Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

13.1.2013

Verdienstorden für unser DFK Mitglied Helmut Goebel.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:49

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Bild 1.   Frau Ewa Mankowska liest den Bescheid des polnischen Staatspräsidenten Komorowski zur Verleihung des Verdienstordens der Republik Polen V Klasse, vor.

Bild 2.  Herr Stanislaw Rakoczy , Staatssekretär des Innenministeriums beim Sektempfang nach der Verleihung.

Bild 3. Über 100 Personen aus Politik und Wirtschaft waren bei der Verleihung dabei.

 Polnischer Verdienstorden für Herrn Helmut Goebel

Das neue Jahr begann in Glatz mit einer erfreulichen Ehrung für die langjährige, erfolgreiche Arbeit von Helmut Goebel, der die Rekonstruktion und Erneuerung von Denkmälern in seinem ehemaligen Heimatdorf Niederschwedelsdorf (Szalejow Dolny) zu seinem Lebenswerk gemacht hat. Der polnische Staatspräsident Bronislaw Komorowski verlieh dem Mitglied des DFK Glatz, Herrn Helmut Goebel, in Würdigung seiner Verdienste um den Prozess der Annäherung lokaler polnischer und deutscher Vereinigungen den Verdienstorden der Republik Polen V.Klasse.

In Vertretung des Staatspräsidenten überreichte der Unterstaatsekretär des polnischen Innenministeriums, Herr Stanislaw Rakoczy, unserem Helmut das Ehrenzeichen. Der Geehrte konnte und wollte seine Rührung nicht verbergen, als er der Verleihungsrede (übersetzt von Frau Renata Ulbrich) lauschte.

Herr Rakoczy erinnerte daran, dass Helmut Goebel seit 1970 in Zusammenarbeit mit den Dorfbewohnern, den Mitgliedern des Erzengel-Michael- Vereins, dem Gemeindeamt und dem Amt für Denkmalschutz 36 Denkmäler, Kapellen, Wegkreuze erneuert habe. Er betonte die Verdienste von Helmut Goebel, der als Hauptinitiator der ganzen Aktion unermüdlich tätig gewesen sei und insbesondere die notwendigen finanziellen Mittel beschafft habe. Überzeugt von seinem Lebensmotto – „Denkmäler sind die geistige Botschaft der Vergangenheit“ – habe er über Jahre erfolgreich gewirkt und durch sein Talent, andere, insbesondere junge Gemeindebürger und deren Gemeinschaften in Niederschwedelsdorf (Szalejow Dolny) für die Mitarbeit an der großen Aufgabe zu begeistern, in hervorragender Weise zum besseren Verstehen zwischen Polen und Deutschen beigetragen. Das gegenseitige Verständnis zwischen Völkern, insbesondere wenn sie, wie das polnische und das deutsche Volk, in der mehrere Jahrhunderte währenden gemeinsamen Geschichte nicht nur gute Erfahrungen miteinander gemacht haben, könne nicht allein durch völkerrechtliche Verträge gefördert werden, so notwendig sie sein mögen. Entscheidend sei die Zusammenarbeit zwischen den Menschen verschiedener Nationalität, das Kennenlernen der Sitten und Gebräuche, der Sorgen und Nöte der anderen. So könnten Vorurteile abgebaut und die Voraussetzungen für eine friedvolle Zukunft geschaffen werden.

Helmut Goebel habe dies in exemplarischer Weise vorgelebt und mit der Einweihung der „Straße der Denkmäler“ im Rahmen des 550jährigen Bestehens der Grafschaft Glatz am 6. Juni 2009 eine Krönung seines Wirkens erfahren.

In seiner Dankesrede, die er, überwältigt von allzu verständlichen Gefühlen, mehrfach unterbrechen musste, vergaß der Geehrte nicht, auf die erfolgreiche Zusammenarbeit mit staatlichen polnischen Stellen hinzuweisen und sich für deren Einsatz im Sinne seines Anliegens zu bedanken. Offenbar hatte er seine Ausführungen gut vorbereitet, denn die Liste der Persönlichkeiten, die er ausdrücklich  nannte, schien kein Ende zu nehmen. Die erwähnten Honoratioren nahmen die Worte des neuen Ordensträgers aber alle mit sichtlichem Wohlgefallen auf. Natürlich galt Helmut Goebels Dank auch allen, die ihr Scherflein zur Finanzierung der Vorhaben beigetragen haben.

Besonders beeindruckt waren die Anwesenden als Helmut Goebel seine zahlreichen Mitarbeiter in Niederschwedelsdorf (Szalejow) erwähnte und dabei mit den Tränen kämpfte. Alle spürten, dass dort Freundschaften entstanden sind, die ein ganzes Leben dauern. Dies bestätigte sich in den Worten der Vertreterin des Erzengel-Michael-Vereins. Alle Zuhörer hatten den Eindruck, dass Helmut Goebel dort wie ein Vater verehrt, ja geliebt wird.

Für uns vom DFK Glatz, die wir wegen der Ehrung Helmut Goebels eingeladen waren, schien mit der Ordensverleihung der Höhepunkt des Neujahrstreffens der Stadt Glatz erreicht. Dennoch verfolgten wir das weitere Programm mit Interesse. Der Vortrag des Chores Makrotumnia aus Duszniki Zdr. (Bad Reinerz) zeigte auf, welches hohe Ziel der DFK Glatz mit seinem Chor anstreben sollte. Danach informierte der Gemeindevorsteher über das Investitionsprogramm für das Jahr 2013 und zeichnete besonders aktive Unternehmen mit dem Geschäftshufeisen, insbesondere für die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Den mit deutschen Neujahrsempfängen vertrauten Gästen kamen diese Programmteile sehr bekannt vor, insbesondere weil danach mit Sekt auf das Neue Jahr angestoßen wurde und ein Buffet dazu einlud, die guten Vorsätze vom Silvesterabend bezüglich einer Diät umgehend zu vergessen.

In bleibender Erinnerung wird uns aber die Ehrung für Helmut Goebel bleiben, dem wir an dieser Stelle noch einmal sehr herzlich zur Auszeichnung gratulieren möchten. Helmut, Du bist für uns ein leuchtendes Vorbild und wir wünschen Dir noch viele Jahre bei bester Gesundheit und rüstiger Tätigkeit.

Hermann Handlos

30.12.2012

Hilfe zu Weihnachten für bedürftige Mitglieder.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:21

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Besuch bei Frau Hauschke in Straußdörfel.     Bitte auf die Bilder klicken.

Wie immer in der Weihnachtszeit besuchen wir alte und kranke Mitglieder um kleine Geschenke zu bringen, aber auch Geld für die Medikamentenhilfe und manchmal auch Winterkohle.

Nun hatten wir in diesem Jahr das Glück aus zwei Kirchengemeinden aus Deutschland einen Transport mit Süßigkeiten, allerlei Backwaren und sehr viel Winterbekleidung zu bekommen. Zunächst haben wir, soweit die Größen geschätzt werden konnten, Sachen für unsere Bedürftigen ausgesucht, die nicht mehr zum DFK kommen können. Auch wenn das Wetter vor Weihnachten ja nicht zur Jahreszeit gepasst hat, so war es mir doch ganz recht und ich konnte alle erreichen. Im letzten Jahr bin ich in Karlsberg unter der Heuscheuer im Schnee stecken geblieben und nur ein Schlepper konnte mich wieder auf eine befahrbare Straße ziehen. In diesem Jahr hatte sich aber auch ein Vereinsmitglied mit einem Geländewagen angeboten, sollte es zu ähnlichen Wetterverhältnissen kommen. Man muss dann immer viel Zeit mitbringen, um alle alten Geschichten zu hören und ich bin bei alleinlebenden immer erstaunt, wie perfekt sie Deutsch sprechen, obwohl sie das ganze Jahr mit der Heimatsprache keine Kontakte haben. Es werden alte Bilder gezeigt und bei Frau Hauschke, deren Bilder ich veröffentlichen darf, werden wir im Frühjahr mit einigen Männern die alte Steintreppe richten. Sie hatte geklagt, bei Glätte schon öfter gefallen zu sein. Ich traf sie bei der Hinfahrt auf der Straße mit ihrer alten Mimmi, ein kleiner Hund und sie sagt, er sei wohl auch so alt wie sie. Kurzerhand wurde im überfüllten Auto für Frau Hauschke und die Mimmi Platz geschaffen und wir haben sie mit den Wintersachen und Geschenken nach Hause gefahren.

Nun leben einige unserer Bedürftigen in schlechten Wohnsituationen und auch weitab jeglicher Dörfer, wie besagte Frau Hauschke. Sie bewohnt das letzte Haus an der  Grenze und  weiter geht der Feldweg dann nicht mehr in den Berg hinein. Ihre Vorfahren lebten seit dem 16ten Jahrhundert in Strausdörfel und es wäre eine Dokumentation wehrt, ihre Erlebnisse mit den Grenzern beider Seiten, auch dem kleinen Handel über die Waldgrenzen u.s.w. in einer Geschichte  festzuhalten. Ich habe mir fest vorgenommen doch öfter als nur 2 Mal im Jahr Besuche zu machen, schließlich sind fast alle, die nicht mehr zum DFK kommen können, um und über die 80 Jahre alt.

Noch Heilig Abend dann die Tour Neurode und Jugow, denn zu Hause lag meine Frau mit Angina im Bett. Es war eine aufregende Vorweihnachtszeit, aber es tut dem Herzen gut, denen zu helfen, die es bitter nötig haben. Nach Weihnachten haben wir dann das Kleiderlager  in der Reiterstube eröffnet und den Rest den Ordensschwestern der Klarissen mit Backwaren gebracht. In deren Kirche findet jeden letzten Samstag im Monat unser deutscher Gottesdienst statt.

Privat war Weihnachten dann sehr ruhig, ich habe meine gewünschte Duschbürste bekommen. Einen weichen, weißen Rollkragenpullover, den ich mis gewünscht hatte, gab es nicht zu kaufen. Schon bei meinem Besuch im November in Deutschland nicht, wie auch in Schlesien. Na wenn man auch so ausgefallene Wünsche hat.

Allen Lesern ein gesundes Neues Jahr.

Unter jedem Bericht ist ein Feld „(Keine) Kommentar(e)“ zum Anklicken und man kann Kritik und Lob schreiben. Ich würde mich freuen, wenn sich dort jemand meldet.

 hilfe-001-2.JPGIm Kleiderlager wird nach Herren, Damen und Kinderkleidung sortiert. Bitte auf das Bild klicken

17.12.2012

Weihnachten beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:47
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Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden vekündete Frau Hedwig Klopot die Überraschung. Unsere Kindergesangsgruppe, die Violinchen treten auf. Über 80 Mitglieder fanden sich im Kulturhaus Glatz zur Weihnachtsfeier ein. Die Violinchen mit ihrem ersten Auftritt. Auch unser neu gegründeter Chor sang deutsche Weihnachtslieder.
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Schülerin Ela spielte Weihnachtslieder auf der Flöte, begleitet von Heinz -Peter Keuten auf der Gitarre. 2. Auftritt der Violinchen Auch Gedichte und die Weihnachtsgeschichte wurde vorgetragen. Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Nun war es am 15.12. eigentlich schon die dritte Weihnachtsfeier, nach Nikolaus mit 26 Kindern und Eltern, und unserer Chor Reise zum Waldenburger DFK, zu deren Weihnachtsfeier.

Deshalb sollte es, auch aus Kostengründen eigentlich nur eine Feier für unsere alten und bedürftigen Mitglieder werden, die an unseren vielen Veranstaltungen übers Jahr, oft auch aus gesundheitlichen Gebrechen, nicht teilnehmen konnten. Aber so sind es von anfänglich 38 auf der ausgehängten Liste im DFK Büro 60, dann 76 geworden und am Ende waren es 86 Teilnehmer. Meine Frau musste laufend neue Teilnehmerzahlen dem Restaurant melden, denn viele kommen mit dem Bus von weit her. Durch die Vertreibung nach dem Krieg haben sich die verbliebenen  Deutschen in der Grafschaft damals wieder im DFK Glatz organisiert  und unser Einzugsgebiet ist von Bad Kudowa, wo eine neue Ortsgruppe geplant war, bis Habelschwert, also ca 80 Km. Deshalb richtet sich die Feier auch streng nach den Buszeiten, damit auch alle wieder gut nach Hause kommen.

So begannen wir schon um 13 Uhr mit einem kräftigen Mittagessen, während der Vorsitzende alle Mitglieder begrüßte und von den Projekten, Festen und Ausflügen dieses Jahres berichtete, aber auch, dass wir unsere Aktivitäten in 2013 zusammenstreichen müssen. Wir gehören nicht zum Dachverband der deutschen Minderheit, was niemand versteht, bekommen  daher finanzielle Unterstützung nur in eingeschränktem Rahmen, was eine weitere Reaktivierung unmöglich macht. Ein Jahr wie dieses wird es nicht mehr geben, auch die Gründung weiterer Ortsgruppen wurde aufgegeben. Trotzdem erwarten wir in den nächsten Monaten das 300dertste Mitglied aufnehmen zu können, denn die Nachkriegsgenerationen wollen sich wieder unter dem DFK Glatz versammeln. Er wies auch darauf hin, dass im nächsten Jahr seine Amtszeit abläuft  und Neuwahlen anstehen. Bester Termin dazu sei die Verbindung mit einem abschließenden Sommerfest, zu dem , wegen des Platzangebotes in der Reithalle, alle kommen können.  Man möge sich um Kandidaten bemühen. Hedwig Klopott, auf dem Bild in Tracht  mit dem Vorsitzenden  konnte eine große Überraschung verkünden, unsere Violinchen, die Kindergesangsgruppe, die wir aus Kostengründen nicht weiter unterstützen konnten, sind zurück und mit privaten Sponsoren unterstützt worden. Sie erfreuten uns mit zwei Auftritten, einmal in Tracht und deutschen Weihnachtsliedern, später in Kinderkostümen und polnischen Liedern. Die Gruppe besteht aus 13 Kindern, aber auch hier fehlen weitere Trachten für die Auftritte. Dank all denen, die nach der Aufgabe des Chores das möglich gemacht haben.  Die Freude war groß, dass sie zu unserer Weihnachtsfeier doch noch aufgetreten sind. Danach sang unser neu gegründeter Chor, der schon eine Woche zuvor im Theater Salzbrunn sein Debüt, beim Fest des DFK Waldenburg hatte. Vorgetragene deutsche Weihnachtsgedichte und Flötenspiel unserer Kinder überbrückten die Zeit bis zum Kaffee.  Es gab viel zu erzählen, gerade derer, die sich doch selten treffen und so machten viele vorgetragene Geschichten aus den  Weihnachtsbräuchen alter Zeiten die Runde. Es gab auch kleine Geschenke. Ein selbst zusammengestelltes Liederheft deutscher Weihnachtslieder, in der Hoffnung, dass auch zu Hause weiter deutsch gesungen wird und dazu einen Kugelschreiben mit unserer Vereinsadresse, die immer dabei sein sollte.

Nach 17 Uhr mussten aber viele schon aufbrechen um die Busverbindungen nicht zu verpassen. Der Chor und viele Mitglieder aus der Nähe blieben aber noch lange und mit viel Gesang ging eine schöne Feier zu Ende.

Bei der Feier wurde auch ein Teil der Medikamentenhilfe für Bedürftige mit weniger als 800,- PLN = ca 200,-€ ausgezahlt. In der nächsten Woche werden dann Behinderte und Kranke bis hoch nach Karlsberg besucht, die nicht mehr teilnehmen können. Sie bekommen auch kleine Präsente und Medikamentenhilfe, soweit es das Konto „Schlesienhilfe“ bei der Sparkasse Herford erlaubt.

Allen die unsere Arbeit übers Jahr unterstützt haben, ein herzliches vergelt`s Gott.

Allen Lesern dieser Seite ein frohes Fest gesundes Neues Jahr,
wünscht der Vorstand des DFK Glatz.

Horst Ulbrich

14.12.2012

DFK Glatz beim Forum für Touristik in Breslau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:05
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Bild 1: In der Mitte Generalkonsul Dr. Zeitz mit Herren aus Wirtschaft und Politik beider Länder. Bild 2: von re. Organisatorin Frau Sylwia Losota, in der Mitte Prof.Dr. Bär, li. daneben der Leiter des Verbindungsbüros des Freistaates Herr Andreas Grapatin.

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Auf eine Einladung für den DFK Glatz, des polnischen Wirtschaftsamtes und des Verbindungsbüros des Freistaates Sachsen in Breslau, war ich zum wiederholten Mal beim Forum für Touristik in Breslau. Neben Ausbildungsstandart der Hotelbetriebe, der länderübergreifenden Zusammenarbeit zwischen dem Freistaat Sachsen und Niederschlesien, bei der Vermarktung touristischer Attraktionen und anderer touristisch relevanten Themen, ging es auch um sakrale und ökologische Wanderwege und deren Vermarktung.Unter Walderkundungswegen und dem Wanderweg auf den Spuren des Papstes in Schlesien  haben wir  den Hirschfelder Pilger- und Wanderweg, auch  den in der Planung befindlichen ökologischen Wanderweg des Theologen Professor Wittig in die Diskussion mit eingebracht. Dazu gab es einen Infostand des DFK Glatz, erstmalig auch in der Zusammenarbeit mit der Stadt Glatz, die zwei Mitarbeiter entsandt hatte.

Ca 15 Stände gab es von verschiedenen Städten und touristischen Einrichtungen und das Interesse der ca 150 Teilnehmer der Veranstaltung war gut.

Es begann mit der Begrüßung durch den deutschen Generalkonsul Dr. Zeitz und Würdenträgern der polnischen Politik. Danach gab es Referate, auch einiger Bürgermeister, wie von Herrn Terlecki aus Bad Altheide. Es wurde die Weiterentwicklung der Angebote, Qualitätstandarts und die Entwicklung der Statistik der Übernachtungen in Hotels und Pensionen behandelt.

Festgehalten wurde am Ende durch die Moderatorin, Frau Sylvia Lasotta, das Niederschlesien auf einem guten Weg ist, seine touristische Qualität bestens zu vermarkten. Am Ende gab es noch ein Bild mit Freunden und Ausstellern vor dem Stand des DFK, der leider aus Zeitgründen schon abgebaut war.

Aber die langen Diskussionen nach Beendigung des Forums haben viel Zeit in Anspruch genommen.

12.12.2012

Glatzer Chor zu Gast beim DFK Waldenburg

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:15

01.JPG Der Chor macht sich bereit. 2.JPG Aufmarsch mit Akkordeon
1.JPG Chor DFK Glatz auf der Bühne  dscf1386.JPG  Chor Waldenburg mitChorleitung

Der DFK Waldenburg hatte unseren Chor zur Weihnachtsfeier eingeladen, also haben wir wieder den günstigen Schulbus aus Eckersdorf geordert und  uns  mit unserem Chor auf den Weg gemacht. Bei der Abfahrt konnten wir noch aus den Fenstern schauen, als es aber über die Berge noch kälter wurde und der Fahrer  die zur Verfügung stehende Wärme an der Frontscheibe benötigte, gefroren alle Fenster im Nu.

Auf der Fahrt hat sich der Chor  warm gesungen und zum Glück ist Waldenburg, beziehungsweise Bad Salzbrunn nicht so weit. Nun hatten wir nicht erwartet, dass man das historische Theater für Veranstaltungen mieten kann und sind zunächst im Kurhaus und anderen Gebäuden gewesen, bis man uns den Weg gewiesen hat. Im Theater erwartete man uns schon und nach der Begrüßung wurde unser Chor auch schon auf die Bühne gebeten.

Zu bemerken bleibt, unsere Chorleiterin, die alle deutschen  Weihnachtslieder mit den Sängern geübt hatte, war verhindert. So wurde mir kurzerhand die Chorleitung übertragen und zum Einzug sollte ich „Ihr Kinderlein kommet“ auf dem Akkordeon spielen. Das konnte ich in C Dur auch schon, aber nein, für die Sänger zu tief sollte ich es noch in F Dur üben. Was macht man nicht alles, also rauf auf die Bühne das Akkordeon umgeschnallt und los ging es. Dann den Ton für den Chor angeben und fleißig mit den Armen im Takt gewedelt. Heinz Peter und Jochen unterstützten das Ganze mit Gitarren, und Andreas hatte seinen Solopart auf der Mundharmonika. Es war wohl gut gelungen, denn man dankte uns mit kräftigem Applaus.

Danach endlich Zeit für Kaffee und Kuchen, aber schon wurde ich beiseite gerufen, der Nikolaus wäre nicht gekommen und ich müsse die Situation retten, während der Waldenburger Chor auf der Bühne sein Können zeigte. Mann Gottes…. Ich kannte die Kinder nicht, die ein schönes Theaterstück aufgeführt hatten, auch viele Gäste im Saal nicht. Na gut die Maskerade passt jedem, aber  statt einer Rute bekam ich einen Krückstock. Ca 30 Kinder auf der Bühne und 80 Gäste im Saal. So habe ich halt zunächst über die modernen Gasheizungen und die neuen engen Kamine geschimpft, um ein Alibi für den Krückstock zu haben, auch damit in den Saal gedroht und alle Gäste zunächst ein deutsches Weihnachtslied singen lassen und die konnten das auch sehr gut, schließlich waren zwei Chöre dabei. Danach wurden die Kinder beschenkt und ich war froh, bald aus der viel zu warmen Nikolausgarnitur  heraus zu kommen.

Bis zur Rückfahrt saßen wir beisammen und sangen noch so manches deutsche Weihnachtslied. Gegen 18 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Unterwegs gab es, wie immer, den Vodka für alle und von Bad Salzbrunn bis Glatz wurde gesungen, auch um sich warm zu halten. Alle die sich ab Neurode zum Aussteigen bereitmachten, wurden mit dem Lied „ Auf Wiedersehen“ verabschiedet und so ging ein ereignisreicher, aber schöner Tag zu Ende. Weiter geht es mit unserer Weihnachtsfeier am 15.12. in Glatz.

Horst Ulbrich

3.JPG Blick in das historische Theater 4.JPG Der Nikolaus ist da…
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Nikolaus bei den Kindern des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:12

Der Nikolaus kommt zu den Kindern des Grundschulkurses Deutsch wurde bekannt gemacht und alle wollten ihre Geschwister mitbringen.

Das gab zunächst Diskussionen im Vorstand, wie das zu finanzieren sei, denn statt der 12 Kinder aus dem Kurs waren es nun 26 angemeldete Kinder, dazu die Eltern, die natürlich auch mit dabei sein wollten. Aber wer kann sich dem verschließen und zum großen Glück bekamen wir einige Tage vorher einen Hilfstransport der Pfarrgemeinden St. Hedwig aus Bukow und St. Elisabeth aus Königs Wusterhausen mit Wintersachen und Süßigkeiten.

Also wurde dem Antrag der Kinder entsprochen und am Nikolaustag fanden sich alle im Gemeindezentrum ein, denn wie bekannt ist unser Vereinslokal mit 57 Qm für fast alle Veranstaltungen zu klein. Nach einigen deutschen Weihnachtsliedern und dem lauten Rufen nach dem Nikolaus, ging endlich die Tür auf und der Nikolaus trat ein. Die Begrüßung übernahm Frau Ulbrich, danach wurden die Kinder einzeln aufgerufen, trugen teilweise Gedichte vor und bekamen dann Beutel mit Süßigkeiten, die Kleinen auch Stofftiere.

Als der Nikolaus sich verabschiedet hatte, saßen alle noch einige Zeit mit Tee und Gebäck beisammen.

Ein sehr gelungener Nikolaustag, der uns aber weiterhin  Probleme macht, denn die Stofftiere fehlen uns in der nächsten Woche bei der Kindergartengruppe „Spielend Deutsch lernen im Vorschulalter“ und kurzfristig sind Sponsoren nicht zu finden.

Alles ist  Improvisation in Zeiten der knappen Kassen, wo uns die Fördermittel  in 2012 um ein Viertel gekürzt wurden. Aber bisher haben wir alle Klippen umschiffen können  wie der Volksmund sagt und der DFK ist weiter gewachsen. Auch dank unserer Spender aus Deutschland, die uns immer wieder in schwierigen Zeiten geholfen haben.

Am 8.12. fahren wir mit unserem Chor zur Weihnachtsfeier nach Waldenburg und am 15.12. ist dann unsere Weihnachtsfeier.

Horst Ulbrich
Vorsitzender des Vorstandes DFK Glatz
nikolaus-2012-010.JPG nikolaus-2012-016.JPG Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.

Gerhart Hauptmann, schlesischer Nobelpreisträger

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 21:05

Der schlesische Nobelpreisträger Gerhart Hauptmann wurde im November 1862, also vor 150 Jahren  in Ober Salzbrunn geboren. Dass Hauptmann nicht vergessen ist, beweisen Gedenkfeiern unter anderem im Gasteig München und in der Staatsbibliothek in Berlin . Der deutsche Generalkonsul in Breslau, Dr. Gottfried Zeitz,  und der Vorstand der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Niederschlesien e.V. haben  aus Anlass des 150. Geburtstages des Schriftstellers zu einer Festveranstaltung eingeladen. Die Festrede hielt Prof. Dr. hab Wojciech Kunicki, ein bekannter polnischer Germanist.  Im Rahmen der Feier wurde zudem der Film „Gerhart Hauptmann – Nobelpreisträger aus dem Riesengebirge“ uraufgeführt. Außerdem hat  das offizielle Deutschland eine Sonderbriefmarke und einer 10 Euro Sondermünze zu Ehren Hauptmanns ausgegeben.

Die Literaturszene in Deutschland hat um den Jahrestag freilich nicht besonders viel Aufhebens gemacht. Hauptmann ist also nicht vergessen, aber ein bisschen aus der Mode gekommen.  Leider war es mir nicht möglich, in Breslau dabei zu sein. Aber die Einladung hat genügt, um meine Erinnerung an den Dichter aufzufrischen. Und so habe ich den „Bahnwärter Thiel“, „Die Weber“ und den „Biberpelz“, Lektüren aus längst vergangenen Zeiten im Gymnasium, aus dem Bücherschrank hervorgekramt und an einigen Abenden mit wachsendem Interesse darin geschmökert.

Nun bin ich kein Experte, kein Germanist, der sich  mit den literarischen Qualitäten des Hauptmannschen Werkes auseinandersetzen oder gar ein Urteil über dessen literarischen Rang erlauben kann. Zu Hauptmann, seinem Leben und der Rezeption seines Oevres haben sich viele kompetente Experten, auch kritisch, geäußert. Mit Schiller („Wallensteins Lager“) könnte man auch von Hauptmann sagen: „Von der Parteien Gunst und Haß verwirrt, schwankt sein Charakterbild in der Geschichte“. Das mögen einige kontroverse Zitate unter Beweis stellen:

So schreibt Hans von der Hülsen im Nachwort zum „Bahnwärter Thiel“ (Reclam, Stuttgart, 1965, Seite 51, 58): „Es würde unseres Volkes wahrhaft würdig sein, wenn es seine großen Dichter geruhig am sausenden Webstuhl der Zeit der Gottheit lebendiges Kleid weben ließe, ohne sie in das Prokrustesbett einer mehr oder minder künstlichen Beziehung zur „Zeit“ zu zwängen, wie das im Falle Hauptmann in der Ära des kaiserlichen Deutschland und in der nachfolgenden Zeit und auch nach seinem Tod allzu oft versucht wurde.“ Und weiter: „So meinen wir, dass heute, vier Jahrzehnte später, Hauptmanns Werk längst in die Liebe der Nation gebettet ist, in der es sicher ruht, wie die großen Schätze deutscher Dichtung seit ihrem Anbeginn bis auf unsere Tage.“

Differenziert äußern sich andere Autoren, so Golo Mann (Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, S. Fischer Verlag, 19. Auflage der Sonderausgabe, Frankfurt am Main, 1987, Seite, 571)

„…..so durchlebte Gerhart Hauptmann die Periode Wilhelms II. von Anfang bis zu Ende, und dann noch die republikanische, und dann noch eine andere, und fand in jeder wohl oder übel seinen Platz. Unter den Hohenzollern war er Gegner gewesen, jetzt war er der König der Literatur. Und das muss man sagen, dass die imposante Gestalt des Dramatikers dem Volk ungleich näher stand als der französisierende Romancier (Heinrich Mann), der die Deutschen belehrte, ohne sie leiden zu können. Darin, vor allem, heimelte Hauptmann seine Landsleute an, dass er im Grund unpolitisch war, ein Dichter, der seine Sache aufs Fühlen und Gestalten, nicht aufs scharfe Denken gestellt hatte. Das Leid der Armen, Zertretenen hatte sein Mitleid zum Klingen gebracht, mitunter, im historischen Schauspiel, sogar das leidige Schicksal der Nation. Jetzt war er alt und hatte sein bestes Werk getan; ließ sich`s aber gefallen, der Dichterfürst der Republik zu sein und bei ihren Staatsakten sein majestätisches Haupt zu zeigen. Als es mit ihr zur Neige ging, schwieg er; als sie es nicht mehr gab, kam er wohl ohne sie und erträglich aus mit ihren Mördern.“

Noch kritischer schreibt Gordon A. Craig (Deutsche Geschichte 1866 – 1945, C.H. Beck, München, 2. Auflage 1999, Seite 694):

„Aber keine Zwangslage vermag zu erklären, warum Männer wie Gerhart Hauptmann und Carl Schmitt, Martin Heidegger und Gottfried Benn, die eine anerkannte Stellung innehatten und breites Ansehen genossen, freiwillig zum Nationalsozialismus überschwenkten und damit den Propagandisten der Partei ein Argument gegen jene lieferten, die dem Regime vorhielten, es werde von den besten Köpfen und den bedeutendsten Künstlern des Landes abgelehnt…… Man möchte argwöhnen, dass Hauptmann, gleich, welche Regierung 1933 an die Macht gekommen wäre, Anlass gefunden hätte, ihr seine Unterstützung anzubieten. Aus dem hageren jungen Radikalen von 1890, der mit seinem Stück „Die Weber“ das Publikum schockiert und aufgerüttelt hatte, war mit den Jahren eine gewichtige und etablierte gesellschaftliche Figur geworden; stolz auf seine vermeintliche Ähnlichkeit mit dem größten Dichter Deutschlands, die er auf jede erdenkliche Weise herauszustreichen versuchte.“

Ich bin nur ein Amateur, das heißt Liebhaber  der Literatur.  Deshalb scheue ich mich,  die Aussagen der Gelehrten zu kommentieren. Nur so viel: Mir scheint, die Werke der Literatur und anderer Künste sollte man, zumindest gedanklich, von den Urhebern trennen. Ein Gedicht von Bert Brecht, Gottfried Benn oder Stefan George wirkt durch sich selbst. Es gibt nur gute oder schlechte Gedichte. Der sie schrieb, mag was immer gewesen sein. Mir sind gute Gedichte von Autoren, die ich politisch oder persönlich ablehne, lieber als schlechte Gedichte von Dichtern, mit denen ich in Fragen der Politik oder Moral übereinstimme. Jetzt aber Schluss mit „Lieschen Müller“- Literaturkritik. Ich kann im Weiteren nur höchst subjektiv berichten, was Hauptmann und seine Werke für mich bedeuten. Die Tatsache zum Beispiel, dass mir  in der Schule beim damals noch selbstverständlichen Lesen der Novellen und Dramen Gerhart Hauptmanns zum ersten Mal meine schlesische Herkunft richtig bewusst wurde. Mein Vater, der aus Niederschlesien stammt, hat  begeistert reagiert, als ich ihm über die Schullektüre berichtete, was bei meiner sonstigen Lektüre, Karl May und Agatha Christie, nicht unbedingt der Fall war. Er kannte ganze Passagen aus dem Biberpelz auswendig und  erzählte dann viel aus seiner Jugendzeit, über das Riesengebirge, Liegnitz und Breslau. Und dann zählte er alle schlesischen Kurorte auf, die er kannte, darunter natürlich auch Bad Salzbrunn, den Geburtsort von Hauptmann. So hat der Schriftsteller dazu beigetragen, dass ich seit dieser Zeit meine schlesische Herkunft nicht mehr vergessen habe.

Die Geschichte des Bahnwärter Thiel, der seine zweite Frau und das gemeinsame Kind tötete, weil sein geliebter, erster Sohn aus der Ehe mit der verstorbenen ersten Frau wegen der Unachtsamkeit der Frau vom Zug überfahren wurde,  habe ich damals sicher nicht verstanden. Heute weiß ich, zu welchen Verzweiflungstaten Menschen fähig sein können, wenn sie ihrem Leidensdruck nicht mehr gewachsen sind.

Der Biberpelz ist mir vor allem als Hörspiel mit Therese Giehse als Mutter Wolffen in Erinnerung. Meinem damals rebellischen Geist hat besonders gefallen, dass in der Komödie die staatliche Autorität die Eigentumsordnung nicht durchsetzt sondern frecher Mutterwitz siegt. So etwas beeindruckt einen Jugendlichen, der ich damals war, und der Siege über das „Establishment“ gern  gesehen hat.

Der realen Vorkommnissen im Schlesien des 19. Jahrhunderts recht nahe Text  im Drama  „Die Weber“ hat mir in dieser Zeit gefallen, weil ich ihn als Aufruf zum Wiederaufleben der 1848 gescheiterten Revolution interpretiert habe. Das schien mir in die 60ger Jahre des 20. Jahrhunderts zu passen, worin ich mich gründlich geirrt habe. Heute berührt mich vor allem  ein Satz aus diesem Stück: „A jeder Mensch hat halt ne Sehnsucht“, der auch in den Rand der bereits genannten Sondermünze eingeprägt ist.

Wegen dieser Erinnerungen schätze ich Gerhart Hauptmann auch heute noch. Ich bin nach Agnetendorf gefahren, ich war an seinem Grab in Hiddensee. Ich war bestürzt, als ich las (Als die Deutschen weg waren, Rowohlt, Reinbek, 2007), dass polnische Milizionäre schon kurz nach seinem Sterben ihre Genugtuung über seinen Tod auf einer Demonstration kundtaten. Umso mehr freut es mich, dass heute in Bad Salzbrunn ein Platz nach ihm benannt ist. Hauptmann soll unmittelbar vor seinem Tod in Agnetendorf noch gefragt haben: „Bin ich noch in meinem Haus?“ Allen Lesern wünsche ich, dass sie auf diese Frage immer antworten können: „Ja, ich bin in meinem Haus, in meiner Heimat.“

Glatz, den 06.12.2012
Hermann Handlos

30.11.2012

Unerstützung der sozialen Arbeit in der Heimat

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:21

Zwei Pfarrgemeinden aus Deutschland unterstützen die soziale Arbeit des DFK Glatz.

Andreas Klose und Herrman Zwerschke waren mit den Hilfsgütern aus ihren Pfarrgemeinden St. Elisabeth in Königs Wusterhausen und der Pfarrgemeinde St. Hedwig in Bukow – Müncheberg, in der Grafschaft. Sie unterstützen uns bei der Betreuung unserer alten und gebrechlichen deutschen Mitglieder, wie auch Familien mit behinderten Kindern und in sozialen Notlagen. Gleich mit zwei vollgepackten Fahrzeugen, eines auch mit Anhänger wurde unser Lager mit Winterkleidung und vor allem auch Lebensmitteln und Weihnachtsgebäck gefüllt. Es gab außer Christstollen und Süßigkeiten aber auch Selbstgebackenes und Backzutaten. Spielzeug für Kinder verschiedenen Alters war auch dabei und so wird es in den Familien mit großen Problemen doch keine traurigen Kinderaugen sondern ein strahlendes Lächeln geben. Die Lebensmittel, auch Backzutaten werden wir schon in der ersten Adventwoche verteilen, damit die Weihnachtsbäckerei beginnen kann. Bei den jährlichen Besuchen der Kranken und Bedürftigen in der Weihnachtswoche bringen wir dann zu den Medikamentenhilfen und Winterkohle auch Süßigkeiten und Spielzeug.

Ja, es ist immer wieder eine logistische Herausforderung, was zu welcher Familie, bzw. den wachsenden Kindern passt.  Ob sie aus dem Alter des Puppenspiels heraus sind, sie für die vielen deutschen Märchenbücher schon gut genug gelernt haben u.s.w.

So müssen unsere Frauen auch in der Vorweihnachtszeit noch in sozialer Mission tätig sein und die Männer dann bis hoch zur Heuscheuer im Tiefschnee, oft auch mit Allradfahrzeugen, die Hilfsgüter verteilen. Aber es tut dem Herzen gut und wir begehen das eigene Weihnachtsfest mit Freude, auch anderen geholfen zu haben, denen es nicht so gut geht.

Allen Spendern und vor allem auch den beiden Männern einen herzlichen Dank. Andreas Klose und Hermann Twerschke haben mit ihren Freunden nicht nur Plakate entworfen, die Spenden gesammelt und den Transport organisiert, sie opfern wie auch wir ehrenamtlichen Helfer, ihre Freizeit und fahren auf eigene Kosten, um in der Grafschaft Glatz zu helfen.

Wie schon auf dieser Seite geschrieben, war auch der Malteser Hilfsdienst aus Telgte schon drei Mal in diesem Jahr bei uns und sie haben von Gehhilfen über Rollstühle bis Pflegebetten geliefert.

Es bleibt uns zum Jahresende nur  allen, die finanziell und materiell unsere Sozialarbeit unterstützt haben, ein herzliches Vergelts Gott zu sagen.

Möge der barmherzige Gott Euch beschützen und ich wünsche im Namen aller Mitglieder des DFK Glatz ein besinnliches und frohes Fest, verbunden mit guten Wünschen für das neue Jahr.

Horst Ulbrich
Vorstandsvorsitzender DFK Glatz

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13.11.2012

Neues Projekt des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:09

Leider komme ich erst heute dazu, von unserem schon seit längerer Zeit laufenden Projektes, „Spielend lernen im Vorschulalter“, zu berichten.

Unser Mitglied und Deutschlehrerin Frau Elena Pogoda, die ihre Tochter auch im gleichen Kindergarten betreuen lässt, hat die Aufgabe übernommen. Wie Leser dieser Seite wissen, durfte in den ersten Nachkriegsjahren, gerade hier in der Grafschaft die deutsche Sprache nicht gepflegt werden. Das hat dazu geführt, dass die Nachkriegsgeneration wie auch die folgenden, kaum oder nicht mehr Deutsch können, obwohl sie deutscher Abstammung sind. In einigen Familien wurde zu Hause noch teilweise Deutsch gesprochen, in anderen zu Weihnachten noch ein deutsches Lied gesungen. So ist es leider in kommunistischer Zeit gelungen, deutsche Sprache und Kultur in hohem Maße zu unterdrücken. Alle in der Grafschaft verbliebenen Deutschen sollten polonisiert werden. Zum Glück ist nach der Wende, in demokratischen Regeln,  wieder beides nicht nur erlaubt, sondern wird auch wegen der wirtschaftlichen Verbindungen zu Deutschland vorrangig gefördert.

Wie vielen bekannt, haben wir für alle Altersgruppen Fördermöglichkeiten der deutschen Sprache in unseren Projektangeboten. Grund – und Förderkurs für Erwachsene, Nachhilfe für die Grundschule, Vorbereitungskurs zur Erlangung des Zertifikates Deutsch beim Goetheinstitut für Jugendliche ab 16, wie auch das Kindergartenprojekt sind ein Teil unserer Angebote. Das hat auch maßgeblich zu der Rückgewinnung der verlorenen Mitglieder geführt. Die Projekte werden zur Zeit noch vom deutschen Konsulat finanziell  unterstützt, es bleibt aber immer ein Eigenanteil, um die Fördermittel zu erhalten.

Das Projekt im Kindergarten ist gut angelaufen, aber einige pädagogische Hilfsmittel sind gerade bei den Kleinkindern noch erforderlich. Wir hoffen bald eine große Puppenstube und einen Kaufmannsladen finanzieren zu können, um dort alle Gegenstände zu beschriften, damit die Kinder spielend die deutsche Sprache auch in den Anfängen schon in Schriftform erlernen können. Das wird eine große Hilfe für die Schulzeit und danach sein.

Bericht
Horst Ulbrich
kinder.jpg  Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern.

29.10.2012

Oktoberfest beim DFK Glatz am 27.10.2012

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:02

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

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1. Begrüßung der Gäste. 2. Ein gut gefüllter Saal. 3. Mit Sängerinnen aus Waldenurg. 4. Pater Arndt in der Mitte der Gäste.

Wieder einmal ein schönes Fest, um die Gemeinschaft der Mitglieder zu fördern, aber auch mit großen Hindernissen.

Zunächst mussten wir aus Platz- und Kostengründen die Teilnehmerzahl auf 100 begrenzen, was natürlich zu Diskussionen geführt hat. Aber wer schnell genug war und sich in die ausgehängte Liste eingetragen hatte, konnte dabei sein.

Am Tag vor dem Fest hatten wir noch den schönsten Sonnenschein. Aber schon am Morgen des Festtages gab es Minustemperaturen und Schnee, der im Laufe des Tages immer stärker wurde. Um 15 Uhr wollten wir, wie jeden letzten Samstag im Monat, mit unserem deutschen Gottesdienst beginnen, aber Pater Arndt war zu der Zeit noch in einem Stau in den Bergen um Wartha. Auch der Chor aus Waldenburg meldete per Handy Verspätung an, weil um Waldenburg schon 15 cm Neuschnee gefallen war. Als Pater Arndt eingetroffen war, begannen wir mit dem Gottesdienst und der Chor erreichte uns dann vor der Wandlung.

Die Weiterfahrt zum Festort war eine reine Rutschpartie, denn viele Pkw wie auch der Bus hatten noch keine Winterreifen. Dort angekommen erfuhren wir, die Musiker kommen später, das Auto steht am Berg im Schnee. Also wurde ein zweites mit Winterausrüstung geschickt, um die Musiker samt Ausrüstung zu holen.

Dann endlich konnte das Fest beginnen und der Waldenburger Chor erfreute uns nach Kaffee und Kuchen mit Liedern aus seinem Konzertprogramm. Danach sang auch unser Glatzer Chor, die „Glatzer Natzlan“, und brachte ein Liederpotpourri aus Schunkelliedern zu Gehör, unterbrochen nur von einer Lage Likör, um die nicht ganz so perfekten Stimmen zu ölen.

Inzwischen hatten auch die Tanzmusiker ihre Anlage aufgebaut und sorgten für ausgelassene Stimmung, nur unterbrochen vom warmen Essen, entsprechend dem Anlass natürlich Würstchen mit Kraut und Bier.

Wir haben uns gefreut auch Pater Arndt dabei zu haben, allerdings ist er wegen der Wetterkapriolen früher aufgebrochen, um sicher zurück nach Breslau zu kommen. Wie geschrieben, hatten wir die Teilnehmerzahl 100 begrenzen müssen, aber wegen des plötzlichen Wintereinbruches haben es nicht alle gewagt zu kommen. So waren am Ende doch nur 87 dabei. Gegen 21 Uhr machten sich auch die Waldenburger auf den Weg, schließlich mussten sie auch noch über die verschneiten Berge. Wir feierten mit Musik und viel Gesang weiter, und die Lebensgefährtin unseres Schriftführers Hermann Handlos, früher Sängerin in einer bekannten Band, sang mit Begleitung der Musiker zum Tanz. So ging eine schöne Feier spätabends mit einem gemeinsamen Lied zu Ende. Das Oktoberfest wird allen hoffentlich noch lange im Gedächtnis bleiben, denn angesichts der Mittelkürzungen aus Oppeln werden im nächsten Jahr solche Feste wohl nicht mehr möglich sein. Wir gehören leider offiziell nicht zum Dachverband der deutschen Minderheit und werden in der Diaspora geduldet, aber unsere Reaktivierungsbemühungen werden nicht entsprechend unterstützt. Das tut weh und wir werden uns das nicht gefallen lassen. Schließlich hatten wir schon einmal Erfolg mit einem Brief an den damaligen Bundespräsidenten, weil man uns aus Oppeln zur Aufgabe zwingen wollte. Aber wir sind noch da und werden weiter kämpfen, zum Wohle der deutschen Minderheit in der Grafschaft Glatz. Auch unsere drei Weihnachtsfeiern werden wir dieses Jahr noch einmal organisieren, für Kinder, dann für die vielen Senioren, am Ende für den Chor und die treuen Mitglieder, die übers Jahr immer geholfen und dazu eigenes Geld investiert haben. Als Vorsitzender bin ich stolz auf das Erreichte und danke allen, die in welcher Form auch immer den DFK Glatz unterstützt haben, um unser Überleben zu sichern.

Horst Ulbrich

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1. Chor „Glatzer Nazlan“. 2. Chor Waldenburg. 3. Messe vor dem Fest. 4. Anna singt mit der Band.

Pressemitteilung zum Film über die Grafschaft Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:21

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken.

dsc_0210.jpg Horst Ulbrich zeigt der Moderatorin Beate Werner die Stadt
dsc_0213.jpg Am Brunnen vor dem Rathaus

Nach einer 2-tägigen Motivsuche hat das Team des MDR aus Deutschland in sieben Drehtagen einen Film über Landschaft, historische Begebenheiten, Brauchtum, kulturelle Einrichtungen und kulinarische Spezialitäten gedreht.

Drei Tage war auch die Moderatorin Beate Werner dabei um  mit Interviews bekannter Persönlichkeiten,wie dem Landtagsabgeordneten Julian Golak, der mit den Mitgliedern der Solidarnicz im Süden Polens maßgeblich  zur Wende beigetragen hat. Die Bäderstraße von Bad Altheide bis Bad Kudowa wurden ausgiebig mit ihren touristischen Attraktionen aufgenommen, wie auch die Freizeitangebote von Wandern über Reitmöglichkeiten bis zu Klettertouren im Gebirge. Die Herbstimpressionen des Glatzer Berglandes  werden am 10. November um 18,15 im MDR Fernsehen gezeigt.

Ein bestimmt interessanter Film, um die Grafschaft Glatz näher kennen zu lernen.

Horst Ulbrich

film-mdr-1.JPG Landschaftsaufnahmen um Bad Altheide
dsc_0259.jpg Nach 2 Stunden Schminken und Proben. Kinder mit dem Kameramann.

10.10.2012

Orden für „jemand, dem Dienen Freude macht“

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 19:26

Günther Gröger mit „Pro Ecclesia et Pontifice“ ausgezeichnet.

Kein Platz war am Samstagabend in der St.-Elisabeth-Kirche in Schönau mehr frei. Zahlreiche Gläubige wohnten einem ganz besonderen Gottesdienst bei, in dessen Rahmen Günther Gröger der Ehrenorden „Pro Ecclesia et Pontifice“ im Namen von Papst Benedikt XVI. verliehen wurde.

Der Gottesdienst wurde von gleich drei Zelebranten gefeiert. Neben Pfarrer Ludger Vornholz und Diakon Dr. Claudius Rosenthal ließ es sich Großdechant Franz Jung, der über 30 Jahre in Grögers Heimatgemeinde in der Grafschaft Glatz (Schlesien) gewirkt hat, nicht nehmen, an der Feier teilzunehmen. „Er ist einer von Ihnen hier in Schönau, aber, er bleibt auch immer einer von uns. Günther Gröger zeigt, dass es sich lohnt, in dieser Kirche zu arbeiten. Seit 50 Jahren demonstrieren wir Frieden, daran hat Günther großen Anteil“, lobte Jung während seiner Predigt.

Am Ende der Messe ergriff Pfarrer Ludger Vornholz das Wort und betonte, dass er nicht die Vielzahl der Ämter noch die langen Jahre engagierten Einsatzes für Kirche und Dorf noch einmal erzählen möchte, sondern den Menschen würdigen wolle, der diesen Orden mehr als gerechtfertigt erhalte. „Er ist jemand, dem Dienen Freude macht und der Hilfe nicht als Belastung, sondern als Bereicherung empfindet, und wenn man das weiß, versteht man seinen unermüdlichen Einsatz“, so Vornholz.

Eine Eigenschaft von Günther Gröger ist, dass er über eine ordentliche Portion Humor verfügt und über sich selbst lachen kann. Diese Eigenschaft wurde bei der Ordensverleihung eher unfreiwillig deutlich. Nachdem Pfarrer Ludger Vornholz seine Laudatio beendet hatte und Günther Gröger im Beisein von Großdechant Franz Jung den Orden anheften wollte, gestaltete sich das Öffnen der Spange als äußerst schwierig. Kurzerhand half der Geehrte geschickt dem Geistlichen aus der Bredouille. „Dass ich diesen Verschluss öffnen konnte, liegt an der jahrelangen Erfahrung mit den Halsketten meiner Frau“, erklärte Gröger verschmitzt, und die Anwesenden konnten sich ein Lachen nicht verkneifen. Langen Applaus gab es dann bei der Ordensverleihung für den sichtlich gerührten Günther Gröger.

Im Anschluss hatte der Pfarrgemeinderat Gröger mit Ehefrau Anke und Familie sowie einer Vielzahl von Gästen zu einem Empfang ins Pfarrheim eingeladen, wo die Ordensverleihung gebührend gefeiert wurde. 

img_4680.JPG Auszeichnung durch den Großdechanten der Grafschaft Glatz Franz Jung und den Pfarrer Ludger Vornholz

img_4713.JPG 1. Der Großdechant der Grafschaft Glatz Franz Jung gratuliert.

img_4719.JPG 2. Der Ordensträger Günther Gröger mit Elisabeth Kynast

8.10.2012

Termine des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:33

Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Kreisverband Glatz e.V.
Niemieckie Towarzystwo Społeczno-Kulturalne w Kłodzku
57-300  Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11
E-Mail: hulbrich@op.pl – Tel./Fax: 0048 74-871 4361

Liebe Mitglieder des DFK Glatz:

Für alle, die nicht immer in unser Vereinslokal kommen können.
Hier die Termine DFK Glatz bis Dezember.
Deutscher Gottesdienst: 27.10. 15 Uhr danach Oktoberfest
Deutscher Gottesdienst: 24.11. 15 Uhr Wir bitten um rege Teilnahme, Pater Arndt aus Breslau wird kommen.
20.10. Chortreffen in Bad Salzbrunn.  Leider alles schon belegt, keine weiteren Anmeldungen.
27.10.2012 nach dem Gottesdienst ab 16,30 Uhr im Restaurant Majowy sen ist unser Oktoberfest. Gleiches Restaurant wie beim Frühlingsfest. Begrenzt auf 100 Personen. Bitte sofort in die Liste eintragen lassen und bringt Eure Eltern und Kinder mit. Der Waldenburger Chor und eine Trachtengruppe sind eingeladen. Auch unser Chor wird singen und Tanzmusik wird es geben. Wer kann mit einem Kuchen das Fest verschönern? Bitte melden. Tel. –74 8714 361–
08.12.2012 um 14 Uhr, Abfahrt am Kloster Glatz. Wir fahren mit dem Bus zur Weihnachtsfeier  DFK Waldenburg nach Salzbrunn. Bitte frühzeitig anmelden. Im Bus Platz für max. 40 Personen.
15.12.2012 ab 16 Uhr, Weihnachtsfeier des DFK Glatz im Restaurant Majowy sen. Unser Chor und der Waldenburger Chor werden Weihnachtslieder singen. Gedichte in Mundart werden vorgetragen u.s.w.
29.12.2012 Helferfete für alle unermüdlichen Helfer, die übers Jahr den Verein unterstützt haben.
Zu den Terminen bitte rechtzeitig anmelden, damit wir planen können. Zur Helferfete wird extra eingeladen.

Grüße vom Vorstand des DFK Glatz
Horst Ulbrich

4.10.2012

Tag der deutschen Einheit beim Generalkonsulat in Breslau

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:24

 gen-konsulat-020.JPG  gen-konsulat-039.JPG  Bild 1. Im Garten des Generalkonsulates. Bild 2. Dixiband, links der Generalkonsul.

Schon am Tag zuvor waren wir zu einer Ballettaufführung in die Oper geladen.

Zum Tag der deutschen Einheit hatte der Generalkonsul Dr. Zeitz dann Vertreter aus Wirtschaft, Kirche und Vorstände der deutschen Minderheit geladen. Bei schönstem Wetter spielte eine bekannte Dixiland Band zur Unterhaltung. Auch die Bewirtung war erfahrungsgemäß  wieder sehr gut. Ein Anlass Freunde und Bekannte aus dem politischen Umfeld, wie auch aus unserem deutschen Stammtisch in Breslau zu zwanglosen Diskussionen zu treffen. Der Vorsitzende der Deutschen Minderheit Herr Gaida, den ich zu treffen hoffte, war bei Konsul Eck in Oppeln geladen. Nun werde ich zu Gesprächen mit beiden doch nach Oppeln fahren müssen. Aber viele Freunde  waren dabei, die im Business der Region selbstständig sind. Wir sind immerhin schon mehr als 500 Mitglieder beim deutschen Stammtisch. Ein Verein, zur gegenseitigen Unterstützung in wirtschtftlicher Hinsicht, wie auch Finanzfragen, bis hin zur Jobvermittlung.

Alle hörten den Ausführungen des Generalkonsuls zum Tag der deutschen Einheit zu, eine Dolmetscherin übersetzte für die anwesenden Polen. Danach zwanglose Begegnungen mit den Botschaftsangehörigen sowie Freunden. So konnte ich auch den Dank unserer DFK  Teilnehmer an der Seniorenfreizeit in Ziegenhals weitergeben, die dieses Jahr wieder für unsere älteren Mitglieder ein schönes Erlebnis war. Ein gelungenes Fest bei schönstem Herbstwetter im Garten des Generalkonsulats.

Bericht Horst Ulbrich

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1. Generalkonsul Dr. Zeitz bei seiner Ansprache. 2. Alle Gäste versammeln sich dazu vor dem Brunnen.

1.10.2012

Erste gemeinsame Konferenz der sozial orientierten Organisationen in Glatz.

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 17:32

 neu-002.JPG  Die Vorsitzenden der verschiedenen Verbände und Organisationen.   Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Es trafen sich am 01.10.2012  mit dem Deutschen Freundschaftskreis, die Glatzer Gesellschaft der MS Kranken, der Verein der Blinden und Sehgeschädigten, das Rote Kreuz in Glatz, die Hilfsorganisation Bruder Albert und die Gesellschaft der Behinderten. Die Konferenz fand im Haus der Sozialhilfe statt.

Konsens der Aussprache war, in Zukunft gemeinschaftlich zu arbeiten, um die Effizienz der Hilfe für Bedürftige und Kranke zu erhöhen. Geplant ist eine gemeinschaftliche Sozialapotheke, die wöchentlich für Stunden mit Fachpersonal  besetzt wird um Bedürftigen mit wenig Einkommen wichtige Medikamente kostenlos zur Verfügung zu stellen. So werden in Zukunft auch die Lieferungen des Malteser Hilfsdienstes noch gezielter an den Personenkreis ausgegeben, die es am Nötigsten haben.  Die Hilfsorganisation Bruder Albert hat ihre Räume im Haus der Sozialhilfe und kann die Aufgabe übernehmen.

Der DFK Glatz wird mit der Unterstützung der Malteser aus Telgte weiterhin für das Equipment Mobilität sorgen und das Lager von Gehhilfen über Rollstühle bis hin zu  Pflegebetten unterhalten, außerdem auch mit Pflegeartikeln und Pampers helfen, soweit das möglich ist. Es wurden monatliche Kontakte vereinbart, um die gegenseitige Unterstützung zu gewährleisten. Das war ein erster Schritt der Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen sozialen Einrichtungen, zum Wohle derer die mit wichtigen Medikamenten und Hilfsmitteln versorgt werden müssen.

Die nächste Zusammenkunft ist am 5. November im Haus der Sozialhilfe.

Bericht

Horst Ulbrich

27.9.2012

Gemeinsames Kulturerbe der Deutschen und Polen

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:09

konferenz-2012-016.JPG 032.JPG 012.JPG konferenz-2012-005.JPG Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern.

Bild 1 Referenten und Organisatoren. 2. Viel Arbeit für Frau Ulbrich als Dolmetscher mit Bischof Dec.  3. Referat Dr. Ora mit Dolmetscherin. 4. Grußworte des Landtagsabgeordneten und DFK Mitglied Julian Golak.

Botschaft des seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder und Prof. Dr. Joseph Wittig
Eine Konferenz vom 21. bis 23. 09. 2012.

Nun bin ich weder Historiker  noch Kleriker, denen es zustehen würde eine wissenschaftliche Gesamtbeurteilung der Konferenz abzugeben. War es doch auch ein Unterfangen mit Hindernissen in beiden Bereichen, nämlich dem kirchlich liturgischen am Freitag und dem wissenschaftlichen Bereich ab Samstag.

Schon der  Beginn der Konferenz verzögerte sich weil der Bus aus Deutschland mit dem Großdechanten als Referenten in Neurode nicht durch die Unterführung passte und weit ab des Tagungshotels parken musste. Die Teilnehmer hatten dann noch einen weiten Fußweg zu bewältigen, was im Tagungsablauf zu Verzögerungen führte. Der erste Beitrag von Dr. Krzysztof Ora lag von Frau Ulbrich noch als deutsche Übersetzung vor, Bischof Dec  hielt sein Referat dann hauptsächlich in Polnisch mit einigen deutschen Erklärungen. Nach dem Beitrag unseres Großdechanten,“ Seliger Kaplan Hirschfelder – Führer und Vorbild auf den Wegen des Glaubens,  musste für das Referat von Priester Direktor Sakaluk Frau Ulbrich direkt ins Deutsche übersetzen, da eine Vorlage des Beitrages erst in der Nacht davor per E-Mail bei uns eingetroffen war und in der Kürze der Zeit nicht mehr zu bearbeiten war.

Der historisch / wissenschaftliche Teil am Samstag war ausschließlich in polnischer Sprache wie angekündigt, die deutsche Gruppe hatte an dem Tag auch andere Termine und alle anderen Teilnehmer, einschließlich unserer DFK Mitglieder, hatten keine Verständigungsprobleme. Auch dieser Bereich war hochkarätig mit Referenten bestückt. Die Einbeziehung der Werke des Prof. Wittig, dessen Museum der DFK Glatz mit betreut, in den Ablauf der Konferenz, gelang den Referenten sehr gut.  War es doch dieses Mal auch ein finanzielles Problem, die Konferenz überhaupt stattfinden zu lassen und bei einem reinen Wittigsymposium stehen die Chancen aus deutscher Sicht für die Zukunft denkbar schlecht. Beiträge von Günther Gröger „ Die narrative Theologie Joseph Wittigs, dargestellt in der Erzählung – Der Schulmeister von Altgersdorfund, ins Polnische übersetzt von Frau Irena Rofowska,  Prof. Kocwin sprach über „ Joseph Wittig, Mensch-Werk-Botschaft und der Stadtratsvorsitzenden Andrzej Behan mit seinem Beitrag „ Das Leben in der NS Zeit am Beispiel von Neurode“ integrierten Lebensabschnitt und Werke Prof. Wittigs in die Konferenz, wie auch Dr. Anna Gondek , die über Mut und Opferbereitschaft auf dem Weg zur Wahrheit eine Verbindung  des seligen Hirschfelder und Prof. Wittig behandelte.

Andere Referenten befassten sich aber auch mit dem deutschen Kulturerbe und deren zukunftsweisende Bewahrung. Für manche erstaunlich wie groß das Interesse an der deutschen Kultur und dem erweiterten Denkmalschutz nach der Wende in Polen ist. Da gibt es für uns hier lebende Deutsche noch ein großes Betätigungsfeld, in der Zusammenarbeit mit den Polen alte deutsche Denkmäler zu restaurieren und für die nächsten Generationen zu erhalten. Wie bekannt ist der DFK Glatz seit Jahren bemüht deutsches Kulturgut zu pflegen.  Kontakte der Zusammenarbeit haben wir bei der Konferenz mit  Frau Dr. Madej, Fachfrau für die „Beschaffung europäischer Mittel für den Schutz des kulturellen Erbes in Niederschlesien“ und Norbert Honka geknüpft.

Eine Ausstellung im Rathaus in Habelschwert mit bewegenden Bildern zum Schicksal des seligen Kaplan Hirschfelder wurde von der Bürgermeisterin Frau Renata Surma und Weihbischof Adam Balabuch am Sonntag  eröffnet. Zu dem Thema wurden auch Gedichte und Beiträge von polnischen und tschechischen  Schriftstellern vorgetragen. Zum Abschluss der Konferenz haben wir am Sonntag gemeinsam mit der Gruppe aus Deutschland, mit Weihbischof Adam Walabuch und dem Großdechanten den Abschlussgottesdienst gefeiert.

Es war eine hochkarätig besetzte und gelungene Konferenz. Leider mit dem finanziellen Problem  und durch den Mangel an Übersetzungen war es den Teilnehmern aus Deutschland nicht möglich allen Beiträgen zu folgen. Alle Beiträge in Polnisch werden mir in einigen Tagen zugeschickt. Wer hätte bei der Seligsprechung in Münster vorausgesehen, dass sich Polen so für das geistige Erbe des seligen Hirschfelder einsetzen und mit vielen Konferenzen und Veranstaltungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Wenn uns das  bei Prof. Wittig nur ansatzweise gelingen würde, dann sähe die Zukunft anders aus. Der erste Ansatz eines ökologischen Wanderweges auf den Spuren von Prof. Dr. Wittig ist durch den Landtagsabgeordneten und DFK Mitglied Julian Golak begonnen und wird natürlich das Wittigmuseum mit einbeziehen. Vielleicht ein neuer Ansatz deutsch polnischer Zusammenarbeit.

Horst Ulbrich

konferenz-2012-029.JPG konferenz-2012-027.JPG konferenz-2012-034.JPG dsci0025.JPG Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern
1. Vorträge der Schriftsteller im Rathaus Habelschwerdt.  2. In der Mitte Bürgermeisterin Habelschwerdt, Großdechant Jung, Weihbischof Balabuch. 3. Bilder der Ausstellung. 4. Plakat der Konferenz.

Anschließend Programm:
INTERNATIONALE KONFERENZ „Die Wege des Glaubens finden – 70. Todestag des seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder”
Freitag, 21. September 2012
NOWA RUDA Hotel – Dwór Górny, ul. Kościelna 30.
Programm:
10:00 – Eröffnung der Konferenz, Begrüßung der Gäste
10:15 – Einführung – Priester Dr. Krzysztof Ora – Direktor der Seelsorge der Schweidnitzer Bischofskurie –  apostolischer Brief PORTA FIDEI, der das JAHR DES GLAUBENS verkünden.
10:35 – „Glaube und Vernunft der Weg zur Wahrheit” – Prof. Dr. Hab. Ignacy Dec, Bischof von    Schweidniz
11:10 – Pause
11:30 – „Seliger Kaplan Gerhard Hirschfelder – Führer und Vorbild auf den Wegen des Glaubens” -Großdechant Franz Jung;
12:00 – „Glaube ohne Werke ist tot – Integration- und Schulungszentrum benannt nach Kaplan Gerhard Hirschfelder” – Präsentation; – Priester Direktor Dariusz Sakaluk – Institut „Kultur Sacra” ;
12:30 – Diskussion und Schlussfolgerungen
13:00 – Mittagessen und  Abschluss der Konferenz.
Organizator: Institut „Kultura Sacra”, ul. Dębowa 9, Polanica Zdrój, Tel. 74 868 25 45,
Mitorganisatoren: Stiftung zur Erneuerung der Region Nowa Ruda, Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft Glatz,
Medienpatronat: Radio Rodzina, Zeitschriften „Świdnicki Gość Niedzielny”, „Niedziela Świdnicka”, „Ziemia Kłodzka.”
Programm Samstag: Gemeinsames Kulturerbe der Deutschen und Polen
Botschaft der seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder und Prof. Dr. Joseph Wittig
unter der Schirmherrschaft von Rafał Jurkowlaniec, Marschall der Woiwodschaft Niederschlesien
22-23 IX 2012 Nowa Ruda
Ehrenkomitee:
Ryszard Galla – Sejm – Abgeordneter der RP
Dr. Irena Tomys – Kanzlerin der Höheren Handelsschule in Wrocław
Julian Golak – Ratsmitglied des Woiwodschaftssejmiks Niederschlesiens
Andrzej Behan – Vorsitzender des Stadtrates  Nowa Ruda
Teresa Bazała – Präsidentin der Stiftung zur Erneuerung der Region Nowa Ruda
Wissenschaftliches Komitee der Konferenz:
Prof. Dr. Hab. Lesław Koćwin – Vorsitzender
Prof. Dr. Hab. Zdzisław Jagiełło
Prof. Dr. Hab. Zdzisław Knecht
Prof. Dr. Hab. Halina Lisicka – Sommer
Dr. Norbert Honka
Dr. Ilona Biernacka-Ligęza
Dr. Ing. Mieczysław Leniartek
Wissenschaftliche Sekretäre der Konferenz:
mgr Magdalena Adamska-Poszwa
mgr Anna Jagiełło-Szostak
PROGRAMM:
10.00 Eröffnung der Konferenz
Prof. Dr. Hab. Zdzisław Jagiełło – Rektor der Höheren Handelsschule in Wrocław
Andrzej Behan – Vorsitzender des Stadtrates  Nowa Ruda
10.20-13.00  I Podiumsdiskussion
„Historische Erinnerung – Geschichte erleben”. Deutsches Kulturerbe – eine Brücke oder ein Hindernis? – Leitung Prof. Dr. Hab. Tadeusz Fitych, Prof. Dr. Hab. Lesław Koćwin.
Günther Gröger „Die narrative Theologie Joseph Wittigs zeigt sich vielfach eingebunden in reale Bezüge, dargestellt an der Erzählung Joseph Wittigs „Der Schulmeister von Altgersdorf”
Magdalena Poszwa „Erinnerungspolitik und die Frage des Schutzes des kulturellen Erbes”.
Tadeusz Fitych „Marianischer Charakter  des Priesteramtes des seligen  Gerhard Hirschfelder“
Lesław Koćwin „Joseph Wittig. Mensch – Werk – Botschaft”.
Tadeusz Mirończuk „Botschaft des seligen Kaplan Gerhard Hirschfelder und Prof. Joseph Wittig”
Adrzej Behan „Das tägliche Leben im Glatzer Land in der NS-Zeit am Beispiel von Neurode”
Marek Sobociński „Zwischen sacrum und profanum im Schutz des kulturellen Erbes in Niederschlesien”.
Diskussion
13.00-14.30 Mittagspause
14.30-18.30 II Podiumsdiskussion
„Das kulturelle Erbe der früheren Generationen ist nicht nur ein Objekt des Stolzes, sondern auch ein Anliegen”. Schlussfolgerungen aus der Vergangenheit für die Zukunft. – Leitung Dr. Ilona Biernacka-Ligęza, Dr. Norbert Honka
Zdzisław Jagiełło „Spuren des kulturellen Erbes in der Mythologie des Militärs in Niederschlesien „.
Ilona Biernacka-Ligęza „Erinnerung an die Vergangenheit in der Erinnerung der Gegenwart. Schlesische Weber im Eulengebirge”.
Barbara Kobzarska-Bar „Polnisch-deutsches Kulturerbe: ein Hindernis oder eine Chance?”
Norbert Honka „Schutz des deutschen Kulturerbes am Beispiel des Denkmalschutzes in der Woiwodschaft Opole“
Dr Anna Gondek „Seliger Gerhard Hirschfelder und Prof. Joseph Wittig – über den Mut und die Opferbereitschaft auf dem Weg zur Wahrheit ”.
Mieczysław Leniartek „Ein neues soziales Verhalten – eine Grundlage für die Änderung des „unerwünschten Ortes“ in einen „Heimatort“.
Małgorzata Madej „Die Verwendung der europäischen Mittel für den Schutz des kulturellen Erbes in Niederschlesien (2007-2013)

19.9.2012

Eckersdorfer Treffen

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 18:11

8.jpg 12.jpg p1030574.JPG  Bilder aus vergangenen Tagen. Zum Vergrößern anklicken.

Liebe Eckersdorfer.
Leider kann ich am Eckersdorfer Treffen nicht teilnehmen. Der Terminkalender ist voll.  Am 29.9. nehmen wir, der DFK Glatz am Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen teil und sind in der Jahrhunderthalle in Breslau. Beim letzten Mal waren es über 8 000 Teilnehmer und wir hoffen auch am 29. Auf eine große Beteiligung. Viele Kapellen, Chöre und Tanzgruppen werden auftreten und als Abschluss um 18 Uhr wird Heino singen. Wir fahren aus Kostengründen wieder mit dem Eckersdorfer  Schulbuß, meine Frau ist im Schulausschuss. Das ist ein untermotorisierter Blechkasten, aber auch auf Einladung der Heimatgemeinschaft Görlitz haben wir damit die Reise nach Görlitz gewagt.

In Eckersdorf  sind nun die Kanalarbeiten abgeschlossen und die Straße wieder repariert. Beim ersten Haus im Niederdorf ist eine Pumpstation entstanden die alle Abwässer hoch nach Mittelsteine in das Klärwerk pumpt. Das war eine Riesenaktion, die endlich zum Ende gekommen ist und die Bache wird wieder sauber und auch die dahinterliegenden Fischteiche, obwohl die aus Quellen gespeist werden. Das Gymnasium hinter dem Schloss hat neue Computer vom Bildungsministerium bekommen und jeder Lehrer hat ein schuleigenes Handy. Nach jeder Stunde werden dort die Zensuren ins Internet gestellt und ich kann mit dem Passwort unseres Sohnes täglich seine Zensuren überprüfen. Gut, das es zu unserer Zeit das nicht gegeben hat….

Der Schlossbesitzer sucht weiterhin nach einem Hotelier, für den er dann den Innenausbau machen will. Leider findet er keinen. Das Haus gegenüber ist nun zur Hälfte eingefallen, der ehemalige Besitzer und Versicherungsbetrüger ist pleite und die Gemeinde hat kein Geld für den Abriss. Aber noch so ein Sturm und es bleibt nicht mehr viel abzureißen.  Der Eckersdorfer Pfarrer hat seit einigen Monaten keinen Vikar mehr, aber zur Entlastung auch nur noch 4 Kirchen. Eckersdorf, Schwenz, Rotwaltersdorf und Koschen. Neudorf wird von einem anderen Pfarrer betreut. Nachdem nun die Stelle bekannt ist, wo unser Heinrich Bender begraben liegt, könnte man dort an der Kirche eine Tafel anbringen, damit wir weitere Zeichen hinterlassen. Die Pflege des Denkmals oberhalb von Eckersdorf  werden wir der Schule übertragen, wo beim Wandertag Ordnung geschaffen werden kann. Gleichzeitig wird das Wissen um die Lorettokapelle und Heinrich Bender vermittelt.

In Schwenz haben wir einen neuen und sehr engagierten  Dorfvorsteher . Gegenüber der Kapelle sind die großen Bäume gefällt und ein kleiner Sport- und Spielplatz entstanden, der viel genutzt wird, wie auch die neue Grillhütte mit dem Platz für Lagerfeuer. Einen Bürgersteig und Zebrastreifen an der Kapelle hat es auch gegeben. Unser Freund und DFK Mitglied aus dem Landtag hat für die Ulbrichstraße gesorgt und damit sind endlich die großen Schlaglöcher weg. Deshalb Ulbrichstraße weil die neue Straße genau bei Ulbrich beginnt und an der Kapelle in Schwenz endet. Mehr Geld stand im letzten Jahr nicht zur Verfügung. Auch unsere private Zufahrt  zum Reiterparkplatz wurde geteert. An der Kapelle in Schwenz ist ein neuer Metallzaun und der Eingang wurde mit Basalt gepflastert. Drinnen war lange Zeit der Putz abgeschlagen, zum Austrocknen der Wände. Ist aber zum Erntedankfest am 15.9. gerade fertig geworden.Die Gemeinde hat dafür  8 000,-  Zloty gesammelt.
Der DFK Glatz hat sich weiterentwickelt und wir haben lt. Letzter Zählung wieder 264 Mitglieder. Das sind in der Hauptsache Kinder und Kindeskinder der hiergebliebenen Deutschen. Es kommen aber auch  immer mehr Rückkehrer in die Grafschaft. Durch unser Vereinsbüro im Zentrum kommen auch Deutsche zu uns, die vom DFK noch nie etwas gehört hatten. Die Akzeptanz  in der Kommunalpolitik ist gut und wir werden sogar zu Konferenzen zur Stadtentwicklung eingeladen. Jurek einer der Gefängnisdirektoren und DFK Mitglied haben wir zum Administrativbeauftragter auf kommunaler Ebene eingesetzt.  Unser schönes Vereinslokal haben wir auch über die Vermittlung des Bürgermeisters bekommen, denn die Monatsmiete im Zentrum wäre für Geschäftsräume  zwischen 2000 und 3000 Zloty und nicht zu finanzieren. Da wir aber die deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft sind muss uns der polnische Staat Räume für 2 Zloty pro qm vermieten. Nur sind die Räume dann selten so günstig gelegen wie unser Büro.

Unsere Projekte können sich sehen lassen und wir sind einer der aktivsten DFK`s in ganz Polen geworden. Das Konsulat finanziert die Lehrer für unsere 6 Deutschkurse. Wie bekannt war es in der Grafschaft nach dem Krieg verboten deutsch zu sprechen und so hat die Nachfolgegeneration große muttersprachliche Probleme.  Für Jugendliche ab 16 Jahre bieten wir auch die Vorbereitung zur Prüfung beim Goetheinstitut Zertifikat Deutsch an, die später auf dem Arbeitsmarkt größere Chancen bietet. Wir haben einen neu gegründeten Chor, der zu unserem Frühlingsfest mit über 250 Teilnehmern das erste Mal aufgetreten ist. Auch eine Kindergruppe „ Violinchen“ ist durch eine Musiklehrerin entstanden. Leider erst 6 Kinder in Tracht, für mehr  war kein Geld. In Schwenz haben wir ein Lager für Hilfsmittel gebaut und leihen kostenlos Gehilfen, Roll und Toilettenstühle bis hin zu Pflegebetten an unsere alten und kranken Mitglieder aus. Am 23.9. kommt der nächste Transport der Malteser aus Telgte. Sie waren schon zwei Mal in diesem Jahr mit Transporten bei uns.

Natürlich entstehen dabei immer erhebliche Kosten, die wir zum Teil selbst tragen, aber auch auf Unterstützung angewiesen sind.
Ganz herzlich bedanken möchte ich mich deshalb bei denen, die immer wieder auf unser Vereinskonto spenden um uns bei der Arbeit in der Heimat helfen. Wer mit 20,- Euro Mitgliedsbeitrag im Jahr dem DFK Glatz beitreten möchte bekommt jedes Jahr einen Rechenschaftsbericht, was wir in der Heimat leisten. Dazu schicken wir bei Interesse einen Aufnahmeantrag zu, um die Adresse zu speichern.

Herzliche Grüße aus der Grafschaft
Horst  Ulbrich

Historische Friedhofsanierung in Ebersdorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:37

Historische Friedhofsanierung jetzt anerkannt

In Polen gibt es seit dem 18.03.2010 ein neues „Gesetz über Denkmalschutz und Denkmalpflege“, dass auch für die sanierten deutschen Friedhöfe im früheren Schlesien gilt. Diese Auskunft stammt vom Deutschen Generalkonsulat in Breslau und wurde zwischenzeitlich auch von der zuständigen Polnische Behörde in Waldenburg bestätigt. Über diese „Frohe Botschaft“ können sich nicht nur alle zwischen 2006 und 2009 im früheren Ebersdorf/Kr. Habelschwerdt und heutigen Domaszkow an den Sanierungsarbeiten beteiligten ehrenamtlichen Helfer sehr freuen, sondern auch alle die Personen, die durch ihre großzügigen Geldspenden das Projekt finanziell ermöglich haben. Denn durch diese nachträgliche staatliche Anerkennung haben es die Ebersdorfer geschafft, aus einer kaum noch als Friedhof zu erkennenden Wildnis ein denkmalgeschütztes Objekt zu machen, selbst wenn die Staatliche Urkunde und das rot-weiße Hinweisschild noch fehlen.
Rückblickend betrachtet war es durchaus kein einfaches Unterfangen, sechzig Jahre nach der Vertreibung der deutschen Bevölkerung aus dem niederschlesischen Heimatdorf den jahrelang gehegten und immer wieder erfolglos geäußerten Wunsch nach einer Sanierung der noch vorhandenen Gräber erfüllt zu bekommen. Dass es doch noch geklappt hat, konnten die aktiv beteiligten Helfer und die spendablen Geldgeber bereits im Sommer 2009 aus Anlass der feierlichen Einweihung des Geländes unter Beteiligung des Großdechanten Franz Jung persönlich erfahren. Und bei der im September 2009 in Löhne/Herford gefeierten 56. Ebersdorfer Kirmes wurde ausführlich anhand von Bildmaterialien und  Dokumenten darüber informiert. So konnte man damals bereits erfahren, dass bei den sieben arbeitsreichen Einsätzen immerhin 140 Gräber und Grabsteine vor dem Dauerhaften Verlust gerettet und somit auch vor dem Vergessen bewahrt worden sind.
Weiterhin ist besonders erwähnenswert, dass während des mehrjährigen Verlaufes der Sanierungsmaßnahmen auch ein Stück weit „Versöhnung über den Gräbern“ stattgefunden hat, wie es durch das Projektmotto beabsichtigt war. Denn erfreulicherweise konnten bereits von Anfang  an zunächst polnische Jugendliche und dann auch erwachsenen Helferinnen und Helfer aus der polnischen Dorfgemeinschaft von Domaszkow im Kreis Bystryca Klodzka zur Mitarbeit gewonnen werden. So dass man von einer wenn auch nicht ganz problemlos gewachsenen deutsch-polnischen Kooperation sprechen kann. Und dass sich das für beide Seiten gelohnt hat, belegt allein rein zahlenmäßig eine polnische Projektstudie vom 18.Juli 2009, wonach dank der ausschließlich von der deutschen Seite finanzierten Sanierung  auf dem historischen deutschen Friedhof rund 330 Begräbnisplätze für die polnische Dorfgemeinde geschaffen worden sind. 
Gleichzeitig haben sich die ehemaligen Ebersdorfer eine würdige – und jetzt auch noch denkmalgeschützte- Gedenkstätte an ihre zum Teil vor über 100 Jahren lebenden Vorfahren geschaffen, die bis zur Vertreibung 1946 dort verstorben waren. Wobei das gesetzlich garantierte Bestandsrecht und die daraus resultierende Pflegeverpflichtung besonders wichtig sind. Anlass genug, aus diesem Grunde und in Verbindung mit der diesjährigen Schlesienreise der ehemaligen Ebersdorfer und Oberlangenauer Heimatgemeinschaften in Domaszkow ein Pressegespräch zu führen und allen polnischen Freunden und Unterstützern für Gastfreundschaft und Hilfe herzlich zu danken.
Rudolf Schmidt

EHRENBEZEUGUNG DEN EHEMALIGEN ORTSBEWOHNERN
EBERSDORF. Einhundertvierzig sanierte Gräber – dies erreichte ein Grüppchen Deutscher, unterstützt von polnischen Freiwilligen, während sieben  mehrtägigen Besuchen.
Der Friedhof unterscheidet sich scheinbar mit nichts von vielen ähnlichen, in den Dörfern des Glatzer Berglandes verstreuten. Er ist nicht zu groß, nicht zu klein, mit einer Menge alter Grab-steine, die aus einer Zeit stammen, als in diesen Gebieten Deutsch noch als Muttersprache herrschte. Beim genaueren Hinschauen bemerkt man allerdings eine sichtbare Andersartigkeit dieser Nekropole. Alles ist geordnet; alte Grabsteine, derer Inschrift gotische Buchstaben zieren, welche beim ersten Anblick den Slawen schwierig erscheinen, sind sauber und gut erhalten. Sie gehen nicht in den chaotisch wuchernden Sträuchern unter.  Ich gehörte der Organisation „Jugend für das Glatzer Bergland“ an, wir stammen von unseren Großmüttern ab, die Deutsche sind und eben aus diesen Gebieten stammen – sagt Volontär Adam Kwaśniewski aus Bad Altheide, der an der Sanierung der Ebersdorfer Nekropole teilgenommen hat.  – Als sich die Gelegenheit geboten hat, haben wir beschlossen, bei der Sanierung dieses Friedhofes mitzuhelfen.
Alles fing bereits vor mehreren Jahren an. Deutsche, hauptsächlich Rentner, hatten beschlossen diesen Friedhof zu sanieren, auf dem die Gebeine ihrer Väter und Großväter ruhen….
Sieben mehrtägige Aufenthalte in vier Jahren waren ausreichend, um ihr Ziel zu erreichen – 140 Grabsteine wurden saniert. Die Anfänge waren schwierig, das Vertrauen der Ortsbewohner musste gewonnen werden und das – in diesem Falle wichtigere – des Pfarrers.  Das erste Problem auf das wir gestoßen sind, war der Widerstand des Pfarrers – sagt in einem schönen Polnisch Siegfried Karpinski.  Er war über unser Vorhaben, die deutschen Gräber     restaurieren zu wollen, nicht begeistert, zeigte sich nicht kooperativ. Mehrere Gespräche stimmten ihn jedoch um. Letztendlich äußerte er sich dazu zufrieden stellend.
Laut Aussage der Deutschen herrschte anfänglich auch unter den Dorfbewohnern geteilte Meinung, ein Teil unterstützte die Sanierung, andere waren dagegen  – es fehlte an Informationen über das, was hier getan werden sollte. Als dies geklärt worden war, erhielten wir reichlich Unterstützung. Zum Beispiel strichen die Ortsbewohner den Friedhofszaun mit an, versorgten uns mit Kaffee, Tee und gebackenem Kuchen. Es war sehr angenehm. Es sind auch unangenehme Momente vorgekommen – so fragte man uns nach einer schriftlichen Genehmigung und als Zement für das Gießen der Sockel geliefert wurde, blockierte man die Zufahrt. Nun galt es, die Bewohner noch in unsere Richtung umzustimmen.  Man versuchte auch Jugendliche beider Länder zu gemeinsamer Arbeit im Rahmen einer Integra-tion zu mobilisieren. Leider ließ sich das bis zum Abschluss der Arbeiten nicht realisieren. Ein Lob muss allerdings den jungen Leuten aus unserer Gegend ausgesprochen werden, die im Sommer 2006 ihre Ferienzeit gerne in die Restaurierung der Gräber investiert haben. Im Falle der deutschen Jugend sah es nicht so gut aus. Der Wille, bei so einem Projekt mitzuhelfen war nicht vorhanden. Es gab viele bereitwillige Helfer aus dem ehemaligen Ebersdorf, aber wir erwarteten, dass sich junge Leute aus Deutschland melden. Dort zeigt die Jugend für so etwas kein Interesse. Für uns war dies eine große Enttäuschung, das sind doch Nachkommen der hier früher wohnenden Personen –  stellt deutlich vorwurfsvoll S. Karpinski fest – Letztendlich kam nur ein junger Mann. Gemeinsam mit polnischen Jungen goss er den ersten Teil des Sockels aus. Es waren Ferien und somit viel Freizeit, um diese sinnvoll zu nutzen, erklärte ich mich bereit, bei diesem Projekt mitzuhelfen sagt Karol Soboń – es stellt mich zufrieden und es freut mich, dass die Deutschen hierher kommen können, um ein Grablicht anzuzünden, oder am Grabe der ihnen  nahe stehenden Verstorbenen zu beten.
Ich helfe gerne – bestätigt Karol Pawiuk aus Schönfeld – es ist schön zu beobachten, wie jetzt alles aussieht – es herrscht Ordnung und alles ist im rechten Lot.
Die Deutschen, die diese Friedhofsanierung durchgeführt haben, kamen nach Ebersdorf vorwiegend aus der Bielefelder Gegend. Dort fanden sie nach dem Krieg ihren Lebensraum. Wie es scheint, können sich gemeinsame deutsch-polnische Friedhofsanierungen zum guten Mittel entwickeln, um das historische Trauma, das immerhin noch an beiden Nationen zehrt, zu verarbeiten.
140 Grabsteine wurden saniert und umgesetzt.
Die Deutschen werden hier noch oft wiederkommen – wenn auch nur, um ein Grablicht anzuzünden, oder ein Gebet zu sprechen.
Verfasser: Rudolf Schmidt

ebersd.jpg  Einweihung mit dem Großdechanten F. Jung und dem hiesigen Pfarrer aus Ebersdorf.  Bitte auf das Bild klicken zum Vergrößern.

4.9.2012

Herr Picard beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:12

img_3913.JPG Zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Lionel Picard aus Frankreich zum Abschluss seiner Doktorarbeit in der Grafschaft
Es ging um die letzten Recherchen zu seiner Doktorarbeit über die Heimatzeitung Grafschafter Bote, die ihn veranlasste die Grafschaft zu besuchen. Sein Doktorvater in Frankreich und gebürtiger Grafschafter, hatte ihn dazu bewogen, sich mit dem Thema zu befassen. Eine gründliche Arbeit mit bisher über 700 Seiten, die er uns freundlicherweise als Konzept schon zur Verfügung gestellt hat. Eine akribische Arbeit und Herr Picard hatte auch mich nach den Beweggründen meiner Artikel befragt und konnte alle mit Datum und Seitennummer belegen. Auch warum ich im Boten schrieb, ich verschenke einen Ha. Land wenn sich 20 Grafschafter aus Deutschland für den Bau von Ferienhäusern finden.Nach seiner Aussage ist die Vertreibung der Deutschen aus Schlesien in Frankreich kaum bekannt, wie auch das Verbleiben Deutscher in der Grafschaft Glatz unter anderer Nationalität.
Der DFK Glatz hat ihn weitreichend unterstützt und Kontakte zu den Deutschen hier, wie auch der polnischen Bevölkerung, ermöglicht. Von großem Interesse für ihn waren auch die Beweggründe derer, die in nächster Generation aus Deutschland wieder in die schlesische Heimat ihrer Eltern gezogen sind und warum sie hier wohnen, obwohl die Verdienstmöglichkeiten geringer sind und die Sozialversorgung keinem deutschen Standard entspricht. Ich habe ihn dazu das Buch Vertreibung und Versöhnung von Dr. Süß geschenkt, der einige Wochen vorher bei uns war.
Lange Gespräche gab es dann am letzten Samstag zu unseren regelmäßigen Öffnungszeiten. Andreas Fronik berichtete wie er als Grafschafter Ingenieur nach dem Krieg lange Jahre an der Eisenbahntrasse in Südafrika gearbeitet hat und nach weiteren Jahren in Österreich nun wieder in der Heimat ist. Andere haben per Zufall und durch unseren zentralen Standort in der Frankensteiner Str. 11 wieder zu uns gefunden, wie unser Schriftführer Hermann Handlos, der als Filialdirektor der deutschen Bundesbank in München gelebt hat, nach Übersiedlung nach Glatz erst per Zufall auf unser großes Schaufenster mit DFK Glatz aufmerksam wurde und so zu uns fand. Elfriede Weinhold berichtete aus ihrem Leben im Kommunismus und der Wende zur Demokratie. Auch ich konnte mit Erfahrungen vor und nach der Wende beisteuern, wie auch über politische Kontakte auf kommunaler Ebene und die Verbindungen zu unserer deutschen Administration der deutschen Minderheit.
Familie Picard wohnte in der Zeit auf unserem Reiterhof und so konnte seine Frau mit den beiden Kindern, Zwilling mit 5 Jahren, sich die Zeit mit Ponys und auf dem Spielplatz vertreiben, während Herr Picard mit Recherchen unterwegs war.
Am 20.8.2012 ist Familie Picard nach Sakopane weitergereist. Die Doktorarbeit soll noch in diesem Jahr beendet werden. Wir wünschen der Familie Picard alles Gute und warten auf den Abschluss der Doktorarbeit, die hoffentlich auch dazu beiträgt, die Geschichte der vertriebenen Deutschen auch in Frankreich der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Horst Ulbrich

19.8.2012

Badeseen in der Nähe Glatz.

Filed under: Allgemein — Horst Ulbrich @ 22:20

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Badesee in Birkwitz eröffnet.        

Pünktlich zum schönen Wetter wurde der Badesee zwischen Birkwitz und Mölten, und damit ganz in der Nähe unseres Reiterhofes freigegeben. Die Kiesgrube war ausgeschöpft und so entstehen in Richtung Glatz weitere saubere Badeseen. Schon zur Fußballeuropameisterschaft war auf dem Gelände ein großes Festzelt und Telebeemer aufgebaut um den See bekannt zu machen. Leider war oft zu Spielbeginn das Wetter schlecht und somit die Besucherzahl gering, obwohl mit Bootsfahrten und Reitmöglichkeit auch die nicht am Sport interessierten, meist Frauen und Kinder Beschäftigung finden sollten.

Aber nun, wo endlich das Wetter mitspielt ist der Sandstrand mit Badegästen gut gefüllt und für das leibliche Wohl sorgen Imbisss – und Getränkestände. Wieder eine weitere touristische Attraktion nach Rafting in Wartha.

Dort waren wir mit unseren Gästen und Kindern, die begeistert waren. Man wird mit einem Bus und Booten einige Kilometer der Neiße bergauf gefahren und dann in den Fluss entlassen, um nach ca 3 Stunden unter der Brücke in Wartha wieder in Empfang genommen zu werden. Unterwegs eine bizarre Landschaft mit Stromschnellen, je nach Wetterlage mit viel oder weniger Wasser. Abfahrt bei schönstem Sonnenschein, überraschte uns nach ca 2 Stunden ein Platzregen. Als wir dann noch auf einen flachen Stein gefahren sind, der uns am Weiterfahren hinderte, mussten die Männer in das Knietiefe Wasser um das Boot frei zu schieben. So wurden wir von oben und unten Nass, was aber bei warmen Temperaturen kein Problem war.

Vielleicht kommen durch die touristischen Attraktionen nun auch die Kinder der Heimatvertriebenen in die Grafschaft Glatz. Gäste aus ganz Europa kommen immer wieder, vor allem im Winter in die Skigebiete. Wir können Wander – und Klettertouren an der Heuscheuer anbieten, Mountenbikes können geliehen werden, Reiten, Rafting, bis zu Ballonfahrten können gebucht werden. Schlesien bietet den gleichen Standard wie Bayern und Österreich, nur zu günstigeren Preisen.

Info Horst Ulbrich

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