Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

20.8.2017

Tag der offenen Tür im Schloss Pischkowitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:42

Auch in diesem Jahr konnte die Bevölkerung sich vom Fortschritt der Arbeiten am Schloss erkundigen und es waren so viele Interessierte gekommen, dass es kaum einen Parkplatz gab. Die beiden obersten Stockwerke sind fertig und bewohnbar, die Außenarbeiten am Schloss so gut wie abgeschlossen. 

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Das untere Stockwerk ist nun total entkernt und die Decken mit teilweise neuen Balken gesichert. Im ersten Stock wurde auch die Stuckdecke im Büro schon ganz fertig gestellt und somit ist dieser Raum nun komplett im alten Stil wieder hergestellt.  

      

Wir wurden von Herrn Schoenberg zum Kaffee eingeladen und er hat uns die Neuerungen im Außenbereich gezeigt, die weit fortgeschritten sind. Auch eine neue Zufahrt wurde mit schwerem Gerät hergestellt.

      

Die Terrassen des Gartens waren vorher nicht einmal sichtbar. Sie sind nun von Brennnesseln, Unrat und Gehölz freigelegt, die Natursteinwände zum großen Teil und nach alten Vorlagen erneuert, auch neuer Rasen und Blumenbeete sind schon angelegt. Das hat sehr zur Verschönerung des Bereiches um das Schloss beigetragen.

Nun werden auch die beiden unteren Stockwerke des Schlossen in Angriff genommen denn dort kann dann auch in der Kälteperiode weiter gearbeitet werden.     

Schön, dass ein Schlossbesitzer die Bevölkerung an der Rettung alten Kulturgutes teilhaben lässt.

Siehe auch Facebook : Palac Piszkowice

Bericht

Horst Ulbrich

Stadtfest in Glatz mit Erstürmung der Festung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:50

Der Tradition folgend auch in diesem Jahr das Glatzer Stadtfest und die Erstürmung der Festung.

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Das ganze Spektakel begann unter der Brücktorbrücke zu Lande und zu Wasser, ja und mit einem Höllenlärm aus vielen Musketen.         

Da die Truppen von Napoleon sich bis zum Rathaus vorkämpften, zogen die Verteidiger auf die Festung. Von dort wurde mit allen verfügbaren Waffen, auch mit Kanonen geschossen, dass so manchem Zuschauer die Ohren schmerzten.                

Aber letztendlich wurde der Angriff abgewehrt, wie jedes Jahr.

Ein Spektakel, das nach Folklore, Triadenballet der Kinder und allerlei anderen Attraktionen, bei endlich schönem Wetter stattgefunden hat. Am Sonntagabend mit einem Konzert ging das Stadtfest dem Ende entgegen. Na dann bis zum nächsten Jahr.

Bericht

Horst Ulbrich

14.8.2017

Triadisches Ballet, ein Kindertheater in Glatz mit Hindernissen.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:31

Nun haben wir seit März 2017 mit den Vorbereitungen begonnen und immer wieder Termine verschieben müssen. Dazu gab es mit dem Kulturamt und der Leitung der Kindergruppe viele Treffen und Gespräche, auch Ortsbesichtigung, da genügend Platz für die Aufführung gefunden werden musste.

Geplant war der Auftritt der Kinder auf der neuen Freilichtbühne unter der Brücktorbrücke in Glatz. Dort haben auch Hunderte Zuschauer Platz, auf und unter der Brücke. Ein idealer Ort, auch das Datum in der Zeit des Stadtfestes war sehr gut.

Aber dann hat leider das Wetter nicht mitgespielt und so musste am Morgen der Aufführung alles geändert werden. Die Kinder mit vielen Betreuern waren angereist, die Plakate gedruckt, was nun??

Krisentreffen im Kulturamt. Das Theater im Kulturhaus war zum Glück nicht anderweitig belegt und so konnte die Veranstaltung sofort dorthin verlegt werden. Natürlich musste die Kindergruppe verständigt werden, aber sie konnten dann auch schon ab 14 Uhr unter den neuen Gegebenheiten dort üben. Als Vorteil wurden die einsetzbaren Lichteffekte gesehen, die im Freien nicht möglich waren. Aber auch die neuen Zeiten und der Ort auf den Plakaten musste schnellstens geändert werden. Also wurden sofort Aufkleber mit der Information gedruckt und in der Stadt auf die bisherigen Plakate geklebt.

 

Unsere Mitglieder wurden, so weit es ging, telefonisch benachrichtigt und waren im Theater dann auch die ersten Zuschauer, wo die Kinder und Beleuchter noch in der Probe waren.

Zum Glück ein voller Saal und die Veranstaltung begann, wie auf den Aufklebern bekannt gemacht, 30 Minuten später. Die Akteure der aufführenden Gruppe waren im Alter von 4 bis 16 Jahren, sie beeindruckten die Zuschauer mit einer tollen Show und wurden am Ende mit großem Applaus bedacht.

 

Wir waren glücklich, dass die Veranstaltung nicht sprichwörtlich ins Wasser gefallen war. Das wäre hier zutreffend gewesen, denn es gab in der Zwischenzeit ein großes Gewitter. Der Kostenaufwand für eine Verlegung auf ein anderes Datum wäre zu groß gewesen, da alles neu geplant werden müsste, auch Plakatwerbung und Kosten der Kindergruppe wären dann neu anfallen.

So ist es gelungen, auf die Schnelle und in konzertierter Aktion die Vorstellung zu retten. Ein großer Dank allen Beteiligten und Helfern, die teilweise total durchnässt, an der Veranstaltung nicht einmal mehr teilnehmen konnten und nach getaner Arbeit den Weg nach Hause zu einer warmen Dusche angetreten hatten.

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Horst Ulbrich

6.8.2017

Treffen einer Gruppe Rollstuhlfahrer bei Ulbrich

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:06

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Schon lange Tradition ist ein Treffen der MS Kranken und der Menschen mit Muskelschwund auf dem Reiterhof bei Ulbrich.

Nach einem Jahr Pause traf man sich bei bestem Wetter wieder, um einen gemeinsamen Nachmittag mit Kaffee und Kuchen und einem Grillabend zu verbringen.

Leider ist die Gruppe von ehemals fast 50 Teilnehmern wieder kleiner geworden, die schlimme Krankheit Muskelschwund forderte wieder einige Opfer. Erstaunlich ist aber mit welcher guten Stimmung man beieinander saß, natürlich auch pflegerische und therapeutische Probleme besprach. Aber bald begannen wir gemeinsame Lieder zu singen und die Stimmung hellte auf. Nach dem Kaffee machten wir eine Hofbesichtigung und die mitgekommenen Kinder und Geschwister nahmen den ersten Kontakt zu den Pferden auf.

 

So führte ich die Gruppe auch in unser Lager für Hilfsmittel und einigen konnten wir sofort helfen. Auch einen elektrischen Rollstuhl können wir zur Verfügung stellen. Zu erwähnen bleibt, bei dem Krankheitsbild ist eine Komplettpflege erforderlich.

   

Das heißt, nicht nur bei der Hygiene und Toilettengängen, auch bei der Essensaufnahme ist Hilfe nötig. Deshalb sind solche Treffen nur mit entsprechend vielen Helfern, sowie behindertengerechten Fahrzeugen zu realisieren, was immer eine besondere Planung erfordert. Mit Wehmut und vielen Küsschen bei der Verabschiedung traten am Abend alle den Heimweg an.

Zurück bleiben mir immer die großen Probleme dieser Menschen im Kopf und welches Glück wir haben, keine Hilfe bei allen täglichen Verrichtungen zu benötigen, auch selbstständig laufen und essen zu können, ohne ständige Hilfe. Nichtbehinderte sehen das immer als eine Selbstverständlichkeit an.

Diesen Menschen mit ihrem schlimmen Schicksal möchte ich mehr als nur ein einmaliges Treffen im Jahr ermöglichen. Ein Nachmittag bei uns ist noch relativ gut zu organisieren, die Fahrtkosten mit Spezialfahrzeugen sind da die größten Ausgaben. Wir hatten schon beim Bau der Reithalle eine behindertengerechte Toilette mit eingeplant, deshalb sind wir für die Gruppe eine gute Adresse .

Ein anderer Ausflug, zum Beispiel ein Besuch im Minieuroland in Glatz ist nur mit weiterer finanzieller Hilfe zu bewerkstelligen.

Liebe Freunde dieser Seite.

Wer diesen Menschen mit wenig Zukunft eine Freude machen möchte, bitte ich zur Deckung der Kosten, für einen Ausflug zum Minieuroland, um eine Spende auf unser Konto Schlesienhilfe.

Konto: Schlesienhilfe DE02 4945 0120 111 255 1179

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Horst Ulbrich

30.7.2017

Wie hoch sind die Berge der Heimat?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:21

Wieder in der Grafschaft Glatz unterwegs, die Wandergruppe mit Michael Güttler. Schon eine lange Tradition und Herr Güttler ist ein Kenner der Glatzer Berge.

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Schon auf dem Himweg zur gemeinsamen Unterkunft im Haus Lerchenfeld war unser Mitglied Manfred Spata in unserer Glatzer Geschäftsstelle mit einer Spende historischer Bücher für unsere Biblothek. Er ist wohl der einzige, verbleibende Fachmann und Kenner der alten Kartographie des Schlesierlandes. Schon mehrfach war er im Museum Glatz und anderen niederschlesischen Städten mit seinem Vortrag über über die Hellwigkarte, Mutter aller schlesischen Landkarten, wie sie auch bezeichnet wird.

  Er bot an, dieses Mal ein Referat mit dem Titel „ Wie hoch sind die Berge der Heimat“ zu halten, was wir mit Begeisterung angenommen haben. Der DFK hat dann für die technische Ausrüstung gesorgt, denn mit Beamer und Computer fährt man nicht zum Wandern, aber zur Veranschaulichung der Lage waren Bilder auf eine Leinwand projektiert ein wichtiges Hilfsmittel. So konnten wir Wissenswertes über die 25 Berge über 1000 Meter in der Grafschaft Glatz erfahren und waren erstaunt, dass es so viele sind.

                                     

Michael Güttler hat aus seiner Praxis zu dem Referat beitragen können und so verbrachten wir im Haus Lerchenfeld, Freunde und Mitglieder des DFK Glatz, einen lehrreichen Abend.

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Horst Ulbrich

27.7.2017

Rettung der Fassade des Jugendstilhauses in der Zimmerstraße in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:24

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz e.V.

Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku

57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11

E-Mail: hulbrich@op.pl       Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Internet: blog.grafschaft-glatz.de

 

Kurze Info für Interessierte:

Schon am 26.7. 2017 traf sich die Organisationsgruppe in den Geschäftsräumen des DFK Glatz, um eine Strategie zur Rettung des Jugendstilhauses in der Zimmerstr. 8 bis 12 . zu erarbeiten.

Schon im Museum Glatz, wo Dr. Schmack am 16.7. sein Referat über den Jugendstil in Glatz gehalten hatte, habe ich im Anschluss für eine Arbeitsgruppe interessierter und kompetenter Menschen aus der großen Gruppe der Zuhörer geworben, die sich auch spontan gefunden hatte.

So kam es heute zu dem ersten Treffen mit Materialsammlung in unseren Räumen. Auch der Glatzer Bürgermeister war wieder dabei und wird, von Seiten der Verwaltung, hilfreich unterstützen.

Zum Projektleiter hatte ich schon unseren Administrator auf kommunaler Ebene, unser Mitglied Jurek Zelaszkiewicz, gewinnen können, da er über weitreichende Kontakte zu den Verwaltungen von Stadt und Gemeinde verfügt.

Nun hoffen alle auch Sponsoren zu finden, die Aussichten sind zumindest vielversprechend.

Bericht

Horst Ulbrich

17.7.2017

Referate zum Thema Jugendstil in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:36

Das Projekt „Jugendstilhäuser in Glatz“ hatte einen guten Start mit dem Referat von Dr. Schmack aus Minden (Deutschland) und einem weiteren Vortrag von Frau Jakubowicz über die bestehende Bausubstanz.

Der DFK Glatz hatte dazu den polnisch-deutschen Verein, mit dem wir in kommunalen Angelegenheiten eng zusammenarbeiten, den Bürgermeister und weitere Politiker sowie die Glatzer Bevölkerung durch Plakatwerbung zu diesem Thema eingeladen.

Nun hatten wir das deutsche Referat übersetzt und in polnischer Sprache 50 Mal kopiert, aber nicht mit einem solchen Ansturm an interessierten Bürgern gerechnet. Es waren weit über 100, die Übersetzung wurde aber problemlos bei den polnischen Zuhörern weitergereicht. Natürlich waren auch der Bürgermeister und andere Politiker gekommen.

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Nach der Begrüßung durch den Direktor des Museums habe ich die gute Zusammenarbeit hervorgehoben und betont, dass es gelingen könnte, in konzertierter Aktion mit Stadt, Land Niederschlesien, der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit, der Simonstiftung in Deutschland und einem Teilbetrag der Bewohner die historische Fassade der Häuser Zimmerstr. 8 bis 10 zu renovieren. Die Brücktorbrücke in Glatz war auch schon mit Mitteln der deutsch-polnischen Stiftung renoviert worden, wie in der Zeitschrift „Schlesien Heute“ zu lesen war.

Dr. Schmack, auch bekannt durch seine vielen Referate über die Sixtinische Kapelle in Rom und seine Publikation über die Glatzer Madonnen, hielt danach sein sehr interessantes Referat und musste in der anschließenden Diskussion noch viele Fragen beantworten.

Frau Jakubowicz hatte in ihren Ausführungen noch einige Details bzgl. der Bausubstanz beigetragen, damit ist die vorläufige Bestandsaufnahme der Schäden per Bildmaterial komplett.

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Wir hatten gebeten, dass einige an der Gründung einer Kommission Interessierte sich nach den Referaten zusammensetzen. Auch der Bürgermeister kam dazu und es besteht die Aussicht, auch die Straße an den historischen Gebäuden zu sanieren.

 

Das nächste Treffen ist am 26.7. in unserer Geschäftsstelle vorgesehen, an dem dann auch ein Vertreter des Bauamts teilnehmen wird. Dort werden dann alle weiteren Schritte besprochen, auch ein Kostenvoranschlag wird dann erforderlich sein. Dazu muss ein Ingenieurbüro beauftragt werden, das mit historischen Sanierungen Erfahrung hat, aber da gibt es in Polen viele Spezialisten.

Jurek Zelaszkiewicz unseren Koordinator auf kommunaler Ebene, habe ich gebeten die weiteren Verhandlungen zu übernehmen und weitere Treffen zu organisieren. Ich werde mich um Sponsoren bemühen.

So waren wir mit Dr. Schmack am Ende der Meinung, dass wir heute einen großen Stein ins Rollen gebracht haben, um die historischen Glatzer Gebäude vor dem weiteren Verfall zu retten.

Auch einen Dank an das Konsulat in Oppeln, das diese Veranstaltung finanziell unterstützt hat.

Bericht

Horst Ulbrich

Doppelfest in Wölfelsdorf/Wilkanów – 20 Jahre nach dem Jahrhunderthochwasser 1997

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:50

 

Seit Monaten hatte die Dorfgemeinschaft von Wilkanów/Wölfelsdorf auf dieses Fest hingearbeitet, und am 9. Juli 2017 fand es statt: Das alljährliche Wölfelsdorfer Dorffest, in diesem Jahr als Gedenktag an das Jahrhunderthochwasser, das vor 20 Jahren den Ort bei Habelschwerdt heimgesucht hatte, vor allem als Anlass zu einer Danksagung an alle Helfer aus dem In- und Ausland, dank derer der Ort wieder aufgebaut werden konnte. Zu diesem Fest hatte der Dorfvorstand ausdrücklich auch Vertreter aus Deutschland, insbesondere den Wölfelsdorfer Heimatverein, eingeladen, und drei noch in Wölfelsdorf geborene Herren hatten die Einladung angenommen. Auch die ebenfalls aus Wölfelsdorf gebürtige Mutter des DFK-Schatzmeisters nahm die Einladung gerne an. Die Übersetzung der Begrüßungsrede des Dorfvorstehers übernahm Heinz-Peter Keuten, die Grußworte des Wölfelsdorfer Heimatvereins aus Deutschland wurden von DFK-Mitglied Agnieszka Ianakiev, ebensfalls in Wölfelsdorf/Wilkanów geboren, ins Polnische übersetzt (s. Fotos).

Die Feierlichkeiten begannen mit einer feierlichen Messe in der Georgskirche, während derer die beiden Ortsgeistlichen mehrmals allen Helfern aus dem In- und Ausland dankten, die vor 20 Jahren großzügige christliche Hilfsbereitschaft unter Beweis gestellt haben, um den von einem Schicksalsschlag getroffenen Wölfelsdorfern „aus der Patsche“ zu helfen, immer verbunden mit einem Appell, man möge dies zum Anlass nehmen, auch heute allen Hilfsbedürftigen und Flüchtlingen in christlichem Sinne zu helfen, wann immer diese sich in einer verzweifelten Lage befinden. An der Messe nahmen auch viele ehemalige Bürgermeister und Stadträte von Habelschwerdt, den Nachbargemeinden und der Kreisstadt Glatz sowie die Vertreter des Wölfelsdorfer Ortsvorstands teil.

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Anschließend fand auf einer hinter dem Dorfgemeindehaus aufgebauten Freilichtbühne der offizielle Teil der Feierlichkeiten statt: Nach der simultan ins Deutsche übersetzten Begrüßungsansprache des Dorfvorstehers Mariusz Lis sprachen die heutigen sowie die ehemaligen Bürgermeister und Stadträte, die zur Zeit des Hochwassers im Amt waren, von ihren Erinnerungen, dankten allen Helfern und lobten die Fortschritte, die Wölfelsdorf seit dem Hochwasser machen konnte: Neue Schule, neue Sporthalle, neue Dorfstraßen, Regulierung des Baches (zumindest im oberen Dorfteil), neue Straßenbeleuchtung sowie Renovierung und Ausstattung der Kirche und des Pfarrhauses mit einer Bodenheizung (noch im Gange).  Zum Schluss verlas der aus Deutschland angereiste Paul Rupprecht das Grußwort des Wölfelsdorfer Heimatvereins, das simultan ins Polnische übersetzt wurde und dem die polnischen Wölfelsdorfer und die anwesende lokalpolitische Prominenz gespannt zuhörte. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde im Gemeindehaus ein Film über das Hochwasser 1997 mit dem Titel „Bei uns fing alles an“ gezeigt, mit beeindruckenden, teils auch bedrückenden Bildern von der damaligen Katastrophe. Dann begann der unterhaltsame Teil, zuerst mit einer musikalischen Vorführung der Wölfelsdorfer Folkloregruppe „Die Wölfchen“. Dann fanden diverse Musik- und Tanzvorführungen statt, bei denen das Publikum begeistert mitmachte. Nebenan gab es den ganzen Nachmittag und Abend einen Grillstand und einen Bierstand sowie für die Kinder einen Stand mit Zuckerwatte und Popcorn sowie Spielzeug, daneben Spiele und Vorführungen der Freiwilligen Feuerwehr. Am Abend fand auf und vor der Bühne noch eine Tanzveranstaltung statt, bevor die Feierlichkeiten ihren offiziellen Abschluss mit einem Feuerwerk fanden, das auf dem Plane gezündet wurde. Das Wetter war den ganzen Tag lang ausgezeichnet – Petrus hat die Organisatoren des Fests großzügig für ihre Arbeit belohnt.

Sozusagen eine Fortsetzung des Festes fand am darauffolgenden Wochenende, am 16. Juli, statt, als eine Reisegruppe von gut 35 Teilnehmern mit dem Bus aus Deutschland anreiste, um ihre alte Heimat zu besuchen. Vormittags wurde eine deutsch-polnische Messe in der Wölfelsdorfer Kirche gefeiert, und anschließend empfing, wie es inzwischen schon zur Tradition geworden ist, der polnische Rentnerverein die deutschen Wölfelsdorfer im Gemeindehaus zum Mittagessen und einem Kulturprogramm – diesmal mit einem beeindruckenden Konzert, das der Schulleiter des Wölfelsdorfer Gymnasiums auf seinem klassischen Akkordeon zu besten gab.

      

Der Kontakt zwischen den deutschen und den polnischen Wölfelsdorfern ist inzwischen schon zu einer schönen Tradition geworden. Gemeinsames Essen und Singen tun das Übrige, um die Barrieren zwischen den Nationalitäten abzubauen. Dass sich außerdem drei deutsche Wölfelsdorfer in der Woche zuvor engagiert und das Lapidarium an der Wölfelsdorfer Kirche „auf Vordermann“ gebracht haben, wurde von der Gemeinde und dem Ortspfarrer besonders gelobt und trägt zur Völkerverständigung bei. Insgesamt eine sehr erfreuliche Doppelveranstaltung, die geholfen hat, dass sich polnische und ehemalige deutsche Einwohner desselben Ortes in unserer schönen Grafschaft Glatz näher kommen.

Bericht: Heinz-Peter Keuten

20.6.2017

Niederschlesisches Kulturfest in Kreisau am 17.6.2017

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:12

Wieder eine sehr gut vorbereitete Veranstaltung vom DFK in Breslau und pünktlich um 11 Uhr waren auch alle Gruppen mit Bussen angereist. Die Grußworte sprach die Vorsitzende Frau Sajazkowska, bevor ein buntes Programm mit Sängern und Tänzern begann. Begonnen hatte der Chor Freundschaft vom DFK in Waldenburg, gefolgt von den Breslauer Heimatsängern und der Liegnitzer Tanzgruppe.

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Gegen 13 Uhr gab es dann für die auftretenden Gemeinschaften ein Mittagessen, waren viele Gruppen doch von weit her angereist. Danach ging das Programm weiter mit dem Chor aus Schneidemühl und den Grünberger Musikanten.

   

Als letzte Gruppe war der Glatzer Sängerkreis eingeplant da unser Programm sich von den anderen Chören sehr unterscheidet, mit unseren Einlagen aber immer zur guten Stimmung beiträgt. Also saß ich zunächst allein auf der

Bühne mit der Aufforderung des Kellners und dem Lied „ Gebense dem Mann am Klavier noch ein Bier“. Zum Zwischengesang tanzte eines unserer Paare Walzer, bevor der Chor komplett auf die Bühne kam. Unsere selbstgemachten Lieder „ Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen“ die Glatzer Hymne und andere Lieder brachten uns die volle Sympathie des Publikums und großen Applaus.

Nach der Verleihung der Diplome sang noch einmal der Schönwälder Trachtenchor. Leider mussten wir bald an die Rückfahrt denken, denn viele unserer Mitglieder sind berufstätig und Schwestern mit Nachtwache im Krankenhaus sollten um 19 Uhr ihren Dienst antreten.  

Eine unverständliche Reaktion bleibt allerdings. Unser Vorsitzender Herr Gaida, wie auch Mitarbeiter vom Konsulat in Breslau oder Oppeln waren zum ersten Mal nicht gekommen. Nicht einmal ein Grußwort aus einem der Konsulate wurde verlesen. Das macht traurig bei dem Engagement an der Basis in Niederschlesien und ist vielleicht auch ein Gradmesser,

welchen Stellenwert wir bei unserem Dachverband und den Konsulaten, im Gegensatz zu Oberschlesien, einnehmen. Schauen wir mal, ob es dazu wenigstens einen Bericht im Wochenblatt geben wird, denn auch von dort habe ich keinen Mitarbeiter gesehen.

Bericht

Horst Ulbrich

16.6.2017

Chortreffen auf dem Reiterhof Ulbrich.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:11

Bei bestem Wetter trafen sich auf Ulbrichs Reiterhof die Sänger vom DFK Glatz und die Patschkauer Wanderdolen.

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Auf dem sonnigen Grillplatz war es aber zu heiß und so versammelte man sich in Grillgarten des Ferienhauses, das an diesem Wochenende nicht vermietet war. So war der Kühlschrank für Getränke und eine Küche für Kuchen und Grillgut nicht so weit. Dort konnten die Sänger auch unter dem Vordach im Schatten sitzen.

Schon am Vormittag waren fleißige Helfer mit den Vorbereitungen und dem Schmücken mit Birkenlaub beschäftigt. Auch Tische und Bänke wurden aus der Reiterstube unter Dach aufgestellt. Zwischen Grillen und Kaffee wurde dann natürlich auch kräftig gesungen. Ein Nachmittag unter dem Motto „ Wo man singt da lass Dich ruhig nieder“ voller verschiedener Gesangsvorführungen, unterbrochen von markigen Darbietungen des begnadeten Geschichtenerzählers, Hans Siegert.

     

Die Patschkauer Wanderdolen sind in Glatz beständige Gäste und wir treffen uns jedes Jahr.

Möge es noch viele Treffen mit den lustigen Sängern geben.

Bericht Horst Ulbrich

13.6.2017

„Familiengeschichten“

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:44

Am 03.06.2017 wurde beim DSKG in Glatz/Kłodzko das Projekt „Familiengeschichten“ durchgeführt.

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Das Ziel dieses Projekts im Rahmen des Programms Begegnungsstättenarbeit-2017 war die Familiengeschichten unserer Mitglieder besser kennen zu lernen und vor dem Vergessen zu bewahren. Wir wollten das Andenken an unsere Vorfahren wachhalten und die Geschichten um die mitgebrachten Gegenstände erfahren. Das Projekt sollte der Stärkung der Identität und dem Zusammenhalt der Mitglieder dienen. 

Der Projektleiter, Herr Ernst Weidenauer und die Projektbetreuerin begrüßten die interessierten Mitglieder zu dem ersten Projekt dieser Art, mit dem Hinweis auf die Finanzierungsquelle, Bundesministerium des Inneren in Deutschland.

Frau Ulbrich erzählte von der Entstehung der Idee zu diesem Projekt und als erste berichtete sie über die Familiengeschichte, die mit einer alten Tasse verbunden war und die zu einem, von russischen Soldaten gestohlenen Service ihrer Urgroßeltern gehörte. Bevor die Russen in das Dorf kamen wurde das Service in einem Hohlraum der Zimmerdecke versteckt. Leider zwecklos, aber bei einer Renovierung nach Jahren kam eine einzelne Tasse zum Vorschein, die wohl nicht gefunden wurde. Sie hat nun einen Ehrenplatz in einer Vitrine. Herr Weidenauer hatte das dreidimensionale Bild aus seinem Familienbesitz mit der alten Bauernstube und einige Holzgegenstände, die früher benutzt wurden.

Unsere interessierten DFK Mitglieder hatten einige Andenken mitgebracht, um über sie zu berichten. So hörten wir auch die Geschichte einer Wanduhr, die von Großmutter Ulbrich aus der Grafschaft Glatz mit der Vertreibung nach Nordrheinwestfalen gerettet wurde, um dann, in nächster Generation mit unserem Vorsitzenden Horst Ulbrich wieder ins Glatzer Land zurück zu kommen.

Eine rührende Geschichte eines deutsch-litauisches Ehepaar mit großen Herzen, die ein Findelkind und ein Pflegekind aufgenommen hatten erfahren wir von Frau Olga Kawaletz Eine deutsch-polnische Liebesgeschichte in eine Glaskugel gegossen. Die Familiengeschichte in einer liebevoll gestalteten Bildcollage und noch einiges mehr erfuhren wir von den Beteiligten des Projektes.

 Am Ende waren schnell Helfer gefunden, die bei der Beschriftung der Exponate und deren Ausstellung im Schaufenster geholfen haben. Es wurden auch Notizen zu den Geschichten gemacht und Bilder ausgedruckt, damit wir alles in Form eines Albums zusammenfassen können. Einige Mitglieder, die von dem Projekt erfahren haben, aber zu dem Termin nicht dabei sein konnten, versprachen ihre Geschichten nachzureichen, damit auch sie mit in das Album aufgenommen werden. Eine wichtige Arbeit gegen das Vergessen alter Zeiten.

Schon bei der Dekoration unseres Schaufensters haben sich Passanten für die Ausstellung im Schaufenster interessiert. Die Bewohner unserer Stadt verfolgen mit regem Interesse unsere wechselnden Ausstellungen. Auf diese Weise wird der Sitz des DFK Glatz von den Stadtbewohnern und Besuchern noch mehr wahrgenommen.

   Nach getaner Arbeit hatten die Teilnehmer noch Zeit zu Gesprächen bei dem vorbereiteten Imbiss und natürlich nutzten sie die Gelegenheit zum Anschauen der fertigen Ausstellung.

Den Teilnehmern und Helfern gefiel dieses Projekt sehr gut. Wir verbrachten miteinander eine schöne Zeit und erfuhren interessante Geschichten, die es wert sind erzählt zu werden. Wer weiß schon welches Geheimnis in einem manchmal kleinen Gegenstand verborgen ist?

Siehe Info auch bei blog.grafschaft-glatz.de im Internet.

Projektbetreuerin:
Renata Ulbrich

1.6.2017

Buchbesprechung „Neubeginn in der Fremde“

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 16:20

Lesebuch zur Grafschaft Glatz

Horst-Alfons Meißner (Hrsg.): Neubeginn in der Fremde – Vertriebene aus der Grafschaft Glatz in Schlesien nach 1946. Verlag Aschendorff, Münster 2016, 505 S.

Es ist unvergesslich: Ein Bus mit den deutschen Visitatoren der Vertriebenenseelsorge und ihren Mitarbeitern fährt auf den elterlichen Bauernhof des Großdechanten Franz Jung in Gläsendorf/Szklarnia in der ehemaligen Grafschaft Glatz. Aus dem Haus kommt der im Mittagschlaf aufgestörte heutige polnische Besitzer, ein Hüne. Er umarmt den körperlich nicht gerade großen Prälaten. Welch ein Beispiel von langer Bekanntschaft, Versöhnung nach der Vertreibung! Natürlich zeigt der Großdechant die Stätten seiner Kindheit. Im August 1946 hatte seine Familie ihren Hof, auf dem sie seit vielen Generationen ansässig war, den Polen übergeben müssen. Das etwa vier Meter hohe Kreuz in der Nähe des Hofes wurde 2004 vom polnischen Pfarrer und dem Großdechanten gemeinsam eingeweiht.

Den 80. Geburtstag von Franz Jung Ende 2016 nahm der Kirchenhistorische Arbeitskreis der Grafschatz Glatz zum Anlass, in 29 Beiträgen – allein neun hat Horst-Alfons Meißner übernommen – die Geschichte der Glatzer, vor allem ihren Neubeginn nach der Vertreibung vorzustellen. Es versteht sich von selbst, dass der Titel „Großdechant“, der weltweit einmalig in der katholischen Kirche geführt werden darf, erklärt wird: In dem von Deutschen bewohnten östlichsten Teil des Erzbistums Prag trugen die Dechanten seit 1810 den Titel Großdechant und waren zugleich Generalvikare. 1918 wurde das zusätzlich wichtig, weil das Erzbistum nun zugleich in Deutschland und der Tschechoslowakei lag. Prälat Jung ist vermutlich der letzte Träger dieses Ehrentitels.

Das „Lesebuch“ zur Grafschatz Glatz ist mit wissenschaftlicher Gründlichkeit erarbeitet, viele Fußnoten weisen darauf hin. Deutlich wird, wie oft der Großdechant inzwischen in seiner Heimat war und erfolgreich daran mitarbeitete, den Hass zu überwinden. Höfliche Zurückhaltung in Bezug auf die Nachkriegsereignisse kennt das Buch nicht. Nur die Wahrheit konnte den Weg zur Versöhnung freimachen. So wird zitiert, wie auch der polnische Klerus zur Beseitigung von allem, was an die Deutschen erinnerte, ermunterte. Nach der Wende wurden etwa 400 Kirchen und Denkmäler – mit manchem Geld aus Deutschland – von den ehemaligen und den heutigen Bewohnern der Grafschaft, dieses kleinen Teils von Schlesien im Gebirgsbecken der Sudeten, gemeinsam wieder aufgebaut oder restauriert.

Manfred Spata hat Ort für Ort – dabei auch die heutigen polnischen Namen angeführt – aufgelistet, was in deutsch-polnischer Zusammenarbeit dem Untergang entrissen wurde.

In diesen Zusammenhang gehört auch der Bericht von Heinz-Peter Keuten, der als Rückwanderer mit deutschen Examina in die Region seiner Vorfahren ging und dort als polnisch verbeamteter Lehrer tätig ist. Anderthalb Jahre ließ sich die polnische Regierung allerdings Zeit, bis sie dem Antrag auf ständigen Aufenthalt in der Grafschaft und Hauserwerb stattgab.

Der Historiker Michael Hirschfeld – durch knapp zwanzig Publikationen ausgewiesener Kenner der Grafschaft – verdeutlicht mit seinem Artikel über Grafschafter im Oldenburger Land den Neubeginn nach dem Kriege bei zum Teil konfessioneller Verschiedenheit. Die Familie Jung, die sich in Westfalen eine neue Landwirtschaft erarbeitete, ist ein überzeugendes Beispiel für Tatkraft und Arbeitswillen. Selbst die Wiederbelebung des „Glatzer Gebirgs-Vereins“ hat ihren Autor in diesem vielfältigen Geschichtswerk gefunden. Freud und Leid des Deutschen Freundschaftskreis (DFK) haben ebenso ihren Platz wie berühmt gewordene Grafschafter. Zwei deutsch-polnische Stiftungen beantworten mit dem „Haus Glatzer Bergland“ in Lüdenscheid die Frage: „Was soll von uns bleiben?“ Die „Kaplan-Gerhard-Hischfelder-Stiftung“ widmet sich der Pflege des kulturellen und religiösen Erbes der Grafschaft.

Norbert Matern (KK)

Ins Internet gestellt.

Horst Ulbrich

31.5.2017

Außergewöhnliche Delegiertenversammlung des VDG im Hotel Haston in Breslau.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:52


Ein ungewöhnlicher Termin ohne Wahlen, die normalerweise in diesem Jahr anstanden. Eingeladen waren wieder die Generalkonsulin Frau Wolbers und die Konsulin aus Oppeln Frau Haake.

Deshalb gab es auch keine Gelegenheit Kontroverses zu diskutieren. Ich hatte vor Jahresfrist und nach der letzten Delegiertenversammlung den Antrag gestellt, doch zunächst intern die Sitzung zu beginnen und erst danach mit Gästen zu diskutieren.

Leider ist das wieder nicht geschehen und so wurde zunächst die Tagesordnung mit Finanzbericht, Entlastung des Vorstandes und so weiter abgearbeitet und angenommen. Natürlich wird die ganze Prozedur in ca 6 Monaten wiederholt, denn der Vorsitzende mit seinem Vorstand muss ja dann, vor der Neuwahl, erneut um Entlastung bitten. Das ist für mich unverständlich, warum dann die außergewöhnliche Versammlung zu diesem Zeitpunkt und ich hatte mich mehrfach zu Wort gemeldet.

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Allerdings war ich erstaunt, dass gegen Ende doch einige Wortmeldungen heftig diskutiert wurden, was in den früheren Versammlungen nicht der Fall war. Die Wahl wurde dann auf 2018 verschoben wo unser Vorsitzender Herr Gaida nicht mehr kandidieren wird. Wie schon vorher zu erfahren war, ist er zum Vertreter der Minderheiten in ganz Europa gewählt worden und es geht jetzt darum einen qualifizierten Vorsitzenden zu finden, auch die Vertretung für Niederschlesien ist neu zu besetzen.

Die Vorstände der deutschen Gesellschaften haben, durch die Wahlen zum Bundestag dann 2018, wieder erhebliche finanzielle Probleme, wie schon bei der letzten Wahl 2013, wo die ersten Mittel für Kulturprojekte erst ab August gezahlt wurden. Wir haben damals mittels Kredit trotzdem ab Januar arbeiten können. Ob das wieder gelingt steht in den Sternen,denn wir werden unter Umständen unser Bemühungen zum Erhalt der deutschen Muttersprache einschränken müssen. Lehrer und Lehrmittel müssen bezahlt werden. Zum Glück haben wir eine finanzierbare Unterkunft unseres DFK Glatz und so werden wir noch lange kämpfen und bestehen, wenn auch mit weniger Projekten und sozialem Engagement für unsere deutschen alten Menschen. Einige, schon lange existierende Vereine haben wohl genügend Rücklagen oder feste Sponsoren. Hätten wir doch auch nur einmal eine Erbschaft unserer deutschen Freunde oder andere Unterstützung wie es beim Boten in Lüdenscheid der Fall ist, dann wäre unsere finanzielle Zukunft gesichert. So arbeiten wir Ehrenamtlichen von Jahr zu Jahr auf einer unsicheren finanziellen Basis bei vielen Projekten die über das Jahr verteilt sind.

Ab 16 Uhr gab es dann einen zweitägigen Vortragsmaraton zum Thema 500 Jahre Reformation.

Ich bin aber nach der Delegiertenversammlung sofort nach Glatz zurückgefahren, mussten sich doch unsere Sänger auf den Auftritt am nächsten Tag bei der Feier zum 60jährigen Bestehen des DFK Waldenburg vorbereiten.

Bericht

Horst Ulbrich

29.5.2017

Schüleraustausch einer polnischen und einer deutschen Schule.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:49

Bericht über den deutsch-polnischen Schüleraustausch

zwischen dem Allgemeinbildenden Schulzentrum Habelschwerdt

und dem Silverberg-Gymnasium Bedburg vom 26.4.2017 bis 3.5.2017

in Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka (Polen)

Am Mittwoch, dem 26.04.2017 kamen 11 Austauschschüler aus Deutschland, aus der Stadt Bedburg (Bundesland Nordrhein-Westfalen), zu unserem Gymnasium und Lyzeum in Habelschwerdt/Bystrzyca Klodzka. Nach den ersten Kontakten über die sozialen Medien in der Zeit seit Februar war unsere Vorfreude auf die Gäste sehr groß.

Bei strömendem Regen haben wir unsere Gäste sehnsüchtig erwartet. Nach einer kurzen Begrüßung und Auspacken im Regen ist jeder von uns zum Einquartieren und Mittagessen mit dem Partner nach Hause gefahren.

   Um 18 Uhr haben wir mit einer Runde Integrationsspiele in unserer Schule begonnen, die einige polnische Schüler vorbereitet hatten und die u.a. dabei halfen, sich die Vornamen der anderen schneller zu merken.

Am Donnerstag sind wir zuerst in unsere Aula gegangen, wo wir uns gegenseitig unsere Sprache beigebracht haben – was nicht für alle so einfach war. Dann haben wir „Stille Post“ auf Deutsch und Polnisch gespielt, wo schon die erste Person fast alles falsch ausgesprochen hat. Es war sehr lustig.

Während der zweiten und dritten Stunde haben wir unser Schulmuseum besucht, wo wir die deutsche und polnische Geschichte unserer Schule kennengelernt haben. Nach dem Unterricht sind wir nach Glatz gefahren, wo wir u.a. den Deutschen Freundschaftskreis besucht haben. Dort haben wir einen Film über die Deutschen in der Nachkriegszeit in Nieder-und Oberschlesien angeschaut, in dem wir auch mehrere bekannte Gesichter wiedergesehen haben. Danach haben wir vom DFK Pizza spendiert bekommen. Nach einer kurzen Stadtführung und der Rückkehr nach Habelschwerdt fanden wir, der polnische Teil der Austauschgruppe, dass wir unseren Gästen noch mehr von unserem Ort zeigen müssen, und wir haben entschlossen, gemeinsam auf den Floriansberg zu gehen. Von dort hat man einen schönen Ausblick auf ganz Habelschwerdt.

 

Am nächsten Tag hat uns und vor allem unsere Gäste Schnee überrascht – ein verspäteter Wintereinbruch. Zum Glück haben es trotzdem alle Schüler zur Schule geschafft, wenn auch manche mit einer kleinen Verspätung. Nach dem Unterricht sind wir gegen 11 Uhr alle zusammen zum Ring gegangen, und da haben wir Tipps für unsere Schnitzeljagd durch unsere Stadt Habelschwerdt bekommen. Trotz des schlechten Wetters (Schneematsch!) hat es uns viel Spaß gemacht. Am Nachmittag haben wir in unserer Sporthalle zwei Stunden Sport getrieben, u.a. Volleyball gespielt. Unser Sportlehrer, Herr Daniel Kruk, hat uns dabei freundlicherweise betreut. Den Tag haben wir mit einem „Bunten Abend“ abgeschlossen, mit verschiedenen polnischen Gerichten und Musik. Die Feier hat in unserem neuen Oberstufenraum in der Schule stattgefunden. Die deutschen Gäste hatten die Möglichkeit z.B. Bigos, Pierogi oder hausgemachten polnischen Gemüsesalat zu probieren.

                   Den Samstag haben wir zunächst in Wölfelsgrund verbracht. Wir haben uns in der Nähe der Talsperre getroffen und sind dann mit Herrn Keuten und unserer Erdkundelehrerin, Frau Dr. M. Żochowska, bis zur Talsperre gewandert, wo wir einiges über das Bauwerk erfuhren und dann selbst darüber laufen konnten. Weiter ging es dann in den malerischen Bergort Wölfelsgrund, wo wir und unsere Gäste noch mehr Interessantes über dessen Geschichte und Architektur erfuhren. Danach sind wir nach Winkeldorf zum dortigen Gottwaldhof gefahren. Vor Ort wurden wir sehr herzlich von den Gastgebern, der Familie Czaplinski, empfangen, die zur deutschen Minderheit in der Grafschaft Glatz gehört. Dann haben wir uns in zwei Gruppen geteilt, die eine hat Brot gebacken und eine zweite Gruppe hat Butter geschlagen (später dann umgekehrt). Am Ende gab es ein kleines Essen, im alten Bauernofen des Gottwaldshofs zubereitet, und dazu natürlich die von uns hergestellten Produkte. Abends haben wir uns noch privat zu einer Grillparty getroffen.

Den Sonntag haben wir mit unseren Gästen in den Gastfamilien verbracht. Einige sind in die Berge gefahren, andere sind in der Stadt geblieben.

Am 1. Mai sind wir in das KZ-Museum „Groß-Rosen“ bei Jauer gefahren. Trotz des bedrückenden Ortes hat uns der Besuch sehr beeindruckt, und wir haben einiges über ein trauriges Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte gelernt.

Am Dienstag sind wir schon um 8.15 Uhr von Habelschwerdt nach Breslau gefahren. Dort hatten wir eine zweisprachige Stadtbesichtigung mit einem Stadtführer und anschließend Freizeit, um die ehemalige „Kulturhauptstadt Europas“ auf eigene Faust mit unseren Partnern zu entdecken.

Nach Habelschwerdt zurückgekehrt, hieß es bereits Abschied nehmen von unseren deutschen Gästen. Wir haben ein Lagerfeuer gemacht und einen lustigen Abend miteinander verbracht.

Am 3. Mai morgens hieß es Abschied, und so manche Träne floss dabei.

Wir bleiben weiter im Kontakt mit unseren deutschen Freunden, vielleicht gelingt es einigen, sich während der Ferien nochmal zu treffen. Wir vermissen einander und freuen uns auf den Gegenbesuch im September 2017 in Bedburg in Nordrhein-Westfalen. Besonders bedanken möchten sich alle teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bei den Sponsoren dieses Austausches, ohne die dieses deutsch-polnische Treffen nicht hätte stattfinden können: Dem Deutsch-Polnischen Jugendwerk, der Heimatgruppe Habelschwerdt sowie dem DFK Glatz.

Jagoda Kożuch, Schülerin der 1. Liceumsklasse am Allgemeinbildenden Schulzentrum Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka (mit Unterstützung von Deutschlehrer H.-P. Keuten)

Jubiläum in Waldenburg

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:13

      

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60 Jahre seit der Gründung des DSKG Waldenburg, da ist es Zeit auch entsprechend zu feiern. Befreundete deutsche Gesellschaften aus Polen waren mit ihren Chören dabei, wie natürlich auch der DFK Glatz. Aus Oppeln war der VDG-Vorstand wie auch alle Delegierten der deutschen Minderheit in Polen zu Gast. Anwesend auch das Generalkonsulat aus Breslau und Frau Haake, die Konsulin aus Oppeln, wie auch eine Vertretung der Stadt Waldenburg und der Partnerstadt Freiburg in Deutschland. Dabei waren viele ehemalige Waldenburger Bewohner, die nach dem Krieg die Ausreisemöglichkeit wahrgenommen hatten und aus Verbundenheit mit ihrem DFK an der Feier teilnahmen.

   

Gezählt wurden über 300 Gäste und der Saal im Theater in Bad Salzbrunn war bis auf den letzten Platz belegt. Zwischen den vielen Reden gab es musikalische Einlagen von Schülern der Musikschule in Waldenburg.

    Nach dem offiziellen Teil im Theater gab es an verschiedenen Ständen in der historischen Wandelhalle ein Mittagessen, bevor die Busse alle Gäste zur weiteren Feier in die Waldenburger Grube fuhren. Unsere Sänger aus Glatz waren beizeiten aufgebrochen, um die Gegebenheiten dort zu erkunden. Aber es gab, wie erwartet, Mikrofon und Verstärkeranlage. Das fehlende Klavier haben wir durch unser mitgebrachtes Keyboard ersetzt, damit unser Chor musikalisch unterstützt werden konnte.

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Bald trafen alle Gäste ein und auch dort war der Saal auf zwei Ebenen mehr als voll besetzt.

Dort traten nun die Chöre der geladenen DFKs auf und auch auch wir haben unter großem Applaus unser etwas alternatives Repertoire vorgetragen. Mit Liedern, wie „Geben Se dem Mann am Klavier“ und „Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen“ waren wir die Ausnahme bei den Heimatliedern, die von den anderen Chören vorgetragen wurden.

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Das gab dann einen besonderen Applaus und viele anerkennende Gespräche nach unserem Auftritt. Am Nachmittag wurde im Restaurant der Grube auch Kaffee und Kuchen serviert, außerdem Sekt und Rotwein schon zur Begrüßung. Ein sehr gut vorbereitetes und gelungenes Fest zu einem besonderen Anlass. War der DFK Waldenburg doch die erste deutsche Vereinigung nach dem Krieg. Fast alle weiteren Gründungen der deutschen Freundschaftskreise in Polen haben dann, wie auch wir in Glatz, deren ausgearbeitete Satzung wie auch die Bezeichnung DFK übernommen. Wir danken der Vorsitzenden Doris Stempowska auf diesem Wege noch einmal für ihren Einsatz an der Diaspora der deutschen Minderheit in Polen und für ein sehr schönes Fest zum 60jährigen Bestehen.

Bericht

Horst Ulbrich

22.5.2017

Präsentation des Hirschfelder-Altares

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:18

Was lange währt wird endlich gut, so sagt ein deutsches Sprichwort.

Nach fast zwei Jahren künstlerischer Arbeit ist nun endlich der Altar fertig geworden und er wurde von allen anwesenden Gästen bewundert.

Zur ersten öffentlichen Präsentation fanden wir uns auf Schloss Scharfeneck ein, das sich im Zustand einer aufwendigen Renovierung befindet.

      

Die Veranstaltung fand im Rahmen der polnisch-tschechischen Tage der christlichen Kultur statt, ein Projekt, das übers Jahr verteilt viele Veranstaltungen in beiden Ländern umfasst. Nach der Begrüßung der Gäste durch einen der drei neuen Besitzer gab es ein kurzes Konzert. Enthüllt wurde der Altar von einem Senator aus Warschau und dem Vizepräsidenten des Niederschlesischen Landtages, Julian Golak.

      

In den anschließenden Ansprachen wurden wir Deutsche besonders erwähnt, waren wir doch die Ersten mit der Bezahlung der Figur für unseren Seligen Gerhard Hirschfelder. Bei der ersten Planung des Altares vor ca. zwei Jahren, bei der weihnachtlichen Abschlussfeier der christlichen Tage, hatte ich spontan – um einen Platz für den Seligen Hirschfelder zu sichern – die Zahlung zugesagt und zunächst übernommen. Von unserem Großdechanten wurde mir später aus Deutschland der Betrag erstattet.

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Insgesamt sind sieben Nischen in dem Altar. Von links, der Selige Gerhard Hirschfelder, der Hl. Johannes Nepomuk, der hl. Melchior Grodziecki, Mittig Patron der Stadt Glatz der hl. Georg, Hl. Franz Xaver, der Hl. Wenzel und der Hl. Florian.

Ich bin persönlich glücklich über die Fertigstellung, hat es doch lange und viele Diskussionen in der Zeit gegeben. Der Künstler hat mir in seiner Dankesrede eine weitere Kopie des Gerhard Hirschfelder geschenkt.

Natürlich werde ich sie gern dem Großdechanten oder der Kirche in Tscherbeney zur Verfügung stellen. Wir werden zunächst die Figur mit Bildmaterial des Altares in unserem DFK-Schaufenster präsentieren.

Der Altar verbleibt zunächst 2 Wochen in der Kapelle des Schlosses. Der Künstler wird in der Zwischenzeit zum DFK Glatz kommen und wir werden, nach Voranmeldung, an verschiedene Kirchen den Altar ausleihen. Als großer Dank an die Klarissen, in deren Kirche in der Frankensteiner Straße wir regelmäßig unseren deutschen Gottesdienst feiern dürfen, wird diese der erste Ort der nächsten Präsentation sein. Voranmeldungen sollen vorliegen, aber auch nach Deutschland kann der Altar ausgeliehen werden.

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Bericht Horst Ulbrich

21.5.2017

Frühjahrsputz bei Heinrich Bender.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:57

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Nun wurde es aber auch Zeit für einen Frühjahrsputz bei unserem Heinrich Bender oberhalb von Eckersdorf.

Außerdem war wohl ein Urlauber beim Wenden mit dem Auto an die Tafel gefahren und hatte sie zur Hälfte aus dem Boden gerissen. Kurzum, das ganze Gestell in unsere Werkstatt zum Richten und neuer Unterbodenplatte. Wir haben danach in einem Arbeitsgang auch die großen Steine gegen Betonplatte und Füllsteine getauscht. Vorher ist uns immer das Unkraut bis an das Gestell gewachsen und musste mühselig mit der Hand abgerissen werden. Mein Sohn hatte nach den Abiturarbeiten nun auch Zeit kräftig mit zu arbeiten. So waren wir mit Anhänger, Aufsitzmäher und allerlei Werkzeug im Einsatz. Auch neue Blumen haben wir gepflanzt und hoffen nun, dass die Hasen sie nicht wieder vernichten.  

                                                                                                          

Bekanntmachung:

Jeder, der bei Heinrich Bender Pause macht und die herrliche Aussicht auf Eckersdorf und die Heuscheuer genießt, ist auch eingeladen etwas Unkraut zu zupfen. Das wäre eine Hilfe. Danach läd die Verweilbank zum Ausruhen und Genießen der Aussicht ein.

                                                          

Es grüßt das Bender Arbeitsteam

Dominik und Horst Ulbrich

19.5.2017

Die Glatzer Sänger im Seniorenheim am 19.5.2017

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:47

 

Trotz der vielen Termine im Mai konnten wir den Auftritt zur Einweihung einer Kapelle im Seniorenheim in Bad Altheide  nicht absagen. Der Mutter eines unserer Chormitglieder, die im dem Haus untergebracht ist, wurde von der, im Hause befindliche Reha, vorbildlich geholfen und sie ist wieder in der Lage selbstständig zu laufen.

                                                                

Es war natürlich problematisch an einem Freitag Morgen um 11 Uhr genügend Sänger zur Verfügung zu haben.

Aber einige haben sich extra Zeit genommen und so haben wir mit unserem Repertoire der Kirchenlieder zum guten Verlauf beitragen können. Wir waren danach zu Kaffee und Kuchen und später zum Mittagessen eingeladen, leider war dazu aber keine Zeit mehr. Marek unser Pianist und Chorleiter hatte noch in der Glatzer Musikschule zu unterrichten, auch ich hatte am gleichen Tag noch zwei weitere Termine.

                                                                                           Zum Vergrößern das Bild anklicken.

So ging es bei einigen unserer DFK Mitglieder am Nachmittag mit Beiträgen im Museum weiter. Dazu aber ein eigener Bericht.

Horst Ulbrich

16.5.2017

Buchautorin Monika Taubitz zu Besuch.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:06


      

Die vielfach ausgezeichnete Buchautorin Monika Taubitz mit Grafschafter Wurzeln wieder in Schlesien zu Besuch.

Immer wieder können wir liebe Gäste aus Deutschland begrüßen. Bereits zum wiederholten Male war die aus Breslau gebürtige, aber aufs Engste mit Eisersdorf in der Grafschaft Glatz verbundene Monika Taubitz auch im Jahr ihres achtzigsten Geburtstags wieder im Ort ihrer Kindheit, in Eisersdorf, wo ihr zu Ehren am 7.5.2017 eine kath. Messe gehalten wurde. Der Pfarrer von Eisersdorf begrüßte den Ehrengast und die Kirchengemeinde beschenkte Frau Taubitz mit Blumen und einer durch den Pfarrer geweihten Jubiläumskerze. Den Anstoß zu Organisation und Durchführung dieser gelungenen Ehrung kam von unserem DFK-Mitglied Magda Basińska, die in Eisersdorf wohnt und eine enge Freundin von Monika Taubitz ist.

Nach der Messe wurden die Gäste ins Pfarrhaus zu einem sehr üppigen Mittagessen eingeladen und anschließend gab es anregende Gespräche mit den geladenen Gästen, u.a. Germanistikprofessor Edward Białek und seinen Mitarbeitern aus Breslau. Nach Kaffee und Kuchen mussten alle noch die hausgemachten Honiggurken des Pfarrers probieren, der als Hobby auch noch Imker ist. Er verteilte an die Gäste auch einige selbst verfasste Anekdoten und Verse. Ein überaus liebenswerter und weltoffener Pfarrer, wie man sie in Polen nicht überall antrifft.

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Weiter ging es am Dienstag in der Bibliothek in Bad Altheide mit einer Autorenlesung von Frau Taubitz, organisiert und vorbereitet durch unser DFK-Mitglied Henryk Grzybowski, der auch zu Beginn die Begrüßung übernahm und eine Biographie der Autorin in polnischer Sprache vortrug. Frau Taubitz las aus ihrem neusten Gedichtband „Lob der Ebene“ (2016), der bereits durch Germanisten der Uni Breslau übersetzt wurde und im Anschluss an das durch die Verfasserin in deutscher Sprache vorgetragene Original durch drei junge Damen aus Bad Altheide auch auf Polnisch gekonnt rezitiert wurde. In der Bibliothek wurde nach der Veranstaltung auch die deutsche und die polnische Ausgabe zum Kauf angeboten (auf Wunsch mit persönlicher Widmung der anwesenden Autorin). Aus dem sehr interessierten Publikum gab es nach dem Vortrag viele Fragen zur Entstehung des Werkes, aber auch zum Verhältnis der Autorin zu ihrer alten Heimat Schlesien. Besonders hervorzuheben ist, dass Frau Taubitz wiederholt von den polnischen Gastgebern als Brückenbauerin zwischen Deutschen und Polen, insbesondere den ehemaligen deutschen und den jetzigen polnischen Einwohnern der Grafschaft Glatz bezeichnet wurde, wofür ihr ja bekanntlich bereits hohe Auszeichnungen von beiden Staaten verliehen wurden.

               

Der DFK Glatz bedankte sich bei der Autorin mit Blumen und einem kleinen Geschenk. Herr Ulbrich sprach auch die Hoffnung aus, Frau Taubitz dieses Jahr noch einmal in den Räumen des DFK begrüßen zu können. Leider sind wir räumlich sehr beengt und müssen dann die Teilnehmerzahl auf ca. 30 begrenzen.

            

Es war wieder ein erhebendes Erlebnis bei der Dichterlesung von Frau Taubitz dabei gewesen zu sein.

Bericht:  Heinz-Peter Keuten

7.5.2017

Schenkung an die Stadt Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:24

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Vor ca 5 Monaten kam eine polnische Familie zum DFK mit der Bitte um Hilfe bei einer Schenkung für die Stadt Glatz. Es waren Bekannte der Familie Fleischer aus Würzburg mit einer außergewöhnlichen Geschichte.

Ein Madonnenbild, das aus Anlass der drohenden Pestgefahr in Glatz 1680 gemalt und erstmalig1919 restauriert war, wurde in den Kriegswirren von Familie Fleischer bei der Flucht nach Deutschland gerettet, wo es viele Jahre im Schlafzimmer der Familie seinen Platz hatte.

Herr Prof. Dr. Fleischer ließ das Bild 2013 in Deutschland aufwendig restaurieren, um es nun als Zeichen der Aussöhnung zwischen den Völkern der Stadt Glatz zu schenken.

Dazu war ich zunächst mit dem Bürgermeister und dem Direktor des Museums im Gespräch und wir hatten vereinbart, das Bild solle zunächst zu den Fachleuten in das Museum geliefert werden, um später einen würdigen Platz zu suchen.

Dazu wurde das wertvolle Bild in Würzburg fachmännisch zum Transport in einem Holzkasten verpackt und am 3.5.2017 kam es am Museum in Glatz an. Ich hatte ein Messingschild fertigen lassen um ein wenig Dokumentation am späteren Präsentationsort zu hinterlassen.

Am 5.5.2017 war dann Familie Fleischer in der Grafschaft und zu einem Empfang in das Museum geladen, wo die Formalitäten der Übergabe erledigt wurden.

Wieder ein schönes Beispiel der Verständigung der Völker nach dem Ende eines alles zerstörenden Weltkrieges. Möge es doch weitere so gute Beispiele der Versöhnung geben.

Text der Schenkungsurkunde:

Wir, die Eheleute Klaus und Luitgard Fleischer, freuen uns der Stadt Glatz, das Andachtsbild „ Die Gottesmutter Maria, umgeben von den Heiligen St. Stephanus und Franciskus Xaverius“, als Zeichen der Verständigung zu schenken.

Unterschriften.

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Text auf der Rückseite des Bildes:

Gefundene Schriften auf der Rückseite des Bildes bei der Restaurierung ab 16.4.2013: Text wurde in den Vorkriegsjahren aufgeklebt.

Text eines Zeitungsartikels aus Glatz und Umgebung und Hagerwörelis?     Schlecht lesbar.

Text original, Datum ca 1919:

An einem, dem jetzt Dr. Fleischer gehörenden Gebäude auf der Feldstraße befindet sich seit dem Jahre 1680 ein Bildstock, welcher einem Gelöbnis aus Anlass der damals drohenden Pestgefahr entsprechend angebracht worden war.

Im Laufe der Jahrhunderte, wie dieses Madonnenbild fast unkenntlich geworden war, weshalb es Herr Dr. Karl Fleischer erneuern ließ.

Das neugeschaffene Bildnis ist ein prächtiges Oelgemälde in künstlerischer Weise ausgeführt von Herrn J. Giesel eventuell Eisel? 

Hierselbst; z.Z. Ist dasselbe im Schaufenster des Herrn G. Vinibel ?

Frankensteiner Str ausgestellt.

Bericht

Horst Ulbrich

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