Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

29.11.2022

Das Machtstreben rechter Parteien in unserem Europa 2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:50

 Bei einem mündigen Wähler gibt es in diesen Zeiten viele Fragen. Fällt unser schönes Europa auseinander, ziehen sich immer mehr Staaten bei gemeinsamen Entscheidungen in der EU zurück und blockieren, um ihr eigenes Süppchen zu kochen? Die neuesten Entwicklungen machen mir Angst um die Einheit. War Viktor Orban in Ungarn als Blockierer wichtiger europäischer Entscheidungen bekannt, so lässt Polen mit Herrn Kaczynski und seiner PiS-Partei den gleichen Trend erwarten. Die Medien sind auf dem Weg verstaatlicht zu werden, die freie Gerichtsbarkeit ist schon eingeschränkt. Strafen der EU mit 1,5 Mill. täglich haben bisher bei der Regierung in Polen kaum Wirkung gezeigt. In Frankreich lässt Frau Le Pen keine europafreundliche Zusammenarbeit erwarten, wie auch der Rechtsruck in Italien mit Frau Georgia Meloni, wo wahrscheinlich auch der Bum-Bum-Partyheld Berlusconi wieder mitmischen soll.

Es war doch nach der Wende und dem Ende des Kommunismus 1989 ein Aufbruch in neue, gemeinsame Zeiten der gegenseitigen Hilfe in Europa. So haben die osteuropäischen Staaten am meisten von der Gemeinschaft profitiert. Wer noch die defekten Straßen wie auch die ganze desolate Infrastruktur in Polen und anderen Ländern im Osten miterlebt hat, weiß, wie die gesamte Wirtschaft inzwischen aufgeblüht ist.

Putin hat die Weltordnung durcheinander gebracht. Aus lauter Machtstreben versucht er einen demokratischen Staat, die Ukraine, anzugreifen und im Handstreich zu übernehmen. Er wolle die Nazis dort vernichten, war sein Kommentar zu Beginn des Krieges, der aber in Russland nicht einmal so genannt werden darf. Und wo sind die Nazis in der Ukraine? Großes Kompliment den Ukrainern, die mit Herzblut ihre Heimat verteidigen. In China hat sich der Generalsekretär Xi Jinping seinen Job auf Lebenszeit einstimmig im Parlament bestätigen lassen, was sonst? Er kündigte auch sofort die Aufrüstung des Militärs an. Das Volk musste dazu schon nicht mehr gefragt werden denn alle werden kontrolliert. Die Situation in Nordkorea mit dem „Obersten Führer“ Kim Jong Un, der seit 2011 auch offiziell so bezeichnet wird, ist jedem bekannt. Kritiker werden in diesen Staaten sofort inhaftiert, wie auch in Russland. Sehen das die anderen Staaten bzw. ihre mündigen Wähler nicht? Ja, auch bei uns in Deutschland hat die AfD ein großes Gewicht und man kann nur hoffen, dass sie mit ihren Überzeugungen unsere Regierung nicht beeinflussen können. Noch nicht! Zahlenmäßig können das die etablierten Parteien im Moment noch verhindern. Hat denn keiner aus der Geschichte gelernt?

Hitler und Stalin haben doch einmal Europa verwüstet und Millionen Menschen in den Tod getrieben. Als sie fest an der Macht waren, hat sich kein Bürger bei hohen Strafen mehr getraut zu kritisieren. Haftstrafen bis zur Vernichtung waren die Folgen für die Kritik am System. Wer immer ein ganzes Volk für die Grausamkeiten verantwortlich macht, sollte sich besser informieren. Bei den Nazis in Deutschland gab es keine Kritik an der Regierung. In Russland gleiche Strafen bis hin zu Morden. Beim Kommunismus mussten auch immer alle der Meinung des Staates sein und viele europäische Staaten werden politisch immer mehr rechts.

Der Weg zur Alleinherrschaft der Partei eines Staates ist doch immer der Gleiche! Das Volk muss geködert werden mit Zuwendungen wie erhöhten Renten, Kindergeld oder sonstigen Vergütungen. Dazu ein Feindbild, an dem man sich abarbeiten kann, wenn etwas nicht gelingt, dann ist immer das Ausland schuld. Dann die freien Medien einschränken, damit nur noch staatlich genehmigte Meinungen in Fernsehen und Presse erscheinen, um das Volk zu beeinflussen. Wenn es soweit kommt sind die Menschen schon gekauft, eine Wahl nur noch Bestätigung der Macht, der Ausgang ist klar.

Das gab es doch alles schon einmal und ist historisch bewiesen! Was bewegt den mündigen Wähler heute, die gleichen Fehler zu machen. Radikal links wäre nach dem durchlebten Kommunismus die gleiche Situation, um das Thema nicht einseitig zu bewerten. Wenn es so weitergeht und jede Führung eines Staates in Europa ihr eigenes Süppchen kochen will und sich keiner Gemeinschaft mehr anschließt, so wird die Europäische Gemeinschaft ein Ende finden. Wir können nur auf die Vernunft der Staatslenker hoffen, die wir wählen, und dass sie für das Volk arbeiten. Leider haben viele Politiker ein übertriebenes Machtstreben, was ihnen die Sinne verwirrt und sie womöglich dazu bringt Europa wieder in ein Chaos zu stürzen.

Also hoffen wir auf mündige Wähler und bleiben wir bei unserem demokratischen System, wo mehrere Parteien zu einem Kompromiss kommen müssen, auch wenn es Streitigkeiten gibt, aber sich alle  bewusst sein müssen, dass sie jederzeit abgewählt werden können, wie es in unserem demokratischen Deutschland der Fall ist.

Wir haben gelernt zu klagen auf hohem Niveau, und wenn es wegen der heutigen Wirtschaftslage Einschränkungen in ganz Europa geben muss, so sollten wir daran arbeiten wieder eine bessere Zeit zu bekommen. Ich denke, wir sind wenigstens in unserem Deutschland noch auf einem guten Weg. Der Krieg in der Ukraine geht vorbei und dann beginnt eine neue Zeit. Hoffentlich haben alle dazu gelernt.

Nur nicht verzweifeln.

Das war mein Senf dazu.      Horst Ulbrich

28.11.2022

Deutscher Lyrikwettbewerb des DFK Glatz in Habelschwerdt am 16.11.2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:26

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Auch in diesem Jahr 2022 fand traditionsgemäß der Schülerwettbewerb statt, den der DFK Glatz jährlich für die Grund- und weiterführenden Schulen in der Grafschaft Glatz ausschreibt und in dem Deutschlernende im Alter von 7 bis 18 Jahren (1.-12. Schuljahr) ihr Können unter Beweis stellen, indem sie deutschsprachige Gedichte vortragen. Nach der Corona-Pause fand er in diesem Jahr zum zweiten Mal wieder in der Historischen Aula des Allgemeinbildenden Lizeums in Habelschwerdt statt, und es nahmen mit knapp dreißig Schülerinnen und Schülern wieder fast doppelt so viele  Kandidatinnen und Kandidaten teil wie im vergangenen Jahr. So erreichen wir vielleicht bald wieder die Zahlen von vor der Epidemie! Die Teilnehmer kamen von elf verschiedenen Schulen aus gesamten Grafschaft Glatz: Bad Altheide, Eckersdorf, Gabersdorf, Glatz (2 Schulen), Habelschwerdt (2 Schulen), Neurode, Niederlangenau, Rengersdorf sowie Walditz. Die von den Jugendlichen mit Unterstützung ihrer Deutschlehrerinnen und -lehrer ausgewählten Gedichte umfassten eine breite Palette von Werken, die von den deutschen Klassikern und Romantikern (Goethe, Eichendorff) über die Dichtung des 19. Jahrhunderts (Heine, Rilke) bis hin zu modernen und zeitgenössischen Autoren (Erich Kästner, Monika Taubitz u.a.) reichte. Ebenso breit war die Palette der Themen der vorgetragenen Gedichte – von Herbstgedichten über humorvolle Werke bis hin zu ernsten Beiträgen über den seit Februar d.J. auf europäischen Boden wütenden Krieg (z.B. das neuste Gedicht von Monika Taubitz mit dem Titel „Höre, Soldat des Usurpators”).

Nach der Begrüßung der Schülerinnen und Schüler und ihrer begleitenden Lehrkräfte durch den DFK-Vorsitzenden, Herrn H. Ulbrich, den Schulleiter des Habelschwerdter Schulzentrums, Herrn P. Popiel, sowie einigen einleitenden Worten des DFK-Vizevorsitzenden, Herrn H.-P. Keuten, der gleichzeitig Fremdsprachenlehrer an der Habelschwerdter Schule  und Organisator des Wettbewerbs vor Ort ist, bezüglich des Reglements, begannen die Jugendlichen, von den Jüngsten angefangen, ihre eingeübten Vorträge, wobei neben der Flüssigkeit des Vortrages auch die Aussprache, die Betonung, die Gestik und Mimik sowie weitere Ideen zur Darbietung (Musik, Verkleidung, akustischer Rahmen oder „Bühnenbild“) bewertet wurden..

So hatte die Jury aus drei Germanistinnen und vereidigten Übersetzerinnen sowie dem DFK-Vorsitzenden wieder eine schwierige Aufgabe damit, die Gewinner des Wettbewerbs zu benennen. Da in diesem Jahr die Mehrzahl der Kandidatinnen und Kandidaten aus den Klassen 7 aufwärts kamen, wurden für die Klassen 1-3 sowie 4-6 nur 2 Gewinner nominiert, während für die Kategorien 3 (Kl. 7-8) und 4 (weiterführende Schulen) jeweils 4 Gewinner nominiert wurden. Gewonnen haben:

Kat. I (Kl. 1-3): 1. Preis Emilia Karaś (Gabersdorf) mit dem Gedicht „Der Regen“ von A. Schoba, 2. Preis Kasjana Szmigiel (Rengersdorf) mit dem Gedicht „Der Brief“ von J. Guggenmos

Kat. II (Kl. 4-6): 1. Preis Maximilian Szmigiel (Rengersdorf) mit „ABC“ von J. Guggenmos, 2. Preis Olga Czerwińska (Niederlangenau) mit „Ernte im Herbst“ von E. Bräunling

Kat. III (Kl. 7-8): 1. Preis Hanna Płachetka (Neurode) mit „Sie saßen und tranken am Teetisch“ von H. Heine, 2. Preis Wiktoria Kwiecińska (Neurode) mit „Ein Haustier“ von S. Brauer, 3. Preis Maja Salamon (Neurode) mit „Hunger ist heilbar“ von E. Kästner, 4. Preis Karol Mazurkiewicz (Glatz) mit „Jägers Abendlied“ von J.W. v. Goethe

Kat. IV (weiterf. Schulen): 1. Preis Hanna Pawlik/Miłosz Stróż (Habelschwerdt) mit „Der Fischer“ von J.W. v. Goethe, 2. Preis Maja Lemańska (Habelschwerdt) mit „Heidenröslein“ von J.W. v. Goethe, 3. Preis Gabriela Potempa (Bad Altheide) mit „Wenn‘s draußen früher dunkel wird“ von E. Bräunling, 4. Preis Małgorzata Jaworska (Glatz) mit „Einsamkeit“ von R.M. Rilke.

Zusätzlich verleihte die Jury einen gesonderten Grand Prix für den hervorragenden Auftritt von Laura Tylka aus Bad Altheide mit der „Lorelei“ von H. Heine.

Die Veranstaltung wurde, wie immer, organisiert durch die Deutsche Sozial-Kulturelle Gesellschaft zu Glatz e.V. , finanziell unterstützt durch Mittel des deutschen Konsulats in Oppeln und vor Ort in Habelscherdt durchgeführt durch die Deutschlehrer Magdalena Gacek und Heinz-Peter Keuten, die an dieser Stelle allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ihren Deutschlehrerinnen und Deutschlehrern sowie allen Schülerinnen und Schülern des Habelschwerdter Lizeums, die bei der Vorbereitung und Durchführung des Wettbewerbs geholfen haben (insbesondere den Musikern, den Technikern und den Conférenciers), ihren verbindlichsten Dank dafür aussprechen. Es war auch in diesem Jahr wieder eine gelungene Veranstaltung zur Förderung der deutsch-polnischen Verständigung und des deutschen Kulturguts in unserer Region und hoffentlich eine weitere Motivation für die nachwachsende Generation, die deutsche Sprache (weiter) zu erlernen.

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

17.11.2022

Wettbewerb Deutsche Lyrik 2022.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:54

Wie in jedem Jahr haben auch am 16.11.2022 wieder  42 Kinder und Jugendliche der Regionalen Schulen deutsche Gedichte vorgetragen. Es ist immer wieder ein Erlebnis mit wieviel Eifer einige Schüler nicht nur lernen, sondern auch mit  Mimik, Gestik und auch passender Verkleidung vortragen.

     

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

 

Wir begannen mit Verspätung, nach 10 Uhr in der historischen Aula des Gymnasiums in Habelschwerdt, weil viele Schüler und die begleitenden Deutschlehrer mit  Bus und Bahn  eine weite Reise zur Teilnahme hatten. Zwei Schüler des Gymnasiums übernehmen dann die Moderation der Veranstaltung und führten gekonnt durch das Programm.

       

Der Vorsitzende, des DFK Glatz, Horst Ulbrich, begrüßte die Teilnehmer und bedankte sich beim Direktor der Schule, dass wir, wie in jedem Jahr, in der historischen Aula den Wettbewerb durchführen konnten. Herr Keuten, Fremdsprachenlehrer der Schule und 2. Vorsitzender des DFK hatte Planung und Durchführung übernommen und erklärte das Reglement. Es gab 4 Kategorien nach Alter und Klassen der Schüler, und in jeder wurden die drei besten Vorträge prämiert.

     

Die Jury, mit vier qualifizierten Pädagogen, bewertete die Kandidaten und zog sich nach der Prüfung zurück in ein Klassenzimmer, um Diplome und Preise mit den Namen der Gewinner zu versehen.

   

Für die Teilnehmer und den mitgereisten Deutschlehrern hatte die Schule einen Imbiss bereitgestellt, auch ein Musikprogramm zur Überbrückung der Wartezeit. Mit der Ausgabe der Preise und einem Gruppenfoto ging die Veranstaltung gegen 15 Uhr zu Ende.

  Zum Vergrößern bitte auf die Bilderklicken.

Leider mussten viele schon früh zu Bussen und Bahnen aufbrechen, und es gab dann nur noch ein eingeschränktes Abschlussbild mit allen Teilnehmern.

 

Bericht

Horst Ulbrich

10.11.2022

Oktoberfest des DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:30

Endlich wieder ein Fest mit Freunden. Dazu hatten wir unsere Freunde aus Waldenburg und Ratibor eingeladen. Auch eine Abordnung unserer Ortsgruppe DFK Kudowa war dabei und natürlich ist auch Pater Marian Arndt zu uns gekommen. So begannen wir, wie in unserer Tradition am letzten Samstag des Monats üblich, mit einer hl. Messe in der Klosterkirche der Klarissen in unserer Straße.

               

Zur Kommunion spielten Anwzej, der Sohn unseres Mitglieds und Vorbereiters der hl. Messe, Jochen Straube. Auf der Violine dann Karolina, die Tochter unseres Freundes Waldemar. Danach alle schnell in die Busse zum Fest, denn dort wartete zunächst ein deftiges Mittagessen. Alle 80 Plätze waren mit hungrigen Gästen schnell belegt, viele hatten ja einen weiten Weg zu unserem Fest. Da es das erste Fest in diesem Jahr war, gab es sogar ein Fass Bier und Brezel, passend zum Oktoberfest und jeder konnte sich selbst bedienen.

Die Begrüßung der Gäste teilten sich die beiden Vorsitzenden, Horst Ulbrich und Heinz Peter Keuten. Es folgte ein rasantes Programm mit Darbietungen der Glatzer Sänger und unserem Freund Waldemar aus Ratibor mit seiner Tochter.

Die Beiden begeisterten die Zuhörer mit vielen bayrischen Liedern und wir waren erstaunt wie gut die Tochter Karoline jodeln kann. Zur allgemeinen Erheiterung wurden auch die Gäste aufgefordert das Jodeln zu probieren. Natürlich mit mäßigem Erfolg, was aber zur heiteren Stimmung passte und mit großem Applaus bedacht wurde.

SONY DSC

Nach Kaffee und Kuchen ging das Programm weiter, aber gegen 20 Uhr mussten die Gäste an die Heimfahrt denken. Wir haben sie mit dem Lied „ Auf Wiedersehen beim nächsten Mal“ verabschiedet und begannen mit dem Abbau der Musik und der schönen Dekoration.

Nach 22 Uhr waren auch wir dann endlich zu Hause, aber glücklich ein so schönes Fest mit Freunden organisiert zu haben.

Kleines Problem: Die Bilder von Sony lassen sich nicht nebeneinander in den Bericht einfügen.

Horst Ulbrich

2.11.2022

Allerheiligen und alle sind unterwegs.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:25

In den ersten Jahren war ich überrascht, über den Totenkult in Schlesien. Zu diesem Tag reisen viele Polen aus ganz Europa nach Schlesien, das nun auch ihre Heimat ist, um den Verstorbenen zu gedenken.

Auch für uns immer viel Arbeit, damit wir die uns anvertrauten Gräber in Niedersteine, Eckersdorf, Glatz und Tscherbeney in Ordnung bringen. Zum Glück versorgt das Grab unseres Seligen Gerhard Hirschfelder, die Gräber der Nonnen und das Lapidarium mit dem Gedenkstein für Elisabeth Kynast, unser Ortsgruppe DFK Kudowa.  Daher bekomme ich die Bilder erst später.

                 

Lapidarium in Niedersteine.     Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Den Rest besorgen wir vom DFK Glatz und sind schon einige Tage vor Allerheiligen mit Schubkarre und Werkzeug unterwegs. Den Rasen bei Heinrich Bender kann ich aber erst in der folgenden Woche mähen, dazu war leider keine Zeit mehr.

                           

 

                 

In Eckersdorf liegen auch unsere Lieben, die sich  entschlossen hatten in der Heimaterde begraben zu werden. So haben schon seit einigen Jahren, meine Schwester Edith und Cousine Inge hier ihre letzte Ruhestätte auf unserem Grab. Zum Glück haben wir noch genügend Platz, um auch einmal dort beerdigt werden zu können. Nach der Messe und der Prozession auf dem Friedhof, wo alle an dem Grab ihrer Lieben stehen, trifft man sich mit der Verwandtschaft, zunächst auf dem Friedhof und später zu Kaffee und Kuchen. So ist Allerheiligen auch immer ein Familientreffen, mit denen die im Ausland arbeiten.

Die 7 Gräber der Fam Magnis sind nun leichter zu pflegen. Die Büsche dahinter waren zu dicht und das Mauerwerk der Kirche wurde feucht. Also Tabula Rasa und ein Kleinlaster voll mit dem Abfall.

     

Leider ist das Mausoleum an der Kirche mit der Gruft der Grafenfamilie Magnis dem Verfall preisgegeben und ist bald nicht mehr zu retten. Man hätte vor längerer Zeit nur das Dach abdichten müssen, um den Wasserbruch zu verhindern, was leider nicht geschehen ist. Ich habe mehrfach den Nachkommen geschrieben, leider ohne Erfolg.

 

Bericht Horst Ulbrich

28.10.2022

Restaurierte Kreuzwegstation in Neudorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 08:02

Ein gebürtiger Neundorfer lässt mit Hilfe des DFK Glatz eine Kreuzwegstation in der Neundorfer Kirche restaurieren

 

Eines der Ziele des Deutschen Freundschaftskreises Glatz ist laut Statuten die Pflege und Rettung bedrohten deutschen Kulturgutes in der Grafschaft Glatz. Dank der Mitarbeit eines großzügigen Spenders aus Deutschland ist nun ein weiteres diesbezügliches Projekt zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht worden.

Die Idee zu diesem Projekt kam bei einem Besuch des besagten Spenders (der nicht namentlich genannt werden möchte) mit Familie und Freunden in seiner Heimat, der Grafschaft Glatz, im Sommer 2021. Auf Anfrage hat der stellvertretende Vorsitzende H.-P. Keuten die Reisegruppe damals gerne mit Sprach- und Ortskenntnissen unterstützt und begleitet. Dabei kam es auch zu einem Besuch im Geburtstort des Spenders, in Neundorf, und über den Pfarrer von Ebersdorf (zu dessen Pfarrsprengel seit jeher Neundorf gehört) war es auch möglich, den Schlüssel zur Neundorfer Kirche zu erhalten.

              Der Hauptaltar.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Jeden Besucher beeindruckt die Neundorfer Kirche durch ihre Dimensionen schon von weitem – bei einer heutigen Einwohnerzahl von 60 hat die doppeltürmige Dorfkirche fast die Ausmaße einer kleinen Kathedrale und ist schon von weitem (selbst von Mittelwalde aus) zu sehen. Ein besonderes Erlebnis ist es natürlich, nach fast 80 Jahren wieder vor dem Taufstein zu stehen, an dem man einst getauft wurde – so erging es unserem Spender im Sommer 2021. Als uns dann die Küsterin der unter großem persönlichen Einsatz des Ortspfarrers vor dem Verfall geretteten Mariä-Himmelfahrts-Kirche erzählte, dass zurzeit an der Restaurierung des Kreuzweges aus dem 18. Jahrhundert gearbeitet werde, entschloss sich unser Spender spontan, die Patenschaft für die Restaurierung eines der vierzehn riesigen Kreuzwegbilder zu übernehmen, deren Renovierung die finanziellen Möglichkeiten der kleinen Neundorfer Gemeinde bei weitem übersteigt.

        Alt und Neu.

Gesagt, getan, nachdem der Kontakt zwischen Spender und Ortspfarrer durch den DFK Glatz hergestellt und eine Anzahlung übergeben worden war, begannen noch im Jahre 2011 die ersten Restaurierungsarbeiten, die durch eine international renommierte Kirchenrestauratorin aus Krakau übernommen wurden. Jede Etappe der minutiösen Restaurierungsarbeiten wurde fotografisch festgehalten und beschrieben, sodass der Spender über den Fortgang der Arbeiten jederzeit informiert war. Kaum ein Jahr später, im September 2022, erstrahlte dann die Kreuzwegstation IX (mit der unveränderten deutschen Aufschrift „JESUS fällt unter dem Creutz das dritte Mahl”) wieder in den Originalfarben, als sei sie gerade erst gemalt worden (s. Foto).

                                               Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

Am 12. Oktober 2022 erfolgte dann in Anwesenheit des Ortspfarrers Maciołek, der Restauratorin Frau Lelek sowie von H. Ulbrich und H.-P. Keuten vom Vorstand des DFK Glatz die Aufhängung in der Kirche (s. Fotos). Eine Gedenkplakette in deutscher und polnischer Sprache wird zudem dauerhaft an den Spender erinnern, dem es seinerseits ein Herzensanliegen war, einen Beitrag zur Restaurierung seiner Taufkirche zu leisten. Für den DFK Glatz ist dies ein weiteres gelungenes Projekt zur Pflege des deutschen Kulturgutes in der Grafschaft Glatz und gleichzeitig auch ein Beitrag zur deutsch-polnischen Verständigung vor Ort.

         Prachtvolle Altäre an den Seiten.

Abschließend soll nicht unerwähnt bleiben, dass noch drei weitere Kreuzwegstationen in der Neundorfer Kirche auf ihre Restaurierung warten. Wenn auch diese mit Gottes Hilfe (und der Unterstützung von bisher noch nicht gefundenen Spendern) in neuem Glanz erstrahlen, soll der Kreuzweg nach den Vorstellungen von Pfr. Maciołek in einem festlichen Hochamt durch den Bischof wieder eingeweiht werden.

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

13.10.2022

Neues aus Schlesien.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:17

Nun hatten auch wir uns endlich einen Kurzurlaub gegönnt, aber die Arbeit bleibt und muss nun aufgeholt werden.

Den Maltesern sind wir sehr dankbar für den neuen Hilfstransport am 10.10., denn es gab wieder neue Flüchtlinge aus der Ukraine. Frauen mit 28 Kindern sind wieder neu einquartiert worden und benötigen fast alles. Herzlichen Dank an „Chance for Children“ aus Prag in Tschechien, die uns 100 Paar Schuhe zugesagt haben, die uns in den nächsten Tagen erreichen sollen.

           

Einige Süßigkeiten für Weihnachten wurden uns auch schon gespendet und das lässt hoffen. Zum Fest sollen aber wieder über 150 Tüten gepackt werden, um den Kindern eine Freude zu machen, denn viele sind von den Bomben traumatisiert. Bei dem Kinderheim mit 101 Kindern ist eine Gruppe mit 28 Kindern wieder zurück in die Ukraine, was mir unverständlich ist. Warum, das werde ich nachfragen.

              

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Aber es sind immer noch sehr viele bei uns und so werde ich nicht müde auch hier wieder um Spenden zu bitten, denn das Elend ist groß und wird, gerade zum Winter, kein Ende nehmen.

Aber auch der normale Betrieb in unserer Geschäftsstelle des DFK geht ja weiter. Der Chor übt fleißig für das Chortreffen in Bad Salzbrunn, organisiert vom DFK Waldenburg wie jedes Jahr. Am 22.10. feiern sie auch das 65-jährige Bestehen der deutschen Gesellschaft dort. Gleich eine Woche später, dem letzten Termin im Oktober, am 29.10., haben wir in Glatz unser Oktoberfest. Wir erwarten dazu auch wieder ca. 100 Gäste und hoffen, dass Corona uns in diesem Jahr feiern lässt.

Beim Kulturfest der Deutschen in Polen waren lt. Zeitungsberichten noch ca. 4000 Teilnehmer und wir hatten viel Besuch an unserem Infostand, wie schon im gesonderten Bericht geschrieben. Die Zahlen wie früher mit 12.000 Teilnehmern sind aber auch hier nicht mehr zu erreichen und man wird zum nächsten Fest in 3 Jahren, wohl auch wegen der hohen Kosten für die Jahrhunderthalle, andere Räume anmieten. An unserem Stand war sehr viel Betrieb und es wurde immer wieder mit allen Gästen gesungen, sodass wir dreimal von der Organisation ermahnt wurden. Die Tribüne über uns würde nur unsere Musik hören und nicht die der Hauptbühne im großen Saal. Ja, wir hatten viel Spaß bei bester Vorbereitung.

Nun wurde ja unsere Zuwendung, wie die finanzielle Mittelvergabe heißt, schon in diesem Jahr wegen der Ausgaben für das Kulturfest gekürzt, und so wird es auch im nächsten Jahr bei Kürzungen bleiben. Das kennt ja jeder Leser im normalen Alltag, also schnüren wir den Gürtel enger und hoffen aber, dank unseren Spendern, weiterhin so aktiv bleiben zu können wie bisher.

Wer unsere Arbeit in der Heimat unterstützen möchte, bitten wir sich unserer Konten zu erinnern.

 

DFK Glatz Vereinskonto: DE76 4945 0120 1112 5528 54

Schlesienhilfe für Bedürftige: DE02 4945 0120 1112 5511 79

Einen herzlichen Gruß aus der Heimat Schlesien.

Horst Ulbrich

21.9.2022

Was ist los in der Welt und im Kopf von Putin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:25

 Da hatte ich vor Monaten geschrieben, Putin darf nicht verlieren. Es muss eine diplomatische Lösung geben. Da sah es für die Ukraine noch sehr schlecht aus. Als sich das Blatt gewendet hatte bot der russische Außenminister Gespräche an, die Slenskyj aber verweigerte und seinen Ukrainer erklärte, sie gewinnen den Krieg.

Auch Belarus, zu Beginn des Krieges involviert, weil von dort auch auf Kiew geschossen wurde. Das hatte mit dem Erfolg der Ukrainer plötzlich ein Ende. Lukaschenko wollte sich plötzlich raushalten und wohl das Ergebnis abwarten.

Aber nun, da die Armee der Russen immer schwächer wird zieht Putin die nächste Karte mit unbeschreiblichen Drohungen bis hin zum Atomkrieg. Nun könnte man annehmen er ist nun komplett verrückt geworden. Aber nein er taktiert ganz hervorragend mit einem Referendum in den illegal annektierten Gebieten, das natürlich manipuliert ist und jeder den Ausgang kennt. Aber er wird behaupten, das Volk will heim zu Russland wie zu Zeiten der UDSSR. Man sollte auch bedenken, dass alle Bewohner dieser Gebiete russisch sprechen und viele tatsächlich nicht abgeneigt sind unter russischer Verwaltung zu leben. Viele Rentner haben auch das Angebot, einen russischen Pass zu erhalten, angenommen und sofort Rente bekommen. Gegen das Referendum kann der ganze Westen nichts unternehmen. 300 000 russische Reservisten werden, zur Sicherung an die Front geschickt und so verschiebt er die Grenze, droht bei Verletzung der Grenze bis hin zum Atomkrieg.

Was wird passieren? Kämpfen die Ukrainer weiter in diesen Gebieten hat Putin das Argument, sie sind in Russland eingefallen und reagiert mit ganzer Härte. Wie wird die westliche Welt reagieren? Weiter die Ukraine mit allen Waffen unterstützen und damit eine Ausweitung des Krieges auf Europa riskieren?

Oder wird man auf Selenski einwirken die restlichen, russisch besetzten Gebiete abzuschreiben mit der Garantie beim Wiederaufbau des Landes zu helfen. Dem wird er sich nicht verweigern können und ein Atomkrieg ist vom Tisch.

Wie ich schon vor Monaten geschrieben hatte, und ich bitte das nachzulesen, wird das Ende des ganzen Konfliktes zwischen Biden und Putin ausgehandelt. Danach wir Putin sich hüten so ein Unterfangen noch einmal zu riskieren und der Weltfrieden ist wieder hergestellt. Er hat ja schon lange festgestellt wie schwach und unmotiviert seine Truppen sind bei einem Gegner der seine Heimat verteidigt, und dazu kann man den Ukrainern nur gratulieren. Danach werden sich alle wieder beruhigen, denn auch mit Russland wird man in Zukunft wieder Handel treiben und die vielen abgezogenen Konzerne werden zurückkehren. Geld regiert die Welt.

 

Resümee:

Der Westen gewinnt mehr Stabilität durch den Beitritt einiger Staaten zur Nato wie Schweden, Finnland, Bosnien, Serbien und weitere werden die Mitgliedschaft beantragen. Die Ukraine kommt in die EU, das ist schon beschlossene Sache. Mit dem Beitritt zur Nato wird man bei den Ukrainern vorsichtiger sein, um weitere Provokationen zu vermeiden.

Russland ist am Ende der Verlierer durch einen Rückgang der Wirtschaft durch die Sanktionen. Das wirkt erst später und das Volk wird rebellisch, was zu erwarten ist. Damit ist Russland mit den eigenen Problemen beschäftigt und die Welt hat Ruhe bis der nächste Diktator durchdreht.

Das war mein Senf dazu.

Grüße aus Glatz

Horst Ulbrich

 

13.9.2022

Kulturfest der Deutschen Minderheit in Polen am 10.9.2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:47

Endlich wieder ein Kulturfest der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau.

Schon am Tag davor hatten meine Frau und ich, eine Einladung beim neuen Generalkonsul Herrn Martin Kremer der die Gelegenheit nutzte, sich vorzustellen. Auch der deutsche Botschafter, Herr Thomas Bagger,  Frau Natalie Pawlik, die neue Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten wie auch Herr Bartek, der neue VDG Vorsitzende wünschten dem Fest einen guten Verlauf.

   

   Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken

Zu bemerken ist, dass alle Redner erst kurze Zeit im Amt sind, und man muss sich erst wieder an die Namen gewöhnen und Kontakte aufbauen, wie alle 4 Jahre.

Am Samstagmorgen sind wir dann schon um 8 Uhr in der Jahrhunderthalle gewesen, um unseren großen Infostand aufzubauen.

   

Wieder in guter Position, am Haupteingang zur Halle gab es bei uns auch entsprechend viel interessierte Gäste. Mit einem Glas Rotwein und der schon traditionellen Fettschnitte mit Gurke wurden unsere Gäste und Sponsoren bedient.

                   

Sehr erfreut waren wir über den Besuch unserer Partner aus Österreich, von der schlesischen Landsmannschaft in Wien. Im vorigen Jahr waren wir zu einem großen Fest nach Wien eingeladen. Uns wurde auch wieder die Unterstützung für ein weiteres Jugendprojekt angeboten. Herzlichen Dank, denn das ist unsere Zukunft und wir werden dazu ein Projekt entwerfen. Natürlich waren auch gute Bekannte bei uns, wie der Bundesvorsitzende der Landsmannschaften in Deutschland, Herr Rauhut, auch Bernard Gaida, der viele Jahre unseren Dachverband VDG in Oppeln als Vorsitzender geleitet hat.

Sein Nachfolger ist seit der letzten Delegiertenversammlung nun Herr Rafał Bartek. Hoffen wir weiterhin auf gute Zusammenarbeit mit dem VDG und den Konsulaten wie bisher, denn die Zeiten werden schlechter für die deutsche Minderheit im heutigen Polen und das von Seiten der deutschen wie auch der polnischen Regierung.

     

Überrascht hat uns Herr Hansjörg Mader, der zu seinem 80. Geburtstag von seinen Gästen, statt Geschenken eine Spende für unsere Kulturarbeit erbeten hatte. Er überreichte uns einen Scheck am Infostand. Eine finanzielle Hilfe in schwierigen Zeiten und es war das erste Mal, das jemand an seinem Geburtstag an den DFK Glatz gedacht hat. Wir können nur ganz herzlich danken und sind glücklich, dass ein Leser meiner Internetseite unsere Kulturarbeit in der Heimat unterstützt.

         

Immer wieder haben unsere Glatzer Sänger deutsche Lieder gesungen, was immer einen Stau vor unserem Stand zur Folge hatte. Auch meinen persönlichen Freund Waldemar Świerczek aus Ratibor hatte ich gebeten, mit seinem Akkordeon bei uns für die richtige Stimmung zu sorgen, und so wurde viel gesungen und auch getanzt.

     

Zum Glück hatten wir wieder den größten Infostand, wo wir die Aufsteller mit unseren Projekten zeigen konnten. Mit Beamer konnten wir unsere Präsentation an der Betonwand hinter uns im Großformat zeigen und viele Interessierte blieben stehen und haben das Programm verfolgt. Wegen der vielen Gäste sind wir leider nicht dazu gekommen, das tolle Programm auf der Bühne in der Halle zu sehen. Nur den Einzug der 3 Blaskapellen zu Beginn habe ich mit Begeisterung angeschaut. Ein gelungener Start zu dem großen Fest mit dem Marsch durch die vielen begeisterten Besucher. Wir waren bis ca 18 Uhr auf den Beinen am DFK Stand, die noch am nächsten Tag schmerzten. Gegen Abend wurde der Andrang weniger, weil in der Halle ein bekanntes Gesangspaar aus Deutschland, Anna Carina Woitschak und Stefan Mross aufgetreten ist. Wir haben die Zeit genutzt, um mit dem Abbau zu beginnen und gegen 19 Uhr war bei strömendem Regen alles wieder im Auto verstaut und wir sind dann total durchnässt in Richtung Glatz aufgebrochen.

Müde, aber glücklich über ein gelungenes Fest waren wir dann gegen 21 Uhr zu Hause. Der Bus, den wir für unsere Mitglieder geordert hatten, war noch später zurück in Glatz. Wieder ein Treffen mit vielen guten Freunden und denen, die unsere Arbeit für die deutsche Kultur, die Jugendarbeit und Unterstützung für die alten und behinderten Mitglieder in Glatz geleistet haben. Leider sind wohl Vertriebene aus der Grafschaft Glatz nicht dabei gewesen, obwohl ich entsprechende Reklame gemacht habe. Andere sehen das als eine Verpflichtung, bei dem Kulturfest der Deutschen im heutigen Polen anwesend zu sein, und so war der große Saal in der Jahrhunderthalle auch wieder gut gefüllt. Zu den vielen privat angereisten Schlesiern wurden auch 170 Busse aus Deutschland und Polen gezählt. Also machen wir weiter so, im Bewusstsein deutsches Kulturgut in der Heimat zu erhalten und die Kontakte untereinander zu pflegen. Schon am Dienstag kommt wieder eine Besuchergruppe  der Oberschlesischen Landsmannschaft aus Kassel in Deutschland zu Besuch in unsere Geschäftsstelle in Glatz. Sie hatten den Besuch bei uns mit dem Kulturfest verbunden.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

19.8.2022

Es gibt viel zu tun, packen wir es an!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:36

Ja, es gibt viele Termine, vieles überschneidet sich und wir können nicht überall dabei sein.

Waren wir doch mit dem Chor auf einer sehr schönen Reise nach Berlin und konnten daher am Stadtfest in Glatz am 6. und 7.8. nicht teilnehmen. Normalerweise hat der DFK Glatz dort einen Infostand zu den Projekten, um der polnischen Bevölkerung unsere Aktivitäten bekannt zu machen. Auch der Großdechant war mit Begleitung seit dem 30.7. in der Grafschaft und wir konnten ihn erst ab Dienstag dem 9.8. unterstützen (bis dahin hatte der stellvertretende Vorsitzende H.-P. Keuten die Aufgabe übernommen). Obwohl der Großdechant gern noch einmal zum Schweizerhaus auf den Schneeberg wollte, haben wir ihm bei 34 Grad am 10.8. dringend von dem langen Fußmarsch abgeraten.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!

Durch die Kontakte zur Forstverwaltung konnten wir stattdessen eine Sondergenehmigung erhalten, mit dem Auto hochzufahren, was eine absolute Ausnahme ist. Wir wurden von Waldarbeitern auch zwei Mal angehalten, aber unser Kennzeichen war beim Förster registriert und so durften wir weiterfahren. Oben haben wir uns ein kaltes Getränk und eine Wurst gegönnt und die herrliche Aussicht genossen. Seine Begleitung aus Deutschland, der Gläsendorfer Alfons Heinsch, ist alleine noch zum neuen Turm aufgestiegen und hat uns Bilder vom Bauzustand mitgebracht. Der Turm soll ja Ende September fertig sein.

       So sieht die originale Kopie aus.

Aber auf einem Berg in Tschechien.

Aber danach sieht im Moment noch nicht aus – es wird weiterhin mit Baugerüst gearbeitet und drinnen geht die Arbeit erst danach weiter. Da waren die Tschechen viel schneller und so steht die originalgetreue Kopie von früher nun auf tschechischer Seite auf einem anderen Berg, was ja fast eine Beleidigung ist. Polen blieb danach nichts anderes übrig als eine Abwandlung mit Glas zu planen, um eine absurde Situation mit zwei gleichen Türmen auf zwei nur wenige Kilometer voneinander entfernten Bergen zu vermeiden.

Am 11.8. war dann das „Haus der deutsch-polnischen Zusammenarbeit“ beim DFK in Glatz zu Interviews mit Zeitzeugen, die vertrieben wurden oder in der Heimat verblieben sind. Ich hatte deren Termin extra verschoben, um den Großdechanten und Hilde Zawada (in der Heimat gebliebene Deutsche) interviewen zu lassen. Als Kontrast dazu war auch unser Vorstand ein Thema. Heinz-Peter Keuten und ich sind ja in die Heimat unserer Eltern zurückgekehrt und wir haben hier unsere neue Existenz aufgebaut, auch den DFK vor einer Auflösung bewahren können und wieder zu einem intakten Verein gemacht.

 Samstag ist wie immer unsere Geschäftsstelle in Glatz für alle Besucher geöffnet und auch der Großdechant gab sich die Ehre dabei zu sein. Ich konnte die ersten Bilder von Berlin per Beamer zeigen, und die Teilnehmer der Fahrt zeigten sich begeistert dabei gewesen zu sein.

Am Sonntag, dem 14.8., war die deutsche Wallfahrt in Albendorf wie jedes Jahr und unser Großdechant war der Hauptzelebrant der Pilgermesse.

 

 

 

Zu erwähnen ist seine bewegende Predigt zu Völkerverständigung und unserer Gemeinschaft mit Gott. Er hat den Pilgern auch noch einmal den Seligen Gerhard Hirschfelder nähergebracht und erwähnt, dass die polnische Kirche sich um den Seligen intensiv kümmert und er auch dadurch nicht in Vergessenheit geraten kann.

Nach der Messe waren dann die Wanderdohlen aus Berlin bei uns auf dem Reiterhof zu Gast. Der Großdechant konnte leider daran nicht mehr teilnehmen, da dringende Termine in Münster auf ihn warteten und er sofort die Rückreise antreten musste. So wurden bei uns, bei fast gutem Wetter (es hatte 2x kurz geregnet) schöne Stunden verbracht.

 

Mit dem Elektrogrill konnten wir unter dem Vordach weiter essen und singen. Franz aus Waldsieversdorf bei Berlin war auch dabei und sorgte mit seinem Akkordeon für die richtige Stimmung. So wurde bis in den Abend gesungen und erst spät traten die Gäste die Fahrt ins Derhäämte-Häusla an, wo sie die Unterkunft gebucht hatten. Jetzt sind wir in den Vorbereitungen zum Geburtstag meiner Frau Renia am 23.8. und da weiß man nie, wer so alles kommt. Die ersten Freunde aus Görlitz haben sich schon angemeldet und werden eine Woche bei uns im Ferienhaus bleiben.

Am Samstag, dem 28.8., ist wieder unser deutscher Gottesdienst mit Pater Marian Arndt und unser Chor wird singen. Dann kommen die letzten Vorbereitungen für das „Deutsche Kulturfest“ in Breslau am 10. September und ich hoffe wir sehen uns dort alle wieder. Unser Stand ist am Haupteingang zur Halle rechts. Wie immer!!

So, das war eine Kurzfassung, denn ich komme wegen der Termine und deren Vorbereitungen kaum zum Schreiben. Einige hatten schon per E-Mail angefragt… was in der Grafschaft so los sei und ob ich bald wieder schreibe. Aber liebe Freunde, Berlin war mit allen Kosten eine Mammutaufgabe und alle anderen Termine wollen auch beachtet sein.

Wegen unserer guten Zusammenarbeit und Unterstützung beim Reimann-Festival in Albendorf wurden wir vom Bürgermeister aus Wünschelburg besonders ausgezeichnet. Leider waren wir zu der Zeit wegen anderer wichtiger Termine verhindert und man hat uns Urkunde und Widmung in Kristallglas zur Geschäftsstelle nachgeliefert. Ist jetzt in unserem Schaufenster in Glatz zu sehen.

So bleibt nun alle gesund und auf ein Wiedersehen in Breslau am 10.September.

Euer Horst Ulbrich

17.8.2022

Berlin Berlin! Wir fahren nach Berlin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:07

Am 31.7. war es dann soweit. Dank einer großzügigen Spende und Eigenanteil der Mitglieder der Glatzer Sänger konnten wir eine Fahrt in unsere Bundeshauptstadt Berlin durchführen.

Ich möchte betonen, dass die Mitglieder ganzjährig üben und alle Kosten für Anreise, auch Kleidung für die Auftritte selbst tragen. Es war an der Zeit auch einmal Danke zu sagen, für die Beständigkeit und den Einsatz für unser deutsches Liedgut. Anlass war auch eine Einladung zum Kirchweihfest unserer Freunde aus der Gemeinde Königswusterhausen in  Berlin.

So machten wir uns am 31.7. mit dem Bus ab Glatz auf den Weg, unterbrochen mit einem Stopp im Liegnitzer Dom zu einer kath. Sonntagsmesse. Am späten Nachmittag kamen wir dann im Albertusheim der kath. Kirche in Friedrichshagen bei Berlin an.

     

 

Zunächst Bettenverteilung und Abendessen, dazu hatten wir aus Kostengründen schon in Glatz einen Großeinkauf gemacht, schließlich waren wir die ganze Zeit Selbstversorger. Aber eine große Küche mit Geschirrspüler und Speisesaal trugen zu einem reibungslosen Ablauf der Vorbereitungen bei. Dann gab es den ersten gemütlichen Abend mit viel Gesang.

Der 2. Tag war ausgefüllt mit dem Besuch am Checkpoint Charlie, Besichtigung des Mauermuseums und des Panoramas. Unsere Gruppe hatte von der Tragödie, der Teilung Berlins, in Polen früher nur wenig Information bekommen. Im Mauermuseum verbrachten wir daher einige Stunden und zum Glück gab es ausführliche Erklärungen per Headset in mehreren Sprachen.

     

 

     

Danach noch das Mauerpanorama, wo plastisch die damalige Situation an der Mauer dargestellt wird. Begleitet wurden wir von unserem Freund Ludolf als Fremdenführer. Auf der Rückfahrt noch ein Großeinkauf im Aldi, wir waren ja Stunden unterwegs und das macht hungrig.

Am 3. Tag haben wir uns aufgeteilt. Eine Wandergruppe zum Müggesee und die anderen mit einer Radtour um den See. Dazu hatte ich Fahrräder bei einem Verleih in Friedrichshagen organisieren können. Wir trafen uns dann beim Rübezahl am See zu einem kleinen Imbiss.

   

Am Abend kamen unsere Freunde Ludolf und Andreas zur Übernachtung zu uns, denn am nächsten Tag war die Schiffstour durch Berlin gebucht, an der auch unsere Freunde teilnahmen.

Tag 4. Nach dem Frühstück und mit Butterbroten und Obst ging es auf das Schiff, wo Speisen und Getränke sehr teuer waren. So haben wir mal Berlin, den Bundestag und viele Sehenswürdigkeiten vom Schiff aus sehen können.

   

 

   

Bei 36 Grad Hitze war es auf dem Wasser einigermaßen erträglich. Nach einer langen Schiffsfahrt von über 3 Stunden war noch Zeit, um ein Originalstück stehengelassener Mauer zu sehen. Gegen Abend saßen dann viele noch im Schatten der Bäume auf dem großen Gelände des Albertusheims bei einem gemütlichen Bier.

Bericht der nächsten Tage folgt.

Horst Ulbrich

 

 

 

Berlin 5.bis 8. Tag

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:15

      *

 

               

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Für den 5. Tag hatten wir uns schon vor Wochen zur Besichtigung des Bundestags angemeldet. Da zu der Zeit keine Sitzung stattfand konnten wir auch in den Plenarsaal mit dem 1,2 to schweren Bundesadler, der bei Sitzungen über den Köpfen unserer Politiker hängt.

       

 

     

 

     

 

Anschließend gab es den Rundgang in der Glaskuppel über dem Bundestag, wieder mit  Erklärung per head set zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Zeit danach haben wir zur Besichtigung des roten Rathauses, des Neptunbrunnens und anderer Sehenswürdigkeiten der Stadt genutzt.

Tag 6 haben wir uns wieder aufgeteilt. Die Frauen wollten auf die Museumsinsel und die Herren in das Technikmuseum. Der nette Busfahrer, ein Kenner Berlins mit allen Parkmöglichkeiten für Busse hat uns pünktlich abgesetzt und am Nachmittag wieder eingesammelt.

   

 

Bei der großen Hitze waren Besuche in den Museen gerade richtig um kein gesundheitliches Risiko einzugehen. Abends war dann eine Abordnung aus den Kirchengemeinden bei uns und überraschten uns mit einem großen Grillangebot.

       

So wurden sogleich Tische und Stühle zusammengestellt, auch der Grill in die Nähe geholt, und zwei Musikanten haben dann für die gute Stimmung gesorgt. Danke für einen wunderschönen Abend mit Musik und netten Freunden.

Tag 7 war zur freien Verfügung und eine Gruppe ist mit dem Bus nach Berlin zum Alexanderplatz gefahren. Die Anderen wurden am Müggesee abgesetzt wo wir noch einmal mit einen kleinen Schiff gefahren sind und den Rübezahl, und andere Orte die wir mit dem Fahrrad schon besucht hatten vom See aus zu fotografieren. Auch hier waren die Temperaturen etwas erträglicher.

 

Am Sonntag, dem 8. Tag der Berlinreise ging es dann pünktlich mit dem Bus zunächst zur kath. Messe nach Königswusterhausen. Danach waren wir zum Kirchweihfest der Gemeinde eingeladen. Dort haben wir mit unseren Liedern für gute Stimmung gesorgt.

   

 

Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt und gegen Abend ging es, nach der Verabschiedung der vielen Gemeindemitglieder und mit viel Applaus auf den Rückweg ins Albertusheim.

     

Dort wurde nun für die Abreise gepackt und ich musste mit dem Busfahrer noch schnell zum letzten Einkauf fahren, denn für Frühstück und Brote für die Rückfahrt am anderen Morgen fehlte so einiges.

Montag dann früh am Morgen alles im Bus verstaut und mit Wehmut ging es an die Rückreise nach Glatz. Ich danke noch einmal allen die uns bei dieser Reise unterstützt haben. Wir haben sehr schöne Erinnerungen und Kontakte mit Freunden in Deutschland mitgenommen, denn eine so große Reise wird es in den nächsten Jahren wohl nicht mehr geben. Mir persönlich war dabei wichtig den Mitgliedern des DFK Glatz die deutsche  Bundeshauptstatt und unsere Regierung zu zeigen.

Bericht

Horst Ulbrich

 

 

 

 

 

 

 

 

 

26.7.2022

Kurze Notizen aus Schlesien

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:30

Nach der Verbandsratssitzung der Deutschen Gesellschaften in Polen gab es mehrere anonyme Anfeindungen per E- Mail und Post.

  Verbandsratssitzung :   Diskussionen über die Zukunft.

Auch der neue Vorsitzende Rafael Bartek bekam persönliche Drohungen. Polizei und Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, ob es hilft ? Herr Bartek ist auch der Vorsitzende des Landtages in Oppeln und daher eine öffentliche Person. 

Der scheidende Vorsitzende Herr Gaida und der neue Herr Bartek in der Mitte.

Die antideutsche Politik, nicht nur die aktuelle, wirkt sich leider immer auch auf die deutsche Minderheit hier selbst aus. ( Schreibt das deutsche Wochenblatt)

Auch der muttersprachliche Deutschunterricht für die deutsche Minderheit in den Schulen wurde vom Bildungsministerium in Polen um 2/3 gekürzt wie auch die Finanzierung.

Aber aus dem deutschen Bundestag, wo die CDU einen Antrag zur Unterstützung der deutschen Minderheit in Polen eingebracht hatte, wurde der Antrag von SPD, Grünen und FDP abgelehnt. Titel: „Deutsche Minderheit in Polen stärken – Diskriminierung beim muttersprachlichen Unterricht beseitigen“      Vom Rest des Hauses abgelehnt…. Bundestagsdrucksache 20/2559 am 5.Juli 2022. Bisher ist aus Deutschland keine finanzielle Unterstützung bei uns angekommen. Aber die Projekte wie Deutschunterricht, Jugendbetreuung und Chor laufen seit Januar und die Ausbilder und Lehrkräfte wollen bezahlt werden.

       

Die Tafel der deutschen Einsiedler am Annaberg haben wir im Rahmen unserer Bemühungen gegen das Vergessen realisieren können. Auch die Unterstützung des Reimann-Festivals in Albendorf haben wir, wie jedes Jahr, unterstützen können, damit unser deutscher Komponist weiterhin bekannt bleibt. In diesem Jahr wieder mit über 1500 Zuschauern auf dem Kalvarienberg, auch die Konzerte in der Basilika waren mit tollen Chören und einem begeisterten Publikum ein voller Erfolg. Wir, als einzige deutsche Gesellschaft, die sich bei der Organisation, Durchführung und Finanzierung beteiligte, bekamen vom Bürgermeister zum Dank für unsere jahrelange Treue eine Tafel aus Christallglas und eine aufwändig gestaltete Dankesurkunde.

 

Aber ohne unsere privaten Sponsoren, die immer wieder unsere Arbeit in der Heimat der vertriebenen Schlesier unterstützen, haben auch wir keine langfristige Perspektive. Deshalb bitte ich unsere Bankverbindung nicht zu vergessen, damit wir weiterhin unser Engagement ausbauen können.

Konto Schlesienhilfe:  DE02 4945 0120 1112 5528 54 ( Hilfe für Kranke und Bedürftige)

Konto DFK Vereinsarbeit  DE76 4945 0120 1112  5528 54 ( Deutschunterricht, Chor u.s.w.)

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

10.7.2022

Wallfart der Deutschen in Wartha am 10.Juli.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:38

Und wieder haben sich viele Deutsche aus Polen zur Wallfahrt in Wartha getroffen.

     

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Eine lange Tradition immer am 2. Sonntag im Juli, wozu auch Besuch aus Deutschland angereist war und so gab es schon vor der Messe auf dem Pfarrhof ein Wiedersehen mit guten Freunden. Zur Messe war ein Blasorchester aus Oberschlesien angereist und die Töchter unseres Freundes Waldemar Swiertzek aus Ratibor spielten mit ihren Violinen zur Kommunion.

   

Hauptzelebrand war Pfr. Dr. Tarlinski, der in seiner Predigt auch auf die staatliche Einschränkung des Deutschunterrichts für die deutschen Kinder in Polen einging. Er mahnte zur Verständigung und einem guten Miteinander der Volksgruppen. Pater Marian, der auch bei uns in Glatz die deutsche Messe an jedem letzten Samstag im Monat hält, sorgte für die weitere Organisation.

               

Leider ist der Altarbereich immer noch eine Baustelle wie im letzten Jahr.

Nach der Messe trafen wir uns mit den Freunden, dem DFK aus Ratibor, der zu einem Partnerbesuch zu uns nach Glatz angereist war. In einem, in der Nähe gelegenen Restaurant gab es zunächst ein deftiges Mittagessen.

         

Danach sorgte Waldemar, der Berufsmusiker ist, für eine tolle Stimmung mit seinen Töchtern. Ein gelungenes Fest, das nach einigen gemeinsamen Stunden zu Ende gehen musste damit die angereisten 65 Gäste aus Ratibor noch vor der Dunkelheit nach Hause kamen.

Bericht

Horst Ulbrich

28.6.2022

Stadtrat der Partnerstadt Bensheim zu Besuch.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:00

Liebe Freunde dieser Seite.

Am Donnerstag 23.6. war eine Abordnung des Stadtrates unserer Partnerstadt mit dem dortigen Deutsch-Polnischen Freundeskreis zu Besuch in Glatz und Bad Altheide. Traditionsgemäß waren auch wir zum Grillabend eingeladen.

    

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In Bensheim besteht dieser Verein seit langer Zeit, in enger Verbindung mit dem Polnisch-Deutschen Verein in Glatz mit dem Vorsitzenden Jurek Zelaszkiewicz, der auch deutscher Abstammung ist und Mitglied unseres DFK Glatz. Zu bemerken ist, dass wir eng miteinander verbunden sind. So sind viele Mitglieder in beiden Vereinen registriert und ehrenamtlich tätig. Jurek, der Vorsitzende dort ist auch in unserem Vorstand und unser Administrator auf kommunaler Ebene wegen seiner guten Kontakte zur Stadtverwaltung. Er war bis zur Pensionierung auch einer der Gefängnisdirektoren in Glatz. Unser Chor ist eine Mischung aus beiden Vereinen.

     

Beim Grillabend im Hotel Panorama wurden wir herzlich begrüßt, hatten wir doch unser letztes Treffen mit einem gemeinsamen Ausflug nach Warschau vor einigen Jahren. Auch unser Glatzer Bürgermeister Herr Piszko kam dazu und bekräftigte die guten Beziehungen der Partnerstädte in seinen Begrüßungsworten.

Wieder ein gelungener Abend, leider mussten wir uns etwas früher verabschieden denn es gibt immer noch viel Arbeit mit der Hilfe der Ukrainer Flüchtlinge und das macht viel Arbeit.

Bericht Horst Ulbrich

22.6.2022

Was lange währt wird endlich gut!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

Wieder ein wichtiges Projekt gegen das Vergessen! Wenn wir in unserer Generation das nicht bewerkstelligen, wird es nach uns Niemanden mehr geben der die deutsche Vergangenheit in Niederschlesien weiterhin bekannt macht.

         

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Nach einem Jahr der Planung und Herstellung des Gedenksteins für die Einsiedler am Annaberg bei Neurode, gab es am Ende noch ein Problem der Befestigung an der Wand der Kapelle. Der Gedenkstein war zu groß und zu schwer. Es wurde ein spezieller Kran benötigt, was weitere Kosten verursachte, um das Gewicht an die Wand zu bringen und endlich konnte die Einweihung am 21.Juni 2022 stattfinden. Leider zu spät für die Pilgergruppe mit dem Großdechanten, für den die Einweihung der wichtigen Erinnerungstafel geplant war.

         

So versammelte sich eine kleine Schar zunächst in der Kapelle zu einer Andacht. Man hatte sogar die Ruhestätte des letzten Einsiedlers ausfindig gemacht und die sterblichen Reste neben dem Altar der Kapelle in eine Steingruft umgebettet.

       

Ich werde dazu eine kleine Gedenktafel fertigen lassen und hoffe auf unsere treuen Sponsoren zur Unterstützung.

                                  Schlesienhilfe DE02 4945 0120 1112 5511 79                                                        

            

Der zuständige Pfarrer hat danach die Tafel eingeweiht und die Mitorganisatorin Frau Bazala hatte danach für alle Anwesenden Kaffee und Torte im Wittighaus vorbereitet. Frau Irena Rogowska verlas schon an der Kapelle die Erzählung über den Annaberg von Prof. Wittig, später im Wittighaus auch eine Erzählung über die Mutter des Professors. Die Gedenktafel ist ein weiteres, von uns Deutschen in Stein gehauenes Zeitzeichen, da bis auf einen, alle Einsiedler zu deutscher Zeit dort gelebt haben.

             

Hinter der Kapelle entsteht ein neues Haus zur Bewirtung der Besucher mit einer wunderbaren Aussicht vom Annaberg.

 

Bericht

Horst Ulbrich

21.6.2022

Monika Taubitz nach dreijähriger Pause wieder im DFK Glatz zu einer Dichterlesung!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:06

Nach der coronabedingten Zwangspause war unser DFK Mitglied, die geschätzte und verehrte Poesie- und Prosadichterin mit Grafschafter Wurzeln, Frau Monika Taubitz aus Meersburg am Bodensee, am Samstag, dem 4. Juni 2022, wieder beim DFK Glatz zu Besuch, um zum ersten Mal seit 2019 wieder in unseren Räumen aus ihren neusten Werken zu lesen.

 

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Herzlich war die Begrüßung wie unter Freunden nach einer langen Abwesenheit. Besonders gefreut hat es uns, dass Monika Taubitz trotz der besonderen Umstände der letzten drei Jahre voller Elan und Schaffenskraft geblieben ist, was auch darin seinen Ausdruck findet, dass seit ihrem letzten Besuch nicht weniger als zwei neue Gedichtsammlungen („Breslau zur Zeit der Pandemie”, „Für einen Lidschlag nur”, beide 2021) sowie ein Prosawerk aus ihrer Feder („Tillmanns Frau und andere Erzählungen”, ebenfalls 2021) erschienen sind, aus denen sie dem neugierigen Publikum von ihr selbst gewählte Auszüge vortrug.

         

Zu Beginn, nach einer kurzen Einführung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des DFK Glatz, H.-P. Keuten, las Frau Taubitz aus aktuellem Anlass ein gerade erst veröffentlichtes Gedicht vor, das den Titel trägt: „Höre, Soldat des Usurpators”. Wer hätte gedacht, dass ein Gedicht, das denselben Themenkreis anspricht, den bereits die 2018 erschienene deutsch-polnisch-tschechische Gedichtsammlung Friedensanthologie behandelt (dessen deutscher Teil aus Gedichten von Monika Taubitz besteht), heute, im Jahre 2022, eine so traurige Aktualität bekommen würde?

Nach diesem ganz neuen Gedicht, das im Original und zwei polnischen Übersetzungen (von Prof. E. Białek sowie dem anwesenden H. Grzybowski) vorgetragen wurde, konnte Monika Taubitz ihr Publikum mit neuen Gedichten und Erzählungen in ihren Bann ziehen, die in den vergangenen Jahren veröffentlicht wurden.

Während die Gedichte, u.a. über das Breslau der Pandemiezeit, die Zuhörer zum Nachdenken und Meditieren anregten (nicht zuletzt auch in dem Gedicht „Nimm eine Möwenfeder” aus der gleichnamigen Sammlung aus dem Jahre 2018, dessen heraklitische Quintessenz in den Worten kulminiert: „Beständig ist der Wandel, er allein wird bleiben.”), bereitete die Lektüre der autobiographisch gefärbten Erzählung „Onkel Georg kommt zu Besuch” mit viel schlesischem Lokalkolorit (aus der Sammlung Tillmanns Frau) dem Publikum große Freude und Amüsement. Für den der deutschen Sprache nicht mächtigen Teil des Publikums übersetzte die vereidigte Dolmetscherin und DFK-Mitglied Irena Rogowska aus Neurode dankenswerterweise die Texte, und so konnten sich alle anwesenden Glatzer (die deutschen und die polnischen) an den neuen Werken von Monika Taubitz erfreuen. Ob Zufall oder nicht, die Texte, die dem Publikum an diesem Nachmittag zu Gehör kamen, zeichneten auf die ihnen eigene Weise gleichzeitig auch die wichtigsten Stationen des Lebens der Autorin nach – von ihrer Kindheit in der Grafschaft Glatz und Niederschlesien über die Stadt Breslau und die Vertreibung, die sie zunächst an die Nordseeküste führte, bis nach Süddeutschland, wo sie bis heute wohnt und Ehrenbürgerin der Stadt Meersburg wurde, wobei sie gleichzeitig ihrer alten Heimat, der Grafschaft Glatz, treu geblieben ist, in der heute wiederum nicht wenige Menschen eine neue Heimat gefunden haben, die ursprünglich aus der Gegend stammen, in der gegenwärtig die Ukraine durch den russischen Aggressor in einen Krieg gezwungen wurde, dessen Ausgang ungewiss ist.

Das Treffen mit Monika Taubitz wurde abgeschlossen mit einer kleinen Gesprächsrunde, in der alle Anwesenden eingeladen waren, der Autorin Fragen zu stellen und mit ihr ins Gespräch zu kommen. Zum Schluss der Veranstaltung überreichte der DFK-Vorsitzende unserem verehrten Gast einen Blumenstrauß, bedankte sich herzlich im Namen aller Anwesenden und bat Monika Taubitz, uns bei nächster Gelegenheit wieder zu besuchen. Bei Snacks und einem Glas Wein kam man anschließend noch ins Gespräch und konnte die gerade erstandenen Bücher von der Autorin signieren lassen.

Es sei angemerkt, dass Monika Taubitz bei ihrem diesjährigen Besuch, wie immer, nicht nur im DFK Glatz gelesen hat, sondern auch zu Lesungen an der Universität Breslau, in der Stadtbibliothek von Bad Altheide sowie, last but not least, in ihrem Heimatort Eisersdorf eingeladen war.

Wir bedanken uns auch an dieser Stelle noch einmal für die Ehre und Freude ihres Besuchs und hoffen, sie bald wieder in Glatz begrüßen zu dürfen – für die Zwischenzeit hat sie uns einiges an neuer lohnenswerter Lektüre dagelassen …

 

Bericht: Heinz-Peter Keuten

3.6.2022

Konferenz der Delegierten am Annaberg am 28.5.2022

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:14

Im Vordergrund standen dieses Mal die Wahlen zum Vorstand des VDG und die Abdankung des VDG-Vorsitzenden Bernard Gaida nach drei Kadenzen. Erwartet, aber dennoch für einige überraschend, da vorher nirgends darüber geschrieben wurde, dass der langjährige Vorsitzende nicht mehr zur Verfügung steht, was mich persönlich etwas erstaunt hatte. Gleichzeitig gab es dann ein Extrablatt zu dem Thema, das verteilt wurde. Zum Glück war ich privat vorher unterrichtet worden, und da auch die Büroleiterin Frau Neumann und gemäß dem normalen Wechsel der Konsuln auch Frau Fisel-Rösle uns verlassen, hatte ich als einziger Blumen zur Verabschiedung besorgt.

                 

Blumen für den scheidenden Vorsitzenden und die Konsulin Frau Fisel-Rösle

   Blumen auch für die gute Zusammenarbeit. Frau Neumann

Ich hoffe, es hat den Beschenkten ein wenig Freude bereitet, nach Jahren der guten Zusammenarbeit.

Bei der Wahl wurden dann die alten acht Vorstandsmitglieder bestätigt, zusätzlich wurde noch ein Kandidat für die Jugend mit in den VDG-Vorstand aufgenommen, der nun aus 9 Personen besteht. Vorsitzender dann erwartungsgemäß Rafał Bartek, der auch für mich der beste Kandidat für den Posten ist, denn die Zukunft der DMI sieht nicht rosig aus.

             

Rafal Bartek, der neue Vorsitzende  3. v. re.

Herr Bartek ist ein erfahrener Politiker und Vorsitzender des Landtages in Oppeln. Ich hoffe nur, es bleibt auch genügend Zeit den weiteren Posten mit Elan auszuführen.

Unsere Probleme in diesem Jahr sind die gleichen wie nach jeder Wahl in Deutschland, wenn Mittel für die Projekte Kulturarbeit, über die Konsulate bewilligt, erst sehr spät im Bundestag behandelt werden. So haben wir für Kulturarbeit bisher noch keinerlei Mittelzusagen und finanzieren soweit wie möglich die Zahlungen für Deutschunterricht, Chor und Jugendbetreuung vor, in der Hoffnung die Finanzen nach Beschluss im Bundestag für die Gelder im Außenministerium im Herbst erstattet zu bekommen. Anträge auf Unterstützung unserer Projekte habe ich geschrieben, eine Mittelzusage gibt es durch die Umstände bisher nicht. Einige DFK-Vorsitzende beginnen deshalb auch erst mit Projekten, wenn die Finanzen zur Verfügung stehen. Aber das ganze Vereinsleben wird durch die erzwungene Untätigkeit und Verzögerung von bis zu 8 Monaten zu einem Risikofaktor. Wir versuchen mit Hilfe unserer Sponsoren die Vereinsarbeit weiterzuführen, um die Zeit zu überbrücken. Schon Corona wurde zu einer Bewährungsprobe und viele kleine Deutsche Freundschaftskreise geben auf.

Info DFK Glatz:

Bei unserer Strategie ist es bisher gelungen, nach Corona mit Versammlungsverbot vor einem Jahr alle wieder an Bord zu haben. Unser Chor hat sich unter der neuen Leitung von Frau Ilse Hirschner gut entwickelt. Am 19.6. haben wir wieder ein Konzert, diesmal im Chopin-Schlösschen im Kurpark von Bad Reinerz, gemeinsam mit dem Lehrerchor aus Habelschwerdt. Unser Chor fährt am 31.7. bis 8.8. nach Berlin und wird in zwei katholischen Kirchengemeinden auftreten. Es soll auch ein Intensivtraining für den Auftritt am 10. September beim Kulturfest der Deutschen in der Jahrhunderthalle in Breslau sein.

Liebe Leser, ich hoffe, wir sehen uns dort.

Sehr gut läuft auch die Jugendarbeit unter der Leitung von Amelia Patzwald. Sie studiert in Breslau Germanistik und Speditionsmanagement, hat beim VDG in Oppeln Führungskurse für Jugendarbeit besucht und auch den Jugendpunkt Glatz gegründet. Deutschkurs für die Jugend am Mittwoch. Am Samstag, nach unserer Öffnungszeit der Geschäftsstelle von 11 bis 14 Uhr trifft sich die Jugend zu gemeinsamen Spielen, manchmal auch kleinen Ausflügen mit geschichtlichem Hintergrund oder Grillen bei Ulbrich.

Bericht

Horst Ulbrich

24.5.2022

Termine des DFK Glatz:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:48

Vom 1. Bis 7. Juni ist unser DFK-Mitglied, die Dichterin und Buchautorin Frau Monika Taubitz, wieder in der Heimat und mit einer Lesung aus ihren neusten Werken am 4.6.2022 um 16 Uhr auch in unserer Geschäftsstelle Frankensteiner Str. 11.

 

Gleich danach, vom 7. bis 15.6.2022, kommt der Großdechant mit der Pilgergruppe und wir haben Treffen in Glatz und Tscherbeney verabredet. H.-P. Keuten hat für den 7.6.2022 den Besuch der Wallfahrtsstätte Maria Schnee mit Messe sowie die Besichtigung der Kapelle in Steingrund organisiert.

11.6. sind wir zur Seligsprechung der Schwestern von der hl. Elisabeth im Breslauer Dom.

12.6. Andacht und Lichterprozession in Albendorf.

13.6. um 13 Uhr Andacht in der Kirche Tscherbeney und Gedenken am Grab von Kaplan Gerhard Hirschfelder und Elisabeth Kynast. Danach Treffen mit unserer DFK-Ortsgruppe im Hirschfelder-Haus.

16.6. Malteser Hilfstransport aus Telgte, Abladen am Zentrallager.

19.6. Konzert unseres DFK-Chores mit dem Lehrerchor aus Habelschwerdt im Chopinschlösschen im Kurpark Bad Reinerz.

21.6. Treffen mit anderen Organisationen der Ukrainerhilfe.

25.6. Deutscher Gottesdienst um 14 Uhr bei den Klarissen auf der Frankensteiner Straße in Glatz (Gäste jederzeit willkommen!).

Außerdem ist unsere Geschäftsstelle jeden Samstag für Besucher von 11 bis 14 Uhr geöffnet. Herzliche Einladung zum Kaffee.

 

Der Vorstand des DFK Glatz

23.5.2022

Was ist los in der Welt?

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:55

Da gibt es plötzlich ein Rennen der hohen Politiker in die Ukraine wie nie zuvor und der Streit, welche Waffen geliefert werden sollen, geht in der Parteienlandschaft in Deutschland um …

Mit dem von ihm provozierten Krieg hat Putin die Wirtschaft in ganz Europa geschwächt.

Dass Herr Putin allein der Verantwortliche für den Krieg und die vielen Toten ist, bleibt unbestritten. Aber auch Selenski macht den Eindruck, als könne er die ganze EU befehligen.

Erst lädt er unser höchstes Staatsoberhaupt, den Bundespräsidenten, aus und gleichzeitig verlangt er aus Deutschland die neuesten Waffen. Ein dreistes Ding … Zu berücksichtigen ist die Gefahr einer Eskalation und eines Weltkriegs, wenn Angriffswaffen geliefert würden, da dies ein aktives Eintreten in die Kriegshandlung bedeuten könnte.

Deshalb bin ich voll auf der Seite unseres Kanzlers, der mit Besonnenheit reagiert, viel humanitäre Hilfe angeboten hat und nun wegen der Forderungen aus Europa doch schwere Waffen zu liefern bereit ist. Ich denke viele der Leser sind auch der Meinung, daß gerade bei unserer Vergangenheit alles getan werden sollte, auch nicht passiv in die Kriegshandlungen verwickelt zu werden.

Aber warum kann man sich denn nicht einigen? Die Krim ist schon seit dem letzten Konflikt verloren und auch der Donez wird nicht wieder an die Ukraine angeschlossen. Das sind für mich Fakten und auf weniger würde Putin sich nie einlassen, egal wie viele Menschen noch sterben werden. Dabei gab es schon eine Verhandlungsbasis: Putin braucht unbedingt die Krim wegen der Schwarzmeerflotte und einen Zugang vom Land, hat er gesagt. Selenski hatte schon angeboten, man könne darüber verhandeln. Das war doch eine Basis, bis Selenski nach einigen Erfolgen meinte, er könne den Krieg gewinnen, bestärkt von einigen Politikern der EU. Danach sind die diplomatischen Kanäle wieder versiegt. Ich habe schon vor längerer Zeit geschrieben und das ist weiter hinten in meinen Berichten zu lesen, nur Biden und Putin werden das Ende aushandeln. Europa wird am Ende nicht gefragt und die Ukraine erst recht nicht, denn die wird immer schwächer und am Schluss steht kein Stein mehr auf dem anderen. Das scheint Putin egal zu sein, Hauptsache er gewinnt. Auch die hohen Verluste an Menschen werden erst dann bekanntgegeben und auch wie viele Zivilisten getötet wurden. Ein Irrglauben ist meiner Meinung nach die Überzeugung, die Ukraine könne den Krieg gewinnen, der in Russland noch nicht einmal so genannt werden darf. Nach Frankreich hat nun Italien einen Kompromissvorschlag gemacht und Frankreichs Präsident hat meiner Meinung Recht. Wir sollten Putin nicht unterschätzen und ihn zu Verhandlungen bringen, bei denen er nicht als Verlierer dasteht. Was ist nach einem Frieden? Die Ukraine kann doch ein neutraler Staat werden, denn der Beitritt in die Nato wird von Putin als Bedrohung gesehen und das ist angesichts weiterer Beitritte seiner Nachbarländer im Norden auch verständlich. Man sollte die Russen in diesem Fall nicht weiter provozieren und vor allem nicht unterschätzen, denn das Material an Menschen spielt bei Putin keine Rolle. Das hat man schon bei Hitler und Stalin gesehen.

Horst Ulbrich

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