Grafschaft Glatz (Schlesien) Neuigkeiten und Wissenswertes aus Schlesien

21.5.2014

Pilgertreffen in Tscherbeney (Czermna) mit Auftritt des Gesangsvereins DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:43

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Eine Stärkung nach langer Fahrt                                                  Fam. Sturhan sorgt für das leibliche Wohl                                    Die Bläser aus Tschechien                Zum Vergrößern auf das Bild klicken
Schon am Vortag trafen sich die Pilger aus Deutschland nach einer hl. Messe in der Kirche Maria Schnee, auf dem Reiterhof bei Familie Ulbrich. Dort gab es nach der langen Fahrt einen rustikalen Imbiss vom Grill. Während des Essens, wo ja bekanntlich die größte Ruhe herrscht, berichtete Horst Ulbrich von den aktuellen Ereignissen und Projekten des DFK Glatz mit einer Muli Media Vorführung.

Am Grab des ersten Grafschafter Seligen Gerhard Hirschfelder trafen sich wieder Deutsche, Polen und Tschechen zur hl. Messe in der Sankt Bartholomäuskirche in Tscherbeney zu einem gemeinsamen Gottesdienst. Die Pilger aus Deutschland waren mit dem Großdechanten Prälat Franz Jung angereist. Der Prälat erinnerte vor der Messe am Gab des Seligen an das Leben, Leiden und Sterben Gerhard Hirschfelders, der ein Vorbild und Glaubenszeuge in dunklen Zeiten gewesen ist.
Im Zeichen der Völkerverständigung zelebrierten Priester aus Deutschland, Polen und der Ukraine unter der Leitung des Pfarrers von Tscherbeney gemeinsam die Heilige Messe in polnischer und deutscher Sprache. Die Teilnehmer am Gottesdienst, die nur eine der Sprachen verstanden, waren Irena Rogowska und Elisabeth Kynast für die Übersetzung der gesprochenen Worte dankbar.
Lesung und Evangelium enthielten die frohe Botschaft, dass der Stein, den die Bauleute verworfen hatten, zum Eckstein geworden sei (1. Petrusbrief, 2/4-7) und dass im Hause des Vaters viele Wohnungen sind (Johannesevangelium 14/1-9).

Schmunzeln musste ich, als Pfarrer Brudnowski sagte, er wolle keinen Ärger mit Papst Franziskus haben, der die Priester gebeten habe, kurz zu predigen, und deshalb seine doch längere Predigt abrupt mit einem „Amen“ zu Ende brachte.
Zur Kommunion sangen wir vom DFK Glatz vom Chor herab „Dona nobis“ und zwei Männer aus Böhmen intonierten in schöner Reinheit ein tschechisches Kirchenlied auf ihren Blasinstrumenten.
Der Gottesdienst klang aus mit dem Lied zur „Schwarzen Madonna“, gefolgt von dem deutschen Lied „Über die Berge schallt..“ und einem tschechischen Kirchenlied.

Im Pfarrsaal des schönen, klassizistischen Pfarrhauses konnten sich die Pilger danach mit Suppe und Bigos stärken und in einer Art öffentlicher Generalprobe dem „neuen Programm“ des „Gesangsvereins DFK Glatz“ lauschen.
Heimelig ging es dann im Hirschfelder-Haus zu, wo die fleißigen Helferinnen von Frau Kynast einen reich gedeckten Kaffeetisch präsentierten. So klang der Nachmittag zu aller Zufriedenheit aus.

Hermann Handlos

 

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Am Grab des seligen Kaplan Hirschfelder                             Einführende Worte des Großdechanten                                          Einzug in die Kirche

16.5.2014

Ostern 2014 in der Grafschafter Heimat und was mir dabei so in die Augen fiel ….

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 16:24

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Bild des Heimatdorfes                                                              Auftritt der Zwerge. Eine tolle Idee der Enkel zum Geburtstag.              Gruppenbild der Gäste nach dem Gottesdienst.   Bilder bitte anklicken!

Anreise
Mit meiner Großfamilie – 12 Familien – starteten wir am Karfreitag mit 34 Personen zu einem fünftägigen Sippenfest „eim Hädarfe“, in Heudorf / Sienna, im Glatzer Schneegebirge, am Fuße des Schwarzen Berges, unterhalb des Puhu, wenige Kilometer von meinem Geburtsort Altgersdorf entfernt.

Österliche Erfahrungen
Die Karwoche hat bei der heutigen polnischen Bevölkerung noch eine tiefe religiöse Bedeutung, die durch ein strengeres Fasten und längerfristiges Beten – als bei uns normalerweise üblich – ihren Ausdruck erhält. Der Karfreitag bleibt gelebter Fast- und Abstinenztag, die Nacht zum Karsamstag findet noch eine rege Zahl an Betern/innen, sogar von Vereinen – z. B. der Feuerwehr in Uniform -, die sich zum Gebet zusammenfinden und nach einem festen Plan in der Kirche wachen.
Am Karsamstag strömt eine Vielzahl der Gläubigen, alt und jung, zur Kirche, um vom Priester das Osterfrühstück segnen zu lassen. Zum Weihen sind die Kostproben in geflochtenen Weidenkörbchen, ausgelegt mit bestickten weißen Tüchlein. Eier, Butter, Wurst und Käse, kurzum von allem was es am Ostersonntag zum Frühstück geben soll eine Kleinigkeit. Alle Familienmitglieder bekommen am anderen Morgen etwas von den geweihten Speisen, bevor das Frühstück beginnt. Die Ostereier werden zudem recht kreativ bunt bemalt, mit Texten oder / und Bildern versehen und nicht einfach in unterschiedliche Farben eingetaucht.
Am Ostersonntag schließlich gestaltet man im Kirchenraum ein leeres Grab – symbolhaft aus Packpapier und / oder Tüchern dargestellt -, das auf die Auferstehung Jesu hinweist, was zusätzlich durch eine Figur des Auferstandenen auf dem Altartisch, die mit einer Stola umhängt ist, augenfällig wird.
In den Familien findet man sich zu einem „zeremoniellen“ Frühstück zusammen. Unsere Wirtsleute bescherten uns (ohne Aufpreis!) mit ihrer Familie und dem Personal ein gemeinsames Mahl, das man hierorts – „neudeutsch“ – wohl als „Brunch“ bezeichnen würde. Zur Eröffnung wurde im Stehen gemeinsam das „Vater unser“ gebetet. Daran schlossen sich gegenseitige Segenswünsche an, wobei man ein Stück eines gekochten Eies, das vom Hausvater auf einem Teller gereicht wurde, mit Meerrettich verzehrte und die gegenseitige Zuwendung mit Wangenküssen besiegelte.
Nachdem wir alle Platz genommen hatten, wurde eine Sauermehlsuppe aufgetragen, die auf gekochte Kartoffeln eingefüllt wurde. Dazu gehörten dann noch gebratene Würstchen.
Die Tische waren zugestellt mit Platten, auf denen verzierte Eier, Tomaten, Schinken mit Spargel, Lachs, rote Bete, aber auch Backwaren wie Napfkuchen und Torten den Appetit anregten. Es erwarteten uns vielerlei Gaumenfreuden!
Der gesamte Raum war angefüllt mit österlichen Symbolen, mit Osterhasen, Osterlämmchen, Küken, Blumen und Palmen und bot einen sehr feierlichen Rahmen!
Bildete dieses Brauchtum für uns neue Erfahrungen, so konnten wir den polnischen Bewohnern am Abend unseren Sauerländer Brauch des Osterfeuers nahebringen. Bei den lodernden Flammen sangen wir die österlichen Lieder „Christ ist erstanden“, „Großer Gott, wir loben dich“ und „Wahrer Gott, wir glauben dir“. Der Wirt hatte eine Wanne mit „Krakauer Würsten“ bereitgestellt, die wir in der Glut rösten konnten, dazu Gurken und Brot mit Griebenschmalz. An einem Fäßchen mit dem wohlschmeckenden „Tyskie“ – Gerstensaft konnte sich jeder selbst bedienen. Es war eine Lust!
Familienfeier
Mein achter „runder“ Geburtstag war der eigentliche Auslöser dieses Familienausflugs. Er fiel in die Osterferien, und zwar auf den Ostermontag.
Weil uns der Ortspfarrer Maciej Oliwa zu seinen drei Gottesdiensten zusätzlich nur einen Termin für den Nachmittag einräumen konnte, zelebrierte der Franziskanerpater Rajmund Waclawczik aus Grunwald für uns um 11.30 Uhr in Altgersdorf eine Heilige Messe in deutscher Sprache. Er gestattete uns die Liedauswahl, die aber – für uns überraschend – einleitend von einer Mädchengruppe – gewiß zur großen Freude unserer etwa 20 polnischen Gäste – durch das polnische Lied von der „Schwarzen Madonna“ ergänzt wurde.
Die Fürbitten durfte ich ebenfalls selbst formulieren. Meine Schwester Christel trug sie in Deutsch vor, während ich nach der Teilnahme an
drei Polnischkursen bei der Volkshochschule die Übersetzung in polnisch vorlas.
So handelte ich auch bei der Begrüßung der Gäste im Lokal und war erstaunt, daß man mir versicherte, man habe alles verstanden. Der Franziskanerpater verstieg sich sogar zu der Bemerkung, meine polnische Aussprache sei besser gewesen als das Polnisch von Papst Benedikt XVI.

Mit dem Bus unterwegs
Am Dienstag bildete eine Omnibusfahrt durch den Glatzer Kessel den Abschluß, bevor alle Gratulanten auf unterschiedlichen Routen die Heimreise antraten.
Als erstes Ziel wurde Glatz angesteuert. Unter der Führung von Horst Ulbrich, dem Vorsitzenden des „Deutschen Freundschaftskreises“, besichtigten wir die Minoritenkirche und die raffinierte Deckenausmalung des klösterlichen Speisesaals, gingen über die „Brücktorbrücke“ hinauf zum „Ring“ mit dem Rathaus und der Mariensäule mit den Statuen der „Pestheiligen“, die an die furchtbaren Auswirkungen der Pestepidemie von 1680 (1500 Tote und bereits 1635 mit 4000 Toten) und den Stadtbrand von 1676 erinnert. In den Räumen des DFK berichtete Horst Ulbrich über die vielen erfolgreichen Aktivitäten der inzwischen sich der Zahl 500 nähernden Vereinsmitglieder und lud ein zur deutschen Messe am 27. April, an der meine Frau und ich auch teilnahmen.
Von dort ging unser Weg durch das Nordportal mit den drei Jesuitenheiligen Ignatius (…Ignaz, … „Nazla“), Franz Xaver und Philippus Neri zur prunkvollen Dekanatskirche und stießen dort auf die kurze Verbindungsstraße, die den Namen des Seligen Gerhard Hirschfelder trägt. Über die Arnestus-Stiege blickten wir zum „Jaköble“ am Außenpfeiler, Hinweis auf Glatz als Station auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Der Gang durch die unterirdischen Kasematten zur Festung blieb uns durch ein Schloß verwehrt, so daß wir normal hinaufklettern mussten, um die wechselvolle Geschichte kennen zu lernen und dort den herrlichen Ausblick genießen konnten.
Danach brachte uns der Bus nach Albendorf, dem „schlesischen Jerusalem“. Die großartige Wallfahrtsbasilika löste allgemeines Erstaunen aus. Einige der Enkel erkundeten die Mühsal, die frühere Pilger/innen büßend auf sich nahmen, die überdachten Stufen kniend zu bewältigen, – und sie schafften es! Gemeinsam stellten wir uns in der altehrwürdigen Gnadenstätte mit dem Lied „Segne du, Maria …“ unter den Schutz der Gottesmutter.
Nachdem auch die Kapellen auf dem gegenüberliegenden Berghang bewundert worden waren, brachte uns der Bus zur Heuscheuer. Der Weg zu den „Wilden Löchern“ war wegen Bauarbeiten gesperrt, und die Felsen bei Karlsberg lagen in Wolken. Es regnete zudem, so daß wir nur kurz den „Dinosaurier-Park“ am Fuße des Aufstiegs besuchten und sogleich zum Gebet am Grabe des Seligen Gerhard Hirschfelder nach Tscherbeney weiterreisten. Die Schädelkapelle fand das besondere Interesse unseres Nachwuchses und bildete zugleich den Abschluß unserer Rundfahrt.

Günther Gröger, Altgersdorf

13.5.2014

Frühjahrsputz bei Heinrich Bender.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:33

So wie in jedem Frühjahr, wurde wieder um das Denkmal Heinrich Bender herum Ordnung geschaffen.

Aber nicht nur das, denn unser DFK-Hausmeister – jeder Aktive muss bei uns ein Amt übernehmen – hatte wieder eine neue Idee. Auf der vor Jahren aufgestellten Infotafel sind Länge und Breite der ehemaligen Lorettokapelle angegeben und Mirek hat mit unserem Dominik 120 Buchen in genau den Maßen der Kapelle um die Infotafel gepflanzt. So wird nach gewisser Zeit allen Besuchern die Größe der Kapelle in Form einer Buchenhecke dargestellt. Unter der Infotafel wurde eine Folie ausgelegt und mit weißen Steinen bedeckt, damit nicht wieder das Unkraut wachsen kann. Wieder eine schöne Geste, um das Andenken unseres liebenswerten Heinrich, den ehemalignr Küster aus Eckersdorf, zu bewahren, der beim ersten Angriff der Russen in der Kapelle erschlagen wurde.

Alle Besucher sind herzlich eingeladen, die Gedenkstätte zu besuchen. Auf der Straße von Glatz nach Neurode, hinter dem Dorf Schwenz oben am Berg rechts, vor der Bushaltestelle. Ein wunderbarer Aussichtspunkt auf Schloss und Kirche Eckersdorf und die Heuscheuer. Immer wieder kommen auch Klassen des Gymnasiums aus Eckersdorf bei einer Wanderung, um sich über die Vorgeschichte der heutigen Gedenkstätte zu informieren. Das gehört seit längerer Zeit zum Geschichtsunterricht der Schule. Ein eindrucksvolles Zeitzeichen für die nächsten Generationen, das von der Eckersdorfer Heimatgemeinschaft in Deutschland und privaten Spendern unterstützt wurde. Wir wollen auch noch eine Bank aufstellen, um das Verweilen an diesem historischen Ort für die Besucher interessanter zu gestalten. Auch zu einem Picknick ist der Platz bestens geeignet und jeder ist auch eingeladen, dabei einmal Unkraut zu entfernen, damit wir etwas entlastet sind. Beste Parkmöglichkeit direkt am Denkmal.

Unser nächstes Projekt, das deutsche Denkmal an der schön renovierten Schwenzer Kapelle, auch an der Hauptstraße nach Neurode, ehemals gestiftet von der Familie Prause, wird nun auch realisiert. Benötigt werden ca. 1000,- Euro.

200,- € sind bisher für dieses Projekt auf dem Konto Schlesienhilfe eingegangen. Ich hoffe noch auf weitere 300,- € privater Spender, dann werde ich den Rest übernehmen, um ein weiteres, wertvolles deutsches Denkmal langfristig zu erhalten.

Horst Ulbrich

Bitte zum Vergrößern  auf die Bilder klicken.

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4.5.2014

St. Florian, Schutzheiliger der Kapelle in Schwenz und der Feuerwehr.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:13

St. Florian 026Das Altarbild                 St. Florian 018 Zum Vergrüßern bitte auf das Bild klicken.

Am Altar das Bild des Hl. Florian, wie auch auf der Fahne der Feuerwehr. Die hl. Messe um 15 Uhr war dann auch mit der Feuerwehr, die, wie immer mit Gerätewagen aus Eckersdorf gekommen war, um nach dem Gottesdienst mit einer Löschübung ihr Können zu zeigen.
Leider hatte der liebe Gott mit dem Wetter kein Einsehen und es regnete schon die ganze Nacht und den Tag, dazu ein scharfer, kalter Ostwind. Also wurde die Feier kurzerhand in den Gemeindesaal verlegt, wo aber nicht alle Gäste Platz fanden. Trotz der Enge hatte der Dorfvosteher Karol Omachel alles unter Kontrolle. Der Allroundmusiker, unser Organist Adam fand auch noch in einer Ecke mit seinen Instrumenten Platz und sorgte für die richtige Stimmung. Unsere Frauen hatten wieder gebacken und Kaffee, Kuchen sowie Bratwurst aus der Pfanne wurden verkauft. Der Erlös geht wieder in die Kasse, um die Renovierungskosten der Kirche zu tilgen.  So verbrachten wir einige harmonische Stunden und nachdem mehr Platz war wurde auch getanzt. Viele kauften den Restkuchen für den Sonntagskaffee am nächsten Tag und so ging das improvisierte Gemeindefest gegen 18 Uhr zu Ende. Wir hoffen natürlich im nächsten Jahr, wie gewohnt in der neuen Grillhütte draußen feiern zu können.

Bericht Horst Ulbrich

St. Florian 028Abmarsch der Feuerwehr      St. Florian 051 Bitte auf die Bilder klicken.

Re. im Bild das deutsche Denkmal. Die Renovierung möchte ich in diesem Monat beginnen. Es werden noch Sponsoren gesucht. Kontakt bei Ulbrich Schwenz.

Ich würde gern das deutsche Denkmal, das nach der Renovierung der Kapelle nun garnicht mehr dazu passt, auch in neuen Glanz versetzen.

19.4.2014

Privater Hilfstransport

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:32


Schon zwei Tage nach dem Hilfstransport der Malteser aus Telgte erreichte und eine private Hilfe von Herrn Pollok aus Münster und wie immer haben sich Frau und Herr Haverkamp als Fahrer zur Verfügung gestellt. So erreichten sie uns am 15.4. 2014 mit wichtigen medizinischen Hilfen, auch mit viel neuer Kleidung für unser Lager, das allerdings schon bis an die Decke gut gefüllt war. Aber die Zeit bis zum nächsten Transport ist lang und so haben wir schnell eine Garage geräumt, um sie als weiteres Lager zu nutzen.

Ja in der Osterzeit gibt es immer sehr viel Arbeit, auch viele Kilometer zu fahren, damit wir alle unsere bedürftigen zu Ostern etwas beschenken können. Dazu waren die Süßigkeiten und Backwaren aus der Kath. Kirchengemeinde Köningswusterhausen ein Segen der Hilfe. Leider geht es unserer „Alterspräsidentin“ wie wir sie liebevoll nennen, nach ihrer schweren Operation am Gehirn und danach Schlaganfall, sehr schlecht und sie liegt nur, auch das Sprachzentrum ist betroffen. Sie ist mit allem versorgt und wird liebevoll von ihrer Tochter und Enkelin gepflegt.

Bericht Horst Ulbrich

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Hier zwei Bilder Mit Fam. Haverkamp und Helfern beim Abladen.

18.4.2014

Grillfest beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:33

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Malteser aus Telgte und Horst Ulbrich                                                                                                                          Viele Helfer beim Abladen der Hilfsgüter.

Angrillen zum Saisonstart des DFK Glatz.

Nun hatte der Vorsitzende den Termin so gewählt, da zu gleichem Termin die Malteser aus Telgte wieder mit einem Hilfstransport zu uns unterwegs waren. So waren auch genügend Helfer zum Abladen vor Ort. Dank den ehrenamtlichen Helfern der Malteser, die mehrmals im Jahr unser extra gebautes Lager füllen, aus dem wir unsere deutschen Mitglieder mit allen benötigten Hilfsmitteln, von Pampers über Rollatoren, Toiletten – und Rollstühle bis zu Pflegebetten versorgen. Mit überschüssigem Material versorgen wir aber auch Kinder – und Altenheime, auch das Krankenhaus Scheibe in Glatz. Der nächste Transport ist für den Juli geplant.

Das Wetter wollte nicht so richtig mitspielen, daher hatten wir uns in die Reiterstube mit Ofenheizung gesetzt. Nur die zum Grillen abgestellten Männer und die Kinder auf dem Spielplatz  haben sich zunächst im Freien aufgehalten. Doch kam später sogar die Sonne durch die Wolken und viele zog es dann doch hinaus, da die Reitlehrerin mit ihrem besonderen Klopfzeihen auf den Metallzaun die Pferde aufmerksam machte in die Ställe zum abendlichen Futter zu kommen.

Für den musikalischen Rahmen sorgte einer unserer Feriengäste, Wolfgand Stehr, der in Löhne bei Herford eine private Musikschule betreibt. So wurde auch kräftig gesungen, getanzt wurde wegen der Fastenzeit nicht. Aber ein rundum gelungenes Grillfest, unterstützt auch mit einigen Flaschen Sekt, die unser Mitglied, einer der Gefängnisdirektoren in Glatz, Jurek mitbrachte, da er an dem Tag bei uns auch seinen 65. Geburtstag feierte.

Bericht Horst Ulbrich

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Gast bei Ulbrich, W. Stehr macht Musik                              Die Bewacher der Bratwurst                                Den Maltesern zeigen wir unsere Projekte

DSCF1871  DSCF1878  DSCF1892 Bitte Bild anklicken.

Die Kinder hatten ihren Spass, trotz Kälte und  Wolken.                                                                                                           Links Chef der Malteser Heinz Lodenkötter.

Zweite von re. Geschäftsführerin der Malteser Frau Hüser.

Frühlingsfest des DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:21

Deutscher Freundschaftskreis
Deutsche sozial-kulturelle Gesellschaft
Kreisverband Glatz
57-300 Kłodzko, ul. Łukasińskiego 11 / Frankensteiner Str. 11
E-Mail: hulbrich@op.pl, Tel./Fax: 0048 74-871 4361

An alle Mitglieder, Freunde und Sponsoren des DFK Glatz

Herzliche Einladung zum Frühlingsfest
am 24. Mai 2014 beim DFK Glatz
Anmeldungen bitte per E-Mail oder Telefon

DFK Glatz

Programm Frühlingsfest 24.5.2014

13 Uhr deutsche Messe, Kirche hinter dem DFK.
14.30 Uhr Mittagessen im Restaurant Majowy sen.
15 Uhr Begrüßung der Gäste.
15.15 DFK Jugend mit Programm.
15.45 Chor DFK Waldenburg
16.15 Chor DFK Glatz
Danach Empfang der Wahlzettel für die Vorstandswahl.
Kaffeezeit Musikgruppe der Fam. Jachimczak spielt.
Nach Auszählung der Wahlstimmen Bekanntmachung des Ergebnisses.
17 Uhr Band Adam spielt zum Tanz.
Gemütliches Beisammensein bis ca. 20 Uhr

Ausstellung: Wolfsschmiede Habelschwerdt.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 10:08

Am Freitag, dem 11. April 2014, fand im Pressesaal der Städtischen Bibliothek im Glatzer Rathaus die Eröffnung der Ausstellung über die „Wolfschmiede Habelschwerdt“ statt. An der Veranstaltung nahmen auch viele Mitglieder sowie der Vorstand des DFK Glatz teil, die Übersetzung übernahm – soweit notwendig – spontan Herr Keuten vom Vorstand. Begrüßung, Einführung und Kommentierung der Ausstellung wurden von Herrn Heribert Wolf, der eigens dafür aus Deutschland angereist war, zusammen mit Herrn Janusz Kobryń aus Bystrzyca Kłodzka geleistet, die gemeinsam die Ausstellung vorbereitet hatten.

Gegenstand der Ausstellung ist die Geschichte der Habelschwerdter Kunstschmiede, die der Vater von Heribert Wolf (der 1943 in Habelschwerdt geboren wurde, heute in Düsseldorf wohnt und Vorsitzender der Heimatgruppe Habelschwerdt ist) bis Kriegsende führte. Die Schmiede selbst, auf der Glatzer Straße, der heutigen ul. Okrzei, gelegen,existiert nachweislich mindestens seit dem 17. Jh., die Familie Wolf wirkte dort in 5 Generationen seit dem 19. Jh. Nach Kriegsende wurde sie durch den polnischen Kunstschmied Jan Liwacz übernommen, der u.a. dafür bekannt geworden ist, dass er als Häftling des KZ Auschwitz gezwungen wurde, die Inschrift über dem Eingangstor des Lagers mit dem zynischen Spruch „Arbeit macht frei“ anzufertigen. Die Arbeit zeigt neben Dokumenten zur Familiengeschichte beider Schmiede sowie zur Geschichte der Kunstschmiede selbst auch Aufnahmen und beeindruckende Beispiele für deren kunsthandwerkliches Schaffen. In Habelschwerdt sind bis heute mehrere Werke der beiden Schmiede zu sehen, so z.B. auf dem Ring oder vor der ehemaligen Hermann-Stehr-Aufbauschule, in der auch unser Vorstandsmitglied Herr Keuten als Lehrer tätig ist.

Die Ausstellung wurde bereits im vergangenen Jahr im Philumenistischen Museum in Habelschwerdt gezeigt und fand dort große Resonanz. Nach dem Gastspiel in Glatz wird sie voraussichtlich ab Sommer 2014 im Haus Lerchenfeld (Gottwaldhof Winkeldorf) zu sehen sein, wo der DFK Glatz langfristig ein deutsches Museum plant. Wir empfehlen allen Besuchern der Grafschaft Glatz, einen Blick auf diese Ausstellung über einen interessanten Aspekt der deutsch-polnischen Lokalgeschichte zu werfen!

Heinz-Peter Keuten

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2. von re. Heribert Wolf.             Zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken.

27.3.2014

Sohn des Vizevorsitzenden DFK Glatz wurde am 22. März 2014 getauft.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:56

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Eine Taufe ist für das kleine Winkeldorf (78 Einwohner laut Wikipedia) in diesen Zeiten ein seltenes Ereignis. Gelegen unweit von Bad Landeck in einem engen Tal der Kuhberge, verfügt das kleine Dörflein mit der fast 500 Jahre alten, der heiligen Katharina von Alexandria geweihten Kirche über einen Schatz, der in den Jahren nach dem Krieg allerdings sehr vernachlässigt wurde, bis das kleine Gotteshaus in privater Initiative wieder in einen ansehnlichen Zustand versetzt wurde.

Katarzyna Kepa und Joachim Straube, die seit einigen Jahren in Winkeldorf wohnen, das fast vier Jahrhunderte die Heimat der Familie Straube war, hatten deshalb Verwandte, Freunde und Bekannte zur Taufe ihres Erstgeborenen in das bezaubernde Kirchlein eingeladen. Die ankommenden Gäste stellten mit Erstaunen fest, dass auch der die Kirche umgebende Friedhof in gepflegtem Zustand ist und studierten die noch leserlichen, deutschen Grabinschriften auf den Grabsteinen.

Es war der Wunsch von Kasia und Joachim, Taufe und Gottesdienst in deutscher und polnischer Sprache abzuhalten. Außer dem polnischen Kaplan aus Bad Landeck, der für Winkeldorf zuständigen Kirchengemeinde, hatten sie deshalb Pater Karl Schauer (OSB) Superior aus Maria Zell in Österreich und Joachims Freund aus Studienzeiten, gebeten, die Taufe und  Messe gemeinsam in Deutsch und Polnisch zu zelebrieren. Das kam auch der bunt gemischten polnisch-deutschen Gästeschar sehr entgegen, weil dadurch jeder die von Joachim ausgesuchten Lieder in seiner Muttersprache singen und auch die Tauftexte in seiner vertrauten Sprache verfolgen konnte.

Auf Maria Zell geht übrigens unser Wallfahrtsort in der Grafschaft Glatz „Maria Schnee“ zurück. Da die Grafschaft Glatz zu Österreich-Ungarn gehörte, pilgerten viele Bewohner von hier nach Maria Zell. Als dann Schlesien und die Grafschaft Glatz an Preußen fiel, lag Maria Schnee im Ausland.  Im Jahre 1750 brachte der Bauerssohn Christoph Veit eine aus Holz geschnitzte Kopie der Gnadenmutter aus Maria Zell hier her und stellte sie unterhalb des Spitzigen Berges auf eigenem Grund an einen Baum. Bald entwickelte sich hier eine weitere Wallfahrtstradition.

Im Mittelpunkt stand natürlich der zehn Monate alte Täufling Andrzej, Luzius, Werner, der dies auch zu spüren schien und den Taufritus mit Würde absolvierte. Wurde doch seine Taufe an dem Taufstein gefeiert, an dem sein Großvater Alfons Straube vor 84 Jahren getauft wurde.

Pater Karl Schauer erinnerte einleitend an den Taufpatron, den Heiligen Andreas, Bruder von Petrus und einer der ersten Jünger Jesu, der in der orthodoxen Kirche als Protoklitus besondere Verehrung genieße. Er verwies darauf, dass es nunmehr nach dem 1000 jährigen Schisma zwischen katholischer und orthodoxer Kirche Anzeichen für eine Versöhnung gebe. Die Patriarchen von Konstantinopel und die katholischen Päpste, beginnend mit Athenagoras und Paul VI, seien bereit, das gemeinsame Erbe Jesu zu betonen und das Trennende in den Hintergrund der Historie zu verschieben.

Diese Bereitschaft zur Versöhnung wünschte sich Superior Karl Schauer auch für das Leben in den Familien und in größeren Gemeinschaften.

Nach der Taufe in dem doch etwas kühlen Kirchenraum genossen die Gäste die wärmende Frühlingssonne. Die Abordnung des DFK-Glatz saß noch bei Kaffee Kuchen und Plausch im „Derhämte Häusla“. Der gesamte DFK Glatz wünscht dem kleinen Andrzej und seinen Eltern für den weiteren Lebensweg alles Gute und Gottes Segen.

Hermann Handlos

Taufe Anjey 003        Taufe Anjey 025         DSC03458 Bilder bitte anklicken.

6.3.2014

Neues vom DFK Glatz und unserer Ortsgruppe Tscherbebey.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 21:11

Unsere neu gegründete Ortsgruppe in Tscherbeney hat endlich einen Schaukasten für Bekanntmachungen. Auch die neuen Öffnungszeiten sind dort zu ersehen.

1. und 3. Samstag im Monat von 14 bis 16 Uhr.

Sonstige Öffnungszeiten nach Vereinbarung, auch für besondere Zusammenkünfte der Deutschen auf beiden Seiten der Grenze.

Leider fehlt noch eine Korkwand für Nadeln wie man sieht, um die Zettel gut zu befestigen, die bei Tesastreifen immer noch nicht halten wollen. Leider haben wir durch die Mittelkürzungen der deutschen Stiftung in Oppeln keine finanzielle Unterstützung für den Schaukasten, wie auch ein erforderliches Bücherregal und Reparatur des defekten Rollos in der Geschäftsstelle in Glatz erhalten. Wir dürfen hier nicht auf Spenden aufmerksam machen. Wer unsere Arbeit in Schlesien unterstützen möchte, melde sich bitte unter
der E-Mail hulbrich@op.pl oder Tel.  0048 74 871 4361

Wir grüßen herzlich alle Leser dieser Seite.

Horst Ulbrich

Vorsitzender DFK Glatz

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Der neue Schaukasten.                                               Gesamtansicht des Hirschfelder Hauses.

Vorsitzer DFK Glatz bei der Delediertenversammlung des Landes Baden – Württemberg.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:20

Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.                                                Stuttgart 031

v.l. Herr Rauhut Bundesvorsitzender der landsmannschaft Schlesien,

Hort Ulbrich Vorsitzender DFK Glatz                                                                                                                                                         Horst Ulbrich mit Multi Media Präsentation

Herr Zimmermann Bundesschatzmeister und Vorsitzender  der

Landsmannschaft Baden – Württemberg.

 

Der Vorsitzende des DFK Glatz Horst Ulbrich und seine Frau Renata, zuständig für Sozialarbeit und Hilfsmittel in der Gesellschaft, waren  auf eine Einladung des Landesverbandes der Landsmannschaft Schlesien nach Stuttgart gereist.

Herr Ulbrich war als Referent geladen, um über die Projektarbeit der deutschen sozial – kulturellen Gesellschaft Glatz und die Situation an der Basis der DMI in Polen zu berichten. Mit einer Multi-media Präsentation vermittelte er den interessierten Zuhörern der Delegiertenversammlung einen Überblick der Arbeit.  Nach seinen Ausführungen musste er noch lange Fragen zum Thema beantworten, auch warum er in die Heimat seiner Eltern gezogen ist und wie Familie Ulbrich mit der dort heimisch gewordenen polnischen Bevölkerung lebt.

Der ebenfalls anwesende, neu gewählte Bundesvorsitzende, Herr Rauhut wurde vom Landesvorsitzenden Herrn Zimmermann vorgestellt. Herr Rauhut war zum ersten Mal im größten Landesverband der Landsmannschaft und musste sich ebenfalls vielen Fragen stellen, auch zu seinem Vorgänger Herrn Pawelka.

Abends im Hotel gab es Gelegenheit zu weiterem Informationsaustausch und es wurde bis in die Nacht diskutiert. Vereinbart wurde eine engere Zusammenarbeit über die Grenzen hinweg, auch Partnerschaften von Ortsgruppen und Kreisverbänden aus beiden Ländern sollen entstehen.

Beim nächsten Treffen in Lubowitz wird konkret mit den Vorsitzenden weiter verhandelt.

Rundum eine hervorragende Organisation der Landesdelegiertenversammlung mit positiven Aussichten für die Zukunft.

Schriftführer DFK Glatz

Hermann handlos

Stuttgart 025                                              Zum Vergrößern aus die Bilder klicken.

Herr Zimmermann bei der Begrüßung der                                  Abschlussfoto mit dem ganzen Vorstand der Landesdelegiertenversammlung.

Gäste und Delegierten.

16.12.2013

Vortrag über Lokalgeschichte der Grafschaft Glatz beim DFK

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:26

Am 14. Dezember 2013 hielt Henryk Grzybowski, Kenner der Militärgeschichte vor gut 30 Zuhörern in der DFK-Geschäftsstelle einen Vortrag über die militärische Sicherung Schlesiens an der Grenze zu Böhmen in der Zeit des Bayerischen Erbfolgekriegs (1778 – 1779)  und danach. Damals wurden auch die Befestigungsanlagen der Grafschaft Glatz weiter ausgebaut, darunter auch das Fort Passendorf  bei der Kleinen Heuscheuer. Unterstützt durch eine Powerpoint-Präsentation berichtete der Referent detailliert über die Entstehung der Batterie, die beteiligten Militärs und Fachleute des Festungsbaus sowie die heute noch verbliebenen Spuren der Anlage. Wer sich genauer informieren möchte, lese den Artikel von Herrn Grzybowski auf Seite 102 ff des Altheider Weihnachtsbriefes, Ausgabe 17/Dezember 2013 (Bezugsquelle: wenzel-lingen@t-online.de).

Nach der etwas trockenen historischen Kost, für die sich Horst Ulbrich herzlich beim Referenten bedankte, mundeten die von den Damen des DFK vorbereiteten vorweihnachtlichen Schmankerl umso mehr. Offenbar so gut, dass zum Ausklang des Beisammenseins auch die gut geschmierten Kehlen der Gäste in Aktion traten und lange über die normalen Öffnungszeiten hinaus wurden Weihnachtslieder gesungen. Vielleicht hat auch der, von der kath. Kirchengemeinde aus Königswusterhausen, gespendete Glühwein dazu beigetragen. Es war die letzte Veranstaltung des DFK Glatz in diesem Jahr, alle verabschiedeten sich in die Weihnachtspause bis zum Neuen Jahr.

Hermann Handlos                                                                                                       Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken.

Jahresabschluss DFK 016   Jahresabschluss DFK 008   Jahresabschluss DFK 003

13.12.2013

Auftritt des Chores DFK Glatz und DFK Glatz Junior bei der Weihnachtsfeier des DFK Waldenburg

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:27

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Theatersaal Bad Salzbrunn                                                                                         Chor DFK Glatz auf der Bühne                           Zum Vergrößern der Bilder anklicken.

Am  zweiten Adventssonntag fuhren  der Chor des DFK Glatz und die Kindergruppe DFK Junior Glatz, auf Einladung  nach Bad Salzbrunn, wo der DFK Waldenburg im  kunstvoll renovierten Theatersaal des Kurbades (einst das 1890 -1892 erbaute  fürstliche Kurtheater mit neoklassischer Fassade und Innenausstattung im Rokokostil)  schon alles für eine besinnliche und stimmungsvolle Weihnachtsfeier vorbereitet hatte.

Leider konnten wir das Kyrie aus der Weihnachtsmesse von Ignaz Reimann nicht vortragen, weil einige unserer Sänger aus Krankheitsgründen  abgesagt hatten. Wir lauschten zunächst den vertrauten Klängen deutscher und polnischer Weihnachtslieder, die der Waldenburger Chor sehr eindrucksvoll vortrug. Als die Moderatorin uns nach verschiedenen  Auftritten engagierter Jugendlicher aus Waldenburg  auf die Bühne bat, war das Lampenfieber schon verflogen und wir sangen unsere Lieblingslieder (Dona nobis, Ihr Kinderlein kommet und O du fröhliche). Danach zeigte unsere Jugend ihr Können mit Gesang und Tanz. Mit freundlichem Beifall belohnt folgten wir dem weiteren reichhaltigen Programm der Waldenburger und stärkten uns mit Kaffee, Tee und schlesischer Mohnbabe. Da auch in diesem Jahr der bestellte Nikolaus nicht zur Verfügung stand, wurde wieder der Ersatz des letzten Jahres gebeten. Ja wer war es wohl? Man möge unter older post ganz unten in 2012 zurückblättern. Der Applaus bestätigte jedoch, dass der Ersatznikolaus seine Sache ganz gut gemacht hat.

Die Heimreise verlief bei munteren Gesprächen wie im Fluge, vielleicht auch dank der geistigen Stärkung, die der Vorsitzende für die Rückreise immer dabei hat.

Ein herzliches Vergelt`s Gott für den schönen Nachmittag sagen wir dem DFK Waldenburg.

Hermann Handlos

Weihn.2013 047                                           Weihn.2013 058

                     Jugend DFK Glatz                                                                                               Der Nikolaus…. wie im letzten Jahr

9.12.2013

Nikolaus bei den Kindern.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 13:37

 

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Nach unserer Adventfeier mit 141 Teilnehmern war wenig Zeit, denn die Termine gerade in der Vorweihnachtszeit liegen eng beieinander.

So gab es keine andere Möglichkeit und der Nikolaus musste schon am Sonntagmorgen nach der Messe um 10 Uhr zu den Kindern kommen.

Wie bekannt haben wir seit geraumer Zeit auch ein Kindergartenprojekt „Spielend Deutsch lernen“ das von AGMO Deutschland gefördert wird.

Erfahrungsgemäß sind dann die ganzen Familien anwesend, also auch die Geschwister und Eltern, die in froher Erwartung schon einmal ein Weihnachtslied sangen. Bis zum Eintreffen des Nilolaus wurden Plätzchen und warmer Tee und Kaffee gereicht, denn es hatte in der Nacht geschneit und es war nasskalt.

Endlich erschien der Nikolaus und die Kinder trugen Gedichte und Lieder vor. Nach einer Ermahnung des Nikolaus, auch im folgenden Jahr so fleißig zu lernen, gab es für alle Kinder kleine Geschenke. Bedürftige Familien mit vielen Kindern bekamen außerdem Hefte Stifte und Bücher für die Schule der größeren Kinder. Das Ende der Feier konnten wir leider nicht abwarten, denn schon um 13 Uhr stand der bestellte Bus am Kloster in Glatz, um den Glatzer Chor und die Jugendgruppe DFK Junior zur Weihnachtsfeier des DFK Waldenburg zu bringen. Aus Kostengründen bestellen wir immer den Schulbus aus Eckersdorf, der aber so schwach motorisiert ist, dass wir lange Fahrtzeiten kalkulieren müssen, gerade wenn es über die Berge geht.

Bericht

Horst Ulbrich

Adventfeier DFK Glatz 30.11.2013

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 12:24

 

Adventfeier 003   Adventfeier 099  Adventfeier 079

Der Termin für den deutschen Gottesdienst in Glatz ist immer der letzten Samstag im Monat. Dazu

kommen unsere Mitglieder aus nah und Fern, aus diesem Grund haben wir  unsere Adventfeier auch auf diesen Termin gelegt.

  So trafen wir uns mittags in der Kirche des St. Adalbert und St. Georg, wo  Pater Marian Arndt unter Assistenz des aus Deutschland angereisten Diakons Andreas Klose die Heilige Messe feierte, die wie immer Jochen Straube vorbereitet hatte. Zum Gelingen des Gottesdienstes war auch der Chor des DFK  aus Waldenburg eingeladen. Unser DFK-Chor aus Glatz sang das Kyrie aus der Reimann-Messe und den Kanon Dona nobis pacem.

 Pater Arndt sprach in der Predig über den Sinn des Advents, mit dem das neue Kirchenjahr beginnt. In diesen Wochen erwarten wir die Ankunft des Herrn und besinnen uns auf die frohe Botschaft, die er uns gebracht hat. Dieser geistliche Gehalt macht das Weihnachtsfest aus. Ja, wir dürfen fröhlich feiern mit Weihnachtsbaum, Geschenken und festlichen Mahlzeiten, aber wir sollten diese Äußerlichkeiten nicht in den Vordergrund stellen.

Gestärkt mit der geistlichen Nahrung,  aber allmählich auch schlicht hungrig fuhren wir  danach in das Restaurant Majowy Sen, wo uns schon bald köstlicher Bratenduft in die Nasen stieg. Viele waren wegen des weiten Weges seit dem frühen Morgen unterwegs, deshalb gab es zunächst ein kräftiges Mittagessen. Gut gesättigt ist es bekanntlich leichter, die bei dieser Gelegenheit unvermeidlichen Ansprachen geduldig anzuhören. So lauschten wir dann den wohl gesetzten Worten des DFK-Vorsitzenden, der die Eingeladenen herzlich begrüßte, mit Wohlgefallen. Horst Ulbrich, dankte Allen, die beim Vorbereiten der Weihnachtsfeier geholfen hatten. Mit besonders warmen Worten wandte er sich an Pater Marian, der von Breslau aus auf weiten Wegen seine weiträumige Gemeinde der Deutschen betreut. Besonders herzlich willkommen hieß er die Mitglieder der neu gegründeten DFK-Ortsgruppe Kudowa unter der Leitung von Frau Elisabeth Kynast und die guten alten Bekannten aus Waldenburg.

 Nicht erwartet hatten der Vorsitzende und die meisten Gäste, dass dann das angekündigte Programm  nicht beginnen konnte, denn der Schriftführer des DFK-Glatz und auch Frau Kynast meldeten sich noch zu Wort. Weil wir alle wissen, wie unermüdlich sich der Vorsitzende Horst Ulbrich für den DFK-Glatz einsetzt, war es an der Zeit, dies auch einmal ganz offiziell im Namen aller anderen  Vorstandmitglieder zum Ausdruck zu bringen. Der Redner vergaß auch nicht, der guten Seele des DFK , Renata Ulbrich, für ihre Unterstützung zu danken, denn hinter dem Erfolg eines Mannes steht immer eine kluge Frau. Frau Kynast ließ es sich danach nicht nehmen,  Horst Ulbrich mit einem Geschenk zu erfreuen und herzliche Worte für seine Hilfe bei der Gründung der DFK Ortsgruppe Kudowa zu finden.

Danach konnte das eigentliche Programm beginnen. „Von draus vom Walde komm ich her“ erzählte Dominik Ulbrich, Kinder brachten mit ihren Lichtern Glanz in die Feier,  die Chöre aus Waldenburg und Glatz sangen Weihnachtslieder. Dass in der Weihnachtszeit vor allem fröhliche Kinder das Herz der Erwachsenen rühren, zeigte sich bei den anschließenden Auftritten der Gruppe DFK Junior. Mit Gedichten, Gesang und Tanz der Mädchen als Schneeflocken erfreuten sie uns. Aber auch einige Familien gaben sich mit ihren Kindern besonders Mühe. Die Kinder der Familie Jachimczak spielten weihnachtliche Klänge, vorgetragen mit Keyboard, Trompete und Saxofon, wie schon beim Oktoberfest. Sebastian und Maria Feisst, 3 und 5 Jahre trugen zunächst ein Gedicht vor, danach sang die Kleine O Tannenbaum. Mit dieser Kinder und Jugendgruppe ist es uns um die Zukunft  des DFK Glatz nicht bang.

Danach gab es Kaffee und Kuchen und es war trotz des reichhaltigen Programms noch genügend Zeit für private Unterhaltungen. Es wurden auch weiterhin Weihnachtslieder aus den verteilten Liedermappen gesungen die jeder Gast auch mitnehmen durfte. Wir verbinden damit auch die Hoffnung, dass in der Weihnachtszeit zu Hause deutsche Weihnachtslieder gesungen werden und hatten dazu 100 von uns gedruckte Liedermappen verteilt. Gegen Ende sangen die Chöre und Teilnehmer gemeinsam. Zur Stimmung haben wohl auch die  von Herrn Theisen ( Schlesien Heute) gespendeten Flaschen Kroatzbeere und der vom Vorsitzenden hervor gezauberte Wodka beigetragen. Auf dem Weg nach Hause waren sich alle einig: Wieder ein gelungenes Fest.

Hermann Handlos

Adventfeier 061    

21.11.2013

Helferfete beim DFK Glatz

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:26

Eine kleine Feier für Mitglieder, die übers Jahr immer hilfsbereit den Verein unterstützt haben. Wegen der anstehenden drei Weihnachtsfeiern, Jahresabschluss, Besuche und Verteilung der Hilfsmittel an unsere Rentner und vielen anderen wichtigen Terminen die noch vor dem Fest einzuhalten sind, haben wir die Helferfete an den Anfang der Feiern gestellt.

In diesem Jahr haben wir uns bei unserem DFK Mitglied  Carina Fuglinska getroffen um in gemütlicher Runde beisammen zu sein. Der Vorsitzende bedanke sich bei den Helfern, denn ohne sie wäre eine erfolgreiche Vereinsarbeit nicht möglich. Es gab auch kleine Geschenke mit der Bitte sich weiterhin für die Belange des DFK Glatz zu engagieren.

Am gleichen Tag haben wir noch den Hilfstransport der Malteser aus Telgte entladen, die uns unter anderem auch ein dringend benötigtes Pflegebett geliefert haben.

Malteser 003          Malteser 010

Sie waren in diesem Jahr nun das vierte Mal bei uns um das Lager für unsere Kranken und Bedürftigen wieder zu füllen. Wir haben sie in den Kreis der Helfer mit  eingeladen und so einen schönen, gemeinsamen Abend erleben dürfen. Da einige Helfer gleichzeitig Chormitglieder sind wurde auch kräftig gesungen.

Am 30.11. ist unsere erste Weihnachtsfeier, die wir mit einem deutschen Gottesdienst beginnen werden.

 

Horst Ulbrich

11.11.2013

Der Deutsche Freundschaftskreis (DFK) Glatz erinnert an die Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 11:50

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Der 9. November ist eines der bemerkenswertesten Daten der deutschen Geschichte. Als Philipp Scheidemann am frühen Nachmittag des 9. November 1918 vom Balkon des Reichstages  die Deutsche Republik ausrief und als am 9. November 1989 fast versehentlich die Berliner Mauer geöffnet wurde, waren dies Ereignisse, die nicht nur viele Deutsche begrüßten.

Die Novemberpogrome vom 9. November 1938 dagegen lösten nahezu in der ganzen Welt Entsetzen aus. Die New York Times schrieb: “Eine Woge der Zerstörung, Plünderung und Brandstiftung, wie sie Deutschland seit dem Dreißigjährigen Krieg , und Europa insgesamt seit der bolschewistischen Revolution nicht erlebt hat, fegte heute über Großdeutschland hinweg, als nationalsozialistische Scharen für die Ermordung von Ernst vom Rat durch einen jungen polnischen Juden Rache an jüdischen Geschäften, Büros und Synagogen übten.“

Die deutsche Bevölkerung, die gezwungenermaßen Zeuge dieses sorgfältig geplanten „Ausbruchs ihrer spontanen Empörung“ war, reagierte nicht auf die entsetzlichen Untaten. Einzelne mögen die Aktion kritisiert haben und dafür verurteilt worden sein. Doch das Schweigen der christlichen Kirchen angesichts   der Zerstörung von Gotteshäusern ist auch heute kaum nachvollziehbar.

Erklären, kaum verstehen, aber wohl nicht verzeihen, kann diese Aktion, wer versucht, den Gründen nachzugehen, die Hitler, er war wohl der höchste Entscheider bei der Planung, in seiner Wut nach der zunächst verschobenen Zerschlagung der Tschechoslowakei, veranlasst haben, die Gelegenheit für einen inszenierten Pogrom an den deutschen Juden zu nutzen. Hitler hat schon in seinen Anfängen den Judenhass, in Deutschland und anderen Ländern lange virulent, zu einem seiner wichtigsten Glaubensartikel gemacht und begann nach der Machtübernahme sofort mit der stufenweisen Umsetzung seines Hasses in die Realität. Aber wie so oft nutzte er die willkommene Gelegenheit auch zu einem ganz und gar nicht ideologischen Zweck. Die gigantische Aufrüstung verursacht  Anfang 1938 ein hohes Haushaltsdefizit und nach den Pogromen mussten die Juden eine Milliarde Reichsmark zahlen, mit der der Beginn des 2. Weltkrieges teilweise finanziert wurde.

Wer sich heute fragt, warum die Deutschen die in ihrem Namen begangenen Verbrechen vom November 1938 ohne Protest hingenommen haben, wird nicht leicht eine überzeugende Antwort finden. Die allgegenwärtige Gestapo, das Fehlen rechtstaatlicher Garantien in einer brutalen Diktatur waren wohl die entscheidenden Gründe. Man muss aber auch vermuten, dass die anfänglichen Erfolge des Regimes das Gewissen der Bürger eingeschläfert haben.

Darum gilt: Die Vergangenheit ist nicht tot. Sie ist noch nicht einmal vergangen.

Deshalb hat der DFK Glatz den fünfundsiebzigsten Jahrestag der Reichskristallnacht“ – so nannten die Machthaber später zynisch ihre Untaten – zum Anlass genommen, am Obelisken für die 1884 erbaute und 1938 zerstörte Synagoge im Zentrum der Stadt insbesondere der Glatzer Opfer des Rassenwahns zu gedenken. Der Vorsitzende des DFK Glatz, Horst Ulbrich berichtete in seiner Ansprache über die damaligen Ereignisse in Glatz. So wurde nicht nur die Synagoge entweiht und in Brand gesetzt, sondern auch die jüdischen Geschäfte geplündert. Besonders bewegend berichtete er von der in Israel lebenden, 1929 als Ruth Prager geborenen Ruth Lewin, die als Kind den Pogrom erlebt hat. Er hatte ihr versprochen, am Gedenktag genau um 14.00 Uhr an die Opfer zu erinnern. Sie werde im fernen Israel im Geiste mit uns verbunden sein.

Am Ende seiner Rede betonte Horst Ulbrich, die Gräueltaten dürften nicht in Vergessenheit geraten. Nur so könnten die freien, demokratisch-rechtstaatlichen Länder eine Wiederholung verhindern. Der Vorstand des DFK Glatz legte ein Blumengebinde am Gedenkstein nieder und der Vorsitzende  forderte alle Anwesenden zu einer Schweigeminute auf. Danach kamen die Gespräche nur stockend wieder in Gang.

Hermann Handlos

5.10.2013

Geburtstag beim DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 19:28

Geburtstag 007    Geburtstag 013  Zum vergrößern das Bild anklicken.

 

Vorsitzender und Schatzmeister wurden zusammen 116 Jahre alt und der Chor vom DFK Glatz hat mit einstudierten Liedern den Jubilaren entsprechende Ständchen gebracht.

Mit 66 Jahren da geht’s erst richtig rund, passend zum Wiegenfeste des Vorsitzenden und der hatte sich mit Wein und Imbiss bedankt. Um diesen Zusammenhalt der Mitglieder beneidet uns so manch anderer DFK. Schöne gemeinsame Stunden die gleichsam eine Probe für die nächsten Auftritte waren, denn am 30.11. ist schon unsere Adventfeier. Wir beginnen mit einem Deutschen Gottesdienst und dazu werden wieder über 100 Mitglieder erwartet, auch eine Abordnung unserer neu gegründeten DFK Ortsgruppe Kudowa. Herr Konsul Eck hat schon beim Treffen im Generalkonsulat Breslau, zum Tag der Deutschen Einheit seine Teilnahme am Fest zugesagt. Es wird unser Chor in Kirche und Festsaal singen, wie auch am 14.12. im Theater Bad Salzbrunn zum Weihnachtsfest des DFK Waldenburg. Aber vorher kommt am 6.12. noch der Nikolaus zu den Kindern. Das Jahr geht dann mit der Helferfete für Mitglieder, die sich über das ganze Jahr engagieren, zu Ende.

3.10.2013

Tag der Deutschen Einheit

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 20:38

Empfang im deutschen Generalkonsulat Breslau aus Anlass des Tages der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2013

Die gefürchteten Morgennebel waren schon verschwunden, als wir vom DFK Glatz, Horst Ulbrich und ich, uns auf den Weg nach Breslau machten. Bald sahen wir „den blauen Himmel unverstellt, herbstkräftig die gedämpfte Welt in warmem Golde fließen“ (Mörike). Es war ein Tag wie aus dem Bilderbuch oder, wie man in Polen sagt: ein wunderschönerTag im goldenen, polnischen Herbst. Als ehemaliger Münchner sage ich dazu Altweibersommer und denke mit ein wenig Sehnsucht an sonnige Nachmittage auf dem Oktoberfest.

Dr. Zeitz hatte wie jedes Jahr auch Vertreter der deutschen Minderheit in Niederschlesien zum Empfang am Tag der Deutschen Einheit eingeladen. Dem Anlass entsprechend unterstrich der Generalkonsul in seiner Begrüßungsansprache die Bedeutung der polnischen Freiheitsbewegung für die deutsche Wiedervereinigung und erhielt dafür Beifall aller polnischen und deutschen Zuhörer. Es ist ja eine in Deutschland häufig zu wenig gewürdigte Tatsache, dass die polnische Solidarnosc und ihr Erfolg eine wesentliche Ursache für das Ende der kommunistischen Regime und damit auch eine der Vorbedingungen für die Wiedervereinigung war. Besonders haben wir uns darüber gefreut, dass Herr Dr. Zeitz die anwesenden Vertreter der, wie er sagte vitalen, deutschen Minderheit in Niederschlesien neben Exzellenzen und Magnifizenzen ausdrücklich gesondert begrüßte und Brückenbauer zwischen Polen und Deutschland nannte, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich in Kultur und Wirtschaft enge, herzliche, ja freundschaftliche Netzwerke zwischen den beiden Völkern gebildet haben.

In ihrer Antwort dankte die Vizemarschallin der Wojewodschaft Niederschlesien für die Einladung und wünschte sich ein starkes Deutschland, das die Europäische Union mit sicherer Hand aus der Krise führen könne und dabei die volle Unterstützung Polens genießen werde. Auch wenn diese Aussage so ähnlich auch vom Außenminister Polens bekannt geworden ist, zweifelten meine Freunde und Bekannten der deutschen Minderheit, ob alle gesellschaftlichen Kräfte in Polen auch so denken.

Wie dem auch sei. Wir haben den Empfang genossen, vor allem weil er Gelegenheit bot, Freunde und Bekannte wiederzusehen und am gut bestückten Buffet miteinander zu plaudern. Übrigens: Ein paar Grad Celsius mehr hätten dem Aufenthalt im Garten des Generalkonsulats gut getan. Aber der bayerische Föhn kommt halt nicht bis Breslau.

Hermann Handlos

Schriftführer DFK Glatz

Tag der Einheit 007   Dr. Zeitz bei seiner Ansprache zum Tag der Deutschen Einheit.  ( Zum Vergrößern das bild anklicken)

Tag der Einheit 002  Geladene Gäste im Generalkonsulat Breslau

27.9.2013

Wieder ein gelungenes Oktoberfest des DFK Glatz.

Filed under: Neues aus Schlesien — Horst Ulbrich @ 18:08

     Octoberfest 2013 069   

Chor Waldenburg                                                                          Oktoberfest 2013                                                                  Lehrerchor

Zum Vergrößern die Bilder anklicken

 

Schon am 14.9. 2013 feierte der DFK Glatz sein traditionelles Oktoberfest und damit waren wir schneller als das Fest in München, da nur ein Restaurant in Glatz die Kapazität für so viele Gäste hat. Leider mussten wir dem Wetter Tribut zollen und die Teilnehmerzahl auf 150 begrenzen, denn für den geräumigen Außenbereich des Restaurantes, den wir in 2012 mit über 250 Teilnehmern nutzen konnten, war es zu kalt. So konnten nur die dabei sein, die sich frühzeitig in die Liste in unseren Geschäftsräumen eingetragen hatten. Das Oktoberfest ist immer auch eine verbindende Veranstaltung, zu der wir den Chor des DFK Waldenburg und den Lehrerchor mit unserem Schatzmeister H.P.Keuten einladen. Eine Abordnung der Partnerstadt Bensheim, die auch an unserem Fest teilnehmen wollten, standen bis in die Abendstunden im Stau auf der Autobahn. Über den Besuch unseres VDG Vorsitzenden Herrn Gaida aus Oppeln und die Vizevorsitzende Frau Zajaczkowska haben wir uns besonders gefreut, war es doch der erste Besuch in Glatz seit unserer Reaktivierung im März 2010. Auch unsere Mitglieder und Sponsoren, Familie Barth und Familie Rolfing waren extra aus Deutschland angereist, um an unserem Fest teil zu nehmen.

Da viele aus Kudowa, Waldenburg und  Habelschwert einen weiten Weg hinter sich hatten, gab es gleich zu Beginn ein kräftiges Mittagessen. Da es beim Essen bekanntlich ruhig ist, nutze der Vorsitzende Horst Ulbrich die Zeit, einige Gäste zu begrüßen. Nach dem Essen begann sofort das Programm, denn es sollte am Ende auch Zeit für Gespräche und Kurzweil bleiben. Der Lehrerchor erfreute die Gäste mit einem internationalen Programm, gefolgt vom DFK Chor Waldenburg.

Unsere musikalischen Kinder spielten mit Klavier, Klarinette und Trompete und der Glatzer Chor trat dann mit  lustigem Gesang auf. Mein kleiner grüner Kaktus und warum ist es in Glatz so schön begeisterte das Publikum, unterbrochen von Glatzer Mundartgedichten, vorgetragen vom Vizevorsitzenden Joachim Straube. Zu Kaffee und Kuchen spielte Clara, zur Freude aller, auf dem Klavier Kaffeehausmusik. Danach wurde dann zum Tanz aufgespielt und bis in die Abendstunden fröhlich gesungen und das Tanzbein geschwungen. Leider vergehen schöne Stunden all zu schnell und gegen 20 Uhr mussten viele den weiten Heimweg antreten. Die Glatzer feierten dann weiter und wir haben noch lange auf den Stadtrat aus Bensheim gewartet, die es aber nicht mehr geschafft haben, zu uns zu kommen. Das Lied, so ein Tag so wunderschön wie heute beendete eine ausgewogene Feier mit viel Gesang, Tanz und Gesprächen zur Förderung der Gemeinsamkeit.

Am anderen Tag sind einige Mitglieder dann mit der Abordnung aus Bensheim weiter nach Warschau gefahren, um in fünf Tagen Sehenswürdigkeite wie Nationalstadion, Parlament, Deutsche Botschaft usw zu besichtigen.

Die Weihnachtsfeiern werden wir wie immer aufteilen müssen und das nächste große Fest wird erst wieder das Sommerfest 2014 in Ulbrichs Reithalle werden, wo endlich alle Mitglieder und Gäste Platz finden können.

    Octoberfest 2013 090   

Chor DFK Glatz                                                        Ausgelassene Stimmung mit der Adam Combo                                         Kindermusikgruppe

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Mundartvortrag mit Jochen Straube                                           Solo von Horst Ulbrich                                                Heinz Peter Keuten mit einer Schülerin

Bericht Horst Ulbrich

 

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