Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

20.9.2026

Die Bunte Fontäne leuchtet wieder.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:34

Wasser – Licht – Musik im Kurpark Altheide Bad – die Perle Schlesiens und für viele der schönste Kurort im heutigen Polen. Dabei lebt das attraktive Heilbad von traditionellen
Angeboten zur Gesundheit ebenso wie von moderner Infrastruktur und von
lohnenswerten Veranstaltungen. Die Serie „Neues aus Altheide Bad“ wird mit
einigen Beiträgen vorstellen, was die Besucher des so populären Reiseziels
aktuell erleben können.

   Bitte zum Vergrößern auf das Bild klicken.

Endlich! Fast zwei Jahre gab es kaum Leben im Bassin gegenüber dem
Kurhotel. Nur gelegentlich am Tage stiegen weiße Wasserfontänen auf, aber
an den meisten Tagen fielen die so beliebten Wasserspiele aus. Sie,
besonders die beliebten abendlichen bunten Shows, wurden schmerzlich
vermisst. Bei Nachfragen hieß es nur „Wir arbeiten daran“.
Tja, und diese Arbeit war nicht einfach, Denn Jerzy Mlynarczyk, der
kompetente Chef aller Wasserspiele im Kurpark, war vor ca. zwei Jahren
plötzlich verstorben und hatte sein Wissen mit ins Grab genommen. Zwar gab
es einige Versuche, die Geheimnisse der unterirdischen Leitungen, Kräne,
Zuläufe und Absperrungen zu entwirren, aber sie scheiterten, es sprudelten
keine Fontänen – bis die Generalsanierung im letzten Winter gelang und im
Frühjahr mit erfolgreichen Proben abgeschlossen werden konnte.
Vielleicht war im Februar 2026 die posthume Auszeichnung für Jerzy durch
die Kommune als „Verdiente Persönlichkeit der Stadt“ der Anlass? Jedenfalls
konnten am 04.Juni dieses Jahres dann mit vielen Ahs und Ohs und lautem
Beifall endlich die berühmte „Bunten Fontänen“ gegenüber der
traditionsreichen Kurklinik wieder in den dunklen Abendhimmel steigen.
Begleitet von etlichen populären Musikstücken, ziehen die Wasserspiele am
Hauptweg des Kurparks nun wieder regelmäßig Touristen und Einheimische
in ihren Bann: Das Wasser aus bis zu 726 Düsen vermittelt dann mit seinen
unterschiedlichen Bewegungen die wunderschöne Illusion, als ob es zu der
Musik tanzt. Dazu trägt auch die farbenprächtige Illumination bei – die
abwechslungsreichen Wasserspiele sind zugleich ein Fest von bunten
Farben und passender Musik.

         Bitte Bilder  anklicken.

Die spektakulären „Bunten Fontänen“ sind am Wochenende (vor allem
Samstags und Sonntags, gelegentlich auch am Freitag) sowie an Feiertagen
im Kurpark zu bewundern. Beginn ist von Mai bis Juli um 22 h, im August um
21.30 h, im September um 20.30 h sowie im Oktober um 20 h (Änderungen

sind möglich – am besten in der Tourist-Information, eingangs des
Schachparks, nachfragen). Die Show der „Bunten Fontänen“ dauert jeweils
ca. eine halbe Stunde; der Eintritt ist in allen Parks von Altheide Bad
kostenlos.
Aber noch kann das Wissen des verstorbenen Experten nicht gänzlich
wiederentdeckt worden sein: Im Schachpark funktionieren noch immer nicht
die Fontänen im unteren Becken. Auch auf dem Hauptweg dorthin vermissen
die Besucher die gewohnten Wasserspiele, die sonst im Sommer oft so
erfrischend gewesen sind.
Und der kleine moderne Wasserfall – ja, auch den gibt es im oberen Teil des
Kurparks – hat nur im Frühjahr einige Wochen wie in den Jahren zuvor
geplätschert und schweigt jetzt wieder.
Dafür laden mittlerweile etliche Schwimmbäder in Altheide Bad zum Besuch
ein – aber darüber mehr in einer anderen Folge aus unserem schönen Kurort.

Aus Altheide Bad informiert: Unser Sonderkorrespondent Peter Becker

Zukunft im Warthagebirge

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:20

Ihr ruhiges Leben in der Grafschaft heute

Den Traum wahr machen … die Sehnsucht erfüllen – der stille oder auch
laute Wunsch, irgendwann in der Grafschaft zeitweise oder dauerhaft leben
zu wollen, ist vielen Lesern nur zu gut bekannt. So manche Überlegungen
scheitern aber aus verschiedenen Gründen: Wohin im Glatzer Land? Zurück
in den einstigen Heimatort?

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Vielleicht in eine der Städte? Oder den Wohnsitz
ländlich und im Grünen, auf Zeit oder dauerhaft finden?
Im Warthagebirge nahe Glatz gibt es aktuell eine attraktive, wenig bekannte
Antwort auf solche Überlegungen. Der idyllische Ort Wiltsch; ein verborgenes
Dorf und doch einer der schönsten Flecken im Glatzer Bergland; zugleich
auch ein historisch bedeutender Platz, mit eine der ältesten Besiedlungen in
der Grafschaft Glatz. Offenkundig besaß Wiltsch schon immer eine
besondere Anziehungskraft.

      Bitte Bild anklicken.

Das Dörfchen liegt im oberen Teil des Wiltsch-Tales, eines der schönsten
Täler der Sudeten. An den Hängen und auf den Wiesen erblüht im Sommer
bis heute unsere berühmte Glatzer Rose.
Wiltsch heute – das sind ca. 150 Einwohner, die zur Gemeinde Glatz
(Klodzko) gehören, denn die Stadt Glatz liegt nur 11 km weit weg. 13 km sind
es von Wiltsch bis zum Schloss Eckersdorf, dem größten Schloss der
Region. Viel näher, nämlich nur ca. 5 km entfernt, befindet sich die berühmte
Festung Silberberg.
Ja, wegen dieser günstigen Lage war Wiltsch schon im Mittelalter begehrt
und deshalb auch oft umkämpft: Denn durch dieses „Waldhufendorf“ verlief
die älteste historische Grenze zwischen Schlesien und Böhmen – der
Wiltsch-Bach, früher Höllenbach genannt, trennte einst den schlesischen,
östlichen Teil des Dorfes vom böhmischen, westlichen Gebiet. Und noch
heute ist der mittelalterliche Siedlungsplan des Dorfes gut zu erkennen. Der
Ort ist außerdem nach wie vor der Namensgeber für den bekannten Wiltsch-
Pass des Warthagebirges.
Das Eulengebirge grenzt unmittelbar an das nur ca. 20 km lange
Warthagebirge. Nach wenigen Kilometern Wandern stößt man aus Wiltsch in
Richtung Norden oder Westen schon auf die Ausläufer des Eulengebirges.
Und vielleicht entdecken Sie in den vielen Wäldern auch noch Spuren aus
früheren Zeiten?
Wiltsch ist aber auch mehr als ein Geheimtipp: Etliche Breslauer Einwohner
haben die Vorzüge des Dorfes kennen und schätzen gelernt. Ruhe und Stille,

die Lage im Grünen, die abwechslungsreiche Landschaft und auch die
mittlerweile vorhandenen touristischen Angebote wie Wander- und Radwege
sorgen dafür, dass Menschen aus den großen Städten sich gerade in Wiltsch
ihr individuelles Refugium geschaffen haben. Für Mountainbiker ist Wiltsch
ein beliebter Start- oder Zielpunkt, während Wassersportler es nicht weit nach
Wartha (Bardo), zu Rafting- und Kajak-Touren haben, die dort angeboten
werden.
Seit jeher ein Paradies für Wanderer, wird die Gegend seit kurzem auch
radtouristisch erschlossen: Der „Strefa MTB Sudety“ im nahen Eulengebirge
ist in der Region gut ausgeschildert und auch bei internationalen
Radwanderern sehr beliebt.
Kein Wunder, dass es im Dorf etliche Angebote für Agrotourismus gibt, wie in
Polen der deutsche „Urlaub auf dem Baurnhof“ bzw. „Urlaub auf dem Lande“
genannt werden.
So hat Wiltsch für alle Naturliebhaber und für diejenigen, die das ruhige
entspannte Leben auf dem Lande lieben, zu jeder Jahreszeit sehr viel zu
bieten. Das Warthagebirge und der Ort Wilcza, aus deutschen Zeiten besser
bekannt als Wiltsch, laden Sie gerade in dieser Zeit ein, ihre Zukunft in der
Grafschaft Glatz bald und unkompliziert Wirklichkeit werden zu lassen.
Wie das möglich sein kann? Wenn Sie sich jetzt mehr zu Wiltsch erfahren
möchten, dann wenden Sie sich an
Peter Becker, Tel. 0049 171 72 90 796 und Email info@tourmas.de, der
überwiegend in der Grafschaft Glatz lebt. Er kennt sich in Wiltsch gut aus.
Machen Sie Wiltsch im Warthagebirge zu Ihrem Standort in der Grafschaft
Glatz. Überzeugen Sie sich selbst bei einem Besuch vor Ort von der ganz
besonderen Lage und von der Anziehungskraft des kleinen Dorfes.
Und keine Sorgen: Die Wölfe, die Wiltsch einst den merkwürdigen Namen
gegeben haben, sind seit ca. 250 Jahren aus dieser Gegend verschwunden.
Heute fühlen sich Anwohner und Besucher in Wiltsch und auf den
umliegenden Höhen mit ihren vielen Wäldern rundum wohl.

von Peter Becker, Altheide Bad.

Wenn einer eine Reise macht…….

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:11

Nun hatte unser Dachverband VDG eine Auszeichnung für die aktive, ehrenamtliche Arbeit des DFK Glatz, beim Jubiläumskonzert zum 35. Bestehen des VDG und des Deutsch-Polnischen Freundschaftsvertrags in Bad Salzbrunn, im April vorgesehen. Leider war ich zu der Zeit krank und konnte nicht teilnehmen.

Deshalb hatte mich nun der Vorsitzende des VDG, Herr Bartek persönlich gebeten zum Jubiläumskonzert nach Allenstein zu kommen. Da konnte ich nicht absagen und ich habe mich,  mit meiner Frau auf den weiten Weg gemacht.

     

Gesamtansicht und das Untergeschoß.   Bitte auf die Bilder zum Vergrößern klicken.

Nun haben wir das mit einigen Tagen Urlaub verbunden und die größte Kirche Polens in Lichen besucht. Wahrlich ein bemerkenswertes Bauwerk in einer Rekordbauzeit von 1994 bis 1999 erbaut. Die Kirche wurde auf 2 Ebenen gebaut, und schon im Untergeschoss gibt es außer kleinen Kapellen und vielen Gemälden, vor allem tausende Tafeln der Spender an allen Wänden. Eine große Anzahl aus Amerika und anderen Ländern. Mich hatte auch das Datum der Bauzeit gewundert, wo doch nach der Wende die polnische Wirtschaft am Boden lag. Das Kapital aus dem Ausland hat regional bestimmt sehr geholfen.

      Im Inneren der Kirche.

Die Kirche selbst mit einigen Tausend Plätzen und einer bemerkenswerten Orgel, mit über 3000 Pfeifen. Die sind in der Kirche nicht an einem Ort, sondern an den Wänden der Kirche verteilt. Um die Kirche, eine mehrere Ha. große   Parkanlage, bestens von vielen Arbeitern gepflegt. Ein Tipp für alle Besucher, die vorhaben, die Gegend zu besuchen.

  Das Haus der deutschen Gesellschaft Allenstein.    Bitte Bild anklicken.

In Allenstein konnten wir mit unserem alten Wohnmobil auf dem Parkplatz der Deutschen Gesellschaft Allenstein übernachten. Von dort zum Konzertsaal war es nicht weit, auch zu Fuß zu erreichen. Dem Vorstand herzlichen Dank.

Nach den Ansprachen und Grußworten zum Beginn, gab es ein hervorragendes Violinkonzert eines außergewöhnlichen Quartetts.  In der Pause wurde dann die Auszeichnung an besonders engagierte DFK  Mitglieder verliehen. Auch hier noch einmal herzlichen Dank.

     

Ein voller Saal.             Herr Bartek VDG          Ein tolles Quartett       Verleihung der Auaszeichnung.

Ja, es  ist nun die vierte Auszeichnung in der Heimat, davon im letzten Jahr zwei Orden vom polnische Kulturministerium für unsere deutsche Kulturarbeit in Niederschlesien, und vom Niederschlesischen Landtag für unsere Sozialarbeit für alle Bedürftigen, hauptsächlich in der Zeit der Flutkatastrophe in Glatz.

Leider wird unsere Leistung in Deutschland bisher nicht gewürdigt und das ist sehr enttäuschend.

Nach dem Konzert in Allenstein hatte ich noch Gelegenheit mit Dr. Sebastian Klappert, dem Referatsleiter im Innenministerium Deutschland über unser Probleme zu sprechen. Das Referat ist für die Teilfinanzierung unserer Projekte zuständig und wir haben eine fatale Situation der Finanzierung seit dem Wechsel vom Außen-auf das Innenministerium in Deutschland. Fast alles wird gekürzt, manche Projekte auch komplett unmöglich gemacht, wie unser jährlich stattfindendes Reimann Festival in Albendorf mit unmöglich zu realisierenden Auflagen. Wir haben dann komplett selbst finanzieren müssen, weil wir uns nach der Zusage mit der Stadt und dem Franziskanerorden nicht mehr zurückziehen konnten. Ein großer Teil unserer Deutschen Freundschaftskreise in Polen wird aufgeben, das war auch in Allenstein das Thema der Vorsitzenden. Das ist aus Deutschland, bei der Haushaltslage wohl so beabsichtigt. Was nutzen uns die zugesagten Finanzmittel wenn sie nicht abgerufen werden können. Wir überleben nur mit unseren Spendern aus Deutschland. Wie lange das bei unserem Einsatz noch möglich ist wird die Zeit zeigen. Vieles haben auch wir schon reduziert.

Ich möchte noch einmal all denen danken, die bei der Flutkatastrophe in Glatz finanziell geholfen haben, aber auch Danke den Maltesern für die Hilfsmittel und dem Ehrenamtlichen Verein Ostfriesland-Emsland e.V. für 40 to. Lebensmittel.

Wer unser Engagement in der Heimat unterstützen möchte, hier noch einmal das Konto in Deutschland für Soziales.

Schlesienhilfe              DE02 4945 0120 1112 5511 79

Bericht

Horst Ulbrich

2.9.2026

Diese Gästefreundschaft lebt!

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:55

 

 30 Jahre Bensheim – Glatz / Herzliche Feierstunden in Glatz

Städtefreundschaften? Ist das nicht meistens nur auf dem Papier? Und schon gar nichts für die Bürger?

Nein, weit gefehlt! Die herzlichen Feierstunden am Samstag, 08.August, im Glatzer kommunalen Zentrum für Kommunikation, das die DFK-Mitglieder sehr gut kennen, überzeugten alle Skeptiker: Bensheim und Glatz, das ist eine wahre Freundschaft. Offiziell besiegelt 1996.

 

          Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Der DFK-Chor leitete mit seinem schwungvollem Programm die Feierstunde musikalisch passend ein.

 

Dabei hat alles schon viel früher angefangen, nämlich 1963 mit dem Aufbau von persönlichen Beziehungen, die bald durch die jeweiligen Freundeskreise unterstützt wurden. Daran erinnerte Bürgermeister Michail Pizzko. Er bedankte sich ausdrücklich beim Chor des DFK für die musikalische Einleitung an diesem sonnigen Samstag. Besonders wies er dann auf die vielen Gelegenheiten hin, wo sich Freundschaft im großen wie im kleinen bewährt hat, so zuletzt bei der Flutkatastrophe 2024 und bei der Bewältigung ihrer Folgen.

Bürgermeisterin Christine Klein unterstrich, dass Pflege und Erhalt dieser Freundschaft vor allem von den Menschen und ihren Aktivitäten lebt. So gehören die Kontakte zwischen Vereinen ebenso wie persönliche Treffen bei vielen Gelegenheiten dazu – natürlich ganz besonders auch an der Bergstraße mit ihren Weinfesten und Traditionen.

   Bitte auf das Bild klicken.

Die Bürgermeister

Und diese engagierten Menschen finden sich gerade auch in den aktiven Freundeskreisen wieder und besuchen sich gegenseitig bei vielen Gelegenheiten. Die „Macher“ im Hintergrund, die Treiber dieser so erfolgreichen Städtefreundschaft zwischen Bensheim und Glatz, wurden alle individuell ausgezeichnet und sind auf dem folgenden Bild zu sehen:

   Bitte auf das Bild klicken.

Aber mit dem Austausch von Gastgeschenken kann natürlich eine solche Festveranstaltung nicht enden. Viele herzliche Worte auch im kleinen Kreis, viele intensive Gespräche und viele weitere Kontakte ließen die Feierstunden noch weitaus länger dauern.

Bericht: Peter Becker

 

 

18.8.2026

Viel Aktion in den Ferien beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:02

Es sind Ferien im Glatzer Land und wohl gerade deshalb ist bei uns viel los.

Zunächst war unser Chor, 15 Frauen  mit mir nur ein Mann in Berlin. Die uns schon bekannte Unterkunft im Albertusheim war wie immer für uns passend und auch finanzierbar. Zu der Selbstversorgung wurden täglich, auf dem Rückweg von unseren Besichtigungen in Potsdam, Berlin, Wanderung um den Müggesee und anderen Unternehmungen, neue Lebensmittel für den nächsten Tag eingekauft.

                 

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Abends war immer Chorprobe, wo auch die älteren geliebten Lieder wieder einmal gesungen wurden. Unsere Berliner Freunde waren an einem Tag zum Grillen bei uns und am Sonntag, dem 2. August waren wir zum Kirchweihfest in Königs Wusterhausen bei Berlin eingeladen. Dort haben wir den musikalischen Rahmen mitgestaltet. Leider mit der Unterbesetzung der Männerstimmen wegen der Urlaubszeit.

                                        

Gleich nach dem Chorausflug kamen dann Busse aus Deutschland und Polen zur deutschen Wallfahrt in Albendorf. Hauptzelebrant war der Weihbischof aus Dresden, Joachim Reinelt. Weitere Geistliche aus Oppeln und Pater Marian Arndt, mit dem wir auch in Glatz unseren deutschen Gottesdienst an jedem letzten Samstag im Monat feiern. In der Basilika standen  die Teilnehmer der Pilgermesse sogar auf den Fluren, da sofort alle Plätze belegt waren. Danach trafen sich viele zu einem gemeinsamen Mittagessen und zu privaten Gesprächen. Ich war erstaunt, dass so viele Busse und private PKW aus Deutschland zu sehen waren.

           

Zu uns nach Schwenz kamen die Berliner Wanderdolen zu Kaffee und Kuchen.

 

In der darauffolgenden Woche habe ich dann weitere Führungen durch Glatz und Eckersdorf übernommen, wie auch Treffen in unserer Geschäftsstelle in Glatz.

Im Moment kehrt etwas Ruhe ein, aber in der nächsten Woche kommt das Fernsehteam vom Schlesienjournal aus Oppeln zu uns, auch die Jugend, gerade von einem Sprachcamp zurück, kommt dann zum Grillen und Geländespielen zu uns auf den Reiterhof.

                         

Bilder vom Sprachcamp während der Ferien.

Sofort nach den Ferien beginnen wir mit den Vorbereitungen für den deutschen Lyrikwettbewerb der hiesigen Schulen in Habelschwerdt, wo wieder über 50 Kinder mit ihren Lehrern erwartet werden, um deutsche Gedichte vorzutragen. Dazu gibt es dann einen eigenen Bericht, wie jedes Jahr.

                                            

Die Bilder sind vom letzten Jahr mit über 50 Kindern, die deutsche Gedichte vortragen.

Das traditionelle Oktoberfest sowie einen Wahltermin zum Vorstand des DFK Glatz wird der Vorstand bei der ersten Sitzung nach der Sommerpause festlegen. Ja, und Familie Ulbrich hatte den 35. Hochzeitstag. Ich werde noch weitere zwei Jahre dem DFK Glatz zur Verfügung stehen, dann sollte sich die jüngere Generation bemühen. Es wird danach scheinbar auch weniger Arbeit mit den Gremien in Deutschland geben, da die Förderung wie bisher nicht mehr möglich ist. Unsere Förderung ist, wie bekannt, vom Außenministerium über die Konsulate auf das Innenministerium mit dem Kontrollorgan einer Stiftung, die keiner kennt, verlegt worden. Scheinbar hatte das IM wenig Interesse an uns und mit der Stiftung gibt es nur Konflikte, da unsere Projekte laufend kritisiert werden, bis wir resignieren und weniger, oder keine Projekte mehr durchführen. Wir sind die ehrlichen und ehrenamtlichen Arbeiten in der Diaspora der Deutschen Vereine in Niederschlesien.

Wenn wir unsere lieben fördernden Mitglieder und andere Unterstützer in Deutschland und Österreich nicht hätten, wäre ein normaler Projektablauf schon in diesem Jahr nicht mehr möglich. Davon ist unser Überleben der Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft in Glatz abhängig.

Ich kann immer nur allen Unterstützern von ganzem Herzen danken.

 

Mit Grüßen aus unserer Heimat Glatz

 

Horst Ulbrich

26.7.2026

Der DFK Glatz lädt auch im August zu jedem Samstag herzlich ein.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:27

Sommerzeit ist Reisezeit – übrigens auch für den Chor des DFK Glatz.
Natürlich reisen gerade in diesen Monaten ebenso viele Touristen in das
schöne Glatzer Bergland:
Sie, sowie alle Gäste und Interessenten sind auch im August an jedem
Samstag herzlich eingeladen, die Geschäftsstelle in Glatz zu besuchen und dort in entspanntem
passenden Rahmen Informationen zu Glatz, zur Grafschaft, zu einst und
jetzt, zu Veranstaltungen und Reisezielen – kurzum zu allen gewünschten Themen auszutauschen.

Der DFK Glatz freut sich auf Ihren Besuch, Samstags ab 11 h bis ca. 14 h,
in den Räumen der Geschäftsstelle Glatz.

Geschäftsstelle DFK Glatz.

Adresse: ul. Łukasińskiego 11, 57-300 Kłodzko.

23.7.2026

Deutsche Wallfahrt – in Wartha   2026

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 15:24

Das Ziel der Pilger am zweiten Sonntag im Juli:

Wieder, wie jedes Jahr, fand auch 2026 die Wallfahrt der deutschen Wallfahrer nach Wartha im Juli statt. Steht die 1 für einmalig, eine besondere religiöse Veranstaltung? Oder steht sie vielleicht für noch einmal?

Nein, letzteres ganz bestimmt nicht:

Denn auch an diesem Juli-Sonntag hatten sich Wallfahrer aus vielen Diözesen Schlesiens und sogar einige Pilger aus Deutschland pünktlich zur Mittagszeit in Wartha eingefunden, um diese so besondere Messe zu feiern. Natürlich erkannte Pater Marian auch einige bekannte Gesichter aus der Grafschaft Glatz sowie aus Waldenburg. Die  traditionsreiche, prächtige Basilika in Wartha sorgte wieder für den wunderschönen Rahmen:

Hier begrüßte „unser“ niederschlesische Pater Marian (Breslau) die Gläubigen aus nah und fern. Der Konzelebrant war Prof. Andrzej Anderwalt (Oppeln). Er ging in seiner einfühlsamen Predigt auf das Evangelium, das Treffen von Maria und Elisabeth ein und stellte gelungene Bezüge auch zur Gegenwart dar: Mit Martin Bubers Worten „Alles wirkliche Leben ist Begegnung“ sprach er wohl jeden Pilger ganz persönlich an.

Die tiefe Empathie beider Geistlichen für die Gläubigen und für die Anwesenden beeindruckte auch bei der diesjährigen Wallfahrt. Der feierliche Gottesdienst wurde musikalisch ebenfalls sehr passend von Chor, Orgel und Musizierenden begleitet.

Doch an der Messe nahmen wieder deutlich weniger Besucher teil als in vergangenen Jahren:

             

Nach der abschließenden Andacht wurde dann in polnischer Sprache eindringlich die so bemerkenswerte Geschichte der Kirche, seit 2008 „Basilika minor“, ihrer Entstehung und Ausschmückung sowie auch die Historie der so anrührenden Marienfigur erläutert. Am Ende der Wallfahrt konnte dann jeder Anwesende persönlich das Gnadenbild grüßen und verehren.

Foto: Lea Herbst

Weil es an diesem Sonntag auch der wolkenverhangene Himmel gut meinte mit den Pilgern, rundeten noch viele persönliche Gespräche draußen vor der Kirche dieses schöne Treffen ab.

Natürlich gehört der Spaziergang durch den traditionsreichen Wallfahrtsort ebenfalls zum Programm eines solchen Tages. Die Verbindung von einst und jetzt, von deutschem Leben und polnischer Gegenwart im Alltag, ist besonders überzeugend gelungen bei der „Pfefferküchlerei“:

Auf der einen Seite in deutscher Sprache, auf der anderen Seite in Polnisch stellt das Schild an der Hauptstraße die Tradition des Gebäcks anschaulich dar. Zwar war der zugehörige Laden wie so vieles in Wartha auch an diesem Sonntag geschlossen, doch ganz in der Nähe der Basilika können die Lebkuchen und viele andere individuelle Souvenirs in einem speziellen Kunst- und Kulturgeschäft erworben werden. Dort liegt auch die Touristinformation von Wartha, die mit ihren freundlichen und engagierten jungen Mitarbeitern sowie mit vielen spannenden Informationen zum Ort und zu lohnenswerten Angeboten und Touren in der Region Vorbild für so manche touristische Einrichtung nicht nur in der Grafschaft sein kann.

Wohl alle Pilger waren sich am Ende dieses intensiven Tages in Wartha einig: Die Wallfahrt, wie schon seit mehr als zwanzig Jahren von Pater Marian vorbildlich organisiert und betreut, wird auch in Zukunft Menschen aus nah und fern verbinden.

Dieser Juli-Sonntag in Wartha steht für Vergangenheit und Zukunft des Glaubens, der Sprache und der Kultur der deutschsprachigen Schlesier. Die Erinnerung lebt von der gemeinsamen Pflege des Brauchtums, bei dem die Basilika einen ganz besonderen Platz einnimmt.

Bericht:

Peter Becker.

 

21.6.2026

Das 25. Reimann-Festival in Albendorf

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:11

DFK fördert auch die Kultur in der Grafschaft

 

Ignaz Reimann – das Herz jedes Glatzer Kulturfreundes geht auf bei diesem Namen. Umso anerkennenswert ist es, dass in Albendorf und in Rengersdorf jedes Jahr die Erinnerung an den Kirchenmusiker und Komponisten, den vielleicht bis heute bedeutendsten Musikschaffenden der Grafschaft, gepflegt und erhalten wird.

1820 in Albendorf geboren, 1885 in Rengersdorf verstorben: Deshalb halten diese beiden Orte die Erinnerung an Ignaz Reimann wach. Auch in diesem Jahr stieß das nunmehr 25. Reimann-Festival in Albendorf vom 12. bis 14. Juli 2026 auf reges Interesse und wurde sehr gut besucht.

 

Das Programm war an jedem der drei Tage wirklich hervorragend. So eröffneten am Freitag Prof. Piotr Rojek an der Orgel sowie am Saxophon Prof. Ryzard Zoledziewskiam auf hohem musikalischen Niveau den diesjährigen Veranstaltungsreigen.

Die Chöre Cantus aus Albendorf und NEM aus Breslau bewiesen mit einem umfangreichen Repertoire ebenfalls ihr großes Können.

Zwar fiel der für den Kalvarienberg geplante Auftritt der Chöre buchstäblich ins Wasser, deshalb wurde er spontan  in die Basilika verlegt. Aber danach hatte  der Himmel endlich ein Einsehen: Die jedes Mal prächtige Illumination der Basilika am Abend begeisterte dann bei trockenem Wetter wieder ihr staunendes Publikum.

Durch das Programm des gesamten Festivals führten Zygmund Pchaleh und Dr.Sylwia Jagodka.

Vollends begeistert vom hohen musikalischen Niveau waren die Besucher der Messe am Sonntag mit Bischof Mendyk aus Schweidnitz.

      

 

Der Auftritt des Posener Jugendchores, der mit  traditionellen kirchlichen Gesänge und moderne Musik überzeugte und mit klaren und hellen Stimmen beeindruckte, die die hohen Tonlagen ebenfalls gelungen präsentierten.

Auch in diesem Jahr ließen es sich mehrere Nachkommen Reimanns nicht nehmen, persönlich und intensiv das Festival zu begleiten.

 

Zwar ist die Familie mittlerweile über Europa verstreut, aber dennoch nimmt Julia Kaven jedes Jahr den beschwerlichen Weg auf sich, von ihrem Wohnort Zürich über Berlin, um dort Christl Kaven abzuholen und mit einem Mietwagen in die Grafschaft zu reisen, damit sie beim Festival an ihren Ahnen Ignaz Reimann erinnern.

In diesem Jahr waren wenige Besucher aus Deutschland bei den Konzerten und Messen in Albendorf, auch die Pilgergruppe, die noch im letzten Jahr mit dem Großdechanten teilgenommen hatte, konnte zu dem Zeitpunkt nicht kommen. Trotzdem waren die Basilika und die umlaufenden Gänge voll mit begeisterten Konzertteilnehmern, wie immer. Es gab starken Beifall der vielen polnischen  und tschechischen Kulturinteressenten – Reimann in Albendorf ist auch für sie zu einem attraktiven und besuchenswerten Termin geworden.

 

Wie immer unterstützte der DFK auch 2026 das Festival mit 5.000 PLN. Es bleibt zu hoffen, dass auch die anderen Förderer der Veranstaltung treu bleiben, denn die Finanzierung des Festivals über die drei Tage wird von Jahr zu Jahr problematischer.

 

Leider machen die fehlende Resonanz und mangelnde Beachtung Ignaz Reimanns im heutigen Deutschland einmal mehr deutlich, dass die Grafschafter Kulturüberlieferung weiterhin nur über den DFK Glatz und andere Interessierte aus Polen und Tschechien erhalten bleibt. Reimann und die einstige Kultur der Grafschaft gehören zu den wertvollen und wichtigen Themen, die aber weiterhin in deutschen Medien kaum vorkommen.

Denn gelungene Kommunikation des Glatzer Erbes wird als eine zentrale Arbeitsaufgabe der „Glatzer Organisationen“ in Deutschland  bisher zu wenig wahrgenommen.

Deshalb können wir alle nur hoffen, dass es nach Rengersdorf im September auch im nächsten Jahr mit den Reimann-Veranstaltungen in der Grafschaft weitergehen wird. Wir vom DFK Glatz, als Mitveranstalter und Organisatoren des Festivals, sind bereit, weiter für die deutsche Kultur in Niederschlesien zu arbeiten. Ohne finanzielle Unterstützung können solche herausragenden Veranstaltungen nicht realisiert werden.

 

Einige Organisatoren am Sonntag nach der Messe.

Umso mehr danke ich für den DFK allen unseren Spendern und Sponsoren, die es uns in der Grafschaft immer noch ermöglichen, sozial zu helfen und auch kulturellen Ansprüchen gerecht zu werden.

 

Horst Ulbrich und Peter Becker.

 

 

15.6.2026

Das Personalkarussell in der Diözese Schweidnitz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:34

Das Personalkarussell in der Diözese Schweidnitz dreht sich wieder – Versetzungen
betreffen viele Grafschafter Orte wie Maria Schnee, Habelschwerdt, Tscherbeney
u.a.
Am 13. Juni 2026 erließ der Bischof von Schweidnitz, Marek Mendyk, per Dekret eine
Reihe neuer Ernennungen für seine Diözese, welche am 01. Juli 2026 in Kraft treten.
Betroffen ist u.a. Wojciech Iwanicki, der erst 2011 zum neuen Kustos der Wallfahrtskirche
Maria Schnee auf dem Spitzigen Berge ernannt worden war und dort einige neue
Traditionen wie z.B. die Motorradwallfahrt im September, den Extrem-Kreuzweg in der
Fastenzeit oder die Sternprozession am Dreikönigstag eingeführt hat. Als besonders
gesegneter Prediger bekannt und besonders bei Jugendlichen beliebt, wird der junge
Geistliche nach weniger als fünf Jahren wieder versetzt, was aber sicherlich einer
Beförderung gleichkommt, denn er wurde zum Pfarrer der Stadtpfarre Habelschwerdt
ernannt. Der bisherige Pfarrer von Habelschwerdt und Nachfolger von Dechant Smoter,
Andrzej Ćwik, wird nach Waldenburg versetzt. Der inzwischen auch in Polen herrschende
Priestermangel führt wohl dazu, dass die Wallfahrtskirche Maria Schnee vorerst keinen
neuen Kustos erhält, sondern durch die in Mariendorf ansässige Gemeinschaft der
Salesianer versorgt wird. Es ist noch nicht klar (wäre aber wünschenswert), ob die
Gemeinschaft auch das neu erbaute Pilgerhaus neben der Kirche übernimmt, so dass
wenigstens zeitweise eine Präsenz vor Ort gewährleistet wäre.
Der besagte Priestermangel führt wohl auch dazu, dass der erst vor wenigen Jahren zum
Pfarrsitz erhobene Ort Bobischau nun wieder von Mittelwalde aus verwaltet wird. Der
bisherige Pfarrer von Bobischau, Marek Mundziakiewicz, wurde hingegen als Pfarrer der
Pfarrei St. Bartholomäus nach Bad Kudowa-Tscherbeney versetzt und übernimmt das
Amt von Pfarrer Piotr Sliwka, der erst im November 2025 übergangsweise dem so
beliebten und bekannten Romuald Brudnowski gefolgt war, der seit seiner Emeritierung als
Subsidiar in der Gemeinde „Erhöhung des Heiligen Kreuzes” in Glatz residiert. Schließlich
wird auch der bisherige Pfarrer von Altwaltersdorf emeritiert. Die Pfarre Altwaltersdorf
wird ab sofort durch Darius Balcerek verwaltet, der bisher als Kaplan in Reichenbach und
zuvor in Habelschwerdt tätig war.

Bericht:
Heinz-Peter Keuten

31.5.2026

DFK in Glatz lädt ein

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:00

Unser aktueller Informations-Service

Der DFK Glatz stellt wiederholt fest, dass seine „Angebote für Gäste“ den
Besuchern aus aller Welt vorher kaum bekannt gewesen sind.
Deshalb informieren wir die Leser ab sofort mit der regelmäßigen
Drei-Monats-Übersicht der offenen Veranstaltungen des DFK in Glatz.
Neuer Service: Die nächsten drei Monate gibt es beim DFK in Glatz
– Jeden Samstag von 11 h bis ca. 14 h Treffen für und mit allen Interessierten
– 30. Mai 2026 Deutschsprachiger Gottesdienst
mit Pater Marian und Auftritten des DFK – Chores
im Klarissenkloster Glatz
– 27. Juni 2026 Deutschsprachiger Gottesdienst
mit Pater Marian und Auftritten des DFK – Chores
im Klarissenkloster Glatz

Achtung! Im Juli und im August finden wegen der Ferien- und Urlaubszeit
KEINE deutschsprachigen Gottesdienste statt!
Adresse des DFK Glatz: 57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11
Das Klarissenkloster befindet sich ebenfalls an der ul. Lukasienskiego.
Auf einen Blick: Samstags um 11 h Treffen beim DFK für Jedermann
Jeden letzten Samstag im Monat deutschsprachiger Gottesdienst.
Die genauen Termine werden ab sofort regelmäßig mit dieser Drei-Monats-
Vorausschau veröffentlicht
und sind auch beim DFK Glatz (Horst Ulbrich) nachzufragen.
Zu all diesen Terminen des DFK in Glatz sind Gäste aus nah und fern jederzeit
herzlich eingeladen und willkommen.

Horst Ulbrich

22.5.2026

Meldung aus Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:32

Nun habe ich mich aus Glatz länger nicht gemeldet. Aber nach unserem Urlaub im März, später im Jahr ist keine Zeit mehr, bin ich krank zurückgekommen. Ich hatte eine schwere Lungenentzündung, die aber bis auf die Schwäche danach nun abgeklungen ist. Deshalb die Verspätung!

Im Büro ist vieles liegengeblieben und muss nun erledigt werden. Schon am Freitag 8.5. bin ich nach Lubowitz zur Verbandsratssitzung des VDG gefahren, denn am Abend fand die interne Aussprache statt. Ich habe wenigstens eine Erhöhung unserer Bürokostenpauschale erreichen können, denn eine staatlich anerkannte Buchhaltung, die zum Einreichen der Steuern nötig ist, kostet ca 4000,- PLN und ist von der Büropauschale zu finanzieren. Die ganze elektronische Prozedur, obwohl wir, ohne Wirtschaftstätigkeit  keine Steuern zahlen. Aber jedes Jahr die Prozedur für das Finanzamt, wie auch die Überprüfung des Statistikamtes.

Ab Samstag 9.5. 9 Uhr dann die Delegiertenversammlung und wie immer mit vielen eingeladenen Gästen aus dem Seim in Warschau, dem Konsul aus Oppeln, mit Bürgermeistern und anderen Gästen. Da stellt man keine kritischen Fragen mehr. Ich hatte mich mit den Verwendungsnachweisen der Projekte 2025 beim Konsul für die gute Zusammenarbeit über Jahre bedankt, da das Konsulat über das Außenministerium, für Kulturprojekte nun nicht mehr zuständig ist. Aber auch auf die Probleme mit dem Innenministerium hingewiesen, die uns mit neuem Antragsverfahren der Projekte nur mit Einschränkungen arbeiten lassen. Dazu kommt der Umstand, dass aus dem Innenministerium aus Deutschland keiner zu uns Delegierten gekommen ist, um kritische Fragen zu beantworten.

Aber Konsul Herr hat sich für den DFK Glatz sofort eingesetzt und hat nach Rücksprache mit dem Generalkonsulat in Breslau, an das Innenministerium und die deutsche Botschaft in Warschau geschrieben, und gebeten sich mit Herrn Ulbrich in Glatz über die Probleme auszutauschen.

Den gesamten Text des Schreibens kann ich hier leider nicht öffentlich machen, bin aber glücklich solche Unterstützung in schweren Zeiten zu haben. Endlich habe ich auch Namen aus dem Innenministerium die ich anschreiben werde wenn es keine Resonanz auf das Schreiben des Konsuls geben sollte. Ich hoffe nun auf eine bessere Verständigung mit der neuen Verwaltung  des DIM.

Zu dem neuen Antragsverfahren hatte ich schon einmal geschrieben, aber dass zur Delegiertenkonferenz vom Innenministerium nicht einmal ein Abgeordneter erscheint ist kaum zu glauben. Wir Vorsitzenden hätten eine Flut an Fragen, die nun keiner beantworten kann oder will.

Nach unserem Jubiläum, zu dem vom Innenministerium zunächst 3600,- PLN bewilligt wurden, mussten wir nach der Abrechnung ca.2600,- PLN zurückzahlen, weil Tanzmusik und anderes vom DMI in der Form nicht finanziert wird. Da bei unserem Projekt Deutsche Lyrik das gleiche Problem mit Bezahlung der qualifizierten Jury, Saalmiete und Beköstigung, zu erwarten ist, habe ich sofort geschrieben: unter den Voraussetzungen, und fehlender Finanzierung  wird der DFK Glatz keine weiteren Projekte mehr durchführen können. Alle Projekte sind mit dem Konsulat früher mit Erfolg durchgeführt worden.

Nun sind wir auch schon tätig geworden und meine Frau hat wahrscheinlich im polnischen Recht eine Lösung des Problems gefunden. Es geht darum, dass auch private Menschen ohne Wirtschaftstätigkeit eine Rechnung schreiben können, wenn diese nicht 75% des monatlichen Mindestlohnes von 3600,- PLN überschreitet. Polnisches Recht! Bisher wurde dem Musiker beim Jubiläum, oder den 5 Jurymitgliedern beim Wettbewerb Lyrik der hiesigen Schulen, die Auslagen gegen Quittung von uns erstattet. Nun wird eine Rechnung gefordert, sonst keine Anerkennung. Mit den Recherchen von Frau Ulbrich könnte das nun gelingen. Warum nicht schon andere Gremien nach Auswegen für uns kleine DFK gesucht haben sei dahingestellt.

Wir hoffen nun alle Kulturprojekte weiterhin mit teilweise Unterstützung des BMI durchführen zu können. Was für ein Kampf!

 

Zum Schluss noch einige Zahlen:

Anwesend bei der Verbandsratssitzung waren in diesem Jahr 92 Delegierte weil ein neuer Vorstand VDG gewählt wurde. Der alte Vorstand wurde wieder bestätigt. Es gab nur einen Neuzugang durch ein verstorbenes Mitglied des VDG Vorstandes.

Zu der Vollversammlung der DFK Vorsitzenden die zum Verband VDG Oppeln gehören, wurden auch die offiziellen Mitgliederzahlen gemeldet.

Region:

Oppeln                 21.400

Schlesien                5.557

Niederschlesien         607

Ermland                  2.500

Pommern                   337

DJDM Jugend         2.700

——————————————–

Mitglieder gesamt   33.101  im Bezirk  des VDG Oppeln

 

Für Niederschlesien:

DFK Waldenburg   124

DFK Breslau            98

DFK Glatz              348

DFK Grünberg         20

DFK Liegnitz            17

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

 

10.3.2026

Der neue Schildbürgerstreich, oder die Digitalisierung.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:56

Nun ist, wie bekannt die Digitalisierung in Polen weit besser als in Deutschland, wo die Ärzte noch mit Fax arbeiten, obwohl nach E-Mail u.s.w. kaum jemand noch ein Faxgerät im Haus hat.

Aber wohl jeder Arzt!!!

In Polen, wo die Digitalisierung viel weiter fortgeschritten ist, die meisten Kontakte per Mail und SMS weitergegeben werden, auch Rezepte ohne Papier mit einer Nr. auf dem Handy zu bekommen sind, passieren auch noch diese merkwürdigen Spielchen unvorbereiteter Sachbearbeiter.

Aktuell von heute:::

Die staatlich anerkannte Finanzbuchhaltung, und nur die ist zum Einreichen der Steuererklärung für den DFK Glatz berechtigt, hat vom Vorstand alle elektronischen Unterschriften, um den Steuerantrag beim Finanzamt einzureichen. Schon dafür haben wir komplett aufgelistet Kasse und Konto mit allen Belegen geordnet geliefert.

Sie hat das noch elektronisch aufgearbeitet und für 3000,- Zloty  Gebühren an das Finanzamt gesendet. Aber die elektronische Unterschrift des Vorsitzenden Horst Ulbrich wurde nicht akzeptiert.

Nach mehreren Versuchen abgebrochen und nach vielen Telefonaten mit der Dolmetscherin Renata Ulbrich wurde festgestellt, die Unterschrift gilt nur für 3 Jahre. Also neu beantragen. Per Computer eingereicht war aber eine physische Kontrolle über das Einwohnermeldeamt gefordert.

Also zum Gemeindeamt! Pass und Identifikationsnummer vorgelegt, aber es wird eine Beglaubigung der Nummer verlangt….Obwohl im Computer bei der eingegebenen Nr. natürlich mein Name und Adresse erschien und ich vor dem Schalter stehe. Aber es wird ein Dokument der Legitimation verlangt, das in die Ablage muss. Also 2 Stock zum Einwohnermeldeamt für ein Dokument in Papierform. Kosten 17,- Zloty, aber die Kasse ist geschlossen. Zum Glück kann meine Frau vom Handy online überweisen.

Dokument der Überweisung per Foto wurde dann von der Dame im Einwohnermeldeamt gedruckt und als bezahlt registriert.

Daraufhin gab es eine Meldebestätigung in Papierform mit der wir wieder in das Untergeschoß zu der Sachbearbeiterin zur Vorlage des Dokumentes vorstellig wurden.

Das wurde nun akzeptiert, 2fach ausgedruckt und von mir unterschrieben hat man die elektronische Unterschrift für weitere 3 Jahre genehmigt.

Anruf bei der Buchhaltung in Glatz , die nun digital meine Berechtigung der elektronischen Unterschrift empfangen und an das Finanzamt weiterleiten konnte. Damit wurden nun endlich mit meiner elektronischen Unterschrift die Unterlagen des DFK Glatz beim Finanzamt akzeptiert.

Der Amtsschimmel der Digitalisierung lässt grüßen!!!

Früher haben wir die Steuerunterlagen selbst ausgefüllt und mit allen Unterlagen beim Finanzamt persönlich eingereicht und dort sofort unterschrieben.

 

Erlebnisbericht Horst Ulbrich

1.3.2026

DFK in Glatz lädt ein.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:01

Unser neuer Informations-Service

Der DFK Glatz stellt wiederholt fest, dass seine „Angebote für Gäste“ den
Besuchern aus Nah und Fern bisher wenig bekannt sind.

Deshalb informieren wir die Leser ab sofort mit einer regelmäßigen
Drei-Monats-Übersicht der offenen Veranstaltungen des DFK in Glatz.

März:

Dieser Service wird ganzjährig, außer den Ferien angeboten.

Samstag von 11 h bis ca. 14 h Treffen für und mit allen Interessierten.

28. März 2026, wie jeden letzten Samstag im Monat: Deutschsprachiger
Gottesdienst mit Pater Marian und dem DFK – Chor im Klarissenkloster Glatz.

April:

Vom 24. bis 26. April ist der Vorsitzende Horst Ulbrich zu einer
Einladung bei der österreichischen Landsmannschaft in Wien.

Von dort haben wir jährlich eine große finanzielle Unterstützung
für unsere Jugendfahrt nach Berlin mit Treffen im Bundestag.

25. April 2026 Deutschsprachiger Gottesdienst
mit Pater Marian und dem DFK – Chor im Klarissenkloster Glatz.

Mai:

Am 9. Mai ist die Verbandsratssitzung des VDG Oppeln
im Eichendorfzentrum  in Lubowitz.
Als Delegierter des DFK Glatz wird Horst Ulbrich daran teilnehmen.

30. Mai 2026 Deutschsprachiger Gottesdienst
mit Pater Marian und dem DFK – Chor im Klarissenkloster Glatz.

Adresse des DFK Glatz: 57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11.
Das Klarissenkloster befindet sich ebenfalls an der gleichen Straße.

Die genauen Termine werden ab sofort regelmäßig mit dieser Drei-Monats-
Vorausschau veröffentlicht und sind auch beim DFK Glatz (Horst Ulbrich) nachzufragen.

E-Mail:  hulbrich75@gmail.com 

Tel. 0048 74 871 4361.   Handy  0049 152 376 856 49 oder 0048 502 908 533

Zu allen Terminen des DFK in Glatz sind Gäste aus nah und fern jederzeit
herzlich eingeladen und willkommen.

15.1.2026

Wiktoria findet ihren Weg:

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

DFK Glatz will Wiktoria dabei auch 2026 helfen

Nein, es ist kein guter Start ins Leben für die kleine Wiktoria:  2004 kam sie im Krankenhaus in Bad Altheide zur Welt, sie besitzt nur einen Beinstumpf und nur den linken Arm – die anderen Gliedmaßen fehlen ihr. Ihre deutschsprachige Mutter hat den Säugling damals wohl aus Verzweiflung im Krankenhaus gelassen und dort zur Obhut übergeben. Sie hat sich weiter auch nicht um ihr Kind gekümmert.

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Doch die kleine Wiktoria hatte Glück im Unglück: Eine Krankenschwester, die sie im Leiden ihrer ersten Jahre begleitete und pflegte, adoptierte dann das behinderte Kind, als es drei Jahre wurde, und gab ihre ganze Kraft für dieses besondere Mädchen. Sie hatte wohl bemerkt, wie viel Stärke und positive Energie in diesem scheinbar so hilflosen kleinen Patienten steckten.  Liebevoll behütet und von großer Fürsorge durch ihre neue Mutter umgeben, fand der Lockenkopf seinen Weg: Zum Kindergarten, zur Schule – ihre Mutter hat sie im Kindergarten und später in der Schule über die Treppen in die Klassenräume getragen, in der großen pause zur Toilette und wieder zurück in den Unterricht, dass aus Wiktoria, entsprechend ihrem Namen, trotz der vielen Behinderungen eine Siegerin werden konnte.                                                                                                                      Diese volle emotionale Zuwendung kostete der Mutter aber auch viel Kraft und Geld.  So wurde schließlich auch der DFK Glatz durch unser Mitglied Mirek aus Rückers auf Wiktorias Schicksal aufmerksam. Zunächst eine Bestandsaufnahme durch den Vorsitzenden Horst Ulbrich, der die schwere Situation der kleinen Familie kennenlernte und alle Mängel notierte und fotografierte und sofort eine Hilfsaktion für das Kind startete.

Zum vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Durch Bekanntmachung im Internet, dem Grafschafter Boten und anderen Zeitungen, sowie dem Malteser Hilfsdienst in Telgte kam die erste Unterstützung zustande. Ein elktrischer Rollstuhl wurde gespendet, aber ein Schlammweg führte zum Haus und dort über 2 Stufen in die Wohnung. Der DFK organisierte Steine über den zuständigen Bürgermeister, Schotter und Bagger von einem Bauunternehmen. Auch unsere Mitglieder halfen beim Anlegen eines trockenen und festen Zugang zum Haus.

           Bei einem der vielen Besuche. Hilfe der Malteser.

Nun konnte Wiktoria über die ebenerdige Garage das Haus erreichen und im Sommer selbstständig zur Schule in der Nähe fahren. 2014, Wiktoria war schon 9 Jahre wurde sie langsam für die Mutter die sie ständig in vielen Anlässen noch tragen musste, zu schwer. Auch die hygienischen Umstände im Haus, sowie die Erreichbarkeit von Toilette und Bad waren mit dem E-Rolli wegen der zu engen Türen im Altbau nicht zu erreichen. Durch die Initiative der Malteser wurde auch die Zeitung in Münster auf das Kind aufmerksam und beim nächsten Hilfstransport war auch ein Reporter dabei, der über das Schicksal in der Zeitung berichtete. Eine große Hilfsaktion wurde gestartet, auch eine Musikschule in Münster hatte bei einer Veranstaltung für Wiktoria 3065,-€ gesammelt. So entstand aus dem Garagentor eine Glaswand mit einer breiten und ebenerdigen Tür. Aus der Garage wurde Wiktorias Zimmer, das sie nun selbstständig erreichen konnte.

   

Der DFK Glatz hat weiterhin überall das Schicksal bekanntgemacht und Spenden gesammelt. Dazu nahm die Mutter einen hohen Kredit auf das Haus auf. Aber so konnte das Bad behindertengerecht umgebaut werden. Eine Wanne, in den Boden eingelassen, kann sie nun ohne Hilfe zum Baden und Duschen selbstständig erreichen. Auch ein höhenverstellbares Waschbecken kann sie nun mit dem verbleibenden Arm in die gewünschte Höhe bewegen.

Für den gesamten Umbau konnten damals ca 40 000,- € gesammelt werden, die je nach Spendeneingang der Familie übergeben wurde. Allen Spendern ein großes „DANKESCHÖN“, insbesondere den Maltesern, der Musikschule Münster, den Lesern des Grafschafter Boten und weiteren Helfern aus Deutschland und Österreich. Trotzdem hat die Pflegemutter noch einen hohen Kredit zu zahlen. Die staatliche Hilfe zum Umbau war lediglich 8000,- Zloty, ca 1800,-€.

Auch Wiktoria und ihre Mutter sind allen deutschen Unterstützern sehr dankbar. Nach erfolgreichem  Umbau hatten wir lange Zeit keinen Kontakt. Als zu Weihnachten 2025 wieder Spenden eingegangen sind habe ich Wiktoria besucht und eine junge Frau, Wiktoria ist nun 22 Jahre alt, empfängt mich an der Tür.

Dank ihrer erfolgreichen Schullaufbahn – bestes Abitur ihres Jahrgangs am Gymnasium studiert Wiktoria nun schon im 3. Semester in Breslau Psychologie. Auch diese Veränderung hat die Mutter mit großem Einsatz ihrer schwerbehinderten Tochter ermöglicht: Beide wohnen nun zusammen im Studentenwohnheim in Breslau weil Wiktoria noch Unterstützung in allen Lebensbereichen benötigt.

Psychologie ist kein einfaches Studium. Vielleicht deshalb hat die Universität Breslau die entsprechenden Lehrveranstaltungen in die oberen Stockwerke des ehrwürdigen historischen Gebäudes gelegt, zu denen es aber bisher keinen Aufzug gibt. Nicht nur ich war zu Tränen gerührt, dass die Mutter an jedem Studientag ihre Tochter zwei Stockwerke hoch in den Hörsaal trägt und dann wieder zurück, um Wiktoria das Studium zu ermöglichen.

Auch die Universität hatte ein Einsehen und baut derzeit tatsächlich – vielleicht wegen Wiktoria? – einen Fahrstuhl in das Gebäude. Zum Semesterbeginn 2026, also nicht mehr fern, soll der Fahrstuhl fertig sein. Dann kann Wktoria mit ihrem elektrischen Rollstuhl die Vorlesungen ohne Hilfe in den höheren Stockwerke erreichen.

Am PC hat sie unglaubliche motorische Fähigkeiten entwickelt: Sie schreibt mit den Fingern ihrer einen Hand sehr viel schneller als viele andere, die mit zehn Fingern schreiben. Sie ist eine wissbegierige, erfolgsbetonte junge Frau geworden. Dennoch bleibt ihr großer Traum, nun, da sie ausgewachsen ist, endlich eine Prothese für den fehlenden rechten Arm zu bekommen. Jedoch kann die Mutter die Zuzahlung, die dafür in Polen erforderlich ist, allein nicht leisten, wie sie mir versichert hat.

So brauchen Wiktoria und ihre Mutter auch weiterhin Zuwendungen und finanzielle Unterstützung. Besonders sollten wir Wiktorias großen Traum der Prothese als rechten Arm unterstützen. Das wird im lebenspraktischen Bereich eine große Hilfe sein. Helfen Sie weiterhin Wiktoria auf ihrem Weg?!

     Letzter Besuch Weihnachten 2025.

Vielleicht finden wir in Deutschland auch eine Klinik, die alle Maßnahmen und Operationen für die Anpassung der Prothese bei Wiktoria kostengünstig durchführt? Jedenfalls sind wir derzeit ebenfalls auf der Suche nach einer solchen Klinik.         Alle die Wiktoria kennen gelernt haben sind von ihren Fortschritten und ihrer Entwicklung begeistert; wir sehen aber auch den großen materiellen Bedarf, den die Mutter allein unmöglich abdecken kann.

Wiktoria ist die große Ausnahme einer ehemals hoffnungslosen Situation, die zu einem selbstständigen Leben und eigenem Beruf kommen kann.

Wiktoria hat ein Kämpferherz und sie wird bei einer solch aufopfernden Mutter eine gute Psychologin. Vielleicht gelingt es auch, sie einmal sie zu einem Urlaub einzuladen, oder den Beiden eine gemeinsame Freizeit zu organisieren. Die Mutter hat alle Orden dieser Welt verdient und wirkt so erfolgreich  im Verborgenen für einen Menschen, der ohne sie keine Chance im Leben hätte. Ich habe die allergrößte Hochachtung vor dieser Frau.

Ja, Wiktoria bleibt eine große Aufgabe für unsere sozial engagierten Mitglieder, Freunde und Partner. Deshalb bitten wir als Vorstand des DFK alle unsere Mitglieder, Freunde, Förderer und Partner auch 2026 wieder um ihre Unterstützung und ihre Spende für Wiktoria.

Wer unser Engagement für Wiktoria unterstützen möchte:
Konto Schlesienhilfe,   DE02 4945 0120 111 255 1179     Stichwort Wiktoria

Schon jetzt, auch im Namen von Wiktoria und ihrer Mutter ein herzliches „Vergelts Gott“!

DFK Glatz, Horst Ulbrich

 

2.1.2026

Zum Neuen Jahr.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:35

Zum Neuen Jahr –
wir starten sofort wieder am 03. Januar!

Zu Beginn des Neuen Jahres wünschen wir allen Mitgliedern des DFK, unseren vielen Freunden sowie ganz besonders den Förderern und Unterstützern in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz .

Viel Erfolg, alles Gute und positive Erfahrungen
bei allen Aktivitäten in der Heimat und auch sonst 2026!

Der DFK lebt mit Ihnen und Dank Ihnen –
wir bleiben in der Heimat aktiv.

Ja, Kultur und Tradition unserer Grafschaft Glatz leben und lassen sich erleben – auch 2026.

Umso lieber laden wir an jedem Samstag ab ca. 11 h bis ca. 14 h in unsere Geschäftsstelle in.Glatz ein.

Auch schon am Samstag, 03. Januar 2026 geht es dort mit Gesprächen und Planungen weiter –

Der DFK lädt auch 2026 ein!

Viele liebe Grüße

Peter Becker

22.12.2025

DFK offen auch am Samstag 27.12. 2025

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:54
DFK Glatz – auch „zwischen den Jahren“ für jedermann geöffnet

Der DFK Glatz ist ganzjährig aktiv. Deshalb laden wir alle Interessenten
herzlich ein zu unseren regelmäßigen Treffen am Samstag – nun auch
„zwischen den Jahren“:
Auch am Samstag, 27. Dezember, von 11 h bis ca. 14 h 
werden wir uns über aktuelle Themen austauschen und bestimmt auch
Rückblick auf die dann zurückliegenden Festtage 2025 halten.
Übrigens: Schon steht die nächste Unternehmung des DFK an.
Unser rührige Chor unter Leitung von Ilse Hirschner wird am
letzten Dienstag des Jahres wieder im Schloss Fürstenstein (Ksiaz)
bei Waldenburg am Treffen der Chöre teilnehmen.
Ein weiteres Zeugnis, wie sehr die deutsche Kultur auch gegenwärtig
im Glatzer Land und in Schlesien gelebt und gepflegt wird.
Es berichtet Peter Becker.

19.12.2025

Weihnachtsfest des DFK Glatz e.V.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:34

Am Samstag 13. Dezember und Vorabend des 3. Advent haben wir unser Weihnachtsfest des Vereins gefeiert.

In diesem Jahr im kleineren Rahmen und ohne Den DFK Waldenburg zu denen eine große Verbundenheit besteht. Viele Feste feiern wir gemeinsam, denn in den schwierigen Zeiten müssen wir uns gegenseitig unterstützen.

In diesem Jahr hatten wir zu einer größeren Veranstaltung keine Finanzen und so haben trotzdem über 40 Mitglieder teilgenommen.

   Zum Vergrößern bitt auf die Bilder klicken.

Wir begannen traditionsgemäß mit einem deutschen Gottesdienst in der  Klosterkirche der Klarissen. Unser Chor, unter der Leitung von Frau Ilse Hirschner begleitete die Messe musikalisch. Danach nur einige Schritte zum Gemeindezentrum in unserer Straße, wo unsere Helfer schon Tischdekoration und Verstärkeranlage vorbereitet hatten. Da viele ältere Mitglieder einen weiten Weg von Kudowa oder Habelschwerdt hinter sich hatten, gab es zunächst ein deftiges Mittagessen.

Bei Glühwein und Plätzchen von einem treuen, fördernden Mitglied aus Berlin, sorgten die Glatzer Sänger für die richtige Weihnachtsstimmung. Natürlich gab es bei den meist älteren Mitgliedern, die nur noch selten teilnehmen können, auch viel zu erzählen. Zu Kaffee und Kuchen berichtete der Vorsitzende über die geplanten und durchgeführten Projekte im Jahr und über die Zukunftsaussichten, da institutionelle Förderung abnimmt und eine Beantragung der Fördergelder auch immer komplizierter wird. Zum Glück haben wir immer noch unsere fördernden Mitglieder, die oft auch dann finanziell helfen, wenn es sonst keine Aussicht zur Durchführung unserer Projekte geht. So hoffen wir, auch im nächsten Jahr mit unserer Jugend wieder am Kirchweihfest in Königswusterhausen bei Berlin teilnehmen zu können.

   Bitte auf die Bilder klicken.

Zum Abschluss, und nach gemeinsamen Weihnachtsliedern gab es auch kleine Geschenke für alle. So gingen wir gegen 18 Uhr auseinander und unser Fahrdienst brachte Mitglieder, die nicht mehr so mobil sind, mit dem Auto nach Hause. Zum Abräumen der schönen Dekoration, Abwasch und Verladen der Musik u.s.w. sind immer hilfreiche Hände dabei, um den Saal wieder ordentlich zu verlassen, denn der ist in diesem Jahr Dank E U Projekt noch kostenlos und ganz in der Nähe der Kirche und unserer Geschäftsstelle des DFK Glatz.

 

Bericht

Horst Ulbrich

16.12.2025

Rechenschaftsbericht 2025 für Mitglieder und Sponsoren. 

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:17

Und wieder ist ein Jahr vorüber mit schönen, aber auch schlechten Erlebnissen. Also wie immer.

Zum Glück werden unsere Deutschlehrer über ein Projekt „Lernraum“ des VDG direkt aus Oppeln bezahlt und ich bin mit dieser  Beantragung und Abrechnung wenigstens teilweise entlastet. Glücklicherweise hat sich auch unsere Jugendabteilung unter der Leitung von Amelia Patzwald gut entwickelt. Durch unsere guten Kontakte zur Landsmannschaft in Österreich und deren finanzielle Unterstützung werden wir mit den Jugendlichen im Juli 2026 nach Berlin fahren können.

Auch der Kontakt zu einer Bundestagsabgeordneten ist positiv und sie wird uns im Bundestag empfangen und den Jugendlichen  die dortige Arbeit näherbringen. Wir werden auch am Kirchweihfest der kath. Gemeinde in Königs Wusterhausen teilnehmen, die uns immer wieder materiell und finanziell unterstützen. Bedanken möchten wir uns auch bei den großen Transporten des Sozial-Ehrenamtlichen Vereins Ostfriesland  die mit LKW 40 to. jedes Jahr in die Grafschaft kommen und uns großzügig mit Lebensmitteln und vor allem auch Süßigkeiten für die Kinderheime bringen. In dem Projekt unserer Sozialbetreuung eine ganz große Unterstützung auch für sozial Schwache. Die Großtransporte der Fa. Pollok haben uns in diesem Jahr nicht erreicht. Aber wie bekannt, konnten wir mit deren Unterstützung über 230 Pflegebetten an das Krankenhaus Scheibe liefern. Dort gab es bis Dato noch Betten mit Nachtschrank und einer genieteten Plakette mit der Aufschrift Deutsches Reichspatent. Für sozial Schwache haben wir immer noch über 50 E-Betten in der ständigen Ausleihe. Der Malteser Hilfsdienst hat auch in diesem Jahr wieder 3 Spezialbetten geliefert, sowie Pampers und Hygienemittel.

Ja, unser Sozialprogramm macht viel Arbeit, ist aber mit der Unterstützung sehr erfolgreich.

Das hat auch zu einem guten Verhältnis zur Bevölkerung und der Verwaltung beigetragen.

Leider in Deutschland immer noch zu wenig bekannt sind unsere Bemühungen deutsche Kultur nicht nur zu pflegen, sondern weiter in der Heimat bekannt zu machen.

Unter den, von den Russen vertriebenen und nun in Niederschlesien ansässigen Polen gibt es großes Interesse an der Geschichte unserer alten und ihrer neuen Heimat und unserer Zusammenarbeit.

Seit Beginn unserer Neugründung der „Deutschen sozial-kulturellen Gesellschaft Glatz e.V.“ in 2010 geben wir uns Mühe zur Aussöhnung zwischen den Völkern denn nur das hat Zukunft. Dazu haben wir in diesem Jahr unser 15. Jubiläum nach Neugründung gefeiert. Es gab auch 2 Auszeichnungen mit Orden, vom polnischen Innenministerium und dem Niederschlesischen Landtag für unser Engagement in der Heimat unserer Eltern.

Weitere gemeinsame Projekte:

Wir beteiligen uns seit Jahren an der Planung und Durchführung des Reimann Festivals damit der berühmte deutsche Komponist nicht in Vergessenheit gerät. Auch mit einer Kostenbeteiligung von 5000,- PLN, die wir bisher durch private Spenden finanzieren konnten.

Unsere Bemühungen zur Verbreitung und Förderung  der deutschen Sprache in den Schulen hat große Erfolge. Jedes Jahr im November veranstalten wir für die hiesigen Schulen einen Wettbewerb deutscher Lyrik. Zu dem Wettbewerb in diesem Jahr haben sich wieder über 50 Kinder aus den Schulen bis nach Breslau angemeldet. Ein großer Erfolg die Jugend für unsere Sprache und deutsche Dichtkunst zu begeistern.

Denkmal und Grabpflege in der Heimat können nur wir leisten.

Da habe ich, nach meiner Anfrage und Vorschlag, seit einiger Zeit Differenzen mit der Stiftung Grafschaft Glatz. Aber sind unsere Bemühungen in der Heimat nicht mehr gewollt? Sollen wir mit dem Ende der Kriegserlebnisgeneration der Heimatvertriebenen in Deutschland auch aufgeben? Wir haben die besten Voraussetzungen die Heimatpflege für unsere Eltern weiter zu führen.

Schon vor einiger Zeit haben sich polnische Historiker an uns gewandt, um unsere schlesische Mundart nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, und das hat uns total überrascht.

Natürlich auch mit der Anfrage einer Kostenbeteiligung und da sind wir bei allen Projekten seit langer Zeit in Finanzierungsnot.

Um nicht sofort absagen zu müssen habe ich die Abnahme von 20 Büchern zugesagt, falls das Projekt überhaupt gelingt.

Zu unserer großen Überraschung hat die „Stiftung zur deutsch-polnischen Zusammenarbeit“ die vorläufige Finanzierung übernommen und es ist ein sehr schönes,  illustriertes Buch mit Gedichten in unserer schlesischen Mundart entstanden.

Alle Gedichte sind auch auf Polnisch übersetzt und das trägt zum Verständnis der Polen für unsere schlesische Muttersprache bei. Zur Buchvorstellung am 30.August habe ich daraus Gedichte in schlesischer Mundart  vortragen, natürlich auch mit Gedichten unseres geliebten Erhard Gertler. Bei einer weiteren Veranstaltung zur Erhaltung unserer schlesischen Mundart hat der Vizevorsitzende Heinz-Peter Keuten den DFK Glatz vertreten, auch noch einmal Bücher dazugekauft.

Nun habe ich unsere Zusage eingehalten und 20 Bücher für 1500,- PLN übernommen und gezahlt. Wir können die Bücher für 19,50 € oder 80,- Zloty verkaufen.

Bei Interesse bitte um Info, wir senden das Buch per Post.

Zahlung Ko: Schlesienhilfe  im Briefkopf.

Wer hätte eine solche Wendung erwartet, wo in Deutschland die Heimatpflege und unsere Mundart ein Ende nimmt.

Wir können nur soweit tätig sein wie unsere Sponsoren in Deutschland noch mitfinanzieren können und das sind, zur Zeit noch  Leser des Boten und „ Neues aus Schlesien“ im Internet. Deshalb bin ich so aktiv, mögen unsere Gegner in Deutschland wenigstens das anerkennen.

Ich habe auf meinen Artikel: „In eigener Sache“ Zustimmung vieler Leser bekommen, aber auch Kritik aus der Stiftung Grafschaft Glatz. Ich wünsche mir immer noch eine bessere Zusammenarbeit und eine zeitgerechte Beurteilung der Situation in Deutschland.

Wir sind der Heimat Schlesien verpflichtet und  beim DFK Glatz in der Lage das zu leisten.

Ich bitte wieder den Jahresbeitrag von 20,- € auf das

Ko. DFK Glatz DE76 4945  0120  1112  5528  54 zu überweisen

 

Spenden für Sozialarbeit, Grab- und Denkmalpflege und Kulturarbeit bitte auf

Ko. Schlesienhilfe  DE02 4945 0120 1112 5511 79

Allen ein frohes Weihnachtsfest und vor allem Gesundheit im neuen Jahr.

 

Horst Ulbrich

 

 

Oh Du fröhliche……

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:12
 
„Oh Du fröhliche…“ schon am Samstag vor Weihnachten
 
Nach dem gut besuchten „Weihnachstag des DFK“ am letzten Samstag geht es locker
und entspannt weiter mit dem gemütlichen Beisammensein in Glatz:
Für Samstag, 20.Dezember, sind alle Weihnachts-Fans und Muffel eingeladen, ab 11 h bei Glühwein
und winterlichen Spezialitäten Erfahrungen und Tipps für die Weihnachtstage auszutauschen.
Geschichten und Erinnerungen tragen ihren Teil dazu bei, dass Körper und Geist sich in diesen
Stunden wohl fühlen werden – „Oh Du fröhliche Zeit“ soll für alle Anwesenden gelten.
Wo: Natürlich beim DFK, ul. lukasienskego
Wann: Ab 11  bis ca. 14 h oder länger
Mitzubringen: Nichts außer guter Laune
Versorgung: Gibt es bestimmt!
Geschenke: Gab es schon letzten Samstag.
Der DFK lädt ein.
Freundliche Grüße

Peter Becker

15.12.2025

Die Glatzer Mundart lebt – eine bemerkenswerte Veranstaltung in Kłodzko

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:59

Pauersch und Polnisch im November in Glatz: 

Der rührige Verlag Pressforum aus Altheide Bad veranstaltete am 22. November 2025 in Glatz/Kłodzko eine bemerkenswerte Konferenz zur Glatzer und schlesischen Mundart. Anlass war eine weitere Vorstellung des deutsch-polnischen Buches „Ze starego kufra („Aus dem alten Koffer“) mit dem Untertitel: „Wie es früher üblich in der Grafschaft Glatz und in Niederschlesien war“ – s. auch Blog vom 02. September 2025: Texte und Gedichte in Deutsch und Polnisch.

  Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Nachdem der Verleger Zbigniew Franczukowski gemeinsam mit der Autorin Joanna Kraczkowska Intentionen und Inhalt des neuen Werkes vorgestellt hatte, machte Peter Becker, übersetzt und unterstützt von Heinz-Peter Keuten (beide DFK Glatz) die Bedeutung des Dialekts aus germanistischer Sicht deutlich.

Dialekt bzw. Mundart, die in der Gegenwart eindeutig wieder an Wertschätzung gewinnen, stehen u.a. für die klare Absicht, „anders“ als Hochdeutsch zu sprechen und dabei mutig die eigene Sprachvariante auch öffentlich anzuwenden. In dieser lebendigen Kommunikation werden durch die besondere Sprache Identität, Heimatbewusstsein und regionale Tradition erhalten und anschaulich vermittelt – und genau damit sind zentrale Themen des Erhalts des Glatzer und des schlesischen Erbes in Gegenwart und Zukunft angesprochen.

Für die weitere Diskussion formulierten die beiden DFK-Vertreter die drei Fragen:

– Ist die „Glatzer Mundart“ eine schlesische Mundart?

– Oder lebt in der Glatzer Mundart der Gedanke der Grafschaft Glatz weiter?

– Sprechen wir heute „Pauersch“ im Glatzer Bergland?!

Der Abschluss im Glatzer Pauersch: „Vielen Dank on hoot an schiin’n Noochmettich doohier ei Glootz“, geäußert durch Heinz-Peter Keuten, führte dann die Konferenz vom Allgemeinen zum Konkreten des Glatzer „Pauersch“.

Um die Praxis der Mundart vorzuleben, folgte zunächst ein besonderer Höhepunkt der Veranstaltung: Heinz-Peter Keuten und sein Kollege Janusz Kobryń aus Habelschwerdt – einer der wenigen (vielleicht der einzige?) in der Grafschaft wohnenden Polen, die den deutschen Grafschafter Dialekt fließend sprechen (!), trugen in Glatzer Mundart als Zwiegespräch Texte und Gedichte aus dem neuen Buch vor, u.a. das bekannte Gedicht „Die Huxt eim Aprille”. Der reiche Beifall der ca. fünfzig Anwesenden belohnte Mut und Können der Mundart-Experten.

                                              

Sodann griff die Moderatorin des Nachmittags, Agnieszka Wideł aus Habelschwerdt, dankbar die genannten drei Fragen auf. Die lebhafte Diskussion in polnischer Sprache veranschaulichte das große Interesse am Glatzer Erbe auch in der Gegenwart. Dabei waren sich Deutsche und Polen einig: Der Erhalt der spezifischen Eigenheiten der einstigen Kultur der Grafschaft Glatz stellt in Gegenwart und Zukunft eine wichtige Aufgabe aller Kulturinteressierten dar, in Polen wie in Deutschland. Der anwesende Lokalpolitiker Adam Łąski unterstrich in diesem Zusammenhang die Bedeutung der reichen Kulturgeschichte des Glatzer Landes für die touristische Förderung der Region.

Die Anregung, in Zukunft einen Gesprächskreis z.B. in Form von Online-Meetings einzurichten, um Pauersch lebendig zu erhalten und an künftige Generationen weiterzugeben, beendete diesen Nachmittag, der einmal mehr Deutsche und Polen mit gemeinsamen Interessen zusammengeführt hat.

Die Autorin und der Verleger mussten im Anschluss zahlreiche Exemplare des neuen Buches mit einer Widmung und Unterschrift signieren. Das Werk, das auch direkt und günstig beim DFK zu erwerben ist, wird in diesen Wochen vermutlich auf etlichen Gabentischen seinen Platz finden.

Verfasst von Peter Becker (Berlin / Altheide Bad) und Heinz-Peter Keuten (Wölfelsdorf)

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