Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

4.10.2012

Tag der deutschen Einheit beim Generalkonsulat in Breslau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:24

 gen-konsulat-020.JPG  gen-konsulat-039.JPG  Bild 1. Im Garten des Generalkonsulates. Bild 2. Dixiband, links der Generalkonsul.

Schon am Tag zuvor waren wir zu einer Ballettaufführung in die Oper geladen.

Zum Tag der deutschen Einheit hatte der Generalkonsul Dr. Zeitz dann Vertreter aus Wirtschaft, Kirche und Vorstände der deutschen Minderheit geladen. Bei schönstem Wetter spielte eine bekannte Dixiland Band zur Unterhaltung. Auch die Bewirtung war erfahrungsgemäß  wieder sehr gut. Ein Anlass Freunde und Bekannte aus dem politischen Umfeld, wie auch aus unserem deutschen Stammtisch in Breslau zu zwanglosen Diskussionen zu treffen. Der Vorsitzende der Deutschen Minderheit Herr Gaida, den ich zu treffen hoffte, war bei Konsul Eck in Oppeln geladen. Nun werde ich zu Gesprächen mit beiden doch nach Oppeln fahren müssen. Aber viele Freunde  waren dabei, die im Business der Region selbstständig sind. Wir sind immerhin schon mehr als 500 Mitglieder beim deutschen Stammtisch. Ein Verein, zur gegenseitigen Unterstützung in wirtschtftlicher Hinsicht, wie auch Finanzfragen, bis hin zur Jobvermittlung.

Alle hörten den Ausführungen des Generalkonsuls zum Tag der deutschen Einheit zu, eine Dolmetscherin übersetzte für die anwesenden Polen. Danach zwanglose Begegnungen mit den Botschaftsangehörigen sowie Freunden. So konnte ich auch den Dank unserer DFK  Teilnehmer an der Seniorenfreizeit in Ziegenhals weitergeben, die dieses Jahr wieder für unsere älteren Mitglieder ein schönes Erlebnis war. Ein gelungenes Fest bei schönstem Herbstwetter im Garten des Generalkonsulats.

Bericht Horst Ulbrich

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1. Generalkonsul Dr. Zeitz bei seiner Ansprache. 2. Alle Gäste versammeln sich dazu vor dem Brunnen.

27.9.2012

Gemeinsames Kulturerbe der Deutschen und Polen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:09

konferenz-2012-016.JPG 032.JPG 012.JPG konferenz-2012-005.JPG Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern.

Bild 1 Referenten und Organisatoren. 2. Viel Arbeit für Frau Ulbrich als Dolmetscher mit Bischof Dec.  3. Referat Dr. Ora mit Dolmetscherin. 4. Grußworte des Landtagsabgeordneten und DFK Mitglied Julian Golak.

Botschaft des seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder und Prof. Dr. Joseph Wittig
Eine Konferenz vom 21. bis 23. 09. 2012.

Nun bin ich weder Historiker  noch Kleriker, denen es zustehen würde eine wissenschaftliche Gesamtbeurteilung der Konferenz abzugeben. War es doch auch ein Unterfangen mit Hindernissen in beiden Bereichen, nämlich dem kirchlich liturgischen am Freitag und dem wissenschaftlichen Bereich ab Samstag.

Schon der  Beginn der Konferenz verzögerte sich weil der Bus aus Deutschland mit dem Großdechanten als Referenten in Neurode nicht durch die Unterführung passte und weit ab des Tagungshotels parken musste. Die Teilnehmer hatten dann noch einen weiten Fußweg zu bewältigen, was im Tagungsablauf zu Verzögerungen führte. Der erste Beitrag von Dr. Krzysztof Ora lag von Frau Ulbrich noch als deutsche Übersetzung vor, Bischof Dec  hielt sein Referat dann hauptsächlich in Polnisch mit einigen deutschen Erklärungen. Nach dem Beitrag unseres Großdechanten,“ Seliger Kaplan Hirschfelder – Führer und Vorbild auf den Wegen des Glaubens,  musste für das Referat von Priester Direktor Sakaluk Frau Ulbrich direkt ins Deutsche übersetzen, da eine Vorlage des Beitrages erst in der Nacht davor per E-Mail bei uns eingetroffen war und in der Kürze der Zeit nicht mehr zu bearbeiten war.

Der historisch / wissenschaftliche Teil am Samstag war ausschließlich in polnischer Sprache wie angekündigt, die deutsche Gruppe hatte an dem Tag auch andere Termine und alle anderen Teilnehmer, einschließlich unserer DFK Mitglieder, hatten keine Verständigungsprobleme. Auch dieser Bereich war hochkarätig mit Referenten bestückt. Die Einbeziehung der Werke des Prof. Wittig, dessen Museum der DFK Glatz mit betreut, in den Ablauf der Konferenz, gelang den Referenten sehr gut.  War es doch dieses Mal auch ein finanzielles Problem, die Konferenz überhaupt stattfinden zu lassen und bei einem reinen Wittigsymposium stehen die Chancen aus deutscher Sicht für die Zukunft denkbar schlecht. Beiträge von Günther Gröger „ Die narrative Theologie Joseph Wittigs, dargestellt in der Erzählung – Der Schulmeister von Altgersdorfund, ins Polnische übersetzt von Frau Irena Rofowska,  Prof. Kocwin sprach über „ Joseph Wittig, Mensch-Werk-Botschaft und der Stadtratsvorsitzenden Andrzej Behan mit seinem Beitrag „ Das Leben in der NS Zeit am Beispiel von Neurode“ integrierten Lebensabschnitt und Werke Prof. Wittigs in die Konferenz, wie auch Dr. Anna Gondek , die über Mut und Opferbereitschaft auf dem Weg zur Wahrheit eine Verbindung  des seligen Hirschfelder und Prof. Wittig behandelte.

Andere Referenten befassten sich aber auch mit dem deutschen Kulturerbe und deren zukunftsweisende Bewahrung. Für manche erstaunlich wie groß das Interesse an der deutschen Kultur und dem erweiterten Denkmalschutz nach der Wende in Polen ist. Da gibt es für uns hier lebende Deutsche noch ein großes Betätigungsfeld, in der Zusammenarbeit mit den Polen alte deutsche Denkmäler zu restaurieren und für die nächsten Generationen zu erhalten. Wie bekannt ist der DFK Glatz seit Jahren bemüht deutsches Kulturgut zu pflegen.  Kontakte der Zusammenarbeit haben wir bei der Konferenz mit  Frau Dr. Madej, Fachfrau für die „Beschaffung europäischer Mittel für den Schutz des kulturellen Erbes in Niederschlesien“ und Norbert Honka geknüpft.

Eine Ausstellung im Rathaus in Habelschwert mit bewegenden Bildern zum Schicksal des seligen Kaplan Hirschfelder wurde von der Bürgermeisterin Frau Renata Surma und Weihbischof Adam Balabuch am Sonntag  eröffnet. Zu dem Thema wurden auch Gedichte und Beiträge von polnischen und tschechischen  Schriftstellern vorgetragen. Zum Abschluss der Konferenz haben wir am Sonntag gemeinsam mit der Gruppe aus Deutschland, mit Weihbischof Adam Walabuch und dem Großdechanten den Abschlussgottesdienst gefeiert.

Es war eine hochkarätig besetzte und gelungene Konferenz. Leider mit dem finanziellen Problem  und durch den Mangel an Übersetzungen war es den Teilnehmern aus Deutschland nicht möglich allen Beiträgen zu folgen. Alle Beiträge in Polnisch werden mir in einigen Tagen zugeschickt. Wer hätte bei der Seligsprechung in Münster vorausgesehen, dass sich Polen so für das geistige Erbe des seligen Hirschfelder einsetzen und mit vielen Konferenzen und Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Wenn uns das  bei Prof. Wittig nur ansatzweise gelingen würde, dann sähe die Zukunft anders aus. Der erste Ansatz eines ökologischen Wanderweges auf den Spuren von Prof. Dr. Wittig ist durch den Landtagsabgeordneten und DFK Mitglied Julian Golak begonnen und wird natürlich das Wittigmuseum mit einbeziehen. Vielleicht ein neuer Ansatz deutsch polnischer Zusammenarbeit.

Horst Ulbrich

konferenz-2012-029.JPG konferenz-2012-027.JPG konferenz-2012-034.JPG dsci0025.JPG Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern
1. Vorträge der Schriftsteller im Rathaus Habelschwerdt.  2. In der Mitte Bürgermeisterin Habelschwerdt, Großdechant Jung, Weihbischof Balabuch. 3. Bilder der Ausstellung. 4. Plakat der Konferenz.

Anschließend Programm:
INTERNATIONALE KONFERENZ „Die Wege des Glaubens finden – 70. Todestag des seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder”
Freitag, 21. September 2012
NOWA RUDA Hotel – Dwór Górny, ul. Kościelna 30.
Programm:
10:00 – Eröffnung der Konferenz, Begrüßung der Gäste
10:15 – Einführung – Priester Dr. Krzysztof Ora – Direktor der Seelsorge der Schweidnitzer Bischofskurie –  apostolischer Brief PORTA FIDEI, der das JAHR DES GLAUBENS verkünden.
10:35 – „Glaube und Vernunft der Weg zur Wahrheit” – Prof. Dr. Hab. Ignacy Dec, Bischof von    Schweidniz
11:10 – Pause
11:30 – „Seliger Kaplan Gerhard Hirschfelder – Führer und Vorbild auf den Wegen des Glaubens” -Großdechant Franz Jung;
12:00 – „Glaube ohne Werke ist tot – Integration- und Schulungszentrum benannt nach Kaplan Gerhard Hirschfelder” – Präsentation; – Priester Direktor Dariusz Sakaluk – Institut „Kultur Sacra” ;
12:30 – Diskussion und Schlussfolgerungen
13:00 – Mittagessen und  Abschluss der Konferenz.
Organizator: Institut „Kultura Sacra”, ul. Dębowa 9, Polanica Zdrój, Tel. 74 868 25 45,
Mitorganisatoren: Stiftung zur Erneuerung der Region Nowa Ruda, Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz,
Medienpatronat: Radio Rodzina, Zeitschriften „Świdnicki Gość Niedzielny”, „Niedziela Świdnicka”, „Ziemia Kłodzka.”
Programm Samstag: Gemeinsames Kulturerbe der Deutschen und Polen
Botschaft der seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder und Prof. Dr. Joseph Wittig
unter der Schirmherrschaft von Rafał Jurkowlaniec, Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien
22-23 IX 2012 Nowa Ruda
Ehrenkomitee:
Ryszard Galla – Sejm – Abgeordneter der RP
Dr. Irena Tomys – Kanzlerin der Höheren Handelsschule in Wrocław
Julian Golak – Ratsmitglied des Woiwodschaftssejmiks Niederschlesiens
Andrzej Behan – Vorsitzender des Stadtrates  Nowa Ruda
Teresa Bazała – Präsidentin der Stiftung zur Erneuerung der Region Nowa Ruda
Wissenschaftliches Komitee der Konferenz:
Prof. Dr. Hab. Lesław Koćwin – Vorsitzender
Prof. Dr. Hab. Zdzisław Jagiełło
Prof. Dr. Hab. Zdzisław Knecht
Prof. Dr. Hab. Halina Lisicka – Sommer
Dr. Norbert Honka
Dr. Ilona Biernacka-Ligęza
Dr. Ing. Mieczysław Leniartek
Wissenschaftliche Sekretäre der Konferenz:
mgr Magdalena Adamska-Poszwa
mgr Anna Jagiełło-Szostak
PROGRAMM:
10.00 Eröffnung der Konferenz
Prof. Dr. Hab. Zdzisław Jagiełło – Rektor der Höheren Handelsschule in Wrocław
Andrzej Behan – Vorsitzender des Stadtrates  Nowa Ruda
10.20-13.00  I Podiumsdiskussion
„Historische Erinnerung – Geschichte erleben”. Deutsches Kulturerbe – eine Brücke oder ein Hindernis? – Leitung Prof. Dr. Hab. Tadeusz Fitych, Prof. Dr. Hab. Lesław Koćwin.
Günther Gröger „Die narrative Theologie Joseph Wittigs zeigt sich vielfach eingebunden in reale Bezüge, dargestellt an der Erzählung Joseph Wittigs „Der Schulmeister von Altgersdorf”
Magdalena Poszwa „Erinnerungspolitik und die Frage des Schutzes des kulturellen Erbes”.
Tadeusz Fitych „Marianischer Charakter  des Priesteramtes des seligen  Gerhard Hirschfelder“
Lesław Koćwin „Joseph Wittig. Mensch – Werk – Botschaft”.
Tadeusz Mirończuk „Botschaft des seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder und Prof. Joseph Wittig”
Adrzej Behan „Das tägliche Leben im Glatzer Land in der NS-Zeit am Beispiel von Neurode”
Marek Sobociński „Zwischen sacrum und profanum im Schutz des kulturellen Erbes in Niederschlesien”.
Diskussion
13.00-14.30 Mittagspause
14.30-18.30 II Podiumsdiskussion
„Das kulturelle Erbe der früheren Generationen ist nicht nur ein Objekt des Stolzes, sondern auch ein Anliegen”. Schlussfolgerungen aus der Vergangenheit für die Zukunft. – Leitung Dr. Ilona Biernacka-Ligęza, Dr. Norbert Honka
Zdzisław Jagiełło „Spuren des kulturellen Erbes in der Mythologie des Militärs in Niederschlesien „.
Ilona Biernacka-Ligęza „Erinnerung an die Vergangenheit in der Erinnerung der Gegenwart. Schlesische Weber im Eulengebirge”.
Barbara Kobzarska-Bar „Polnisch-deutsches Kulturerbe: ein Hindernis oder eine Chance?”
Norbert Honka „Schutz des deutschen Kulturerbes am Beispiel des Denkmalschutzes in der Woiwodschaft Opole“
Dr Anna Gondek „Seliger Gerhard Hirschfelder und Prof. Joseph Wittig – über den Mut und die Opferbereitschaft auf dem Weg zur Wahrheit ”.
Mieczysław Leniartek „Ein neues soziales Verhalten – eine Grundlage für die Änderung des „unerwünschten Ortes“ in einen „Heimatort“.
Małgorzata Madej „Die Verwendung der europäischen Mittel für den Schutz des kulturellen Erbes in Niederschlesien (2007-2013)

19.9.2012

Historische Friedhofsanierung in Ebersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:37

Historische Friedhofsanierung jetzt anerkannt

In Polen gibt es seit dem 18.03.2010 ein neues „Gesetz über Denkmalschutz und Denkmalpflege“, dass auch für die sanierten deutschen Friedhöfe im früheren Schlesien gilt. Diese Auskunft stammt vom Deutschen Generalkonsulat in Breslau und wurde zwischenzeitlich auch von der zuständigen Polnische Behörde in Waldenburg bestätigt. Über diese „Frohe Botschaft“ können sich nicht nur alle zwischen 2006 und 2009 im früheren Ebersdorf/Kr. Habelschwerdt und heutigen Domaszkow an den Sanierungsarbeiten beteiligten ehrenamtlichen Helfer sehr freuen, sondern auch alle die Personen, die durch ihre großzügigen Geldspenden das Projekt finanziell ermöglich haben. Denn durch diese nachträgliche staatliche Anerkennung haben es die Ebersdorfer geschafft, aus einer kaum noch als Friedhof zu erkennenden Wildnis ein denkmalgeschütztes Objekt zu machen, selbst wenn die Staatliche Urkunde und das rot-weiße Hinweisschild noch fehlen.
Rückblickend betrachtet war es durchaus kein einfaches Unterfangen, sechzig Jahre nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus dem niederschlesischen Heimatdorf den jahrelang gehegten und immer wieder erfolglos geäußerten Wunsch nach einer Sanierung der noch vorhandenen Gräber erfüllt zu bekommen. Dass es doch noch geklappt hat, konnten die aktiv beteiligten Helfer und die spendablen Geldgeber bereits im Sommer 2009 aus Anlass der feierlichen Einweihung des Geländes unter Beteiligung des Großdechanten Franz Jung persönlich erfahren. Und bei der im September 2009 in Löhne/Herford gefeierten 56. Ebersdorfer Kirmes wurde ausführlich anhand von Bildmaterialien und  Dokumenten darüber informiert. So konnte man damals bereits erfahren, dass bei den sieben arbeitsreichen Einsätzen immerhin 140 Gräber und Grabsteine vor dem Dauerhaften Verlust gerettet und somit auch vor dem Vergessen bewahrt worden sind.
Weiterhin ist besonders erwähnenswert, dass während des mehrjährigen Verlaufes der Sanierungsmaßnahmen auch ein Stück weit „Versöhnung über den Gräbern“ stattgefunden hat, wie es durch das Projektmotto beabsichtigt war. Denn erfreulicherweise konnten bereits von Anfang  an zunächst polnische Jugendliche und dann auch erwachsenen Helferinnen und Helfer aus der polnischen Dorfgemeinschaft von Domaszkow im Kreis Bystryca Klodzka zur Mitarbeit gewonnen werden. So dass man von einer wenn auch nicht ganz problemlos gewachsenen deutsch-polnischen Kooperation sprechen kann. Und dass sich das für beide Seiten gelohnt hat, belegt allein rein zahlenmäßig eine polnische Projektstudie vom 18.Juli 2009, wonach dank der ausschließlich von der deutschen Seite finanzierten Sanierung  auf dem historischen deutschen Friedhof rund 330 Begräbnisplätze für die polnische Dorfgemeinde geschaffen worden sind. 
Gleichzeitig haben sich die ehemaligen Ebersdorfer eine würdige – und jetzt auch noch denkmalgeschützte- Gedenkstätte an ihre zum Teil vor über 100 Jahren lebenden Vorfahren geschaffen, die bis zur Vertreibung 1946 dort verstorben waren. Wobei das gesetzlich garantierte Bestandsrecht und die daraus resultierende Pflegeverpflichtung besonders wichtig sind. Anlass genug, aus diesem Grunde und in Verbindung mit der diesjährigen Schlesienreise der ehemaligen Ebersdorfer und Oberlangenauer Heimatgemeinschaften in Domaszkow ein Pressegespräch zu führen und allen polnischen Freunden und Unterstützern für Gastfreundschaft und Hilfe herzlich zu danken.
Rudolf Schmidt

EHRENBEZEUGUNG DEN EHEMALIGEN ORTSBEWOHNERN
EBERSDORF. Einhundertvierzig sanierte Gräber – dies erreichte ein Grüppchen Deutscher, unterstützt von polnischen Freiwilligen, während sieben  mehrtägigen Besuchen.
Der Friedhof unterscheidet sich scheinbar mit nichts von vielen ähnlichen, in den Dörfern des Glatzer Berglandes verstreuten. Er ist nicht zu groß, nicht zu klein, mit einer Menge alter Grab-steine, die aus einer Zeit stammen, als in diesen Gebieten Deutsch noch als Muttersprache herrschte. Beim genaueren Hinschauen bemerkt man allerdings eine sichtbare Andersartigkeit dieser Nekropole. Alles ist geordnet; alte Grabsteine, derer Inschrift gotische Buchstaben zieren, welche beim ersten Anblick den Slawen schwierig erscheinen, sind sauber und gut erhalten. Sie gehen nicht in den chaotisch wuchernden Sträuchern unter.  Ich gehörte der Organisation „Jugend für das Glatzer Bergland“ an, wir stammen von unseren Großmüttern ab, die Deutsche sind und eben aus diesen Gebieten stammen – sagt Volontär Adam Kwaśniewski aus Bad Altheide, der an der Sanierung der Ebersdorfer Nekropole teilgenommen hat.  – Als sich die Gelegenheit geboten hat, haben wir beschlossen, bei der Sanierung dieses Friedhofes mitzuhelfen.
Alles fing bereits vor mehreren Jahren an. Deutsche, hauptsächlich Rentner, hatten beschlossen diesen Friedhof zu sanieren, auf dem die Gebeine ihrer Väter und Großväter ruhen….
Sieben mehrtägige Aufenthalte in vier Jahren waren ausreichend, um ihr Ziel zu erreichen – 140 Grabsteine wurden saniert. Die Anfänge waren schwierig, das Vertrauen der Ortsbewohner musste gewonnen werden und das – in diesem Falle wichtigere – des Pfarrers.  Das erste Problem auf das wir gestoßen sind, war der Widerstand des Pfarrers – sagt in einem schönen Polnisch Siegfried Karpinski.  Er war über unser Vorhaben, die deutschen Gräber     restaurieren zu wollen, nicht begeistert, zeigte sich nicht kooperativ. Mehrere Gespräche stimmten ihn jedoch um. Letztendlich äußerte er sich dazu zufrieden stellend.
Laut Aussage der Deutschen herrschte anfänglich auch unter den Dorfbewohnern geteilte Meinung, ein Teil unterstützte die Sanierung, andere waren dagegen  – es fehlte an Informationen über das, was hier getan werden sollte. Als dies geklärt worden war, erhielten wir reichlich Unterstützung. Zum Beispiel strichen die Ortsbewohner den Friedhofszaun mit an, versorgten uns mit Kaffee, Tee und gebackenem Kuchen. Es war sehr angenehm. Es sind auch unangenehme Momente vorgekommen – so fragte man uns nach einer schriftlichen Genehmigung und als Zement für das Gießen der Sockel geliefert wurde, blockierte man die Zufahrt. Nun galt es, die Bewohner noch in unsere Richtung umzustimmen.  Man versuchte auch Jugendliche beider Länder zu gemeinsamer Arbeit im Rahmen einer Integra-tion zu mobilisieren. Leider ließ sich das bis zum Abschluss der Arbeiten nicht realisieren. Ein Lob muss allerdings den jungen Leuten aus unserer Gegend ausgesprochen werden, die im Sommer 2006 ihre Ferienzeit gerne in die Restaurierung der Gräber investiert haben. Im Falle der deutschen Jugend sah es nicht so gut aus. Der Wille, bei so einem Projekt mitzuhelfen war nicht vorhanden. Es gab viele bereitwillige Helfer aus dem ehemaligen Ebersdorf, aber wir erwarteten, dass sich junge Leute aus Deutschland melden. Dort zeigt die Jugend für so etwas kein Interesse. Für uns war dies eine große Enttäuschung, das sind doch Nachkommen der hier früher wohnenden Personen –  stellt deutlich vorwurfsvoll S. Karpinski fest – Letztendlich kam nur ein junger Mann. Gemeinsam mit polnischen Jungen goss er den ersten Teil des Sockels aus. Es waren Ferien und somit viel Freizeit, um diese sinnvoll zu nutzen, erklärte ich mich bereit, bei diesem Projekt mitzuhelfen sagt Karol Soboń – es stellt mich zufrieden und es freut mich, dass die Deutschen hierher kommen können, um ein Grablicht anzuzünden, oder am Grabe der ihnen  nahe stehenden Verstorbenen zu beten.
Ich helfe gerne – bestätigt Karol Pawiuk aus Schönfeld – es ist schön zu beobachten, wie jetzt alles aussieht – es herrscht Ordnung und alles ist im rechten Lot.
Die Deutschen, die diese Friedhofsanierung durchgeführt haben, kamen nach Ebersdorf vorwiegend aus der Bielefelder Gegend. Dort fanden sie nach dem Krieg ihren Lebensraum. Wie es scheint, können sich gemeinsame deutsch-polnische Friedhofsanierungen zum guten Mittel entwickeln, um das historische Trauma, das immerhin noch an beiden Nationen zehrt, zu verarbeiten.
140 Grabsteine wurden saniert und umgesetzt.
Die Deutschen werden hier noch oft wiederkommen – wenn auch nur, um ein Grablicht anzuzünden, oder ein Gebet zu sprechen.
Verfasser: Rudolf Schmidt

ebersd.jpg  Einweihung mit dem Großdechanten F. Jung und dem hiesigen Pfarrer aus Ebersdorf.  Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern.

4.9.2012

Herr Picard beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:12

img_3913.JPG Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Lionel Picard aus Frankreich zum Abschluss seiner Doktorarbeit in der Grafschaft
Es ging um die letzten Recherchen zu seiner Doktorarbeit über die Heimatzeitung Grafschafter Bote, die ihn veranlasste die Grafschaft zu besuchen. Sein Doktorvater in Frankreich und gebürtiger Grafschafter, hatte ihn dazu bewogen, sich mit dem Thema zu befassen. Eine gründliche Arbeit mit bisher über 700 Seiten, die er uns freundlicherweise als Konzept schon zur Verfügung gestellt hat. Eine akribische Arbeit und Herr Picard hatte auch mich nach den Beweggründen meiner Artikel befragt und konnte alle mit Datum und Seitennummer belegen. Auch warum ich im Boten schrieb, ich verschenke einen Ha. Land wenn sich 20 Grafschafter aus Deutschland für den Bau von Ferienhäusern finden.Nach seiner Aussage ist die Vertreibung der Deutschen aus Schlesien in Frankreich kaum bekannt, wie auch das Verbleiben Deutscher in der Grafschaft Glatz unter anderer Nationalität.
Der DFK Glatz hat ihn weitreichend unterstützt und Kontakte zu den Deutschen hier, wie auch der polnischen Bevölkerung, ermöglicht. Von großem Interesse für ihn waren auch die Beweggründe derer, die in nächster Generation aus Deutschland wieder in die schlesische Heimat ihrer Eltern gezogen sind und warum sie hier wohnen, obwohl die Verdienstmöglichkeiten geringer sind und die Sozialversorgung keinem deutschen Standard entspricht. Ich habe ihn dazu das Buch Vertreibung und Versöhnung von Dr. Süß geschenkt, der einige Wochen vorher bei uns war.
Lange Gespräche gab es dann am letzten Samstag zu unseren regelmäßigen Öffnungszeiten. Andreas Fronik berichtete wie er als Grafschafter Ingenieur nach dem Krieg lange Jahre an der Eisenbahntrasse in Südafrika gearbeitet hat und nach weiteren Jahren in Österreich nun wieder in der Heimat ist. Andere haben per Zufall und durch unseren zentralen Standort in der Frankensteiner Str. 11 wieder zu uns gefunden, wie unser Schriftführer Hermann Handlos, der als Filialdirektor der deutschen Bundesbank in München gelebt hat, nach Übersiedlung nach Glatz erst per Zufall auf unser großes Schaufenster mit DFK Glatz aufmerksam wurde und so zu uns fand. Elfriede Weinhold berichtete aus ihrem Leben im Kommunismus und der Wende zur Demokratie. Auch ich konnte mit Erfahrungen vor und nach der Wende beisteuern, wie auch über politische Kontakte auf kommunaler Ebene und die Verbindungen zu unserer deutschen Administration der deutschen Minderheit.
Familie Picard wohnte in der Zeit auf unserem Reiterhof und so konnte seine Frau mit den beiden Kindern, Zwilling mit 5 Jahren, sich die Zeit mit Ponys und auf dem Spielplatz vertreiben, während Herr Picard mit Recherchen unterwegs war.
Am 20.8.2012 ist Familie Picard nach Sakopane weitergereist. Die Doktorarbeit soll noch in diesem Jahr beendet werden. Wir wünschen der Familie Picard alles Gute und warten auf den Abschluss der Doktorarbeit, die hoffentlich auch dazu beiträgt, die Geschichte der vertriebenen Deutschen auch in Frankreich der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Horst Ulbrich

29.7.2012

Denkmalpflege in Rotwaltersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:37

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Renovierung und Einweihung des Nepomukdenkmals in Rotwaltersdorf.

Wiedereinmal war unser Helmut Göbel in Schlesien unterwegs um deutsches Kulturgut zu retten. Dieses Mal nicht in seinem Heimatort Niederschwedeldorf, sondern auf ein Versprechen zu Lebzeiten des bekannten Alfred Hübner, der aus Rotwaltersdorf stammt, und das wollte Helmut Göbel nun einlösen. So war er wieder mit Schubkarre und allerlei Werkzeug im Einsatz, aber auch mit Hilfe des von ihm gegründeten polnischen Denkmalvereins „ Erzengel Michael“.

Nach der Fertigstellung war am 2. Juni 2012 die Einweihung. Erschienen waren aus Deutschland Rotwaltersdorfer, Eckersdorfer und Schlegler um dabei zu sein. Unser Großdechant Franz Jung, der zu den Festlichkeiten, 70. Todestag des seligen Kaplan Hirschfelder in der Grafschaft war, übernahm den Gottesdienst in der örtlichen Kirche und anschließend die Einweihung des Denkmals mit Diakon Ewald Pohl. Der anwesende und zuständige polnische Pfarrer Jan Ordowski hatte zu dem Anlass die Messe und Einweihung den Deutschen überlassen und wirkte nur im Hintergrund. Auch die heutigen Bewohner aus Rotwaltersdorf nahmen natürlich am Festgottesdienst und der Einweihung des Denkmals teil. Anschließend waren alle von der polnischen Dorfgemeinschaft zum Essen in das Gemeindezentrum eingeladen. Leider konnte ich nicht dabei sein, denn ich war zu gleicher Zeit bei einer wichtigen VDG Konferenz am Annaberg in Oberschlesien. Aber meine Frau war mit DFK Mitgliedern dabei. Wie mir berichtet wurde, war auch Herr Großpietsch unerwartet bei der Einweihung. Leider ist es zu keinem weiteren Kontakt mit dem DFK Glatz gekommen, was uns sehr  traurig macht. Hatten wir doch auch auf einen Besuch in unserer neuen Geschäftsstelle gewartet. Es waren wohl wichtige Termine, die einen Besuch nicht zustande kommen ließen. 

Aber die Einweihung war wieder einmal ein schönes Beispiel wo Deutsche und Polen gemeinsam aktiv werden und danach zusammen feiern. Leider ist das zu selten der Fall und viele Heimatreisende sind immer noch mit den Bussen unterwegs um die gleichen Ziele zu besuchen. Sie haben keinen Kontakt zur heutigen Bevölkerung und das wird von den wenigen jüngeren deutschen Mitreisenden der Grafschafter immer wieder bemängelt. Schlesien und die Grafschaft Glatz sind touristisch gut erschlossen und es kommen Gäste aus ganz Europa. Leider ist vielen Nachkommen der Vertriebenen das Herrgottsländchen noch nicht als lohnenswertes touristisches Ziel bekannt. Viele Gruppen logieren auch noch in polnischen Hotels, wo es doch immer mehr deutsche Hotels und Pensionen auch in der Grafschaft gibt, wie das neu erbaute Hotel unseres DFK Mitgliedes Hedwig Klopot in Bad Landek.

Wenn sich die Organisatoren der Heimatreisenden vorher beim DFK Glatz melden, können wir gemeinsam neue Perspektiven erarbeiten und auch Angebote machen.

Horst Ulbrich

p1000795a.jpg   p1000801a-freundschaft-in-rothwaltersdorf.jpg  Bitte auf die Bilder klicken.

13.7.2012

Probleme an der Basis der deutschen Minderheit in Polen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:30

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz e.V.
Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11, E-Mail: hulbrich@op.pl, Tel./Fax: 0048 74-871 4361, Handy 502 908 533

Liebe Freunde dieser Seite.
Bei unserer Administration der Deutschen in Polen gibt es ziemliche Differenzen, wie nun auch im Internet zu lesen ist. Dazu einen Link, wer sich dafür interessiert. Auch bei uns wurde ja längere Zeit versucht, eine Reaktivierung zu verhindern. Da sollte unser Vorstand nicht zur deutschen Minderheit gehören und ich sei deshalb als Vorsitzender nicht wählbar. Das haben wir uns dann per Anwalt bestätigen lassen. Unsere Satzung sollte danach nicht richtig sein, obwohl 1 zu 1 von Waldenburg übernommen und so weiter. Das hat sich durch meinen Brief an den letzten Bundespräsidenten dann schlagartig geändert, aber wären die Spender aus Deutschland nicht gewesen, hätten wir in 2011 aus Finanznot aufgeben müssen, denn auch die Miete für das erste Halbjahr 2011 wurde uns bis zu dem bewussten Brief vorenthalten. Nun hatte sich unsere Situation etwas entspannt, obwohl die Mittel für Kulturarbeit in 2012 wiederum grundlos gekürzt wurden und man von der deutschen Stiftung, nach Absprache mit dem VDG  Unterstützung verweigert, den Hirschfelder Pilger und Wanderweg endlich fertig stellen zu können. Das stößt bei den Polen natürlich auf Unverständnis, denn sie haben schon 24 000,- PLN Finanzhilfe geleistet. Leider endet die Beschilderung nun irgendwo im Wald, denn für die restlichen Tafeln fehlen ca 5000,- Euro, die wir per Antrag von der deutschen Stiftung erhofft hatten, denn dort werden Infrastrukturmassnahmen gefördert.
Aber das ist noch nicht alles, denn bei der VDG Konferenz am Annaberg war abends beim Bier zu erfahren, der DFK Glatz gehört nicht zum Dachverband der deutschen Minderheit VDG!!!!! Das hatten wir seit unserer Gründung März 2010 angenommen, um Zusammenarbeit gebeten und was zu diskutieren ist, aus welchen Gründen werden uns dann die Mittel von dort gekürzt, bzw. überhaupt zugeteilt?
Jetzt erscheint es uns auch logisch, warum wir beim VDG als „Sonstige“ geführt werden. Ich gehe davon aus, das der Vorsitzende Herr Gaida uns gewogen ist, denn er sagte mir nach der Konferenz, er habe eine Satzungsänderung des VDG vorgeschlagen, damit wir endlich dazugehören……
Wir verstehen langsam die ganzen Oppelner Zusammenhänge nicht mehr, ich bin aber sicher, dass die geforderte Reaktivierung der DFK`s an der Basis zunächst in unserer Administration stattfinden sollte, damit wir eine Chance der Zusammenarbeit für die Zukunft haben, denn die sieht nicht gerade rosig aus.
Da gibt es ein verwirrendes Antragsdurcheinander, für gemeinschaftsfördernde Maßnahmen, Konsolidierung, Kulturarbeit, Stiftungsgelder für Miete, Bürokosten u.s.w. Mit verschiedenen Kriterien und Antragszeiten die keiner begreift. Ein Beispiel: Unser Frühlingsfest 19. Mai, geplant seit Februar:
Anfrage beim VDG. Wir sollen einen Antrag stellen über gemeinschaftsfördernde Maßnahmen, aber die Konferenz ist erst Ende April 2012. Bei der Konferenz mussten andere DFK`s von ihrem Budget uns etwas abgeben, denn bisher hatte man den DFK Glatz davon ausgegrenzt. Der Antrag auf Bezuschussung sollte dann aber unter der Bezeichnung bei der Stiftung gestellt werden. Frisch ans Werk. Dort war zu erfahren, die Antragsfrist sei 2 Monate vorher, also nun zu spät. Weiterer Anruf um Hilfe beim VDG. Neuer Ratschlag::: Beantragung über Konsolidierung. Aber der Konsolidierungsbeauftragte kommt nicht, also beantragen wir selbst. Es folgen lange Gespräche mit der Regionalkonsolidierungsbeauftragten, also die Vorgesetzte Dame. Na gut, aus dem Frühlingsfest sollte zunächst ein Workshop, dann eine Konferenz werden um bezuschusst zu werden. Chöre und Tanzgruppen sollen Werksverträge mit dem VDG abschließen, mit Angaben der Steuernummer, auch des Kontos, damit nicht der DFK Glatz abrechnen kann. Die Fahrt – und Buskosten müssen aber sofort bezahlt werden. Alles in polnisch, was aus Deutschland keiner lesen konnte und von denen Unterschriften abgelehnt wurden. Kurz um, das Fest war ein großer Erfolg mit über 300 Teilnehmern, 4600,- PLN mussten wir wieder selbst finanzieren, der bewusste Konsolidierungshelfer ist bis heute nicht erschienen. Eine Bezuschussung für eine Exkursion zur Stadtentwicklung wurde von vornherein negativ beurteilt, die aber für den 4. uns 5. 8. fest geplant ist. Kosten 6400,- PLN
Bleibt die Erkenntnis, es wird extra kompliziert gemacht um eine Reaktivierung der DFK`s zu verhindern. Vielleicht betrifft es aber auch nur den DFK Glatz an der sogenannten Diaspora wie zu hören war. Hat man uns in 2010 von jeglichen Fördermitteln fern gehalten und wir nur mit privater Unterstützung überleben konnten. 2011 nach unserer Anmeldung als eigener Verein, bekamen wir endlich die gewünschten Formulare zur Beantragung von Zuwendungen und auch Unterstützung, in 2012 allerdings sofort wieder erhebliche Kürzungen, die eine Reaktivierung unmöglich machen. Selbst das Wort, in 2010 als große Propaganda eingesetzt ist verschwunden, dafür gibt es nun die Konsolidierung der DFK`s mit wieder neuen Antragsverfahren. Nur eine grundlegende Reform der Beantragung kann hier Abhilfe schaffen. Früher gab auch nur eine Anlaufstelle beim Konsulat. Heute wird beantragt bei der Stiftung, dem VDG, dem Konsulat, gemeinschaftsfördernde Maßnahmen sogar beim DFK Breslau mit Weiterleitung an die Stiftung, die befragt aber zunächst wieder den VDG, schickt dann weiter an die Stiftung in Oppeln, um endlich an die zahlende Stelle in Stuttgart Deutschland geschickt zu werden……. und so funktioniert es eben nicht.
Zur Zeit ist der Vorsitzende des VDG krank, nach seiner Genesung werden wir allerdings unsere Situation klären müssen, um das weitere Bestehen des DFK Glatz langfristig zu sichern und weiter expandieren zu können, oder wieder auf ein Kaffeekränzchen zu reduzieren, wie es vor der Übernahme des heutigen Vorstandes war. Unser engagierter Vorstand arbeitet viele Stunden in der Woche ehrenamtlich, unsere Fahrtkosten können wir wegen des schmalen Budgets kaum zur Hälfte abrechnen, wie auch viele andere Ausgaben für unsere Alten und Kranken, die wir privat bezahlen. Ein Lager für Hilfsmittel, von Gehhilfen bis Pflegebett wurde von uns auch privat gebaut und finanziert. In diesem Jahr werden wir wieder über 15 000,- PLN selbst finanzieren müssen, obwohl man uns Unterstützung aus Oppeln zugesagt hat, die aber wegen der komplizierten Verfahren nicht abzurufen sind. Es fehlt uns ein Buchhalter und Rechtsanwalt, um die uns zustehenden Mittel zu erhalten, aber wer kann diese Kosten übernehmen?
Fazit, es kann nur besser werden, also geben wir uns der Hoffnung hin.

Hier noch ein interessanter Link:
http://www.youtube.com/watch?feature=endscreen&v=BGJWHeADhHI&NR=1
Und hier noch ein weiterer interessanter Link:
http://www.simplesite.com/Oberschlesien/95569937

Ja da scheint sich die Basis zu wehren. Zu befürchten ist nur, das es für Veränderungen zu spät ist. Aber schauen wir mal……

Es grüßt aus der Grafschaft
Horst Ulbrich

Gedenken an den seligen Gerhard Hirschfelder

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:20

Ein Kardinal, ein Erzbischof, ein Bischof und der Großdechant – alle vereint im Glatzer Land

Gedenken an den Seligen Gerhard Hirschfelder und Einweihung der Begegnungsstätte mit Museum am 3. Juni 2012

Der Anlaß
Schon bei der Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder am 19. September 2010 in Münster wurde durch den Prager Erzbischof Dominik Duka OP (Dominikanerorden) die Idee geboren, sich am Grabe des Seligen in Tscherbeney bei Bad Kudowa in der Grafschaft Glatz bei einem gemeinsamen Pilgergottesdienst „international“ zu treffen und des Seligen zu gedenken. Wenn es nicht bereits früher geschah, so lag es nicht an mangelndem Willen, sondern einzig und allein an der schwierigen gemeinsamen Terminfindung.

Die Initiatoren
Kein geeigneterer Platz kann gedacht werden für eine nationen-übergreifende Verehrung als die Ruhestätte an der Kirche in Tscherbeney, im Dreieck von Schlesien, Böhmen und Mähren. Hier versammelten sich zu einem feierlichen Gottesdienst Dominik Kardinal Duka, Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender, Bischof Ignacy Dec, Großdechant Franz Jung mit Prälat Romuald Brudnowski, dem hiesigen Ortspfarrer.
Kardinal Duka von Prag hat ein besonderes Verhältnis zu den Grafschaft Glatzern, denn er wurde im benachbarten Königgrätz geboren und war dort seit 1998 Bischof, bevor er 2010 als Erzbischof nach Prag berufen wurde und seit 2012 dem Kardinalskollegium angehört. Auf dem Bischofsstuhl in Prag gedachte er der tausendjährigen Zugehörigkeit des Glatzer Landes, das seit der Gründung des Bistums 973 bis 1972 Bestandteil der Diözese blieb. Der erste Erzbischof von Prag wurde 1344 Arnestus von Pardubitz. Er war der Sohn des Burgkastellans von Glatz, begann hier bei den Johannitern seine Ausbildung und bestimmte für seinen Grabplatz die Dekanatskirche in Glatz, wo ein Marmordenkmal an sein segensreiches Tun als Ratgeber Kaiser Karls IV. erinnert. Unter dessen Herrschaft legte er den Grundstein für die Prager Kathedrale, den Veitsdom, gründete die Universität und übernahm das Amt des Kanzlers. Darin liegt die bis auf den heutigen Tag bestehende innere Verbundenheit der Grafschafter zu Prag, soweit sie der sog. Erlebnisgeneration angehören, begründet.
Aus Rom eilte Erzbischof Dr. Erwin Josef Ender herbei, der aus dem kleinen Ort Steingrund bei Habelschwerdt stammt. 1990 berief ihn Papst Johannes Paul II. zum Titularerzbischof im Sudan und setzte ihn als Nuntius im diplomatischen Dienst ein. Zum Abschluß seiner kirchenpolitischen Karriere übernahm er 2003 bis zu seiner Emeritierung 2007 die Nuntiatur für Deutschland in Berlin.
Professor Dr. Ignacy Dec leitete als Rektor die Päpstliche Theologische Fakultät in Breslau. 2004 wurde er Bischof der neu gegründeten Diözese Schweidnitz, zu der jetzt die Grafschaft Glatz gehört, nachdem sie zwischenzeitlich dem Erzbistum Breslau zugeschlagen worden war. Bischof Dec hat die Seligsprechung von Gerhard Hirschfelder intensiv unterstützt und ist heute ein großer Verehrer des ersten Seligen seines jungen Bistums.
Der Apostolische Protonotar Großdechant Franz Jung, gebürtig aus Neundorf, ab 1938 aufgewachsen in Gläsendorf bei Habelschwerdt, ist die unumstößlich anerkannte religiöse Bezugsperson aller Katholiken aus der Grafschaft Glatz, wo immer sie leben mögen, wo immer sie für eine neue Beheimatung Wurzeln geschlagen haben.
Bei seinem zehnjährigen Einsatz auf dem Weg zur Seligsprechung von Gerhard Hirschfelder, dem 1942 im KZ Dachau umgekommenen Grafschafter Jugendseelsorger, dem ein Predigtwort „Wer der Jugend den Glauben an Christus aus dem Herzen reißt, ist ein Verbrecher!“ zum Verhängnis geworden war, fand er in Prälat Romuald Brudnowski, dem Ortspfarrer von Tscherbeney, einen überzeugten, hilfsbereiten Mitstreiter.

Gottesdienst auf der Pfarrwiese
Etwa 600 Verehrer des Seligen fanden sich an seinem Grabe ein. Auf der ans Pfarrhaus angrenzenden weiträumigen Pfarrwiese war ein schön geschmückter Altar errichtet worden. Hier wurden die versammelten Pilger/innen unterschiedlicher Nationalität – unter anderem auch vom Bürgermeister – sehr herzlich begrüßt. Die Pilgerschar setzte sich zusammen aus der heutigen polnischen Bevölkerung von Bad Kudowa und Umgebung sowie vielen ehemaligen Landsleuten, die 1945 auf tschechoslowakisches Gebiet geflohen waren und nicht mehr zurückkehren durften. In zwei Bussen waren weitere ehemalige Bewohner der Grafschaft Glatz als Pilger zu den Grafschafter Wallfahrtsorten Albendorf, Wartha, Maria Schnee, auf tschechischem Gebiet nach Grulich und Bärnwald angereist. Schließlich wurde speziell eine große Schar ursprünglich Tscherbeneyer Einwohner begrüßt, die hier vor Ort gemeinsam den 60. Jahrestag ihrer Erstkommunion feiern wollten.
Dominik Kardinal Duka gestaltete den Festgottesdienst in Konzelebration mit den eingangs aufgeführten geistlichen Würdenträgern. Eine große Gruppe von Priestern und Diakonen in gleichfarbenen Meßgewändern, angeführt von zahlreichen Meßdienern, umrahmte den Altarbereich. Unter ihnen fiel Julian Golak aus Neurode auf, der in der Ordenstracht der „Ritter vom heiligen Grab zu Jerusalem“ erschien, in einem weißen wallenden Mantel mit dem großen roten Kreuz und mit einem schwarzen Barett als Kopfbedeckung. Ein Chor junger Sänger und Sängerinnen intonierte melodisch und rhythmisch ansprechende moderne religiöse Gesänge. Für deutsche Augen etwas ungewohnt, standen in einiger Entfernung drei Beichtstühle bereit, die während der Meßfeier auch besucht wurden.

Begrüßung
Großdechant Jung sprach einleitend Worte der Begrüßung.
„Sehr geehrter Herr Kardinal, sehr geehrter Herr Bischof, lieber Nuntius, lieber Mitbruder Romuald, bei Dir möchte ich gerne anfangen. Ich habe hier ein Bild, das wir vor 10 Jahren in Tscherbeney aufgenommen haben, beim Gottesdienst zum 60. Todestag von Gerhard Hirschfelder. Damals waren wir Freunde, und als ich in den ersten Jahren hier in der Grafschaft, meiner Heimat, gewesen bin, hat der leider bereits verstorbene Pfarrer Stefan Witczak mich gefragt: „Willst Du nicht mein Bruder sein?“ Er hat mich in den Arm genommen. Das fand ich eine tolle Geste!
Ich möchte das jetzt wiederholen mit Dir, lieber Romuald, und sagen: Wir sind nicht Freunde, wir sind im Verständnis von Tschechen, Polen und Deutschen wirklich Brüder. Und ich möchte Dich einfach in den Arm nehmen aus Dankbarkeit dafür, daß Du die Arbeit für die Seligsprechung hier in der Grafschaft Glatz, vor allen Dingen hier in Cermna, so gut vorangetrieben hast.
Wir sind und bleiben Brüder, und ich möchte Dich in den Arm nehmen, hier vor allen Leuten.
Danke! Das ist ein Zeichen, das wir setzen wollen – auch für die Zukunft.
Lieber Herr Bischof, es ist wunderschön, daß Sie ebenso die Initiative ergriffen haben mit Ihrem Pfarrer und seiner Mannschaft, daß wir Gerhard Hirschfelder hier verehren dürfen als einen Freund von drei Nationen: Tschechen, Polen und Deutschen. Herzlichen Dank, Herr Bischof. Es war einfach toll, wie Sie das aufgegriffen haben und weiter verfolgen. Hier ist der Heimatort für Gerhard Hirschfelder; wenn wir Heimatvertriebenen, wenn wir früheren Bewohner nicht mehr sind, bleibt Gerhard Hirschfelder hier vor Ort, und das ist etwas Großartiges!
Daß wir heute hier sind mit drei Nationen, haben wir Ihnen, lieber Herr Kardinal, zu verdanken. Sie haben in Münster bei der Seligsprechung am 19. September 2010 – als Herr Bischof Dec sprach – mir ins Ohr geflüstert: „Können wir nicht eine gemeinsame Wallfahrt machen? Polen, Tschechen, Deutsche!“ Da habe ich gesagt: „Sofort! Wir kommen sowieso jedes Jahr, und heute ist das in Erfüllung gegangen. Über die Grenzen hinweg haben wir einen gemeinsamen Gottesdienst mit allen Menschen guten Willens – mit Tschechen, Polen und Deutschen. Herzlichen Dank, Herr Kardinal!“
Polnisch – Tschechisch – Deutsch im Wechsel
Bei den Meßtexten, den Fürbitten und Ansprachen wechselten sich die drei Sprachen Polnisch, Tschechisch und Deutsch regelmäßig ab, wobei übereinstimmend das tugendhafte Leben des Seligen im Blickpunkt stand.
Diakon Ewald Pohl aus Eckersdorf verlas den Evangelientext aus Matthäus 28, 16-20, worin der Missionsauftrag Jesu an seine Jünger verzeichnet steht – mit der Zusage: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt!“
Kardinal Duka predigte ebenfalls dreisprachig. Er sprach seine Freude darüber aus, daß er 2010 bei der Seligsprechung durch Joachim Kardinal  Meisner in Münster dabei sein durfte. Dabei habe er auch das Grab des von ihm sehr verehrten Clemens August Kardinals Graf von Galen besucht, dem – wie Hirschfelder –  tapferen Widerstandskämpfer gegen das Hitlerregime.
„Wir sind da, Gott Dank zu sagen für das Beispiel des priesterlichen Lebens des jungen Priesters Gerhard Hirschfelder. … Wir sind da: Seine Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule. Wir haben gehört, wie Gerhard Euch zur ersten heiligen Kommunion vorbereitet hat. …Wir sind da: Wir haben die Gelegenheit zu sehen, wie der junge Priester mit Ideen und Mut für die Ehre Gottes, für die Freiheit der Kirche gekämpft hat, und er ist wirklich ein Beispiel für die zukünftige Kirche in unseren Ländern. Nach dem zweiten Weltkrieg haben wir gehofft auf ein Leben in Freiheit, aber, das muß man sagen, unsere Hoffnungen waren naiv. Noch eine weitere sehr schlimme Diktatur ist gekommen, und sein Beispiel war wirklich Beispiel für viele Priester, hier, in Polen, auch in Böhmen, Mähren, auch in der Slowakei. Das muß man sagen: Wir sind wirklich dankbar für dieses Beispiel des priesterlichen Lebens. Diese jungen Priester, nach dem Muster des Seligen Gerhard Hirschfelder, braucht die Kirche in Polen, in Böhmen, in Deutschland, in aller Welt.
Beten wir, daß seine Fürsprache, des jungen Priesters, sich auch ausrichtet für uns Priester, uns Bischöfe von heute. Amen.“
Wenn Kardinal Duka das mutige Leiden im Kampf gegen die Nazidiktatur so hoch einschätzt, weiß er, wovon er spricht. Er selbst wurde bei seinem Widerstand gegen den atheistischen Kommunismus mehrfach inhaftiert, zeitweilig zusammen mit Vaclav Havel, dem späteren Staatspräsidenten.
Ein kleiner Versprecher soll noch angemerkt werden, indem er einmal statt „Seligsprechung“ das Wort „Heiligsprechung“ gebrauchte. Während bei einer Seligsprechung „eine lokale Verehrung gestattet“ ist, das heißt, mit ihm zu beten und seine Fürsprache anzurufen, gilt bei einer Heiligsprechung die Verehrung in der gesamten Kirche. Vielleicht weist dieses ungewollt ausgesprochene Wort schon den Weg in die Zukunft, bildet eine neue Zielvorgabe!

Fürbitten
Wie schon in der Predigt, richteten sich auch die Fürbitten an den Beistand des Seligen. Michael Güttler aus Bad Landeck trug vor:
„Für alle, die unter Not, Krieg und Katastrophen leiden; für alle, die ihre Heimat verloren haben: Um ein unerschütterliches Vertrauen auf die Nähe und den Beistand Gottes in ihrem Leben.
Für das polnische, für das tschechische und das deutsche Volk: Um die Bereitschaft, den Weg in die Zukunft miteinander zu gehen und gemeinsam am Aufbau Europas in christlichem Geist mitzuwirken.
Wir bitten Dich, erhöre uns!“

Zeichen des Dankes
Nach dem Abschluß der Meßfeier trat Elisabeth Kynast, die wenige hundert Meter von hier als die „Schmidt Liesel“ ihre Kindheit und Jugend verbracht hat, mit spürbarer Freude und Fröhlichkeit ans Mikrofon, bedankte sich – vor allem im Namen der Tscherbeneyer – ganz herzlich für diese erhebende gottesdienstliche Feier und überreichte mehrere farbenprächtige Blumensträuße. Sie hat über die Jahrzehnte hinweg die Grabanlagen der hier ruhenden Deutschen gepflegt und für deren Erhalt Sorge getragen. Auch ist sie von Anfang an die treibende Kraft gewesen, nur eine kurze Wegstrecke vom Grab des Seligen entfernt eine Begegnungsstätte mit einem Museum einzurichten, die am Nachmittag den kirchlichen Segen erhalten sollte.
Bischof Dec ergriff ebenfalls noch das Wort, um seinen Dank an Kardinal Duka,
Erzbischof Ender und den Großdechanten auszusprechen sowie den Jubilaren der Erstkommunion zu gratulieren. Einen begeisterten Applaus erhielt er, als er sich abschließend an die ehemaligen Grafschaft Glatzer in der Pilgergruppe wandte: „Sie sind keine Gäste, sondern Sie sind hier in Ihrer Heimat. Sie besuchen Ihre Heimat.
Ich wünsche Ihnen alles Gute, Gottes Segen in reichem Maße und kommen Sie wieder. Kommen Sie wieder!“

Anschließend Volksfest
Unter der Regie von Prälat Brudnowski kümmerte sich anschließend ein Heer von freundlichen Helfern/innen um die Bewirtung der erwartungsvollen Volksmenge. Mit bewundernswerter Hilfsbereitschaft und geschickter Aufgabenbewältigung kam es zu einer schnellen Versorgung der dreisprachigen Gesellschaft. In großen Kübeln dampfte ein schmackhaftes „Bigos“ (Sauerkraut gedünstet mit Fleisch und Wurst) und auch die leckeren Stücke vom Spanferkel fanden lebhaften Zuspruch! Zusätzlich konnte man sich an Gebäck und Kuchen laben; dazu wurde eine Auswahl an Getränken angeboten. Das bunte Durcheinander der vielen Leute hatte durchaus Volksfestcharakter!

Einweihung der Begegnungsstätte mit Museum
Am Nachmittag stand noch ein weiterer Höhepunkt an, als in einer würdigen religiösen Feier das von der verstorbenen Rosa Rokitensky vermachte Wohnhaus – noch mit dem alten Mobiliar und den früher benutzten Einrichtungsgegenständen versehen – eingesegnet wurde. Kardinal Duka, Bischof Dec, Großdechant Jung und Prälat Brudnowski spendeten den Segen und besprengten den Museumsraum unter Gebeten mit Weihwasser. Es ist zu hoffen und zu erwarten, daß zahlreiche Besuchergruppen der Schädelkapelle auch an das Grab des Seligen treten, ihn um seine Fürbitte anflehen und die Gelegenheit wahrnehmen, sich über ihn ausführlich zu informieren.

Günther Gröger, Altgersdorf

1.jpg  23.JPG   24.JPG  Zum Vergrößern auf die Bilder klicken

28.5.2012

Buchpräsentation.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:08

dscf4700.JPG v.l. Prof. Herzig, Frau Ruchniewicz, Prof. Ruchniewicz (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

Auf eine Einladung unseres DFK Mitgliedes Frau Renate Fuglinska, fand am 13.Mai 2012 die Buchvorstellung der polnischen Ausgabe von „Schlesien, das Land und seine Geschichte“ statt. Vorgestellt durch die Autoren Herrn Prof. Herzig und Frau Ruchniewicz, begleitet von ihrem Mann Herrn Prof. Ruchneiwicz der auch die Übersetzung für die polnischen Zuhörer übernahm.

Die Kosten der Übersetzung des Buches hatte die Erika Simon Stiftung übernommen.

Das Buch umfasst die gesamte schlesische Geschichte vom Mittelalter bis in die Neuzeit und Prof. Herzig übernahm die Vorstellung des ersten Teils des Buches bis ins 18. Jahrhundert. Er betonte, das Buch sei frei von ideologischen Beiträgen und vermittelte den Zuhörern die früher praktizierte der schlesischen Toleranz, unterbrochen durch die schweren Kriegszeiten des 20. Jahrhunderts. Er ging auch auf die frühe Stadtplanung ein, der Mittelpunkt immer gekennzeichnet durch den obligatorischen Ring, der ja eigentlich immer eckig ist und in dessen Mitte sich das Rathaus befindet.

Frau Ruchniewicz bedankte sich zunächst bei der großen Zuhörerschar und betonte, dass sehr viele auch bei allen früheren Buchpräsentationen dabei waren. Sie übernahm dann die weitere Vorstellung der Geschichte ab dem 18. Jahrhundert und befasste sich auch mit der positiven Entwicklung einer schlesischen Toleranz die zurück zu kehren scheint. Wir alle fühlen uns als Grafschafter und Schlesier und die letzte Volksbefragung hat ergeben, das viele Polen sich nicht als Polen sondern Schlesier eingetragen hatten, wie es auch viele die hier verbliebenen Deutschen getan haben. Ein verbindende Aussage, die politisch schon etwas kritisch gesehen wird, haben wir doch Situationen der Sorben und anderer Volksgruppen vor Augen.

Aus dem Publikum wurde gefragt wo denn noch die deutsche Ausgabe zu bekommen sei und Herr Prof. Herzig konnte nur noch die „Schlesische Schatztruhe“ in Görlitz empfehlen, da auch die 2. Auflage vergriffen sei. Bei einem Glas Sekt nach dem offiziellen Teil begann eine rege Diskussion der über 100 Zuhörer aus Deutschland und Polen mit einer hohen Wertschätzung, das nun auch das Buch „Schlesien, das Land und seine Geschichte“ auch einer breiten polnischen Leserschaft zu Diskussionen zur Verfügung steht.

Unser DFK Mitglied Frau Fuglinska übernahm die Organisation, wie auch die Kosten der Veranstaltung.

Bericht
Horst Ulbrich

22.5.2012

„Niederschlesisches Frühlingsfest“ des DFK Glatz am 19.05.2012

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:54

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Test der Beschallungsanlage für Säle und Außenbereich. Horst und Renia Ulbrich
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Chor DFK Glatz mit dem
ersten öffentlichen Auftritt
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Viel Andrang bei den Vorführungen drinnen und draußen.
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Erste Tanzgruppe aus Oppeln
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Trachten aus Waldenburg, Oppeln und Landsmannschaft aus Neuss
 

Zur Vorbereitung:
Natürlich geht bei einem so großen Fest eine gründliche Planung voraus, wie auch die Suche nach finanzieller Unterstützung. Dazu waren viele Gespräche und Formalitäten zu erledigen, wie auch die so komplizierte Antragsproblematik, denn eine Bezuschussung war nur möglich, wenn das Fest mit einer Konferenz gekoppelt wird. Gesagt getan und alle sind unserer Einladung zum „Niederschlesischen Frühlingsfest“ gefolgt. Chöre aus Waldenburg und Habelschwert, wie auch unser neu gegründeter Chor vom DFK Glatz, Trachten und Tanzgruppen aus der Oppener Land, wie auch die Kindergruppe Violinchen waren zur Programmgestaltung eingeladen. Dazu Gäste aus Deutschland und unsere Mitglieder. Entsprechend große Räumlichkeiten waren angemietet, Tanzmusik bestellt und für ausreichend Speisen und Getränke zu bezahlbaren Preisen war gesorgt. Es begann zwar Problemen, die hauseigene Verstärkeranlage war so hoch modern, dass sie keiner bedienen konnte. Mit dem tragbaren Mikrofon sollte man gleichzeitig beide Säle und beide Außenhöfe informieren können. Aber die Tanzkapelle hatte eine ähnliche Anlage und pünktlich um 14 Uhr mit dem Eintreffen der ersten Busse funktionierte alles zu unserer Zufriedenheit.

Das Fest:
Der DFK Glatz hatte eingeladen und alle kamen, bis auf unsere Kindergruppe Violinchen, denn die Projektleiterin war erkrankt und ohne sie wollten die Kinder nicht auftreten. Schade, denn auch schon zu unserem Weihnachtsfest hatten sie zur Unterhaltung beigetragen.

Der Vorsitzende des DFK Glatz, Horst Ulbrich begrüßte die Gäste. Unter anderen Gruppen auch eine Abordnung der Heimatgruppe Görlitz mit Herrn Theisen und erklärte kurz die Räumlichkeiten, wo die Vorführungen stattfinden, auch wie und wo man Speisen und Getränke bekommen kann, denn bald war an manchen Engstellen des Gebäudes ein Stau entstanden. Sofort nach dem Eintreffen der Gruppen wurde das Programm allen Gästen vorgestellt und unser neu gegründeter Chor vom DFK Glatz begrüßte die Gäste aus Nah und Fern mit dem Lied „Der Mai ist gekommen“. Der Waldenburger Chor begann, unterstützt von der Begleitmusik seiner Mädchen mit Violinen und auch eines Akkordeonspielers mit deutschen Heimat – und Wanderliedern. Uns standen zwei Säle für je 100 Personen und zwei weitere große Innenhöfe zur Verfügung, aber bald waren die Säle überfüllt. Der anschließende Auftritt der ersten Tanzgruppe aus Oppeln unter der Leitung von Frau Waltraut Oswald wurde daher in den Innenhof am blauen Saal verlegt und sie begeisterten das Publikum mit einer gelungenen Vorführung der jungen Tänzer. Nach einer relativ kurzen Pause, in der sich im anderen Innenhof vor dem roten Saal eine Schlange am großen Grill bildete, untermalte die Wartezeit ein Orgelspieler mit alten Liedern an der Drehorgel. Horst Ulbrich musste ein wenig auf das eng gestaltete Programm aufmerksam machen und im blauen Saal begann der Lehrerchor aus Habelschwerdt mit einer Vorstellung auch bekannter Gospelsongs. Unser Mitglied Heinz – Peter Keuten, der dort am Lyzeum arbeitet, ist Chormitglied und hält die engen Kontakte zu unserer Gesellschaft aufrecht. Es folgte eine weitere Pause, die zu Gesprächen untereinander genutzt wurde, oder man begab sich zu den Versorgungseinrichtungen für Kaffee oder Bier, sowie anderen kalten Getränken, denn das Wetter hatte es zum Glück gut mit uns gemeint. Andererseits hätten wir mit den vielen Teilnehmern auch in den Sälen keinen Platz gefunden. Es waren grob gezählte 250 Teilnehmer und Gäste, es könnten aber auch 300 gewesen sein. Wer will die sich ständig bewegende Menschenmasse zählen. Aber zwei herausragende Menschen müssen wir erwähnen. Horst Baumgartner aus New York, ehemals in Glatz war mit seinen Bruder Fritz aus Kanada zu Besuch in Deutschland bei seiner Verwandtschaft. Dort hörten sie von unserem Fest, schlossen sich sofort der Reisegruppe aus Deutschland an, um bei uns dabei sein zu können.

Nach der Pause, musikalisch untermalt von unserer Tanzkapelle, begann der Chor aus Waldenburg unter der Leitung von Frau Rosinek mit dem zweiten Teil der Vorführung, mit Liedern und Mundartgedichten aus dem Glatzer Land, vorgetragen von einem Chormitglied. Danach zogen die Oppelner Buben mit den begleitenden Mädchen in den Innenhof ein und begeisterten die Zuschauer mit verschiedenen Tänzen. Die vielen Zuschauer draußen und drinnen an den Fenstern spendeten lange Applaus für die jungen Tänzer und es ist wieder ein schönes Beispiel, dass doch noch die junge Generation zu aktivieren und zu begeistern ist. Dank denen, die als Organisatoren diese Begeisterung für die Tradition in die nächste Generation transportieren können. Nach dem offiziellen Programm war Zeit für Gespräche und natürlich wurde auch viel getanzt. Die hervorragende Kapelle, Vater und seine zwei Töchter mit Saxofon und Keyboard sorgten immer wieder für eine volle Tanzfläche. Aber schon ab 18 Uhr mussten einige an die Heimreise denken, denn die Kinder aus Oppeln hatten ja noch einen weiten Weg. Es war ein rundum gelungenes Fest, mit vielen Vorträgen und Vorführungen und alle waren glücklich in so großem Rahmen wieder einmal beisammen zu sein.

Die Konferenz:
Neben dem Fest fand die Konferenz mit unserem Vorstand und auch mitgereisten Vorständen statt. Im Vordergrund stand hier das Zusammenhalten der DFK Gruppen und die gegenseitige Unterstützung. Die Organisation solcher Feste beinhaltet zugleich mehrere positive Eigenschaften.

  1. Auch Mitglieder die sonst selten teilnehmen, sind oft positiv überrascht und wollen sich wieder in der Gesellschaft einbringen.
  2. Es fördert die Gemeinschaft der DFK`s untereinander.
  3. Wir treten öffentlich in Erscheinung, das gerade im grenznahen Gebiet, wo die Vertreibung fast zu 100% war und wir Deutschen prozentual immer noch sehr wenige sind. Durch solche Veranstaltungen und die Publikation in den Zeitungen werden wir mit unserem kulturellen Anliegen positiv wahrgenommen.
  4. Auch eine große, gemeinsame Weihnachtsfeier mit dem DFK Waldenburg wurde erörtert und wird später noch konkret verhandelt.

Es wurde aber auch über die komplizierten Antragsverfahren für Konsolidierungsprojekte gesprochen, die viele Vorsitzende von größeren Projekten abhalten. So war auch hier keine auftretende Gruppe bereit den Arbeits- der Werksvertrag mit Angaben der privaten Steuernummer des Leiters, wie vom VDG gefordert, auszufüllen und zu unterschreiben. Alle aufgetretenen Chöre sind kein eigener Verein mit Steuernummer. Reaktion aus dem Vorstand DFK Waldenburg war, man müsse den Steuerantrag nicht ausfüllen. Auch die Steuerfachfrau aus Waldenburg hatte einen solcher Antrag noch nicht gesehen. Zu diesem Fest sind dem DFK Glatz Kosten in Höhe von 4350,- PLN entstanden, für Tanzmusik 800,- PLN , 400,- PLN Kostenzuschuss je Chor für den Bus, außerdem Verpflegungsbeitrag pro Teilnehmer der auftretenden Gruppen und Saalmiete. Ein gestellter Antrag auf Bezuschussung ist bis zum Fest nicht positiv beantwortet worden. Das wird auch Gegenstand der nächsten Konferenz 1.6. bis 3.6. am Annaberg sein müssen, denn in dieser komplizierten Abhandlung sind Projekte auch beim DFK Glatz aus mangelnden Finanzen nicht mehr möglich.

Darüber waren sich die Konferenzteilnehmer einig, ließen sich aber beim Fest die gute Laune nicht vertreiben. Sie waren sicher, am heutigen Tag den Beitrag der geforderten Konferenz erfüllt zu haben.

Berichterstatter
Hermann Handlos

Bitte auf die Bilder klicken zum Vergrößern

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Chor DFK Waldenburg mit Musikern
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Lehrerchor aus Habelschwerdt
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Tanzgruppe Oppeln
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2. Tanzgruppe
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Zwei Glatzer Originale aus Amerika und Kanada angereist.
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Mit so schönen Frauen lässt man sich gern fotografieren.
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Auch ein Orgelspieler war dabei und hat den Wartenden am Grill die Zeit mit Musik verkürzt.

6.5.2012

Denkmalpflege Heinrich Bender

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:32

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Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Frühjahrsputz bei Heinrich Bender Eckersdorf.

Wie in jedem Frühjahr trafen sich engagierte DFK Mitglieder um bei dem 2010, für den Küster und Einsiedler Heinrich Bender , eingeweihten Denkmal Ordnung zu schaffen. Es handelt sich um das Denkmal an der früheren Lorettokapelle, die von russischen Soldaten beim Einmarsch geplündert wurde. Auch Heinrich Bender, der seine Kapelle nicht verlassen wollte, wurde später dort erschlagen gefunden. 1972 ist dann der Rest der Kapelle abgerissen worden. Heinrich Bender war bei bei den Grafen Magnis und der Bevölkerung sehr beliebt und damit er nicht in Vergessenheit gerät, wie auch der Standort der Kapelle, haben wir 2010 das Denkmal aus dem Schutt ausgegraben. Nach der Renovierung hat unser Großdechant Franz Jung mit dem polnischen Eckerdorfer Pfarrer das Denkmal geweiht. Dabei waren die Eckersdorfer Heimatgemeinschaft und auch zwei Klassen des Gymnasiums aus der Gesamtschule Eckersdorf. Wer es noch nicht gesehen hat, oberhalb von Eckersdorf mit dem schönsten Ausblick auf das Schloss und die Heuscheuer. Gute Parkmöglichkeit.

Wir, die Mitglieder des DFK Glatz sind hier immer wieder im Einsatz um das Denkmal in einem würdigen Zustand zu erhalten. Der nächste Termin ist am 2. Juni in Rothwaltersdorf mit der Einweihung des von Helmut Göbel renovierten Nepomukdenkmals.
Hl. Messe um 10 Uhr, danach Einweihung und Fest mit der Dorfgemeinschaft Rothwaltersdorf.

Herzliche Einladung.
Horst Ulbrich

25.4.2012

Sky tower in Breslau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:01

Breslau expandiert und kein Ende!

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Sky Tower Eingangsbereich Galerie
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Stockwerk Nr. 51
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Panorama von oben
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In der Mitte der braune Wasserturm, heute Restaurant.
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Galerie ist fast fertig
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Über dem alten Wsserspeicher

Liebe Freunde, heute einmal nicht DFK Glatz, sondern ein wenig Breslau.

Der DFK Vorstand war eingeladen den neuen Sky Tower in Breslau zu besichtigen. Nur etwas für schwindelfreie Menschen, denn schon der Aufzug war ein Erlebnis, gab es doch zu den oberen Stockwerken nur den Lastenaufzug, von dem man, auf einem Gitterrost stehend 52 Stockwerk tief und weitere 3 Stockwerke in die Tiefgaragen sehen konnte.

Oben war die Aussicht bis zum Horizont natürlich sehr schön, einige zogen es aber doch vor den Abstieg durch das Treppenhaus zu meistern. Bis zur Etage Nr. 25 ist das Gebäude fertig, darüber wird noch kräftig gearbeitet um die Komplettabnahme bis März 2013 zu schaffen.

Die Galerie in den ersten 4 Stockwerken eröffnet mit Kaufhäusern, vielen Geschäften und Restaurants schon im nächsten Monat. Eigentlich wird die Besichtigung im derzeitigen Zustand nur Investoren gestattet, aber als Mitglied beim Deutschen Stammtisch in Breslau ist vieles möglich, eben auch die Besichtigung des höchsten Gebäudes in Polen mit 2012 Metern. In Warschau wird gerade ein Hochhaus gebaut, allerdings nur mit einer Gesamthöhe von 205 Metern, wie die Investoren ausdrücklich betonen.

Mit dem Leiter des Sächsischen Verbindungsbüros, Herrn Grapatin waren wir dann noch beim Besitzer des Wasserturmes auf ein Glas Wein eingeladen. Natürlich auch dort mit Besichtigung des Turmes über dem Restaurant. Eine Empfehlung auch für Busreisende, denn ein großer Parkplatz steht zur Verfügung.

Bericht
Horst Ulbrich

21.4.2012

Neues vom DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:08

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz e.V.
Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11
E-Mail: hulbrich@op.pl – Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Liebe Mitglieder des DFK Glatz,

wir freuen uns, dass wohl auch unter dem Einfluss der Frühlingssonne die Zahl der Besucher unserer regelmäßigen Treffen erfreulich zugenommen hat. Viele der ehemaligen Mitglieder sind zurück, auch deren Nachkommen interessieren sich für unsere Angebote.

Wir möchten daher erneut über anstehende Ereignisse unterrichten.

19.05. 2012: Ab 14.00 Uhr feiern wir unser Niederschlesisches Frühlingsfest mit Chören und Trachtengruppen aus Niederschlesien. Veranstaltungsort: Restaurant „Majowy Sen“, ul.. Wyspianskiego 40 in Glatz. Vom Zentrum Glatz in Richtung Habelschwert. Nach dem Kreisel geht es bergauf, hinter der Firma Peemer links. Hinweisschild steht an der Straße.
Vielleicht habt Ihr auch Lust auf ein Tänzchen im Anschluss an das offizielle Programm, eine gute Kapelle wird dazu spielen. Wir bitten um rege Teilnahme und um Anmeldung unter der Nummer 74 871 4361. Die große Zahl der erwarteten Besucher erfordert entsprechende organisatorische Vorbereitungen.

Am 2.Juni fahren wir nach Tscherbeney/Czermna. Festgottesdienst mit Kardinal Duka, Bischof Dec und dem Großdechanten. Bus am Kloster Glatz wird um ½ 11 Uhr bereitstehen. Bitte vorher anmelden. Tel. 74 871 4 361

Jeden letzten Samstag im Monat: 15.00 Uhr Gottesdienst in der Georg- und Adalbertskirche auf der ul. Lukasinskiego in Glatz. Vorher Treffen im DFK Vereinslokal. Nächster Termin 29. 04. 2012

Jeden Samstag von 11.00 bis 14.00 Uhr: Wöchentliches Treffen im Vereinslokal, ul. Lukasinskiego 11 in Glatz. Jeden Samstag nach dem Treffen übt unser Chor ebenfalls im Vereinsheim deshalb mussten wir aus Platzmangel den Deutschkurs Grundschule in das Gemeindezentrum verlegen, der zu gleicher Zeit stattfindet.

Wir weisen außerdem auf unsere Deutschkurse und die Kindergruppen hin. Nähere Informationen jeden Samstag beim Treffen oder unter der Nummer: 74 871 4361

Wir planen im Juli einen Ausflug nach Görlitz. Bitte informiert Euch im DFK Vereinslokal ab Juni.

Herzliche Grüße und auf ein Wiedersehen bei einem unserer Treffen.

DFK Glatz
Hermann Handlos
Schriftführer

15.4.2012

Workshop Konsolidierung der Begegnungsstätten 2012

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

Rauchende Köpfe beim Workshop im Rahmen des Projekts: Konsolidierung der Begegnungsstätten organisiert vom VDG und unterstützt vom Haus der Deutsch – Polnischen Zusammenarbeit.
Am 13. bis 14.4. 2012 fand in Breslau ein VDG Workshop mit Schulung für die Beantragung der Fördermittel aus dem Fond der Konsolidierungsmittel.
Durch die lange Anreise mit teilweise über 400 Km einiger Teilnehmer, gab es zu Beginn um 17 Uhr zunächst ein Abendessen und um 18 Uhr begrüßte dann der Vorstandsvorsitzende des Verbands der deutschen      sozial – kulturellen Gesellschaften in Polen, Herr Gaida die Teilnehmer.
Danach wurde das Konzept zur Belebung der lokalen DFK`s vorgetragen und die Ergebnisse der beiden vorherigen Editionen zur Diskussion gestellt.
Um 20 Uhr begann eine Podiumsdiskussion unter der Moderation von Herrn Norbert Rasch, Vorstandsvorsitzender der Gesellschaften im Oppelner Schlesien. Hier ging es um die Erfolge der bisherigen Projekte und der aktuelle Stand der Organisationen der deutschen Minderheit.
Der nächste Tag begann zunächst mit der Vorstellung der Entwicklungsstrategie für die Jahre 2010 bis 2015.
Anschließend stellte Regionalkoordinatorin Frau Kaminska die Projektbedürfnisse und Strategie der DMI vor.
Nach einem Mittagessen begannen dann die praktischen Informationen zur Antragstellung und Projektabrechnung. Frau Neumann, Büroleiterin des VDG in Oppeln und die Landeskoordinatorin des Projektes Frau Dzumla hatten schon die ersten Probleme zu verkünden.
Nun ist bekannt das die Mittel aus Deutschland so ihre Probleme mit der Beantragung mit sich bringen, aber pünktlich zur Schulung hatten sich einige Kriterien schon wieder geändert, die nicht einmal in die Unterlagen verbracht werden konnten, weil sie so kurzfristig erst bekannt wurden.
Es folgte eine lange Liste was nicht beantragt werden kann und wir Teilnehmer mussten immer wieder nachfragen, was denn nun endlich beantragt werden darf. Nun sind wir Vorsitzenden der DFK`s froh, das uns Regionalbetreuer zur Seite stehen werden, die Beantragung und Durchführung der Projekte übernehmen, wie auch bei der Abrechnung behilflich sind. Hier sehen wir endlich eine Unterstützung unserer Arbeit denn schon die komplizierte Beantragung vieler Projekte, teils in Deutsch, teils in Polnisch und teilweise auch in beiden Sprachen mit vielen Seiten und komplizierter Abrechnung lässt viele Vorstände resignieren. Teilweise werden dann überhaupt keine Projekte mehr gestartet, worunter wieder die Attraktivität der Dfk`s und der deutschen Gemeinschaft leidet.
Die netten Mitarbeiter, wie Frau Neumann VDG, wie auch die Projektleiter sind nicht zu beneiden, denn in der nächsten Zeit wird es von den engagierten DFK Vorsitzenden eine Antragsflut geben, die es zu bearbeiten gilt.
Erst gegen 17 Uhr verabschiedeten sich die Teilnehmer um ihren teilweise weiten Heimweg anzutreten.

Bericht
Horst Ulbrich

Auf dem Bild hinten re. Herr Gaida, Mitte Frau Neumann, li, Frau Dzumla
001.JPG  Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

7.4.2012

DFK Glatz baut Lagerraum für Hilfsmittel

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:59

Lagerraum für Hilfsgüter fertiggestellt!
Es wurde tatkräftig gearbeitet um den Lagerraum für die Hilfslieferung in letzter Minute fertig zu stellen, denn schon kam der zweite Transport von einem privaten Sponsor, Herrn Pollok. Zum Glück auch weitere Pflegebetten und Rollstühle, die dringend benötigt werden. Über jedes ausgeliehene Hilfsmittel wird Buch geführt, damit alles zurückkommt wenn kein Bedarf mehr besteht, um damit dann anderen Kranken helfen zu können.

Aber auch Stapelstühle für unser DFK Vereinslokal,die wir uns aus Eigenmitteln nicht kaufen könnten waren auf dem Transport. Die sind bei den steigenden Mitgliederzahlen dringend erforderlich und dafür ganz herzlichen Dank. Dank auch Frau und Herrn Haferkamp, die als Privathilfe ihre Freizeit opfern, mit PKW und großem Anhänger die vielen Kilometer von Münster in Westfahlen nach Glatz fahren, um uns hier in der Hilfe für Bedürftige bei zu stehen.

Horst Ulbrich

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2.4.2012

Hilfstransport der Malteser für den DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:15

Malteser Hilfstransport beim DFK Glatz.

Wieder einmal waren die Malteser aus Telgte in der Grafschaft, um unsere soziale Arbeit bei der deutschen Minderheit zu unterstützen. Der DFK hat ein neues Domizil in der Innenstadt, leider dort aber keinen Platz mehr für die dringend benötigten Hilfsmittel. Auf dem Reiterhof Ulbrich wurde nun ein Lagerraum gebaut, um Platz für Rollstühle, Toilettenstühle, Pflegebetten, Kleidung und Pflegemittel zu schaffen. Die Malteser auf ihrer Jubiläumsfahrt, seit 30 Jahren mit Hilfsmitteln in Schlesien, waren dieses Mal mit vier Fahrzeugen unterwegs, denn sie unterstützen auch Krankenhäuser, wie auch Alten – und Kinderheime. Der DFK bekam unter anderem zwei dringend benötigte Pflegebetten. Allerdings haben wir für Schwerstkranke drei Anfragen. In der nächsten Woche kommt aber schon ein weiterer Transport von einem privaten Sponsor, Herrn Pollok. Er bringt uns mit seinem LKW auch dringend benötigte Stapelstühle für das Vereinslokal in Glatz und weitere Hilfsmittel. Hoffentlich ist dabei auch ein weiteres Pflegebett.
Wir sind den Helfern der Malteser sehr dankbar, sind doch unsere alten Mitglieder mit kleiner Rente auf Unterstützung angewiesen. Aus unseren aktiven Mitgliedern wird jemand die Verwaltung und Ausgabe übernehmen, damit die kostenlos überlassenen Hilfsmittel auch zurückkommen wenn sie nicht mehr benötigt werden, um weiteren Menschen helfen zu können.
Wie immer nach getaner Arbeit laden wir die ehrenamtlichen Helfer der Malteser abends zu einem Imbiss und geselligem Beisammensein ein. Am anderen Morgen ging ihre Fahrt weiter nach Oppeln.
Bericht
Horst Ulbrich

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Helfer beim Ausladen
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Verabschiedung der Malteser
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Malteser beim Umtrunk nach getaner Arbeit. Der Leiter, Herr H. Lodenkötter gibt noch Anweisungen für den nächsten Tag.

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25.3.2012

Erster vom DFK Glatz organisierter deutscher Gottesdienst.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:53

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft Glatz
57-300 Glatz / Kłodzko, Frankensteiner Str. Nr. 11
E-Mail: hulbrich@op.pl – Tel./Fax: 0048 74-871 4361

DFK organisiert wieder deutschen Gottesdienst in Glatz

Am 24.3. 2012 hatten wir endlich wieder einen deutschen Gottesdienst in Glatz! Er fand in der Georg- Adalbertskirche auf der Frankensteiner Straße (der früheren evangelischen Kirche) statt, also in unmittelbarer Nähe der DFK-Vereinsräume.

Der Gottesdienst war durch unseren Vizevorsitzenden und Religionspädagoge Jochen Straube gut vorbereitet worden. Er hatte auch den gesamten Ablauf mit Gebeten und Liedern in einem Heft zusammengefasst, um denen eine Hilfe zu geben, die mit der deutschen Sprache noch Probleme haben. Die nach dem Krieg geborenen deutschen Mitglieder hatten bis zur Wende weder Möglichkeiten deutsch zu sprechen noch es in angebotenen Kursen zu erlernen. Aber unser Schatzmeister H.-P. Keuten, der im Habelschwerdter Gymnasium als Fremdsprachenlehrer für Französisch, Englisch und Deutsch tätig ist, hatte im Rahmen der Deutschkursangebote unseres DFK auch deutsche Kirchenlieder und das Vaterunser auf Deutsch mit seinen Schülern geübt, damit alle aktiv am ersten deutschen Gottesdienst teilnehmen konnten. Auch die Kinder aus einem unserer Deutschkurse, von Ursula Patzwald unterrichtet, waren gut vorbereitet und nahmen am Gottesdienst teil. So waren seit langer Zeit wieder Lieder wie „Großer Gott wir loben Dich“ in der heute von den Glatzer Klarissinnen geführten Kirche zu hören. Leider war der für die deutsche Minderheit zuständige Pater Arndt aus Breslau verhindert. Er hatte mit Pfarrer Rajmund aus Grunwald aber für einen guten deutschsprachigen Ersatz gesorgt. Das Ehepaar Ulbrich übernahm die zweisprachigen Fürbitten und es wurde für alte und kranke Grafschafter wie auch ein friedvolles Zusammenleben beider Völker gebetet. Leider konnten wir aus finanziellen Gründen keinen Kirchenbus für unsere alten Mitglieder einsetzen. Aber 48 Mitglieder aus dem Raum Glatz kamen zum Gottesdienst. Unser Einzugsgebiet ist allerdings von Bad Kudowa bis Mittelwalde, also ca. 80 km. Unsere alten Mitglieder, die nicht mehr gut laufen und weiter entfernt wohnen, konnten leider nicht teilnehmen.

Wir wollen aber in Zukunft jeden letzten Samstag im Monat gemeinsam einen deutschen Gottesdienst feiern, auch um den Zusammenhalt der Gemeinschaft zu erhalten und zu fördern. Vorher bitten wir zu Kaffee und Tee in unseren Klubraum auf der Frankensteiner Straße, ganz in der Nähe der Kirche. Dorthin laden wir natürlich auch alle Heimatreisenden ganz herzlich zu einem Besuch ein.

Einladung zum Kaffee jeden Samstag 11 bis 14 Uhr. Danach ist Chorprobe.

Den Mitgliedern aus Deutschland sei für ihren Mitgliedsbeitrag gedankt. Da wir als in Polen registrierter Verein keine Möglichkeit haben, in Deutschland ein Konto zu eröffnen, und das DFK-Konto deshalb auf meinen Namen läuft, haben Neider unserer Arbeit in der Heimat leider böse und unhaltbare Gerüchte in die Welt gesetzt. Das hat uns ehrenamtlich Tätige in der Heimat sehr traurig gemacht, sind wir in 2010 doch neu gestartet, führen nun 6 Deutschkurse, vom deutschen Konsulat gefördert, durch und haben ein schönes Vereinslokal in der Innenstadt, unweit des Glatzer Rathauses, eine Kindergruppe „Violinchen“, ab 31.3.2010 wieder einen DFK-Chor und so weiter. Wegen der uns bekannt gewordenen Ungereimtheiten erwägen wir das Konto unter dem Namen des Großdechanten zu führen, obwohl sich in Ablauf und Kontrolle durch die Revisionskommission nichts ändern würde. Ein kurzes Vorgespräch mit dem Großdechanten hat in Münster stattgefunden.

Wer unsere Arbeit in der Heimat unterstützen möchte, möge sich bitte bei uns melden.  Unsere Kontodaten dürfen wir hier leider nicht veröffentlichen.

Und noch einmal für alle Zweifler: Das ist nicht mein Privatkonto und steht ausschließlich dem DFK zur Verfügung, wird vom Schatzmeister verwaltet und durch eine Revisionskommission kontrolliert.

Grüße aus der Heimat
Horst Ulbrich
DFK Glatz

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10.3.2012

Deutscher Generalkonsul zu Gast beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:46

Der deutsche Generalkonsul Dr. Zeitz zu Gast bei der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Glatz/Kłodzko

Auf Einladung des DFK Glatz kam der deutsche Generalkonsul aus Breslau am 8.3.2012 in die Grafschaft Glatz, um sich über die kulturellen und sozialen Projekte der Gesellschaft zu informieren.

Nach der offiziellen Begrüßung berichtete der Vorsitzende, Herr Ulbrich, im Rahmen einer Multimedia-Präsentation über die vielen Aktivitäten des DFK. Im kulturellen Bereich gehören zu den herausragenden Projekten die Renovierung eines Denkmals oberhalb von Schwenz/Święcko zu Ehren des Küsters Heinrich Bender, der in den letzten Kriegstagen von Soldaten der Roten Armee umgebracht wurde. Auch die von ihm versorgte Kapelle war dabei zerstört worden. In den Rahmen der Kulturarbeit fällt auch die Zusammenarbeit mit Professor Fitych, mit dem zusammen eine Ausstellung über sakrale Bildstöcke im Raum Kudowa erstellt wurde.

Im Rahmen der sozialen Arbeit wird jährlich eine Gruppe Behinderter aus Waldenburg/Wałbrzych zum gemeinsamen Grillen eingeladen. Es werden ebenfalls Kinderheime aus der Region zum Spielen und Reiten auf dem Reiterhof des Vorsitzenden eingeladen. Gemeinsame Feste mit dem Polnisch- Deutschen Freundschaftskreis aus Glatz/Kłodzko, dessen Vorsitzender Herr Jerzy Żelaszkiewicz ist, gehören seit langer Zeit zur Tradition. Es ist zu einer engen Zusammenarbeit gekommen, da beide Vereine die gleichen Ziele der Völkerverständigung haben. Sie haben in gemeinsamer Arbeit den Hirschfelder Wander- und Pilgerweg von Tscherbeney bei Kudowa über Albendorf, Glatz und Habelschwerdt bis Winkeldorf festgelegt, der mit Hilfe der deutschen Stiftung aus Oppeln und dem Marschallamt nun mit Hinweistafeln in beiden Sprachen versehen wird. Herr Ulbrich lobte die gute Zusammenarbeit und schaut positiv in die Zukunft, was die polnisch-deutsche Versöhnung geht.

Viele polnische Mitbürger nehmen auch an den fünf Deutschkursen teil, die für unsere Mitglieder angeboten werden. Das neueste Projekt startet noch im März für Kinder im Vorschulalter von 3 bis 6 Jahren. Hier sind auch noch einige Plätze frei, interessierte Eltern mögen sich bitte samstags von 11 bis 14 Uhr in unseren Vereinsräumen auf der ul. Łukasinskiego 11 informieren. 3 Kurse für Erwachsene von Anfängern über Fortgeschrittene bis zum Konversationskreis Deutsch finden wöchentlich statt. Ein von der AGMO e.V. aus Deutschland gefördertes Projekt „Hilfe für den Deutschunterricht in der Grundschule“ wurde in das Gemeindezentrum Schwenz ausgelagert, weil zur gleichen Zeit der neu gegründete Chor seine Proben in den Vereinsräumen beginnt. Unser Vereinslokal steht jedem offen, das Raumangebot ist jedoch mitunter schon zu gering, um alle Projekte dort stattfinden zu lassen.

Der Vorsitzende zeichnete ein positives Bild für die Zukunft, obwohl die Fördermittel der deutschen Stiftung und des Konsulats aus Oppeln für 2012 gekürzt wurden.

Das nächste große Fest wird am 19. Mai 2012 stattfinden. Zu dem Niederschlesischen Frühlingsfest sind schon Chöre aus Görlitz, Waldenburg, Oppeln, Landeck und Habelschwerdt angemeldet. Dazu eine Anfrage an die Leser – wo können weitere Bänke und Tische ausgeliehen werden, um für ca. 300 Personen Sitzplätze zu schaffen?

Der Generalkonsul lobte ausdrücklich, dass eine gute Kooperation mit dem Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis in Glatz besteht und viele Projekte unter Einbeziehung der polnischen Bevölkerung stattfinden. Das sei vom deutschen Konsulat ausdrücklich so gewünscht. Es gäbe auf beiden Seiten immer noch Vorurteile, die nur durch gegenseitiges Verständnis, Kommunikation und Kooperation positiv beeinflusst werden können. In diesen Sinn sei die deutsche Vertretung in Glatz auf einem guten Weg und er wünschte weiterhin Erfolg. Nach einer Aussprache mit den Teilnehmern bei Kaffee und Kuchen hatte er noch weitere Termine und verabschiedete sich.

Berichterstatter
H.-P. Keuten

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von re. DFK Mitglied Herr Handlos, Filialdirektor der Deutschen Bundesbank a.D.
Deutscher Generalkonsul in Polen Herr Dr. Zeitz und Kulturreferent Herr Sachs
DFK Mitglied Frau Ulbrich Übersetzer.

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Vorsitzender Herr Ulbrich bei der Präsentation der DFK Projekte.

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22.2.2012

Deutsch – Polnischer Schüleraustausch

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:11

Bericht vom deutsch-polnischen Schüleraustausch
zwischen dem Silverberg-Gymnasium Bedburg (D) und dem
Allgemeinbildenden Schulzentrum in Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka (PL)
von der Schülerin Oliwia Pers, Habelschwerdt/Bystrzyca Kłodzka

 

Teil 1: Polen begrüßt die Deutschen

Wie fing alles an?

Am Anfang war ein Name: Franz Conrads. Und dieser Franz Conrads war bis 1932 Direktor am Aufbaugymnasium in Habelschwerdt und nach dem Zweiten Weltkrieg Leiter des Progymnasiums in Bedburg (NRW). Wenn man also will, ein „gemeinsamer“ Direktor.

Nach der Schließung des Lehrerseminars in Habelschwerdt in den 20er Jahren des 20. Jhs. wurde der aus dem Rheinland stammende Franz Conrads Gründungsdirektor der neuen staatlichen Regelschule in Habelschwerdt , die im Gebäude des Lehrerseminars eröffnet wurde und an der begabten Schülerinnen und Schülern aus der Umgegend die Möglichkeit gegeben wurde, die Allgemeine Hochschulreife zu erwerben. Franz Conrads war ein sehr engagierter Pädagoge und Zeitgenosse (unter anderem war er jahrelang Vorsitzender und später Ehrenvositzender des Glatzer Gebirgsvereins). Unter seiner Ägide wurde die Schule in Staatliche Felbiger-Aufbauschule umbenannt. Nach den Wirren des Krieges kehrte er in die Heimat seiner Familie zurück, nämlich nach Bedburg, wo er 1946 beauftragt wurde, die von den Nazis geschlossene höhere Schule wieder aufzubauen (zunächst allerdings nur in Form eines Progymnasiums). In späterer Zeit wurde diese Schule weiter ausgebaut und erhielt den Namen Silverberg-Gymnasium.

In Zusammenhang mit der von Frau Direktorin K. Magierowska-Kasza durchgeführten Renovierung unserer historischen Schulaula in Habelschwerdt in den Jahren 2008/9 und der Suche nach historischen Fotos der ehemaligen deutschen Direktoren der Schule stieß Herr Heribert Wolf von der Habelschwerdter Heimatgemeinschaft auf die o.g. Verbindung zwischen Habelschwerdt und Bedburg in Gestalt des Direktors Franz Conrads. Ihm verdanken wir also den Anstoß zum Aufbau unserer Schulpartnerschaft. Die konkreten Kontakte zur Schulleitung in Bedburg in Nordrhein-Westfalen hat dann unser Habelschwerdter Fremdsprachenlehrer Herr H.-P. Keuten (der selbst ebenfalls im Rheinland geboren ist, dessen Familie mütterlicherseits aber aus Wölfelsdorf stammt) hergestellt. Auf deutscher Seite lag die konkrete Planung und Durchführung des Austausches in den Händen von Frau Dr. K. Angelike und Frau N. Högemann sowie auf polnischer Seite in den Händen von Frau A. Karpińska-Jach, Frau L. Brzezicka sowie Herrn H.-P. Keuten.

Und so begann unser unvergessliches Abenteuer mit den Nachbarn aus Deutschland.

Was haben wir gemacht?

Es war Donnerstag, der 16. Juni 2011. Ungeduldig und erwartungsvoll standen wir auf dem Habelschwerdter Bahnhof und warteten auf die Ankunft des Zuges, der die deutschen Gäste zu uns bringen sollte. Manche waren ein bisschen nervös, andere nahmen es gelassen und wieder andere freuten sich darauf, endlich ihre deutschen Austauschpartner kennen lernen zu können, mit denen sie z.T. schon seit einigen Monaten in E-Mail-Kontakt gestanden hatten. Endlich, mit ein paar Minuten Verspätung, rauschte der Zug in den Bahnhof ein. Und jetzt waren endgültig alle aufgeregt und gespannt, was passieren würde. Der Zug hielt an und die Gruppe der Deutschen mit ihren Lehrerinnen stieg aus – ermüdet und von der langen Reise vollkommen fertig, aber glücklich, am Ziel angekommen zu sein. Und der Austausch konnte endlich beginnen. Alle begrüßten sich, als ob man sich schon Jahre kennen würde. Schnell hatte jeder seinen Partner gefunden und das persönliche Kennenlernen war sehr herzlich – wie gut, dass Jugendliche keine Grenzen und Barrieren kennen! Gleich entwickelten sich lebhafte Gespräche, die wir beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen fortsetzen konnten. Nach dem Essen begleiteten wir die Deutschen erst einmal zu ihrer Unterkunft, wo sie sich einquartieren und frisch machen konnten.

Am Nachmittag haben wir uns dann bei sonnigem Wetter zu gemeinsamen Kennenlernspielen auf der Wiese vor der Unterkunft getroffen. Bei der Vorbereitung und Organisation dieser Spiele war ich maßgeblich beteiligt, und es hat mir große Freude bereitet, einige gute Ideen aus dem dpjw-Buch für Schülerbegegnungen auszusuchen und vorzubereiten. Bei den Kennenlernspielen haben wir viel gelacht, so zum Beispiel bei „Cip-cap“ oder „wie geht‘s?“. Da unsere Freunde kein Polnisch konnten, haben wir entweder auf Deutsch oder auf Englisch gespielt.

Unser Programm war reich an unterschiedlichen Attraktionen. Wir haben unsere deutschen Freunde in unsere Schule mitgenommen, so dass sie sehen konnten, wo wir unseren Schulalltag verbringen und wie der Unterricht und das Schulleben in Polen aussieht. Danach haben wir in deutsch-polnischen Paaren eine Stadtrallye gemacht. Das ist auf großes Interesse gestoßen, denn wir konnten mit unseren Partnern zusammenarbeiten und bekamen es auch irgendwie hin, uns mit ihnen zu verständigen. Das war super! Die besten Mannschaften sind mit originellen Preisen belohnt worden. Wir waren auch in Breslau, wo wir u.a. das Edith-Stein-Haus besucht haben. Dort haben wir auch einen Vortrag der in Habelschwerdt geborenen Historikerin M. Ruchniewicz zum Thema der Nachkriegsgeschichte der Grafschaft Glatz sowie der deutsch-polnischen Versöhnung gehört. Das war sehr interessant und lehrreich.

Ein Höhepunkt des Programms war der „Bunte Abend“, den wir veranstaltet haben. Die polnischen Familien haben keine Mühen gescheut, um den Gästen eine reiche Auswahl an traditionellen polnischen Gerichten zu präsentieren. Nach dem Büfett gab es eine Diskussionsrunde mit Zeitzeugen aus Habelschwerdt und den umliegenden Orten, d.h. zwei Deutschen aus Bad Kudowa, die nach dem Krieg in ihrer Heimat geblieben sind und bis heute hier leben, einer Deutschen, die 1946 als Kind mit ihrer Familie vertrieben wurde, sowie einem Polen, der aus den ehemaligen ostpolnischen Gebieten (der heutigen Ukraine) vertrieben und nach dem Krieg in der Grafschaft Glatz angesiedelt wurde. Die Jugendlichen aus Polen und aus Deutschland hörten den Berichten der vier Zeitzeugen gespannt zu und stellten anschließend viele Fragen.

Nach Ende des offiziellen Teils gab es noch ein Konzert der Schulrockband „MOZG“. Das war toll! Wir sangen und tanzten bis in die Nacht hinein und hatten viel Spaß zusammen.

Am Samstag haben wir die Stadt Glatz einschließlich des unterirdischen Festungslabyrinths besucht, waren beim DFK Glatz eingeladen (unter anderem zur Pizza) und besuchten nachmittags die Tropfsteinhöhle im Klessengrund. Abends waren wir noch auf einem Konzert der Musikschule Habelschwerdt im Rathaussaal, und der Abend klang aus mit einem gemeinsamen Grill.

Insgesamt hat mir der Austausch sehr gefallen. Da ich schon mehrmals an einem Austausch teilgenommen habe, kann ich vergleichend sagen, dass die Verständigung mit unseren ausländischen Nachbarn mit zunehmendem Alter eigentlich immer besser klappt. Zumindest für meinen Teil kann ich das behaupten. Die Stimmung war einfach großartig, und die Deutschen planen auch schon einen privaten Besuch in Polen im kommenden Jahr. Sie sind halt gut drauf, die Deutschen!

Wirklich tolle Erlebnisse

Die Vorbereitung des Austauschprogramms war recht anstrengend (so wurde u.a. auch die Broschüre „Gemeinsam Geschichte erleben“ dank der Unterstützung des dpjw verfasst und gedruckt), aber schließlich hat es sich gelohnt, denn wir konnten auch an Workshops teilnehmen (z.B. zum Thema Vorurteile) und haben in Gruppen Poster zum Thema der deutsch-polnischen Geschichte und auch der Geschichte unserer Region und unserer beiden Schulen hergestellt.

Abends erwartete uns immer irgendeine Überraschung, ein Bunter Abend, ein Konzert, gemeinsames Grillen oder auch Ausflüge mit den Partnern in den Ort. So haben wir gemeinsam mit unseren neuen Freunden eine unvergessliche Zeit erlebt.

Entsprechend schwer fiel allen der Abschied. Wir hatten kaum mehr als eine Woche miteinander verbracht, aber alle waren einander ans Herz gewachsen, so dass die Tränen beim Abschied flossen. Die Umarmungen und Verabschiedungen wollten kein Ende nehmen, und fast wäre der Zug schon ohne die Deutschen wieder abgefahren …

Und der Trennungsschmerz hielt auch nach der Abreise der Deutschen an. Aber da wissen sich Jugendliche des 21. Jahrhunderts guten Rat, denn wozu gibt es das Internet und Facebook. Dort haben wir gemeinsam mit den Deutschen die Tage bis zu unserem Gegenbesuch in Deutschland gezählt. Tag für Tag, Woche für Woche wurde die Zahl immer kleiner, bis der Kalender endlich den 22. September 2011 anzeigte und wir nach Bedburg abfuhren.

Teil 2: Deutschland begrüßt die Polen

Facebook war also unser Lebensretter. Wie oft haben wir geschrieben, dass wir es nicht erwarten können, bis wir endlich nach Deutschland fahren. Wir warteten und warteten, bis es schließlich so weit war!

Unsere Reise nach Deutschland war schrecklich … Vom Einstieg in den Bus in Glatz bis zur Ankunft in Bedburg vergingen sage und schreibe … 17 Stunden! Ich würde nicht sagen, dass dies gerade wenig war, aber trotzdem – seien wir ehrlich – war es eine amüsante Reise.

Jeder normale Mensch wäre nach solch einer Reise fertig, todmüde und apathisch. Aber wir doch nicht! Wir waren vollkommen aus dem Häuschen und konnten es nicht abwarten, endlich die Gesichter wiederzusehen, die wir drei Monate lang vermisst hatten!

Zunächst setzte uns der Bus morgens in Köln vor dem Dom ab, nur noch eine kurze Bahnfahrt vom Ziel unserer Reise entfernt. Als wir dann endlich auf dem kleinen Bedburger Bahnhof ausstiegen, kamen uns unsere Austauschpartner schon entgegen und begrüßten uns herzlich. Wir fuhren dann zunächst in unsere Gastfamilien, bei denen wir die nächsten Tage wohnen durften. Nach der Einquartierung haben wir uns dann gegen Abend in der Altstadt mit der ganzen Gruppe getroffen und den Austausch offiziell eröffnet.

In den nächsten Tagen konnten wir mehrmals am Unterricht des Silverberg-Gymnasiums teilnehmen und das Schulleben an einem deutschen Gymnasium erleben. Manchmal haben wir natürlich nicht alles verstanden, aber mit „body language“ kann man sich notfalls immer verständigen.

Wir haben auch einige tolle Ausflüge gemacht. Wir waren unter anderem in Köln sowie Aachen, wo wir die Denkmäler dieser schönen Städte bewundern konnten. Der lustigste Moment des Austausches war die „Erkundungsreise“ auf Kajaks auf der Erft. Es lässt sich mit Worten kaum beschreiben, wie viel wir gelacht haben. Danach haben die deutschen Gastfamilien einen „Bunten Abend“ für uns veranstaltet, wo wir traditionelle deutsche Gerichte kosten konnten. An diesem Tag konnten wir auch einem interessanten Vortrag einer älteren Dame lauschen, die vor dem Krieg in Habelschwerdt geboren ist. Auch Herr Wolf von der Habelschwerdter Heimatgemeinschaft (der übrigens nur ein paar Wochen vorher in unserer Schule zu Besuch gewesen war) war anwesend und begrüßte uns herzlich. Die ältere Dame erzählte uns, wie sie 1946 Habelschwerdt verlassen und in Westdeutschland ein neues Leben beginnen musste. Zwei Schüler aus der deutschen Gruppe sind übrigens mit ihr verwandt.

Den Unterricht in Deutschland zu erleben, war schon interessant. Manchmal ist der Unterricht schon anders, als wir es aus Polen gewohnt sind, beide Systeme haben ihre Vor- und Nachteile. Auch wenn ich mit dem zufrieden bin, wie es bei uns in Polen ist – es gibt stets Raum für Verbesserungen …

Zu den schönsten Erlebnissen des Austausches gehörten sicherlich die gemeinsamen Feiern und Stadttouren, die wir privat mit unseren Freunden unternommen haben. Da haben wir uns natürlich erst richtig privat kennen gelernt … aber mehr darf ich an dieser Stelle nicht darüber schreiben. An diese gemeinsamen Stunden erinnern wir uns alle besonders gern, andererseits machen sie uns aber auch traurig, weil die schöne Zeit so schnell vorbei ging und der Schulalltag uns nun wieder alle zurück hat.

Und dann kam der Tag, an dem wir uns wieder trennen mussten. Das war sehr schwierig, weil wir uns doch schon sehr angefreundet hatten. Alle waren sehr traurig und es kam zu Weinkrämpfen und langen Verabschiedungen. Auch wenn wir uns freuten, unsere Familien und Freunde zu Hause wiederzusehen, so wären wir andererseits am liebsten hier geblieben, in Deutschland. Aber unsere Freunde haben uns mit dem Versprechen getröstet, dass sie uns zu Ostern besuchen kommen würden …

LOHNT SICH DAS …?

Trotz einiger ausgestandener Ängste, z.B. ob ich sprachlich irgendwie über die Runden komme, wussten wir schon nach dem ersten Treffen mit den Teilnehmern und Organisatoren, dass der Schüleraustausch für uns zu einem unvergesslichen Erlebnis wird. Die Deutschen haben viel Energie und ihr ganzes Herz in die Vorbereitung und Durchführung dieses Austausches gesteckt. Alles war bestens vorbereitet und gut durchdacht. Wir alle haben uns sehr gefreut, nette Menschen kennenzulernen, bei denen wir wohnen und mit denen wir eine Zeitlang zusammenleben und Spaß haben durften. Selbst an deutsch-polnischem Techtelmechtel hat es während des Austausches nicht gefehlt, aber dieses Thema will ich hier nicht näher behandeln.

Zusammenfassend können wir nur alle Schüler und Schülerinnen auffordern, an einem solchen Austausch teilzunehmen. Es lohnt sich!

deutsch-polnische-schulergruppe-vor-dem-portal-des-zso-in-bystrzyca-klodzkahabelschwerdt.JPG Bild 1: Deutsch-Polnische Schülergruppe in Polen vor der Schule in Habelschwerdt.

deutsch-polnische-schulergruppe-vor-dem-kolner-dom-september-2011.jpg und in Deutschland vor dem Kölner Dom. Jeweils li. unser DFK Mitglied und Fremdsprachenlehrer in Polen, Herr H.P. Keuten.
Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

geschrieben von Oliwia Pers, DFK-Mitglied, 3. Liceumsklasse ZSO Bystrzyca Kłodzka,
mit Unterstützung von Heinz-Peter Keuten, Lehrer an der ehem. Aufbauschule Habelschwerdt

17.1.2012

Malteser Hilfsdienst in Schlesien mit Hilfsgütern

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:36

Mateusz hat neuen Lebensmut

Dieser Artikel wurde aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. © Westfälische Nachrichten 2012

Sie finden den Bericht unter:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/telgte/1751136_Mateusz_hat_neuen_Lebensmut.html

Zeitungsnotiz Westfälische Nachrichten

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:27

Schnelle Hilfe für ein sechsjähriges Kind

Dieser Artikel wurde aus urheberrechtlichen Gründen gelöscht. © Westfälische Nachrichten 2012

Sie finden den Bericht unter:
http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_warendorf/telgte/1796492_Schnelle_Hilfe_fuer_ein_sechsjaehriges_Kind.html

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