Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

22.1.2017

Karneval beim DFK Glatz 2017

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:01

Ein jährlich stattfindendes Fest, dass vom deutschen Konsulat in Oppeln finanziell unterstützt wird, um unsere deutschen Traditionen zu bewahren.

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Karneval in Schlesien, früher Fasching genannt hatte in deutscher Zeit Tradition. In der Zeit des Kommunismus wurde daraus eher eine elegante Tanzveranstaltung mit Anzug und Krawatte. Wir haben in unserer Gemeinschaft nun den Wandel zu einem Kostümfest alter Tradition geschafft.

      

Wir begannen in der Reaktiwierungsphase des DFK vor Jahren wieder einen Kostümball zu organisieren. Zunächst mit mäßigem Erfolg, aber mit der heutigen Truppe sind die Feste ein Highlight des Jahres. Hatte ich doch gedroht, wer nicht kostümiert erscheint, mit Omas alten Schlüpfern zu verschönern. Aber so kamen, bis auf Einzelne, zu denen meine Drohung nicht durchgedrungen war, alle mit Perücken und Kostümen und wir hatten am 21.1. unsere bunte Karnevalsveranstaltung. Natürlich hatten unsere Sänger auch Texte alter Rheinlieder dabei und es wurde viel gesungen.

      

So schallte es mit „Glatzer Mädchen, Glatzer Jungen sind dem Herrgott gut gelungen“, oder „Warum ist es in Glatz so schön“, bis in die Morgenstunden. Etwas gewöhnungsbedürftig war für mich die Einladung zum Drink. Im Schnapsglas ¾ Wodka, ein wenig Himbeersirup und 1 bis 3 Tropfen Tabasko. Das auf einmal in den Mund, etwas vermischen und herunter damit…

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Na ja, überlebt habe ich es ja, werde nächstes Jahr wieder Wein trinken.

Wir waren gegen drei Uhr endlich zu Hause, müde vom Tanzen und mit rauer Stimme vom Singen.

Bericht

Horst Ulbrich

 

Chinesische Oper im Schloss Kunzendorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:48

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Gerade am Nachmittag aus Deutschland zurück, mit einem Riesenstau auf der Autobahn bei Dresden, überraschte mich meine Frau mit der Nachricht, wir hätten eine Einladung zur Chinesischen Oper im Schloss Kunzendorf, das renoviert und zu einem schönen Hotel ausgebaut wurde.

Ich war fertig von der Fahrt, aber eine Veranstaltung nur für geladene Gäste mit dem chinesischen Botschafter sollte man nicht auslassen.

Also duschen, Anzug und los geht es in den Winterabend. Dort gab es, nach der Begrüßung des Botschafters, einiger anderer, wichtiger Herren und des Schlossbesitzers, dann auch ein farbenfrohes Stück mit Kampfszenen und viel Akrobatik. Nur die Geräuschkulisse des Orchesters mit allerlei Schlag – und Streichinstrumenten, in einer gerade noch zu ertragenden Lautstärke, war schon gewöhnungsbedürftig.

      

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Nach der Veranstaltung traf ich auch Herrn Schoenberg und er lud uns zu Kaffee und Besichtigung ein. Sein Schloss in Pischkowitz soll nun fertig renoviert sein, ich werde später berichten. Schon in 2015 hatte ich vom Tag der offenen Tür, während der Renovierung damals, hier berichtet. Eifrige Leser meiner Seite können unten links, bei older posts zurückblättern.

Wir waren damals sehr froh, dass jemand das Schloss retten wollte und aus der Ruine wieder ein Vorzeigeobjekt macht. Das scheint nun gelungen, Herr Schoenberg wohnt schon dort, wenn er in Polen ist.

Zum Glück sind in der Grafschaft schon einige Schlösser vor dem Verfall gerettet worden. Auch das Schloss in Kamenz ist aus einer Ruine wieder zu einem sehr schönen Schloßhotel geworden. Vielleicht möchten einige der Leser mal im Schloss übernachten, zu weiteren Informationen bitte bei mir melden.

Bericht

Horst Ulbrich

30.12.2016

Und noch eine Veranstaltung im alten Jahr.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:23

  Schon vor Monaten hatte uns der DFK Waldenburg zum Konzert am 29.12. nach Bad Salzbrunn eingeladen. Nun ist Frau Stempowska mit ihrem DFK schon bekannt für die gut organisierten Chortreffen Beati Koantoris. Darüber hinaus  sorgt sie immer wieder für Konzerte für uns Deutsche, aber auch für die gesamte Bevölkerung.

Durch Verzögerung mit dem Autobus kamen wir gerade noch pünktlich zum Beginn des Konzertes und mussten auch sofort im Galopp auf die Bühne. Zunächst begrüßte die Vorsitzende Doris Stempowska alle Gäste und danach sang unser Chor aus Glatz abwechselnd mit dem Chor Freundschaft des DFK Waldenburg zwei Strophen des Liedes Sille Nacht.  Danach wurde der ganze Saal aufgefordert  auf Polnisch „Cicha Noc“ , gleiches Lied in Polnisch, die erste Strophe zu singen und alle machten mit. Ein sehr schöner Auftakt zu einem Chorkonzert.

                                                                                                     

Danach sangen wir unser Weihnachtsrepertoire, standen wir doch schon auf der Bühne. Begleitet hat uns natürlich wieder Marek Knopinski unser Chorleiter und da er ja am Flügel spielen musste hatte der Ersatzdirigent wieder seinen Auftritt. Leider war der Techniker des Kurtheaters  nicht da und wir benötigten zu unserem neu einstudierten, mit eigenem Text versehenden lustigen Teil unserer Liedauswahl, einen Computeranschluss für den Verstärker. So werden wir dem DFK Waldenburg unseren letzten Beitrag erst zum Frühlingsfest präsentieren.

Nach uns sang der Chor Freundschaft mit gewohnter Brillianz, mit der Unterbrechung der Jugend vom DFK Waldenburg, die deutsche Weihnachtslieder vortrugen.

Als dritter Chor war aus der Stadtkirche der Chor Milenium auf der Bühne und sang unter anderen polnischen Liedern auch ein deutsches Weihnachtslied. Am Ende bedankte sich der anwesende Bürgermeister mit Blumen bei Frau

Stempowska für die schöne Aufführung, mit der Bitte, doch bald wieder ein Konzert zu organisieren. Auch sie bedankte sich bei den vielen Gästen und lud zum Kuchenbuffet im Eingang zum Theater. Dem Run haben wir uns nicht angeschlossen, sondern sind in die sogenannten Katakomben des Theaters hinter der Bühne gegangen und da wurde es richtig lustig. Hatte der Glatzer Vorsitzenden doch wieder für Wurst, Brot und Getränke gesorgt.

                      

Auf der Rückfahrt wurden dann schon mal die Karnevalslieder geübt und nach einigen Kilometern wurde der Bus zu einer Toilettenpause angehalten. Im Restaurant besetzten unsere Chormitglieder sogleich den Raum im Kellerbereich. Dort tranken wir unser Abschlussbier und die Damen Glühwein. Mit Gesang ging es dann weiter nach Glatz und alle umarmten sich zum Abschluss. Sehen wir uns doch Sylvester schon wieder im Pilgerheim in Albendorf. Dort war der Saal günstig zu mieten, alles andere wird mitgebracht und wir freuen uns auf eine schöne Feier…. Natürlich wieder mit viel Gesang.

Bericht

Horst Ulbrich

 

26.12.2016

Letzte öffentliche Einladung des DFK Glatz vor dem Fest.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:27

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Der zweite Vorsitzende des Niederschlesischen Landtages Julian Golak hatte zum jährlichen internationalen Treffen in der Vorweihnachtszeit in das Restaurant auf der Hohen Eule geladen. Eine traditionelle Veranstaltung mit Teilnehmern aus  Politik, Kirche und anderen Institutionen, auch wieder Künstler, die mit Musik und Gesang zum Gelingen des Festes beitrugen. Andere Künstler stellten ihre Bilder aus oder trugen Gedichte und Geschichten vor.

Es war am 21.12.für uns die letzte öffentliche Einladung vor dem Fest und eine sehr interessante zugleich. War der DFK Glatz doch schon einige Male zu der Feier eingeladen, so haben wir, wegen der wechselnden Gäste, auch dieses Mal von deutschem Brauchtum in der schlesischen Heimat der Vertriebenen Deutschen berichtet.

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Es  waren Gäste aus Polen, Tschechien, Deutschland, der Ukraine sogar aus Kanada geladen, und auch eine Jugendgruppe aus der Ukraine war dabei, die eine Weihnachtsgeschichte vorgetragen haben. Es gab, nach der Begrüßung des Gastgebers, auch viele Berichte über das weihnachtliche Brauchtum der Länder. Bei einem traditionellen polnischen Weihnachtsessen mit verschiedenen Fischsorten, Pirogi, Krautrolladen und vielem mehr wurde auch viel diskutiert. Die derzeitige politische Lage war eins der wichtigen Themen.  Einige Gäste bekamen zum Ende auch noch Geschenke des Gastgebers, mit guten Wünschen für das nahe Weihnachtsfest. Bei der Verabschiedung haben  wir uns gegenseitig weiterhin gute Zusammenarbeit gewünscht, sind wir doch seit vielen Jahren gute Freunde.

Bericht

Horst Ulbrich

        

19.12.2016

Konzert im renovierten Schoss Eisersdorf.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:10

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In das Schloss in Eisersdorf hatte uns das Niederschlesische Musikfestival am 18.12. zu einem festlichen Konzert eingeladen. Na ja, eigentlich bin ich dort so eine Art Mitglied, denn bei der Neubeziehung der Verwaltungsräume vor zwei Jahren hatte man mich wie auch drei andere anwesende Gäste gebeten, eine Schraube der Tafel neben der Eingangstür einzudrehen. Ich vermutete die Ehre sei mit einer Spende verbunden, aber nein, irgendwie bin ich nun integriert mit der Aufforderung zur Mitarbeit.

Nun ist unsere Vorweihnachtszeit beim DFK mehr als arbeitsreich, so ist Kunst und Musik ein schöner Ausgleich. Bei starkem Schneetreiben hatten wir nicht mit so vielen Gästen gerechnet, aber auch der zweite Saal war gut gefüllt, als wir ankamen. Nun ist man es langsam gewohnt in der ersten Reihe zu sitzen, aber bei der Enge hätte ich auch den Musikern beim Umdrehen der Notenblätter helfen können.

Das Konzert begann mit verschiedenen Interpreten mit Werken von Bach und Vivaldi, bis dann unsere Magdalena, eine sehr gute Mezzosopranistin (das habe ich aus dem Internet), polnische Weihnachtslieder vortrug. Sie wurde von ihrem Mann auf dem Konzertflügel begleitet. Magdalena ist im Laufe der Jahre eine gute Bekannte geworden und ich war total überrascht, als sie in unsere Nähe kam und „Stille Nacht“ auf Deutsch gesungen hat. Musik, die zu Herzen geht, ist hier wohl der richtige Ausdruck, und ich habe mich am Ende des Konzertes noch einmal persönlich bei ihr bedankt.

Ein wunderbares Konzert in einem schönen Konzertsaal des Schlosses.

Bericht

Horst Ulbrich            Bilder zum Vergrößern anklicken.

Einladung zur Schulveranstaltung in Eckersdorf zum Thema Europa.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 23:03

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Eine der vielen Einladungen vor Weihnachten 2016 war in die Gesamtschule in Eckersdorf. Zu vielen Schulen in und um Glatz pflegt der DFK Glatz gute Kontakte, so ist auch die Verbindung nach Eckersdorf und die Integration behinderter Kinder eine unserer sozialen Unterstützungen. Zu Beginn wie immer der „Appell“ mit Singen der Schulhymne. Der Direktor begrüßte die Ehrengäste und die Landrätin konnte bei ihrer Begrüßung auch einen Neubau der Turnhalle bekanntgeben und alle Anwesenden spendeten ihr viel Beifall.

In den Klassen wurden in diesem Schuljahr Themen zu Europa behandelt und einstudiert. Am 13.12. gab es dann eine Vorstellung zum Thema Integration. Ein weitreichendes Thema zur Integration der Länder in Europa für die höheren Klassen und das Zusammenleben mit Behinderten und Nichtbehinderten bei den kleineren Kindern, da auch in der Gesamtschule behinderte und nichtbehinderte Kinder, soweit möglich, gemeinsam unterrichtet werden.

Eingeladen waren Repräsentanten der Gemeinde und der Schulverwaltung in Glatz, der Kirchengemeinde und des DFK Glatz. Meine Frau und ich waren die einzigen Deutschen und  hoch erfreut, dass das Thema Deutschland besonders intensiv behandelt wurde. So wurden die Kinder zu den deutschen Bundesländern gefragt, deutsche Dichter, Denker und Nobelpreisträger vorgestellt und ich habe mich gefragt, ob in deutschen Schulen in der vierten Klasse diese Themen auch so intensiv behandelt werden. Ein abwechslungsreiches Programm, bei dem sich natürlich alle Kinder präsentieren wollten, was bei den Erstklässlern mit viel Nervosität verbunden war – aber die Lehrkräfte konnten dennoch Ordnung in die eingeübte Vorstellung bringen.

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Nach dem Programm gab es für die Gäste noch Kaffee und Kuchen in einem Klassenzimmer und ich habe mit der Landrätin über die Zukunft des Eckersdorfer Schlosses gesprochen, wie schon so oft. Auch die Renovierung des Denkmals vor der Kirche haben wir geplant und ich hoffe mit der Hilfe von Helmut Sauer, ehem. Mitglied des Bundestages und Vorsitzender der Ost- und Mitteldeutschen Vereinigung, Gelder zur Erhaltung des Denkmals aus Deutschland zu bekommen.

Bericht

Horst Ulbrich

17.12.2016

Jahresabschluss 2016 DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:09

 

Liebe Freunde dieser Seite,

wieder ein turbulentes Jahr, wie die Jahre davor, nur noch extremer.

Wir arbeiten nun in drei Büros. Büro beim DFK in Glatz, aber die Hauptarbeit zu Hause, wo meine Frau die Sozialarbeit und ihre eigenen Projekte der „Konsolidierung der Begegnungsstätten“ in ihrem Zimmer verwaltet, ja und ich mit der Gesamtorganisation des DFK. Finanzielle Unterstützung beantragen, Betreuung der Sponsoren (das heißt u.a. um Spenden für nicht finanzierbare Projekte bitten), Mittel beim Konsulat beantragen, die nie zur Gesamtfinanzierung der Projekte ausreichen, unsere Ortsgruppe DFK Kudowa unterstützen, und die Betreuung des Wittig-Museums in einem weiteren Büro. Wir schreiben uns gegenseitig E-Mails im Austausch der Informationen, auch in ständigem Austausch mit dem Schatzmeister Heinz-Peter Keuten und dem Organisator unserer deutschen Gottesdienste, Jochen Straube. Dem Internet sei Dank!

Einige unserer Projekte seht ihr hoffentlich regelmäßig hier  in meinem BLOG.

blog. grafschaft-glatz  (Neues aus Schlesen)

Dort schreibe ich immer, wenn Zeit ist.

 

Deshalb möchte ich hier nur auf einige wichtige Ereignisse des Jahres 2016 aufmerksam machen.

  1. Im Oktober hatten wir den dritten und größten Hilfstransport für das Krankenhaus in Glatz, Kinder-und Altenheime, die Schule für behinderte Kinder und natürlich unser Zentrallager in Schwenz, aus dem wir nach Bedarf von Gehhilfe über Rollstühle bis zu Pflegebetten an unsere Mitglieder kostenlos ausleihen.

Herr Pollok war zum dritten Mal mit zwei seiner 40-Tonnen-Lkw und einem weiteren Lkw zum Umladen auf den Parkplatz am Krankenhaus Glatz gekommen. Dazu waren die Malteser zeitgleich und zum fünften Mal mit einem Hilfstransport in diesem Jahr bei uns. Am Parkplatz wurde für das Krankenhaus ab- und in die kleineren Lkw zum Weitertransport umgeladen, denn mit den großen Transportern kann man nicht überall in der Stadt stehen und abladen. Eine logistische Herausforderung, und ich möchte hier noch einmal ganz herzlich Herrn Pollok und den Maltesern für ihre Unterstützung danken. Wir organisieren das, um unsere Kranken und Bedürftigen, aber auch Institutionen vor Ort zu unterstützen. Allein für das Krankenhaus in Glatz wurden außer normalem Krankenhausbedarf in drei Transporten ca. 140 Pflegebetten geliefert, die dringend zu ersetzen waren. Danken möchte ich auch den Kirchengemeinden aus Bukow und Königswusterhausen, die jährlich mit einem Weihnachtstransport zu uns kommen. Namen der Völkerverständigung und gut nachbarschaftlicher Beziehungen zu der heutigen Bevölkerung helfen wir überall dort, wo es nötig ist, egal welcher Nationalität die Bedürftigen sind.

  1. Renata Ulbrich hat seit 2015 mit eigenen Projekten der „Konsolidierung der Begegnungsstätten“ begonnen. Sie unterstützt auch andere DFK`s bei der Durchführung  und entwickelt laufend eigene Projekte. Finanziert durch den VDG Oppeln, bei mindestens 15% Eigenbeteiligung. Sie war schon mehrfach in der hiesigen Presse, und im Schaufenster beim DFK in der Innenstadt werden dann die Ergebnisse ausgestellt. Zur Zeit das Projekt „Deutsche Trachten“.

 

  1. Unser Chor hat sich weiter entwickelt, auch Dank unseres neuen Chorleiters, der ein begnadeter Musiker ist. Auf dem Niederschlesischen Kulturfest der Deutschen Minderheit im Juni in Kreisau hatten wir großen Erfolg. Unser musikalischer Leiter sorgt nun außerdem auch bei unseren Festen für die Tanzmusik.

 

Aber wie jedes Jahr, gibt es auch Probleme. Eigentlich stehen Vorstandswahlen an und ich wollte ins 2. Glied zurücktreten und endlich wieder einmal Urlaub machen. Wir sind im täglichen Einsatz, in der kalten Jahreszeit kommen dazu noch die Besuche der Bedürftigen, die nicht mehr kommen können. Wir unterstützen mit Medikamentenhilfe bis hin zu Winterkohle bei einer Rente unter 800,- Zloty = ca. 180,- Euro. Infolge der Vertreibung sind die wenigen verbliebenen deutschen Familien verstreut auf einen großen Bereich von Habelschwerdt bis Bad Kudowa – wir haben also ein außergewöhnlich umfangreiches Einzugsgebiet.

Da momentan niemand den Job übernehmen kann, werden wir eingeschränkt weitermachen, müssen allerdings nach der Aufgabe des Kindergartenprojektes auch weitere Projekte streichen. Wegfallen wird 2017 die Unterstützung zum Goethe-Zertifikat Deutsch der Jugend, wo wir in diesem Jahr trotz spezieller Spende eines Sponsors 1000,- Zloty für die Prüfungsgebühren aus der Kasse zahlen müssen, um auch den bedürftigen Jugendlichen den Abschluss – bei 480,- Zloty Gebühren pro Teilnehmer – zu ermöglichen.

 

Leider ist die Mittelverteilung aus Oppeln undurchsichtig und geschieht nicht nach einem Erfolgsprinzip. Wir haben seit Jahren einen zu geringen Etat und leisten an Projekten jedes Jahr mehr als andere in fünf Jahren. Ich vermeide hier bestimmte Empfänger zu nennen. Wir haben auch keine eigene Immobilie und keine Dienstfahrzeuge wie andere und residieren auf 58 qm.

Um zu expandieren, haben wir seit unserer Neugründung 2010 jedes Jahr ca. 20.000,- Zloty durch Sponsoren und Eigenmittel finanziert und können das in Zukunft nicht mehr leisten. Leider haben wir auch keine Erbschaften zu verzeichnen. Was geschieht in Lüdenscheid nach Peter Großpietsch? Wie viele Schulklassen interessieren sich in Lüdenscheid für das schlesische Brauchtum und wie sieht die Zukunft aus?  Wir wollen nicht eifersüchtig sein, aber eine intensivere Zusammenarbeit würden wir uns wünschen. Bei uns sind es mindestens drei Veranstaltungen, Projekte, oder Unterricht der deutschen Muttersprache  pro Woche und es kommen viele Deutschlehrer der Glatzer Schulen mit ihren Klassen zu uns und ich unterrichte per Multimedia. Dazu kommen die von uns finanzierten Sprachkurse und Wettbewerbe für deutsche Lyrik, u.a. organisiert von einem unserer Lehrer H.-P. Keuten.

Bei der ganzen Misere bleibt mir immer wieder nur hervorzuheben, dass wir – bei einer Mitgliederzahl von ca. 320 (ändert sich laufend) – der aktivste DFK in ganz Polen sind. Wer das zu vermessen findet möge mir das Gegenteil beweisen. Eine Zusammenarbeit suche ich seit Jahren.

Gleichwohl sind einige Menschen auch in Deutschland gegen unser Engagement in Schlesien, (wir seien „Polenfreunde“?).

Wir werden sehen, was die Zeit bringt. Nur eines sollte für die Zukunft sicher sein: Die kulturelle Zukunft und Heimatbetreuung der Grafschaft Glatz sowie die Erhaltung der deutschen Denkmäler und Grabstätten liegt bei uns in Glatz. Eine wichtige Aufgabe gegen das Vergessen!

Wir haben in letzter Zeit deutsche Denkmäler in Schwenz und oberhalb Eckersdorf renoviert, das große Denkmal an der Kirche in Eckersdorf ist in Planung. Wer kennt noch den deutschen Organisten und Komponisten der Glatzer Stadtpfarrkirche, Paul Kaupert?  Ich habe dessen Grab auf dem Glatzer Friedhof gekauft, weil es abgeräumt werden sollte. Die Zeit war seit Jahren abgelaufen und unsere alten Damen haben geweint.

Noch im Dezember soll eine neue Grabplatte und neue Inschrift fertig sein. So kämpfen wir seit Jahren  in Schlesien als ehrenamtliche  Arbeiter und werden das noch Generationen so machen.

Zum Jahresende möchte ich allen Sponsoren, die nicht unsere Mitglieder sind, ganz herzlich für Ihre Unterstützung danken. Alle Mitglieder haben einen Rechenschaftsbericht erhalten und wer ihn nicht bekommen hat, bitte melden. Manchmal ändern sich Adressen.

Allen die unsere ehrenamtliche Arbeit in der Heimat weiterhin unterstützen möchten, sei hier das Konto des DFK Glatz bekanntgegeben.

DFK Glatz  DE76 4945 0120 111 255 2854

 

Ein frohes Fest und Gesundheit im neuen Jahr wünscht Euch

Horst Ulbrich

 

Weiter mit den Terminen des DFK Glatz im Jahr 2016:

Feste Öffnungszeiten für Besucher und Mitglieder:

Jeden Samstag von 11 bis 14 Uhr. Letzter Samstag im Monat deutschsprachiger Gottesdienst.

Dienste:   1.Sa. Jurek, 2.Sa. Horst, 3.Sa. H.-P. 4.Sa. Jochen

Jedes Jahr haben wir bisher  7 Deutschkurse, vom Anfängerkurs über Fortgeschrittene und Diskussionskurs bis zur Vorbereitung der Zertifikate beim Goetheinstitut für unsere Mitglieder regelmäßig anbieten können. Die deutsche Sprache ist wichtig und muss erhalten bleiben.

Außerordentliche Veranstaltungen:

Mehrere Treffen bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa nach Bedarf.

14.01. Beerdigung der ehemaligen Vorsitzenden des DSKG Glatz Elfriede Weinhold

21.01. Organisation des Vortrages des Prof. Fitych im Schloss Eisersdorf

30.01. Neujahrsempfang im Konsulat der BRD in Oppeln

19.02. Treffen mit dem Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis  in Glatz.

Planung gemeinsamer Aktivitäten

19.03. Treffen mit dem Malteser Hilfsdienst / Ausladen der Hilfsmittel

18.04. Treffen mit Graf von Magnis zur Besprechung der Pflege der Familiengräber

21.04. Treffen mit dem Polnisch-Deutschen Freundschaftskreis

22.04. Lyrikwettbewerb für die Schulen der Grafschaft Glatz, organisiert durch H.-P. Keuten (Habelschwerdt)

13.05. Treffen mit der Direktion des Schulzentrums in Habelschwerdt

in der Sache Hirschfelderdenkmal

13.-14.05. Partnerschaftsbesuch des DFK Friedersdorf

21.05. Fahrt auf Einladung des DSKG Waldenburg zum Chorkonzert in Bad Salzbrunn

17.06. Treffen mit der Delegation der Partnerstadt Bensheim

18.06. Sommerfest

19.06. Treffen mit den Pilgern aus Deutschland und der Ortsgruppe in Bad Kudowa-Tscherbeney

25.06. XVII. Niederschlesisches Kulturtreffen in Kreisau, Auftritt des Sängerkreises des DFK Glatz

5.8. Konzert in Breslau zum 25-jährigen Jahrestag des Freundschaftsvertrags mit Polen

6.8. Probeexamen Deutsch der Jugend für das Zertifikat B2 beim Goethe-Institut im November/Dezember 2016

13.8. Ifa beim DFK und Stadtfest Glatz

14.8. 12 Uhr Albendorf, deutsche Wallfahrt

20.8. DFK-Projekt Trachten (Konsolidierung Renia Ulbrich)

22.- 24.8. Lubowitz. Kulturtagung im Eichendorffzentrum

27.8. Buchautor Magerski beim DFK Glatz

27.-28.8. Landesverband der Vertriebenen in Liegnitz

3.9. Philharmonie Oppeln – Konzert zum 25-jährigen Jubiläum des deutsch-polnischen Freundschaftsvertrages

4.9. VDG – Tag der offenen Tür (DFK Glatz mit Infostand)

10.9. Hochzeit Mitglied Dr. Süß in Erfurt

15.9. Zentralstelle Grafschaft Glatz 13 Uhr Herford

16.9. Informationstafel zum Hirschfelderdenkmal – Abholung aus Detern

17.9. DFK Breslau – 25-jähriges Bestehen. Einladung

19.9. Habelschwerdt –  deutsch-polnische Messe und Feier zur Einweihung des  Hirschfelder-Gedenksteins mit Großdechant Jung, Prof. Fitych u.a.

15.-21.9. Altwaltersdorfer Heimatreise (Villa Polanica), Einladung

24.9. Oktoberfest DFK Glatz

29.9. Malteser Telgte Hilfstransport

30.9. Hilfstransport mit Herrn Pollok

18.11. Projekt Martinstraditionen, mit Gänseessen im Haus Lerchenfeld

3.12. DFK-Weihnachtsfeier und Hilfstransport aus Berlin

6.12. Nikolaus bei den Kindern

29.12. Letzte Veranstaltung in 2016.  Chor DFK Glatz beim Chortreffen im

Kurtheater Bad Salzbrunn.

6.12.2016

Weihnachten bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa am 4.12.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:09

 

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Am nächsten Tag nach der Feier beim DFK Glatz, Weihnachten in Tscherbeney bei unserer Ortsgruppe im Hirschfelder Haus.

Auch hier wurde mit einem Gottesdienst um 12 Uhr begonnen und es trafen sich die DFK Mitglieder aus dem Grenzgebiet Polen / Tschechien zu ihrer Feier.

Da es inzwischen sehr kalt geworden war gab es nach der Kirche zunächst eine warme Suppe. Es gab wieder viel zu erzählen, treffen sich die Deutschen beiderseits der Grenze nicht so oft und die Vorsitzende Frau Kynast musste immer wieder zur Ruhe mahnen, um einiges bekannt zu geben. Die Schriftführerin Frau Stwertetschka hielt einen Vortrag über alte deutsche Weihnachtstradition, danach gab es Kaffee und Mohnkuchen. Auch dort habe ich wieder, die von uns gedruckten  Liederhefte verteilt, aus denen dann auch kräftig gesungen wurde. Es haben auch alle die Hefte mit nach Hause nehmen dürfen, wie am Vortag in Glatz.

Nachdem, Nikolaus komm in unser Haus, gesungen wurde, kam er tatsächlich und beschenkte die Menschen mit kleinen Süßigkeiten.

Ich habe später die Gelegenheit genutzt, Lebensmittelpackete und finanzielle Unterstützung für wichtige Medikamente an unsere Bedürftigen zu verteilen. So habe ich mir wenigstens einige weite Wege erspart, die ich jedes Jahr vor Weihnachten unternehme, denn wer weniger als 800,- PLN Rente hat, das sind zur Zeit ca. 180,- Euro, kann auch in Polen nicht ohne Unterstützung Miete, Lebensmittel und wichtige Medikamente bezahlen, dazu Winterkohle kaufen, die oft auf Kredit geliefert wird.

Wer unsere Sozialarbeit für bedürftigen, alten deutschen Menschen unterstützen möchte, der möge sich unseres Spendenkontos

DE02 4945 0120 111 255 1179  (Schlesienhilfe) erinnern.

Allen Spendern die immer wieder mit einer Überweisung Hilfe leisten, im Namen der Betroffenen, ein herzliches „Vergelts Gott“. Leider werden es immer weniger.

Ich habe mich dann etwas früher verabschiedet, um einen Besuch bei unserer Wiktoria zu machen. Aber dazu ein anderer Bericht.

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Bericht

Horst Ulbrich

Endlich Baubeginn bei Wiktoria.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 14:05

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Auf dem Weg nach Tscherbeney war ich auch wieder bei unserem Sorgenkind Wiktoria. Wem das Schicksal noch nicht bekannt ist, sie wurde ohne Beine und rechten Arm geboren und im Krankenhaus zurückgelassen. Die betreuende Krankenschwester hat sie adoptiert. Da Wiktoria langsam zu scher wird, um sie zu tragen, ist ein kapitaler Umbau erforderlich. Mit der Hilfe unserer tollen Sponsoren und der Malteser aus Telgte,haben wir schon eine Zufahrt zum Haus und einen E-Rollstuhl  als erste Hilfe beitragen können.

Das Mädchen bewegt sich in der Wohnung ohne Rollstuhl und hauptsächlich auf dem Boden, wo sie eine Schnelligkeit erlangt, was mich immer wieder in Erstaunen versetzt. Dazu ist eine Fußbodenheizung  wichtig, auch die Badewanne ist für sie in den Boden eingelassen, aus der sie selbstständig ein – und aussteigt. (Bild) Wiktoria sitzt an der Stelle auf dem Stuhl wo später eine ebenerdige Dusche verbaut werden soll. Auch ein höhenverstellbares und unterfahrbares Waschbecken ist erforderlich, um eine gewisse Selbstständigkeit zu erlangen. Aber allein das spezielle Waschbecken ist sehr teuer und kann im Moment nicht finanziert werden. Die Mutter hat als Krankenschwester einen hohen Kredid aufgenommen um den Umbau bisher zu finanzieren. Vom Staat bekommt sie lediglich 8000,- PLN = ca 2000,- Euro für den gesamten behindertengerechten Ausbau.

Zum Glück konnte ich aus unseren Spenden bei Schlesienhilfe

Konto Nr. DE02 4945 0120 111 255 1179

auch 8000,- PLN übergeben und hoffe für das behinderte Kind auf weitere Unterstützung. In Deutschland wäre ihre Situation eine ganz andere, hier hat sich  ihre Adoptivmutter hoch verschuldet.

Wer helfen möchte, möge sich des angegebenen Kontos erinnern. Stichwort Wiktoria.

dsc_0446   dsc_0450  Bitte die Bilder anklicken.

Bericht Horst Ulbrich

Weihnachten 2016 beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:42

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Ein Start mit Hindernissen, aber wir sind es gewohnt improvisieren zu müssen.

Schon zur letzten Chorprobe am Vortag konnte unser Chorleiter wegen Krankheit nicht kommen. So fehlte er auch am Festtag in der Kirche als Organist, um unseren Chor zu unterstützen und ich musste wieder die Aufgabe des Dirigenten übernehmen.

Aber auch Pater Arndt, der sonst mit uns den deutschen Gottesdienst feiert war verhindert, aber er hatte für einen deutschsprachigen Ersatz aus dem Kloster der Franziskaner gesorgt. Der Gottesdienst war auch als Totenmesse für unsere Verstorbenen geplant und nach den Fürbitten wurden alle Namen aus den abgegebenen Zetteln verlesen.

Danach trafen wir uns alle im Kulturhaus wo es zunächst ein gutes Mittagessen gab, waren doch viele unserer Mitglieder seit dem Morgen unterwegs. Auch eine Abordnung unserer Ortsgruppe DFK Kudowa aus Tschbeney war gekommen. Nach dem Essen gab der Vorsitzende einen Rechenschaftsbericht des Jahres 2016 und sprach über die Zukunftsaussichten. Danach ein buntes Programm, wobei der Chor Katarina mit Akkordeon und Violinen unterstützt etwas Besonderes  war. Sie trugen nach den Weihnachtsliedern auch zu einer ausgelassenen Stimmung bei und wir werden sie wieder einmal einladen. Eigentlich waren sie als Ersatz für den Chor  vom DFK Waldenburg geplant, mit denen wir gut zusammen arbeiten. Wir laden uns gegenseitig ein, aber leider hatten sie in diesem Jahr ihr Weihnachtsfest zum gleichen Termin geplant. Wir singen bei ihnen wieder am 29.12. im Kurtheater in Bad Salzbrunn.

Aber die Großfamilie des Chores Katarina war ein sehr guter Ersatz. Gegen 16 Uhr gab es Kaffee und Kuchen und danach Zeit für Gespräche und gemeinsames Singen. Jedes Jahr drucken wir über 100 kleine Liederhefte mit deutschen Weihnachtsliedern, die auch mitgenommen werden sollen, mit dem Versprechen, dass zu Weihnachten in den Familien wieder deutsch gesungen wird. Dazu gab es für die Kinder und die älteren Mitglieder auch kleine Geschenke.

dsc_0398   dsc_0407   dsc_0415 Bitte Bild anklicken.

Gegen 18 Uhr mussten viele schon wieder aufbrechen, um den Bus für die Heimfahrt zu erreichen.

Meine Frau und ich haben noch am Abend für die Weihnachtsfeier unserer Ortsgruppe in Tscherbeney, kleine Geschenke gepackt, die schon am nächsten Tag im Hirschfelder Haus stattgefunden hat.

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Bericht

Horst Ulbrich

26.11.2016

Neue Weihnachtsdekoration für unser Schaufenster.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:19

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In der Zeit der Abwesenheit des Vorsitzenden waren unsere Mitglieder wieder aktiv. Ich war zu Verhandlungen mit der Hirschfelder Stiftung in Deutschland, um eine langfristige Kostenübernahme für unsere Ortsgruppe DFK Kudowa zu gewährleisten, da die sogenannten Zuwendungen aus Oppeln nicht ausreichen. Erst gegen drei Uhr am Samstagmorgen war ich zurück, konnte aber nicht lange schlafen, denn ab 11 Uhr begann der Dienst beim DFK Glatz.

Es wurde in der Zeit meiner Abwesenheit für unser Schaufenster eine neue Weihnachtsdekoration gebastelt. Im Oktober hatte Frau Ulbrich ihr Projekt „ Trachten nur noch Geschichte?“ beim DFK Glatz. Seit einem Monat waren die Trachten dort ausgestellt und wir freuten uns über die vielen interessierten Bürger. Nun wurde es Zeit zum 1. Advent die gebastelten Exponate in Holz, Keramik und Tanne für die Adventskränze dort zu zeigen. Es gibt viel zu tun, also packen wir es an. Das Ergebnis kann sich in unserem Schaufenster sehen lassen und wird wieder viele Interessierte anlocken.

dsc_0444   dsc_0446  Sehr werbewirksam ist unser Schaufenster beim DFK Glatz in der Innenstadt.

Wie jeden Samstag wurde gearbeitet, gesungen und nach getaner Arbeit gemeinsam gegessen und geplant, haben wir doch am nächsten Samstag 3.12. unser erstes Weihnachtsfest. Danach kommt der Nikolaus und vorher, schon am 4.12. die Weihnachtsfeier bei unserer Ortsgruppe DFK Kudowa.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

Weihnachtstransport für den DFK Glatz am 24.11.2016.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:22

dsc_0418      dsc_0419 Bitte die Bilder zum Vergrößern anklicken.

Wieder eine große Hilfe aus den kath. Kirchengemeinden Königswusterhausen und Bukow bei Berlin.

Der nun letzte Hilfstransport für dieses Jahr kam am 19.11.2016 bei uns an. Andreas Klose und Hermann Zwerschke hatten in ihren Gemeinden wieder für unsere bedürftigen deutschen Mitglieder gesammelt und brachten gute Winterbekleidung, Kindersachen, Backwaren und Süßigkeiten für die Kinder mit.

Schon seit Jahren sind sie in der Weihnachtszeit und vor dem Nikolaustag bei uns und es ist eine große Freude Kranke und Bedürftige zu beschenken zu können. Zur Verteilung in der Weihnachtszeit fahre ich von Habelschwerdt bis Tscherbeney an der tschechischen Grenze, um unsere Lieben zu besuchen und ich muss immer einige Zeit zu Gesprächen bleiben, auch gerade bei den allein lebenden Mitgliedern, die an unseren Veranstaltungen nicht mehr teilnehmen können.

Allen die sich an der Spendenaktion beteiligt haben ein herzliches „Vergelts Gott“ wie wir Schlesier sagen.

Der Vorstand DFK Glatz

12.11.2016

Eine Lebensgeschichte.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 17:27

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Am 9.11.2016 hat in unseren Gesellschaftsräumen eine Veranstaltung des polnisch – deutschen Vereins Glatz stattgefunden. Wir sind mit dem Verein sehr verbunden, deren  Mitglieder sind in unserem Chor, meine Frau und ich sind dort Mitglied geworden und wir waren auch schon gemeinsam in der Partnerstadt Bensheim. Der Verein besteht in Glatz und als deutsch – polnischen Verein in Bensheim.

Ein gutes Beispiel völkerverbindender Gemeinschaft. Schon seit langer Zeit lädt der Verein Zeitzeugen  der Kriegserlebnisgeneration zu Diskussionen ein, um deren Schicksale kennenzulernen. So wurde auch schon Familie Ulbrich mit Vertreibungsproblemen und Rückzug von Horst Ulbrich in nächster Generation behandelt, wie auch das Schicksal der Familie Keuten mit ähnlichem Verlauf.

Olga Kawalec, unsere gute Seele beim DFK Glatz, die jeden Samstag unsere Räume reinigt, den Einkauf tätigt, Kaffee kocht und vieles mehr, war an diesem Tag mit ihrer einzigartigen Geschichte das Thema.

Sie wurde als Säugling mit einem Monat am Bach in Altwilmsdorf   1943 ausgesetzt. Auf einem beigelegten Zettel stand die Information, ihr Name sei Olga und sie wäre noch nicht getauft. So wurde sie von einem Ehepaar, einem Mann aus Litauen mit deutscher Frau gefunden. Allein die Geschichte der Eltern ist bemerkenswert.

Der Vater, aus einer litauischen Adelsfamilie, kam in den ersten Kriegsjahren als deutscher Kriegsgefangener nach Schlesien. Er sprach Russisch, Tschechisch und Deutsch, wurde bald entlassen und hat zunächst in Tschechien gearbeitet, danach dann in einer Konditorei in Glatz. Auch Olga kann nicht mehr berichten, wie es dazu gekommen ist. Er heiratete Hedwig, eine deutsche Frau  und sie hatten zwei leibliche Kinder, Paul und Annelis. 1943 fanden sie Olga am Bach und nahmen sie auf. Kurz danach nahmen sie einen drei Wochen alten Jungen mit dem Namen Hans in Pflege, weil die deutsche Mutter ihn nicht wollte, später auch die Gretel, ein Mädchen deren Mutter bei der Geburt gestorben war.  Das Leben der Familie war in den Kriegsjahren nicht leicht. Trotzdem adoptierten sie Olga als nun fünftes Kind. Die Behörden waren damals scheinbar froh wenn sich jemand für Findelkinder interessierte, Hans wurde allerdings mit vier Jahren von seiner entfernten Familie nach Deutschlands geholt.

Der Vater arbeitete weiterhin in der Konditorei, die Mutter nähte neben Haushalt und Kindern Kleidung und Gardinen für die Menschen im Dorf.

Mit 16 Jahren beschloss Olga nach Glatz zu fahren, um Arbeit zu suchen. Sie wollte ihre Eltern entlasten, aber es fehlte das Geld für den Zug. So verkaufte sie einige Eier aus dem Stall, damit konnte die Fahrkarte bezahlt werden. In Glatz stellte man fest, dass sie noch nicht 18 Jahre alt war und man wollte ihr keine Arbeit geben. Aber der Beamte hatte einen Freund in einer Tischlerei, der sie aufnehmen wollte. So bekam sie einen Ausweis und durfte als Praktikant beginnen, bekam auch eine Unterkunft mit Beköstigung. So blieb sie in der Firma 32 Jahre.

1960, also mit 17 Jahren, lernte sie beim Tanz ihren späteren Mann Bolek kennen, den sie 1961 heiratete. Sie sind bis heute beisammen und haben eine erwachsene Tochter.

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Wahrlich ein ereignisreiches Leben. Als Frau mit deutschen Wurzeln kam Olga 2002 zum DFK Glatz,  wo ihre Schwester Annelis schon seit 1997 Mitglied war. Schwester Annelis bekam durch Heirat den Namen Grabiec, ihr Sohn war Piotr, der Maler des Bildes unseres seligen Gerhard Hirschfelder. Leider ist er mit jungen Jahren verstorben.

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Wir danken Olga Kawalec für die vielen Jahre ihrer Vereinstätigkeit und wir sind froh sie bei uns zu haben.

Ein denkwürdiger und interessanter Abend beim DFK Glatz mit Olgas einzigartiger Lebensgeschichte, unterlegt mit alten Bildern.

 

Beitrag von Horst Ulbrich

3.11.2016

Wandergruppe aus zwei Kirchengemeinden im Raum Berlin.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:22

Liebe Freunde dieser Seite.

Die Kontakte zu den Kirchengemeinden Bukow und Königswusterhausen bestehen schon seit einigen Jahren und wir sind dankbar wie sie mit Sach – und Geldspenden unsere Arbeit unterstützen. Wir sind  auch immer wieder erfreut diese Wandergruppe im Glatzer land begrüßen zu können, wo ich zur Berichterstattung immer eingeladen bin. Ach würden das doch auch andere Heimatfreunde übernehmen, die mit Bussen durch die Grafschaft fahren, aber nicht den Kontakt zu uns verbliebenen Deutschen hier suchen. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dafür zu werben. Die Pflege schlesischen Brauchtums der ehemaligen Grafschafter, sowie Denkmalpflege und vielem mehr, ist in der Zukunft hier bei uns in Schlesien. Die Kriegserlebnisgeneration stirbt leider weg und die nächste Generation ist in Deutschland fern der alten Heimat und unter anderen Verhältnissen aufgewachsen. Daher fehlt die Bindung an die alte Heimat, bis auf einige Ausnahmen. Man sehe meinen gesamten Vorstand und mich. Wir alle sind Rückkehrer in die Heimat unserer Eltern.

Ich wurde gebeten den nachfolgenden Beitrag hier zu veröffentlichen, was ich mit Freute getan habe. Er wird hoffentlich auch andere Gruppen animieren die Kontakte zu uns verbliebenen Deutschen hier zu suchen. Unsere Geschäftsstelle ist in der Frankensteiner Str. ( Lukasinskiego) Nr. 11 gleich hinter dem Rathaus.

Öffnungszeiten für Besucher jeden Samstag 11 bis 14 Uhr oder nach Voranmeldung.

Herzliche Grüße aus der Grafschaft Glatz.

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Horst Ulbrich

DFK Besuch bei unserer Wandergruppe

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:56

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Vom 23.09. – 02.10.2017 weilten wir, 15 Heimat- und Wanderfreunde unter Leitung von Andreas Klose, zu einer Herbstwanderung in der Grafschaft Glatz.

Die Unterkunft und Verpflegung im „Gästehaus Lerchenfeld“ waren ausgezeichnet. Auch das Wetter spielte mit. Fast jeden Tag Sonnenschein zu den interessanten

Erlebnissen bei den Wanderungen u.a. im Heuscheuergebirge, zum Glatzer Schneeberg, aber auch zu den Wallfahrtsorten Albendorf und Wartha.

Ein besonderer Höhepunkt unserer Tage war an einem Abend der Besuch von Horst Ulbrich, dem Vorsitzenden des „Deutschen Freundeskreis Glatz“.

Zunächst staunten wir über die vielfältigen Initiativen, um die Vorhaben des DFK praktisch umzusetzen. Dabei ging es nicht nur, um die Bewahrung des kulturellen

Erbes unserer früheren Heimat, sondern vor allem, die deutsche Minderheit in Polen, aber auch  hilfsbedürftige polnische Menschen zu unterstützen.

Nur ein Beispiel soll an dieser Stelle genannt sein. Es ist die materielle und finanzielle Hilfe für „WIKTORIA“, einem schwerbehinderten Mädchen (keine Beine und nur ein Arm).

Auch in diesem Jahr wird wieder in den kath. Pfarrgemeinden Königs Wusterhausen und Buckow-Müncheberg zu einer Weihnachtssammelaktion aufgerufen.

Diese Zuwendungen werden persönlich dem DFK am 20. November übergeben.

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Wir danken Horst Ulbrich für seine aufopferungsvolle Arbeit im DFK Glatz und wünschen ihm Gesundheit, Schaffenskraft für die kommende Zeit.

Allen, die dem DFK Glatz wohlgesonnen sind, um mit einer Spende die laufenden Kosten für die anstehenden sozialen Projekte und Programme zu unterstützen

hier die entsprechende Bankverbindung:

DFK Glatz                   IBAN:  DE76 4945 0120 111 255 2854

Ludolf Sonnabend

29.10.2016

Nachruf für Jürgen Gretschel.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:12

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Ein schlesisches Urgestein ist von uns gegangen.

Es macht uns unsäglich traurig einen besonders engagierten Kollegen und Vorsitzenden aus der deutschen Minderheit zu verlieren. Jürgen Gretschel  wurde am 28.10 2016 auf dem Kommunalfriedhof in seiner Heimatstadt Liegnitz zur letzten Ruhe gebettet.

Eine Heerschar seiner Weggefährten, viele Vorsitzende der deutschen Minderheit in Polen und unseres Dachverbandes aus Oppeln mit dem Vorsitzenden Bernhard Gaida haben ihn auf dem letzten Gang begleitet.

Wieder ein großer Verlust, der nicht zu ersetzen ist. Ein begnadeter Kenner der schlesischen Geschichte, dessen Vorträgen jeder mit Begeisterung gelauscht hat. Seine schlesische Tanzgruppe, die er in den Jahren als Vorsitzender zu internationalem Standard trainiert hat, wird nur schwerlich einen Ersatz finden.

Er ist nach kurzer schwerer Krankheit plötzlich verstorben und hinterlässt ein Vakuum, das nicht mehr zu füllen ist.

Bericht

Horst Ulbrich

28.10.2016

„Trachten – nur noch Geschichte?“.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:44

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Das Ziel dieses Projekts im Rahmen des Programms Konsolidierung der Begegnungsstätten  war war die Suche nach der Antwort auf die Frage ob das Tragen einer Tracht noch zeitgemäß ist und welche Bedeutung sie in der heutigen Zeit noch hat.

 

Die Projektleiterin Frau Maria Myszogląd und die Projektbetreuerin Renata Ulbrich fanden schnell willige Helfer, die bei der Vorbereitung des Projektes mitarbeiten wollten. Es wurde ein Laden gefunden, wo Schaufensterpuppen ausgeliehen werden konnten und es wurden Kontakte geknüpft mit dem kleinen Freilichtmuseum „Gottwaldhof“ in Winkeldorf , das eine komplette Glatzer Tracht besitzt und bereit war sie für die Ausstellung auszuleihen.

Ein DFK-Mitglied brachte eine Hessische Tracht mit, ein anderes die Kopie einer Waldenburger Tracht. Für die Ausstellung fanden sich noch andere Exponate wie z.B. die Trachten der Tanz- und Gesangsgruppe „Glatzer Bergland“, eine moderne Tracht, sowie einzelne Ausstellungsstücke. Aus Platzmangel wurde nicht nur das Schaufenster genutzt, sondern der ganze Raum des DFK in Glatz wurde in Beschlag genommen und dekoriert.

Während der Vorbereitungen haben schon etliche Passanten sich für die Ausstellung im Schaufenster interessiert und wir wurden mehrmals angesprochen. Auf diese Weise wird der Sitz des DFK Glatz von den Bewohnern Der Stadt und Besuchern noch mehr wahrgenommen und bekannt gemacht.

 

Die Hauptveranstaltung begann um 16.00 Uhr. Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden und die Projektleiterin mit dem Hinweis auf die Finanzierungsquelle des Projektes d.h. Bundesministerium des Inneren, wurden die Teilnehmer über die Geschichte der Trachten durch einen Vortrag der Frau Maria Myszogląd informiert,  unterstützt durch Bilder und die ausgestellten Exponate. Die für das Glatzer Land typische Weißstickerei konnten die Teilnehmer am Beispiel der ausgestellten Tracht in Augenschein nehmen.

Da das Projekt  zwei Tage nach dem Oktoberfest der DSKG in Glatz statt fand, entwickelte sich eine rege Diskussion über die Bedeutung und Zukunft der Tracht mit dem Fazit, dass die Geschichte der Tracht noch nicht zu Ende geschrieben ist. Im Glatzer Land gibt es einige Pioniere, die den “Mut“ zur Tracht haben und sich damit wohl fühlen und akzeptiert werden. Auch die Veranstaltung von jährlichen Oktoberfesten durch den DSKG Glatz trägt zu einer neuen Akzeptanz und Interesse bei.

Bei dem vorbereiteten Imbiss hatten die Teilnehmer noch Zeit zu Gesprächen und natürlich nutzten sie die Gelegenheit  zum Anschauen  der Exponate.

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Die Ausstellung im Schaufenster wird für die Dauer von einem Monat mit wechselnden Exponaten bestückt, denn alle auf einmal haben dort keinen Platz. Die Teilnehmer und die Helfer, die schon im Vorfeld mit dem Projekt zu tun hatten, waren sehr mit dem Ergebnis ihrer Bemühungen zufrieden. Auf positive Art und Weise lenken die Mitglieder der Deutschen Minderheit die Aufmerksamkeit der Bewohner auf ihre Tätigkeit in der Stadt.

 

Projektbetreuerin:

Renata Ulbrich

 

24.10.2016

Gesprächsabend im Rahmen der Jugendkonferenz in Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:57

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Aktuell sind weltweit 60 Mio. Menschen auf der Flucht und Hunderttausende machen sich auf den Weg nach Europa.

Es ist die größte Menschenwanderung seit den 2. Weltkrieg. Deutschland bleibt eines der beliebtesten Ziele der Flüchtlinge, bis Ende 2015 sind fast 2 Mio. Flüchtlinge eingetroffen. Die Zahlen prägen maßgeblich den aktuellen politischen Diskurs in Europa und haben zugleich einen gravierenden Einfluss auf die europäischen Gesellschaften. Deutschland, Polen, aber auch die ganze europäische Union stehen aktuell vor einer der größten Herausforderungen aller Zeiten.

Soweit war aus einer Info der Einladung zu entnehmen und ich war gespannt, was mich in der Villa Gatz (Willa Klodzko) erwartete. Wir waren mit einer kleinen Abordnung unserer Jugend dabei. Zum Einstieg gab es ein Interview, geleitet von Frau Christine Achenbach aus Berlin mit dem Ägypter, Herrn Andrew Moussa, der vor politischer Verfolgung aus Kairo geflohen und 2014 in Deutschland angekommen ist. Er hatte in Kairo ein Studium im 2. Semester wegen der politischen Wirren abbrechen müssen und hoffte in Deutschland weiter studieren zu können. Ich will es vorwegnehmen, das ist ihm auch trefflich gelungen, obwohl er aus einem eigentlich sicheren Herkunftsland geflohen ist, wie wir durch die Medien erfahren haben. Zu bemerken ist, Herr Moussa ist ein intelligenter und sehr strebsamer Mann, der ein Ziel konsequent verfolgt. So hatte er auch in 12 Stunden täglich die deutsche Sprache fast akzentfrei gelernt, zu seinem Ziel Journalismus studieren zu dürfen, hat er mehrere Bundestagsabgeordnete und untergeordnete Dienststellen angeschrieben, ist auch persönlich vorstellig geworden. Kurzum, es ist ihm gelungen als Asylant anerkannt zu werden, bei einer Berliner Zeitung eine Volontärstelle zu bekommen, auch ein Sponsor für den Masterstudiengang wurde gefunden.

Aber wahrlich ein Ausnahmefall und seine Intelligenz und Beharrlichkeit  waren wohl ausschlaggebend für den Erfolg, auch der Zufall einer derjenigen gewesen zu sein, die vor den Demonstrationen der Pegida und des politischen Umdenkens in der letzten Zeit gekommen sind.

Wünschen wir ihm weiterhin Erfolg, solche Asylanten werden gebraucht, wird jeder sagen. Aber es sind eben die Ausnahmen in einem Asylantenwirrwarr in Europa, auch weil Aufnahmequoten der Länder nicht eingehalten werden und zweifelhafte Abmachungen mit Radikalen wie Herrn Erdogan der Türkei getroffen wurden.  Ich hatte während der Diskussion Gelegenheit auch auf die Vertreibungssituation der Schlesier nach dem Krieg aufmerksam zu machen.

Leider versagte meine Stimme auf Grund einer Erkältung, je mehr ich gesprochen habe. Wir sind dann auch nach dem offiziellen Teil des Abends gefahren und haben den gemütlichen Teil nicht mehr miterleben können. Ich wünsche mir aber weiterhin einen engen Kontakt zum Bund der Jugend der deutschen Minderheit in Polen. Unser fester Termin eines Kindertheaters ist beim nächsten Stadtfest in Glatz.

 

Bericht

Horst Ulbrich

 

5.10.2016

Der letzte und größte Hilfstransport für die Grafschaft Glatz im Jahre 2016

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:08

Liebe Freunde, was für eine logistische Herausforderung.

Es war der dritte und wieder einmal größte Hilfstransport mit Material für das Krankenhaus in Glatz, die Schule für behinderte Kinder und unser DFK Zentrallager, aus dem wir natürlich zunächst unsere bedürftigen und kranken deutschen Mitglieder versorgen, aber auch Altenheime und Kinderheime unterstützen, in Einzelfällen auch Familien in Not helfen.

dsc_0431   dsc_0436   dsc_0440Bitte Bild anklicken zum Vergrößern

Früh am Morgen war der Malteser Lkw bei uns zum Abladen, um damit Platz für den Weitertransport in die Schule auf dem Lkw zu schaffen. In der Mittagszeit kamen dann die ersten zwei Lkw der Fahrschule Pollok zum Krankenhaus.

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Dort auf dem Parkplatz war genug Platz zum Umladen und Weitertransport in den kleineren Lkw der Malteser aus Telgte, denn bei der Schule kann ein so großer Lkw nicht parken. Nachdem das erste Material, ca. 22 Pflegebetten für das Krankenhaus, entladen war, wurden kurzerhand drei Lkw mit dem Heck aneinander gestellt, damit aus dem Sattelschlepper mit 40 t verteilt werden konnte. Das zog sich über Stunden hin, nur unterbrochen vom Mittagessen, zu dem das Krankenhaus eingeladen hatte. Das Ent- und Umladen gestaltete sich etwas problematisch, da beim Beladen in Deutschland keine Ladeliste erstellt worden war, also nicht klar war, was auf welchem der LKW geladen ist, doch hat alles einen guten Abschluss gefunden. Aber wir haben dann auf den mitgelieferten Stühlen auf den vierten, großen Lkw mit Anhänger gewartet, der leider auf der Autobahn einen Defekt am Fahrzeug hatte und daher mit Verspätung in Glatz ankam. Er ist dann mit dem besonders langen Lkw und Anhänger auch noch direkt in die Innenstadt gefahren war, von wo aus wir ihn dann zum Krankenhaus dirigiert haben.

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Nun konnte im gleichen Verfahren auch dort aus- und umgeladen werden. Insgesamt waren bei der Aktion drei große Lkw, einer davon mit großem Anhänger, der Lkw der Malteser aus Telgte und sogar unser Pkw mit Pferdeanhänger bei der Verteilung im Einsatz.

Wahrlich eine logistische Herausforderung, wie schon geschrieben, aber wir sind froh unser Lager für Hilfsmittel wieder gut bestückt zu haben und weiterhin große Unterstützung für Krankenhäuser, Kinder-und Altenheime leisten zu können.

Ich danke hier noch einmal für die große Hilfe der Malteser aus Telgte, die mehrfach im Jahr unsere Sozialarbeit mit Hilfstransporten unterstützen.

Einen ganz besonderer Dank gilt auch Herrn Pollok aus Alberloh bei Münster der als Privatperson uns mit seinen großen Lkw unterstützt. Es war der dritte Transport, den er finanziert und organisiert hat, und wir konnten bisher sowohl ca. 130 Pflegebetten als auch weiteren Krankenhausbedarf an das Krankenhaus in Glatz liefern. Allerdings werden weitere 150 Betten dringend benötigt. Das meiste Material kommt von der Uniklinik Münster, die komplett renoviert wird. Die Malteser sammeln nach unserer Wunschliste, die sie übers Jahr per E-Mail bekommen, auch von vielen Privathaushalten.

Für dieses Jahr war es wohl der letzte Transport, wir hoffen im nächsten Jahr doch weiterhelfen zu können. In Aussicht ist dann auch ein komplettes Röntgengerät für das Krankenhaus in Neurode.

Bericht

Horst Ulbrich

29.9.2016

6. Jahrestag Seliger Kaplan Hirschfelder in Tscherbeney

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 09:22

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In der 12Uhr-Sonntagsmesse am 18. 9. in der Kirche in Tscherbeney wurde in feierlichem Rahmen an die Seligsprechung von Kaplan Gerhard Hirschfelder vor sechs Jahren im Dom zu Münster gedacht. Ein Vokal-Ensemble umrahmte mit geistlichen Liedern den Gottesdienst, der in Konzelebration mit Großdechant Franz Jung von Pfarrer Prälat Romuald Brudnowski gehalten wurde. Als Diakon war von den deutschen Gästen Georg Olbrich mit am Altar. Die Festpredigt hielt mit ausführlichem Lebensbild des Seligen Prof. Tadeusz Fitych. Ein gemeinsamer Besuch am Grab von Hirschfelder schloss sich an den Gottesdienst an.

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Der Nachmittag der Begegnung im Hirschfelderhaus stand im Zeichen der Vorstellung des gerade erschienenen Buches über unseren gemeinsamen Seligen. Zuvor hatten sich die vielen Gäste aus Polen, Tschechien und Deutschland an Suppe, Bigos und Mohnkuchen gestärkt, der Organisation von Elisabeth Kynast gedankt. Zahlreiche Helfer hatten sich bereitgefunden. Zu den Ehrengästen zählte auch Waldemar Wieja, der vor zehn Jahren ein polnisches Buch über Gerhard Hirschfelder geschrieben hatte. Das neue Buch über den Seligen Kaplan Hirschfelder hat in beeindruckendem Umfang Prof. Fitych gemeinsam mit der Zeitschrift Ziemia Klodzka herausgegeben. Es ist eine besondere Würdigung wert. Der Präsident des Verlags, Julian Golak, schreibt in einem eigenen Beitrag „Der selige Kaplan Gerhard ist für uns ein geistiger Führer und Schirmherr der polnisch-tschechisch-deutschen Versöhnung“. Dem kann man nur zustimmen.

 

Reinhard Schindler

( Mit Genehmigung des Herausgebers dieser Seite Horst Ulbrich)

 

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