Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

10.6.2016

Neue deutsche Seniorenresidenz in Bad Landeck

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 06:00

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Liebe Leser dieser Seite.

Es scheint sich ein Trend zu bestätigen, den Lebensabend in der Heimat zu verbringen. Es haben sich schon Deutsche Senioren entschieden in verschiedenen Seniorenhäusern, zu besseren Konditionen als in Deutschland, ihre Jahre im Alter zu verbringen.

Nun hat sich unser DFK Mitglied Hedwig Klopott mit ihrem Sohn Arthur auch entschieden, ihre wunderschöne Pension am Stadtrand von Bad Landeck in die „Seniorenresidenz Glatzer Rose“ umzubauen.

Dazu wurde ein neuer Personenaufzug angebaut und die 18 Zimmer behindertengerecht ausgestattet, mit Bad und Balkon und sehr schöner Aussicht auf die schlesische Landschaft. Es gibt einen Kräutergarten mit Hochbeeten und wer möchte kann sich als Gärtner beschäftigen. Ein hauseigener Grillbereich mit Kohleofen und Räucherkammer, lädt die Gourmets zum Schlemmen ein. Auch ein friedlicher Hund soll angeschafft werden, um Kontakt zu Tieren zu ermöglichen. Die Zimmer sind als Einzel- oder Doppelzimmer buchbar. Preise für ein Einzelzimmer 1900,- € und für das Doppelzimmer pro Person 1400,- € bei Vollverpflegung und unabhängig von der Pflegestufe als Festpreis. Auch eine Kurzzeitpflege zum Test ist möglich. Das Haus ist wunderschön gelegen mit einer sehr guten Ausstattung und natürlich deutscher Betreuung und Versorgung mit verschiedenen Therapien und Behandlung durch deutsch sprechende Ärzte. Wir vom DFK in Glatz werden in enger Zusammenarbeit immer wieder zu Besuch dort sein und für Unterhaltung und Ausflüge in die alte Heimat sorgen. Auch ein Transfer zu unseren DFK Öffnungszeiten in Glatz  mit Einladung zu Kaffee und Treffen mit hiesigen deutschen Freunden ist im Plan.

Interessenten können sich ab 1. Juli 2016 jederzeit durch einen Besuch der Seniorenresidenz Glatzer Rose erkundigen.

Hier die Kontaktdaten:

weitere Info im Internet    www.pflegeinpolen.com

57-540 Bad Landeck / Lądek Zdrój ( Graniczna 24)

Telefon 0048 74 814 65 82

Bericht Horst Ulbrich

Rezeption   Pflegebettzimmer   Badezimmer

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9.6.2016

Schüler des Habelschwerdter Gymnasiums bei der Pflege am Grab von Hermann Stehr.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:43

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Im Rahmen der Projekte Grab- und Denkmalpflege hat unser Schatzmeister Heinz-Peter Keuten die Organisation übernommen und mit einer Gruppe von Schülern seiner Habelschwerdter Schule, die 2015 und 2016 am deutsch-polnischen Schüleraustausch teilgenommen hatten, am 6.6.2016 das Grab des Schriftstellers Hermann Stehr reinigen und pflegen lassen. Nach einer ähnlichen Aktion im Jahre 2012 ist dies bereits das zweite Mal, dass Austauschschüler das Grab des berühmten Habelschwerdter Schriftstellers in Ordnung gebracht haben, nach dem im Übrigen ihre Habelschwerdter Schule bis 1945 benannt war („Hermann-Stehr-Aufbauschule“).

Am Vormittag zogen die Schüler mit allerlei Putzmitteln und Geräten von der Schule zum Grab auf dem sogenannten Floriansberg auf der anderen Seite der Stadt. Frau Brzezicka, Deutschlehrerin und Mitorganisatorin des Austauschprogramms, beaufsichtigte die Arbeiten, während Herr Keuten noch den Einkauf für ein anschließendes Grillen erledigte, das der DFK Glatz organisierte. Aktionen wie diese, mit der Einbeziehung der Jugend unterstützen wir gern, denn so bleiben die ehemaligen und bekannten Deutschen der Region in der Erinnerung der nächsten Generationen.

Später kamen auch der Vorsitzende der Habelschwerdter Heimatgruppe (die durch ihr Engagement den deutsch-polnischen Schüleraustausch unterstützt), Herr Heribert Wolff  mit seiner Frau sowie der Vorsitzende des DFK Glatz, Horst Ulbrich, mit dazu. Die deutschen Gäste bauten den Grill zusammen, während die Schüler noch mit der Grabpflege beschäftigt waren.

Herr Ulbrich übernahm dann das Grillen und sorgte für genügend Wurst, damit auch alle satt wurden. Gegen Mittag kam dann die stellvertretende Schulleiterin, Frau Kobryń, dazu und berichtete über Leben und Wirken des Schriftstellers sowie die deutsch-polnische Einweihungsfeier des renovierten Grabmals im Jahre 2009. Als Dankeschön überreichte Herr Keuten von Seiten der Habelschwerdter Heimatgruppe jedem der Schüler als Andenken eine Sammlung Habelschwerdter Grafiken von Horst Neugebauer.

Gegen 13 Uhr haben wir dann das Feuer gelöscht und die Grillstätte sauber verlassen. Wieder eine gelungene Veranstaltung unter Einbeziehung der polnischen Jugend, um die Pflege der deutschen Grabstätten in die nächste Generation weiterzugeben. Solange wir Deutschen in der Heimat die Initiative ergreifen und uns Mühe geben, diese Aktionen zu unterstützen, werden unsere bekannten Dichter und Denker nicht in Vergessenheit geraten.

Bericht Horst Ulbrich

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2.6.2016

Vertriebene aus der Grafschaft Glatz treffen sich in Ankum

Filed under: Allgemein — Schlagwörter: , — admin @ 09:00

An 70 Jahre Vertreibung aus der Heimat haben die Bewohner der Grafschaft Glatz mit einem Treffen in Ankum (Landkreis Osnabrück) am 4. und 5. Juni erinnert. Hierzu hatte die Zentralstelle Grafschaft Glatz / Schlesien e.V. als Herausgeber der Heimatzeitung Grafschafter Bote eingeladen.

Ausführliche Presseberichte sind in der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) erschienen:

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, hat zum Symposium „Die Traumata der Kinder der Vertreibung“ ein Grußwort veröffentlicht.

22.5.2016

Bericht über die Durchführung des Projektes: „Offen für neue Freundschaften“

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:28

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Am 14.05.2016 am Morgen versammelte sich eine 27-köpfige Gruppe des DSKG in Glatz/ Kłodzko, um eine Reise zu dem noch unbekannten DSKG in Friedersdorf anzutreten. Da unter den Teilnehmern fast alle Mitglieder unseres Sängerkreises  anwesend waren, verlief die Fahrt recht lustig und vergnügt. Wir probten unterwegs für den  geplanten Auftritt.

Zuerst ging die Fahrt aber planmäßig nach Oberglogau, wo wir mit Frau Barbara Grzegorczyk verabredet waren. Sie zeigte uns während der Stadtführung die Sehenswürdigkeiten, wie das Lorettohäuschen inmitten der wunderschönen Klosterkirche, das Rathaus, die  St.Bartholomäuskirche mit ihren Malereien von Sebastini und natürlich auch das Schloss derer von Oppersdorf, aber leider nur von außen, denn das Gebäude ist zur Zeit für Besucher geschlossen. Wir erfuhren aber viele interessante geschichtliche Details über die Adelsfamilie, die für die Stadtbewohner sehr viel gutes getan hat. Faszinierend fanden wir die Geschichte der 8Uhr Glocke, die nach langen Jahren des Verschollens durch die Kriegswirren, dennoch den Weg zurück in den Turm der Klosterkirche gefunden hat. Wir konnten herzlich über die Geschichte des „falschen“ Grafen lachen, der vor einer nicht sehr langen Zeit die Stadtväter und Geschäftsleute betrogen hat. Frau Grzegorczyk ist eine so fesselnde Erzählerin, wir hätten ihr noch viel länger zuhören können, aber wir wollten pünktlich zu dem Treffen in Friedersdorf erscheinen.

Das Hauptziel dieses Projekts, im Rahmen des Programms Konsolidierung der Begegnungsstätten, war doch neue Kontakte zu den Mitgliedern der Deutschen Minderheit zu knüpfen, unsere Erfahrungen austauschen und uns gegenseitig kennen zu lernen. Die Vorsitzende des DSKG in Friedersdorf  Frau Rosa Zgorzelska hat uns bereits erwartet. Nach der Vorstellung unserer Gruppe durch den Vorsitzenden Herrn Horst Ulbrich nahmen wir als erstes teil an der Führung durch die Gebäude der ehemaligen Pfarrei, die jetzt in eine Begegnungsstätte mit Regionalmuseum umgewandelt worden sind. Voller Bewunderung besichtigten wir die Ausstellungsräume im ehemaligen Speicher gefüllt mit Schätzen und Dokumenten teilweise aus der Familiengeschichte der Vorsitzenden. Danach folgte die Vorstellung der Räume in der ehemaligen Scheune, wo wir einen riesigen Brotofen samt Zubehör und Räucherkammer vorfanden, dort wird anschaulich unterrichtet, wie man früher Brot backte. Im weiteren Teil befand sich eine schlesische Stube und Ausstellungsräume mit vielen Exponaten wie altes Spielzeug, Geschirr, Haushaltsgegenstände, sowie Trachten.

Nach der Führung wurden wir in die Vereinsräume eingeladen, wo wir beim köstlichen Kuchen und Kaffee unsere Gesellschaft vorstellen konnten. Es wurde viel erzählt und berichtet über die Erfahrungen, weitere Pläne, Gemeinsamkeiten und Unterschiede, die uns aufgefallen sind. Wir waren tief beeindruckt von dem Eifer und Beharrlichkeit der Frau Zgorzelska und ihren aktiven Vereinsmitgliedern. Die Zeit verlief wie im Fluge und es wurde spät. Wir bedankten uns mit einem kleinen Andenken aus Glatz und natürlich mit dem geplanten Auftritt unseres Sängerkreises, sowie einem Eintrag in das Gästebuch. Wir hoffen auf ein Wiedersehen diesmal in Glatz, denn wir fühlten uns herzlich aufgenommen bei den neuen Freunden und möchten diese entstandene Bindung pflegen.

Voll neuer Eindrücke und Erlebnisse trafen wir am Abend auf dem Sankt Annaberg ein und belegten unsere Zimmer. Es blieb noch etwas Zeit, um die unmittelbare Gegend zu erkunden und die Kirche zu besuchen. Den späteren Abend verbrachten wir in einer gemeinsamen Runde in der Vorfreude auf den nächsten Tag.

Nach dem Frühstück trafen wir, wie verabredet, Pater Błażej, der schon seit 10 Jahren dort im Kloster lebt, aber vorher in Glatz seinen Dienst tat und unseren Projektleiter Herrn Żelaszkiewicz und seine Frau getraut hat. Er erzählte uns ausführlich über die Geschichte der Kirche auf dem Sankt Annaberg und führte uns in den Klostergarten auf den höchsten Punkt des Berges zu der Kapelle des heiligen Josef , von wo man einen wunderbaren Ausblick auf die Gegend hat. Wir empfingen auch seinen Segen.

Nach der Führung besuchten wir die heilige Messe. Es wurde nun Zeit zum Packen und Abfahren. Am Ende konnten wir noch den Blick auf die Pilger genießen, die zu Pferde und in Kutschen und Wagen zu der nächsten heiligen Messe neben dem Pilgerheim angetroffen sind. Ein schöner Abschied von einem  geschichtsträchtigen Ort.

Die 27 Teilnehmer  waren von dem partnerschaftlichen Besuch sehr begeistert. Alle konnten einen Einblick in die spannende Geschichte der besuchten Orte nehmen, Mitglieder der Deutschen Minderheit kennenlernen und gemeinsam Erfahrungen austauschen. Außerdem fühlten sich alle in der Gemeinschaft bestärkt. Die Organisation des Projektes im Vorfeld verlief dank der Aufgabenteilung reibungslos und der geplante Ablauf der Reise konnte eingehalten werden. Glücklicherweise spielte auch das Wetter mit, trotz der regnerischen Vorhersage und wir brauchten unsere Schirme gar nicht auszupacken.

Die Gruppe wird sich sicher mit Vergnügen an die gemeinsam verbrachte Zeit erinnern.

Projektbetreuerin:

Renata Ulbrich

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„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen” sagt der Volksmund.

Nachdem ich von meiner Frau den Bericht bekommen habe, ist dem wenig hinzuzufügen. Vielleicht, dass ich der Fotograf war und auf keinem Bild zu sehen bin.

Und ich habe den DFK Friedersdorf zu einem Besuch nach Glatz eingeladen, eine engere Zusammenarbeit der deutschen Minderheit habe ich immer wieder bei der Delegiertentagung in Oppeln angesprochen. Wir sind aktiv geworden und haben gute Kontakte regional und bis nach Oberschlesien innerhalb der deutschen Minderheit.

Horst Ulbrich

3.5.2016

Großdechant Prälat Franz Jung mit der Ehrenplakette des BdV ausgezeichnet

Filed under: Allgemein — admin @ 10:30

Beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen (BdV) am 12. April 2016 in Berlin verlieh BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius die Ehrenplakette des BdV an Großdechant Prälat Franz Jung, den ehemaligen Visitator für die Gläubigen und Priester aus der Grafschaft Glatz. Das Leben und Wirken des 79-Jährigen sei seit fast sechs Jahrzehnten darauf ausgerichtet, „den Vertriebenen geistliche und menschliche Stütze zu sein“, lobte der BdV-Präsident und freute sich über das einstimmige Votum des Präsidiums zu dieser höchsten Auszeichnung des Verbandes.
Auch die Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel würdigte den Großdechanten für dessen deutsch-polnische Verständigungsarbeit im Bewusstsein der eigenen Geschichte.
Großdechant Jung dankte Dr. Fabritius und dem BdV für die hohe Ehrung, die er ausdrücklich als Auszeichnung aller Vertriebenen verstehe. Nach wie vor setze er sich für „ein gemeinsames Europa in geschichtlicher Wahrheit“ ein.

Ehrung von Großdechant Prälat Franz Jung mit der BdV-Ehrenplakette

BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius überreicht Großdechant Prälat Franz Jung die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen. (Foto: Bildschön/BdV)

Aus der externer Link öffnet in neuem Fenster Pressemitteilung des BdV vom 15.04.2016

 

Laudatio zur Verleihung der Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen an Großdechant Prälat Franz Jung
BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius MdB

Sehr geehrter Großdechant,

es ist mir eine besondere Ehre und große Freude, Ihnen die höchste Auszeichnung unseres Verbands, die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen, überreichen zu dürfen.

Seit nunmehr fast 60 Jahren richtet sich das gesamte Wirken und Streben von Prälat Franz Jung danach aus, den Vertriebenen geistliche und menschliche Stütze zu sein. Geboren 1936 in Neundorf in der Grafschaft Glatz in Schlesien als eines von neun Kindern, wurde Franz Jung bereits als Kind 1946 mit dem schweren Schicksal der Vertreibung konfrontiert. Sein Weg führte ihn dann als Jugendlichen zur Glatzer Jugend, aus deren Mitte heraus er eine aktive, nachhaltige Vertriebenenarbeit aus tiefer Liebe zur Heimat begann, die bis heute fortdauert. Rückblickend betrachtet, hat Prälat Jung sein ganzes Leben der Seelsorge besonders der Menschen aus der Grafschaft Glatz gewidmet. Durch seine Arbeit hat er nachhaltig zur Milderung des harten Vertreibungsschicksals beigetragen.

In das Amt des Großdechanten – das ist ein Titel, den vor ihm nur wenige trugen und vermutlich nach ihm keiner mehr tragen wird – wurde er 1983 als Diözesanpräses der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung berufen. Bereits 1985 gründete er den Pastoralrat der Grafschaft Glatz. Prälat Jung war bis 1998 Mitglied der Bischofskonferenz und von 1989 bis 1999 noch Pfarrer in St. Aegidii Münster. Als besonderen Höhepunkt seiner Berufung im Dienste der Heimatvertrieben sehe ich die Seligsprechung des Glatzer Jugend-Kaplans Gerhard Hirschfelder, um die er sich lange und letztlich erfolgreich bemüht hat. Im Heimatwerk Grafschaft Glatz wird unter seiner Ägide mit Beharrlichkeit daran gearbeitet, die Identität der Heimatvertriebenen in religiösem Leben, bei Wallfahrten und Treffen kultureller Art zu bewahren. Ich erinnere an die jährlichen Wallfahrten nach Telgte und nach Werl, an denen Tausende Glatzer teilnehmen, aber auch an die Wallfahrten zu den Gnadenorten im Glatzer Land, die für die heimatverbliebenen Schlesier eine besondere Bedeutung haben. Stärkung der Glatzer Identität einerseits, Brückenbau zwischen Heimatvertriebenen und heutigen Bewohnern der ehemaligen Grafschaft andererseits: Diesen Spagat vollbringt die ehemalige Glatzer Visitatur und ihre Nachfolgeorganisation, das Heimatwerk, seit Jahrzehnten. Als Großdechant ist Prälat Franz Jung der „Oberpriester der Glatzer“.

Durch zahllose Fahrten in die Heimat, ebenso wie durch seine Besuche bei Heimattreffen und anderen Grafschafter Veranstaltungen hat Prälat Franz Jung die Verbindung zu den Grafschaftern in der Fremde gefestigt. Menschlich nahbar und geistlich den Vertriebenen ein großer Halt: Diese Eigenschaften zeichnen ihn bis heute aus!

Das Präsidium des BdV hat sich einstimmig entschieden, Sie, Großdechant Prälat Franz Jung, für Ihre jahrzehntelangen Verdienste um die Belange der deutschen Heimatvertriebenen zu ehren.

Dankesworte beim Jahresempfang des Bundes der Vertriebenen am 12. April 2016 in der Katholischen Akademie, Berlin
Großdechant Prälat Franz Jung

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, sehr geehrter Herr Dr. Fabritius,

es macht mich schon betroffen eine solche Ehrung anzunehmen. Und ich bin ja in einem Alter, wo man so langsam in den Hintergrund tritt, aber wenn so eine Ehrung kommt, dann spüre ich, du bist für diese Leute da, die aus der Heimat vertrieben worden sind. Und das mache ich inzwischen 33 Jahre und immer noch mit viel Freude und Engagement. Bin also fast dauernd unterwegs. Und darum danke ich herzlich für dies Ehrung.

Das ist eine Ehrung aller Vertriebenen, und deswegen habe ich auch zugesagt. Ich kann nur arbeiten, wenn viele Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen da sind, und da habe ich eine ganze Reihe meiner Glatzer Landmannschaft in Schlesien. Bin mit den Ermländern gut verbunden, und von daher haben wir ein gutes Team. Und wenn man das nicht hat, kann man nicht arbeiten. Ich bin dankbar dafür, dass damit auch meine Landsleute und all die, die sich um Vertriebene kümmern, geehrt werden. Als ich darüber nachdachte, „Identität bewahren und auch schützen“, da fiel mir ein Wort meiner Kaplanzeit ein, in Wesel am Niederrhein. Da fand ich eine Karte: „Alle Menschen werden als Original geboren, doch die meisten sterben als Kopien.“

Das war ein Schritt, den ich ein Leben lang versucht habe zu verwirklichen, den Menschen klarzumachen, dass sie ein Original sind und nicht als Kopie sterben dürfen. Und ich hab sie gekitzelt, dass sie mit Ihrer Tätigkeit und Originalität unsere Arbeit tragen, und das hat mich selber dann bestärkt.

Ein Zweites: Heimatrecht. Bei jeder Wallfahrt, bei jedem Heimattreffen, und ich bin sehr viel noch unterwegs quer durch Deutschland und habe auch meine Missionare aus der Grafschaft Glatz besuchen dürfen, in vielen Ländern mit zwölf Missionsreisen. Immer wieder habe ich gesagt, wir müssen darauf pochen, dass das Recht auf Menschenrechte und auf Heimatrecht bestehen bleibt, und daran müssen wir arbeiten. Das tun wir auch mit der Versöhnung mit dem polnischen Nachbarvolk.

Wenn ich an die Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder denke, hat das viel Zeit und Arbeit gekostet, aber auch den Brückenschlag zu den Polen bewirkt, und das ist unsere Aufgabe, in Kirche und Gesellschaft unsere Wirklichkeit wahrzunehmen. Dass wir als Christen eine Aufgabe haben, dieses Europa mitzugestalten unter dem Sog der Bundeskanzlerin. Und das ist ja etwas, was uns Freude macht und Zuversicht gibt.

In diesem Sinne danke ich ganz herzlich nochmals für diese Auszeichnung und wünsche uns allen etwas Gutes: in Zukunft ein gemeinsames Europa in geschichtlicher Wahrheit. Daran kommen wir nicht vorbei, und das ist manchmal schmerzhaft, aber da lassen wir einfach nicht locker.

In dem Sinne herzlichen Dank auch Ihnen allen auch für diese Ehrung.

Quelle: externer Link öffnet in neuem Fenster Bericht des BdV zum Jahresempfang in der Katholischen Akademie, Berlin

Besuchen Sie auch die Internetdarstellung des Heimatwerks Grafschaft Glatz (ehem. Glatzer Visitatur) unter: externer Link öffnet in neuem Fenster www.glatzer-visitatur.de

Bericht erstellt von Christian Drescher, Webmaster des Heimatwerks Grafschaft Glatz

30.4.2016

Lyrikwettbewerb im Lyzeum Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:16

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Am 22. April 2016 fand am Allgemeinbildenden Liceum in Habelschwerdt (der ehem. Hermann-Stehr-Aufbauschule) zum achten Mal der Fremdsprachliche Lyrikwettbewerb des Glatzer Landes statt, organisiert von Heinz-Peter Keuten, DFK-Vorstandsmitglied und Fremdsprachenlehrer in Habelschwerdt, in Zusammenarbeit mit seiner polnischen Kollegin, Frau Małgorzata Feszczuk.

13 Schülerinnen und Schüler der Oberstufe aus verschiedenen Schulen aus Glatz, Bad Altheide und Habelschwerdt kamen an die Habelschwerdter Schule, um sich mit dem Vortrag eines fremdsprachlichen Originalgedichts – auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Russisch – der Konkurrenz zu stellen. Dabei wurde nicht nur die Aussprache und die Qualität des Vortrags, sondern auch die Inszenierung und das „schauspielerische” Talent der Kandidaten durch die internationale Jury benotet. Die Vorträge waren alle auf hohem Niveau, es wurden unter anderem Werke von Johann Wolfgang von Goethe, Pablo Neruda, Joseph Freiherr von Eichendorff, Louis Aragon, Jacques Prévert, Kurt Tucholsky, Eduard Mörike, Edgar Allan Poe und Michail Bulgakow rezitiert. Auch in diesem Jahr gehörten der DFK Glatz und die Habelschwerdter Heimatgruppe wieder zu den Sponsoren des Wettbewerbs, durch den das Erlernen der deutschen Sprache gefördert und die Deutschschüler zu besonderen Leistungen motiviert werden. Die Preise für die Gewinner des Wettbewerbs wurden von folgenden Sponsoren gestiftet, denen hiermit ein herzlicher Dank ausgesprochen wird:

  • Habelschwerdter Heimatgruppe
  • Deutscher Freundschaftskreis Glatz
  • Bürgermeisterin der Stadt und  Gemeinde Habelschwerdt
  • Landsratsamt des Kreises Glatz
  • Elternrat des Allgemeinbildenden Schulzentrums Habelschwerdt.

Die Jury bzw. das Publikum hat folgende Preise verliehen:

 

  1. Kategorie: VORTRAG

Platz 1: Ewa Janiszewska (Glatz) mit „No good deed” (aus dem Musical Wicked) (Autor: Stephen Schwartz)

Platz 1: Dominika Olek (Glatz) mit „It’s a sad child” (Autor: Margaret Atwood)

Platz 2: Aleksandra Ferenc (Habelschwerdt) mit „Clown” (Autor: Soprano)

Platz 3: Zuzanna Sendek (Bad Altheide) mit „Je suis comme je suis” (Autor: Jacques Prévert)

 

  1. Kategorie: INSZENIERUNG

Platz 1: Dominika Olek (Glatz) mit „It’s a sad child” (Autor: Margaret Atwood)

Platz 2: Aleksandra Ferenc (Habelschwerdt) mit „Clown” (Autor: Soprano)

Platz 3: Ewa Janiszewska (Glatz) mit „No good deed” (aus dem Musical Wicked) (Autor: Stephen Schwartz)

 

SONDERPREIS:

Marta Lampasiak (Habelschwerdt) mit „Totentanz” (Autor: Johann Wolfgang von Goethe)

 

PUBLIKUMSPREIS

Platz 1: Dominika Olek (Glatz) mit „It’s a sad child” (Autor: Margaret Atwood).

 

Wir gratulieren allen Gewinnern und danken allen Teilnehmern einschl. ihrer Lehrer. Die Unterstützung solcher Wettbewerbe gehört zu den zahlreichen Maßnahmen des DFK Glatz sowie der Habelschwerdter Heimatgruppe zur Förderung der deutschen Sprache in der Grafschaft Glatz sowie der Intensivierung der Beziehungen zwischen den polnischen und den (ehemaligen und heutigen) deutschen Einwohnern des Glatzer Landes.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

18.4.2016

Neues aus der Glatzer Region.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:31

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Von Zeit zu Zeit besucht der Bischof seine Pfarreien. Nach fünf Jahren war nun seine Exzellenz Weihbischof Adam Balabuch bei uns, um alle Kirchen, die zur Eckersdorfer Pfarrei gehören, zu besuchen.

Er begann seine Visitation in Schwenz und ließ sich vom hiesigen Pfarrer berichten.

Der deutsche Einsatz in Schwenz wurde ganz besonders gewürdigt, Zaun an der Kapelle und das deutsche Denkmal, im Innenbereich die Bankerneuerung, der Fußboden, Teppich am Altar usw. Alles wurde vom Pfarrer genau aufgelistet. Die Kapelle war wie immer überfüllt und viele mussten draußen stehen. In Eckersdorf, wo auch wir nach der dortigen Messe zum Kaffee eingeladen waren, war die Kirche nicht zur Hälfte gefüllt. Das liegt aber an dem Neubau der Kirche auf den Koschen, die Kirchgänger fehlen nun in Eckersdorf.

Na in Schwenz ist die Welt eben noch in Ordnung und das freut uns. Nicht nur die Kapelle strahlt in neuem Glanz, unser sehr aktiver Dorfbürgermeister hat für die Gemeinde einen Grillplatz mit angrenzendem Kinderspielplatz und Sportgeräten gebaut. Das Gemeindezentrum ist renoviert und wer nach Schwenz kommt wird in drei Sprachen auf der Tafel an der Bushaltestelle begrüßt.

Auch eine kurze Chronik ist in Deutsch und Polnisch zu lesen.

Im Moment wird die Straße Schwenz Schlegel erneuert, was auch Zeit wurde, denn durch die schweren LKW hatte sich der Asphalt stark verschoben. Negative Begleiterscheinung ist allerdings die Raserei der Autos durch das Dorf, was bei der schlechten Straße vorher nicht so war.

Ich denke eine Radarfalle wird es richten.

Das war das Neueste aus Schwenz und Umgebung.

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Horst Ulbrich

3.4.2016

Wichtige Aktionen in der Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:08

Liebe Freunde,

wie immer treffen bei mir viele Projektvorschläge ein.
Hier habe ich einige die es Wert sind in Erwägung zu ziehen.

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1. Anhang: Das wird eine Art Altar mit Figuren ca 30 cm groß. Heilige und Selige der Grafschaft in eine Art Wanderaltar, der in verschieden Kirchen gezeigt und verehrt werden soll und am Ende wohl in Albendorf bleiben wird.

Die leere Niesche ist für den seligen Hirschfelder. Nun will der Künstler natürlich vorher wissen, ob er die Kosten erstattet bekommt. Kosten Hirschfelder 1000,- bis 1200,- €

Ich bin dafür Hirschfelder weiter bekannt zu machen und denke dass die Kosten gesammelt werden könnten.

Bitte meldet Euch bei mir um planen zu können.

Grab Bitte Bild anklicken.

  1. Das Grab des Organisten und Komponisten Paul Kaupert auf dem Friedhof in Glatz soll eingeebnet werden und ich habe es schon gekauft, denn noch in dieser Woche sollte es eingeebnet werden. Unsere alten Mitglieder haben ohne Erfolg protestiert, deshalb habe ich für 220,- PLN gekauft. Nun muss es wieder in einen guten Zustand versetzt werden, auch eine Marmorplatte wird bestellt, da es dann wenig Pflege bedarf. Die langfristige Pflege ist geregelt und wird vom derzeitigen Organisten für seinen Kollegen übernommen. Besteht die Möglichkeit sich an den Kosten zu beteiligen?

Wenn ja bitte das Konto Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

  1. Mit den Grafen Magnis werde ich die Kindergräber in Eckersdorf in Schuss bringen und mit einheitlichen Grabplatten versehen. Sie kommen im April zu den Verhandlungen mit dem Steinmetz zu mir. Auch das Mausoleum der Grafen soll renoviert werden, dazu muss ich aber vorher mit dem Denkmalschutz alles abklären.
  1. Mit der Hilfe von Helmut Sauer hoffe ich das deutsche Denkmal vor der Kirche in Eckersdorf renovieren zu können, das in einem sehr schlechten Zustand ist. Besichtigung und Planung haben schon stattgefunden.

Wenn wir jetzt nicht aktiv sind deutsches Kulturgut zu erhalten ist alles zu spät. Die nächste Generation wird das nicht mehr übernehmen. Zu finanzieren sind also noch Nr. 1 und Nr. 2

Es gibt viel zu tun, packen wir es an!!!

 

Aus der Heimat wünschen wir alles Gute  und Gottes Segen.

Euer

Horst Ulbrich

22.3.2016

Palmsonntag und es gibt Arbeit.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:19

 

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Seit langer Zeit hatten sich die Malteser aus Telgte für den ersten Hilfstransport 2016 bei uns gemeldet.

Im letzten Jahr, als Herr Pollok, von der LKW Fahrschule Pollok in Albersloh, schon mit zwei großen LKW auf meine Bitte 52 Pflegebetten für das Krankenhaus Scheibe in Glatz geliefert hatte, sagte er einen weiteren Transport für 2016 zu und es ergab sich zu gleichem Termin wie die Malteser. Eine logistische Herausforderung die es zu meistern gab, denn die großen LKW der Fahrschule Pollok konnten nur am Krankenhaus entladen werden, vor der Schule für behinderte Kinder ist leider ein Torbogen. Der Abladevorgang sollte auch  zügig stattfinden, da die LKW bald weiterfahren mussten. Ein LKW hatte zum Glück eine Laderampe, die das Abladen der Pflegebetten erleichterte. Zum Entladen des anderen LKW haben wir dann einen Stapler von einem naheliegenden Großhandel organisieren können, da er am Sonntag nicht benötigt wurde. Also Pflegebetten abladen und mit dem Stapler weiter in das Krankenhaus, 90 Stühle und Tische für die Schule auf den Malteser LKW umladen, der schon am Morgen bei Ulbrich in unserem DFK Lager entladen worden war und zum Weitertransport nun zur Verfügung stand. In dem Hilfstransport waren auch 750 KG Mehl aus einer Spende einer Großmühle. Davon wurden 500 KG in Glatz deponiert, auch teilweise zum weiteren Transport in das Krankenhaus Neurode.

Nach ca. 3 Std. Abladezeit mussten die Malteser mit den Möbeln und weiteren Hilfsmitteln schnell zur Schule, denn dort wurden sie schon erwartet. Die Fahrer von Herrn Pollok und Begleitpersonal hatten wenigstens noch Zeit für das Mittagessen, das in der Krankenhausküche seit Stunden bereitstand.

Als dann alle verabschiedet waren, habe ich mit meinem Sohn noch zwei Transporte mit dem Pferdeanhänger in das DFK Zentrallager mit Rollstühlen, Betten, Toilettenstühlen und anderen Hilfsmitteln gefahren. Der letzte volle Anhänger wurde dann erst am Montag entladen, denn im zweiten Lager war es schon zu dunkel.

Nun bleibt noch viel Arbeit in der Karwoche, um unsere kranken und bedürftigen deutschen Mitglieder zu besuchen, die bestimmt schon auf mich warten. Auch der Transport Legosteine, der mich noch am letzten Freitag von „Chance for Children“ aus Prag erreichte, muss noch vor Ostern in die Kinderheime und morgen am letzten Schultag der Behinderten in die Schule gebracht werden.

Danach können wir dann das private Osterfest organisieren.

Ich wünsche auf diesem Weg allen Lesern dieser Seite ein schönes Osterfest und Gottes Segen.

Bleibt der Heimat treu.

Euer Horst Ulbrich

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6.3.2016

Kein Fortschritt in Sachen Geschichtsfälschung am Rathaus Glatz und Gedenktafel Zimmerstraße.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:19

Liebe Leser,

nachdem schon der vorige Bürgermeister, auch gegenüber Herrn Prof. Herzig eingewilligt hatte, wenigstens die Geschichtsfälschung am Glatzer Rathaus, zwar auf unsere Kosten, aber immerhin entfernen zu lassen, gab es Neuwahlen.

Nun haben wir seit ca. einem halben Jahr einen neuen Bürgermeister und wir wurden im November gebeten, mit unserem Antrag Zimmerstraße, nach einer Einarbeitungszeit  im Frühjahr wieder vorzusprechen.

Nun hatten wir um einen neuen Termin gebeten, mussten aber erfahren, dass ein Misstrauensantrag gegen den derzeitigen Bürgermeister läuft.

Nun wurde ein Gespräch auf einen Termin nach dem Misstrauensvotum verschoben.

Mir ist bekannt wie wichtig eine Gedenktafel in der Zimmerstraße für die deutschen und auch die polnischen Opfer ist und ich kann nur hoffen, dass wenigstens ein Vorgespräch in den nächsten Wochen stattfindet, damit wir Tafeln am Rathaus und Gedenktafel in der Zimmerstraße zu einem hoffentlich guten Abschluss bringen können. Ich gebe mir große Mühe, kann aber bei den derzeitigen politischen Verhältnissen nur abwarten.

Ihr / Euer Horst Ulbrich

4.3.2016

Unser DFK Glatz hat Probleme.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:52

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Liebe Leser dieser Seite.

Zunächst war unsere Heizung defekt und wir heizen seit längerer Zeit mit Heizlüftern und einer großen Stromrechnung.

Ein Antrag auf eine neue Heiztherme, ca 1000,- €, wurde von unserem Dachverband  VDG Oppeln  auch positiv beantwortet. Allerdings sollen wir  vorfinanzieren, in der Hoffnung dass aus Deutschland die Fördergelder eintreffen.

Wie viele der Leser wissen, sind wir ein sehr aktiver Verein und unsere Räume werden an vier Tagen regelmäßig in der Woche genutzt, dazu kommen Sitzungen, Besuche der Schüler aus den hiesigen Schulen, Besuchergruppen aus Deutschland und immer öfter auch aus Oberschlesien.

Bei einem Raumangebot von 58 qm wurde die Einrichtung seit unserer Neugründung 2010 sehr strapaziert und einiges sollte erneuert werden. In der Minitoilette ist der Schrank defekt, im Rahmen der Heizungserneuerung sollten auch die alten Rohre verkleidet werden. Die Abwaschkammer mit 2.5 qm vor der Toilette sollte dort weg und in den Vorratsraum verlegt werden.

Auch der Abfluss ist undicht, wie auch der alte Wasserhahn.

Am letzten Samstag vor unserem deutschen Gottesdienst beherbergten wir 41 Mitglieder wo nur 30 Platz finden. Alle müssen vorher zur Toilette, wo aber im Vorraum auf 2,5 qm mit 3 Frauen der Abwasch getätigt wird, denn alle Mitglieder bekommen  auch einen Kaffee und Brot oder Kuchen bei langer Anreise.

Der Vorratsraum ist nicht groß, dort ist auch unsere improvisierte Küche untergebracht, aber eine Spüle hätte in der Ecke Platz, wenn wir einen Schrank kaufen könnten, um alle Dinge für Deko unseres Schaufensters, Bastelsachen, Werkzeug usw zu verstauen. Damit bekämen wir mehr Platz für die Spüle und der Toilettenvorraum wäre nicht weiter blockiert. Der Teppich im Versammlungsraum sollte unbedingt erneuert werden, denn er lässt sich nicht mehr reinigen.

Wir sind ja glücklich, zentral hinter dem Rathaus mit Schaufenster für unsere Projekte residieren zu dürfen, allerdings muss vieles aus Platzmangel improvisiert werden. Veranstaltungen und Vorlesungen, Wettbewerbe, wie zum Beispiel Deutsche Lyrik der Gymnasien müssen wir in das Museum, die Bibliothek in Glatz und anderswo auslagern.

Andere DFK`s haben eigene Häuser, oder große räumliche Möglichkeiten mit eigenen Fahrzeugen und Angestellten. Das haben wir alles nicht, verursachen durch günstige Miete und viel Eigeninitiative  unserem Dachverband auch keine großen Kosten. Trotzdem wurde eine Finanzierung der wichtigen Renovierungen abgelehnt, außer der Heizung und wir hoffen, dass wenigstens die Finanzierung irgendwann möglich ist.

Wir haben so treue Sponsoren, die unsere Jugendarbeit und andere Projekte unterstützen, deren Finanzierung durch Konsulat und deutscher Stiftung nicht übernommen werden können.

Heute möchte ich die Leser bitten, druckt den Beitrag aus und reicht ihn weiter, damit wir unsere desolate Raumsituation verbessern können.

Wer uns unterstützen möchte, bitte ich auf  das DFK Konto

 DE76 4945 0120 111 255 2854

zu  unserer Hilfe einen Betrag zu leisten.

Vergelts Gott    Euer Horst Ulbrich

29.2.2016

Asylanten und kein Ende.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:59

Glatz, den 05.01.2016

Verstehe die Welt, wer sich für kompetenter hält, ich nicht!

Nun geistern durch die Medien Vergewaltigungen und Diebstähle der Asylanten.

Aber wer hat sich von den Herrschaften der Politik mit deren Kultur befasst? Gibt es keine Berater für arabische Kultur ?

Keine Frau wird dort ohne Begleitung und schon lange nicht ohne die Erlaubnis ihres Mannes, aus dem Haus gehen! Alle anderen werden, auch durch ihre Kleidung, natürlich als … Sexangebot gesehen! Keiner hat die jungen Männer aus den arabischen Ländern aufgeklärt, und so verstehen sie eben die Welt in Europa nach ihren Gesetzen. Unsere Politiker sind wohl deshalb so blauäugig, weil sie sich in solchen Hemisphären bewegen, wo Übergriffe durch Personenschutz ausgeschlossen sind.

Das ist erst der Anfang, wenn man nicht in der Lage ist, die Asylanten über unser Rechtssystem aufzuklären, denn die fühlen sich nicht einmal schuldig, wenn sie allein herumlaufenden, nicht verschleierten Frauen unanständig begegnen.

Wenn nicht sofort gehandelt wird, gibt das eine Katastrophe, und Herr Seehofer, den ich eigentlich nicht so richtig mag, ist da noch zu vorsichtig in seinen Reaktionen.

Aber 1975 war ich zur Schulung in Viernheim bei Mannheim und wenn wir männlichen Schüler zu viert in der Stadt waren und junge Frauen immer auf die andere Straßenseite gingen, haben wir das hinterfragt. Der Grund war, die dort stationierten amerikanischen Soldaten hielten die Mädchen fest, begrabschten sie überall und mit einem Klaps auf den Po wurden sie wieder entlassen. Abends ab 22 Uhr ist die Polizei nur in doppelter Besatzung mit der MP gefahren und wir Schüler bekamen eine Liste mit Bars,die wir besser meiden sollten. Das in Deutschland und darüber wurde nicht einmal in der Zeitung geschrieben.

Im aktuellen Fall ist nicht einmal bekannt, wer von den vielen Ausländern, oder Rechtsradikalen in Deutschland die Schuldigen sind, und auch das sollte man ohne Vorurteile hinterfragen.

Ich wage wieder einmal einen Ratschlag::: ach wie überheblich:::, nach meinem Brief vom Oktober 2015 bei Grafschaft-glatz blog, wo es das Problem noch nicht gab.

  1. Jeder Asylant, der die Grenze zu Deutschland übertritt, sollte in seiner Landessprache ein Schreiben mit Verhaltensregeln im noch christlichen Europa in die Hand bekommen und mit Unterschrift bestätigen.
  2. Beim ersten Fehltritt, sofern dieser nicht zu schwerwiegend ist, eine Verwarnung – und beim 2. Abschiebung. Wir kommen in Teufels Küche, um es mal salopp auszudrücken.

Wer dann weiterhin zuwiderhandelt hat hier kein Bleiberecht und die Abschiebung muss sofort geschehen,  nicht erst nach monatelangen Verfahren, die unsere Gerichte nicht mehr bewerkstelligen können und die Beschuldigten in der Zwischenzeit untertauchen.

Junge Männer, und vor allem solche, die sich hier nicht benehmen können, sollten für den Frieden im eigenen Land  kämpfen und nicht unsere Frauen verunsichern.

  1. Wer sich an der Grenze nicht ausweisen kann, kommt in ein extra Auffanglager, warum werden so viele Pässe auf dem Weg der Flüchtlinge weggeworfen? Tausende liegen auf den Wegen und das hat doch einen Grund.
  2. Schengener Abkommen? Ja, gibt es das überhaupt noch und warum hält man sich nicht daran? Dazu auch später.
  3. Wer sein Gesicht verbirgt, wenn er willkommen geheißen wird und eine Kamera in der Nähe ist, macht sich verdächtig. Wer hinterfragt das?

Wir benötigen keine Obergrenze der Flüchtlinge, wie Frau Merkel es auch ablehnt, denn wie soll das gehen? An der Grenze zu Österreich verhungern lassen? Oder die lassen sie an der Grenze zu Ungarn oder wo auch immer im Stich? Das wäre unmenschlich und würde uns auf die gleiche Stufe mit den arabischen Länder stellen, aber die säubern ihr Land auf diese Weise von allen politischen Gegnern und wollen niemanden zurücknehmen.

Leider ist die Politik in Europa zu uneinig, bei 550 Mill. Menschen in Europa wären 1% ca 5,5 Mill Asylanten und die sind noch lange nicht da. Aber durch den Druck an den Grenzen wird es hoffentlich bald ein Umdenken geben, denn es wird demnächst Todesfälle geben… und wenn es Kinder sind? Wacht dann die europäische Politik auf? Zur Zeit zeigt die Situation an den Grenzen genau das Prozedere welches unsere Kanzlerin vorausgesagt hat und hoffentlich sehen andere Staatslenker auch mal hin. Ich meine, sogar ein kurzfristiges Zusammenarbeiten mit welchem Diktator auch immer, lässt sich nicht mehr vermeiden. Mit Erdogan in der Türkei gibt es einen Anfang, mit Assad vielleicht auch. Nach einem Frieden sehen wir weiter….

Bei aller Solidarität muss aber eine Auslese stattfinden. Frauen mit Kindern sollten Vorrecht an den Grenzen haben, allein reisende, junge Männer sollen warten und möglichst zu Hause für den Frieden kämpfen. Eine Auslese wird sich ab Sommer nicht verhindern lassen,  das sind keine deutschen Schlesier wie nach unserem Krieg. Hier kommt eine andere Kultur, wo Frauen ohne Rechte sind, wo Ehrenmord nicht geahndet wird und Folter und Hinrichtung an der Tagesordnung ist, und diese Flüchtlingswelle nach Europa ist nicht einmal die größte. Wenn erst einmal, nachdem die Klimakatastrophe sich durch Uneinigkeit der Weltpolitik nicht verhindern lässt,

die Hungerwelle wegen Wassermangel aus Afrika kommt …

Bis dahin ist unsere heutige Generation hoffentlich ins Jenseits abgewandert.

Kommentar von Horst Ulbrich

Ps. Man kann neuerdings hier auch Kommentare her hinterlassen und das wird die Seite beflügeln.

28.2.2016

Exkursion mit dem polnisch-deutschen Freundeskreis in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:55

DSC_0269   DSC_0272   DSC_0281 Bitte die Bilder anklicken.

Wie es wenigen bekannt sein wird, gibt es in Glatz auch einen polnisch-deutschen Freundeskreis unter der Leitung von Herrn Jurek Zelaszkiewicz. Das Gegenstück dazu gibt es in unserer Partnerstadt Bensheim mit dem deutsch-polnischen Freundeskreis.

Diese beiden Organisationen haben sich zeitgleich gegründet und  über das Jahr verteilt viele gemeinsame Veranstaltungen.

Auch mit uns sind sie eng verbunden durch viele Teilnehmer in unserem DFK Chor, Jurek ist unser Verbindungsmann auf kommunaler Ebene durch seine guten Kontakte zur Verwaltung der Stadt Glatz, er ist auch einer der drei Vorsitzenden des Gefängnisses in Glatz mit ca 1000 Inhaftierten.

Am 19. 2.2016 hatten wir eine gemeinsame Veranstaltung und eine Exkursion auf den Spuren der Geschichte und der christlichen Kultur.

Wir besuchten zunächst die Kapelle in Schwenz, dazu hatten wir auch den Dorfbürgermeister ( Sotis) gebeten. Jurek, geschichtlich sehr gut vorbereitet, sprach über die historischen Gegebenheiten und die neuen Renovierungen der Kapelle und des deutschen Denkmals.

Weiter ging es zum Schloss nach Eckersdorf, leider war uns auch ein Betreten des Parks durch einen Zaun verwehrt, wo meine Mutter als junges Mädchen in der Schlossgärtnerei gearbeitet hatte. In der Kirche dann sprach er über die Zeiten vor dem Krieg mit der Familie Magnis und den Bau der Kirche. Ich konnte auch dort wieder persönliche Erlebnisse beitragen, sind doch viele Generationen meiner Familie dort getauft, verheiratet und auch auf dem Friedhof beerdigt worden. Die letzten Täuflinge waren meine beiden Schwester vor der Vertreibung. Ich bin dann in Herford Westdeutschland zur Welt gekommen und zurück in die Heimat der Eltern gezogen.

Interessant ist auch die Geschichte des Kreuzes und der zwei Figuren im Eingang der Kirche, links oben an der Wand und das kam so. Bei der Abfahrt nach einer der Pastoraltagungen  saß ich schon im Auto von Julian Golak, als eine Frau mir hastig ein großes und wertvolles Holzkreuz in die Hand drückte und verschwand. Nun wollte ich nicht 800 Km mit dem ca. 1,2 Meter hohen Kreuz auf dem Beifahrersitz verbringen und so haben wir es Elisabeth Kynast zum Transport nach Schlesien übergeben, wo es auch bei nächster Gelegenheit bei mir ankam. Zu Lebzeiten des Eckersdorfer Heimatpflegers Wolfgang Pfeifer, übergab mir dieser zwei schöne Figuren, die er seit 30 Jahren aufbewahrte, zum Verbleib in der Grafschaft. Aber schon nach einer Woche und nach seiner der Rückfahrt rief er mich an, die Figuren müssen zurück, der ehemalige Besitzer will sie wiederhaben. Gesagt getan, mit Freunden habe ich bei Gelegenheit den Rücktransport organisiert. Wieder ein Anruf, der Besitzer ist gestorben, die Figuren können nun endgültig in die Grafschaft.     Danke!

Mit dem damaligen sehr deutschfreundlichen Pfarrer Pisarski haben wir dann einen passenden Ort für das Kreuz und die Figuren gesucht. Seit der Zeit zieren sie den Eingang zur Kirche in Eckersdorf.

Ja liebe Freunde, so gibt es viele Erlebnisse in der Heimat über die man berichten sollte.

Nach dem Besuch in der Kirche ging es dann endlich ins Warme in die Reiterstube zu Ulbrich, wo ein Imbiss und warme Getränke warteten. Renia und Horst Ulbrich wurden gebeten über die Familiengeschichte der Beiden zu berichtet, auch wie sie zueinander gefunden haben. In diesem Jahr feiern wir unsere Silberhochzeit und da gab es wahrlich viel zu berichten, mit welchem Glück in damals unsicheren Zeiten und der großen Unterstützung der polnischen Bevölkerung wir einen gut geführten Reiterhof aufbauen konnten. Wir haben damals, schon kurz nach der Wende und in Zeiten mit hoher Inflation in Polen von den günstigen Preisen profitieren können, waren aber auch Pioniere ohne deutsche Kontakte. Heute könnten wir uns eine solche Investition nicht mehr leisten und sind glücklich den Weg damals beschritten zu haben und in der schönen Grafschaft Glatz leben zu dürfen.

Vor ca. Zehn Jahren wollte ich dann das Glück teilen und hatte  angeboten einen Ha Land an Heimatvertriebene und deren Kinder zu verschenken, wenn sich 20 Teilnehmer zum Bau von Ferienhäusern finden würden. Selbst der Preis für ein schlüsselfertiges Holzhaus mit 70 m² hatte ich bei der Anzahl auf 7000,- € handeln können und war voller Hoffnung bald ein deutsches Zentrum in Schwenz zu haben.

Leider gab es nur zwei Interessenten und damit war das Projekt gestorben. Heute ist das Interesse an der Heimat bei den Enkeln gewachsen, das sehe ich immer wieder bei den Anfragen zur Ahnenforschung, kann aber oft nur raten selbst in die Grafschaft zu kommen, der zeitliche Aufwand ist sehr groß.  Wo ich kann bin ich immer gern behilflich.

Bericht

Horst Ulbrich

23.2.2016

Ab sofort sind wieder Kommentare möglich

Filed under: Allgemein,Neues aus Schlesien — Schlagwörter: — admin @ 19:52

Liebe Leser,

Auf Anfrage von Horst Ulbrich habe ich als technischer Betreuer am Sonntag die Kommentarfunktion wieder aktivert. Dadurch sind ab sofort wieder Kommentare von allen (auch nicht-registrierten) Lesern möglich.

Ende 2013 gab es erhebliche Probleme mit einer Unmenge von unseriösen Kommentaren (sog. SPAM) mit Werbung und anderem Unsinn. In der Testphase der ersten beiden Tage seit Sonntag habe ich auch wieder einige SPAM-Kommentare erhalten, die aber erst von mir als Moderator geprüft und freigegeben bzw. gelöscht werden müssen.

Daher kann es bei Euren/Ihren neuen Kommentaren sein, dass die manuelle Freigabe durch mich evt. 1-2 Tage dauert. Andererseits werde ich in nächster Zeit einen automatischen SPAM-Filter testen, der aber je nach Menge und Nutzung ggf. zusätzliche Kosten verursacht.

Neu ist auch die Funktion der „Automatischen Übersetzung“ (rechts oben) durch ein sog. Plugin mit der Technik von WordPress und Google-Translator. Bitte beachten Sie, dass die Texte automatisch durch ein Internetprogramm übersetzt werden und daher nicht fehlerfrei sein können!

Viel Spaß im überarbeiteten Blog der Grafschaft Glatz (Schlesien) und herzlichen Dank an unseren fleißigen „Schreiber“ Horst Ulbrich.

Beste Grüße von
Christian Drescher

8.2.2016

 Neujahrsempfang des Konsulates und des Marschalls Oppeln in der Philharmonie.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:48

Der Saal1   IMG_3645   IMG_3643 Bitte auf die Bilder klicken.

Nun gab es neben der traditionellen Einladung auch einen besonderen Anlass, 25 Jahre deutsch-polnischer Nachbarschaftsvertrag vom 17.Juni 1991. Die Festlichkeiten ausgerichtet in diesem Jahr gemeinsam vom Konsulat und dem Oppelner Marschall  Andrzey Bula. Beide betonten in ihrer Rede die gute Zusammenarbeit.

Wahrlich ein Kunstgenuss war danach das Konzert in der Oppelner Philharmonie mit über 80 jungen Musikern aus Deutschland und Polen. Zu erfahren war, dass die Verbindung der beiden Orchester, des Williges Gymnasiums in Mainz und der Oppelner Chopin-Musikschule seit 25 Jahren besteht und sie schon in vielen gemeinsamen Konzerten aufgetreten sind.

Der musikalische Rahmen umspannte ein großes Spektrum von klassischer Musik, über Operettenklänge bis zur Filmmusik. Herr Malcharczyk,  ein schon bekannter Entertainer und Mitarbeiter des Konsulates begeisterte immer wieder mit informativen, wie auch spaßigen Überleitungen. Zur Ankündigung der Filmmusik und einem Musikstück aus dem Film „ Fluch der Karibik“ erschien er sogar passend gekleidet als Pirat.

Nach dem Konzert hatte Frau Konsulin Haake zu Imbiss und Umtrunk geladen. Leider habe ich erst, auf den mir zugesandten Bildern die Leckereien sehen können, denn mit vielen Gesprächen der politischen, wie in der deutschen Minderheit engagierten Freunde befasst, war es dann zu spät. Aber die Gespräche, auch über die Erfolge der Gespräche in Berlin vor einer Woche waren wichtiger. Mit Andreas Grapatin vom CDU Verbindungsbüro in Breslau haben wir dann im Hotel bei einem Glas Wein weiter diskutiert und auch die weitere Zusammenarbeit geplant.

Bericht Horst Ulbrich      Empfang1    Konsulin im Gespraech Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

 

 

 

6.2.2016

Weihnachten in der Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:09

20160106_130554   DSC_0168   DSC_0032 Bitte auf die Bilder klicken.

Nun werden in Deutschland die Weihnachtsbäume wohl schon einige Zeit abgeräumt sein. In der Heimat ist die Adventzeit eigentlich auch Fastenzeit und das Fest beginnt mit der Heiligen Nacht.

Dafür werden aber bis Maria Lichtmess am 2.Februar noch Weihnachtslieder gesungen, auch die Dekoration in den Kirchen bleibt solange erhalten und wird erst am kommenden Sonntag 7.2. nicht mehr zu sehen sein.

Privat haben wir unseren Christbaum Ende Januar entsorgen müssen, denn wegen der Wärme begannen die Nadeln zu rieseln.

In den Kirchen, wo nicht geheizt wird halten die Bäume natürlich länger, aber nun geht die Weihnachtszeit zu Ende und wir freuen uns auf den Frühling. Die Temperaturen in der Heimat verhalten sich schon entsprechend. Da hat die Vertriebenengeneration hier noch andere Winter und mit viel Schnee erlebt. Ich bin wohl mit dem Klimawandel in die Heimat meiner Eltern gezogen, denn es hat in den letzten Jahren wenig Schnee gegeben, obwohl die Temperaturen teilweise bis minus 18 Grad waren. Das hat der Landwirtschaft immer wieder Verluste gebracht, weil der Schnee normalerweise die Wintersaat schützt.

Aber nun wollen wir uns auf den Frühling freuen, am 19.2. trifft sich der DFK Chor bei Ulbrich zum Angrillen. Vorher werden wir das Schloss und die Kirche in Eckersdorf und die Schwenzer Kapelle besuchen und ich werde einige Erläuterungen zu meinen Ahnen geben, die aus Eckersdorf und der Umgebung sind.

 

Bericht Horst Ulbrich

Schloss Pischkowitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:48

 

Liebe Leser dieser Seite.

Forschung in Schlesien kann ja so spannend sein. Wie schon geschrieben wird in Pischkowitz  aus einer Ruine wieder ein schönes und gut renoviertes Schloss. Restaurant- und Hoteleröffnung wird in 2017 sein und die Arbeiten gehen gut voran. ( Bitte unten auf dieser Seite bei „older posts“ zu dem Originalbeitrag zurückblättern.

Nun hat Herr Schönberg, der neue Schlossbesitzer einen signierten Dachziegel gefunden und geforscht warum das geschehen ist. Signiert war der Ziegel mit Wilhelm Seidel und Franz Tschöke. Daraufhin hat sich ein E-mailkontakt mit Herrn Andreas Tschöke in Deutschland ergeben und der konnte zur Aufklärung beitragen.

Andreas Tschöke mir schrieb dazu:

Wie kommt der Schriftzug auf den Dachziegel?

Es ist gebrannter Ton und, wie es auf den ersten Blick aussieht, wurden die Schriftzüge bereits vor dem Brennen dort verewigt.

Vom Alter und von den mir bisher bekannten Personen kann das nur Anton Joseph Franz Tschöke sein, geb. 20 Jan 1819. Er war zum Zeitpunkt der Signatur 27 Jahre alt. Leider habe ich über ihn keine weiteren Daten. Sicher waren Wilhelm Seidel und Franz mit der Erneuerung des Daches beauftragt, denn es war zu diesem Zeitpunkt schon über 120 Jahre alt. Sehr wahrscheinlich haben beide die dafür notwendigen Dachziegel selber bei der Brennerei abgeholt und mit einem Ochsenkarren zum Schloss gefahren. Zum Abschluss ihrer Arbeiten haben sie diesen Ziegel signiert und dann brennen lassen.

Viele neue Besitzer alter Gebäude suchen nach alten Unterlagen, den Vorbesitzern, oder auch Kuriositäten wie hier, ein signierter Dachziegel aus dem Jahr 1846.

 

Bericht Horst Ulbrich

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5.2.2016

Eine Feier zum 70. Tauftag von Helmut Sauer in seiner Heimat.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:12

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Auf den Tag genau 70 Jahre nach seiner Taufe feierte Helmut Sauer am 3.2.2016 mit Freunden aus Schlesien in seiner Taufkirche St. Barbara in Peterwitz eine Messe. Er wollte nur am polnischen Gottesdienst teilnehmen, aber 7 Geistliche fanden sich am Altar ein. Hauptzelebrant war der apostolische Protonotar Prof. Pirlana.Der Gottesdienst wurde für den Jubilar in Deutsch und Polnisch gehalten, Kinder aus der Gemeinde haben gesungen und am Ende mit Glückwünschen in deutscher Sprache Blumen überreicht.

Helmut Sauer war überrascht und tief bewegt bedankte er sich am Ende bei allen, die den Gottesdienst organisiert und gestaltet haben.

Die geladenen Gäste fuhren dann in das Hotel, wo der Jubilar seit vielen Jahren mehrmals im Jahr wohnt. Dort verlas er bei einem Glas Sekt zunächst die lange Liste aller Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kirche, die er herzlich begrüßte. Aus Oppeln waren Herr Galla, Herr Gaida, Herr Rasch, Herr Bartek, der bischöfliche Beauftragte Dr. Talinski, Prälat Globisch und andere angereist. Pater Dr. Arndt aus Breslau kam wegen eines Staus leider zu spät, um den Gottesdienst noch am Altar mitfeiern zu können.

Helmut Sauer, ein verdienter Schlesier, der schon am Heiligen Abend seinen Geburtstag gefeiert hatte, engagiert sich seit Jahrzehnten sehr wirkungsvoll für sein Schlesien und die Heimatvertriebenen. Er wird nicht nur bei den in Schlesien lebenden Deutschen hoch geschätzt, er ist auch ein angesehener Partner in politischen und kirchlichen Kreisen in Polen.

So waren unter den Gästen ehemalige und heutige Bürgermeister, Vorsitzende und Politiker der Deutschen Minderheit in Polen, Chefärzte und weitere Wegbegleiter der vielfältigen Kontakte in seiner Heimat.

Nach dem Neujahrsempfang bei der Konsulin Frau Haake vor einer Woche gab es erneut Gelegenheit zu Gesprächen über die Zukunft unter den neuen politischen Verhältnissen in Polen. Die teils vertraulichen Gespräche über die Verhandlungen in Berlin vor einer Woche lassen auch mich etwas entspannter in die mittelfristige Planung schauen, obwohl wir Vorsitzenden natürlich gern langfristig planen würden.

Die Gäste mit der langen Anfahrt aus Oppeln mussten sich gegen 22 Uhr verabschieden, wir hingegen konnten noch etwas länger bleiben, da Glatz nicht so weit entfernt ist. Aber gegen 24 Uhr haben auch wir uns mit Andreas Grapatin aus Breslau dann auch auf den Weg gemacht. Er hat bei uns übernachtet, da er am folgenden Tag einen Termin in Prag hatte. Von dort wird er für den DFK Glatz einen Hilfstransport von unserem Partner „chance for children“ übernehmen und eine große Spende Legosteine mitbringen. Damit werden wir die Schule behinderter Kinder und die Kinderheime in Glatz zu Ostern überraschen. So kann man über die guten Kontakte auch immer wieder Hilfe für unser Sozialprogramm bekommen.

Bericht Horst Ulbrich

DSC_0200   DSC_0193   DSC_0202zum Vergrößern das Bild anklicken

14.1.2016

Elfriede Weinhold gestorben.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:58

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Am 11.01.2016 ist unsere Ehrenvorsitzende Elfriede Weinhold im Pflegeheim „ Dom Seniora“  nach langer Krankheit verstorben.

Mit Gründung des DFK Glatz im Jahr 1993 hatte sie sofort das Amt der Kassenführung übernommen, nach dem Tod von Frau Anna Fuhrmann auch den Vorsitz des DFK.

Sie war uns bei der Reaktivierung und Neugründung 2010 in allen Bereichen behilflich und seit dieser Zeit auch unsere Ehrenvorsitzende. Leider ging es ihr, nach Schlaganfall und zwei folgenden Operationen am Gehirn, sehr schlecht. Sie war danach gelähmt, auch das Sprachzentrum war schwer geschädigt. Wir haben uns in den vielen Besuchen dann auf meine Fragen mit Handdrücken verständigt. Einmal ja, zweimal nein und so konnten wir immerhin noch eingeschränkt kommunizieren. Leider war auch das gegen Ende des letzten Jahres kaum noch möglich. Wir haben ihr, mit der Hilfe der Malteser aus Telgte einen besonderen Rehastuhl zur besseren Behandlung und Durchblutung besorgen können. Aber als es ihr immer schlechter ging, war der Weg in eine stationäre Pflege unumgänglich, wo sie dann am 11.01. 2016 entschlafen ist.

Wir trauern um ein wertvolles Mitglied des DFK Glatz, möge sie bei Gott ihren himmlischen Frieden finden.

Die Beerdigung war am 14.01.2016.

 

Der Vorstand DFK Glatz.

24.12.2015

Letzte Veranstaltung in 2015 der polnisch-tschechischen Tage der Christlichen Kultur.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:07

 

Kulturtage 019   10295017_950959258293083_6465097327741263133_o   921450_950959401626402_5610897735035967194_o(1) Zum Vergrößern Bild anklicken.

Der Organisator der polnisch- tschechischen Tage der christlichen Kultur, Julian Golak, hatte zwei Tage vor dem Heiligen Abend zur letzten Veranstaltung in diesem Jahr geladen und trotz des Wetters sind alle gekommen. Schon die Anfahrt zur Hohen Eule war erschwert, denn der Nebel war so dicht, dass man nur im Schritttempo die letzten Kilometer fahren konnte.

Aber im festlich geschmückten Lokal empfing uns eine Wärme und viele Bekannte, die sich lange nicht gesehen hatten, trafen sich dort wie jedes Jahr. Eine bunte Mischung aus Politik und kirchlichen Würdenträgern und für den DFK wichtig die Kontakte weiter zu pflegen, denn die Herren Bürgermeister, Landräte und andere sieht man nicht so oft. Julian Golak hatte mich wieder gebeten, über die deutsche Weihnachtstradition in Schlesien zu berichten, was ich gern übernommen habe. Geladen waren auch einige Künstler mit Instrumenten und andere, die ihre Bilder und Skulpturen in einer Ausstellung zeigten, die nach dem Essen eröffnet wurde. Aber lange Zeit nahm zunächst die traditionelle Begrüßung ein, die auch am Heiligen Abend hier in den Familien praktiziert wird. Nach dem Tischgebet bekamen alle Oblaten ausgeteilt und – wer den Brauch nicht kennt –  damit geht man herum, wünscht jedem Einzelnen ein frohes Fest und bricht vom jeweils anderen ein Stück der Oblate heraus und man verzehrt sie gemeinsam. Da sich fast alle kennen, gab es natürlich immer viel Gesprächsstoff. So begann das Abendessen nach ca. einer Stunde der privaten Gespräche mit den traditionellen polnischen Gerichten. Fisch in verschiedenen Sorten mit Beilagen und vorher die traditionelle  Brühe aus roten Beeten genannt Barszcz. Das muss ein Deutscher erst mal aussprechen können. Später auch noch Kutia, das ist eine Süßspeise aus Weizen und Mohn, ähnlich den schlesischen Mohnklößen, und natürlich Kaffee und Kuchen.

Es schloss sich ein musikalisches Programm mit einer ausgebildeten Sopranistin an, begleitet von einem Violinisten  und einem Gitarristen.

Der Gitarrist, ein hochbegabter Musiker, war als Kind schwerstbehindert geboren und von Nonnen aufgenommen worden, wie er berichtete. Sie haben ihn soweit gesund gepflegt, dass er nun mit Gehhilfen laufen kann. Er tingelt, mit seiner Gitarre und einem Pfarrer, der ihn begleitet, durch die Welt und kam gerade aus Chicago zurück. Wir hatten sein Können schon am Sonntag in der Kirche des Franziskanerklosters in Glatz bewundern können. Ein herausragender Künstler, der mit Musik auch seine Behinderung gemeistert hat.

Herr Henryk Hnatiuk eröffnete mit Julian Golak die Kunstausstellung. Im Anschluss gab es verschiedene Lesungen und die Vorstellung der Weihnachtsbräuche in Tschechien, der Ukraine und Deutschland. Da war ich dann gefragt, denn eine andere deutsche Organisation war nicht dabei.

Also habe ich meinen Vortrag zum ersten Mal ohne die Hilfe meiner Frau auf Polnisch gehalten, da ich die meisten Gäste kenne und man mir alle sprachlichen Fehler verzeiht. Ich habe auch über die besondere Kunst des Bratens der schlesischen ungebrühten Bratwurst berichtet, die bei meiner Mutter oft geplatzt ist. Am Ende gab es jedenfalls lange Applaus und Geschenke der anwesenden Künstler und des Organisators. Na ja, ich bin halt immer noch die Ausnahme der Deutschen, die sich halbwegs mit dem polnischen Sprachgewirr auseinandersetzen. Gegen 24 Uhr waren wir dann wieder zu Hause in Schwenz.

Nun ist alles Offizielle vorbei und die privaten Vorbereitungen können beginnen. Schwiegervater hat wieder den allerschönsten  Tannenbaum geopfert, wie jedes Jahr, aber mit Blattläusen und klebrig. Nun soll ich mit dem Kärcher den Baum behandeln, denn auf Frost kann man wohl nicht hoffen, um das Problem zu lösen.

Was ist aus dem schlesischen Wetter geworden??? Wünsche zu Weihnachten hatte ich schon geschrieben, deshalb nur noch

auf ein Wiedersehen in Schlesien im nächsten Jahr.

Euer Horst Ulbrich

Kulturtage 014   12377680_950959151626427_48396555951794702_o   Kulturtage 030 Bitte Bilder anklicken.

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