soweit und die beiden großen LKW mit 42 Pflegebetten und weiterem Pflegezubehör machten sich von Münster auf den Weg. Ein Schreiben von uns für den polnischen Zoll hatten wir vorher gefaxt, damit es an der Grenze keine Probleme gibt, auch ein Aufkleben der Malteser  an der Fahrertür sollte auf den Hilfstransport hinweisen.

Nun waren aber immer vier Betten übereinander geladen und ein Stapler von Nöten, den das Krankenhaus nicht organisieren konnte. Zum Glück hat Familie Ulbrich einen Trecker mit Frontlader zum Transport der großen Heuballen und der musste nun zum Einsatz kommen. Schon am Morgen hatte ich den Trecker zum Krankenhaus gefahren, auch acht Strafgefangene aus dem Glatzer Gefängnis standen zum Abladen bereit, als die LKW ankamen. Das Abladen war dann eine extra Herausforderung und ich bin glücklich, dass nichts passiert ist, denn immer wieder standen Menschen unter der wackeligen Last. Zu bemerken ist auch, dass bei den Rangiermanövern, wenn es um die Ecken schwierig war, immer alle nach Herrn Pollok riefen, der mit seinen fast 80 Jahren nicht nur der Chef seiner Fahrschule ist, sondern auch der beste LKW- Fahrer.

So waren am Ende alle froh als die Hilfsgüter  im Lager des Krankenhauses verstaut waren, von wo sie dann auf die Stationen verteilt werden.

Wir sind Herrn Pollok sehr dankbar, denn den Transport hätten wir ohne ihn nicht organisieren können. Der Bedarf in beiden Krankenhäusern ist groß, denn weitere 300 Pflegebetten würden benötigt, die in Münster kostenlos bereitstehen. Wir haben aber kaum Hoffnung, dass sich noch einmal eine solche Gelegenheit ergeben wird.

Bericht

Horst Ulbrich

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30.9.2015

Kulturfestival der deutschen Minderheit 2015

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:04

 

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Die deutsche Minderheit in Polen lädt zum Kulturfestival in die Jahrhunderthalle in Breslau und mind. 6000 Teilnehmer sind gekommen, um gemeinsam zu feiern und sich zu informieren.

Nach drei Jahren wieder ein überwältigendes Fest, das zeigt, wie stark doch die Gemeinschaft der Deutschen in der Heimat vertreten ist.

Begonnen wurde mit einem gemeinsamen Gottesdienst im Dom zu Breslau.

Ab 12 Uhr füllte sich dann die Halle. Nachdem gemeinsam die polnische  und die deutsche Nationalhymne  sowie die Europahymne  gesungen worden waren, gab es Grußworte aus dem Deutschen Bundestag  sowie polnischen Vertretern aus der Politik. Danach sprach unser Präsident der deutschen Minderheit in Polen, Bernhard Gaida. Er ging in seiner Rede auch auf das Flüchtlingsproblem ein und bat um mehr Verständnis für diese Ausnahmesituation.

Um 13 Uhr begann auf der Hauptbühne ein Kulturprogramm mit Chören, Tanz- und Theatergruppen sowie Blasorchestern. Ein Spektrum der kulturellen Aktivitäten der Deutschen in ihrer angestammten Heimat, das in ihrer Vielfalt eine bemerkenswerte Stellung einnimmt.

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In den Fluren um die Halle gab es viele Infostände der einzelnen Organisationen, von den deutschen Studentenvereinigungen in Polen bis zu den Freundschaftskreisen. Auch der DFK Glatz hatte einen Info- und Verpflegungsstand, der den ganzen Tag besucht, ja fast belagert wurde und Vorstand wie Helfer hatten viel zu tun, um alle Fragen zu unseren Projekten zu beantworten. Auch Herr Gaida, Herr Galla und viel Prominenz aus Deutschland und Polen zeigten Interesse an unserem Stand.  Fünf große Brote mit Schmalz und Gurke sowie 30 Flaschen Rotwein waren am Abend die Bilanz unserer Bewirtung. Dank unseres Dachverbandes VDG bekamen wir eine besondere Position unseres Infostandes direkt im Haupteingangsbereich zur Halle und schon am Vortag hatten wir Pavillon und große Infotafeln einiger unserer Projekte aufstellen können, denn am Festtag hätte die Zeit dazu nicht gereicht. So gab es viele Komplimente, wir hätten einen gut organisierten und den aussagekräftigsten Stand in der Halle und das tut uns gut bei der geleisteten Arbeit.

Um 18 Uhr begann die Show des Stars des Abends, Andy Borg, der aus seinem Repertoire viele alte Schlager gesungen hat und mit tosendem Applaus bedacht wurde. Wir hatten dazu leider keine Zeit, denn in der Vorhalle war es dann ruhiger und wir nutzten die Zeit zum Abbau unseres Standes.

Einige unserer Mitglieder waren extra mit dem PKW angereist und hatten das gesamte Material transportiert. Nach einiger Zeit war alles in den PKWs verstaut und gegen 19 Uhr war auch unser Reisebus für die Rückfahrt nach Glatz bestellt.

Eine große Veranstaltung zur Förderung der Gemeinsamkeit der deutschen Minderheit in Polen und wir hoffen uns in drei Jahren am gleichen Ort wieder zu sehen.

Bericht

Horst Ulbrich

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19.9.2015

Einladung des Glatzer Bürgermeisters für Behinderte und Senioren.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:09

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Wie in jedem Jahr hat der Bürgermeister die sozialen Organisationen und deren Mitglieder zum Grillen in das Stadion eingeladen und so kamen ca 300 Teilnehmer, um einen gemeinsamen Nachmittag bei bestem Wetter zu verbringen.

Seitdem der DFK Glatz sich mit einem sozialen Engagement für seine Mitglieder, aber auch für Kinderheime, Seniorenheime und Krankenhäuser engagiert, hat es einen regen Austausch mit anderen sozialen Einrichtungen gegeben. So trafen sich die Organisationen der Sehbehinderten, MS Kranken, Spastikergruppe, das polnische Rote Kreuz und andere bei einem zünftigen Grillfest mit Tanzmusik im Glatzer Stadion. Auf dem asphaltierten Platz wurde dann auch, von denen die körperlich dazu in der Lage waren, zu guter Musik das Tanzbein geschwungen. Eine ausgelassene Stimmung  für einige Stunden und der Bürgermeister versprach die Veranstaltung auch im nächsten Jahr zu unterstützen.

Gegen 18 Uhr standen dann private Fahrzeuge bereit, mit denen jeder wieder nach Hause gefahren wurde. Leider gibt es in Glatz noch keinen kommunalen Behindertentransport, teilweise fährt die Stadtwache, aber die Bereitschaft der Bevölkerung zu helfen ist groß.

Mit den anderen sozialen Einrichtungen arbeiten wir zusammen und unterstützen auch immer wieder mit den Hilfsmitteltransporten aus Deutschland. Am 29.9 erwarten wir einen Bettentransport für das Krankenhaus in Glatz den wir organisiert haben. Auf drei LKW werden 40 Pflegebetten geliefert, die im Krankenhaus schon erwartet werden, um die alten Betten auszutauschen. Zu erwähnen bleibt, dass uns ein privater Sponsor den Transport mit eigenen LKW ermöglicht hat.

Am 2.10. kommt wieder ein Transport der Malteser aus Telgte, die mehrfach im Jahr unsere Arbeit unterstützen. Wir hoffen auch wieder auf gute Winterkleidung für unsere Bedürftigen die weniger als 800,- PLN = ca 200,- € Rente haben. In diesen Fällen helfen wir mit Zuzahlungen für wichtige Medikamente, teilweise Lebensmittel, in Härtefällen auch mit Winterkohle.

Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, möge sich bitte unseres Spendenkontos erinnern.

Schlesienhilfe  Ko. DE02 4945 0120 111 255 1179      Konsolidierung 2 009             Konsolidierung 2 018

Bericht

Horst Ulbrich

DFK Glatz unterstützt deutsch-polnischen Schüleraustausch Habelschwerdt-Bedburg

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:34

 

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Vom 10. bis zum 16. September 2015 war eine Gruppe von 11 Schülerinnen und Schülern und zwei begleitenden Lehrerinnen des Silverberg-Gymnasiums in Bedburg (Erft) zu Besuch in der Grafschaft Glatz. Die Jugendlichen wohnten bei ihren polnischen Austauschpartnern in Habelschwerdt und Umgebung, denn der Besuch fand im Rahmen der bereits seit fünf Jahren bestehenden Schulpartnerschaft zwischen dem nordrhein-westfälischen Gymnasium und dem Allgemeinbildenden Schulzentrum Habelschwerdt (der früheren Hermann-Stehr-Aufbauschule) statt. Auch diesmal wurde der Austausch erst möglich durch die finanzielle Unterstützung des Deutsch-Polnischen Jugendwerkes (dpjw), der Heimatgruppe Habelschwerdt (die auch entscheidenden Anteil an der Entstehung der Schulpartnerschaft hatte) sowie last but not least des DFK Glatz.

Die deutschen Gäste kamen am Vormittag des 10. September mit dem Flugzeug von Düsseldorf in Breslau an und fuhren dann mit dem Bus weiter nach Habelschwerdt. Dort wurden sie von ihren schon aufgeregten polnischen Austauschfamilien empfangen. Mittags gab es ein gemeinsames Begrüßungsessen, eine offizielle Begrüßung in der Schule sowie ein von den polnischen Schülern vorbereitetes Programm aus Kennenlernspielen. Am Freitag war „Schultag“, denn das Kennenlernen des Schulalltags im Partnerland ist ein zentrales Element des Schüleraustausches. Am Nachmittag stand dann der erste Ausflug auf dem Programm, der die deutsch-polnische Gruppe ins Eulengebirge führte. Der Besuch des dortigen „Komplexes Riese“ hatte erst kurzfristig durch den Medienrummel um den angeblich gefundenen „Goldzug“ eine besondere Aktualität erhalten. Abends versammelte sich die Gruppe noch zu einem „Bunten Abend“ in der Schule, wo die Gasteltern ein kaltes Büffet aus polnischen Spezialitäten vorbereitet hatten. Danach hatten die Schülerinnen und Schüler noch Spaß bei Karaoke und Tanz.

Für den Samstag stand eine Mischung aus lokaler Entdeckungsreise und körperlicher Ertüchtigung auf dem Programm: Nach einem Besuch der Urnitztalsperre, des Wölfelsfalls sowie des Ortes Wölfelsgrund wanderten die Schülerinnen und Schüler auf den Spitzigen Berg – nicht wenige der Teilnehmer waren merkbar außer Atem, als sie nach einer knappen Stunde oben ankamen. Nach der Messe um 12 Uhr gab der Pfarrer der Wallfahrtskirche eine kurze Einführung in die Geschichte von Maria Schnee, die anschließend durch einen Besuch des kleinen Museums an der Kirche durch die Erklärung des teilnehmenden Lehrers H.-P. Keuten aus Habelschwerdt, dessen Vorfahre Christoph Veit vor 265 Jahren die Marienfigur von Mariazell in die Grafschaft Glatz gebracht hat, noch vertieft wurde. Nach dem Abstieg fuhr ein Bus die Gruppe nach Winkeldorf, wo sie im Gottwaldhof bereits erwartet wurde. Renate Czaplinska zusammen mit ihrer Tochter und zwei Enkelinnen begrüßten die deutschen und die polnischen Schüler und stellten – auf Deutsch und auf Polnisch – den Gottwaldhof als typischen Glatzer Bauernhof in Form eines „fränkischen Viereckhofs“ aus dem 19. Jh. vor. Nach der Einführung durften dann die Schülerinnen und Schüler mitanpacken: Es wurde Bauernbrot gebacken und Butter geschlagen. Wer Lust hatte, konnte sich außerdem in der Hüteausstellung im 1. Stock sowie in der Aquarellausstellung und der Bibliothek sowie der Dauerausstellung „Reiseland Schlesien“ die Zeit vertreiben. Zum Schluss des Besuches konnten die selbst hergestellten Produkte zu einer deftigen Gulaschsuppe und einigen anderen Beilagen „verputzt“ werden. Den Abschluss des Besuchs in Winkeldorf bildete ein Besuch in der dortigen Kirche und dem historischen Kirchhof unter der fachkundigen Leitung des DFK-Vizevorsitzenden Jochen Straube, der sich bekanntlich wieder in der Heimat seiner Vorfahren, in Winkeldorf, angesiedelt hat.

Der Sonntag stand allen Austauschteilnehmern als Familientag zur freien Verfügung. Die Schüler haben sich interessante Programme für ihre Partner ausgedacht und am Abend haben sich alle sogar nochmal zusammen privat zu einem Lagerfeuer getroffen (ohne Lehrer!).

Der Montag gehörte der niederschlesischen Hauptstadt Breslau, die die deutschen und polnischen Schüler unter der fachkundigen Leitung einer zweisprachigen Stadtführerin bei sonnigem Wetter kennenlernen durften. Am Nachmittag war dann noch genug Zeit für weitere Erkundungen auf eigene Faust – und natürlich für ausgiebiges Shoppen.

Den Abschluss des Austausches bildete am Dienstag nach dem Schulunterricht ein Besuch in der „Hauptstadt der Grafschaft“, in Glatz. Unser DFK-Mitglied und Lokalhistoriker Richard Stanosek war so nett, die Schülergruppe durch Glatz zu führen, u.a. auch unterirdisch über die seit einigen Jahren offene „unterirdische Trasse“, die von der Stadtpfarrkirche bis zur Festung unter der gesamten Altstadt verläuft. Einen guten inhaltlichen Abschluss der Austauschwoche bildete dann eine kurze Filmvorführung im DFK, wo sich die Schülerinnen und Schüler die Reportage „Polen und seine Deutschen“ anschauen konnten, die 2014 zum ersten Mal in der ARD ausgestrahlt wurde. Die Reportage stellt die Geschichte der deutschen Minderheit in Polen von 1945 bis heute vor (mit Schwerpunkt Schlesien) und enthält mehrere Interviews mit Personen, die die Schüler in der vergangenen Austauschwoche kennengelernt hatten, u.a. Renate Czaplinska aus Winkeldorf und Heinz-Peter Keuten aus Wölfelsdorf bzw. Habelschwerdt wie auch der DFK Glatz selbst. Der Besuch beim DFK endete mit einer Einladung zum Pizzaessen, während dessen der DFK-Vorsitzende Horst Ulbrich noch kurz den Verein selbst vorstellte. Am Nachmittag hatten die Schülerinnen und Schüler Freizeit, um sich noch weiter in Glatz umzusehen und evtl. Souvenirs zu kaufen, denn schon am nächsten Morgen in aller Frühe hieß es, Abschied zu nehmen. Aber zum Glück keinen Abschied ohne Wiedersehen, denn der Gegenbesuch in Bedburg ist schon fest eingeplant und wird die Habelschwerdter Jugendlichen Anfang April 2016 nach Deutschland führen.

Die Organisatoren und die gesamte Schülergruppe bedankt sich herzlich bei allen, die an der Vorbereitung und Durchführung des Austausches beteiligt waren, insbesondere bei den schon traditionellen Sponsoren der Schulpartnerschaft: Dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, der Heimatgruppe Habelschwerdt und dem DFK Glatz. Auch diesmal hat die deutsch-polnische Jugendbegegnung dazu beigetragen, dass die Jugendlichen aus Deutschland und Polen einander kennenlernen, Vorurteile abbauen und Freundschaften schließen sowie gleichzeitig vieles über die gemeinsame Geschichte ihrer Länder und insbesondere der Grafschaft Glatz erfahren konnten.

Bericht: Heinz-Peter Keuten (DFK-Vorstandsmitglied und Lehrer am Allgemeinbildenden Schulzentrum Habelschwerdt)

 

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6.9.2015

Goldzug bei Waldenburg

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:27

Nun kocht die Gerüchteküche wie man so sagt, aber eine Bestätigung des Fundes habe ich und konnte es kaum für Möglich halten wie klein doch die Welt ist.

Nun hat man im Laufe der langen Zeit in Schlesien so einige einflussreiche Menschen aus Politik und Wirtschaft in seinem Freundes und Bekanntenkreis, nun findet mein Freund und Ahnenforscher aus Waldenburg auch noch den legendären Zug. Nun ist die häusliche Ruhe bei Andreas Richter mehr als gestört, denn er wird schon von den Reportern von Fernsehen, Rundfunk und Presse auf Trab gehalten.

Andreas war mehrfach bei uns in Schwenz, denn immer wieder wohnen einige seiner Kollegen aus Deutschland bei uns, die sich mit ihm austauschen. Vielleicht ist über deren Forschung die präzise Suche gelungen. Schade wenn die alten Menschen der Kriegserlebnisgeneration ihr Wissen mit ins Grab nehmen. Es gäbe bestimmt noch vieles Verborgene zu finden, wenn sich die Menschen dem Wandel der Zeit nicht verschließen würden.

Nun schauen wir mal was drin ist in dem geheimnisvollen Zug. Die Existenz sollte ja hinreichend bestätigt sein und das Gelände ist weiträumig abgesperrt. Allerdings kann ich mir nur schlecht vorstellen, dass auf dem Rückzug dort die großen Wertgegenstände verblieben sind, es sei denn die Infrastruktur wie zerbombte Brücken und defekte Gleise haben keinen weiteren Weg in Richtung Westen zugelassen.

Ich werde hier weiter berichten was Tatsachen sind, denn Gerüchte gibt es zu viele.

Bericht

Horst Ulbrich

3.9.2015

Treffen mit dem Buchautor Joachim Berke im Derhäämtehäusla  der Familie Fuglinska bei Bad Landeck.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:09

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Im August traf ich Herrn Berke und sprach über sein neues Buch „Herrn Siegesmunds abenteuerliche Reisen.“ Diesmal ein Roman, nachdem er in einigen seiner  bisherigen Bücher die geliebte Heimat Grafschaft Glatz und Bad Landeck beschrieben hat – seine Heimat, in der er geboren und aufgewachsen ist.

Wir haben gemeinsam sein Geburtshaus in Bad Landeck besucht und es ist immer wieder für die Vertriebenen schmerzlich, vor den ehemaligen Häusern zu stehen, die durch die Kriegswirren nun andere Besitzer haben. In diesem Fall aber  zum Glück ein schön renoviertes Haus mit Restaurant wie zu seines Vaters Zeiten, denn viele, alte, ehemals deutsche Häuser sind in schlechtem Zustand. War die Jugendzeit von Herrn Berke in der Heimat schon nicht gerade einfach als  Kind mit 16 Geschwistern, so wurde er als 16jähriger mit seiner Familie aus der geliebten Heimat vertrieben.

Als Erwachsener begann er zu schreiben, veröffentlichte auch mehrere Bildbände. Durch seine berufsbedingte Reisetätigkeit in viele Länder und Kontinente entstand nun sein neuestes Werk. „Herrn Siegesmunds abenteuerliche Reisen“. Es ist dies sein erster Roman, der die Ortskenntnis seiner vielen Reisen beinhaltet, erlebt und durchlebt von seiner Romanfigur Siegesmund.

Es war mir eine Freude Herrn Berke und seine Frau Giesela, geborene van Kampen, getroffen zu haben. Für mich ein informativer Nachmittag mit einem welterfahrenen und heimatverbundenen Schlesier. Auch einen herzlichen Dank für die Bücher, die Herr Berke für die Bibliothek des DFK Glatz gespendet hat.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

 

 

Erntedankfest der Gemeinde Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:50

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Erntedankfest der Gemeinde Glatz unter der Beteiligung der 32 dazugehörenden Dörfer.

Wieder kamen einige Tausend Menschen aus den 32 Dörfern zusammen, um ihr Erntedankfest zu feiern. Im letzten Jahr in Birkwitz hat es zum Erntedank nur geregnet und man konnte den Festplatz nur mit Stiefeln betreten. In diesem Jahr aber war bestes Sommerwetter, obwohl sich die Landwirte natürlich über die große Trockenheit beklagten und es in so manchen Dörfern kein Wasser in den Brunnen gibt.

Aber zu einem solchen großen Fest wünschen sich alle gutes Wetter.

Seit dem frühen Morgen gab es Stände der vielen Dörfer, die mit Werbung, aber auch Kulinarischem dabei waren. So konnte man an vielen Ständen selbst gemachte Gerichte und Kuchen probieren. Vor der Haupttribüne waren die Erntekronen der Dörfer ausgestellt, die ja schon bei den Erntedankfesten in den Dörfern gezeigt worden waren. Aber hier wurden sie von einer Kommission noch einmal bewertet und mit Preisen ausgezeichnet.

Ab Mittag gab es dann Vorführungen der Kinder, unter der Beteiligung  vieler Kindergärten, und so sangen und tanzten Kinder in verschiedenen Kostümen auf der großen Festbühne.

Der krönende Abschluss und darauf haben alle Zuschauer gewartet, war dann das international bekannte „Gesangs – und Tanzensemble Schlesien“.

Sie waren mit drei eigenen Bussen und großem LKW für Kostüme und Trachten angereist und boten eine perfekte Show mit Chorgesang und Tanz in der polnischen Tradition. Ich hatte nicht gewusst, dass es eine solche Traditionsgruppe in Polen gibt, und war begeistert von der Professionalität in Gesang und Tanz. Später habe ich erfahren, dass die Gruppe nur aus professionellen Sängern und Tänzern besteht und mit eigenem Orchester sowie eigenen Transportmitteln in Europa unterwegs ist. Ein großes Erlebnis, und der Applaus wollte kein Ende nehmen.

Gegen Ende mussten auch wir Schwenzer noch die Erntekrone transportieren und den Stand ausräumen, der am anderen Tag dann abgebaut wurde.

Ein Erntedankfest mit einigen Tausend Teilnehmern bei bestem Wetter in Altwilmsdorf.

Bericht

Horst Ulbrich

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Tagung im Eichendorffzentrum in Lubowitz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 05:27

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Auch in diesem Jahr wurde eine Abordnung des DFK Glatz von der Landsmannschaft Baden-Württemberg in das Eichendorffzentrum in Lubowitz eingeladen. Schon eine traditionelle Tagung mit Bekannten und Freunden, die sich zum Thema Eichendorff austauschen. Dazu gab es 7 Referate, auch zu einflussreichen und herausragenden Wissenschaftlern aus Schlesien. Am zweiten Tag dann eine Exkursion nach Ratibor, wo leider das Wetter nicht mitgespielt hat und wir froh waren, das neue Museum halbwegs trocken erreicht zu haben. Abends gab es eine Überraschung, denn ein Ehepaar, die auch als Referenten dabei waren, hatte Goldene Hochzeit. Das war dann der Anlass am Abend mit Musik und Tanz zu feiern.

Alle Teilnehmer freuen sich schon auf nächstes Jahr und hoffen auf ein gesundes Wiedersehen.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

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Erntedank beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 04:50

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Erntedanktraditionen früher und heute.

 Am 29.08.2015 gab es beim DFK eine große Bastelstunde zum Thema Erntedank. Dazu hatten sich zunächst 10 Frauen angemeldet, aber es waren dann 17 Teilnehmer und der ganze Raum voll mit Stroh und Dekorationsmaterial. Dazu gab es Kaffee und Kuchen, sowie belegte Brote, auch Natursäfte passend zum Thema Erntedank.

Die Bastelvorschläge waren gut geplant und vorbereitet von der Projektleiterin Frau Ulbrich. Schon am Vortag waren fünf Strohbunde verschiedener Kornarten, das gesamte Bastelmaterial sowie Früchte und Gemüse in den Vereinsräumen deponiert worden. Der Vorsitzende hielt während der Bastelstunde einen Vortrag zur Tradition des Erntedankfestes in Schlesien. Gleichzeitig wurde Stroh geschnitten und gebunden, mit Kräutern beklebt, Blumengebinde hergestellt und alle waren voll Begeisterung bei der Arbeit. Eine Gruppe war fast über das Ziel hinaus mit einer großen Erntekrone, waren sie als Frauen aus der Landwirtschaft doch schon lange erfahren solche Exponate herzustellen.

Zum Glück verfügen wir über ein Schaufenster, denn dort konnten die Bastelarbeiten zum Thema Erntedank auch für die Öffentlichkeit ausgestellt werden. Schon während der Schaufensterdekoration blieben die ersten Passanten stehen, um sich die neuen Auslagen im Fenster anzuschauen.

Am Ende der Bastelstunde musste noch aufgeräumt werden, denn die vielen Strohreste verteilten sich im ganzen Raum. Wieder ein Projekt, das die Kreativität unserer Mitglieder forderte und so mancher wusste bis dahin nicht was für schöne Gebinde man zum Erntedank mit Stroh und Blumen selbst herstellen kann.

Bericht

Horst Ulbrich

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10.8.2015

Frühlingsfest mit Hindernissen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:03

 

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Liebe Leser, das ist uns auch noch nicht passiert. Zunächst schreibt unsere Bank die finanzielle Unterstützung für Saalmiete und Musik viel zu spät auf unser Konto als Gutschrift, und dann ist plötzlich das Restaurant pleite, in dem wir seit Jahren mit teilweise 300 Personen gefeiert haben.

Da kam unser Vorstand ganz schön ins Schwitzen. Unserer neuen Ortsgruppe haben wir, unter bekannten Gründen, schnell abgesagt und einen neuen Veranstaltungsort gesucht.

Zum Glück hatte das Restaurant im Kulturhaus, das lange Zeit geschlossen war, einen neuen Besitzer. Also neuer Plan und wegen Platzmangel mit einer Feier unter 100 Gästen, auch eine andere Tanzmusik musste gesucht werden, da die Adam Combo schon andere Termine hatte.

So sind wir mit der deutschen Wallfahrt in der Basilika in Albendorf gestartet, die wie immer gut besucht war, allerdings eine halbe Stunde später begann und wir mit dem vorbestellten Termin für das anschließende Mittagessen Probleme bekamen. Einige Mitglieder, die wegen der großen Hitze mit 36 Grad nicht am Gottesdienst teilgenommen hatten, waren schon im Restaurant versammelt und warteten auf uns. Deshalb wollten wir gleich nach dem Schluss des Gottesdienstes abfahren, wurde von einem Mann auf großen Ölverlust beim Fahren aufmerksam gemacht. Hydraulikschlauch an unserem Auto geplatzt, also Auto wieder abgestellt und eine Mitfahrgelegenheit gesucht. Am Passat der Familie Rogowska in der Nähe meines havarierten PKW war aber ein Reifen geplatzt und es wurde gerade das Auto repariert. Zum Glück kam dann unser Schatzmeister Heinz-Peter Keuten vorbei und wir rasten in der Gluthitze nach Glatz. Dort angekommen wartete der Koch darauf seine Suppe auftragen zu können, aber wir mussten uns noch gedulden, bis alle beisammen waren. Das Mittagessen war dann aber eine köstliche Überraschung.

Der Vorsitzende nahm die Gelegenheit der Ruhe beim Essen war, um einige Neuigkeiten zu vermelden. Horst Ulbrich wird zum Ende des Jahres 2016 sein Amt als Vorsitzender aus Altersgründen zur Verfügung stellen. Nachfolger werden eingearbeitet und es ist an eine Doppelspitze mit Jochen Straube und H.-P. Keuten gedacht.

Zwei Ehrungen gab es anschließend.

Heinz-Peter Keuten, der sich seit Jahren mit den immer neuen Antragskriterien der Stiftung in Oppeln befassen muss und auch Berichte in Polnisch zu jedem Halbjahr abliefert, damit weitere Fördergelder überwiesen werden und trotz seiner Berufstätigkeit viel Zeit aufbringen muss, bekam vom Vorsitzenden ein Präsent mit der Bitte, doch weiterhin so aktiv zu sein.

Mirek Schwarte, der Mann für alles Technische beim DFK Glatz, hatte in unserem Sozialbereich die Bauaufsicht für den Eingangsweg für unsere kleine Wiktoria übernommen. Wie bekannt, hat Wiktoria außer dem linken Arm keine weiteren Gliedmaßen und konnte mit ihrem neuen E-Rollstuhl, der über die Vermittlung der Malteser aus Telgte gestiftet wurde, nicht selbstständig aus dem Haus, was nach erfolgtem Umbau endlich möglich ist.

Beiden auch hier noch einmal herzlichen Dank.

Nach dem Mittagessen und der Ansprache konnten wir endlich zu dem angekündigten Rahmenprogramm übergehen.

Zunächst trat der Chor des DFK Waldenburg auf der Bühne auf und wurde danach mit großem Applaus bedacht, hatten sie doch auch während der Messe schon in der Basilika so schön gesungen. Der Sängerkreis des DFK Glatz gab dann einige selbst gedichtete und lustige Lieder zum Besten, wie z.B. den Text: „Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen …“

Alle Sänger verließen die Bühne durchgeschwitzt, es gab bei den Temperaturen und der Enge im Saal leider keine Klimaanlage. Nach Kaffee und Kuchen trat die neu verpflichtete Band der Straßenmusiker unter der Leitung von Edward Fuglinski auf und sorgte für die richtige Schunkelstimmung. Leider verließen einige schon frühzeitig wegen der Hitze die Veranstaltung und gegen 19 Uhr, für unsere Feste ungewöhnlich, wollten viele lieber ins Freie, da es fast unerträglich heiß war.

So ging ein „Fest der Widrigkeiten“ aber dennoch mit viel Humor zu Ende.

 

Bericht

Horst Ulbrich

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24.7.2015

Es tut sich was auf Mallorka in Schwenz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:24

 

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Nun ist der Badesee an der Kreuzung Birkwitz / Schwenz in Richtung Albendorf / Wünschelburg schon seit 3 Jahren in Betrieb. Von den Einheimischen wegen des großen Sandstrandes Malorka genannt, wird das Erholungsgebiet von der Bevölkerung und den Urlaubern gut angenommen. Bei gutem Wetter sind über 500 Sonnenhungrige am Strand und es ist genügend Platz. Ein Kinderstrand, Schwimmbad mit Bademeister und Bootsverleih ist eine weitere Bereicherung des Tourismus in der Grafschaft.

Neu in diesem Jahr ist ein Restaurant am Sandstrand, das auch den älteren Menschen gefallen wird, die nicht gerade schwimmen wollen, sondern nach einem erfrischenden Fußbad lieber ein kühles Bier trinken.

Im Angebot um Glatz sind Möglichkiten zum Rafting mit Pontons auf der Neiße in Wartha, Klettertouren an der Heuscheuer, Ballonfahrten, geführte Reitausflüge, Wandertouren, Mountainbiking  und so weiter.

Nachdem die Kurbäder schon länger von vielen Deutschen gut gebucht wurden, hat nun auch der normaleTourismus stark zugenommen.

Wer in der Heimat Urlaub machen möchte, der DFK ist gern behilflich bei der Suche nach einer passenden Unterkunft, wie auch dem Freizeitangebot.

 

Bei Bedarf meldet Euch bitte unter

 

Tel. 0048 748 714 361 oder E-Mail  hulbrich@op.pl

 

Grüße aus dem heißen Schlesien

Horst Ulbrich

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