Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

3.4.2016

Wichtige Aktionen in der Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:08

Liebe Freunde,

wie immer treffen bei mir viele Projektvorschläge ein.
Hier habe ich einige die es Wert sind in Erwägung zu ziehen.

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1. Anhang: Das wird eine Art Altar mit Figuren ca 30 cm groß. Heilige und Selige der Grafschaft in eine Art Wanderaltar, der in verschieden Kirchen gezeigt und verehrt werden soll und am Ende wohl in Albendorf bleiben wird.

Die leere Niesche ist für den seligen Hirschfelder. Nun will der Künstler natürlich vorher wissen, ob er die Kosten erstattet bekommt. Kosten Hirschfelder 1000,- bis 1200,- €

Ich bin dafür Hirschfelder weiter bekannt zu machen und denke dass die Kosten gesammelt werden könnten.

Bitte meldet Euch bei mir um planen zu können.

Grab Bitte Bild anklicken.

  1. Das Grab des Organisten und Komponisten Paul Kaupert auf dem Friedhof in Glatz soll eingeebnet werden und ich habe es schon gekauft, denn noch in dieser Woche sollte es eingeebnet werden. Unsere alten Mitglieder haben ohne Erfolg protestiert, deshalb habe ich für 220,- PLN gekauft. Nun muss es wieder in einen guten Zustand versetzt werden, auch eine Marmorplatte wird bestellt, da es dann wenig Pflege bedarf. Die langfristige Pflege ist geregelt und wird vom derzeitigen Organisten für seinen Kollegen übernommen. Besteht die Möglichkeit sich an den Kosten zu beteiligen?

Wenn ja bitte das Konto Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

  1. Mit den Grafen Magnis werde ich die Kindergräber in Eckersdorf in Schuss bringen und mit einheitlichen Grabplatten versehen. Sie kommen im April zu den Verhandlungen mit dem Steinmetz zu mir. Auch das Mausoleum der Grafen soll renoviert werden, dazu muss ich aber vorher mit dem Denkmalschutz alles abklären.
  1. Mit der Hilfe von Helmut Sauer hoffe ich das deutsche Denkmal vor der Kirche in Eckersdorf renovieren zu können, das in einem sehr schlechten Zustand ist. Besichtigung und Planung haben schon stattgefunden.

Wenn wir jetzt nicht aktiv sind deutsches Kulturgut zu erhalten ist alles zu spät. Die nächste Generation wird das nicht mehr übernehmen. Zu finanzieren sind also noch Nr. 1 und Nr. 2

Es gibt viel zu tun, packen wir es an!!!

 

Aus der Heimat wünschen wir alles Gute  und Gottes Segen.

Euer

Horst Ulbrich

22.3.2016

Palmsonntag und es gibt Arbeit.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:19

 

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Bitte auf die Bilder klicken.

Seit langer Zeit hatten sich die Malteser aus Telgte für den ersten Hilfstransport 2016 bei uns gemeldet.

Im letzten Jahr, als Herr Pollok, von der LKW Fahrschule Pollok in Albersloh, schon mit zwei großen LKW auf meine Bitte 52 Pflegebetten für das Krankenhaus Scheibe in Glatz geliefert hatte, sagte er einen weiteren Transport für 2016 zu und es ergab sich zu gleichem Termin wie die Malteser. Eine logistische Herausforderung die es zu meistern gab, denn die großen LKW der Fahrschule Pollok konnten nur am Krankenhaus entladen werden, vor der Schule für behinderte Kinder ist leider ein Torbogen. Der Abladevorgang sollte auch  zügig stattfinden, da die LKW bald weiterfahren mussten. Ein LKW hatte zum Glück eine Laderampe, die das Abladen der Pflegebetten erleichterte. Zum Entladen des anderen LKW haben wir dann einen Stapler von einem naheliegenden Großhandel organisieren können, da er am Sonntag nicht benötigt wurde. Also Pflegebetten abladen und mit dem Stapler weiter in das Krankenhaus, 90 Stühle und Tische für die Schule auf den Malteser LKW umladen, der schon am Morgen bei Ulbrich in unserem DFK Lager entladen worden war und zum Weitertransport nun zur Verfügung stand. In dem Hilfstransport waren auch 750 KG Mehl aus einer Spende einer Großmühle. Davon wurden 500 KG in Glatz deponiert, auch teilweise zum weiteren Transport in das Krankenhaus Neurode.

Nach ca. 3 Std. Abladezeit mussten die Malteser mit den Möbeln und weiteren Hilfsmitteln schnell zur Schule, denn dort wurden sie schon erwartet. Die Fahrer von Herrn Pollok und Begleitpersonal hatten wenigstens noch Zeit für das Mittagessen, das in der Krankenhausküche seit Stunden bereitstand.

Als dann alle verabschiedet waren, habe ich mit meinem Sohn noch zwei Transporte mit dem Pferdeanhänger in das DFK Zentrallager mit Rollstühlen, Betten, Toilettenstühlen und anderen Hilfsmitteln gefahren. Der letzte volle Anhänger wurde dann erst am Montag entladen, denn im zweiten Lager war es schon zu dunkel.

Nun bleibt noch viel Arbeit in der Karwoche, um unsere kranken und bedürftigen deutschen Mitglieder zu besuchen, die bestimmt schon auf mich warten. Auch der Transport Legosteine, der mich noch am letzten Freitag von „Chance for Children“ aus Prag erreichte, muss noch vor Ostern in die Kinderheime und morgen am letzten Schultag der Behinderten in die Schule gebracht werden.

Danach können wir dann das private Osterfest organisieren.

Ich wünsche auf diesem Weg allen Lesern dieser Seite ein schönes Osterfest und Gottes Segen.

Bleibt der Heimat treu.

Euer Horst Ulbrich

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6.3.2016

Kein Fortschritt in Sachen Geschichtsfälschung am Rathaus Glatz und Gedenktafel Zimmerstraße.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:19

Liebe Leser,

nachdem schon der vorige Bürgermeister, auch gegenüber Herrn Prof. Herzig eingewilligt hatte, wenigstens die Geschichtsfälschung am Glatzer Rathaus, zwar auf unsere Kosten, aber immerhin entfernen zu lassen, gab es Neuwahlen.

Nun haben wir seit ca. einem halben Jahr einen neuen Bürgermeister und wir wurden im November gebeten, mit unserem Antrag Zimmerstraße, nach einer Einarbeitungszeit  im Frühjahr wieder vorzusprechen.

Nun hatten wir um einen neuen Termin gebeten, mussten aber erfahren, dass ein Misstrauensantrag gegen den derzeitigen Bürgermeister läuft.

Nun wurde ein Gespräch auf einen Termin nach dem Misstrauensvotum verschoben.

Mir ist bekannt wie wichtig eine Gedenktafel in der Zimmerstraße für die deutschen und auch die polnischen Opfer ist und ich kann nur hoffen, dass wenigstens ein Vorgespräch in den nächsten Wochen stattfindet, damit wir Tafeln am Rathaus und Gedenktafel in der Zimmerstraße zu einem hoffentlich guten Abschluss bringen können. Ich gebe mir große Mühe, kann aber bei den derzeitigen politischen Verhältnissen nur abwarten.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

4.3.2016

Unser DFK Glatz hat Probleme.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:52

DSC_0110     DSC_0114  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Liebe Leser dieser Seite.

Zunächst war unsere Heizung defekt und wir heizen seit längerer Zeit mit Heizlüftern und einer großen Stromrechnung.

Ein Antrag auf eine neue Heiztherme, ca 1000,- €, wurde von unserem Dachverband  VDG Oppeln  auch positiv beantwortet. Allerdings sollen wir  vorfinanzieren, in der Hoffnung dass aus Deutschland die Fördergelder eintreffen.

Wie viele der Leser wissen, sind wir ein sehr aktiver Verein und unsere Räume werden an vier Tagen regelmäßig in der Woche genutzt, dazu kommen Sitzungen, Besuche der Schüler aus den hiesigen Schulen, Besuchergruppen aus Deutschland und immer öfter auch aus Oberschlesien.

Bei einem Raumangebot von 58 qm wurde die Einrichtung seit unserer Neugründung 2010 sehr strapaziert und einiges sollte erneuert werden. In der Minitoilette ist der Schrank defekt, im Rahmen der Heizungserneuerung sollten auch die alten Rohre verkleidet werden. Die Abwaschkammer mit 2.5 qm vor der Toilette sollte dort weg und in den Vorratsraum verlegt werden.

Auch der Abfluss ist undicht, wie auch der alte Wasserhahn.

Am letzten Samstag vor unserem deutschen Gottesdienst beherbergten wir 41 Mitglieder wo nur 30 Platz finden. Alle müssen vorher zur Toilette, wo aber im Vorraum auf 2,5 qm mit 3 Frauen der Abwasch getätigt wird, denn alle Mitglieder bekommen  auch einen Kaffee und Brot oder Kuchen bei langer Anreise.

Der Vorratsraum ist nicht groß, dort ist auch unsere improvisierte Küche untergebracht, aber eine Spüle hätte in der Ecke Platz, wenn wir einen Schrank kaufen könnten, um alle Dinge für Deko unseres Schaufensters, Bastelsachen, Werkzeug usw zu verstauen. Damit bekämen wir mehr Platz für die Spüle und der Toilettenvorraum wäre nicht weiter blockiert. Der Teppich im Versammlungsraum sollte unbedingt erneuert werden, denn er lässt sich nicht mehr reinigen.

Wir sind ja glücklich, zentral hinter dem Rathaus mit Schaufenster für unsere Projekte residieren zu dürfen, allerdings muss vieles aus Platzmangel improvisiert werden. Veranstaltungen und Vorlesungen, Wettbewerbe, wie zum Beispiel Deutsche Lyrik der Gymnasien müssen wir in das Museum, die Bibliothek in Glatz und anderswo auslagern.

Andere DFK`s haben eigene Häuser, oder große räumliche Möglichkeiten mit eigenen Fahrzeugen und Angestellten. Das haben wir alles nicht, verursachen durch günstige Miete und viel Eigeninitiative  unserem Dachverband auch keine großen Kosten. Trotzdem wurde eine Finanzierung der wichtigen Renovierungen abgelehnt, außer der Heizung und wir hoffen, dass wenigstens die Finanzierung irgendwann möglich ist.

Wir haben so treue Sponsoren, die unsere Jugendarbeit und andere Projekte unterstützen, deren Finanzierung durch Konsulat und deutscher Stiftung nicht übernommen werden können.

Heute möchte ich die Leser bitten, druckt den Beitrag aus und reicht ihn weiter, damit wir unsere desolate Raumsituation verbessern können.

Wer uns unterstützen möchte, bitte ich auf  das DFK Konto

 DE76 4945 0120 111 255 2854

zu  unserer Hilfe einen Betrag zu leisten.

Vergelts Gott    Euer Horst Ulbrich

29.2.2016

Asylanten und kein Ende.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:59

Glatz, den 05.01.2016

Verstehe die Welt, wer sich für kompetenter hält, ich nicht!

Nun geistern durch die Medien Vergewaltigungen und Diebstähle der Asylanten.

Aber wer hat sich von den Herrschaften der Politik mit deren Kultur befasst? Gibt es keine Berater für arabische Kultur ?

Keine Frau wird dort ohne Begleitung und schon lange nicht ohne die Erlaubnis ihres Mannes, aus dem Haus gehen! Alle anderen werden, auch durch ihre Kleidung, natürlich als … Sexangebot gesehen! Keiner hat die jungen Männer aus den arabischen Ländern aufgeklärt, und so verstehen sie eben die Welt in Europa nach ihren Gesetzen. Unsere Politiker sind wohl deshalb so blauäugig, weil sie sich in solchen Hemisphären bewegen, wo Übergriffe durch Personenschutz ausgeschlossen sind.

Das ist erst der Anfang, wenn man nicht in der Lage ist, die Asylanten über unser Rechtssystem aufzuklären, denn die fühlen sich nicht einmal schuldig, wenn sie allein herumlaufenden, nicht verschleierten Frauen unanständig begegnen.

Wenn nicht sofort gehandelt wird, gibt das eine Katastrophe, und Herr Seehofer, den ich eigentlich nicht so richtig mag, ist da noch zu vorsichtig in seinen Reaktionen.

Aber 1975 war ich zur Schulung in Viernheim bei Mannheim und wenn wir männlichen Schüler zu viert in der Stadt waren und junge Frauen immer auf die andere Straßenseite gingen, haben wir das hinterfragt. Der Grund war, die dort stationierten amerikanischen Soldaten hielten die Mädchen fest, begrabschten sie überall und mit einem Klaps auf den Po wurden sie wieder entlassen. Abends ab 22 Uhr ist die Polizei nur in doppelter Besatzung mit der MP gefahren und wir Schüler bekamen eine Liste mit Bars,die wir besser meiden sollten. Das in Deutschland und darüber wurde nicht einmal in der Zeitung geschrieben.

Im aktuellen Fall ist nicht einmal bekannt, wer von den vielen Ausländern, oder Rechtsradikalen in Deutschland die Schuldigen sind, und auch das sollte man ohne Vorurteile hinterfragen.

Ich wage wieder einmal einen Ratschlag::: ach wie überheblich:::, nach meinem Brief vom Oktober 2015 bei Grafschaft-glatz blog, wo es das Problem noch nicht gab.

  1. Jeder Asylant, der die Grenze zu Deutschland übertritt, sollte in seiner Landessprache ein Schreiben mit Verhaltensregeln im noch christlichen Europa in die Hand bekommen und mit Unterschrift bestätigen.
  2. Beim ersten Fehltritt, sofern dieser nicht zu schwerwiegend ist, eine Verwarnung – und beim 2. Abschiebung. Wir kommen in Teufels Küche, um es mal salopp auszudrücken.

Wer dann weiterhin zuwiderhandelt hat hier kein Bleiberecht und die Abschiebung muss sofort geschehen,  nicht erst nach monatelangen Verfahren, die unsere Gerichte nicht mehr bewerkstelligen können und die Beschuldigten in der Zwischenzeit untertauchen.

Junge Männer, und vor allem solche, die sich hier nicht benehmen können, sollten für den Frieden im eigenen Land  kämpfen und nicht unsere Frauen verunsichern.

  1. Wer sich an der Grenze nicht ausweisen kann, kommt in ein extra Auffanglager, warum werden so viele Pässe auf dem Weg der Flüchtlinge weggeworfen? Tausende liegen auf den Wegen und das hat doch einen Grund.
  2. Schengener Abkommen? Ja, gibt es das überhaupt noch und warum hält man sich nicht daran? Dazu auch später.
  3. Wer sein Gesicht verbirgt, wenn er willkommen geheißen wird und eine Kamera in der Nähe ist, macht sich verdächtig. Wer hinterfragt das?

Wir benötigen keine Obergrenze der Flüchtlinge, wie Frau Merkel es auch ablehnt, denn wie soll das gehen? An der Grenze zu Österreich verhungern lassen? Oder die lassen sie an der Grenze zu Ungarn oder wo auch immer im Stich? Das wäre unmenschlich und würde uns auf die gleiche Stufe mit den arabischen Länder stellen, aber die säubern ihr Land auf diese Weise von allen politischen Gegnern und wollen niemanden zurücknehmen.

Leider ist die Politik in Europa zu uneinig, bei 550 Mill. Menschen in Europa wären 1% ca 5,5 Mill Asylanten und die sind noch lange nicht da. Aber durch den Druck an den Grenzen wird es hoffentlich bald ein Umdenken geben, denn es wird demnächst Todesfälle geben… und wenn es Kinder sind? Wacht dann die europäische Politik auf? Zur Zeit zeigt die Situation an den Grenzen genau das Prozedere welches unsere Kanzlerin vorausgesagt hat und hoffentlich sehen andere Staatslenker auch mal hin. Ich meine, sogar ein kurzfristiges Zusammenarbeiten mit welchem Diktator auch immer, lässt sich nicht mehr vermeiden. Mit Erdogan in der Türkei gibt es einen Anfang, mit Assad vielleicht auch. Nach einem Frieden sehen wir weiter….

Bei aller Solidarität muss aber eine Auslese stattfinden. Frauen mit Kindern sollten Vorrecht an den Grenzen haben, allein reisende, junge Männer sollen warten und möglichst zu Hause für den Frieden kämpfen. Eine Auslese wird sich ab Sommer nicht verhindern lassen,  das sind keine deutschen Schlesier wie nach unserem Krieg. Hier kommt eine andere Kultur, wo Frauen ohne Rechte sind, wo Ehrenmord nicht geahndet wird und Folter und Hinrichtung an der Tagesordnung ist, und diese Flüchtlingswelle nach Europa ist nicht einmal die größte. Wenn erst einmal, nachdem die Klimakatastrophe sich durch Uneinigkeit der Weltpolitik nicht verhindern lässt,

die Hungerwelle wegen Wassermangel aus Afrika kommt …

Bis dahin ist unsere heutige Generation hoffentlich ins Jenseits abgewandert.

Kommentar von Horst Ulbrich

Ps. Man kann neuerdings hier auch Kommentare her hinterlassen und das wird die Seite beflügeln.

28.2.2016

Exkursion mit dem polnisch-deutschen Freundeskreis in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:55

DSC_0269   DSC_0272   DSC_0281 Bitte die Bilder anklicken.

Wie es wenigen bekannt sein wird, gibt es in Glatz auch einen polnisch-deutschen Freundeskreis unter der Leitung von Herrn Jurek Zelaszkiewicz. Das Gegenstück dazu gibt es in unserer Partnerstadt Bensheim mit dem deutsch-polnischen Freundeskreis.

Diese beiden Organisationen haben sich zeitgleich gegründet und  über das Jahr verteilt viele gemeinsame Veranstaltungen.

Auch mit uns sind sie eng verbunden durch viele Teilnehmer in unserem DFK Chor, Jurek ist unser Verbindungsmann auf kommunaler Ebene durch seine guten Kontakte zur Verwaltung der Stadt Glatz, er ist auch einer der drei Vorsitzenden des Gefängnisses in Glatz mit ca 1000 Inhaftierten.

Am 19. 2.2016 hatten wir eine gemeinsame Veranstaltung und eine Exkursion auf den Spuren der Geschichte und der christlichen Kultur.

Wir besuchten zunächst die Kapelle in Schwenz, dazu hatten wir auch den Dorfbürgermeister ( Sotis) gebeten. Jurek, geschichtlich sehr gut vorbereitet, sprach über die historischen Gegebenheiten und die neuen Renovierungen der Kapelle und des deutschen Denkmals.

Weiter ging es zum Schloss nach Eckersdorf, leider war uns auch ein Betreten des Parks durch einen Zaun verwehrt, wo meine Mutter als junges Mädchen in der Schlossgärtnerei gearbeitet hatte. In der Kirche dann sprach er über die Zeiten vor dem Krieg mit der Familie Magnis und den Bau der Kirche. Ich konnte auch dort wieder persönliche Erlebnisse beitragen, sind doch viele Generationen meiner Familie dort getauft, verheiratet und auch auf dem Friedhof beerdigt worden. Die letzten Täuflinge waren meine beiden Schwester vor der Vertreibung. Ich bin dann in Herford Westdeutschland zur Welt gekommen und zurück in die Heimat der Eltern gezogen.

Interessant ist auch die Geschichte des Kreuzes und der zwei Figuren im Eingang der Kirche, links oben an der Wand und das kam so. Bei der Abfahrt nach einer der Pastoraltagungen  saß ich schon im Auto von Julian Golak, als eine Frau mir hastig ein großes und wertvolles Holzkreuz in die Hand drückte und verschwand. Nun wollte ich nicht 800 Km mit dem ca. 1,2 Meter hohen Kreuz auf dem Beifahrersitz verbringen und so haben wir es Elisabeth Kynast zum Transport nach Schlesien übergeben, wo es auch bei nächster Gelegenheit bei mir ankam. Zu Lebzeiten des Eckersdorfer Heimatpflegers Wolfgang Pfeifer, übergab mir dieser zwei schöne Figuren, die er seit 30 Jahren aufbewahrte, zum Verbleib in der Grafschaft. Aber schon nach einer Woche und nach seiner der Rückfahrt rief er mich an, die Figuren müssen zurück, der ehemalige Besitzer will sie wiederhaben. Gesagt getan, mit Freunden habe ich bei Gelegenheit den Rücktransport organisiert. Wieder ein Anruf, der Besitzer ist gestorben, die Figuren können nun endgültig in die Grafschaft.     Danke!

Mit dem damaligen sehr deutschfreundlichen Pfarrer Pisarski haben wir dann einen passenden Ort für das Kreuz und die Figuren gesucht. Seit der Zeit zieren sie den Eingang zur Kirche in Eckersdorf.

Ja liebe Freunde, so gibt es viele Erlebnisse in der Heimat über die man berichten sollte.

Nach dem Besuch in der Kirche ging es dann endlich ins Warme in die Reiterstube zu Ulbrich, wo ein Imbiss und warme Getränke warteten. Renia und Horst Ulbrich wurden gebeten über die Familiengeschichte der Beiden zu berichtet, auch wie sie zueinander gefunden haben. In diesem Jahr feiern wir unsere Silberhochzeit und da gab es wahrlich viel zu berichten, mit welchem Glück in damals unsicheren Zeiten und der großen Unterstützung der polnischen Bevölkerung wir einen gut geführten Reiterhof aufbauen konnten. Wir haben damals, schon kurz nach der Wende und in Zeiten mit hoher Inflation in Polen von den günstigen Preisen profitieren können, waren aber auch Pioniere ohne deutsche Kontakte. Heute könnten wir uns eine solche Investition nicht mehr leisten und sind glücklich den Weg damals beschritten zu haben und in der schönen Grafschaft Glatz leben zu dürfen.

Vor ca. Zehn Jahren wollte ich dann das Glück teilen und hatte  angeboten einen Ha Land an Heimatvertriebene und deren Kinder zu verschenken, wenn sich 20 Teilnehmer zum Bau von Ferienhäusern finden würden. Selbst der Preis für ein schlüsselfertiges Holzhaus mit 70 m² hatte ich bei der Anzahl auf 7000,- € handeln können und war voller Hoffnung bald ein deutsches Zentrum in Schwenz zu haben.

Leider gab es nur zwei Interessenten und damit war das Projekt gestorben. Heute ist das Interesse an der Heimat bei den Enkeln gewachsen, das sehe ich immer wieder bei den Anfragen zur Ahnenforschung, kann aber oft nur raten selbst in die Grafschaft zu kommen, der zeitliche Aufwand ist sehr groß.  Wo ich kann bin ich immer gern behilflich.

Bericht

Horst Ulbrich

23.2.2016

Ab sofort sind wieder Kommentare möglich

Filed under: Allgemein,Neues aus Schlesien — Schlagwörter: — admin @ 19:52

Liebe Leser,

Auf Anfrage von Horst Ulbrich habe ich als technischer Betreuer am Sonntag die Kommentarfunktion wieder aktivert. Dadurch sind ab sofort wieder Kommentare von allen (auch nicht-registrierten) Lesern möglich.

Ende 2013 gab es erhebliche Probleme mit einer Unmenge von unseriösen Kommentaren (sog. SPAM) mit Werbung und anderem Unsinn. In der Testphase der ersten beiden Tage seit Sonntag habe ich auch wieder einige SPAM-Kommentare erhalten, die aber erst von mir als Moderator geprüft und freigegeben bzw. gelöscht werden müssen.

Daher kann es bei Euren/Ihren neuen Kommentaren sein, dass die manuelle Freigabe durch mich evt. 1-2 Tage dauert. Andererseits werde ich in nächster Zeit einen automatischen SPAM-Filter testen, der aber je nach Menge und Nutzung ggf. zusätzliche Kosten verursacht.

Neu ist auch die Funktion der „Automatischen Übersetzung“ (rechts oben) durch ein sog. Plugin mit der Technik von WordPress und Google-Translator. Bitte beachten Sie, dass die Texte automatisch durch ein Internetprogramm übersetzt werden und daher nicht fehlerfrei sein können!

Viel Spaß im überarbeiteten Blog der Grafschaft Glatz (Schlesien) und herzlichen Dank an unseren fleißigen „Schreiber“ Horst Ulbrich.

Beste Grüße von
Christian Drescher

8.2.2016

 Neujahrsempfang des Konsulates und des Marschalls Oppeln in der Philharmonie.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:48

Der Saal1   IMG_3645   IMG_3643 Bitte auf die Bilder klicken.

Nun gab es neben der traditionellen Einladung auch einen besonderen Anlass, 25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag vom 17.Juni 1991. Die Festlichkeiten ausgerichtet in diesem Jahr gemeinsam vom Konsulat und dem Oppelner Marschall  Andrzey Bula. Beide betonten in ihrer Rede die gute Zusammenarbeit.

Wahrlich ein Kunstgenuss war danach das Konzert in der Oppelner Philharmonie mit über 80 jungen Musikern aus Deutschland und Polen. Zu erfahren war, dass die Verbindung der beiden Orchester, des Williges Gymnasiums in Mainz und der Oppelner Chopin-Musikschule seit 25 Jahren besteht und sie schon in vielen gemeinsamen Konzerten aufgetreten sind.

Der musikalische Rahmen umspannte ein großes Spektrum von klassischer Musik, über Operettenklänge bis zur Filmmusik. Herr Malcharczyk,  ein schon bekannter Entertainer und Mitarbeiter des Konsulates begeisterte immer wieder mit informativen, wie auch spaßigen Überleitungen. Zur Ankündigung der Filmmusik und einem Musikstück aus dem Film „ Fluch der Karibik“ erschien er sogar passend gekleidet als Pirat.

Nach dem Konzert hatte Frau Konsulin Haake zu Imbiss und Umtrunk geladen. Leider habe ich erst, auf den mir zugesandten Bildern die Leckereien sehen können, denn mit vielen Gesprächen der politischen, wie in der deutschen Minderheit engagierten Freunde befasst, war es dann zu spät. Aber die Gespräche, auch über die Erfolge der Gespräche in Berlin vor einer Woche waren wichtiger. Mit Andreas Grapatin vom CDU Verbindungsbüro in Breslau haben wir dann im Hotel bei einem Glas Wein weiter diskutiert und auch die weitere Zusammenarbeit geplant.

Bericht Horst Ulbrich      Empfang1    Konsulin im Gespraech Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

 

 

 

6.2.2016

Weihnachten in der Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:09

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Nun werden in Deutschland die Weihnachtsbäume wohl schon einige Zeit abgeräumt sein. In der Heimat ist die Adventzeit eigentlich auch Fastenzeit und das Fest beginnt mit der Heiligen Nacht.

Dafür werden aber bis Maria Lichtmess am 2.Februar noch Weihnachtslieder gesungen, auch die Dekoration in den Kirchen bleibt solange erhalten und wird erst am kommenden Sonntag 7.2. nicht mehr zu sehen sein.

Privat haben wir unseren Christbaum Ende Januar entsorgen müssen, denn wegen der Wärme begannen die Nadeln zu rieseln.

In den Kirchen, wo nicht geheizt wird halten die Bäume natürlich länger, aber nun geht die Weihnachtszeit zu Ende und wir freuen uns auf den Frühling. Die Temperaturen in der Heimat verhalten sich schon entsprechend. Da hat die Vertriebenengeneration hier noch andere Winter und mit viel Schnee erlebt. Ich bin wohl mit dem Klimawandel in die Heimat meiner Eltern gezogen, denn es hat in den letzten Jahren wenig Schnee gegeben, obwohl die Temperaturen teilweise bis minus 18 Grad waren. Das hat der Landwirtschaft immer wieder Verluste gebracht, weil der Schnee normalerweise die Wintersaat schützt.

Aber nun wollen wir uns auf den Frühling freuen, am 19.2. trifft sich der DFK Chor bei Ulbrich zum Angrillen. Vorher werden wir das Schloss und die Kirche in Eckersdorf und die Schwenzer Kapelle besuchen und ich werde einige Erläuterungen zu meinen Ahnen geben, die aus Eckersdorf und der Umgebung sind.

 

Bericht Horst Ulbrich

Schloss Pischkowitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:48

 

Liebe Leser dieser Seite.

Forschung in Schlesien kann ja so spannend sein. Wie schon geschrieben wird in Pischkowitz  aus einer Ruine wieder ein schönes und gut renoviertes Schloss. Restaurant- und Hoteleröffnung wird in 2017 sein und die Arbeiten gehen gut voran. ( Bitte unten auf dieser Seite bei „older posts“ zu dem Originalbeitrag zurückblättern.

Nun hat Herr Schönberg, der neue Schlossbesitzer einen signierten Dachziegel gefunden und geforscht warum das geschehen ist. Signiert war der Ziegel mit Wilhelm Seidel und Franz Tschöke. Daraufhin hat sich ein E-mailkontakt mit Herrn Andreas Tschöke in Deutschland ergeben und der konnte zur Aufklärung beitragen.

Andreas Tschöke mir schrieb dazu:

Wie kommt der Schriftzug auf den Dachziegel?

Es ist gebrannter Ton und, wie es auf den ersten Blick aussieht, wurden die Schriftzüge bereits vor dem Brennen dort verewigt.

Vom Alter und von den mir bisher bekannten Personen kann das nur Anton Joseph Franz Tschöke sein, geb. 20 Jan 1819. Er war zum Zeitpunkt der Signatur 27 Jahre alt. Leider habe ich über ihn keine weiteren Daten. Sicher waren Wilhelm Seidel und Franz mit der Erneuerung des Daches beauftragt, denn es war zu diesem Zeitpunkt schon über 120 Jahre alt. Sehr wahrscheinlich haben beide die dafür notwendigen Dachziegel selber bei der Brennerei abgeholt und mit einem Ochsenkarren zum Schloss gefahren. Zum Abschluss ihrer Arbeiten haben sie diesen Ziegel signiert und dann brennen lassen.

Viele neue Besitzer alter Gebäude suchen nach alten Unterlagen, den Vorbesitzern, oder auch Kuriositäten wie hier, ein signierter Dachziegel aus dem Jahr 1846.

 

Bericht Horst Ulbrich

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5.2.2016

Eine Feier zum 70. Tauftag von Helmut Sauer in seiner Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:12

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Auf den Tag genau 70 Jahre nach seiner Taufe feierte Helmut Sauer am 3.2.2016 mit Freunden aus Schlesien in seiner Taufkirche St. Barbara in Peterwitz eine Messe. Er wollte nur am polnischen Gottesdienst teilnehmen, aber 7 Geistliche fanden sich am Altar ein. Hauptzelebrant war der apostolische Protonotar Prof. Pirlana.Der Gottesdienst wurde für den Jubilar in Deutsch und Polnisch gehalten, Kinder aus der Gemeinde haben gesungen und am Ende mit Glückwünschen in deutscher Sprache Blumen überreicht.

Helmut Sauer war überrascht und tief bewegt bedankte er sich am Ende bei allen, die den Gottesdienst organisiert und gestaltet haben.

Die geladenen Gäste fuhren dann in das Hotel, wo der Jubilar seit vielen Jahren mehrmals im Jahr wohnt. Dort verlas er bei einem Glas Sekt zunächst die lange Liste aller Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche, die er herzlich begrüßte. Aus Oppeln waren Herr Galla, Herr Gaida, Herr Rasch, Herr Bartek, der bischöfliche Beauftragte Dr. Talinski, Prälat Globisch und andere angereist. Pater Dr. Arndt aus Breslau kam wegen eines Staus leider zu spät, um den Gottesdienst noch am Altar mitfeiern zu können.

Helmut Sauer, ein verdienter Schlesier, der schon am Heiligen Abend seinen Geburtstag gefeiert hatte, engagiert sich seit Jahrzehnten sehr wirkungsvoll für sein Schlesien und die Heimatvertriebenen. Er wird nicht nur bei den in Schlesien lebenden Deutschen hoch geschätzt, er ist auch ein angesehener Partner in politischen und kirchlichen Kreisen in Polen.

So waren unter den Gästen ehemalige und heutige Bürgermeister, Vorsitzende und Politiker der Deutschen Minderheit in Polen, Chefärzte und weitere Wegbegleiter der vielfältigen Kontakte in seiner Heimat.

Nach dem Neujahrsempfang bei der Konsulin Frau Haake vor einer Woche gab es erneut Gelegenheit zu Gesprächen über die Zukunft unter den neuen politischen Verhältnissen in Polen. Die teils vertraulichen Gespräche über die Verhandlungen in Berlin vor einer Woche lassen auch mich etwas entspannter in die mittelfristige Planung schauen, obwohl wir Vorsitzenden natürlich gern langfristig planen würden.

Die Gäste mit der langen Anfahrt aus Oppeln mussten sich gegen 22 Uhr verabschieden, wir hingegen konnten noch etwas länger bleiben, da Glatz nicht so weit entfernt ist. Aber gegen 24 Uhr haben auch wir uns mit Andreas Grapatin aus Breslau dann auch auf den Weg gemacht. Er hat bei uns übernachtet, da er am folgenden Tag einen Termin in Prag hatte. Von dort wird er für den DFK Glatz einen Hilfstransport von unserem Partner „chance for children“ übernehmen und eine große Spende Legosteine mitbringen. Damit werden wir die Schule behinderter Kinder und die Kinderheime in Glatz zu Ostern überraschen. So kann man über die guten Kontakte auch immer wieder Hilfe für unser Sozialprogramm bekommen.

Bericht Horst Ulbrich

DSC_0200   DSC_0193   DSC_0202zum Vergrößern das Bild anklicken

14.1.2016

Elfriede Weinhold gestorben.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:58

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Am 11.01.2016 ist unsere Ehrenvorsitzende Elfriede Weinhold im Pflegeheim „ Dom Seniora“  nach langer Krankheit verstorben.

Mit Gründung des DFK Glatz im Jahr 1993 hatte sie sofort das Amt der Kassenführung übernommen, nach dem Tod von Frau Anna Fuhrmann auch den Vorsitz des DFK.

Sie war uns bei der Reaktivierung und Neugründung 2010 in allen Bereichen behilflich und seit dieser Zeit auch unsere Ehrenvorsitzende. Leider ging es ihr, nach Schlaganfall und zwei folgenden Operationen am Gehirn, sehr schlecht. Sie war danach gelähmt, auch das Sprachzentrum war schwer geschädigt. Wir haben uns in den vielen Besuchen dann auf meine Fragen mit Handdrücken verständigt. Einmal ja, zweimal nein und so konnten wir immerhin noch eingeschränkt kommunizieren. Leider war auch das gegen Ende des letzten Jahres kaum noch möglich. Wir haben ihr, mit der Hilfe der Malteser aus Telgte einen besonderen Rehastuhl zur besseren Behandlung und Durchblutung besorgen können. Aber als es ihr immer schlechter ging, war der Weg in eine stationäre Pflege unumgänglich, wo sie dann am 11.01. 2016 entschlafen ist.

Wir trauern um ein wertvolles Mitglied des DFK Glatz, möge sie bei Gott ihren himmlischen Frieden finden.

Die Beerdigung war am 14.01.2016.

 

Der Vorstand DFK Glatz.

24.12.2015

Letzte Veranstaltung in 2015 der polnisch-tschechischen Tage der Christlichen Kultur.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:07

 

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Der Organisator der polnisch- tschechischen Tage der christlichen Kultur, Julian Golak, hatte zwei Tage vor dem Heiligen Abend zur letzten Veranstaltung in diesem Jahr geladen und trotz des Wetters sind alle gekommen. Schon die Anfahrt zur Hohen Eule war erschwert, denn der Nebel war so dicht, dass man nur im Schritttempo die letzten Kilometer fahren konnte.

Aber im festlich geschmückten Lokal empfing uns eine Wärme und viele Bekannte, die sich lange nicht gesehen hatten, trafen sich dort wie jedes Jahr. Eine bunte Mischung aus Politik und kirchlichen Würdenträgern und für den DFK wichtig die Kontakte weiter zu pflegen, denn die Herren Bürgermeister, Landräte und andere sieht man nicht so oft. Julian Golak hatte mich wieder gebeten, über die deutsche Weihnachtstradition in Schlesien zu berichten, was ich gern übernommen habe. Geladen waren auch einige Künstler mit Instrumenten und andere, die ihre Bilder und Skulpturen in einer Ausstellung zeigten, die nach dem Essen eröffnet wurde. Aber lange Zeit nahm zunächst die traditionelle Begrüßung ein, die auch am Heiligen Abend hier in den Familien praktiziert wird. Nach dem Tischgebet bekamen alle Oblaten ausgeteilt und – wer den Brauch nicht kennt –  damit geht man herum, wünscht jedem Einzelnen ein frohes Fest und bricht vom jeweils anderen ein Stück der Oblate heraus und man verzehrt sie gemeinsam. Da sich fast alle kennen, gab es natürlich immer viel Gesprächsstoff. So begann das Abendessen nach ca. einer Stunde der privaten Gespräche mit den traditionellen polnischen Gerichten. Fisch in verschiedenen Sorten mit Beilagen und vorher die traditionelle  Brühe aus roten Beeten genannt Barszcz. Das muss ein Deutscher erst mal aussprechen können. Später auch noch Kutia, das ist eine Süßspeise aus Weizen und Mohn, ähnlich den schlesischen Mohnklößen, und natürlich Kaffee und Kuchen.

Es schloss sich ein musikalisches Programm mit einer ausgebildeten Sopranistin an, begleitet von einem Violinisten  und einem Gitarristen.

Der Gitarrist, ein hochbegabter Musiker, war als Kind schwerstbehindert geboren und von Nonnen aufgenommen worden, wie er berichtete. Sie haben ihn soweit gesund gepflegt, dass er nun mit Gehhilfen laufen kann. Er tingelt, mit seiner Gitarre und einem Pfarrer, der ihn begleitet, durch die Welt und kam gerade aus Chicago zurück. Wir hatten sein Können schon am Sonntag in der Kirche des Franziskanerklosters in Glatz bewundern können. Ein herausragender Künstler, der mit Musik auch seine Behinderung gemeistert hat.

Herr Henryk Hnatiuk eröffnete mit Julian Golak die Kunstausstellung. Im Anschluss gab es verschiedene Lesungen und die Vorstellung der Weihnachtsbräuche in Tschechien, der Ukraine und Deutschland. Da war ich dann gefragt, denn eine andere deutsche Organisation war nicht dabei.

Also habe ich meinen Vortrag zum ersten Mal ohne die Hilfe meiner Frau auf Polnisch gehalten, da ich die meisten Gäste kenne und man mir alle sprachlichen Fehler verzeiht. Ich habe auch über die besondere Kunst des Bratens der schlesischen ungebrühten Bratwurst berichtet, die bei meiner Mutter oft geplatzt ist. Am Ende gab es jedenfalls lange Applaus und Geschenke der anwesenden Künstler und des Organisators. Na ja, ich bin halt immer noch die Ausnahme der Deutschen, die sich halbwegs mit dem polnischen Sprachgewirr auseinandersetzen. Gegen 24 Uhr waren wir dann wieder zu Hause in Schwenz.

Nun ist alles Offizielle vorbei und die privaten Vorbereitungen können beginnen. Schwiegervater hat wieder den allerschönsten  Tannenbaum geopfert, wie jedes Jahr, aber mit Blattläusen und klebrig. Nun soll ich mit dem Kärcher den Baum behandeln, denn auf Frost kann man wohl nicht hoffen, um das Problem zu lösen.

Was ist aus dem schlesischen Wetter geworden??? Wünsche zu Weihnachten hatte ich schon geschrieben, deshalb nur noch

auf ein Wiedersehen in Schlesien im nächsten Jahr.

Euer Horst Ulbrich

Kulturtage 014   12377680_950959151626427_48396555951794702_o   Kulturtage 030 Bitte Bilder anklicken.

18.12.2015

Frohe Weihnachten

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:36

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Liebe Freunde dieser Seite!

Zum bevorstehenden Weihnachtsfest möchte ich allen danken, die sich per E-Mail oder Briefpost bei mir gemeldet haben. Neues aus Schlesien wird auch in Texas, Kanada und in vielen Ländern Europas gelesen, eben überall dort, wo die Vertriebenen eine neue Heimat gefunden haben.

Wer hätte das gedacht, und die Seite grafschaft-glatz hat demnächst 3,5 Millionen Klicks zu verzeichnen. Das kann auf der Startseite unter„ Anzahl Besucher“ auf dem Zählwerk mitverfolgt werden.

Ich danke allen, die mir persönlich geschrieben haben und ich kann mich, wegen der vielen Zuschriften, nicht immer persönlich bedanken. Aber es macht mich glücklich und ein wenig stolz, dass es gelungen ist, über den Blog so viel Interesse für die schlesische Heimat geweckt zu haben, denn viele im Ausland lebende Grafschafter  hatten lange keinen Bezug mehr zu ihrer Heimat aus Kindertagen. In den Briefen werde ich immer wieder aufgefordert, doch noch mehr Informatives zu schreiben. Ich gebe mir Mühe!

Danken möchte ich auf diesem Wege auch allen Unterstützern, die mit Spenden unser finanzielles Überleben in der Heimat erst ermöglicht haben. Auch den Organisationen wie den Maltesern aus Telgte, die mehrmals im Jahr unser Lager für Hilfsmittel wieder füllen, damit wir unsere Kranken und Bedürftigen mit Gehhilfen bis Pflegebetten versorgen können, herzlichen Dank. Die Spenden der Kirchengemeinden aus Buckow und Königswusterhausen, die uns jedes Jahr vor Weihnachten mit finanzieller Unterstützung und mit guter Winterkleidung, Backwaren und Süßigkeiten erreichen, ist bei der Betreuung der bedürftigen Mitglieder eine große Hilfe. Ein besonderer Transport, organisiert und durchgeführt von Herrn Pollok aus Sendenhorst bei Münster, erreichte uns im Oktober. Ein Sattelschlepper und ein LKW mit großem Anhänger voller Krankenhausmaterial und mit 48 Pflegebetten für das Krankenhaus Scheibe in Glatz wurde geliefert. Der größte Transport unserer Sozialarbeit seit Bestehen des DFK in Glatz, den wir organisieren durften. Im Namen aller, denen mit den Spenden geholfen werden konnte, ein herzliches „Vergelt’s Gott“, wie die Schlesier zu sagen pflegen.

Ich wünsche allen Lesern dieser Seite ein segensreiches Weihnachtsfest und Gesundheit im neuen Jahr.

Bleibt der Heimat treu.

Horst Ulbrich

13.12.2015

Weihnachten 2015 beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

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Eine unserer drei Weihnachtsfeiern, aber diese mit deutschem Gottesdienst. So haben sich zunächst 98 Mitglieder, die sich wegen des Platzmangels im Kulturhaus Glatz in eine Auswahlliste eintragen mussten, in der Klosterkirche der Franziskaner in Glatz versammelt. Pater Arndt aus Breslau, der dankenswerterweise über das ganze Jahr an jedem letzten Samstag im Monat bei uns eine deutsche Messe hält, war auch bereit den Gottesdienst zur Weihnachtsfeier mit uns zu feiern. Andreas Klose aus der Kirchengemeinde St. Elisabeth Königswusterhausen und Hermann Zwerschke aus der Kirchengemeinde St.Hedwig aus Buckow waren extra mit einem Hilfstransport für unsere Bedürftigen nach Glatz gekommen und haben auch aktiv am Gottesdienst teilgenommen. Andreas mit Pater Arndt am Altar und Hermann hat mit seiner Trompete zur Kommunion gespielt. Der Gottesdienst war ein musikalischer Genuss. Jochen Straube, der jeden Gottesdienst übers Jahr organisiert und leitet, spielte Flöte, begleitet von Heinz-Peter Keuten mit der Gitarre. Gesungen haben außerdem die Chöre des DFK aus Waldenburg und des DFK Glatz.

Nach dem Gottesdienst haben sich alle im Kulturhaus der Stadt Glatz versammelt, leider haben dort nur 90 Personen Platz und mit 98 gab es schon die ersten organisatorischen Hürden zu überwinden. Leider ist das letzte Restaurant mit Platz für 300 Personen in Konkurs gegangen und in Glatz gibt es bisher keinen Ersatz. So mussten wir uns mit unserer Ortsgruppe DFK Kudowa wieder auf drei Feiern einrichten.

Im Kulturhaus angekommen gab es zunächst ein deftiges Mittagessen, waren doch viele Teilnehmer seit dem Morgen aus Bad Kudowa und Waldenburg unterwegs. Der Vorsitzende nutzte die Gelegenheit der Stille beim Essen für wichtige Bekanntmachungen und ein kurzes Resümee des letzten Jahres.

Danach begann ein vielfältiges Programm mit Musik und Gedichten.

Die beiden Chöre haben gesungen, Weihnachtslieder auf der Trompete von Hermann Zwerschke und die Kinder der Familie Feist waren die herausragende Attraktion. Mit 5 und 7 Jahren haben sie deutsche Gedichte vorgetragen, gesungen und danach beide Kinder auf dem Klavier auf der Bühne Weihnachtslieder gespielt. Dass die kleinen Finger so perfekt die breiten Tasten treffen, das war schon erstaunlich. Nach Kaffee und Kuchen wurde dann gemeinsam gesungen, der Vorstand hatte dazu extra Liederhefte gedruckt, die jeder mitnehmen durfte, in der Hoffnung, dass am Heiligen Abend zu Hause auch ein deutsches Lied gesungen wird.

Gegen 19 Uhr mussten dann viele wegen des langen Heimweges die Rückfahrt antreten. Wir sind glücklich, eine so gute deutsche Gemeinschaft versammelt zu haben, und hoffen, dass auch die Jugend weiterhin dem DFK treu bleibt. Bisher haben wir mit viel Energie die Schienen für eine lange deutsche Tradition in Glatz gelegt und hoffen nun, dass weitere finanzielle Kürzungen wie bisher unterbleiben.

Bericht

Horst Ulbrich

20151129_170405    Weihnachten 2015 021  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Rechenschaftsbericht des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:58

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Kreisverband Glatz

Adresse:

57-300  Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail:  hulbrich@op.pl         Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: blog.grafschaft-glatz.de

 

Liebe Mitglieder, Sponsoren und interessierte Freunde unserer Arbeit in der schlesischen  Heimat!

Glatz im November 2015

Kultur:

Es gibt jedes Jahr neue Herausforderungen, wie viele der Leser auch im Internet unter grafschaft-glatz.de  blog verfolgen können. Im zugesagten Budget für 2015 wurde allen DFK`s  10% abgezogen, da in diesem Jahr wieder ein Kulturfestival der deutschen Minderheit in Breslau stattgefunden hat und finanziert werden musste. Aber ein wichtiges Festival der Deutschen mit einer Beteiligung von fast 8000 Besuchern und Aktiven. Auf der Hauptbühne Theater- und Gesangsgruppen, sowie Blasorchester im 15 Minutentakt. In den Gängen viele Infostände der einzelnen Organisationen, wie auch unserem DFK Glatz. Unser Stand war im Haupteingang zur Halle und wie uns immer wieder berichtet wurde, einer der attraktivsten. Nun haben wir mit großer Vorleistung schon am Vortag aufbauen können und abends schnell zum Empfang bei der Generalkonsulin, die Fam. Ulbrich eingeladen hatte. Auch das Platzangebot mit Pavillion, Stehtischen, Bildertafeln mit unseren Projekten und Filmvorführung über Beamer, haben wir zum Nachbarn erweitern können, um den vielen interessierten Menschen Platz zu bieten. Sieben große Brote mit Schmalz und 35 Flaschen Wein haben wir in kleinen Portionen ausgeschenkt, denn bald war unser Stand umlagert. Auch unser Chor hat dort immer wieder eines unser selbst gemachten Lieder gesungen, wie „ Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen“. Unseren Stand besuchte auch viel Prominenz, wie unser einziger deutscher Abgeordneter im Sejm in Warschau, Herr Gala, natürlich unser Dachverband aus Oppeln mit dem Vorsitzenden Herrn Gaida, Angehörige der Konsulate und viele andere. Wir haben uns gefreut, wie bekannt der DFK Glatz bei den Organisationen in ganz Polen ist und viele neue Gesichter habe ich nun persönlich kennengelernt, deren Kontakte bisher nur aus E-Mail`s  bestanden. Wieder eine gelungene Demonstration deutscher Kultur in Breslau.

Trotz der angespannten Finanzlage haben wir auch dieses Jahr  wieder einen Wettbewerb der Gymnasien und Lyzeen in deutscher Lyrik durchgeführt. Nach 14 Schulen im letzten Jahr haben sich in 2015 sogar 27 Schulen mit ihren besten Schülern zu Vorträgen in deutscher Lyrik angemeldet. Im Saal des Museums in Glatz wurde dann geprüft und natürlich in verschiedenen Kategorien auch Preise ausgegeben, denn wer so perfekt mit Mimik und Gestik deutsche Gedichte vorträgt muss belohnt werden. Eine Veranstaltung auch für polnische Kinder und Jugendliche, um sie für die deutsche Kultur zu interessieren.  ( Berichte weiter unter hier im blog)

Renata Ulbrich hat als regionale Projektbetreuerin das Ressort  „ Konsolidierung der Begegnungsstätten“ übernommen und ihr erstes Projekt war die deutsche Erntedanktradition. Dazu wurde sogar eine Erntekrone gebastelt, die mit anderen gefertigten Strohgestecken in unserem Schaufenster viele Zuschauer anlockte. Vorträge für unsere älteren Mitglieder, wie leichtes Kochen und Bewegung im Alter war eins der Folgeprojekte. Natürlich müssen bei jedem finanzierten Projekt 25 % der Kosten selbst getragen werden und das leert die Kasse. Im letzten Jahr waren es noch 20%. Eigenbeteiligung

Wer viel macht, verliert viel Geld!

Natürlich wird auch weiterhin Deutsch gelehrt und die deutsche Nachkriegsgeneration macht Fortschritte. Weiterhin bieten wir 6 Kurse vom Kindergarten bis zur Erwachsenenbildung an. Für Jugendliche auch die Vorbereitung zum Zertifikat Deutsch beim Goetheinstitut. Unsere Jugendabteilung war in diesem Jahr, auf eine Einladung der Kirchengemeinde Königswusterhausen in Berlin. Für alle ein einwöchiges Erlebnis, organisiert vom dortigen Diakon Andreas Klose. Er kommt auch mit Hermann Zwerschke wieder mit einem Hilfstransport zu unserer Weihnachtsfeier. Ja wenn es die guten Menschen nicht gäbe.

Denkmalpflege:

Es ist uns gelungen mit Sponsoren das Denkmal in Schwenz an der Kapelle zu renovieren. Auch die Eckersdorfer haben gesammelt und das Denkmal Heinrich Bender ist renoviert und hat einen Engel in die Nische bekommen. Für eine rustikale Verweilbank hat dann Familie Barth gesorgt.       Siehe Internet blog.

Sozialarbeit:

Der größte Hilfstransport seit unserem sozialen Engagement war im August dieses Jahres. Das Krankenhaus Scheibe in Glatz ist in der Ausstattung immer noch unter jeglichem deutschen Standard. Durch die fünf Hilfstransporte der Malteser aus Telgte in 2015 konnten wir immer wieder helfen, aber in Glatz und Neurode sind ca. 300 Pflegebetten zu ersetzen die alt und teilweise defekt sind.

Aber es fand sich ein überaus spendabler Sponsor. Herr Pollok aus Albersloh mit einer Fahrschule für LKW bei Münster NRW, hat sich bereiterklärt den Transport zu übernehmen, da im Klinikum dort 4000 Betten zur Verfügung stehen. Wir haben die Organisation übernommen und so kam er mit einem Sattelschlepper und einem zweiten großen LKW mit Anhänger und brachte 48 Betten und viel Krankenhausmaterial. Das Abladen der Betten, es waren in den LKW immer vier übereinander gestapelt, habe ich dann mit unseren Frontlader übernehmen können. Eine große Hilfe und Herr Pollok hat angeboten in 2016 in der Osterzeit noch einmal zu kommen. Ein wahrlich interessanter Mann mit 80 Jahren, der von seinen Fahrern immer dann aufgefordert wurde das Steuer selbst zu übernehmen, wenn es rückwärts in die enge Einfahrt ging. Ihm und allen Sponsoren hier schon einmal ganz herzlichen Dank.

Feste:

Auch das Feiern sollten wir nicht vergessen, dazu werden dann auch unsere behinderten und alten Mitglieder abgeholt. Frühlings, Sommer, Oktober und Weihnachtsfest sind fester Bestandteil unserer Jahresplanung. Leider ist das günstige Lokal mit Platz für 300 Personen pleite und die Alternative Kulturhaus bietet nur bis 100 Personen Platz. Da müssen wir aufteilen, was natürlich immer Diskussionen hervorruft. Aber in Glatz gibt es keine andere Möglichkeit.

Unser Weihnachtsfest ist am 3. Advent, Pater Arndt wird zu Beginn den traditionellen deutschen Gottesdienst halten.

Zukunftsaussichten:

Ja, wieder viele positive Aktionen in diesem Jahr, wenn nicht die dunklen Prognosen wären und ich hatte mich, mit noch einem anderen Kollegen bei der VDG Delegiertenversammlung in Oppeln zu dem Thema zu Wort gemeldet.

2017 sollen lt. unseres Dachverbandes VDG die Mittel der Konsulate aus dem Auswärtigen Amt für Kultur wegfallen. Das bedeutet, ohne Alternativen der Finanzierung kein Deutschunterricht, keine Jugendarbeit, kein Chor. Ja und was mich erregt, ist die Meldung der Stiftung aus Oppeln, die unsere Miete und Bürokosten bisher aus Rückflussmitteln der deutschen Kredite in Polen bezahlt hat. Auch die Rückflussmittel sollen gerade 2017 auslaufen. Niemand, auch aus der Politik ist bereit, sich dazu öffentlich zu äußern. Ich hatte nach dem VDG an Herrn Koschyk geschrieben, der mich auf den VDG verwies. Im Juli waren vier Bundestagsabgeordnete mit Herrn Brähmig beim DFK Glatz und auch Frau Konsulin Haake ist dazugekommen. Ich habe auch einen Empfang beim neuen Bürgermeister in Glatz organisiert, aber zu dem wichtigen Thema war dann …. Keine Zeit!!!

Zum Glück haben wir auf Fürsprache des Bürgermeisters ein kleines, aber ideales Büro gleich hinter dem Rathaus und die Miete von 128,- Zloty kalt werden wir immer zusammenbringen. Aber was ist mit fünf Jahren Aufbauarbeit? Wir sind ein etablierter und angesehener Verein, haben die alten Mitglieder zurückgewonnen, auch deren Kinder und Kindeskinder. Das hat viel Energie, Zeit und eigenes Geld gekostet und ich verstehe die schweigende Mehrheit der DFK Vorsitzenden nicht. Aber vielleicht ist das aus Deutschland so gewollt und wir sollen abgewickelt werden. Wir können nur hoffen, dass man sich in der Politik, trotz der großen Asylantenprobleme, noch für die Finanzierung der deutschen Minderheit in Polen interessiert. Leider ist durch die unsichere Zukunft schon eine mittelfristige Planung kaum möglich. Warten wir zunächst die Verabschiedung des Bundeshaushaltes für 2016 ab, das sollte noch einmal gut gehen.

Politik:

 Man versteht die Polen nicht, aber nach dem Skandal der Partei PO hat die Wahl der rechten Partei Kaczynskis PIS die absolute Mehrheit gebracht und wir werden sehen ob es Auswirkungen bis nach Glatz gibt. In Oberschlesien ist schon ein PIS Politiker in eine DFK Veranstaltung gekommen, mit dem Spruch: Es dürfe nicht mehr Deutsch gesungen werden, hier ist Polen! ( Wusste er das noch nicht?) Das ist ein verbrieftes Recht und es hat natürlich Proteste gegeben. In Glatz hatten wir allerdings auch mit dem vorigen Bürgermeister der PIS Partei, Dank unserer Diplomatie, keine Probleme und jetzt mit Herrn Piszko von der PO hoffen wir auf noch bessere Zusammenarbeit. Wir werden sehen was die Zeit bringt.

Liebe Mitglieder,

für den Mitgliedsbeitrag von 20,-€ ist wieder ein Überweisungsträger in der Anlage.

Wer unsere Arbeit in der Heimat unterstützen möchte und noch kein Mitglied des DFK Glatz ist:

Bitte melden unter Tel. Nr. oder E-Mail im Briefkopf wer mit 20,-€ Jahresbeitrag Mitglied werden möchte.

Spenden für den Verein DFK Glatz Ko:  DE76 4945 0120 111 255 2854

 

Konto Schlesienhilfe für Kranke und Bedürftige Deutsche, Denkmalpflege usw.

in der Grafschaft Glatz:

Konto: DE02 4945 0120 111 255 1179 

 

Es grüßt Euch herzlich, verbunden mit besten Wünschen für ein segensreiches Weihnachtsfest und Gesundheit im Neuen Jahr.

Bleibt der Heimat treu.

Horst Ulbrich

 

DFK Rechenschaftsbericht 2015

Teilweise Doku mit Fotos unter grafschaft-glatz.de (dort im Blog)

Feste Zeiten:

1.Öffnungszeiten der Geschäftsstelle ganzjährig jeden Samstag 11 bis 14 Uhr.

2.Jeden Montag (außer den Ferien) Deutschkurse (Anfänger, Fortgeschrittene, Konversationskreis).

  1. Mittwoch Chorprobe vor jeder Veranstaltung.
  2. Donnerstag Jugendtreff, Deutschkurs Schüler, Nachhilfe und ein Kurs Deutsch für Erwachsene
  3. Monatliche Vorstandsitzungen.
  4. An jedem letzten Samstag im Monat deutscher Gottesdienst.

Außerordentliche Termine und Veranstaltungen 2015:

10.1. Planung der Projekte 2015 mit Stand beim Kulturfest.

24.1. Helmut Goebel 90gster Geburtstag, Auch Besuch am Grab Karl Moszner.

29.1. Treffen mit der Hirschfelder Stiftung an der Autobahnraststätte.

15.2. Hirschfeldermesse in Tscherbeney, danach Treffen bei der Ortsgruppe

DFK Kudowa und Krankenbesuch bei Friedel Weinhold.

28.3.Hilfstransport der Malteser aus Telgte in unser Zentrallager.

1.4.  Hilfstransport von Herrn Pollok.

10.4. Schule Habelschwerdt, Wettbewerb deutsche Lyrik.

11.4. Beerdigung Frau Hauschke in Straußdörfel.

12.4. Einladung DFK Vorstand Klein Strehlitz auf Schloss Moschen.

24.4. Tagung  AGG Münster und Hilfsmittel von den Maltesern in Telgte.

27.4. Vorstandsitzung VDG Oppeln beim DFK in Glatz.

28.4. bis 1.5. DFK Glatz und DFK Kudowa fahren nach Dachau.

1.5. Fam. Graf Magnis vom Schloss Eckersdorf zu Gast.

Mausoleum Renovierung geplant.

8.5. Einladung des Bürgermeisters Glatz im Kulturhaus.

11.5. Einladung der Bundesheimatgruppe Münsterberg,

am 13.5. beim DFK Glatz.

15.5. Film über die Vertreibung von Herrn Cyrus beim DFK Glatz.

16.5. Gruppe Engel aus Deutschland mit fördernden Mitgliedern zu Besuch.

21.5. Deutsch Lyrik und Prosa Lesungen in Bad Altheide.

29.5.bis 31.5. VDG Konferenz am Annaberg, deutsche Wallfahrt.

4.6. Fronleichnam mit dem Großdechanten und Bisch. Dec in Tscherbeney.

8.6. Albendorf Messe und Einweihung des neuen Kreuzweges mit dem

Großdechanten.

12.6. Besprechung Hilfstransport mit der Direktorin des Krankenhauses Glatz.

13.6. Reimannfestival in Albendorf.

19.bis 21.6. Teilnahme am Deutschlandtreffen der Schlesier in Hannover mit

dem  DFK  Waldenburg.

26.6. Treffen mit den Patschkauer Wanderdohlen.

28.6. bis 3.7. Jugendfahrt DFK Glatz nach Berlin.

8.7. Frau Taubitz  zu Besuch mit Autorenlesung.

15.7. Eckard Pols MDB, Heiko Schmelzle MDB und Klaus Brähmig MDB mit der

Konsulin Frau Haake zu Gast beim DFK Glatz.

18.7. Malteser  Telgte  beim DFK mit Hilfsgütertransport.

9.8. DFK Sommerfest  beim DFK  im Kulturhaus Glatz.

17.8. Buchautor Herr Berke zu Gast.

  1. bis 26.8. Kulturtagung in Lubowitz, Landsmannsch. Baden-Wüttemberg.

29.8. Projekt Erntedanktradition beim DFK Glatz.

31.8. Krankenbesuche Habelschwerdt, Neurode usw.

12.9. Beerdigung Frau Grabiec in Bad Reinarz.

15.9. Schüleraustauschgruppe aus Beburg Deutschland zu Gast beim DFK.

20.9. Messe mit dem Großdechanten, danach Treffen im Hirschfelder Haus beim DFK Kudowa.

25.9. Am Vortag Kulturfestival Einladung bei der Generalkonsulin Frau Wolberts

im Generalkonsulat in Breslau.

26.9. Kulturfest der deutschen Minderheit in der Jahrhunderthalle Breslau.

  1. und 9.10. Wissenschaftsfestival in Zusammenarbeit mit der Uni Breslau.

9.10. Lyrikwettbewerb der Gymnasien und Lyzeen der Grafschaft. Organisiert

und durchgeführt vom DFK Glatz, außerdem 2 Wissenschaftsreferate

unserer Mitglieder.

20.10. Frau Likus in Glatz, Geburtstag 92 Jahre.

22.10 Konferenz beim VDG in Oppeln zur Mittelvergabe 2016.

31.10. Blasorchester  aus Bukow bei Berlin zu Gast.

6.11. DFK Glatz zu Gast bei der Stiftung Rybnik.

21.11. Projekt  „ Bad Reinerz und seine Geschichte“ Renia Ulbrich.

27.11. Hilfstransport aus Königswusterhausen.

29.11. 1. Weihnachtsfeier DFK Glatz am 1. Advent.

5.12. Chor fährt zur Weihnachtsfeier DFK Waldenburg, Horst Ulbrich als

Nikolaus,,, wie immer!!!

12.12. Morgens letzte Vorstandsitzung mit Jahresendkontrolle und Revisionskommission.

12.12. Ab 14 Uhr Weihnachtsfeier im Kulturhaus Glatz.

15.12. Ab hier Besuche aller Kranken und Bedürftigen.

30.12. Zum Jahresabschluss die Helferfete für verdiente  Mitglieder, die übers Jahr geholfen haben.

10.12.2015

Nikolaus kommt in unsere Kindergruppe.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:48

Weihnachten waldb 055    Weihnachten waldb 051     Weihnachten waldb 053      Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Sonntag 6.12.2015  nach der Messe am Morgen kam der Nikolaus zu den Kindern. Ach welche Aufregung bei den Kleinen, die erst drei Mal laut den Nikolaus rufen mussten, damit er den Weg zu den Kindern findet.

Aber dann überraschten sogar die ganz Kleinen mit Gedichten und der Nikolaus bedankte sich mit Geschenken. Noch schnell zwei Weihnachtslieder und der Nikolaus musste seiner Wege gehen, denn er ist ja am 6.12. immer viel unterwegs.

 

Bericht Horst Ulbrich

Weihnachtsfeier bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:42

Weihnachten waldb 060       Weihnachten waldb 064   Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Nach der kleinen Feier mit dem Nikolaus bei den Kindern am Morgen ging es am Nachmittag in unserer Ortsgruppe in Tschrbeney weiter. Dort hatten sich zu der Weihnachtsfeier hauptsächlich ältere Mitglieder versammelt und da der große Versammlungsraum im ersten Stockwerk keine Feuerstelle für einen Ofen hat, mussten sich alle eng zusammensetzten und in der Küche und dem Wohnzimmer Platz finden.

Wir wurden schon erwartet, hatten wir doch die Geschenke dabei, die für unsere treuen älteren Mitglieder schon gepackt waren. Das ist immer eine logistische Herausforderung, um  bei mehreren Feiern auch keinen zu vergessen. Im Gepäck waren auch wieder Winterkleidung und Pakete mit Backwaren aus unseren Hilfstransporten für die, die es sehr nötig haben. Aber viele der gebrechlichen Menschen, die nicht mehr teilnehmen können werden dann vor dem Fest von mir mit kleinen Geschenken besucht.

Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Frau Kynast erfuhren wir von den verschiedenen Bräuchen in Deutschland, Polen und Tschechien. Ein Vortrag der Schriftführerin Maria Stwertetschka. Der Ort Tscherbeney ist ja im Grenzgebiet Polen und Tschechien, wo wir unsere deutschen Mitglieder in der Ortsgruppe DFK Kudowa vereinigen.

Während Kaffee und Kuchen kam der Nikolaus aus Tschechien und  Frau Kynast half bei der deutschen Übersetzung. Er beschenkte die anwesenden Mitglieder und es wurden danach deutsche Weihnachtslieder gesungen.

Bericht

Horst Ulbrich

Weihnachten waldb 059       Weihnachten waldb 070   Bitte auf die Bilder klicken.

Mit dem Chor DFK Glatz zur Weihnachtsfeier des DFK Waldenburg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:24

Weihnachten waldb 004   Weihnachten waldb 006   Weihnachten waldb 018 Bitte die Bilder anklicken.

Auch dieses Jahr wieder eine Einladung aus Waldenburg für unseren Chor, um an der Weihnachtsfeier des dortigen DFK teil zu nehmen.

Auf dem Hinweg machten wir vor Waldenburg eine Pause für einen vorbereiteten Imbiss, aber auch, um die Lieder noch einmal als letzte Vorbereitung zu singen. Im Theater in Bad Salzbrunn konnten wir aber noch einmal, in den Räumen hinter der Bühne unsere Probe für den Bühnenauftritt fortsetzen. Pünktlich um 15 Uhr war der Saal voll und die Vorsitzende Frau Stempowska und die teilnehmenden Pfarrer begrüßten alle Gäste. Nun begann ein buntes Programm und zunächst zeigten die Kleinen ihr Können auf verschiedenen Musikinstrumenten.

Danach sang der Chor des DFK Glatz auf der Bühne einige Weihnachtslieder, begleitet vom neuen Chorleiter Marek auf dem Klavier, gefolgt vom Chor des DFK Waldenburg, die ihr Können auch in klassischer Musik vortrugen.

Jugendliche mit Gedichten und auch einem Theaterstück folgten, bis der Nikolaus, nach vorheriger Absprache, in das Theaterstück eingreifen musste, um Hänsel, Gretel und die anderen gefangenen Kinder zu befreien. Wieder eine komödiantische Herausforderung für mich, denn ich hatte mich auf einen ganz anderen Text vorbereitet, wusste ich doch schon, dass auch in diesem Jahr der Nikolaus aus der Familie Ulbrich kommen sollte. Nun habe ich in dieser Rolle auch immer die Möglichkeit alle Anwesenden zu testen, welches Weihnachtslied sie singen können, oder bei den Kindern die deutsche Sprache zu kontrollieren und das ist für mich immer ein richtiger Spaß, denn niemand weiß vorher was ihm blüht.

Am Ende wurden alle mit kleinen Geschenken erfreut und gegen 19 Uhr mussten auch wir wieder zurück zu unserem Bus und den Heimweg antreten. Es ist schon zu einer lieb gewordenen Tradition zwischen den beiden Vereinen geworden, die Chöre bei den Feiern  einzuladen und das Programm  mit zu gestalten.

Bericht

Horst Ulbrich

Weihnachten waldb 014   Weihnachten waldb 032   Weihnachten waldb 043 Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

 

 

4.12.2015

Hilfstransport der Kirchengemeinden aus Königswusterhausen und Buckow bei Berlin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:29

DSC00675    Hilfstransport 003    Hilfstransport 002 Zum Vergrößern anklicken.

Schon eine liebe Tradition sind die Hilfstransporte aus den Kirchengemeinden St. Elisabeth und St. Hedwig und wir sind, im Namen unserer Bedürftigen überaus dankbar für die große Unterstützung.

Pünktlich vor unseren drei Weihnachtsfeiern kamen Andreas Klose und Hermann Zwerschke mit PKW und Anhänger zu uns nach Glatz und nahmen dann auch an unserem deutschen Gottesdienst und der ersten Weihnachtsfeier aktiv teil.

Im weiteren Bildmaterial ist zu ersehen wie danach weiter, nach Bedürftigkeit und Größen der Kleidungsstücke, sortiert wird. Schon in der Vorweihnachtszeit besuchen wir dann Kranke und Bedürftige, damit die Backwaren vor dem Fest zum Einsatz kommen können.

Für unsere Sozialarbeit jedes Jahr eine große Hilfe die ankommt.

Wir sagen allen Spendern herzlichen Dank und wünschen ein gesegnetes Weihnachtsfest und Gesundheit im neuen Jahr.

Vorsitzender DFK Glatz

Horst Ulbrich

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Zum Vergrößern der Bilder bitte auf das Bild klicken. (linke Maustaste)

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