Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

18.7.2011

DFK Glatz on Tour

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:37

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Am Wochenende des 21./22.5.2011 fuhr eine Delegation des DFK Glatz (u.a. auch die Jugend)  auf Einladung unseres Großdechanten Franz Jung zum Marienwallfahrtsort Mariazell in Österreich.

Der Wallfahrtsort in der Steiermark liegt den Grafschaftern besonders nahe, weil der Wölfelsdorfer Christoph Veit 1750 von einer Wallfahrt nach Mariazell eine Nachbildung der Muttergottesfigur mitbrachte, die dann in der Grafschaft als wundertätig verehrt wurde. 1781 wurde dann die Wallfahrtskirche Maria Schnee auf dem Spitzigen Berge erbaut.

Unsere DFK-Mitglieder mussten sich schon am frühen Morgen des 21.5. in Tscherbeney einfinden, von wo der Bus pünktlich um 5 Uhr abfuhr. Direkt an der Grenze in Nachod stiegen dann die tschechischen Grafschafter zu, und die lange Reise nach Österreich konnte beginnen.

Auf der Reise wurde auf Deutsch, Polnisch und Tschechisch (und vor allem Pauersch!) gebetet, gesungen und erzählt, so dass die Zeit nicht lang wurde. Nach einer kurzen Rast vor der tschechisch-österreichischen Grenze waren wir gegen Mittag in Österreich. Die Alpen begrüßten uns leider mit Gewitter und Schneeregen, und auch als wir gegen 14 Uhr den Wallfahrtsort Mariazell erreichten, regnete es noch. Aber nicht mehr lange, denn nachdem wir unser Quartier im Pilgerwohnheim direkt neben der imposanten Wahlfahrtsbasilika bezogen hatten, kam auch schon wieder die Sonne heraus, die uns bis zum Sonntagabend begleiten sollte.

Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wallfahrtsort trafen wir dann vor der Basilika die Wallfahrtsgruppe des Großdechanten aus Deutschland und feierten um 15.30 Uhr vor dem Gnadenaltar der Muttergottes von Mariazell, der „Magna Mater Austriae“, zusammen mit Prälat Franz Jung und mehreren Grafschafter Priestern eine Heilige Messe zu Ehren unseres Grafschafter Seligen, Kaplan Gerhard Hirschfelder.

Nach diesem ergreifenden Erlebnis traf sich die gesamte Wallfahrtsgruppe aus Deutschland, Tschechien und Polen zum geselligen Beisammensein und Abendessen.

Einen wundervollen Abschluss fand dieser Tag mit der traditionsreichen Lichterprozession, die in den Sommermonaten immer samstagabends in Mariazell stattfindet. Jugendliche unserer Wallfahrtsgruppe hatten dabei die Ehre, an der Spitze der Prozession mit den altehrwürdigen Wallfahrtsfahnen voranzugehen. Als Besonderheit wurde an diesem Abend vor dem Rathaus in Mariazell ein Denkmal zu Ehren des Seligen Papstes Johannes Paul II. eingeweiht, der dem österreichischen Wallfahrtsort sehr verbunden war und das an seinen Pastoralbesuch im September 1983 erinnert. Der Gang durch die nächtlichen, durch unsere Kerzen erleuchteten und von unserem Gesang und Gebet erhallenden Gassen Mariazells war ein beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem Frühstück im Pilgerheim nahmen wir dann am Sonntagmorgen um 10 Uhr gemeinsam am Hochamt in der Basilika teil, die von Großdechant Franz Jung konzelebriert wurde und in der die Grafschaft Glatzer Wallfahrer auch namentlich begrüßt wurden.

Da wir am Sonntagabend zurück sein mussten (weil am Montag wieder normaler Arbeitstag war) hieß es für uns, aus Schlesien angereiste Grafschafter, nach dem Hochamt und dem obligatorischen Gruppenfoto leider schon wieder Abschied nehmen. Das Mittagessen nahmen wir bereits wieder auf tschechischer Seite ein (böhmische Küche – dem edlen Spender sei gedankt!), und nach 22 Uhr waren wir wieder zurück in Grenzeck bei Kudowa.

Insgesamt war die Mariazell-Wallfahrt ein zwar kurzes, aber intensives und unvergessliches Erlebnis, insbesondere für den Verfasser dieses Kurzberichts, der Nachfahre des Bruders von Christoph Veit (in der 8. Generation) ist und somit – nach der Rückkehr als „Rücksiedler“ in die Grafschaft – nun auf den Spuren seiner Vorfahren in die Steiermark wallfahren durfte. Unserem lieben Großdechanten und auch dem DFK sei gedankt für die Ermöglichung dieses gemeinschaftlichen Erlebnisses!

Heinz-Peter Keuten, Wölfelsdorf, Grafschaft Glatz
(Schriftführer und Schatzmeister im DFK Glatz)

23.6.2011

Neues aus unserer DFK Schülergruppe.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:30

Teilnehmer unserer Schülergruppe bestehen erfolgreich die Deutschprüfung des Goetheinstituts.

Seit November 2010 haben sich 10 Schülerinnen und Schüler auf die anspruchsvolle Prüfung des Goethe-Instituts vorbereitet, die zum Erwerb des international angesehenen „Zertifikats Deutsch“ führt. Die Vorbereitung auf die nicht einfache Prüfung (Sprachniveau B1 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens) fand,  einmal wöchentlich unter Leitung unseres DFK Mitgliedes und Deutschlehrers im Gymnasium Habelschwert Herrn H.-P. Keuten in zweistündigen Abendkursen statt. Der Kurs einschließlich Lehrmaterial wurde finanziert durch den Deutschen Freundschaftskreis Glatz, mit Bezuschussung des Konsulates in Oppeln. Die Schüler bezahlten nur eine symbolische Gebühr von 1 PLN pro Unterrichtstunde.

Die schriftliche Prüfung zum Zertifikat Deutsch fand am 04.06.2011, die mündliche Prüfung am 11.06.2011 statt, beide an der Wirtschaftsuniversität Breslau. Die Prüfungsgebühr betrug 390 PLN, die bei Jugendlichen aus sozial schwachen Familien noch mit 200,- PLN unterstützt wurden, um die Teilnahme an der Prüfung zu gewährleisten. Die Schüler Oliwia Pers, Maria Soboń und Jan Kobryń erreichten die Abschlussnote „gut“.  Sie halten nun das international anerkannte „Zertifikat Deutsch“ in den Händen, das ihnen bei Bewerbungen in der Zukunft sicherlich von Nutzen sein wird. Wir gratulieren herzlich zu diesem Erfolg!

Horst Ulbrich

Vorstand DFK Glatz

23.5.2011

Schlesiens deutscher Denkmalschützer

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 22:08

Helmut Göbel wieder in der Heimat aktiv.

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Gleich nach seiner Ankunft in Bad Altheide in Schlesien rief er den Verein Erzangel Michael zusammen, den er eigens zur Erhaltung der deutschen Denkmäler vor Jahren in seinem Niederschwedeldorf gegründet hatte. Seit dieser Zeit organisierte er immer wieder neue Projekte um deutsches Kulturgut zu erhalten und sein Heimatdorf zu verschönern. Mannigfache Auszeichnungen hat er von polnischer Seite erhalten und ist bei den Verwaltungen auch überregional bekannt, denn bei größeren Objekten ist natürlich die Erlaubnis der Kulturreferenten und Denkmalschützer einzuholen. Heute, nach vielen Jahren, in denen er mit Schaufel und Schubkarre in seinem Dorf bekannt wurde, kann er auf sein Lebenswerk in der Heimat zurückblicken. Die meisten Denkmäler sind in seinem Dorf renoviert und dokumentiert, damit die nächsten Generationen über die deutschen Zeiten hier informiert werden.

Der Verein Erzengel Michael wurde gegründet, um über die Zeit hinaus die Pflege der Objekte zu gewährleisten. Helmut Göbel dankte in der Versammlung allen Helfern mit kleinen Geschenken und hatte natürlich schon wieder neue Ideen, denn wer rastet der rostet. Auch mit schon einigen Jahren über 80.

Danke Helmut

Bericht

Horst Ulbrich

6.1.2011

Sylvester in Eckersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:18

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Am 28.12. hatten wir unsere Helferfete im DFK für engagierten Mitglieder, die über das ganze Jahr tatkräftig geholfen haben. Bei Pizza, Kuchen und Glühwein haben wir über die Jahreserfolge und Misserfolge diskutiert, nach einigem Glühwein auch noch die Weihnachtslieder aus dem Liederbuch der Weihnachtsfeier gesungen. Für Sylvester wurde zunächst nichts geplant, denn eigentlich wird in der Reiterstube bei Ulbrich gefeiert. Durch die Schneelast ist leider ein Teil der Decke eingebrochen und so musste ein anderer Ort zum Feiern gefunden werden. Keiner hatte mehr so richtig Lust, bis unser Hofarbeiter bei den Reitern erzählte: Ulbrich gehen nach Eckersdorf. Er war schon mit den Vorbereitungen und Dekoration in Eckersdorf aktiv gewesen.

Auf einmal erwachten zu unserem Erstaunen die feierwütigen Klubmitglieder und da mussten wir natürlich dabei sein.

Gefeiert wurde im Saal des ehemaligen Gasthauses Kluge, der von der Gesamtschule im Winter auch als Sporthalle genutzt wird. 110,- Zloty pro Person für 3X warmes Essen in der Nacht, eine Flasche Sekt pro Paar, Wurst, Salat und Kuchen auf allen Tischen, wie es bei den Polen so üblich ist. Dazu eine gute Lifeband, die schon spielte als wir dort ankamen. Zu meiner Überraschung ca 100 tanzwütige Leute und es wollte kein Ende nehmen. Da vielen wir 23 Deutsche kaum ins Gewicht, aber aus der Dorfgemeinschaft kenne ich fast jeden. Das Problem ist dann immer, wenn ich mit einer anderen Frau getanzt habe und sie wohlbehalten an den Tisch zurückbrachte, ohne auf die Füße getreten zu haben, wurde mir überall ein Vodka eingeschenkt. Morgens um 4 Uhr 30 hat sich die Musik verabschiedet und es wurde dann auch endlich an die Heimfahrt gedacht. Ja mit dem Vodka komme ich nun auch besser zurecht. Viel essen und laufend die Mädel auf die Tanzfläche zerren. Ich habe die ganze Nacht nicht einen Betrunkenen gesehen nur meine Frau sagte, ich sei beim Heimgang doch etwas merkwürdig gelaufen.

Sonntag haben sich dann die Landfrauen wieder zum Putzen getroffen, denn am Montag war wieder Schulbetrieb. Der Reingewinn wurde zu gleichen Teilen der Dorfgemeinschaft und der Gesamtschule gutgeschrieben. Schule und Dorfgemeinschaft arbeiten gut zusammen und es war ein tolles Fest. Nächsten Sylvester werden wir dort wieder ins neue Jahr tanzen. Bei entsprechender Vorbereitung werden wir auch mehr Teilnehmer vom DFK Glatz sein, denn nach unseren Berichten wollen beim nächsten Jahreswechsel viele mitmachen.

Horst Ulbrich

13.12.2010

Weihnachtsfeier DFK 2010

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:48

Weihnachtsfeier beim DFK Glatz am 11.12.2010

Vorwegnehmen möchte ich, es war ein voller Erfolg. Aber schon die Vorbereitungen waren sehr schwierig. Nun hatten wir im Oktober geplant und nach dem Sommerfest mit über 140 Teilnehmern, auch zur Weihnachtsfeier mit ca 100 Personen gerechnet und ein bezahlbares Fest geplant, denn hätten wir die Unterstützung unserer Mitglieder und Spender aus Deutschland nicht, wäre das nicht möglich gewesen.

Unser DFK Mitglied Helmut Stage verfügt in seiner Pension über entsprechende Räumlichkeiten und bot an, zu einem Pauschalpreis warmes Essen und Kaffee mit Kuchen zu bereiten. Wir sagten zu, hatten aber die schlesischen Wetterkapriolen nicht berechnet. Schon am Vortag der Feier, wir hatten angeboten Tische, Stühle und fehlendes Geschirr zu bringen, da hatte ich große Probleme mit unserem Pferdeanhänger überhaupt die Villa Sol zu erreichen. Zum Transport hatten wir wieder den günstigen Schulbus aus Eckersdorf bekommen, meine Frau ist dort im Schulausschuß, aber der Fahrer hatte sich geweigert von der Hauptstraße bis zu Helmut zu fahren. Na gut, meine Frau zählt die Häupter der Lieben bei der Abfahrt am Kloster Glatz, den wir für 12 Uhr dorthin bestellt hatten. Ich bin mit dem PKW voraus gefahren, um einen Parkplatz an der Hauptstraße in Reichenau für den Bus zu suchen, denn der Schneepflug hatte solche Berge an den Straßenrändern aufgetürmt, da war Parken unmöglich. Aber es fand sich in der Nähe eine Einfahrt zu einem Bauernhof und der Besitzer war einverstanden, wollte auch mit dem Trecker helfen, falls der Bus inzwischen einschneit. Zum Glück haben Franz und Reiner Allradfahrzeuge und übernahmen den Transport vom Bus zu unseren Feierdomiziel. Aber da kam schon die erste Hiobsbotschaft: Heinz Peter war in einer abschüssigen Kurve geradeaus gerutscht und zum Glück an einem Abhang hängengeblieben. Also Männer in die Allradfahrzeuge und zur Hilfe gefahren. Aber auch die bekamen das Fahrzeug nicht wieder auf die Straße und ein vorbeikommender LKW mit kräftigem Seil hatte dann geholfen. So war das Mittagessen schon vorbei und musste gewärmt werden, als die Retter und unser Heinz Peter endlich eintrafen.

Nach dem Essen gab es den Rechenschaftsbericht von mir, den auch alle Mitglieder in Deutschland erhalten haben, damit sie sehen was wir geleistet haben. Mit Computer und Beemer haben wir dazu passende Bilder an der Wand gezeigt. Auch die Kaffeezeit begann mit Verzögerung, weil fast alle zur Tombola in dem großen Flur verschwanden, die unser Franz organisiert und aufgebaut hatte. Bei einem Lospreis von 3 Zloty und ohne Nieten war der Andrang entsprechend groß. Inzwischen war auch der angekündigte Besuch aus München eingetroffen und Alois hat mit Mundartliedern uns alle erfreut. Nach dem Kaffee wurde dann kräftig aus dem selbstgefertigten Liederbuch gesungen und mit zwei Gitarren und Keebord begleitet. Gegen 18 Uhr hatte dann der Busfahrer doch einige Bedenken und mahnte zum Aufbruch. Der Abtransport zum Bus wieder mit den Allradfahrzeugen und im ersten Transport der Fahrer, um rund um den Bus den Schnee zu räumen. Die meisten PKW sind dann über Mittelsteine gefahren um nicht am hohen Berg Richtung Bad Altheide im Schnee stecken zu bleiben.

Mit Jochen Straube waren wir die Letzten und froh, das alles trotz der Widrigkeiten so gut geklappt hat. Alle sind auch wohlbehalten wieder zu Hause angekommen, nur mein Anhänger und die Tische werden noch einige Zeit bleiben müssen, denn nach Tauwetter haben wir Glatteis und es schneit und friert jetzt wieder.

Auf diesem Wege möchte ich allen, die unsere Arbeit in der Heimat unterstützen, noch einmal ganz herzlich danken, denn weder von der Botschaft, noch der deutschen Stiftung in Oppeln haben wir für unsere Projekte in 2010 Unterstützung erhalten, trotz vieler Anträge, die wir berechtigter Weise gestellt hatten. Vom Konto Schlesienhilfe habe ich unseren deutschen Rentnern hier, die eine kleine Rente bis 800,-Zloty = ca 200 € haben wieder 200,-Zloty bar ausgezahlt, damit sie zu Weihnachten etwas kaufen können. Medikamente werden ganzjährig gegen Quittung der Apotheken erstattet. Kranke werden von mir vor Weihnachten besucht um Lebensmittel und die 200,-Zloty zu bringen.

Wir werden bald selbstständig. Zur Zeit sind wir noch ein Ortsverein unter der Verwaltung Kreisverein Waldenburg. So sind unsere Förderanträge zur Begutachtung zunächst dorthin geschickt worden, nach Aussage des Vorsitzenden Martin Reichert schicken sie es dann weiter nach Breslau zum Kreisverband. Sollten dort unsere Anträge nicht dem Rotstift zum Opfer fallen, geht es weiter nach Oppeln zum Dachverband, der Pläne für ganz Polen beurteilt. Erst dann geht es weiter zur Botschaft oder deutscher Stiftung, die, die Fördermittel zur Verfügung stellen. Dort sind unsere Anträge nicht angekommen und hätte ich nicht gleichzeitig sie auch direkt geschickt, so wäre dort nichts bekannt geworden. Aus diesem Grund haben wir in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen einen eigenen Verein beim Amtsgericht Breslau anzumelden und werden unsere Ansprüche in Zukunft direkt bei Botschaft und Stiftung einreichen. Dazu werde ich noch einmal einen eigenen Bericht schreiben, die gesamte Prozedur würde hier den Rahmen sprengen.

Bericht
Horst Ulbrich

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Advent DFK

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:41

Singen im Advent beim DFK Glatz

Schon am nächsten Tag nach Nikolaus ging das Programm beim DFK weiter mit dem Singen im Advent. Trotz des andauernden Schneetreibens haben sich noch 26 unermüdliche Sänger eingefunden und man muss schon sagen, von Nah und Fern, denn unser Einzugsgebiet ist von Bad Kudowa bis Habelschwert.

Zum Aufwärmen gab es Glühwein aus Deutschland, den unser Vizevorsitzender Jochen Straube von seinen vielen Deutschlandfahrten mitbrachte. Mein Schwiegervater hatte den Grill in der Halle übernommen und für knackige Bratwurst gesorgt, war aber froh nach einer Stunde endlich ins Warme kommen zu können, denn bei Minus 15 Grad um 19 Uhr wärmt auch die Nähe am Grill die Füße nicht und die Halle wird natürlich nicht geheizt.

Drinnen hatte unser Protokollführer Heinz Peter Keuten die Rolle des Entertainers übernommen. Er war Kellner, Unterhalter der Gruppe und Musiker in einer Person und ich war von seinen Qualitäten überrascht. So wollte das Singen kein Ende nehmen. Das war auch als Probe für unsere Weihnachtsfeier bei unserem Mitglied Helmut Stage in Niwa gedacht. Im Laufe des Abends stellte sich heraus, dass es auch weitere Musikanten für Gitarre und Keebord gab. Ich hatte schon vorher Weihnachtslieder, von Ihr Kinderlein kommet bis Oh Tannenbaum kopiert und geheftet um den Nachgeborenen, die der deutschen Lieder nicht so richtig textsicher waren, eine Hilfe zur Hand zu geben. Aber auch in unserem Deutschkursus, Montags in den DFK Vereinsräumen hatte man sich schon mit den deutschen Texten befasst und so ging es sehr lustig zu. Auch der Glühwein trug wohl zur ausgelassenen Stimmung bei, aber gegen 23 Uhr wollten die Fahrer, die natürlich den Abend ohne den leckeren Glühwein zubrachten, nach Hause und mussten teilweise ihre sangesfreudige Gattin erst überreden.

Es war ein gelungener Auftakt in die Weihnachtszeit.

Bericht Horst Ulbrich

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DFK Nikolaus

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:36

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Nikolaustag in der Reithalle bei Ulbrich.

Da haben die Enkel der in der Heimat verbliebenen Schlesier gestaunt. Am Nachmittag hatten die Kinder des Reitvereins zunächst ihr Können gezeigt und in verschiedenen Reitergruppen, von den ganz kleinen Kindern und Pferden bis zu den Jugendlichen ihre Quadrille gezeigt. Mit Saft und Plätzchen wurden die Kinder bewirtet, für die Erwachsenen gab es Kaffee und Glühwein. Auch der Grill war in der Halle aufgebaut und so war mit heißer Bratwurst auch für den großen Appetit gesorgt. Nach Eintreten der Dunkelheit kam dann der Nikolaus zu Pferd und brachte auch Knecht Ruprecht als Gehilfen mit.

Die Eltern hatten schon Geschenktüten mit Namen versehen bei der Reitlehrerin abgegeben, aber jedes Kind musste zunächst etwas vorführen, um vom Nikolaus beschenkt zu werden. Ein Gedicht oder Lied sollte es sein und wer nicht vorbereitet war konnte sich bis zum Ende noch schnell etwas überlegen.

Unser Dominik sollte was in Mundart bringen, hat dann aber drastisch abgekürzt:

Niklaus bist a guder Mon
ich will der a Gedichtla sän
do krieg ich keene Hiebe.

Nach der Bescherung der vielen Kinder sind viele frühzeitig den Heimweg angetreten, denn die Wetterkapriolen sind in diesem Jahr in Schlesien fatal. Von 25 Grad Minus in der Nacht plötzlich Tauwetter und dann wieder Frost, was zu vielen Unfällen geführt hat.

Grüße aus der Heimat

Horst Ulbrich

Theater in den DFK Vereinsräumen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:29

Am 27.11. hatten wir die Theatergruppe einer Grundschule aus Glatz zu Gast. Eine unserer Deutschlehrer hatte den Kontakt hergestellt und die verantwortliche Lehrerin dort, wie auch die Kinder waren sofort von dem Vorschlag begeistert.

Nun sind wir in der glücklichen Lage, durch unsere neuen Vereinsräume, die durch eine breite Tür teilbar sind, eine Bühne zu improvisieren.

Während wir in in dem einen Raum gespannt warteten, kamen die Kinder vom Flur in den anderen Raum zur Ankleide, denn alle Kostüme hatte Jurek schon vorher dort deponiert.

Dann ging die Bühne auf und die Kinder haben uns mit ihrem Theaterstück sehr viel Freude gemacht. Zur Aufführung kam ein Stück über Prinzessin Marianne von Oranien und wir waren erstaunt, dass die Kinder mit 9 und 10 Jahren Mimik, Gestik und lange Monologe so perfekt beherrschten. Als kleines Dankeschön gab es nach der Vorstellung Süßigkeiten von uns, die wir in Tüten vorbereitet hatten.

Bericht

Horst Ulbrich

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16.11.2010

Kommunalwahlen in Polen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:17

Am 21.11.2010 sind wieder Kommunalwahlen in Polen. Auch aus unserem DFK
Glatz stellen sich Kandidaten zur Wahl.

Im Wahlkreis Habelschwert unser Protokollführer Heinz Peter Keuten für einen Sitz im Kreisrat. Im Kreis Neurode Frau Veist aus Neudorf. Beide Kandidaten sind neu nach Schlesien gezogen und betätigen sich nun auf politischer Ebene.

In Neudorf gibt es große Proteste gegen eine geplante Steingrube die nahe dem Ortskern eröffnet werden soll. Viele Proteste hat es schon gegeben und die Wahl wird nun entscheiden, wie es weitergeht.

Von unserem Freund Julian Golak, der zum Landtag wieder kandidiert, stehen überall große Plakate und wir hoffen alle, dass er auch dieses Mal wieder in den Landtag einziehen kann. Wir teilen den Eingang unseres DFK Vereinslokals mit dem Bürgerkomitee und einem angrenzenden Büro eines Europaabgeordneten. Dadurch haben wir guteVerbindungen zur hiesigen Politik.

Persönlich habe ich mich bisher zurückgehalten und mein Wahlrecht in Deutschland behalten. Das erlischt automatisch, wenn man das Wahlrecht hier beantragt. Es ist aber auf kommunaler Ebene eine Überlegung wert, denn das würde meiner öffentlichen Kritik hier mehr Gewicht verleihen. Wir werden sehen wie es für unsere deutschen Kandidaten am Sonntag ausgeht, denn das Wahlrecht mit nur einer Daueraufenthaltsgenehmigung in Polen ist relativ neu. Früher konnte man nur mit polnischer Staatsangehörigkeit wählen und gewählt werden.

Aber wir werden immer mehr Deutsche, auch in Schlesien.

Im Jahr 2009 sind ca. 123.000 deutsche Bundesbürger nach Polen umgezogen und damit die höchste
Zahl der Auswanderungsgruppen nach Ländern!!!!

Das sollte den Dfk´s zu denken geben, denn der Anteil der „Rückwanderer“ liegt bestimmt bei 80%.

Hier weitere Neuigkeiten:

Polen ist seit 2005 Jahr für Jahr Weltmeister was die Zahl der Übersetzungen deutscher Bücher angeht. 2009 wurden 525 Lizenzen vergeben, im Jahr davor 765.

Das Zertifikat der Deutschkenntnisse des Goetheinstitutes haben bisher über 50 000 polnische Schüler und Studenten erhalten.

Mit 2. 345.480 registrierten Deutschlehrern, ist Polen das Land in Europa, in dem flächendeckend als erste Fremdsprache Deutsch gelehrt wird.

Horst Ulbrich

9.11.2010

Was die Mitglieder des DFK Glatz so leisten

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:26

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Liebe Freunde,

heute möchte ich Euch unser DFK Mitglied und Vizevorsitzenden JochenStraube aus Winkeldorf vorstellen.

Schon zu der Zeit, als er noch in München wohnte und Vorsitzender des Schlesiervereins dort war, hatte unser Jochen das marode Haus seiner Ahnen in Winkeldorf gekauft und es zu einer wunderschönen kleinen Pension ausgebaut. Viele Heimreisenden der Vertriebenen werden es kennen, weil ganz in der Nähe das Derhämtehäusla liegt.

Aber die Totalrenovierung seines Hauses war erst der Anfang. Als ihn die Liebe, er hatte zwischenzeitlich eine polnische Ärztin kennengelernt, ihn ganz in die alte Heimat, nach Winkeldorf umziehen ließ, da kümmerte er sich aufopfernd um die alte Dorfkirche. Dort wurden dann beim Abschlagen des Mörtels in der Kirche sogar alte Fresken gefunden und auch die ausgebauten Orgelpfeifen hatte er aus Landek wieder zurückgeholt,damit die Kirchgänger bald wieder zu Orgelklängen singen können.
Ja und weil neben der Kirche die Ruine einer Kapelle stand, hatte Jochen Straube die Idee, auch diese wieder in Stand zu setzen. Was für ein gewaltiger Kraftakt für einen Idealisten. Aber es gelang. Durch seinen Bekanntheitsgrad fand er Gleichgesinnte und Sponsoren, die ihn nach Kräften unterstützen. Da die Seligsprechung unseres schlesischen Kaplans, Hirschfelder näher rückte und der nun Selige zu Lebzeiten auch in Winkeldorf seine Wirkungsstätte hatte, wurde die Kapelle nach dem Wiederaufbau zur „Hirschfelder Kapelle“ geweiht. An den letzten Arbeiten auf dem Friedhof, um die vielen deutschen Gräber für die Feier her zu richten, waren dann auch wieder die Mitglieder des DFK Glatz mit Fleiß dabei.

Am 09.10.2010 war die Messfeier zur Einweihung mit unserem Großdechanten und dem Diakon Ewald Polhl. Bei schönstem Wetter waren viele Gläubige auch aus Deutschland dabei und der Tag bleibt allen noch lange im Gedächtnis. Alle tatkräftigen Helfer und Sponsoren sind zum Dank auf Messingtafeln in der Kapelle aufgelistet.

Wir vom DFK Glatz sind glücklich, wieder ein so tatkräftiges Mitglied im Vorstand zu haben.

Horst Ulbrich
Vorsitzender des DFK Glatz
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7.11.2010

Allerheiligen in Eckersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:04

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Ein Grund in Eckersdorf, in Schlesien begraben zu werden ist der heimische Totenkult. An Allerheiligen, nach der Messe, beginnt die Prozession auf dem Friedhof mit 5 Stationen, damit in der Nähe eines jeden Grabes die dort stehenden Angehörigen mit einbezogen werden. Zu diesem Tag reisen die Familien aus nah und Fern, viele aus Deutschland an, um bei ihren lieben Verstorbenen zu sein. Blumenschmuck und Kerzen mögen für manchen Betrachter zu üppig sein, aber jedes Familienmitglied bringt seinen eigenen Grabschmuck als Aufmerksamkeit. Der Friedhof ist dann übervoll und auch 3 Stunden Messe und Prozession sind keinem zu lang. Zum Glück dieses Jahr bei bestem Wetter, denn wir hatten an Allerheiligen auch manchmal Schnee und Kälte.

Abends bei Dunkelheit kommen alle noch einmal und der Friedhof gleicht einem Lichtermeer und leuchtet den Ankommenden schon von Weitem.

Wahrlich hier wird man nicht vergessen und auch unsere Verwandtschaft in Deutschland wird eines Tages hier die letzte Ruhe finden, das ist testamentarisch festgelegt.

Horst Ulbrich

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30.10.2010

Seligsprechungsfeier in Kudowa

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:06

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Bild 1 Die Gläubigen versammeln sich im Kurpark       Zum Vergrößern auf das Bild klicken!

Bild2 Großdechant Franz Jung mit seinem Cheforganisator Dieter Schöngart

Bild 3 Ansprache des Großdechanten

Bild4 Festgottesdienst in der Wandelhalle

Bild4 Bischof Dec

Bild5 Am Grab des seligen Kaplan Hirschfelder

Bild6 DFK Stand auf der Pfarrwiese

Liebe Freunde Schlesiens,

nun ist über unseren seligen Kaplan Hirschfelder in allen Medien berichtet worden, es hat außer den Zeitungsberichten auch Sonderausgaben, Bücher und für Kinder ein informatives verständliches Büchlein gegeben.

Die Aufregung der letzten Wochen legt sich und so mancher Insider und Organisator ist auch froh, dass alles so reibungslos abgelaufen ist.

Allein die Hauptfeier in Münster im Dom und mit zwei Videowänden in weiteren Kirchen konnten die ca 4000 Gläubigen nicht fassen und es gab am Rande einige Tränen, weil nicht alle Platz gefunden hatten. Uns Grafschaftern wurde eine besondere Ehre zuteil. Wir haben mit dem Glatzer Bürgermeister und Glatzer Landrat die Hostien zum Altar gebracht. Der Besuch in Münster war allerdings für einige Teilnehmer unseres DFK auch anstrengend, denn 12 Stunden Busfahrt nach Münster und am anderen Tag wieder zurück, muss für ältere Menschen auch verkraftet werden.

Da war für uns die Anreise zu den Feierlichkeiten in Kudowa und Grenzeck natürlich kurz und die Busse aus Deutschland hatten die lange Reise zu bewältigen. Hier ist besonders zu bemerken, das unter der Leitung des Bischofssitzes in Schweidnitz die Feierlichkeiten auch hier perfekt organisiert waren. Wir Deutschen waren glücklich auch Beiträge und Lesungen in Deutsch zu hören,waren wir bei den Feierlichkeiten der Mutter Gottes in Albendorf noch enttäuscht, weil während des Hochamtes nicht ein deutsches Wort gesprochen wurde und auch für unseren Großdechant keine Redezeit einkalkuliert war.

Um so zufriedener konnten wir sein, dass sich Bischof Dec, vielleicht auf Grund des Briefes eines enttäuschten deutschen Gläubigen, eines Besseren besonnen hat und die Dankesmesse gleich Dreisprachig gehalten wurde, zur Zufriedenheit aller Anwesenden. Unserem Großdechanten wurde sogar eine besondere Ehre zuteil. Siehe Bild.

Nach der Messe dann die Prozession vom Kurpark zum Grab des Seligen in Grenzeck. Das Wetter war ideal und so konnten wir noch auf der Pfarrwiese beisammen sein, dort wurden Bigos und Getränke angeboten. Der DFK Glatz war mit einem Bücher- und Informationsstand präsent und wir haben dort wie überall uns bekannt gemacht.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

26.10.2010

Neues aus der Grafschaft

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:35

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                                                                                 Schwarzer Strich  re. im Bild der Kaufhausbau vom letzten Jahr mit 500 Parkplätzen

Schwarzer Strich unten neuer Teil mit 3 D Kino links im Bild,

Kaufhäusern    und weiteren 480 Parkplätzen.  Mc. Donalts baut zur Zeit

re. im  Bild  ein Restaurant mit 130 Plätzen.

 

Info für interessierte Freunde Schlesiens

 Aufwärtstrend in Polen hält an, wie aus den Wirtschaftsmagazinen zu lesen ist.

 Auch dieses Jahr wird Polen zu den wachstumsstärksten Volkswirtschaften Europas gehören, die Banken sind stabil und der Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung ist besser als fast überall in West- und Ost­mitteleuropa. In den westeuropäischen Medien wird Polen daher (noch) als »Wirtschaftswunderland« gefei­ert. Die bislang günstige Entwicklung verleitet indes zu wirtschaftspolitischer Trägheit, vor allem bei der Budgetkonsolidierung. Die aktuelle fiskalpolitische Gratwanderung ist gefährlich, da die Erwartungen an Polen angesichts des relativ guten Abschneidens in der globalen Krise hoch sind.

Diese Entwicklung ist auch in Glatz und der ganzen Grafschaft zu sehen. Überall wird gebaut und endlich erlebt auch der Straßenbau bessere Zeiten. Das Einkaufszentrum in Glatz ist gut platziert, denn die 1000 Parkplätze sind immer gut gefüllt, denn das Einzugsgebiet ist groß, da die nächsten Zentren in Waldenburg ca. 50 Km und Breslau ca. 90 Km relativ weit entfernt sind. Die Kaufhäuser, sowie Bau- und Elektrogroßmärkte und 32 mittlere Geschäfte sind in dem Zentrum fertig. Gegenüber wird nun mit Mc. Donald`s und anderen weitergebaut. Wer hätte die Entwicklung 1989 vorausgesehen? Nur das 3D Kino ist immer noch nicht eröffnet, trotz mehrerer Ankündigungen. Da hat sich wohl jemand verkalkuliert und das Geld ist ausgegangen. Auf einer großen Infotafel ist die Bekanntmachung vom Bürgermeister. Endlich soll nun die große Umgehungsstraße gebaut werden um den Transitverkehr Breslau / Kudowa und Neiße / Habelschwert aus der Stadt zu verbannen. Freitags gibt es immer einen riesen Stau um überhaupt in die Stadt zu kommen.

Die Fußballeuropameisterschaft wird wohl komplett in Polen stattfinden. Die Ukraine kann sich die Stadien nicht leisten. Polen ist da auf einem guten Weg. Auch die Autobahn um Breslau soll 2012 fertig sein . Dort entsteht zur Zeit auch die längste Brücke Europas.

Da hat man langsam Angst, das alles zu schnell geht und es keinen Motorplatzer gibt wie bei unserem deutschen Formel 1 Piloten, dem armen Vettel, der zwei Runden vor seinem Sieg am Sonntag mit Motorexplosion ausgeschieden ist.

Die Politik ist im Wahlkampf und es gibt ein Hauen und Stechen wie in Deutschland. Ein Mitglied unseres Reitvereins ist auch Kandidat zur Bürgermeisterwahl in Glatz und wollte bei der Autorallay letzte Woche einen Pokal übergeben, der aber plötzlich vom Podium verschwunden war und erst wieder auftauchte, als der Bürgermeister seine Trophäen übergeben hatte und die Presse abgezogen war. Da hatte doch jemand aus der Partei die Konkurrenz blockieren wollen. Der Schuss ging dann aber nach hinten los, denn die Presse hat dann groß über den verschwundenen Pokal geschrieben. Unser Freund und Landtagsabgeordneter Julian Golak hatte am Samstag auf die Harenda zum Empfang der Zeitungen aus Neurode und Glatz geladen. Bürgermeister, Landespräsidenten und alle die noch vor der Wahl mit den Zeitungen liebäugeln waren da.Natürlich auch die Abordnung vom DFK Grafschaft Glatz. Nach Wildschwein und gegrillten Garnelen haben wir dann getanzt, bis meiner Frau die Füße wehgetan haben.

Es grüßt aus der Heimat

Horst Ulbrich

3.8.2010

Sommerfest beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:44

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Sommerfest beim DFK Glatz

 Nachdem wir unser Fest vom Mai wegen des andauernden Regenwetters verschieben mußten, hatten wir zu
unserem Sommerfest am 31.Juli endlich Sonne mit einigen Wolken. Da war es für unsere Senioren nicht zu heiß und die Tanz und Sangeslustigen kamen nicht zu sehr ins Schwitzen.

Eingeladen war die ganze Familie unserer Mitglieder, damit auch die Nachfolgegeneration wieder beim DFK aktiv wird. Angemeldet zum Fest waren zunächst 70, zwei Tage vor dem Termin 90 und gezählte Gäste am Festtag ca 140. Da gab es nicht einmal genügend
Sitzplätze. Aber das war kein Problem, denn Familien mit Kindern waren immer wieder auf dem Spielplatz hinter der Reithalle oder auf den bereitgehaltenen Ponys zum Reiten.

Zum Glück hatten wir genügend Grillgut und Getränke eingekauft und die Organisation hat hervorragend funktioniert. Unser 2. Vorsitzender Jochen Straube hatte mit seinem Bus den Transfer vom Kloster Glatz und zurück übernommen. Aber der größte Teil kam im Familienverband mit dem Auto und unser Parkplatz war mit über 40 PKW und dem Bus gut gefüllt. Die Jugendabteilung hatte Getränke und Kuchenausgabe übernommen, wo es zu Beginn eine lange Schlange gab, wie auch am großen Grill, wo unser Jochen der Chefkoch war und immer wieder die Hände in einem Eimer Wasser kühlte, weil sein Grill über mehrere Stunden auf Hochtouren laufen musste. Die bestellten Musiker bewiesen viel Geschick in ihrer Musikauswahl, um Jung und Alt auf die improvisierte Tanzfläche zu locken. Bei der Polonaise konnte ich endlich die ungefähre Teilnehmerzahl feststellen und die vom Spielplatz und Reithalle dazu addieren. Gern hätte ich ein gemeinsames Foto gemacht, aber die Festteilnehmer waren auf dem Gelände und den  Ställen immer unterwegs. Einige mitgereiste Chormitglieder aus Waldenburg sangen zur Freude aller und mit Ulbrichs Liederbüchern hat sich dann der DFK Glatz revangiert. Wir waren bestimmt noch nicht so gut, dafür aber laut, den alle hatten uns unterstützt. Über lange Zeit waren die Musiker arbeitslos, denn das Singen der deutschen und polnischen Lieder wollte kein Ende nehmen.  Ein rundum gelungenes Fest, das mit dem sogenannten harten Kern und den Helfern gegen 21 Uhr zu Ende ging. Es hat uns gefreut, auch eine Abordnung vom DFK Waldenburg mit dem Vorsitzenden Martin Reichert begrüßen zu können, wie auch Mitglieder des Polnisch / deutschen Freundschaftskeises aus Glatz, die wir eingeladen hatten um uns besser kennen zu lernen. Wir werden in Zukunft enger zusammenarbeiten um die Kräfte zu bündeln. Es war seit vielen Jahren wieder einmal ein großes Fest des DFK Glatz und es läßt hoffen, das Mitglieder und deren Kinder sich wieder öfter in dem neuen und größeren Vereinslokal in Glatz einfinden. Es wird dazu auch weitere Öffnungszeiten geben. Die neue Adresse ist:

DFK Glatz Okrzei Nr. 20  Glatz / Klodzko

( in der Nähe der Polizei, im Haus ist auch die Bibliothek) Es soll bald ein großes DFK Schild an der Hauswand auf uns aufmerksam machen, wir haben dazu leider noch keine  Mittel. Es fehlt auch noch an Mobiliar, z. B. Bestuhlung des großen Raumes u.s.w.

Bericht Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

26.7.2010

Umzug des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:58

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Liebe Freunde, hier eine kurze Info.

Wir sind am 24.7. endlich in neue Räume umgezogen. Es ist noch ein wenig chaotisch, weil sich in den Jahren in allen Schränken viel angesammelt hat was nicht gebraucht wird, oder zu alt ist.

In dieser Woche kommen die schöneren Arbeiten auf uns zu, wie Bilder aufhängen und alles  sortieren. Es fehlt an Regalen für die Bibliothek, viele Bücher lagen bisher in Kartons, Bestuhlung des großen Raumes, eine Tafel an der Außenfassade und vieles mehr. Aber wir sind auf dem besten Weg.

Es wird in Zukunft neue Öffnungszeiten geben, die wir im Vostand noch festlegen müssen. Aber zunächst kommt das Sommerfest bei Ulbrich, mit hoffentlich gutem Wetter am 31.7. Danach planen wir weiter. Danke für das Interesse per E-mail. Ich werde sofort informieren, wenn die Termine feststehen.

Bilder anklicken zum Vergrößern!

Horst Ulbrich

1.7.2010

Volles Programm beim DFK Glatz und viel Arbeit

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:29

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Da hatten wir bei schönstem Wetter, am Samstag 25.6. eine Kleinkindergruppe aus Problemfamilien bei uns. Sie leben zeitweise, oder auch für lange Zeit in Gastfamilien und wurden vom Jugendamt nach Gerichtsbeschluß dort untergebracht. Viele sind auch frei zur Adoption, wie vor Jahren auch unser Dominik zu uns gekommen ist. Die Betreuer vom Jugendamt hatten ein großes Unterhaltungsprogramm und so waren wir mehr für Technik und Beköstigung zuständig. Es wurde viel gesungen, getanzt und natürlich durfte auch jedes Kind reiten. Allerdings musste schon gegen 17 Uhr wieder gefahren werden, denn der fehlende Mittagsschlaf bei den Kleinsten machte sich nach der Aufregung dann doch bemerkbar. Wer sich für  eine Adoption mit einem polnischen Kind interessiert, möge sich bei uns melden. Wir können die Kontakte herstellen.

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Sonntag 26.6. eine Gruppe Behinderter, teilweise Rosllstuhlfahrer bei uns zu Gast. Da brauchten wir Tische und Bänke vom Vortag nicht erst wegräumen. Nur ein wenig mehr Sonnenschirme, denn es wurde sehr heiß. Da wurde gegrillt und bei Kaffee und Kuchen gab es auch einen Erfahrungsaustausch über Zuschüsse der Hilfsmittel. Auch aus unserem eigenen Magazin für deutsche Behinderte helfen wir immer wieder mal mit einem Rollstuhl für kurze Zeit aus, wenn der eigene zur Werkstatt muss. Wie bekannt verfügen wir über Roll – und Toilettenstühle, sowie Gehhilfen für bedürftige deutsche Rentner hier in der Heimat. Auch ein Pflegebett und spezielle Matratzen für  Langzeitpatienten haben wir zum Ausleihen. Für die Teilnehmer war der gemeinsame Tag wieder ein schönes Fest, denn Behinderte haben dazu wenig Gelegenheiten. Der DFK Jugend sei Dank, daß alles so reibungslos vonstatten ging. Nach den Aufräumarbeiten war um 20 Uhr dann das Wochenende ein aufregendes und arbeitsreiches. Aber es tut dem Herzen gut, denen helfen zu können, die es im Leben nicht so gut haben.

Bericht

Horst Ulbrich

DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:53

DFK Glatz und seine Aktivitäten.Liebe Freunde des DFK Glatz.

Es ist uns nach Verhandlungen mit dem VDG Oppeln gelungen einen weiteren Kostenzuschuß für unsere neuen Räume zu bekommen. Am 25.6. hat der Stiftungsrat positiv entschieden. Wir werden also umziehen. Unser Versammlungsraum hatte incl. Küche, Flur und Büro 36,8 qm in einem Hinterhof ohne Toilette und Heizung. Dank unserer Verbindung zu unserem Seimik Abgeordneten Julian Golak mieten wir seine Büroräume in Glatz und verfügen nun über einen großen Versammlungsraum 80qm, dazu Küche, Toilette und vor allem Zentralheizung. Die alten Räume sind gekündigt und ab der nächsten Woche werden wir mit unseren Habseligkeiten umziehen. Nun fehlt uns Mobiliar, vor allem Tische und Stühle, Regale und Geschirr damit sich  unsere steigenden Mitgliederzahlen auch setzen können.

Wir unterhalten seit der Neuwahl im März 2010 auch weitreichende Kontakte zu anderen Vereinen und  Organisationen. So war auf Einladung des DFK am 27.6. eine Behindertengruppe mit Rollstühlen zum Grillen bei uns. Am Tag davor ca 30 Kleinkinder aus Problemfamilien, die nun in  Pflegefamilien leben. Enge Kontakte gibt es zu dem polnisch / deutschen Verein in Glatz, mit dem wir in Zukunft gemeinsame öffentliche Aktionen haben werden. Die Finanzierung für das nächste Jahr steht noch in den Sternen, aber es ist noch immer gut gegangen und so sehen wir optimistisch in die Zukunft.

Unsere neue Adresse ist Ul. Okrzei Nr. 20.  In der Nähe der Polizei, im Haus ist auch eine Bibliothek. Das Haus wird gerade renoviert und grün gestrichen. Später ist ein großes Schild DFK an der Hauswand.

Horst Ulbrich

Vorstandsvorsitzender DFK Glatz

Deutsches Kulturtreffen in Kreisau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:02

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Niederschlesisches Kulturtreffen am 19.05.2010 in Kreiau.

Wieder einmal trafen sich die Mitglieder der deutschen sozial – kulturellen Gesellschaften,um einen gemeinsamen Tag mit viel Ramenprogramm zu verbringen.

Wir wurden  Begrüßt durch unseren  Vorsitzenden der deutschen Minderheit in Polen Herrn Gaida, durch die Vorsitzende des Bezirksvorstandes in Breslau Frau Zajaczkowska, wie auch durch den Beauftragten für Ethnische Minderheiten in Polen, Herrn Dariusz Tolearz und sie wünschten unserem Treffen einen guten Verlauf. Allerdings waren wir etwas erstaunt, daß trotz der Einladung weder der Konsul, noch ein Botschaftsvertreter an unserem Treffen teilgenommen hat. Nach den Begrüßungsansprachen begannen die vielen Gesangs- und Tanzvorführungen. Besonderen Applaus bekamen die Tanzgruppe der kleinen Kinder aus Breslau, wie auch die Musik und Theatergruppe aus Waldenburg. Wieder einmal eine gelungene Demonstration, daß die Jugend in Trachten, mit Gesängen und Tanz deutsches Kulturgut weiterhin pflegen wird. Viele Chöre in Trachten und mit Liedern aus der Heimat sorgten für gute Stimmung. Nach dem Mittagessen spielte eine Musikgruppe aus Ratibor und lud immer wieder zum Mitsingen der bekannten deutschen Lieder ein. In der Kaffeepause hatten wir Gelegenheit zu vielen Gesprächen, da sich die Gruppen wegen der Entfernungen nicht so oft treffen. Auch ich habe die Zeit genutzt, um mit Herrn Gaida und der Buchghalterin des VDG über meinen Antrag auf Zuschüsse für unser neues Vereinslokal in Glatz zu sprechen und die Dringlichkeit vorzutragen. Mit einem gemeinsamen Lied beendeten wir wieder einmal einen schönen gemeinsamen Tag. Die Abreise verzögerte sich allerdings um über eine Stunde, weil die vielen PKW die schmale Zugangsstraße zugeparkt hatten und unsere Busse dadurch nicht pünktlich abfahren konnten. Die Heimreise durch verpasste Busverbindungen aus Glatz musste unterwegs neu organisiert werden, aber unsere mobilen Mitglieder haben mit dem PKW alle sicher nach Hause gefahren.

Bericht

Horst Ulbrich

 

18.5.2010

Schlesischer Kreis-, Städte- und Gemeindetag auf Verständigungsfahrt

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:04

Schlesischer Kreis – Städte und Gemeindetag auf Verständigungsfahrt.

Die Teilnehmer wohnten während der Zeit in Salzbrunn und im Konferenzraum des Hotels gab es ein volles Programm mit verschiedenen Referenten aus Deutschland und Polen. Nach der Begrüßung durch den SKSG Präsidenten Herrn Maschler und den Bürgermeister von Salzbrunn berichtete der Vorsitzende des DFK Waldenburg Herr Reichert  über Aktivitäten und Kontakte mit der polnischen Bevölkerung. Danach referierte Rajmund Wojczeszak, Präsident der in Niederschlesien aus Frankreich eingewanderten Bevölkerung, über das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen. Herr Martin Reichert, wie auch Frau Doris Stempowska wurden für ihre Verdienste ausgezeichnet.

Weitere Referate gab es zum Thema: Das Wirken Gerhard Hauptmanns im Spannungsfeld zwischen Polen und Deutschen und Frau Mg. Markiewicz  berichtete über die germanistischen Fakultäten der UNI Breslau. Dr. G. Kaske berichtete über die „ Stiftung Schlesische Heimatstuben“ zur Rettung deutschen Kulturgutes. Am zweiten Tag gab es nach der Begrüßung durch den Bürgermeister weitere Referate zu Themen der Partnerstädte und deren Entwicklung. Jacek Pilawa  aus dem ( Landesparlament- Schlesien) berichtete über die Parlamentsarbeit im Zeichen deutsch – polnischer Verständigung. Über beide Tage eine Veranstaltung der Zusammenarbeit und Völkerverständigung. In die Exkursion des dritten Tages konnte ich dann die Ausstellung „ Gottes Mühlen“ auf Schloss Lomnitz mit einbeziehen, an der Mitglieder des DFK Glatz zwei Wochen mit der deutschen Übersetzung beschäftigt waren, wie schon an anderer Stelle berichtet. Zurück im Hotel diskutierten die Delegierten der bundesdeutschen Heimatgruppen  über ihre Arbeit mit Vereins, Schul und Städtepartnerschaften, sowie Hilfsaktionen. Danach gab es interne Neuwahlen und wir als geladene Gäste trafen uns im Restaurant, wo ich mit Herrn Reichert DFK Waldenburg die weitere Zusammenarbeit besprach und überrascht war, dass ich zurück in die Versammlung gerufen wurde. Dort eröffnete mir der Präsident, alle Mitglieder seien der Meinung, man solle mir das Amt des Schatzmeisters antragen. Da ich Gast und nicht einmal Mitglied war, habe ich zunächst abgelehnt, konnte mich den Argumenten der Teilnehmer und des Präsidenten dann aber doch nicht verschließen und bin nun nicht nur Mitglied im „ Schlesischen Kreis – Städte und Gemeindetages, sondern auch noch im Vorstand. Nun werde ich ein weiteres Konto zur Verwaltung in meinen PC übernehmen und das Amt nach besten Kräften ausführen. Der Technik und dem Internet sei Dank, dass es auf diese Weise möglich ist. Nun bin ich im  neuen Amt des Schatzmeisters Kreis – Städte und Gemeindetag, Schatzmeister Freundeskreis Wittigmuseum und dort auch Renovierungsverwalter, Vorsitzender der sozial kulturellen Gesellschaft Glatz, kurz DFK, Gründer eines Vereins zur Rettung des Eckersdorfer Schlosses und Betreuer der Bedürftigen in der Heimat verbliebenen Schlesier mit extra Spendenkonto in Deutschland. Weitere Posten werde ich nicht mehr annehmen. Zum Glück ist man ja Rentner, unser Reiterhof läuft problemlos und die Betreuung der Gäste in den Ferienwohnungen managt meine Frau.

Abschließend ist noch zu erwähnen, wie viele, auch große Organisationen es in Deutschland gibt, die sich um unser Schlesien kümmern. Von vielen wissen wir hier in der Heimat nichts, es sei denn man wird, wie in meinem Fall, eingeladen und es wäre eine Arbeit für einen Studenten, einmal alles zu katalogisieren. Auch die Heimatreisenden fahren ohne Kontakte der Veranstalter untereinander hier in Schlesien herum und stellt Euch einmal vor, sie würden sich absprechen und mit mehreren Bussen gleichzeitig erscheinen, wie immer wieder der Großdechant. Dann einen gemeinsamen Tag  planen, eine große Kirche füllen, mit deutschem Gottesdienst und damit zeigen……wir sind noch da! Einzelne Busse gehen in der Masse der Touristen unter und werden nicht wahrgenommen. Vielleicht melden sich auch einmal einige Veranstalter bei mir. Bei Besuchen in Glatz könnten wir einige Projekte mit der heimischen Bevölkerung beginnen. Wenn uns das nicht gelingt und wir die Nachgeborenen nicht mit ins Boot bekommen, ist die Zeit der Deutschen hier bald abgelaufen und das können nur wir verhindern!

Es grüßt aus der Heimat

 Horst Ulbrich

hulbrich@op.pl

Tel/Fax 0048 74 871 4361

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Bild1: Ehrung Doris Stempowski. Urkunde überreicht Präsident Maschler.

Bild2: Delegation SKSGT

13.5.2010

Hilfsaktion für polnische KZ Häftlinge

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:06

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Frau Gertrud Rom auf der letzten Reise ihrer Hilfsaktion für polnische KZ Häftlinge.

Immer wieder logieren in unserem Ferienhaus interessante Gäste, bei denen es sich lohnt sie bekannt zu machen. So auch Frau Rom, die seit 1994 für das Maximilian Kolbe Werk mit Sitz in Freiburg jährlich in Schlesien unterwegs ist.

Sie besucht in sozialer Mission die Überlebenden aus Dachau und anderen Konzentrationslagern und unterstützt Kranke und Hilfsbedürftige. Allein im Raum Waldenburg sind es über 60 Personen, die sich über ihren Besuch freuen. Nach der Wende konnten sich die Betroffenen selbst organisieren und die noch gesunden unterstützen seit der Zeit Kranke und Behinderte aus den KZ Lagern. Frau Rom war 1994 zum ersten Mal zur Besichtigung im KZ  für Frauen in Ravensbrück bei Berlin. Dort kam sie mit ehemaligen Inhaftierten in Kontakt  und entschloss sich spontan im Maximilian Kolbe Werk mit zu arbeiten. Zu der Zeit trafen sich bei Berlin zum ersten Mal betroffene Frauen aus Deutschland und Polen. Der Franziskanerpater Maximilian Kolbe ist in Dachau für einen anderen Häftling, der flüchten wollte und Vater von fünf Kindern war, freiwillig in den Hungerturm im KZ gegangen und ist dort verhungert. Ihm zu Ehren ist die Organisation benannt worden, die unter anderem in ganz Polen tätig ist.

Frau Gertrud Rom ist leider durch ihre Parkinsonsche Krankheit in ihrer Bewegung sehr beeinträchtigt und laut ihrer Aussage  zum letzten Mal in beschriebener Mission unterwegs. Ich denke wir alle sind ihr und allen Menschen, die im Verborgenen wirken, nicht  nach Aufmerksamkeit streben, sondern einfach tatkräftig Hilfe leisten, zu großem Dank verpflichtet.

Bericht

Horst Ulbrich

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