Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

13.7.2012

Probleme an der Basis der deutschen Minderheit in Polen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:30

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz e.V.
Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11, E-Mail: hulbrich@op.pl, Tel./Fax: 0048 74-871 4361, Handy 502 908 533

Liebe Freunde dieser Seite.
Bei unserer Administration der Deutschen in Polen gibt es ziemliche Differenzen, wie nun auch im Internet zu lesen ist. Dazu einen Link, wer sich dafür interessiert. Auch bei uns wurde ja längere Zeit versucht, eine Reaktivierung zu verhindern. Da sollte unser Vorstand nicht zur deutschen Minderheit gehören und ich sei deshalb als Vorsitzender nicht wählbar. Das haben wir uns dann per Anwalt bestätigen lassen. Unsere Satzung sollte danach nicht richtig sein, obwohl 1 zu 1 von Waldenburg übernommen und so weiter. Das hat sich durch meinen Brief an den letzten Bundespräsidenten dann schlagartig geändert, aber wären die Spender aus Deutschland nicht gewesen, hätten wir in 2011 aus Finanznot aufgeben müssen, denn auch die Miete für das erste Halbjahr 2011 wurde uns bis zu dem bewussten Brief vorenthalten. Nun hatte sich unsere Situation etwas entspannt, obwohl die Mittel für Kulturarbeit in 2012 wiederum grundlos gekürzt wurden und man von der deutschen Stiftung, nach Absprache mit dem VDG  Unterstützung verweigert, den Hirschfelder Pilger und Wanderweg endlich fertig stellen zu können. Das stößt bei den Polen natürlich auf Unverständnis, denn sie haben schon 24 000,- PLN Finanzhilfe geleistet. Leider endet die Beschilderung nun irgendwo im Wald, denn für die restlichen Tafeln fehlen ca 5000,- Euro, die wir per Antrag von der deutschen Stiftung erhofft hatten, denn dort werden Infrastrukturmassnahmen gefördert.
Aber das ist noch nicht alles, denn bei der VDG Konferenz am Annaberg war abends beim Bier zu erfahren, der DFK Glatz gehört nicht zum Dachverband der deutschen Minderheit VDG!!!!! Das hatten wir seit unserer Gründung März 2010 angenommen, um Zusammenarbeit gebeten und was zu diskutieren ist, aus welchen Gründen werden uns dann die Mittel von dort gekürzt, bzw. überhaupt zugeteilt?
Jetzt erscheint es uns auch logisch, warum wir beim VDG als „Sonstige“ geführt werden. Ich gehe davon aus, das der Vorsitzende Herr Gaida uns gewogen ist, denn er sagte mir nach der Konferenz, er habe eine Satzungsänderung des VDG vorgeschlagen, damit wir endlich dazugehören……
Wir verstehen langsam die ganzen Oppelner Zusammenhänge nicht mehr, ich bin aber sicher, dass die geforderte Reaktivierung der DFK`s an der Basis zunächst in unserer Administration stattfinden sollte, damit wir eine Chance der Zusammenarbeit für die Zukunft haben, denn die sieht nicht gerade rosig aus.
Da gibt es ein verwirrendes Antragsdurcheinander, für gemeinschaftsfördernde Maßnahmen, Konsolidierung, Kulturarbeit, Stiftungsgelder für Miete, Bürokosten u.s.w. Mit verschiedenen Kriterien und Antragszeiten die keiner begreift. Ein Beispiel: Unser Frühlingsfest 19. Mai, geplant seit Februar:
Anfrage beim VDG. Wir sollen einen Antrag stellen über gemeinschaftsfördernde Maßnahmen, aber die Konferenz ist erst Ende April 2012. Bei der Konferenz mussten andere DFK`s von ihrem Budget uns etwas abgeben, denn bisher hatte man den DFK Glatz davon ausgegrenzt. Der Antrag auf Bezuschussung sollte dann aber unter der Bezeichnung bei der Stiftung gestellt werden. Frisch ans Werk. Dort war zu erfahren, die Antragsfrist sei 2 Monate vorher, also nun zu spät. Weiterer Anruf um Hilfe beim VDG. Neuer Ratschlag::: Beantragung über Konsolidierung. Aber der Konsolidierungsbeauftragte kommt nicht, also beantragen wir selbst. Es folgen lange Gespräche mit der Regionalkonsolidierungsbeauftragten, also die Vorgesetzte Dame. Na gut, aus dem Frühlingsfest sollte zunächst ein Workshop, dann eine Konferenz werden um bezuschusst zu werden. Chöre und Tanzgruppen sollen Werksverträge mit dem VDG abschließen, mit Angaben der Steuernummer, auch des Kontos, damit nicht der DFK Glatz abrechnen kann. Die Fahrt – und Buskosten müssen aber sofort bezahlt werden. Alles in polnisch, was aus Deutschland keiner lesen konnte und von denen Unterschriften abgelehnt wurden. Kurz um, das Fest war ein großer Erfolg mit über 300 Teilnehmern, 4600,- PLN mussten wir wieder selbst finanzieren, der bewusste Konsolidierungshelfer ist bis heute nicht erschienen. Eine Bezuschussung für eine Exkursion zur Stadtentwicklung wurde von vornherein negativ beurteilt, die aber für den 4. uns 5. 8. fest geplant ist. Kosten 6400,- PLN
Bleibt die Erkenntnis, es wird extra kompliziert gemacht um eine Reaktivierung der DFK`s zu verhindern. Vielleicht betrifft es aber auch nur den DFK Glatz an der sogenannten Diaspora wie zu hören war. Hat man uns in 2010 von jeglichen Fördermitteln fern gehalten und wir nur mit privater Unterstützung überleben konnten. 2011 nach unserer Anmeldung als eigener Verein, bekamen wir endlich die gewünschten Formulare zur Beantragung von Zuwendungen und auch Unterstützung, in 2012 allerdings sofort wieder erhebliche Kürzungen, die eine Reaktivierung unmöglich machen. Selbst das Wort, in 2010 als große Propaganda eingesetzt ist verschwunden, dafür gibt es nun die Konsolidierung der DFK`s mit wieder neuen Antragsverfahren. Nur eine grundlegende Reform der Beantragung kann hier Abhilfe schaffen. Früher gab auch nur eine Anlaufstelle beim Konsulat. Heute wird beantragt bei der Stiftung, dem VDG, dem Konsulat, gemeinschaftsfördernde Maßnahmen sogar beim DFK Breslau mit Weiterleitung an die Stiftung, die befragt aber zunächst wieder den VDG, schickt dann weiter an die Stiftung in Oppeln, um endlich an die zahlende Stelle in Stuttgart Deutschland geschickt zu werden……. und so funktioniert es eben nicht.
Zur Zeit ist der Vorsitzende des VDG krank, nach seiner Genesung werden wir allerdings unsere Situation klären müssen, um das weitere Bestehen des DFK Glatz langfristig zu sichern und weiter expandieren zu können, oder wieder auf ein Kaffeekränzchen zu reduzieren, wie es vor der Übernahme des heutigen Vorstandes war. Unser engagierter Vorstand arbeitet viele Stunden in der Woche ehrenamtlich, unsere Fahrtkosten können wir wegen des schmalen Budgets kaum zur Hälfte abrechnen, wie auch viele andere Ausgaben für unsere Alten und Kranken, die wir privat bezahlen. Ein Lager für Hilfsmittel, von Gehhilfen bis Pflegebett wurde von uns auch privat gebaut und finanziert. In diesem Jahr werden wir wieder über 15 000,- PLN selbst finanzieren müssen, obwohl man uns Unterstützung aus Oppeln zugesagt hat, die aber wegen der komplizierten Verfahren nicht abzurufen sind. Es fehlt uns ein Buchhalter und Rechtsanwalt, um die uns zustehenden Mittel zu erhalten, aber wer kann diese Kosten übernehmen?
Fazit, es kann nur besser werden, also geben wir uns der Hoffnung hin.

Hier noch ein interessanter Link:
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=BGJWHeADhHI&NR=1
Und hier noch ein weiterer interessanter Link:
http://www.simplesite.com/Oberschlesien/95569937

Ja da scheint sich die Basis zu wehren. Zu befürchten ist nur, das es für Veränderungen zu spät ist. Aber schauen wir mal……

Es grüßt aus der Grafschaft
Horst Ulbrich

Gedenken an den seligen Gerhard Hirschfelder

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:20

Ein Kardinal, ein Erzbischof, ein Bischof und der Großdechant – alle vereint im Glatzer Land

Gedenken an den Seligen Gerhard Hirschfelder und Einweihung der Begegnungsstätte mit Museum am 3. Juni 2012

Der Anlaß
Schon bei der Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder am 19. September 2010 in Münster wurde durch den Prager Erzbischof Dominik Duka OP (Dominikanerorden) die Idee geboren, sich am Grabe des Seligen in Tscherbeney bei Bad Kudowa in der Grafschaft Glatz bei einem gemeinsamen Pilgergottesdienst „international“ zu treffen und des Seligen zu gedenken. Wenn es nicht bereits früher geschah, so lag es nicht an mangelndem Willen, sondern einzig und allein an der schwierigen gemeinsamen Terminfindung.

Die Initiatoren
Kein geeigneterer Platz kann gedacht werden für eine nationen-übergreifende Verehrung als die Ruhestätte an der Kirche in Tscherbeney, im Dreieck von Schlesien, Böhmen und Mähren. Hier versammelten sich zu einem feierlichen Gottesdienst Dominik Kardinal Duka, Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender, Bischof Ignacy Dec, Großdechant Franz Jung mit Prälat Romuald Brudnowski, dem hiesigen Ortspfarrer.
Kardinal Duka von Prag hat ein besonderes Verhältnis zu den Grafschaft Glatzern, denn er wurde im benachbarten Königgrätz geboren und war dort seit 1998 Bischof, bevor er 2010 als Erzbischof nach Prag berufen wurde und seit 2012 dem Kardinalskollegium angehört. Auf dem Bischofsstuhl in Prag gedachte er der tausendjährigen Zugehörigkeit des Glatzer Landes, das seit der Gründung des Bistums 973 bis 1972 Bestandteil der Diözese blieb. Der erste Erzbischof von Prag wurde 1344 Arnestus von Pardubitz. Er war der Sohn des Burgkastellans von Glatz, begann hier bei den Johannitern seine Ausbildung und bestimmte für seinen Grabplatz die Dekanatskirche in Glatz, wo ein Marmordenkmal an sein segensreiches Tun als Ratgeber Kaiser Karls IV. erinnert. Unter dessen Herrschaft legte er den Grundstein für die Prager Kathedrale, den Veitsdom, gründete die Universität und übernahm das Amt des Kanzlers. Darin liegt die bis auf den heutigen Tag bestehende innere Verbundenheit der Grafschafter zu Prag, soweit sie der sog. Erlebnisgeneration angehören, begründet.
Aus Rom eilte Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender herbei, der aus dem kleinen Ort Steingrund bei Habelschwerdt stammt. 1990 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof im Sudan und setzte ihn als Nuntius im diplomatischen Dienst ein. Zum Abschluß seiner kirchenpolitischen Karriere übernahm er 2003 bis zu seiner Emeritierung 2007 die Nuntiatur für Deutschland in Berlin.
Professor Dr. Ignacy Dec leitete als Rektor die Päpstliche Theologische Fakultät in Breslau. 2004 wurde er Bischof der neu gegründeten Diözese Schweidnitz, zu der jetzt die Grafschaft Glatz gehört, nachdem sie zwischenzeitlich dem Erzbistum Breslau zugeschlagen worden war. Bischof Dec hat die Seligsprechung von Gerhard Hirschfelder intensiv unterstützt und ist heute ein großer Verehrer des ersten Seligen seines jungen Bistums.
Der Apostolische Protonotar Großdechant Franz Jung, gebürtig aus Neundorf, ab 1938 aufgewachsen in Gläsendorf bei Habelschwerdt, ist die unumstößlich anerkannte religiöse Bezugsperson aller Katholiken aus der Grafschaft Glatz, wo immer sie leben mögen, wo immer sie für eine neue Beheimatung Wurzeln geschlagen haben.
Bei seinem zehnjährigen Einsatz auf dem Weg zur Seligsprechung von Gerhard Hirschfelder, dem 1942 im KZ Dachau umgekommenen Grafschafter Jugendseelsorger, dem ein Predigtwort „Wer der Jugend den Glauben an Christus aus dem Herzen reißt, ist ein Verbrecher!“ zum Verhängnis geworden war, fand er in Prälat Romuald Brudnowski, dem Ortspfarrer von Tscherbeney, einen überzeugten, hilfsbereiten Mitstreiter.

Gottesdienst auf der Pfarrwiese
Etwa 600 Verehrer des Seligen fanden sich an seinem Grabe ein. Auf der ans Pfarrhaus angrenzenden weiträumigen Pfarrwiese war ein schön geschmückter Altar errichtet worden. Hier wurden die versammelten Pilger/innen unterschiedlicher Nationalität – unter anderem auch vom Bürgermeister – sehr herzlich begrüßt. Die Pilgerschar setzte sich zusammen aus der heutigen polnischen Bevölkerung von Bad Kudowa und Umgebung sowie vielen ehemaligen Landsleuten, die 1945 auf tschechoslowakisches Gebiet geflohen waren und nicht mehr zurückkehren durften. In zwei Bussen waren weitere ehemalige Bewohner der Grafschaft Glatz als Pilger zu den Grafschafter Wallfahrtsorten Albendorf, Wartha, Maria Schnee, auf tschechischem Gebiet nach Grulich und Bärnwald angereist. Schließlich wurde speziell eine große Schar ursprünglich Tscherbeneyer Einwohner begrüßt, die hier vor Ort gemeinsam den 60. Jahrestag ihrer Erstkommunion feiern wollten.
Dominik Kardinal Duka gestaltete den Festgottesdienst in Konzelebration mit den eingangs aufgeführten geistlichen Würdenträgern. Eine große Gruppe von Priestern und Diakonen in gleichfarbenen Meßgewändern, angeführt von zahlreichen Meßdienern, umrahmte den Altarbereich. Unter ihnen fiel Julian Golak aus Neurode auf, der in der Ordenstracht der „Ritter vom heiligen Grab zu Jerusalem“ erschien, in einem weißen wallenden Mantel mit dem großen roten Kreuz und mit einem schwarzen Barett als Kopfbedeckung. Ein Chor junger Sänger und Sängerinnen intonierte melodisch und rhythmisch ansprechende moderne religiöse Gesänge. Für deutsche Augen etwas ungewohnt, standen in einiger Entfernung drei Beichtstühle bereit, die während der Meßfeier auch besucht wurden.

Begrüßung
Großdechant Jung sprach einleitend Worte der Begrüßung.
„Sehr geehrter Herr Kardinal, sehr geehrter Herr Bischof, lieber Nuntius, lieber Mitbruder Romuald, bei Dir möchte ich gerne anfangen. Ich habe hier ein Bild, das wir vor 10 Jahren in Tscherbeney aufgenommen haben, beim Gottesdienst zum 60. Todestag von Gerhard Hirschfelder. Damals waren wir Freunde, und als ich in den ersten Jahren hier in der Grafschaft, meiner Heimat, gewesen bin, hat der leider bereits verstorbene Pfarrer Stefan Witczak mich gefragt: „Willst Du nicht mein Bruder sein?“ Er hat mich in den Arm genommen. Das fand ich eine tolle Geste!
Ich möchte das jetzt wiederholen mit Dir, lieber Romuald, und sagen: Wir sind nicht Freunde, wir sind im Verständnis von Tschechen, Polen und Deutschen wirklich Brüder. Und ich möchte Dich einfach in den Arm nehmen aus Dankbarkeit dafür, daß Du die Arbeit für die Seligsprechung hier in der Grafschaft Glatz, vor allen Dingen hier in Cermna, so gut vorangetrieben hast.
Wir sind und bleiben Brüder, und ich möchte Dich in den Arm nehmen, hier vor allen Leuten.
Danke! Das ist ein Zeichen, das wir setzen wollen – auch für die Zukunft.
Lieber Herr Bischof, es ist wunderschön, daß Sie ebenso die Initiative ergriffen haben mit Ihrem Pfarrer und seiner Mannschaft, daß wir Gerhard Hirschfelder hier verehren dürfen als einen Freund von drei Nationen: Tschechen, Polen und Deutschen. Herzlichen Dank, Herr Bischof. Es war einfach toll, wie Sie das aufgegriffen haben und weiter verfolgen. Hier ist der Heimatort für Gerhard Hirschfelder; wenn wir Heimatvertriebenen, wenn wir früheren Bewohner nicht mehr sind, bleibt Gerhard Hirschfelder hier vor Ort, und das ist etwas Großartiges!
Daß wir heute hier sind mit drei Nationen, haben wir Ihnen, lieber Herr Kardinal, zu verdanken. Sie haben in Münster bei der Seligsprechung am 19. September 2010 – als Herr Bischof Dec sprach – mir ins Ohr geflüstert: „Können wir nicht eine gemeinsame Wallfahrt machen? Polen, Tschechen, Deutsche!“ Da habe ich gesagt: „Sofort! Wir kommen sowieso jedes Jahr, und heute ist das in Erfüllung gegangen. Über die Grenzen hinweg haben wir einen gemeinsamen Gottesdienst mit allen Menschen guten Willens – mit Tschechen, Polen und Deutschen. Herzlichen Dank, Herr Kardinal!“
Polnisch – Tschechisch – Deutsch im Wechsel
Bei den Meßtexten, den Fürbitten und Ansprachen wechselten sich die drei Sprachen Polnisch, Tschechisch und Deutsch regelmäßig ab, wobei übereinstimmend das tugendhafte Leben des Seligen im Blickpunkt stand.
Diakon Ewald Pohl aus Eckersdorf verlas den Evangelientext aus Matthäus 28, 16-20, worin der Missionsauftrag Jesu an seine Jünger verzeichnet steht – mit der Zusage: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“
Kardinal Duka predigte ebenfalls dreisprachig. Er sprach seine Freude darüber aus, daß er 2010 bei der Seligsprechung durch Joachim Kardinal  Meisner in Münster dabei sein durfte. Dabei habe er auch das Grab des von ihm sehr verehrten Clemens August Kardinals Graf von Galen besucht, dem – wie Hirschfelder –  tapferen Widerstandskämpfer gegen das Hitlerregime.
„Wir sind da, Gott Dank zu sagen für das Beispiel des priesterlichen Lebens des jungen Priesters Gerhard Hirschfelder. … Wir sind da: Seine Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule. Wir haben gehört, wie Gerhard Euch zur ersten heiligen Kommunion vorbereitet hat. …Wir sind da: Wir haben die Gelegenheit zu sehen, wie der junge Priester mit Ideen und Mut für die Ehre Gottes, für die Freiheit der Kirche gekämpft hat, und er ist wirklich ein Beispiel für die zukünftige Kirche in unseren Ländern. Nach dem zweiten Weltkrieg haben wir gehofft auf ein Leben in Freiheit, aber, das muß man sagen, unsere Hoffnungen waren naiv. Noch eine weitere sehr schlimme Diktatur ist gekommen, und sein Beispiel war wirklich Beispiel für viele Priester, hier, in Polen, auch in Böhmen, Mähren, auch in der Slowakei. Das muß man sagen: Wir sind wirklich dankbar für dieses Beispiel des priesterlichen Lebens. Diese jungen Priester, nach dem Muster des Seligen Gerhard Hirschfelder, braucht die Kirche in Polen, in Böhmen, in Deutschland, in aller Welt.
Beten wir, daß seine Fürsprache, des jungen Priesters, sich auch ausrichtet für uns Priester, uns Bischöfe von heute. Amen.“
Wenn Kardinal Duka das mutige Leiden im Kampf gegen die Nazidiktatur so hoch einschätzt, weiß er, wovon er spricht. Er selbst wurde bei seinem Widerstand gegen den atheistischen Kommunismus mehrfach inhaftiert, zeitweilig zusammen mit Vaclav Havel, dem späteren Staatspräsidenten.
Ein kleiner Versprecher soll noch angemerkt werden, indem er einmal statt „Seligsprechung“ das Wort „Heiligsprechung“ gebrauchte. Während bei einer Seligsprechung „eine lokale Verehrung gestattet“ ist, das heißt, mit ihm zu beten und seine Fürsprache anzurufen, gilt bei einer Heiligsprechung die Verehrung in der gesamten Kirche. Vielleicht weist dieses ungewollt ausgesprochene Wort schon den Weg in die Zukunft, bildet eine neue Zielvorgabe!

Fürbitten
Wie schon in der Predigt, richteten sich auch die Fürbitten an den Beistand des Seligen. Michael Güttler aus Bad Landeck trug vor:
„Für alle, die unter Not, Krieg und Katastrophen leiden; für alle, die ihre Heimat verloren haben: Um ein unerschütterliches Vertrauen auf die Nähe und den Beistand Gottes in ihrem Leben.
Für das polnische, für das tschechische und das deutsche Volk: Um die Bereitschaft, den Weg in die Zukunft miteinander zu gehen und gemeinsam am Aufbau Europas in christlichem Geist mitzuwirken.
Wir bitten Dich, erhöre uns!“

Zeichen des Dankes
Nach dem Abschluß der Meßfeier trat Elisabeth Kynast, die wenige hundert Meter von hier als die „Schmidt Liesel“ ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, mit spürbarer Freude und Fröhlichkeit ans Mikrofon, bedankte sich – vor allem im Namen der Tscherbeneyer – ganz herzlich für diese erhebende gottesdienstliche Feier und überreichte mehrere farbenprächtige Blumensträuße. Sie hat über die Jahrzehnte hinweg die Grabanlagen der hier ruhenden Deutschen gepflegt und für deren Erhalt Sorge getragen. Auch ist sie von Anfang an die treibende Kraft gewesen, nur eine kurze Wegstrecke vom Grab des Seligen entfernt eine Begegnungsstätte mit einem Museum einzurichten, die am Nachmittag den kirchlichen Segen erhalten sollte.
Bischof Dec ergriff ebenfalls noch das Wort, um seinen Dank an Kardinal Duka,
Erzbischof Ender und den Großdechanten auszusprechen sowie den Jubilaren der Erstkommunion zu gratulieren. Einen begeisterten Applaus erhielt er, als er sich abschließend an die ehemaligen Grafschaft Glatzer in der Pilgergruppe wandte: „Sie sind keine Gäste, sondern Sie sind hier in Ihrer Heimat. Sie besuchen Ihre Heimat.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gottes Segen in reichem Maße und kommen Sie wieder. Kommen Sie wieder!“

Anschließend Volksfest
Unter der Regie von Prälat Brudnowski kümmerte sich anschließend ein Heer von freundlichen Helfern/innen um die Bewirtung der erwartungsvollen Volksmenge. Mit bewundernswerter Hilfsbereitschaft und geschickter Aufgabenbewältigung kam es zu einer schnellen Versorgung der dreisprachigen Gesellschaft. In großen Kübeln dampfte ein schmackhaftes „Bigos“ (Sauerkraut gedünstet mit Fleisch und Wurst) und auch die leckeren Stücke vom Spanferkel fanden lebhaften Zuspruch! Zusätzlich konnte man sich an Gebäck und Kuchen laben; dazu wurde eine Auswahl an Getränken angeboten. Das bunte Durcheinander der vielen Leute hatte durchaus Volksfestcharakter!

Einweihung der Begegnungsstätte mit Museum
Am Nachmittag stand noch ein weiterer Höhepunkt an, als in einer würdigen religiösen Feier das von der verstorbenen Rosa Rokitensky vermachte Wohnhaus – noch mit dem alten Mobiliar und den früher benutzten Einrichtungsgegenständen versehen – eingesegnet wurde. Kardinal Duka, Bischof Dec, Großdechant Jung und Prälat Brudnowski spendeten den Segen und besprengten den Museumsraum unter Gebeten mit Weihwasser. Es ist zu hoffen und zu erwarten, daß zahlreiche Besuchergruppen der Schädelkapelle auch an das Grab des Seligen treten, ihn um seine Fürbitte anflehen und die Gelegenheit wahrnehmen, sich über ihn ausführlich zu informieren.

Günther Gröger, Altgersdorf

1.jpg  23.JPG   24.JPG  Zum Vergrößern auf die Bilder klicken

28.5.2012

Buchpräsentation.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:08

dscf4700.JPG v.l. Prof. Herzig, Frau Ruchniewicz, Prof. Ruchniewicz (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

Auf eine Einladung unseres DFK Mitgliedes Frau Renate Fuglinska, fand am 13.Mai 2012 die Buchvorstellung der polnischen Ausgabe von „Schlesien, das Land und seine Geschichte“ statt. Vorgestellt durch die Autoren Herrn Prof. Herzig und Frau Ruchniewicz, begleitet von ihrem Mann Herrn Prof. Ruchneiwicz der auch die Übersetzung für die polnischen Zuhörer übernahm.

Die Kosten der Übersetzung des Buches hatte die Erika Simon Stiftung übernommen.

Das Buch umfasst die gesamte schlesische Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit und Prof. Herzig übernahm die Vorstellung des ersten Teils des Buches bis ins 18. Jahrhundert. Er betonte, das Buch sei frei von ideologischen Beiträgen und vermittelte den Zuhörern die früher praktizierte der schlesischen Toleranz, unterbrochen durch die schweren Kriegszeiten des 20. Jahrhunderts. Er ging auch auf die frühe Stadtplanung ein, der Mittelpunkt immer gekennzeichnet durch den obligatorischen Ring, der ja eigentlich immer eckig ist und in dessen Mitte sich das Rathaus befindet.

Frau Ruchniewicz bedankte sich zunächst bei der großen Zuhörerschar und betonte, dass sehr viele auch bei allen früheren Buchpräsentationen dabei waren. Sie übernahm dann die weitere Vorstellung der Geschichte ab dem 18. Jahrhundert und befasste sich auch mit der positiven Entwicklung einer schlesischen Toleranz die zurück zu kehren scheint. Wir alle fühlen uns als Grafschafter und Schlesier und die letzte Volksbefragung hat ergeben, das viele Polen sich nicht als Polen sondern Schlesier eingetragen hatten, wie es auch viele die hier verbliebenen Deutschen getan haben. Ein verbindende Aussage, die politisch schon etwas kritisch gesehen wird, haben wir doch Situationen der Sorben und anderer Volksgruppen vor Augen.

Aus dem Publikum wurde gefragt wo denn noch die deutsche Ausgabe zu bekommen sei und Herr Prof. Herzig konnte nur noch die „Schlesische Schatztruhe“ in Görlitz empfehlen, da auch die 2. Auflage vergriffen sei. Bei einem Glas Sekt nach dem offiziellen Teil begann eine rege Diskussion der über 100 Zuhörer aus Deutschland und Polen mit einer hohen Wertschätzung, das nun auch das Buch „Schlesien, das Land und seine Geschichte“ auch einer breiten polnischen Leserschaft zu Diskussionen zur Verfügung steht.

Unser DFK Mitglied Frau Fuglinska übernahm die Organisation, wie auch die Kosten der Veranstaltung.

Bericht
Horst Ulbrich

22.5.2012

„Niederschlesisches Frühlingsfest“ des DFK Glatz am 19.05.2012

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:54

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Test der Beschallungsanlage für Säle und Außenbereich. Horst und Renia Ulbrich
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Chor DFK Glatz mit dem
ersten öffentlichen Auftritt
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Viel Andrang bei den Vorführungen drinnen und draußen.
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Erste Tanzgruppe aus Oppeln
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Trachten aus Waldenburg, Oppeln und Landsmannschaft aus Neuss
 

Zur Vorbereitung:
Natürlich geht bei einem so großen Fest eine gründliche Planung voraus, wie auch die Suche nach finanzieller Unterstützung. Dazu waren viele Gespräche und Formalitäten zu erledigen, wie auch die so komplizierte Antragsproblematik, denn eine Bezuschussung war nur möglich, wenn das Fest mit einer Konferenz gekoppelt wird. Gesagt getan und alle sind unserer Einladung zum „Niederschlesischen Frühlingsfest“ gefolgt. Chöre aus Waldenburg und Habelschwert, wie auch unser neu gegründeter Chor vom DFK Glatz, Trachten und Tanzgruppen aus der Oppener Land, wie auch die Kindergruppe Violinchen waren zur Programmgestaltung eingeladen. Dazu Gäste aus Deutschland und unsere Mitglieder. Entsprechend große Räumlichkeiten waren angemietet, Tanzmusik bestellt und für ausreichend Speisen und Getränke zu bezahlbaren Preisen war gesorgt. Es begann zwar Problemen, die hauseigene Verstärkeranlage war so hoch modern, dass sie keiner bedienen konnte. Mit dem tragbaren Mikrofon sollte man gleichzeitig beide Säle und beide Außenhöfe informieren können. Aber die Tanzkapelle hatte eine ähnliche Anlage und pünktlich um 14 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Busse funktionierte alles zu unserer Zufriedenheit.

Das Fest:
Der DFK Glatz hatte eingeladen und alle kamen, bis auf unsere Kindergruppe Violinchen, denn die Projektleiterin war erkrankt und ohne sie wollten die Kinder nicht auftreten. Schade, denn auch schon zu unserem Weihnachtsfest hatten sie zur Unterhaltung beigetragen.

Der Vorsitzende des DFK Glatz, Horst Ulbrich begrüßte die Gäste. Unter anderen Gruppen auch eine Abordnung der Heimatgruppe Görlitz mit Herrn Theisen und erklärte kurz die Räumlichkeiten, wo die Vorführungen stattfinden, auch wie und wo man Speisen und Getränke bekommen kann, denn bald war an manchen Engstellen des Gebäudes ein Stau entstanden. Sofort nach dem Eintreffen der Gruppen wurde das Programm allen Gästen vorgestellt und unser neu gegründeter Chor vom DFK Glatz begrüßte die Gäste aus Nah und Fern mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“. Der Waldenburger Chor begann, unterstützt von der Begleitmusik seiner Mädchen mit Violinen und auch eines Akkordeonspielers mit deutschen Heimat – und Wanderliedern. Uns standen zwei Säle für je 100 Personen und zwei weitere große Innenhöfe zur Verfügung, aber bald waren die Säle überfüllt. Der anschließende Auftritt der ersten Tanzgruppe aus Oppeln unter der Leitung von Frau Waltraut Oswald wurde daher in den Innenhof am blauen Saal verlegt und sie begeisterten das Publikum mit einer gelungenen Vorführung der jungen Tänzer. Nach einer relativ kurzen Pause, in der sich im anderen Innenhof vor dem roten Saal eine Schlange am großen Grill bildete, untermalte die Wartezeit ein Orgelspieler mit alten Liedern an der Drehorgel. Horst Ulbrich musste ein wenig auf das eng gestaltete Programm aufmerksam machen und im blauen Saal begann der Lehrerchor aus Habelschwerdt mit einer Vorstellung auch bekannter Gospelsongs. Unser Mitglied Heinz – Peter Keuten, der dort am Lyzeum arbeitet, ist Chormitglied und hält die engen Kontakte zu unserer Gesellschaft aufrecht. Es folgte eine weitere Pause, die zu Gesprächen untereinander genutzt wurde, oder man begab sich zu den Versorgungseinrichtungen für Kaffee oder Bier, sowie anderen kalten Getränken, denn das Wetter hatte es zum Glück gut mit uns gemeint. Andererseits hätten wir mit den vielen Teilnehmern auch in den Sälen keinen Platz gefunden. Es waren grob gezählte 250 Teilnehmer und Gäste, es könnten aber auch 300 gewesen sein. Wer will die sich ständig bewegende Menschenmasse zählen. Aber zwei herausragende Menschen müssen wir erwähnen. Horst Baumgartner aus New York, ehemals in Glatz war mit seinen Bruder Fritz aus Kanada zu Besuch in Deutschland bei seiner Verwandtschaft. Dort hörten sie von unserem Fest, schlossen sich sofort der Reisegruppe aus Deutschland an, um bei uns dabei sein zu können.

Nach der Pause, musikalisch untermalt von unserer Tanzkapelle, begann der Chor aus Waldenburg unter der Leitung von Frau Rosinek mit dem zweiten Teil der Vorführung, mit Liedern und Mundartgedichten aus dem Glatzer Land, vorgetragen von einem Chormitglied. Danach zogen die Oppelner Buben mit den begleitenden Mädchen in den Innenhof ein und begeisterten die Zuschauer mit verschiedenen Tänzen. Die vielen Zuschauer draußen und drinnen an den Fenstern spendeten lange Applaus für die jungen Tänzer und es ist wieder ein schönes Beispiel, dass doch noch die junge Generation zu aktivieren und zu begeistern ist. Dank denen, die als Organisatoren diese Begeisterung für die Tradition in die nächste Generation transportieren können. Nach dem offiziellen Programm war Zeit für Gespräche und natürlich wurde auch viel getanzt. Die hervorragende Kapelle, Vater und seine zwei Töchter mit Saxofon und Keyboard sorgten immer wieder für eine volle Tanzfläche. Aber schon ab 18 Uhr mussten einige an die Heimreise denken, denn die Kinder aus Oppeln hatten ja noch einen weiten Weg. Es war ein rundum gelungenes Fest, mit vielen Vorträgen und Vorführungen und alle waren glücklich in so großem Rahmen wieder einmal beisammen zu sein.

Die Konferenz:
Neben dem Fest fand die Konferenz mit unserem Vorstand und auch mitgereisten Vorständen statt. Im Vordergrund stand hier das Zusammenhalten der DFK Gruppen und die gegenseitige Unterstützung. Die Organisation solcher Feste beinhaltet zugleich mehrere positive Eigenschaften.

  1. Auch Mitglieder die sonst selten teilnehmen, sind oft positiv überrascht und wollen sich wieder in der Gesellschaft einbringen.
  2. Es fördert die Gemeinschaft der DFK`s untereinander.
  3. Wir treten öffentlich in Erscheinung, das gerade im grenznahen Gebiet, wo die Vertreibung fast zu 100% war und wir Deutschen prozentual immer noch sehr wenige sind. Durch solche Veranstaltungen und die Publikation in den Zeitungen werden wir mit unserem kulturellen Anliegen positiv wahrgenommen.
  4. Auch eine große, gemeinsame Weihnachtsfeier mit dem DFK Waldenburg wurde erörtert und wird später noch konkret verhandelt.

Es wurde aber auch über die komplizierten Antragsverfahren für Konsolidierungsprojekte gesprochen, die viele Vorsitzende von größeren Projekten abhalten. So war auch hier keine auftretende Gruppe bereit den Arbeits- der Werksvertrag mit Angaben der privaten Steuernummer des Leiters, wie vom VDG gefordert, auszufüllen und zu unterschreiben. Alle aufgetretenen Chöre sind kein eigener Verein mit Steuernummer. Reaktion aus dem Vorstand DFK Waldenburg war, man müsse den Steuerantrag nicht ausfüllen. Auch die Steuerfachfrau aus Waldenburg hatte einen solcher Antrag noch nicht gesehen. Zu diesem Fest sind dem DFK Glatz Kosten in Höhe von 4350,- PLN entstanden, für Tanzmusik 800,- PLN , 400,- PLN Kostenzuschuss je Chor für den Bus, außerdem Verpflegungsbeitrag pro Teilnehmer der auftretenden Gruppen und Saalmiete. Ein gestellter Antrag auf Bezuschussung ist bis zum Fest nicht positiv beantwortet worden. Das wird auch Gegenstand der nächsten Konferenz 1.6. bis 3.6. am Annaberg sein müssen, denn in dieser komplizierten Abhandlung sind Projekte auch beim DFK Glatz aus mangelnden Finanzen nicht mehr möglich.

Darüber waren sich die Konferenzteilnehmer einig, ließen sich aber beim Fest die gute Laune nicht vertreiben. Sie waren sicher, am heutigen Tag den Beitrag der geforderten Konferenz erfüllt zu haben.

Berichterstatter
Hermann Handlos

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Chor DFK Waldenburg mit Musikern
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Lehrerchor aus Habelschwerdt
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Tanzgruppe Oppeln
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2. Tanzgruppe
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Zwei Glatzer Originale aus Amerika und Kanada angereist.
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Mit so schönen Frauen lässt man sich gern fotografieren.
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Auch ein Orgelspieler war dabei und hat den Wartenden am Grill die Zeit mit Musik verkürzt.

6.5.2012

Denkmalpflege Heinrich Bender

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:32

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Frühjahrsputz bei Heinrich Bender Eckersdorf.

Wie in jedem Frühjahr trafen sich engagierte DFK Mitglieder um bei dem 2010, für den Küster und Einsiedler Heinrich Bender , eingeweihten Denkmal Ordnung zu schaffen. Es handelt sich um das Denkmal an der früheren Lorettokapelle, die von russischen Soldaten beim Einmarsch geplündert wurde. Auch Heinrich Bender, der seine Kapelle nicht verlassen wollte, wurde später dort erschlagen gefunden. 1972 ist dann der Rest der Kapelle abgerissen worden. Heinrich Bender war bei bei den Grafen Magnis und der Bevölkerung sehr beliebt und damit er nicht in Vergessenheit gerät, wie auch der Standort der Kapelle, haben wir 2010 das Denkmal aus dem Schutt ausgegraben. Nach der Renovierung hat unser Großdechant Franz Jung mit dem polnischen Eckerdorfer Pfarrer das Denkmal geweiht. Dabei waren die Eckersdorfer Heimatgemeinschaft und auch zwei Klassen des Gymnasiums aus der Gesamtschule Eckersdorf. Wer es noch nicht gesehen hat, oberhalb von Eckersdorf mit dem schönsten Ausblick auf das Schloss und die Heuscheuer. Gute Parkmöglichkeit.

Wir, die Mitglieder des DFK Glatz sind hier immer wieder im Einsatz um das Denkmal in einem würdigen Zustand zu erhalten. Der nächste Termin ist am 2. Juni in Rothwaltersdorf mit der Einweihung des von Helmut Göbel renovierten Nepomukdenkmals.
Hl. Messe um 10 Uhr, danach Einweihung und Fest mit der Dorfgemeinschaft Rothwaltersdorf.

Herzliche Einladung.
Horst Ulbrich

25.4.2012

Sky tower in Breslau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:01

Breslau expandiert und kein Ende!

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Sky Tower Eingangsbereich Galerie
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Stockwerk Nr. 51
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Panorama von oben
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In der Mitte der braune Wasserturm, heute Restaurant.
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Galerie ist fast fertig
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Über dem alten Wsserspeicher

Liebe Freunde, heute einmal nicht DFK Glatz, sondern ein wenig Breslau.

Der DFK Vorstand war eingeladen den neuen Sky Tower in Breslau zu besichtigen. Nur etwas für schwindelfreie Menschen, denn schon der Aufzug war ein Erlebnis, gab es doch zu den oberen Stockwerken nur den Lastenaufzug, von dem man, auf einem Gitterrost stehend 52 Stockwerk tief und weitere 3 Stockwerke in die Tiefgaragen sehen konnte.

Oben war die Aussicht bis zum Horizont natürlich sehr schön, einige zogen es aber doch vor den Abstieg durch das Treppenhaus zu meistern. Bis zur Etage Nr. 25 ist das Gebäude fertig, darüber wird noch kräftig gearbeitet um die Komplettabnahme bis März 2013 zu schaffen.

Die Galerie in den ersten 4 Stockwerken eröffnet mit Kaufhäusern, vielen Geschäften und Restaurants schon im nächsten Monat. Eigentlich wird die Besichtigung im derzeitigen Zustand nur Investoren gestattet, aber als Mitglied beim Deutschen Stammtisch in Breslau ist vieles möglich, eben auch die Besichtigung des höchsten Gebäudes in Polen mit 2012 Metern. In Warschau wird gerade ein Hochhaus gebaut, allerdings nur mit einer Gesamthöhe von 205 Metern, wie die Investoren ausdrücklich betonen.

Mit dem Leiter des Sächsischen Verbindungsbüros, Herrn Grapatin waren wir dann noch beim Besitzer des Wasserturmes auf ein Glas Wein eingeladen. Natürlich auch dort mit Besichtigung des Turmes über dem Restaurant. Eine Empfehlung auch für Busreisende, denn ein großer Parkplatz steht zur Verfügung.

Bericht
Horst Ulbrich

21.4.2012

Neues vom DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:08

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz e.V.
Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11
E-Mail: hulbrich@op.pl – Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Liebe Mitglieder des DFK Glatz,

wir freuen uns, dass wohl auch unter dem Einfluss der Frühlingssonne die Zahl der Besucher unserer regelmäßigen Treffen erfreulich zugenommen hat. Viele der ehemaligen Mitglieder sind zurück, auch deren Nachkommen interessieren sich für unsere Angebote.

Wir möchten daher erneut über anstehende Ereignisse unterrichten.

19.05. 2012: Ab 14.00 Uhr feiern wir unser Niederschlesisches Frühlingsfest mit Chören und Trachtengruppen aus Niederschlesien. Veranstaltungsort: Restaurant „Majowy Sen“, ul.. Wyspianskiego 40 in Glatz. Vom Zentrum Glatz in Richtung Habelschwert. Nach dem Kreisel geht es bergauf, hinter der Firma Peemer links. Hinweisschild steht an der Straße.
Vielleicht habt Ihr auch Lust auf ein Tänzchen im Anschluss an das offizielle Programm, eine gute Kapelle wird dazu spielen. Wir bitten um rege Teilnahme und um Anmeldung unter der Nummer 74 871 4361. Die große Zahl der erwarteten Besucher erfordert entsprechende organisatorische Vorbereitungen.

Am 2.Juni fahren wir nach Tscherbeney/Czermna. Festgottesdienst mit Kardinal Duka, Bischof Dec und dem Großdechanten. Bus am Kloster Glatz wird um ½ 11 Uhr bereitstehen. Bitte vorher anmelden. Tel. 74 871 4 361

Jeden letzten Samstag im Monat: 15.00 Uhr Gottesdienst in der Georg- und Adalbertskirche auf der ul. Lukasinskiego in Glatz. Vorher Treffen im DFK Vereinslokal. Nächster Termin 29. 04. 2012

Jeden Samstag von 11.00 bis 14.00 Uhr: Wöchentliches Treffen im Vereinslokal, ul. Lukasinskiego 11 in Glatz. Jeden Samstag nach dem Treffen übt unser Chor ebenfalls im Vereinsheim deshalb mussten wir aus Platzmangel den Deutschkurs Grundschule in das Gemeindezentrum verlegen, der zu gleicher Zeit stattfindet.

Wir weisen außerdem auf unsere Deutschkurse und die Kindergruppen hin. Nähere Informationen jeden Samstag beim Treffen oder unter der Nummer: 74 871 4361

Wir planen im Juli einen Ausflug nach Görlitz. Bitte informiert Euch im DFK Vereinslokal ab Juni.

Herzliche Grüße und auf ein Wiedersehen bei einem unserer Treffen.

DFK Glatz
Hermann Handlos
Schriftführer

15.4.2012

Workshop Konsolidierung der Begegnungsstätten 2012

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

Rauchende Köpfe beim Workshop im Rahmen des Projekts: Konsolidierung der Begegnungsstätten organisiert vom VDG und unterstützt vom Haus der Deutsch – Polnischen Zusammenarbeit.
Am 13. bis 14.4. 2012 fand in Breslau ein VDG Workshop mit Schulung für die Beantragung der Fördermittel aus dem Fond der Konsolidierungsmittel.
Durch die lange Anreise mit teilweise über 400 Km einiger Teilnehmer, gab es zu Beginn um 17 Uhr zunächst ein Abendessen und um 18 Uhr begrüßte dann der Vorstandsvorsitzende des Verbands der deutschen      sozial – kulturellen Gesellschaften in Polen, Herr Gaida die Teilnehmer.
Danach wurde das Konzept zur Belebung der lokalen DFK`s vorgetragen und die Ergebnisse der beiden vorherigen Editionen zur Diskussion gestellt.
Um 20 Uhr begann eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Herrn Norbert Rasch, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaften im Oppelner Schlesien. Hier ging es um die Erfolge der bisherigen Projekte und der aktuelle Stand der Organisationen der deutschen Minderheit.
Der nächste Tag begann zunächst mit der Vorstellung der Entwicklungsstrategie für die Jahre 2010 bis 2015.
Anschließend stellte Regionalkoordinatorin Frau Kaminska die Projektbedürfnisse und Strategie der DMI vor.
Nach einem Mittagessen begannen dann die praktischen Informationen zur Antragstellung und Projektabrechnung. Frau Neumann, Büroleiterin des VDG in Oppeln und die Landeskoordinatorin des Projektes Frau Dzumla hatten schon die ersten Probleme zu verkünden.
Nun ist bekannt das die Mittel aus Deutschland so ihre Probleme mit der Beantragung mit sich bringen, aber pünktlich zur Schulung hatten sich einige Kriterien schon wieder geändert, die nicht einmal in die Unterlagen verbracht werden konnten, weil sie so kurzfristig erst bekannt wurden.
Es folgte eine lange Liste was nicht beantragt werden kann und wir Teilnehmer mussten immer wieder nachfragen, was denn nun endlich beantragt werden darf. Nun sind wir Vorsitzenden der DFK`s froh, das uns Regionalbetreuer zur Seite stehen werden, die Beantragung und Durchführung der Projekte übernehmen, wie auch bei der Abrechnung behilflich sind. Hier sehen wir endlich eine Unterstützung unserer Arbeit denn schon die komplizierte Beantragung vieler Projekte, teils in Deutsch, teils in Polnisch und teilweise auch in beiden Sprachen mit vielen Seiten und komplizierter Abrechnung lässt viele Vorstände resignieren. Teilweise werden dann überhaupt keine Projekte mehr gestartet, worunter wieder die Attraktivität der Dfk`s und der deutschen Gemeinschaft leidet.
Die netten Mitarbeiter, wie Frau Neumann VDG, wie auch die Projektleiter sind nicht zu beneiden, denn in der nächsten Zeit wird es von den engagierten DFK Vorsitzenden eine Antragsflut geben, die es zu bearbeiten gilt.
Erst gegen 17 Uhr verabschiedeten sich die Teilnehmer um ihren teilweise weiten Heimweg anzutreten.

Bericht
Horst Ulbrich

Auf dem Bild hinten re. Herr Gaida, Mitte Frau Neumann, li, Frau Dzumla
001.JPG  Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

7.4.2012

DFK Glatz baut Lagerraum für Hilfsmittel

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:59

Lagerraum für Hilfsgüter fertiggestellt!
Es wurde tatkräftig gearbeitet um den Lagerraum für die Hilfslieferung in letzter Minute fertig zu stellen, denn schon kam der zweite Transport von einem privaten Sponsor, Herrn Pollok. Zum Glück auch weitere Pflegebetten und Rollstühle, die dringend benötigt werden. Über jedes ausgeliehene Hilfsmittel wird Buch geführt, damit alles zurückkommt wenn kein Bedarf mehr besteht, um damit dann anderen Kranken helfen zu können.

Aber auch Stapelstühle für unser DFK Vereinslokal,die wir uns aus Eigenmitteln nicht kaufen könnten waren auf dem Transport. Die sind bei den steigenden Mitgliederzahlen dringend erforderlich und dafür ganz herzlichen Dank. Dank auch Frau und Herrn Haferkamp, die als Privathilfe ihre Freizeit opfern, mit PKW und großem Anhänger die vielen Kilometer von Münster in Westfahlen nach Glatz fahren, um uns hier in der Hilfe für Bedürftige bei zu stehen.

Horst Ulbrich

malth-004.JPG malth-006.JPG Zum Vergrößern auf die Bilder klicken

2.4.2012

Hilfstransport der Malteser für den DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:15

Malteser Hilfstransport beim DFK Glatz.

Wieder einmal waren die Malteser aus Telgte in der Grafschaft, um unsere soziale Arbeit bei der deutschen Minderheit zu unterstützen. Der DFK hat ein neues Domizil in der Innenstadt, leider dort aber keinen Platz mehr für die dringend benötigten Hilfsmittel. Auf dem Reiterhof Ulbrich wurde nun ein Lagerraum gebaut, um Platz für Rollstühle, Toilettenstühle, Pflegebetten, Kleidung und Pflegemittel zu schaffen. Die Malteser auf ihrer Jubiläumsfahrt, seit 30 Jahren mit Hilfsmitteln in Schlesien, waren dieses Mal mit vier Fahrzeugen unterwegs, denn sie unterstützen auch Krankenhäuser, wie auch Alten – und Kinderheime. Der DFK bekam unter anderem zwei dringend benötigte Pflegebetten. Allerdings haben wir für Schwerstkranke drei Anfragen. In der nächsten Woche kommt aber schon ein weiterer Transport von einem privaten Sponsor, Herrn Pollok. Er bringt uns mit seinem LKW auch dringend benötigte Stapelstühle für das Vereinslokal in Glatz und weitere Hilfsmittel. Hoffentlich ist dabei auch ein weiteres Pflegebett.
Wir sind den Helfern der Malteser sehr dankbar, sind doch unsere alten Mitglieder mit kleiner Rente auf Unterstützung angewiesen. Aus unseren aktiven Mitgliedern wird jemand die Verwaltung und Ausgabe übernehmen, damit die kostenlos überlassenen Hilfsmittel auch zurückkommen wenn sie nicht mehr benötigt werden, um weiteren Menschen helfen zu können.
Wie immer nach getaner Arbeit laden wir die ehrenamtlichen Helfer der Malteser abends zu einem Imbiss und geselligem Beisammensein ein. Am anderen Morgen ging ihre Fahrt weiter nach Oppeln.
Bericht
Horst Ulbrich

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Helfer beim Ausladen
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Verabschiedung der Malteser
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Malteser beim Umtrunk nach getaner Arbeit. Der Leiter, Herr H. Lodenkötter gibt noch Anweisungen für den nächsten Tag.

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25.3.2012

Erster vom DFK Glatz organisierter deutscher Gottesdienst.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:53

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft Glatz
57-300 Glatz / Kłodzko, Frankensteiner Str. Nr. 11
E-Mail: hulbrich@op.pl – Tel./Fax: 0048 74-871 4361

DFK organisiert wieder deutschen Gottesdienst in Glatz

Am 24.3. 2012 hatten wir endlich wieder einen deutschen Gottesdienst in Glatz! Er fand in der Georg- Adalbertskirche auf der Frankensteiner Straße (der früheren evangelischen Kirche) statt, also in unmittelbarer Nähe der DFK-Vereinsräume.

Der Gottesdienst war durch unseren Vizevorsitzenden und Religionspädagoge Jochen Straube gut vorbereitet worden. Er hatte auch den gesamten Ablauf mit Gebeten und Liedern in einem Heft zusammengefasst, um denen eine Hilfe zu geben, die mit der deutschen Sprache noch Probleme haben. Die nach dem Krieg geborenen deutschen Mitglieder hatten bis zur Wende weder Möglichkeiten deutsch zu sprechen noch es in angebotenen Kursen zu erlernen. Aber unser Schatzmeister H.-P. Keuten, der im Habelschwerdter Gymnasium als Fremdsprachenlehrer für Französisch, Englisch und Deutsch tätig ist, hatte im Rahmen der Deutschkursangebote unseres DFK auch deutsche Kirchenlieder und das Vaterunser auf Deutsch mit seinen Schülern geübt, damit alle aktiv am ersten deutschen Gottesdienst teilnehmen konnten. Auch die Kinder aus einem unserer Deutschkurse, von Ursula Patzwald unterrichtet, waren gut vorbereitet und nahmen am Gottesdienst teil. So waren seit langer Zeit wieder Lieder wie „Großer Gott wir loben Dich“ in der heute von den Glatzer Klarissinnen geführten Kirche zu hören. Leider war der für die deutsche Minderheit zuständige Pater Arndt aus Breslau verhindert. Er hatte mit Pfarrer Rajmund aus Grunwald aber für einen guten deutschsprachigen Ersatz gesorgt. Das Ehepaar Ulbrich übernahm die zweisprachigen Fürbitten und es wurde für alte und kranke Grafschafter wie auch ein friedvolles Zusammenleben beider Völker gebetet. Leider konnten wir aus finanziellen Gründen keinen Kirchenbus für unsere alten Mitglieder einsetzen. Aber 48 Mitglieder aus dem Raum Glatz kamen zum Gottesdienst. Unser Einzugsgebiet ist allerdings von Bad Kudowa bis Mittelwalde, also ca. 80 km. Unsere alten Mitglieder, die nicht mehr gut laufen und weiter entfernt wohnen, konnten leider nicht teilnehmen.

Wir wollen aber in Zukunft jeden letzten Samstag im Monat gemeinsam einen deutschen Gottesdienst feiern, auch um den Zusammenhalt der Gemeinschaft zu erhalten und zu fördern. Vorher bitten wir zu Kaffee und Tee in unseren Klubraum auf der Frankensteiner Straße, ganz in der Nähe der Kirche. Dorthin laden wir natürlich auch alle Heimatreisenden ganz herzlich zu einem Besuch ein.

Einladung zum Kaffee jeden Samstag 11 bis 14 Uhr. Danach ist Chorprobe.

Den Mitgliedern aus Deutschland sei für ihren Mitgliedsbeitrag gedankt. Da wir als in Polen registrierter Verein keine Möglichkeit haben, in Deutschland ein Konto zu eröffnen, und das DFK-Konto deshalb auf meinen Namen läuft, haben Neider unserer Arbeit in der Heimat leider böse und unhaltbare Gerüchte in die Welt gesetzt. Das hat uns ehrenamtlich Tätige in der Heimat sehr traurig gemacht, sind wir in 2010 doch neu gestartet, führen nun 6 Deutschkurse, vom deutschen Konsulat gefördert, durch und haben ein schönes Vereinslokal in der Innenstadt, unweit des Glatzer Rathauses, eine Kindergruppe „Violinchen“, ab 31.3.2010 wieder einen DFK-Chor und so weiter. Wegen der uns bekannt gewordenen Ungereimtheiten erwägen wir das Konto unter dem Namen des Großdechanten zu führen, obwohl sich in Ablauf und Kontrolle durch die Revisionskommission nichts ändern würde. Ein kurzes Vorgespräch mit dem Großdechanten hat in Münster stattgefunden.

Wer unsere Arbeit in der Heimat unterstützen möchte, möge sich bitte bei uns melden.  Unsere Kontodaten dürfen wir hier leider nicht veröffentlichen.

Und noch einmal für alle Zweifler: Das ist nicht mein Privatkonto und steht ausschließlich dem DFK zur Verfügung, wird vom Schatzmeister verwaltet und durch eine Revisionskommission kontrolliert.

Grüße aus der Heimat
Horst Ulbrich
DFK Glatz

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23.3.2012

75. Geburtstag des Großdechanten Franz Jung

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 17:19

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Die kirchliche Feier

An diesem Sonnabend, dem 17. März 2012, drängten sich etwa 600 Gläubige in den Bänken und auf Zusatzgestühl in der St.-Clemens-Kirche in Hiltrup, um dem Festgottesdienst mit Weihbischof Dr. Reinhard Hauke aus Erfurt, dem seit 2009 „Beauftragten der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge“ beizuwohnen. Sein Vorgänger (32 Jahre lang!), Weihbischof em. Dr. Gerhard Pieschl, Weihbischof em. Friedrich Ostermann von Münster, Propst Heinz Erdbürger von Telgte, Propst i. R. Josef Kuschel von Magdeburg und weitere Prälaten und Konsistorialräte zählten zu den 45 Priestern dieser herausragenden Zeremonie. In den Blick fielen auch einige Schwestern,  Ordensbrüder und Diakone. Fünf Ordensritter vom Hl. Grab zu Jerusalem, unter ihnen der Großkomtur Heinz Blaser,  und fünf Fahnenabordnungen zogen in die Kirche ein.

Weihbischof Dr. Hauke feierte das Meßopfer in Konzelebration mit Weihbischof em. Dr. Gerhard Pieschl, Visitator Dr. Joachim Giela, Prälat Johannes Adam, Propst Heinz Erdbürger, Pater Marian Arndt sowie Großdechant Franz Jung am Altar, assistiert von den Diakonen Ewald Pohl und Klaus Elsner. 19 Meßdiener/innen ergänzten das farbige Bild im Altarraum, alle in bewährter Art „dirigiert“ von Dieter Schöngart.

In seiner Predigt bezog sich Weihbischof Dr. Hauke auf das vom Jubilar Franz Jung 2005 herausgegebene Buch „Auf dem Weg durch die Jahrhunderte“. Er habe darin sein besonderes Interesse auf die Arbeit der Großdechanten nach 1946 gerichtet, die sich einerseits bemüht hätten, mit den Gläubigen das Leben in der Fremde zu bewältigen, andrerseits auch Kontakte zur alten Heimat zu erhalten. Dabei sei er auf ein Wort des Großdechanten Dr. Franz Monse gestoßen, das er wie folgt zitierte: „Man solle die Vertreibung nicht als Schicksalsschlag sehen, sondern als Erfahrung der Vorsehung Gottes.“ Er gebe gern zu, daß dieses mutige Wort nur zu verstehen sei, wenn man auf dem sicheren Boden der Kirche stehe, wenn man sich angenommen fühle durch Gott.

Es folgten eine Auslegung des Evangeliums vom wunderbaren Fischfang und die Klage über fehlendes Glaubenswissen in unserer Zeit. Die christlich-katholische Tradition der Glatzer durch die Jahrhunderte müsse an die kommenden Generationen weitergegeben werden. Er sei glücklich darüber, daß Dr. Giela für die Stabübergabe sein Ja gegeben habe.

Auf die Verabschiedung des bisherigen Amtsinhabers, der über annähernd drei Jahrzehnte – unermüdlich, wohl häufig übermüdet – mit Herz und Seele für die Grafschaft Glatzer Katholiken segensreich gearbeitet hat, ging Dr. Hauke nicht ein.

Den Höhepunkt des gottesdienstlichen Zeremoniells bildete die Einführung des neuen Visitators Dr. Joachim Giela, der zu seinem Aufgabenbereich für Breslau und Branitz nun noch die Betreuung der Katholiken aus dem ehem. Generalvikariat Glatz  aufgebürdet erhielt. In einem Treueversprechen gelobte er dem Bischof seine volle Einsatzbereitschaft.

Der Grafschafter Chor gab der Feier ein festliches Gepräge. 60 Sänger/innen ließen ihre Stimmen, 20 Musizierende ihre Instrumente zum Lobe Gottes erklingen. Der Dirigent Georg Jaschke und die Orchesterleiterin Mona Veit hatten die „Festmesse in C“  von Ignaz Reimann (1820-1885), dem Grafschafter Komponisten aus Albendorf, ausgewählt und brachten sie zur Freude und Erbauung der Gottesdienstbesucher zu Gehör.

75-grosdechant-034.JPGHalle Hiltrupp mit den Gästen

img_1797.jpgDFK Glatz überreicht ein Geschenk

Festakt in der Stadthalle Hiltrup

Hatte die kirchliche Feier die Einführung des neuen Visitators im Blickpunkt, so widmete sich der anschließende Festakt in Grafschafter Atmosphäre mit überaus herzlichem Dank und guten Wünschen ganz dem Jubilar und emeritierten Visitator Franz Jung, der 1983 auf dem Annaberg bei Haltern durch Weihbischof em. Dr. Gerhard Pieschl ins Amt eingeführt worden war und nun das Amt abgeben mußte.

In der mit 600 Gratulanten gefüllten Festhalle wurden die zahlreichen Ehrengäste nach einer Essenspause durch den Moderator Michael Güttler, der von Anfang an dem nun aufgelösten Pastoralrat angehörte, namens des Großdechanten und der Grafschafter Gremien begrüßt und vorgestellt.

Er hieß die große Zahl der Ehrengäste herzlich willkommen, allen voran Weihbischof Dr. Reinhard Hauke (Erfurt), dann Weihbischof Friedrich Ostermann (Münster), Weihbischof em. Dr. Gerhard Pieschl (Limburg), Visitator Dr. Joachim Giela (Münster) und viele, weitere Ehrengäste.

Die lange Liste bekunde, welchen Umfang dieses Fest genommen habe und wie viele sich verbunden fühlten.

Eine ganze Reihe von ihnen trat ans Mikrofon und formulierte dort ihre Glück- und Segenswünsche.

Der Grafschaft Glatzer Chor eröffnete mit einem frischen „Hoch soll er leben“ und „In dem Schneegebirge“.

Die großartige Feier, „ein rauschendes Fest“, klang aus mit Kaffee und schlesischem Kuchen, mit heiteren und freundschaftlichen Gesprächen in kleinen Gruppierungen .

Blick in die Zukunft:

Nicht entmutigen lassen!

Voll Dankbarkeit schauen die Grafschafter auf das segensreiche Wirken von Großdechant Prälat Franz Jung. Seine herausragende Leistung wurde 1990 durch die Verleihung des Titels „Apostolischer Protonotar“ gewürdigt, die staatliche Anerkennung 2001 durch die Verleihung des „Bundesverdienstkreuzes am Bande“, und von polnischer Seite erhielt er 2010 die höchste Auszeichnung der Diözese Schweidnitz, den „Stanislaw-Orden“.

Es steht eine Neuordnung der bisherigen Gremien an: Neue Namensgebungen, neue Zuordnungen, neue Wege der Zusammenarbeit müssen gefunden werden. Die seelsorglichen Zielsetzungen bleiben natürlich bestehen.

Unter der Führung von Dr. Giela wird die bewährte Arbeit fortgesetzt werden. Die Gläubigen erwarten weiterhin Wallfahrten, Heimattreffen, schriftliche Äußerungen zu religiösen und heimatbezogenen Themen sowie terminliche Informationen. Es ist zu wünschen, daß es Dr. Giela gelingt, aufgrund seiner uneingeschränkten polnischen Sprachkenntnisse die bereits bestehenden Kontakte zu den heutigen Bewohnern der Grafschaft Glatz weiter zu festigen und zu beiderseitiger Bereicherung auszubauen.

Die Grafschaft Glatz wird noch immer gern und liebevoll als „Herrgottswinkel“ und „Marienland“ gekennzeichnet. Die heutige polnische Bevölkerung zeigt ebenfalls eine ins Auge fallende, inbrünstige Marienverehrung. Die vorgefundenen Marienwallfahrtsorte werden ausnahmslos gepflegt und von frommen Pilgerscharen eifrig besucht.

Auf dieser gemeinsamen christlichen Grundhaltung kann ein gedeihlicher Zusammenhalt ausgebaut werden.

Günther Gröger, Altgersdorf

10.3.2012

Deutscher Generalkonsul zu Gast beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:46

Der deutsche Generalkonsul Dr. Zeitz zu Gast bei der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Glatz/Kłodzko

Auf Einladung des DFK Glatz kam der deutsche Generalkonsul aus Breslau am 8.3.2012 in die Grafschaft Glatz, um sich über die kulturellen und sozialen Projekte der Gesellschaft zu informieren.

Nach der offiziellen Begrüßung berichtete der Vorsitzende, Herr Ulbrich, im Rahmen einer Multimedia-Präsentation über die vielen Aktivitäten des DFK. Im kulturellen Bereich gehören zu den herausragenden Projekten die Renovierung eines Denkmals oberhalb von Schwenz/Święcko zu Ehren des Küsters Heinrich Bender, der in den letzten Kriegstagen von Soldaten der Roten Armee umgebracht wurde. Auch die von ihm versorgte Kapelle war dabei zerstört worden. In den Rahmen der Kulturarbeit fällt auch die Zusammenarbeit mit Professor Fitych, mit dem zusammen eine Ausstellung über sakrale Bildstöcke im Raum Kudowa erstellt wurde.

Im Rahmen der sozialen Arbeit wird jährlich eine Gruppe Behinderter aus Waldenburg/Wałbrzych zum gemeinsamen Grillen eingeladen. Es werden ebenfalls Kinderheime aus der Region zum Spielen und Reiten auf dem Reiterhof des Vorsitzenden eingeladen. Gemeinsame Feste mit dem Polnisch- Deutschen Freundschaftskreis aus Glatz/Kłodzko, dessen Vorsitzender Herr Jerzy Żelaszkiewicz ist, gehören seit langer Zeit zur Tradition. Es ist zu einer engen Zusammenarbeit gekommen, da beide Vereine die gleichen Ziele der Völkerverständigung haben. Sie haben in gemeinsamer Arbeit den Hirschfelder Wander- und Pilgerweg von Tscherbeney bei Kudowa über Albendorf, Glatz und Habelschwerdt bis Winkeldorf festgelegt, der mit Hilfe der deutschen Stiftung aus Oppeln und dem Marschallamt nun mit Hinweistafeln in beiden Sprachen versehen wird. Herr Ulbrich lobte die gute Zusammenarbeit und schaut positiv in die Zukunft, was die polnisch-deutsche Versöhnung geht.

Viele polnische Mitbürger nehmen auch an den fünf Deutschkursen teil, die für unsere Mitglieder angeboten werden. Das neueste Projekt startet noch im März für Kinder im Vorschulalter von 3 bis 6 Jahren. Hier sind auch noch einige Plätze frei, interessierte Eltern mögen sich bitte samstags von 11 bis 14 Uhr in unseren Vereinsräumen auf der ul. Łukasinskiego 11 informieren. 3 Kurse für Erwachsene von Anfängern über Fortgeschrittene bis zum Konversationskreis Deutsch finden wöchentlich statt. Ein von der AGMO e.V. aus Deutschland gefördertes Projekt „Hilfe für den Deutschunterricht in der Grundschule“ wurde in das Gemeindezentrum Schwenz ausgelagert, weil zur gleichen Zeit der neu gegründete Chor seine Proben in den Vereinsräumen beginnt. Unser Vereinslokal steht jedem offen, das Raumangebot ist jedoch mitunter schon zu gering, um alle Projekte dort stattfinden zu lassen.

Der Vorsitzende zeichnete ein positives Bild für die Zukunft, obwohl die Fördermittel der deutschen Stiftung und des Konsulats aus Oppeln für 2012 gekürzt wurden.

Das nächste große Fest wird am 19. Mai 2012 stattfinden. Zu dem Niederschlesischen Frühlingsfest sind schon Chöre aus Görlitz, Waldenburg, Oppeln, Landeck und Habelschwerdt angemeldet. Dazu eine Anfrage an die Leser – wo können weitere Bänke und Tische ausgeliehen werden, um für ca. 300 Personen Sitzplätze zu schaffen?

Der Generalkonsul lobte ausdrücklich, dass eine gute Kooperation mit dem Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis in Glatz besteht und viele Projekte unter Einbeziehung der polnischen Bevölkerung stattfinden. Das sei vom deutschen Konsulat ausdrücklich so gewünscht. Es gäbe auf beiden Seiten immer noch Vorurteile, die nur durch gegenseitiges Verständnis, Kommunikation und Kooperation positiv beeinflusst werden können. In diesen Sinn sei die deutsche Vertretung in Glatz auf einem guten Weg und er wünschte weiterhin Erfolg. Nach einer Aussprache mit den Teilnehmern bei Kaffee und Kuchen hatte er noch weitere Termine und verabschiedete sich.

Berichterstatter
H.-P. Keuten

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von re. DFK Mitglied Herr Handlos, Filialdirektor der Deutschen Bundesbank a.D.
Deutscher Generalkonsul in Polen Herr Dr. Zeitz und Kulturreferent Herr Sachs
DFK Mitglied Frau Ulbrich Übersetzer.

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Vorsitzender Herr Ulbrich bei der Präsentation der DFK Projekte.

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22.2.2012

Deutsch – Polnischer Schüleraustausch

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:11

Bericht vom deutsch-polnischen Schüleraustausch
zwischen dem Silverberg-Gymnasium Bedburg (D) und dem
Allgemeinbildenden Schulzentrum in Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka (PL)
von der Schülerin Oliwia Pers, Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka

 

Teil 1: Polen begrüßt die Deutschen

Wie fing alles an?

Am Anfang war ein Name: Franz Conrads. Und dieser Franz Conrads war bis 1932 Direktor am Aufbaugymnasium in Habelschwerdt und nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter des Progymnasiums in Bedburg (NRW). Wenn man also will, ein „gemeinsamer“ Direktor.

Nach der Schließung des Lehrerseminars in Habelschwerdt in den 20er Jahren des 20. Jhs. wurde der aus dem Rheinland stammende Franz Conrads Gründungsdirektor der neuen staatlichen Regelschule in Habelschwerdt , die im Gebäude des Lehrerseminars eröffnet wurde und an der begabten Schülerinnen und Schülern aus der Umgegend die Möglichkeit gegeben wurde, die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Franz Conrads war ein sehr engagierter Pädagoge und Zeitgenosse (unter anderem war er jahrelang Vorsitzender und später Ehrenvositzender des Glatzer Gebirgsvereins). Unter seiner Ägide wurde die Schule in Staatliche Felbiger-Aufbauschule umbenannt. Nach den Wirren des Krieges kehrte er in die Heimat seiner Familie zurück, nämlich nach Bedburg, wo er 1946 beauftragt wurde, die von den Nazis geschlossene höhere Schule wieder aufzubauen (zunächst allerdings nur in Form eines Progymnasiums). In späterer Zeit wurde diese Schule weiter ausgebaut und erhielt den Namen Silverberg-Gymnasium.

In Zusammenhang mit der von Frau Direktorin K. Magierowska-Kasza durchgeführten Renovierung unserer historischen Schulaula in Habelschwerdt in den Jahren 2008/9 und der Suche nach historischen Fotos der ehemaligen deutschen Direktoren der Schule stieß Herr Heribert Wolf von der Habelschwerdter Heimatgemeinschaft auf die o.g. Verbindung zwischen Habelschwerdt und Bedburg in Gestalt des Direktors Franz Conrads. Ihm verdanken wir also den Anstoß zum Aufbau unserer Schulpartnerschaft. Die konkreten Kontakte zur Schulleitung in Bedburg in Nordrhein-Westfalen hat dann unser Habelschwerdter Fremdsprachenlehrer Herr H.-P. Keuten (der selbst ebenfalls im Rheinland geboren ist, dessen Familie mütterlicherseits aber aus Wölfelsdorf stammt) hergestellt. Auf deutscher Seite lag die konkrete Planung und Durchführung des Austausches in den Händen von Frau Dr. K. Angelike und Frau N. Högemann sowie auf polnischer Seite in den Händen von Frau A. Karpińska-Jach, Frau L. Brzezicka sowie Herrn H.-P. Keuten.

Und so begann unser unvergessliches Abenteuer mit den Nachbarn aus Deutschland.

Was haben wir gemacht?

Es war Donnerstag, der 16. Juni 2011. Ungeduldig und erwartungsvoll standen wir auf dem Habelschwerdter Bahnhof und warteten auf die Ankunft des Zuges, der die deutschen Gäste zu uns bringen sollte. Manche waren ein bisschen nervös, andere nahmen es gelassen und wieder andere freuten sich darauf, endlich ihre deutschen Austauschpartner kennen lernen zu können, mit denen sie z.T. schon seit einigen Monaten in E-Mail-Kontakt gestanden hatten. Endlich, mit ein paar Minuten Verspätung, rauschte der Zug in den Bahnhof ein. Und jetzt waren endgültig alle aufgeregt und gespannt, was passieren würde. Der Zug hielt an und die Gruppe der Deutschen mit ihren Lehrerinnen stieg aus – ermüdet und von der langen Reise vollkommen fertig, aber glücklich, am Ziel angekommen zu sein. Und der Austausch konnte endlich beginnen. Alle begrüßten sich, als ob man sich schon Jahre kennen würde. Schnell hatte jeder seinen Partner gefunden und das persönliche Kennenlernen war sehr herzlich – wie gut, dass Jugendliche keine Grenzen und Barrieren kennen! Gleich entwickelten sich lebhafte Gespräche, die wir beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen fortsetzen konnten. Nach dem Essen begleiteten wir die Deutschen erst einmal zu ihrer Unterkunft, wo sie sich einquartieren und frisch machen konnten.

Am Nachmittag haben wir uns dann bei sonnigem Wetter zu gemeinsamen Kennenlernspielen auf der Wiese vor der Unterkunft getroffen. Bei der Vorbereitung und Organisation dieser Spiele war ich maßgeblich beteiligt, und es hat mir große Freude bereitet, einige gute Ideen aus dem dpjw-Buch für Schülerbegegnungen auszusuchen und vorzubereiten. Bei den Kennenlernspielen haben wir viel gelacht, so zum Beispiel bei „Cip-cap“ oder „wie geht‘s?“. Da unsere Freunde kein Polnisch konnten, haben wir entweder auf Deutsch oder auf Englisch gespielt.

Unser Programm war reich an unterschiedlichen Attraktionen. Wir haben unsere deutschen Freunde in unsere Schule mitgenommen, so dass sie sehen konnten, wo wir unseren Schulalltag verbringen und wie der Unterricht und das Schulleben in Polen aussieht. Danach haben wir in deutsch-polnischen Paaren eine Stadtrallye gemacht. Das ist auf großes Interesse gestoßen, denn wir konnten mit unseren Partnern zusammenarbeiten und bekamen es auch irgendwie hin, uns mit ihnen zu verständigen. Das war super! Die besten Mannschaften sind mit originellen Preisen belohnt worden. Wir waren auch in Breslau, wo wir u.a. das Edith-Stein-Haus besucht haben. Dort haben wir auch einen Vortrag der in Habelschwerdt geborenen Historikerin M. Ruchniewicz zum Thema der Nachkriegsgeschichte der Grafschaft Glatz sowie der deutsch-polnischen Versöhnung gehört. Das war sehr interessant und lehrreich.

Ein Höhepunkt des Programms war der „Bunte Abend“, den wir veranstaltet haben. Die polnischen Familien haben keine Mühen gescheut, um den Gästen eine reiche Auswahl an traditionellen polnischen Gerichten zu präsentieren. Nach dem Büfett gab es eine Diskussionsrunde mit Zeitzeugen aus Habelschwerdt und den umliegenden Orten, d.h. zwei Deutschen aus Bad Kudowa, die nach dem Krieg in ihrer Heimat geblieben sind und bis heute hier leben, einer Deutschen, die 1946 als Kind mit ihrer Familie vertrieben wurde, sowie einem Polen, der aus den ehemaligen ostpolnischen Gebieten (der heutigen Ukraine) vertrieben und nach dem Krieg in der Grafschaft Glatz angesiedelt wurde. Die Jugendlichen aus Polen und aus Deutschland hörten den Berichten der vier Zeitzeugen gespannt zu und stellten anschließend viele Fragen.

Nach Ende des offiziellen Teils gab es noch ein Konzert der Schulrockband „MOZG“. Das war toll! Wir sangen und tanzten bis in die Nacht hinein und hatten viel Spaß zusammen.

Am Samstag haben wir die Stadt Glatz einschließlich des unterirdischen Festungslabyrinths besucht, waren beim DFK Glatz eingeladen (unter anderem zur Pizza) und besuchten nachmittags die Tropfsteinhöhle im Klessengrund. Abends waren wir noch auf einem Konzert der Musikschule Habelschwerdt im Rathaussaal, und der Abend klang aus mit einem gemeinsamen Grill.

Insgesamt hat mir der Austausch sehr gefallen. Da ich schon mehrmals an einem Austausch teilgenommen habe, kann ich vergleichend sagen, dass die Verständigung mit unseren ausländischen Nachbarn mit zunehmendem Alter eigentlich immer besser klappt. Zumindest für meinen Teil kann ich das behaupten. Die Stimmung war einfach großartig, und die Deutschen planen auch schon einen privaten Besuch in Polen im kommenden Jahr. Sie sind halt gut drauf, die Deutschen!

Wirklich tolle Erlebnisse

Die Vorbereitung des Austauschprogramms war recht anstrengend (so wurde u.a. auch die Broschüre „Gemeinsam Geschichte erleben“ dank der Unterstützung des dpjw verfasst und gedruckt), aber schließlich hat es sich gelohnt, denn wir konnten auch an Workshops teilnehmen (z.B. zum Thema Vorurteile) und haben in Gruppen Poster zum Thema der deutsch-polnischen Geschichte und auch der Geschichte unserer Region und unserer beiden Schulen hergestellt.

Abends erwartete uns immer irgendeine Überraschung, ein Bunter Abend, ein Konzert, gemeinsames Grillen oder auch Ausflüge mit den Partnern in den Ort. So haben wir gemeinsam mit unseren neuen Freunden eine unvergessliche Zeit erlebt.

Entsprechend schwer fiel allen der Abschied. Wir hatten kaum mehr als eine Woche miteinander verbracht, aber alle waren einander ans Herz gewachsen, so dass die Tränen beim Abschied flossen. Die Umarmungen und Verabschiedungen wollten kein Ende nehmen, und fast wäre der Zug schon ohne die Deutschen wieder abgefahren …

Und der Trennungsschmerz hielt auch nach der Abreise der Deutschen an. Aber da wissen sich Jugendliche des 21. Jahrhunderts guten Rat, denn wozu gibt es das Internet und Facebook. Dort haben wir gemeinsam mit den Deutschen die Tage bis zu unserem Gegenbesuch in Deutschland gezählt. Tag für Tag, Woche für Woche wurde die Zahl immer kleiner, bis der Kalender endlich den 22. September 2011 anzeigte und wir nach Bedburg abfuhren.

Teil 2: Deutschland begrüßt die Polen

Facebook war also unser Lebensretter. Wie oft haben wir geschrieben, dass wir es nicht erwarten können, bis wir endlich nach Deutschland fahren. Wir warteten und warteten, bis es schließlich so weit war!

Unsere Reise nach Deutschland war schrecklich … Vom Einstieg in den Bus in Glatz bis zur Ankunft in Bedburg vergingen sage und schreibe … 17 Stunden! Ich würde nicht sagen, dass dies gerade wenig war, aber trotzdem – seien wir ehrlich – war es eine amüsante Reise.

Jeder normale Mensch wäre nach solch einer Reise fertig, todmüde und apathisch. Aber wir doch nicht! Wir waren vollkommen aus dem Häuschen und konnten es nicht abwarten, endlich die Gesichter wiederzusehen, die wir drei Monate lang vermisst hatten!

Zunächst setzte uns der Bus morgens in Köln vor dem Dom ab, nur noch eine kurze Bahnfahrt vom Ziel unserer Reise entfernt. Als wir dann endlich auf dem kleinen Bedburger Bahnhof ausstiegen, kamen uns unsere Austauschpartner schon entgegen und begrüßten uns herzlich. Wir fuhren dann zunächst in unsere Gastfamilien, bei denen wir die nächsten Tage wohnen durften. Nach der Einquartierung haben wir uns dann gegen Abend in der Altstadt mit der ganzen Gruppe getroffen und den Austausch offiziell eröffnet.

In den nächsten Tagen konnten wir mehrmals am Unterricht des Silverberg-Gymnasiums teilnehmen und das Schulleben an einem deutschen Gymnasium erleben. Manchmal haben wir natürlich nicht alles verstanden, aber mit „body language“ kann man sich notfalls immer verständigen.

Wir haben auch einige tolle Ausflüge gemacht. Wir waren unter anderem in Köln sowie Aachen, wo wir die Denkmäler dieser schönen Städte bewundern konnten. Der lustigste Moment des Austausches war die „Erkundungsreise“ auf Kajaks auf der Erft. Es lässt sich mit Worten kaum beschreiben, wie viel wir gelacht haben. Danach haben die deutschen Gastfamilien einen „Bunten Abend“ für uns veranstaltet, wo wir traditionelle deutsche Gerichte kosten konnten. An diesem Tag konnten wir auch einem interessanten Vortrag einer älteren Dame lauschen, die vor dem Krieg in Habelschwerdt geboren ist. Auch Herr Wolf von der Habelschwerdter Heimatgemeinschaft (der übrigens nur ein paar Wochen vorher in unserer Schule zu Besuch gewesen war) war anwesend und begrüßte uns herzlich. Die ältere Dame erzählte uns, wie sie 1946 Habelschwerdt verlassen und in Westdeutschland ein neues Leben beginnen musste. Zwei Schüler aus der deutschen Gruppe sind übrigens mit ihr verwandt.

Den Unterricht in Deutschland zu erleben, war schon interessant. Manchmal ist der Unterricht schon anders, als wir es aus Polen gewohnt sind, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Auch wenn ich mit dem zufrieden bin, wie es bei uns in Polen ist – es gibt stets Raum für Verbesserungen …

Zu den schönsten Erlebnissen des Austausches gehörten sicherlich die gemeinsamen Feiern und Stadttouren, die wir privat mit unseren Freunden unternommen haben. Da haben wir uns natürlich erst richtig privat kennen gelernt … aber mehr darf ich an dieser Stelle nicht darüber schreiben. An diese gemeinsamen Stunden erinnern wir uns alle besonders gern, andererseits machen sie uns aber auch traurig, weil die schöne Zeit so schnell vorbei ging und der Schulalltag uns nun wieder alle zurück hat.

Und dann kam der Tag, an dem wir uns wieder trennen mussten. Das war sehr schwierig, weil wir uns doch schon sehr angefreundet hatten. Alle waren sehr traurig und es kam zu Weinkrämpfen und langen Verabschiedungen. Auch wenn wir uns freuten, unsere Familien und Freunde zu Hause wiederzusehen, so wären wir andererseits am liebsten hier geblieben, in Deutschland. Aber unsere Freunde haben uns mit dem Versprechen getröstet, dass sie uns zu Ostern besuchen kommen würden …

LOHNT SICH DAS …?

Trotz einiger ausgestandener Ängste, z.B. ob ich sprachlich irgendwie über die Runden komme, wussten wir schon nach dem ersten Treffen mit den Teilnehmern und Organisatoren, dass der Schüleraustausch für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Die Deutschen haben viel Energie und ihr ganzes Herz in die Vorbereitung und Durchführung dieses Austausches gesteckt. Alles war bestens vorbereitet und gut durchdacht. Wir alle haben uns sehr gefreut, nette Menschen kennenzulernen, bei denen wir wohnen und mit denen wir eine Zeitlang zusammenleben und Spaß haben durften. Selbst an deutsch-polnischem Techtelmechtel hat es während des Austausches nicht gefehlt, aber dieses Thema will ich hier nicht näher behandeln.

Zusammenfassend können wir nur alle Schüler und Schülerinnen auffordern, an einem solchen Austausch teilzunehmen. Es lohnt sich!

deutsch-polnische-schulergruppe-vor-dem-portal-des-zso-in-bystrzyca-klodzkahabelschwerdt.JPG Bild 1: Deutsch-Polnische Schülergruppe in Polen vor der Schule in Habelschwerdt.

deutsch-polnische-schulergruppe-vor-dem-kolner-dom-september-2011.jpg und in Deutschland vor dem Kölner Dom. Jeweils li. unser DFK Mitglied und Fremdsprachenlehrer in Polen, Herr H.P. Keuten.
Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

geschrieben von Oliwia Pers, DFK-Mitglied, 3. Liceumsklasse ZSO Bystrzyca Kłodzka,
mit Unterstützung von Heinz-Peter Keuten, Lehrer an der ehem. Aufbauschule Habelschwerdt

13.2.2012

Referat beim BDV in Heppenheim

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 18:31

Besuch des Vorsitzenden des DFK Glatz in Heppenheim und Bensheim

Auf Einladung des BDV Landesverband Hessen begab sich der Vorsitzende des DFK Glatz, Horst Ulbrich, nach Heppenheim. Die Kontakte wurden aber wohl durch Bürgermeister A.D. Herrn Stolle hergestellt, der 2011 als Repräsentant der Partnerstadt Bensheim in Glatz war, als Herr Ulbrich dort über die soziale und kulturelle Arbeit des DFK berichtete.
Horst Ulbrich war am Samstag 4.2.2012 als Hauptredner zur Landwirtschaftswoche Südhessen geladen um über die Landwirtschaft in Polen zu berichten. Sein Referat trug den Titel „ Landwirtschaft in Polen im Kontext zur gesamtwirtschaftlichen Entwicklung des Landes.“
Außer Landwirten und Zuhörern aus den Stadträten Heppenheim und der Glatzer Patenstadt Bensheim waren eine große Anzahl BdV-Mitglieder anwesend, um sich die Entwicklung in der Nachkriegszeit näher bringen zu lassen.
Herr Ulbrich beschrieb zunächst die Situation in der Grafschaft Glatz in den ersten Tagen nach der Vertreibung der deutschen Landbevölkerung, die Neuansiedlung der heutigen polnischen Bewohner und wie das Zusammenleben beider Völker sich entwickelte. Er berichtete über die zahlreichen Umstellungen der Landwirtschaft während der kommunistischen Zeit, die Konflikte der Partei mit den Bauern wie auch die Lebensmittelknappheit durch Misswirtschaft bis zur politischen Wende. Immer wieder gespickt mit eigenen Erlebnissen und denen seiner Familie. Dann aber auch die Situation nach 1989 mit einer neuen Landordnung und später die segensreichen Zahlungen aus EU-Mitteln, wie auch die neuen Regeln der Kreditvergabe über den Euro, die es den Landwirten nun ermöglichte, zu bezahlbaren Kreditzinsen neue Maschinen zu kaufen, um endlich mit Gewinn produzieren zu können.
Nach seinem Referat wurde er lange Zeit mit Fragen überschüttet und es dauerte fast eine Stunde, bis alle Fragesteller zufrieden waren. Danach bedankte sich der Stadtrat mit einem Sortiment edler Weine aus Heppenheim. Bürgermeister a.D. Herr Stolle aus Bensheim war schon ungeduldig und Herr Ulbrich konnte eine Einladung zum Essen mit dem BdV in Heppenheim nicht annehmen, denn er wurde sofort in die Partnerstadt Bensheim gefahren. Dort gab es nach einer Stadtbesichtigung ein Treffen mit dem Vizebürgermeister und eine Aussprache in Anwesenheit der Stadtbeauftragten. Nach den ganzen Pflichtprogrammen gab es gegen 16 Uhr eine Einladung zum Essen im alten Rathaus und der für alle wohl informative und erfolgreiche Tag wurde mit einem guten Glas Bensheimer Wein beendet. Nach einer weiteren Nacht im Hotel Goldener Engel in der historischen Altstadt von Heppenheim trat Herr Ulbrich die lange Heimreise nach Glatz in Polen an. Das nächste Treffen mit den Vertretern der Partnerstadt Bensheim wird es nach Absprache in Glatz geben. Ein Termin wird zu gegebener Zeit mit dem Bürgermeister in Glatz vereinbart.

Bericht
Heinz-Peter Keuten

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17.1.2012

Malteser Hilfsdienst in Schlesien mit Hilfsgütern

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:36

Mateusz hat neuen Lebensmut

Dieser Artikel wurde aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. © Westfälische Nachrichten 2012

Sie finden den Bericht unter:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/telgte/1751136_Mateusz_hat_neuen_Lebensmut.html

Zeitungsnotiz Westfälische Nachrichten

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:27

Schnelle Hilfe für ein sechsjähriges Kind

Dieser Artikel wurde aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. © Westfälische Nachrichten 2012

Sie finden den Bericht unter:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/telgte/1796492_Schnelle_Hilfe_fuer_ein_sechsjaehriges_Kind.html

13.1.2012

Trauer um eine verdiente einfache Frau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:12

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz
Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11
E-Mail: hulbrich@op.pl
Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Kurze Info:

Große Trauer in Eckersdorf

Heute wurde Frau Dorota Tomko in Eckersdorf zu Grabe getragen. Sie ist die Mutter unseres Prof. Dr. Andrzej Tomko aus Schwenz, Sekretär der päpstlich theologischen Fakultät in Breslau.

Frau Tomko war ihr leben lang sozial engagiert und Leihenschwester eines Ordens.

Zur Beerdigung waren über 70 Priester gekommen, wie auch Bischof Dec und Delegationen aus den Diözesen Breslau und Liegnitz. Aus der Politik waren der Bürgermeister Glatz, der Voit aus Neurode sowie auch Abgeordnete des Landtages gekommen, um ihr die letzte Ehre zu erweisen.

In der Kirche in Eckersdorf konnten nicht alle Trauergäste Platz finden, und so mussten viele vor der Kirche ausharren und über Lautsprecher die Trauermesse verfolgen.

So ist eine engagierte und überall beliebte, einfache Frau von uns gegangen. Mit großer Anteilnahme haben sich die Trauergäste,viele  auch  aus den umliegenden Dörfern von ihr verabschiedet.

Berichterstatter
Horst Ulbrich

p1030578.JPG n2-107.jpg Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

30.12.2011

Hirschfelder Symposium 23.9. bis 25.9.2011

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:16

Nun ist schon einige Zeit vergangen, aber hier endlich der Bericht und Bilder zum Hirschfelder Symposium.

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

hirschfelder-symposium-920011-071.JPG hirschfelder-symposium-920011-066.JPG hirschfelder-symposium-920011-037.JPG hirschfelder-symposium-920011-048.JPG hirschfelder-symposium-920011-077.JPG

1. Tafelenthüllung vor der Haftanstalt.  Großdechant  F.Jung, Bischof Dec, Bürgermeister Szpytma.
2. Ansprache des Großdechanten mit Übersetzer Frau Ulbrich
3. In der  Haftanstalt
4. In der Mitte: Frau Bazala, Großdechant Prälat Franz Jung, Bischof Dec, Regisseur und Mitarbeiter, Julian Golak und geistliche Würdenträger.
5. Gottesdienst in der Pfarrkirche Glatz,

Hirschfelder-Symposium vom 23.9. bis 25.09.2011
Wie allen bekannt ist, wurde Kaplan Hirschfelder nach zehnjährigem Seligsprechungsprozess endlich, und noch zu Lebzeiten der Kriegsgeneration, selig gesprochen. Das größte kirchliche Ereignis in Niederschlesien, mit der Seligsprechung in Münster Deutschland mit über 5000 Teilnehmern und der Dankesmesse in Kudowa mit noch einmal 2000 Gläubigen. Hierzu hat es viele Publikationen der Printmedien sowie Übertragungen in Rundfunk und Fernsehen gegeben.
Vor ca. 2 Jahren begann das Projekt Hirschfelder-Pilger- und Wanderweg, an dem der DFK Glatz maßgeblich beteiligt ist. Der Weg von Kudowa über alle Lebens – und Wirkungsstätten des Seligen, über Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka und Maria Schnee bis nach Winkeldorf ist über 115 km lang und wird für deutsche Touristen und Gläubige in gleicher Weise eine Attraktion, aber auch eine Bereicherung Schlesiens. Unsere Mitglieder haben die Gesamtstrecke erwandert, die Strecke abseits der Verkehrswege festgelegt und katalogisiert, damit sie in dem nun fertigen Flyer gedruckt werden konnte. Sie haben einen großen Anteil an dem Gesamtprojekt, das unter Mitwirkung einiger polnischer Politiker und Offizieller aus Deutschland nun unter dem Dach des DFK Glatz seiner Vollendung entgegengeht.
Dankenswerterweise hat das Konsulat Oppeln die Druckkosten für den zweisprachigen Flyer übernommen, so kann 2012 schon eine Teilstrecke erwandert werden. Auch die deutsche Stiftung in Oppeln hatte sich an den Kosten beteiligen wollen, leider waren die Kriterien des Antragsverfahren der Stiftung aber nicht zu erfüllen, denn eine Auflistung der finanziellen Hilfen des Bistums Schweidnitz und der Polnischen Administration vom Bürgermeister bis zum Marschallamt zum Hirschfelder-Symposium konnten wir nicht, wie gefordert, im Voraus beibringen. Andere Institutionen hätten sich darauf auch nicht eingelassen.
Trotzdem wurde das Hirschfelder-Symposium über drei Tage eine konzertierte Aktion.
Der erste Tag, der 23.09.2011, begann mit einer Podiumsdiskussion im Franziskanerkloster und der Einweihung einer Gedenktafel an der Haftanstalt, wo der Selige bis zu seinem Abtransport nach Auschwitz inhaftiert war.
Am Nachmittag dann die Theateraufführung im Gefängnis, organisiert von unserem Vereinsmitglied Julian Golak. Finanziert vom DFK Glatz, weil die Aufführung eines speziell zu diesem Anlass geschriebenen Theaterstückes sonst aus Finanznot nicht stattgefunden hätte.
Der Regisseur und Choreograf, Herr Czarnota aus Breslau/Wrocław, hatte zu den Vorbereitungen in der Ferienwohnung des von uns mitbetreuten Wittigmuseums gewohnt, um täglich mit den Gefangenen das Theaterstück proben zu können. Zur Premiere am Freitag waren aus sicherheitstechnischen Vorgaben nur 50 Personen zugelassen. Eingeladen waren daher zunächst nur Gäste aus Kirche und Politik. Es war eine außergewöhnlich bewegende Veranstaltung durch den Ort und das perfekt vorgetragene Theaterstück durch die Gefangenen als Akteure. Die Vorbereitungszeit umfasste ca. ein Jahr, allein das Genehmigungsverfahren war sehr aufwendig. Unser Vereinsmitglied Jerzy Źelaszkiewicz, einer der Gefängnisdirektoren, war uns sehr behilflich und wir sind ihm zu Dank verpflichtet, denn anfänglich wurden die Sicherheitsrisiken als zu hoch eingestuft. Im Rahmen der Veranstaltung wurde auch an der Gefängniszelle, in der Kaplan Hirschfelder weggesperrt war, eine Gedenktafel angebracht. Es gab an weiteren Tagen Aufführungen, um allen Interessierten die Möglichkeit der Teilnahme zu geben.
Am zweiten Tag wurde dann ein Teilstück des Hirschfelder Wander- und Pilgerweges begangen, der Transport an die Wirkungsstätten, wurde aber wegen der Entfernungen mit bereitgestellten Bussen und Fahrzeugen organisiert.
Die Organisation des dritten Tages hatte der Bürgermeister und die Stadtverwaltung Glatz übernommen. Nach einer gemeinsamen Messe in der Pfarrkirche, einer der Wirkungsstätten des Seligen, wurde die Hirschfelder-Straße feierlich eingeweiht. Danach wurde das Geburtshaus und auch das Liceum (das ehemalige Glatzer Gymnasium) besucht, in dem der Kaplan einmal unterrichtet wurde. Die Aula des heutigen polnischen Liceums wurde offiziell in Gerhard-Hirschfelder-Aula umbenannt.
So ging nach drei Tagen für alle Besucher und die Einwohner der Stadt Glatz eine bewegende Zeit zu Ende. Bleibt zu hoffen, das es dem DFK gelingt, Fördermittel für die restlichen Schautafeln an den Wirkungsstätten und die Kosten für die Beschilderung des Hirschfelder-Wander- und Pilgerweges in der Landschaft zu organisieren, damit zum Saisonstart 2012 die Strecke erwandert werden kann.

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1. Einweihung der Hirschfelder Straße
2. Vor dem Geburtshaus, Mitte Bischof Dec und Großdechant Prelat F. Jung, re, der Bürgermeister der Stadt Glatz, eingeramt von Stadtverordneten.
3. Hirschfelder Kapelle in Winkeldorf, auf dem Pilger – und Wanderweg.
4. Dankmesse im Kurpark Bad Kudowa.
5. Flyer Seite 2,Wegbeschreibung mit den Wirkungsstätten.

Bericht
Horst Ulbrich

18.12.2011

Weihnachtsfeier des DFK 2011

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:35

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Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Weihnachtsfeier des DFK Glatz im Haus Lerchenfeld.

Der DFK Glatz hatte eingeladen und Alte und Junge der DFK Mitglieder, kamen zur gemeinschaftlichen Weihnachtsfeier nach Radochow bei Bad Landek. Leider mussten wir die Teilnehmerzahl aus Platz und Kostengründen auf 70 begrenzen, aber wie jedes Jahr bevorzugt unsere älteren Mitglieder eingeladen, die über das Jahr wenig Möglichkeit zur Teilnahme an unseren Projekten haben. Fürsorglich betreut von der Wirtin (Karina Fuglinska) und ihren Mädchen in schlesischen Trachten fühlten sich die Gäste sehr wohl und plauschten über alte Zeiten und aktuelle Sorgen. Im deutsch-polnischen Stimmengewirr konnte sich der Vorsitzende Horst Ulbrich nur mühsam mit Hilfe einer Glocke Gehör für seinen jährlichen Rechenschaftsbericht verschaffen. Er berichtete, zuerst in polnischer, dann in deutscher Sprache und übersetzt von Frau Irena Rogowska, über die vielfältigen sozialen und kulturellen Aktivitäten des DFK Glatz und vergaß auch nicht, besonders hilfreichen, ehrenamtlich tätigen Mitgliedern der Gesellschaft mit einem kleinen Präsent für ihre Unterstützung zu danken.
Nach einer teilweise langen Anreise per angemietetem Bus, war auch bald das Knurren der Mägen zu vernehmen.
Nach einem kräftigen Mittagessen gab es dann traditionsgemäß schlesischen Streuselkuchen. Die Kindertrachten – und Gesangsgruppe Violinchen, einer Privatinitiative von Frau Dorota Wieczerek unterhielten die Gäste mit dem Vortrag deutscher und polnischer Weihnachtslieder. Wir werden die Gruppe wahrscheinlich im nächsten Jahr in den DFK Glatz integrieren können. Auch das ist wieder ein Beispiel deutscher privater Aktivitäten in der Heimat, von denen wir bisher keine Kenntnis hatten. Dank sei Frau Klopot aus Bad Landeck, die, aus Deutschland zurück, mit ihrem Mann dort eine Pension neu gebaut und eröffnet hat, und uns diesen Kontakt zu den Violinchen ermöglichte. Vom Gesang der Kinder sprang der Funke über und das Singen der Gemeinschaft nahm lange kein Ende, begleitet von Herrn Fuglinski mit dem Akkordeon. Besonders die „Schülerinnen und Schüler“ der Deutschkurse von Heinz-Peter Keuten bewiesen nicht nur Sängermut, sondern legten auch Zeugnis von ihren fortgeschrittenen deutschen Sprachkenntnissen ab.
Dem Ruf des Busfahrers, der die meisten Gäste zurück nach Glatz brachte, folgten die Sänger nur unwillig. Aber man soll ja aufhören, wenn es am schönsten ist. So verabschiedete man sich mit Umarmungen und den besten Wünschen zum Fest, denn viele hatten ja noch einen langen Heimweg vor sich. Schließlich ist das Einzugs- und Betreuungsgebiet des DFK Glatz von Habelschwert / Bystrzyca Klodzka bis Kudowa. In der Woche vor Weihnachten besucht Herr Ulbrich wieder die Kranken und bedürftigen Rentner mit finanzieller Unterstützung der Medikamente und teilweise auch für Winterkohle.
Hermann Handlos

Schon am 6.12. kam der Nikolaus zu den ganz Kleinen, denn die Weihnachtsfeier des DFK wäre für sie doch zu langweilig gewesen, wohl für einige auch zu spät um das Ende der Feier nicht schlafend zu erleben. Einige konnten ein kleines Gedicht aufsagen und der Nikolaus beschenkte alle mit Süßigkeiten. Wir hoffen nun eine Finanzierung für den Deutschkursus unserer Kindergartenkinder  mit AGMO e.V gewährleisten zu können. Verhandlungen haben stattgefunden und wir sind guten Mutes im März beginnen zu können.

img_0270.JPG    img_0258.JPG    Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Nachfolgend  der Rechenschaftsbericht 2011 und die Projektplanung 2012 für Mitglieder, oder die es noch werden wollen um unsere Arbeit in der Heimat zu unterstützen.
Mitglieder des DFK Glatz

Glatz, den 7.11.2011

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Wie im Juli geschrieben, sind wir umgezogen. Da wir nun zentral in Glatz hinter dem Rathaus unser Vereinslokal haben, kommen immer mehr Deutsche zu uns, und viele davon als Rückkehrer, meistens aus der Nachkriegsgeneration.Wir bitten Euch herzlich zu einem Besuch in Eurer Dienst – und Geschäftsstelle in der Heimat. Wir sind in der Frankensteiner Str. Nr. 11, / Glatz, Lukasinskiego 11, Klodzko. Die Öffnungszeiten haben wir auf Samstag verlegt, damit auch unsere Berufstätigen am Gemeinschaftsleben teilhaben können.

Samstags von 11 bis 14 Uhr sind wir immer erreichbar. Bei Gruppen aus Deutschland auch nach Vereinbarung unter Tel. Nr. 74 871 4361

In unserem neuen Domizil haben wir eine große Schaufensterscheibe und einen Schaukasten, um unsere Projekte bekannt zu machen. Auch um der polnischen Bevölkerung zu zeigen, wie aktiv Deutsche wieder in der Heimat sind. Außer einem Versammlungsraum mit Büro haben wir noch einen Vorratsraum, eine kleine Küche und eine Toilette. Das Problem wird im Winter die teure Elektroheizung sein, obwohl sie über eine Zeitsteuerung geregelt ist. Aber da fehlen uns noch die Erfahrungswerte. Ein Magazin für die benötigten Hilfsmittel, von Gehhilfen über Roll-stühle bis Pflegebett, die von uns kostenlos ausgeliehen werden, haben wir leider nicht mehr. In Schwenz bei Ulbrich wird aber ein Raum gebaut, um die Materialien dort unterzubringen. Wir hoffen nun alle Klippen umschifft zu haben, um endlich in Ruhe arbeiten zu können, denn für das nächste Jahr haben wir viel vor. Neue Projekte für Kleinkinder im Vorschulalter sollen gestartet werden. Leider ist unsere Monika Malaszuk, die das übernehmen wollte, für längere Zeit nach Italien gezogen und eine geeignete Kraft wird dringend gesucht. Aber wie das Glück uns manchmal hold ist, kam am letzten Samstag eine interessierte junge deutsche Frau zu uns, die nach vielen Jahren Lehrtätigkeit in Deutschland nun als Deutschlehrerin im Lyzeum Glatz arbeitet und sich vielleicht engagieren lässt. So wachsen die Mitgliederzahlen, und würde ich eine Annonce in den hiesigen Zeitungen platzieren mit der Überschrift „ Wo ist die deutsche Nachkriegsgeneration in Schlesien? Bitte meldet Euch beim DFK Glatz“, ich bin sicher, sehr viele wüssten nicht einmal mehr, das es den DFK gibt, denn 1. hat der DFK zu lange in einem Hinterhof residiert, 2. viele der Kriegserlebnisgeneration hatten Angst, sich als Deutsche zu bezeichnen und haben in diesem Sinn auch die Kinder erzogen. Deshalb ist unser Deutschkurs-angebot so sehr wichtig, denn viele sprechen kaum noch Deutsch, weil es auch zu Hause nicht mehr gesprochen wird. Aber es verändert sich viel mit der Nachkriegsgeneration hier. Vor zwei Jahren bin ich unter anderem als Mitglied Nr. 172 in den Deutschen Stammtisch in Breslau aufgenommen worden. Vor Monaten waren wir schon über 480 Mitglieder mit steigenden Zahlen. Wer vom Ende der Deutschen in der Heimat spricht, hat nicht mit den Nachkommen gerechnet. Wir sind von Seiten des Dachverbandes aus Oppeln und des Konsulats aufgerufen, gerade die jungen Leute wieder zu integrieren. Kindergartenprojekte, wie das von uns geplante, werden besonders gefördert. Also gibt es viel zu tun, packen wir es an! Wir sind in der Heimat unserer Eltern wieder präsent und aufgerufen, deren geistiges Erbe zu bewahren und den Zusammenhalt der Deutschen hier zu fördern.

Horst Ulbrich

Nachfolgend der Rechenschaftsbericht DFK Glatz als Anlage 2011:

  • 31.12.2010 Silvesterfeier mit der Dorfgemeinschaft Eckersdorf.
  • 8.4. 2011 Pastoralrat in Jauernik/Deutschland
  • 10.4. Ausflug zum Schloss Lomnitz.
  • 13.5. Sitzung der Vorstände beim DFK Breslau.
  • 9.5. Überregionaler Schülerwettbewerb Deutsch der Gymnasien, organisiert von Deutschlehrern des DFK.
  • 21. bis 23.5. Ausflug nach Mariazell in Österreich mit dem Reisebus, auf Einladung unseres Großdechanten.
  • 11.6. Kinder aus Problemfamilien zu Gast.
  • 14.6. Prüfung der Schülergruppe zum Zertifikat Deutsch des Goetheinstituts, an der Wirtschaftsuniversität Breslau. Vorbereitet von H.-P. Keuten
  • 17.6. bis 19.6. Schülerworkshop mit 32 Schülern und 5 Lehrern aus Polen und Deutschland. 18.6. Der Tag beim DFK Glatz. Geleitet von unserem Deutschlehrer H.-P. Keuten.
  • Deutsche Bildungsgesellschaft zu Gast beim DFK Glatz. Unsere Deutschlehrer haben ihre Projekte mit Jugendlichen und Erwachsenen der deutschen Nachkriegsgeneration vorgestellt. Der Vorsitzende stellte den DFK Glatz beim Empfang im Rathaus und im Lyzeum vor.
  • 23.bis 25. 9. Hirschfelder-Symposium unter Mitwirkung des DFK bei der Erstellung des Hirschfelder Pilger- und Wanderweges und dem Theater im Gefängnis, wo der Selige vor seinem Abtransport inhaftiert war.
  • Im September endlich unser Umzug in die neuen Vereinsräume Frankensteiner Str. 11
  • 20.10. Malteser mit dringend benötigten Hilfsmitteln zum 2. Mal in diesem Jahr beim DFK. Abends kleiner Umtrunk auf Ulbrichs Reiterhof.
  • Am 3.12.2011 Weihnachtsfeier im Haus Lerchenfeld, obwohl die Kasse leer ist. Für unsere Rentner und Bedürftigen ist der Transport mit gemietetem Bus ab Kloster Glatz organisiert.

Außerdem in unseren Vereinsräumen:

  • Regelmäßige Treffen der Jugend.
  • Seit Januar drei Deutschkurse, gefördert vom Konsulat Oppeln.
  • Zwei Deutschkurse ganzjährig, ein Kurs zum Zertifikat Deutsch beim Goetheinstitut.
  • Regelmäßige Treffen der Mitglieder.

Horst Ulbrich
Vorstandsvorsitzender DFK Glatz

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