Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

30.10.2011

DFK Glatz ist umgezogen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:08

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Liebe Mitglieder und Freunde des DFK Glatz. Nachdem wir uns seit der Neuwahl März 2010 reaktiviert haben und Dank unseres Vereinsmitgliedes Julian Golak ein neues Vereinlokal bezogen hatten war die Welt in Ordnung und wir sehr froh, endlich aus dem Hinterhof in ebenerdigen Räumen arbeiten zu können. Auch das Haus wurde neu renoviert und gestrichen, aber es sollte wohl zu einfach gewesen sein, denn nach einem Jahr bekamen wir die Kündigung der Räume, da das Haus, als Eigentumswohnungen aufgeteilt, verkauft wird.

Unsere guten Kontakte zu Stadtverwaltung und Bürgermeister haben uns aber neue und bessere Räume in der Innenstadt hinter dem Rathaus beschert, in die wir nun endlich eingezogen sind. Vom Raumangebot etwas kleiner, dafür aber die zentrale Lage in der ul. Lukasinskiego / Frankensteiner Straße Nr. 11. Allerdings war auch hier zunächst Renovierung und Grundreinigung nötig, aber wir sind bis auf Kleinigkeiten fertig und der normale Betrieb geht weiter. Achtung, wir haben mit dem Umzug unsere Bürozeiten wegen der Berufstätigen auf Samstag von 11 bis 14 Uhr verlegt. Auch einen dritten Deutschkurs für unsere Mitglieder haben wir  begonnen.

Wir sind nun leicht zu finden: Die Straße hinter dem Rathaus macht eine scharfe Linkskurve. Nach ca. 100 Metern sieht man unsere große Reklame im Schaufenster.

Der weiße Kasten im Bild wird unser Schaukasten für Bekanntmachungen, ist aber noch nicht fertig. Die Gefangenen der Haftanstalt Glatz haben uns neue Bücherregale, Küchenzeile und Schränke gebaut. Nun fertigen sie noch einen neuen Schaukasten, dann sollte alles fertig sein. Unserem Mitglied Jerzy Zelaszkiewicz, einer der Gefängnisdirektoren sei Dank für seine Unterstützung. Ich hoffe die Bilder sind ansprechend. Leider sind damit auch unsere letzten finanziellen Mittel verbraucht und am 3. 12. findet im Derhämtehäusla in Lerchenfeld unsere Weihnachtsfeier statt. Leider darf ich hier keinen Spendenaufruf veröffentlichen, wer uns aber unterstützen möchte, möge sich des Spendenkontos erinnern, oder sich bei mir melden. Tel. 0048 74 871 43 61

Denen, die uns übers Jahr unterstüzt haben ganz herzlichen Dank. In der Winterzeit werde ich auch wieder Neues aus Schlesien berichten.

Horst Ulbrich

Malteser in der Grafschaft

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:48

Malteser Hilfsdienst in sozialer Mission in der Grafschaft Glatz.

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Zum wiederholten Mal waren die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Malteser aus Telgte beim DFK in Glatz, um unsere soziale Arbeit mit Hilsmitteln aus Deutschland zu unterstützen. Sie waren mit zwei Fahrzeugen in der Grafschaft und brachten unter Anderem ein Pflegebett für eine behinderte Frau in Kudowa, dort auch einen elektrischen Rollstuhl für ein behindertes Mädchen, die überglücklich sofort damit gefahren ist. Ein weiterer E- Rollstuhl und Hilsmittel bis zu dringend benötigter Winterbekleidung wurde in unser Magazin eingelagert. Der DFK Vorsitzende Herr Ulbrich wird im November zu Konferenzen wieder in Deutschland sein und auf dem Rückweg den Malteser Standort in Telgte besuchen, um weitere Hilfsmittel für die behinderten Deutschen in der schlesischen Heimat zu übernehmen, die dringend benötigt werden.

Der Leiter der Malteser und Stadtbeauftragter aus Telgte, Herr Lodenkötter und sechs seiner Mitarbeiter waren auch in Bad Landek, um dort die in Reaktivierung befindliche Malteser Gruppe zu unterstützen. Schon seit vielen Jahren kommen sie aus Telgte nach Schlesien und haben schon bei dem Hochwasser in Glatz und Bad Altheide geholfen.

Der DFK Glatz bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern und organisierte für sie ein Abendessen mit gemütlichem Beisammensein. Wir haben beschlossen, auch den Kontakt zu der Malteser Gruppe Bad Landek zu intensivieren, um die ehrenamtliche Arbeit dort zu unterstützen.

Am 27.10. wurden die Gäste aus Telgte von uns verabschiedet und traten die Heimreise an. Im Frühling 2011 erwarten wir sie wieder in der Grafschaft.

DFK Glatz


6.9.2011

Hirschfelder Symposium in Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:01

Deutscher Freundschaftskreis

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Gesellschaft in Glatz

57-300 Kłodzko, ul. Okrzei 20
E-Mail: hulbrich@op.pl — Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Symposium Gerhard Hirschfelder 23. bis 25. September in Glatz / Kłodzko, Niederschlesien.

12 Jahre haben die Bemühungen zur Seligsprechung des Kaplans Hirschfelder, unter der Federführung des Großdechanten Prälat Franz Jung und fördernden Mitglied des DFK Glatz, zunächst gedauert. Im September 2010 war dann im Dom zu Münster Deutschland, die Seligsprechung mit ca. 5000 Schlesiern aus der Grafschaft Glatz, die aus ganz Deutschland und aus der schlesischen Heimat in Polen angereist waren. Einige Wochen später dann im Kurpark von Kudowa in Polen die Dankesmesse, organisiert vom Bischofsamt aus Schweidnitz / Swidnica unter der Schirmherrschaft und Mitwirkung des Bischofs Dec.

Symposium 23.bis 25. September:

Tag 1: Im Refugium des Franziskaner Klosters Glatz / Kłodzko wird am 23.9.2011 um 10 Uhr Direktor Dariusz Sakaluk das Symposium eröffnen. Hier wird auch eine Ausstellung mit dem Titel „ Der Selige Kaplan Hirschfelder“ gezeigt. Bischof Prof. Ignacy Dec, Bischof von Schweidnitz spricht über den Seligen „Geschenk und Aufgabe für die Schweidnitzer Kirche.“ Unter Anderem ist ein Beitrag von Prof. Helmut Goeke“ Gesellschaftliche Implikationen des Lebens und der Tätigkeit des Seligen Gerhard Hirschfelder“ , sowie eine Diskussionsrunde vorgesehen, mit dem Thema „Der Selige Gerhard – Patron neuer sozialer – religiöser Werke im Glatzer Land“. Um 17 Uhr dann die Premiere des Theaterstückes in der Haftanstalt Glatz / Kłodzko.

Die Idee, das Wirken des seligen Kaplan Hirschfelder in einem Theaterstück aufzuführen, kam dann auch von Herrn Julian Golak und konnte nach Verhandlungen mit der Gefängnisdirektion, dem Regisseur und anderen, in die Tat umgesetzt werden. Auch hier sind noch 5700,- Zloty für das Theaterprojekt zu finanzieren.

Herr Leszek Czarnota, empfohlen vom Theaterdirektor aus Breslau / Wroclaw, Regisseur und Choreograf, nahm sich der Aufgabe des Theaterstückes an, und da unser DFK Mitglied Herr Zelaszkiewicz Leiter der Werkstatt im Glatzer Gefängnis ist, nahm die Idee Gestalt an, dort das Theaterstück aufzuführen, wo auch der Selige Kaplan Hirschfelder inhaftiert war. Seit einiger Zeit wohnt nun Herr Czarnota in der Ferienwohnung des Wittigmuseums, das auch vom DFK Glatz betreut wird und übt nun täglich mit ausgewählten Gefangenen, die am Freitag 23.9. 2011 das Theaterstück aufführen werden. Die Theateraufführung ist eine außergewöhnliche Veranstaltung, weil sie im Gefängnis und dort von Inhaftierten aufgeführt wird. Das Gefängnis wird zu dem Termin für die Öffentlichkeit geöffnet sein, aber zur Premiere am 23.9. sind aus sicherungstechnischen Vorgaben nur 50 Personen zugelassen. Persönliche Einladungen an Konsulat, Stiftung, VDG und Personen aus Politik und Kirche werden wegen der Limitierung verschickt. Zwei weitere Aufführungen wird es in den nächsten Wochen für die Öffentlichkeit geben. An der Zellentür, wo der Selige inhaftiert war, wird im Rahmen der Veranstaltung eine weitere Gedenktafel eingeweiht.

Tag 2: Nach der Begrüßung der Pilgergruppen in der Maria – Himmelfahrtskirche Glatz Rundgang durch Glatz von Geburtshaus, über Wirkungsstätten des Seligen bis zum Gefängnis. Dort Enthüllung der ersten Infotafel. Mit den Bussen fahren wir einen Teil des Hirschfelder Pilger und Wanderweges, nach Habelschwert / Bystrzyca Kłodzka und weiter bis Tscherbeney zum Grab des Seligen Kaplans.

Zur Teilnahme an der Pilgerfahrt am Samstag sind alle Gläubigen der Diözese Schweidnitz und Besucher aus Nah und Fern herzlich eingeladen. Die gemeinsame Pilgerfahrt beginnen wir programmgemäß in Glatz.

Von einem ortskundigen Reiseführer wird die gesamte Fahrt begleitet.
Gruppenanmeldungen bis zum 22. September 2011 unter Tel. Nr. 74 868 1744 oder 501 812 592

Schon vor ca. 2 Jahren, während der Planungsarbeiten, nahm die Idee Gestalt an, einen Pilger und Wanderweg zu den Wirkungsstätten des Seligen anzulegen, siehe Flyer und Plan. Die Mitglieder des DFK Glatz haben die Aufgabe übernommen und in dieser Zeit ca. 80 Kilometer Wegstrecke von Kudowa bis Habelschwert / Bystrzyca Kłodzka erwandert, Wanderwege weitab der Straßen in einen Katalog aufgenommen, unzählige Bilder der Wegkreuze an den Feldwegen erstellt, um später die Genehmigungen zum Aufstellen der Hinweistafeln beantragen zu können. Herrn Jerzy Zelaszkiewicz und seinen Mitstreitern sei für den großen Einsatz gedankt.

Unser DFK Mitglied und Abgeordneter im Sejmik, Herr Julian Golak hat dann die Genehmigungen zum Aufstellen der Tafeln erfolgreich beantragt. Leider hatten wir wenig Unterstützung unserer deutschen Administration, auch eine persönliche Vorstellung des Projektes bei der Stiftung ist gescheitert. Zum unserem Glück hat das Konsulat Oppeln dann aus dem Budget DFK Glatz die Druckkosten für den Flyer des Pilger und Wanderweges übernommen, allerdings sind damit unsere Fördergelder 2011 schon im August ausgeschöpft. Ein Antrag auf Bezuschussung über die deutsche Stiftung scheiterte schon bei der Anfrage wegen der komplizierten Prozedur.

Zum Glück war auf polnischer Seite und den Unterstützern aus Deutschland das Verständnis für das Projekt des deutschen Seligen wesentlich erfolgreicher. Allen Unterstützern sei gedankt. So werden wir zunächst einen Teil des Weges beschildern können, in der Hoffnung weitere Unterstützung für das Aufstellen der restlichen Schilder zu bekommen. Alle Genehmigungen liegen uns vor.

Tag 3: Der Tag wird vom Bürgermeisteramt in Glatz / Kłodzko organisiert. Unter Anderem wird an diesem Tag die „ Kaplan Hirschfelder Straße“ eingeweiht. Die Gesamtorganisation hat unser DFK Mitglied Frau Theresa Bazala, Vorsitzende der Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes übernommen.

Organisatoren:
Stiftung zur Erneuerung des Neuroder Landes, St. Bartholomäus Gemeinde Tscherbeney, Grafschaft Glatzer Tourismusverband, DFK Glatz.
Unterstützt durch öffentliche Medien: Radio „Rodzina“ Kirchenzeitungen „Swidnicki Gosc Niedzielny“, „Niedziela“, Zeitschrift „Ziemia Kłodzka / Glatzer Bergland“

Horst Ulbrich
Vorsitzender DFK Glatz

23.8.2011

Sommerfest 2011 DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:36

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Sommerfest beim DFK Glatz am 14.8.2011

Was lange währt wird endlich gut, kann man bei den Wetterkapriolen und den immer noch großen finanziellen Problemen des DFK sagen. Zunächst behinderte uns die Kündigung der Vereinsräume unsere Festplanung, dann das fatale Aprilwetter mitten im Sommer. Das hatte uns veranlasst, das Sommerfest in den August und in die Reithalle auf Ulbrichs Reiterhof zu verlegen. Aber auch dort gab es zunächst Planungen mit der Reitlehrerin, da der von ihr geleitete Reitbetrieb bei schlechtem Wetter natürlich in der Halle stattfindet. Der 14.8. war dann der denkbar schlechteste Termin, denn wir hatten übersehen, das in Albendorf gleichzeitig das Treffen der Pilger stattfand und in Glatz auch noch ein Stadtfest war. Von den erwarteten 200 Teilnehmern kamen dann ca. 140 um ausgelassen unter Dach und im Trockenen zu feiern. Nun waren die Vorbereitungen natürlich sehr aufwendig, denn Tische und Bänke wurden aus der Nachbargemeinde geholt, zur Dekoration wurden aus Ulbrichs Wald Birken und Zweige mit Trecker und
Anhänger herangeschafft. Hürden vom Turnierplatz dienten als Absperrung und Umrahmung der Tanzfläche, die auf die Schnelle mit Spanplatten auf dem Sandboden der Halle zusammengeschraubt wurden.

Aber Sonntag 14.8. war alles bereit. Mit dem gemieteten Bus wurden unsere Mitglieder, die aus Richtung Kudowa und Habelschwert mit dem Linienbus in Glatz ankamen, dort am Kloster abgeholt. Auch der Chor aus Waldenburg kam mit dem Bus angereist und hat uns mit deutschen Liedern erfreut. Edwart vom Derhämtehäusla aus Lerchenfeld hat den Gesang mit seinem Akkordeon begleitet. Mit einem Grill in der Halle und dem Kuchenbüffee wurde für das leibliche Wohl gesorgt und als die Kapelle aufspielte, wurde auch die Tanzfläche gut besucht. Für die Kinder hatte die Reitlehrerin wieder  Ponys zur Verfügung gestellt und die Kinder hatten beim Reiten ihre Freude. Da es trotz schlechter Vorhersage ein schöner Sonnentag war, waren viele Eltern mit ihren Kindern auch auf dem Spielplatz und die älteren Semester, denen es drinnen zu laut war, saßen draußen unter den Sonnenschirmen.

Bis in die späten Abendstunden wurde getanzt und gesungen. So ging ein, trotz aller Widrigkeiten, gelungenes Sommerfest mit einem gemeinsamen Lied zu Ende. Jochen Straube sorgte dann mit seinem Bus für die pünktliche Abreise derer, die ihren Linienbus in Glatz erreichen mussten.

Am nächste Tag waren dann viele Helfer von Nöten um alles abzubauen und eine saubere Reithalle wieder seiner Bestimmung zu übergeben. Wer den DFK Glatz in Zukunft besuchen möchte, wir ziehen voraussichtlich noch in diesem Monat um, und zwar in die ul. Lukasinskiego Nr. 11. Das ist die Straße gleich hinter dem Rathaus und daher noch besser zu finden, als die alte Adresse.

Wir freuen uns auf Euren Besuch. Feste Bürozeiten immer noch Freitag 11 bis 14 Uhr. Alle anderen Öffnungszeiten variieren mit unseren Angeboten. Geplant ist zur Einweihung ein Straßenfest mit den Anwohnern, das aber wohl noch an der schwierigen finanziellen Lage des DFK scheitern könnte.

Horst Ulbrich

Vorstandsvorsitzender
DFK Glatz


18.7.2011

DFK Glatz on Tour

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:37

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Am Wochenende des 21./22.5.2011 fuhr eine Delegation des DFK Glatz (u.a. auch die Jugend)  auf Einladung unseres Großdechanten Franz Jung zum Marienwallfahrtsort Mariazell in Österreich.

Der Wallfahrtsort in der Steiermark liegt den Grafschaftern besonders nahe, weil der Wölfelsdorfer Christoph Veit 1750 von einer Wallfahrt nach Mariazell eine Nachbildung der Muttergottesfigur mitbrachte, die dann in der Grafschaft als wundertätig verehrt wurde. 1781 wurde dann die Wallfahrtskirche Maria Schnee auf dem Spitzigen Berge erbaut.

Unsere DFK-Mitglieder mussten sich schon am frühen Morgen des 21.5. in Tscherbeney einfinden, von wo der Bus pünktlich um 5 Uhr abfuhr. Direkt an der Grenze in Nachod stiegen dann die tschechischen Grafschafter zu, und die lange Reise nach Österreich konnte beginnen.

Auf der Reise wurde auf Deutsch, Polnisch und Tschechisch (und vor allem Pauersch!) gebetet, gesungen und erzählt, so dass die Zeit nicht lang wurde. Nach einer kurzen Rast vor der tschechisch-österreichischen Grenze waren wir gegen Mittag in Österreich. Die Alpen begrüßten uns leider mit Gewitter und Schneeregen, und auch als wir gegen 14 Uhr den Wallfahrtsort Mariazell erreichten, regnete es noch. Aber nicht mehr lange, denn nachdem wir unser Quartier im Pilgerwohnheim direkt neben der imposanten Wahlfahrtsbasilika bezogen hatten, kam auch schon wieder die Sonne heraus, die uns bis zum Sonntagabend begleiten sollte.

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wallfahrtsort trafen wir dann vor der Basilika die Wallfahrtsgruppe des Großdechanten aus Deutschland und feierten um 15.30 Uhr vor dem Gnadenaltar der Muttergottes von Mariazell, der „Magna Mater Austriae“, zusammen mit Prälat Franz Jung und mehreren Grafschafter Priestern eine Heilige Messe zu Ehren unseres Grafschafter Seligen, Kaplan Gerhard Hirschfelder.

Nach diesem ergreifenden Erlebnis traf sich die gesamte Wallfahrtsgruppe aus Deutschland, Tschechien und Polen zum geselligen Beisammensein und Abendessen.

Einen wundervollen Abschluss fand dieser Tag mit der traditionsreichen Lichterprozession, die in den Sommermonaten immer samstagabends in Mariazell stattfindet. Jugendliche unserer Wallfahrtsgruppe hatten dabei die Ehre, an der Spitze der Prozession mit den altehrwürdigen Wallfahrtsfahnen voranzugehen. Als Besonderheit wurde an diesem Abend vor dem Rathaus in Mariazell ein Denkmal zu Ehren des Seligen Papstes Johannes Paul II. eingeweiht, der dem österreichischen Wallfahrtsort sehr verbunden war und das an seinen Pastoralbesuch im September 1983 erinnert. Der Gang durch die nächtlichen, durch unsere Kerzen erleuchteten und von unserem Gesang und Gebet erhallenden Gassen Mariazells war ein beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem Frühstück im Pilgerheim nahmen wir dann am Sonntagmorgen um 10 Uhr gemeinsam am Hochamt in der Basilika teil, die von Großdechant Franz Jung konzelebriert wurde und in der die Grafschaft Glatzer Wallfahrer auch namentlich begrüßt wurden.

Da wir am Sonntagabend zurück sein mussten (weil am Montag wieder normaler Arbeitstag war) hieß es für uns, aus Schlesien angereiste Grafschafter, nach dem Hochamt und dem obligatorischen Gruppenfoto leider schon wieder Abschied nehmen. Das Mittagessen nahmen wir bereits wieder auf tschechischer Seite ein (böhmische Küche – dem edlen Spender sei gedankt!), und nach 22 Uhr waren wir wieder zurück in Grenzeck bei Kudowa.

Insgesamt war die Mariazell-Wallfahrt ein zwar kurzes, aber intensives und unvergessliches Erlebnis, insbesondere für den Verfasser dieses Kurzberichts, der Nachfahre des Bruders von Christoph Veit (in der 8. Generation) ist und somit – nach der Rückkehr als „Rücksiedler“ in die Grafschaft – nun auf den Spuren seiner Vorfahren in die Steiermark wallfahren durfte. Unserem lieben Großdechanten und auch dem DFK sei gedankt für die Ermöglichung dieses gemeinschaftlichen Erlebnisses!

Heinz-Peter Keuten, Wölfelsdorf, Grafschaft Glatz
(Schriftführer und Schatzmeister im DFK Glatz)

23.6.2011

Neues aus unserer DFK Schülergruppe.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:30

Teilnehmer unserer Schülergruppe bestehen erfolgreich die Deutschprüfung des Goetheinstituts.

Seit November 2010 haben sich 10 Schülerinnen und Schüler auf die anspruchsvolle Prüfung des Goethe-Instituts vorbereitet, die zum Erwerb des international angesehenen „Zertifikats Deutsch“ führt. Die Vorbereitung auf die nicht einfache Prüfung (Sprachniveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens) fand,  einmal wöchentlich unter Leitung unseres DFK Mitgliedes und Deutschlehrers im Gymnasium Habelschwert Herrn H.-P. Keuten in zweistündigen Abendkursen statt. Der Kurs einschließlich Lehrmaterial wurde finanziert durch den Deutschen Freundschaftskreis Glatz, mit Bezuschussung des Konsulates in Oppeln. Die Schüler bezahlten nur eine symbolische Gebühr von 1 PLN pro Unterrichtstunde.

Die schriftliche Prüfung zum Zertifikat Deutsch fand am 04.06.2011, die mündliche Prüfung am 11.06.2011 statt, beide an der Wirtschaftsuniversität Breslau. Die Prüfungsgebühr betrug 390 PLN, die bei Jugendlichen aus sozial schwachen Familien noch mit 200,- PLN unterstützt wurden, um die Teilnahme an der Prüfung zu gewährleisten. Die Schüler Oliwia Pers, Maria Soboń und Jan Kobryń erreichten die Abschlussnote „gut“.  Sie halten nun das international anerkannte „Zertifikat Deutsch“ in den Händen, das ihnen bei Bewerbungen in der Zukunft sicherlich von Nutzen sein wird. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg!

Horst Ulbrich

Vorstand DFK Glatz

21.6.2011

Rübezahl ist tot!

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 19:35

Ein Beitrag unseres DFK Mitgliedes Günther Gröger

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 Rübezahl ist tot!

Seit der unverwundenen Vertreibung aus der schlesischen Heimat, die auch Rübezahl nicht zu verhindern vermochte, singen ganze Omnibusreisegruppen der Heimwehtouristen mit inniger Wehmut:

„Liegt die Heimat auch in weiter Ferne, doch Du Rübezahl hütest sie gut!“ Und nun diese Kunde!

Existiert ein „Grab Rübezahls“?

Ein westfälischer Freund befragte mich, ob ich die Grabstätte Rübezahls kennen würde. Voller Empörung antwortete ich mit dem obigen Liedtext, daß der schlesische Berggeist nach wie vor lebe und die Wächterfunktion ausübe. Noch nie hatte ich – in der Grafschaft Glatz beheimatet – anderes vernommen.

Darum wandte ich mich besorgt an einen schlesischen Freund, von dem ich wußte, daß er aus Schreiberhau stammt. Er kannte tatsächlich die Grablege aus seinen Kindertagen in der Heimat, dort zwischen Iser- und Riesengebirge, und konnte mir auch die örtlichen Gegebenheiten schildern.

Wo findet man den Ort der Grabanlage?

Im April dieses Jahres machte ich mich mit meiner Frau auf zu einem einwöchigen Urlaub in Bad Flinsberg am Fuße des Isergebirges. Bei einem Tagesausflug nach Schreiberhau pirschten wir uns an die angegebene Stelle heran.
Wir fuhren zunächst zum Museum der berühmten Dichterbrüder Karl und Gerhart Hauptmann und von dort etwa zwei Kilometer weiter zu einem Rehazentrum, wo wir unser Auto abstellten.
Zu Fuß wanderten wir noch einmal etwa zwei Kilometer nach einer polnischen Wanderkarte zum eingezeichneten „Grob Karkonosza“. „Karkonosz“ bzw. „Pan Liczyrzepa“ sind polnische Bezeichnungen für den übernommenen und für Werbezwecke eingesetzten schlesischen Berggeist Rübezahl.

Welche Gestalt hat die Grabstätte?
Nach einem kurzen Irrweg fanden wir schließlich in einem Waldgebiet aufgehäufte Felsblöcke und erkannten darin sogleich das steinerne Denkmal.
Uns wurde ganz eigen ums Herz; und ich ertappte mich bei dem Gedanken, hier, an diesem „historischen“ Ort, für das Seelenheil des berühmt-berüchtigten Herrn der Berge ein Gebet zu sprechen!
Als ich meinen Fotoapparat einsetzen wollte, stellte ich mich für die Aufnahmen auf eine ca. zwei Quadratmeter große, dicke Felsplatte. Da machte mich meine Frau darauf aufmerksam, daß unter meinen Füßen Buchstaben zu erkennen seien. Tatsächlich erschienen bei einer Säuberung von Laub, Fichtennadeln und Erdreich eine Reihe eingeritzter Zeichen. Deutlich wurden die Wörter „Rübezahls Grab“ sichtbar, dazwischen – auf dem Kopf stehend – das Wort „Karkonosz“.
Wie ich befürchtete, waren nach der Entwicklung des Films auf dem Foto die Schriftzüge kaum auszumachen. Weil ich das schon ahnte, überlegten wir, wie wir das Schriftbild besser kenntlich machen könnten. Meinen Vorschlag, in einem der nächsten Häuser um eine Tüte Salz oder Mehl zu bitten, verwarf meine Frau mit dem Hinweis, daß die Feuchtigkeit das Ansinnen zum Mißerfolg führen würde.
Also kehrten wir zum Auto zurück und fuhren die vielleicht sechs Kilometer in den Ort Schreiberhau zurück, wo wir in einem Schreibwarengeschäft eine Schachtel weiße Kreide (laut polnischem Wörterbuch: „Biala Kreda“) kauften.
Damit ausgerüstet besuchten wir die Grabanlage ein zweites Mal und zogen die Buchstaben mit der Kreide nach. Nun zeigt auch das Foto gut lesbar die Inschrift.
Nicht weit davon weisen Schrifttafeln auf diesen Ruheort und auf einen wunderbaren Aussichtspunkt hin. Für deutsche „Trauergäste“ allerdings unverständlich, denn die Texte wurden nur in Polnisch und Englisch abgefaßt!

Wer war Rübezahl?

Im Internet finden sich eine Reihe Angaben über den „Berggeist (Schrat) des Riesengebirges“. Die Entwicklung des Namens dieser Sagengestalt hat offenbar eine lange Vorgeschichte. Seit dem 16. Jahrhundert kennt man Bezeichnungen wie Rübenczal, Rübezal, Ribezal, Riebenzahl. Immer galt er in den Sudeten als der Herr über Geister und Gnomen und fand mit gespenstischen Geschichten und schaurigen Illustrationen Eingang in die deutschen Volksmärchen. So hören wohl auch die Buschweiblein, die nach einer Sage aus meinem Heimatdorf Altgersdorf im Bieletal in den Wäldern zu finden sind, auf seine gebieterische Stimme.

Wie kam er zu seinem heutigen Namen?
Recht bekannt geworden ist die Legende des Weimarer Poeten Johann Karl August Musäus (1735-1787), der berichtet, wie der Berggeist an der Tochter Emma des Herzogs Gefallen fand und diese entführte. Sie sollte seine Frau werden. Als Zeichen seiner Treue verlangte sie von ihm, er solle die Rüben auf einem großen Acker zählen; denn sie wolle an ihrem Hochzeitstag alle beleben, damit sie ihr dienstbar sein sollten.
Während der Bräutigam sich an die Arbeit machte, zauberte sie aus einer Rübe ein Pferd und floh damit in aller Eile zu ihrem Verlobten Ratibor, dem Gründer der gleichnamigen Stadt an der Oder. Als der Freier die Flucht bemerkte, war Emma bereits aus seinem Herrschaftsbereich entwichen. Er hatte das Nachsehen und erhielt den Spottnamen „Rübezahl“, über den er sich mächtig ärgerte.

Welche Charaktereigenschaften werden ihm zugesprochen?

Neben J. K. A. Musäus haben andere sich ebenfalls in der Literatur dem Berggeist Rübezahl gewidmet, so z. B. Friedrich Bischoff, Ferdinand Freiligrath, Georg Gustav Fülleborn, Carl und Gerhart Hauptmann, Paul Keller, Wolfgang Menzel, Martin Opitz, Johannes Praetorius, Otfried Preußler, Robert Reinick. Auch die Malkunst (Peter Carl Geissler, Ludwig Richter, Moritz von Schwind, Max Slevogt) und die Musik (Louis Spohr, Carl Maria von Weber) griffen das Thema auf.
Musäus sieht den Wirkungskreis Rübezahls weniger auf der Oberfläche der Erde. „Zuweilen gefällt es dem unterirdischen Fürsten, seine ausgedehnten Provinzen zu durchkreuzen, die unerschöpflichen Schatzkammern der Flöze und edlen Metalle zu beschauen, die Knappschaft der Gnomen zu mustern und zur Arbeit anzusetzen. Denn die Gewalt der Feuerströme im Eingeweide der Erde muß durch feste Dämme gebändigt, mineralische Dämpfe müssen aufgefangen und in taubes Gestein geleitet werden, damit es sich in edles Erz verwandelt.
Dann und wann nimmt er Urlaub von den Regierungsgeschäften, erhebt sich an die Oberwelt und treibt sein Wesen auf dem Riesengebirge, wo er die Menschen narrt oder beglückt, straft oder belohnt, je nachdem, wie ihm gerade zumute ist. Denn Rübezahl ist ein launischer, unberechenbarer Geist, ungestüm, ja roh, dann wieder weich und gutmütig, heute der wärmste Freund, morgen fremd und kalt.“

Bleibt Rübezahls Wirkkraft über das Grab hinaus?
Rübezahl herrscht wohl weiterhin aus der Geisterwelt heraus.
Hugo Hartung erklärt mit unverminderter Gewißheit, daß der Berggeist noch immer im schlesischen Riesengebirge daheim sei.
„Er spielt noch immer die eiserne Harfe der Eiszapfen an den Wetterfichten des Kammes; er reißt nachts an den Fensterläden der Bauden; er spielt noch immer die große Sturmorgel und lockt mit dem Silberspiel des Rauhreifs die Skiläufer und die allzu Vorwitzigen in den Abgrund. Er ist noch immer groß und königlich, gut und böse, Herr des Riesengebirges: Rüüübezahl!“

Günther Gröger, Altgersdorf

23.5.2011

Schlesiens deutscher Denkmalschützer

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 22:08

Helmut Göbel wieder in der Heimat aktiv.

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Gleich nach seiner Ankunft in Bad Altheide in Schlesien rief er den Verein Erzangel Michael zusammen, den er eigens zur Erhaltung der deutschen Denkmäler vor Jahren in seinem Niederschwedeldorf gegründet hatte. Seit dieser Zeit organisierte er immer wieder neue Projekte um deutsches Kulturgut zu erhalten und sein Heimatdorf zu verschönern. Mannigfache Auszeichnungen hat er von polnischer Seite erhalten und ist bei den Verwaltungen auch überregional bekannt, denn bei größeren Objekten ist natürlich die Erlaubnis der Kulturreferenten und Denkmalschützer einzuholen. Heute, nach vielen Jahren, in denen er mit Schaufel und Schubkarre in seinem Dorf bekannt wurde, kann er auf sein Lebenswerk in der Heimat zurückblicken. Die meisten Denkmäler sind in seinem Dorf renoviert und dokumentiert, damit die nächsten Generationen über die deutschen Zeiten hier informiert werden.

Der Verein Erzengel Michael wurde gegründet, um über die Zeit hinaus die Pflege der Objekte zu gewährleisten. Helmut Göbel dankte in der Versammlung allen Helfern mit kleinen Geschenken und hatte natürlich schon wieder neue Ideen, denn wer rastet der rostet. Auch mit schon einigen Jahren über 80.

Danke Helmut

Bericht

Horst Ulbrich

25.4.2011

Neues vom DFK in Glatz.

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 19:48

Liebe Grafschafter,

lange habe ich nichts Neues im Boten und im Internet geschrieben.

Dafür möchte ich mich entschuldigen, aber die Probleme hier vor Ort hatten mich zur Gänze in Anspruch genommen. Wie vielen bekannt war, hatte der DfK sein altes Domizil in einem Hinterhof ohne Heizung und Toilette aufgegeben und neue Räume bezogen. Die Mitglieder waren bis auf einige wenige, wegen fehlender Angebote und der Öffnungszeiten im Winter, einmal im Monat für zwei Stunden, nicht mehr gekommen. Im März 2010, nachdem auch noch die Vorsitzende gestorben war und Frau Weinhold als Letzte des Vorstandes übrig blieb und gänzlich schließen wollte, habe ich als Vorsitzender mit einem verjüngten und kompetenten Vorstand, den DFK in eine neue Zukunft geführt. Durch den guten Kontakt zu dem Sejmikabgeordneten Herrn J. Golak und dem Bürgermeister aus Glatz haben wir in der Innenstadt, in der Nähe der Polizei neue und adäquate Räume zu einer günstigen Komplettmiete beziehen können.In 2010 gelang es uns dann mit Sponsoren aus Deutschland und Mitgliedsbeiträgen viele Projekte zu realisieren,von Denkmal und Grabpflege deutscher Gräber, Unterstützung der bedürftigen deutschen Rentner in der Heimat, Deutschunterricht für die Nachkommen, Kulturprojekte , Feste und Ausflüge unternommen, um den Zusammenhalt zu unterstützen. Insgesamt für ca. 30.000,- PLN aber von der deutschen Botschaft, die uns hier eigentlich bei unserer Kulturarbeit unterstützen sollte, nicht einen Zloty erhalten, und das trotz mannigfach gestellter Anträge. Wir waren früher Ortsgruppe unter dem DFK Waldenburg und unsere Projektanträge mussten wir dort stellen. Die haben sie dann zur Beurteilung und Begutachtung zum DFK Kreisverband nach Breslau geschickt, die dann nach Oppeln zum Dachverband VDG. Erst danach weiter an die Botschaft, Miete und Bürokosten weiter an die deutsche Stiftung.

Auf diesem Weg sind all unsere Projekte wohl nicht weiter gereicht worden. Nach Rücksprache mit Herrn Gaida, dem Vorsitzenden VDG, also dem Dachverband für die gesamte deutsche Minderheit in Polen, haben wir beim Amtsgericht einen eigenen Verein angemeldet, um die Antragsprozedur zu verkürzen. Plötzlich bekam ich am 16.12.2010 per E-mail die offiziellen Anträge der Botschaft, von denen ich bis Dato keine Kenntnis hatte. Dazu schrieb man, dass auch die formlos eingereichten Anträge berücksichtigt werden könnten. Am 18.12. habe ich dann originale Anträge geschickt, um danach am Telefon zu erfahren, schon am 12.12.2010 seit der Jahresrechnungsabschluss gewesen. Das bringt einen Vorsitzenden zur Verzweiflung! Unsere Registrierung als eigener Verein stellte uns mit den anderen DFK`s auf eine Stufe und es gab keinerlei Probleme aus polnischer Sicht. Das führte aber dazu, das auch die Miete seit Dezember 2010 von der deutschen Stiftung nicht mehr übernommen wurde. Argument war, wir, der Vizevorsitzende und ich gehören nicht zur deutschen Minderheit.

Es gibt Vorsitzende, die als Mittelempfänger auch in der Vergabekommission der Stiftung sitzten und daher in der Lage sind, unsere Zuwendungen zu blockieren. Nun haben wir im Internet, bei Rechtsanwälten Erkundigungen eingezogen und bei der deutschen Botschaft protestiert. Meine Ahnen liegen seit Generationen in Eckersdorf auf dem Friedhof,

meine Eltern sind dort in der Kirche getraut und meine Schwestern getauft worden. Durch Vertreibung wurde ich im Westen gezeugt und bin in der Heimat zurück. Wohl denen die Vertreibung nicht erleben mussten und ich soll nicht zur deutschen Minderheit in Schlesien gehören? Das habe ich ausführlich dem Konsul Brassak bei einer Sitzung erläutert und er hat auf meinen Protest hin, mir einen versöhnlichen Brief geschrieben. Aber was hilft es in unserer Situation? Also stehen wir vor dem finanziellen Aus und werden wieder auf ein Kaffeekränzchen reduzieren müssen, wenn nicht bald etwas Positives passiert. Die beiden Deutschkurse, von unserer Monika Malaszuk geleitet, den Deutschkurs unserer Schülergruppe, geleitet von Heinz-Peter Keuten, zur Erlangung des Zertifikates beim Goetheinstitut und das Schülertreffen mit einer Klasse aus Deutschland sind gefährdet und müssen bis Juni enden, und wenn man schon Pech hat, kommt noch etwas hinzu. Die Stadt Glatz ist hoch verschuldet, deshalb hatte sich unser Freund J. Golak auch nicht zur Wahl des Bürgermeisters gestellt. Der neue muss nun das Tafelsilber verkaufen und damit auch das Haus, in dem wir seit 6 Monaten uns neu eingerichtet haben. Die Kündigung ist zum 15. Juni 2011.

Hätten wir einen Sponsor, der unsere Räume, ca. 145 qm, Innenstadt ebenerdig neben einer Bibliothek für ca. 60.000,- € ersteigert und uns dann vermietet, könnten wir dort verbleiben. Die Lage des Bürgermeisters ist ja noch verständlich, denn er steht genau so mit dem Rücken zur Wand wie wir, wenn es um die Finanzen geht. Aber die Behandlung unserer deutschen Administration hier in Schlesien ist ein Desaster und gehört öffentlich gemacht. Als ich die Kündigung der deutschen Stiftung übermittelt habe, sagt eine Mitarbeiterin, ja dann suchen Sie doch ein anderes Vereinslokal!!! Ja, aber bitte erst nach der Zusage der Übernahme der Mietkosten, die uns zustehen. Ein Lichtblick gibt es, denn am 19.4. soll ich zu einem Treffen mit der Stiftung und dem VDG nach Breslau kommen, um die Lage noch einmal zu erörtern, und ich bin eigentlich sicher, dass danach die Mietkosten übernommen werden. Wegen der Gleichbehandlung aller DFK` im ganzen Land und unserer Argumente wird man nicht weiter blockieren können. Der VDG Vorsitzende ist seit der Tagung beim Pastoralrat unser Freund und auf unserer Seite. Kontakte für neue Vereinsräume habe ich genug. Einem Freund gehört das Kaufhaus gegenüber dem Rathaus in Glatz und dort sind Räume zu vermieten. Ein anderer Kollege hat das große Haus gegenüber vom Kloster gekauft. Das ist leer und Etagenweise zu mieten. Ohne finanzielle Zusage werde ich aber keine Verträge unterschreiben können und wenn die Verhandlungen mit der Stiftung nicht positiv verlaufen,werden wir weitere Schritte unternehmen müssen. Briefe an den Bundespräsidenten, den ich in Breslau beim Forum für Politik und Wirtschaft kennengelernt habe, wie auch an Herrn Dr. Berger, Staatssekretär und zuständig für die Minderheiten, mit dem ich wegen des fehlenden Deutschunterrichtes in den Schulen hier in Kontakt stehe, außerdem an Ifa, Agmo und BDV sind von uns vorbereitet. Ich bin aber sicher, da unser Vorgehen bekannt ist, wird es nicht dazu kommen. Wir werden also sehen, ob man uns zum Wohle der deutschen Minderheit in der Grafschaft weiter arbeiten lässt, denn wir können unsere Jugend, die gerade wieder zurückgekommen ist, und die bedürftigen deutschen Rentner nicht allein lassen. Am letzten Samstag haben wir einen Transport Hilfsgüter vom Malteser Hilfsdienst bekommen und die Sachen müssen an unsere Bedürftigen verteilt werden.

Horst Ulbrich

Wir haben nun eine weitere Aufgabe. Mit Eingaben in Berlin werden wir protestieren, dass Kinder der Vertriebenen, die in nächster Generation in der Heimat zurück sind, auch als deutsche Minderheit in Polen anerkannt werden. Damit hatte man wohl vor der Wende nicht gerechnet und daher ein fehlerhaftes Gesetz entworfen. Die Zugehörigkeit war für uns bisher vollkommen klar, und dass wir von der deutschen Administration hier ausgegrenzt werden sollen, empfinden wir Betroffenen als Provokation. Wir sind aber guter Hoffnung, denn nach Europäischer Gesetzgebung, die Minderheiten betreffend, ist nach Aussage einiger Rechtswissenschaftler die Situation nicht ausreichend geklärt. Also wird sich der kleine DFK Glatz auch noch mit der großen Politik beschäftigen müssen. Wir sind um jeden Rechtsbeistand in dieser Frage dankbar.

Euer

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

6.1.2011

Sylvester in Eckersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:18

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Am 28.12. hatten wir unsere Helferfete im DFK für engagierten Mitglieder, die über das ganze Jahr tatkräftig geholfen haben. Bei Pizza, Kuchen und Glühwein haben wir über die Jahreserfolge und Misserfolge diskutiert, nach einigem Glühwein auch noch die Weihnachtslieder aus dem Liederbuch der Weihnachtsfeier gesungen. Für Sylvester wurde zunächst nichts geplant, denn eigentlich wird in der Reiterstube bei Ulbrich gefeiert. Durch die Schneelast ist leider ein Teil der Decke eingebrochen und so musste ein anderer Ort zum Feiern gefunden werden. Keiner hatte mehr so richtig Lust, bis unser Hofarbeiter bei den Reitern erzählte: Ulbrich gehen nach Eckersdorf. Er war schon mit den Vorbereitungen und Dekoration in Eckersdorf aktiv gewesen.

Auf einmal erwachten zu unserem Erstaunen die feierwütigen Klubmitglieder und da mussten wir natürlich dabei sein.

Gefeiert wurde im Saal des ehemaligen Gasthauses Kluge, der von der Gesamtschule im Winter auch als Sporthalle genutzt wird. 110,- Zloty pro Person für 3X warmes Essen in der Nacht, eine Flasche Sekt pro Paar, Wurst, Salat und Kuchen auf allen Tischen, wie es bei den Polen so üblich ist. Dazu eine gute Lifeband, die schon spielte als wir dort ankamen. Zu meiner Überraschung ca 100 tanzwütige Leute und es wollte kein Ende nehmen. Da vielen wir 23 Deutsche kaum ins Gewicht, aber aus der Dorfgemeinschaft kenne ich fast jeden. Das Problem ist dann immer, wenn ich mit einer anderen Frau getanzt habe und sie wohlbehalten an den Tisch zurückbrachte, ohne auf die Füße getreten zu haben, wurde mir überall ein Vodka eingeschenkt. Morgens um 4 Uhr 30 hat sich die Musik verabschiedet und es wurde dann auch endlich an die Heimfahrt gedacht. Ja mit dem Vodka komme ich nun auch besser zurecht. Viel essen und laufend die Mädel auf die Tanzfläche zerren. Ich habe die ganze Nacht nicht einen Betrunkenen gesehen nur meine Frau sagte, ich sei beim Heimgang doch etwas merkwürdig gelaufen.

Sonntag haben sich dann die Landfrauen wieder zum Putzen getroffen, denn am Montag war wieder Schulbetrieb. Der Reingewinn wurde zu gleichen Teilen der Dorfgemeinschaft und der Gesamtschule gutgeschrieben. Schule und Dorfgemeinschaft arbeiten gut zusammen und es war ein tolles Fest. Nächsten Sylvester werden wir dort wieder ins neue Jahr tanzen. Bei entsprechender Vorbereitung werden wir auch mehr Teilnehmer vom DFK Glatz sein, denn nach unseren Berichten wollen beim nächsten Jahreswechsel viele mitmachen.

Horst Ulbrich

19.12.2010

Weihnachtsgruß

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 16:53

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Liebe Freunde,

es wird Weihnachten, der Stress lässt in der letzten Woche bei Euch hoffentlich etwas nach und man schaut in den Briefkasten, ja heutzutage eher in die Mail Post, wer sich denn zum heiligen Fest so gemeldet hat.

Es ist der 4. Advent, draußen nach den Nachttemperaturen von unter 18 Grad Minus jetzt immer noch Minus 8 Grad, also die richtige Zeit zu schreiben. Morgen soll der Tannenbaum besorgt werden und da fallen mir so einige Schmankerl dazu ein.

Mein erstes Weihnachtsfest in Schlesien werde ich nicht vergessen. Schon Tage vorher hatte mein Schwiegervater 3 Bäume aus unserem Wald geholt, die aber von unseren Frauen gleich abgelehnt wurden. Da Bronek der Meinung war, es wären die Schönsten aus unserem Wald gewesen, machten wir uns auf den Weg in die Tannenschonung unseres bekannten Försters, der uns auch allein den sogenannten schönsten Baum suchen ließ. In teilweise bauchhohem Schnee kämpften wir uns durch die Schonung und immer wenn ich meinte, den Allerschönsten gefunden zu haben, glaubte Bronek einen noch besseren zu sehen und umgekehrt. Als wir uns nach langem Suchen endlich einig waren, ja das ist der schönste Baum um unser Wohnzimmer zu verschönern und der Förster wegen der alten Bekanntschaft auch kein Geld verlangte, machten wir uns stolz auf den Heimweg. Aber auch mit etwas skeptischen Gedanken, ob der Baum auch den kritischen Blicken unserer Frauen stand halten werde. Zu Hause wurde unser Wunderbaum auch kaum kritisiert. Als ich aber nach dem Aufstellen sah, das Schwiegervater mit Bohrmaschine und Gartenschere bewaffnet ins Haus ging, kamen mir Zweifel. Er hat dann nach Anweisung noch den einen störenden Ast entfernt und mit der Bohrmaschine Löcher in den Stamm gebohrt um Lücken mit den Ästen aus unserem Baummagazin aus dem Schuppen zu füllen. Nachdem unsere Frauen dann ein ganzes Schmucklager darauf dekoriert hatten, ja da war es endlich der aller wunderprächtigste Weihnachtsbaum, den ich je gesehen habe.

Wer es nicht weiß. Auch die Traditionen sind natürlich anders als ich es gewohnt war. Bei uns gab es früher schlesische weiße Bratwurst, die regelmäßig geplatzt ist, weil sie ungebrüht war und es eine Kunst ist, diese speziell nur zu Weihnachten produzierte Bratwurst unversehrt zu braten. Dazu Sauerkraut und Kartoffelbrei, die alten Schlesier werden es wissen. In Polen wird nach dem Frühstück und bis es dunkel ist nichts gegessen, Kinder sind eine Ausnahme. Bei uns auf dem Dorf ist die Christmesse schon um 18 Uhr, weil der Pfarrer mit seinem Vikar sonst die fünf zu betreuenden Kirchen nicht schafft. Zum Abendessen wird ein Gedeck mehr aufgelegt, denn es könnte ein armer oder hungriger Gast an der Tür klingeln, der immer willkommen wäre. Das Essen ist aufwendig und mit 12 Zutaten bereitet, wegen der 12 Jünger. Der Hausherr betet vor, danach bekommt jeder ein geweihtes Hostienblatt und geht von Einem zum Anderen, bricht ein Stück der Hostie ab, isst es und man wünscht sich so fröhliche Weihnachten.

Die geweihten Hostienblätter werden schon Tage vorher in der Kirche gekauft und auch oft mit der Weihnachtspost an Freunde im Ausland verschickt. Danach wird gegessen, nein die Völlerei geht los. Immer wieder unterbrochen von einem besonderen Verdauungsschnaps, oder einem Glas Wein. Nach dem deftigen Essen gibt es im Laufe des Abends Kuchen und Plätzchen, später auch etwas Saures wie Hering und Gurken. Es wird gesungen und wie bei uns quält jeder, der sich als Musiker berufen fühlt schon in der Vorweihnachtszeit sein Instrument, das oft übers Jahr nicht angesehen wird aber, um am heiligen Abend dann den weihnachtlichen Gesang mit Musik zu untermalen. Bei uns wird Gitarre, Geige, Akkordeon, Keebord und auch Blockflöte gequält und die Musik der nicht gestimmten Instrumente trägt oft zur Erheiterung des Abends bei. Spätestens dann, wenn niemand zu der angestimmten Dur singen kann. So findet unser Weihnachtsabend immer ein lustiges Ende und ich bin sicher, es wird auch dieses Jahr wieder so sein.

Liebe Freunde dieser Seite, ich wünsche Euch von Herzen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gesundes Neues Jahr.

Ganz herzlich möchte ich mich bei allen Spendern bedanken, die mit Zahlung auf unsere Konten in Deutschland die DFK Arbeit hier in Schlesien unterstützt haben. Ohne Eure Hilfe wären viele Projekte nicht realisierbar. Spender, die auch DFK Mitglieder sind, haben einen Rechenschaftsbericht erhalten, damit Ihr seht was 2010 erreicht wurde. Auch das Konto  Schlesienhilfe für bedürftige deutsche Rentner habt Ihr mit Spenden bedacht und wir konnten wieder Medikamente und Winterkohle in finanziellen Notlagen bezahlen.

Dafür ein ganz herzliches Vergelts Gott.

Es grüßt Euch aus dem eingeschneiten Schlesien,

Horst Ulbrich

Vorstandsvorsitzender des DFK Glatz

13.12.2010

Weihnachtsfeier DFK 2010

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:48

Weihnachtsfeier beim DFK Glatz am 11.12.2010

Vorwegnehmen möchte ich, es war ein voller Erfolg. Aber schon die Vorbereitungen waren sehr schwierig. Nun hatten wir im Oktober geplant und nach dem Sommerfest mit über 140 Teilnehmern, auch zur Weihnachtsfeier mit ca 100 Personen gerechnet und ein bezahlbares Fest geplant, denn hätten wir die Unterstützung unserer Mitglieder und Spender aus Deutschland nicht, wäre das nicht möglich gewesen.

Unser DFK Mitglied Helmut Stage verfügt in seiner Pension über entsprechende Räumlichkeiten und bot an, zu einem Pauschalpreis warmes Essen und Kaffee mit Kuchen zu bereiten. Wir sagten zu, hatten aber die schlesischen Wetterkapriolen nicht berechnet. Schon am Vortag der Feier, wir hatten angeboten Tische, Stühle und fehlendes Geschirr zu bringen, da hatte ich große Probleme mit unserem Pferdeanhänger überhaupt die Villa Sol zu erreichen. Zum Transport hatten wir wieder den günstigen Schulbus aus Eckersdorf bekommen, meine Frau ist dort im Schulausschuß, aber der Fahrer hatte sich geweigert von der Hauptstraße bis zu Helmut zu fahren. Na gut, meine Frau zählt die Häupter der Lieben bei der Abfahrt am Kloster Glatz, den wir für 12 Uhr dorthin bestellt hatten. Ich bin mit dem PKW voraus gefahren, um einen Parkplatz an der Hauptstraße in Reichenau für den Bus zu suchen, denn der Schneepflug hatte solche Berge an den Straßenrändern aufgetürmt, da war Parken unmöglich. Aber es fand sich in der Nähe eine Einfahrt zu einem Bauernhof und der Besitzer war einverstanden, wollte auch mit dem Trecker helfen, falls der Bus inzwischen einschneit. Zum Glück haben Franz und Reiner Allradfahrzeuge und übernahmen den Transport vom Bus zu unseren Feierdomiziel. Aber da kam schon die erste Hiobsbotschaft: Heinz Peter war in einer abschüssigen Kurve geradeaus gerutscht und zum Glück an einem Abhang hängengeblieben. Also Männer in die Allradfahrzeuge und zur Hilfe gefahren. Aber auch die bekamen das Fahrzeug nicht wieder auf die Straße und ein vorbeikommender LKW mit kräftigem Seil hatte dann geholfen. So war das Mittagessen schon vorbei und musste gewärmt werden, als die Retter und unser Heinz Peter endlich eintrafen.

Nach dem Essen gab es den Rechenschaftsbericht von mir, den auch alle Mitglieder in Deutschland erhalten haben, damit sie sehen was wir geleistet haben. Mit Computer und Beemer haben wir dazu passende Bilder an der Wand gezeigt. Auch die Kaffeezeit begann mit Verzögerung, weil fast alle zur Tombola in dem großen Flur verschwanden, die unser Franz organisiert und aufgebaut hatte. Bei einem Lospreis von 3 Zloty und ohne Nieten war der Andrang entsprechend groß. Inzwischen war auch der angekündigte Besuch aus München eingetroffen und Alois hat mit Mundartliedern uns alle erfreut. Nach dem Kaffee wurde dann kräftig aus dem selbstgefertigten Liederbuch gesungen und mit zwei Gitarren und Keebord begleitet. Gegen 18 Uhr hatte dann der Busfahrer doch einige Bedenken und mahnte zum Aufbruch. Der Abtransport zum Bus wieder mit den Allradfahrzeugen und im ersten Transport der Fahrer, um rund um den Bus den Schnee zu räumen. Die meisten PKW sind dann über Mittelsteine gefahren um nicht am hohen Berg Richtung Bad Altheide im Schnee stecken zu bleiben.

Mit Jochen Straube waren wir die Letzten und froh, das alles trotz der Widrigkeiten so gut geklappt hat. Alle sind auch wohlbehalten wieder zu Hause angekommen, nur mein Anhänger und die Tische werden noch einige Zeit bleiben müssen, denn nach Tauwetter haben wir Glatteis und es schneit und friert jetzt wieder.

Auf diesem Wege möchte ich allen, die unsere Arbeit in der Heimat unterstützen, noch einmal ganz herzlich danken, denn weder von der Botschaft, noch der deutschen Stiftung in Oppeln haben wir für unsere Projekte in 2010 Unterstützung erhalten, trotz vieler Anträge, die wir berechtigter Weise gestellt hatten. Vom Konto Schlesienhilfe habe ich unseren deutschen Rentnern hier, die eine kleine Rente bis 800,-Zloty = ca 200 € haben wieder 200,-Zloty bar ausgezahlt, damit sie zu Weihnachten etwas kaufen können. Medikamente werden ganzjährig gegen Quittung der Apotheken erstattet. Kranke werden von mir vor Weihnachten besucht um Lebensmittel und die 200,-Zloty zu bringen.

Wir werden bald selbstständig. Zur Zeit sind wir noch ein Ortsverein unter der Verwaltung Kreisverein Waldenburg. So sind unsere Förderanträge zur Begutachtung zunächst dorthin geschickt worden, nach Aussage des Vorsitzenden Martin Reichert schicken sie es dann weiter nach Breslau zum Kreisverband. Sollten dort unsere Anträge nicht dem Rotstift zum Opfer fallen, geht es weiter nach Oppeln zum Dachverband, der Pläne für ganz Polen beurteilt. Erst dann geht es weiter zur Botschaft oder deutscher Stiftung, die, die Fördermittel zur Verfügung stellen. Dort sind unsere Anträge nicht angekommen und hätte ich nicht gleichzeitig sie auch direkt geschickt, so wäre dort nichts bekannt geworden. Aus diesem Grund haben wir in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen einen eigenen Verein beim Amtsgericht Breslau anzumelden und werden unsere Ansprüche in Zukunft direkt bei Botschaft und Stiftung einreichen. Dazu werde ich noch einmal einen eigenen Bericht schreiben, die gesamte Prozedur würde hier den Rahmen sprengen.

Bericht
Horst Ulbrich

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Advent DFK

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:41

Singen im Advent beim DFK Glatz

Schon am nächsten Tag nach Nikolaus ging das Programm beim DFK weiter mit dem Singen im Advent. Trotz des andauernden Schneetreibens haben sich noch 26 unermüdliche Sänger eingefunden und man muss schon sagen, von Nah und Fern, denn unser Einzugsgebiet ist von Bad Kudowa bis Habelschwert.

Zum Aufwärmen gab es Glühwein aus Deutschland, den unser Vizevorsitzender Jochen Straube von seinen vielen Deutschlandfahrten mitbrachte. Mein Schwiegervater hatte den Grill in der Halle übernommen und für knackige Bratwurst gesorgt, war aber froh nach einer Stunde endlich ins Warme kommen zu können, denn bei Minus 15 Grad um 19 Uhr wärmt auch die Nähe am Grill die Füße nicht und die Halle wird natürlich nicht geheizt.

Drinnen hatte unser Protokollführer Heinz Peter Keuten die Rolle des Entertainers übernommen. Er war Kellner, Unterhalter der Gruppe und Musiker in einer Person und ich war von seinen Qualitäten überrascht. So wollte das Singen kein Ende nehmen. Das war auch als Probe für unsere Weihnachtsfeier bei unserem Mitglied Helmut Stage in Niwa gedacht. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass es auch weitere Musikanten für Gitarre und Keebord gab. Ich hatte schon vorher Weihnachtslieder, von Ihr Kinderlein kommet bis Oh Tannenbaum kopiert und geheftet um den Nachgeborenen, die der deutschen Lieder nicht so richtig textsicher waren, eine Hilfe zur Hand zu geben. Aber auch in unserem Deutschkursus, Montags in den DFK Vereinsräumen hatte man sich schon mit den deutschen Texten befasst und so ging es sehr lustig zu. Auch der Glühwein trug wohl zur ausgelassenen Stimmung bei, aber gegen 23 Uhr wollten die Fahrer, die natürlich den Abend ohne den leckeren Glühwein zubrachten, nach Hause und mussten teilweise ihre sangesfreudige Gattin erst überreden.

Es war ein gelungener Auftakt in die Weihnachtszeit.

Bericht Horst Ulbrich

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DFK Nikolaus

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:36

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Nikolaustag in der Reithalle bei Ulbrich.

Da haben die Enkel der in der Heimat verbliebenen Schlesier gestaunt. Am Nachmittag hatten die Kinder des Reitvereins zunächst ihr Können gezeigt und in verschiedenen Reitergruppen, von den ganz kleinen Kindern und Pferden bis zu den Jugendlichen ihre Quadrille gezeigt. Mit Saft und Plätzchen wurden die Kinder bewirtet, für die Erwachsenen gab es Kaffee und Glühwein. Auch der Grill war in der Halle aufgebaut und so war mit heißer Bratwurst auch für den großen Appetit gesorgt. Nach Eintreten der Dunkelheit kam dann der Nikolaus zu Pferd und brachte auch Knecht Ruprecht als Gehilfen mit.

Die Eltern hatten schon Geschenktüten mit Namen versehen bei der Reitlehrerin abgegeben, aber jedes Kind musste zunächst etwas vorführen, um vom Nikolaus beschenkt zu werden. Ein Gedicht oder Lied sollte es sein und wer nicht vorbereitet war konnte sich bis zum Ende noch schnell etwas überlegen.

Unser Dominik sollte was in Mundart bringen, hat dann aber drastisch abgekürzt:

Niklaus bist a guder Mon
ich will der a Gedichtla sän
do krieg ich keene Hiebe.

Nach der Bescherung der vielen Kinder sind viele frühzeitig den Heimweg angetreten, denn die Wetterkapriolen sind in diesem Jahr in Schlesien fatal. Von 25 Grad Minus in der Nacht plötzlich Tauwetter und dann wieder Frost, was zu vielen Unfällen geführt hat.

Grüße aus der Heimat

Horst Ulbrich

Theater in den DFK Vereinsräumen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:29

Am 27.11. hatten wir die Theatergruppe einer Grundschule aus Glatz zu Gast. Eine unserer Deutschlehrer hatte den Kontakt hergestellt und die verantwortliche Lehrerin dort, wie auch die Kinder waren sofort von dem Vorschlag begeistert.

Nun sind wir in der glücklichen Lage, durch unsere neuen Vereinsräume, die durch eine breite Tür teilbar sind, eine Bühne zu improvisieren.

Während wir in in dem einen Raum gespannt warteten, kamen die Kinder vom Flur in den anderen Raum zur Ankleide, denn alle Kostüme hatte Jurek schon vorher dort deponiert.

Dann ging die Bühne auf und die Kinder haben uns mit ihrem Theaterstück sehr viel Freude gemacht. Zur Aufführung kam ein Stück über Prinzessin Marianne von Oranien und wir waren erstaunt, dass die Kinder mit 9 und 10 Jahren Mimik, Gestik und lange Monologe so perfekt beherrschten. Als kleines Dankeschön gab es nach der Vorstellung Süßigkeiten von uns, die wir in Tüten vorbereitet hatten.

Bericht

Horst Ulbrich

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16.11.2010

Kommunalwahlen in Polen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:17

Am 21.11.2010 sind wieder Kommunalwahlen in Polen. Auch aus unserem DFK
Glatz stellen sich Kandidaten zur Wahl.

Im Wahlkreis Habelschwert unser Protokollführer Heinz Peter Keuten für einen Sitz im Kreisrat. Im Kreis Neurode Frau Veist aus Neudorf. Beide Kandidaten sind neu nach Schlesien gezogen und betätigen sich nun auf politischer Ebene.

In Neudorf gibt es große Proteste gegen eine geplante Steingrube die nahe dem Ortskern eröffnet werden soll. Viele Proteste hat es schon gegeben und die Wahl wird nun entscheiden, wie es weitergeht.

Von unserem Freund Julian Golak, der zum Landtag wieder kandidiert, stehen überall große Plakate und wir hoffen alle, dass er auch dieses Mal wieder in den Landtag einziehen kann. Wir teilen den Eingang unseres DFK Vereinslokals mit dem Bürgerkomitee und einem angrenzenden Büro eines Europaabgeordneten. Dadurch haben wir guteVerbindungen zur hiesigen Politik.

Persönlich habe ich mich bisher zurückgehalten und mein Wahlrecht in Deutschland behalten. Das erlischt automatisch, wenn man das Wahlrecht hier beantragt. Es ist aber auf kommunaler Ebene eine Überlegung wert, denn das würde meiner öffentlichen Kritik hier mehr Gewicht verleihen. Wir werden sehen wie es für unsere deutschen Kandidaten am Sonntag ausgeht, denn das Wahlrecht mit nur einer Daueraufenthaltsgenehmigung in Polen ist relativ neu. Früher konnte man nur mit polnischer Staatsangehörigkeit wählen und gewählt werden.

Aber wir werden immer mehr Deutsche, auch in Schlesien.

Im Jahr 2009 sind ca. 123.000 deutsche Bundesbürger nach Polen umgezogen und damit die höchste
Zahl der Auswanderungsgruppen nach Ländern!!!!

Das sollte den Dfk´s zu denken geben, denn der Anteil der „Rückwanderer“ liegt bestimmt bei 80%.

Hier weitere Neuigkeiten:

Polen ist seit 2005 Jahr für Jahr Weltmeister was die Zahl der Übersetzungen deutscher Bücher angeht. 2009 wurden 525 Lizenzen vergeben, im Jahr davor 765.

Das Zertifikat der Deutschkenntnisse des Goetheinstitutes haben bisher über 50 000 polnische Schüler und Studenten erhalten.

Mit 2. 345.480 registrierten Deutschlehrern, ist Polen das Land in Europa, in dem flächendeckend als erste Fremdsprache Deutsch gelehrt wird.

Horst Ulbrich

9.11.2010

Was die Mitglieder des DFK Glatz so leisten

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:26

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Liebe Freunde,

heute möchte ich Euch unser DFK Mitglied und Vizevorsitzenden JochenStraube aus Winkeldorf vorstellen.

Schon zu der Zeit, als er noch in München wohnte und Vorsitzender des Schlesiervereins dort war, hatte unser Jochen das marode Haus seiner Ahnen in Winkeldorf gekauft und es zu einer wunderschönen kleinen Pension ausgebaut. Viele Heimreisenden der Vertriebenen werden es kennen, weil ganz in der Nähe das Derhämtehäusla liegt.

Aber die Totalrenovierung seines Hauses war erst der Anfang. Als ihn die Liebe, er hatte zwischenzeitlich eine polnische Ärztin kennengelernt, ihn ganz in die alte Heimat, nach Winkeldorf umziehen ließ, da kümmerte er sich aufopfernd um die alte Dorfkirche. Dort wurden dann beim Abschlagen des Mörtels in der Kirche sogar alte Fresken gefunden und auch die ausgebauten Orgelpfeifen hatte er aus Landek wieder zurückgeholt,damit die Kirchgänger bald wieder zu Orgelklängen singen können.
Ja und weil neben der Kirche die Ruine einer Kapelle stand, hatte Jochen Straube die Idee, auch diese wieder in Stand zu setzen. Was für ein gewaltiger Kraftakt für einen Idealisten. Aber es gelang. Durch seinen Bekanntheitsgrad fand er Gleichgesinnte und Sponsoren, die ihn nach Kräften unterstützen. Da die Seligsprechung unseres schlesischen Kaplans, Hirschfelder näher rückte und der nun Selige zu Lebzeiten auch in Winkeldorf seine Wirkungsstätte hatte, wurde die Kapelle nach dem Wiederaufbau zur „Hirschfelder Kapelle“ geweiht. An den letzten Arbeiten auf dem Friedhof, um die vielen deutschen Gräber für die Feier her zu richten, waren dann auch wieder die Mitglieder des DFK Glatz mit Fleiß dabei.

Am 09.10.2010 war die Messfeier zur Einweihung mit unserem Großdechanten und dem Diakon Ewald Polhl. Bei schönstem Wetter waren viele Gläubige auch aus Deutschland dabei und der Tag bleibt allen noch lange im Gedächtnis. Alle tatkräftigen Helfer und Sponsoren sind zum Dank auf Messingtafeln in der Kapelle aufgelistet.

Wir vom DFK Glatz sind glücklich, wieder ein so tatkräftiges Mitglied im Vorstand zu haben.

Horst Ulbrich
Vorsitzender des DFK Glatz
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7.11.2010

Allerheiligen in Eckersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:04

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Ein Grund in Eckersdorf, in Schlesien begraben zu werden ist der heimische Totenkult. An Allerheiligen, nach der Messe, beginnt die Prozession auf dem Friedhof mit 5 Stationen, damit in der Nähe eines jeden Grabes die dort stehenden Angehörigen mit einbezogen werden. Zu diesem Tag reisen die Familien aus nah und Fern, viele aus Deutschland an, um bei ihren lieben Verstorbenen zu sein. Blumenschmuck und Kerzen mögen für manchen Betrachter zu üppig sein, aber jedes Familienmitglied bringt seinen eigenen Grabschmuck als Aufmerksamkeit. Der Friedhof ist dann übervoll und auch 3 Stunden Messe und Prozession sind keinem zu lang. Zum Glück dieses Jahr bei bestem Wetter, denn wir hatten an Allerheiligen auch manchmal Schnee und Kälte.

Abends bei Dunkelheit kommen alle noch einmal und der Friedhof gleicht einem Lichtermeer und leuchtet den Ankommenden schon von Weitem.

Wahrlich hier wird man nicht vergessen und auch unsere Verwandtschaft in Deutschland wird eines Tages hier die letzte Ruhe finden, das ist testamentarisch festgelegt.

Horst Ulbrich

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Eine Meinung aus Schlesien

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 20:53

Kastor und kein Ende.

Liebe Freunde, mal etwas anderes, aber ein Thema das nervt.

Ach was für ein schönes Spektakel und man könnte fast annehmen, es wäre extra für die Medien inszeniert.

Da wurde ja speziell der Transporttermin auf das Wochenende verlegt, um nicht nur Arbeitslosen und Studenten die Gelegenheit zu geben sich in Szene zu setzen, nein auch Schulkinder wurden mit auf Demotour
genommen, damit man endlich aus dem ach so grauen Alltag wieder ein Erlebniswochenende machen kann. Auch die 20 000 Polizisten profitieren endlich von Überstunden und Wochenendzuschlägen.

Da hatten wir hier in Schlesien schon Bedenken, es würden keine Radikalen erscheinen und die Organisatoren hätten keinen Grund auf die Polizei zu wettern, weil ja um friedliche Demonstration gebeten wurde. Aber nein, auf die Radikalen ist Verlass. So war es wieder ein ereignisreiches Wochenende und es gab zum Demofest sogar einen neuen Ausdruck zu feiern: Das Schottern!!!

Die Grünen werden sich freuen mit hohen Teilnehmerzahlen glänzen zu können, denn Dank der Politik und der zeitlichen Wahl konnten neue Höchstzahlen der Demonstranten bekannt gegeben werden. Der
Steuerzahler wird die Zeche schon bezahlen und der Fernsehzuschauer bekommt, wie die Demonstranten gemeldet, wo der nächste Einsatzort der Randalierer sein wird. So verpassen auch die Reporter nicht die Übertragungsorte. In Polen wird es in Zukunft auch bald das erste Atomkraftwerk geben und falls in Deutschland einmal das Licht ausgeht, wird Polen als Nachbarland bestimmt aushelfen, denn hier wäre ein solches sinnloses Spektakel nicht möglich. Bei aller Kritik an Atomstrom steht die Versorgung an erster Stelle und wenn die Erneuerbaren, wie auch Wind und Solar nicht reichen muss eben für eine gewisse Zeit Strom aus Atomkraftwerken kommen, bis es eine bessere Lösung gibt.

Das schreibt ein Atomstromkritiker aus Schlesien.

Horst Ulbrich

30.10.2010

Seligsprechungsfeier in Kudowa

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:06

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Bild 1 Die Gläubigen versammeln sich im Kurpark       Zum Vergrößern auf das Bild klicken!

Bild2 Großdechant Franz Jung mit seinem Cheforganisator Dieter Schöngart

Bild 3 Ansprache des Großdechanten

Bild4 Festgottesdienst in der Wandelhalle

Bild4 Bischof Dec

Bild5 Am Grab des seligen Kaplan Hirschfelder

Bild6 DFK Stand auf der Pfarrwiese

Liebe Freunde Schlesiens,

nun ist über unseren seligen Kaplan Hirschfelder in allen Medien berichtet worden, es hat außer den Zeitungsberichten auch Sonderausgaben, Bücher und für Kinder ein informatives verständliches Büchlein gegeben.

Die Aufregung der letzten Wochen legt sich und so mancher Insider und Organisator ist auch froh, dass alles so reibungslos abgelaufen ist.

Allein die Hauptfeier in Münster im Dom und mit zwei Videowänden in weiteren Kirchen konnten die ca 4000 Gläubigen nicht fassen und es gab am Rande einige Tränen, weil nicht alle Platz gefunden hatten. Uns Grafschaftern wurde eine besondere Ehre zuteil. Wir haben mit dem Glatzer Bürgermeister und Glatzer Landrat die Hostien zum Altar gebracht. Der Besuch in Münster war allerdings für einige Teilnehmer unseres DFK auch anstrengend, denn 12 Stunden Busfahrt nach Münster und am anderen Tag wieder zurück, muss für ältere Menschen auch verkraftet werden.

Da war für uns die Anreise zu den Feierlichkeiten in Kudowa und Grenzeck natürlich kurz und die Busse aus Deutschland hatten die lange Reise zu bewältigen. Hier ist besonders zu bemerken, das unter der Leitung des Bischofssitzes in Schweidnitz die Feierlichkeiten auch hier perfekt organisiert waren. Wir Deutschen waren glücklich auch Beiträge und Lesungen in Deutsch zu hören,waren wir bei den Feierlichkeiten der Mutter Gottes in Albendorf noch enttäuscht, weil während des Hochamtes nicht ein deutsches Wort gesprochen wurde und auch für unseren Großdechant keine Redezeit einkalkuliert war.

Um so zufriedener konnten wir sein, dass sich Bischof Dec, vielleicht auf Grund des Briefes eines enttäuschten deutschen Gläubigen, eines Besseren besonnen hat und die Dankesmesse gleich Dreisprachig gehalten wurde, zur Zufriedenheit aller Anwesenden. Unserem Großdechanten wurde sogar eine besondere Ehre zuteil. Siehe Bild.

Nach der Messe dann die Prozession vom Kurpark zum Grab des Seligen in Grenzeck. Das Wetter war ideal und so konnten wir noch auf der Pfarrwiese beisammen sein, dort wurden Bigos und Getränke angeboten. Der DFK Glatz war mit einem Bücher- und Informationsstand präsent und wir haben dort wie überall uns bekannt gemacht.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

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